—— „ Intelligenzblatt f Müller 4 vont für die gen y don dim(Jed 5 92 1 4 „ 36 5 0 Nropin8 Yberhess f andi Y* 01 r 0* Se 1 iſchen. 2 D a 2 1 — im Allgemeinen, ee den Kreis Friedberg und die angrenzenden Bezirke im Beſonderen. — kr.—.——ſ————— 5— 4 d 27. Sonnabend, den 6. Juli 1839. 6 51— 5——— A. Juni: Mit dem 1ſten Juli kann auf dieſes Intelligenzblatt für das zweite halbe Jahr mit 40 kr. abonnirt werden, welcher Be— erſte: 5 fl. 80 trag jedoch voraus zu bezahlen iſt. Carl Bindernagel. e d 0 7„ berg un Amtlicher Theil. Juli 1839 an utbag. Der großherzoglich heſſiſche Kreisrath des Kreiſes Friedberg . an die großh. Buͤrgermeiſter des Kreiſes. — f 2 Betreffend: Die Inſpicirung der eingeübten Kriegsreſerviſten. 7 72 b. Leuotd. Die Inſpicirung der in dem nachſtehend abgedruckten Verzeichniß benannten Kriegsreſerviſten ſoll 1 1 6% in dieſem Jahre gleich wie früher, gelegentlich der Muſterung durch großh. Capitain Cronenbald, dahier 14h ſtattfinben. e Sie werden daher aufgefordert, denſelben bekannt zu machen: 10 daß ihre Inſpicirung an den Tagen wo die Conſcriptionspflichtigen aus ihren Orten gemuſtert „ a werden Morgens Punkt 7 Uhr auf dem Rathhauſe dahier ſtattfinden werde. 10* 2 Daß ſie ſtreng militäriſch um die beſtimmte Stunde bereits anweſend, vorſchriftsmäßig gekleidet 8— und mit ollen in Beſitz habenden militäriſchen Gegenſtänden verſehen ſeyn müßten. 711 3) Zugleich haben Sie denſelben alle Vorſchriften, welche die Fo. 7 und 23 der höchſten Verordnung 7 1 f uͤber das Verhalten der Civilbehörden in Bezug auf die beurlaubten Soldaten enthalten, vorzuleſen 82 und ins Gedächtniß zurückrufen, und ſie zur pünktlichſten Befolgung ernſtlich aufzufordern. 1 J) Endlich werden Sie denſelben auch noch eröffnen, daß diejenigen, welche wieder einſtehen wollten, — 12— ſich alsbald nach beendigter Inſpicirung auf meinem Büreau anzumelden hätten, indem ſie, wenn ſie dies 1 bis nach beendigter Muſterung verſchieben ſollten, dann zum Behufe ihrer Anmeldung, ſich auf ihre 1.. Koſten in ihre Garniſonen begeben müßten. Diejenigen Exkapitulanten, welche als Einſteher angenommen 8 würden, hätten bei der nächſten Completirung vorzugsweiſe ihre Verwendung zu erwarten, und er⸗ . hielten an Handgeld und Einſtandsſumme 225 fl., ſodann eine Prämie, die ſich für die Exkapitulanten⸗ — 16— Einſteher des Jahres 1837 auf 30 fl., für diejenigen des Jahres 1838 auf 33 fl. und für diejenigen 7 1 2 des laufenden Jahres auf 31 fl. berechnet habe. Raich der 8 1 2 1) Altenſtadt: J. M. Schmidt, 2) Bauernheim: J. G. Schmidt, 3) Bönſtadt: C. Weiß, 4) Büdes⸗ 16— heim: J. C. Kohler, 5) Butzbach: P. H. Feldmann, J. H. Feeger, 6) Bruchenbrücken: G. Roth, 7) Engel⸗ th d. K. 5. thal: T. Bajus, 8) Fauerbach II.: P. Raſch, J. Neurath, 9) Florſtadt: Ch. Wiltheiß, 10) Friedberg: E. üchlet Reitz, 11) Großkarben: H. Schmiegel, 12) Heldenbergen: P. Friedrich, 13) Hochweiſel: P. Schneider, K 5 140 Holzhauſen: M. Henricy, 15) Höchſt an der Nidder: G. E. Zittinger, C. M. Schweig, 16) Ilbenſtadt: 3 J. Kliem, 17) Kaichen: J. C. Kalbhenn, Chr. Daudt, 18) Kleinkarben: V. Troß, Chr. Schmidt, N 19) Maibach: P. Hofmann, 20) Niedereſchbach: C. Winklar, J. H. Keſter, 21) Niederflorſtadt: H. F. Unger, — 196 — 22) Niederrosbach: N. Joſt, H. Wehrheim, 23) Niederurſel: H. Zahn, B. Röding, J. P. Wenzel, 24) Nie⸗ derweiſel: J. Hainz, J. G. Bill, 25) Oberau: J. P. Hacker, 26)[Obereſchbach: P. Abel, 27) Obermoͤrlen: J. Krebs, H. König, 28) Oberrosbach: J. P. Will, J. L. Graß, H. N. Kreh, 29) Oberwöllſtadt: J. H. Ullrich, 30) Ockſtadt: H. Pletz, 31) Okarben: W. Biermann, 32) Oppershofen: J. Birkenfeld, 33) Petterweil: J. C. Faber, H. Angersbach, J. Meiſſel, 34) Rendel: J. P. Emmerich, 35) Rockenberg: C. Schmitt, 36) Rödelheim: A. Jonas, D. Langenzen, 37) Rodenbach: B. Rack, 39) Södel: J. Bender, 40) Stammheim: J. Becker, 38) Rommelhauſen: J. S. P. v. d. Lehr, H. Gemecker, J. H. Stoffel, J. Heß, G. H. Götte, 41) Steinfurt: P. Brod, 42) Vilbel: F. Schlemmer, 43) Wickſtadt: J. Stock. Die Landes waiſenanſtalt. Motto: Prüfet Alles und behaltet das Beßte. Die Nachricht, welche das Intelligenzblatt in den Nummern 21 und 22 über die Landeswaiſenanſtalt des Großherzogthums Heſſen giebt, verdient eine dankbare Anerkennung und um ſo mehr fordert ſie auf, dem Wunſch des menſchenfreundlichen Verfaſ— ſers zu entſprechen und einige weitere Bemerkungen über die Vorzüge der Privaterziehung vor den Wai— ſenhäuſern, den dermaligen Stand uaſerer Landes— anſtalt, durch dieſes Blatt mitzutheilen. Die Vergangenheit laſſen wir ruhen, da darauf einzugehen zu weitführen und für dieſes Blatt ohne— hin nicht geeignet ſeyn möchte. Nur der Gegenwart und Zukunft ſind die Bemerkungen gewidmet, die wir hier niederlegen. Voraus erlaubt man ſich zu bemerken, daß der Zweck der Erziehung, armer, hülfloſer Waiſen, im offentlichen und ihrem Intreſſe nur dahin gerichtet ſeyn kann, dieſelben in den Lehren der chriſtlichen Religion, zu braven geſittreten, mit irgend einem Gewerbe vertrauten, Bürger und, was insbeſondere die Mädchen betrifft, zur Kenntniß des bürgerlichen Haushaltes, beide Geſchlechter aber in den Verhält— niſſen angemeſſen zu erziehen, in denen ſolche ge— boren ſind und in denen ſie auch in der Zukunft werden leben muͤſſen. Unterricht und Erziehung über dieſen Geſichtspunkt hinaus, würde aufhören Wohl— that zu ſeyn. Ob dieſer Zweck beſſer durch Erziehung in Waiſen— häuſern erreicht werden kann, ob dort die Schule für das bürgerliche Leben gefunden wird, darüber dürfte, nach den vorliegenden Erfahrungen, wohl bei Männern kein Zweifel mehr beſtehen, welche die Erziehung und deren Folgen in Waiſenhaͤuſern mit regem unbefangenem Sinn zu betrachten Ge— legenheit hatten. Nicht der Zeitpunkt allein in denen der Waiſe aus der öffentlichen Vorſorge tritt, ſon— dern das ſpätere ſelbſtſtändige Verhalten gibt den richtigen Maaßſtab über den Erfolg der Erziehung. Die Erfahrung lehrt, daß hinter einſamen Mauern nur Einſeitigkeit und Unfügſamkeit erzeugt wird, daß beſonders, fuͤr Mädchen, nicht alles gelehrt werden kann, was ſie zu ihrem Fortkommen nöthig haben und was ſie im Kreiſe einer bürgerlichen Familie, gleichſam ſpielend, ſich aneignen. Eine größere Anzahl Kinder beiderlei Geſchlechts, von denen viele in der Geſchlechtsentwickelung be— griffen, können unmöglich ſo überwacht werden, daß unheilbare Nachtheile für Unſchuld und Sittlichkeit nicht daraus hervorgehen. Dem Verfaſſer dieſes liegen aus der Vergangenheit der betrüebnden Bei— ſpiele viele vor. Ueberdem, ſollte man auch für die Geſchlechter völlig getrennte Anſtalten ſchaffen wollen, welche Räume würden geſchaffen werden müſſen, um für je⸗ des Haus circa 600 Kinder(denn 1200 Kinder werden jährlich durchſchnittlich im Großherzogthum Heſſen auf öffentliche Koſten erzogen) unterzubringen. Wel⸗ ches Perſonal würde erfordert und welcher Koſten⸗ aufwand veranlaßt, alles nur um die oben geſchil⸗ derten Nachtheile einer klöſterlichen Erziehung ſich zu erkaufen. 8 Laſſen wir endlich den Geſundheitszuſtand, die kräftigere Entwickelung des Körpers in der Privat⸗ erziehuug gegen jene in Waiſenhäufern, die größere Sterblichkeit in letzteren nicht außer Anſchlag und wir werden uns nicht verhehlen dürfen, daß in einer gewiſſen Ausdehnung die Waiſenhäuſer ſich nicht empfehlen. Was der Herr Verfaſſer in der häuslichen Er⸗ ziehung den faulen Fleck nennt, den Abgang inniger Liebe der Pflegeeltern zu ihren Pflegbefohlenen; ſo möchte wohl vor's erſte die Frage aufzuwerfen ſeyn: wo wird dieſe Liebe und Zuneigung in Waiſenhäuſern gefunden? wo anders iſt dieſes mächtige Band, das Glied an Glied einer Familie mit inniger Theil⸗ nahme kettet, als im Familienleben zu finden? Mag es ſeyn, daß dies ſeltener in dem zarten Sinn des Herrn Verfaſſers erreicht wird. Aber es wird ſehr häufig gefunden, und wenn ſich dies nicht allgemein behaupten läßt, ſo benimmt dies der häuslichen Erziehung ihren Werth noch nicht. Sentimentale Erwartungen müſſen ohnehin bei einer für den Staat ſo wichtigen Masregel, der Erziehung armer ver⸗ laſſener Waiſen, außer Rechnung bleiben. Wird eine beſſere ſorgfaͤltigere Ausbildung allgemein er⸗ reicht, als der Kulturſtand der Eltern war, ſo iſt ſchon viel, ſehr viel gewonnen. Mag es ſich zutra⸗ gen, daß in einzelnen Ausnahmsfällen, ein wohl⸗ thätiger Sinn hinter Eigennutz ſich verſteckt hat; aber gerade Darum iſt in der Organiſation der Waiſenpflege, nur ein mäſſiges Pfleggeld beſtimmt, die Instruction Geitlichen wie thell an det 0 terhaltung vol. in beſete band Localbeamten 9 in ihrer Sphär. fahrt ihret Gen Die Pflege zu behandeln traktmäßigen und Bürgerme fhrigen Rate Erpeſung der! Gotteddienſtes und e müßte auch nur einge wären, daß Waiſen, ſtatt bräuchlich an, borſtand in j ſäumniſſe ſpec Bei dieſer legt außerdem 1830 Cr. 6 de ten allgemein d catsbeſten au Waisen, ſowof mandes, ald g nährung und ber, nach eine ſund der leit Waisen vonn zen. Mel. 1 95 Koſten⸗ n geſchil⸗ gung ſich tand, die ſich nicht ir, ſo i ich zutra⸗ in wohl eckt hat; tion der beſtimmt 133 um dem Eigennutz keine Lockung zu gewähren; nur ſolche Concurrenz zu ſchaffen, die in der Uebernahme eines armen Waiſen, nur den Sinn für Wohlthä⸗ tigkeit zu befriedigen ſucht. Findet aber dennoch eine Tauſchung ſtatt, und es wird von gewiſſen⸗ loſen Pflegeltern ein Erſatz in den Arbeitskräften eines Waiſen geſucht; ſo kann dies bei der beſte⸗ henden Einrichtung nicht lange verborgen. bleiben und ein ſchneller Wechſel in der Pflege iſt die unmit⸗ telbare Folge hiervon. 1 „ mag hierzu zum Beweiſe die⸗ nen. Der arme Waiſe, chriſtlicher Confeſſion, wel⸗ cher vormals nur aus den altheſſiſchen Landen, nach vollendetem ſiebten Jahre Aufnahme fand, iſt jetzt, aus allen Theilen des Großherzogthums, denen eigne Anſtalten für den Zweck mangeln, von dem Tage an, wo er Waiſe geworden, auf den Grund der Nachweiſungen über die Verwaiſung, Geburtsſchein, Geſundheits⸗ und Vermögenszuſtand, ob vermögende Verwandte nicht vorhanden ſind, die rechtlich zu ſeiner Erziehung verflichtet erſcheinen, zur öffentli⸗ n Vorſorge geeignet. 1 Die Wall 58 Pflegeltern iſt im engſten Ein⸗ verſtändniß dem Ortsgeiſtlichen und Bürgermeiſter überlaſſen. Was dabei zu berückſichtigen iſt, ſchreibt die Inſtruction vom 2. März 1825, ſowohl dem Geiſtlichen wie dem Bürgermeiſter, ſowie ihren An⸗ theil an der Ueberwachung der Erziehung und Un⸗ terhaltung vor. Könnte die ſpecielle Ueberwachung in beſſere Hände, als in die des Seelſorgers in des Localbeamten gelegt werden, die beide berufen ſind, in ihrer Sphäre für die ſittliche und leibliche Wohl⸗ fahrt ihrer Gemeinde zu wirken? Die Pflegcontrakte beſtimmen, wie der Waiſe zu behandeln und nur auf das Zeugniß der con⸗ traktmäßigen Erziehung von Seiten des Geiſtlichen und Bürgermeiſters, empfängt der Pfleger in halb⸗ jährigen Raten das Pfleggeld. Daß unter der Erziehung der regelmäßige Beſuch der Schule, des Gottesdienſtes begriffen iſt, verſteht ſich von ſelbſt, und es müßte um ſo auffallender erſcheinen, wenn auch nur einzelne Fälle ohne Anzeige vorgekommen wären, daß Pflegeltern die ihnen anvertrauten Waiſen, ſtatt zum Schulbeſuch, zu Arbeiten miß⸗ bräuchlich angehalten hätten, da auch ein Schul⸗ vorſtand in jeder Gemeinde beſteht, der Schulver— ſäumniſſe ſpeciell zu überwachen hat. Bei dieſer Aufſicht allein ſich nicht beruhigend, legt außerdem die höchſte Verordnung vom 6. Jan. 1830(Nr. 6 des Regierungsblattes) den Phyſikatsärz⸗ ten allgemein die Verpflichtung auf, die in den Phyſi⸗ catsbezirken auf öffentliche Koſten erzogen werdende Waiſen, ſowohl in Anſehung ihres Geſundheitszu⸗ ſtandes, als auch ihrer Wohnung, Lagerſtätte, Er⸗ nährung und Reinlichkeit zu unterſuchen und darü⸗ ber, nach einem eigens ertheilten Schema, den Be— fund der leitenden Behörde, über jeden einzelnen Waiſen vorzulegen. Findet ſich ein Mangel in der Unterhaltung, den der Geiſtliche oder der Bürgermeiſter zu bemer⸗ ken unterlaſſen haben ſollte; ſo wird derſelbe da— durch zur Kenuniß der Behörde gebracht und als— bald auf deſſen Abſtellung hingewirkt. „Ferner weiſt der§. 128 der Dienſtinſtruction für die Kreis- und Landräthe Nr. 81 des Regie⸗ rungsblattes von 1832, denſelben den Antheil an der Ueberwachung zu, den dieſelben an der Wai— ſenpflege zu nehmen haben. Die Rund- und andere Geſchäfsreiſen geben dieſen Beamten mehrfältige Gelegenheit, ſich von dem Zuſtand der Waiſenpflege in den einzelnen Gemeinden zu unterrichten und in die Unterhaltung thätig einzugreifen, wo ſolche Mängel wahrnehmen. An Sicherungsmasregeln fehlt es daher in der Waiſenpflege nicht und da außerdem von jedem Verwandten oder ſelbſt unbetheiligten Privaten An— zeigen, unter der Addreſſe des großh. heſſ. Provin⸗ zial⸗Commiſſärs für die Provinz Starkenburg, dank— bar anerkannt werden, die Thatſachen über ver— nachläſſigte Erziehung von Waiſen zur Kenntniß der Behörde bringen, ſo wird man wohl beruhigt auf den dermaligen Zuſtand der Waiſenpflege hin— blicken dürfen, ohne uns mit unausführbaren Vor— ſchlägen, ſobald es ſich von einer ausgedehnten Maasregel in einem bevölkerten Lande handelt, be— ſchäftigen zu müſſen. Auch der Steuerpflichtige verdient Ruͤckſicht und das Maas der Beiträge fuͤr Arme muß in gewiſſen Grenzen gehalten werden, wenn die Armenſteuer nicht, wie in England drückend werden ſoll. Vollkommenes finden wir hienieden nicht! Das Deſiderium, daß außerehelich erzeugte Wai— ſen von der Wohlthat der allgemeinen Waiſenpflege bis jetzt noch ausgeſchloſſen ſind, bedauert man mit dem Herrn Verfaſſer jener Nachricht. Der Grund ihrer Ausſchließung mag wohl darin beruhen, der Unſittlichkeit keinen Vorſchub zu thun. Die Erfahrung lehrt indeſſen, daß dieſe Aus— ſchließung eine größere Geſittung in dieſer Bezie— hung nicht hervorzurufen vermochte, während die unſchuldigen Opfer, dem Mangel und Elend Preis gegeben, der Sittlichkeit und allen Bürgertugenden fremd bleiben, zu Ernährungsmitteln hingezogen werden, die den Strafgeſetzen verfallen, ohne daß die Quelle aus der ſie entſprungen, wie hier leicht geſchehen könnte, verſtopft wird.) ) Es freut uns, daß unſer früherer Aufſatz dem würdigen Verf. des gegenwärtigen Veranlaſſung zu dieſen umſichti⸗ gen und inkereſſanten Mittheilungen war, welchen wir in unſerm Blatte mit Vergnügen eine Stelle geben. D. Red. Das iſt zu arg. Wir ſehen recht gerne fröhliche Leute, beſonders aber eine fröhliche Jugend und hören auch gerne . 14 ſie luſtige Liedlein ſingen. Aber es darf dieſe Fröh⸗ lichkeit nicht vom Branntwein herkommen und auch nicht ausarten in ſolche Ausgelaſſenheit, daß man ſein eignes Wort nicht mehr vernimmt, und kein Menſch es mehr aushalten kann. So iſt's aber ſeit einigen Jahren in Friedberg bei der Ziehung der Militärpflichtigen. Da wird mehrere Tage hinter einander ſo getobt und geſchrieen, daß man auf der Hauptſtraße ſein eignes Wort nicht mehr vernimmt, daß man bis in den entfernten Gaſſen ja bis auf dem Felde die widerlichen Töne hört, ja daß ſchwäch⸗ liche Leute in der Nähe krank werden. Wenn die Herren Bürgermeiſter wüßten, wie's die junge Leute machen zur Zeit, da ſie beiſammen in Friedberg ſich befinden, ſie würden ihnen gewiß anempfehlen ein klein Bischen die Schicklichkeit zu beobachten, und einen Theil der in Uebermaas genommenen geiſti⸗ gen Getränke aufzuſparen auf Zeiten, da ſie's nö⸗ thig haben. Einer, dem der Spektakel zu arg iſt. Pier be ſeſ ereus nrg. Durch ein Verſehen iſt in der letzten Nummer unſeres Blattes Seite 191, 13. bis 15. Zeile der erſten Colummne, der Satz:„Auf der Nordſeite ꝛc.“ bis„1590“ ſtehen geblieben. Der geneigte Leſer wird gebeten, ſolchen zu ſtreichen, da der Inhalt deſſelben etwas ſpäter vorkommt. D. Red. Bekanntmachungen von Behoͤrden. N Arbeits-Verſteigerung. (643) Freitag den 12. Juli, Vormittags 9 Uhr, ſoll die Planirarbeit der neu zu erbauenden Staats— ſtraße von Büdingen nach Gelnhauſen in einzelnen Looſen, an die Wenigſtnehmenden unter den bekannt gemacht werdenden Bedingungen, an Ort und Stelle öffentlich verſteigert werden. Die gr. Bürgermeiſter werden erſucht, Vorſtehendes in ihren Gemeinden bekannt machen zu laſſen. Friedberg den 18. Juni 1839. 5 Der großh, heſſ. Kreisbaumeiſter Rhumbler. Eldiet al ſadun g. (644) Nach den Hypothekenbüchern der Stadt Friedberg entliehen Philipp Wismath und Ehefrau Anna Maria von hier, 500 fl. am 20. Mai 1823 bei Jakob Stephani zu Homburg v. d. H. und 300 fl. am 28. April 1823 bei Amtmann Sebaſtia⸗ ni's Wittwe hierſelbſt, unter Verpfändung der ihnen zuſtehenden Hofraithe. Wiewohl beide Kapitalien längſt wieder abge— tragen ſeyn ſollen, können doch die Erben der Schuld— ner die quittirten Schuldverſchreibungen zur Löſchung nicht vorlegen, daher auf Antrag jener alle, welche den Fortbeſtand der erwähnten Verpfändung behaup⸗ ten und auf die vorgedachten Schuldurkunden An⸗ . ſpruche zu haben vermeinen ſollten, zu deren An⸗ zeige binnen 6 Wochen unter dem Rechtsnachtheil anmit aufgefordert werden, daß ſonſt ohne weitere Bekanntmachung die Mortification der Schuldverbrie⸗ fungen und die Löſchung der desfallſigen Einträge in den Hypothekenbüchern verfügt wird. Friedberg den 10. Juni 1839. Großh. heſſ. Landgericht Hofmann. Edictalladung. (635) In den Steinfurter Hypothekenbuͤchern ſtehen noch die nachfolgend bemerkten Einträge über von Einwohnern der Gemeinde Steinfurt errichtete Pfandverſchreibungen und Cautionen, I. Auf den Namen von Johannes Reitz Gerichts⸗ ſchöff und Ehefrau Katharina: à) 20 fl. bei der Kirche zu Steinfurt, den 25. Mai 1768. b) 50 fl. bei Controleur Gräf zu Wiſſelsheim, den 20. Septbr. 1773. c) 40 fl. bei der Familie von Löw, 1771. d) 38 fl. bei dem Steinfurter Kirchenbau, den 16. Juli 1790. c) 140 fl. bei demſelben, den 16. Juli 1790. d) 60 fl. bei demſelben, den 28. April 1791. e) 20 fl. bei Margaretha Acker in Steinfurt, den 10. Novbr. 1791. entliehen; II. auf den Namen der Wittwe des gedachten Reitz 238 fl. den 24. Febr. 1801, bei Eliſabetha Cas⸗ par Fritz Wittwe zu Wiſſelsheim aufgenommen; III. auf den Namen des Johannes Clöß 150 fl. den 15. Auguſt 1792, bei Georg Kaspar Weifert zu Melbach, und 150 fl. den 22. Febr. 1793, bei Johannes Kleeberger zu Melbach geliehen; IV. auf den Namen von Paul Schäfer, eine Cau— tion von 80 fl. für den bei der K. K. Armee am Rhein, im Regiment Kaiſers Infanterie ſte⸗ henden Soldaten Joh. P. Landvogt, ſodann eine Caution von 146 fl. 30 kr. am 30. Januar 1803 der Familie von Löw und eine Caution von 160 fl. derſelben den 26. Nov. 1812 geleiſtet; V. auf den Namen von Chriſtoph Tönges 6s fl. Caution am 8. Febr. 1794, der Familie von Low und zwei weitere Cautionen von 130 fl. und 140 fl. derſelben 3. Januar 1803 und 26. Nov. 1812 geſtellt,— offen, wiewohl der Schuldner reſp. Cautionsſteller Erben behaupten, daß die conſtituirten Pfandrechte längſt durch Zahlung und Erfüllung der Verpflich- tungen für welche die Cautionen geleiſtet worden, erloſchen, die betreffenden Urkunden aber verloren gegangen ſeyen. Auf Antrag jener Erben werden daher alle, welche auf die vorgedachten Schuldur⸗ kunden und aus den geleiſteten Cautionen an noch Anſprüche zu haben glauben, öffentlich andurch auf⸗ gefordert, ſolche ſogewiß binnen 6 Wochen hier zur den 19. Fbr. „ bi ae end Gu e llafſen di 10 1 werde beate Gedern zu mae det 5 1814 hinſchtli Reviere gelege heiten mit den zu ſetzen und de laſtenden dingli die untetzeichne Rechtes auf? willigung erthel ati Juſtg⸗h. von großh. he. zum Theilungs! iſtz ſo wild nu Geſetzed vom 7 auf Samſtag d in loco Orten welche bei der und bei dieſer At intereſſirt person oder d. tigte, iſte Anſt gegen die ang, meidung des 2 tragen und der Umſtände, ſelben zu erf heil zu nehm der zu theilen — 9— Anzeige zu bringen, als ſonſt jene Schuld- und Cautionsurkunden ſofort für erloſchen erklärt und die betreffenden Einträge in den Pfandbüchern ge— ſtrichen werden ſollen. Friedberg den 10. Juni 1839. a Großh. heſſ. freih. v. Loͤwiſches Landgericht Hofmann. Oeffentliche Aufforderung. (672) Der ſehr geringe Nachlaß des Heinrich Döringer zu Kaichen iſt von deſſen Kinde nur unter der Rechtswohlthat des Geſetzes und Inventars an⸗ getreten worden. Es werden daher alle diejenigen, welche Forderungen an denſelben bilden zu können glauben, aufgefordert, ſolche ſogewiß im Termin Freitag den 19. Juli, Vormittags 9 Uhr, dahier zu begründen, und ſich bei der ſich ergeben werdenden Ueberſchuldung auf einen gemacht wer— denden Vergleichsvorſchlag zu erklären, anſonſt ſie bei der Vertheilung des Nachlaſſes keine Berück— ſichtigung finden reſp. als den Beſchlüſſen der Mehr⸗ zahl beigetreten erachtet werden würden. Großkarben den 15. Juni 1839. Großherzogl. heſſ. Landgericht Muhl. Edictalladung. (673) Se. Erlaucht der Herr Graf von Stoll— berg⸗Gedern zu Wernigerode iſt geſonnen, ſich nach Maßgabe der Theilungsordnung vom 7. September 1814 hinſichtlich der an ſeinem in dem Uſenborner Reviere gelegenem Walde ſtattfindenden Gemein— heiten mit den betreffenden Berechtigten auseinander zu ſetzen und den erwähnten Wald von den darauf laſtenden dinglichen Rechten zu befreien. Nachdem die unterzeichnete Behörde ihre, zur Ausübung dieſes Rechtes auf Auseinanderſetzung erforderliche Ein— willigung ertheilt hat, auch vom großh. heſſ. Admini⸗ ſtrativ⸗Juſtiz⸗Hofe zum Theilungscommiſſär, ſowie von großh. heſſ. Hofgerichte der Provinz Oberheſſen zum Theilungsrichter erſter Inſtanz beſtellt worden iſt; ſo wird nunmehr, in Gemäßheit des§. 54 des Geſetzes vom 7. September 1814 Liquidationstermin auf Samſtag den 6. Juli d. J., Vormittags 9 Uhr, in loco Ortenberg anberaumt, und alle Diejenigen, welche bei der in Frage ſtehenden Theilungsmaſſe und bei dieſer Auseinanderſetzung auf irgend eine Art intereſſirt ſind, angewieſen, entweder in Selbſt— perſon oder durch genügend legitimirte Bevollmäch— tigte, ihre Anſprüche oder ihr Recht des Widerfpruchs gegen die angetragene Auseinanderſetzung bei Ver— meidung des Ausſchluſſes in dieſem Termin vorzu— tragen und zu begründen, ſich nach Befinden der Umſtände, über die Separation und Art der— ſelben zu erklären, an der Wahl der Deputirten Theil zu nehmen und der Anordnung eines Curators der zu theilenden Gemeinheit beizuwohnen, ſo wie endlich ihre etwaigen Vergleichsvorſchläge zu Pro⸗ tokoll zu geben. Nidda den 15. Juni 1839. 5 Der großh. heſſ. Kreisrath des Kreiſes Nidda Seitz. Hofraithe-Verſteigerung. (689) Mittwoch den 31. Juli l. J., Nachmittags 2 Uhr, ſoll auf hieſigem Rathhauſe das Gaſthaus zum Löwen dahier, beſtehend in einem zweiſtöckigen geräumigen Wohnhaus mit Wirthſchaftslokal, Tanz⸗ ſaal, Nebenbau, Brauerei und ſonſtigen Oekonomie— gebäuden, in der Mitte Rödelheims gelegen, einer offentlichen Verſteigerung ausgeſetzt werden, was mit dem Anfügen bekannt gemacht wird, daß Kauf⸗ liebhaber über die näheren Bedingungen ꝛc. vor dem Verſteigerungstermin auf hieſiger Bürgermeiſterei Auskunft erhalten können. Rödelheim den 2. Juli 1839. Der großh. heſſ. Bürgermeiſter W. Brill. Verſteigerung von Pflaſterarbeiten. (690) Donnerſtag den 11. Juli, Vormittags 10 Uhr, ſoll in Selters bei Wirth Glas das Pflaſtern der Gaſſen und Bangquette durch den Ort öffentlich an den Wenigſtnehmenden in Accord gegeben werden. Die Bedingungen liegen auf dem Büreau des Unterzeichneten zur Einſicht offen. Nidda den 29. Juni 1839. Der großh. heſſ. Kreisbaumeiſter Süffert. Verſteigerung von Chauſſirarbeiten. (691) Samſtag den 13. Juli, Vormittags 11 Uhr, ſoll das Chauſſiren und die Fertigung der Banquette auf der Provinzialſtraße von Herbſtein nach Schot⸗ ten auf eine Länge von 2000 Klaftern in einzelnen Abtheilungen an die Wenigſtnehmenden in Accord gegeben werden. Die Zuſammenkunft iſt um 10 Uhr im Gaſt⸗ hauſe zum heſſiſchen Hauſe in Schotten. Nidda den 30. Juni 1839. Der großh. heſſ. Kreisbaumeiſter Süffert. Fruchtverſteigerung zu Friedberg. (692) Freitag den 12. d. M., Vormittags 10 Uhr, werden hier zu Friedberg in der Behauſung des Herrn Gaſthalters Hieronimus vor dem ehe— maligen Mainzerthore, 180 Malter Korn vom fis⸗ caliſchen Speicher zu Oberrosbach öffentlich verſtei⸗ gert. Friedberg den 3. Juli 1839. Der großh. heſſ. Rentamtmann Buß. Bekanntmachung. f a (693) Montag den 15. Juli d. J., Vormittags 10 Uhr, ſoll an hieſiger Saline der Bedarf an Holzkohlen dem Wenigſtnehmenden in Lieferung über 3— laſſen werden, welches den dazu Luſttragenden hier⸗ durch zur Nachricht dient. Nauheim den 2. Juli 1839. Kurfuͤrſtliches Salzamt, Wille. Meinhard. Wilhelmi. Weiß. Holzverſteigerung. (694) Montag den 8. d. M., Vormittags 8 Uhr, ſollen in dem Wald Unterforſt 28¼ Stecken, theils buchen, theils eichen Erdſtöck, für die Gemeinde, als Berechtigte hierfür, meiſtbietend verſteigert werden. Bönſtadt den 2. Juli 1839. Der großh. heſſ. Bürgermeiſter Geibel. Arbeits- Verſteigerung. (695) Freitag den 12. d. M., Nachmittags 2 Uhr, ſollen dahier nachbezeichnete Wegbauarbeiten an den Wenigſtnehmenden, unter den im Verſtei⸗ gerungstermin bekannt gemacht werdenden Beding⸗ ungen verſteigert werden, als: 19 Planirarbeit von 142 Klftr. Länge 2) Chauſſirarbeit, 250„ 5 Die Verſteigerung wird mit dem Ausbieten der Chauſſirarbeit begonnen, und wird der Termin bei Wirth Neiſel abgehalten. Die Chauſſirarbeit wird in ſchicklichen Abtheilungen ausgeboten. Die großh. Bürgermeiſter der Umgegend erſuche ich dienſtergebenſt um Veröffentlichung des Termins in den betreffenden Gemeinden. Fauerbach II den 4. Juli 1839. Der großh. heſſ. Bürgermeiſter Sang. Bekanntmachung. (696) Mittwoch den 10. d. M., Vormittags 8 Uhr, ſollen in dem Münſterer Gemeindewald, Di⸗ ſtrikt Kohlgrube, 86 Haufen altes Stockholz, öffent⸗ lich meiſtbietend verſteigt werden. Bemerkt wird, daß das Holz ganz nahe bei Münſter ſitzt und die Steigbedingungen vor der Verſteigerung veröffentlicht werden. Die großh. Buͤrgermeiſter werden erſucht vorſte⸗ hende Verſteigerung in ihren Gemeinden veröffent⸗ lichen zu laſſen. Münſter den 2. Juli 1839. Der großh. heſſ. Burgermeiſter Theis. Mat tt an t (697) Mit Genehmigung höchſtpreislichen geh. Staatsminiſteriums dürfen dahier jährlich 2 Krä⸗ mer⸗ und 2 Viehmärkte abgehalten werden, und zwar auf folgende Tage: 1) Dienſtag vor Jacoby, den 23ſten Juli d. I Viehmarkt, und den Tag darnach, den 24ſten July, Krämermarkt. 5 2) Dienſtag vor Thomas, den 17. Dezember d. J., Viehmarkt, und ebenfalls den Tag dar⸗ nach, den 18. Dezember, Krämermarkt. Da ſich die vorerwähnten Märkte nicht in dem — 200— gr. Landkalender befinden, ſo bringt man ſie hier zur allgemeinen Kenntniß, und erſucht die großh. Herrn Bürgermeiſter, dieſes in ihren Gemeinden recht baldigſt veröffentlichen zu laſſen. Dauernheim den 27. Juni 1837. g Der großh. heſſ. Bürgermeiſter Dreuth. Arbeits⸗Verſteigerung. (698) Montag, als den 15. d. M., Vormittags 10 Uhr, ſollen auf hieſiger Gemeindeſtube die Re⸗ paraturarbeiten an hieſigen Pfarrgebäuden den We⸗ nigſtfordernden in Accord gegeben werden. Nach dem Voranſchlag beträgt: 1) Maurerarbeit 47 fl. 50 kr. 2) Zimmerarbeit 7% 2 3) Dachdeckerarbeit Ni„ 4) Schloſſerarbeit l 5) Glaſerarbeit 20„ 48„ 6) Weiß binderarbeit 151„ 42„ 7) Spenglerarbeit 13„ 4, 80 Pflaſtererarbeit 9„—„ Die großh. Bürgermeiſter werden erſucht, dieſes in ihren Gemeinden zu veröffentlichen. Bönſtadt den 2. Juli 1839. Der großh. heſſ. Bürgermeiſter eibel. Bekanntmachung, Waldſtreu-Verſteigerung im Revier Ober— rosbach, Forſts Friedberg betreffend. (699) Nachbemerkte, in Moos u. ſ. w. beſtehende Waldſtreu, ſoll in Flächenlooſen an die Meiſtbie⸗ tenden öffentlich verſteigert werden: Donnerſtag den 11. d. M. Morgens 7. Uhr im gr. Burgwald von 43 ¼ Morgen Fläche. Morgens 9% Uhr im gr. Frauenwald v. 12¼ Morgen Fläche. Freitag den 12. d. M. Morgens 7 Uhr in gr. Mainzerhecken von 19 Morgen Fläche. Die näheren Bedingungen werden vorher bekannt gemacht, einſtweilen aber bemerkt, daß Nachgebote unzuläſſig ſind, vielmehr bei Erreichung des Ab⸗ ſchätzungspreiſes der Zuſchlag ſogleich ertheilt wird. Oberros bach den 3. Juli 1839. Der großh. heſſ. Revierförſter Bingmann. I Privat⸗ Bekanntmachungen. Zum Verkaufen. (627) Ein Paar vorzügliche gezogene franzöſiſche Doppelt⸗Piſtolen ſind zu verkaufen. Ausgeber dieſes ſagt wo? Eine ordentliche Köchin (700) wird in einen guten Dienſt nach Fried⸗ berg geſucht. (623) ligen doppelt euch i und ſönnen, 900 werd Kablbals kann) ſcht genommen Wicktadtd Zu Verm 0 702) Das Butzbach, in el Haupiſtaße ge qu vermiahen o Portofreie bert die Exped Ba (703) Sonn Haldsforſthaus g anzutteſſen, woz Bainhards Schwalh (704) Son ſigen Mineralt Tanzmuſik anz dem Bemerken außer andern fuchen gereicht (705) im dr hat zu bermieth (706) zu 4— liche Sicherhel ertheilt Friedberg germeiſter Ober fend. stehende Mei ſthie⸗ von 43½ d v. 120 von 19 er bekanm Tachgebolt des Abe heilt wird vierforſten anzöſiſch ber dieſet 3 Augenheilanſtalt. (701) Meine Heilanſtalt für wenig bemittelte operationsfähige Kranke und namentlich Augenkranke iſt ſeit dem April d. J. für Hülfeſuchende wieder eröffnet worden. Ich bringe dieß mit Rückſicht auf die Bekannt⸗ machung im Jahr 1835 zur öffentlichen Kenntniß. Die Kranken ſind wie früher in einer der geſunde⸗ ſten und freundlichſten Lage unſerer Stadt meiner beſonderen Fürſorge und Behandlung für eine Hei— ſungsperiode von 3— 5 Wochen übergeben und ſtehen unter beſtändiger Aufſicht von Heilgehülfen und Wärtern. Operationsfähigkeit, Reinlichkeit des Körpers und der Wäſche, ein Heimathſchein für Auswärtige und eine mittlere Einlagſumme von 12— 15 Gul⸗ den ſind die einzigen Bedingungen der Aufnahme. Darmſtadt den 30. Juni 1839. Dr. Küchler, praktiſcher Arzt zu Darmſtadt. 1000 fl. (623) liegen in dem hieſigen Kirchenkaſten gegen doppelt gerichtliche Verſicherung zum Ausleihen be⸗ reit und können ſowohl im Ganzen, als auch getheilt abgegeben werden. Bei Uebernahme des ganzen Kapitals kann jedoch auf billigere Intereſſen Ruͤck⸗ ſicht genommen werden. Wickſtadt den 8. Juni 1839. Veith, Kirchenrechner. Zu Vermiethen und zu Verkaufen. (702) Das ehemalige Gaſthaus zur Roſe zu Butzbach, in einer der ſchönſten und frequenteſten Hauptſtraße gelegen, zu jedem Geſchäft geeignet cauch noch mit einem Speeereiladen verſehen) iſt zu vermiethen oder auch zu verkaufen. Porto freie Briefe mit C. K. bezeichnet beför⸗ dert die Expedition dieſes Blattes. Bainhardsforſthaus. (703) Sonntag den 7. d. M. iſt auf dem Bain⸗ dardsforſthaus gut beſetzte Harmonie- und Tanzmuſik anzutreffen, wozu höflichſt einladet Bainhardsforſthaus. Botz. Schwalheimer Mineralbrunnen. (704) Sonntag den 7. Juli l. J. iſt am hie⸗ ſigen Mineralbrunnen wohl beſetzte Harmonie- und Tanzmuſik anzutreffen, zu welchem Vergnügen mit dem Bemerken höflichſt einladet, daß an dieſem Tage außer andern Speiſen auch vorzügliche Kirſchen⸗ kuchen gereicht werden. Henkel. Ein Logis (705) im dritten Stocke, mit oder ohne Möbles, bat zu vermiethen Chr. Weckerling, Schloſſermeiſter. 2100 fl. (706) zu 4½ Prcet. werden gegen doppelte gericht⸗ liche Sicherheit zu leihen geſucht. Nähere Auskunft ertheilt Friedberg. Johannes Joſt iter. Tanzbeluſtigung. (707) Sonntag den 7. Juli iſt bei dem Un⸗ terzeichneten bei guͤnſtiger Witterung gut be— ſetzte Harmonie- und Tanzmuſik anzutreffen, wozu er hoͤflichſt einladet. Friedberg. F. Chr. Sieck, vor dem ehemaligen mainzer Thore. Erinnerung. (708) Es iſt eine ovale Bütte bei mir geliehen und nicht zuruͤckgegeben worden, weßhalb ich um baldige Zurückgabe derſelben bitte. P. W. Sieck. Ein braver geſitteter Burſche (709) wird als Hausknecht in ein hieſiges Hand⸗ lungshaus geſucht. Ausgeber dieſes ſagt von wem? Fruͤchte-Preiſe hier in Friedberg: Waizen: 10 fl.— kr. Korn: 5 fl. 45 kr. Gerſte: 4 fl. 30 kr. Hafer: 3 fl.— kr. Erbſen:— fl.— kr. Fruͤchte⸗Preiſe zu Frankfurt, am 1. Juli: Waizen: 9 fl.— kr. Korn: 6 fl.— kr. Gerſte:— fl.— kr. Hafer: 3 fl. 10 kr. Erbſen:— fl.— kr. Fruͤchte-Preiſe zu Mainz, am 28. Waizen: 10 fl. 6 kr. Korn: 6 fl. 45 kr. Gerſte: Hafer: 3 fl. 42 kr. Erbſen:— fl.— kr. Polizei-Taxe fuͤr die Staͤdte Friedberg und Butzbach vom 6. bis 13. Juli 1839. Juni: 5 fl. 18kr. pfo[ Brod Preiſe. driedberg Butzbac. kr. pf. kr. pf. 1 Leib-Roggenbrod 2 211 2 77 7 4 2 4 2 4 77 7 9 1 9 1 Loth. Lotb. — Milchbrod 114% 1 4¼ —[Waſſerweck 1 11— —([Gemiſchtes(Tafel-) Brod 116 1 Fleiſch-Preiſe. i b pf. pf. 1 Ochſenfleiſch 10 3 10 3 „ Kübfleiſch 8 1 „ Rindfleiſch 7 2 1 „Kalobfleiſch 6— 61— „ Schweinenfleiſch 10 2 101 „Hammellleiſch 8952 8 2 „ Schaaffleiſch N 1 „Wurſt von blos Schweinen 124— 121— „Gemiſchte Wurſt 10— 104— „Bratwurſt 15— 14— „ Schwartenmagen 116— 16— „Geräucherter Speck 22— 122— „Schinken 15— 15— „Dorrfleiſch 16 f „ Schweinenſchmalz, ausgelaſſen 20— 19— 1 dito unausgelaſſen 17— 164— „Nierenfett 18— 118— Hammelsfett 15— 15 1— Der großh. heſſ. Kreisrath d. K. F. Küchler. * Im Juni 1839 wurden zu Friedberg 25 Getraut: Den 3. Stephan Finzel, Ortsbürger und Wundarzt zu Pfungſtadt, des hieſigen Bürgers und Schnei⸗ dermeiſters Ludwig Finzel ehelich lediger Sohn, und Jungfrau Anna Catharina Sellin, des hieſigen Bürgers und Hutmachermeiſters Friedrich Ludwig Sellin ehelich ledige Tochter. „ 30. Wilhelm Faiſt, hieſiger Buͤrger und Taglöhner, weiland des geweſenen Ortsbuͤrgers und Strumpf⸗ 23. webermeiſters Johann Jacob Faiſt ehelicher Sohn, und Ida Schad des hier geweſenen Bürgers und Fuhrmanns Georg Schad eheliche Tochter. 23 Getauft: Dem hieſigen Buͤrger, Metzgermeiſter und Wirth Johann Hartmann Walz, ein Sohn, Karl Friedrich, geboren den 23. Mai. Dem hieſigen Bürger und der Chirurgie Befliſſenen Johann Georg Jacob Vogt, eine Tochter, Eliſabetha Sophia Charlotte Chriſtine, geboren den 17. Mai. Dem hieſigen Bürger und Oekonomen Albert Abraham Foucar, eine Tochter, Katharina Mar⸗ garetha, geboren den 22. Mai. Dem hieſigen Bürger und Schuhmachermeiſter Philipp Weinandt jun., eine Tochter, Magdalena Thereſia, geboren den 23. Mai. Herrn Premierlieutenant und Militairlazareth-Verwalter Georg Ludwig Fuhr, eine Tochter, Emilie Sophie Georgine, geboren den 19. Mai. Dem hieſigen Bürger und Drehermeiſter Wilhelm Netz, eine Tochter, Johanna Dorothea, geboren den 26. Mai. Dem hieſigen Bürger und Schneidermeiſter Dietrich Wilhelm Finkernagel, eine Tochter, Eleonora, geboren den 30. Mai. Dem hieſigen Bürger und Spenglermeiſter Valentin Scheuermann, ein Sohn, Auguſt Valentin, geboren den 5. Juni. . Dem hieſigen großh. heſſ. Kreisrath Herrn Friedrich Auguſt Küchler, eine Tochter, Mathilde Eliſabeth, geboren den 26. Mai. Dem hieſigen Landgerichtsaſſeſſor Herrn Adam Vrumhard, ein Sohn, Georg Ludwig Oscar Con— ſtantin, geboren den 20. Mai. „Dem hieſigen Bürger und Kürſchnermeiſter Philipp Schmidt, eine Tochter, Suſanna Eliſabetha, geb. den 15. Juni. Dem hieſigen Bürger und Schreinermeiſter Hartmann Wilhelm Wagner, eine Tochter, Anna Ka— tharina, geb. den 19. Mai. Dem hieſigen Bürger und Sattlermeiſter Heinrich Martin Decher, ein Sohn, Auguſt Peter Carl, geb. den 8. Juni. ö Dem hieſigen Bürger und Poſtillon Johannes Balzer, eine Tochter, Anna Katharina, geboren den 20. Juni. „Dem hieſigen Burger und Schneidermeiſter Friedrich Noll, ein Sohn, Johann Heinrich Chriſtian Martin, geb. den 18. Juni. Dem hieſigen Bürger und Zimmermeiſter Leonhard Füller II., ein Sohn, Heinrich, geboren den 18. Juni. Herrn Karl Chriſtian von Runkel, ein Sohn, Karl Chriſtian Friedrich, geb. den 1. Juni. eee r i Ein uneheliches Töchterchen, alt 14 Tage, 1 den 31. Mai. „Johannes Konrad Höck, des hieſigen Buͤrgers und Fabrikarbeiters, Balthaſar Höck, eheliches Söhnchen, alt 4 Jahre, 6 Monate, 1 Tag, 1 den 7. Juni. „Der hieſige Bürger und Gaſtwirth, Friedrich Wilhelm Auguſt Hechler, alt 35 Jahre, 7 Monate 8 Tage, fl geſtorben den 7. Juni. Maria Jakobina Damm, des hieſigen Bürgers, Schuhmachermeiſters und Handelsmanns Peter Damm eheliche Tochter, alt 15 Jahre und 1 Monat, ertrank im langen Weiher am 16. Juni. „Cbriſtian Heinrich Hauß, des Herrn Premier-Lieutenants Ludwig Hauß eheliches Söhnchen, alt 8 Monate und 7 Tage, 7 den 18. Juni. Gedruckt und verlegt unter Verantwortlichkeit von Carl Bindernagel in Friedberg. den 4 5 28. Wetteral vo m Schlof w Gunn Noach 08 bott sic Schund la Cann A Aich komme Cann ſenge De ſollſt en Dach An Schloff wu Die Engele Sain ſchih! Cann ti Aich ſain Inmm Daſch Geaw aich Wai gle. Dai ohn du Sai hunn! Drimm gle Cann we Wogs ſol Mir eaß, Grogreann Jog, An Woas ſainn Gahn maich Dou beaſt 1 Dann gi Dou beaſt n Dach ſahn, Cann dout; RR 9 die Mundar Zu merken Schlusse der im Hochdeut wie Ein Lau