2 neee 88888 8— Intelligenzblatt für die 8 0 N „Provinz Oberhessen im Allgemeinen, den Kreis Friedberg und die angrenzenden Bezirke im Beſonderen. Sonnabend, den 8. September f Linné'iſche Litanei. Nach den 24 Claſſen des Linné'iſchen Pflanzenſyſtems in eben ſo viele Bitten gebracht von Pater Fidelis. An Linnéfeſt, den 24ſten Mai 1837, zu Ebenhauſen bei München von Profeſſor Dr. Zuccarinis). Verewigter Vater Linnäus! Wem der Allmächtige die Kraft gegeben hatte, arf dieſer Erde einzudringen in das Weſen alles Erſchaffenen, gleich Dir, wer dann gewuchert hat nit ſeinem Pfunde, wie Du, dem iſt auch ſpäter geſchehen, wie dem getreuen Knechte; er iſt über Tauſende geſetzt worden und darf ſegnend und ſchüz— und auf ſeine Jünger herabblicken, die ſeinen Pfa— den folgen, darf ſie ermuthigen auf ihrer Bahn, und hören auf ihr Rufen. Wir haben unſere Bitten geknüpft an Deine Lieblinge, die Pflanzen, die Du ſbſt bezeichnet haſt als die ſchweigſamen Träger der höchſten und innigſten Gefühle, welche die Menſchen— beuſt bewegen; wir haben ſie gereihet nach der Weiſe, rie Du in Anordnung der Pflanzenwelt uns gelehrt kaſt. Verleihe ihrer Gewährung Deine Fürſprache bei unſer Aller Vater! I. Bitte oder Claſſe. Laſſe nicht die Blüthe ihne Wuͤrze, und verſöhne wieder die Schärfe des Gewuͤrzes durch die Lieblichkeit der Blume(Scita- *) Wir verdanken Vorſtehendes der Gefälligkeit des Herrn Revierförſter Weihl. Verſtändlich iſt es freilich nur De m, welcher in Linné's Pflanzenſyſtem eingeweiht iſt. Die Red. mineae), damit Jeder ſich gerne reihe in der erſten Klaſſe erſte Ordnung. II. Schenke jedem den wuͤrdigen Frieden des Oelbaums, der aus der Schaale der Frucht frei— gebig das fette Oel ſpendet zum Nutzen der Welt, aber im eiſenharten Kern ſich bewahret die Selbſt— ſtändigkeit des eigenen Hauſes. III. Laſſe immer den Erndtekranz voll und ſchwer ſich auf des Schnitters Schläfe ſenken, und aus der grünen Schwerter Mitte ſtets die freundliche Lilie blühen. IV. Verjünge dem Silberbaum immer zur rech ten Zeit die klingenden Blätter; lehre uns aber noch viel mehr, verewigter Meiſter! am Beiſpiele der Dir geweihten Pflanze(Linnaea borealis) er⸗ kennen, wie Beſcheidenheit zum unſterblichen Ziele führt. V. Laß den Mannsſchild(Androsace) ſich kräf⸗ tig erheben zur Zeit der Gefahr, Sinngrün und Epheu nie welken über dem Bilde der abgeſchiedenen Lieben, den Wein fröhlich machen das Herz der Lebenden. Gieb Kartoffeln die Fülle jedem un— berufenen Schreier— eine Priſe Tabak dem Be— denklichen— leite an den rankenden Armen der Liane himmelwärts die Sehnſucht des Zweiflers. Zeichne den frömmelndeu Gleißner(Aetusa Cynapium) vor aller Welt Auge! VI. Erhalte die Schönheit der Lilie ohne den beizenden Kochgeruch des Lauchs oder die giftige Zugabe der herbſtlichen Zeitloſe. Erwirke dem, der einmal das Rechte erſchaut, daß ſich ſein Auge 0 nimmermehr verdüſtre und daß er ungeſtraft auch unter Palmen wandle. VII. Treibt uns das Schickſal in die Fremde, gieb uns allenthalben das Gedeihen, das die Ka— ſtanie bei uns findet, und gleich ihr das Vermögen, durch wohlthätigen Schatten den Schutz zu vergelten. VIII. Verleihe Jedem, den ſein Unſtern dazu verdammt hat, nur als Aetzmittel wohlthätig zu wirken, auch die zähe Rinde des Seidelbaſtes, um dieſe Beſtimmung auszuhalten. IX. Spende Lorbeer und Rhabarber in ſpär⸗ lichem Maaße! X. Erhalte uns ſchwindelfrei auf ſteilen Höhen, gleich der Alpenroſe, und feſt im Beharren wie der Steinbrech, deſſen zarte Wurzeln endlich die Felſen klüften. XI. Gieb Segen dem häuslichen Sinne, welcher der Hauswurz ähnlich auch auf magerem Boden oder dem Schutte üppiger Vorzeit ſein gedeihliches Auskommen findet. XII. Erhalte der Noſe den jungfräulichen Duft; laß die Myrthe nicht welken, bis die Cypreſſe ſie beſchattet, und aus der Granatblüthe glühendem Roth ſtets nur edle Frucht ſich geſtalten. XIII. Setze die Nießwurz in ihr altes Recht; es thut Noth! Spare den Eiſenhut für kranke Zeiten. Lehre uns mit reinem Sinne erkennen das Myſterium der Lotusblume, in deren Kelche der Gott des Schweigens ſitzt. XIV. Verbinde in uns mit der trägen Fähigkeit der Lippenblüthigen, die, zerdrückt, Jedem ihre Düfte preisgeben, auch die Kraft, nicht von Jedem un— geſtraft gerieben zu werden. XV. Gönne jedem Kohlkopf ſeinen Frieden, bis er als Sauerkraut gerichtet wird, und laß gedeihen Rettig und Meerrettig als unſchuldige Epigramma— tiker. Lehre uns zugleich, nur vertrauten Freunden offenbaren unſrer Herzen Geheimniß, wie die Nachtviole nur der ſchweigenden Nacht ihre Düfte ſpendet. XVI. Entferne aus jedem wohlgeordneten Sy— ſteme die Baſtarde des Zufalls oder des übermüthi— gen Luxus, ähnlich denen der Pelargonien, deren Unarten für Arten gelten ſollen. Gieb jedem guten Gedanken des Wollbaums Fruchtbarkeit und des Baobab's(Adansonia digitata) Dauer. XVII. Segne Jeden mit dem Kleeblatte treuer Freunde, mit der Hausfrau, züchtig wie Mimoſa, und laſſe des Pythagoras Bohnen an ihm vorüber— gehen. XVIII. Warne in des Johanniskrauts(Hype ricum pervoratum) durchlöcherten Blättern vor der Vielbrüdrigkeit. XIX. Halt uns gleich entfernt von der ſtutzer⸗ haften Menge, die in glänzender Spreu und Spel⸗ zen ſich gefällt, gleich den Strohblumen, wie von dem Cynismus der Diſteln. XX. Gieb der Weibermännigkeit wenigſtens im⸗ mer das liebliche Aroma der Vanille. XXI. Laß jede edle That ihre Eichenkrone fin⸗ den, aber auch Eichen wachſen die Fülle, damit keine Perle unter die Schweine geräth. XXII. Nach Boden und Standort gieb Hopfen und Hanf, jenem zur Luſt, dieſem zur Warnung reichliches Gedeihen. XXIII. Du ſelbſt, Meiſter! haſt ſie noch ver⸗ worfen, wie ſollten wir in dieſer Form uns an Dich wenden; dagegen neige Dein Ohr der XXIV. Bitte, daß das verzagte Gemüth ſich ſo ſchnell wieder verjünge und erhebe in dem Be- wußtſeyn der eignen Kraft und der Freude des Schaffens, als das vertrocknete Laubmoos ſich neu belebt, wenn labender Thau es befeuchtet. Erlöſe uns indeſſen von anderweitiger Kryptogamie und allem Uebel. Amen. Wetterauer Chronik. Im Jahr 1792 ließ ſich ein übelberuͤchtigtes Subjekt, Namens Karl Wilh. Friedr. Schaber, der ſich Prefeſſor nannte und der Sohn eines würtem— bergiſchen Geiſtlichen war, ſich in vielen Oertern Deutſchlands herumgetrieben, nirgends aber ſich gut aufgeführt, manchen ehrlichen Mann belogen und betrogen, darum in mehreren öffentlichen Blättern aber, z. B. Nro. 67 und 68 des Anzeigers(der Deutſchen) vom Jahr 1792, als ein Vagabund dargeſtellt, der ſeine Frau böslich verlaſſen, in Nro. 154 der Leipz. Zeitung von 1788 ſogar we— gen eines entwendeten Pferdes und Cabriolets mit Steckbriefen verfolgt wurde, in Cöln und Düſſel⸗ dorf für den Herrn Hofrath Schiller von Jena, in Mühlheim am Rhein für den Herrn Candidaten Wilhelmi ausgegeben ꝛc., in Burgfriedberg nie— der, und gab eine„Wetterauer Chronik“ heraus, die aber nur bis zum 34. Stücke(wöchentlich 2 Bl. in 8.) dauerte und am 26. Oktober 1792 endete, wo Houchard mit den Franzoſen in Friedberg ein— rückte. Er hat ſich auch mit einem 4. Bande einer Fortſetzung von Virgils Aeneide traveſtirt v. Blu— mauer, ſo wie einem traveſtirten„verliebten Ovid“ beſchmutzt. Aber weder ſeine Zeitungsſchreiberei noch ſein Anerbieten, Unterricht in der franz. Sprache „und andern Wiſſenſchaften“ zu ertheilen, noch ſeine Rechtfertigung in Nro. 13 ſeiner Chronik, worin er erklärt, er wolle in Zukunft durch Rechtſchaffenheit alle Beleidigungen an ſeinen Mitmenſchen ausſüh⸗ nen, fanden großen Anklang, oder Vertrauen bei dem Publikum. Wo mag er wohl ſpäter hingekom— men ſeyn? 14 meld hier an 0 tiedbelg . auf N kitten Pfand en Kapialen! en dies durch nachweiſen. A welche auf letz. ſaſtand des Hy ſeſezten Immob Alche ſogewiß ld ſonſt die v mortifeent erklä den Hypotheken Friedberg Großh 857) Joh frau Eliſabethe Wilhen Schm fl., wͤlches 1 dohne daß dock Nelegt werden f ſwerden daher a nunſtituirten dy nuf die vorge ten glauben, Wochen die — Bekanntmachungen von Behoͤrden. N Mie tetead an g. (854) Die Erben des großh. heſſ. Raths Seitz vn Ockſtadt haben die ihnen angefallene Erbſchaft sub beneſicio legis et inventarii angetreten, weshalb alle diejenigen, welche Anſprüche an dieſe Wrlaſſenſchaft zu machen haben, aufgefordert wer— din, dieſelben ſogewiß i Donnerſtag den 19. September, Vormittags, dihier anzumelden, als ſonſt ſie bei der Auseinan⸗ dirſetzung dieſes Vermögens keinerlei Berückſichti— gung finden können. Friedberg den 10. Auguſt 1839. In Auftrag gr. Hofgerichts der Provinz Oberheſſen: Das großh. heſſ. Landgericht Hofmann. Brumhard. Edictal ladung. 655) In den Hypothekenbüchern der Gemeinde Forſtadt ſtehen noch offen: 5 J. 250 fl. von Johann Peter Kratz in Florſtadt, bei dem holländiſchen Pfarrer Polz zu Hanau im Jahre 1776, II. 25 fl. im Jahre 1802 von Johann Peter Schmitt bei Johann Heinrich Treudt in Florſtadt, endlich III. 20 fl. im Jahr 1813 von Andreas Will aus Florſtadt bei den Erben der Johannes Stoffel sen. Wittwe daſelbſt entliehen. Der Schuldner Erben behaupten, daß die con— ſttuirten Pfandrechte durch Zahlung der vorgedach— ten Kapitalien längſt erloſchen ſeyen; allein ſie kön— um dies durch Production der Schuldurkunden nicht mehweiſen. Auf ihren Antrag werden daher alle, nelche auf letztere Anſprüche machen und den Fort— biſtand des Hypothekenverbandes hinſichtlich der ein— gſetzten Immobilien behaupten wollen, aufgefordert, ſlche ſogewiß binnen 6 Wochen hier anzuzeigen, as ſonſt die vorgedachten Schuldverbriefungen für tortificirt erklärt, und die betreffenden Einträge in den Hypothekenbüchern werden geſtrichen werden. Friedberg den 9. Auguſt 1839. Großh. heſſ. freih. v. Loͤwiſches Landgericht Hofmann. Edictalladung. (857) Johann Conrad Rumpf und deſſen Ehe— au Eliſabetha entliehen im Jahre 1800 bei Joſt Pilhelm Schmitt zu Butzbach ein Capital von 250 U, welches längſt wieder abgetragen ſeyn ſoll, one daß jedoch die Obligation zur Löſchung vor— legt werden kann. Auf des Schuldners Antrag nerden daher alle, welche den Fortbeſtand des früher anſtituirten Pfandrechtes behaupten und Anſprüche af die vorgedachte Schuldurkunde machen zu kön un glauben, aufgefordert, dieſelben ſogewiß binnen 9 Wochen hier anzuzeigen, als ſonſt jene für er— loſchen erklärt und der deßfallſige Eintrag in den Hypothekenbüchern getilgt werden wird. Friedberg den 10. Auguſt 1839. Großh. heſſ. fuͤrſtl. ſolmſ. Landgericht Hofmann. Preis vertheilung des landwirthſchaft— lichen Vereins zu Friedberg. (881) Indem der Unterzeichnete den hieſigen und benachbarten Landwirthen in Erinnerung bringt, daß Mittwoch den 11. Sept. d. J. die Preisver⸗ theilung des landwirthſchaftlichen Ver— eins der Provinz Oberheſſen hier in Fried— berg vorgenommen wird, erlaubt er ſich zugleich, dieſelben zu recht zahlreicher Theilnahme einzuladen. Friedberg den 28. Auguſt 1839. Der Bürgermeiſter D. Fritz. In Bezug auf obige Bekanntmachung erlaube ich mir die fernere Anzeige, daß ich an jenem Tage für eine gutbeſetzte Mittagstafel Sorge tragen werdo, und erſuche deßhalb meine auswärtigen Freunde, welche daran Theil zu nehmen geſonnen ſind, mich gefälligſt zeitig davon mit Beſtimmung der Gedecke— Zahl in Kenntniß ſetzen zu wollen. Abends iſt Ball. Friedberg den 28. Auguſt 1839. J. M. Simon, zu den drei Schwertern. Arbeits-Verſteigerung. (886) Die zur Erweiterung der Provinzialſtraßen— ſtrecke von dem ilbenſtädter Chauſſeehaus nach Aſſen— heim erforderlichen Planirarbeiten werden Mitt— woch den 18. September, Vormittags 10 Uhr, an Ort und Stelle an den Wenigſtnehmenden öffent— lich vergeben. Friedberg den 29. Auguſt 1839. Der großh. heſſ. Kreisbaumeiſter Rhumbler. Arbeits-Verſteigerung. (887) Mittwoch den 11. September, Vormittags 10 Uhr, wird der noch übrige Theil der Planir— arbeit an der Staatsſtraße von Büdingen nach Gelnhauſen, und zwar von der Vonhäuſer-Gemar— kung bis an die Landesgränze an dem Hühnerhof bei Haingruͤndau, in einzelnen Looſen an die We— nigſtnehmenden öffentlich vergeben. Friedberg am 28. Auguſt 1839. Der großh. heſſ. Kreisbaumeiſter Rhumbler. Zu beſetzende Stelle. (889) Die israel. Gemeinde Rodheim im Kreiſe Friedberg ſucht einen Religions-Lehrer, der zugleich das Amt eines Vorſaͤngers zu verſehen hat, und gleich in ſeinen Dienſt eintreten kann. Bewerber, zu dieſem Poſten ſich hinlänglich befähigt glaubend, wollen ſich zur Anhörung der desfallſigen Beding— ungen entweder ſelbſt oder in frankirten Briefen an den unterzeichneten Vorſtand wenden. ‚ Rodheim den 28. Auguſt 1839. 1 f Löb Borngäſſer. f Samuel Bär. Samuel Oppenheimer, Holz⸗Verſteigerung. (890) Montag den 9. September, Morgens 9 Uhr, foll das von der Verſteigerung am 22. Mai, im Kirchwald noch ſtehende Holz, und Mittags um 1 Uhr, das von der Verſteigerung am 27. Mai im Schneider⸗Wald noch ſtehende Holz, noch einmal öffentlich an Ort und Stelle verſteigert werden. Ziegenberg den 27. Auguſt 1839. Kirchner. Veröffentlichung. (903) Nach Vorſchrift des Juſtiz⸗Miniſterial⸗ Reſcripts vom 4. November 1835, betreffend die Vernichtung von Akten über abgethane Sachen bei den Gerichten, ſollen von den dahier vorhandenen älteren Akten diejenigen, welche 1) die zur untergerichtlichen Zuſtändigkeit gehörige Strafſachen betreffen, mit Einſchluß der Polizei— Straf⸗Protokolle und der Forſtbußregiſter die bis zum Ende des Jahres 1836 ihre Erledigung gefunden haben, ſowie 2) die Akten, welche minderwichtige oder ihrer Be— ſchaffenheit nach einfache Rechtsſtreite zum Ge— genſtand haben, die bis zum Schluſſe des Jahres 1833 beendigt waren, vernichtet werden. Die hierbei Betheiligten werden hiervon mit der Aufforderung in Kenntniß geſetzt, Anträge auf Zu— rückgabe von Urkunden oder von Civilprozeßakten, die in dieſer Beziehung aber von beiden Theilen geſchehen muͤſſen, binnen 3 Monaten dahier anzu⸗ bringen, gegenfalls ſonſt die von den erwähnten Zeit⸗ räumen vorhandenen bezeichneten Akten vernichtet und die ſich vorfindenden Urkunden an die betreffen— den Parteien, auf deren Koſten geſandt werden ſollen. Als beendigt wird eine Prozeßſache betrachtet, wenn die Vollziehung des Endsbeſcheids ſtattgefunden oder ſeit der letzten Verhandlung ein Jahr verfloſſen iſt. Dorheim den 26. Auguſt 1889. i Kurfuͤrſtl. Juſtizamt Halberſtadt. Arbeits-Verſteigerung. (904) Mittwoch den 11. d. M., Vormittags 9 Uhr, ſollen nachſtehende Arbeiten an der Kirche zu Wiſſelsheim mittelſt Verſteigerung an Ort und Stelle in Accord gegeben werden. 1) Maurerarbeit voranſchlagt zu 15 fl. 26 kr. 2) Schreinerarbeit 27/ 49%, 3) Schloſſerarbeit 6„ 40„ Steinfurth den 1. September 1839. Der großh. heſſ. Bürgermeiſter Petri. Nit,t a, L g derne, (905) Nach dem Amtshypothekenbuche der Ge⸗ meinde Steinfurt entlieh Peter Schmiermund und ſeine Ehefrau 100 fl. am 23. Februar 1787 bei Andreas Raſch zu Steinfurt, 30 fl. am 12. Mai 1787 bei Zimmermeiſter Andreas Diehl daſelbſt und 50 fl. am 22. Oktober 1789 bei dem dortigen Kir chenkaſten, ſodann nach den Oetshypothekenbüchern am 1. April 1789 300 fl. und am 21. September 1789 70 fl., ohne daß von dieſen Kapitalien dee Gläubiger genannt ſind. Ebenſo entliehen nach dem erwähnten Amtshypothekenbuche Melchior Schäfer und Ehefrau am 20. Februar 1806 bei Johs. Fritz dahier 40 fl. Wiewohl dieſe Kapitalien längſt wie⸗ der abgetragen ſeyn ſollen, können doch die Erben die quittirten Schuldverbriefungen zur Löſchung nicht vorlegen, daher auf Antrag jener alle, welche den Fort⸗ Fortbeſtand der erwähnten Verpfändungen behaupten und auf die vorgedachten Schul durkunden Anſprüche zu haben vermeinen ſollten, zu deren Anzeige binnen 6Wo— chen unter dem Rechtsnachtheile hiermit aufgefordert werden, daß ſonſt ohne weitere Bekanntmachung die Mortification der Schuldverbriefungen und die Lö⸗ ſchung der deßfallſigen Einträge in den Hypotheken⸗ büchern verfügt werden wird. Friedberg den 23. Auguſt 1839. Großh. heſſ. freih. v. Loͤwiſches Landgericht l In Beurlaubung des Landrichter: Brumhard. Arbeits-Verſteiger. ung. (906) Donnerstag den 12. Sept l. J., Vormit⸗ tags 10 Uhr, ſollen auf dem Büreau des Unterzeich⸗ neten nachfolgende Arbeiten an den Wenigſtnehmen⸗ den in Accord gegeben werden: Reparatur an der Mauer um den Kirchhof: 1) Maurerarbeit voranſchlagt zu 74 fl. 2) Die Lieferung von Sandſteinen, zu Deckſteine auf die Mauer 1 ö Summa 206„ Weckesheim den 3. September 1839. Der großh. heſſ. Bürgermeiſter Hoffmann. Bekanntmachung. (907) Das Grummet von den Lachenwieſen und von der Ochſenwieſe, ſowie die Birnen von mehre— ren Bäumen am Seergraben, ſollen Montag den 9, d. M., Nachmittags um 2 Uhr, in hieſigem Rath⸗ hauſe öffentlich meiſtbietend verſteigert werden. Friedberg den 3. September 1839. Der Bürgermeiſter D. Fritz. in Arbeits-Verſteigerung. ö (908) Dienſtag den 17. d. M., Nachmittags 3 Uhr, werden in dem Buͤreau des großh. Rentamts dahier, die zur Exrichtung dreier Schleußen auf der fiscaliſchen ſ. g. Markwieſe bei Bauernheim noöthigen Arbeiten, an die Mindeſtfordernden begeben. dahiet auzub achlaſſes U * Großka! 2 (910) Do hr, werden der zugehörigen und Stelle ſteigert. Reichels Verſteig⸗ 911) M mittags 1 die diesjähr Stodt, beſt unter den g dingungen Die He werden ers bekannt me Aſſenh. Aepf. (912) J Uhr, schen 1) kiten 3 Mae ſtück 3) eirca! Selbige ſind voranſchlagt a) Zimmerarbeit mit Material 44 fl. 41 kr. b) Schloſſerarbeit 17%, 6) Maurerarbeit 1017856 Zugleich wird die Lieferung von/ Klftr. Mauer⸗ ſteinen aus dem Steinbruch bei Bruchenbrücken eben— falls an den Mindeſtfordernden veraccordirt. Die Ueberſchläge liegen auf dem Rentamtshüreau zur Einſicht bereit. Friedberg den 2. September 1839. Der großh. heſſ. Rentamtmann Buß. Oeffentliche Aufforderung. (909) Der Nachlaß der Konrad Lotzen Wittwe zu Büdesheim iſt von den Teſtamentserben nur unter der Wohlthat des Inventars und Geſetzes angetre— ten worden. Es werden deßhalb alle diejenigen, welche Forderungen an dieſen Nachlaß haben, auf— gefordert, ſolche ſogewiß im Termin Mittwoch den 25. Sept. l. J., früh 9 Uhr, dahier anzuzeigen, als ſonſt ſie bei Vertheilung des Nachlaſſes nicht berückſichtigt werden können. Großkarben den 21. Auguſt 1839. Großh. Heſſ. Landgericht Muhl. Aepfel-Verſteigerung. (910) Donnerſtag den 12. d. M., Vormittags 9 Uhr, werden die der Gemeinde Reichelsheim zugehörigen Aepfel, ohngefahr 125 Malter an Ort und Stelle gegen baare Zahlung meiſtbietend ver— ſteigert. Reichelsheim den 4. September 1839. Herz. naſſ. Landoberſchultheiſerei: Hehner. Verſteigerung von Straßenbauarbeiten. (911) Mitwoch den 11. September d. J., Nach— mittags 1 Uhr, ſollen auf hieſigem Gemeindehaus die diesjährigen Straßenbauarbeiten innerhalb der Stadt, beſtehend in Planir- und Chauſſirarbeiten unter den alsdann bekannt gemacht werdenden Be— dingungen zur Verſteigerung gebracht werden. Die Herrn Bürgermeiſter des Kreiſes Friedberg werden erſucht, dieſes in ihren Gemeinden gefälligſt bekannt machen zu laſſen. Aſſenheim den 4. September 1839. Der großh. heſſ. Bürgermeiſter Günther. Aepfel⸗ und Birn⸗Verſteigerung. (912) Mittwoch den 11. d. M., Vormittags 11 Uhr, ſollen 1) circa 3 Malter Aepfel, 2)„ 1„ Birn, auf dem Gemeindebaum⸗ ſtück dahier an dem Wege nach Friedberg, 3) circa 1 Malter Aepfel, 4) circa 1¼ Mltir. Birn, in dem Garten bei der zweiten Pfarr-Hofraithe dahier oͤffentlich verſteigert werden, wozu Kaufliebhaber eingeladen werden. Oberrosbach am 5. September 1839. Der großh. heſſ. Bürgermeiſter Lämmer. Arbeits-Verſteigerung. (913) Montag den 9. September, Vormittags 11 Uhr, ſoll zu Butzbach bei Gaſthalter Joutz die Mau— rer- und Pflaſterarbeit in der Revierförſterswohnung zu Butzbach an den Wenigſtnehmenden vergeben werden. Friedberg den 30. Auguſt 1839. Der großh. heſſ. Kreisbaumeiſter Rhumbler. N Privat- Bekanntmachungen. Nye aſt a u ration. (876) Die Reſtauration auf dem Trieriſchen⸗ Plätzchen, Lit. G. Nro 90., nahe am Trieriſchen— Hofe, iſt nun eröffnet. Um ſich in dieſem freund— lichen und reinlichen Locale ſtündlich, der Karte nach, durch ſchmackhafte Speiſen und Getränke, gut und billig reſtauriren zu können, werde ich mit Ver— gnügen, unter meiner Aufſicht, Alles aufbieten, jeder billigen Anforderung genügend nachzukommen. Um gütigen Zuſpruch bittet Frankfurt im Auguſt 1839. Zum Vermiethen (914) iſt ein Logis bei Bäckermeiſter Ullrich in der Uſergaſſe, und zwar mit allen Bequemlichkeiten in der Bel⸗Etage. Kirchweihe zu Fauerbach II. (915) Sonntag den 8. und Montag den 9. d. M. iſt bei mir auf dieſes Feſt gut beſetzte Tanz— muſik durch die beliebten Kaicher Muſikanten und gute Speiſen und Getränke anzutreffen. Indem ich die billigſte Bedienung zuſichere, hoffe ich von mei— nen Herrn Freunden und Gönnern eines zahlreichen Zuſpruchs mich zu erfreuen. Fauerbach II. den 4. September 1839. Johannes Neiſel: 1000 Fuß Nußbaum Bohlen, (916) 3 Zoll dick, ſind zu verkaufen in Staden bei Gaſtwirth Hammel. Ein Logis, (917) beſtehend in drei an einander ſtoßenden Zimmern, Speiſekammer, Bodenkammer, Küche, Keller und Holzplatz, kann ſogleich bezogen werden und hat zu vermiethen Becker, Kutſcher. Zum Ausleihen (918) liegen in der Kirchenkaſſe zu Oberwöllſtadt 150 fl. gegen gerichtliche Sicherheit bereit. Veith, Kirchenrechner. Leiſering. e Kirchweihfeſt zu Fauerbach II. (919) Sonntag den Sten und Montag den g9ten d. M. iſt gutbeſetzte Tanzmuſik bei mir anzutreffen, wozu ich alle meine Freunde und Gönner höflichſt einlade. Für gute Speiſen und Getränke, ſo wie für reelle Bedienung werde ich beſorgt ſeyn, damit mich meine verehrten Gaͤſte, welche mich mit ihrem Beſuche beehren, mit der größten Zufriedenheit ver— laſſen werden. 4 3 Fauerbach II. den 5. Sept. 1839. 5 Holler. Grummet⸗Gras-Verſteigerung. (920) Montag den 9. d. M., Vormittags 11 Uhr, läßt der Unterzeichnete in ſeiner Behauſung das ihm gehörige Grummetgras von nachbenannten in friedberger Gemarkung liegenden Wieſen, als: 6 Morgen 2 Viertel im Irrgarten, 7 M. 3 V. an der Wommbach, 3 V. an der Seebach und 6 M. im ſtrasheimer Grund, in verſchiedenen Abtheilungen meiſtbiethend verſteigern. Friedberg den 7. September 1839. Helmolt. 8 Oſſenheimer Wäldchen. (921) Sonntag den 8. Sept. iſt auf dem oſſen⸗ heimer Wäldchen gut beſetzte Harmonie- und Tanz— muſik anzutreffen, wozu höflichſt einladet Aehle. e ee e e e eee Hoͤchſt wichtige und intereſſante An⸗ zeige fuͤr Lehrer und Eltern. (922) Durch alle Buchhandlungen Deutſchlands iſt das erſte Heft des vollſtaͤndigen Pfennig⸗Schulaflas von F. Handi ke, 25 Blaͤtter zu 54 Kreuzer!! zu haben. Das illuminirte Blatt dieſes Atlas koſtet alſo nur ½ des Preiſes, welchen Schulkar— ten dieſes Formats und dieſer Voll— kommenheit bisher koſteten. Dieſer billige Preis ſoll für immer bleiben, ſobald bis zum Schluſſe dieſes Jahres 50,000 Exemplare feſt beſtellt ſind, ſonſt tritt mit Ablauf dieſes Jahres ein höherer Preis ein. Bei dieſem fa⸗ belhaft billigen Preiſe wird der Unternehmer nur durch einen ſehr großen Abſatz in Stand geſetz“, ohne eigenes Opfer die— ſen billigen Preis beizubehalten; die Herrn Lehrer werden darum im Intereſſe des Schul— weſens aufgefordert, dies Unternehmen gütigſt zu beachten, und durch anſehnliche Be— ſtellungen zu unterſtützen. 12 Platten liegen fertig, und in 3 Monaten iſt der At— las vollendet. Das erſte Heft iſt vorräthig bei C. Bindernagel in Friedberg. FFC *„ Gaſthaus-Verſteigerung. 5(923) Unterzeichneter beabſichtigt ſeine in der 5 beßten Lage von Butzbach in der Wetzlarerſtraße 1 gelegene Hofraithe, beſtehend in Wohrthaus, 1 Scheuer, Stallung für 12 Pferde, 2 Schwein 1 ſtälle und Kuhſtall, aus der Hand zu verkaufen. 7 J Dieſe nächſt dem Markte neben dem grünen J Baum und der Herrn Seyfried'ſchen Apotheke J ſehr vortheilhaft für jedes Geſchäft paſſende + Hofraithe bürgt einem tüchtigen Manne eine J feſte Exiſtenz. Sollte dieſelbe bis den 1. Okt. 4 d. J. nicht aus der Hand verkauft werden kön⸗ z nen, ſo wird ſie den 1. Okt. einer öffentlichen J Verſteigerung ausgeſetzt, wozu das Nähere er⸗ 1 folgen ſoll. Auch ſtehen deſſen Wirthsgeräth⸗ 1 ſchaften, nebſt 13 bis 15 Betten, Holz, Heu, + Fäſſer ꝛc. aus der Hand zu verkaufen. A--S · SS xx · lex · Rx · x · S · xe x · Key- y- SN 7 Butzbach den 4. September 1839. 4 Daniel Dreſcher, Gaſtwirth. + T. b- S- d- y--Sr-S- K-- N-. SD--Se--S- Ferner iſt bei Carl Bindernagel in Fried⸗ berg vorräthig: Auerbach, B. H. Dr., Lehrbuch der israelitiſchen Religion. 1 fl. 21 kr. Benedix, R., Handbuch für die Reiſe von Rot⸗ terdam bis Straßburg. 1 fl. 45 kr. Borchers, Carl, Beſchreibung neuer empfehlens⸗ werther Getreidearten. 54 kr. Carl, J., die Bekenntnißſchriften, vertheidigt gegen ihre Widerſager im Heſſenlande. 18 kr. Engel, M. E., Geiſt der Bibel für Schule und Haus. 13. Auflage. 54 kr. Fröhlich, A. Dr., Feen⸗ Märchen. Für die Ju⸗ gend. Drei Bändchen. 2 fl. Gemünden, G. P. von, über die Vermehrung der Blumen-Pflanzen durch Stecklinge. 36 kr. George Crabb's Geſchichte des engliſchen Rechts. Nach dem Engliſchen bearbeitet von Dr. Wil⸗ helm Schaffner. 6 fl. Gruber, Karl, der Unterricht in der Raumlehre oder Geometrie. Ein Handbuch für Lehrer und Schüler. 40 kr. Grün, Dr., der elegante Stutzer, oder Regeln der feinen Lebensart und des guten Tons. Ein un⸗ entbehrlicher Rathgeber für junge Leute, um in Geſellſchaften, Ballen und in hoheren Zirkeln zu glänzen und zu feſſeln, und ſich als Mann von Bildung und Anſtand zu zeigen ꝛc. 54 kr. Handwerker, der, in der Fremde. Eine vollſtändige Anleitung, wie Geſellen ſich ſowohl auf Reiſen als auch in Werkſtätten zu verhalten haben. Mit einer Karte von Deutſchland. 45 kr. almer, 0 goki Peez/ iber d derer Cl turen und at petſch, Hu 1 müſe⸗Tieib izer, Gu . Stab. Quintus 9 In einem Reider, J zu brauen Schenkel, Zut Verſt legenheit Schloſſer, des vierge Theil. Schulz, d Sprache. datbühner Stolterfo englischen ginalpich ſchen 6 in Fried, gelitiſchen fl. A kt. don Rol fl. 45 fl. ipfehlens⸗ 51 fr. gt gegen 18 fr. hule und 54 kr. N die Ju⸗ 2 fl. mehrung 36 kr. n Rechts. T. Wil⸗ 6 fl. imlehre grer und 40 kr. geln der Ein un⸗ um in keln zu ann von 54 k. Icändige f Reiſen hen. Mit 45 kr 2 Hebel, bibliſche Geſchichten. 1. u. 2. Thl. 36 kr. Hirzel, praktiſche franzöſiſche Grammatik. Neueſte Auflage. 1 fl. Kneiſe, G. Chr., das Wiſſenswertheſte fuͤr den geographiſchen Unterricht in Elementar- und Land⸗ ſchulen mit einem Anhange, die Geographie des alten Paläſtina enthaltend. 54 kr. Kromm, J. J. Dr., bibliſche Geſchichten des alten und* e aus den Quellen der Bi⸗ bel ſelbſt geſchöpft und mit kurzen erläuternden Anmerkungen. 18 kr. —— Stunden im Chriſtenthume mit den Confir⸗ manden. Katechetiſches Handbuch über die chriſt— lichen Glaubenslehren für jeden practiſchen Geiſt— lichen. 2 fl. 24 kr. Nickel, Markus Adam, komm' heiliger Geiſt. An— dachtsbuch für katholiſche Chriſten. 1 fl. 9 kr. Niemeyer, Handbuch für chriſtliche Religionsleh— rer. 1. Thl.: Populäre und praktiſche Theologie ꝛc.; 2. Thl.: Homiletik, Katechetik, Paſtoralwiſſen⸗ ſchaft und Liturgik. 5 fl. 24 kr. Palmer, religiöſe Vorträge bei dem Gymnaſial— gottesdienſt in Darmſtadt. 1 fl. 12 kr. Peez, über den Werth Wiesbadens und einiger an— derer Curorte Deutſchlands in Bezug auf Winter— curen und als Winteraufenthalt für Kranke und Schwächliche. 1 fl. 30 kr. Petſch, Friedrich, vollſtändige Anleitung zur Ge— müſe⸗Treiberei. 36 kr. Pfizer, Guſtav, Martin Luther's Leben. Ausgabe ohne Stahlſtich. 2 f r. Quintus Horatius Flaccus Werke. Deutſch. In einem Bande. Zweite verbeſſerte Auflage. fe 2 Reider, Jacob Ernſt v., Kunſt, Bamberger Bier zu brauen 36 kr. Schenkel, D., die Wiſſenſchaft und die Kirche. Zur Verſtändigung über die Straußiſche Ange— legenheit. 1 fl. 24 kr. Schloſſer, F. C., Geſchichte der Weltbegebenheiten des vierzehnten und fünfzehnten Jahrhunderts. 1. Theil. 4 fl. 30 kr. Schulz, Otto Dr., Schulgrammatik der lateiniſchen Sprache. 45 kr. Steppes, Dr., Griſeldis. Romanze. Nach Fr. Halm's gleichnamigem Drama. 27 kr. —— Dramatiſches Herbarium beſonders für Pri— vatbühnen. 1 fl. 12 kr. Stolterfoth, A. v., Rheiniſches Album. Mit 30 engliſchen und deutſchen Stahlſtichen, nach Ori— ginalzeichnungen und einer Karte. 4 fl. 54 kr. Storch, L., Phantaſiegemälde. Mit einem Stahl- ſtich. 2 fl. 42 kr. Theobald, Auguſt, ſtatiſtiſches Handbuch der deut— ſchen Gymnaſien. 4 fl. 48 kr. Weikert, H., Kinder⸗Görtlein, zum Gebrauche für Mütter, um daraus ihren Kleinen, die in den erſten ſechs Lebensjahren ſtehen, vorzuſingen, vor— zuſprechen und vorzuerzählen, zunächſt auch für Kinder als erſtes unterhaltendes Leſebuch. In 6— 8 Lieferungen à 18 kr. Wohlfeilſtes und praktiſch bewährtes Mittel rothe und weiße Weine, ſo wie alle gegohrnen, wein⸗ artigen Getränke, Biere ꝛc. zu ſchönen; desglei⸗ chen ſtumpf, zähe oder moltrig gewordene mit dem unbedeutendſten Verluſt tadelfrei wieder her— zuſtellen. 54 kr. Weſſenberg, J. H. v., die Parabeln und Gleich— niſſe des Herrn vom Reiche Gottes. Ein Volks— buch für alle Zeiten. 1 fl. Fruͤchte-Preiſe hier in Friedberg: Waizen: 10 fl. 30 kr. Korn: 6 fl. 30 kr. Gerſte: 5 fl.— kr. Hafer: 3 fl.— kr. Erbſen:— fl.— kr. Fruͤchte⸗Preiſe zu Frankfurt, am 2. Sept: Waizen: 10 fl.— kr. Korn: 5 fl. 45 kr. Gerſte: 6 fl. 30 kr. Hafer: 3 fl. 10 kr. Erbſen:— fl.— kr. Fruͤchte-Preiſe zu Mainz, am 30. Auguſt: Waizen: 11 fl. 191. Korn: 7 fl. 33 fr. Gerſte: 6 fl. 18 kr. Hafer: 3 fl. 30 kr. Erbſen:— fl.— kr. Polizei-Taxe fuͤr die Staͤdte Friedberg und Butzbach vom 8. bis 15. September 1839. pfo[ Brod-Preiſe. 5 ee W 125 kr. pf 1 Leib⸗ enen 2 4 2 2 2 2 51— 5— 414„„ 10 1 10— a Loth.“(Loth, — Milchbrod 144% 14% —[Waſſerweck 1157 1— —[Gemiſchtes(Tafel-) Brod 1„ Fleiſch-Preiſe. ö 1 pf. pf 1 Ochſenfleiſch 111— 110— „Kühfleiſch 81 3 „ Rindfleiſch 724 72 „Kalbfleiſch 1 ö 2 7212 „Schweinenfleiſch 10— 1 0 „Hammellleiſch 8— 8— „ Schaaflleiſch 7—— 1— „Wurſt von blos Schweinen 124— 12— „Gemiſchte Wurſt r e „ Bratwurſt 15— 144— „Schwartenmagen 16— 18 „Geräucherter Speck 20— 20— „Schinken 15— 15— „oͤrrfleiſch 16 18 5 „ Schweinenſchmalz, ausgelaſſen 20— 191— „ dito ungusgelaſſen 16— 16— „ Nierenfett 18 18 Hammelsfett 15— 15 4— Der großh. heſſ. Kreisrath d. K. F. Kuüſch ler. Den 18. 7 25. F Im Auguſt 1839 wurden zu Friedberg. 0 tor 7 Peter Engel, Bürger, Metzgermeiſter und Wirth dahier, des weiland Burgers, Metzgermeiſters und Wirths Gerhard Engel zu Oberrosbach, ehelicher verwittweter Sohn, und Jungfer Anna Margaretha Philippina Wilhelmina Windecker, des weiland hieſigen Bürgers, Glaſermeiſters und Wirthes, Ludwig Windecker, hinterbliebene ehelich ledige Tochter. Johannes Horn, neu angehender Buͤrger und Dekonom dahier, des hieſigen Bürgers und Oekonomen Johannes Thomas Horn, ehelich lediger Sohn, und Jungfer Katharina Dorothea Müller, des weiland hieſigen Buͤrgers, Metzgermeiſters und Wirthes, Johann Michael Müller, ehelich ledige Tochter. 2 Getauft: 2. Dem gr. Brigadier Nicolaus Lang dahier eine Tochter, Julie Amalie Joſephine, geb. d. 29. Juni. . Dem hieſigen Bürger und Schuhmachermeiſter Jacob Leonhard eine Tochter, Johanna, geboren den 21. Auguſt. Ein unehelicher Sohn, Johannes, geboren den 10. Auguſt. f Dem hieſigen Bürger Georg Wilhelm Faiſt, eine Tochter, Maria Margaretha, geb. d. 5. Auguſt. Dem hieſigen Bürger und Taglöhner Heinrich Heß, eine Tochter, Margaretha, geb. d. 6. Auguſt. . Dem hieſigen großh. Landrichter, Herrn Guſtav Hofmann, ein Sohn, Otto Ferdinand Karl Wilhelm Chriſtian, geb. den 12. Juli. Dem hieſigen Bürger und Metzgermeiſter Friedrich Waas, eine Tochter, Eliſabetha Margaretha, geb. den 8. Auguſt. Eine uneheliche Tochter, Katharina, geboren den 5. Auguſt. Dem hieſigen Bürger und Drehermeiſter Philipp Stamm, ein Sohn, Ferdinand, geboren den 13. Auguſt. Dem großh. Korporal Johann Heinrich Hahn, ein Sohn, Wilhelm, geb. den 12. Auguſt. Dem hieſigen Bürger und Schuhmachermeiſter Heinrich Waas, eine Tochter, Sophia Katharina, geboren den 11. Auguſt. Dem hieſigen Bürger und Handelsmann Friedrich Hilbrecht, eine Tochter, Eliſabetha, geboren den 14. Auguſt. 3) Bee r d. ie gyt: Maria Becker, des Johannes Becker II. Ortsbürgers zu Deckenbach Ehefrau, alt ungefahr 30 Jahre, 7 den 3. Auguſt. Eine uneheliche Tochter, Eliſabetha, alt 9 Monate und 6 Tage, 7 den 6. Auguſt. Margaretha Suſanna Dorothea Finkernagel, des hieſigen Bürgers und Schneidermeiſters Dietrich Wilhelm Finkernagel eheliches Töchterchen, alt 1 Jahr, 10 Monate und 12 Tage, den 7. Auguſt. Henriette Maria Gertrude, des hieſigen Bürgers und Weißbindermeiſters Johannes Zimmer⸗ mann eheliches Tochterlein, alt 2 Jahre und 13 Tage, 4 den 8. Auguſt. Konrad Auguſt Schulze, Bürger, Glaſermeiſter und Kirchenvorſteher dahier, alt 54 Jahr, 1 den 10. Auguſt. Johanne Charlotte Windecker, des weiland hieſigen Bürgers und Schuhmachermeiſters Gottfried Windecker nachgelaſſene ehelich ledige Tochter, alt 34 Jahre und 4 Monate, T den 13. Auguſt. Ein unehelicher Sohn, Johannes, alt 5 Tage, 7 den 15. Auguſt. Maria Chriſtina Muth, des weiland hieſigen Burgers und Schuhmachermeiſters Johannes Muth hinterbliebene Wittwe, alt 75 Jahre, 2 Monate und 28 Tage, 1 den 15. Auguſt. Anna Margaretha Grimm, des hieſigen Bürgers und Webermeiſters Martin Grimm Ehefrau, alt 34 Jahre, 2 Monate und 2 Tage, 1 16. Auguſt. . Eliſabetha Katharina Paſſet, des weiland Cantors und Schullehrers, Herrn Johann Peter Paſſet zu Offenbach hinterbliebene Wittwe, alt 63 Jahre, 5 Monate und 27 Tage, f den 19. Auguſt. Eine uneheliche Tochter Caroline, alt 1 Monat und 4 Tage, 1 den 19. Auguſt. Konrad Amand Schnell, des hieſigen Bürgers Peter Schnell eheliches Söhnlein, alt 1 Jahr, 3 Monate und 5 Tage, 1 den 22. Auguſt. Ludwig Friedrich Bauer, des hieſigen Schullehrers, Herrn Johann Jacob Bauer, ehel. Söhnlein, alt 9 Monate, 3 Tage, 7 den 24. Auguſt. Gedruckt und verlegt unter Verantwortlichkeit von Carl Bind ernagel in Friedberg. Beprket Nugniſſen ü anzumelden. Fried — Das land berg, Es war ſtadt verlie Landleute f weihe, derer auf tönte, ſch gwiß ihren Kleinen dieſet Hein nach Otten Buchenwald ich das lieb Abendsonne