vorrat dig. * El 2— = Intelligenzblatt für die — 4 berhessen im Allgemeinen, den Kreis Friedberg und die angrenzenden Bezirke im Beſonderen. — 1839. Amtlicher Theil. Der großherzoglich heſſiſche Kreisrath des Kreiſes Friedberg an die Kirchen⸗ und Schulvorſtaͤnde des Kreiſes. Betreffend: Die Bedürfniſſe der Kirchen und Schulen. Unter Hinweiſung auf den F. 22 der Inſtruction für die Schulvorſtände, welche ich analog auch von den Kirchenvorſtänden angewendet zu ſehen wünſche, fordere ich die Kirchen- und Schulvorſtände auf, diejenigen Bedürfniſſe für deren Befriedigung die Mittel der Gemeindekaſſe in Anſpruch genommen werden müſſen, binnen 14 Tagen unter Beifügung der muthmaßlichen Koſtenbeträge auf beſondere Bogen in doppelter Ausfertigung zu verzeichnen und ſofort dem betreffenden Bürgermeiſter zu übergeben. Die Schulvorſtände wollen dabei insbeſondere die Deſiderien berückſichtigen, welche die Schullehrer in ihren Rechenſchaftsberichten vorgebracht haben, und zugleich für die im Intereſſe der Schulanſtalten des Kreiſes zu gründenden Leſevereinen der Lehrer eine Summe von 1—2 fl. vorſehen. Die großh. Bürgermeiſter ſind gehalten, dieſe Anforderungen den Gemeinde-Voranſchlägen beizufügen, und die angeſprochenen Mittel entweder darin aufzunehmen, oder eine etwa entgegengeſetzte Anſicht des Gemeinderaths im Berathungsprotocolle ausführlich zu erörten. Sind keine Bedürfniſſe vorhanden, zu deren Beſtreitung die Gemeinde in Anſpruch zu nehmen wäre, ſo iſt von dem Kirchen- reſp. Schulvorſtande ein verneinendes Zeugniß auszuſtellen und dem Bürgermeiſter als Beilage zum Voranſchlag zu übergeben. Friedberg den 5. Juni 1839. Küchler. Hexenprozeß. (Schluß.) In ihren letzten, nach Anwendung von Zwang und erſt nachdem die Unterſuchung mehrere Jahre bereits gedauert hatte, angeordneten Verhören ge⸗ ſtand ſie Folgendes ein: 1)„Sie habe die Hoſtie auf Befehl und Geheiß des Satans mit ihrem Schnupftuche wieder aus dem Munde genommen, in den Sack geſteckt und ſodann in ein Tüchlein gewickelt dem Satan übergeben, welcher ſolche in die Küche getragen und dort in's Feuer geworfen habe.“ 2)„Sodann habe ſie zum öfteren mit dem Satau Unzucht getrieben und mit demſelben ein Bündniß in einem Stalle zu Nidda gemacht.“ 3)„Ferner ſey ſie mehremals auf Hexentänzen ge⸗ weſen, namentlich Wallburgi 1660 auf dem Kreuz⸗ weg zu Altenſtadt, 1659 auf dem Grund, da man nach dem Kloſter Engelthal geht und in den Stammer Stammheimer) Lücken, bei welchen Conventen ſie viele(19 mit Namen genannte) Hexen geſehen habe.“ 4)„In dieſe Unfälle ſey ſie deßhalb gerathen, weil ſie von jeher etwas einfältig geweſen, ſich daher mit dem Satan eher abgegeben habe, und weil ſie ferner auch ſchon in Kohden bei Nid da bei einem Hexenmeiſter gedient.“ 61 Die Canzlei zu Burg⸗Friedberg verſendete die Akten zur Urtheilsfällung an die Univerſität Straßburg, welche denn am 30. Januar 1665 durch Urtheil zu Recht erkannte:„weil die Q. mit belialiſcher Tücke und Bosheit zum Abendmahl ge— gangen, die Hoſtie ihrem Belzebub gebracht und un⸗ ſeren Heiland zu verbrennen gewagt, Hexerei zu Zauberei getrieben u. ſ. w. ſo ſolle ſie am Leben beſtraft und durch das Feuer vom Leben zum Tod gebracht werden.“)(Ech. *) Ueber die grauſamen und empörenden Handlungen, wel⸗ che ſich die Gerichte im ſechszehnten und ſiebenzehnten Jahr⸗ hundert gegen vermeintliche Hexen zu Schulden kommen ließen, hoffen wir Nächſtens unſern Leſern ein Mehreres mittheilen zu konnen. D. Red. Auszug eines Schreibens nach Friedberg. Für Ihre freundliche Aufnahme in ihrem freund— lichen Städtchen ſtatte ich Ihnen nochmals meinen herzlichſten Dank ab. Es iſt wahr, im ganzen Groß⸗ herzogthume gibt es nicht leicht einen Ort von glei— cher Größe, in welchem der Gebildete eine ſolche Unterhaltung findet, keinen, welcher in neueſter Zeit durch günſtige Verhältniſſe ſich ſo gehoben hätte, als Ihr Friedberg. Wenn erſt, wie Sie mir ſagten, die Waſſerleitung beendigt und die Or— ganiſation der Schulen, die Sie mir als nahe be⸗ vorſtehend rühmten, erfolgt ſehn wird, dann haben Sie es vor gar manchen andern Städtebewohnern des Landes in vielen Stücken voraus. Ueber etwas aber habe ich mich heglich gewun— dert, und Sie werden mir erlauben, daß ich meine Meinung hierüber Ihnen als eingefleiſchtem Fried— berger unverhohlen mittheile. Während nämlich Friedberg die Beſtimmung erhalten hat, in Kirche und Schule für das ganze Land ein Muſter zu werden, ſehe ich Ihre ſchöne alterthümliche Kirche als Gebäude ſo vernachläſſigt, wie faſt keine andere weit und breit. Wahr iſt's, das Gebäude iſt alt und großartig, und bedarf, um gründlich reparirt zu werden, namhafter Summen. Aber ſoll man des— wegen damit warten, bis ſie deren noch weit mehr bedarf? Wird nicht ein Schaden, der dieſes Jahr mit hundert Gulden hergeſtellt werden kann, wenn er unbeachtet bleibt, übers Jahr zwei, ja dreihun⸗ dert Gulden herzuſtellen koſten? Sind ja doch der Parochianen genug da, auf die man die Koſten ausſchlagen kann! Wenn es aber zur gründlichen Reparatur kommt, ſo müßte vor allen Dingen eine gänzliche und tüchtige Aenderung im Inneren mit den Stühlen vorgenommen werden. Nehmen Sie mirs nicht übel, Ihre Stühle hängen zum Theile da wie Schwalbenneſter, die zu nichts dienen, als daß ſie die Ausſicht ſtören und verhindern, das ſchöne Ganze zu überſchauen und zu bewundern. Wenn nun gar noch, wie bei der Confirmation, zu der Sie ſo gefällig waren mich zu führen, Alles von ſeinen Plätzen laͤuft und ſich um die Confirmanden und den Altar drängt, ſo iſt das fuͤr den, der ſo etwas nie geſehen, wahrhaft empörend. Kam es mir doch vor, als befände ich mich im Augenblicke nicht an einer geheiligten Stätte, ſondern auf der Straße, wo eben eine Anzahl Seiltänzer ihr Weſen triebe, um die ſich die Maſſe des Volkes, die Gaſſen— buben voran, drängt, um ja nichts zu verſäumen und recht nahe zu ſehen fur den geopferten Kreuzer. Iſt das eine heilige Handlung, in welcher Knaben und Maͤdchen auf die Stühle, ja auf die Altäre ſteigen, die Mägde noch ganz in ihren ſchmutzigen Küchengewändern mit ſchreienden Kindern ſich heran drängen, oben die Vögel pfeifen, und hinter den Maſſen die Hunde heulen? So etwas hätte ich, erlauben Sie mir es Ihnen offen zu ſagen, in Friedberg, wo ſich ſo viele wackere Männer, ſo manche Menſchen befinden, welche vom ächten Sinne für das Schöne und Erhabene beſeelt ſind, nimmer— mehr erwartet. Sie haben mir zwar erwidert, daß Das altes Herkommen ſey; allein macht denn altes Herkommen das Häßliche ſchön, das Unanſtändige anſtändig?— Sie haben mir ferner erwidert, die jetzige verkehrte Einrichtung der Stühle laſſe eine beſſere Ordnung nicht zu; allein muß denn dieſe fatale Einrichtung der Stühle bleiben? Haben nicht arme Dörfer viele Hunderte verwendet, um das In— nere ihrer Kirchen anſtändig und angemeſſen her— zuſtellen? Nein, ſagen Sie mir nichts mehr dagegen; ich muß Ihnen die Verſicherung ertheilen, daß ich einer ſolchen Confirmationsfeier, ſo gerne ich ſonſt einer für mich ſo erhabenen Handlung beiwohne, wie ſie jetzt in Friedberg beſteht, nicht mehr Theil nehmen möchte; mein Gemüth würde, ſtatt ſich zu erbauen, nur ſchmerzlich berührt werden über die Entwei— hung des Heiligen. Thun Sie vielmehr das Ihrige, daß dieſer Unordnung ſo bald als möglich geſteuert, und um das zu konnen, eine durchgreifende Aende⸗ rung mit den Stühlen vorgenommen wird. Der Beifall der Beſſeren, und deren iſt ja die Mehrzahl, wird das Unternehmen leicht ausführbar machen. Und daß unter den Bürgern ein recht tüchtiger Sinn für das Beſſere überhaupt, für Verſchönerung Ihrer Kirche insbeſondere herrſcht, davon bin ich vollkommen überzeugt. Wenn ich nicht ſehr irre, ſo habe ich in einer der letzten Nummern des Re⸗ gierungsblattes von einem Vermächtniſſe von 300 fl. geleſen, welches eine dortige Wittwe der daſigen Stadtkirche ausſetzte.“) Das iſt ein nachahmungs⸗ werthes Beiſpiel; es belegt zugleich das, was ich *) Die Wittwe des verſtorbenen Metzgermeiſters und Kir⸗ chenvorſtehers Johannes Kromm vermachte in der That, wie Nro. 17 des Reg. Bl. beſagt, dieſe Summe der Stadtkirche zu Friedberg. D. Red. ber daher gehörende Lerſteigetl 2 ——— 2— 2 .= G S S 2 riedt (521) zwiſchen und das zu benul Strafe v Die den werde Fried Verſt (3522) Uhr„ ſo Putz zu anzulege nanſtandige rwidert, die laſſe eine denn dieſe e Entwei⸗ as Ihrige, 9 geſteuert, de Aende⸗ der daſigel chab mung 8, was ich von den Bürgern vorausgeſetzt habe. Es gibt deren wohl noch Mehrere, denen ihre Kirche das theuere Gotteshaus iſt, dem ſie ſo manche Belehrung und Erbauung verdanken, und gegen das ſie nicht uner— kenntlich ſind u. ſ. w. N. N. Bekanntmachungen von Behoͤrden. S Frucht-Verſteigerung. f (516) Donnerſtag den 13. Juni l. J., Nachmit⸗ tags 2 Uhr, ſoll in hieſigem Rathhauſe der Frucht— vorrath der Pia Corpora beſtehend in 31 Mtr., 3 Sim., 2 Kumpf, 1 Geſch. und 1½ Mäßchen Korn, 6 Mltr. Gerſte, ſodann 3 Kumpf Hafer* f öffentlich an den Meiſtbietenden verſteigert werden. Friedberg den 30. Mai 1839. Der Beigeordnete Bender. Mobilien-Verſteigerung. (520) Mittwoch den 12. Juni l. J., Morgens 9 Uhr, ſollen in dem nunmehrigen Balthaſar Kappes⸗ ſchen Hauſe an der Freiheit, die zur Verlaſſenſchaft der dahier verſtorbenen Karl Göring'ſchen Eheleute gehörende Mobilien einer öffentlichen meiſtbietenden Verſteigerung ausgeſetzt werden, als: 2 Kleiderſchränke, Kommode, Tiſch, Strohſack, Unterbett, Spinnräder, Haspel, 1 Waſchkeſſel, 1 Kaffee⸗ und Milchkanne, 1 zinnener Leuchter und etwas Schuhmacherhandwerkzeug. Friedberg den 30. Mai 1839. In Auftrag großh. heſſ. Landgerichts: Der Beigeordnete Bender. Publican du m. (521) Der ſeither beſtandene Sommerweg bei und zwiſchen Niederweiſel und Butzbach iſt aufgehoben, und das Befahren dieſes ferner nur als Reiterpfad zu benutzenden Seitenwegs, iſt bei der feſtgeſetzten Strafe verboten. Die großh. Bürgermeiſter der umliegenden Or⸗ ten werden erſucht, dieſes öffentlich bekannt zu machen. Friedberg am 30. Mai 1839. 8 Der großh. heſſ. Kreisbaumeiſter Rhumbler. Verſteigerung von Steinbrecherarbeit. (522) Montag den 10. Juni, Vormittags 10 Uhr, ſoll in der Behauſung des Herrn Gaſtwirths Joutz zu Butzbach, das Steinbrechen in einem neu anzulegenden fiscaliſchen Steinbruche zu Butzbach, Ihr ergebenſter : 8222 unter den dabei bekannt gemacht werdenden Beding— ungen an den Wenigſtnehmenden öffentlich vergeben werden. Friedberg den 30. Mai 1839. Der großh. heſſ. Kreisbaumeiſter Rhumbler. a Arbeits-Verſteigerung. (532) Samſtag den 15. Juni, Vormittags 9 Uhr, ſoll auf dem Rathhauſe zu Aſſenheim die in der Pfarrwohnung daſelbſt erforderlichen Baureparaturen an die Wenigſtnehmenden öffentlich vergeben werden. Der Voranſchlag beträgt für die Maurerarbeit mit Material 35 fl. 30 kr. Zimmerarbeit 30„ 48„ Dachdeckerarbeit 15„—„ Schreinerarbeit 171% 200% Schloſſerarbeit 119„—„ Glaſerarbeit 93„—„ Weißbinderarbeit ah, 58„ Spenglerarbeit 58„ 40„ Friedberg den 30. Mai 1839. Der großh. heſſ. Kreisbaumeiſter Rhumbler. Verſteigerung von Brückenbauarbeit. (533) Mittwoch den 12. Juni, Vormittags 10 Uhr, ſoll zu Lindheim die Maurerarbeit zur Erbau— ung einer aus Hauſteinen conſtruirten Brücke über die Seemenbach bei Lindheim öffentlich an den We— nigſtnehmenden in Accord gegeben werden. Plan, Voranſchlag und Bedingungen ſind auf der Geſchäftsſtube des Unterzeichneten einzuſehen. Friedberg den 30. Mai 1839. Der großh. heſſ. Kreisbaumeiſter Rhumbler. Berſteigerung von Brückenbauarbeit. (536) Mittwoch den 12. Juni, Nachmittags 1 Uhr, werden zu Lindheim die noͤthigen Arbeiten und Materiallieferungen zur Erbauung einer 15 Fuß und drei 12 Fuß weiten aus Hauſteinen conſtruir⸗ ten Brücken auf der Provinzialſtraße zwiſchen Lind— heim und Hainchen, öffentlich an die Wenigſtneh— menden in Accord gegeben. Pläne, Ueberſchläge und Steigbedingungen lie⸗ gen auf der Geſchäftsſtube des Unterzeichneten zur Einſicht offen. Friedberg den 30. Mai 1839. Der großh. heſſ. Kreisbaumeiſter Rhumbler. Gras-Verſteigerung. (555) Montag den 17. d. M., Vormittags um 10 Uhr, ſoll in hieſigem Rathhaus das Gras zu Heu und Grummet von 6 Morgen Wieſen in der Lach in 3 Abtheilungen, ſodann von 10/ Morgen der Sauerweide, und 4 Morgen der Ochſenwieſe das Gras zu Heu öffentlich meiſtbietend verſteigert werden. Friedberg den 5. Juni 1839. Der Beigeordnete Bender. 1 Ed eiſen zt aum lia du n g. a (556) In den Hypothekenbüchern der Gemeinde Niederweiſel ſtehen noch die nachfolgend bemerkten Hypothekeneinträge Jahr der 21750 Betrag der Schuldoer⸗ Namen und Wohnort der Schuldner. Namen und Wohnort der Gläubiger. Schuld. ſchreibung. fl. 1789 Ehriſtophel Fett u. Ehefr. Katharina zu Niederweiſel] Eliſabetha Heß zu Butzbach. 40⁰ 1811 Dieſelben. Dieſelbe. 5 5 5 300 1791 Sede 00 Ehefrau Anna Catharina Johann Jacob Kraußgrill zu Niederweiſel. 150 zu Niederweiſel. 1798[ Dieſelben. Eliſabetha Heß zu Butzbach. 150 1803 Dieſelben. Candidat Bauer zu Butzbach. ö 5 60 1792 Schulmeiſter Johannes Jung in Hauſen. Philipp Haub, Schwanenwirth, zu Niederweiſel. 25 1794 Joh. Jacob Heuſer I. u. Ehefrau zu Niederweiſel. Pfarrer Hildebrandt zu Niederweiſel. 100 1799 Jacob Stiegelhuth zu Niederweiſel. Regierungsrath Heß zu Gießen. 100 1801 Derſelbe. Johann Ernſt Freitag zu Butzbach. 150 1801 Konrad Koch, Gerichtsſchöff, und deſſen Ehefrau[Johann Friedrich Trapp zu Butzbach. 60 Catharina zu Niederweiſel. 0 e f 5 g 1808 Andreas Bill, ledig, zu Niederweiſel. Gerichtsſchöff Phitipp Reuter jun. zu Niederweiſel. 54 1812 e 7 155 I. und Ehefrau Eliſabetha zu Philipp Reuter III. zu Niederweiſel. 140 iederweiſel. 1814 Johann Jacob Stiegelhuth und Ehefrau Suſanna] Johann Ernſt Freitag zu Butzbach. 180 zu Niederweiſel. 5 f 1821 Joh. Jacob Krausgrill und Ehefrau Catharina[Bernhard Küchel zu Butzbach. 100 zu Niederweiſel. 5 1799[ Konrad Haub Jun. zu Niederweiſel. Vormundſchaft über Konrad Seulburgers Kin 300 der zu Butzbach. offen, obgleich die Schuldner reſp. deren Erben den Fortbeſtand der conſtituirten Pfandrechte widerſprechen und behaupten, daß die vorbemerkten Kapitalien längſt abgetragen, die Schuldurkunden aber verloren gegangen ſeyen. Da ſonach dieſelben zur Löſchung nicht vorgelegt werden können, ſo werden alle, welche auf die vorgedachten Schuldurkunden und aus den darnach ſtattgehabten Verpfändungen Anſprüche zu haben vermeinen, aufgefordert, ſolche ſogewiß binnen 6 Wochen hier anzuzeigen, als ſonſt jene Schuldverſchreibung für mortificirt erklärt, ſofort die deßfallſigen Einträge in den Hypothekenbüchern gelöſcht werden ſollen. Friedberg den 21. Mai 1839. Großh. heſſ. fuͤrſtl. ſolmſ. Landgericht Hofmann. Eid i e t a ell a d u n g. (557) Bei den in der Provinz Oberheſſen im Jahr 1830 ſtattgehabten tumultuariſchen Exceſſen ſollen folgende der Kirche zu Södel zugeſtandene Schuldverſchreibungen Wohnort Betrag der Jahr und Tag der 0 e 5 uld. 5 15 e eee deſſelben.— 9 Schuldverſchreibungen. 1 Johannes Dillenburger und Ehefrau Apollonia. Södel. 15 11. November 1816. 2 Abraham Weiß und Frau, Eliſe Dorethea. Södel. 30 11. November 1816. 3 Johannes Väth und Frau, Anna Dorothea. Södel. 100 12. November 1816. 4[Ludwig Müller und Chefrau, Anna Dorethea. Södel. 18 11. November 1816. 5 Friedrich Diehl und Ehefrau, Margaretha. Sbdel. 20 11. November 1816. 6[Heinrich Benders Wittwe. Södel. 150 3. Januar 1816. 7[Konrad Bender und Frau, Anna Dorothea. Södel. 150 17. Dezember 1819. 8 Johannes Stengels Frau. Södel. 100 29. April 1815. 9[Peter Bender und Frau Eliſabetha. Södel. 200 31. Juli 1813. 10 Chriſtoph Diehl und Frau, Chriſtiane. Södel. 350 10. Dezember 1819. 11 Johann Georg Buß und Frau, Catharina. Södel. 80 6. Mai 1818. 12 Ludwig Rieß und Ehefrau, Margaretha. Södel. 250 Dezember 1819. 14 durch die Meuterer verbrannt worden ſeyn, und hat deshalb der gläubigeriſche Fonds um anderweite Ausfertigung dieſer Schuldurkunde gebeten. Bevor jedoch dieſem Geſuche zu deferiren ſteht, werden alle, welche auf die vorgedachten Schuldverſchreibungen Anſprüche zu haben vermeinen ſollten, aufgefordert, dieſelben ſo gewiß binnen 8 Wochen hier anzuzeigen, als ſonſt dem geſtellten Geſuche ſtattgegeben und die anderweite Verpfändung der Unterpfänder gerichtlich beſtätigt werden wird, die älteren Schuldurkunden aber fuͤr mortiftzirt erklärt, und die deßfallſigen Einträge in den Hypothekenbüchern geſtrichen werden ſollen. Friedberg den 24. Mai 1839. Großh. heſſ. fuͤrſtl. ſolmſ. Landgericht Hofmann. 560) De 105 Wieser zelnen Abthe und zwar; Montag d in der Beha ungefähr 9 an demſelbe Agefahr 90 Dienstag de in der Beh von ungef IV. Mittwoch von ungef Florſt— 2 (560) 9 Uhr, ſole Diſtrilt h 10 2 unter den werdenden den. 300 derſprechen r verloren Ae, welche e zu haben 1 dreibung den ſollen. dgericht teſſen ſollen 1819. anderwele erden alle, ufgefordet, en und die idurkunden rden ſollen idgericht 169— Bekanntmachung. (558) Montag den 17. Juni J. J., des Vormit⸗ tags um 10 Uhr, ſollen auf dem Rathhaus zu Rocken⸗ berg das Brechen von 4/0 Klafter Steine in dem Griedeler Steinbruch, ſo wie das Fahren auf die Chauſſee, Setzen und Kleinſchlagen derſelben, und die Wiederherſtellung der Graben und Banquetts an die Wenigſtnehmenden verſteigert werden. Rockenberg den 4. Juni 1839. f Der großh. heſſ. Buͤrgermeiſter Dietz. Arbeits-Verſteigerung. f (559) Mittwoch den 12. d. M., des Vormittags 11 Uhr, ſollen zu Fauerbach J. auf Ort und Stelle nachſtehende Arbeiten an Wenigſtnehmende in Accord gegeben werden: 1) Die Fahrbarmachung des ſogenannten Kappes⸗ weg, 20 5 Mulde zu pflaſtern, 3) die Herſtellung eines Stuͤckes Mauer um den Friedhof. Die gr. Bürgermeiſter der Nachbarſchaft werden erſucht, dieſes in ihren Gemeinden zu veröffentlichen. Fauerbach I. den 4. Juni 1839. Der großh. heſſ. Buͤrgermeiſter Werner. Heugrasverſteigerung. (560) Von nachbeſchriebenen freiherrl. von Löw'⸗ chen Wieſen ſoll das diesjährige Heugras in ein⸗ zelnen Abtheilungen meiſtbietend verſteigert werden, und zwar: I. zu Bauernheim Montag den 17. d. M., Vormittags um 8 Uhr, in der Behauſung des Herrn Gaſtwirths Höres von ungefähr 9 Morgen; II. zu Florſtadt an demſelben Tag, Nachmittags um 1 Uhr, von ungefähr 90 ¼ Morgen; III. zu Niedermockſtadt Dienſtag den 18. d. M., Vormittags um 8 Uhr, in der Behauſung des Gaſtwirths Kraften Wittwe won ungefähr 22 Morgen und IV. zu Löwenthal bei Wiſſelsheim Mittwoch den 19. d. M., Vormittags um 10 Uhr, von ungefähr 32 Morgen. Florſtadt den 4. Juni 1839. Der freiherrl. v. Löw'ſche Rentmeiſter Müller. Bekanntmachung. (561) Montag den 10. d. M., Vormittags 9 Uhr, ſollen in dem Gemeindswald zu Langenhain Diſtrikt Hühnerpfad, Reviers Hochweiſel; 19 9 Stecken eichen Schälholz, 2) 1900 eichen Schälwellen, unter den bei der Verſteigerung bekannt gemacht werdenden Bedingungen meiſtbietend verſteigert wer⸗ den. Dann ſollen Nachmittags 2 Uhr mehrere Re— paraturarbeiten an den Pfarr⸗ und Schulgebäuden wie eine Mauer im Pfarrgarten aufzuführen in Accord gegeben werden. Ueberſchläge ſind auf dem Bureau des Unterzeichneten einzuſehen. Langenha in den 5. Juni 1839. Der großh. heſſ. Burgermeiſter Huth. Holz ⸗Verſteigerung. (562) Nächſten Dienſtag den 11. d. M., Mor⸗ gens 9 Uhr anfangend, werden in den freiherrlich von Franckenſtein'ſchen Waldungen dahier folgende Holzſorten verſteigert: A. In dem Diſtrikt ober der Querſchneiße: 10 6¼ Stecken eichen Scheitholz, 222 5„ Prügelholz, 3) 6„„ Stockholz, 4) 44 Stämme eichen Bau- und Werkholz, zu⸗ ſammen circa 4800 Cub. Fuß enthaltend, 5) 100 Stück eichen Wellen. B. Im Diſtrikt unter der Querſchneiße: 19 11 Stecken buchen Scheitholz, W gemiſchtes Pruͤgelholz, 3) 350 Stück buchen Wellen, 4) 275„ gemiſchte„ 5),150%% kiefern 6) 150„ Backwellen. C. Im Diſtrikte Mörler Unter, an der Uſinger Straße: 1 1 Stecken gemiſchtes Prüͤgelholz, 2) 200 Stück dergleichen Wellen. D. Im Diſtrikt Tannenwieſe: 10 1½ Stecken kiefern Scheitholz und 2) 62 Stück kiefern und weißtannen Wellen. E. Im Diſtrikt Heide: 19 14,600 Stück Bohnenſtangen und 2) 3050 Stück kiefern Wellen. Die Verſteigerung beginnt in dem Diſtrikte ober der Querſchneiße. Ockſtadt den 6. Juni 1839. Brömſer. Pumpen ⸗ Arbeits-Verſteéigerung. (563) Dienſtag den 11. Juni d. J., Vormittags 11 Uhr, ſoll in dem Buͤrgermeiſterei-Büreau das Anfertigen einer neuen Pumpe in einen 36 Fuß tiefen Brunnen nochmals an den Wenigſtfordernden in Accord gegeben werden. Die Herrn Bürgermeiſter werden erſucht, dieſes in ihren Gemeinden veröffentlichen zu laſſen. Ilbenſtadt den 6. Juni 1839. Der großh. heſſ. Bürgermeiſter Dickenberger. Heugras-Verſteigerung bei dem großh. Rentamte Nidda. (564) Donnerſtag den 20. Juni l. J., Vormittags von 9 Uhr an, wird das dießjährige Heugras von dem neu zu Wieſen angelegten 96¼ Morgen hal⸗ tenden echzeller Teich, an Ort und Stelle in einrel— — 1 nen abgeſteinten Abtheilungen öffentlich meiſtbietend verſteigert, wozu man Liebhaber mit dem Bemerken einlabet, daß der Grasbeſtand vorzüglich iſt, und aus den beßten Gras- und Kleeſorten beſteht. Bingenheim den 1. Juni 1839. Der großh. Rentamtmann Amend. Verſteigerung auf den Abbruch. (565) Montag den 10. Juni l. J., Morgens 9 Uhr, ſoll das hieſige alte von Eichenholz erbaute zweiſtöckige Rathhans auf den Abbruch meiſtbietend verſteigert werden. V Kleinkarben den 4. Juni 1839. Der großh. heſſ. Bürgermeiſter Schmidt. Verſteigerung von Brückenbauarbeiten zu Schotten. (566 Donnerſtag den 13. Juni, Vormittags 10 Uhr, ſollen die zur Erbauung der Niddabrücke bei Schotten nöͤthigen Arbeiten und Materiallieferungen oͤffentlich auf dem Rathhauſe in Schotten an die Wenigſtnehmenden in Accord gegeben werden. Der Maurerarbeitslohn beträgt nach dem Voran— ſchlag 658 fl. 23 kr. Die Steinhauerarbeit 2056„ 43„ Der Zimmerarbeitslohn am Pfahlroſt 106„ 9 Die Materiallieferung beſteht in 15 Cubklftr. Steine, 2 Cubklftr. Sand und 600 Eubfß. Ziegel- mehl. Pläne, Voranſchläge und Steigbedingungen lie— gen auf dem Bureau des Unterzeichneten zur Ein— ſicht offen. Nidda den 4. Juni 1839. Der großh. heſſ. Kreisbaumeiſter Süffert. Verſteigerung von Planir-,Chauſſir- und Pflaſterarbeiten. (567) Samſtag den 15. Juni, Vormittags 10 Uhr, ſollen in Selters bei Wirth Glas die zur Planirung und Chauſſirung der Fahrbahn und Pfla— ſterung der Banquette im Orte Selters nöthigen Arbeiten öffentlich an die Wenigſtnehmenden in Ac— cord gegeben werden. Die Bedingungen liegen auf dem Bureau des Unterzeichneten zur Einſicht offen. Nidda den 4. Juni 1839. Der großh. heſſ. Kreisbaumeiſter Süffert. Gras-Verſteigerung. (568) Das diesjährige Gras zu Heu und Grum— met von nachgenannten gräft. Solms-Rödelheimi— ſchen Wieſen ſoll in einzelnen Abtheilungen meiſt— bietend verkauft werden, und zwar 1 von dreiſig Morgen in der Wickſtädter Gemar⸗ kung: Dienſtag den 18. Juni, Vormittags 10 Uhr, in der Behauſung des Wirths Reul zu Wickſtadt; 29 von 200 Morgen in der Niederwöllſtädter Ge⸗ markung: 5 50 Donnerſtag den 20. Juni, Vormittags 10 Uhr, in der Behauſung des Wirths Arnoldt zu Niederwöllſtadt. Aſſenheim den 4. Juni 1839. Die grä fl. Solmſiſche Rentei daf. Hofraithe-Verſteigerung. N (569) Donnerſtag den 4. Juli l. J., Vormittags 9 Uhr, ſoll die zum Wilhelm Rahn'ſchen Nachlaſſe dahier gehörige Hofraithe erbvertheilungshalber auf hieſigem Gemeindehaus einer öffentlichen Ver— ſteigerung ausgeſetzt werden. Die Hofraithe beſteht: 1) aus einem zweiſtöckigen Wohnhaus mit meh⸗ reren heitzbaren geräumigen Zimmern, Keller ꝛc. 2) einem Nebenbau mit Boden ꝛc., 3) einem Brennhaus, 4) Stollung für Pferde, Rindvieh ꝛc. und 5) einer Scheune mit einem gewölbten Keller. Die Hofraithe befindet ſich nahe an der Haupt⸗ ſtraße und iſt zur Einrichtung einer Wirthſchaft oder eines ſonſtigen Geſchäfts ſehr vortheilhaft ge⸗ legen, wozu außer der Bequemlichkeit im Raume de. die erforderlichen Gebäude vorhanden ſind. Kaufliebhaber, welche inzwiſchen die Hofraithe einzuſehen wünſchen, beliebe ſich an Herrn Boy dahier zu wenden, welcher gern die nöthigen Auf— ſchlüſſe ertheilen wird. Altenſtadt am 4. Juni 1839. Der großh. heſſ. Bürgermeiſter Brack. l Gras- Verkauf. (570) Samſtag den 22. d. M., Nachmittags 2 Uhr, ſoll das diesjaͤhrige Gras der Gemeinde Bauern— heim bei dem Gaſtwirth Gotthard Walter daſelbſt öffentlich meiſtbietend verkauft werden. Oſſenheim den 6. Juni 1839. Der großh. heſſ. Bürgermeiſter Keller. Gras- Verkauf. (571) Samſtag den 22. d. M., Vormittags 10 Uhr, ſoll das diesjährige Gras der Gemeinde Oſſen— heim auf dem Rathhauſe daſelbſt öffentlich meiſt— bietend verkauft werden. Oſſenheim den 6. Juni 1839. Der großh. heſſ. Buͤrgermeiſter Keller. Bau- und Werkholz⸗Verkauf. (572) Montag den 17. d. M. werden in dem Hain bei Muͤnzenberg 200 eichen Bau- und Werk⸗ holzſtämme von vorzüglicher Brauchbarkeit meiſtbie— tend verkauft werden. Gegen Bürgſchaft wird ein Credit bis Martini d. J. ertheilt. Der Anfang iſt Morgens 9 Uhr. Arnsburg am 1. Juni 1839. Fabrizius, Rentamtmann. (481) b guſt bezogen Friedbe 2 (542) E 18 Schuh den dazu ge zugeben in 0 (545) bezogen w (575) aunehmba Derſel! Menſchen Msgeb Ein vol! (6700 Fliegenger lermeiſter 577) um 4 Uh ſeines N. und en Kelle. ebe le Hofraithe Herrn Boy a 2 chigen Auf⸗ Durgermeiſte achmittags unde Bauern Ater daſelbſt ürgermeiſtet mittags 10 einde Oſſen, entlich meiſt Zürgermeiſtr den in den und Wer keit meiſtbi⸗ bis Marin Jentamtmall. — 171— Bekanntmachung. (573) Bei einem dahier zur Unterſuchung gezoge—⸗ men Burſchen hat ſich ein Geſangbuch unter dem Titel„allgemeines evangeliſches Geſangbuch für das Großherzogthum Heſſen, 18. Auflage. Darmſtadt, gedruckt bei L. C. Wittich 1834,“ eingebunden in ſchwarzes Papier, verſehen mit dem Namen St. Stock 1835 auf dem Umſchlag, gefunden, über deſſen Erwerb ſich jener nicht auszuweiſen vermag, daher ein jeder, der hierzu im Stande, dieſes als— bald zur Anzeige zu bringen hat. Dorheim am 6. Juni 1839. Kurfuͤrſtl. Juſtizamt Halberſtadt. Gras⸗Verſteigerung. (574) Montag den 17. Juni, Vormittags 8 Uhr, ſoll auf dem hieſigen Gemeindehauſe das Gemein⸗ degras zu Heu, ungefähr 190 Morgen, an den Meiſtbietenden verſteigert werden. Die Herren Bürgermeiſter wollen dieſe Bekannt— machung in ihren Gemeinden gefalligſt veröffent— lichen laſſen. Florſtadt den 5. Juni 1839. Der großh. heſſ. Buͤrgermeiſter Götz. I Privat⸗Bekanntmachungen. Ein vollſtändiges Logis (481) hat zu vermiethen(und kann Anfangs Au— guſt bezogen werden) Friedberg den 15. Mai 1839. Joh. Füller, in der Burgvorſtadt. Bekanntmachung. (542) Ein noch im beßten Stande befindliches 13 Schuh weites modernes, ſtarkes Hofthor, nebſt den dazu gehörigen ſteinernen Thorpfeilern iſt ab— zugeben in Niede reſchbach in Nro. 59. Ein vollſtändiges Logis (545) hat zu vermiethen(und kann Ende Auguſt bezogen werden.) g Adam Weſp. Ein Schreinergeſelle (575) kann in der Nähe von Friedberg unter annehmbaren Bedingungen ſogleich in Arbeit treten. Derſelbe Meiſter ſucht auch einen braven jungen Menſchen in die Lehre, mit oder ohne Lehrgeld. Ausgeber dieſes ſagt wo? Ein vollſtändiges 2ſpänniges engliſches (576) gelb plattirtes Kummetgeſchirr und ein Fliegengarn für ein Pferd hat zu verkaufen Satt⸗ lermeiſter Falck. Bekanntmachung. (577) Mittwoch den 12. d. M., Nachmittags um 4 Uhr, will der Unterzeichnete das Ausgraben ſeines Mühlbachs von 160 Klafter Länge, 12 und 8 Fuß Breite und 4 Fuß Tiefe an den Wenigſt⸗ nehmenden öffentlich verſteigern. Vorbach, Müller auf der Hockenmühle bei Friedberg. Fahrgelegenheit. (578) Ein geehrtes Publikum ſetzen wir hiermit in Kenntniß, daß wir unſere bisher beſtandene An— ſtalt zur größeren Bequemlichkeit der Reiſenden, und um Aller Wünſche zu befriedigen vom 2. Juni an ſo erweitert haben, daß nicht nur wie ſeit mehreren Jahren täglich ein bequemer Familienwagen Morgens 5 Uhr von Friedberg nach Gießen und Abends von da zurück, ſondern auch noch ein zweiter Wagen jeden Nachmittag um 4 Uhr von Friedberg nach Gießen und Morgens um 5 Uhr von Gießen nach Fried— berg abfährt, ſo daß die Reiſenden, welche ſich der— ſelben bedienen wollen, in einem Tage von Frank— furt nach Gießen, als auch von Gießen nach Darm— ſtadt gelangen koͤnnen. Indem wir damit die An— zeige verbinden, daß wir künftig nicht mehr wie bisher vom Gaſthaus zum„Einhorn,“ ſondern am Gaſt— haus zum„Darmſtaͤdter Haus“ an- und abfahren, und der Inhaber des letztgenannten Gaſthofes, Herr Buſch, alle dahin einſchlagenden Beſtellungen an— nimmt, erlauben wir uns die Erklärung beizufügen, daß wir alles thun werden, was in unſern Kräften ſteht, jeden billigen Wunſch der Reiſenden zu be— friedigen. Der Preis für eine Perſon iſt von Gießen nach Friedberg, wie von Friedberg nach Gießen 48 Kr. Friedberg im Juni 1839. Die Geſellſchaft der Familienwagen: H. Hanſtein& Comp. Schwalheimer Mineralbrunnen. (579) Sonntag den 9. Juni l. J., iſt am hieſigen Mineralbrunnen gutbeſetzte Harmonie- und Tanz⸗ muſik anzutreffen, wozu höflichſt einladet Schwalheimer Mineralbrunnen den 6. Juni 1839. Henkel. Sommerbeluſtigung zu Ockſtadt. (580) Sonntag den 9. Juni l. J. iſt gut beſetzte Tanzmuſik, gute Speiſen und Getränke nebſt billiger und prompter Bedienung bei mir anzutreffen und bitte deßhalb um gütigen Zuſpruch. Ockſtadt. Krug. Lamboifeſt. (581) Donnerſtag den 13. und Sonntag den 16. Juni iſt im Nauheimer Hochwald gutbeſetzte Tanz⸗ muſik anzutreffen, wobei ich für gute Speiſen und Getränke beßtens ſorgen werde. Alle diejenigen, welche mich mit ihrem Beſuche beehren wollen, lade ich hiermit höflichſt ein. Nauheim den 6. Juni 1839. Johs. Fritzel. Sehr ſchönes billiges Band, (582) bedeutend unterm Fabrikpreis, iſt zu haben bei M. Maul. 8 Zu vermiethen. (583) Bei mir iſt der unterſte Stock, beſtehend in einem vollſtändigen Logis, zu vermiethen und den 1. Juli zu beziehen. Heinrich Stemmler. Holzverſteigerung. (584) Montag den 10. Juni 1839 ſollen in dem dem Herrn Baron Carl v. Rothſchild gehörigen Wald⸗ diſtrikt Altenberg bei Rodheim 3450 eichen Schäl⸗ holz⸗Wellen öffentlich meiſtbietend verſteigert werden. Okarben den 5. Juni 1839. Hilgenreiner. Einladung. (585) Sonntag den 9. Juni, iſt bei dem Unter⸗ zeichneten gut beſetzte Tanzmuſik, und Abends zur Feier des Geburtsfeſtes Sr. Hoheit des Erbgroß— herzogs Illumination und Feuerwerk im Garten, wozu höflichſt einladet. Fr. Chr. Sieck, Friedberg. vor dem ehemaligen Mainzerthore. Weiſe⸗-Rübenſaamen, (586) friſcher, ſelbſtgezogener, iſt zu verkaufen bei Heinrich Preußer. Alle Sorten Pflanzen (587) ſind zu haben bei Schreinermeiſter Win⸗ decker an der Kirch. Einen Schmeer, (588) pr. Pfd. 6 kr., der ſehr anwendbar zum Schmieren der Obſtbäume bei Vertilgung der Rau— pen iſt, hat zu verkaufen. Fauerbach II. Gottſchalk Simon. Empfehlung. 5 (589) Unterzeichneter, der vor mehreren Jahren von hier wegzog, und jetzt wieder hier wohnt, bringt zur allgemeinen Kenntniß, daß er ſein Geſchäft als Steindecker hier wieder angefangen hat, und bittet um geneigten Zuſpruch. Friedberg. Carl Schneider. wohnhaft bei Schmidtm. Oberländer. Eine Taſchenuhr (590) mit ſchildkrötenem Gehäus iſt am 12. Mai auf der Straße von Butzbach nach Vilbel verloren worden. Der redliche Finder wolle ſie gegen ange— meſſene Belohnung an die Exp. d. Bl. abgeben. Ein angenehmes Logis (591) iſt zu vermiethen und kann bis zum Monat Auguſt bezogen werden bei Johannes Rückert. — Unterzeichneter hat eine kleine ſehr zweck— mäßige Maſchine anfertigen laſſen, die allen Behör⸗ den zu empfehlen iſt, welche Stempel abzu⸗— drucken haben. Wer ſie anzuſehen wünſcht, be⸗ liebe ſich an denſelben zu wenden. C. Bindernagel. Literariſche Anzeige. Bei C. Bindernagel in Friedberg iſt vorräthig: Dilthey, über das Verhältniß der Real⸗ und Gewerbſchulen zu den Gymnaſien, Univerſitäten und zum Staatsdienſt und ſeine fernere Geſtal⸗ tung in den teutſchen Staaten. 36 kr. Schacht, Beleuchtung der Dilthey'ſchen Schrift über das Verhältniß der Real- und Gewerbſchu⸗ len zu den Gymnaſien, Univerſitäten c. 32 kr. Strahlheim, Univerſal-Mythologie oder vollſtän⸗ dige Götter- u. Fabellehre aller Völker der Erde. 2 fl. 42 kr. Fruͤchte⸗-Preiſe hier in Friedberg: Waizen: 10 fl. 30 kr. Korn: 7fl. 15 kr. Gerſte: 5fl. 30 kr. Hafer: 3 fl.— kr. Erbſen:— fl.— kr. Fruͤchte⸗Preiſe zu Frankfurt, am 22. Mai: Waizen: 10 fl.— kr. Korn:— fl.— kr. Gerſte: 5 fl. 40 kr Hafer: 3 fl. 10 kr. Erbſen:— fl.— kr. Fruͤchte⸗-Preiſe zu Mainz, am 31. Mai: Waizen: 10 fl. 2łkr. Korn: 7fl. 19 kr. Gerſte: 5 fl. 31 kr. 8 Hafer: 3 fl. 30 fr. Erbſen:— fl.— kr. Polizei-Taxe fuͤr die Staͤdte Friedberg und Butzbach vom 9. bis 16. Juni 1839. pfo[ Brod ⸗Preiſe. Friedberg Butzbach. Ie ef kr. pf. 1 Leib ⸗Roggenbrod 212 2162 2 7 7 5 1 5 1 4„ 77 10 1 10 5 Loth. Lotb —[Milchbrod 114% 1 4¼ —[Waſſerweck 5 1135 11— —[Gemiſchtes(Tafel-) Brod 11 5% 1 Fleiſch-Preiſe. 5 5 pf. pf. 1(Ochſenfleiſch 11— 11— „Kübhfleiſch 82 8— „ Rindflleiſch 2 7 „ Kalbfleiſch 9 K „ Schweinenfleiſch 104 10 1 „Hammelfleiſch SFE „ Schaaflleiſch. n „Wurſt von blos Schweinen 12— 12— „Gemiſchte Wurſt 104— 104— Bratwurſt 15— 14— „Schwartenmagen 16— 16— „ Geräucherter Speck 22— 22— „Schinken 115— 115— „Dörrfleiſch 16— 16— „ Schweinenſchmalz, ausgelaſſen 201— 20— n unausgelaſſen 18— 18— „Nierenfett 18— 18— Hammelsfett 15— 115— Der großh. heſſ. Kreisrath d. K. F. Küchler. Gedruckt und verlegt unter Verantwortlichkeit von Carl Bind ernagel in Friedberg. E 2 Die! Sie deßhal ganz voll Eremplar N a8 mißbill gemüſſigt e Bei welche in Jahren üb. bin ich ver J Sind true D Wir gan Ge