in e da 20 f Adernagel dedberg, Gerſte: N f. kr u 10. Sept: M 39. Gerſte: 4.30% 2 fl. 14. Sept.: Gerſte: 4 fl. 40 kr * kr. diedberg und Sept. 1838 kederg Vutzbacg. r. pf lr nf. 2 5 2 D — —* — E inne 1 rath d. K. F. * 1 t. 1 1 worden ſind, an welchen diejenigen Individuen, Intelligenzblatt für die rovinz WMberhes gen im Allgemeinen, den Kreis Friedberg und die angrenzenden Bezirke im Beſonderen. Sonnabend, den 29. September 18338. — ————— Amtlicher Theil. Der großherzoglich heſſiſche Kreisrath des Kreiſes Friedberg 5 an ſaͤmmtliche großh. Buͤrgermeiſter des Kreiſes. Belrefſend: Den diesjährigen Rekrutirungsrath in der Provinz Oberheſſen. Nach einer Benachrichtigung des großh. Provinzial-Commiſſärs der Provinz Oberheſſen finden die Sitzungen des Rekrutirungsrathes dieſer Provinz am 8. bis 12. Oktober d. J. zu Gießen ſtatt. Es iſt dabei aber zugleich zur Erleichterung des Geſchäfts und zum Beſten der zum Theil weit herreiſenden Re⸗ klamanten, die Einrichtung getroffen worden, daß für alle Bezirke der Provinz nachfolgende Tage beſtimmt welche beim Rekrutirungsrathe etwas zu thun haben, ſicher ſind vorzukommen, während an den anderen Tagen dieſelben den anderen Bezirken Angehörigen nachſtehen müſſen. Vorgedachte Tagbeſtimmung iſt folgende: 8. Oktober für die Bezirke Gießen und Grünberg, 9. 5 5„ Friedberg und Büdingen, 10. 75 7„ Nidda und Hungen, 11. 7 75„ Alsfeld, Lauterbach und Schlitz, „*„ Biedenkopf und Vöhl. Es wird ſchon von Morgens 7 und von Nachmittags 2 Uhr an das Sekretariat die Anmeldungen der Erſcheinenden annehmen und werden dieſelben nach der Reihe der Anmeldungen vorgelaſſen werden. Indem ich Sie hiervon zur alsbaldigen Bekanntmachung benachrichtige, bemerke ich noch Folgendes: Vor dem Rekrutirungsrath müſſen alle von der Rekrutirungskommiſſion an den Rekrutirungsrath ver⸗ wieſene Leute, ſowie diejenigen, welche bei der letzten Ergaͤnzung von den Regimentern als untauglich zurückgewieſen worden ſind, mit einem von dem einſchlägigen großh. Bürgermeiſter ausgeſtellten verſtegel⸗ ten Signalement erſcheinen. Die zuletzt gedachten Leute haben zugleich die von den betreffenden Regimen⸗ tern und Corps erhaltenen vorläufigen Entlaſſungsſcheine mitzubringen. Außerdem können auch andere, welche vor dem Rekrutirungsrathe etwas vorzubringen haben, ins⸗ beſondere diejenigen, die nach§. 65 der Verordnung vom 30. April 1831 noch zuläſſige Depotanſprüche geltend machen wollen, während der angegebenen Zeit vor demſelben Gehör finden. Schließlich ſchaͤrfe ich Ihnen ein, die Leute, welche wegen phyſiſcher Gebrechen, Depotanſprüche oder Untauglichkeit geltend machen wollen, darüber zu belehren, daß ſie ſich mit den nöthigen Beſcheinigungen insbeſondere der Aerzte, Bürgermeiſter, Pfarrer, Schullehrer ꝛc. verſehen müßten, widrigenfalls ſie Abweiſung zu erwarten hätten. Friedberg den 24. September 1838. Küchler. Wieder ein neuer Mineralbrunnen. Unſer ſchwalheimer Brunnen hat ganz in einer Nähe einen Kameraden erhalten, der leicht ein gefährlicher Nebenbuhler von ihm werden könnte. Es iſt nämlich den Bewohnern der Nackbarſchaft längſt bekannt, daß unweit dem genannten ſchwal⸗ heimer Brunnen und zwar in demjenigen Theile des dorheimer Gebiets, das man in den Ellern (Erlen) heißt, drei bedeutende Mineralquellen ſich befinden. Der eine heißt der Judenbrunnen, der zweite Faßbrunnen, und der dritte Perl— brunnen. Alle drei liefern zwar ein ſehr gutes und reiches Mineralwaſſer, hatten aber das Unglück, bisher wegen der Nähe des ſchwalheimer Brun— nens faſt ganz unbenutzt zu bleiben und folglich ver— nachläſſigt zu werden. In dieſem Sommer endlich wurde die Aufmerk— ſamkeit wieder einmal auf ſie gerichtet, und man machte etwa zehn Fuß von dem genannten Faß⸗ Brunnen einen neuen Bohr-Verſuch. Zur großen Freude der Betheiligten ſtieſen am Samstag den 22. dieſes die Arbeiter auf eine reiche und herrliche Quelle, welche aus einer Tiefe von etwa 32 F. den 3 Zoll ſtarken Waſſerſtrahl mehr als 3 Fuß über den Boden empor ergoß. Seitdem hat man den Anfang gemacht, eine eichene Röhre in die Erde einzuram⸗ men, und es wiro ſich nun zeigen, wie die Quelle hervorſprudelt, wenn dieſe einmal die gehörige Tiefe erlangt hat. Am Ende macht ſie gar den ſchwal⸗ heimer Brunnen entbehrlich. Auf jeden Fall iſt ſie eine intereſſante Erſcheinung, und gibt uns einen neuen Beweis, wie reich die dortige Gegend an Mineralquellen iſt. Was den Gehalt der neuen Quelle betrifft, ſo hoffen wir ſpater unſern Leſern ein Näheres mittheilen zu können, wenn ſie einmal von tüchtigen Chemikern genau unterſucht wurde. Die alten Meſſen und Maͤrkte zu Friedberg. Wie über die fruͤhere Größe der Stadt Fried⸗ berg, ſo wird auch über ihre ehemaligen Meſſen und Märkte allerlei erzählt, was weder Grund noch Halt hat. Und wenn's einmal geſchrieben iſt, ſo geht's in andere Werke über, und wird immer ſchwerer, das Wahre vom Falſchen zu ſondern. Wir wollen den Leſern mittheilen, was wir hierüber aus Urkunden geſchöpft haben. Die gewöhnliche Sage, die ſogar in die Denk— ſchrift überging, welche die Stadt Friedberg im Jahr 1820 der Stände-Verſammlung überreichte und durch den Druck unter das Publikum verbrei— tete, führt an, Friedberg habe früher die Faſtenmeſſe gehabt; dieſe ſey aber im Jahr 1340 nach Frankfurt verlegt worden. Wahr iſt's, daß Friedberg ſchon in uralten Zeiten zwei Jahrmärkte hatte, deren Einer den Montag nach St. Walpurgistag, der andere den Mon— tag nach St. Michaelstag anfing, und jeder 8 1 Tage währte. Wer der Stadt das Privilegium zu denſelben gegeben, darüber hat ſich bis jetzt keine 1 Urkunde auffinden laſſen. Im Jahr 1332(Dien⸗ ſtag nach St. Matthiastag) ertheilte Kaiſer Lud⸗ wig der Vierte der Stadt das Privilegium, daß dieſe beiden Jahrmärkte verlängert werden und vier⸗ zehn Tage lang währen ſollen.“) Fünf und zwanzig Jahre ſpäter, nämlich am Samſtag nach Himmel⸗ fahrt Chriſti(nach vnsers Herrn Offart) des Jahres 1357 ertheilte Kaiſer Karl IV. bei ſeiner Anweſenheit in Friedberg den Bürgern der Stadt die Gerechtſame, daß ſie ſich ihrer Meſſen wegen ein neues Waaghaus bauen dürfen (daz sy vmb kuntliche notturft vnd zu gemache der Kauflute, die vff die Messe zu Frideberg komen, eynen nuwen bau von holtze begriffen vnd in dem platze genant by den wagen cre- men gemacht haben).“) Dieſer Kaiſer Karl iſt derſelbe, welcher ſchon vorher, nämlich 1349 die Stadt an den Grafen Günther von Schwarz— burg verſetzt, jedoch ihr die Verſicherung ertheilt hatte, daß ſie nicht nur in des Reiches Schirm bleiben ſolle, als wenn ſie unverpfändet wäre, ſon⸗ dern daß er ſie auch binnen Jahresfriſt von der Pfandſchaft befreien wolle. Das geſchah aber nicht, und ſo ſehr er ſie auch in der Folge mit Privilegien überhäufte, ſo geht doch aus mehreren Actenſtücken deutlich genug hervor, daß die Stadt nicht ganz klar mit ihm blieb. So ſind zwei Urkunden vor⸗ *) Die Urkunde iſt ungedruckt; eine Abſchrift derſelben befindet ſich im rothen Buche, Nr. 32. n) Rothes Buch, Nr. 73.— Dieſes Waaghaus, das mitten auf der Hauptſtraße ſtand, wurde im Jahr 1774 abgebrochen. ſeile J. laiſelich beſonder! u Fta! Juul eine we Kale! der St. gehötig Jahrme ſellte; wie w Kaiſer eine al 1397 die zu minde ſeinem der E iht a 5 5 0 8 450 8880 U 4 92 4 150 Uralte und zwanzig nach Himmel⸗ fart) dez IV. bei seiner in der Stadt rer Neſſen en dürfen M gemache u Prideberg 1 begrifen Mugen ere. Kaiſer Karl lich 1349 die u Schwarz⸗ trung ertheilt kiches Schirm et ware, ſon⸗ friſt von der nt 10 alen u Actenſtücken —— dt nicht ganz Urkunden vor rift derſelben zhaus, das eim Jahr 1774 handen, durch welche der Kaiſer ſie wieder von der Acht befreit, in die ſie verfallen war. Ohne daß man weiß, wie,) verloren ſich um dieſe Zeit die Jahrmärkte wieder, oder nahmen wenigſtens ab. Die beiden Städte Frankfurt und Friedberg geriethen darüber mit einander in Wort⸗Streit, wie eine von Kaiſer Wenzel aus⸗ gefertigte Urkunde vom Jahr 1380 ausweiſß't, worin er beide zur Ruhe ermahnt, und erklärt, ſie ſollten bei ihren Meſſen und Jahrmärkten bleiben wie von Alkers her.“) Indeſſen ſcheint dieſer kaiſerliche Befehl weiter keine Wirkung gehabt zu haben; Friedberg verlor ſeine Jahrmärkte, wahrſcheinlich aber nicht durch kaiſerliche Verordnung, ſondern durch die Zeitläufte, beſonders aber durch den Umſtand, daß die Meſſen zu Frankfurt unmittelbar oder nachher fielen und Frankfurt überhaupt wegen des Fluſſes zu Meſſen eine viel günſtigere Lage hat. Zwar gebot der Kaiſer Wenzel(Montag nach Kreuzfindung) 1394 der Stadt Frankfurt, daß ſie ihre Meſſen zur gehörigen Zeit halten und endigen, auch bei ihren Jahrmärkten die Jahrmärkte zu Friedberg ausrufen ſollte;**) das Gebot wollte aber nicht viel fruchten, wie wir gleich hören werden. Zwei Urkunden des Kaiſer Wenzel, eine vom St. Urbanstage 1395, eine andere vom Mittwoch nach St. Gallentag 1397 ſprechen ausdrücklich davon, daß der Stadt die zwei Jahrmärkte abgegangen wären. 7) Nicht minder wird von den Bürgern in einer Bittſchrift an Kaiſer Sigismund vom Jahre 1420 über Abegange ir(ihrer) Jarmerkte geklagt. 171) Die Stadt hatte damals bereits ihre Bedeutſamkeit verloren. Bekanntlich ertheilte zwar ſpäter im Jahr 1530. Kaiſer Karl V. aus Liebe zu Tileman Kreich, ſeinem Geheimſchreiber, einem gebornen Friedberger, der Stadt noch zwei Jahrmärkte. Dieſelben halfen ihr aber nicht auf. *) Eine Urkunde Kaiſer Ludwigs v. 1337(Böhmer C. D. 5412) ſagt indeſſen deutlich genug, daß keine andere Stadt Meſſen und Märkte haben ſoll, welche den zu Frankfurt ſchädlich ſind.— *) Frankfurter Privilegien-Buch. S. 197. un) Dieſe merkwürdige Urkunde befindet ſich in einem alten Privilegienbuch der Stadt Friedberg. Fol. 49 a. und iſt ungedruckt. ) Beide ſtehen in 5 Bericht ꝛc. ꝛc.“ Urk. Nro. 40. 42. S. 23 und 2 119 Aus einer A Urkunde. 283— Die Geſchichtſchreiber von Frankfurt, welche von jeher, und zwar mit Recht, eiferſüchtig auf ihre Meſſen waren, haben Alles aufgeſucht, um jene Sagen von Verlegung der Faſtenmeſſe von Friedberg nach Frankfurt als gänzlich ungegründet darzuſtellen. Sie erklärten zuerſt, Friedberg habe nie Meſſen gehabt, ſondern nur Jahrmärkte. Dieſer Grund iſt indeſſen nicht haltbar. Die Begriffe von Meſſen und Jahrmärkten waren damals nicht ſo ſcharf verſchieden, wie ſie es jetzt ſind. In den oben erwaͤhnten Urkunden bedienen ſich die Kaiſer bald des einen bald des andern Ausdruckes, manch- mal ſogar beider zuſammen, wie in einer bei h- mer C. D. Ff. 613 mitgetheilten Urkunde v. J. 1349. Daſſelbe iſt der Fall in andern Urkunden, welche der Stadt Frankfurt und Friedberg ertheilt werden. Weit ſicherer widerlegt ſich die obige Sage von Verlegung der Faſtenmeſſe durch Thatſachen. Eine Urkunde Kaiſer Friedrichs II. vom Jahr 1240 beweiſ't bereits das Daſeyn der Meſſe zu Frank⸗ furt.“) Ferner ertheilt ein Privilegium des Kaiſers Ludwig IV. der Stadt Frankfurt das Recht, daß ſie nicht nur ihren alten Markt behalten, ſondern auch einen neuen und zwar in den Faſten machen möge, und jeder vierzehn Tage dauern dürfe.“) Dieſes Privilege iam iſt vom Jahr 1330, alſo zwei Jahre älter al dasjenige, welches den Friedbergern ihre Jaht te auf 14 Tage verlaͤngerte, mithin zu eigentlichen Meſſen machte. Falſch iſt demnach auf jeden Fall die An⸗ gabe, daß die Faſtenmeſſe im Jahr 1340 von Fried⸗ berg nach Frankfurt verlegt worden ſey. *) Frankf. Privilegia p. 3. Böhmer C. D. Fraucof. 1 p. 68. Es wird dort von Leuten geſpee hen, die auf die Meſſen(nundinas) zu Frankfurt kg. nen. **) Frankf. Priv. p. 18. Böhmer C. D. F. 506. Kaſſe für taubſtumme Konfirmanden. Für die Predigt ꝛc. des Herrn Prof. Sell, von deren Ertrag eine Kaſſe für taubſtumme Konfirmanden gegründet werden ſoll, iſt ferner bis heute eingegangen: Durch Exempl. 85 kr. Herrn Poſtmeiſter Reuning in Worms 20 33 „ Poſtpraktikant Alefeld in Alzey 10 2— „ Lehrer Weckers in Maim 20 6 30 „ Poſtſekretär Zeller in Mainz 37 7 24 „ Bürgermeiſter Petri in Steinfurth 2 24 „ Revierförſter Weihl in Obereſchbach 15 8 „ Hof Intendant Lotz in Homburg 2 Friedberg den 27. September 1838. C. Bindernagel. Bekanntmachungen von Behoͤrden. A Holz-Verſteigerung. (1071) Dienſtag den 2. Oktober, Vormittags 9 Uhr, ſollen in den freiherrlich v. Diediſchen Wal dun⸗ gen dahier 1) das von den Verſteigerungen vom 21. Mai und 9. Auguſt ſtehen gebliebene Stecken ⸗„ Wellen⸗ und Stockholzz 2) circa 70 Stecken Hainbuchen⸗, Eichen und Bir⸗ ken ⸗Prügelholz und 3) 2000 Backwellen offentlich an Ort und Stelle an den Meiſtbieten⸗ den verſteigert werden. Ziegenberg den 20. Sept. 1838. Kirchner. Bekanntmachung. (1073) Dienſtag den 2. Oktober l. J., von Vor⸗ mittags 9 Uhr an, ſoll das Obſt auf den ſtädtiſchen Allmayen, im Seer⸗, Stadtſchreiberei- und Hain⸗ graben, Wildkautsgraben, hinterm Schüͤtzenrain, in der ockſtädter Gaſſe, an der Chauſſee ꝛc. ꝛc., beſtehend in Aepfeln, Birnen, Nüſſen und Zwetſchen, im Ganzen, dann in einzelnen Parthien öffentlich meiſt⸗ bietend verſteigert und der Anfang damit am Seeer—⸗ graben gemacht werden. Friedberg den 20. Sept. 1838. Der Bürgermeiſter D. Fritz. Edietalladung. (1090) Heinrich Wagner aus Nieder⸗ mörlen, der ſeit langer Zeit abweſend und über 70 Jahre alt iſt, oder deſſen etwaige Leibeserben werden andurch aufgefordert, ſich zur Empfang⸗ nahme des ſeither vormundſchaftlich verwalteten Ver⸗ mögens des Heinrich Wagner ſo gewiß binnen vier Monaten von heute an, hier zu melden, als ſonſt daſſelbe den nächſten Seitenverwandten über⸗ laſſen werden wird. Friedberg am 10. September 1838. Großh. Heſſ. Landgericht daſelbſt Hofmann. Aepfel⸗-Verſteigerung. (1091) Montag den 1. Oct. d. J., Vormittags 10 Uhr, ſollen zu Maibach die Gemeindeäpfel, circa 40 Mltr., an Ort und Stelle meiſtbietend verſtei⸗ gert werden. Die großh. Bürgermeiſter werden erſucht, dieſe Verſteigerung in ihren Gemeinden bekannt machen zu laſſen. Maibach den 24. Sept. 1838. N Der großh. heſſ. Burgermeiſter Philippi. Verſteigerungs⸗ Anzeige. (1092) Die diesjährigen Weintrauben in dem Zwinger am vorderen Hirſchgraben in dahieſiger 24 Burg, werden Dienſtag den 2. Oktober, Nachmit⸗ tags 5 Uhr, an Ort und Stelle verſteigert. Friedberg den 26. Sept. 1838. . Der großh. heſſ. Rentamtmann N Buß. Verſteigerung von Chauſſeearbeiten. (1093) Künftigen Mittwoch den 3. Oktober, des Vormittags um 10 Uhr, ſoll in dem Wirthshaus des Zimmermeiſters Zell vor dem wetzlarer Thor zu Butzbach das Heben der Wandſteine von circa 200 laufenden Klaftern Chauſſee nebſt der damit verbundenen Planir- und Chauſſirarbeit, ſowie die Beifuor von 6 Cubikklafter Steinen aus dem Stein- bruch bei Griedel an die Wenigſtfordernden ver— ſteigert werden. Gießen den 26. Sept. 1838. Der großh. Provinzialbaumeiſter Hofmann. Edictalladung. (1094) Nachdem eine vorläufige Vermögens-Unter⸗ ſuchung des Ortsbürgers Martin Meier und deſſen Ehefrau, Katharina geb. Hachenberger in Schwalheim, ſo wie die eigne Ecklätung dieſer ergeben, daß deren Schulden ihr dermaliges Activ⸗ Vermögen weit üͤberſteigen, ſo iſt zuvor Termin zur ſummariſchen Liquidation ſämmtlicher Forderungen, ſo wie zum Güte-Verſuch, ſowohl zwiſchen den Gläu⸗ bigern und Gemeinſchuldnern, als jener unter ſich, auf den 31. Oktober l. J., Morgens 9 Uhr, unter dem Rechtsnachtheil, daß die zurückbleibenden be⸗ kannten Gläubiger, als dem Beſchluſſe der Mehr⸗ zahl der erſcheinenden beitretend erachtet, die un⸗ bekannten aber ausgeſchloſſen werden, anbeſtimmt worden, indem ſich auch zugleich wegen des einſt— weilen beſtellten Maſſepflegers zu erklären iſt. Dorheim den 25. September 1838. Kurfuͤrſtl. heſſ. Juſtiz-Amt daſ. a Halberſtadt. Schaafpferch-Verſteigerung. (1095) Montag den 8. Oktober, Vormittags um 11 Uhr, ſollen in hieſigem Rathhauſe 10 Schaaf⸗ pferche, jeder 3 Naͤchte, mit dem 12. Oktober l. J. anfangend und 10. Nov. endigend, öffentlich meiſt⸗ bietend verſteigert werden. Friedberg den 27. Sept. 1838. Der Bürgermeiſter D. Fritz. Bekanntmachung. (1096) Montag den 8. Oktober, Vormittags 10 Uhr, ſoll auf hieſigem Rathhaus die Lieferung von 90 Mltr. Eicheln fuͤr die Gemeindewaldungen dahier und zu Niederwöllſtadt an die Wenigſtfordernden in Accord gegeben werden. Aſſenheim den 24. Sept. 18388. d Der großh. heſſ. Bürgermeiſter Günther. Bekanntmachung. d (1097) Montag den 1. Oktober l. J., Vormit⸗ den Bed meiſtbie 1079 80 9 105 3) 492 Das als Ba Ockſt D 1102 für das Bergwer ene Bermittags 10 eferung von ngen dahier nigſtſordernden Bürgermeiſter yer. g. I, Vormit⸗ 3 J., ffenllich meiſt⸗ — 285— tags 10 Uhr, ſoll in hieſiger Bürgermeiſterei die Lieferung von 12 Stück neuen ledernen Feuereimern wenigſtnehmend in Accord gegeben werden, welches der Unterzeichnete hiermit den Sattlermeiſtern zur öffentlichen Kenntniß bringt. Rodheim den 23. Sept. 1838. Der großh. heſſ. Bürgermeiſter Jacobi. Aepfel-Verſteigerung. (1098) Künftigen Montag den 1. Oct., Morgens 10 Uhr, ſollen die Gemeinde-Aepfel, circa 5 Mltr., zu Langenhain an Ort und Stelle meiſtbietend ver⸗ ſteigert werden. Langeuhain den 26. Sept. 1838. Der großh. heſſ. Buͤrgermeiſter Huth. Obſt-Verſteigerung. (1099) Mittwoch den 3. Okt. l. J., Vormittags 10 Uhr, ſoll das der hieſigen Gemeinde zugehörige Obbſt, beſtehend in Aepfeln und Birnen, in ſchicklichen Abtheilungen an Ort und Stelle oͤffentlich meiſtbietend verkauft und der Anfang damit im Burggarten ge— macht werden, wozu Kaufliebhaber einladet. Nauheim den 26. Sept. 1838. Der Bürgermeiſter Hartmann. Bekanntmachung. (1100) Es bringt hierdurch zur Kenntniß, daß das vom Unterzeichneten für Rechnung des Herrn Kammerdirector Klenze zu Laubach im Laufe des Jahrs 1838 verkaufte Holz bis zum 15. Octob. d. J. abgefahren werde, wiedrigenfalls die Herrn Käu⸗ fer zur Forſtrüge notirt und das Holz auf Käu⸗ fers Gefahr im Wald ſteht. Ockſtadt den 28. Sept. 1838. Der freiherrl. v. Frankenſtein'ſche Oberförſter Harth. Holz-Verſteigerung. (1101) Dienſtag den 2. Oct. d. J., Vormittags 9 Uhr, ſollen in dem freiherrlich v. Frankenſteini⸗ ſchen Wald, Diſtrikt uͤber der Querſchneiße, unter den vor der Verſteigerung bekannt gemacht werden- den Bedingungen nachſtehende Brennholz-Sortimente meiſtbietend verſteigert werden. 1) 50 Stecken buchen Prügelholz 2 1050 Stück buchen Wellen te Qualität 3) 4925„ 5„ Ne„ Das Wellenholz 2ter Qualität wird beſonders als Backholz empfohlen. Ockſtadt den 27. Sept. 1838. Der freiherrl. v. Frankenſtein'ſche Oberförſter Harth. Oehl“⸗ Lieferung. i (1102) Die Lieferung des jährlichen Oehlbedarfs für das gräflich Solms⸗Rödelheimiſche Braunkohlen⸗ Bergwerk zu Bauernheim, in 8— 9 Ohm beſtehend, ſoll kommenden Mittwoch den 3. Oct. auf genann⸗ tem Bergwerk ſelbſt an den Wenigſtnehmenden ver⸗ ſteigert werden. N Die näheren Bedingungen werden bei der Ver⸗ ſteigerung bekannt gemacht. Oſſenheim den 26. Sept. 1838. N Der Rentmeiſter N Weis. Verſteigerung einer Branntweinbrennere!. (1103) Die der hieſigen Gemeinde zuſtehenden Branntweinbrennereigeräthſchaften aus dem ehemals Trombettaiſchen Hofe dahier, worunter die beiden Keſſel 4½ und 3 Ohm, und die drei Maiſchbüt⸗ ten 1002, 990 und 986 Maas halten, ſollen auf dem Büreau des Unterzeichneten Montag den 1. Okt. d. J., Vorm. um 11 Uhr, einer nochmaligen Verſteigerung ausgeſetzt werden. Heldenbergen den 26. Sept. 1838. N Der großh. heſſ. Bürgermeiſter Schweitzer. N Privat⸗ Bekanntmachungen. Waaren- und Geſchäfts⸗ Empfehlung. (1081) Ich beehre mich hiermit anzuzeigen, daß ich nunmehr einen offenen Laden in meiner bis⸗ herigen Wohnung, Nr. 5 in der Judengaſſe, etablirt habe und verfehle nicht, mich mit meinen bekannten Waaren, beſtehend in: wollenem Tuche, in allen Farben und jeder Qualität, Drap de Zephyr zu Damenmänteln, Weſten in modernen Muſtern, Bieber, Hemdenflanell, Barchend und Bettzeuch, ſo wie noch andere in dieſes Fach einſchlagenden Artikeln, ergebenſt zu empfehlen, mit der beſondern Bemerkung, daß ich meine verehrlichen Abnehmer ſtets billig und reell zu bedienen mich bemühen werde. Friedberg. Seligmann Hirſchhorn. Nauheimer-Teichhaus. (1104) Sonntag den 30. September und Mon⸗ tag den 1. Oktober wird auf dem hieſigen Teich⸗ hauſe das Nauheimer Kirchweihfeſt gefeiert, wozu ich meine verehrten Gönner und Freunde höflichſt einlade. Für gute Speiſen und Getränke, prompte Bedienung und gutbeſetzte Muſik werde ich beßtens beſorgt ſeyn. Nauheimer-Teichhaus den 25. September 1838. Henkel. Neue Häring e (1105) ſind angekommen und zu haben bei E. Botſch. Aepfel ⸗ Kelter. (1106) Eine noch in gutem Zuſtand ſich befind⸗ liche Aepfelkelter, ſehr ſtark von Holz, mit Heblade, Druckbaum und Wolf, welche circa/ Ohm aus⸗ druͤckt iſt billig aus der Hand zu verkaufen. Bei — 2 Ferner iſt bei demſelben vor ch uͤber die wichtig der chriſtlichen Religion. Jacob Haas, Gaſtwirth zu den drei Linden in Nie⸗ derwöllſtadt, kann dieſelbe jeden Tag in Augenſchein genommen werden. b Eine Kelter mit eiſernen Schrauben (1107) und meſſingenen Muttern hat zu ver⸗ kaufen oder zu verleihen Scheibel, Schloſſermeiſter in Friedberg. Empfehlung. (1108) Ich beehre mich hiermit anzuzeigen, daß ich wieder in meinen führenden Artikeln aufs Beßte aſſortirt bin und empfehle vorzüglich ſehr ſchöͤne Zeuge zu Winterkleidern und Mänteln, als: Drap de Zephir, feine glatte Thybets in allen gängigen arben, Damasses in neuen Muſtern, Victorias, Mousselin de Laine, carirte Merinos, ferner ſehr gute Bieber in diversen Qualitäten, Weſten⸗ zeuge, Molton und Finets, ſchwere Zwilche und Barchet, Bettzeug, Halstücher, Echarpe und Schawl⸗ chen von verſchiedener Art u. dgl. Mein eifrigſtes Beſtreben wird es immer ſeyn, meine geehrten Ab⸗ nehmer zu deren völligen Zufriedenheit zu bedienen. Maher J. Hirſch. Ein ſchwarzwollenes Tüchelchen (1109) mit dunklen Blumen iſt am 26. Sept. auf dem Wege von Ockſtadt nach Friedberg ver⸗ loren worden. Der redliche Finder wolle es gegen angemeſſene Belohnung an die Expedition dieſes Blattes abgeben. Nauheimer Kirchwethe. (1110) Bei der nächſten Sonntag und Montag dahier ſtattfindenden Kirchweihe hält der Unterzeich⸗ nete auf dem hieſigen Rathhaus gut beſetzte Tanz⸗ muſik und ladet mit der Verſicherung hlerzu höflichſt ein, daß für gute Speiſen und Getränke, überhaupt fuͤr gute und billige Bewirthung, beßtens geſorgt werden ſoll. Zugleich bemerkt er auch, daß den darauf fol⸗ genden Sonntag, den 7. Okt., als der Nachkirch⸗ weih, ebenfalls Tanzmuſik durch den Unterzeichneten ſtattfindet und ladet einſtweilen freundlichſt dazu ein. Nauheim den 27. Sept. 1838. Johannes Fritzel. Bei C. Bindernagel iſt ſoeben angekommen die 1. Lieferung der S tahlſtiche zu Schillers ſämmtlichen Werken in zwoͤlf Bänden. Das Ganze giebt 12 Stahlſtiche, welche in 4 Lieferungen, à 27 kr. erſcheinen. Carlsruher Prachtbibel, neue Ausgabe in 12 Lieferungen mit 25 Stahlſtichen. Fünfte Liefe⸗ rung à 36 kr. Unterweiſungsbu mirten Lehren Katechismus f Dalp. 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Brod Preiſe. Leib⸗Roggenbrod 7 88 ſſerweck Gemiſchtes(Tafel-) Brod Fleiſch⸗Preiſe. Schweinenfleiſch Hammelfleiſch 0 los Schweinen Gemiſchte Wurſt Schwartenmagen Geräucherter Speck ch Schweinenſchmaſz, Der großh. heſſ. Friedberg kr. pf. 2 3 5 10 1 Loth. 11455 1457 116 pf. 8 3 892 81 1113 4 2 144— 10— 151— 16— 22— 144— 15— 20— 18— 18— 6 1—.— Kreisrath d Küchler. Gedruckt un d verlegt unter Verantwortlichkeit von Carl Bindernagel in Friedberg. TNTTT TIA