8 1 41 1 2 S * D 2 JJC! 3 Se — 1 Intelligenzblatt für die rovins„ODlberßesen im Allgemeinen, den Kreis Friedberg und die angrenzenden Bezirke im Beſonderen. *—— WM 2. Sonnabend, den 12. Januar 1839 58 Intelligenzblatt für die Provinz Oberheſſen erſcheint auch im Jahr 1839, wie bisher, wöchentlich Einmal und zwar ſo, daß es den Freitag Mittag von den Kreisboten abgeholt, den Sonnabend Vormittag aber hier ausgegeben und durch die hieſige wollöbl. Poſtbehörde expedirt wird.— Alle Inſerate, welche bis den Donnerſtag Nachmittag 3 Uhr bei mir eingelaufen ſind, finden in derſelben Woche eine ſichere Aufnahme. Einrückungsgebühren betragen für die erſte Zeile 4 kr., für die zweite 3 kr., für die dritte und jede folgende 2 kr.— Der Abonnementspreis für 1 Fahr iſt: 1 fl. 12 kr., fuͤr ½% Jahr: 40 kr., für/ Jahr 24 kr., welcher Betrag jedoch voraus bezahlt werden müß.— Diejenigen meiner verehrl. Abonnenten, welche geſonnen ſind, das Intelligenzblatt auch im Jahr 1839 zu halten, haben nicht nöthig, ſolches bei mir beſonders anzuzeigen; diejenigen hingegen, welche auszutreten beabſichtigen, oder neu hinzutreten wollen, erſuche ich mich, oder die ihnen zunächſt liegende Poſtbehörde, gefälligſt davon zu benachrichtigen.— Gem einnützige Aufſätze werden ſtets mit Dank für mein Blatt angenommen werden.. Friedberg. Carl Bindernagel. Amtlicher Theil. Bekanntmachung. Betreffend: Die Verpflegung der Waiſen. Unter Bezugnahme auf mein Ausſchreiben in obigem Betreffe, Nr. 1 des Intelligenzblattes von dieſem Jahre, bringe ich hierdurch nachſtehend abgedruckte Bekanntmachung großh. Miniſteriums des Innern und der Juſtiz vom 6. Januar 1830 hierdurch in Erinnerung und empfehle allen Denjenigen, ſo es angeht, ſtrenge Darnachachtung. a Friedberg den 4. Januar 1839. Der großh. heſſ. Kreisrath des Kreiſes Friedberg. Küchler. Bei der bedeutenden Zunahme der Waiſen, die zur Verpflegung und Erziehung auf das Land ge— geben worden ſind und künftig gegeben werden, finden wir uns veranlaßt, mit Hinweiſung auf den F. 23 der Dienſtinſtruction für die Sanitätsbeamten, weiter zu verordnen: §. 1. Den Phyſikatsärzten ſind Liſten mitzutheilen von denjenigen Waiſen, die ſich dermalen in ihren betreffenden Bezirken zur Erziehung befinden. 2 §. 2. Bei jeder künftigen neuen Aufnahme der Waiſen in die Waiſenverſorgungsanſtalt und deren Abgabe an Pflegeeltern auf's Land hat die Regierungsbehörde(der großh. Kreisrath), in deren Bezirk das Waiſenkind aufgenommen wird, den betreffenden Phyſikatsarzt davon zu benachrichtigen, und ihm den Wohnort und Namen der Pflegeeltern anzugeben. §. 3. Desgleichen ſoll der Phyſikatsarzt davon in Kenntniß geſetzt werden, wenn eine Waiſe aus der Anſtalt entlaſſen wird. §. 4. Hiernach hat der Phyſikatsarzt eine fortlaufende Tabelle zu führen, und §. 5. in den erſten 4 Wochen nach Ablauf eines jeden Jahres der Waiſenhaus⸗Deputation(jetzt e 0 5 3 1 großh. Pr — 10— ovinzial⸗Commiſſär) durch die Regierungsbehörde(den großh. Kreisrath) des Bezirks kurze Nachricht über denGeſundheitszuſtand der einzelnen Waiſen, mit dem Bemerken, an welchen Tagen des ver⸗ floſſenen Jahres die Waiſen von ihm geſehen und über ihre Geſundheit und übriges Befinden befragt worden ſind. §. 6. Die Bürgermeiſter ſind verpflichtet, jedesmal bei der Schutzpockenimpfung die Waiſen ihrer Gemeinde dem Impfarzte vorzuſtellen, und dieſer muß, wenn es nicht der Phyſikatsarzt ſelbſt iſt, demſelben über den Geſundheitszuſtand der Waiſen Bericht abſtatten. §. 7. Wird eine Waiſe krank, ſo müſſen die Pflegeeltern alsbald die Anzeige bei dem Buͤrgermeiſter oder Ortsvorſtande machen, und dieſer, bei eigner Verantwortung, den Phyſikatsarzt alsbald davon zu benachrichtigen, ſeine Hülfe in Anſpruch nehmen, und, nach Umſtänden, ſeine Gegenwart fordern. Ausnahmen hiervon giebt die Gegenwart eines practiſchen Arztes im Wohnorte ſelbſt oder ganz in der Nähe bei weiterer Entfernung des Phyſikatsarztes; dieſer muß indeſſen bei bedeutender oder langerer Krankheit des Waiſen ſofort durch den behandelnden Arzt davon benachrichtigt werden. Da indeſſen ſämmtliche Phyſikatsärzte bei der Armenkrankenpflege und ſonach auch bei Waiſenkindern keine Transportkoſten und nur die Hälfte der ihnen ſonſt gebührenden Taggelder in Anſpruch nehmen dürfen, ſo können auch für praktiſche Aerzte keine höhere Koſten berechnet werden, ſondern es muß im entgegengeſetzten Falle immer der hierzu verpflichtete Phyſikatsarzt berufen werden. §. 8. Der Phyſikatsarzt hat bei Krankheitsfällen der Waiſen jedesmal in der Jahrestabelle anzu⸗ geben, ob er ſogleich beim Erkranken die Anzeige erhielt; er hat, wenn dieſes nicht geſchehen iſt, alsbald der betreffenden Regierungsbehörde(dem großh. Kreisrath) davon Anzeige zu machen, um die geeignete desfalſige Unterſuchung vornehmen zu können. §. 9. Sollte ſich ein Sterbfall ereignen, ſo iſt ſogleich von dem Phyſikatsarzte mit der Anzeige hier⸗ von eine kurze Krankheitsgeſchichte an die Regierungsbehörde(den großh. Kreisrath) einzuſchickeu, wobei namentlich bemerkt werden muß, ob keine Verſäumniſſe von Seiten der Pflegeeltern und des Bürgermeiſters oder Ortsvorſtandes vorfielen. 5 Darmſtadt den 6ten Januar 1830. Großh. Heſſ. Miniſterium des Innern und der Juſtiz du Thill Hoppé. Der großh. heſſ. Revierfoͤrſter vom Revier Altenſtadt an die großh. Buͤrgermeiſter des Reviers. Betreffend: Die Regulierung und Beſtimmung e in den Communalwaldungen des Reviers Altenſtadt ür 1839. Ich habe nachbenamte Zeit, dann die Art und Weiſe, wie das Leſeholz ohne Beeinträchtigung der zu geben Hauptnutzung eingeſammelt werden kann, bezeichnet, und erſuche Sie daher, das Nachſtehende in den Ge⸗ meinden bekannt machen zu laſſen. 1) In jeder vierten Woche der ſämmtlichen Monate, nur mit gänzlicher Ausnahme der Monate Mai und Juni, jedesmal auf einen Dienſtag, folglich den 22. Januar, den 19. Februar, den 19. März, den 23. Juli, den 20. Auguſt, den 24. Sep⸗ tember, den 22. Oktober, den 19. November und 24. Dezember. und zwar von 11 Uhr Mittags bis zum Feierabendläuten, durch die Einſammlung des zur Erde ge⸗ fallenen dürren Reis- und Prügelhelzes geſchehen. Dagegen iſt das Abreißen, Abbrechen, Abſchneiden ꝛc. des Holzes bei geſetzlicher Strafe verboten. 20 Darf niemand einen Ziehhaken, oder ein Beil, überhaupt keine dergleichen Inſtrumente, ſie mögen Namen haben wie ſie wollen, in dem Wald bei Androhung der geſetzlichen Strafe führen. 3) In allen erwachſenen Waldungen kann das Leſeholzeinſammeln geſchehen, und ſind daher nur die Hegen, die geringen Gertenhölzer und die Diſtrikte, in welchen Holz gefallt wird, und ſo lange die Holzhauerei in denſelben dauert, ſtrengſtens davon ausgenommen. 4) Darf kein Leſeholz bei Androhung der geſetzlichen Strafe in Säcken oder Tüchern ꝛc. verſleckt, getragen, noch dergleichen Holz außerhalb den unter 1) angegebenen Stunden und Tagen eingeſammelt werden. 5) Die ſchuͤtzenden Forſtdiener ſind angewieſen, alle von dieſer Nutzung ausgeſchloſſenen Diſtrikte Den⸗ jenigen an Ort und Stelle zu zeigen, welche ſich deßwegen bei ihnen anmelden. Wenn nicht alle Ortseinwohner an bedachten Nutzungen Theil haben ſollen, werden die großh. Ortsvorſtände die aus⸗ geſchloſſenen Perſonen den Forſtſchüͤtzen ſchriftlich bezeichnen. Sollten, was ſehr zu wünſchen wäre, Gemeinden auf Rechnung der Gemeindekaſſe das Leſeholz einzuſammeln wünſchen, dann können auch ganze Tage auf beſondere Anfrage hierzu beſtimmt werden; eben ſo auch dann, wenn ſich beſonders ſtarke Stürme ereignen ſollten. Heldenbergen den 7. Januar 1839. Hoffmann. Der natürlich Gebote t Annahme Rolle in iſt nun netes ſal gewonnen Wäh Vaterlang dem grof errichten aufforder lieben de von ſchwe Vor etoberung faſt ale ſeinen g die Sta ſtaat ge ſtießen Leben, i Land, d und edel und sauf unſer d müthige Ligen 5 Deutſch einem ſol auszurich um den leſondere wobei eiſters Juſtiz — — Neue Mineralquelle zu Nauheim. Durch die Fortſetzung der Bohrverſuche nach reichhaltigern Salzquellen auf der Saline zu Nau⸗ heim wurden am 16. v. M.(Dec. 1838) in 66 Fuß Tiefe, 300 Fuß öſtlich von der am 1. Okt. v. J. erbohrten und in dieſem Blatte bereits erwähn⸗ ten arteſiſchen warmen Soolquelle, eine Mineral— quelle, in die Claſſe der ſaliniſchen Säuerlinge ge— hörend, aufgefunden. Dieſe Quelle iſt bis in obige Tiefe durch ein⸗ getriebene eichene Röhren von 1 Fuß Dicke bereits gefaßt, ſo daß ſie unſerer Erden⸗Rinde rein ent⸗ zogen wird und bis 3 Fuß unter dem Boden klar hervorſprudelt; auch wird der weiteren Eröffnung derſelben, ſowie einer chemiſchen Unterſuchung, ent— gegen geſehen. N i 5 Das ſpezifiſche Gewicht dieſes Mineralwaſſers iſt= 1,0050, ſeine natürliche Wärme— 14 R. Die Quantität betraͤgt in einer Stunde 9 bis 10 Ohm. Der Soolbadeanſtalt zu Nauheim, welcher eine natürlich- warme Soole von 26“ Reaumür zu Gebote ſteht, mithin von der Eigenſchaft, die nach Annahme berühmter Naturforſcher eine mächtige Rolle in der Wirkſamkeit der Mineralwaſſer ſpielt, iſt nun auch das Fehlende, ein zum Trinken geeig“ netes ſaliniſches Waſſer, oder ein„Kurbrunnen“ gewonnen. Hermanns Denkmal. Während faſt alle Zeitſchriften unſeres deutſchen Vaterlandes ſchon ſeit geraumer Zeit von einem dem großen Erretter deutſcher Unabhängigkeit zu errichtenden Denkmale ſprechen, und zu Beiträgen auffordern, wäre es eine Verſündigung an dem lieben deutſchen Vaterlande, wollten wir länger da— von ſchweigen. Zur Einleitung zuvor Folgendes. Vor mehr als achtzehnhundert Jahren hatte ein eroberungsſüchtiges, kriegsluſtiges Volk, die Römer, faſt alle bekannte Länder der Erde durchzogen mit ſeinen geübten Kriegerſchaaren, die Völker beſiegt, die Staaten vernichtet und ſich ſelbſt einen Welt— ſtaat gebildet. Aber mitten in ihrem Siegeslaufe ſtießen ſie auf ein Volk, deſſen Glieder in einfachem Leben, in Kampf und Jagd geſtählt waren, auf ein Land, das war rauh, deſſen Bewohner aber bieder und edel, deſſen Männer Helden, deſſen Frauen mild und ſanft und kräftig waren. Dieſes Land iſt unſer deutſches Vaterland; jene helden— müthigen Männer, und jene zarten kräf— tigen Frauen, ſind unſere Ahnen, die alten Deutſchen.— Als nun die Römer ſahen, daß bei einem ſolchen Volke mit Gewalt der Waffen nichts auszurichten ſey, da gebrauchten ſie allerlei Liſt, um den Zweck der Unterjochung zu erreichen. Ins— beſondere ſuchten ſie die einzelnen Völker und deren Fürſten gegen einander zu verfeinden. Während ſie ſo verfuhren, befand ſich in den deutſchen Gränz— marken ein wohlgeübtes ſchlagfertiges Heer. Da, wo daſſelbe ſtand, verfuhr der ſtolze Anführer, Va— rus war ſein Namen, wie ein Sieger mit Beſieg— ten. Das empörte das deutſche Gemüth; an die Spitze derer, welchen die Unabhängigkeit des theu— ern Vaterlandes über alles ging, ſtellte ſich der junge kühne Fürſt der Cherusker, Arminius, das iſt nach unſerer jetzigen Sprache Hermann. Im Stillen traf er die nöͤthigen Anordnungen zur kräf— tigen Abwehr des übermüthigen Gegners. Dieſer aber brach, als er Kunde davon erhielt, auf mit ſeinem Römerheere und kam, um ihn zu züchtigen, in die Gegend des teutoburger Waldes im Lip— piſchen. Hier jedoch war er für Hermann an dem rechten Orte; denn das feindliche Heer befand ſich im Walde, die Wege waren ſchlüpfrig vom Regen. Da griffen die erzuͤrnten Deutſchen von allen Seiten an. Umſonſt retteten ſich die Römer auf eine Anhöhe; immer wüthender wurde der An— griff, immer erbitterter der Deutſche. Als keine Hoffnung zur Rettung mehr war, ſtürzte Varus ſich in ſein Schwerdt. Da war nur noch ein Würgen, ſo daß kaum einige Römer ſich retteten, um Kunde zu bringen von der furchtbaren Niederlage. Deutſch— land aber war frei, und blieb frei, bis zu unſerer Zeit wieder ein ſchlauer kriegsgeübter Gegner es wagte, durch Gewalt und Liſt Deutſchlands Unab- hängigkeit zu rauben. Aber auch dieſer büßte end— lich für ſeinen Frevel in der großen Schlacht bei Leipzig. Wo die Schlacht gegen die Römer geſchah(es war im Jahr 9 nach Chriſti Geburt) da ſoll dem Helden Hermann, achtzehnhundert und dreißig Jahre nachher ein würdiges Denkmal errichtet werden. Eine Ebene heißt noch jetzt das Winnefeld; in ihrer Nähe befindet ſich eine Anhöhe mit einem gewaltigen Hünen— ring, die nennt man die große Grotenburg. Auf dieſelbe ſoll das Denkmal zu ſtehen kommen. Das von dem Bildhauer Ernſt von Bandel aus Ans— bach entworfene Kunſtwerk ſoll zuerſt aus einem etwa 84 Fuß hohen Thurme als Unterbau beſtehen, welchen zehn Säulen umgeben. Auf den Bau kommt eine vierzig Fuß hohe Bildſäule des Helden aus getriebenem Kupfer zu ſtehen. Der Held aber wird dargeſtellt mit dem drohenden Schwerdt in der Rech— ten; die Linke auf dem Schilde und den Fuß auf einem niederliegenden römiſchen Adler.“) Die Koſten für das Ganze ſind auf 20,000 Thaler berechnet; 12,000 ſind bereits unterzeichnet und unter den Beitragenden ſieht man mit Freuden faſt alle Fürſten Deutſchlands. *) Wir haben eine Abbildung des Modelles in Darmſtadt geſehen und die Darſtellung der großen Sache würdig gefunden. Wir wagen es, auch unſere Wetterauer zu Bei⸗ trägen hiermit aufzufordern, und hegen das Ver⸗ trauen, daß wir keine Fehlbitte thun werden. Auch ein kleines Scherflein iſt willkommen, das mit Liebe dargereicht iſt. Noch iſt bei uns der Sinn für die Sache des deutſchen Landes nicht erloſchen; noch lebt in uns Allen jene Vaterlandsliebe, welche den Arm ſtählt in den Zeiten der Gefahr, die Dankbar keit für jenen Helden, der die deutſchen Gaue vom Joche der Römer befreite. Wir Heſſen aber dürfen insbeſondere nicht vergeſſen, daß an dem gewaltigen Kampfe gegen ſie auch die Chatten Antheil nah— men. Das ſind unſere Vorfahren.*) *) Es drängt mich hier eines andern Denkmals zu erwähnen, welches uns als Menſchen, als Deutſche und als Heſſen gleich nahe ſteht, im Vertrauen auf die Theilnahme von ganz Europa errichtet wurde und— bis heute noch nicht einmal bezahlt werden konnte:— ich meine das Gutenbergs⸗Denkmal zu Mainz!— Ver⸗ gebens ſuchte ich bei dem erhebenden Feſte der Enthüllung dieſes Denkmals 1837 nach den Beiträgen von Friedberg, von der Wetterau; ich fand ihre Namen nicht verzeichnet in dem Buche. das einſt der Nachwelt verkünden ſoll, wer ſich bei der Errichtung dieſes dem wohlthätigſten aller Erfinder geweihten Denkmals glücklich pries, ſein Scherf— lein beitragen zu können.—— 5 Noch iſt's Zeit ſeine Theilnahme zu beweiſen; laßt uns darum nach Kräften ſammeln, liebe Mitbürger, und das Geſammelte nach Mainz ſenden, um mitzuwirken, daß das im nächſten Jahre gefeiert werdende Jubiläum der Erfindung der Buchdruckerkunſt nicht wie eine Satyre auf das Monument ihres Erfinders erſcheine. N Um einen Anfang zu machen, unterzeichne ich mit 5 fl. 24 kr. und bin mit Vergnügen bereit, auch die kleinſte Gabe in Empfang zu nehmen, in d. Bl. zu erwähnen und ſeiner Zeit ein vollſtändiges Verzeichniß aller Bei⸗ tragenden mit dem Eingegangenen an das Comite nach Mainz zu ſenden. Friedberg. C. Binder nagel. Die ſchoͤnſten Gegenden der Wetterau. (Fortſetzung.) Heute führen wir unſere Leſer nach Staden, deſſen Sauerbrunnen wir beſuchten, ehe wir im Orte ſelbſt anlangten. Wir kehren beim Herrn Hammel ein, um uns ein wenig zu erfriſchen, und wuͤrden von dort aus dem Herrn Pfarrer unſere Aufwar— tung gemacht haben, wenn wir nicht gehört hätten, er wäre noch nicht eingezogen. Dafür aber beſehen wir die neue Kirche, die dem Erbauer Ehre macht, und deren wir Erwähnung thaten, als wir das Feſt der Einweihung unſeren Leſern erzählten.“*) Nicht weit davon befindet ſich die geräumige und freundliche Wohnung der Freifrau von Löw, um— geben von einem prächtigen Garten, in welchem man mit Vergnügen luſtwandelt. Dagegen iſt von dem alten Schloſſe, wovon frühere Geſchichtſchreiber, *) S. Nr. 44 des Int. Bl. vom Jahre 1837. 1 wie Merian, Winckelmann u. A. ſo viel Rüh⸗ mens machen, außer einem runden Thurme wenig oder nichts mehr übrig, und ſelbſt dieſer Thurm würde wohl nicht mehr ſtehen, wenn nicht unſer obenerwähnter Herr Wirth ſich ſeiner erbarmt und unter ſeinen Schutz genommen hätte.— Gerne würden wir in dem Städtchen, das einen Theil der ehemaligen Ganerbſchaft Staden ausmacht, länger verweilen; aber unſer Weg führt uns weiter, denn wir möchten heute gerne noch einen Theil des ſchönen Niddathales kennen ler— nen, das hier ſeinen Anfang nimmt. Wir laſſen die neue Straße, welche nach Nieder-Mockſtadt führt, zur Rechten, und wandeln auf einem Fuß, pfade durch grüne Wieſen nach jenem Dörflein. Von hier bis nach Ober-Mockſtadt wird die Gegend romantiſch. Die neue Straße führt an waldigen Höhen vorbei, zum Theil dem Saume des Waldes entlang. Vor uns erſcheint auf einer mäßigen Anhöhe der Thurm von Ober- Mockſtadt. Links verbreitet ſich das Wieſenthal, von der Nidda durchſchlängelt, jenſeits deſſelben erhebt ſich jener Waldberg, auf deſſen Spitze ſich die ſchauerliche Stelle befindet, welche„der wilden Frau Geſtein“ heißt, und wovon wir früher ſchon(Int. Bl. Nr. 9 Jahrgang 1836) unſern Leſern Nachricht gegeben haben. Etwas weiter liegt am Fuße dieſes Berges das Dorf Dauernheim. Wir verweilen eine kurze Zeit in dem ſtillen Pfarrdorfe Ober-Mockſtadt, welches ſich in frühe— ren Zeiten einer bedeutenden Collegiatkirche rühmte, die ſchon im zehnten Jahrhundert von Hildigunt und Hartmann zu ihrer und ihrer Eltern Seelen heil geſtiftet wurde. Jenſeits des Ortes wird das Thal etwas breiter, und nun hat man Ranſtadt vor ſich, zur Linken das oben erwähnte Dauern— heim. Etwas weiter zeigt ſich eine waldloſe An— höhe. Sie führt den bedeutungsvollen Namen „Alte Burg“; doch ſieht man auf ihrem Gipfel keine Spuren von Gemäuer, und es ſcheint, als wenn vor undenklicher Zeit hier unſere Ahnen, die alten Deutſchen, eine Befeſtigung gegen die von Süden aus in das Thal eingedrungenen Römer, ihre Erz-Feinde, errichtet hätten. Hinter der„Alten Burg“ und einer andern Anhöhe,„der faule Berg“ genannt, liegt, etwas aufwärts, aber dem Auge nicht ſichtbar,„der ſchleifelder Hof,“ eine Beſitzung des Grafen von Stolberg-Ortenberg. Der Ort Ranſtadt hat durch die neue Straßen— Anlage viel gewonnen. In der Mitte des Dorfes ſteht ein Stein, welcher die Gegend anzeigt, wo bis 1817 das Thor ſtand. An der Kirche befindet ſich das Wappen von Naſſau und Stolberg; an der Kirchentreppe iſt ein Engel und die Jahr— zahl 1703 angebracht. Das ſ. g. Vorwerk iſt eine bedeutende Beſitzung des Grafen von Stolberg— Thale wei Städtchen der Vorſta nämlich de den Thutn nes Gela morgende wohl alt bereits wweihunder graphie. den Gebu tius. S licht; das uftieden drod und Von andermal 9 dort gußg die ſich! dergleichg Beka 0 Di gehörigen Wohnbau der Unte Löſchhorn 25 Ruth! Georg E Rih⸗ wenig hurm unſer U und einen aden führt noch ler⸗ laſſen ſtadt daß, rflein. d die t an e des einer ſtadt. Nidda jener rliche ſtein“ Nr. 9 geben erges ſtillen früͤhe⸗ ihmte, gunt ſeelen⸗ d das ſtadt lern⸗ e An⸗ amen Bipfel „als NV, die e von mer, Alten Berg“ nicht — 13 Werningerode, wozu bei 1100 Morgen Landes ge⸗ hoͤren. Aber das neuerbaute Haupthaus wollte uns nicht ſehr anſprechen. Wir verlaſſen bei Ranſtadt die Kunſtſtraße um nach Dauernheim zu wandern, dort dem würdigen Pfarrer unſern freundlichen Gruß zu brin— gen. Er iſt ſo gefällig, uns die alte Kirche zu zei⸗ gen, deren Chor aus dem fünfzehnten Jahrhundert zu rühren ſcheint. In der Mitte der Kirche befin⸗ det ſich noch die runde Stelle, in welcher, der Sage nach, vordem die Büßenden knien mußten. Sonſt hat der Ort wenig Ausgezeichnetes, als daß die Leute, wie noch in einigen andern der Wetterau, ihre Keller nicht unter den Wohnhaͤuſern, ſondern abgeſondert haben. f g N Von hier aus ziehen wir weiter dem Thaleſauf— wärts, das nun eine Zeitlang ziemlich enge wird, beſonders da, wo ein anderer Pachthof, Ober— Dauernheim, welcher dem Herrn von Meyer zu Caſſel gehört, ſich an den Berg lehnt. Die Schat— ten werden nachgerade länger, und die Sonne be— ginnt ſich hinter die weſtlichen Höhen zu verſtecken. Um ſo angenehmer wandelt es ſich im freundlichen Thale weiter. Nachgerade nähern wir uns dem alten Städtchen Nidda; es iſt eben noch Tag genug, in der Vorſtadt den Reſt der alten Johannitterkirche, nämlich den ſpitzen, einſam in einem Garten ſtehen— den Thurm, zu betrachten, von dem herab ein ſchö— nes Geläute dem Wanderer verkündet, daß der morgende Tag ein Sonntag iſt. Der Thurm mag wohl alt ſeyn, denn ſo wie er jetzt iſt, befindet ſich bereits von ihm eine Abbildung in der vor faſt zweihundert Jahren erſchienenen merianſchen Topo— graphie. Endlich treten wir in das Städtchen ſelbſt, den Geburtsort des berühmten Schriftſtellers Piſt o- rius. Sehr freundlich und reinlich iſt's jetzt eben nicht; das ſtört uns indeſſen weniger, und wir ſind zufrieden bei Herrn Uhl im Stern ein gutes Abend— brod und ein bequemes Nachtlager zu erhalten. Von Nidda ſelbſt hoffen wir unſern Leſern ein andermal nähere Nachricht mitzutheilen, da wir dort gute Freunde und wackere Landsleute haben, die ſich ein Vergnügen daraus machen, den Leſern dergleichen darzureichen.— (Schluß folgt.) Bekanntmachungen von Behoͤrden. NN NNN Benn. (4) Die zur Johannes Muth'ſchen Concursmaſſe gehörigen Hofraithen, nach P. M. 1298 18 Ruth. Wohnhaus, Hofraithe, Scheune und Stallung in der Untergaß neben der Gemeinde und Conrad Löſchhorn, ſowie dem Waͤchtersgang und P. M. 1775 26 Ruth. Hofraithe, Scheune und Stallung neben Georg Euſer, zu Nauheim gelegen, ſollen Mittwoch den 16. k. M., Nachmittags 2 Uhr, in dem hieſigen Gerichtszimmer einer nochmaligen Verſteigerung aus— geſetzt werden, das hierdurch mit dem Anfügen be— kannt gemacht wird, daß nur diejenigen als Käu— fer zugelaſſen werden, von denen das Gericht hin— reichend genug verſichert wird, daß die gebotenen Kaufgelder auch gezahlt werden können. Dorheim den 31. Dezember 1838. Kurfuͤrſtl. Juſtizamt, Halberſtadt. Edictalladung. (6) Da ſich gegen den Ackermann Johannes Wirth zu Marköbel eine Ueberſchuldung ergeben, ſo iſt zur ſummariſchen Liquidation der Forderungen an denſelben und zum Güteverſuch Termin auf den 18. k. M. u. J., Vormittags 9 Uhr, beſtimmt worden, worin alle Gläubiger, und zwar die unbekannten unterm Rechtsnachtheil der Aus— ſchließung, die bekannten aber unter dem Rechts— nachtheile, dem Beſchluſſe der Mehrheit als beitre— tend angeſehen werden,— entweder in Perſon oder durch zuläſſige, mit Vollmacht zu verſehende Mandatare zu erſcheinen, auch die etwaigen Beweißurkunden vorzulegen haben. Windecken den 20. Dezember 1838. Kurfuͤrſtl. heſſ. Juſtizamt dnſelbſt Neuhof. Degen. Mobilien-Verſteigerung. (11) In der Wohnung des verlebten Kammer- aſſeſſor Buff zu Aſſenheim werden die zu deſſen Nachlaß gehörigen Mobilien, namentlich Meubles, Bettwerk, Weiszeug, Leibgeräth, Zinn, Kupfer, Porzellain, ein vollſtändiges Wedgewood-Service, Gewehre, Glaswerke, Fäſſer und Buͤtten, ein gut gehal— tener Stuhlwagen ꝛc. Montag d. 14. d. M. und die fol⸗ genden Tage von Morgens 9 Uhr an, gegen gleich baare Zahlung an den Meiſtbietenden öffentlich verſteigert. Friedberg den 3. Januar 1839. In Auftrag: Schäfer, Großh. Hofg. Secr. Acceſſiſt. 175 fl. Armen ⸗ Capital (20) liegen bei dem Gemeindeeinnehmer zu Buͤdes— heim gegen gerichtliche Obligation zum Ausleihen bereit uud können jeden Tag in Empfang genom— men werden. Büdesheim den 8. Januar 1839. Der großh. Bürgermeiſter Wieſenbach. Holz-Verſteigerung. (21) Donnerſtag den 17ten d. M. wird in dem hieſigen Unterwald eine Parthie eichen Bau- und Brennholz meiſtbietend verkauft. Die Verſteigerung nimmt Vormittags 10 Uhr ihren Anfang. Bainhards Forſthaus den 9. Januar 1839 Bötz. —.— Zum Ausleihen. (22) Es liegen dahier 1050 fl. Pfarrkapital und 150 fl. Kirchenkapital zum Ausleihen bereit und können in ganzen oder getrennten Summen gegen gerichtliche Verſicherung in Empfang genommen wer⸗ den. Niedereſchbach im Januar 1839. Der Kirchenvorſtand. Edictalladung. (23) Chriſtoph Lemp und deſſen Ehefrau An— na Juliane zu Niederweiſel entliehen im März 1818 bei Conrad Ronſtadt zu Butzbach ein Ka⸗ pital von 100 fl., wegen deſſen die Unterpfander ſpäter dem Gläubiger adjudizirt wurden. Deſſen Er⸗ ben wollen ſolche jetzt veräußern, können aber die Originalhypothek zur Löſchung nicht vorlegen, weß— halb alle, welche etwa Rechte auf dieſelbe in An— ſpruch nehmen wollen, zu deren Anzeige binnen 6Wo— chen unter dem Rechtsnachthefle hiermit aufgefordert werden, daß ſonſt ſolche unberückſichtigt bleiben und der Hypothekeintrag gelöſcht wird. Friedberg den 31. Dezember 1838. Großh. heſſ. fürſtl. ſolmſ. Landgericht Hofmann. Arbeits-Verſteigerung. (24) Dienſtag den 15. d. M., Morgens 10 Uhr, ſoll auf dem Büreau des Unterzeichneten Dachdecker— arbeit an der Kirche an den Wenigſtnehmenden in Accord gegeben werden. Bruchenbrücken den 8. Januar 1839. Der großh. heſſ. Bürgermeiſter Scheuner. Bauholz-Verſteigerung. (25) Montag den 14. Januar 1839, Morgens 9 Uhr, ſollen in dem Hieſigwald bei Klein— karben 29 eichen Bauſtämme, 2208 Cubikfuß ent⸗ haltend, meiſtbietend verſteigert werden. Kleinkarben den 3. Januar 1839. Der großh. Buͤrgermeiſter Schmidt. Holz-Verſteigerung. (26) Donnerſtag den 17. d. M., Vormittags 10 Uhr, ſoll in hieſigem Gemeindewald, Diſtrikt Spieß, nachſtehendes Gehölz als: 1½ Stecken eichen Prügelholz, 8„ kiefern Scheit„ 66 75„ Prügelholz, 2„ weiden 5 26„kiefern Stock„ 3000 Stück kiefern Wellen, 200„ birken 5 150„ weichholz„ 90„ kiefern Nutzſtangen und 286„„ Hopfenſtangen meiſtbietend verſteigert werden. 14 Die Zuſammenkunft iſt auf dem breiten Wege an der Hauptſchneiſe. Die großh. Bürgermeiſter werden erſucht, dieſes in ihren Gemeinden bekannt machen zu laſſen. Holzhauſen den 7. Januar 1839. Der großh. Bürgermeiſter Ried. Güter- Verpachtung. (27) Auf den Antrag der Kuratoren der Louiſe Groß, ſollen Montag den 28. l. M., Morgens 9 Uhr, in hieſigem Rathhauſe die derſelben gehörende, in den Gemarkungen Friedberg, Fauerbach und Ockſtadt liegende Güterſtücke auf drei nach einander folgende Jahre öffentlich meiſtbietend verpachtet wer⸗ den. Die Flurſchützen der betreffenden Gemarkungen ſind angewieſen, den Pachtliebhabern das Güterver⸗ zeichniß vorzulegen. Friedberg den 10. Januar 1839. Der Beigeordnete Bender. Korn ⸗Verſteigerung. (28) Donnerſtag den 17. l. M., Nachmittags 2 Uhr, ſollen in hieſigem Rathhauſe aus dem ver— einigten Armenfond 50 Mltr. Korn öffentlich an Meiſtbietende verſteigert werden. Friedberg den 10. Januar 1839. In Auftrag der Armencommiſſion Bender. Bekanntmachung. Holzverſteigerung in den Grßh. Doma— nialwaldungen des Reviers Oberrosbach betreffend. (29) Freitag den 18. d. M. werden in dem Grßh. Domanialwald Burgwald nachverzeichnete Holzſor— timente an die Meiſtbietenden oͤffentlich verſteigert: 13 Stecken birken- und 19 Stecken nadel-Scheid⸗ holz, 7½ Stecken buchen- 51 Stecken birken⸗ 13 Stecken nadel⸗ und 32½ Stecken aspen- und erlen⸗ Prügelholz, ½ Stecken eichen Stockholz, 21,75 Wellen buchen- 70,75 Wellen birken- und 88,75 Wellen aspen, edlen und nadel-Reis⸗ holz, 2 Klötze eichen⸗ 109 Cubicfuß, und 2 nadel- 29 Cubiefuß, Stammholz, 8 Stück— 25 Cubicfuß, nadel⸗ Stangenholz. Die Verſteigerung beginnt präcis 8 Uhr und haben ſich die Steigluſtigen in dem Forſthaus Win⸗ terſtein zu verſammeln. Oberrosbach 10. Januar 1839. Der gr. Revierförſter Bingmann. Holzverſteigerung. (30) Donnerſtag den 17. Januar d. J., Vormit⸗ tags 9 Uhr, ſollen im oberauer Gemeindswald 32) 7 geichlete ö aus fteier gen und! 9. Beiges Vilbe! 33) 3 karten, B gemacht, Stücke J Qualität, Vermeidu 1000 St wiegen u Seligenſ zuberdilet Enkh 34) in⸗ und Gar der ſchön hundert 88 Sorte Rieſenka Sam. I. kommen Herrn n Vege , dieſez en. meiſter r Louiſe gens g ſorende, ch und emander det Wer⸗ kungen üterder⸗ ider. tags 2 em ver; tlich an nmiſſion Doma— osbach n Grßh. Holzſor⸗ ſteigert: Scheid⸗ Stecken erlen⸗ en⸗ und Reis⸗ 5 15— 694 Cubikfuß vorzügliches Bauholz öffentlich meiſt⸗ bietend verſteigert werden. Die großh. Herrn Bürgermeiſter werden erſucht, vorſtehende Holzverſteigerung in ihren Gemeinden gefälligſt bekannt machen zu laſſen. Oberau den 9. Januar 1839. Der großh. Bürgermeiſter Bajus. Bekanntmachung. (31) Die unterzeichnete Verwaltung ſieht ſich ver⸗ anlaßt, darauf aufmerkſam zu machen, daß der am Poſtbüreau angebrachte Briefkaſten blos zur Auf⸗ nahme ſolcher unfrankirter Briefe beſtimmt iſt, welche durch die Poſt expedirt werden ſollen und daß deß⸗ halb alle Wcalbriefe durch den hieſigen Briefträger nicht beſorgt werden. Friedberg den 10. Januar 1839. Die großh. heſſ. Poſtverwaltung Helmolt. cc N ν Privat- Bekanntmachungen. Bekanntmachung. (32) Donnerſtag den 31. d. M. will der Unter⸗ zeichnete ſein Gaſthaus zum Faß meiſtbietend oder aus freier Hand verpachten laſſen. Die Bedingun— gen und das Lokal können von Jedem ſtets bei dem gr. Beigeordneten Hinkel dahier eingeſehen werden. Vilbel den 8. Januar 1839. Philipp Hinkel VII. Dorfer k au f. (33) Zur Nachricht für die Umgegend von Groß⸗ karben, Vilbel und Homburg, wird hiermit bekannt gemacht, daß auf der hieſigen Torfſtecherei, 1000 Stücke Formtorf, großes Format und vorzüglicher Qualität, zu 3 fl. 45 Kr. verkauft werden. Zur Vermeidung von Irrungen wird noch bemerkt, daß 1000 Stücke von dieſem Torf gegen 10 Centner wiegen und obiger Preis, dem des Zellhaͤuſer und Seeligenſtädter Torfs, welcher in kleinern Formen zubereitet wird, verhältnißmäßig gleich ſteht. Enkheim bei Bergen am 8. Jan. 1839. Wachsmuth, Schichtmeiſter. Samen ⸗ Empfehlung. (34) Das neue Preis Verzeichniß friſcher, echter, in⸗ und ausländiſcher Garten-, Feld⸗, Holz⸗ u. Gras⸗ ſamen, der ſchönſten und neueſten Blumenſaͤmereien, mehrere hundert Sorten der prächtigſten Georginen, und 88 Sorten Kartoffelknollen(worunter die Rohan— Rieſenkartoffel u. a.), die in der Samenhandlung von Sam. Lor. Ziemann in Quedlinburg zu be⸗ kommen ſind, iſt jetzt ausgegeben und wird von Herrn Michael Jung in Friedberg gratis verabreicht. Derſelbe iſt auch erbötig, danach ge— machte Beſtellungen zu beſorgen. Mo nicht grade eilige Expedirung gewünſcht wird, da können auf beſondre Ordre auch ſelbſt kleinere Pakete(gegen mäßige Verguͤtung an den Spediteur) durch ſichere Fuhrgelegenheit nach Hal— berſtadt und Braunſchweig, Halle und Leipzig, Nordhauſen und Caſſel, Magdeburg und Berlin geſchafft und reſp. an dieſen Orten der Poſt über— geben werden. Mehrere tüchtige Bäckergeſellen, (35) welche mit guten Zeugniſſen verſehen ſind, können in hieſiger Stadt dauernde Beſchäftigung finden. Das Nähere bei der Expedition. Fruͤchte-Preiſe hier in Friedberg: Waizen: 13 fl.— kr. Korn: 8 fl. 10 kr Gerſte: 5 fl. 30 kr. Hafer: 3fl.— kr. Erbſen:— fl.— kr. Fruͤchte-Preiſe zu Butzbach: Waizen: 13 fl.— kr.— Korn: 8 fl— kr. Fruͤchte-Preiſe zu Frankfurt, am 7. Jan.: Waizen: 11 fl. 20 kr. Korn:— fl.— kr.— Gerſte: 6 fl. 10 kr. Hafer: 3 fl. 20 kr. Erbſen:— fl.— kr. Fruͤchte⸗Preiſe zu Mainz, am 4. Jan.: Waizen: 12 fl. 27 kr. Korn: 8 fl. 36 kr. Gerſte: 6 fl. 5 kr. Hafer: 3 fl 19 kr. Erbſen:— fl.— kr. Polizei-Taxe fuͤr die Staͤdee Friedberg und Butzbach vom 14. bis 21. Januar 1839. — pf“ Brod Preiſe. Tliedberg Bußsbac. kr. pf. kr. pf. 1 Leib-Roggenbrod 3— 3— 2 7 57 6— 6— 4 7 7 12 5 12— Loth. Loth. — Milchbrod 1 37 14 —[Waſſerweck 14 1 —[Gemiſchtes(Tafel-) Brod i Fleiſch-Preiſe. 5 pf. pf. 1 Ochſenfleiſch 11— 114— „Kühfleiſch 8 2 8— „ Rindfleiſch 811 81— 7 Kalbfleiſch 18 1 +—.— „ Schweinenfleiſch 104 3 10 3 „ Hammellleiſch 7 7 „ Schaaflleiſch 58 „ Wurſt von blos Schweinen 1214— 124— „ Gemiſchte Wurſt 10— 10— „ Bratwurſt 15— 15— „ Schwartenmagen 164— 16— „ Geräucherter Speck 22— 224— „Schinken 15141 14— „ Doörrfleiſch 16— 15— „ Schweinenſchmalz, ausgelaſſen 20— 20— „ dito unausgelaſſen 19— 19— „Nierenfett 194— 19— Hammelsfett r 15— Der großh. heſſ. Kreisrath d. K. F. Küchler. Ein Logis (36) iſt zu vermiethen bei Wagnermeiſter Wil⸗ helm Hanſtein. Ein weißer Pudelhund, (37) welcher ſehr gut behängt und ſtumpf ge⸗ boren iſt, und auf den Ruf Leo hört, iſt von einem Hieſigen am verfloſſenen Samſtag gegen Abend von hier mit nach Dorheim genommen worden und iſt bis jetzt noch nicht wieder da. Man vermuthet da— her, daß dieſer Hund verkauft oder verſchenkt wor— den iſt. Der jetzige Beſitzer wird gebeten, denſelben gegen eine angemeſſene Belohnung an den unter— zeichneten Eigenthümer zurückzugeben. Friedberg den 7. Januar 1839. E. Botſch. Mobilien-Verſteigerung. (38) Dienſtag den 15. d. M., Vormittags um 8 Uhr, wollen die Unterzeichneten 3 Kühe, 1 fettes Schwein, Geſchirr, Holz, Stroh und ſonſtige Haus⸗ 16— geräthſchaften an den Meiſtbietenden öffentlich ver⸗ ſteigern laſſen. Ockſtadt den 8. Januar 1839. Heinrich Neimanns Erben. Eine friſchmelkende Kuh (39) mit dem Sten Kalb, Schweizer⸗Baſtard, ſteht zu verkaufen bei Bürgermeiſter Jehner in Rädgen. Lite ig ri h;; Das in Leipzig bei Reichenbach erſchienene Allgemeine deutſche Converſations⸗ Lexikon iſt noch auf kurze Zeit(bis 1. April) für 18 fl. und bei Vorauszahlung für 16 fl. 36 kr. durch den Unterzeichneten zu beziehen, und ſieht der⸗ ſelbe gefälligen Aufträgen entgegen. Carl Bindernagel. Ga ſt haus ⸗ Empfehlung. Die Eröffnung meiner Gaſtwirthſchaft: Zur ſchoͤnen Ausſicht (40) mache ich andurch meinen Freunden mit der ergebenen Bitte bekannt: mich mit recht zahlreichem Zuſpruch zu beehren. Speiſen und Getränke, werthen Gäſte erwerben. Bergen, den 1. Januar 1839. Ein ſchönes, zweckmäßig eingerichtetes Local mit entzückender Ausſicht, gute ſowie ſorgfaltige und billige Bedienung werden mir die Zufriedenheit meiner W. E. Alisky. Im Dezember 1838 wurden zu Friedberg 151 Getauft. Den 2. Dem Bürger und Schreinermeiſter Wilh. Baumann ein Sohn, Heinrich Chriſtian, geb. den 18. Nov. Georg Philipp Hermann Ludwig, Philipp Heinrich Windecker eine Tochter, Margaretha „ 18. Dem hieſigen Bürger, Küfer und Bierbrauermeiſter Georg Gröninger eine Tochter, Anna Ka— tharina, geb. den 15. Dezember. „ 25. Dem Bürger und Drehermeiſter Ludwig Neiſel ein Sohn, geb. den 15. Dezember. „ 26. Dem Bürger, Metzgermeiſter und Wirth, Philippina Wilhelmina, geb. den 19. Dezember. „ 25. Ein unehelicher Sohn, Chriſtoph, geb. den 14. Dez. „ 30. Dem Bürger und Maurermeiſter, Philipp Wilhelm Holler, eine Tochter, Friederike, geboren den 22. Nov. ee git „ 10. Anna Maria Häfner, weiland Heinrich Häfner, geweſenen Poſtknechts, hinterlaſſene Wittwe, geb. Schäfer, alt 76 Jahre, 1 Monat und 3 Tage, 1 den 8. Margaretha Hildebrand, weiland des hier geweſenen Hirten Bernhard Hildebrand, nachgelaſſene Emmerich Bechſtein, des hieſigen Bürgers, Sattlermeiſters und Schulvorſtehers, Johs Bechſtein ehel. led. Sohn, alt 16 Jahre, 3 Monate und 18 Tage, 7 den 11. Dez. Frau Anna Maria Neiſel, des Bürgers und Drehermeiſters Ludwig Neiſel Ehefrau, geb. Sanger, , 13 ehel. led. Tochter, alt 21 Jahre, 7 Monate nnd 3 Tage, 7 den 10. „ 14 „. alt 42 Jahre, 5 Monate, 1 den 15. Dezember. 2 Eliſabetha Finzel, des hieſigen Bürgers und Webermeiſters Jacob Finzel ehel. ledige Tochter, alt 15 Jahre, 1 Monat und 2 Tage, 7 den 21. Dezember. Gedruckt und verlegt unter Verantwortlichkeit von Carl Bind ernagel in Friedberg. D. In 0, daß es die bieſge ſind, finder die zweite 7 Jahr: ö erehrl. Ab mir beſond mich, oder, werden ste Fr — 3 We mungen J im 5. 3 erſtatten E vermoͤge Erklaru gulativs ſo haben arliche Ich Di Abänder im Hosp Königli ſtreckende