Intelligenzblatt 3 n * 2 er Sohn 11 e, e 41. N Amtlicher Theil. use, geborn Der großherzoglich heſſiſche Kreisrath des Kreiſes Friedberg a l an ſaͤmmtliche großh. Buͤrgermeiſter des Kreiſes. Gurſſiar Betreffend: Straßenpolizei. f ia Eliſabethy, Es iſt zur Anzeige gekommen, daß an Markttagen nicht ſelten die Ortsſtraßen, durch welche ein Straßenzug führt, dergeſtalt mit den Ständen der Verkäufer beſtellt werden, daß die Paſſage oft völlig a Eliſabethn gehindert, oder doch ſehr erſchwert und nicht ſelten gefährlich wird. Da nun eine Hemmung der Paſſage durch die Ortsſtraßen in dieſer Weiſe nicht Statt finden darf, Stephan un riſtian Jo⸗ ſo werden Sie angewieſen, dafür zu ſorgen, daß derartige Sperrungen für die Zukunft verhütet werden. Friedberg den W. September 1839. Küchler. den 7. Sept—— den 13. Aug chter, Au Derſelbe an Dieſelben. eine Tochte Betreffend: Den Ankauf der diesjährigen Remontepferde. Mit Bezug auf die Bekanntmachung in der großh. heſſ. Zeitung vom 18. v. M. beauftrage ich Sie, hes Söhnchen hierdurch alsbald in Ihren Bürgermeiſtereien zur öffentlichen Kenntniß zu bringen, daß 2 den 14. Oktober d. J. zu Homburg an der Ohm, und den 16. Oktober d. J. zu Hungen zes Söhnchen der Ankauf der diesjährigen Remontepferde ſtattfindet. 91 6 5 N Indem ich Ihnen zugleich in Folge einer Verfügung großh. Miniſteriums bemerke, daß ſeither ſo lediger Sil wenig Pferde in der Provinz Oberheſſen zum Verkaufe für die Remonte gebracht worden ſind, daß der Me entſtehenden großen Koſten wegen, für die Zukunft ein Ankauf in Oberheſſen gar nicht ſtattfinden ſoll, wenn auch dieſes Jahr abermals wieder ſo wenig Pferde vorgeführt würden, fordere ich Sie dringend e auf, dahin zu wirken, daß diesmal möglichſt viele und taugliche Pferde zum Verkauf ausgeſtellt werden. b Friedberg den 28. September 1839. Küchler. erich Müll.——— ant 8 Anſtellungen. Carl Förſter von Rödelheim iſt zum Wegwärter fur die Orte Rödelheim, Steinbach und Nieder⸗ — N urſel beſtellt worden. N 5 f Seinen Gehalt werden die großh. Bürgermeiſter dieſer Orte vom 1. Oktober 1839 an zur Zahlung anweiſen. 0 8 288 N 0 125 10 2 Die Bezirksbotenſtelle vom II. Bezirk iſt dem Ortsbürger Heinrich Hagemann z Widerruf übertragen worden. 5 ee Die betreffenden großh. Bürgermeiſter haben vom 1. Okt. d. J. an den büdgetmäßigen Gehalt an denſelben auszahlen zu laſſen. Friedberg den 8. Okt. 1839. Der großh. heſſ. Kreisrath des Kreiſes Friedberg K üßſche leer. a Nidda. Am 30. September feierte eine große Anzahl von Geiſtlichen und Lehrern ihrem bisherigen De— kane, Herrn Kolb, zu Ehren ein ſchönes Feſt. Daß unſere Leſer von derſelben keine weitere Beſchreibung erhalten, daran iſt die Beſcheidenheit des würdigen Mannes, dem zu Ehren es gegeben wurde, und die zarte Rückſicht der Männer, welche demſelben bei wohnten, die Urſache. ö EF In der Nacht vom 27. auf den 28. September brannte zu Langenhain eine Scheune ab, und mit ihr wurden die darin eingeſammelten Feldfrüchte ein Raub der Flamme. Dieſes Ereignißz wird darum merkwürdig, weil das nun, ſo viel uns bekannt, das vierte Mal in einem Zeitraum von wenigen Jah⸗ ren iſt, daß dieſes Gebäude faſt jedesmal um die⸗ ſelbe Zeit abbrannte. Iſt das Zufall oder Abſicht? Und wenn letzteres, gibt es kein Mittel, den Ur⸗ heber eines ſolchen furchtbaren Freveis an den Tag zu bringen? Beg eu ſßeun gen. Das Thier geht in der Regel vor Seinesgleichen theilnahmslos vorüber; manche ſogar, wie der Hund, dulden nicht leicht andere in ihrer Nähe und be⸗ handeln ſie feindlich. Der Menſch äber, ein geiſti— ges Weſen und geſchaffen in Gemeinſchaft zu leben, fühlt wenigſtens zu dem Mitmenſchen, den er kennt, ſich hingezogenz er ſucht ſeine Achtung, ſeine Neigung gegen den Vorübergehenden durch irgend ein Zeichen zu offenbaren. Wie dieſes geſchieht, iſt freilich nach Zeiten und Völkern mehr oder weniger verſchieden; doch kommen die Gebildeten faſt aller Nationen einan⸗ der hierin ſehr nahe. Sie erkundigen ſich nach dem Befinden deſſen, der ihnen begegnet; ſie wünſchen ihm einen guten Morgen, einen guten Tag oder einen guten Abend u. dgl. m. Andere geben andere Zeichen der Achtung oder Ehrerbietung, indem ſie entweder die Kopfbedeckung abthun oder daran grei— fen oder mit dem Kopfe ſich bücken. Wir wollen hier ſonderbarer Gebräuche nicht erwähnen, deren ſich manche fremde Völker bedienen, wie z. B., daß die Bewohner der marianniſchen Inſeln ihre Hand auf den Unterleib deſſen legen, dem ſie ihre Achtung bezeigen, die Lappländer, wenn ſie ſich begegnen, ihre Naſen wider einander drücken, die Bewohner einer der philippiniſchen Inſeln die Hand deſſen, mit dem ſie zuſammen kommen, nehmen und ſich damit das Geſicht reiben, die Chineſen beide Hände emporheben und dann zur Erde herab— ſenken, oder, daß die Bergleute ſich ihr„Glück auf“ zurufen, weil ſie wirklich in ihren dunkeln Schachten des Glückes bedürfen, um wieder zu Tag zu kommen ꝛc., ſondern hier nur von einigen ungewöhnlichen Begrüßungsarten reden, welche man hier und da in dem Großherzogthume Heſſen findet. An den romantiſchen Ufern, welche der Neckar beſpühlt, hat man nur zwei Tageszeiten, nämlich den Morgen und den Abend; eben darum wünſcht man ſich Vormittags bis etwa um eilf Uhr einen „guten Morgen.“ Begegnet man ſich aber ſpäter, ſo ſagt man ſich einen„guten Abend“ und es kommt dem, der einen ſolchen Gruß des Mittags um zwölf Uhr hört, etwas ſonderbar vor, daß man da ſchon von dem Abend ſpricht. In einigen Orten der Umgegend von Mainz ſo wie der Wetterau pflegt man ſich nicht einen „guten Tag“ ſondern eine„gute Zeit“ zuzurufen. Wieder an andern Orten, vorzüglich katholiſchen in der Maingegend, iſt der freundliche Zuruf„Gelobt ſey Jeſus Chriſtus“ ſehr gebräuchlich, und dieſer wird dann mit den Worten erwidert:„In Ewigkeit Amen!“ Auf dem Lande hört man oft, daß den Arbeiten— den zugerufen wird:„So fleißig?“ Sie geben dann in der Regel die Antwort:„Ein Bischen“ oder „Als gemach.“ Statt des Letzteren wird in der Wetterau häufig geantwortet:„Met Roath.“— Oder man ruft auch wohl dem Arbeitenden zu:„Helf Gott!“ und er antwortet darauf:„Schön'n Dank!“ Man pflegt auch manchmal des Morgens theil— nehmend zu fragen:„Zu Morgen gegeſſen?“ des Mittags:„Zu Mittag gegeſſen?“ ꝛc. Was uns aber von allen Begrüßungen, beſon⸗ ders Morgen-Begrüßungen, am wenigſten gefallen, ja, wir möchten ſagen, immer angeekelt hat, war die Frage, die man in mehreren Theilen der Wet⸗ terau, vorzüglich nach dem Vogelsberge hin, des Morgens ſich zuzurufen pflegt:„Iſt der Branntwein getrunken?“— Man ſieht dieſer Frage an der Stirne an, daß der leidige„blaue Zwirn“, der ſo viele Menſchen um ihren Verſtand, um ihre Geſund—⸗ heit und um ihr Vermögen bringt, zum ganz gewöhn— lichen Morgentranke gehört, ohne welchen man noch als„nüchtern“ erſcheint. 1 1 1D a Jh Schreiber dieſes, dem die Wetterau mit ihren Bewohnern lieb und theuer iſt, befand ſich einſt bei pag. 22. M Gewann an meistbietend e Friedber D (4007) Wagneriſchet . J, Vorm haus, deten dem Geſch Wohyhauſe mern, 7 N gen Küchen ſodann eit Stallung u dann, 1 Prtl. 5 7 Ath.“ frau Jec Pfarrei oͤffentlich n Friedb. (000) 3 nal Erben Morgen 9 liche Hin fung, Ifen dingungen 1 M J 0 adboch 10 0 Gehalt i F riedben — n, neh e ebnen L Chineſ. N meſen 4 Ruck auf“ f Schachten a kommen bynlichen er und dg er Reckar namlich „ wünſcht Ur einen der pater, es koumt um zwölf u da ſchon n Mainz einen uurufen. 3„Gelobt N An Dleſer Ewigkeit th 7 1 herab⸗ — 9— einer fröhlichen Geſellſchaft in dem Odenwalde. Die Rede kam auf die Wetterauer, und er bielt es für Pflicht, ihnen, ſo gut er vermochte, eine Lobrede zu halten. Als er geendigt hatte, trat ein Mann auf, der auch die Welt ziemlich gefehen zu haben ſchien, und ſagte: Was wollen Sie von den Wet⸗ terauern Gutes ſagen? Dort ruft man ſich ja an⸗ ſtatt des„guten Morgens“ zu:„Iſt der Brannt⸗ wein getrunken?“— Schreiber ſchämte ſich fuͤr die Wetterauer, und wünſchte, der Mann hätte die Unwahrheit geſagt. Bekanntmachungen von Behoͤrden. a I Bekanntmachung. (987) Montag den 14. Okt. l. J., Vormittags um 11 Uhr, ſoll auf freiwilligen Antrag die Hof⸗ raithe der geweſenen Conrad Bielers Wittwe, jetzt verehelichte Joh. Schwalm, beſtehend in Wohnhaus und Werkſtätte, Pag. et Nr. 60 ea, an Peter Mann auf dem Hauck gelegen, ſammt Hausgarten, Pag, 236 Nr. 44, 52 Ruthen haltend, ſodann Pag. 222 Nr. 39, 19 Ruthen Garten in der 17. Gewann an Adam Steinhäußer gelegen, oͤffentlich meiſtbietend verſteigert werden. Friedberg den 25. Sept. 1839. f 1 Der Bürgermeiſter D. Fritz. Bekanntmachung. (1007) Auf freiwilliges Anſuchen der Chriſtian Wagneriſchen Eheleute ſoll Montag den 28. Okt. l. J., Vormittags um 10 Uhr, in hieſigem Rath⸗ haus, deren Hofraithe, an der Straße ſtehend, zu jedem Geſchäft tauglich, beſtehend in neu erbautem Wohnhauſe und Nebenhauſe mit 7 heitzbaren Zim⸗ mern, 7 Nebenſtuben und Kammern, zwei geräumi⸗ gen Kuͤchen, geräumigen Speichern gewölbtem Keller, ſodann ein Seitenbau, Waſchküche, Holzremieſe, Stallung und Heuboden, nebſt großem Hofraum, ſo⸗ dann, 1 Vrtl. 5 Rth. Garten am Schützenrain, 3 VPrtl. 7 Rth. Acker auf der Wartpforte und an Jung- frau Jeckel, 6 Vrtl. an der Wingertsgaß an der Pfarrei Friedberg in der Fauerbacher Gemarkung oͤffentlich meiſtbietend verſteigert werden. Friedberg den 3. Oktober 1839. Der großh. heſſ. Bürgermeiſter D. Fritz. Güter ⸗Verſteigerung. (1000) In Auftrag der Herrn Kammerrath Hel⸗ molt Erben, ſollen Dienſtag den 15. Okt. d. J., Morgens 9 Uhr, in hieſigem Rathhaus deren ſämmt⸗ liche Güterſtücke in der Burg⸗Friedberger Gemar⸗ kung, oͤffentlich meiſtbietend unter vortheilhaften Be⸗ dingungen verſteigert werden. Dieſelben beſtehen in: 1) 1 Mrg. 2 V. 21 Rth. Garten mit Gartenhaus zwiſchen dem Ohrloch und Nauheimer Weg an Amtmann Sebaſtiani. 50 W 1* 2 V. 25 Rth. daſelbſt an Georg Brett⸗ hauer, 3) 3 V. 5 Rth. Ackerland am Pfaffenbrunnen an Nicolaus Strauch Wittwe. 4) 1 V. 21 Rth. daſelbſt an Heinrich Ewald, 5) 2 V. 28 Rth. zwiſchen der Pfingſtweide an Fiscus Cam. 6) 1 Mrg. 1 V. 32 Rth. daſelbſt in der zweiten Gewann an Apotheker Rink, 7) 1 Mrg. 1 V. 29 Kth. daſelbſt an Herrn v. Low. 8) 1 V. 5 Rth. daſelbſt an Georg Joſt, 9) 3 V. 6 Rth. daſelbſt an Muſiker Ferro, 10) 1 Mrg. 1 V. 9. Nth. daſelbſt in der dritten Gewann an Chriſtian Frohberg, 11) 1 Meg. 6 Rth. daſelbſt an Herrn v. Löw und Baumſtück, 12) 1 Mrg. 15 Rth. daſelbſt in der eilſten Gewann an Martin Grünewald u. gr. Fiscus Cam. Friedberg den 26. Sept. 1839. Der großh. heſſ. Bürgermeiſter D. Fritz. Hofraithe-Verſteigerung. (989) Auf Anſuchen der Daniel Valentins Wittwe dahier, ſoll deren Hofraithe, Pag. et Nr. A ae, beſtehend in Wohnhaus nebſt Ställchen und Grund an Joh. Adam Weckerling in der Groß-Köblergaſſe gelegen, Montag den 14. Okt. l. J., Vormittags halb 11 Uhr, öffentlich meiſtbietend verſteigert wer— den. Friedberg den 26. Sept. 1839. Der Bürgermeiſter D. Fritz. Bekanntmachung. (1025) Montag den 14. d. M, Vormittags um 10 Uhr, ſoll an Ort und Stelle das an der ſa g. Miſtgaſſe abgebrochene Thor öffentlich an den Meiſt⸗ bietenden verſteigert werden, ſodann im Rathhaus 2 Korbel und Blauelzapfen, von der alten Waſſer⸗ leitung herrührend. Friedberg den 9. Okt. 1839. f Der großh. heſſ. Buͤrgermeiſter D. Fritz. Schaafpferch-Verſteigerung. (1026) Montag den 14. d. M., Vormittags halb 12 Uhr, ſollen in hieſigem Rathhaus die 10 Pferche, welche mit dem 21. Oktober anfangen, öffentlich meiſt⸗ bietend verſteigert werden. Friedberg den 10. Oktober 1839. Der großh. heſſ. Bürgermeiſter D. Fritz. Bekanntmachung. (4027) In der Gemarkung Ober- und Unterflor⸗ ſtadt mit Birkenſee ſollen ſaͤmmtliche Zehntgrund⸗ renten und andere Grundgefälle, welche an die krei⸗ herrliche Geſammtfamilie Löw von und zu Stein⸗ furt zu entrichten ſind, und von dieſer Familie bis⸗ her bezogen wurden, im geſammten Betrage von 2,082 fl. 48 ½ kr. nach dem Geſetze vom 27. Juni 1836 abgeloͤſ't werden. * Es werden daher fämmtliche bekannten und un⸗ bekannten Belheiligten bei der Ablöſung der frag⸗ lichen Grundrenten in Gemäßheit des Art. 23 des vorerwähnten Geſetzes hiermit aufgefordert, ihre etwaige Rechtsanſprüche bezüglich jener Gefälle bin⸗ nen 2 Monaten um ſogewißer dahier anzuzeigen, als widrigenfalls die Auszahlung des Ablöſungska— pitals an die obengedachte freiherrliche Familie ge⸗ ſtattet werden wird. Friedberg den 8. Okt. 1839. Großh. heſſ. freih. v. Loͤwiſches Landgericht Hofmann. Holzverſteigerung. (1028) Dienſtag den 15. d. M., Morgens 9. Uhr anfangend, werden in dem freih. von Frankenſtein⸗ ſchen Walde verſteigert: 1) im Diſtrikt ober der Querſchneiße: 6. Stecken eichen Scheitholz, 3/ Stecken desgl. Prügelholz, 4½ Stecken Stockholz und 125 Wellen; 2) in den Diſtrikten Klappertannen, Tannenwieſe und Heide: 3 Stecken kiefern Scheitholz, 34 Stecken desgl. Prügelholz, 1175 Wellen, 44 desgl. Stan⸗ gen und 80 Baumpfähle. Die Verſteigerung beginnt in dem Diſtrikte Klap⸗ pertannen. 5 Ockſtadt den 8. Oktober 1839. Brömſer. Arbeits-Verſteigerung. (1029) Mittwoch den 16. Okt., Nachmittags 1 Uhr, ſollen zu Fauerbach II. auf dem Rathhaus fol gende Unterhaltungsarbeiten an den Vieinalwegen an den Wenigſtfordernden in Accord gegeben wer— den, als: das Brechen von 1 Kubklftr. Steinen, das Fahren derſelben, das Klopfen und Decken derſelben, Reinigen der Fahrbahn, Ausbeſſern der Banquette und Gräben, ſowie das Ausheben der Gräben an der ſ. g. Straßbach von 465 laufende Klftr. Ich erſuche daher meine Collegen der Um⸗ gegend dieſes gefälligſt in ihren Gemeinden bekannt machen zu laſſen. Fauerbach II. den 8. Okt. 1839. Der großh. heſſ. Bürgermeiſter Sang. Oeffentliche Aufforderung. (1030) Nach dem Hypothekenbuche entlieh unterm 18. Juli 1817 Anna Clara, Heinrich Meiers Wittwe zu Altenſtadt, bei dem Schullehrer Wiegand, als Curator der Johs. Wolf'ſchen Tochter zu Rommel⸗ hauſen, ein Kapital von 250 fl. zu 5% verzinslich und verpfändete dafür mehrere in der Altenſtädter Gemarkung gelegene Guͤterſtücke. Dieſe Forderung ſoll abgetragen, die Schuldurkunde aber verloren gegangen ſeyn. Es werden deßhalb alle diejenigen, welche aus irgend einem Rechtsgrund Anſprüche auf dieſe Schuldurkunde machen zu können glauben, auf⸗ gefordert, ſolche ſogewiß binnen 6 Wochen vom Er⸗ ſcheinen dieſer Verfügung in öffentlichen Blättern dahier geltend zu machen, auſonſt die darin ſtartge⸗ habte Verpfändung für erloſchen erklärt und im Hy⸗ pothekenbuche getilgt werden wird. f Großkarben den 25. September 1839. Großherzogl. heſſ. Landgericht Muhl. En- fen (1031) Im Jahre 1791 entliehen Chriſtoph Wil⸗ helm Mittler, und Ehefrau, Anna Eliſabetha von Niederweiſel bei dem Kirchenbau daſelbſt ein Kapital von 40 fl., das beſcheinigtermaßen längſt abgetra⸗ gen iſt, ohne daß jedoch die Hypothek, die noch in den Pfandbüchern offen ſteht, vorgelegt werden kann. Auf Antrag eines Miterben des Schuldners wer— den daher alle, welche etwa aus jener Schuldver⸗ ſchreibung noch Rechte herleiten wollen, aufgefordert, ſolche ſogewiß binnen 6 Wochen hier anzuzeigen, als ſonſt dieſelbe für mortiftcirt erklärt und der Eintrag in den Hypothekenbüchern gelöſcht werden wird. Friedberg den 24. September 1839. Großh. heſſ. fuͤrſtl. ſolmſ. Landgericht Wegen Verhinderung des Landrichters Brumhard. Werſteigerung Berg männiſcher Arbeiten. (1032) Die Beendigung eines Stollens zur An⸗ lage einer Brunuenleitung für die Stadt Gießen, ſoll an den Wenigſtfordernden vergeben werden. Der Voranſchlag im Betrag von 1750 fl. 55 kr., ſowie die Steigbedingungen und Zeichnungen liegen auf dem großh. Buͤrgermeiſterei⸗Büreau dahier zur Einſicht offen. Die Verſteigerung findet Freitag den 25. Okt. d. J., Vormittags um 10, Uhr, auf hieſigem Rath⸗ hauſe ſtatt und wird dabei zugleich die Lieferung und Legung einer eiſernen Röhrenleitung, von 910 Fuß lang, mit vergeben. Die Luſttragenden zur Uebernahme ſolcher Ar- beiten werden erſucht, ſich auf obigen Termin zur Verſteigerung einzufinden. Gießen den 6. Oktober 1839. Der großh. heſſ. Provinzialbaumeiſter Hoffmann. Verſteigerung getragener Montirungs⸗ ꝛc. f Stücke. (1033) Montag den 28. d. M., Vormittags 8 Uhr und Nachmittags um 2 Uhr, werden in dem Zimmer des Küchenbaues der Kloſtercaſerne dahier, anſehnliche Quantitaͤten getragener Mäntel, Röcke, Handſchuhe, Spencer, Mützen, wollene und leinene Pantalons, dergleichen Gamafchen, Hemden, Socken, Schuhe, Bett⸗Teppiche ꝛc᷑ ſtückweiſe, ſodann verſchie⸗ dene ausrangirte Caſerne- ꝛc. Requiſiten und Trom⸗ melfelle parthieenweiſe gegen gleich baare Zahlung verſteigert. 710 f Die Herrn Buͤrgermeiſter der Umgegend Fried⸗ bergs werden erſucht, dieſes bei ihren Gemeinden mit dem Anfuͤgen bekannt machen zu laſſen, daß tei dem Hand berg negecürte Pattial⸗Ollg Januar 18 0 Nero. J. 4 qu 300 fl. Neo. 93. 34. uu 200 f. Neo,. 49. bis zu 100 fl. Den betr. dem Bemerke ſung somit e Nieder! Ol (1036) 2 Bürgermeiſte Partial Se durch das 7. zu 400 Anfügen zur Inhaber vor um 31. D Kapitals un wiechner zu weten Zig Miederu Pri (994) kum, ſo wi der — 5 wer⸗ u wird. Lan. Landgericht andrichters Arbeiten. dahier zur 1 B. Olt. em Rath⸗ ie Veſerung „ von 910 ſolcher Ar⸗ Termin zut Ubaumeiſter tungs⸗ c. ormittags 8 den in dem erne dahier, tel, Röcke, und leinene den, Socken, zun verſchit⸗ und Tron⸗ ne Zahlucg gend Jrieb⸗ Gemeinden lasen, ß 9 dieſe Verſteigerung bis zu deren Beendigung um die nämlichen Stunden die folgenden Tage fortgeſetzt werden wird. 200 Friedberg den 10. Oktober 1839. g In Auftrag: Golz, Oberquartiermeiſter. Obligations-Vertooſung. (1034) In der am 2. Oktober 1839 hier ſtatt⸗ gehabten Verlooſung der dieſes Jahr zum Abtrag beſtimmten Gemeinde- Obligationen wurde die Nro. 30. gezogen, was mit dem Anfügen hiermit zur oͤffent⸗ lichen Kenntniß gebracht wird, daß vom 1. Januar 1840 an keine weiteren Zinſen für dieſe Nummer vergütet werden. Rödelheim den 5. Okt. 1839. Der großh. heſſ. Bürgermeiſter W. Brill. Obligations-Verlooſung. (1035) Bei der heute ſtattgehabten Ziehung des dei dem Handelshauſe Herrn Lindheimer zu Fried⸗ berg negocſirten Gemeinde-Anleihens ſind folgende Partial⸗Obligationen zur Rückzahlung auf den 1. Januar 1840 verloſ't worden. Nro. I. 2. 5. bis 7. 9. bis 11. 19. Jede zu 300 fl. 2700 fl. Nro. 23. 34. bis 38. 40. bis 44. Jede zu 200 fl. N 2200 fl. Nro. 45. bis 50. 52. 53. 57. bis 76. Jede zu 100 fl. 2800 fl. Summa. 7700 fl. Den betreffenden Intereſſenten wird dieſes mit dem Bemerken bekannt gemacht, daß deren Verzin⸗ ſung ſomit am 1. Januar 1840 aufhört. Niedermörlen den 1. Oktober 1839. Der großh. heſſ. Bürgermeiſter Dey. Obligations Verlooſung. (1036) Am heutigen Tage wurde auf hieſiger Bürgermeiſterei die in dieſem Jahre abzutragende Partial-Schuld-⸗Verſchreibung hieſiger Gemeinde durch das Loos beſtimmt, und es kam die Numamer 7. zu 400 fl. heraus. Es wird dieſes unter dem Anfügen zur öffentlichen Kenntniß gebracht, daß der Inhaber vorgedachter Obligation ſich bis längſtens zum 31. Dezember 1839 zur Empfangnahme des Kapitals und der Zinſen bei dem hieſigen Gemein— derechner zu melden hat, indem von da an keine weiteren Ziaſen vergütet werden. Niederurſel den 3. Oktober 1839. Der großh. heſſ. Bürgermeiſter Amſel. Privgt⸗ Bekanntmachungen. Anz ei gie. (994). Ich habe die Ehre einem geehrten Publi⸗ kum, ſo wie allen meinen geehrten Kunden anznzei⸗ gen, daß ich meine Wohnung bei Herrn Schuh— machermeiſter Heß in der Metzgergaſſe verlaſſen und eine andere bei Herrn Spenglermeiſter Scheuermann auf der breiten Straße neben dem weißen Roß be— zogen habe. Ich werde fernerhin mich bemühn, durch moderne Arbeiten und möglichſt annehmbare Preiſe, das ſchon ſeit laͤngeren Jahren mir geſchenkte Zutrauen zu er— halten. Friedberg im September 1839. Chriſtian Berg, Frauenkleidermacher. Hausverkauf auf den Abbruch. (1001) Ein zweiſtöckiges ganz in Eichenholz er⸗ bautes Haus von 29 Schuh Länge und 19 Schuh Tiefe(Frankfurter Werkmaaß) iſt durch Zimmer⸗ meiſter Klein in Vilbel aus freier Hand auf den Abbruch zu verkaufen. 8 Bekanntmachung. (1024) Mittwoch den 16. d. M., von Morgens 9 Uhr au,ewill der Unterzeichnete in ſeiner Behau⸗ ſung nachfolgende Gegenſtände öffentlich meiſtbietend verſteigern laſſen, als: mehrere große Kiſten, eine Parthie Zucker- und andere Kiſtchen, eine Parthie wein⸗ grüner Fäſſer, beſtehend in Stickzulaſt, 2, 1, ½,. und/ Ohmfaß, 2 große Birnbaumtiſche, 12 kleine Tiſche, mehrere Dutzende mußbaumene und andere Stühle, 1 Billard mit Zugehör und Lampe, 1 Stoßkegelbahn, 1 Mehlkaſten, zinnerne Schüſſeln, Löffel, Leuchter, Lampen, Porzellan, Kumpen, Schüſ⸗ ſeln, Teller, Bouteillen, Gläſer und ſonſtige Gegen⸗ ſtände. Alle dieſe Gegenſtände werden auch bis zum Verſteigexungstag aus der Hand abgegeben. Friedberg den 3. Oktober 1839. D. Fritz. In Dienſt geſucht (1037) wird auf den 1. Dezember d. J. eine rechtliche Köchin, die ſehr gut kochen kann, gegen 72 Gulden jährlichen Lohn. Wo? ſagt die Exped. d. Bl. Anzeige und Empfehlung. (1038) Unterzeichneter erlaubt ſich die ergebene Anzeige, daß er neben ſeinem Medieinal-Geſchäft, ein Material- und Farbwaaren-Lager errichtet hat und empfiehlt dasſelbe hiermit beßtens. Friedberg im Oktober 1839. C. Wahl. Bekanntmachung. (1039) Die Erben des zu Leidhecken verftorbenen gr. Förſters Höfeld wollen erbvertheilungshalber Donnerſtag den 24. d. M., Mittags 1 Uhr, ihr an der neu erbauten Provinzialſtraße vom Schwal⸗ heimerhof nach Staaden gelegenes, noch ganz neues zweiſtöckiges ſehr geräumiges Wohnhaus, welches zu jedem Geſchäftsbetrieb ſehr geeignet iſt, nebſt der Scheuer und. Stallung, ſowie dem Hausgarten in der Wohnung ſelbſt, unter den bei der Verſtei— gerung bekannt gemacht werdenden Bedingungen verſteigern. ö a Ein Logis and 91; (1040) für eine einzelne Perſon, beſtehend in zwei Zimmern mit Möbel, iſt zu vermiethen und kanzi ſogleich bezogen werden. Friedberg im Oktober 1839. J. Schäfer's Wittwe. Nauheimer-Teichhaus. (1041) Sonntag den 13. Oktober iſt zur Feier der Nachkirchweihe und zum Beſchluß der Sommer⸗ beluſtigungen gut beſetzte Tanzmuſik auf dem hieſi⸗ gen Teichhauſe anzutreffen. Indem ich dazu höflichſt einlade, ſage ich meinen verehrten Freunden und Gönnern meinen ſchönſten Dank für den Beſuch am Kirchweihfeſte und empfehle mich zu fernerem güti⸗ gen Wohlwollen. Nauheim den 9. Oktober 1839. Henkel. Mobilien-Verſteigerung. (1042) Donnerſtag den 17. d. M. ſollen zu Ober⸗ mörlen in dem Herrn v. Wetzel'ſchen Hofe in der Behauſung des Gärtners Weber, die zum Nachlaſſe des Weber gehörigen Mobilien, als: 1 doppelte und einfache Flinte, 1 Drehbank mit Schiff und Geſchirr, die Kleidungsſtücke von Weber, mehrere Fäſſer und alle Möbel verkauft werden. Obermörlen den 8. Okt. 1839. A. Dey, Vormund. Kirchweihe zu Burggräfenrod. (1043) Sonntag den 13. und Montag den 14. Oktober iſt Kirchweihe zu Burggräfenrod. Bei die⸗ ſer Gelegenheit iſt bei mir gute Harmonie und Tanz⸗ muſik, nebſt allen an dieſem Feſte gewöhnlichen Er⸗ forderniſſen anzutreffen. Ich lade hierdurch meine Freunde und Gönner mit der Verſicherung promp— teſter und billigſter Bedienung hoflichſt ein. Kommt Freunde, kommt und freuet euch Bei unſ'rem Kirchweihfeſt! a Kommt nur hierher in mein Bereich Aus Nord, Oſt, Süd und Weſt! Das Ohr trifft hier zu ſeinem Schmauß Muſik von Homburg an, Und viel des Guten giebt mein Haus Dem frohen muntern Mann. Iſt's euch vielleicht noch nicht bekannt, So fraget nur nach Wirth Traband, Und keiner wird's verfehlen.— Burggräfenrod den 8. Okt. 1839. K. Traband. Verwechſelung. (104%) Am verwichenen Montag iſt auf dem Nauheimer Teichhauſe eine lilla Taſche gegen eine dergleichen vertauſcht worden, und wird der Eigenthümer um den Umtauſch mit dem Bemerken gebeten, daß in der verwechſelten ſich noch eine Barſchaft vorgefunden habe. Bei der Expedition d. Bl. das Nähere. Bei C. Bindernagel in Friedberg iſt vorräthig: Bleibtreu, L. C., erſter Unterricht in der Chemie. —— 1 Frei bearbeitet nach dem Franzöſiſchen des Ber⸗ 30 gery. D Henni 10 149011 fl. 45 kr. Der junge Seefahrer oder Gottfried Wollner's See— reiſen nach Jamaica und Java. Ein Buch zur Belehrung und Unterhaltung für die Jugend und ihre Freunde. Mit der getreuen Abbildung einer Kauffahrteifregatte. 1 fl. 2 Beranger's Lieder in den Versmaßen des Originals verdeutſcht durch L. S. Rubens. Mit des Dich⸗ ters Portrait. Erſter Band. 1 fl. 12 kr. Euterpe. Neues Muſeum für Pianoforte⸗Spieler. Zweiter Jahrgang. 4 10 3 fl. 36 kr. Terpſichore. Repertorium der neueſten Ballet⸗ und Tanz⸗Muſik für das Piano-Forte. Erſter Jahrgang. 3 fl. 36 kr. Dasſelbe. Zweiter Jahrgang. 3 fl. 36 kr. Fruchte-Preiſe hier in Friedberg: Waizen: 11 fl.— kr. Korn: 7 fl. 20 kr. Gerſte: 6 fl. 10 kr. Hafer: 2 fl. 55 er. Erbſen:— fl.— kr. ö Früchte⸗Preiſe zu Frankfurt, am 7. Okt: Walzen: 10 fl. 45 kr. Korn:— fl.— kr. Gerſte: 7 fl.— kr. Hafer: 3 fl. 10 kr. Erbſen:— fl.— kr. a Fruͤchte-Preiſe zu Mainz, am 4. Okt.: Watizen: 11 fl. 30 kr. Korn: 8 fl. 11 fr. Gerſte: 6 fl. 36 kr. Hafer: 3 fl. 21 fr. Erbſen; fle kr: a Polizei-Taxe fuͤr die Städte Friedberg und Butzbach vom 13. bis 20. Okt. 1839. po. Brod Preiſe. Friedberg. Butzbach. ke F Leib-Roggenbrod 5 27458 2 3 2 77 7 5 2 65 1 5 4 0„„ 1111 10 0 3 l We- Loth. Loth. — Milchbrod 114 114 —[Waſſerweck 5 11 11— —[Gemiſchtes(Tafel-) Brod 11 115353 Fleiſch-Preiſe. f pf. pf. 1 Ochſenfleiſch 108 2 10— „ Küöofleiſch 8502 81— „ Rindfleiſch 20 4 7012 „ Kalbfleiſch 7 81— „ Schweinenhfleiſch 10— 10— „Hammellleiſch 81— 84— „ Schaaflfleiſch 71——— „Wurſt von blos Schweinen 12— 121— „ Gemiſchte Wurſt 10— 10—1 „Bratwurſt 14— 14— „ Schwartenmagen 15— 15— „I Geräucherter Speck 20— 20— „Schinken 15— 15— „ Dörrfleiſch 164— 16— „ Schweinenſchmalz, ausgelaſſen 191— 19— „ g dito ungusgelaſſen 16— 164— „ Nierenfett 181— 1804— Hammelsfett 18 1 Der großh. heſſ. Kreisrath d. K. F. J. V. deſſ. Dr. Cameſasca. Gedruckt und verlegt unter Verantwortlichkeit von Carl Bindernagel in Friedberg. Nach Sitzungen de dabei aber klamanten, d worden ſind ſind vorpuic müſſen. Vorg Es u der Erſchei Indem ich Vor dem wieſene Le hurüͤckgewie ten Signal kern und C Außer besondere di geltend wac ich Ihnen e machen wol Mirgermeiſl Fu