ic der Reibef, 0 0 elhe ol alte fene — 2 9 9— — ——— e 11 1 ei 0 * 1 ———— —— 122 Intelligenzblatt für die rovinz(Dberhes sen im Allgemeinen, den Kreis Friedberg und die angrenzenden Bezirke im Beſonderen. * 30. Sonnabend den 28. Jult! 13838 Amtlicher Theil. Der großherzoglich heſſiſche Kreisrath des Kreiſes Friedberg, an ſaͤmmtliche großh. Buͤrgermeiſter des Kreiſes. Betreffend: Preisvertheilung zur Beförderung der Viehzucht im Jahr 1838. Rachſtehende Bekanntmachung des Präſidenten des landwirth. Vereins der Provinz Oberheſſen theile ich Ihnen unter dem Auftrage mit, dieſelbe ſoviel als möglich zur öffentlichen Kenntniß zu bringen und dahin zu wirken, daß recht viel ſchönes Vieh zur Preisvertheilung gebracht wird. Friedberg am 25. Juli 1838. Küchler. „Die nach dem bereits bekannt gemachten Budget(ſ. Beilage Nr. 8 zur landw. Zeitſchrift) für die⸗ ſes Jahr feſtgeſetzten Preisvertheilungen zur Beförderung der Viehzucht in der Provinz Oberheſſen ſollen in Auſehung des Kreiſes Friedberg an den nachbenannten Orten und Tagen abgehalten werden: 1) zu Okarben den 7. Auguſt, 2)„Butzbach„ 8.„ Für jede der genannten Stationen ſind folgende Preiſe ausgeſetzt: 1) Für die beßten in Gemeinden dienende Bullen fünf Preiſe zu 15 fl., 12 fl., 10 fl., 8 fl. und 5 fl. 5 2) Fär die beßten wenigſtens 1% Jahr alten zur Fortpflanzung noch nicht gebrauch⸗ ten 2 welche zur Anſchaffung für Gemeinden geeignet ſind, fünf Preiſe zu 10 fl., 8 fl., 6 fl., 5 fl., 4 fl. 3) Für die beßten ſelbſterzogenen Kalbinnen, welche wenigſtens 2 Jahre alt und ſichtlich trächtig ſind oder kürzlich gekalbt haben, ſechs Preiſe zu 8 fl., 7 fl., 6 fl., 5 fl., 4 fl., 3 fl. 4) Zu Nachpreiſen wird, bei ſtarker Concurrenz auf jeder Station noch eine weitere Summe verwendet. Ferner wird denjenigen Bewerbern um Preiſe, welchen kein Preis mehr zu Theil werden kann, die aber noch als gut erkanntes Vieh vorführen und nicht unter 3 Stunden von der Preisſtation entfernt wohnen, eine Wegentſchädigung von 10 kr. per Stunde zugeſichert. Die ſonſtigen Beſtimmungen für die Concurrenten um die ausgeſetzten Preiſe ſind: a) Die Preisbewerber haben ſich mit dem vorzuführenden Vieh an dem feſtgeſetzten Tage Vormittags um 9 Uhr auf dem Platze, welcher dazu angewieſen werden wird, einzufinden, und ein geſiegeltes Zeugniß ihres Ortsvorſtandes beizubringen, worin in Bezug auf die in Gemeinden dienenden Bullen bezeugt iſt, daß ſie auch bereits Dienſt thun, in Bezug auf die jüngeren Bullen das Eigenthum des Concurrenten, und in Bezug auf die Kalbinnen beſcheinigt iſt, daß ſie vom Eigen⸗ thümer ſelbſt erzogen worden ſind. b) Die älteren Bullen müſſen gefeſſelt vorgeführt werden. c) Die Prämien werden unmittelbar, nachdem von Seiten der Experten-Commiſſion die Unterſuchung und Zuerkennung ſtattgefunden, üffentlich ausgetheilt. 7 — Die verehrl. Vereinsmitglieder und alle Beförderer und Freunde der Viehzucht ſind zur Theilnahme an der Preisaustheilung eingeladen. Zugleich werden die Bewerber um die für Hopfen, Luzerne- und Esparſetteanlagen, Dunggruben, Wieſenverbeſſerungen ausgeſetzten Preiſe aufgefordert, ihre Anmeldungen, ſofern dies nicht ſchon geſchehen, im Laufe dieſes Monats zu machen. Gießen den 10. Juli 1838. Der Praͤſident des landw. Vereins fur die Provinz Oberheſſen. von Firnhaber⸗Jordis. eee Bekanntmachung. um die Ordnung im Feld während der Erndtezeit zu erhalten, wird wiederholt bekannt gemacht, daß derjenige, ſo in den Mittagsſtunden von 11 bis 1 Uhr ins Feld fahren, ſey es nun um Dünger aus⸗ zufahren, oder um Früchte oder Futter zu holen, oder uͤber die Mittagsſtunden zu ackern, in eine Polizei⸗ ſtrafe von 1 fl. und 10 kr. Anzeigegebühren verfalle, wovon der Angeber/ Theil der Strafe erhält. Gleiche Strafe trifft Denjenigen, der noch ſo ſpät ins Feld fährt, daß er ſeinen Acker vor dem Nacht⸗ glockenläuten nicht erreichen kann, nur diejenigen ſind von dieſer Strafe befreit, welche bereits um 11 Uhr und bei dem Läuten der Nachtglocke auf dem Acker ſind, noch laden und nach Haus fahren. Friedberg den 15. Juli 1837. Der Bürgermeiſter D. Fritz. Vorſtehendem Polizeibefehl wird hierdurch die kreisräthliche Genehmigung ertheilt und hat der großh. Bürgermeiſter dieſes in den benachbarten Orten, worin Beſitzer von in Friedberger Gemarkung gelegenen Grundſtücken wohnen, wie auch hier öffentlich bekannt machen zu laſſen. Friedberg den 27. Juli 1837. Der großh. Kreisrath Küchler. Die Kirche zu Ilbenſtadt. Eins der älteſten und ausgezeichnetſten Gebäude in der Provinz Oberheſſen, ja im ganzen Groß⸗ herzogthum, iſt ohne Zweifel die Kirche zu Ilbenſtadt. In oder vielmehr an dieſem Orte, der ſchon zur Zeit des Kaiſers Ludwig des Frommen um das Jahr 820 vorkommt, gründeten drei Jahrhun⸗ derte ſpäter zwei Brüder, die Grafen Gottf ried und Otto von Cappenberg, ein Prämonſtra⸗ tenſer⸗Kloſter, deſſen Kirche im Jahr 1159 vom Erzbiſchofe Arnold von Mainz feierlich eingeweiht, und in deſſen Innerem das Bildniß des Stifters Gottfried nicht viel ſpäter beigeſetzt wurde. Das Kloſter hatte mannichfache Schickſale. Hier wollen wir nur anführen, daß ſich im dreißigjährigen Kriege die Schweden ſeiner bemächtigten und der berühmte König Guſtav Adolph von Schweden es einem Grafen von Wartenberg ſchenkte, der aber nachher wieder flüchtig werden mußte; daß auch im ſiebenjährigen Kriege dasſelbe hart mitge⸗ nommen wurde. Der letzte Abt war der im Jahr 1789 erwählte Caspar Lauer. Nach dem Reichs⸗ deputations ⸗Hauptſchluſſe, der in Folge des lüne⸗ viller Friedens die deutſchen Angelegenheiten ordnete, erhielt 1803 der Graf Karl Chriſtian von Alt⸗ Leiningen⸗Weſterburg die nunmehrige Abtei Ilben⸗ ſtadt zur Entſchädigung für ſeine jenſeits des Rheines an Frankreich abgegebenen Beſitzungen; ihn erbte nach ſeinem Tode ſein Bruder, der jetzige Beſitzer/ Graf Friedrich von Leiningen, Standesherr des Großherzogthums Heſſen. Die Kloſterkirche, welche den Bewohnern von Ilbenſtadt zu ihrem Gottesdienſte durch den Beſitzer eingeräumt wurde, da die Ortskirche wegen Bau⸗ fälligkeit abgebrochen werden mußte, iſt aus den Zeiten der Stiftung, alſo aus dem zwölften Jahr⸗ hundert, und in dem Geſchmacke jener Zeit, welchen man den byzantiniſchen nennt, erbaut. Das Schtff mit den beiden Abſeiten iſt ſchmal; das Kreuz iſt dagegen ſtark hervor ſpringend, der Chor viereckt. Weſtlich erheben ſich zwei Thürme von ſchöner Bau⸗ art. Sie gereichen der ganzen Gegend zur beſon⸗ deren Zierde; nur iſt ſchade, daß der ſüdliche Thurm ſtark gewichen iſt, und darum nicht allein durch einen eiſernen Anker mit dem andern verbunden werden, ſondern auch vornen einen hohen Strebepfeiler erhal⸗ ten mußte, der ihn eben nicht ſehr verſchoͤnert. Sinn⸗ reich war auch die zwiſchen den beiden Thürmen befindliche Halle errichtet. Den großen Kreisbogen theilte eine ſtarke Säule in zwei gleiche Theile; über jeden wölbte ſich ein kleinerer Bogen. Das iſt jetzt alles anders geworden. Hier iſt nur noch ein klei⸗ nes Thürchen; doch bemerkt man im Inneren der Halle noch die alte Säule. Der nördliche Eingang hat dagegen ſeine alte Form behalten. einen ge Geld fof nahm u. paßte. Wir des erle werde, iſt, in 1 loſigkeit 0 120 liche thu mußten gehoren mochte. ſeyn, a ſee jetzt wir woh erhaltene fried u weit der ches dieſe Kit eind die zehntaus ſchade, ſondere aber, daf der ſie n b 1 worfgcg Wenn gemacht, der aus, Polizei, ſe erhält, u Nacht⸗ u 11 Uhr Fritz er großh. gelegenen Beſitzer, erx des nern von u Beſſtzer zen Bau⸗ aus den en Jahr⸗ „welchen as Schtff Kreuz iſt viereckt. mer Bau⸗ zur beſon⸗ che Thurm urch einen werden, ler erhal⸗ t. Sinn⸗ Thürmen reisbogen ile; über s iſt jetzt ein klei⸗ neren det Eingang — 225— Das Junere der Kirche iſt ganz geeignet, gleich beim Eintreten den Beſchauer mit einer gewiſſen Ehrfurcht zu erfüllen, und muß der Baumeiſter ein denkender Kopf geweſen ſeyn, der das Ganze ſo einfach und ſo ſchön einrichtete, und das Chor in die Höhe ſtellte, daß man zwölf Stufen aufſteigen muß, als gings nach dem Himmel zu. So einfach und ſchön aber, wie dieſe Kirche urſprünglich war, iſt ſie nicht geblieben, und wurde zu manchen Zeiten an derſelben geändert, was nicht immer eine Ver⸗ beſſerung war, wiewohl Dies und Jenes auch durch die Noth geboten worden ſeyn mag. Die urſprüngliche flache Holzdecke wurde im fuͤnf⸗ zehnten Jahrhundert abgebrochen und gewölbt, das Dach erhöht, die oberen Fenſter wurden anders an⸗ gebracht. Zu gleicher Zeit erhielt der vordere Gibel ſeine jetzige Geſtalt. Als ſpäter bauluſtige Aebte kamen, wurde Dies und Jenes noch geändert. So brachte man in den Jahren 1685 und 1692 an den beiden Kreuzen zwei runde Chöre an, und ließ noch ſpäter den einfachen Altar wegthun, und durch einen gewaltig großen neuen Altar erſetzen, der viel Geld koſtete, aber dem Chor ſein urſprüngliches Licht 575 und für die Einfachheit des Ganzen gar nicht paßte. Wir hoffen von dem Geſchmacke und Kunſtſinne des erlauchten Bauherrn, daß er gewiß Alles thun werde, dieſen Tempel des Herrn ſo weit es thunlich iſt, in ſeine urſprüngliche Einfachheit zurückführen, daß er gelegentlich alles, was ſpätere Geſchmack⸗ loſigkeit hineinpfuſchte, entfernen, dagegen aber zur Erhaltung des ehrwürdigen Alten alles Mög⸗ liche thun werde. So will es uns ſcheinen, als müßten manche Bilder heraus, die gar nicht hinein gehören, weil ſie nicht würdevoll ſind. Sodann möchte ein einfacher Altar für die Kirche viel paſſender ſeyn, als der geſchmackloſe Rieſe von Altar, der ſie jetzt verunſtaltet. Einige Stücke aber wünſchten wir wohl beachtet. Das erſte iſt der noch wohl erhaltene Grabſtein des Stifters, des Grafen Gott⸗ fried von Cappenberg. Er befindet ſich un⸗ weit dem Hauptaltare in dem Chore, und iſt ein ſchönes Kunſtwerk alter Zeit.) Sodann boſitzt dieſe Kirche noch zwei vortreffliche alte Gemälde, eins die eilftauſend Jungfrauen, das andere die zehntauſend Märtyrer vorſtellend. Es wäre ſchade, wenn auf dieſe beiden Kunſtwerke nicht be⸗ ſondere Aufmerkſamkeit gerichtet würde. Wir hoffen aber, daß ſie gewiß die Aufmerkſamkeit finden werden, der ſie würdig ſind.— *) Eine Abbildung davon findet ſich im Iten Hefte van F. H. Müllers„Beiträge zur deutſchen Künſt⸗ und Geſchichtskunde durch Kunſtdenkmale.“ In dem 2ten und Aten Hefte deſſelben Werkes finden ſich Grundriß, Vor⸗ der facade ꝛc. der Kirche zu Ilbenſtadt. — Die Wucherblume. Wenn man in dieſen Tagen ſüdlich der Sindt Friedberg außerhalb der Gärten von der frankfur⸗ ter Chauſſee nach der ſogenannten fauerbacher Straße ging, ſo konnte man hier und da eine gelbe Blume finden, welche einige Aehnlichkeit mit der Kamille hat. Dies iſt die berüchtigte kleine Wucher⸗ blume, vor der man im Hinterlande eine ſolche Furcht hat, daß Jeder ſechs Kreuzer Strafe er— legen muß, auf deſſen Acker man ſie findet. Und das mit Recht; denn wo ſie ſich einmal ein geniſtet hat, da nimmt ſie ſo reißend überhand, daß in kurzer Zeit die Felder davon wie überſaͤet er— ſcheinen und ganz ausgeſogen werden. Darum glauben wir die Behörden darauf aufmerkſam machen zu müſſen, damit ſie in Zeiten die nöthigen Vor⸗ kehrungen zu ihrer Vertilgung treffen. g Dieſe Blume hat noch eine etwas unſchuldigere Schweſier, das iſt die große Wucherblume, welche man häufig auf Wieſen ſieht. Die iſt jungen Mädchen ſehr erwünſcht, weil ſie ſich an denſelben von der Treue ihrer Geliebten überzeugen können. Wie ſie das anfangen, wollen wir jetzt nicht ver— öffentlichen, erklären uns aber bereit, es denen zu ſagen, die's gerne wiſſen wollen. Kaſſe fuͤr taubſtumme Konfirmanden. Fuͤr die Predigt ꝛc. des Herrn Prof. Sell, von deren Ertrag eine Kaſſe für taub ſtumme Konfirmanden egrüͤndet werden ſoll, iſt bis heute eingegangen: i 23 Von Exempl. fl. kr. Herrn Pfarrer Brodreich zu Oſſenheim 1 12 „ Bürgermſtr. Sang in Fauerbach II. 2— 24 7. 77 Brack in Altenſtadt 8 2 18 . 5 Lämmer in Oberrosbach 5 1— „ Pfarrer Köhler in Kaichen. 1 2 „ Bürgermſtr. Schmidt in Kleinkarben 4— 48 . 1 Moſcheroſch in Burggräfenrod 1— 12 „ Pfarrer Ebenau in Florſtadt 2— Von mehreren Kurgaͤſten Nauheims durch Hrn. Direktor Roller 20 87 21 Von den Bewohnern Friedbergs(das Ver⸗ zeichniß iſt jedoch noch nicht geſchloſſen, und kann bei dem Unterzeichneten jeder⸗ zeit eingeſehen werden.) 186 55 27 Exemplare obiger Predigt, welche irgendwo ohne Ausſicht zum Abſatz lagern, bitte ich mir gefälligſt bald zu remittiren. Friedberg den 25. Juli 1838. 5 C. Binder nagel. —— Bekanntmachungen von Behoͤrden. M. Edicetalladung. (846) Nachdem großherz. Hofgericht der Provinz Oberheſſen über das Vermögen des Conrad Haub VI. zu Niederweiſel den förmlichen Concursproceß er⸗ kannt hat, ſo werden alle diejenigen, welche Forde⸗ rungen an jenen bilden zu können glauben, auf⸗ gefordert, ſolche ſogewiß Donnerſtag den 30. Auguſt l. J., Vormittags 8 Uhr, dahier in Selbſtperſon oder durch gehörig Bevollmächtigte zu liquidiren, als ſier ben ſich die Gläubiger alsd u verſuchendes Arrange⸗ — 226— on 4 Reiß Dachſchiefern an den Wenigſt⸗ ſonſt von der Maſſe ausgeſchloſſen werden. Auch ha⸗ Lieferung v i ann über die Wahl eines nehmenden veraccordirt werden. N Heldenbergen den 20. Juli 1838.(869) ln Der großh. heſſ. Büͤrgermeiſter Uh* 1 Maſſecurators, ſowie ein z ment zu erklaren, worauf deßhalb etwaige Vollmach⸗ ten ebenfalls zu richten ſind, widrigenfalls ange⸗ Schweitzer. nach 0 nommen wird, daß ſie der Mehrzahl beigetreten. Arbeits ⸗Verſteigerung. Gebäuden Friedberg den 6. Juli 1838.(866) Mittwoch den 1. Auguſt d. J., des Vor⸗ Westf Großherzogl. heſſ. Landgeicht daſ. mittags 10 Uhr, ſollen auf dem Bürgermeiſterei⸗ öffenlch be Hofmann. Bürcau dahier folgende Arbeiten an den Wenigſt⸗ ſteiherung Hofraithe Verſteigerung. nehmenden in Accord gegeben werden. an den Me (748) Montag den 30. Juli l. J., Vormittags Maurerarbeit:. werden. um 10 Uhr, ſoll in hieſigem Rathhäuſe die Hof⸗ 10 Reparaturarbeiten an dem hieſigen Gemeinde⸗ Nidda raithe des Georg Bopp, beſtehend in Wohnhaus, Hirtenhaus, voranſchlagt zu 26 fl. 48 kr.. Stall und Grund, an Conrad Schlechtweg 2) Die Reparatur an der hieſigen Gemeinde 0 gelegen, mit Nr. 223 bezeichnet, ſodann ungefähr Weede in der Hintergaſſe, welche rundum neu. 13¼ Ruthe Garten in der 18. Gewann auf dem aufgemauert wird, und dazu die erforderlichen(870) 70 Hauck an Guſtav Gerlach gelegen, öffentlich meiſt⸗ Steine zn brechen, voranſchlagt zu 138 fh 32 kr. pier, 5 bietend verſteigert werden. Die Ueberſchläͤge über die rubricirte Arbeiten über 90 Jaſ Friedberg den 27. Juni 1838. liegen auf dem Büreau des Unterzeichneten bis zum und Anfentt In Auftrag gr. heſſ. Landgerichts: Verſteigerungsterwine offen. 5 ſwaige Lei Der Bürgermeiſter D. Fritz. Die Herren Bürgermeiſter der Umgegend wollen maden aufg Vorſtehendes in ihren Gemeinden gefälligst veröffent⸗ ö zun Enpfan Gläubiger ⸗ Aufforderung. lichen laſſen (816) Johannes Diehl von Oberwoͤllſtadt b beabſichtigt nach Oelsberg im Herzogthum Naſſan Bodenrod am 23. Juli 1838. 5 a i auszuwandern. Rechtsanſprüche an denſelben ſind Der gr. heſſ. Bürgermeiſter mixen, a binnen drei Monaten bei großh. Landgerichte Fried⸗ 111 Hoffmann. acer für te berg anzumelden, gegenfalls die Entlaſſungsurkunde Verſteigerungs⸗ Anzelge⸗ augen ertheilt werden wird.(867) Montag den 3. September l. J., Vormit⸗ übetwieſen Friedberg den 29. Juni 1838. tags um 10 Uhr, ſoll im hieſigen Rathhaus in Auf⸗ Winde. b Der großh. heſſ. Kreisrath des trag großh. Landgerichts, die zum Nachlaß der Re⸗ Kreiſes Friedber gine Goring gehörende gemeinſchaftliche Hof⸗ reiſes F 9˙ raithe Nro. 52 3%„ beſtehend in halbem Wohn⸗ 9 Schreiner Frank und Heinrich(871) D Küchler. haus mit Grund an % 38 Ruthen Ackerlau auf 0 Uhr, s R K unn. N Stemler gelegen und (842) Cs entlieh Eliſabetha, die Wittwe des Am⸗ dem Krämer in der Gemarkung Fauerbach II. an. Intigung broſius Joſt den Niederweiſel von den Philip Gott⸗ Nicelaus Windecker gelegen. Hierauf Nachmittags hof führen fried Kuhlen Erben zu Butzbach am Lten Februar um 2 Uhr in dem Hauſe ſelbſt die gemeinſchaftlichen pornnſchlag 1801 die Summe von 110 fl. und verpfändete dafür Mobilien beſtehend in drei vollständigen Betten, gegeben we unter andern: 8 a„Bettladen, Vorhängen, Kleiderſchränken Kiſten, Nieder! 1) 40 Ruthen Land an der Reiſſerbach, neben Jo- Spiegern, ſonſtiges Hausgeräth, Buͤtten, Zinn, hann Fett, zehntfrei, Kupfer, Eiſen und Blech, öffentlich meiſtbietend vers 9 20 40 Ruthen ditto im Engelsberg, neben Johann ſteigert werden. ö(872) Haub sen. b Feßzriedberg den 20. Jul 1888. Paß de oll dieſe Schuld Der Bürgermeiſter D. Fritz g. Mü iſt Menger Nach beigebrachter Beſcheinigung ſ abgetragen worden ſeyn, da ſolche jedoch im Gerichts⸗ Be kan mt m a ch un g hypothekenbuche noch offen ſteht, ſo werden alle die- Heiden: und Ginſtern⸗Verſteigerund A enb jenigen, welche aus dieſer Forderung Rechtsanſprüche Revier Oberrosbach Forſts Friedberg betrff, Girchen r Geltendmachung der-(868) Dienſtag den zlten d. M., Vormittag Kauf im Grßl. Weſterfeldſchen uhmung d 4 5 zu e dee zu 19 6 elben binnen 6 Wochen hiermit aufgefordert, wi⸗ 0 5 drigenfalls ſolche für erloſchen erachtet und der Ein⸗ 45 0 W in Keller berg i trag der beiden Stücke im Hypothetenbuche gelöſcht 20,00 Gebund Heiden und Ginſtern, dried werden ſoll.. an die Meiſtbietenden offentlich verſteigert werden. Friedberg den 6. Juli 1838. 5 Nachgebote ſind nicht zu läſſig, der definitive 9 a Großh. heſſiſches Landgericht daſelbſt ſchlag wird vielmehr ſogleich ertheilt, wenn der Ab(873) Hofmann. Gilmer. ſchätzungspreiß erreicht iſt. Nag d Bekanntmachung. Oberrosbach 26. Juli 1838.„ egen (865) Dienſtag den 31. d. M., Vormittags um N Der großh. Revierförſig lin zugef ö Bingmann. ohnhau Diel J 41 Uhr, ſoll auf dem hieſigen Gemeindehaus die cniaß neidier 8 N Vor⸗ teren den gſt ehe Me⸗ emeinde⸗ dum neu derlichen N. JXh. Arbeiten dis zum ud wollen veroffent⸗ germeiſter n. „ Vormit⸗ ud in Muj⸗ aß der Re Hof n Wohn⸗ d Heinrich lad auf: dach U. an Nachmittags nſchaftlichen zen Betten, en, Kisten, ten, Ziny, cbirtend vel; getung berg bett „Vormittag erfeldſche uſtern, igert werde definitive wenn der 2 Nevierfarf man. Bekanntmachung. (869) Mittwoch den 1. Auguſt, Vormittags 10 Uhr, ſollen die an der Provinzialſtraße von Laubach nach Schotten im Diſtrict Hirzberg gelegenen alten Gebäuden der Forſtſchützenwohnung, beſtehend in Wohnhaus mit angebautem Rindviehſtall und Scheuer, öffentlich an Ort und Stelle unter den bei der Ver⸗ ſteigerung bekannt gemacht werdenden Bedingungen an den Meiſtbietenden auf den Abbruch abgegeben werden. Nidda den 24. Juli 1838. Der gr. heſſ. Kreisbaumeiſter Süffert. Eid i et all la dun g. (870) Johannes Chriſtoph Oberacker von hier, geboren am 9. Auguſt 1767, welcher ſchon über 50 Jahre abweſend iſt, ohne über ſein Leben und Anfenthalt Nachricht zu geben, oder deſſen etwaige Leibes-, Teſtaments⸗ oder Vertragserben werden aufgefordert, ſich ſo gewiß binnen 3 Monaten zum Empfang des unter Verwaltung ſtehenden ge— ringen Vermoͤgens dahier zu melden und zu legiti— miren, als ſonſt gedachter Johann Chriſtoph Ober— acker für todt erklärt und deſſen Vermögen ſeinen aufgetretenen nächſten Seitenverwandten eigenthümlich überwieſen werden wird. Windecken den 16. Juli 1838. Kurfuͤrſtl. heſſ. Juſtiz-Amt daſ. Neuhof. vt. Degen. Arbeits-Verſteigerung. (871) Dienſtag den 31. Juli d. J., Vormittags 10 Uhr, ſoll auf dahieſigem Gemeinde-Hauſe die Fertigung eines von dem Kirchenplatz in den Pfarr⸗ hof führenden kleinen eiſernen Thores, zu 25 fl. voranſchlagt, an den Wenigſtnehmenden in Accord gegeben werden. Niederwöllſtadt den 25. Juli 1838. Der Kirchen vorſtand. Hofraithe-Verſteigerung. 1872) Die Adminiſtration der Verlaſſenſchafts⸗ Maſſe der Frau Schöff von Rieſe zu Frankfurt a. M. iſt geſonnen, deren, von Georg Heinrich Menger herrührende Hofraithe zu Trais-Mün⸗ zenberg welche aus Haus, Stall und einem Gärtchen beſteht, aus der Hand zu verkaufen. Kaufliebhaber belieben ſich daher wegen Ver— nehmung der näheren Bedingungen an mich zu wenden. Friedberg den 24. Juli 1838. Aus Auftrag: Dietzſch, Amtmann. a Verſteigerungs- Anzeige. (873) Auf Antrag der Erbintereſſenten ſollen Montag d. 13. Auguſt l. J., um 9 Uhr Morgens, in gieſigem Rathhaus die dem abgelebten Adam Wecker⸗ (ing zugeſtandene Hofraithe, Nro. 244, beſtehend in Wohnhaus nebſt Stall, an der Köhlergaſſe an Daniel Valentin und Auguſt Groner, ſodann Nro, 227 239 ein halbes Wohnhaus, eine halbe Scheuer und Grund an Heinrich Windecker und Philipp Schimpf gelegen, hierauf die der verlebten Wilhelm Wecker⸗ lings Wwe. zugeſtandenen Gärten und Aecker in der Gemarkung Friedberg, als: 24% 23 ½ Ruthen Garten in der 18. Gewann an Wilhelm Schmidt. ½, 71½ Ruthen Acker im großen Warthfeld an Martin Groß. 3% 86 Ruthen im kleinen Galgenfeld neben Georg Steinhäuſer. 61% 91½ Ruthen im Lachenfeld an der Lachen⸗ wieſe getheilt mit Chriſtoph Weckerling. 50% 3 Prtl. 28 ½ Ruthen in der Gemarkung Fauer⸗ bach II. an dem Hirſchrainberg an Heinrich Salzmann. 5 2%, 1 Prtl. 9 Ruthen rechter Hand am Mainzer⸗ thor⸗Weg an Heinrich Philippi, iſt Mainzer. oͤffentlich meiſtbietend verſteigert werden. Friedberg den 26. Juli 1838. ö Der Bürgermeiſter D. Fritz. Verſteigerungs⸗ Anzeige. (874) Montag den 30. Juli, des Vormittags 10 Uhr, werden in dem Pfarrhofe zu Rockenberg zwei entbehrliche Kirchenſchränke öffentlich an den Meiſtbietenden verſteigert.— Steigliebhaber können bis zu dem Tage der Verſteigerung beſagte Schränke in dem daſigen Pfarrhauſe einſehen. Rockenberg den 26. Juli 1838. In Auftrag des katholiſchen Kirchenvorſtandes: Der großh. heſſ. Bürgermeiſter Dietz. Bekanntmachung. 5 (875) Donnerſtag den 2. Auguſt, Vormittags 10 Uhr, wird auf hieſigem Rathhaus ein ö jähriger, zum Sprung qualiſtzirter Faſſelochs, von reiner ſchwyzer Race, öffentlich an den Meiſtbietenden verſteigert. i Ich erſuche deßhalb die Herren Buͤrgermeiſter, dieſes in ihren Gemeinden gefälligſt bekannt machen zu laſſen. Niederwöllſtadt den 26. Juli 1838. ö Der großh. heſſ. Bürgermeiſter Bauſch. Arbeits-Verſteigerung. (876) Donnerſtag den 2. Auguſt, Vormittags 10 Uhr, werden auf hieſigem Rathhauſe 8 Ruthen Steine aus dem Neuberge zu Waſſerbau zu fahren an den Wenigſtnehmenden verſteigert. Niederwöllſtadt den 26. Juli 1838. b Der großh. heſſ. Bürgermeiſter Bauſch. Waſſerbau- Arbeit. (877) Montag den 30. Juli. Vormittags 10 Uhr, ſoll die Erbauung einer großen Schleuße zum Zwecke der Wieſenbewäſſerung, woran circa 800 Kubikfuß rauhes Mauerwerk, ohne die Quader⸗ Kappe nebſt einem Schürzchen befand, von Vilbel bis uchener Mantel, worin ſich eine weiße baumwollene — 228— mauern, und 150 Fuß Roſt von eichen Holz zu t fertigen iſt, an den Wenigſtnehmenden verſteigert werden.— 1. oſte; nen auf hieſiger Bürgermeiſterei eingeſehen werden. Niederwoͤllſtadt den 26. Juli 1838. Der großh heſſ. Bürgermeiſter Bauſch. Holz-Verſteigerung. (878) Mittwoch den 1. Auguſt l. J., Morgens 9 Uhr, ſollen 2700 Heiden⸗ und Ginſterwellen im Ockſtädter Gemeindewald, Schläge Nro. V. et VI., an Ort und Stelle oͤffentlich meiſtbietend einer Verſteigerung ausgeſetzt werden. Die Zuſammenkunft iſt präcis 9 Uhr oben am Dachskopf auf der Hauptſchneiße.— Die Herren Bürgermeiſter der Umgegend werden erſucht, gefalligſt dieſes in ihren Gemeinden veröffentlichen zu laſſen. Ockſtadt den 26. Juli 1838. Der großh. heſſ. Bürgermeiſter Gröninger. Frucht ⸗ Verſteigerung. 9 (879) Donnerſtag den 2. Auguſt l. J., Nach⸗ mittags um 2 Uhr, ſollen von den Fruchtvorräthen des vereinigten Armenfonds(Hoſpitalſpeicher) 50 bis 60 Malter ſehr gutes Korn oͤffentlich meiſt⸗ bietend verſteigert und 2 Malterweiſe der Verſtei⸗ gerung ausgeſetzt werden. Friedberg den 26. Juli 1838. Der Bürgermeiſter D. Fritz. NN Privat⸗ Bekanntmachungen. Die großh. heſſ. Verordnungen (880) vom Jahre 1807 bis 1818 werden zu kaufen geſucht. Ausgeber d. Blattes ſagt von wem. f Ein hieſiger Bäckermeiſter (881) ſucht einen Lehrling. Das Nähere ſagt die Expedition dieſes Blattes. Ein vollſtändiges Logis in meinem neuen Hauſe, gleicher Erde, hat zu ver ethen Franz Ruppel. Wirthſchafts Eröffnung. (883) Sonntag den 29. d. M. iſt Unterzeichneter 1 geſonnen, ſeine Wirthſchaft in dem ehemaligen Dietz'⸗ ſchen Hauſe, in der Uſer⸗Gaſſe, und zwar in dem zweiten Stocke zu eröffnen. Weil dieſes Lokal ſehr dazu geeignet iſt, bittet derſelbe um recht zahlreichen Zuſpruch. Für reine und gute Getränke, wie auch Speiſe, reelle und gute Bedienung, werde ich bei meinen verehrten Gäſten ſtets beſorgt ſeyn. Friedberg im Juli 1838. 5 Peter Roth, Gaſtwirth. Sommerbeluſtigungen zu Ockſtadt. ) Sonntag den 29. d. M. iſt gut beſetzte uſik bei mir anzutreffen, wozu höflichſt einladet. Ockſtadt den 26. Juli 1838. Krug. Verloren. (885) Es iſt am 25. Juli l.. (882 ein dunkelgrau wird gebeten, denſelben gegen eine gute Belohnung bei der Expedition dieſes Blattes abzugeben. (886) Sonntag den 29. d. M. iſt imoſſenheimer Wäldchen gut beſetzte Harmonie⸗ und Tanzmuſik Die Plane und Koſtenüberſchlage koͤn⸗ nach Friedberg verloren gegangen. Der redliche Finder Oſſenheimer Wäldchen. anzutreffen, wozu höflichſt einladet. Aehle. Warnung.. (887) Lit. B. Nr. 64, eine Stadt Niddaer 3¼%% Obli⸗ ation mit Coupons vom 1. Juli 1838 bis 1. Januar 1848, iſt abhanden gekommen, vor deren Ankauf gewarnt wird; auch 1 ſind bereits die nöthigen Vorkehrungen getroffen, daß dieſe Obligation nur dem rechtmäßigen Beſitzer dienen kann. Man bittet denjenigen, welcher darüber Auͤskunft geben kann,— gegen eine gute Belohnung— ſich an das Handlungshaus Herrn Simon Lindheimer zu Friedberg zu wenden. Fruͤchte⸗Preiſe hier in Friedberg: Waizen? 9 fl.— kr. Korn: 7 fl.— kr. Gerſte: 4 fl.— kr. Hafer: 3 fl. 30 kr. Erbſen:— fl.— kr. Früchte⸗Preiſe zu Frankfurt, am 23. Juli: Waizen: 8 fl.— kr. Korn 6 fl. 15 er.— Gerſte: 4 fl. 30 fr. Hafer: 3 fl. 50 kr. Erbſen:— fl.— kr. Früchte⸗Preiſe zu Mainz, am 20. Juli! Waizen: 8 fl. 9kr. Korn: 7 fl. 5 kr. Gerſte: 4fl. 4b. Hafer: 3 fl. 54 kr. Erbſen:— fl.— kr 4 Polizei⸗Taxe fur die Staͤdte Friedberg und Butzbach vom 28. Juli bis 4. Auguſt 18388. Friedberg fo“ Brod ⸗ reiſe. 1 0 kr. pf. kr. pf. 1 ſTLeib⸗Noggenbrod 2 2 2 2.„ 10 5 2 5 2 4„ 1 111— 11— 4 5 0 Loth Loth. —[Milchbrod 4 114% 14% — Waſſerweck„ — Gemiſchtes(Tafel⸗) Brod 11 671 6˙¼ Fleiſch⸗Preiſe. f 4 a pf. pf. 1 Ochſenfleiſch 1111 11 in „ Kübhfleiſch 8 3 8 2 1 „ Rindfleiſch 9 e ö „Kalbfleiſch 6— 6— „ Schweinenfleiſch 1113 111 3 „ Hammellleiſch 843 8 3 „ Schaaflleiſch e—— „ Wurſt von blos Schweinen 14— 14 „ Gemiſchte Wurſt 10— 10 „ Bratwurſt 151 15— „ Schwartenmagen 16— 16 „ Geräucherter Speck 22 25— „ Schinken Jie „Dorrfleiſch 1 160—-— „ Schweinenſchmalz, ausgelaſſen 19— 18— „ dito unausgelaſſen 17— 16 1 „ Nierenfett 18 9— 18 Hammelsfett 18 1 5 15 1 Der großh. heſſ. Kreisrath d. K. 5 Küchler. 1 1 7 eee ter twoxtli keit von Carl Bind ernagel in Friedberg. Butzbach. uͤberha —— Se jähtli von Je tion e werde ſtehen zählen wärtig ſelben, Vorthe und er Wies dere ih Bidet W den Af