e Tochter, a, gebortz Eleonong Valentin, Mathilde scar Con⸗ liſabetha, Anna Ka⸗ beter Catl, „, geboren „Chriſtian eboren den Juni. chelichet 7 Monat ins Petr 16. Jun. chen, alt — für die 1 berhessen im Allgemeinen, den Kreis Friedberg und die angrenzenden Bezirke it im n Beſonderen. * 23. Sonnabend, den 13. Juli 1339 Wetterauer Carmen eroticum,) das iſt: Owetläidſch e vom Bräuem fürſch Annliſi. Schloff wuhl, ſchloff wuhl, main läiber Schatz! Gunn Noacht! ſchloff wuhl! gunn Noacht! 'S hott ſaich Alles, Houn eann Spatz, Schunnd lang eanns Beatt gemoacht. Cann Alles ſchläft, nuhrts aich noach naͤit, Aich komme noach ße gihn, Eann ſinge Dre Schealmelaͤid, De ſollſt emolli ſihn! Oach Annliſi, läib Engelche! Schloff wuhl, deack Daich hibſch zou! Die Engelcher eamm Himmelche Sain ſchihner näit as Dou. Eann trahmſt De hibſch, ſu denk' ohn maich! Aich ſain Dr joa ſu gout; Imm Daich, läib Annliſt, imm Daich Geaw aich Dr Gout eann Blout. Wäi gleatzern Dr näit all di Stern', Daͤi ohn dm Himmel ſtihn; Säi hunn Däich ahch, läib Herzi, gern, Drimm gleatzern ſe ſu ſchihn. Eann wäi der Muhnd ſu, läiblich eaß! Woas ſoll mer näit geſahn? Mir eaß, as kräit aich dauſig Keaß Grogreann von Dir minnean. Joa, Annlis, ſai Dou nuhrts main Braut, Woas ſainn aich do e Kerl! Gahn maich eaß do ganz Frammfert naut, Dou beaſt main Kruhnn, main Perl! Dann aich hunn Daich goar mächtig läib, Dou beaſt main anzig Frahd— Oach nahn, ohn Daich kimmt joa kahn Daͤib, Cann dout Dr naut ße Lahd. 9 Die Mundart iſt die öſtlich um Friedberg geſprochene.— Zu merken iſt übrigens, daß in dem Liede das n an dem Schluſſe der Sylben und Wörter, wo man es rein, wie im Hochdeutſchen, hört, verdoppelt iſt, und daß oa und ea wie Ein Laut und nicht getrennt geſprochen werden müſſen. Ohn mir mußt De Dain Borſch geſpürn, Kahn Ahg doun aich Dr zou; Dann wann Dr eabbes deht baſſirn, Do härr aich goar kahn Rouh. Eann moarje freuh, wann's väier läut, Groar uff de Gloackeſchloak, Do breang aich Dr meat greun Gekräut Eann Strauß zomm goure Doak. Eann lahf' Or ohn Dain Beattche hin Su ſchwinn as wäi e Gaul, Eann ſahn: Wäi beaſt De doach ſu ſchihn! Cann geawe Dre Maul. Do wachſt De uff Woas ſicht mr do e Proacht! Catz ſain aich meatt dm Laid om Eann; Eatz Annliſi gunn Noacht! Ihr läiwe Keann, Der große Unbekannte.“) Es war, glaub' ich, im Jahre 1788, da erſchien zu Offenbach am Main ein vornehmer Herr, der nahm mit ſeinem zahlreichen Gefolge ſeinen Wohn— ſitz in dem fürſtlichen Hauſe daſelbſt. Was er dort trieb, konnte man nicht erfahren, denn außer ſeinen Leuten hatte Niemand Zutritt zu ihm; er hatte eine Leibwache von ſiebenzig Mann; zwei derſelben, koſt— bar gekleidete bewaffnete Leute, ſtanden am Ein— gange des Hauſes. Wenn er aber ausfuhr, ſo um— gaben den reichgezierten Wagen, in welchem er ſaß, ein Dutzend Uhlanen, die waren grün und roth ge— kleidet und trugen große Piken. Andere Männer in reicher polniſcher Kleidung folgten dem Wagen nach. An einem beſtimmten Platze auf dem Felde wurde Halt gemacht, und dann verrichtete er unter freiem Himmel ſein Gebet. Niemand durfte ihn *) Nachrichten hierüber finden ſich in Hebers Geſch. der Stadt Offenbach, einem Werke, das wir ſonſt unſern Leſern nicht gerne empfehlen möchten. Die Red. dabei ſtoͤren. Des Sonntags fuhr er in ſeinem Staatswagen nach Bürgel in die Kirche. Hier wurde ein Teppich ausgebreitet; auf denſelben legte er ſich der Länge nach hin; gekleidet mit einem rothen, von Hermelin verbrämten Mantel, das Haupt mit einer rothen Mütze bedeckt, verrichtete er ſo ſeine Andacht. Wenn das geſchehen war, ging der Zug wieder zurück in die Wohnung. Alles, was ihn umgab, war auf das Prächtigſte, alle Diener ſchaft aufs Reichſte geſchmückt, und ſo groß war die Ehrfurcht der ganzen Umgebung, daß tiefe Stille herrſchte, wo er war, wie wenn eine Gottheit ſich da befunden hätte. Nach und nach kamen der frem— den Verehrer immer mehr. Die aber kamen, ſpra— chen polniſch oder ruſſiſch, beobachteten gegen ihn dieſelbe Ehrfurcht, wie ſeine Umgebung und lebten alle auf ſeine Koſten. Woher kam aber das Geld dazu? Dann und wann langten ſchwere Fäſſer voll Gold an. Das nahm jedoch bald ab; ehe es aber ein Ende genommen, war ſchon wieder aus einer Quelle neues angelangt, als wenn's nie ein Ende nähm'? Aber wer war denn dieſer fremde Unbekannte? Es muß wohl ein fremder Fürſt ſeyn, ſagte man ſich, oder ein ruſſiſcher Prinz, vermuthete ein Ande— rer. Fragte man, ſo erhielt man weiter keine Ant— wort, als, es ſey der Herr von Frank. Wo war denn aber dieſer„Herr von Frank“ her? und wer ſchickte ihm das Geld? Nach und nach verbreitete ſich von ihm mehr und mehr; denn die Menſchen hatten kein größeres Bemühen als heraus zu bringen, wer und woher er wäre, und was es mit den vielen Polacken, die ihn umgaben oder beſuchten, fuͤr ein Bewandniß habe. Das wenigſtens hatte man bald herausgebracht, daß er mit Bewilligung des Fürſten da war, daß er vor ſeiner Ankunft in Wien und Brünn ge⸗ weſen war, dort denſelben Aufwand gemacht hatte und noch einen größeren als er zu Offenbach machte, und daß man ihn dort eben deßhalb nicht mehr länger hatte dulden wollen.— Noch Allerlei hatte ſich uͤber ihn in dem Publikum verbreitet; ehe man aber ſeinetwegen etwas Zuverläſſiges erfahren hatte, ſtarb er im Dezember des Jahtes 1791 mit Hinter— laſſung zweier Söhne und einer Tochter. Sein Leichenbegängniß uͤbertraf beinahe das eines Fürſten; über 800 Perſonen, Männer, Frauen und Kinder, alle aufs Koͤſtlichſte geſchmückt, folgten der Leiche, und als ſie in das Grab geſenkt wurde, da fand ein ſo lautes Jammern und Wehklagen ſtatt, daß es weithin erſchallte. Das war, wie man ſpäter erfuhr, ſehr begreiflich, denn ſeine Anhänger hatten ihn fuͤr unſterblich gehalten, und als ſie nun ihres Irrthums inne wurden, da mußte die Enttäuſchung ſchrecklich ſeyn. Als der Unbekannte nicht mehr war, da ver⸗ e ſiegten bald bie Quellen, aus welchen die reichen Einkünfte bisher gefloſſen waren, und als man dieſe verſiegt ſah, da verlor ſich auch allmählig der große Haufe, welcher ſich bisher eingefunden hatte. Wer aber von den treueſten Gefährten da blieb, dem gings allmählig immer weniger fürſtlich, dann mittel—⸗ mäßig und zuletzt kümmerlich. Noch jetzt kann man zu Offenbach deren Etliche ſehen; ſie ſind ernſt, leben friedlich mit den Bewohnern, ſuchen aber ſo wenig als möglich mit Andern in Berührung zu kommen, geben dagegen in ihrem Leben durchaus keine Urſachen zur Unzufriedenheit oder gar zu Klagen, und ſie erſcheinen ſchon darum achtungswerth, wenu ſie es auch nicht waren als Menſchen, die ſich für einen Andern faſt zu ſagen opfern. Seitdem iſt aber auch Manches über den großen Unbekannten zu Tage gekommen, was man früher nicht wußte, und wen's von unſern Leſern intereſſirt, dem wollen wir's in wenigen Worten hier mittheilen. Der angebliche Baron Jakob Frank hieß höchſtwahrſcheinlich eigentlich Dobrutzki oder Do— bruſchki, und war von Geburt ein Pole. Nach— dem er ſich in ſeinen jüngern Jahren eine Zeitlang in der Tuͤrkei herumgetrieben hatte, kehrte er im Jahre 1750 in einem Alter von ungefaͤhr 38 Jahren, nach ſeinem Vaterlande zurück. Seinem Glauben nach war er ein jüdiſcher Rabbiner, gehörte aber zur Sekte Derjenigen, die da annahmen, daß die Erklärungsſchrift der Thora, welche man Sohar nennt, die einzig wahre ſey, nicht aber der Talmud, und die deßwegen So— hariten genannt werden, von den übrigen Juden dagegen, den Talmudiſten, auf alle Weiſe an— gefeindet und verfolgt wurden. Denn während die Talmudiſten auf die Erſcheinung eines Meſſias hoffen, behaupteten die Sohariten, dieſe Hoffnung ſey eitel; dagegen werde einſt Gott verkörpert als Menſch erſcheinen. Um vor den Verfolgungen der Talmudiſten ſich ſicher zu ſtellen, gingen jene zum Chriſtenthum über. Da aber die chriſtlichen Polen bald inne wurden, daß deren Bekehrung nur eine ſcheinbare war, ſo wurden ſie gerichtlich verfolgt und zum Feſtungsbau verurtheilt. Dieſes Schickſal hatte auch Frank. — Ju dem Kampfe, der bei der erſten Theilung Polens entſtand, eroberten die. Ruſſen im Jahr 1772 die Feſtung Czenſtochad, worin er gefangen ge— halten war, und dadurch erhielt er ſeine Freiheit wieder. Von jetzt an begann ſein Anſehen unter ſeinen Glaubensgenoſſen in den flaviſchen Ländern auf eine ganz außerordentliche Weiſe zu ſteigen, und es geht aus Allem hervor, daß er von ihnen nicht ſowohl für den Meſſias als vielmehr für den auf Erden verkörpert als Menſch erſchienenen Gott gehalten wurde. Daher die ungeheuren Geld— ſpendungen aus Böhmen, Mähren, Polenz daher die an Anbetung gränzende Ehrfurcht vor entliehen; fl. auf den 288 U. den por Feitz 9 III. auf den den 15. A zu Melba bei Johan M. auf den tion von am Rhein, henden Se Caution 1803 der von 100 f V. auf den Caution Uw und uud 140 f Mob. 1812 offen, wiewo Erben bihaup längſt duch tungen für! erloschen, di gegangen ſe daher alle, unden und en großen an früher werſſt, Akheilen. inf dieß oder Do— Meſſſat Hoffnung 9 pert als n unter Ländern ſteigen, 'n ihnen nehr für hienenen ſeiner Perſon; daher der Glaube, er ſey unſterblich, aber auch das ſchnelle Ausbleiben der bedeutenden Geldſummen, als man ſich überzeugt hatte, daß er geſtorben ſey und ſeine Reſte wie die anderer Men—⸗ ſchen den Weg alles Fleiſches genommen hätten. Uebrigens hat er in jenen Laͤndern doch noch eini⸗ gen Anhang. Bekanntmachungen von Behoͤrden. NN Edictal ladung. (635) In den Steinfurter Hypothekenbuͤchern ſtehen noch die nachfolgend bemerkten Einträge über von Einwohnern der Gemeinde Steinfurt errichtete pfandverſchreibungen und Cautionen, J. Auf den Namen von Johannes Reitz Gerichts— ſchöff und Ehefrau Katharina: u) 20 fl. bei der Kirche zu Steinfurt, den 25. Mai 1768. p) 50 fl. bei Controleur Graͤf zu Wiſſelsheim, den 20. Septbr. 1773. c) 40 fl. bei der Familie von Löw, den 19. Fbr. 1771. d) 38 fl. bei dem Steinfurter Kirchenbau, den 16. Juli 1790. c) 140 fl. bei demſelben, den 16. Juli 1790. d) 60 fl. bei demſelben, den 28. April 1791. e) 20 fl. bei Margaretha Acker in Steinfurt, den 10. Novbr. 1791. entliehen; II. auf den Namen der Wittwe des gedachten Reitz 238 fl. den 24. Febr. 1801, bei Eliſabetha Cas⸗ par Fritz Wittwe zu Wiſſelsheim aufgenommen; III. auf den Namen des Johannes Clöß 150 fl. den 15. Auguſt 1792, bei Georg Kaspar Weifert zu Melbach, und 150 fl. den 22. Febr. 1793, bei Johannes Kleeberger zu Melbach geliehen; IV. auf den Namen von Paul Schäfer, eine Cau⸗ tion von 80 fl. für den bei der K. K. Armee am Rhein, im Regiment Kaiſers Infanterie ſte— henden Soldaten Joh. P. Landvogt, ſodann eine Caution von 146 fl. 30 kr. am 30. Januar 1803 der Familie von Löw und eiue Caution von 160 fl. derſelben den 26. Nov. 1812 geleiſtet; V. auf den Namen von Chriſtoph Tönges 68 fl. Caution am 8. Febr. 1794, der Familie von Löw und zwei weitere Cautionen von 130 fl. und 140 fl. derſelben 3. Januar 1803 und 26. Nov. 1812 geſtellt,— offen, wiewohl der Schuldner reſp. Cautionsſteller Erben behaupten, daß die conſtituirten Pfandrechte längſt durch Zahlung und Erfüllung der Verpflich⸗ tungen für welche die Cautionen geleiſtet worden, erloſchen, die betreffenden Urkunden aber verloren gegangen ſeyen. Auf Antrag jener Erben werden daher alle, welche auf die vorgedachten Schuldur⸗ kunden und aus den geleiſteten Cautionen annoch 205 — Anſprüche zu haben glauben, öffentlich andurch auf— gefordert, ſolche ſogewiß binnen 6 Wochen hier zur Anzeige zu bringen, als ſonſt jene Schuld- und Cautionsurkunden ſofort für erloſchen erklärt und die betreffenden Einträge in den Pfandbüchern ge— ſtrichen werden ſollen. Friedberg den 10. Juni 1839. Großh. heſſ. freih. v. Loͤwiſches Landgericht Hofmann. Bekanntmachung. (710) Montag den 15. laufenden Monats, Vor—⸗ mittags 11 Uhr, ſollen in hieſigem Rathhaus zehn Schaafpferche öffentlich meiſtbietend verſteigert werden. Friedberg den 11. Juli 1839. Der Beigeordnete Bender. Bekanntmachung. (711) Freitag den 19. Juli l. J., Vormittags um 10 Uhr, ſoll in hieſigem Rathhaus der der Stadt eigenthümlich zuſtehende Alban- auch Herrnzehnten genannt oͤffentlich meiſtbietend auf dieſes Jahr ver⸗ pachtet werden. Die Feldſchützen ſind angewieſen, den Zehnten abzuſtecken und den Pachtliebhabern die Aecker zu zeigen, welche zum Zehnten gehoren. Friedberg den 8. Juli 1839. Der Bürgermeiſter D. Vieh- und Mobiliar⸗-Verſteigerung. (712) Mittwoch, als den 17. d. M., ſoll auf frei⸗ williges Anſuchen des Wirths Friedrich Hofmann dahier ſein ſämmtliches Vieh, Schiff und Geſchirr nebſt Hausgeräthſchaften, als: 3 Pferde, 6 Kuͤhe, 3 Mutterſchweine, 1 Wagen mit Zugehör, 2 Pflüge, Egge mit Schleife, eine vollſtändige Brennerei, nebſt Bütten und Fäſſer von allerlei Gattung, worunter auch Fäſſer mit Brandwein gefüllt ſind, auch ſonſtige Geräth⸗ ſchaften gegen gleich baare Zahlung meiſtbietend verſteigert werden. Bönſtadt den 10. Juli 1839. Der großh. heſſ. Bürgermeiſter Geibel. Verſteigerung von Chauſſir arbeit. (713) Mittwoch den 17. d. M., Vormittags 11 Uhr, ſollen die Chauſſirarbeiten, da Nachgebote ge— ſchehen ſind, nochmals an den Wenigſtnehmenden verſteigert werden, ken Fritz. was man mit dem Bemerken veröffentlicht, daß ein weiterer Termin nicht abge— halten, alſo die Genehmigung bei annehmbaren For⸗ derungen ſogleich ertheilt werden wird. Die Chauſſirarbeit beträgt in einer geſammt Länge 325 Klftr. und wird in einzelnen Looſen ver— geben. 1 f f Die Herrn Bürgermeiſter erſuche ich dienſterge— benſt, den anberaumten Termin auf die ortsübliche Weiſe nochmals bekannt machen zu laſſen. Bruchenbrücken den 10. Juli 1839. Der großh. heſſ. Bürgermeiſten Scheuner. Bekanntmachung.. (714) Montag den 15. Juli d. J., Vormittags 10 Uhr, ſoll an hieſiger Saline eine Quantität gutes Heu dem Wenigſtnehmenden in Lieferung über⸗ laſſen werden, welches den Luſttragenden hierdurch zur Nachricht dient. Nauheim den 5. Juli 1839. Kurfuͤrſtliches Salzamt, Wille. Meinhard. Wilhelmi. Weiß. Bekanntmachung. (715) Montag den 29. Juli d. J., Vormittags 10 Uhr, ſoll an hieſiger Saline eine Quantität Brodfrucht dem Wenigſtnehmenden in Lieferung über⸗ geben werden, welches den Luſttragenden hierdurch zur Nachricht dient. Nauheim den 8. Juli 1839. Kurfuͤrſtliches Salzamt, Wille. Meinhard. Wilhelmi. Weiß. Verſteigerung von Chauſſirarbeiten. (716) Montag den 15. Juli, Vormittags 10 Uhr, ſoll das Chauſſiren der Provinzialſtraße vom Schwalheimer Hofe nach Staaden auf eine Länge von 4200 Klaftern in einzelnen Abtheilungen in Accord gegeben werden. Der Voranſchlagspreis fur die laufende Klafter beträgt drei Gulden. Der Anfang iſt um die oben bemerkte Stunde vor dem Orte Echzell. Nidda den 4. Juli 1839. Der großh. heſſ. Kreisbaumeiſter Süffert. N ον⏑ν Privat⸗- Bekanntmachungen. Eine ordentliche Koͤchin (700) wird in einen guten Dienſt nach Friedberg geſucht. Zu Vermiethen und zu Verkaufen. (702) Das ehemalige Gaſthaus zur Roſe zu Butzbach, in einer der ſchonſten und frequenteſten Hauptſtraße gelegen, zu jedem Geſchäft geeignet (auch noch mit einem Speeereiladen verſehen) iſt zu vermiethen oder auch zu verkaufen. Portofreie Briefe mit C. K. bezeichnet beför⸗ dert die Expedition dieſes Blattes. Ein Logis (705) im dritten Stocke, mit oder ohne Möͤbles, hat zu vermiethen Chr. Weckerling, Schloſſermeiſter. Zur gefälligen Beachtung. (717) Um meinen Freunden den Bezug meines Leims zu erleichtern, bemerke ich, daß ſie denſelben auch bei meinem Schwager, Sattlermeiſter Schäfer, das Pfd. zu 20 und 21 kr., erhalten können. Friedberg im Juli 1839. Adolph Muͤller. 206 Einladung. (718) Von mehreren Lehrern aus Friedberg und der Umgegend iſt der Beſchluß gefaßt worden, Donnerſtag den 25. Juli l. J. auf dem Oſſenheimer Wäldchen zuſammen zu treten, um ſich in Angelegen⸗ heiten ihres Berufs zu beſprechen und einander ſolche Mittheilungen zu machen, welche dem Lehrfach von Intereſſe ſind und daher nicht fremd bleiben dürfen. Es iſt mir zu dem Ende der angenehme Auftrag geworden, diejenigen Herren Lehrer, welchen etwa noch keine ſpezielle Einladung zugekommen ſeyn ſollte, hiermit zur Theilnahme an jener Zuſammenkunft hoͤflich einzuladen. Zugleich verbinde ich mit dieſer Einladung die Bitte, daß die Herrn Theilnehmer ſich um 12 Uhr Mittags am genannten Orte ein⸗ finden mögten, da um dieſe Zeit Herr Aehle ein anſtändiges Mittagsmahl bereit halten wird. Die Erhabenheit des Zwecks der Verſammlung, die Lage des Orts, wo ſie ſtatt findet, die Genia⸗ lität des Wirths und die Reichhaltigkeit deſſen Küche und Keller,— alles berechtigt zu der Hoffnung, daß jeder von Liebe für ſeinen Beruf beſeelte Lehrer, welchem nicht abſolute Hinderniſſe ſich entgegen ſtellen, der Verſammlung ſeine Theilnahme nicht verſagen wird. Oſſenheim den 9. Juli 1839. Kalbhenn, Schullehrer. Lehrlings-Geſuch. (719) Ein bieſiger Spenglermeiſter ſucht einen wohlgeſitteten jungen Menſchen in die Lehre. Nä⸗ here Auskunft ertheilt die Exped. d. Bl. Ein Erdglobus (720) von 12 par. Zoll Durchmeſſer, neu und gut beſchaffen, iſt billig zu verkaufen. Ausgeber dieſes ſagt wo? Sommerbeluſtigung zu Ockſtadt. (721) Sonntag den 14. d. M. iſt gut beſetzte Tanzmuſik bei mir anzutreffen, wozu mit dem Be⸗ merken, daß außer den übligen Speiſen auch Kir⸗ ſchenkuchen gereicht werden, höoͤflichſt einladet und um gütigen Zuſpruch bittet Ockſtadt. Krug. Zum Verkaufen. (722) Neun leere gut erhaltene Stück- und meh⸗ rere 3⸗ und Jöhmige Fäßer werden Donnerſtag den 1. Auguſt d. J. in dem G. Sauerbier'ſchen Hof an der Korngaſſe in Butzbach verſteigert. Verkauf eines Hauſes. (723) Ein ganz gut eingerichtetes und zu jedem Geſchäfte geeignetes Backhaus in Butzbach in der ſchönſten Lage der Hauptſtraße gelegen, iſt aus der 8995 zu verkaufen. Das Nähere bei der Exped. Ein braves fleißiges Mädchen, (724) welches mit den haͤuslichen Arbeiten ver⸗ traut iſt und mit Vieh umgehen kann, wird gegen guten Lohn in Dienſt geſucht. Es kann ſogleich eintreten. Wo, ſagt die Expedition d. Bl. werden konnen, geränderung zu Auch enpfel fertigung von! ohne Eünfüllen die Maiſche in ſiige Betrieb de wird; dieſe Be Verbindung zu Desfallſige Briefen an den Wetzlar im 855 90 (727) uber kaufen 200 E (728) ſollen Vormittags! Meistbietenden Adingungen gemacht werde Rockenber 1 (729) Ein hat die Speng einem auswaärt Lehrgeld in di theilt Friedbet, chullehrer. 88 t einen rt. Na⸗ neu und Ausgeber de O. t beſetzte dem Be⸗ uch Kir⸗ det und Bekanntmachnng. 725) Montag den 15. Juli d. J., Vormittags ) Uhr, iſt der Unterzeichnete Willens, folgende Ge— genſtände einer freiwilligen Verſteigerung auszuſetzen. 10 2 gute Zugpferde, 29 2 gute Kühe, 3) 1 Mutterſchwein und 7 Zuchtſchweine, 4) 3 Schaafe, 5) 18 Stück Hühner, 50 1 Wagen und 1 Karn mit allem Zugehöoͤr, 7) 1 Pflug und eiſerne Egge in gutem Zuſtande, 3) mehrere Ketten, Faͤſſer, Bütten, Tiſche, Bänke und Stühle ꝛc. Die Bedingungen werden vor der Verſteigerung bekannt gemacht, jedoch hier ſogleich bemerkt, daß diejenigen Steigerer, welche die bedungene Zahlungs friſt zu erhalten wünſchen, einen Bürgſchein mit zur Verſteigerung beizubringen oder einen annehm— baren Buͤrgen zu ſtellen haben. Wiſſelsheim den 8. Juli 1839. Anton Huber ſen. Verkaufs- und Empfehlungs-Anzeige. (726) Der Eigenthümer eines vor 4 Jahren von mir gefertigten Dampf-Apparates, welcher gleich bei der erſten Deſtillation reinen Branntwein liefert, und womit täglich 1200 Quart Maiſche abgetrieben werden können, iſt geſonnen, ſolchen wegen Lokal— Veränderung zu verkauſen. Auch empfehle ich für Dampf-Apparate die An— fertigung von ſelbſtthätigen Maiſchhebern, welche ohne Einfüllen oder Einpumpen eines Arbeiters die Maiſche in die Höhe heben, ohne daß der ſon— ſtige Betrieb des Apparates im geringſten gehemmt wird; dieſe Vorrichtung iſt mit jedem Apparat in Verbindung zu bringen. Desfallſige Anfragen wolle man in portofreien Briefen an den Unterzeichneten einſenden. Wetzlar im Juli 1839. J. J. Waldſchmidt, Kupferſchmied. 500— 600 Ctr. Heu, (727) unberegnetes von dieſem Jahr, ſuchen zu kaufen Gebrüder Grödel. 200 Stecken buchen Scheitholz (728) ſollen nächſten Freitag, als den 19. d. M., Vormittags 10 Uhr, in meiner Behauſung an den Meiſtbietenden verſteigert werden. Die näheren Bedingungen werden bei der Verſteigerung bekannt gemacht werden. Rockenberg den 10. Juli 1839. Jacob Rübſamen. Lehrlings-Geſuch. (729) Ein Sohn von braven Eltern, der Luſt hat die Spengler-Profeſſion zu erlernen, kann bei einem auswärtigen geſchickten Meiſter mit oder ohne Lehrgeld in die Lehre treten. Nähere Auskunft er— theilt C. Manchot. Friedberg den 11. Juli 1839. 207 Oſſenheimer Wäldchen. (730) Sonntag den 14. Juli iſt zur Feier des Kirſchenfeſtes Harmonie- und Tanzmuſik im Wäld⸗ chen, wozu mit dem Bemerken höflichſt einladet, daß an genanntem Tage vorzüglicher Dampf-Ge— ſundheits-Kirſchenkuchen in Ausſchnitt kommt. Oſſenheimer Jagdhaus den 10. Juli 1839. Aehle. Sollte au dieſem Tag ſchlechtes Wetter ein— treten, ſo werden die Kirſchenkuchen den andern Tag weit unter dem Fabrikpreiß abgegeben. Aechten Jamaica Rhum (731) habe ich erhalten, verkaufe ihn in Flaſchen, Schoppen und halben Schoppen und bitte um ge— neigten Zuſpruch. Friedberg im Juli 1839. Peter Roth, Gaſtwirth. Kalk⸗ und Backſteinverkauf. (732) Auf der Brennerei bei Friedberg iſt Dien⸗ ſtag den 16. Juli friſch gebrannter Kalk, ſowie guter gelöſchter Kalk zu jeder Zeit zu haben. Außer⸗ dem kann man immer Eckwinkelbackſteine, um den Schornſteinen außer Dach mehr Haltbarkeit zu geben, erhalten. Grünwald. Ein junger Menſch, (733) der ſich hinlaͤngliche Kenntniſſe im Schrei— ben und Leſen in einer Bürgerſchule erworben und Luſt hat die Buchbinderei zu erlernen, findet hierzu Gelegenheit bei einem auswärtigen Meiſter. Das Nähere iſt bei dem Unterzeichneten zu erfahren. Friedberg den 11. Juli 1839. Manchot. Mu ſikfeſt. (734) Sonntag den 21. Juli findet in Laubach ein Muſikfeſt ſtatt, welchem ſieben Geſangvereine beiwohnen. Man verſpricht ſich ein recht heiteres Feſt. Lutte rar iiſich e Anz e ing e. Von Zſchokke's Novellen in 16 Baͤnden zu 8 Gulden ſind 1-12. Band erſchienen und bei Unterzeichnetem vorräthig. 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Re André, Julius, Anleitung zum Selbſtunterricht im Pedalſpiele. 54 kr. —— Drei Adagios und zwei Trios für Orgel. 54 kr. —— Neun Orgelſtücke verſchiedenen Charakters. 54 kr. —— Zwölf Orgelſtücke zum Gebrauch beim oͤffent⸗ lichen Gottesdienſt. 1 fl. 3 kr. André, A., Variations pour le Pianoforte, sur Pair: God save the King. 36 kr. Bertini, H., deux Nocturnes pour le Pianoforte. 45 kr. deux Rondeaux pour le Piano. 1 fl. 12 kr. —— Quatre Rondeaux pour Pianoforte No. 1, 2, 3 et 4. à 7 kr. —— Pariations sur le Duo:„Wenn mir dein Auge strahlet.“ 54 kr. —— Variations sur Pair allemand:„Nur noch ein Walzer.“ 36 kr. —— Rondoletto pour Pianoforte 36 ka. Mendel, J., zwölf Orgelſtücke zum Gebrauche beim öffentlichen Gottesdienſt. 48 kr. Hünten, F., n OQuilling, J. C., Sonates en miniature pour ie Pianoforte. Kr. Rinck, Ch. H., vierzig kleine, leichte und vermiſcht Orgelpräludien mit und ohne Pedal zu ſpielen, zum Gebrauch beim öffentlichen Gottesdienſt. 1 fl. 20 kr. Sammlung gemüthlicher und aufheiternder Ton⸗ ſtuͤcke fuͤr's Klavier. Carl Binder nagel. Fruchte-Preiſe hier in Friedberg: Waizen: 11 fl.— kr. Korn: 6 fl. 15 kr. Gerſte: 5 fl.— kr, Hafer: 3 fl.— er. Erbſen:— fl.— kr. Fruͤchte-Preiſe zu Butzbach: Waizen: 10 fl.— kr. Korn: 5 fl 45 kr. Fruͤchte-Preiſe zu Frankfurt, am 8. Juli: Waizen: 9 fl.— kr. Korn: 5 fl. 45 kr. Hafer: 3 fl. 18 kr. Erbſen:— fl.— kr. Fruͤchte⸗Preiſe zu Mainz, am 5. Juli: Waizen: 10 fl. 56 kr. Korn: 6 fl. 59 kr. Hafer: 3 fl. 34 kr. Erbſen:— fl.— kr. Polizei-Taxe für die Städte Friedberg und 5„ Butzbach vom 13. bis 20. Juli 1839. netto 1 fl. 45 kr. Speier, W., Geſänge für 4 Männerſtimmen. Erste Lieferung.„Was iſt des Deutſchen Vaterland.“ 1 48 kr. Gerſte: 5 fl.— kr. Gerſte: z fl. 281. die Herrn Re wie ſie ihre! b. i 8 5 vier fd Brod reife. Friedberg[Butzbach, durfte vor e kr. pf kr. pf. ſtadt gehen, w Leib⸗Roggenbrod 22 2 0 1 das bei ſchwe 445„ 5— 42 war; manmuß „„ 10 14 9. eee f 5 27 ele — Milchbrod I ihre beſondetel — Waſſerweck 115 1% en das Schi —(Gemiſchtes(Tafel-) Brod 11 574 116 ein Umſtand, ö. gab, wenn es Fleiſch-Preiſe. g 7 ter mie 1815 pf. pf. Buches enzähl 1 Ochſenfleiſch 103 111— 1 15 90 „Kübfleiſch 8 6 2 81— it Kreide d „ Rindfleiſch 712 7— mit Kreide be „ Kalbfleiſch 6— 6— ßen Städten „ Schweinenfleiſch 10 1 10— Familien zus 1 Sage 5 2 2 Grärze ut! „ Schaaflleiſch 23 5 „Wurſt von blos Schweinen 12— 12— Verträge von „ Gemiſchte Wurſt 10— 10— ſich zwar hier „ Bratwurſt 15— 14— noch immer f „ Schwartenmagen 16— 16—(en deren ſie „ Geräucherter Speck 22-22— „Schinken 15— 15— berzogthum 9 „ Doörrlleiſch 16— 116— a4) Orte, w „ Schweinenſchmalz, ausgelaſſen 20— 19— zogthun 1 dito unausgelaſſen[ 17— 16— 5 „Nierenfett 18— 18— ern Et Hammelsfett 15— 15— 1) Bösgeſe Der großh. heſſ. Kreisrath d. K. F. 0 Or J. V. deſſ. Dr. Cameſasca. 9 Großherzo⸗ Gedruckt und verlegt unter Verantwortlichkeit von Carl Binder nagel in Friedberg. heſſen gere