Intelligenzblatt für die el. — Narig Acolai dacker⸗ u, des Schul⸗ gers, ochter ebruar. ebruar. ch eine März. ochter, inhard, hannes Louiſe, Ne. Sohn, riedrich ehelige Georg nat und 1. Marz. 1. März. pothekers nat und Philipp 0 ler ehel. — „ rovinz Wberhes sen im Allgemeinen, den Kreis Friedberg und die angrenzenden Bezirke im Beſonderen. M17. Sonnabend, den 28. April 1838. Amtlicher Theil. Der großherzoglich heſſiſche Kreisrath des Kreiſes Friedberg an die großh. Buͤrgermeiſter des Kreiſes und die Polizei-Commiſſaͤre zu Engelthal und Wickſtadt. Betreffend: Die Vornahme der Feuer-Viſitation in den Orten des Kreiſes Friedberg für 1838. Sie werden angewieſen, alsbald die für dieſes Jahr vorzunehmenden Feuerviſitationen beginnen zu la ſſen und ſich hierbei an die früher gegebenen Vorſchriften(in Nr. 42 d. Intelligenzblattes von 1835 und Nr. 35 de 1837) zu halten. Binnen vier Wochen ſehe ich der Einſendung der Protokolle entgegen. Friedberg den 21. April 1838. Küchler. 89— ee an die Kirchenvorſtaͤnde des Kreiſes mit Ausnahme der ſtandesherrlichen Bezirke. Betreffend: Die Einſendung der Kirchenvoranſchläge de 1839. Mit Bezug auf Art. 15. der Verordnung über die Verwaltung des Kirchenvermögens und die In— ſtruction für Fertigung der Voranſchläge vom 15. Sept. 1832 muß erwartet werden, daß die Kirchen⸗ voranſchläge für 1839 bereits von Ihnen in Arbeit genommen und in vorſchriftsmäßiger Weiſe an die betreffenden großh. Dekane eingeſendet worden ſind. Darüber, daß und wann dies geſchehen, werden Sie längſtens bis zum 10. Mai l. J. dahier anzeigen. Friedberg den 23. April 1838. Küchler. Aus den Papieren eines Wetterauers. Als wir Kinder waren, gingen wir oft bei dem alten Jodokus ein und aus, denn wir hatten den Mann ſehr lieb, weil er nicht, wie ſo viele andere alte Männer, mürriſch und verächtlich auf uns herabſah, ſondern ſich mit uns unterhielt wie mit Seinesgleichen. Nun waren wir einmal bei ihm und fingen, ich weiß nicht wie's kam, an, jeder in ſeiner Art zu wünſchen. Da wünſchte ſich denn der Eine dies, der Andere das; im Ganzen kamen aber alle dieſe Wünſche darin überein, daß Alle reich und vornehm werden möchten. Jodokus, der uns lange ſchweigend zugehört hatte, nahm endlich das Wort, und wir ſtellten uns Alle um ihn, weil wir aus Erfahrung wußten, daß etwas Angenehmes kommen würde. f „Als ich, erzählte er, fünfzehn Jahre alt war, da war ich der Meinung, wie ihr ſeyd, daß nämlich die reichſten und die vornehmſten Leute auch die glücklichſten wären. Mein Vater fragte mich, was ich werden wollte, und ich antwortete ihm, ich — wäre Willens ein reicher und vornehmer Mann zu werden, und um das zu können, wollte ich mich der Kaufmannſchaft widmen, weil das der leichteſte und beßte Weg dazu wäre. Mein Vater hatte nichts dagegen, und ſchrieb an einen Freund nach Frankfurt, um mir einen Platz zu verſchaffen, wo ich in die Lehre kommen könnte. Der Platz war bald ausgemacht; meine Mutter ſorgte für Weißzeug und mein Vater für etwas Geld, und nun zog ich fröhlich nach der Stadt Frankfurt, von der ich ſchon ſo Vieles gehört, die ich aber noch nie geſehen hatte. Als ich endlich hinein kam, da konnt' ich mich gar nicht ſatt ſehen; lauter Häuſer noch größer als das Amthaus, lauter vor⸗ nehme Leute mit neuen, ſchönen Röcken, und Kut⸗ ſchen, die noch hübſcher waren als die des Herrn Superintendenten, der vor mehreren Jahren einmal in das Dorf gekommen war. So viel Reichthum und ſo viel Glück hätt' ich mir hier nicht geträumt. Aber ich wurde bald eines andern belehrt. Gleich den erſten Mann, dem ich begegnete, grüßte ich recht höflich, und der dankte mir gar nicht einmal! Den zweiten fragte ich nach meinem Herru, zu dem ich in die Lehre kommen ſollte, und der gab mir eine ſo unhöfliche Antwort, daß ich in meinem Sinne dachte: So ein ſchöner Herr, wie der Herr Pfarrer und der Herr Amtmann und doch ſo eine häßliche Antwort! Das machte mich ſo muthlos, daß ich kaum wieder zu fragen wagte. Ich faßte aber doch ſpäter wieder Herz, und fragte wieder einen recht ſchöͤnen Herrn, der war gar höflich, und führte mich herein in ſeine Stube, und fragte mich, wo ich her wäre, und wie ich hieße, und was ich in meinem Päckchen hätte. Er war auch ſo theilnehmend, daß er mein Päckchen öffnete und nachſah, ob ich nichts verloren hätte. Dann wies er mich zurecht, bis vor ein großes Haus. Das war faſt ſo groß wie die Kirche; das Herz klopfte mir und ich traute mir gar nicht das Glück zu denken, daß ich hier wenigſtens vier Wochen auf Probe ſchlafen, eſſen und trinken ſollte. Nun ich ging hinein mit Zittern und getraute kaum zu ſprechen vor all den vornehmen Leuten, die hier waren, und meinem Herrn halfen im Geſchäfte. Als ich mich zu Tiſche ſetzte, da ſtanden ſtatt der Lampe zu Hauſe, zwei Leuchter, und der Herr und die Frau ſaßen neben einander; aber ſtatt ſich zu freuen über die ſchönen Lichter und das ſchöne Eſſen und Gott dafür zu danken, ſahen ſie ſich einander bös an, und zankten mit einander, daß zuletzt jedes aufbrach und ſeiner Wege ging. Mich aber fuͤhrte eine Magd in ein Kämmerchen, das war faſt ſo hoch wie der Thurm zu Hauſe, und als ich mein Päckchen aufmachte, da fand ſich's, daß meine Sonntagsweſte fehlte, die konnte doch niemand herausgethan haben, als der höfliche Herr, der mir das Haus gezeigt hatte. Wo er aber hingekommen war, das konnte ich nicht wiſſen. 11414 Des Morgens ſtand ich früh auf, und als ich gebetet hatte ging ich im Haus herum und dachte, ich bekäme jetzt Arbeit; aber ich hoͤrte und ſah nie mand, und als ich nachher Herz faßte, und in eine Stube ging, da kam ein Herr, der nannte mich einen Eſel, gab mir eine Ohrfeige und jagte mich wieder in meine Kammer bis um 8 Uhr. Daß ich's kurz faſſe, ich war vier Wochen in dieſem Hauſe und in der ſchönen Stadt Frankfurt, wo die vielen reichen und vornehmen Leute wohnen, hatte aber bald erfahren, daß die, welche ſchöne Kleider anhatten, nicht lauter vornehme Leute waren, wie unſer Herr Pfarrer und unſer Herr Amtmann, ſondern manche unhöfliche und unehrliche Menſchen, die des Morgens und des Abends nicht beten. Gar viele gehen des Morgens um vier oder fünf Uhr niemals hinaus ins Feld, und ſehen die Sonne aufgehen und die Lerchen zum lieben Gott ſich erheben, ſondern bleiben bis ſieben Uhr in den Federn. Da dacht' ich: wer kann denn da glücklich ſeyn, wenn man bis ſieben Uhr im Bette liegen muß?— Und als ich ſie ſo lang am Tiſche ſitzen und ſo viel eſſen und trinken ſah, ohne daß ſie ge⸗ arbeitet und vorher gebetet hatten, da dacht' ich: wie kann man denn glücklich ſeyn beim Eſſen, wenn man nicht vorher tuͤchtig gearbeitet und dann ge⸗ betet hat?— Und wenn ſie ſich zaulten einander und Vorwürfe machten, der Mann der Frau, und die Frau dem Manne, da dacht! ich: wie kann man denn glücklich ſeyn, wo ſolch ein Zauk und Streit iſt? Und als ich die Leute ſah, die um ihren Geld⸗ kaſten wachten nnd zitterten, da dacht' ich: Wer kann dabei glücklich ſeyn?— Und wenn ſie ſich kutſchiren ließen von Einem Hauſe zum andern, da dachte ich auch: Wer kann glücklich ſeyn, wenn er ſich den ganzen Tag muß herumfahren laſſen und geht nicht einmal des Sonntags zu Fuß in die Kirche und des Nachmittags zu Fuß in den Wald? O, ich hatte ſatt, und packte meinen Bündel nach vier Wochen. Als ich wieder heraus kam ins Feld, da weinte ich vor Freuden, und lief zu meinen Eltern zurück, die froh waren, mich wieder zu ſehen. Ich blieb nun in meinem Dorfe, und wurde unter der Arbeit groß, und ſang des Morgens mit den Voͤgelu bei derſelben und des Abends, und war bei meinen Kartoffeln vergnuͤgter und glücklicher, als die vornehmen Herren bei ihren reichbeſetzten Ta⸗ feln, um die ich ſie nie mehr beneidete.“ So ſprach der alte Jodokus. Bekanntmachungen von Behoͤrden. A N Arbeits- Verſteigerung. (388) Montag den 30. April, Vormittags 10 Uhr, ſollen auf dem Rathhauſe zu Nidda die zur Erbauung des neuen Schulgebäudes nöthigen Ar⸗ beiten und Materiallieferungen öffentlich an die 7 alle! 0 genigſt Mane. Seehaut Jumete! Dachtche Schreillen Schloſſe 5 Glaser Wasbird Eule Plane aͤf den zur Einſt Nidde 0 390), ſuuſen be. guszuwal binnen dr kalben al erteilt u 6 ried 402) beabſechtl Rechtsan naten be egenfab wird. Frie (421) werden ſelbe de liefert! werdend keichnete geladen Frie dohnen, ſchoͤne waren, mann, ienſchen, u. Gar unf Uhr Sonne okt ſich in den glücklich e liegen che ſitzen b ſie ge⸗ icht' ich: n, wenn 5 » manere au, und zun man d Streit en Geld⸗ ch: Wer 8 ſſe ſich dern, da wenn er ſſen und d in die u Walde Bündel kam ins u meinen zu ſehen. rde unter mit den war bei her, als tien Ta⸗ ttags 10 à die zur igen N an die — 125— Wenigſtnehmenden, verſteigert werden. fl. kr. Edictalladung. Maurerarbeit beträgt nach dem Voranſchlag 6102 21(426) Das in den Gemarkungen von Melbach 5 iy 1 7 92 850 a 8 8 0 Sleinhauerarbeit„, 7 1173 28 Wiſſelsheim, Schwalheim, Heyenheim und Rödchen Zimmerarbeit W e, 1926 47; 5 1 Dachdeckerarbeit 10 601 30 gelegene, in ungefahr 420 Morgen beſtehende ſ. g. von Sch reinekafi ee 5 1851 33 Mederiſche Gut, war früherhin dem vormals reichs— Schloſſerarbeit N 7 1762 41 unmittelbaren Hauſe Solms-Braunfels gehörig, wurde Glaserarbeit n 7 336 33 aber vor vielen Jahren von dem Herrn Grafen Wil— Weisbinderarbeit F 0 901 33 helm Moritz zu Solms dem verlebten geheimen Rath 77 77 77 77 0 4 J il 4 8 L Spenglerarbeit:„% 1 229 48 von Meder käuflich überlaſſen. Des Letzteren Erben Zuſammen 14,886 24 Pläne, Voranſchlag und Steigbedingungen liegen auf dem Büreau des unterzeichneten Kreisbaumeiſters zur Einſicht offen. Nidda den 9. April 1838. Der großh. heſſ. Kreisbaumeiſter Süffert. Gläubiger⸗ Aufforderung. (390) Johann Valentin Jordan von Holz⸗ hauſen beabſichtigt nach Bonames im Frankfurtiſchen auszuwandern. Rechtsanſprüche an denſelben ſind binnen drei Monaten bei großh. Landgerichte Gros— karben anzumelden, gegenfalls die Entlaſſungsurkunde ertheilt werden wird. Friedberg den 6. April 1838. Der großherzoglich heſſiſche Kreisrath des Kreiſes Friedberg. Küchler. Gläubiger⸗ Aufforderung. (402) Heinrich Heppner II. von Stammheim beabſichtigt mit Familie nach Eichen auszuwandern. Rechtsanſprüche an denſelben ſind binnen drei Mo— naten bei großh. Landgericht Groskarben anzumelden, gegenfalls die Entlaſſungsurkunde ertheilt werden wird. Friedberg den 3. April 1838. Der großh. heſſ. Kreisrath des Kreiſes Friedberg. In Verhinderung: Dr. Cameſasca. Bekanntmachung. (421) Montag den 30. d. M., Morgens 9 Uhr, werden auf Koſten des früheren Steigerers, da der— ſelbe den erſtandenen Saamen im Termin nicht ge— liefert hat, 23 Pfund Ahorn-Saamen und 3318„ Kiefern⸗Saamen an den Wenigſtnehmenden unter den bekannt gemacht werdenden Bedingungen auf dem Bureau des Unter— zeichneten verſteigert, wozu Liebhaber hierdurch ein— geladen werden. Friedberg den 18. April 1838. Der großherzoglich heſſiſche Kreisrath des Kreiſes Friedberg. Küchler. haben in neuerer Zeit/ jenes Guts an Johannes Filius, Johannes Heun und Conſorten zu Melbach verkauft und es iſt die gerichtliche Beſtätigung des deßfallſigen Kaufbriefes nachgeſucht worden. Da es indeſſen zweifelhaft erſcheint, ob jenes Gut früherhin ein eigentliches Stammgut geweſen, und ob noch Agnaten des Hauſes Solms-Braunfels vorhanden ſind, deren Vorfahren in den oberwähn— ten Verkauf an den geheimen Rath v. Meder nicht eingewilligt haben, es jedoch, bevor die gebetene Confirmation mit Rechtsbeſtand erfolgen kann, zu wiſſen nöthig iſt, ob etwa noch von irgend einer Seite die Stammgutseigenſchaft des mehr erwähnten Gutes behauptet werden wolle, ſo werden alle, welche dies zu thun, ſonach die frühere Veräußerung annoch anzufechten willens ſeyn ſollten, andurch aufgefordert, ihre deßfallſigen Anſprüche ſogewiß binnen 60 Tagen in geeigneter Weiſe geltend zu machen und wie ge⸗— ſchehen nachzuweiſen, als ſonſt Verzicht darauf unter⸗ ſtellt und dem jetzt ausgefertigten einſtweilen nur unter Vorbehalt allenfallſiger agnatiſcher Anſprüche confirmirten Kaufbriefe, die gebetene unbedingte richterliche Beſtätigung ertheilt werden wird. Friedberg den 11. April 1838. Großh. heſſiſches Landgericht Hofmann. rene (432) Montag den 30. April 1838, Morgens 9 Uhr, ſoll in hieſigem Rathhaus die Begraſung ſämmtlicher Allmeyen und die Begraſung des Stadt— hofs, des Judenbegräbniſſes, der Raine an den Chauſſeen, des Reutgrabens, des Stadtſchreiberei— grabens in 7 Stück, des Mühlgrabens, 7 Stück im Seergraben, des großen und kleinen Wildkauts⸗ grabens, des Wegs am Holzpförtchen, des Ring⸗ grabens, des Allerwegs, des großen und kleinen Schützenrains, des Wegs an der Langgaſſe und Barbaragaſſe, eines Stuͤcks am Wehr, 37 Ruthen an der Uſa, eines Stücks zwiſchen den Brücken, der Wege in der Burggemarkung, des Bleichbergs, der Wege in der friedberger Feldgemarkung, des ſtumpfen Grabens, des Diebswegs, des Lachenwegs und des Taubenrains öffentlich meiſtbietend auf dieſes Jahr verpachtet werden. Friedberg den 18. April 1838. Der Bürgermeiſter D. Fritz. 1 Arbeits-Verſteigerung. (431) Dienſtag den 1. Mai, Vormittags 10 Uhr, ſollen in Borsdorf in dem Wirthshauſe daſelbſt: I. die zur Vergrößerung des daſigen Friedhofs nö⸗ thigen Arbeiten und Materiallieferungen öffentlich an den Wenigſtnehmenden verſteigert werden. Die Maurerarbeit beträgt nach dem Voran⸗ ſchlag 537 fl. 23 kr. II. Die zur Einrichtung des Gemeinde⸗Brauhauſes, zur Schulſcheuer mit Stallung nöthigen Arbeiten und Lieferungen deßgleichen. Die Maurerarbeit beträgt nach dem Voranſchlag 134 fl. 5 kr. „ Zimmerarbeit 78 fl. 32 kr. „ Dachdeckerarbeit 47 fl. 28 kr. „ Schreinerarbeit 41 fl.— kr. „ Schloſſerarbeit 23, fl. 22 kr. Zuſammen 324 fl. 27 kr. Zeichnungen, Voranſchläge und Steigbedingun⸗ gen liegen auf dem Büreau des Unterzeichneten zur Einſicht offen. Nidda den 17. April 1838. Der großh. heſſ. Kreisbaumeiſter Süffert. Bekanntmachung. (450) Folgende, zu dem Nachlaſſe des Conrad Junghans gehörigen Weine, nämlich: 1) circa 4½ Ohm 1835 9 2 Ohm 1833xr, 3) 10 Ohm 1831r, 4)„ ½ Ohm 1825r, 5)„ 4½ Ohm 1834r, 65ͤ/ Ohm 1822, 7)„ ½ Ohm Mallaga, ſodann 8)„ ½ Ohm und 12 Flaſchen Rum ſollen Montag den 7. Mai, Vormittags 10 Uhr, in dem Gaſthauſe des Herrn Joutz zu Butzbach öffentlich verſteigert werden. Die Proben können bei der Verſteigerung und auch eine Stunde vorher im Keller ſelbſt genommen werden. Friedberg den 24. April 1838. Großherzogl. heſſiſches Landgericht Hofmann. Maurer- und Pflaſterarbeits-Ver⸗ 5 ſtei gerung. (451) Freitag den 4. Mai, des Mittags um 12 Uhr, ſollen die durch die Errichtung eines Wegs nach dem hieſigen Todtenhofe nothwendig werden— den Maurer- und Pflaſtrerarbeiten, unter den vor der Verſteigerung eröffnet werdenden Bedingungen an den Wenigſtverlangenden in Accord gegeben werden. Stammheim den 24. April 1838. Der großh. Bürgermeiſter Eckhold. Frucht- Verſteigerung. (452) Nächſtkommenden Montag den 30. April, Morgens 8 Uhr, ſoll auf dem Gemeindehaus zu Niedermörlen ungefähr 15 Malter Gemeindekorn gegen gleich baare Zahlung verſteigert werden. Die großh. Bürgermeiſter und Beigeordneten wer⸗ den erſucht, vorſtehende Verſteigerung in ihren Ge⸗ meinden veröffentlichen zu laſſen. Niedermörlen den 25. April 1838. Der großh. heſſ. Bürgermeiſter Dey. Arbeits-Verſteigerung. (453) Künftigen 14. Mai, Nachmittags um 1 Uhr, ſoll eine, à 45 fl. voranſchlagte, Reparatur an der Kirchenorgel zu Florſtadt veraccordirt wer⸗ den. Diejenigen Herren Orgelbauer, welche ſolche zu übernehmen Luſt haben, wollen ſich am beſagten Tage in hieſiger Bürgermeiſterei einfinden. Florſtadt den 26. April 1838. Ebenau, Pfarrer. Frucht⸗Verſteigerung. (454) Donnerſtag den 17. Mai d. J., des Vor⸗ mittags 10 Uhr, werden von den vorigjährigen hieſigen Domanialfrüchten 117 Malter Korn, 25„ Waizen, 75„ Gerſte und 58„Hafer unter den bekannten Bedingungen auf dem hieſigen Rathhaus meiſtbietend verſteigert. Reichelsheim den 24. April 1838. Herzoglich naſſauiſche Receptur Hehner. Edicetal la du n g,. (455) Der Georg Zittinger I. zu Höchſt a. d. Nidder hat ſeine Inſolvenz angezeigt. Es werden daher deſſen ſämmtliche, ſowohl be⸗ kannte als unbekannte Gläubiger zur Anzeige und Richtigſtellung ihrer Forderungen ſowie zum Ver⸗ ſuche der Güte auf Dienſtag den 22. Mai, Vormittags 9 Uhr, hierher unter dem Rechtnachtheile vorgeladen, daß bei einem etwa zu Stande kommenden Arrangement die bekannten Gläubiger als der Stimmenmehrheit beigetreten angeſehen, die unbekannten aber bei Er⸗ ledigung der Sache unberückſichtigt bleiben werden. Groskarben den 23. März 1838. Großh. Heſſ. Landgericht daſelbſt Muhl. Edictalladung. (456) Ausweislich des Hypothekenbuches der Ge⸗ meinde Niedermörlen entliehen Peter Eckmeier und Ehefrau daſelbſt unter Verpfändung ihrer Hofraithe und eines Ackers, ein Kapital von 400 fl. bei Ja⸗ cob Rübſamen, ledig zu Butzbach. Es wird behauptet und iſt wahrſcheinlich, daß dieſe Hypothek ſchon längſt abgetragen worden; da ſie aber zur Löſchung nicht mehr beigebracht werden kann, ſo werden alle, welche darauf und aus jener Verpfändung Anſprüche bilden wollen, andurch aufgefordert, ſolche ſogewiß bei dem Fehucgen und der ſonſten d. deſſen, In Röde Ulter d werdend fauft w Ockf (4595 9 Uhr, Speich unter! Frucht Speiche öffentlie Lau ſieſigen Neteptut ſt a, d. vohl be; eige und um Ver⸗ Uhr, en, daß ingement mehrheit bei Et⸗ werden. daſelbſt der Ge⸗ feier und Hofraithe bei Ja⸗ behauptet hek ſchon Löſchung rden alle, Anſprüche e ſogewiß i binnen 6 Wochen hier anzuzeigen, als ſonſt die ge⸗ dachte Schuldurkunde für mortificirt erklärt und der Eintrag in den Hypothekenbüchern geloſcht wer— den wird. Friedberg den 11. April 1838. Großh. heſſiſches Landgericht Hofmann. Aufforderung. (457) Am 6. Februar d. J. iſt die Wittib des gräflichen Hofgärtners Wilhelm Zentgräf von hier, Helene, geborne Pfeiffer aus Freiburg, ohne Leibeserben mit Hinterlaſſung eines gerichtlich deponirten Teſtaments verſtorben. Da ihre Inteſtaterben auf dem gewöhnlichen Weg nicht zu ermitteln ſind, ſo werden dieſe, ſo wie alle, welche Rechtsanſprüche aus irgend einem Rechtsgrund an den Nachlaß der Wittib Zentgräf zu machen haben, hierdurch aufgefordert, ſich um ſogewiſſer Freitag den 1. Juni, Vormittags 9 Uhr, bei dem unterzeichneten Gerichte anzumelden, be⸗ ziehungsweiſe ihre Anſprüche geltend zu machen, und der Teſtaments-Eröffnung beizuwohnen, als ſonſten darnach dieſes Teſtament eröffnet und nach deſſen Inhalt über den Nachlaß verfügt werden wird. Rödelheim den 19. April 1838. Großh. heſſ. graͤfl. ſolmſ. Landgericht Dr. Buff, Landrichter. Frucht⸗Verſteigerung. (458) Donnerſtag den 3. Mai, des Morgens um 10 Uhr, ſollen in dem dahieſigen, vor dem herrſchaftlichen Garten gelegenen Wirthshauſe, von dem diesherrſchaftlichen 1837r. Frucht⸗Vorrathe abermals a 50 Malter Waizen, 150„ dern, 100„ Gerſte und 100„ Hafer unter den vor der Verſteigerung bekannt gemacht werdenden Bedingungen an den meiſtbietenden ver⸗ kauft werden, welches andurch bekannt macht. Ockſtadt am 22. April 1838. Die hochfreiherrlich v. francken⸗ ſteiniſche Rentei daſelbſt. Frucht⸗Verſteigerung. (459) Montag den 7. Mai d. J., Vormittags 9 Uhr, ſollen auf dem hieſigen gräflichen Rentei⸗ Speicher— 2 bis 300 Malter Waizen unter den Bedingungen, wie ſolche auch bei den Frucht⸗Verkäufen auf den großherzogl. Rentamts⸗ Speichern angenommen ſind, an die Meiſtbietenden oͤffentlich verſteigert werden. Laubach am 18. April 1838. Die gräfliche Rentei-Verwaltung Heiniz. 4 Holz-Lieferung. (460) Donnerſtag den 10. Mai l. J., des Vor⸗ mittags um 9 Uhr, ſoll in meiner Wohnung dahier die Lieferung von 450 Stecken Scheitholz, welche für die Marienſchloſſer Anſtalt nöthig ſind, öffent— lich an den Wenigſtnehmenden verſteigert werden. Ich bringe dieſes mit dem Bemerken dem Publikum zur Kenntniß, daß derjenige, welcher bei der Ver⸗ ſteigerung mitbieten will, vorher nachzuweiſen hat, eine Caution von 1000 fl. ſtellen zu können. Marienſchloß den 23. April 1838. Funk. Arbeits- Verſteigerung. (461) Künftigen Montag den 7. Mai l. J., des Vormittags um 10 Uhr, ſollen in der Geſchäfts⸗ ſtube des Unterzeichneten die Arbeiten zur Erbauung einer katholiſchen Kirche dahier an den Wenigſt⸗ fordernden vergeben werden. Die Voranſchläge, Zeichnungen und Steigbe⸗ dingungen liegen den Steigliebhabern auf erwähn⸗ ter Geſchäftsſtube zur Einſicht offen. Unter den untenſtehenden Summen ſind die Mauerſteine, Sand und Kalk, ſowie der größte Theil der Werkſtücke für den Steinhauer nicht mit⸗ begriffen, da dieſelben größtentheils ſchon vorhan⸗ den ſind. Die Maurer- und Steinhauerarbeit ſoll noch in dieſem Jahre ſo weit wie möglich, in künftigem Sommer aber die Kirche unter Dach gebracht werden. Die Steigliebhaber haben ihre Atteſtate, daß ſie Caution leiſten können, mit zu bringen, ſo wie denn auch nur die angenommen werden, welche geprüft, oder ſchon vor dem Jahr 1828 Meiſter waren. Die Arbeiten betragen: fl k Maurerarbeit 2880 13 Steinhauerarbeit 2482 19 Zimmerarbeit 3663 59 Dachdeckerarbeit 1606 12 Schreinerarbeit 973 42 Schloſſerarbeit 1379 25 Glaſerarbeit 632 16 Weisbinderarbeit 1418 26 Gießen den 24. April 1838. Der großh. heſſ. Provinzialbaumeiſter Hofmann. Bekanntmachung. (462) Montag den 30. April d. J., Morgens um 9 Uhr, ſoll zu Reichelsheim auf dem Rathhauſe ein der Gemeinde zugehörender Faſſelochs, welcher ganz fett und zum Schlachten geeignet iſt— und ein Faſſeleber, ein Jahr alt, meiſtbietend verſteigert werden. Reichelsheim den 25. April 1838. Der herzogl. Oberſchultheis Gros. NN „ f Privat-Bekanntmachungen. Für Auswanderer nach Nordamerika. (463) Auf Veranlaſſung eines hier ausgebreite— ten falſchen Gerüchtes, rückſichtlich der durch meine Vermittlung des Hru. C. Traub in Bremen nach Neu⸗Orleans übergeſchifften Auswanderungs-Geſell⸗ ſchaft, Gröninger von Ockſtadt und Schütz von Oberwollſtadt ꝛc. betreffend, daß dieſelbe nicht kon⸗ traktmaßig behandelt worden ſeyen, erlaube ich mir, das im vorigen Jahre erhaltene nachfolgende Atteſt, welches im Original bei mir einzuſehen iſt, dem Publikum wiederholt mitzutheilen. Die unter Direction des Hen. Georg Heß im Auguſt von Friedberg in der Wetterau zur Aus— wanderung nach den Vereinigten Staaten abreiſete, aus 140 Perſonen beſtandene Geſellſchaft, welche ſich am 2. September in Bremen einſchiffte, am folgenden Tage auf dem Briggſchiffe Neptun, Cap. Hilken, ſchon außer Communication mit dem feſten Lande war, am 5. Sept. abſegelte und am 5. Nov. glücklich in Baltimore anlangte, hat mit dem am 24. Dec. wieder auf der Weſer eingetroffenen ge— nanntem Schiffe, folgendes Inſerat eingeſandt. Alſtatze ſſt⸗ Wir die unterzeichneten Familienhäupter und alle, als Theilnehmer einer unter Direction des mitunterzeichneten Georg Heß aus Bleichenbach ge— bildeten Geſellſchaft Auswanderer aus dem Großherz. Heſſ. zur Ueberſchiffung nach den Vereinigten Staa⸗ ten von Nordamerika fühlten uns, im Begriffe un⸗ ſer Vaterland zu verlaſſen, gedrungen, auf ſchrift⸗ liche hierdurch den Hrn. Chr. Hecht in Friedberg mit dem wir zu unſerer völligen Zufriedenheit, un- ſere Ueberfahrts-Contrakte als Agent des Beeidigten Schiffsmäklers Hrn. Carl Traub in Bremen ab—⸗ ſchloſſen, ſo wie dieſem unſere Dankbezeugung zu hinterlaſſen, fuͤr die Buchſtäbliche, treue Erfüllung unſerem Contracte nicht allein, ſondern auch ſowohl für die freundliche, gutmüthige Aufnahme und ord— nungsmäßige Beförderung als fuͤr die Auswahl ſchöner gekupferter, ſchnellſegelnder, möglichſt bequem eingerichteter und mit guten reichlichen Lebensmitteln verſehenen Schiffen. Wir halten uns daher ver⸗— pflichtet, unſern uns in die vereinigten Staaten nach— folgenden Landsleuten dringend anzuempfehlen ſich für ihre Ueberſahrt der Vermittlung der genannten Hru. Carl Traub in Bremen und Ehr. Hecht in Friedberg zu bedienen. Bremerhafen, am Bord des Bremer Briggſchiffes Neptun am 3. Sept. 1837. Als Vorſteher der Geſellſchaft: Georg Heß. Philipp, Fiſcher ans Okarben. Peter Hartmann. Philipp Fauerbach a. Okarben. Philipp Wörner v. Langendiebach. —— Als fernere Widerlegung ſolcher lügenhaften Beſchuldigungen, könnte ich noch ſehr viele Beweiſe von Rechtlichkeit unſerer Geſchäftsführung anführen, wenn ich dies nicht für überflüſſig hielte. Da mir ſchon ſeit Jahren dieſe Auswanderungs-Expdition anvertraut iſt und Tauſende von Perſonen nach ihrer Zufriedenheit übergeſchifft wurden, ſo glaube ich hier mit dieſem, obiger Geſellſchaft aus Bremer⸗ hafen hier eingetroffenen aasgedachten lügenhaften Schreiben, welche ſich bekannte Leute ſehr bemühen durch falſche Zuſätze zu verbreiten, hinreichend ent⸗ gegnet zu haben, Ein Unredlichdenkender, der ſeine letzten Fußtapfeu von ſeinem Vaterlande tritt, um ſie mit einer vielleicht erkauften Lüge zu bezeichnen, über deren Unwahrheiten ſeiner Entfernung wegen nicht mehr zur Verantwortung gezogen werden kann, wird wahrlich weder unſern guten Ruf noch unſer Geſchäft zu beeinträchtigen im Stande ſeyn. Friedberg den 24. April 1838. Chr. Hecht, Agent der Seeſchifffahrt von Bremen nach Nordamerika. (405) 400 Gulden liegen in dem hieſigen evangeliſchen Kirchenfonds zum Ausleihen bereit. Rodheim den 10. April 1838. Finck, Pfarrvikar. J. Fuͤrth in Friedberg Metzgergaſſe Nro. 195. (414) empfiehlt ſich mit ſeinen aufs Neue aſſortirten Rode-Waaren, beſtehend in einer großen und ſchönen Auswahl Stroh⸗ hüten, und zwar Kinderhüten à 45 kr., Mädchen⸗ hüten à 1 fl. 30 kr. und Frauenhüten à 1 fl. 45 kr., 2, 3 und 4 fl. das Stück, ſowie in Blumen, Mode⸗ und Gürtelbandern, Schälchen, ſeidenen Taſchen, Bronze-Waaren, Handſchuhen in allen Arten, ſeidene à 35 kr. das Paar, Strohkappen zu 10, 20 und 30 kr. das Stück, Herrn- und Knabenhüten dc. Vortheilhafte Einkäufe ſetzen mich in den Stand meine verehrlichen Abnehmer aufs Billigſte zu be— dienen, und bitte ich daher um geneigten Zuſpruch. Ka z it ade ee (443) Die Gemeinde Stockheim bei Büdingen beabſichtigt ein Kapital von 3 bis 4000 fl. zu einem billigen Zinsfuße und gegen mehr als hinlängliche Sicherheit aufzunehmen. Das Nähere erfährt man in der daſigen Bürgermeiſterei.— Pfänder- Renovation. (444) Alle in dem hieſigen Pfandhaus ſtehenden Pfänder, welche die Verfallzeit erreicht haben, müſſen in Zeit vier Wochen, von heute an, eingelöſt oder rendvirt ſeyn, anſonſten ſie zum Verkauf ausgeſetzt werden; bemerkt wird, daß die Einlöſung ſo wie die Renovation nur an den von der Armencom- Steil Zahlung Ba (468) jährigen haus wi. verehrte anzuzeig daß ich seither! werde. 20. Apt monie Nau 469) en en ud e ent⸗ et ſei e It emüh um eichnen wegen kann, unſer yortirten Stroh⸗ ladchen . 45 fr., „Mode Taſchen, ſeidene udingen zu einem längliche rt man tehenden „ müſſen oͤſt oder geſetzt ſo wie mencom⸗ — 129— miſſion beſtimmten Tagen: Montag, Mittwoch und Samſtag, geſchehen kann. Friedberg am 19. April 1838. Namens der Pfandhausverwaltung Faatz, Ein bejahrtes lediges Frauenzimmer (464) oder auch eine kinderloſe Wittwe, kann dei einer honetten bürgerlichen Familie in Frank⸗ furt a. M. gegen billige Vergütung ein bequemes moͤblirtes Zimmer, Koſt und auch Bedienung haben. Diejenige Perſon, welche ſich zu dieſer Familie be⸗ geben wird, hat in jeder Beziehung die humanſte Behandlung und bei eintretenden Krankheitsfällen einer ordentlichen Verpflegung ſich zu erfreuen; wird auch geachtet und behandelt als wenn dieſelbe wirklich ein Glied jener Familie wäre. Näheres ertheilt Joh. Heinr. Fern, Geld- und Immobilien-Commiſſtons-Büreau in Frankfurt a. M. Verpachtung. (465) Montag den 30. J. M., Morgens 8 Uhr, ſoll das Gras in dem freiherrl. Rauiſchen Garten, das Roſenthal vor dem Uſerthore, auf dieſes Jahr in meiner Wohnung an den Meiſtbietenden ver- pachtet werden. i Friedberg den 24. April 1838. Vermöge Auftrags der freiherrl. Rauiſchen Rentei Beyenheim A. Eich. Zum Ausleihen. (466) In der Kirchenkaſſe zu Steinbach liegen 300 fl. Kapital gegen doppelten Güterinſatz zum Ausleihen bereit. Steinbach am 20. April 1838. Kromm, Kirchenrechner. Heu- Verſteigerung. (467) Dienſtag den 8. Mai d. J., Vormittags um 10 Uhr, ſollen auf dem Rathhauſe zu Vilbel circa 180 Centner Heu öffentlich gegen gleich baare Zahlung an Meiſtbietende verſteigert werden. Seibert, Kreisbote. Bade- Wirthſchaft zu Nauheim (468) Daß mir während der Dauer der dies⸗ jährigen Badezeit die Wirthſchaft in hieſigem Bade⸗ haus wieder überlaſſen iſt, verfehle ich nicht, meinen verehrten Gönnern und Freunden hiermit ſchuldigſt anzuzeigen, wobei ich mir die Bemerkung erlaube, daß ich durch prompte und billige Bedienung die ſeither genoſſene Zufriedenheit mir zu erhalten ſuchen werde.— Zugleich lade ich zu der Sonntag den 29. April im hieſigen Kurhauſe ſtattfindenden Har⸗ monie⸗ und Tanzmuſik hiermit hoͤflichſt ein. Nauheimer-Teichhaus d. 25. April 1838. Henkel. Unberegnete Säegerſte (469) hat zu verkaufen in Friedberg J. L. Rappolt. Waaren⸗ Empfehlung. (470) Meinen hieſigen und auswärtigen Bekannten mache ich die ergebene Anzeige, daß ich eine be— deutende Auswahl von Damen-, Mädchen-, Herrn⸗ und Knaben-Hüte, wie auch Knaben-Kappen er— halten habe. So wie auch Blonden, ſchwarze und weiße Spitzen zu allen Preiſen, Flor-Taffet⸗Bän⸗ der in neueſten Deſſiuns. Glace-, ſeidene und baumwollene Herrn- und Damen-Handſchuhe, ge—⸗ ſtickte und faconirte Chemiſetten nach dem neueſten Geſchmack, Herrn-Krägen, Chemiſetten und Cravatten, ferner alle Arten Broſche, Schnallen, Uhrketten, und alle in dieſen Artikel einſchlagende Gegenſtände. Da ich ſtets das Neueſte und Geſchmackvollſte zu liefern verſpreche, hoffe ich mich eines recht zahl⸗ reichen Zuſpruchs zu erfreuen. Wilhelm May Ein vollſtändiges Logis (471) im zweiten Stock hat zu vermiethen Heinrich David Herold, Schuhmachermeiſter. Mayer J Hirſch (472) empfiehlt zur geneigten Abnahme— nebſt vielen neuen friſcherhaltenen Waaren— eine be⸗ deutende Auswahl in ächten feinen franzbö⸗ ſiſchen Cattunen und Percals in den neueſten eleganteſten Muſtern, ferner ſehr ſchöne Mousse- lin de Laine, moderne Zeuge zu weißen Kleidern, % und ¼große Sommer⸗Shävlchen in Mousselin Laine und Seide, Tartan Shavuls. Durch vor⸗ theilhafte und ſorgfältige Einkäufe, ſowie durch gute Waare hofft er im Stande zu ſeyn, ſeine geehrten Abnehmer zu deren völligen Zufriedenheit zu bedienen. Schwalheimer Mineralbrunnen. (473) Sonntag den 29. und Montag den 30. April d. J., wird das Schwalheimer Kirchweih— feſt am hieſigen Mineralbrunnen gefeiert, wozu der Unterzeichnete ſeine verehrten Gönner und Freunde mit der Verſicherung höflichſt einladet, daß er für gute Speiſen und Getränke, prompte Bedienung und namentlich durch Kaicher Muſik beßtens ſor⸗ gen werde. Schwalheimer Brunnend. 26. April 1838. Henkel. Nr. 10 des Intelligenzblattes v. d. Jahre (474) wird zu kaufen geſucht.. a auf der breiten Straße in Friedberg. Geſchäfts-Empfehlung. (475) Unterzeichnete beehrt ſich hiermit ergebenſt anzuzeigen, daß ſie das von ihrem Manne betrie⸗ bene Geſchäft, die Steindeckerei, fortbetreiben wird, und empfiehlt ſich zu gütigen Aufträgen. Friedberg. Elifabetha Marbachs Wittib. Holzverſteigerung in dem freiherrlich von Rothſchildiſchen Walddiſtrikt Altenberg bei Rodheim. (476) In dem genannten Walddiſtrikt ſollen Don⸗ 180 nerſtag den 3. Mai 1838 nachfolgende Holzſortimente öffentlich meiſtbietend veſteigert werden: 1) 35 Stecken birken Prügel holz, 2 1% Saalweiden 3) 6950 birken und eichen Wellen, 4 104 Stück birken Nutzholzſtangen, 5) 2075 Reifſtecken. 8 Die Zuſammenkunft iſt Morgens 8 Uhr an dem Weg von Rodheim nach Okarben. Okarben den 25. April 2838. Hilgenreiner. Bei C. Bindernagel iſt zu haben: Roſenlächer, F. J., Chriſtus iſt mein Leben, Sterben mein Gewinn! 64 Erzählungen aus dem Leben gottergebener leidender und ſterbender Chriſten. Zum Troſte unſerer lieben kranken und ſterbenden Mitchriſten geſammelt und herausgegeben. 3. Auflage. Landshut. 1837. Palm. 36 kr. Ohm, Dr. M., Lehrbuch für den geſammten mathematiſchen Elementar-unterricht an Gymnaſien, höhern Bürger- und Militair⸗Schulen. Zweite, durchgeſehene und mit Anmer⸗ kungen und Noten vermehrte Auflage. Mit einer Figu⸗ ren⸗Tafel. Leipzig. 1837. Volckmar. 1 fl. 9e. Lüben, A., methodiſche Anweiſung zum Unterricht in der Thierkunde und Anthropologie. Nach naturgemäßen Grundſätzen für gehobene Volksſchulen, Bürgerſchulen, Berufsſchulen, Schullehrer-Seminarien und Gymnaſien. Berlin. 1836. Plan. 2 fl. 24 kr. Falkmann, Ch. F., ſtyliſtiſches Elementarbuch oder erſter Curſus der Stylübungen, enthaltend eine kurze Anleitung zum guten Styl, eine große Anzahl Aufgaben ſowohl zu einzelnen Vorübungen, als auch zu Beſchreibungen, Er⸗ zählungen, Abhandlungen, Briefen und Geſchäftsaufſätzen aller Art, nebſt einer Reihe Beilagen über Grammatik, Titulaturen ꝛc., für Anfänger im ſchriftlichen Vortrage und zur Selbſtbelehrung beſtimmt. 1 fl. 12 kr. Die achte Auflage des 5 Converſations⸗Lexikons, die aus zwölf Bänden beſteht, und im Jahre 1837 beendigt wurde, iſt fortwährend zuden pränumeratlonspreiſen von 28 fl. 48 kr. für die Ausgabe auf weißem Druckpapier, 43 fl. 12 kr. für die Ausgabe auf gutem Schreibpapier, 64 fl. 48 kr. fur die Ausgabe auf extrafeinem Velinpapier, durch C. Bindernagel zu beziehen. Sollte Jemand die einzelnen Bände nach und nach zu erhalten wünſchen, ſo iſt derſelbe in den Stand geſetzt, dieſelben in ſolchen Terminen wie ſie dem Abnehmer am beſten paſſen, in einem neuen Abonnement zu liefern, wo dann der Band auf Druckpapier 2 fl. 24 kr. rh., auf Schreibpapier 3 fl. 36 kr. rh., auf Velinpapier 5 fl. 24 kr. rh. koſtet. 5 — Schillers Werke. Als Antwort auf die vielen Anfragen Derjenigen, welche die Güte hatten bei mir auf Schillers Werke, neue Taſchen⸗Ausgabe, zu ſubſcribiren, ohne bis jetzt die Exemplare erhalten zu haben, bitte ich folgenden an mich gerichteten Brief der Verlagsbuchhandlung anzuſehen. Stuttgart den 7. April 1838. Die von Ihnen beſtellten Cxemplare von Schillers Werken, neue Taſchen⸗Ausgabe, bedauern wir, nicht ſogleich expediren zu können, indem der zu große Andrang von Be⸗ ſtellungen auf dieſe Ausgabe unſern Vorrath für den Augen⸗ blick erſchöpft hat. Es ließ ſich dieſer Fall leicht vorausſehen, und wir haben deßhalb zu gehöriger Zeit Anſtalten zu einer neuen, noch ſtärkern Auflage getroffen: doch war es rein un⸗ möglich, die erſte Lieferung hievon ſchon in dieſem Monat fertig zu bringen. Wenn wir Sie nun hiemit verſichern, daß wir dieſelbe im Laufe des nächſten Monats liefern, ſo glauben wir Sie und Ihre Kunden aufs Beſte beruhigt. Die ganze Anzahl beſtellter Exemplare ſenden wir ſogleich an Sie ab, ſobald die erſte Lieferung fertig geworden, ohne daß Sie nöthig haben, uns daran zu erinnern. J. G. Cotta'ſche Buchhaudlung. Alle bis jetzt bei mir eingegangenen Subſcriptionen auf dieſe billige Ausgabe von Schillers Werken ſind notirt und werden nach Eingang der Exemplare augenblicklich effek— tuirt werden.— 1 2 Wer etwa noch geneigt ſeyn ſollte, dieſer Subſerip⸗ kion ſich anzuſchließen, den erſuche ich um baldige Mitthei⸗ lung, da die Wahrſcheinlichkeit vorhanden iſt, daß ein erhöhe— ter Ladenpreis eintritt. Friedberg. Carl Bindernagel. Fruͤchte⸗Preiſe hier in Friedberg: Waizen: 11 fl.— kr. Korn: 8 fl. 40 kr. Gerſte: 7 fl.— kr. Hafer: 4 fl.— er. Erbſen:— fl.— kr. Früchte⸗Preiſe zu Frankfurt, am 23. April: Waizen: 9 fl. 55 kr. Korn: 8 fl.— kr.— Gerſte: 6 fl. 32 kr. 5 Hafer: 4, fl.— kr. Erbſen:— fl.— kr. Fruͤchte⸗Preiſe zu Mainz, am 20. April: Walzen: 9 fl. 58 kr. Korn: 8 fl. 16 kr. Gerſte: 6 fl. 4 kr. 5 Hafer: 3 fl 55 kr. Erbſen:— fl. 5 Polizei⸗Taxe fuͤr die Städte Friedberg und Butzbach vom 30. April bis 5. Mai 1838. pf Brod P reiſe. Friedberg Butzbach. kr. pf kr pf. 1 Leib⸗Roggenbrod 3 1 3 1 2 7. 7 6 2 6 2 „ 1 12 12 3 5 Loth Loth. Milchbrod 114 114 — Waſſerweck 1 11— Gemiſchtes(Tafel-) Brod 1111 Fleiſch-Preiſe. 5 pf. 5 1 Ochſenfleiſch e 1 „ Kühfleiſch 3 82 „ Rindfleiſch 89 2 8— „ Kalbfleiſch 6— 5 „ Schweinenfleiſch„5 „Hammellleiſch 5 1 8 1 „ Wurſt von blos Schweinen 144— 144— 67 Gemiſchte Wurſt 10— 10— „ Bratwurſt 15— 15— „ Schwartenmagen 161— 46 „ Geräucherter Speck 22:2- 7 Schinken 15—— 15— „ Doörrlleiſch 16— 16— „ Schweinenſchmalz, ausgelaſſen 20— 20— „ 5 dito unausgelaſſen 19— 18— „ Nierenfett 18— 18— „ Hammelsfett 16 16 Der gr. heſſ. Kreisrath d. K. F. Küchler. Gedruckt und verlegt unter Verantwortlichkeit von Carl Bindernagel in Friedberg. volſtande Fri Auszut 1. E * 10 Es sol berg, e 2 Die 10, 8 1 3) Preiſe welche zu 4) Für K ſelbſtetzo 0) Wege keine P. ſind für 1) Die 9 Aus haber⸗J angekau linge ſüi werden, falls hi.