— n 6— A Intelligenzblatt für die berhhessen im Allgemeinen, den Kreis Friedberg und die angrenzenden Bezirke im Beſonderen. W 9. —— 1339. Sonnabend, den 2. Maͤrz Amtlicher Theil. Der großherzoglich heſſiſche Kreisrath des Kreiſes Friedberg an ſaͤmmtliche großh. Buͤrgermeiſter des Kreiſes. Betreffend: Regulativ wegen Vertilgung der Raupenneſter. Sie werden aufgefordert, das am 26. Juli 1831 erlaſſene Regulativ in obigem Betreffe, wovon hinſichtlich der dispoſitiven Beſtimmungen deſſelben hierunter nochmals ein Abdruck zu Ihrer Kenntniß gebracht wird, im Laufe des Monats März in Vollzug zu ſetzen. Ueber den Erfolg haben Sie mir in Gemäßheit des§. 4 längſtens in den erſten acht Tagen des Monats April Vorlage zu machen. Friedberg den 26. Februar 1839. Kuͤchler. F. 1. Bei eingetretener warmer Frühlingswitterung müͤſſen alle Bäume, Geſträuche und Hecken in jeder Ortsgemarkung von den Raupenneſtern unverzüglich gereinigt werden. Es ſind daher jährlich um dieſe Zeit alle Garten- und Feldbeſitzer von den großh. Büͤrgermeiſtern zur Säuberung aller in ihrem Beſitze befindlicher Bäume, Sträuche, Hecken und im Felde liegenden Re— miſen von den Raupenneſtern innerhalb acht Tagen, aufzufordern. Sind Grundſtuͤcke verpachtet, ſo hat dieſe Verbindlichkeit der Pachter rückſichtlich der Säuberung der auf dieſen Grundſtücken befindlichen Bäume, Sträuche, Hecken und im Felde liegenden Remiſen. §. 2. Nach Verlauf dieſer acht Tage haben die großh. Buͤrgermeiſter durch eine oder mehrere Deputationen verpflichteter ſachkundiger Männer eine Viſitation in der Ortsgemarkung vornehmen und diejenigen aufzeichnen zu laſſen, welche der publizirten Aufforderung— was ſich durch die Menge und Zahl der noch auf den Bäumen, Geſträuchen, Hecken und im Felde liegenden Remiſen aufgefunden werdenden Raupenneſtern und Geſpinſten erkennen läßt— entweder gar keine, oder eine ſehr nach— läſſige Folge geleiſtet haben. §. 3. Wer auf ſolche Weiſe von den Viſitatoren fehlgefunden worden iſt, verfällt in eine Strafe von vier Kreuzer für jedes aufgefundene Neſt, welche Strafe ihm der großh. Bürgermeiſter, nach In— halt der ihm von den Viſitatoren eingehändigten Liſten, mit dem Befehl vorläufig bekannt zu machen hat, daß er die Säuberung an ſeinen Bäumen, Sträuchern, Hecken und im Felde liegenden Remiſen binnen 24 Stunden nachzuholen, oder zu gewärtigen habe, daß dieſelbe, nach fruchtloſem Verlauf dieſes Termines, auf ſeine Koſten und auf Verfügung des großh. Bürgermeiſters vorgenommen werde, welche Androhung auch der großh. Bürgermeiſter ohne Weiteres zu realiſiren hat. §. 4. Ueber den Be- und Erfolg alles dieſes hat der großh. Bürgermeiſter innerhalb der nächſt— folgenden acht Tage nach abgehaltener Viſitation an den großh. Landrath unter Anſchluß der Anzeigen der Viſitatoren und der etwaigen Koſtenverzeichniſſe, auch unter dem Bemerken, ob von dieſem oder jenem Einwendungen vorgebracht worden, entweder zur Erkennung der Strafen, oder vorerſt noch zu weiter nöthig findender Entſchließung zu berichten. — 64 Derjenige großherzogl. Bürgermeiſter, welcher den in§. 1 verordneten Aufruf unterläßt, oder die Viſitation nach F. 2 oder eintretenden Falls die Säuberung nach F. 3 nicht anordnet, verfällt in eine von großherzogl. Landrath(Kreisrath) zu erkennende Strafe von fünf Gulden für jede Unterlaſſung. §. 6. Auf gemeinheitlichen Anlagen und Alleen, welche zum öffentlichen Vergnügen dienen, oder zum Nutzen der Gemeindekaſſe verwaltet werden, iſt die Aufſuchung und Vertilgung der Raupenneſtern von den großh. Bürgermeiſtern auf Koſten der Gemeinde zu verfügen. Dieſelbe Pflicht rückſichtlich der Staats- und Provinzialſtraßen, zu denen Pappeln⸗ und andere Alleen gehören, liegt der betreffenden fiscaliſchen Behörde ob. Den großherzogl. Landräthen wird von Seiten der oberen fiscaliſchen Behörden bekannt gemacht werden, wer diejenigen unteren Behörden ſind, die dafuͤr einſtehen müſſen. In beiden Fällen wird derjenige, welcher den Anordnungen dieſes Regulativs nicht Folge geleiſtet hat, obgleich ſolches von ihm hiernach hätte geſchehen müſſen, mit den im. 3 feſtgeſetzten Strafen belegt. §. 7. Die Strafgelder fließen in die Gemeinde-Kaſſen, wogegen aber auch aus denſelben die Viſitationskoſten(§. 9 beſtritten und die Koſten fuͤr nachträgliche Reinigung(S. 3) vorgelegt werden müͤſſen. Neueſtes aus der Wetterau. 1) Jubiläum. Vor etwa vierzehn Tagen wurde zu Büdingen die fünfzigjährige Amtsjubelfeier des wackeren Schul⸗ lehrers Martin Ruth zu Düdelsheim auf eine wür— dige und für den thätigen Greis ſehr überraſchende Art begangen. Wir möchten unſern Leſern gerne etwas Näheres hierüber mittheilen, finden uns aber aus Mangel an zuverläſſigen Mittheilungen außer Stan⸗ de, dies zu thun, indem wir außer dem eben Geſag⸗ ten hierüber nur das wiſſen, daß bei der Verſamm⸗ lung Herr Pfarrer Münch eine dem Feſte ange⸗ meſſene Rede hielt. Sollte uns weitere Mittheilung hierüber zukommen, ſo werden wir nicht ermangeln, ſie unſern Leſern zu geben. 20 Luft⸗Erſcheinung. Am 21. Februar Abends, etwa um 9 Uhr, wurde zu Friedberg am nord⸗weſtlichen Himmel ein ziem⸗ lich bedeutender Nordſchein bemerkt. Wir führen dies an, ohne ihn weiter zu beſchreiben, da ſolches bereits in andern Zeitſchriften aus andern Gegen⸗ den geſchehen iſt. 3) Ein Brandſtifter. Man denke ſich einen Schrecken! Am Sonn⸗ tag Morgen des 10. Februars wurde in der Scheuer des Orts-Geiſtlichen zu Oberau von deſſen Knechte das Material einer Feueranlegung gefunden. Das⸗ ſelbe beſtand aus einem Büſchel Stroh, der mit einem Stück Holz in der Mitte verſehen und von außen durch eine Maueröffnung hineingebracht war. An beiden Enden war beides angebrannt, und der Vorſehung ſey es gedankt, daß das Element nicht zum Ausbruche kam. Schrecken überfiel die ganze Familie, als der Knecht damit aus der Scheuer ins Haus eilte; und ein ſolcher Schlag des Schreckens hinterläßt einen dauernden unruhbringenden Ein— druck, daher es denn natürlich erſcheint, daß die betroffene Familie nur mit Angſt und Furcht der Nacht entgegen ſieht. In der ganzen Nachbarſchaft iſt man darüber beſtürzt und voll banger Beſorg⸗ niſſe, und gewiß muß ſich jedes menſchliche Gefühl gegen einen ſolchen, wenn auch unbekannten Frevler aufs Höchſte empören Ob nun deſſen Abſicht auf den wirklichen Ausbruch einer Flamme, oder nur auf eine Schreckenerregung ausging, das muß bis jetzt noch dem Zweifel unterliegen.— Man wuͤrde einer Gemeinde Unrecht thun, wenn man ſie durch ſolche Auftritte verdächtigen wollte; aber da man hier ſo viele Urſachen zu Mißtrauen findet, ſo könnte doch eine ſolche That ein übles Licht auf dieſe Ge⸗ meinde werfen. 4) Brand. Die Nacht vom 16. auf den 17. d. M. war fur die Ortsbewohner von Obereſchbach eine Schreckensnacht. Gegen 10% Uhr brach nämlich in der Nähe des Pfarrhauſes in zwei aneinander ſtoßenden Scheuern Feuer aus, von denen die eine zum Schulhauſe ge⸗ hörte. Die Gefahr ſchien um ſo größer, da ſich in beiden viele brennbare Stoffe, namentlich Stroh, Heu und Holzwerk befand und ein ſtarker Wind die Flammen mit großer Heftigkeit nach den Pfarr⸗ gebäuden trieb, ſo daß ſchon der Scheuergiebel zu brennen begann. Hierzu kam noch der Beſorgniß erregende Umſtand, daß, als die Flamme ſchon hoch aufloderte, auf der Straße tiefe Stille herrſchte. Nur den nachherigen lobenswürdigen Anſtrengungen der obereſchbacher Gemeinde, welche in den Augen⸗ blicken der größten Gefahr auf ihre eigene Hülfe beſchränkt war, weil die Kunde zu ſpät zu den be⸗ nachbarten Gemeinden gelangte, und den zweckmäßig angebrachten Löſchanſtalten gelang es, ſich bald des Feuers zu bemächtigen, ſo daß nur die beiden ge⸗ nannten Scheuern ein Raub der Flammen wurden. Die Frauen wetteiferten mit den Männern an Thätigkeit; auch verſchiedene Iſraeliten zeichneten ſich durch ruͤhmlichen Fleiß aus. Dank allen Edlen, welche zur Verhütung größeren Unglücks mitgewirkt haben! G. Bekanntmachungen von Behoͤrden. N ν Edietal ladung. (109) In dem Hypothekenbuche der Gemeinde Steinfurt und Wiſſelsheim ſtehen folgende Cauticns⸗ 4 (435) 9 Uhr, Ralſſch. Ohriſtia lichen n. Frie (427 Schmi Dol bei Ge theilun Fri ar für die kensnacht. giebel zu g Beſorgniß chon hoch herrſchte. engungen en Augen⸗ ne Hülfe u den be⸗ veckmäßig bald des elden ge⸗ wurden, nern an eichneten n Edlen, itgewirkt rden. Jemeinde auticns⸗ einträge offen, welche von nachbenannten Perſonen der freiherrlich von Löwiſchen Familie wegen Gü⸗ terpachtungen geleiſtet worden und zwar: 1. Von Juliane, Heinrich Alles Wittwe zu 2. Steinfurt d. d. 1. December 1791 über 300 fl. worin Caspar Petri und Ehefrau ein Grund— ſtück zu 50 fl. mit verpfänden; 2. von derſelben Wittwe Alles d. d. 8. Febr. 1794 über 97 fl.; 3. von Eberhard Huber sen. und Ehefrau Catharina Dorothea zu Wiſſelsheim d. d. 18. April 1804 über 1000 fl. und zwar 500 fl. baar und 500 fl. in Güterſtücken; 4. dieſelben und Philipp Huber nebſt Ehefrau Eliſabetha, daſelbſt, d. d. 20. April 1813 jeder über 1900 und zwar 1000 fl. baar und 900 fl. in Grundſtücken. Der erwähnte Cautionsverband ſoll längſt er⸗ loſchen ſeyn, es können aber die Originalurkunden darüber zur Löſchung nicht vorgelegt werden. Auf Antrag der Intereſſenten werden daher alle, welche aus dieſen Verpfändungen oder auf die erwähnten Cautionsurkunden Anſprüche machen zu können glau— ben, aufgefordert, ſolche ſo gewiß binnen 60 Tagen hier anzuzeigen, als ſonſt dieſelben für mortificirt erklärt und die desfallſigen Eintrage in den Hypo⸗ thekenbüchern gelöſcht werden ſollen. Friedberg den 1. Februar 1839. Großh. Heſſ. Landgericht. Hofmann. Güter ⸗ Verpachtung. (135) Dienſtag den 5. März l. J., Vormittags 9 Uhr, ſoll in hieſigem Rathhauſe der Theil der Rathſchöffen A. K. Müller'ſchen Güterſtücke, welchen Chriſtian Müller ſeither nutzlich beſaß, einer öffent— lichen meiſtbietenden Verpachtung ausgeſetzt werden. Friedberg den 14. Februar 1839. In Auftrag des großh. heſſ. Landgerichts: Der Beigeordnete Bender. Edietalla dung. (127) Forderungen an den Nachlaß des Nicolaus Schmidt in Ockſtadt ſind Donnerstag den 7. März, Vormittags 9 Uhr, bei Gericht anzuzeigen, widrigenfalls ſolche bei Ver— theilung der Maſſe nicht berückſichtigt werden können. Friedberg den 4. Februar 1839. Großh. heſſ. Landgericht Hofmann. Gilmer. Bekanntmachung. (149) Man bringt hiermit zur öffentlichen Kennt⸗ niß, daß die 18381 Früchte auf den hieſigen Spei⸗ chern lagernd, diesherrſchaftlicher Weiſung zu Folge aus freier Hand abgegeben werden. Obererlenbach den 15. Februar 1839. Hochgräfl. von Ingelheim'ſche Rentei Ehehalt. Immobilien- Verſteigerung. (157) Zur Veräußerung der circa 109/ Caßler Acker haltenden Staatswald-Parzelle Herrenwald, im Forſtreviere Naumburg ſoll anderweiter Steige— rungs-Termin Montag den 4. k. M., Morgens 10 Uhr, an beſagtem Waldorte ſelbſt, abgehalten, und können die Bedingungen ſowohl dahier, wie beim Revierförſter Schäffer zu Naum— burg vorher eingeſehen werden. Hanau am 13. Februar 1839. Kurfürſtliche Forſtinſpection Harnickell. Bekanntmachung. (169) Freitag den 8. Maͤrz d. J., Vormittags 11 Uhr, ſollen bei Herrn Wirth Stüber in Wol— fersheim nachbenannte Früchte und Geſtröhe öffent— lich an den Meiſtbietenden unter den bei der Ver— ſteigerung bekannt gemacht werdenden Bedingungen verſteigert werden: 1) 22 Mltr. 6 Meſten Korn, M60 3) 38„ 5 7 Hafer, 4)„ 2„ Erbſen, 5)—„ n Wicken 6) circa 76 Koͤrbe voll Spreu, 7) 8 Fuder 12 Gebund Roggenſtroh, e eee gene Waizenſtroh, Ma e Gerſtenſtroh, eee e 55 Haferſtroh, 1101„ 48 7 Wirrſtroh, Erbſen-, Linſen- und Wickenſtroh und 13) ohngefähr 130 Malter Kartoffeln. Schloß Ilbenſtadt den 25. Februar 1839. Gräfl. v. Leiningen W. Rentei daſ. Bernhard. Holz-Verſteigerung. (170) Künftigen Montag den 4. März, Vormit⸗ tags 10 Uhr anfangend, wird im Bainhards Unter⸗ walb eine Parthie eichen Bau- und Brennholz meiſt⸗ bietend verkauft. Aſſenheim, den 26. Februar 1839. Die Gräfliche Forſtverwaltung. Fiſcherei⸗ Verpachtung. (171) Die Gräflich Solmſiſche Fiſchereiberechtigung in der Uſa zu Fauerbach ſoll auf 3 Jahre, vom 20. März 1839 bis dahin 1842, meiſtbietend ander- weit verpachtet werden, und zwar Donnerſtag den 7. März, Vormittags 10 Uhr, in der Behauſung des Pachters Schultheiß zu Fauerbach. Aſſenheim den 26. Februar 1839. Die Gräfliche Forſtverwaltung— Güter ⸗ Verpachtung. (172) Montag den 11. März, Morgens 9 Uhr, ſollen in hieſigem Rathhauſe die den Fuchßſchen Kindern gehörende Grundſtücke, in der Friedberger 12 D 30. — 66— und Fauerbacher Gemarkung liegend, auf 6 nach einander folgende Jahre verpachtet werden. Friedberg am 28. Februar 1839. Der Beigeordnete Bender. Holz-Verſteigerung. (173) Donnerſtag den 7. März d. J., Morgens 8 Uhr, ſoll im butzbacher Stadtwalde nachſtehendes Gehölz einer Verſteigerung an den Meiſtbietenden ausgeſetzt werden: 1) 27 Haufen altes Stockholz, 2) 67 Stecken buchen Scheitholz, 2 0„ Prügelholz, 3 eichen Scheitholz, M e„ Prügelholz, 6) 77 Haufen geſundes Stockholz, 7) 2850 Stück buchen Wellen, 8) 150„ eichen Wellen, 9) 150„ gemiſchte Wellen, 10) 4 ſtarke eichen Bauſtämme, 11) Z geringere ditto, 12) õ birken Nutzſtämme, 13) 204 kiefern ditto, 14) 303„ Nutzſtangen. Die Zuſammenkunft iſt am Exercierplatz. Butzbach den 26. Februar 1839. Der großh. heſſ. Buͤrgermeiſter Zahn. Verſteigerung der Reparaturarbeiten an den fiscaliſchen Gebäuden des Baubezirks Friedberg. (174) In der Behauſung des Herrn Gaſthalters Hieronimus zu Friedberg werden Mittwoch den 20. März, Vormittags 9 Uhr, die Reparaturarbeiten an dem Pfarrhauſe zu Griedel, Nockenberg, Oppers— hofen, Obermörlen, Ockſtadt, Vilbel, Heldenbergen und Oberau, ſowie an der Burgkirche zu Friedberg, ver Kirche zu Vilbel und an dem Schulhauſe daſelbſt. Deßgleichen Donnerſtag den 21. März, Vormit⸗ tags 9 Uhr, die Reparaturarbeiten an den Came⸗ ralgebäuden zu Friedberg, Niedermörlen, Obermör— len, Butzbach, Kaichen, Büdesheim, Heldenbergen, Vilbel und Burggräfenrod. So wie Freitag den 22. März, Vormittags 9 Uhr, die Reparaturarbeiten an den Forſtgebäuden zu Butzbach, Winterſtein, Oberrosbach, Rodheim und Heldenbergen, als Maurer-, Zimmer-, Dachdecker⸗, Schreiner-, Schloſſer-, Glaſer-, Weißbinder- und Pflaſtererarbeit an die Wenigſtnehmenden vergeben. Es werden nur ſolche Bauhandwerker zur Ver⸗ ſteigerung zugelaſſen, welche durch Zeuchniß darthun, daß ſie die nach der Verordnung vom 31. Januar 1828 vorgeſchriebene Prüfung beſtanden, oder bereits vor Erlaß derſelben Meiſter geworden waren, und ihre Tüchtigkeit bewieſen haben. Friedberg am 28. Februar 1839. Der großh. heſſ. Kreisbaumeiſter Rhumbler. Bekanntmachung. (175) Dienſtag den 5ten März, Nachmittags 2 Uhr, ſollen in hieſigem Rathhauſe die mit Beſchlag genommenen Effekten des Handlungsreiſenden Emil Wambold von Hanau einer öffentlichen meiſtbie⸗ tenden Verſteigerung ausgeſetzt werden. Friedberg den 25. Febr. 1839. In Auftrag: Großherzoglichen Landgerichts: Der Beigeordnete Bender. Stein-Lieferung. (176) Dienſtag den 5. März, Vormittags 10 Uhr, ſollen in hieſigem Rathhauſe die zum Pflaſterbau erforderlichen Baſaltſteine einer öffentlichen wenigſt— nehmenden Verſteigerung ausgeſetzt werden. Friedberg am 25. Februar 1839. Der Beigeordnete Bender. Gärten ⸗Verſteigerung. (177) Auf den Antrag des Herrn F. A Narz in Frankfurt a. M. ſollen Montag den 11. März, Vormittags um 9 Uhr, in hieſigem Rathhaus nach- ſtehende demſelben gehörende von ſeiner Tante, der dahier verſtorbenen Jungfrau Narz, geerbten Gär— ten öffentlich freiwillig an den Meiſtbietenden ver— ſteigert werden, als: 10 in der Langgaß 60 Ruthen Garten, 20 daſelbſt 7 77 3) in den Liebfraugärten 20 Ruthen und 4) daſelbſt 1 1 Friedberg den 27. Februar 1839. Der Beigeordnete Bender. Holz-Verſteigerung. (178) Mittwoch den 6. März, Vormittags 9 Uhr, ſollen in dem oberrosbacher Gemeindewald, Diſtrict Salzberg und Jungenbuſch 12. Stecken birken Scheitholz, 215%„ eichen— 3) 1½%„ buchen Pruügelholz, 40 2„ eichen u. birken„ 59 73„ nadel 75 60 1„ len 1 7) 7%„ eeichen Stockholz, 8) 50 Stück buchen Wellen, 9) 431„ birken u. eichen Wellen, 10) 2606„ nadel 7 110 5 Stämme eichen Bau-, Werk- u. Nutzholz, 12) J¼ Stecken Scheit⸗, Werk- und Nutzholz, 13) 2 kiefern Stämme und 14) 816 kiefern Stangen an die Meiſtbietenden öffentlich verſteigert werden. Die Zuſammenkunft iſt im Diſtrikt Salzberg an der Falenbach. Die Herren Buͤrgermeiſter werden erſucht, dieſes in ihren Gemeinden durch die Schelle öffentlich be⸗ kannt machen zu laſſen. Oberrosbach am 27. Fehr. 1839. Der Buͤrgermeiſter Lämmer. 160) 16 Hen ſchiefer ve en ich 5 Die Stunde dach entf Nähe dem Eig Cramer bei dem Glöß beſtellen. (166) ſon mit (167) brauted noch, d faufe,! und de Flaſche die bei Frie (162) geſonne genſtäan 3 Dre Quant Waget ungefa — * Holzverſteigerung. (179) Mittwoch den 6. Marz, Vormittags präcis 10 Uhr, ſollen in hieſigem Gemeindewald, Diſtrikt Ameiſenkopf, folgende Holzſortimente, als, 1) 3¾ erlen und aspen Prügelſtecken, 3 4650 Stück erlen und aspen Dornwellen, 3) 3 Stück erlen Nutzhölzer und 4) 13„ birken Nutzſtangen auf Ort und Stelle unter den vor der Verſteige⸗ rung eröffneten Bedingungen oͤffentlich an die Meiſt⸗ bietenden verſteigert werden. Die großh. Bürgermeiſter der Umgegend werden erſucht, vorſtehende Verſteigerung in ihren Gemein⸗ den gefälligſt bekannt machen zu laſſen. Obermörlen am P. Februar 1839. Der großh. heſſ. Bürgermeiſter Nicolai. A Privat⸗ Bekanntmachungen. Dachſchiefer. (160) Auf der Grube Wilhelm bei Pfaffenwies⸗ bach, Herzogl. Amtes Uſingen, ſind nunmehr Dach— ſchiefer vorräthig und zu verkaufen. Dieſelben zeich⸗ nen ſich durch ihre Güte und blaue Farbe aus. Die Grube iſt 2½ Stunde von Homburg, 2½¼ Stunde von Friedberg und 2½ Stunde von Butz⸗ bach entfernt. Nähere Auskunft iſt auf frankirte Briefe bei dem Eigenthümer der Grube, Hofgerichtsprokurator Cramer in Uſingen, ſo wie auf der Grube ſelbſt bei dem Steiger Berg zu erhalten. Größere Quantitäten bittet man im Voraus zu beſtellen. ine Stube (166) im untern Stock iſt für eine einzelne Per⸗ ſon mit oder ohne Möbel zu vermiethen bei Ludwig Finzel— Baieriſches Bier. (167) Nachdem ich mein auf baieriſche Art ge⸗— brautes Bier in Zapf genommen habe, bemerke ich noch, daß ich daſſelbe auch außer dem Hauſe ver⸗ kaufe, nämlich in Flaſchen gefüllt zu 6 kr. pr. Flaſche und der Schoppen zu 3 kr., bei dem Abholen in Flaſchen aber 8 kr. für dieſelbe zu unterlegen, und die bei dem Zurückbringen wieder zu erhalten ſind. Friedberg. Friedrich Chr. Sieck, vor dem ehemaligen mainzer Thore. Mobilien ⸗-Verſteigerung. (162) Wegen Sterbfall iſt die Unterzeichnete geſonnen, Dienſtag den 5. k. M. nachgenannte Ge⸗ genſtände einer öffentlichen Verſteigerung auszuſetzen: 3 Drehbänke, nebſt vollſtändigem Werkzeug, eine Quantität Dreherholz, 1 Windmühl, 1 vollſtändigen Wagen, 1 Pflug, 1 eiſerne Egge, Pferdegeſchirr, ungefähr 12 Ohmfäſſer, 2 Bettſtellen, Bettzeug, 3 Kiſten, Kleidungsſtücke, 1 Kleiderſchrank und noch mehrere Hausgeräthſchaften. Niederwöllſtadt. Wittib Breidenbach. Bekanntmachung. (180) In dem Garten des Geheimen Hofraths Langsdorff zu Nidda ſind mehrere Hundert junge verſetzbare Akazienbäume von verſchiedener Größe und Dickung billigen Preiſes zu haben. Liebhaber können ſich an den Gartenbeſitzer wenden. Zweihundertachtzig Gulden (181) Vormundſchaftsgelder ſind bei dem Unter⸗ zeichneten gegen gerichtliche Obligation zu verleihen. Heldenbergen den 23. Februar 1839. Joh. Dott. Lehrlingsgeſuch. (182) In einer frequenten Conditorei einer nahe gelegenen Stadt iſt für einen Lehrling eine Stelle offen, worin derſelbe Gelegenheit hat, ſich nicht allein als Conditor vollkommen auszubilden, ſondern auch zugleich die Deſtillation zu erlernen. Auskunft er⸗ theilt auf portofreie Anfrage die Exp. d. Bl. Saamen⸗ Empfehlung. (183) Alle Sorten friſche und ächte Sämereien ſind auch dies Jahr wieder bei mir zu haben, und Preis⸗Verzeichniſſe werden gratis abgegeben. Auch bemerke ich noch, daß ſehr ſchöne Georginenknollen in beliebigen Farben und ſehr große und einträg⸗ liche Rohans- oder Rieſenkartoffeln bei mir ange⸗ kommen und zu haben ſind. Ich ſehe in dieſem Jahre wie in dem vergangenen von meinen geehrten Abnehmern einem recht zahlreichen Zuſpruch ent⸗ gegen, indem ich Alles aufbieten werde, das mir geſchenkte Zutrauen zu erhalten. Den beßten Saamen auf der Welt Kann man in Friedberg haben. Drum friſch drauf los, und brav beſtellt, Bald geht es an das Graben, Dann fehlt es doch an allerlei, Drum eilt zum Kaufe ſchnell herbei. Friedberg. E. Botſch. Ein vollſtändiges Logis, (184) im zweiten Stocke, welches gleich bezogen werden kann, hat zu vermiethen in der Koͤhlergaſſe Martin Philippi, Bäcker. Hofraithe-Verſteigerung. (185) Der Unterzeichnete iſt geſonnen nächſten Donnerſtag den 7. März, Vormittags 9 Uhr, ſeine in Okarben befindliche Hofraithe, Gaſthaus zum ſchwarzen Adler, nebſt circa 60 Morgen Ge⸗ lände, auf dem Rathhaus daſelbſt einer freiwilligen meiſtbietenden Verſteigerung auszuſetzen. Indem er hierzu Luſttragende einladet, bemerkt er zugleich, daß die nähern Bedingungen vor der Verſteigerung bekannt gemacht werden. Okarben den 27. Februar 1839. Gerhard Fauerbach. Bekanntmachung. (186) Ich erlaube mir, einem verehrten Publikum die ergebenſte Anzeige zu machen, daß ich durch den Beſitz einer neuen engliſchen Decatirmaſchine in den Stand geſetzt bin, Tüchern zu dem äußerſt billigen Preiſe von 3 kr. per Elle einen ſehr ſchönen und dauerhaften Glanz zu geben. Ich werde mich be⸗ ſtreben, die Zufriedenheit Aller, die mich mit ihren werthen Aufträgen beehren, durch gute und ſchnelle Bedienung zu erlangen.— Auch bemerke ich noch, daß ich Aufträge zur Beſorgung ſolcher Maſchinen annehme, und erſuche darauf Reflektirende ſich ge⸗ fälligſt an mich zu wenden. Friedberg im Februar 1839. J. Pauly, Schneidermeiſter, wohnhaft bei Herrn Oekonom Reuß auf der breiten Straße. Hofraithe⸗Verſteigerung. 187) Eine im frankfurtiſchen Gebiete, auf einer der ahrbarſten Landſtraßen, gelegene Hofraithe mit Gaſt⸗ gerechtigkeit, Brauerei und Brandweinbrennerei, nebſt 30 Morgen des beßten Ackerlandes iſt unter vortheilhaften Bedingniſſen zu verkaufen. Näheres ertheilt der Stadtkirchenrechner Faatz zu Friedberg. Eine Quantität Spreu (188) und 3 bis 4 Fuder Erbſenſtroh ſind zu verkaufen in Friedberg bei J. Koch. Bekanntmachung. 68 Eine Parthie. (191) ſtaubfreier halliſcher Kuͤmmel iſt bei mir in Commiſſion zu verkaufen. G. C. Morell. Ein vollſtändiges Logis (192) im 2. Stock meines Hauſes iſt zu ver⸗ miethen und kann den 1. April d. J. bezogen werden. Friedberg den 26. Febr. 1839. Dauernheim, Zolleinnehmer. Verkauf von Pferde und Wagen. (193) Ein 3⸗ und ein 2ſpänniger Wagen im beßten Zuſtande mit Zugehör, 4 Pferde, 2 braune und 2 Füchſe von 7 bis 9 Jahren, ohne Fehler, ſind aus der Hand zu verkaufen bei Gottfried Döller in Engelthal. Fruͤchte⸗Preiſe hier in Friedberg: Waizen: 11 fl. 30 kr. Korn: 7 fl. 45 kr. Gerſte: ö fl.— kr. Hafer: 3 fl.— er. Erbſen:— fl.— kr. Fruͤchte⸗Preiſe zu Butzbach: Waizen: 11 fl. 30 kr. Korn: 7 fl 45 kr. Fruͤchte⸗Preiſe zu Frankfurt, am 18. Febr.: Waizen: 12 fl.— kr. Korn: fl.— kr. Gerſte: 6 fl. 20 kr. Hafer: 3 fl. 20 kr. Erbſen:— fl.— kr. Fruͤchte⸗Preiſe zu Mainz, am 22. Febr.: Waizen: 11 fl. 57 kr. Korn: 8 fl. 45 kr. Gerſte: 5 fl. 58 kr. „. Hafer: 3 fl. 43 kr. Erbſen:— fl.— kr. Polizei⸗Taxe fuͤr die Staͤdte Friedberg und Butzbach vom 4. bis 11. Maͤrz 1839. (189) Mittwoch den 6. März, Morgens um 10 pf“ Brod Preiſe. Friedberg] Butzbach. Uhr, ſoll in der Behauſung des Gaſtwirths G. Geck kran pff ah kk. pf⸗ in Melbach verſteigert werden: 1 Leib⸗Roggenbrod 5— 3 77 I. In der Scheuer des Rentmeiſters Filius in 27„— 81 1 0 Mel bach: hes 1 8 Ke Loth 10 Fuder Roggenſtroh,— Milchbrod 1377 14 9„ Wainzenſtroh,—[Waſſerweck„ 5„ Haferſtroh und—(Gemiſchtes(Tafel-) Brod 11115 1 5% 70 Körbe voll Spreu. a. II. In der Freiherrlich von Rauiſchen Scheuer Fleiſch⸗Preiſe. b in Beyenheim:; 0 pf. pf. 5 Fuder Roggenſtroh, 5 Kulte 9 7 8„ Waizeͤnſtroh,„ Rindfleisch 8 1 8704 5„ Gerſtenſtroh,„ Kalbfleiſch 6— 16— 5„ G Haferſtroh,„ Sean eie 101 2 10 2 80 Gebund Wirrſtroh und J Schaafſlaſch 2210 ilaſas J 75 Körbe voll Spreu.„MWurſt von blos Schweinen 127 e Beyenheim den 26. Februar 1839.„Gemiſchte Wurſt 10 e oe J Filius 7. Bratwurſt 15— 15— 2 1„Schwartenmagen 16— 16— Warnung.„Geräucherter Speck 22 (190) Ich finde mich veranlaßt, meine vorlängſt„ Schinken 18— 14— ertheilte Warnung zu wiederholen, an meine Fabrik? Schwäne 16— 15— arbeiter auf ihren Lohn nicht zu borgen, indem dar⸗ 9— Mane 13 1625 19 + auf kein Beſchlag ſtattfindet, und nach Umſtänden„ Nierenfett 18— 18— denſelben der Abſchied ertheilt wird. Hammelsfett 1 e e Friedberg den 27. Februar 1839. Der großh. heſſ. Kreisrath d. K. F. f G. C. Morell. Küchler. Gedruckt und verlegt unter Verantwortlichkeit von Carl Bind ernagel in Friedberg. den — über die! Es i und Schon rohe Beh wahrlich, begraben Angehörig die nachſte hiermit ti ſur öfen verlaßige durch die 1 beamte, Widigun 9.9 Geiſtlche 1 in 2) in ſen 3) in von ſeyn 5 in 6 von Mt beur 9. der Fay ſchnelle ausgeſtel liegenden werden f