4— rin Intellige nzblatt für die N 5 ropin8 S berhessen im Allgemeinen, den Kreis Friedberg und die angrenzenden Bezirke im 1 — M31. Sonnabend, den 3. Auguſt 1839. Polizeiliche Bekanntmachung. Das Reiten und Fahren auf dem Vieinalweg-Neubau zwiſchen Fauerbach II. und Oſſenheim, d. h. von der fauerbacher Mühle bis zur ſteinernen Wetterbrücke iſt bei 1 fl. Strafe fuͤr das Reiten und bei 3 fl. Strafe für das Fahren, für jeden einzelnen Fall, bis zur gänzlichen Beendigung der Weg— bauarbeiten verboten. Friedberg den 1. Auguſt 1839. Der großh. heſſ. Kreisrath des Kreiſes Friedberg Küchler. Laubacher Geſangfeſt. Die großh. heſſ. Zeitung enthält in Nr. 208 über obiges Feſt Folgendes: „Laubach, den 24. Juli. Am 21. d. M. ver⸗ einigten ſich in Laubach mit dem daſigen Singver— eine die Sängerchöre von Butzbach, Friedberg, Grünberg, Hungen, Lauterbach und Schotten zu einem Geſangfeſte, das, als das erſte dieſer Art in der Provinz Oberheſſen, allen Anweſenden; noch lange in freundlichem Andenken bleiben möge.— Nachdem der Erlauchte Herr Graf zu Solms Lau⸗ bach in dem dazu geeigneten Schloßhofe eine Tribüne Tags zuvor hatte errichten laſſen, zogen Morgens gegen 11 Uhr, nach geendigtem Gottesdienſte, die Sänger von Schotten und Lauterbach, empfangen von dem Vereine aus Laubach, auf geſchmückten Wagen, unter dem Donner der Böller und dem Klange der Muſik ein, zogen durch die Stadt den übrigen Vereinen entgegen und empfingen dieſe, nachdem ſich dieſelben auf dem nahe gelegenen Eiſen⸗ hammer vereinigt hatten, an der Grenze der Ge⸗ markung.— Einen herrlichen Anblick bot dieſer lange Zug von 14 mit Blumen und Feſtfahnen geſchmückten, meiſtens Aſpaͤnnigen Wagen dar.— Nachdem der Einzug geſchehen und die darauf fol— gende Mittagstafel aufgehoben war, wurde in dem, gegen den Zudrang der großen Menge geſperrten Orangeriegebäude eine Generalprobe gehalten. Um zwei Uhr ſangen die vereinigten Chöre bei dem ge— wöhnlichen Nachmittagsgottesdienſte in der, von zahlloſer Menge angefüllten, Kirche den ſchönen Choral„Herr wir ſingen deiner Ehre“, worauf eine Predigt über einen freien Text folgte.— Ge⸗ gen 4 Uhr zogen die Sängerchöre, nach den Stim— men geordnet, mit ſtarkbeſetztem Muſikchor durch die Stadt zur Sängertribüne, und ſangen daſelbſt unter dem Directorium des, von ſämmtlichen Vereinen vorher dazu gewählten, erſten Lehrers Schad aus Laubach, die eingeübten Geſänge theils aus den frankfurter Feſtgeſäͤngen, theils aus Müllers Män⸗ nerchören, theils Chöre aus Opern.— Ueber 3 bis 4000 Zuhörer aus der Nähe und Ferne waren Zeugen dieſes Geſanges, der mit Inſtrumentalmu⸗ — ſik abwechſelte, und gegen 6 Uhr mit dem kräftigen Choral„Eine feſte Burg ꝛc.“ endigte.— Des Hrn. Grafen Erlaucht ließ in den Pauſen ſämmtlichen Sängern, gegen 300 an der Zahl, Erfriſchungen reichen. Ein dreifaches„Lebehoch“ begrüßte Den⸗ ſelben, das mit gewohnter Gnade aufgenommen und nach einigen herzlichen Worten durch einen ange⸗ meſſenen Toaſt und ein dreimaliges Lebehoch auf die Geſundheit Sr. Königl. Hoh. des Großherzogs erwiedert ward.— Gegen 6 Uhr führte der Feſt⸗ zug auf eine nahe an der Stadt gelegene Anhöhe, wo die wetterauer Sänger ſich durch die Fernſicht -auf ihre Heimath uͤberraſcht fanden. Bedeckte Hütten nahmen die ſämmtlichen Anweſenden auf; ein Nacht⸗ eſſen ſtand für die Sänger bereit und nach demſel⸗ ben wechſelten die einzelnen Chöre mit heiteren Ge⸗ ſaͤngen ab.— Der freudige Tag endigte mit dem Rückzuge zur Stadt, und es verſammelten ſich die Sängerchöre in zwei Gaſthäuſern zu den angeord⸗ neten Feſtbällen, die in ungetrubter, wahrhaft ſchö⸗ ner Heiterkeit bis zum hellen Morgen dauerten. Freudig ſchieden die Fremden von hier und kehrten zu ihren Heimathen zurück.— Gerühmt muß be⸗ ſonders werden: die Freundlichkeit des Erlauchten Herrn Grafen und ſeiner Familie zu Laubach, mit welcher alle Anweſenden aufgenommen wurden, ſo⸗ wie die Bereitwilligkeit des verehrten Kreisraths des Bezirks, mit welcher derſelbe die Feier durch zweckmäßige polizeiliche Anordnungen unterſtützte, endlich die Ruhe und Ordnung, die bei dieſer gro⸗ ßen Menge herrſchten und auch nicht die mindeſte Störung erlitten, ſo daß zur Ehre aller Anweſenden die Vorſichtsmaßregeln überflüſſig wurden.— Dem Sängerchor zu Laubach wird dieſer Tag, der durch das ausgezeichnet muſterhafte und freundliche Be— nehmen der übrigen Singvereine ſo ſehr verſchönert, wurde, unvergeßlich ſeyn, und es bleibt demſelben nur die ergebenſte Bitte um gütige Nachſicht übrig.“ Die Nachrichten, welche uns von dieſem Feſte zugekommen ſind, beſtaͤtigen das oben Geſagte voll⸗ kommen. Beſonders können die ſämmtlichen Mit⸗ glieder des friedberger Geſangvereins, welche dem⸗ ſelben beiwohnten, nicht umhin der ſo liebevollen Zuvorkommenheit rühmend und dankend zu er⸗ wähnen, welche alle Laubacher, mit denen ſie in Berührung kamen, bis zum letzten Augenblicke ihrer Abreiſe an den Tag legten. Gewiß iſt das eine 220 0 der ſchönſten Fruͤchte ſolcher Feſte, daß der Egois⸗ 1 — mus niedergedrückt wird und die Liebe hervortritt, welche in jedem Menſchen den Bruder erkennen läßt.— Mas iſt natürlicher, als daß wir wünſchen, ſolche freundliche Geſi innungen erwiedern zu können? — Möchte darum dieſes Feſt jährlich wiederkehren und künftiges Jahr es uns vergönnt ſeyn, alle Vereine, welche an dem ſo ſchönen Feſte in Laubach Theil nahmen, hier in Friedberg zu gleicher Feier begrüßen zu können! Das Unterpfand. Es war einmal ein großer Held, der hieß Cid; dem gings, wie manchen andern Leuten, die zwar nicht ſo tapfer ſind, wie er, aber doch ſo redlich und aufrichtig, das heißt, er wurde bei ſeinem Koͤ⸗ nige von ſchlechten Menſchen angeſchwärzt, und weil dieſem auch ſeine derben Worte nicht ſehr willkom— men waren, ſo verbannte er ihn aus ſeinem Reiche zum Lohne für ſeine große Thaten. In der Fremde kommt man ohne Geld nicht wohl fort! Das wußte der Cid, und darum ſchickte er zum Israel und zum Benjamin, und als ſie kamen, fragte er ſie, ob er von ihnen tauſend Goldſtücke erhalten könnte? Der Israel und der Benjamin hatten Geld genug, und liehens auch gerne aus— wenn ſie wußten, daß auf ein ſicheres Unterpfand und auf gute Zinſen zu rechnen war. Als ſie darum die zwei großen und ſchweren eiſernen Kiſten ſtehen ſahen, worin ſeine Reichthümer eingepackt waren, und die er ihnen zum Unterpfande dalaſſen wollte, ſo machten ſie weiter keine Schwierigkeiten, zahlten das Gold aus, und ließen die Kaſten von einem Fährcher in ihre Wohnung fahren. Es kam ihnen freilich ein wenig ſonderbar vor, daß der Herr ſich ausbedung, die Kiſten erſt in Jahresfriſt und zwar alsdann zu öffnen, wenn er ihnen binnen dieſer Zeit das Geld mit den Zinſen nicht hätte auszahlen laſſen. Weil er aber ein gar ehrlicher Mann war, der nie⸗ mals die Unwahrheit, noch weniger eine Lüge geſpro⸗ chen, ſo ließen ſie ſich dieſe Bedingung gefallen, und waren ſchon damit zufrieden, daß kaum vier Mann die Kiſten zu lüften vermochten. a Es war noch lange kein Jahr herum, da kam ein Herr, und zahlte ihnen in Auftrag des Cid die einloͤste. Endlich g Mud auf un geslaubt von! ſch an die „Das b ztende, unt zu bellagen, Hinden habt den Kiten f Denn ſein e war ſein eh in die eiſer, hütte, ſo wi ſücke ſo ob Jetzt brau wenn ihr und fuͤr el Man beiſammen. lichkeit und Petſon. I der war gen in der Ge Mond⸗ 9 gen„Rege 1 ſieß Cid, 1 die zwar 0 redlich einem fi, „ und weil er willkom nem Reicht Geld nicht cum chick und al en fauſend tten Geld wenn ſie d und auf darum die ſten ſtehen Et waren, ſen wollte, n, zahlten von einem kam ihnen Herr ſſch und zwar dieſer Zeit en laſſen „der nie⸗ je geſpro, gefallen, aum bier da fam Cid die nauſend Goldſtucke in lauter blanken Goldſtüͤcken pieder aus, und für jedes hundert legte er zehn veiter hin als Zins. Denn damals waren noch ſchöne Zeiten fuͤr die Geldverleiher; unter zehn Pro— ent gab kein ehrlicher Chriſten- oder Judenmenſch ein Geld einem andern. Als das Geld bezahlt war, ließ ſich der Fremde uͤr ſeinen Herrn die zwei eiſernen Kiſten herbei— ſchaffen, und wie er fand, daß ſie noch unverletzt varen und ihr altes Gewicht hatten, da öffnete er ie vor dem Hauſe, und ſchüttete den ganzen Inhalt auf die Straſe. Da ſahen die Hebräer, daß es (itel Sand war, der ſich drin befunden, und mach— en lange Geſichter und wurden ganz blaß vor Schrecken. Denn ſie hatten Wunders gedacht, was ür Silberzeug darinnen ſeyn mochte, und halb ſich zefreut gehabt, was ſie all gewinnen könnten damit, wenn der Cid nicht binnen Jahresfriſt es wieder einlöste. Endlich ging dem Einen, dem Israel, der Mund auf und er ſagte: So was hätt' er nimmer Zeglaubt von einem Manne, der ſonſt immer ſo ſtreng ſich an die Wahrheit gehalten. „Das hat er auch bei euch gethan, verſetzte der Fremde, und ihr habt nicht Urſache, ſich uͤber ihn zu beklagen, da ihr euer Geld nebſt den Zinſen in Händen habt. Der Eid hatte euch geſagt, daß in den Kiſten ſeine Reichthuͤmer wären, und ſo iſts. Denn ſein einziger Reichthum, den er damals beſaß, war ſein ehrlicher Name. Wenn er euch den nicht in die eiſernen Kiſten gethan und tüchtig beſchwert hätte, ſo wuͤrdet ihr ihm ſchwerlich die tauſend Gold⸗ ſtücke ſo ohne weiteres darauf geliehen haben.— Jetzt brauchts aber des Gewichts nicht mehr, und wenn ihr Luſt habt, ſo könnt ihrs als Zinnſand und für eure Stuben benutzen. Und damit baſta.“ Man merke: Das war ehrlich und pfiffig beiſammen. Man findet aber heut zu Tag die Ehr⸗ lichkeit und Pfiffigkeit ſelten neben einander in Einer Perſon. Lufterſcheinung. In der Nacht vom 22. auf den 23. Juli, und zwar gegen 11 Uhr Vormitternacht, bemerkte man in der Gegend von Friedberg einen ſehr ſchöͤuen Mond⸗ Regenbogen, der ſich von einem Son⸗ nen⸗ Regenbogen nur durch die Bläſſe unterſchied. 22¹ Bekanntmachungen von Behoͤrden. N Bekanntmachung. (760) Nachdem der Gemeinde Burkhards, Krei— ſes Nidda, die Abhaltung dreier Vieh- und Krä⸗ mermärkte gnädigſt geſtattet worden iſt, ſo wird ſolches mit dem Bemerken zur öffentlichen Keunt— niß gebracht, daß 1) Dienſtag und Mittwoch der letzten Woche im October, 2) Dienſtag und Mittwoch der zweiten Woche im Juni, 3) Dienſtag und Mittwoch der letzten Woche im April die Märkte jährlich abgehalten, der erſte Markt aber Dienſtag und Mittwoch den 29. und 30. Oc⸗ tober d. J. ſtattfinden, und für alle Bedürfniſſe und Bequemlichkeiten der Käufer ſowie der Verkäufer geſorgt werden wird. Nidda den 16. Juli 1839. Der großh. heſſ. Kreisrath Seitz. Arbeits-BVerſteigerung. (762) Dienſtag den 6. Auguſt d. J., Vormittags 9 Uhr, ſoll die Planirarbeit an dem neu zu erbau⸗ enden Vieinalweg von Florſtadt bis an die Oſſen⸗ heimer Grenze in einzelnen Abtheilungen an die Wenigſtnehmenden unter den vorher bekannt gemacht werdenden Bedingungen an Ort und Stelle öffent⸗ lich verſteigert werden. Friedberg am 24. Juli 1839. Der großh. Kreisbaumeiſter Rhumbler. Bekanntmachung. (763) Samſtag den 10. Auguſt, Vormittags 9 Uhr, wird auf der Provinzialſtraße von Friedberg uber Oberrosbach die zur Erbauung der Brücken und Dohlen erforderlichen Mauer- und Steinhauer⸗ arbeiten, ſo wie die Lieferung von Mauerkies, Steinfuhr⸗ und Steinſetzerlohn an den Wenigſt⸗ nehmenden vergeben. Der Aufang iſt bei Friedberg. Friedberg am 24. Juli 1839. a Der großh. heſſ. Kreis baumeiſter. Rhumbler. Bekanntmachung. (779) Es wurde ohnlängſt ein leinener Sack mit ungefähr 2 Meſten Hirſen auf der Straße zwiſchen Melbach und Dorheim gefunden und anher abge⸗ liefert. Der rechtliche Eigenthuümer wird aufgefor⸗ dert ſich zur Empfangnahme baldigſt zu melden. Dorheim den 28. Juli 1839. f Der kurheſſ. Bürgermeiſter Zerb. r Arbeits-Verſteigerung. (780) Dienſtag den 6. Auguſt d. J., Nachmittags 2 Uhr, ſollen nachſtehende Arbeiten an den Wenigſt⸗ nehmenden verſteigert werden, als: 1) das Auswerfen des Grabens an der Seebach zunächſt der Schaafbrücke bis zum Weehr, ſodann 2) das Reinigen des Grabens an der Waſſerkunſt. Die Verſteigerungen geſchehen an Ort und Stelle, der Anfang iſt an der Seebach. Friedberg den 1. Auguſt 1839. Für den Bürgermeiſter: Der Beigeordnete Bender. Bekanntmachung. (781) Montag den 5. d. M., Vormittags 8 Uhr, wird mit der Verſteigerung des Nachlaſſes des gr. Rath Seitz in Ockſtadt fortgefahren. Es werden dann namentlich ausgeboten eine Troſchke, Pferde⸗ geſchirr, Gold, Silber, Uhren, Kupfer, Spiegel, Glaswerk, Porzellain, Gewehre, ſonſtige Jagdge⸗ räthſchaften, ausgeſtopfte Vögel ꝛc. Friedberg den 4. Auguſt 1839. Großherzogl. heſſ. Landgericht Brumhard. Bekanntmachung. (782) Donnerſtag den 8. Auguſt, Morgens 9 Uhr, ſollen in Ranſtadt 150 Stück alte ſechs- und vier⸗ jährige Hämmel meiſtbietend verſteigert werden. Die Herrn Bürgermeiſter werden erſucht, dieſes bekannt zu machen. Gedern den 25. Juli 1839. Gräflich ſtolbergiſche Rentkammer Th. Reuning. Bettſtroh⸗ Lieferung. (783) Montag den 5. Auguſt d. J, des Vormit⸗ tags um 10 Uhr, ſoll die Lieferung von 1104 Spfün⸗ digen Gebund Gerſtenſtroh und 978 16pfündigen Gebund Kornſtroh zum friſchen Füllen der Betten der dahier garniſonirenden Diviſion Garderegiments Chevauxlegers auf deſſen Verwaltungsbüreau wenigſt⸗ nehmend verſteigert werden, wovon man die Steig⸗ luſtigen in Kenntniß ſetzt. Butzbach den 31. Juli 1839. 5 In Anftrag: Cellarius, 1 Unterquartiermeiſter. Bekanntmachung. (784) Freitag den 9. Auguſt l. J., Vormittags 11 Uhr, ſoll in hieſigem Rathhaus die dem Philipp Joſt gehörende Scheuer, auf Antrag des Kurators Herrn Gemeinderath Philippi, auf 3 Jahre öffent⸗ lich meiſtbietend verpachtet werden. Friedberg den 31. Juli 1839. In Verhinderung des gr. Buͤrgermeiſters: Der Beigeordnete Bender. Arbeits ⸗Verſteigerung. (785) Dienſtag den 6. d. M., Vormittags 9 ſoll dahier die Pflaſterarbeit einer Strecke Ortsſtraße von 27 Klftr., nebſt dazu gehöriger Maurerarbei — 21 ½ Cub. Klftr. oͤffentlich in Accord gegeben werden. 755 veröffentlichen laſſen. Altenſtadt den 1. Auguſt 1839. g Der großh. heſſ. Bürgermeiſter Brack. Bekanntmachung. 1 (786) Es wird hiermit bekannt gemacht, daß der, 4 welcher in dem freih. von frankenſtein'ſchen Wald in dem Diſtrikt ober der Querſchneiſe zu Ockſtadt Holz zu dem Tarifpreiß übernommen, dasſelbe bin⸗ nen 3 Wochen abzufahren hat, ſonſt wird es ander- weit verkauft und den Weniger⸗Erlös hat der erſte Käufer zu erſetzen. Ockſtadt den 1. Auguſt 1839. Der freih. von frankenſtein'ſche Forſtrechner Eret. Arbeits-Verſteigerung. (787) Freitag den 9. d. M., Vormittags 10 Uhr, ſollen nachbezeichnete Arbeiten an den Wenigſtneh—⸗ menden an Ort und Stelle, bei ungünſtiger Wit⸗ terung auf der Bürgermeiſterei beſtimmt werdenden Local, unter den im Termin bekannt gemacht wer⸗ denden Bedingungen, in Accord gegeben werden, als; a) am Friedhof, Maurerarbeit r zu 36 fl. b) Grabenarbeit, voranſchlagt zu 10„ d) Wegbauarbeiten. 10 Maurerarbeit. Anfertigung dreier Kanäle, voranſchlagt zu 71 fl. 13 kr. Die Erweiterung eines Kanals an dem Stein⸗ furterweg N 54 fl. 30 kr. Y Chauſſtrarbeit, beſtehend in Anfertigung von Abfahrten, voranſchlagt zu 77 fl. 52 kr. was hiermit zur öffentlichen Kenntniß gebracht wird. Die Herrn Bürgermeiſter der Umgegend erſuche ich dienſtergebenſt die Bekanntmachung des anbe— raumten Termins noch beſonders auf ortsübliche Weiſe ergehen zu laſſen. Södel am 1. Auguſt 1839. Der großh. beſſ. Bürgermeiſter Väth. Backhaus ⸗Verſteigerung zu Rödelheim. (788) Den 13. Auguſt l. J., Vormittags 10 Uhr, ſoll die an der Seraße nach Cronberg gelegene Hof— raithe des Johannes Lehr, beſtehend in einem zwei⸗ ſtöckigen Wohnhaus mit großer Backſtube, neu aufge⸗ führten Backofen und ſonſtigen zur Bäckerei gehöri⸗ gen Lokalitäten nebſt ſteinernem Hinterbau und Schweinſtällen im Gaſthaus zum Loͤwen dahier, unter den bei der Verſteigerung bekannt gemacht Uhr, Die Herrn Bürgermeiſter wollen dieſes gefälligſſ 700 (7650) 90 Prio 5 von meinen lieſere ich fre ſtei ans Hau Stück und Kullmann anzumelden. 3 (767) im der breiten! und konnen Schwe (790) ſiger Mine Tanzmuſik Se 700 S Harnonle⸗ ralbtupnen billigſer einladet 792 A flüchig ge Aſenheim 9 ar der erſtt Jorſtrechner ge 10 Uh N jet Kanäle, 71 fl. 13 kr. n dem Stein⸗ 1 fl. 30 kr. tigung von 7 fl. 52 kr. ebracht wird gend erſuche 3 des anbe⸗ F ortsübliche Bürgerneiſter ödelheim. 108 10 Uh, elegene Hoſ— einem zwei e, neu aufg Kerei gehöri⸗ nterbau und 1 dahier, ant gemacht 8 werdenden Bedingungen öffentlich meiſtbietend ver⸗ tteigert werden. g Rödelheim den 26. Juli 1839. ö Der großh. heſſ. Bürgermeiſter W. Brill. Aufforderung 91 (789) Nach einem Eintrag in dem landgerichtlichen Hypothekenbuch d d. Rödelheim v. 26. Feb. 1798 liehen Adam Philipp Geißel jun. und deſſen Ehe⸗ trau Anna Eliſabetha von Steinbach bei des Kaſper Bechtels ſen. Relikten ein Kapital von 300 fl. ge⸗ zen Verunterpfaͤndung eines Hofraitheplatzes und gon 5 Güterſtücken. Dieſe Schuld ſoll langſt ab⸗ getragen, die Urkunde aber verloren gegangen, ſeyn. Auf Antrag der Betheiligten werden alle Diejeni⸗ gen, welche noch Rechtsanſprüche aus dieſer Schuld⸗ Urkunde ableiten, aufgefordert, ihre Anſprüche um ſo gewiſſer binnen ſechs Wochen vor dem unter⸗ zeichneten Gericht anzuzeigen, als ſonſten nach Ab⸗ lauf dieſer Friſt die Urkunde ohne alle weitere Be⸗ kanntmachung für mortificirt erklärt und der Ein⸗ trag im Hypothekenbuch gelöſcht wird. Rödelheim den 26. Juli 1839. Großh. heſſ. graͤfl. ſolmſ. Landgericht ö Buff. N Privat⸗ Bekanntmachungen. Formtorf⸗ Empfehlung. (765) Formtorf in ganz vorzüglicher Qualität von meinen Brüchen zu Zellhauſen und Krotzenburg liefere ich frei bis an die Mainkur zu 2 fl. 54 kr.“ frei ans Haus nach Vilbel zu 3 fl. 18 kr. pr. 1000 Stück und bitte Aufträge darauf bei Herrn C. C. Kullmann in Vilbel, bei welchem Proben liegen, anzumelden. J. C. Reiſſig in Hanau. Zwei vollſtändige Logis 767) im zweiten und dritten Stocke ſind auf der breiten Straße bei Unterzeichnetem zu vermiethen und können bis Ende Oktober bezogen werden. Philipp Windecker. Schwalheimer Mineralbrunnen. 1790) Sonntag den 4. Auguſt l. J. iſt am hie⸗ ſiger Mineralbrunnen wohl beſetzte Harmonie- und Tanzmuſik anzutreffen, wozu höflichſt einladet Henkel. Selſerbrunnen bei Okarben. 1791) Sonntag den 3. d. M. iſt gut beſetzte Harmonie- und Tanzmuſik auf dem Okarber Mine⸗ ralbrunnen anzutreffen, wozu mit der Verſicherung willigſter und prompteſter Bedienung freundlichſt einladet Havenecker. Aufgemerkt! 1792) Am Schluß des 28. iſt eine Parthie Zucker flüchtig geworden und ſo daß man die Spur bis Aſſenheim gehabt hat; da man denjenigen nicht kennt, 2 der den Verluſt gehabt hat, ſo kann ſich derjenige melden wegen Schaden Erſatz—— 2 wenn der Betrag V angegeben iſt ſo erhält derſelbe den Betrag ei Hern Aehli auf dem Jagdhaus. Oſſenheim den 1. Auguſt 1839. Ein vollſtändiges Logis, (793) beſtehend in einer Stube, Küche, Kammer, Keller und Schweinſtall, iſt zu vermiethen und kann in einem Vierteljahr bezogen werden, bei Wittwe Formhals. Bekanntmachung. (794) Vor einiger Zeit ſind acht ſilberne Eß⸗ löffel, von alter Façon und gezeichnet mit v. S. und ein ſilbernes Kaffeelöffelchen von neuer Facon gezeichnet v. G. entwendet worden. Wer Nachwei⸗ ſung ertheilen kann, wo ſich die entwendeten Gegen⸗ ſtände befinden, erhält eine angemeſſene Belohnung. In der Expedition d. Bl. iſt das Nähere zu er— fragen. Bekanntmachung. (795) Montag den 5. Auguſt l. J., Morgens 9 Uhr, ſollen mehrere Baureparaturarbeiten, insbeſon⸗ dere für Weißbinder, Maurer und Schreiner in dem von Pappenheim'ſchen Hofe zu Wölfersheim unter den alsdann bekannt gemacht werdenden Bedin⸗ gungen an den Wenigſtnehmenden in Accord gegeben werden. Wölfersheim den 30. Juli 1839. J. Weller. Ein eiſernes Thor (796) von 14 Fuß Breite und 6 bis 9 Fuß Höhe iſt zu verkaufen. Ausgeber dieſes ſagt wo. Ein vollſtändiges Logis (797) hat zu vermiethen Zerlin, Schuhmachermeiſter. Geſchäfts-Eröffnung. (798) Einem verehrlichen Publikum mache ich hiermit die ergebene Anzeige, daß ich allhier in Friedberg eine Küferei und Wirthſchaft etablirt habe. Ich werde es mir zur Pflicht machen, in jeder Hinſicht die Zufriedenheit meiner geehrten Kun⸗ den zu erwerben ſuchen und dieſelbe zu erhalten. Für meine Küferei nehme ich alle Beſtellungen an, ſowohl in neuen als Reparaturarbeiten und werde ſtets für Güte und Dauerhaftigkeit beſorgt ſeyn. Was meine Getränke und Speiſen bei mir anzutreffen ſeyn.— Wirthſchaft betrifft, ſo werden ſtets gute und reine Meine Wohnung iſt in dem Walziſchen Hauſe in der Metzgergaſſe.— Indem ich um geneigten Zu⸗ ſpruch bitte, empfehle ich mich dem Wohlwollen eines geehrten Publikums. Ph. Simmerrock. Große Kunſt⸗Vorſtellung in Salzhauſen. (799) Auf vielſeitiges Verlangen iſt Unterzeich⸗ neter geſonnen, Sonntag den 11. Auguſt d. J. eine große Kunſtvorſtellung im Kurſaal zu Salzhauſen zu geben, beſtehend in mehreren Ballet⸗ und Na⸗ tionaltänzen.— Da er in Berlin, Mainz, Darm⸗ ſtadt, Mannheim, ſo wie in andern großen Städten Deutſchlands ſich ſowohl als Ballet⸗Tänzer wie auch als Balletmeiſter der großen Zufriedenheit des Publi— kums zu erfreuen hatte(worüber er ſich auf das Vollkommenſte durch ſeine Atteſte legitimiren kann), ſo wird er ſich auch bemühen, die hohen Kunſtkenner Salzhauſens zu befriedigen. Der Anfang iſt 4½ Uhr. Das Nähere beſtimmt der Anſchlagezettel. Carl Hummel, Balletmeiſter aus Mainz. Gutbeſetzte Tanzmuſik (800) iſt Sonntag den 4. Auguſt d. J. in mei⸗ nem Garten anzutreffen und lade ich dazu ergebenſt ein. Friedberg den 1. Auguſt 1839. Fr. Chr. Sieck. Literariſche Anzeige. Die Heilkräfte des kalten Waſſers, nachgewieſen durch hundert Erfahrungsſätze berühmter Aerzte älterer und neuerer Zeit. 27 kr. Daſſelbe gebunden ö 36 kr. Leben und Ende des berüchtigten Hundsſattlers. Eine Reihe beglaubigter Thatſachen aus dem vo⸗ rigen Jahrhundert. 12 kr. Fenner von Fenneberg, Dr., über die Bäder in Schwalbach. fte Adam, L., Pia nofo rte⸗Schule des Conſervato⸗ riums zu Paris. f f 5 fl. 24 kr. Erſte Abtheilung: Einleitung. Von der Kenntniß der Taſtatur. Von der Haltung des Körpers. Regeln über die Haltung der Hände. Von der Fingerſetzung in der Tonleiter. Uebung um beim Durchlaufen einer Octave die Hände an einen gleichmäßigen Schritt zu gewöhnen. Scalen in allen Durtonarten mit Kreuzen. Scalen in allen Durtonarten mit Been. Mollſcalen mit Kreuzen. Mollfcalen mit Been. Uebungen für beide Hände in entgegengeſetzten Läufen. Uebungen von Sca⸗ ſen, welche eine von den Grundſätzen abweichende Ap⸗ plikatur erfordern. Regeln des Fingerſatzes im Allge⸗ meinen. Terzen. Quarten. Quinten. Sexten. Sep⸗ timen und Octaven. Vom Triller. Von den Verzie⸗ rungen. Fingerſetzung der Accorde. Die Accorde zu binden. Fingerſetzung beim Anhalten von Doppelnoten. Uebungen und Beiſpiele für die Fingerſetzung der rechten Hand. Desgleichen der linken Hand. Abkürzungen. Triolen. Uebung die Hände zu kreuzen. Zweite Abtheilung; 50 fortſchreitende Uebungs⸗ ſtücke beide Hände gleichmäßig zu üben. Stellen ver⸗ ſchiedener Meiſter zu Fingerſatz. Von dem Anſchlage der Taſten und der Art einen Ton hervorzubringen. Von der Bindung der Töne und der dreifachen Art der Abſtoßung. Vom Triller, von den Vorſchlägen und an⸗ dern Verzierungen. Vom Taktmaaße, von den Bewe⸗ gungen und ihren Benennungen. Von dem Gebrauch der Pedale. Schweizerkuhreihen mit Nachahmung des Echo. Pastorale von Adam. Von der Kunſt Partitu⸗ ren zu begleiten. Vom Styl. Dritte Abtheilung. Sonetten und Fugen von ven⸗ ſchiedenen Meiſtern. 5 Baillot, Profeſſor am Converſatorium zu Paris, die Kunſt des Violinſpieles. 7 fl. 12 kr. Körner, der angehende Organiſt. Sammlung v. kurzen und leichten Orgelſtücken und Chorälen, mit und ohne Pedal zu ſpielen, durch die gebräuch⸗ lichſten Dur⸗ und Moll⸗Tonarten. Ein praktiſches Hand⸗ und Hülfsbuch, ſowohl zum Gebraucht beim öffentlichen Gottesdienſte, ſo wie auch als Schule zur Vervollkommnung fur Organiſten, Land, ſchullehrer und alle Anfänger im Orgelſpiele beſon, ders auch zum Gebrauche in Seminarien 5 fl. 24 kr. Fruͤchte⸗Preiſe hier in Friedberg: Waizen: 10 fl.— kr. Korn: 6 fl.— kr. Gerſte: 5 fl.— kt Hafer: 3 fl.— kr. Erbſen:— fl.— kr. Fruͤchte⸗Preiſe zu Frankfurt, am 29. Juli: Waizen: 9 fl. 30 kr. Korn: 5 fl. 45 kr. Gerſte: 5 fl.— ki. Hafer: 3 fl. 10 kr. Erbſen:— fl.— kr. Fruͤchte⸗Preiſe zu Mainz, am 26. Juli: Waizen: 10 fl. 40 kr. Korn: 7fl. 7kr. Gerſte: 5 fl. 54 fr den 32 —ů— So eben folgende beid Hafer: 3 fl. 2U kr. Erbſen:— fl.— kr. Polizei⸗Taxe für die Städte Friedberg un Butzbach vom 3. bis 10. Auguſt 1839. uſuf⸗ Pa 1 75 igen Re pf Brod Preiſe. Triedberg Bube kr. pf. kr. pf. 1 Leib⸗Roggenbrod 2 2 7 pn 5 8 4 143 4 77 77 9 3 9 2 Loth. 2 — Milchbrod 1* n —[Waſſerweck 11 11— —(Gemiſchtes(Tafel-) Brod 15% Fleiſch⸗Preiſe. pf. pf. 1(Ochſenfleiſch 11— 111— „ Kübhfleiſch 852 811 „ Rindfleiſch 12 7 1 „Kalbfleiſch 6 0 1 6— „ Schweinenfleiſch 10— 10— „ Hammellleiſch 8* 8 7 Schaaffleiſch 5 714— ae „ Wurſt von blos Schweinen 124— 12— „ Gemiſchte Wurſt 10— 10— „ Bratwurſt 15— 14— „ Schwartenmagen 16— 16— „Geräucherter Speck 22 22 „Schinken 15— 15 „ Dörrfleiſch 16— 16— „ Schweinenſchmalz, ausgelaſſen] 20— 19— 115 dito unausgelaſſen 17— 16 „ Nierenfett 18— 18 Hammelsfett 15— 115— Der großh. heſſ. Kreisrath d. K. F. Küchler. — Gedruckt Und verlegt unker Verantwortlichkeit von Carl Binder nagel in Friedberg. N 2 ſchichte gegenwä Au Fünfbunder Vieekonie poflhote weiöheit dermeiſte Von ein Verlag Wit gla ſern Leſern moriſtiſcher wann in ſic den oder ü Lachen etwa handlung i ſaſſet darun Ange hat u Nahen läßt. len wir un Werkchen ſe nur belegen, elmuntern n ſpa ur Sunde, 10 Daſſabe