ee — 2 U Intelligenzblatt für die rovins O berbessen im Allgemeinen, den Kreis Friedberg und die angrenzenden Bezirke im Beſonderen. M 5 Sonnabend, den 2. Februar 1839. —— Amtlicher Theil. Der großherzoglich heſſiſche Kreisrath des Kreiſes Friedberg an ſaͤmmtliche großh. Buͤrgermeiſter des Kreiſes. Betreffend: Die Muſterung und Konſcription für 1839. Unter Verweiſung auf mein Ausſchreiben vom 25ten Januar 1834(Nr. ö des Intelligenzblattes) fordere ich Sie auf, die Vorarbeiten für die Muſterung und Konſcription für das Jahr 1839 unverzug⸗ lich vorzunehmen. Bei Beurtheilung der Frage, ob die Depotanſprechenden im Stande ſind, ſich einen Stellvertreter zu ſtellen, iſt nach Art. 36 des Geſetzes vom 19. März 1836, betreffend die Stellvertretung im Militär⸗ dienſte, derjenige als zur Stellung eines Stellvertreters unvermögend anzuſehen, welcher nicht die Aſſe— kuranz⸗Summe von 90 fl. zu beſtreiten vermag. Bis längſtens 15ten März d. J. erwarte ich die ganz vollſtändig aufgeſtellten Ortsliſten, Depot⸗ anſprüche ꝛc. eingeſendet, widrigenfalls an die Säumigen Warteboten abgehen. Die Depotanſpruch⸗ protokolle ſind vor der Offenlegung zur Prüfung an mich einzuſenden und ſobald Sie dieſelben zuruͤck— erhalten alsbald offen zu legen und nach Ablauf der Friſt einzuſenden. Schließlich mache ich Sie noch auf ſtrenge Beachtung des§. 18 der Verordnung vom 30. April 1831, die Vollziehung des Rekrutirungsgeſetzes betreffend, aufmerkſam. Das Formularpapier wird Ihnen zugeſendet werden. Friedberg am 23. Januar 1839. Küchler. 89— Derſelbe an Dieſelben. Betreffend: Die Beſtimmung der Inferenden und Einzugsgelder für Neueinziehende. Zur Ausführung der in meinem Ausſchreiben vom 27. September 1837(Nr. 39 des Intelligenz⸗ blattes) zu Ihrer Kenntniß gebrachten höchſten Beſtimmungen, insbeſondere bezüglich der Einzugsgelder für Neueinziehende, wird Ihnen hiermit zu Ihrer Nachachtung eröffnet: I. Das allgemeine Einzugsgeld bei ortsbürgerlichen Aufnahmen Auswäͤrtiger beträgt: A. Für Inländer in der Stadt Friedberg 25 fl., in der Stadt Butzbach und den Gemeinden Niederweiſel, Obermörlen, Rödelheim und Vilbel 10 fl., in allen übrigen Orten und Städten des Kreiſes aber 5 fl. B. Für Ausländer das Doppelte des unter A. Beſtimmten; zugleich wird rückſichtlich der Beſtim— mungen, ſowohl A. als B., wiederholt bemerkt, daß — 34— 1) Frauensperſonen, welche durch Verheirathung an Ortsbuͤrger einziehen, die Hälfte des unter J. beſtimmten Einzugsgeldes zu entrichten; 5 2) Kinder, welche mit ihren Eltern einziehen, aber keinerlei Einzugsgelder zu erlegen haben. 5 II. Das beſondere Einzugsgeld, welches Neueinziehende wegen der ihnen durch ihre ortsbuͤrger— liche Aufnahme zukommenden Gemeindenutzungen zu entrichten haben, iſt in folgenden Summen ermittelt und feſtgeſtellt worden: Für Altenſtadt auf 36 fl.— Aſſenheim 15 fl.— Bauernheim 25 fl.— Beyen⸗ heim 18 fl.— Bodenrod 54 fl. 27 kr.— Bönſtadt 64 fl. 6 kr.— Bruchenbrücken nichts.— Büdes⸗ heim 31 fl. 30 kr.— Burggräfenrod 31 fl. 48 kr.— Butzbach 29 fl. 53 kr.— Fauerbach I. 54 fl. 27 kr.— Fauerbach II. 1 fl.— Friedberg nichts.— Groskarben 72 fl.— Hauſen mit Oes nichts.— Heldenbergen 33 fl.— Hochweiſel 54 fl. 27 kr.— Höchſt 27 fl. 24 kr.— Holzhauſen 15 fl. 42 kr.— Ilbenſtadt 12 fl.— Kaichen 24 fl. 4 kr.— Kleinkarben 60 fl.— Kloppenheim nichts.— Langen⸗ hain u. Ziegenberg 17 fl.— Maibach 54 fl. 27 kr.— Melbach nichts.— Münſter 54 fl. 27 kr.— Niedereſchbach 24 fl.— Nieder- und Oberflorſtadt 42 fl.— Niedermörlen 12 fl.— Niederrosbach 15 fl.— Niederurſel 11 fl. 30 kr.— Niederweiſel 25 fl. 33 kr.— Niederwöllſtadt 9 fl. 33 kr.— Oberau 36 fl. 6 kr.— Obererlenbach 11 fl. 30 kr.— Obereſchbach 42 fl.— Obermörlen 8 fl. 42 kr— Oberrosbach 30 fl.— Oberwöllſtadt nichts.— Okarben nichts.— Okſtadt 20 fl. 49% kr.— Oppers⸗ hofen 18 fl. 54 kr.— Oſſenheim 25 fl.— Oſtheim 54 fl. 27 kr.— Petterweil 11 fl. 30 kr.— Ren⸗ del nichts.— Rackenberg 18 fl. 54 kr.— Rodenbach 19 fl. 57 kr.— Rodheim 46 fl. 57 kr.— Rö⸗ delheim nichts.— Rommelhauſen 13 fl. 18 kr.— Södel 51 fl. 24 kr.— Stammheiim 81 fl.— Steinbach 13 fl. 42 kr.— Steinfurt nichts.— Vilbel 21 fl.— Wiſſelsheim nichts.— Vrckſtadt nichts. Der Einzieher kann ſich von der Entrichtung dieſes beſonderen Einzugsgeldes, höchſte Beſtimmung zufolge, befreien, wenn er drei Jahre hindurch auf den Genuß der Gemeindenutzung zum Vortheil der Gemeindekaſſe verzichtet. Indem ich ſchließlich Sie noch darauf aufmerkſam mache, daß es rückſichtlich des Einzugsgeldes neu einziehender auswärtiger Schutzjuden bei meinem Ausſchreiben vom 14. Sept. 1838(Nr. 38 des Intelligenzblattes) ſein Bewenden behält, weiſe ich Sie an, die vorſtehenden Beſtimmungen in geeigneter Weiſe zu veröffentlichen, ſolche ſchon vom 1. Januar 1839 an zur Anwendung zu bringen und ſich in künftighin vorkommenden Fallen ſtrenge darnach zu bemeſſen. g Friedberg am 28. Januar 1839. Küchler. Ein neuer Singverein in der Wetterau.) Es wird den Freunden des Geſanges gewiß erfreulich ſeyn, zu vernehmen, daß ſich auch in un⸗ ſerm Städtchen Butzbach ein Sängerchor gebildet hat, der es ſich, gleich dem in unſerer Nachbarſtadt Friedberg beſtehenden, zur Aufgabe gemacht hat, durch Geſang das Leben, insbeſondere das kirchliche, zu verſchönern und zu verherrlichen, den Sinn und die Liebe für edlere Muſik zu wecken und zu pflegen und überhaupt auf Bildung und Geſittung der Be— wohner unſerer Stadt wohlthätig einzuwirken. Be— reits zählt derſelbe gegen 50 Mitglieder, die ſämmt— lich mit dem größten Eifer den zweimal in der Woche in dem Lokale der erſten Mädchenſchule an— geſtellten Singübungen beiwohnen. Wird dieſer Sängerchor in ſeinem löblichen Eifer nicht erkalten und einer ſtets einſichtsvollen Leitung ſich zu erfreuen haben, ſo wird derſelbe das ſich geſteckte ſchöne Ziel gewiß erreichen. Daß dieſes geſchehe, das wuͤnſcht Einſender dieſes aus dem Grunde ſeines Herzens. ) Verſpäãtet. D. Red. Neues Dungmittel. Da der größere Theil unſerer freundlichen Leſer aus Landwirthen und Freunden der Landwirthſchaft beſteht, ſo halten wir's für Pflicht, ihnen nachſtehenden, aus dem„Ge— werbeblatt für das Königreich Sachſen“ entlehnten Aufſatz, mitzutheilen. Er betrifft einen Gegenſtand, welcher in neueſter Zeit ſchon öfter zur Sprache gekommen iſt, und im höchſten Grade der Beachtung verdient. D. R. Vermehrung des Duͤngers durch Erde, welche in den Stallungen dem Vieh un⸗ tergeſtreut wird. Mangel an Streu und Mangel an Dünger ſind die Hauptklagen unſerer Landleute und der Grund, warum viele Grundſtücke ſchlechter beſtellt werden und weniger ertragen, als eine gute Oeco⸗ nomie erfordert, viele aber ganz öde liegen bleiben. Ein neues, vortreffliches und auch in hieſiger Ge— gend ſchon angewendetes und bewährt gefundenes Abhülfemittel iſt der Gebrauch der Erde als Ein⸗ ſtreu in die Viehſtallungen, wodurch man im Stande iſt, den thieriſchen Duͤnger und Jauche in den Stal⸗ lungen auf das Vollkommenſte ohne Verluſt aufzu⸗ keit aufnin es kathſan Boden 1 ug binla 10 W laſſen, we gewinnt. in Stalle den Kripp ſonſt hinte wendet, m dig verthe Sirch ode trockener ganz dur flache, f zogen, o und neu Es Streumitt bei gewon ter, reinl vermehrt f ſich rechlü Wo Im J. mens Hu nger d der eſtellt Oeco⸗ eiben. r Ge⸗ udenes Ein⸗ stande Stal⸗ aufzu⸗ fangen, Aecker und Wieſen damit zu bereichern, den Thieren einen geſunden Aufenthalt in ihren Stallungen zu verſchaffen, ſowie dem Mangel an Einſtreumitteln und zugleich dem daraus erfolgen— den Mangel an Dünger zu begegnen. Es wird damit auf 8 bis 10 Fuhren Dünger pro Stück Groß⸗Rindvieh(doch bei Stallfütterung) jährlich gewonnen. Das Verfahren iſt Folgendes: f Zwiſchen der Frühjahrszeit und Ernte, ſo wie im Herbſt nach beendeter Ackerbeſtellung und zu allen Zeiten, wenn Zugvieh und Arbeiter dafür zu Gebote ſtehen, wird die Erde von Gräben, Rän⸗ dern, Dämmen und dergl. in möglichſt großem Vorrathe und ſo trocken, als es ſich machen läßt, in hohe Haufen ohnweit der Stallung gebracht und die im Winter zu brauchende vor dem Froſt ge— ſchützt, z. B. durch Ueberdeckung mit Pferdedünger. Dieſe Erde bringt man in die Stallung und zwar entweder tagtäglich auf jedes Stück Groß⸗Rindvieh 1½ Cübikfuß, oder auch wöchentlich auf jedes Stück 10 bis 12 Cubikfuß. Erſteres iſt vorzuziehen, wenn die Einſtreuerde viel Lehm enthält, fett und ſchwer iſt; beſſer iſt aber ſandige, trockene, torfartige, po⸗ röſe Erde zum Einſtreuen, weil ſie mehr Feuchtig— keit aufnimmt; hat man verſchiedenen Boden, ſo iſt es rathſam, die leichte Einſtreuerde auf den ſchweren Boden zu verwenden und umgekehrt. Hat die Stal— lung hinlänglichen Raum, ſo kann man den Dün⸗ ger 4 Wochen und länger unter dem Vieh liegen laſſen, weil derſelbe nur durch die Länge der Zeit gewinnt. Aber es iſt nothwendig, daß der Duͤnger im Stalle wöchentlich zweimal aufgeriſſen und nach den Krippen hin gezogen wird, weil ſich derſelbe ſonſt hinter dem Vieh, wo der meiſte Dünger hin— fällt und daher mehr eingeſtreut werden muß, zu hoch anhäufen würde. Die Einſtreuerde darf nicht in Klumpen ange— wendet, muß möglichſt klar gemacht und gleichmä— ßig vertheilt werden. Sie wird täglich mit etwas Stroh oder anderer Streu überdeckt, wozu ſich auch trockener Pferdedünger vorzüglich eignet. Iſt ſie ganz durchzogen und wird feucht auf der Ober— fläche, ſo wird ſie entweder an die Krippe hinge— zogen, oder überhaupt zum Stall hinausgeſchafft und neu eingeſtreut. Es wird jedem Landwirth einleuchten, wie viel Streumittel dadurch erſpart, wie viel Dünger da— bei gewonnen wird und wie zugleich das Vieh ſanf— ter, reinlicher und wärmer ſtehen muß. Freilich vermehrt ſich damit die Arbeit, aber dieſe bezahlt ſich reichlich. Wo das meiſte Silber herkommt. Im Jahr 1545 verfolgte ein armer Hirte Na⸗ mens Hualca aus Porco im Reiche Peru eine wilde Ziege, und hielt ſich, um von einer ſteilen Felswand zu kommen, an der Wurzel eines Baumes. Dieſe war aber nicht feſt, und als er an ihr zog, brachte er einige Stücke gediegenen Silbers heraus. Von jetzt an holte er immer mehr, wurde reicher, aber auch beneidet. Es kam endlich dahin, daß die Spanier das Plätzchen entdeckten, und eine Silber— grube anlegten. Dieß iſt das berühmte Potoſi, welches allein von den Jahren 1574 bis zum Jahr 1637 eine Maſſe Silbers von dem Werthe von bei— nahe 800 Millionen Gulden lieferte. Leider iſt's damit jetzt faſt ganz zu Ende. Dagegen zeigte ſich an einem andern Orte kürzlich wieder faſt auf ähn— liche Weiſe eine der reichſten Silberminen. Im Monat Mai des Jahres 1832(ſo erzählt unſer Landsmann, Herr Eduard Pöppig in ſei— ner Reiſebeſchreibung) entdeckte ein armer Holzhauer zu Coquimbo im Lande Chili einen Klumpen gediegenen Silbers. Weil er's aber nicht geheim halten konnte, ſo geſchah, daß in kurzer Zeit einige Tauſende von Menſchen ſich da einfanden, und alle nach Silber gruben. Mehrere waren auch ſo glück— lich, Stücke dieſes Metalles und zwar gediegen(d. h. rein von allen Zuſaͤtzen) zu erhalten, von mehre— ren hundert Gulden werth. Wer von unſern Leſern Luſt hat, auch ſolche Klumpen aufzugraben, der gehe nur nach Süd-Amerika. Das iſt ein herrliches Land, in welchem es noch weit beſſer iſt, als im Schla— raffenlande. In dieſem fliegen einem bekannt— lich nur die gebratenen Tauben in den Mund, ohne daß man nöthig hat, etwas anders zu thun, als dieſen aufzuſperren. In Süd-Amerika aber braucht man nur die Taſche aufzuhalten; da fällt das Sil— ber von ſelbſt hinein. Wer's nicht glaubt, der gehe nur hin, vergeſſe aber nicht, große Säcke mitzunehmen, um ſie füllen zu können. Wie gefaͤhrlich es manchmal iſt, gewiſſe Wiſſen— ſchaften zu treiben. Unſern Leſern iſt wohl längſt bekannt, daß der berühmte Mathematiker Galilei auf Befehl Sr. Heiligkeit Urbans VIII., ſeines fruͤheren Freundes, in die Gefängniſſe der Inquiſition geſteckt wurde, weil er den Satz gelehrt hatte, daß die Erde ſich um die Sonne drehe. Er konnte ſich nur da— durch von der ihm drohenden Todesſtrafe retten, daß er auf den Knieen dieſen Satz als einen ketzeri— ſchen abſchwur und verwünſchte. Das geſchah im Jahr 1633. Sollte man glauben, daß es im neunzehnten Jahrhundert auch noch gefährlich war, gewiſſe Sätze zu lehren? Colleta erzählt im erſten Theile ſeiner Ge— ſchichte des Königreichs Neapel(S. 311), Semen⸗ tini, Profeſſor der Phyſik, hätte einſt vor ſeinen Schuͤlern von der Electricität geredet, und am Schluſſe denſelben verſprochen, ihnen den folgenden Tag einen Verſuch mit der electriſchen„Batterie“ zu machen. Einer ſeiner Zuhörer merkte ſich das, und und machte ſofort die Anzeige, Sementini wolle zeigen, wie man das Fort Sant Elmo 5) vermit⸗ telſt der Chemie erobern könne. Dies war für den Chef der Polizei hinreichender Beweis. Die Schule wurde umſtellt, und in dem Augenblick, wo der gefährliche Verſuch gemacht wurde, der Lehrer mit den Schülern verhaftet und ins Gefängniß gewor— fen, die Batterie aber als corpus delicti in Be⸗ ſchlag genommen. Fünf Monate lang ſchmachteten Lehrer und Schüler im Gefängniſſe, und würden vielleicht noch viel länger geſchmachtet haben, wenn nicht— die Franzoſen wieder gekommen wären, in Rückſicht deren man die Gefangenen auf freien Fuß ſetzte. Das geſchah in unſerm Jahrhundert, und liefert einen neuen Beweis, wie weit man es bringt, wenn man jedem Anklaͤger ſein Ohr leiht, ohne zu unterſuchen, ob nicht allenfalls Neid oder Bosheit oder ſonſt eine niedere Leidenſchaft ſeine Schritte leitete. 0 Es beherrſcht dieſes die Stadt Neapel. Kaſſe für taubſtumme Konfirmanden. Für die Predigt ꝛc. des Herrn Prof. Sell, von deren Ertrag eine Kaſſe für taubſtumme Konfirmanden gegründet werden ſoll, iſt ferner bis heute eingegangen: Exempl. fl. kr. Von Herrn Poſtſekretair Zeller in Mainz 131 2 38 Friedberg den 31. Januar 1839. g C. Bindernagel. Berichtigung. Die Holzverſteigerung zu Wohnbach wird nicht den 17., ſondern den 7. Februar, Vormit⸗ tags 9 Uhr, abgehalten. Bekanntmachungen von Behoͤrden. N Edictalladung. (42) Nachdem von dem großh. heſſ. Adminiſtra⸗ tiv⸗Juſtizhofe die beantragte Trennung der ſeither zwiſchen den Orten Niederweiſel und Hauſen gemein⸗ ſchaftlichen Gemeinde-, Gemarkungs- und Vermö— gens⸗Verhältniſſe genehmigt worden iſt, ſo werden alle diejenigen, welche bei der in Frage ſtehenden Theilungsmaſſe und bei ihrer Auseinanderſetzung auf irgend eine Art intereſſirt ſind, hiermit ange⸗ 1 75 in dem auf dem Rathhauſe zu Niederweiſel au Montag den 18. Febr. d. J., Vormit. 9 Uhr, anberaumten Liquidationstermin ihre Anſprüche, oder ihr Recht des Widerſpruchs gegen die angetragene Auseinanderſetzung, einzugeben und zu begründen, auch nach Befinden der Umſtände ſich über die Se⸗ paration und die Art derſelben zu erklären. Wer dies verſäumt, den trifft ſofort der Rechtsnachtheil des Ausſchluſſes. Friedberg den 5. Januar 1839. Der beſtellte Comiſſair und Thei⸗ lungsrichter großh. heſſ. Kreisrath b Küchler. Immobilien-Verſteigerung. (45) Auf freiwilligen Antrag der Kinder der ver⸗ lebten Philipp Wißmath'ſchen Eheleute dahier, ſoll deren ſämmtlicher Immobiliennachlaß erbvertheilungs⸗ halber einer öffentlichen meiſtbietenden Verſteigerung ausgeſetzt werden. Hierzu iſt Termin auf Mitt⸗ woch den 6. Febr. l. J., Morgens 9 Uhr, im hie— ſigen Rathhauſe anberaumt, mit dem Bemerken, daß bei der Hofraithe nur ein Zahlungstermin, bei den Grundſtücken aber dreijährige Zahlungstermine feſtgeſetzt ſind. Verzeichniß der Immobilien. Eine Hofraithe, beſtehend in Wohnhaus, Backhaus, Hinterbau Stallung und Grund an Philipp Schmid gelegen, giebt an Herrn von Rau 2 fl. 42 kr. und an die Kirche 40 kr. a Gemarkung Friedberg: Gärten. 23% 37 Ruth. in der 18. Gewann, zehntfrei, an Peter Boutemy. 12% 49„ daſelbſt an Vorigem, zehntfrei. Gemarkung Burg Friedberg. 22 67¾ Ruth. Wieſen, 2. Abtheilung, zehntfrei, im Ried an Philipp Klein, giebt zur Auguſtiner-Schule 5% kr. 26% 273 Ruth. Zwiſchen dem Riedgraben und Ohrlochsweg an Joſeph Tilger, zehntfrei. Friedberg den 17. Januar. 1839. Der Beigeordnete Bender. 5 Gießer Viehmarkt. (50) Der Stadt Gießen iſt höchſten Orts noch ein Viehmarkt auf den zweiten Dienſtag vor Petri jeden Jahrs geſtattet worden. Die großh. Bürgermeiſter werden dienſtergebenſt erſucht, dieſes in ihren Gemeinden möglichſt zur öffentlichen Kunde zu bringen. Gießen den 9. Januar 1839. Der großh. Buͤrgermeiſter . d Der erſte Beigeordnete Chr. Schneider. Verſteigerung von Gebäuden auf den Abbruch. g (68) Dienſtag den 12. Februar l. J, Vormittags 9 Uhr, ſollen auf dem Rathhauſe in Nidda die durch den Provinzialſtraßenbau von Nidda nach Ranſtadt in der Stadt Nidda wegfallenden drei Wohnhäuſer, Darlehen ſolches du ncht nacht alten An vorgedacht Schuldut ten, auf hier anz flaͤrt und Fried Arbei! 70) 9 Uhr, ſolle zur Erdal bäuden u. und Mat nehmende Maürrera Steinhaus ö noch Petri gebenſt ſt zur meiſter dnete er. den mittags e durch anſtadt häuſer, eine Scheuer und mehrere kleine Stallgebäude öffent⸗ lich einzeln auf den Abbruch an die Meiſtbietenden verſteigert werden. Sämmtliche Steigliebhaber haben ſich mit Atteſta⸗ ten ihrer Buͤrgermeiſter uͤber ihre Zahlungsfähigkeit auszuweiſen. Die Steigbedingungen liegen auf dem Büreau des Unterzeichneten zur Einſicht offen. Die großh. Bürgermeiſter werden erſucht, dieſes in ihren Gemeinden bekannt machen zu laſſen. Nidda den 18. Januar 1839. Der großh. heſſ. Kreisbaumeiſter Süffert. Edictalla dung. 72) In den Hypothekenbüchern der Gemeinde Florſtadt ſtehen noch folgende Einträge offen: J. Auf den Namen von Hartmann Wiltheiß a) 60 fl. im Januar 1768 bei der Florſtädter Kirche, p) 100 fl. im Juni 1780 bei Anne Maria Pflug zu Niederwöllſtadt geliehen; II. Auf den Namen von Wiltheiß(der Vorname fehlt) und Ehefrau, 50 fl. im März 1782 von Baudireetor Schatzmann(der Wohnort iſt nicht angegeben) vorgeſchoſſen; III. Auf den Namen von Johannes Hart⸗ manns Wittwe a) 50 fl. im März 1760 bei der Florſtädter Kirche, bp) 124 fl. im Dezember 1802 bei derſelben 0 68 fl. im Juni 1766 bei derſelben entliehen; IV. Auf den Namen von Johann Heinrich Hüb⸗ ner und Ehefrau Anna Katharina 30 fl. im März 1782 bei der Florſtaͤdter Kirche aufgenom— men. Die Erben der Schuldner behaupten, daß jene Darlehen längſt zurückbezahlt ſeyen, allein es kann ſolches durch Vorlegung der Originalobligationen nicht nachgewieſen werden. In Gemäßheit des ge— ſtellten Antrages werden daher alle, welche aus den vorgedachten Verpfändungen und auf die erwähnten, Schuldurkunden Anſprüche zu haben vermeinen ſoll— ten, aufgefordert, ſolche ſogewiß binnen 6 Wochen hier anzuzeigen, als ſonſt jene für mortificirt er— klärt und die Hypothekeinträge gelöſcht werden ſollen. Friedberg den 12. Januar 1839. Großh. Heſſ. Landgericht daſelbſt Hofmann. Arbeitsverſteigerung in Bleichenbach. (70) Mittwoch den 13. Februar, Vormittags 11 Uhr, ſollen auf dem Rathhauſe in Bleichenbach die zur Erbauung eines Schulhauſes mit Oekonomiege— bäuden und Einfriedigungsmauern nöthigen Arbeiten und Materiallieferungen öffentlich an die Wenigſt⸗ nehmenden in Accord gegeben werden. Maürerarbeit iſt voranſchlagt zu 3523 fl. 34 kr. Steinhauerarbeit 1„ e Zimmerarbeit iſt voranſchlagt zu 2323„ 45„ Dachdeckerarbeit 5„ 890/ 48„ Schreinerarbeit„„% 1113„3800 Schloſſerarbeit 7„ 10% Glaſerarbeit 75„ 484„ 0 Weisbinderarbeit 5„i729 ,n Spenglerarbeit 70 123„ 8 Zuſammen 11141 fl. 43 kr. Pläne, Ueberſchläge und Steigbedingungen lie— gen auf dem Büreau des Unterzeichneten zur Ein⸗ ſicht offen. Wit großh. Bürgermeiſter werden erſucht, dieſes im Intereſſe ihrer Gemeinde bekannt machen zu laſſen. Nidda den 18. Januar 1839. Der großh. heſſ. Kreisbaumeiſter Süffert. Edictalladung. (83) Die Wittwe J. B. Böhrer von Nieder⸗ rosbach, als geſetzliche Vormünderin ihrer Kinder, unter Beiſtand des Joh. Konrad Buch, hat bei Ge— richt die Erklärung abgegeben, daß ſie die Erbſchaft ihres Ehemannes sub beneficio legis et inven- tarli antreten wolle. Forderungen jeglicher Art ſind bei Vermeidung des Ausſchluſſes vom Inventar a Donnerſtag den 28. Februar, Vormittags, bei unterzeichneter Gerichtsſtelle zur Anzeige zu bringen und ſofort liquid zu ſtellen. Friedberg den 26. Januar 1839. Großherzogl. heſſ. Landgericht daſ. Hoffmann. Dr. Gillmer. Garten-Verſteigerung. (84) Nachdem mir von großh. Herrn Oberſchul⸗ rath Roth dahier der Auftrag wurde, deſſen Garten in der Burg⸗Gemarkung, gegen dem Brachbrunnen über liegend, einer öffentlichen meiſtbietenden Ver ſteigerung auszuſetzen, ſo wird hierzu Termin auf Mittwoch den 20. Febr., Morgens 10 Uhr, in hie⸗ ſigem Rathhaus anberaumt, mit dem Bemerken, daß der Garten erſt in mehreren Abtheilungen, dann aber im Ganzen ausgeboten werde. Friedberg den 31. Januar 1839. Der Beigeordnete Bender. Holzverſteigerung in dem Niederweiſeler Gemeindswald. (85) Mittwoch den 6. Febr., Vormittags 9 Uhr, ſoll in hieſigem Gemeindewald nachverzeichnete Holz— ſortimente, als: A. Diſtrikt Oesſchlag. 10 34 Stecken buchen Prügelholz, ee eichen Scheitholz, r„ Stockholz, 4) 4 Stück Achſen. B. Diſtrikt Bodenröderweg. 5) 21 Stecken buchen Prügelholz, 60 5„ eichen Scheitholz, 7) 20„„ Prügelholz, 8„ Stockholz, 9) 650 Stück buchen Wellen, 10) 675„ eichen Wellen, 11) 15 Stämme eichen Bau⸗, Werk⸗ und Nutzholz, meiſtbietend öffentlich verſteigert werden. Die Zuſammenkunft in obigem Termin findet ohnweit der Oes im Holzſchlag ſelbſt ſtatt. Die großh. Bürgermeiſter werden erſucht, dieſes in ihren Gemeinden bekannt machen zu laſſen. Niederweiſel den 24. Januar 1839. Der großh. Bürgermeiſter Schimpf. Bekanntmachung. (86) Montag den 11. Februar d. J., Vormittags 10 Uhr, ſoll an hieſiger Saline die Lieferung von 8 Centner Stangenblei dem Wenigſtnehmenden über— laſſen werden, welches den dazu Luſttragenden hier— durch zur Nachricht dient. Nauheim den 29. Januar 1839. Kurfuͤrſtliches Salzamt, Wille. Meinhard. Wilhelmi. Weiß. Hofraithe-Verſteigerung. (87) Auf den Antrag der Erben der dahier ver— lebten Bürger und Metzgermeiſter, Johann Peter Engels Eheleuten, ſoll Mittwoch den 20. Februar, Morgens 9 Uhr, in hieſigem Rathhauſe deren äl— terliche Hofraithe PN. 2/8, beſtehend in Wohn— haus, Hinterbau, Stall und Grund, an Johannes Spamer gelegen, einer öffentlichen meiſtbietenden Verſteigerung ausgeſetzt werden. Friedberg den 29. Jan. 1839. Der Beigeordnete Bender. Korn Verſtei gerung. (88) Donnerſtag den 7. Febr., Nachmittags 2 Uhr, ſollen in hieſigem Rathhauſe 50 Malter Korn von dem Auguſtiner-Schulfond, aus der 18381 Ernte, einer öffentlichen meiſtbietenden Verſteigerung aus— geſetzt werden. Friedberg den 29. Jan. 1839. In Auftrag: Der Beigeordnete Bender. A uf f oer der unn g. (89) Die Gemeinde Niederurſel hat ihr Backhaus, im Flur⸗ und Lagerbuch bezeichnet: B. 4 Fol. 713. Gew. 113 Nr. 29 Ruthe 23 Fuß 31 Zoll 75 Hofraithe das Gemeinde-Backhaus giebt 15 kr. Kellereyzins, verkauft, konnte aber keine Eigenthumsurkunde darüber vorlegen; deshalb werden alle Diejenigen, welche Rechtsanſprüche daran zu machen glauben, aufge— fordert, ſolche bei Strafe des Verluſtes binnen — 38— 4 Wochen beim unterzeichneten Landgericht geltend zu machen. Rödelheim den 24. Jan. 1839. Großh. heſſ. graͤfl. ſolmſ. Landgericht Buff Arbeitsverſteigerung in Schwickarts— hauſen. (90) Mittwoch den 6. Febr., Vormittags 11 Uhr, ſollen in Schwickartshauſen die zur Reparatur von Pfarrhaus, Kirche und Friedhofsmauer nöthigen Arbeiten öffentlich an die Wenigſtnehmenden in Accord gegeben werden. Maurerarbeit beträgt nach dem Voranſchlag 161 fl. 57k. Zimmerar beit„ 75 26 40 Dachdeckerarbeit,„„ 75 1 Schreinerarbeit„„„ 5 32538. Schloſſer arbeit,„„ 55 1318 ⸗ Zuſammen 300 fl. 33 k. Die Voranſchläge und Steigbedingungen lie⸗ gen auf dem Bureau des Unterzeichneten zur Ein⸗ ſicht offen. Nidda den 26. Januar 1839. Der großh. heſſ. Kreisbaumeiſter Süffert. Holz-Verſteigerung. (91) Donnerſtag den 7. Febr. d. J., Vormittags 9½ Uhr, ſollen in dem Gemeindewald der Gemeinde Niederrosbach, Diſtrikt Hochwald, 5 Stecken eichen Scheitholz, 3 Stecken eichen Prügelholz, 80/ Stek⸗— ken eichen Stockholz und 35½ eichen Reiſerwellen, ſodann 37 eichen Bau-, Werk- und Nutzholzſtämme, 2956 Cubikfuß enthaltend, und 2 eichne Pflugsrehen (Nutzſtöcke) an Ort und Stelle öffentlich meiſtbie— tend verſteigert werden. Die Herren Bürgermeiſter werden um gefällige Veröffentlichung vorſtehender Verſteigerung andurch erſucht. Niederrosbach den 29. Junuar 1839. f Der großh. Bürgermeiſter F. Bullmann. Sell„Lie, erung. (92) Montag den 11. Februar d. J., Vormittags 10 Uhr, ſoll an hieſiger Saline der Bedarf an Rüböl dem Wenigſtnehmenden unter den im Termin bekannt gemacht werdenden Bedingungen in Liefe— rung übergeben werden. Nauheim den 28. Januar 1839. Kurfuͤrſtliches Salzamt, Wille. Meinhard. Wilhelmi. Weiß. Bekanntmachung, Holzverſteigerung in den großh. Doma— nialwaldungen des Reviers Oberrosbach betreffend. (93) Freitag den 8. Febr. d. J., Vormittags 8 Uhr, werden im Diſtrikt Kellerberg bei Ober— (95) M Publikums, jahrsnarkt in dem Lal dern auf d Die gr Ahzige in Altenſt (96) De um 10 Uh Woldungel wenn ed dahieſgen ſchaftliche als: unter den werdenden kauft wert günſtiger geltend Nericht ts, hr, ur von othigen den in f. 57f. 40 128 4 38. 18. fl. 38 f. en lie⸗ r Ein⸗ imeiſter nittags meinde ichen 1 Stek⸗ wellen, amme, zrehen jeiſtbie⸗ fällige udurch meiſter u. nittags arf an Termin Liefe⸗ 1.0 eiß. oma⸗ s bach tags 8 Ober⸗ rosbach an die Meiſtbietenden öffentlich verſteigert, ungefähr: Scheidholz: 4 Stecken buchen, 1¼ Stecken birken, 3 Stecken eichen, Stecken aspen Prügelholz, 7 Stecken buchen, 10 Stecken birken und eichen, 17 Stecken aspen und linden, Reisholz: 4,12 ½ Welle buchen, 15,37 ½ Welle birken und eichen, 16,75 Wellen aspen, Stammholz: 4 Klötze buchen, Nutzſtöcke: 1 eichne Pflugsrehe. Oberrosbach den 30. Januar 1839. Der großh. Revierförſter Bingmann. Bekanntmachung. (94) Donnerſtag den 7ten Februar l. J., Nach⸗ mittags 1 Uhr, ſoll auf hieſigem Rathhauſe der Ab⸗ bruch eines ſteinernen Thurms, circa 100 Fuß hoch, unter den bei der Verſteigerung bekannt gemacht werdenden Bedingungen wenigſtbietend verſteigert werden. Die großh. Bürgermeiſter werden erſucht Vorſtehendes in ihren Gemeinden bekannt machen zu laſſen. Rodheim den 27. Januar 1839. Der großh. Bürgermeiſter Jacobi. Marktverlegungs- Anzeige. (95) Man bringt hierdurch zur Kenntniß des Publikums, daß der dießjährige Altenſtadter Früh— jahrsmarkt nicht auf den 7. Februar l. J.— wie in dem Landeskalender angegeben worden iſt, ſon— dern auf den 16. Mai l. J. abgehalten werden ſoll. Die großh. Bürgermeiſter wollen vorſtehende Anzeige in ihren Gemeinden veröffentlichen. Altenſtadt am 25. Januar 1839. Der großh. Bürgermeiſter Brack. Holz-Verſteigerung. (96) Donnerſtag den 7. Februar, des Morgens um 10 Uhr, ſollen aus den hieſigen herrſchaftlichen Waldungen, und zwar auf dem Platz in dem Wald wenn es die Witterung zuläßt, außerdem in dem dahieſigen Wirthshauſe, am Eingang des herr— ſchaftlichen Gartens, nachfolgende Holzſortimente, als: 10 22 Stecken eichen Scheitholz, 9 nadel , 3 i„, buchen Prügelholz, 4 34„ eichen 55 i, nadel 5 Ge„, eichen Stockholz, 7) 575 Stück buchen Wellen, 8) 962„g eichen* 9) 1825„ nadelholz Wellen unter den vor der Verſteigerung bekannt gemacht werdenden Bedingungen an den Meiſtbietenden ver— kauft werden, welches mit dem Anhang, daß bei günſtiger Witterung die Zuſammenkunft bei dem Jägerhäuschen oben an der frankfurter und uſinger Straße iſt, andurch bekannt macht. Ockſtadt am 30. Januar 1839. Die hochfreiherrl. von Francken⸗ ſtein'ſche Rentei daſelbſt. Bekanntmachung. (97) Donnerſtag den 7. Februar, Vormittags 11 Uhr, ſoll auf dem Rathhaus zu Nauheim ein großer vierſpänniger Wagen gegen gleich baare Zahlung verkauft werden. Dorheim den 24. Januar 1839. Kurfuürſtl. Juſtizamt Halberſtadt. N ιππιτιτνοιι Privat- Bekanntmachungen. Pfänder- Renovation. (98) Alle in dem hieſigen Pfandhaus ſtehenden Pfänder, welche die Verfallzeit erreicht haben, müſſen in Zeit ſechs Wochen, von heute an, eingelöſt oder renovirt ſeyn, anſonſten ſie zum Verkauf ausgeſetzt werden; bemerkt wird, daß die Einlöſung ſo wie die Renovation nur an den von der Armencom— miſſion beſtimmten Tagen: Montag, Mittwoch und Samſtag, geſchehen kann. Friedberg den 30. Januar 1839. Namens der Pfandhaus Verwaltung: Faatz. Klein. a Einladung. (99) Sollte einem oder dem andern meiner Gön⸗ ner und Freunde aus Verſehen die Einladung zu einem Faſtnachts-Balle auf Sonntag den 10. Febr. d. J. nicht zugekommen ſeyn, ſo geſchieht ſolches mit der Bitte um Nachſicht hiermit nachträglich und bemerke nur, daß Unterſchriften noch am Balltage freundlichſt angenommen werden. Schwalheimer Mineralbrunnen am 30. Januar 1839. Geſchäfts⸗-Empfehlung. (100) Meinen verehrten Gönnern und Freunden mache ich hiermit die ergebenſte Anzeige, daß ich jetzt folgende Baumwollenwaaren ſelbſt fabrizire: das breiteſte Bettzeug, Kleiderzeug von verſchiedener Breite, Schürzenzeug und auch verſchiedene Borden— Schürzchen, Hoſenzeuge, Halstücher mit und ohne Franzen, verſchiedene Sorten Taſchentücher ꝛc. und was ſonſt noch in dieſes Fach einſchlägt.— Auch nehme ich Beſtellungen an, und verſpreche Allen, welche mich mit ihren Aufträgen beehren, ächte Farbe und billige Preiſe, und ſehe ich geneigten Zuſprüchen entgegen. Meine Wohnung iſt bei Hrn. Küfermeiſter Burk. Friedberg. A. Länder, Webermeiſter. Mobilien-Verſteigerung. (101) Donnerſtag den 7. Februar d. J., Morgens 9 Uhr, will Unterzeichneter nachfolgende Gegenſtaände Henkel. 8 gegen gleich baare Zahlung verſteigern laſſen, als: 100 Stück fette Hämmel, 15 Stück Hühner, 2 voll⸗ ſtändige Wagen, 2 Pflüge, mehrere Tiſche, Stühle, Bänke, Bettſtellen, Bett- und Weißzeug, 4 Stück⸗ und 2 Zulaſtfäſſer, noch alle in gutem Zuſtande, 200 Malter Kartoffeln, ſämmtliche Spreu, 4 gute Ackerſill, 2 Vordergeſchirr, ſammtliche Fruͤchte, 500 bis 600 Schuh Bohlen, 2 bis 4 Zoll dick geſchnit⸗ ten, 2 Knottentücher, mehrere Säcke, Zinn, Kupfer, Meſſing und noch ſonſtige Hausgerathſchaften aller Art. Steinfurt den 29. Januar 1839. L. Alles, Pachter. 600 fl. Vormundſchaftsgeld (102) liegen zum Ausleihen bei Jakob Ihl in Oberwöllſtadt bereit. Zwei Knechte werden geſucht. (103) Oeconom Chelius zu Hof-Haina bei Lee⸗ heim, Kreis Großgerau, ſucht zwei brave mit guten Zeugniſſen verſehene Knechte, den einen zu Pferden, den andern zu Ochſen, auf Petri oder ſchon vorher. Herr Poſthalter Helmolt in Friedberg ertheilt nähere Auskunft. Anz e ig e⸗ (104) Ich werde berufshalber nach Gießen reiſen, daſelbſt ungefähr bis zum 15. Februar verweilen, und dann nach Friedberg kommen. Die daſelbſt meine zahnärztliche Hülfe Suchenden, wollen daher frühzeitig vor meinem Eintreffen zu Friedberg ihre Aufträge in das Gaſthaus des Herrn Trapp an mich ergehen laſſen. Hanau den 22. Januar 1839. E. Kling, Kurheſſ. approbirter Zahnarzt. Saamen ⸗ Empfehlung. (105) Ich erlaube mir, allen meinen hieſigen und auswärtigen Freunden andurch die ergebene Anzeige zu machen, daß ich wieder im Beſitz aller Arten Gemüſe⸗, Blumen-, Feld⸗ und Waldſaamen bin. Da ich meine Sämereien aus alten mir bekannten und bewährten Quellen beziehe, ſo wird es mir da— durch möglich die Preiſe äußerſt billig ſtellen und die Verſicherung der Friſche und Aechtheit derſelben mit Gewißheit geben zu können, wodurch den Wün⸗ ſchen und Erwartungen der geehrten Abnehmer hin— länglich entſprochen wird. Indem ich mir die größte Pünktlichkeit bei Ausführung der mir ge⸗ wordenen Aufträge zur Pflicht gemacht habe, hoffe ich auch für dieſes Frühjahr mich einer reichen Ab⸗ nahme erfreuen zu dürfen. Friedberg den 31. Januar 1839. Michael Jung. 1 Literariſche Anzeige. Bei C. Bindernagel in Friedberg iſt vorräthig: Hoffmeiſter, Supplement zu Schiller's Werken. 3. Abtheilung. 1. fl. 21 kr. Die Wanderer um die Welt. 3. Folge 1., 4. Folge 1. u. 2. und 5. Folge 1. Heft à 15 kr. Rheiniſches Album oder der Rheingau mit dem Wiſperthale und den Nachbarſtädten Mainz und Wiesbaden von Adelheit v. Stolterfoth, Stifts⸗ dame. 4. und 5. Heft.. Fruͤchte-Preiſe hier in Friedberg: Waizen: 12 fl.— kr. Korn: 8 fl.— kr Gerſte: 6 fl.— kr. Hafer: 3fl.— kr. Erbſen:— fl.— kr. Fruͤchte⸗Preiſe zu Butzbach: Waizen: 12 fl. 30 kr.— Korn: 8 fl— kr. Fruͤchte⸗Preiſe zu Frankfurt, am 28. Jan.: Waizen: 12 fl.— kr. Korn:— fl.— kr.— Gerſte: 6 fl. 25 kr. Hafer: 3 fl. 18 kr. Erbſen:— fl.— kr. Fruͤchte-Preiſe zu Mainz, am 25. Jan.: Waizen: 12 fl. 19 kr. Korn: 8 fl. 50 kr. Gerſte: 6 fl. 28 kr. Hafer: 3 fl. 37 kr. Erbſen:— fl.— kr. Polizei-Taxe fuͤr die Staͤdte Friedberg und Butzbach vom 4. bis 11. Februar 1839. : iedberg Butzbach. d! Brod-Preiſe. 390 pf 9 0 1 7 1 Leib⸗Roggenbrod 3 3— 2 7„ 1 6— 1* 5 14 12. Loth. Loth. — Milchbrod 1 3. 14 —[Waſſerweck 11 4½½ 1— — Gemiſchtes(Tafel-) Brod 1133 1 Fleiſch-Preiſe. .. ö pf. pf. 1 Ochſenfleiſch 11— 103 „ Rindfleiſch 8 1 81— „Kalbfleiſch 6— 9 „ Schweinenfleiſch 103 10 2 „ Hammellleiſch 7 3 8— „ Schaaflleiſch a 23 „Wurſt von blos Schweinen 124— 12— „Gemiſchte Wurſt 10— 10— „ Bratwurſt 15— 15— „ Schwartenmagen 16— 164— „ Geräucherter Speck 22— 22— „Schinken 15— 144— 7 Dörrfleiſch 16 5 15— „ Schweinenſchmalz, ausgelaſſen 20— 20— „ dito unausgelaſſen 19— 194— „ Nierenfett 18— 181— Hammelsfett 151— 15 1— Der großh. heſſ. Kreisrath d. K. F. Küchler. Gedruckt und verlegt unter Verantwortlichkeit von Carl Bindernagel in Friedberg. den — * 6 — Inde rückſichtigu entweder gegeb 2 Die selbe 3) Veri. —— ) Dieſe