dperg un uguſt 1839. — dberg Bußdut 1843 19— 1617 118— 15 /r ermuntern mögen. , K. ermuntern mögen Intelligenzblatt für die N 1 3 Lrovins Vberhessen im Allgemeinen, den Kreis Friedberg und die angrenzenden Bezirke im Beſonderen. 2 Sonnabend, den 10. Auguſt 0 1339. eee So eben iſt ein neues Büchlein erſchienen, das folgende beide Titel an ſeiner Stirne trägt: Yuſſuf⸗Paſcha und Lord Palmerſton oder die Bad⸗Salzhaͤuſer Punctationen. Nebſt wich—⸗ tigen Revelationen und Beitraͤgen zur Ge— ſchichte des ſiebenjaͤhrigen Krieges und der gegenwaͤrtigen orientaliſchen Wirren. Auch unter dem Titel: Fuͤnfhundert Gulden fuͤr die Unabhaͤngigkeit des Vicekoͤnigs von Aegypten, oder Graf Puttli— poflipotolski und der Studioſus der Welt— weisheit Frohlieb im Conflict mit dem Schnei— dermeiſter Knipſcher im Bade zu Salzhauſen. Von einem alten Penſionaͤr.(Druck und Verlag von C. Bindernagel.“) Wir glauben daſſelbe in doppelter Hinſicht un— ſern Leſern empfehlen zu können. 1) weil es hu⸗ moriſtiſcher Natur iſt und der Menſch dann und wann in ſich das Bedürfniß fühlt, ſey es über frem⸗ den oder über eigenen Humor ſein Zwerchfell durch Lachen etwas zu erſchüttern, und 2) weil die Haupt⸗ handlung in unſerer Wetterau ſpielt, der Herr Ver— faſſer darum auch vorzugsweiſe die Wetterauer im Auge hat und ſie nicht ganz ohne Moralia weg— gehen läßt. Was den erſten Punkt betrifft, ſo wol⸗ len wir unſern Leſern hier zvei Stellen aus dem Werkchen ſelbſt mittheilen, welche das Geſagte nicht mur belegen, ſondern auch zum Leſen des Ganzen II. ——. Am ſpäten Abend deſſelbigen Tages, gerade zu Stunde, da die Schnurren oder Pudeln in Gießen *) Daſſelbe koſtet 36 kr. von Wirthshaus zu Wirthshaus wanderten und über— all, wo das Biergeſumſe der den verſchiedenen Wiſſen— ſchaften befliſſenen Jugend ertönte, die Feierſtunde verkündigten(welche Stunde[Feierſtunde genannt wird, wie lucus a non lucendo, das heißt weil nach ihr die Studentengottheiten— Vulkan, der Gott der Tabakspfeife, Bacchus, der Gott der Weinwitze, und Cereviſius, der Gott der Bierwitze— nicht mehr gefei— ert werden ſollen), zu dieſer Stunde trug es ſich zu, daß aus einem der Carcerfenſter eine menſchliche Geſtalt heraus balancirte, und ſich leiſe, leiſe an dem Zipfel eines zerſchnittenen und an einander ge— knüpften Bettuches zur Erde nieder ließ— welches halsbrechende Manövre im Mondenſcheine gar ſchauer— lich anzuſehen war. Als dieſe Geſtalt,(wie der Leſer merkt, war es die des Studioſus der Welt— weisheit Frohlieb) noch etwa acht bis neun Fuß von der Erde entfernt war, wollte eben eine Perſon, welche einen großen dreieckten Hut auf dem Kopf ſitzen hatte und einen andern vor ihr hergehenden Menſchen am Rockzipfel feſthielt, unter ihr hinweg— ſchreiten mit den Worten: — Marſch, du Schelm, auf die Polizeiwache! Frohlieb, welcher meinte, dieſe Worte gälten ihm. ließ aus Schrecken den Zipfel des Tuches fahren. Er fiel, aber nicht auf die Erde, ſondern auf die Naſe desjenigen, deſſen Worte ihn ſo ſehr erſchreckt hatten. Der große dreieckte Hut ſchob ſich dem Letz— tern über die Augen herab und der Student machte mit Entſetzen die Entdeckung, daß er auf dem Rücken eines Polizeidieners ſaß, deſſen Kopf zwiſchen ſeinen Beinen ſteckte. — Alle Teufel, was iſt denn das für ein Eſel, auf dem ich reite! rief Frohlieb. — Prrrr.... Alle gute Geiſter loben Gott den Herrn! Ziehe von mir Satan! ſchrie der Poli— zeidiener, wickelte ſich aus Frohliebs Beinen los und lief davon. — — O mein rettender Engel, den mir der gnä⸗ dige Himmel zur guten Stunde von ſeinen Höhen herabgeſchickt hat, nimm meinen Dank! rief die an⸗ dere Geſtalt, welche nicht davon gelaufen war, und ſchloß unſern Flüchtling in die Arme. — Mein Herr, zum Guckguck, ich habe für der⸗ gleichen Ceremonien keine Zeit übrig! ſagte Frohlieb, indem er ſich von dem Fremden losmachte und ſich zur Flucht anſchickte. Laſſen Sie mich los, daß ich davon komme. Wenn mir ein Schnurre auf die Hacken kömmt, ſo bin ich für die Hühner und kann ſo lange auf dem Carcer brummen, bis ein unbekann⸗ ter Onkel aus Amerika kömmt und mich zu ſeinem Uuverſalerben einſetzt, was, nach dem gewöhnlichen Lauf der Dinge zu urtheilen, ſobald wohl nicht ge— ſchehen möchte. — Ha, fuhr der Fremde fort: ſo finde ich in Ihnen nicht nur einen Retter, ſondern auch einen Unglücksgefährten! So wiſſen Sie denn, daß auch ich mit der Juſtiz zerfallen bin, daß auch ich hin— reichend gegründete Urſache habe, mich aus dem Staube zu machen. Derjenige, aus deſſen Gewalt mich Ihre zu ſo ſchicklicher Zeit ſtattgefundene Nieder— fahrt vom Himmel befreit hat, war ein Polizeidiener, der im Begriffe ſtand, mich auf die Polizeiwache abzuführen. — Kommen Sie, kommen Sie, mahnte der flie— hende Philoſoph. Der Geſpenſterglaube iſt heut zu Tage nicht mehr ſo feſt gewurzelt, daß wir nicht alsbald eine Rückkehr unſeres erſchrockenen Polizei— dieners zu fürchten hätten. Bald hatten beide das Seltſerthor im Rücken und wanderten rüſtig auf der Chauſſee gen Frankfurt. — Wer ſind Sie denn eigentlich? fragte Froh— lieb nach einer Weile ſeinen Begleiter. Haben Sie auch Schulden, oder haben Sie einen Pedellen, einen Polizeidiener oder eine ſonſtige obrigkeitliche Perſon geholzt? — Ich bin ein polniſcher Emigrant, ich bin der eben ſo unglückliche als berühmte Graf Puttlipofli— potolski, erwiederte der Andere, indem er ein ſchmutzi⸗ ges Bändchen aus ſeiner Rocktaſche hervorzog und ſolches gleichſam zur Unterſtützung ſeiner Anſprüche auf die erlauchte Qualität, an dem einzigen Knopf⸗ loche ſeines Rockes befeſtigte, das nicht ausgeriſſen war. Leider fuhr er fort, iſt mir vor ſchon gerau— mer Zeit von einem Handwerkspurſchen mein Paß geſtohlen worden, und ſo kommt es, daß ich an allen Orten mit der Polizei in Conflict gerathe, während der diebiſche Handwerkspurſche als Graf Puttlipofli⸗ potolski in der Welt herumreiſ't und die Huldigungen der Großen und Angeſehenen empfängt. Wollte ich in mein Vaterland zurückkehren, ſo würde man mir unſtreitig den Kopf abſchlagen, weßhalb ich es vor⸗ ziehe, lieber in der Fremde zu bleiben. So treibe ich mich denn in der Welt herum und ſuche auf Unkoſten Anderer meine Glücksumſtände ebenſo wie⸗ der herzuſtellen, wie man ſie mir ungerechter Weiſe 226 zerſtört hat. Was ſollte ich auch in meiner Heimath anfangen, ſelbſt wenn Rußland nicht ſeinen größten Triumph hineinſetzte, mich an einem meiner eigenen Meine ungeheueren Güter, aus denen ich leicht ein kleines Königreich hätte Paläſte aufzuhängen! bilden können, ſind confiscirt, und meine jährlichen Revenüen von 10 Millionen Gulden bezieht nun⸗ mehr die Krone. Ja mein Herr, ich habe den Wechſel der Gluͤcksumſtände erfahren;— denn in dieſem Augenblicke habe ich auch nicht über einen koburger Groſchen zu disponiren. — Lüge Du und der Teufel! dachte der vor ſeinen Glaͤubigern fliehende Jünger der Weltweis⸗ heit und heftete einen ſehr zweifelhaften Blick auf die Geſtalt ſeines Gefährten, deren Aeußeres— ſoviel das bleiche Mondlicht erkennen ließ— ſich in einer wo möglich noch aufgelös'teren Verfaſſung befand als das unſeres Studenten. Item, fuhr dieſer in ſeinen Meditationen fort, iſt er auch kein Graf, ſo iſt er doch ein Ritter, nämlich ein Ritter des Glücks, und da ich in meiner dermaligen Lage ebenfalls keine andere und ſolidere Reſſource mehr habe, als das Glück, ſo paſſen wir Beide ganz vortrefflich zu einander. Und ſo wanderten Beide in der Nacht dahin. ** s Wenn Du an einem Sommerſonntage des Nach— mittags irgend einem Orte der Wetterau nahſt, wo Dir ſchon aus der Ferne ein jubelndes Murmeln verkündet, hier haben der artige Wirth, reine und billige Getränke und die Gunſt der lachenden Sonne die Elite der tanz-, wein⸗ und muſikliebenden Wet⸗ terauer verſammelt, und wenn Du dann die tändeln⸗ den Fugen eines ſtrauß'ſchen oder lanner'ſchen Wal— zers an Deinem Ohre vorüberrauſchen hörſt: ſo kannſt Du d'rauf ſchwören: — Dort ſind die Kaicher Muſikanten! — Willſt Du an einem Sommerſonntage ein Wetterauer Feſt heimſuchen, Du biſt aber noch zwei— felhaft, wohin Du Dich wenden ſollſt, ob nach dem Oſſenheimer Wäldchen oder dem Schwalheimer Brunnen u. ſ. w. ſo frage nur: — Wo ſind die Kaicher Muſikanten? 5 Ihr glücklichen Kaicher Muſikanten! Freude iſt das Element, in dem Ihr lebt und Euch bewegt. Liebliche Harmonien athmet Ihr. Die Sphäre, die Euch umgibt, iſt mit Luſt erfüllt, und wer den Kreis, der Eure Sphäre umgrenzt, überſchreitet, verfällt Eurer Herrſchaft, die unwiderſtehlich zu jubeln und zu tanzen gebietet. Stets auf dem Höhepunkte des Lebens, auf der Freude, thronend, alle Luſt, die der Augenblick gebietet, erfaſſend und feſthaltend, unbekümmert um Morgen und unbekannt mit dem grämlichen Ernſte des Lebens, verſcheucht Ihr die Trauer, wie der grauende Morgen das Geſpenſt!— Ihr habt nur Hochzeiten geſehen und nie einen Leichenzug. 3 Dana Aptil be Märkte 61 Deenſag laber d. 9, Bequeme gebagt werden Lidda det Verſteig (801) Mo mülags um! ſhen Etvole luen auf de 2. Dibiſſon, Vuſſeigerung Muureratbe Zinneratbe Schreinerar Sohloſsetarb Glaberatbei Spengletar Weißbinde Dachdecker Buß he (N 2 Ur, fl b Hieroniuuz dem Pfarr Schreiner, an die W Fried. maligen *. Lage g ſcurce mehr Beide ganz acht dahin. ge des Nach au nahſt, w des Murme elne Und nden Sonne denden Wet⸗ die tändeln⸗ zuſchen Wal⸗ horst! ſo ſonntage ein er noch zwei d nach dem Schwalheimer Freude iſt Euch bewegt. Sphäre, die und wer den Uberſchreitel, lich zu jubeln 1 Hoͤhepunkt alle Luſt, die d feſthaltend, ucht Ihr die Geſpenſt!— d nie kiel — Kaſſe für taubſtumme Confirmanden. Von Herrn Pfarrer Manchot in Nidda für 4 Expl. Sell's Predigt ic. 48 kr. Friedberg. C. Binder nagel Bekanntmachungen von Behoͤrden. N Bekanntmachung. r (760) Nachdem der Gemeinde Burkhards, Krei⸗ ſes Nidda, die Abhaltung dreier Vieh⸗ und Krä⸗ mermärkte gnädigſt geſtatket worden iſt, ſo wird ſolches mit dem Bemerken zur offentlichen Kennt⸗ niß gebracht, daß 5 5 1) Dienſtag und Mittwoch der letzten Woche im October, 2) Dienſtag und Mittwoch der zweiten Woche im Juni, 3) Dienſtag und Mittwoch der letzten Woche im April die Märkte jährlich abgehalten, der erſte Markt aber Dienſtag und Mittwoch den 29. und 30. Oc⸗ tober d. J. ſtattfinden, und für alle Bedürfniſſe und Bequemlichkeiten der Käufer ſowie der Verkäufer geſorgt werden wird. Nidda den 16. Juli 1839. Der großh. heſſ. Kreisrath Seitz. Verſteigerung von Baureparaturen. (801) Montag den 19. Auguſt d. J., des Vor⸗ mittags um 10 Uhr, ſollen nachſtehende, in der hie⸗ ſigen Cavaleriecaſerne vorzunehmende Baurepara⸗ turen auf dem Büreau des Verwaltungsraths der 2. Diviſion, Garderegiments Chevaurxlegers mittelſt Verſteigerung in Accord gegeben werden. Maurerarbeit, voranſchlagt zu 1 fl. 52 kr. 581 Zimmerarbeit„ 36„ Schreinerarbeit 29%— 1 Schloſſerarbeit 1215„ 47„ Glaſerarbeit 122, 12„ Spenglerarbeit 55 9752, Weißbinderarbeit, Dachdeckerarbeit 89 Summa 2532 fl. Butzbach den 6. Auguſt 1839. In höherem Anftrag: Cellarius, Unterquartiermeiſter. Arbeits ⸗Verſteigerung. (802) Dienſtag den 13. Auguſt, Vormittags 9 Uhr, ſoll in der Behauſung des Herrn Gaſthalter Hieronimus zu Friedberg die Reparaturarbeiten an dem Pfarrhaus zu Vilbel, beſtehend in Maurer“, Schreiner-, Schloſſer⸗, Glaſer⸗ und Weißbinderarbeit an die Wenigſtnehmenden vergeben werden. Friedberg den 5. Auguſt 1839. Der großh. heſſ. Kreisbaumeiſter Rhumbler. 227 Brückenbauarbeiten. (803) Mittwoch den 28. Auguſt, Vormittags 10 Uhr, werden zu Obermörlen die zur Erbauung einer aus drei Bogen über die Uſa daſelbſt führenden maſſiven Brücke erforderlichen Arbeiten und Mate- riallieferungen als: Maurerarbeit voranſchlagt zu 1204 fl. 47 kr. Materialien hierzu 1940% 6 Steinhauerarbeit eee, Schloſſerarbeit 232,— Weißbinderarbeit 0 e Summa 9743 fl. 19 kr. an die Wenigſtnehmenden öffentlich vergeben. Plan, Voranſchlag und Steigbedingungen liegen auf dem Büreau des Unterzeichneten zur Einſicht offen. Friedberg den 6. Auguſt 1839. Der großh. heſſ. Kreisbaumeiſter a Rhumbler. Arbeits-Verſteigerung. (804) Donnerſtag den 22. Auguſt, Vormittags 11 Uhr, ſollen in Altenſtadt bei Gaſthalter Holz— apfel die zur Aufführung zweier Kanäle auf der Staatsſtraße von Ilbenſtadt nach Selters nöthigen Maurer- und Steinhauerarbeiten öffentlich an den Wenigſtnehmenden in Accord gegeben werden. Friedberg den 6. Auguſt 1839. Der großh. heſſ. Kreisbaumeiſter Rhumbler. Arbeits-Verſteigerung. (805) Montag den 19. Auguſt, Vormittags 11 Uhr, ſoll zu Butzbach bei Gaſthalter Joutz die Lie⸗ ferung von Deckplatten aus den Rockenberger Sand⸗ ſteinbrüchen und die Maurerarbeit zur Wiederauf⸗ führung eines Canals bei Butzbach an die Wenigſt⸗ nehmenden vergeben werden. Friedberg den 6. Auguſt 1839. Der großh. heſſ. Kreisbaumeiſter Rhumbler. Mobilien ⸗Verſteigerung. (806) Die zu dem dahier befindlichen Nachlaſſe des im Rhein ertrunkenen israelitiſchen Lehrers Da⸗ vid Beran aus Lüſche, in Böhmen, gehörigen Effek⸗ ten, worunter ſich insbeſondere Kleidungsſtücke und namentlich mehrere Dutzend Hemden befinden, ſollen Montag den 19. d. M. auf dem Gemeindehaus dahier gegen baare Zahlung oͤffentlich verſteigert werden. Der Anfang iſt Vormittags 8 Uhr. Bönſtadt den 7. Auguſt 1839. Der großh. heſſ. Bürgermeiſter Geibel. Verſteigerung von Chauſſirarbeiten. (807) Mittwoch den 14. d. M., Vormittags 9 Uhr, ſoll das Chauſſiren und Fertigen der Banquette auf dem Vicinalweg von Oſſenheim bis zur Flore ſtädter Grenze auf eine Länge von ungefaͤhr 450 — 228— Klaftern in einzelnen Abtheilungen öffentlich wenigſt⸗ bauung der Kanäle auf der Provinzialſtraße von nehmend veraccordirt werden. Die Zuſammenkunft iſt bei der Ziegelhütte dahier. Die großh. Bürgermeiſter des Kreiſes Friedberg werden erſucht, dieſes in ihren Gemeinden bekannt machen zu laſſen. Oſſenheim den 8. Auguſt 1839. g Der großh. heſſ. Buͤrgermeiſter Keller. Bekanntmachung. (808) Mittwoch den 14. Auguſt, Vormittags 11 Uhr, ſollen in hieſigem Rathhauſe zehn Schaafpferche oͤffentlich meiſtbietend verſteigert werden. Friedberg am 7. Auguſt 1839. Für den Buͤrgermeiſter: Der Beigeordnete Bender. Mobilien-Verſteige rung. (809) Montag den 12. d. M., Vormittags 8 Uhr, ſoll die zum Nachlaſſe der Heinrich Brückmanns Eheleute gehörige Mobilien, als Bettwerk, Zinn, Holzwerk ꝛc., theilungshalber in der Brückmann'ſchen Behauſung öffentlich meiſtbietend verſteigert werden. Großkarben den 7. Auguſt 1839. Der großh. heſſ. Bürgermeiſter Zoll. Bekanntmachung. (810) Dienſtag den 20. Auguſt d. J. ſollen in der Wohnung des Gaſtwirths Stein dahier mehrere Reparaturarbeiten an der Pfarr- und Schulwohnung, ſowie auch an der Kirchhofs-Mauer und dem Ge⸗ meinde⸗Brunnen, beſtehend in Maurer-, Steinhauer⸗, Zimmer⸗, Dachdecker⸗, Schreiner- und Schloſſerarbeit, im Ganzen circa 200 fl. betragend, öffentlich an an die Wenigſtnehmenden in Accord gegeben werden. Beyenheim den 7. Auguſt 1839. Der großh. heſſ. Buͤrgermeiſter Fink. Stockholz⸗Verſteigerung im Revier Altenſtadt. (811) Freitag den 16. Auguſt 1839 ſollen im Diſtricte Rauewald, an der Chauſſee zwiſchen Ilben⸗ ſtadt und Kaichen gelegen, nachſtehend verzeichnetes Stockholz von fiscaliſcher Seite meiſtbietend öffent⸗ lich verſteigert werden: Mit den beiden ubrigen An⸗ Fiscaliſcher Antheil. theilen der Herrn Grafen Solms und Els. 84 Stecken buchen Stock⸗ 168 Stecken buchen Stock⸗ holz. holz. 5„ eichen n 10„ eichen„ Die Zuſammenkunft iſt Vormittags 9 Uhr im Holzſchlage ſelbſt. Heldenbergen den 8. Auguſt 1839. Der großh. Revierverwalter Gutfleiſch. Arbeits ⸗Verſteigerung. (812) Freitag den 16. Auguſt, Vormittags 10 Uhr, werden zu Obermörlen die Arbeiten zur Er⸗ Niedermörlen durch das Uſathal über Ziegenberg an den Wenigſtnehmenden in Accord gegeben. Friedberg am 6. Auguſt 1839. Der großh. Kreisbaumeiſter Rhumbler. D ff e ee. (813) Bei Ausführung von verſchiedenen Brücken im Baubezirk Friedberg können Steinhauer gegen guten Lohn Beſchäftigung finden. Friedberg am 7. Auguſt 1839. Der großh. Kreisbaumeiſter Rhumbler. Bekanntmachung. (814) Montag den 19. Auguſt d. J., Vormit⸗ tags 10 Uhr, ſoll an hieſiger Saline die Lieferung von circa 300 Bütten Holzkohlen dem Wenigſtneh⸗ menden in Akkord gegeben werden, welches etwaigen Luſttragenden hierdurch zur Nachricht dient. Nauheim den 6. Anguſt 1839. Kurfuͤrſtliches Salzamt, Wille. Arbeits⸗Verſteigerung. (815) Dienſtag den 20. d. M., Vormittags um 10 Uhr, werden die erforderlichen Maurer-, Stein⸗ hauer⸗, Zimmer ⸗, Dachdecker⸗, Schreiner-, Schloſ⸗ ſer⸗, Glaſer⸗, Weißbinder⸗-, und Spengler-Arbei⸗ ten, Behufs der Erbauung einer Waſchküche und von 6 Holzſtällen in der Burgcaſerne dahier, auf dem hieſigen Militärverwaltungsbüreau verſteigert. Riſſe und Koſten-Ueberſchläge können auf genanntem Bureau eingeſehen werden. Friedberg den 5. Auguſt 1839. In Anftrag: G'öoͤ l tz, Oberquartiermeiſter. Arbeits ⸗-Verſteigerung. (816) Mittwoch den 14. d. M., Vormittags 10 Uhr, ſollen zur Herſtellung des ſ. g. Dorfbrunnens dahier, folgende Arbeiten an den Wenigſtnehmen⸗ den öffentlich in Accord gegeben werden, als: 1) Maurerarbeit, voranſchlagt zu 9 fl. 14 kr. 2) Pumpenmacherarbeit 6— 3) Schloſſerarbeit 5 6 33 Auch ſoll in dieſem Termin die Lieferung von 23 Klafter Baſaltſteine, tauglich zum Chauſſiren ausgeboten werden. Fauerbach II. den 6. Auguſt 1839. Der großh. heſſ. Bürgermeiſter 5 Sang. Bekanntmachung. (817) Es iſt eine große Bindkette bei Kloppen⸗ heim gefunden und an hieſige Bürgermeiſterei ab⸗ gegeben worden. Der rechtmäßige Eigenthümer kann ſie daſelbſt in Empfang nehmen. Friedberg den 8. Auguſt 1839. a Der Bürgermeiſter D. Fritz. Meinhard. Weiß. als Balletm kum zu el Vollkommen ſo wird er, Sal pausen Der An der Anſchl (810) am ſ. g. liche Find d. Bl. al (820) Aundhaus uber dieſ (8) Nen V0 ff Brüche (822) ten, wo Milchglas Wornſer! chen und traße n. N Zie e baden 60 185 da 1 et. amen e Nein Wenigſtneh⸗ des etwaigen dahier„ a berſteſgert. lonnen auf 0 ſtrag 5 us, artiermeiſter, mittags 10 orfbrunnens figſtnehmen⸗ „ als: fl. 14 fr. 2 33 eferung von Chauſſiren irgermeiſter Kloppen⸗ eiſterei ab⸗ hümer lan D. Fel Arbeits-Verſteigerung. 818) Montag den 12. d. M., Nachmittags um 1 Uhr, ſoll in dem hieſigen evangeliſchen Schulhauſe eine Schreinerarbeit, voranſchlagt zu 88 fl. 48 kr., und eine Maurerarbeit, voranſchlagt zu 25 fl., öf— Fentlich wenigſtfordernd veraccordirt werden. Heldenbergen den 8. Auguſt 1839. f Der großh. heſſ. Bürgermeiſter Schweitzer. ANN Privat⸗ Bekanntmachungen. Zwei vollſtändige Logis (767) im zweiten und dritten Stocke ſind auf der breiten Straße bei Unterzeichnetem zu vermiethen und können bis Ende Oktober bezogen werden. Philipp Windecker. Aechten holländiſchen Varinas-Portorico (768) aà 35 kr. und Portorico à 32 kr. pr. Pfd. in Original-Beutel von 5 Pfd. bei J. G. Appel in Gießen. Große Kunſt-Vorſtellung in Salzhauſen. (799) Auf vielſeitiges Verlangen iſt Unterzeich— neter geſonnen, Sonntag den 11. Auguſt d. J. eine große Kunſtvorſtellung im Kurſaal zu Salzhauſen zu geben, beſtehend in mehreren Ballet- und Na— tionaltänzen.— Da er in Berlin, Mainz, Darm— ſtadt, Mannheim, ſo wie in andern großen Städten Deutſchlands ſich ſowohl als Ballet-Tänzer wie auch als Balletmeiſter der großen Zufriedenheit des Publi— kums zu erfreuen hatte(worüber er ſich auf das Vollkommenſte durch ſeine Atteſte legitimiren kann), ſo wird er ſich auch bemühen, die hohen Kunſtkenner Salzhauſens zu befriedigen. Der Anfang iſt 4½ Uhr. der Anſchlagezettel. Das Nähere beſtimmt Carl Hummel, Balletmeiſter aus Mainz. Verloren. (819) Am 5. Auguſt hat ein Knabe eine Weſte am ſ. g. ſteinernen Kreuz liegen laſſen. Der red— liche Finder wird erſucht, dieſelbe an die Expedition d. Bl. abzugeben. Eine Magd, (820) welche bürgerlich kochen kann, wird in eine Landhaushaltung nahe bei Friedberg geſucht. Aus— geber dieſes ſagt wo? Zum Ausleihen. (821) In der Kirchenkaſſe zu Bruchenbrücken lie⸗ gen 200 fl. zum Ausleihen bereit. Bruchenbrücken den 3. Auguſt 1839. Der Kirchenvorſtand daſelbſt. In lackirten Blechwaren (822) habe ich wieder eine neue Sendung erhal— ten, wo ſich vorzüglich eine Sorte Sparlampen mit Milchglasſchirm dabei auszeichnen, dieſe gegen den Wormſerlampen vorzuziehen, ein ſchöneres Licht ma— chen und für die Augen ſehr zweckmäſig ſind, ſo — 0 — wird das 4. Theil Oel als bei jenen Wormſerlam⸗ pen geſpahrt, wegen ihrer ſchönen Einrichtung ent— ſprechen ſie jedem Gebrauch, der Preis iſt ſo nie— drig geſtellt daß ich dieſe nur billig empfehlen kann. Friedberg. Nagel II. in der breiten Straßen. Ein braves Mädchen, (823) das mit den Hausarbeiten umzugehen weiß, wird in eine ſtille Haushaltung dahier in Dienſt geſucht. Ein vollſtändiges Logis (824) hat zu vermiethen und kann ſogleich bezo— gen werden. Eliſabetha Marbach, Wittwe. Ein Schreinergeſell (825) wird geſucht. Ausgeber dieſes ſagt wo. Fruͤchte-Preiſe hier in Friedberg: Waizen: 10 fl.— kr. Korn: 6 fl.— kr. Gerſte: 5 fl.— kr. Hafer: 3 fl.— kr. Erbſen:— fl.— kr. Fruüchte⸗Preiſe zu Frankfurt, am 5. Auguh: Waizen: 9 fl. 30 kr. Korn: 5 fl. 45 kr. Gerſte:— fl.— kr. Hafer: 3 fl. 10 er. Erbſen:— fl.— kr. Fruͤchte⸗Preiſe zu Mainz, am 2. Auguſt: Waizen: 10 fl. 58 kr. Korn: 7fl. 14 fr. Gerſte: 5 fl. 56 kr. Hafer: 3 fl. 23 kr. Erbſen:— fl.— kr. Polizei-Taxe fuͤr die Staͤdte Friedberg und Butzbach vom 10. bis 18. Auguſt 1839. pfd Brod Preiſe. Friedberg Butzbach. kr. pf. kr. pf. Leib-Roggenbrod 22e 2 2„ 43 18 44„ 1 93 9 ö 2 Lot.. ots — Milchbrod 114% 1 4%/ —[Waſſerweck 1 657 11— —[Gemiſchtes(Tafel-) Brod 11757 5 Fleiſch⸗Preiſe. ö pf. pf 1 Ochſenfleiſch 11— 102 „ Kuüyfleiſch 8 1 8 „ Rindfleiſch 7 2 741 „Kalbfleiſch 6 1 61— „ Schweinenfleiſch 10— 10— „Hammelfleiſch 9 811 „ Schaaflleiſch 7 1—— 4.— „ Wurſt von blos Schweinen 124— 124— „Gemiſchte Wurſt 40 0 „ Bratwurſt 15— 14— „ Schwartenmagen 16— 164— „ Geräucherter Speck 22— 224— „Schinken 15— 15— „ Doörrfleiſch 16— 16— „ Schweinenſchmalz, ausgelaſſen[20— 19— 5 dito ungusgelaſſen[17— 164— „ Nierenfett 18— 18— Hammelsfett 15 Der großh. heſſ. Kreisrath d. K. F. Küchler. Oſſenheimer Wäldchen. (826) Sonntag den 11. Auguſt iſt auf dem oſſen⸗ heimer Wäldchen gut beſetzte Harmonie- und Tanz⸗ muſik anzutreffen, wozu höflichſt einladet Aehle. Bainhardsforſthaus. (827) Sonntag den 11. d. M. iſt auf dem Bain⸗ hardsforſthaus gut beſetzte Harmonie- und Tanzmuſik anzutreffen, wozu höflichſt einladet. Bainhardsforſthaus. Bb tz. Empfehlung. (828) Uunterzeichneter empfiehlt ſich mit ſeinen feinen waſſerdichten Filz- und Seibenhüten nach der neueſten Façon zu den billigſten Preiſen und bittet um geneigten Zuſpruch. L. Sellin. Ball ⸗ Anzeige. (820) Allen meinen werthen hieſigen und auswartigen Freun. den und Gönnern bringe ich hiermit zur Nachricht, daß ich Sonntag den 18. Auguſt l. J. in dem neuerbauten Saale 3 des Herrn Gaſthalters Peter Mann dahier einen Bal veranſtalten werde. 0 Diejenigen, welche früher ſchon meinen Unterricht im Tanzen genoſſen haben, und an dem Balle gerne Antheil nehmen wollen, können ſich Sonntag den 11. Auguſt in oben erwähntem Lokal zur Probe einfinden, und im Laufe der folgenden Woche meinen Unterricht unentgeldlich erhalten. Für gute Bewirthung wird Herr Mann Sorge tragen. Moſes, Tanzlehrer. In Bezug auf Vorſtehendes erlaube ich mir, einem ver⸗ ehrten Publikum die Verſicherung zu geben, daß ich für gute Speiſen und reine Getränke beßtens ſorgen, und überhaupt Alles aufbieten werde, um die Zufriedenheit eines Jeden zu erhalten, und ſehe deßhalb einem recht zahlreichen Zuſpruch entgegen. Friedberg den 8. Auguſt 1839. Peter Mann. Bei C. Bindernagel in Friedberg iſt vorräthig: Schiling, allgemeine Generalbaßlehre mit beſon⸗ derer Rückſicht auf angehende Muſiker und ge⸗ bildete Dilettanten. 4 Hefte à 1 fl. Im Juli 1839 wurden zu Friedberg et ra unt: Den 7. Chriſtian Böhmer, hieſiger Bürger und Kupferſchmiedmeiſter, des hieſigen Bürgers und Kupfer⸗ ſchmiedmeiſters Carl Böhmer ehel. lediger Sohn, und Jungfer Anna Maria Schutt, des Orts⸗ bürgers zu Dorheim und dermaligen hieſigen Hospitalpächters Heinrich Schutt ehelich ledige Tochter. 3 Wittwe, geborne Waltz. „ 28. Philipp Simmrock, Jacob Simmrock nachgelaſſener ehelich lediger Sohn, Heinrich Anton Blum, hieſiger Buͤrger und Metzgermeiſter, des weiland Bürgers und Schuh⸗ machermeiſters Carl Heinrich Blum nachgelaſſener ehelicher Sohn, und Chriſting Antonette Do⸗ rothea Fortmann, des hier verſtorbenen Bürgers und Metzgermeiſters David Fortmann nachgel. hieſiger Bürger und Kuͤfermeiſter, des hieſigen Bürgers und Fuhrmanns und Jungfer Margaretha Philippina EChriſtian, des weiland hieſigen Bürgers und Gaſtwirths Joh. Heinrich Chriſtian nachgelaſſene ehelich ledige Tochter. et a niit geboren den 23. Juni. den 8. d. M. den 2. Juni. Ein unehelicher Sohn, Heinrich Bernhard Ludwig, geboren den 29. Juni. Dem hieſigen Bürger und Schneidermeiſter Andreas Wolf, eine Tochter, Catharina Margaretha, Dem hieſigen Bürger und Fuhrmann Thomas Becker II., ein Sohn, Georg Martin, geboren 14. Dem hieſigen Bürger und Kaminfeger, Ferdinand Frick, ein Sohn, Georg Auguſt Heinrich, geb. „Ein unehelicher Sohn, Heinrich, geboren den 8. d. M. Eine uneheliche Tochter, Caroline, geboren den 15. d. M. „Dem hieſigen Bürger und Webermeiſter Martin Grimm, ein Sohn, Conrad, geb. den 19. d. M. 37 Be e r. d ig chen, alt 5 Tage, 1 den 13. deſſ. M. 28. Eliſe Petronella Supp, des 2 78 Heinrich Jacob Karl Bindernagel, des großh. Ge Söhnchen, alt 10 Jahr, 4 Monat und 6 Tage, 7 den 14. d. M. Eva Klein, des hier geweſenen Bürgers und Schuhmachermeiſters Jacob Friedrich Klein nachgel. Wittwe, geborne Schackey, alt 55 Jahr, 1 Monat und 13 Tage, 1 den 17. d. M. hieſigen Gemeinderaths und Gaſtwirths Johannes Daniel Supp eheliches Töchterchen, alt 1 Jahr, 3 Monat und 10 Tage, 1 den 26. d. M. „ 30. Eliſe Catharina Maria Ramſtädter, des geweſenen gr. heſſ. Hauptmanns Georg Chriſtian Ram⸗ . Georg Martin Becker, des hieſigen Bürgers und Fuhrmanns, Thomas Becker II. eheliches Soͤhn⸗ ſtädter nachgelaſſene eheliche Tochter, alt 15 Jahre und 4 Tage, 7 den 28. d. M. ometers Georg Bindernagel II. dahier eheliches Gedruckt und verlegt unter Verantwortlichkeit von Carl Bindernagel in Friedberg. — 1 10 i Tauſende r menwirken war die w Kunſt, die dem Lande Herrn Al! Haller, ſabt, welc ſuſtrument ers mit Us, unter Thurn, e Seminariu lehter⸗Sem mit ſeinen eine Theil Reitz in den flite, Obo as ſeinen bringt, In Ohr u tun Geſp N vergleichen ſiſe zu Die Virtu