— S2 2 — 10 S2 e 2 r — 2— *=* 1 % 15 0— h d. K. f. — Vberhessen im Allgemeinen, den Kreis Friedberg und die angrenzenden Bezirke im Beſonderen. Sonnabend, den 9. November Amtlicher Theil. Der großherzoglich heſſiſche Kreisrath des Kreiſes Friedberg an die großh. Buͤrgermeiſter des Kreiſes. Betreffend: Das Hauſit en an den Tagen vor u. nach den Jahrmärkten in den von der Hauſirbefugniß ausgenommenen Städten. Eingelangter höchſter Verfügung großh. Miniſteriums des Innern und der Juſtiz gemäß, ſoll die in der dieſſeitigen Provinz beſtehende Obſervanz, wornach es den in- und ausländiſchen Handelsleuten geſtattet iſt, in den von der Befugniß zum Hauſiren ausgenommenen Städten ihre Waaren auch noch an den Tagen vor und nach den Jahrmärkten feil zu bieten, fernerhin nicht mehr geduldet werden, weil dieſe Obſervanz gegen das Gewerbſteuergeſetz verſtößt und nur eine Umgehung des beſtehenden Hauſir— Verbotes in den ausgenommenen Städten iſt. Indem ich Sie hiervon in Kenntniß ſetze, trage ich Ihnen auf, darauf zu achten, daß die fragliche höchſte Verfugung in Zukunft überall genau befolgt werde. Friedberg den 1. November 1839. iich err Warnung aus Friedberg. Ein hieſiger Gartenbeſitzer, welcher ſeit der Mitte Oktobers ſeine Obſtbäume mit einem aus Theer und Terpentin verfertigten Maſſe umſchmierte, theilte uns kurzlich mit, daß der kleine Froſtſchmetterling die ganz jungen Bäumchen ſeines Gartens bis jetzt verſchont habe, dagegen an allen andern Bäumen in ſo ungeheurer Menge erſcheine, daß ſelbſt an jedem der gewöhnlichen Zwetſchenbäume deren wenigſtens 50, an einem einzigen ſtarken Birnbaum aber über ein halbes Tauſend hängen geblieben ſeyen.“) Nimmt man an, daß davon die Hälfte aus Weib⸗ chen beſteht, und jedes derſelben an 500 Eier legt, ſo kommt die Summe von 125,000 Raupen heraus, welche durch dieſe Vorſichtsmaßregel dem Baum *) Wir verbürgen die Wahrheit obiger Angabe. Die Red. entnommen wurde. Wahrlich eine ungeheure Summe von Raupen, die gewiß im Stande wäre, an dem ſtärkſten Baume alle Knospen zu vernichten! Man ſieht daraus, welcher Schaden den Obſt— bäumen für das nächſte Jahr von Seiten dieſer einzigen Art Raupen droht. Bereits hängen aber auch Maſſen von kleinen Räupchen des ſ. g. Gold⸗ afters in den Geſpinſten, welche ſie zwiſchen die Blätter gebaut haben. Wehe denen, welche ihre Bäume gegen ſolche Zerſtörer nicht ſchützen! Etwas uber die Kartoffeln. Da wir vorausſetzen dürfen, daß unſere Leſer alle wiſſen, was wir unter Kartoffeln verſtehen, ſo brauchen wir ihnen auch keine Definition davon oder in Ermangelung einer ſolchen keine Beſchrei⸗ bung zu liefern. Doch muͤſſen wir uͤber das Wort ſelbſt erſt ein Wörtchen ſprechen, ehe wir zu dem übergehen, was wir eigentlich von ihnen ſagen wollen. Unſere nördlicher wohnenden deutſchen Bruͤder nen⸗ nen ſſe Erdäpfel, worunter wir hier zu Land ein ganz anderes, der Sonnenblume ähnliches Ge— wächs, nämlich die Erdartiſchocke, verſtehen. Aber auch die Franzoſen nennen ſie Erdäpfel Pommes de terre;) die Elſäſſer dagegen und ihre Nachbarn die Breisgauer, pflegen ihnen den Namen Grum⸗ bire(Grundbirnen) zu geben. Das Sonderbarſte iſt, daß man nicht einmal genau weiß, wo der Name Kartoffel herkommt, indem einige verſichern, das Wort ſey aus Erdapfel nach und nach entſtellt worden, Andere dagegen behaupten, es ſey aus dem Italiäniſchen Worte Tartüfolb herzuleiten.(Wahr iſt's, ſie waren ſchon früh in Italien, und in einer von Hohberg im Jahr 1701 verfaßten Schrift wer⸗ den ſie Tartoffel genannt.) Genug, die Kartoffeln ſind, wie wir Alle wiſſen ſollten, eine der erſten Gaben Gottes geworden, ohne welche heut' zu Tag die Menſchenwelt nicht mehr beſtehen könnte. Wo gibts aber auch eine Frucht, die ſich ſo leicht vermehrt, die ſo ſelten mißräth, die dabei ſo genügſam im Boden iſt, und die man auf ſo verſchiedene Art zuzubereiten vermag, wie die Kartoffel, von der ſchon früher das Noth- und Hülfs⸗ buͤchlein und der liebe Claudius rühmend ſingt: Schön röthlich die Kartoffeln ſind, Und weiß wie Alabaſter, Verdau'n ſich lieblich und geſchwind Und ſind für Mann und Weib und Kind — Geſchweige denn für Schwein und Rind— Ein rechtes Magenpflaſter. In eben ſo erhabener Dichtung läßt ſich ein an— derer großer Schöngeiſt über ſie aus: Des Morgens gedampft, Des Mittags geſtampft, Des Abends in Scheiben, Und dabei ſoll's bleiben. Gerne wurden wir hier noch mehrere Lieder und Oden auf dieſe allgemeinen Lieblinge,(die man, wo nicht, wie das Volk ſagt, freßlieb, doch eßlieb zu haben pflegt) hier mittheilen, wenn wir nur noch einige wüßten. Wir hoffen aber, da unſere Wetterau 5 — und insbeſondere'unſere Stadt Friedberg an Dichtern geſegnet iſt, daß es einmal Einem, der ſo recht be⸗ geiſtert davon iſt, gefallen möge, ein zartes und erhabenes Gedicht über die Kartoffeln zu verferti⸗ gen. Nur eins halten wir uns dabei aus: Unſere Wetterauer verſtehen bekanntlich ganz trefflich die Kunſt, aus ihnen ein Etwas zu bereiten, das man „blauen Zwirn“ zu nennen pflegt das aber eigent⸗ lich ein blauer Dunſt iſt und weit mehr Schaden als Nutzen bringt, wie uͤberhaupt hinter blauem Dunſt nicht viel Gutes zu ſuchen iſt. Dieſer blaue Zwirn oder Dunſt muß aus dem Spiel bleiben. Doch hiervon genug! Jetzt ein Paar Worte über ihre Einführung und Verbreitung, worüber wir eigentlich hauptſächlich ſprechen wollten. Die Kartoffeln ſind urſprünglich ein amerikani⸗ ſches Gewächs, das uns zuerſt der berühmte engli⸗ ſche Seeheld Francis Drake, oder wie Andere verſichern, John Hawkins ums Jahr 1586 von Santa Fe in Neuſpanien nach Europa zuſchickte. Noch vor dieſer Zeit, nämlich 1580, ſoll ſie Hie ro— nimus Cardanus ſchon nach Italien und etliche Jahre ſpäter Walter Raleigh, ein anderer eng⸗ liſcher Seeheld, nach Irland gebracht haben. In allen dieſen Angaben liegt mehr oder weniger Un⸗ gewißheit; doch iſt es am wahrſcheinlichſten, daß die Ehre der erſten Ueberbringung dem Franz Drake gebührt, und wenn einmal das Aufſtellen einer Bildſaule an den erſten Kartoffel- Bringer kommt, ſo werden wir ſie doch ihm ſetzen müͤſſen. Man erzählt ſich, daß, als Drake ſie ſeinem Freunde geſandt und als ſehr ſchmackhaft empfohlen habe, dieſer in der Unwiſſenheit zuerſt die Aepfel der⸗ ſelben gekocht und einer Geſellſchaft vorgeſetzt habe, die aber an denſelben durchaus nichts Schmackhaftes gefunden. Erſt ſpäter habe der Gärtner die Knollen an den Wurzeln zufällig entdeckt; mit dieſen ſey ein zweiter Koch- Verſuch gemacht worden, der weit glücklicher ausgefallen ſey. Im Jahr 1616 brachte man das neue Gericht zuerſt an die königlich-franzöſiſche Tafel, wo man recht gut verſtand, was wohlſchmeckend iſt. Unter dem lateiniſchen Namen Solanum tube- rosum werden ſie ſchon im J. 1620 von Bauhin in ſeinem Prodromus beſchrieben. gibt Tabernaemontanus eine Beſchreibung und Ab— bildung von ihnen im J. 1664, ertheilt ihnen aber einen andern Namen. tenluſt,“ die im Jahr 1690 herauskam, kommt eine Belehrung über ihren Anbau vor. In dem Gebiete des jetzigen Großherzogthums Heſſen ſollen die Kartoffeln ſchon im Jahre 1648 gebaut und ſogar verzehntet worden ſeyn. Leute, die das behaupten, berufen ſich auf eine Stelle des Saalbuches der Kirche von Großbieberau aus jenem Jahre, wo ausdrücklich ſtünde:„Daneben ö be Etwas ſpäter In Heinrich Heſſens„Gar- N liche t ein! Jace, J wels fallt. fiel, pfanzt/ eint 1 in der Ut Wie ein! Nicht jed. und wenn er Mongelhaftig al für den! Kommt v Münzen gal legt zweitau gerad als w die ganze Su lern hinlegt. Tags dra die Halben ar geſetzt ſind. Geld wieder halben und v auders nehme diertels. W. fir ſich. M ein Geld un die Sparkaſſe Vegleichsſum dig abkam. Mie hieß Wo war chlliche Leute. 980 heſßt g“ vor nn wick den und etlich anderer eng ct haben. J. weniger Un nlichſten, daß dem Fran das Aufſtelg coffel Bringt ſetzen müſſen, ke ſſe ſeinem daft empfohlen die Aepfel der vorgeſetzt habe, Schmackhaftee ter die Knollen t dieſen ſey ein den, der weil 8 neue Gericht afel, wo man nd iſt. lanum tube- von Bauhin twas ſpättr C — 10 1 1 m, kommt eine roßberzogthunz m Jahre 1046 n ſeyn. Leul, ine Stele de biebttau a „Daneben aber iſt etliche Frucht und Gemüß, welches der Pfarrer allein zehntet, als Gras und dürre Wicken, Linſen, Flachs, Hanf, Wildrübſaat, Kartoffel“ 1c. Wir zweifeln aber ſehr daran, daß das Ding ſeine Richtigkeit hat, und vermuthen vielmehr, daß man entweder unter den hier genannten und ver— zehnten Kartoffeln die oben erwähnte Erdartiſchocke verſtand, oder daß das Wort Kartoffel von ſpä— terer Hand zugeſetzt wurde, denn es iſt hiſtoriſch erwie— ſen, daß ſie erſt 1710 ins Würtembergiſche und 1717 vom General von Miltkau aus Holland nach Sach— ſen gebracht wurden. Schreiber dieſes erinnert ſich auch recht gut, von ſeinem Vater, der im Jahr 1732 zu Darmſtadt geboren war, gehört zu haben, ſeine Eltern hätten zum erſten Male gekochte Kartoffeln auf den Tiſch gebracht, als er ein Knabe von 5 bis 6 Jah— ren geweſen ſey; den Eltern hätte dieſe neue Speiſe nicht behagt, ihm hätte ſie aber um ſo viel beſſer geſchmeckt, und er hätte nicht eher aufgehört, als bis nichts mehr davon übrig geweſen wäre. Das ſtimmt zugleich mit andern Angaben überein. Etwas vor 1740 wurden ſie in der Gegend von Marburg gepflanzt, einige Jahre nachher in Niederſachſen und in der Umgegend von Halle bekannt. (Beſchluß folgt.) ine Wie ein Schelm die Sparkaſſe betrügt. Nicht jeder Schylock) findet ſeinen Richter, und wenn er ihn findet, ſo ſind die Geſetze in ihrer Mangelhaftigkeit oft günſtiger für den Schelmen als für den redlichen Mann. Kommt vor einigen Jahren, als noch die alten Muͤnzen galten, ein Jude in eine Sparkaſſe und legt zweitauſend dreihundert Gulden ein, und thut gerad als wäre er ein ehrlicher Mann, indem er die ganze Summe in halben und viertels Krontha— lern hinlegt. Tags drauf erſcheint eine Verordnung, wonach die Halben auf Einen Gulden und 18 Kreuzer herab— geſetzt ſind. Nach einiger Zeit will der Jude ſein Geld wieder holen. Man offerirt ihm ſeine eignen halben und viertels Thaler; die will er aber nicht anders nehmen als zu 1 fl. 18 kr. oder 39 kr. die Viertels. Was war zu thun? Er hatte das Recht für ſich. Mau mußte ſich vergleichen: Er bekam ſein Geld und etliche zwanzig Gulden Zinſen und die Sparkaſſe behielt etliche und vierzig Gulden als Vergleichsſumme und mußte froh ſeyn, daß ſie gnä⸗ dig abkam. Mie hieß der Schelm?— Frag ihn! Wo war er her?— In Frankfurt gibt's auch ehrliche Leute. ) So heißt der Jude, welcher im„Kaufmann von Ve⸗ nedig“ vorkommt. ——— Bekanntmachungen von Behoͤrden. NN NN ν Oeffentliche Aufforderung. (1048) Der dem großh. badiſchen Geheimenrath und Oberſtkammerherrn, Freiherrn v. Edelsheim zu Carlsruhe, in der Gemarkung Rendel zuſtehende, in eine Grundrente von 201 fl. 40 kr. verwandelte Zehnten, ſoll nach dem Geſetz vom 27. Juni 1836 abgelöſet werden. Alle diejenigen, welche bei dieſer Abloͤſung betheiligt ſind, werden hiermit aufgefordert, ihre Rechtsanſpruͤche um ſogewiſſer binnen zwei Mo— naten bei unterzeichneter Gerichtsſtelle anzuzeigen, als ſonſt die Auszahlung des Ablöſungs-Capitals à 3630 fl. an den oben benannten Betheiligten ge—⸗ ſtattet werden wird. Großkarben den 3. Oktober 1839. Großh. Heſſ. Landgericht daſ. Muhl. Edictal ladung. (1049) Ueber den Nachlaß des verlebten Han⸗ delsjuden Löb Strauß zu Vilbel hat großh. Hof— gericht zu Gießen den Concurs erkannt, mit deſſen Leitung unterzeichnetes Gericht beauftragt worden iſt. Alle diejenigen, welche Forderungen irgend einer Art an gedachte Maſſe geltend machen wollen, haben ſolche ſogewiß in dem auf Freitag den 29. Nov., Vorm. 9 Uhr, angeſetzten Liquidations-Termin anzuzeigen und zu begründen, als ſie ſonſt, ohne daß ein beſonderes Präcluſivdecret erfolgt, von der Maſſe ausgeſchloſ⸗ ſen werden. Da in dieſem Termin zugleich zur Abwendung weiteren Concursverfahrens, die Güte verſucht wer⸗ den ſoll, ſo müſſen die Vollmachten etwaiger Man⸗ datare auch zum Abſchluſſe eines Arrangements er⸗ mächtigen. Großkarben den 29. September 1839. Großh. heſſ. Landgericht daſ. Muhl. Schmidt. Edictalladung. (1067) Großh. Hofgericht der Provinz Ober⸗ heſſen hat über das Vermögen des Bäcker Georg Lehr aus Dietzenbach, jetzt in Roͤdelheim, den förm⸗ lichen Concurs erkannt. Es werden deßhalb alle diejenigen, welche Rechtsauſpruͤche wider den Georg Lehr zu machen haben, aufgefordert, folche bei Strafe des Ausſchluffes von der Maſſe Freitag d. 29. Nov. d. J., Vormittags 9 Uhr, vor dem unterzeichneten Landgericht geltend zu machen. Da in dieſem Termin auch ein Vergleich ver⸗ ſucht werden ſoll, ſo ſind die etwa erſcheinenden Bevollmächtigten mit den erforderlichen hierauf ge⸗ richteten Specialvollmachten zu verſehen. Rödelheim den 9. Oktober 1839. Großh. heſſ. graͤfl. ſolmſ. Landgericht Buff. 1 Gläubiger ⸗ Aufforderung. (1089) Daniel Dreſcher von Butzbach be⸗ abſichtigt nach Nordamerika auszuwandern. Rechts⸗ anſprüche an denſelben ſind binnen drei Monaten bei dem großh. Landgericht zu Friebberg geltend zu machen, widrigenfalls die Entlaſſungsurkunde ertheilt werden wird. Friedberg den 16. Oktober 1839. Der großh. heſſ. Kreisrath des 0 Kreiſes Friedberg d Küchler. Fuͤr die Abſchrift Der Bürgermeiſter Zahn. Bekanntmachung. 1109) Der für die Communalwaldungen des reiſes Friedberg für 1840 erforderliche Holzſaamen ſoll Mittwoch den 18. Dezember, Vormittags 10 Uhr, auf dem Büreau des Unterzeichneten an die Wenigſtnehmenden vergeben werden. Steigliebhaber werden eingeladen. Friedberg den 30. Oktober 1839. Der großh. heſſ. Kreisrath des Kreiſes Friedberg Küchler. Bekanntmachung. (1110) Montag den 11. November dieſes Jah⸗ res, Vormittags 10 Uhr, iſt an hieſiger Saline anderweiter Termin zum Ankauf von Roggenſtroh anberaumt worden, welches Luſttragenden hierdurch zur Nachricht dient. Nauheim den 2. November 1839. Kurfuͤrſtliches Salzamt, Wille. Meinhard. Weiß., Frucht ⸗Verſteigerung. (1111) Donnerſtag den 14. d. M., des Vormit⸗ tags 10 Uhr, werden von den diesjährigen hieſigen Domanialfrüchten 24 Malter Waizen, 82 7 Korn, 83„ Geerſte und 7 Hafer unter den bekannten Bedingungen auf dem hieſigen Rathhauſe meiſtbietend verſteigert. Reichelsheim am 4. November 1839. Herzoglich Naſſauiſche Receptur Hehner. Holz ⸗Verſteigerung. (1112) Montag den 11. November d. J., Nach⸗ mittags um 1 Uhr, ſollen im hieſigen Gemeinde⸗ Wald, Diſtrikt Eichwald, 107 Stecken eichen Stock⸗ holz verſteigert werden. Heldenbergen den 30. Oktober 1839. Der großh. heſſ. Bürgermeiſter Schweitzer. — 314 — Frucht- Lieferung. (1113) Dienſtag den 19. November d. mittags 10 Uhr, ſoll die Lieferung von 1) 300 Maltern Korn, J. Vor⸗ 2 20 n, Waitzen, ui:„ Gerſte und 4) 24 7. H fer auf hieſigem Rathhaus wenigſtnehmend verſteigert werden. Die Herrn Bürgermeiſter werden erſucht, dieſes in ihren Gemeinden gefälligſt bekannt machen zu laſſen. Vilbel den 5. November 1839. Der großh. heſſ. Bürgermeiſter Hinkel. 5 Bekanntmachung. (1114) Montag den 23. Dezember, Vormittags 10 Uhr, ſollen im hieſigen Rathhaus die zur Con⸗ cursmaſſe des Balthaſer Kappes gehörenden Im⸗ mobilien, beſtehend: Pag. u. Nr. 10 60 ½ Eine Wohnung, beſtehend in Wohn⸗ haus, Nebenhaus, Stallung, Hof— raum und Hausgarten. 22% 50 ½¼ Ruthen Garten zwiſchen dem Riedgraben und dem Ohrlochsweg. 3)*½¼, 18 Ruthen Acker am Pfaffenbrun⸗ nen, öffentlich meiſtbietend verſteigert werden. Friedberg den 17. November 1839. In Auftrag großh. Landgerichts: Der großh. heſſ. Bürgermeiſter D. Fritz. Garten ⸗Verſteigerung. (1115) Montag den 25. Nov. l. J., Vormittags 11 Uhr, ſoll in hieſigem Rathhaus wegen Erbver— tbeilung der der Frau Apotheker Rink zugeſtandene Garten in der Gemarkung Burg Friedberg P. 7 Nro.% 1 M. 1 V. 19, Rth. haltend, zwiſchen dem Ohrlochsweg, Nauheimer und Riedgraben, an Georg Wagner und Kuh gelegen, zehntfrei, mit ei— nem ſchönen Gartenhaus und vielen tragbaren Obſt— bäumen öffentlich meiſtbietend verſteigert werden. Friedberg den 6. November 1839. In Auftrag: Der großh. heſſ. Bürgermeiſter D. Fritz. Mobilien ⸗Verſteigerung. (1116) Dienſtag den 26. November l. J., von Morgens 9 Uhr an, ſollen die zum Concurs des Balthaſar Kappes dahier gehörenden Mobilien be— ſtehend in Hausgeräthſchaften aller Art, als: Tiſche, Stühle, Kommode, Kleiderſchränke, Bettladen, Mehlkaſten, Wage und Gewicht, ſowie auch Küchen— geräthſchaften, Zinn, Kupfer, Eiſen, Blech, Porce⸗ lain, Glas, Züber, Weißzeug, als Tiſchtücher, Ser⸗ vittten, Handtücher, Bettzeug, Betttücher, Vorhän⸗ egen die bi lieder A Zahlung, fl Reichel Pr (1081) cheufonds zu Rodhei 25 (1118) Auswahl ve Preiſen ab. Ockſtadt (1110) 5 kaufen. Friedber te) * derſteigett uc, des „ leſe u nach es U zu 5 a Durgermeig tl. 0 meiſter g. N 2 5 1 Dermittagz. * zur Con: N orenden Im: ö end in Wohn⸗ tallung, Hof ung, Hof⸗ zwiſche 1 diſchen dem flochsweg. Me. + Pfaffenbrun⸗ n. 39. Landgerichts: Irgermeiſter „Vormittags degen Erbver⸗ zugeſtandene iedderg P. 7 end, zwiſchen edgraben, an uftei, mit ei⸗ aren Obſt⸗ ett werden. 9. rag: Bürpermeiſter * ie fe, Bettlabel, auch Küchen⸗ Blech, Portt⸗ Gtücher, Ser, Her, Vorbäi⸗ 53 ge, Manuskleider, 1 Uhr, 1 Kelter und Kelterge⸗ räthſchaften, leere Stück- und andere Faͤſſer, Weine, 13 Ohm 48 M. 1831r in 8 Fäſſern, 6 Ohm 58 M. 1834r in 3 Fäſſern, 3 Ohm 71 M. 1835r in 1 Faß, 10 Ohm 56 M. 18361 in 3 Fäſſern, 1 Faß Traubwein von 35 M., 6 Ohm Obſtwein in 2 Fäſſern 9 Ohm 39 M. Eſſig in 5 Fäſſern, und 20 M. Brandwein in 1 Faß öffentlich, meiſtbietend verſtei— ert werden, wobei bemerkt wird, daß Dienſtag den 20. d. M., Nachmittags um 2 Uhr, die Weine in dem Keller des der Frau Wittwe Wagner gehöri— gen Gartens in der Burg, und Vormittags 9 Uhr die Obſtweine in der Behauſung unter Vorſetzung der Proben verſteigert werden. Friedberg den 7. November 1839. In Auftrag großh. heſſ. Landgerichts Der großh. heſſ. Bürgermeiſter D. Fritz. eee egen en g. (1117) Mittwoch den 13. d. M., des Vormit⸗ tags 10 Uhr, werden auf dem hieſigen Rathhaus 14½ Fuder Kornſtroh, 19„ Waizenſtroh, 16%„, Gerſtenſtroh, 10%„ Haferſtroh, eee, 8556 Wirrſtroh 72 7 gegen die bei der binnen 14 Tagen zu bewerkſtel⸗ ligenden Abholung des Strohs zu leiſtende baare Zahlung, fuderweiſe meiſtbietend verſteigert. Reichelsheim den 5. November 1839. Der herzogl. naſſ. Oberſchultheiß Gros — N Privat-Bekanntmachungen. 150 Gulden (1081) liegen in dem hieſigen evangeliſchen Kir— chenfonds zum Ausleihen bereit. Rodheim den 23. Oktober 1839. Für den Kirchenvorſtand Finck, Pfarrvikar. FLVeredelte Obſtbaͤume (1118) hat auch dieſes Jahr wieder in großer Auswahl vorräthig und giebt dieſelbe zu billigen Preiſen ab. Ockſtadt. Joſeph Fegbeutel J. Zwei Oefen, (1119) darunter ein guter Kochofen ſind zu ver⸗ kaufen. Friedberg den 7. November 1839. Franz Heck. Fäſſeer zum Krauteinmachen hat zu verkaufen (1120) Altmanſperger. Wer o ren, (1121) Vorigen Samſtag iſt auf dem Wege von der Burg bis ans Landgericht oder auf dem Burg⸗ wall ein gehäkelter Geldbeutel mit verſchiedenen Munzſorten verloren gegangen. Dem Finder, oder wer ſonſt genügende Auskunft zu geben vermag, wird eine Belohnung von 1 Kronthaler von der Exped. dieſes Blattes zugeſichert. Eine brave Haushälterin, (1122) welche auch mit Kindern umzugehen weiß, wird von einem Wittwer geſucht. Ausgeber d. Bl. ſagt wo. Ein Logis, (1 123) welches ſogleich bezogen werden kann, hat zu vermiethen ö Johannes Rückert. 400 fl. (1124) Kuratelgelder ſind gegen gerichtliche Ver— ſicherung zum Ausleihen bereit. Friedberg den 6. November 1839. P. Boutemy. Ein Wagner ⸗Geſell, (1125) der ſeine Profeſſion verſteht, kann ſo— gleich bei Günther Balzer in Okarben in Arbeit treten. IA tefern ning (1126) Mittwoch den 20. d. M., Vormittags 10 Uhr, wird eine bedeutende Quantität Roggen⸗ und Waizenmehl, zum Brodbedarf der Strafanſtalt Marienſchloß fürs 1. Semeſter 1840 unter den vor der Verſteigerung zu eröffnenden Bedingungen an den Wenigſtnehmenden verſteigert. Luſthabende wer— den hierdurch eingeladen und belieben ſich zur be— ſtimmten Zeit in loco Marienſchloß einzufinden. Butzbach am 5. November 1839. Jacob Heil II. e ech e Bei Carl Bindernagel in Friedberg iſt vorräthig: Schneeglöckchen. Deutſche Lieder aus den Oſt— ſeeprovinzen geſammelt und herausgegeben von A. Tideböhl und W. Schwartz. Riga bei Götſchel. 1 fl. 48 kr. Müller F., Erheiterungen fur die Jugend. Beſte— hend in kurzen Erzählungen, Fabeln, Räthſeln ꝛc. Riga bei Götſchel. Ir. Nebel, Dr., Worte eines Wiedergebornen, oder: Morgenroth und Tag durch Moſes und Chriſtus. 54 kr. —— Der natürliche Sohn. Pſygologiſches Nacht— gemälde aus den Papieren eines Todten. Zwei Theile. 4 fl. 30 kr. Sodoffsky, Dr W, das Seebad zu Dubbeln. 1 fl. 12 kr. —— ä— K., Valentin Jamerei Düval's höchſt merkwürdige Lebensgeſchichte. Für die deutſche Ju⸗ gend. Mit einem Stahlſtich. 36 kr. Thieme, F. W., die Phyſik in ihrer Beziehung zur Chemie oder diejenigen Lehren der Phyſik, welche der Chemie als Grundlage dienen. 2 fl. 15 kr. Stengel, Fr. von, Karl Ludwig, Kurfürſt von der Pfalz und Luiſe von Degenfeld, oder Leiden⸗ ſchaft und Liebe. Geſchichtlicher Roman. 1 fl. 30 kr. Ziehnert, W., Preußens Volksſagen, Mährchen und Legenden. Erſter Theil. 1 fl. 12 kr. —— Zweiten Bandes 1.— 3. Heft 4 18 kr. Die Schweiz in ihren Ritterburgen und Vergſchloͤſ ſern, hiſtoriſch dargeſtellt von vaterländiſchen Schriftſtellern. Dritter Theil. 1 fl. 21 kr. Sieg der Wahrheit. Eine Erzählung. 27 kr. Wachsmuth, Blicke ins Herz und Leben nach Anleitung der heiligen Schrift. 40 kr. Lämmert, chriſtliches Gebet⸗Buch mit Liedern, fur Alle, die den Herrn ſuchen. 45 kr. Mitgabe fürs Leben. Der konfirmirten Jugend ge⸗ widmet. 1 fl. Lampert, Morgen- und Abendopfer. 18 kr. Schuler, der Winter. Fortſetzung des Herbſtes. 45 er. Kinderbriefe zum Gebrauch für Schule und Haus. 18 kr. 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Dielitz, Dr. 12 1 — 316— N Muſikaliſche Abendunterhaltung. Samſtag den 16ten d. M. wird Fraͤulein Natalie Hiepe aus Gießen unter Mitwir⸗ kung mehrerer auswaͤrtigen und hieſigen Kunſt⸗ freunde eine muſikaliſche Abendunterhal⸗ tung dahier geben, von welcher ein ſehr be⸗ deutender Genuß zu erwarten iſt.— Fruchte⸗Preiſe hier in Friedberg: Waizen: 11 fl.— kr. Korn: 7 fl. 20 kr. Gerſte: 6 fl. 10 kr. Hafer: 2 fl. 50 er. Erbſen:— fl.— kr. Fruͤchte⸗Preiſe zu Frankfurt, am 4. Nov.: Waizen: 10 fl.— kr. Korn: 6 fl. 50 kr. Gerſte: 6 fl. 20 kr. Hafer: 3 fl. 5 kr. Erbſen: 7 fl.— kr. Früchte⸗Preiſe zu Mainz, am 29. Okt.: Waizen: 11 fl. 32 kr. Korn: 8 fl. 12 kr. Gerſte: 6 fl. 22 k* Hafer: 3 fl. 35 kr. Erbſen:— fl.— kr. Polizei⸗Taxe fur die Städte Friedberg umd Butzbach vom 10. bis 17. Nov. 1839. pf Brod-Preiſe. Friedberg Butzbach. kr. pf. Ar. pf 1 Leib ⸗Roggenbrod 23 2 3 2 77 51 5 2 5 2 44 5 1111 11— Loth. Loth. —[Milchbrod 111 1 —[Waſſerweck 1 5 11— —[Gemiſchtes(Tafel⸗) Brod„ Fleiſch-Preiſe. 1 pf. pf. Ochſenfleiſch 1610 2 10 2 „Kübfleiſch 892 81— „Kalbfleiſch 2. 5 „ Schweinenlleiſch 10— 10— „Hammelfleiſch— 8 „ Schaaflleiſch 5 6 2* „Wurſt von blos Schweinen 122 113ͤĩ kü 27 Gemiſchte Wurſt 104— 10— „Bratwurſt 14— 14 „Schwartenmagen 15— 18 „ Geräucherter Speck 20— 2— „ Schinken 14— 1144— „ Dörrfleiſch 15— 15— „ Schweinenſchmalz, ausgelaſſen 19— 191— * dito unausgelaſſen 18— 17— „ Nierenfett 19— 18— Hammelsfett 16 4— 1151— Der großh. heſſ. Kreisrath d. K. F. Küchler. Gedruckt und verlegt unter Verantwortlichkeit von Carl Bindernagel in Friedberg. 2 Betreffend: In Folge tes Betriebes Seiten patentiſ Bedingung geſe ihn die zur 3 digt werden. Friedbe 1 Reue Es ſind noc HGeſammtgebiete ſchoͤne Dank un Wir Wetteraue den Boden ver. 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