bg. re — 2 2 C h d. K. S chler. 1 5 aufgenom ernagel. — n Intelligenzblatt für die robin berhessen im Allgemeinen, . den Kreis Friedberg und die angrenzenden Bezirke im Beſonderen. M19. Sonnabend, den 11. Mai 5 1339. Warnung fuͤr Wanderer nach Amerika. Gar Viele unſerer Landsleute haben ihr Vater— land verlaſſen, um ihr Glück in dem neuen Erdtheile zu ſuchen. Wir wollen wünſchen, daß ſie dort das erlangt haben möchten, was ſie ſuchten. Bei Mehre⸗ ren derſelben iſt dies bis jetzt leider nicht der Fall geweſen, denn es ſind uns Nachrichten zugekommen, welche unſere Beforgniß, es möchten Manche ſich dort übler betten, als es ihnen hier erging, beſtä— tigten. Wir halten es darum für Pflicht, allen denen, welche einen ſo wichtigen Schritt zu thun beabſichtigen, große Vorſicht anzuempfehlen. Insbe⸗ ſondere wollen wir ſie warnen, nicht jedem Verſpre— chen, welches ihnen gemacht wird, ſofort Glauben zu ſchenken, ſondern vorher ſorgfältige Erkundigung einzuziehen und genau zu prüfen. Wie leicht man getäuſcht werden kann, das beweiſ't uns u. A. fol⸗ gende Nachricht, die uns von glaubhafter Hand zu— gekommen iſt, und die wir unſern Leſern wörtlich milzutheilen für Pflicht halten. „Im vorigen Jahre wurden von Dr. Strecker zu Mainz, angeblich als Agent mehrerer Gutsbeſitzer in Demarara auf Brittiſch Guyana in Weſtindien, in verſchiedenen Gegenden des Großherzogthums Aufforderungen an inländiſche Ackerleute, Handwer— ker und Taglöhner zur Ueberſiedelung nach Guyana verbreitet. Obgleich damals geeignete Verwarnun— gen in öffentlichen Blättern vor dergleichen, jeder Garantie gegen Hintanſetzung der gemachten Ver— ſprechungen entbehrenden, Engagements erfolgt ſind, ſo hat ſich doch eine Anzahl von Perſonen, nament— lich auch aus dem Großherzogthum Heſſen verleiten laſſen, Verträge abzuſchließen, wodurch ſie ſich ver— pflichteten, in Dienſte eines gewiſſen Bernhard Ries zu London die Heimath zu verlaſſen, um über Lon⸗ don nach Guyana auf Koſten des Ries eingeſchifft zu werden. Dagegen hatte ſich Letzterer verbindlich gemacht, die Auswanderer auf der Reiſe und wäh— 3 Jahre, in denen ſie ihm als Lehrlinge zu dienen hätten, mit angemeſſener und hinreichender Nahrung, Wohnung und allem ärztlichen Beiſtande frei zu verſorgen. Eingegangenen amtlichen Nachrichten zufolge hat dieſer Ries die übernommenen Verpflichtungen nicht erfullt, jene Perſonen nicht nur ſchon auf der Reiſe, ſondern auch in London höchſt kuͤmmerlich ernähren und ſie an dem Nothwendigſten Mangel leiden, auch nach erfolgter Landung in England in eine Behauſung führen laſſen, die einem Stalle völlig ähnlich geweſen; ſo daß ſie ſich endlich genöthigt ſahen, den Beiſtand des Königlich Preußiſchen Ge— neral-Conſuls zu London anzurufen, durch deſſen Vermittelung ſich herausgeſtellt hat, daß die Ver— ſprechungen des Ries auf falſchen Vorſpiegelungen und Täuſchung beruhten, indem Ries, ein deutſcher Jude, nur kurze Zeit in London Handel getrieben, und in Folge contrahirten Schulden, ſich im Ge— fängniß befand, ebenſo auch ſich ſein Vorgeben als unwahr herausſtellte, daß die Auswanderer bei ſei— nem Schwager Hollard in Demarara Beſchäftigung finden würden. Ein großer Theil der Auswanderer, worunter 16 Großherzoglich Heſſiſche Unterthanen, entſchloß ſich hierauf zur Rückreiſe in die Heimath, welche ſie auch mit Unterſtützungen des genannten General— Conſuls und anderer Perſonen angetreten haben.“ Was ihrer unter ſolchen Umſtänden für ein Schick— ſal in Guyana gewartet hätte, konnten ſie leicht vorausſehen. „ Kaſſe fuͤr taubſtumme Confirmanden. Für die Predigt des Herrn Profeſſor Sell iſt ferner bis heute eingegangen: Von Darmſtadt und der Umgegend 23 f „ Herrn Decan Thudich um 2%. Friedberg den 8. Mai 1839. Roller. Bekanntmachungen von Behoͤrden. A Bekanntmachung. (439) Montag den 13. Mai 1839, Vormittags 10 Uhr, ſollen in dem Gemeindewald der Gemeinde Hochweiſel in den Diſtrikten kleiner und großer Hausberg nachfolgende Holzſortimente als: 10 4%½ Stecken kiefern Prügel, 3 75 55 Stockholz, a 3) 1192 Stück gemiſchte buchen, eichen und birken Reis— holzwellen, 4) 125„ ſaalweiden, 55„„ erlen und 6) 650„ kiefern Reisholzwellen, 100„ birken Reifſtangen und 90 50 Stück birken Reisholzwellen, für Beſenbinder geeignet, an den Meiſtbietenden verſteigert werden. Der Zuſammenkunftsort iſt am kleinen Hausberg oben dem Steinbruch. Ich erſuche die Herrn Bürgermeiſter der hierauf reflektirenden Orte, dies in ihren Gemeinden bekannt machen zu laſſen.. Hochweiſel den 5. Mai 1839. Der großh. Bürgermeiſter daſelbſt Re ut e v. Arbeits-Verſteigerung. (342) Dienſtag den 21. Mai l. J., Morgens 9 Uhr, ſollen in hieſigem Rathhauſe die für das Jahr 1839 vorgeſehene Pflaſterbauten innerhalb der Stadt einer öffentlichen wenigſtnehmenden Verſteigerung ausgeſetzt werden. Friedberg den 18. April 1839. Der Beigeordnete Bender. Hofraithe-Verſteigerung. (372) Dienſtag den 14. Mai l. J., Morgens 9 Uhr ſoll in hieſigem Rathhauſe die zum Nachlaſſe der dahier verſtorbenen Georg Bretthauer'ſchen Ehe— leute gehörende Hofraithe, beſtehend in halbem Wohn- haus mit Stall, an Philipp Deweil in der Burg gelegen einer öffentlichen meiſtbietenden Verſteige⸗ rung ausgeſetzt werden. Friedberg den 16. April 1839. In Auftrag großh. heſſ. Landgerichts: Der Beigeordnete Bender. Kelter⸗Verſteigerung. (375) Dienſtag den 14. Mai l. J., Vormittags 9 Uhr, ſoll in hieſigem Nathhauſe eine Kelter, wel— che ſich in der Scheune des David und Hirſch Grö⸗ del dahier befindet, einer öffentlichen meiſtbietenden Verſteigerung ausgeſetzt werden. Friedberg den 22. April 1839. In Auftrag großh. heſſ. Landgerichts Der Beigeordnete Bender. Bekanntmachung. (401) Dienſtag den 21. Mai l. J., Nachmittags 2 Uhr, ſoll in hieſigem Rathhaus die der hieſigen Stadt zuſtehende Jagd und Vogelfang in der Stadt⸗ gemarkung, ſo wie auch der Fiſchfang in der Uſa auf 6 Jahre öffentlich meiſtbietend unter den bei der Verpachtung bekannt gemacht werdenden Be— dingungen verpachtet werden. Friedberg den 1. Mai 1839. Der Beigeordnete Bender. Fucht⸗Verſteigerung. (404) Dienſtag den 14. l. M., Nachmittags 2 Uhr, ſollen in hieſigem Rathhaus 50 Mltr. Kern und 30 Mltr. Gerſte von dem vereinigten Armen— fond öffentlich an den Meiſtbietenden verſteigert werden. Friedberg den 1. Mai 1839. Der Beigeordnete Bender. Verſteigerung der bei hieſigem Pfandhaus nicht eingelöſ'ten Pfänder. (405) Mittwoch den 22. Mai l. J., Vormittags 9 Uhr, ſollen in hieſigem Rathhauſe die bei der Verfallzeit in hieſigem Pfandhaus nicht eingelöſ'ten und auch nicht renovirten Pfänder, als Nr. 5143, 5426, 5538, 5927 5959, 6244, 6414, 6419, 6576, 6622, 6651, 6814, 6864, 6909, 6926, 6936, 6954, 6961, 6962, 6965, 7017, 7029, 7037, 7053, 7054, 7059, 7071, 7072, 7095, 7103, 7105, 7106, 7132, 7140, 7150, 7156, 7174, 7191, 7192, 7196, 7197, 7198, 7202, 7203, 7206, 7208, 7220, 7221, 7229, 7232, 7238, 7255, 7259, 7260, 7261, 7263, 7269, 7281, 7286, 7317, 7327, 7329, 7330, 7346, 7347, 7351, 7354, 7357, 7358, 7377, 7378, 7380, 7384, 7385, 7392, 7393, 7402, 7403, 7413, 7420, 7424, 7442, 7446. 7452, 7456, 7460, 7461, 7471, 7481, 7483, 7486, 7492, 7493, 7496, 7506, 7514, 7522, 7537, 7571, 7590, 7592, 7593, 7594, 7600, 7608, 7609, 7612, 7615, 7617, 7622, 7635, 7643, 7662, 7663, 7664, 7666, 7667, 7669, 7673, 7677, 7679, 7684, 7698, 7708, 7709, 7712, 7716, 7719, 7720, 7721, 77 775, 76, 9 86, 8, 77 7748, 7749, 7755, 7758, 7759, 7760, 7761, 7767, 7770, 7777, öffentlich meiſtbietend verſteigert werden. Friedberg den 1. Mai 1839. Der Beigeordnete Bender. Frucht-Verſteigerung. (423) Montag den 13. d. M., Vormittags 11 Uhr, ſollen auf hieſigem Nathhaus vom hochgräflich Rödelheimiſchen Fruchtſpeicher 81 Mltr. Korn, 40„ Gerſte und Hafer verſteigert werden. Muͤnzenberg den 4. Mai 1839. Hitzel. Arbeits-Verſteigerung. (424) Mittwoch den 22. Mai, Morgens 10 Uhr, werden zu Hochweiſel nachſtehende Chauſſir⸗Nund binnen 6 W. arm binn ſe ſunt bei d. hen mise. Darmſta 2 (26) De werden benac an wieder ti pro Centuet Zugleich über 50 Et abholen, ge bis ſechs Dorhei (427) 8 ſollen an Steinfurt ſer⸗, Glaſ. zu 138 fl., den. Koſte dahin auf meters ein Steinf 428) Uhr, ſoll 10 und i als: hießgen kr Stadt, der Uſa den bei den Bt Bender, Kern 1 Armen⸗ derſteigert ender. indhaus zormittags e bei der eingelöͤsten Nr. 5143, 19, 6576, 30, 6954, „, 7054, 6, 7132, 90, 7197 A, WN, 200, 7280, 540, 7347, 380, 7384 120, 7424, 471, 74881, 7514, 7522, 600, 7608, 943, 7062, 77, 7679, 719, 7720, 738, 7742, 761, 7707, gert werden, te Bendel. mittags 11 hochgräflich Hitzel. 015 105 10 U bauſſr⸗ id 1 Bauarbeiten öffentlich an Wenigſtnehmende in Accord gegeben, als: 10 Planirarbeit in der Pfarrgaſſe, 2) Steinbrechen und Fahren, 3) Rinnepflaſtern, 4) Fahrbahn zu fertigen, ſodann 5) eine Mauer um die untern Pferdeſchwenke, 6) Schreinerarbeit im Pfarrhauſe und 7) zwei neue Fenſter in die Kirche. Die großh. heſſ. Bürgermeiſter der Nachbarſchaft werden erſucht, dieſes in ihren Gemeinden zu ver⸗ offentlichen. N Hochweiſel den 6. Mai 1839. Der großh. heſſ. Bürgermeiſter Reuter. Edicetalla dung. (425) Forderungen jeder Art an den Nachlaß des am 18. d. M. geſtorbenen, im gr. Garde! Re⸗ giment Chevauxlegers zu Butzbach geſtandenen Lieut⸗ nants Karl Ernſt Wiener, ſind um ſo gewiſſer binnen 6 Wochen von heute an bei dem unterzeich⸗ neten Commiſſar anzuzeigen und zu begründen, ols ſie ſonſt bei der Erbvertheilung unberückſichtigt blei⸗ ben müſſen. Darmſtadt den 26. April 1839. Der Verlaſſenſchafts-Commiſſär Meyer, Hofg. Secretär. Bekanntmachung. (426) Die Dorheimer⸗Braunkohlen-Conſumenten werden benachrichtigt, daß vom künftigen Montag an wieder trockne Braunkohlenklötze von den Reihen pro Centner 12 kr. zu haben nd. Zugleich bemerke ich, daß für alle die, welche über 50 Etr. im Sommer während der Klötzformerei abholen, gegen gehörige Bürgſchaftsleiſtung, ein vier bis ſechs monatlicher Credit geſtattet werden kann. Dorheinmer- Bergwerk den 6. Mai 1839. Der großh. heſſ. Berginſpeetor A. Storch. Arbeits- Vergebung. (427) Freitag den 17. Mai, Morgens 9 Uhr, ſollen an Ort und Stelle, die an der Kirche zu Steinfurt in 1839 zu fertigende Schreiner-, Schloſ⸗ ſer⸗, Glaſer- und Maurer⸗Arbeiten, voranſchlagt zu 138 fl., an die Wenigſtfordernden vergeben wer⸗ den. Koſtenuͤberſchläge und Bedingungen ſind bis dahin auf der Geſchäftsſtube des großh. Buͤrger⸗ meiſters einzuſehen. Steinfurt den 8. Mai 1839. Für den Kirchenvorſtand: Textor, Pfarrer. Holzverſteigerung. (428) Dienſtag den 14. d. M., Vormittags 10 Uhr, ſoll in hieſigem Gemeindewald Schlag Nr. 15, 1 und in der Hauptſchneiße nachſtehendes Holz, als: 1) 4 Stecken buchen Scheitholz, 900* 15 77 77 Prügelholz, e 5 r 6 5) 5575 Stück buchen Wellen, 6) 850„ birken und eichen Wellen und 7) 275„ nadel Wellen oͤffentlich meiſtbietend verſteigert werden. ſammenkunft iſt am Warthbaum. Die großh. Bürgermeiſter werden erſucht, vor⸗ ſtehende Verſteigerung in ihren Gemeinden gefälligſt bekannt machen laſſen zu wollen. Obererlenbach am 6. Mai 1839. Der großh. heſſ. Beigeordnete Ohmeis. Bekanntmachung. (429) Dienſtag den 14ten Mai l. J., Morgens 9½ Ubr, ſoll in hieſigem Rathhauſe, in Folge einge⸗ legten Nachgebots, die Georg Bopp'ſche Hofraithe und Garten einer anderweitigen öffentlich meiſtbie— tenden Verſteigerung ausgeſetzt werden. Friedberg am 7. Mai 1839. In Auftrag großh. Landgerichts: Der Beigeordnete Bender. Schaafpferch-Verſteigerung. (430) Montag den 12. l. M., Vormittags 11 Uhr, ſollen in hieſigem Rathhauſe zehn Schaafpferche oͤffentlich an die Meiſtbietenden verſteigert werden. Friedberg am 7. Mai 1839. Der Beigeordnete Bender. Frucht- Verſteigerung. (431) Mittwoch den 15. Mai 1839, Morgens 10 Uhr, ſoll auf dem Gemeindehauſe zu Nieder⸗ mörlen von dem Gemeinde⸗Korn 30 Malter verſtei⸗ gert werden. Die Verſteigerungsbedingungen werden vor der Verſteigerung eroͤffnet. Man bittet die Ortsvorſtände um gefällige Veröffentlichung dieſer Bekanntmachung und ladet Kaufluſtige hierzu ein. Niedermörlen am 7. Mai 1839. Der großh. Bürgermeiſter Dey. Die Zu⸗ N Privat⸗ Bekanntmachungen. In Dienſt geſucht (386) wird ein rechtliches Mädchen, welches gut nähen, waſchen und buͤgeln kann, gegen 50 fl. jährlichen Lohn. Wo? ſagt die Expedition d. Bl. Ruhrerſteinkohlen. (395) In der Holzhandlung von Joh. Philipp Müller vor der Kinzigbrücke zu Hanau, ſind nun auch Ruhrerſteinkohlen von der beßten Qualität, in größeren und kleineren Parthieen zu den billigſten Preiſen zu haben. Dampf⸗Walz⸗Muͤhle bei Mainz. (417) Unter der Firma C. Hauck& Comp. hat für hier eine Commiſſions⸗Niederlage in Gries und allen Sorten Dampfwalzmehl bei mir errichtet und da deren Einrichtung ſo getroffen iſt, daß nicht nur eine anerkannte vorzügliche Qualität, ſondern auch ein bedeutendes Quantum produciren können, ſo ſind ſie ſowohl zur Lieferung von Belang, wie zur Allementirung regelmäßiger Conſumenten zu jeder Jahreszeit befähigt. Das Walzmehl iſt vollkommen frei von erdigen und ſonſtigen Theilen. Da das Getreide trocken gemahlen wird und bei der Mahlung keine Erhitzung erleidet, ſo darf das Mehl ohne Gefahr aufbewahrt werden. Zu Aufträgen im Großen, wie auch im Detail— Verkauf, empftehlt ſich Friedberg den 1. Mai 1839. 5 50 Chr. Hecht. Einladung z. Pfingſtmarkte zu Bergen. (420) Dienſtag den 14. und am Pfingſtmontage, den 20. Mai, bei Gelegenheit unſers Pfingſtmarktes trifft man im Locole der ſchönen Ausſicht zu Bergen um Ein Uhr Table d'hoôte bei Harmonie⸗ muſik und Abends Tanzbeluſtigung an. Für gute Speiſen und Getränke bei prompter und billiger Bedienung iſt der Unterzeichnete bedacht und ladet daher zu dieſem ländlichen Feſte hiermit ergebenſt ein. W. E. Alisky. Ein vollſtändiges Logis (432) hat zu vermiethen Ambroſius Oberländer, Schmidtmeiſter. f Empfehlung. (433) Unterzeichnete empfiehlt ſich im Kochen, Bügeln, Waſchen und in ſonſtigen weiblichen Arbeiten und bittet um Berückſichtigung. Friedberg den 8. Mai 1839. Philippine Reuß, wohnhaft bei Maurermeiſter Holler. Ludwigsbad zu Darmſtadt. (434) Nachdem ich in dem hieſigen Ludwigsbade die ſ. g. Nuſſiſche Waſſerdampf⸗Badeanſtalt, ver⸗ bunden mit kaltem Strahl-, Sturz⸗ und Regenbade, einige Zeit gegen rheumatiſche Beſchwerden mit dem beßten Erfolge gebraucht habe, bringe ich mit Ver⸗ gnügen meine, bei dieſer Gelegenheit gewonnene r Ueberzeugung zur öffentlichen Kenntniß, daß dieſes Unternehmen des Herrn Hofchirurgen Warthorſt ſehr zweckmäßig, bequem und geſchmackvoll einge⸗ richtet iſt. Darmſtadt den 2. April 1839. Dr. Ritgen, Gr. Heſſ. Geh. Medicinalrath und Prof. d. Mediein. . Im Jahre 1819 bekam ich einen heftigen Anfall! von Gicht, der vier Monate dauerte, und in Folge deſſen meine linke Hand ſteif und unbrauchbar blieb Ein weiterer Gichtanfall, der mich vor zwei Jahren beſtel, und ebenfalls vier Monate dauerte, raubte mir auch den vollſtändigen Gebrauch der rechten Hand. Ich gebrauchte hierauf das Dampfbad des Hrn. Hof⸗ chirurgen Warthorſt. Nach etwa 18 Bädern erhielt ich den Gebrauch der linken Hand wieder, die rechte hatte ſich ſehr gebeſſert, und iſt nun, nachdem ich in dieſem Frühjahr den Gebrauch der Dampfbäder wie⸗ der angefangen habe, ebenfalls vollſtändig wieder ö hergeſtellt.— Ueberhaupt wirkt das Dampfbad bei alten Leuten höchſt wohlthaͤtig, weil es dem Körper die frühere Gelenkigkeit wiedergibt. Auch auf Ver- beſſerung und Stärkung meiner Augen war das Dampfbad von ſo auffallend heilſamer Wirkung, daß ich meine frühere Brille, welche für meine Augen zu ſchwach wurde, jetzt wieder gebrauchen kann. Dieſe an mir ſelbſt erprobten Wirkungen des Dampfbades zu veröffentlichen, halte ich für eine Pflicht gegen alle diejenigen, die an ähnlichem Uebel leiden und Hülfe dagegen ſuchen. Darmſtadt den 11. April 1839. f du Hall, Obriſt. Schon ſeit anderthalb Jahren litt ich an Kopf⸗ gicht, welches Uebel ſich namentlich im letzten Winter wieder ſo ſtark bei mir einſtellte, daß ich den heftigen Schmerzen unterliegen zu müſſen glaubte. Alle ärzr⸗ liche Hülfe und angewandte Mittel blieben ohne Er⸗ folg und meine Lage war die ſchrecklichſte! An der Grenze der Verzweiflung nahm ich dann meine letzte Zuflucht zu dem dahier von Herrn Hofchirurg Wart⸗ dorſt etablirten Dampfbade. In den erſten 28 Tagen, wo ich dieſe Bader gebrauchte, fand ich in⸗ deſfen nicht die gewünſchte Linderung meiner Krank⸗ heit, ſondern im Gegentheile, die Schmerzen wurden zeitweiſe heftiger und ſtiegen aufs höchſte. Erſt nach dem Genuß des 16. Bades fühlte ich zu meiner großen Freude, daß das Uebel im Abnehmen war. Von da an nahm nun auch mein Geſundheitszuſtand, mit jedem Tage merklich zu, ſo daß ich, nachdem ich 28 Bader geuommen hatte, mich vollig hergeſtellt fand. Gott, und Demjenigen, der eine ſo heilſame⸗ Anſtalt ins Leben gerufen hat, vielen Dank!— Vorſtehendes zur öffentlichen Kenntniß zu bringen, fühle ich mich innigſt verpflichtet, indem die Einrich⸗ tung und Anwendung dieſer Bäder, ſo wie deren heilſamen Folgen, und die damit verbundene lobens— werthe Behandlung der Badegäſte, jedem Leidenden nicht genug empfohlen werden können. Darmſtadt im September 1838. Charlotte Lombard. Ludwigsſtraße bei Hr. Buchbinder Büchler. (360) lige elehen bete Ei (an) hu (0) 30 witigen Pub Aus ic wi und be mi werde mich gutes und g Friedbe (409)! gut aſſort Ganz fein Geſchel ditto Nr. ditto Nr. Ordinar Guted in dal un n(435) dal Jahre raubte mit den Hand Dru. Hof, ern erhielt f die rechte dem ich in dader wie⸗ dig wieder Nyfbad dei em Körper 6 auf Ver⸗ war das ckung, daß kann. ungen des Y für eine ſchem Uedel Obriſt. an Kopf. ten Winter den heftigen Alle rz; n ohne Er de! An dei meine letzte turg Wart⸗ erſten 28 ind ich in⸗ Kranf⸗ n wurden Erſt nach zu ſo heilſame 7 b anl. zu bringen, die Einrich⸗ wie deren ene lobens⸗ Leidenden 8 b. et Buͤchlet. Verſicherung gegen Hagelſchaden. Beim Beginnen des Sommers erlaube ich mir, die benachbarten Herrn Landwirthe darauf auf⸗ merkſam zu machen, daß ich eine Hülfsagentur der Hagelſchaden-Verſicherungs„Geſellſchaft für Deutſchland zu Greußen(früher Doöllſtaͤdt und Gotha) übernommen habe. Indem ich mich bereit erkläre, jede gewünſchte Auskunft über dieſes für jeden Landwirth ſo wohl- thätige Inſtitut und deſſen Verfaſſung zu geben, bemerke ich nur, daß die Direction die Prämie fuͤr die hieſige Gegend bei Halmfrüchten auf/ Procent, bei Oelgewächſen auf 1¼ Procent der Verſicherungs— ſumme feſtgeſetzt hat, und daß die Geſellſchaft ſich einer ſolchen Ausdehnung erfreut, daß ſie im ver⸗ floſſenen Jahre beinahe 19, 000 Mitglieder zählte, welche über 19,000,000 fl. verſichert hatten, und daß dieſelbe im Stande war, ohne beſonderen Zu ſchuß für Hagelſchaden die Summe von mehr als 170,000 fl. zu zahlen. Dorheim im Mai 1839. Dr. Jaup. 50— 60 fl. (436) liegen in der Kirchenkaſſe zu Boͤnſtadt zum Verleihen bereit. Pabſt, Kirchenrechner. Eine Frucht-Fegmühle (437) hat zu verkaufen E. Altmannſperger. Empfehlung. (438) Ich beehre mich einem hieſigen und aus— wärtigen Publikum die ergebenſte Anzeige zu machen, daß ich wieder meine Bierbrauerei errichtet habe, und bei mir Bier Faßweiſe zu erhalten iſt. Ich werde mich bemühen meinen wertheſten Abnehmern gutes und geſchmackvolles Bier zu liefern. Friedberg im Mai 1839. Anton Burck, Küfer⸗ und Bierbrauermeiſter. Mehl ⸗ Empfehlung. (409) Unterzeichneter empfiehlt ſich mit ſeinem gut aſſortirten Mehl- Vorrath. Ganz ſein geſchwungenen Blumenvorſchuß Nr. 1 das 14 Geſcheid, 2¼ Pfund wiegend, à kr. ditto Nr. 2 1245 ditto Nr. 3 14 Ordinär Weißmehl das Geſcheid 9. Gutes Roggenmehl, die Meſt 18 Pfd. wiegend 56 Schwarzmehl, die Meſt N Roggenkleie, die Meſt* Waizenkleie, die Meſt 16 Geſpaltene Erbſen, vorzüglich gute, das Geſcheid 14 Erbſen, das Geſcheid 7.6 Linſen, das Geſcheid 9 139 — Das Pfund weiße ſeligenſtädter Bohnen 5„ Waizen-Gries 75„ Hafer Gries 5 „ deutſchen Kleeſamen 16 Vorzüglich guten Leinſaamen, die Meſt 1 fl. 45 Grün⸗Korn zu Suppen, das Pfd. 9 Ich bemerke hier noch, daß ich alle Gattungen Früchte als Zahlung annehme. Friedberg den 1. Mai 1839. LN a elt, Frucht- und Mehlhändler, auf der breiten Straße in der Behauſung des Herrn Stadtrath Supp. 3½ 7 SAA Früchte⸗Preiſe hier in Friedberg: Waizen: 11 fl.— kr. Korn: 7 fl. 15 kr. Gerſte: 5fl. 30 kr. Hafer: 3 fl.— er. Erbſen:— fl.— kr. Fruͤchte⸗Preiſe zu Frankfurt, am 6. Mai: Waizen: 10 fl. 45 kr. Korn:— fl.— kr. Gerſte: 6 fl.— kr. Hafer: 3 fl. 15 kr. Erbſen:— fl.— kr. Fruͤchte-Preiſe zu Mainz, am 3. Mai: Waizen: 10 fl. 10 fr. Korn: 7 fl. 30 kr. Gerſte: 5 fl. 34kr. Hafer: 3 fl. 26 kr. Erbſen:— fl.— kr. Polizei-Taxe fur die Staͤdte Friedberg und Butzbach vom 12. bis 19. Mai 1839. iedberg Butzbach. pfo“ Brod-Preiſe. 4 5 7 0 kr. pf, kr. pf. 1 Leib-Roggenbrod 2 ö 2 3 2 7 77 5 2 5 2 1* 1111(11— Loth. Lotb. — Milchbrod i —[Waſſerweck 1 —(Gemiſchtes(Tafel-) Brod 25 Fleiſch-Preiſe. pf pf. 1 Ochſenfleiſch 114 111— „Kühfleiſch 82 8— „ Rindfleiſch 72 1 „ Kalbfleiſch 6 1— 6— „ Schweinenfleiſch 10 05 102 „ Hammellleiſch 81— 81— „ Schaaflleiſch„553 „ Wurſt von blos Schweinen 121 2 124— „Gemiſchte Wurſt 10— 10— „ Bratwurſt 15— 15— „ Schwartenmagen 1460 16 A „ Geräucherter Speck 22 2 „ Schinken 15— 1 „ Dörrfleiſch 16— 16— 7 Schweinenſchmalz, ausgelaſſen 201— 20— 5 dito unausgelaſſen 18— 18— „ Nierenfett 1s Hammelsfett 4 15 1— Der großh. heſſ. Kreisrath d. K. F. Küchler. * mann, als auch für Schulen., ee 9 7 Den 21. 28. 28. 25. Im April 1839 wurden zu Friedberg 1) Getraut 5 Chriſtoph Häfner, des auf hieſiger Poſt geweſenen Knechts Jakob Häfner nachgelaſſener ehelicher Sohn und Maria Erhard, des hier verſtorbenen Bürgers und Schuhmachermeiſters Chriſtoph Erhard nachgelaſſene eheliche Tochter. Johannes Balzer, Bürger und Poſtknecht dahier, des Kirchenälteſten Johannes Balzer zu Ernſt⸗ hauſen im Churfürſtenthum Heſſen ehelicher Sohn, und Maria Katharina Boller des weiland hieſigen Bürgers und Oekonomen Georg Boller nachgelaſſene eheliche Tochter. Heinrich Dienſtbach, Bürger und Gaſtwirth, des weiland hieſigen Bürgers und Zimmermanns Jakob Dienſtbach ehelicher Sohn, und Frau Henriette Gertrauda Maria, des hier verſtorbenen Bürgers und Weißbindermeiſters J. Georg Zimmermann nachgelaſſene Wittwe, geb. Schmidt. (Zu Darmſtadt kopulirt.) Herr Johann Peter Hauß, Seconde-Lieutenant im 2. Bataillon des 4. Infanterie-Regiments, des penſtonirten großh. Hauptmanns Herrn Georg Haus ehelich lediger Sohn, und Jungfrau Chriſtina Katharina Keim, des Majors im großh. 1. Infanterie-Regiment, Herrn Carl Keim ehelich ledige Tochter. 1 27 Gert auß aͤrz. Dem hieſigen Buͤrger und Schneidermeiſter Johannes Pauly ein Sohn, Heinrich Wilhelm, geb. den 20. März. 8 Dem hieſigen Bürger und Schreinermeiſter Friedrich Frank ein Sohn, Johann Auguſt, geb. den 22. März. Dem hieſigen Bürger und Handelsmann Heinrich Wilhelm Hatteroth eine Tochter, Johanna Eliſabetha, geb. den 7. März. e Bürger und Schuhmachermeiſter Emmerich Füller ein Sohn, Leonhard, geb. den 29. März. Dem hieſigen großh. Kreisgeometer Georg Bindernagel eine Tochter, Caroline Wilhelmine Helena Juſtine, geboren den 20. März. Eine uneheliche Tochter, Katharina Eliſabetha, geboren den 5. d. M. Dem großh. Speicher- und Salzmagazinsverwalter Martin Sehrt ein Sohn, Ferdinand, geb. den 27. März. Dem hieſigen Bürger und Buchbinder Philipp Preußer ein Sohn, Philipp Wilhelm Guſtav, geb. den 2. d. M. deer d Peter Engel, des hieſigen Bürgers, Metzgermeiſters und Wirths Peter Engel eheliches Söhnchen alt 5 Monate und 20 Tage, f den 7. d. M. Wilhelm Kahres, der Philippina Kahres Söhnchen, alt 2 Jahre 6 Monate, 5 den 12. d. M. Ernſt Carl Sell, des großh. Profeſſors und Stadtpfarrers Herrn Friedrich Chriſtian Wilhelm Carl Sell eheliches Soͤhnchen, alt 2 Jahre, 1 Monat und 5 Tage, 7 den 14. d. M. Frau Anna Maria Eliſabetha Rink, des hier verſtorbenen Burgapothekers Herrn Balthaſar Ernſt 9909 nachgelaſſene Wittwe, geb. Riefer, alt 58 Jahr, 9 Monate und 21 Tage, 7 den 20. d. M. ö Johann Heincich Strack, Tambour im 2. Bataillon des 4. Infanterie-Regiments, von Romrod gebürtig, alt 20 Jahr, 7 Monat und 7 Tage, 1 den 24. d. M. Ein unehelicher Sohn, Carl, alt 3 Monate und 3 Tage, 1 den 28. d. M. Gedruckt und verlegt unter Verantwortlichkeit von Carl Bindernagel in Friedberg. Bei C. Bindernagel in Friedberg iſt vorräthig: Methode nebſt beigeſetztem Fingerſatze. 1.— 5. Horr, P., praktiſche Klavierſchule enthaltend: die Heft. à. 54 kr. nöthigen Vorübungen, Tonleitern, Cadenzen und ie in unſere rache gebräuchlichen Präludien nebſt einer Sammlung leichter und Wee e e f 9. 1 remdwörter, mit Angabe ihrer Ausſprache, ihrer kurzer. 1 5 4 5 Roa, 15 Warpe und Erklärung, in alphabetiſcher neueren Opern von Mozart, Weber, Roſſini, Au⸗ 1 ansgebtch ür Jeder ber, Meyerbeer, Bellini, Herold u. a. entnommen, ine ee e und nach einer zweckmäßig ſtufenweiſe geordneten Dem hieſigen großh. Bauaufſeher Konrad Wißmann ein Sohn, Wilhelm Friedrich, geb. den 15. Mä s Jem id bdun Vert ming ah de ff ber Lal Frie Alles (Cuioſtäte 2222 2 3 ) der Verfa