Urgers y. Regierung ge aten Juſſ gen Bürge Zuͤrgers u detha Ju Jakob Ju Intelligenzblatt für die Jrovinz(Dberhes sen im Allgemeinen, den Kreis Friedberg und die angrenzenden Bezirke im Beſonderen. ä— V 21. Sonnabend, den 26. Mai 1833. 1 Amtlicher Theil. Der großherzoglich heſſiſche Kreisrath des Kreiſes Friedberg an ſaͤmmtliche großh. Bürgermeiſter des Kreiſes. Betreffend: Die nach geſchehener Loosziehung zur nächſten Muſterung verwieſenen Militärpflichtigen. Von Höchſten Orten iſt beſtimmt worden, daß nicht nur diejenigen Militärpflichtigen, welche bei er Muſterung als tauglich, oder zweifelhaft untauglich mitgelooſ't haben, von dem Rekrutirungsrath aber fir temporär untauglich erkannt worden ſind, ſondern auch diejenigen Militärpflichtigen, welche ein Marſch⸗ bos gezogen haben, jedoch nach F. 127 Abſatz 3 der Verordnung vom 30. April 1831, betreffend die bollziehung des Rekrutirungsgeſetzes, für zweifelhaft untauglich erklärt und deßhalb zur nächſten Muſte⸗ zung verwieſen werden, bei der Muſterung des nächſtfolgenden Jahres nochmals mitzulooſen haben. Auch ſiejenigen Militärpflichtigen, welche bei der Muſterung ein Loos gezogen haben und bei der unmittelbar auf lie Loosziehung folgenden ärztlichen Unterſuchung der erſten zwei Fünftheile(§. 55 der Verordnung vom 70. April 1831) für temporär untauglich erklärt und deßhalb zur nächſten Muſterung verwieſen worden ſud, haben bei dieſer, unter Vorausſetzung ihrer Tauglichkeit, an der Loosziehung wieder Theil zu nehmen. Hiervon ſetze ich Sie mit dem Bemerken in Kenntniß, daß auch bezüglich der von der 18371 zur 18381 Muſterung verwieſene Leute demgemäß verfahren wird. Sie haben dieſes zur öffentlichen Kenntniß zu bringen.* Friedberg den 16. Mai 1838. Kuͤchler. 8 989660 Derſelbe an Dieſelben. Betreffend: Die Aufſtellung der Gemeindevoranſchläge für 1839. Indem ich Sie darauf aufmerkſam mache, daß die Gemeinde⸗Voranſchläge für das kommende Jahr ſräteſtens vor Ende des Monats Juli nach Maßgabe der höchſten Inſtruktion vom 2. Mai 1836 an mich eingeſandt werden müſſen, empfehle ich Ihnen, die Vorarbeiten dazu alsbald einzuleiten, um namentlich kitig dafür zu ſorgen, daß die erforderlichen Ueberſchläge für die im Jahr 1839 auszuführenden Arbeiten und Anſchaffungen baldigſt gefertigt werden. Der Gemeinde⸗Voranſchlag iſt nach§. 7 der Inſtruktion dreifach auszufertigen, aber nur 2 vollſtändige Ausfertigungen ſind demnächſt an mich einzuſenden. Friedberg den 23. Mai 1838. Küchler. —— eee— Derſelbe an Dieſelben. Betreffend: Die Vertilgung der Raupenneſter. Da die Menge der ſich allerwärts zeigenden Raupenneſter bethätigt, daß das Regierungsregulativ in obigem betr., vom 26. Juli 1831, obgleich ich daſſelbe im Intelligenzblatt Nr. 12 in Erinnerung im F. 1 deſſelbenſ vorgeſchriebene ſitarion und das Verfahren zu verwirklichen, deſſen haben Sie binnen 3 Friedberg den 23. Mai 1838. 3 brachte, nicht ſtreng und durchgreifend genung zur Ausführung gekommen iſt, Aufforderung unvorzüglich nochmals zu erlaſſen und ſofort die Vi⸗ ö welches jenes Regulativ vorſchreibt. Wochen Bericht zu erſtatten. ſo weiſe ich Sie an, die Ueber den Erfolg alles Küchler. An die Baumbeſitzer. Die ſchönen Tage, welche wir vom 2. bis 10. Mai gehabt, haben die ſchadliche Ringelraupe, deren Eiern die Kälte wenig anhaben kann, recht voran gebracht. Später krochen ſie bei den kalten Tagen, die den warmen folgten, an die Stämme oder Aeſte zu dicken Klumpen, und harren hier der beſſeren Tage. Wohl dem, der ſie da bemerkte und vertilgte! Wer's nicht that oder noch zu rechter Zeit thut, wird's ſpäter ſchwer zu bereuen Urſache haben. Es iſt die höchſte Zeit, an allen Bäumen nach ihnen ſorgfältig zu ſehen. Eben ſo häufig zeigen ſich in dieſem Frühjahre die Raupen des Weißdornſchmetterlings. Bei rauhen Tagen ziehen ſie in ihr altes Geſpinſte zu⸗ rück, und da kann man ſie noch am leichteſten ver⸗ tilgen, wenn man's im Winter, wo's ſo viel leichter war, verſäumt hat. Wenn ſie ſich einmal bei war⸗ men Tagen vertheilt haben, wird's immer ſchwerer, ihrer habhaft zu werden. Endlich fing der kleine Froſtſchmetterling auch in dieſem Jahre wieder an, ſeine Wuth an den Blüthen, beſonders den Apfetblüthen, auszu⸗ laſſen. So wie die kleine Raupe dieſes Thiers ausſchlupft, frißt ſie ſich in die Blüthenknospen, und wenn nicht beſonders günſtiges Wetter dieſelben bald entfaltet, ſondern kalte Witterung eintritt, ſo zerſtört ſie in kurzer Zeit das, ganze Innere der Blüthenknospe, ſo daß dieſe hohl wird. An Obſt iſt in ſolchen Fallen nicht zu denken. Möchten auch hier die Baumbeſitzer ſich der bekannten Weiſen zu ihrer Vertilgung benutzen.“) ) Wir werden, wenn's gewünſcht wird, einmal über die beßte Art, wie man dieſe ſchädlichen Thiere vertilgt, unſern Leſern Mittheilung machen. a Die Redaction. Herrmann und Dorothea. Der größte Theil unſerer Leſer kennt doch wohl das ſchöne Gedicht unſeres großen, nun verſtorbenen Landsmannes Göthe, das den Titel führt„Her- mann und Dorothea.“ Manche glaubten an⸗ fänglich, der Stoff zu dieſem Gedichte wäre aus den erſten Zeiten der franzöſiſchen Revolution ent⸗ nommen, da viele Franzoſen damals nach Deutſch⸗ land auswanderten. Wer ſich aber eines Andern belehren will, der leſe das Buch, welches über die im Jahre 1732 ihres evangeliſchen Glaubens wegen aus ihrer Heimath verkriebenen 17000 Salzburger uns Nachricht gibt und vas den Titel führt:„Aus- führliche Hiſtorie derer Emigranten oder vertriebenen Lutheraner aus dem Erzbisthum Salzburg,“(Leip⸗ Ein feiner und granten zu Gera erzählt haben. einen Sohn, vermögender Bürger daſelbſt hatte welchen er oftmals niemals dazu bewegen können. durch dieſes Städtchen reiſen, ſieh't er unter ihnen eine Perſon, die ihm von Herzen wohlgefällt. Dannen⸗ hero faſſet er den Schluß bei ſich, dieſelbe zu hei⸗ rathen, wo es angehen wolle. Aus der Abſicht er⸗ kundiget er ſich bei denen übrigen, wie ihre Familie und Aufführung beſchaffen ſey. Dieſe berichten ihm, daß ſie von redlichen Aeltern geboren wäre, und ſich allezeit wohl verhalten hätte. Um der Reli⸗ gion willen aber wäre ſie von denenſelben geſchieden, und hätte ſie zurückgelaſſen. Hierauf gehet er zu ſeinem Vater und vermeldet ihm, daß er nunmehro ſeinen Ermahnungen folgen und ſich in den Eheſtand begeben wolle. Er habe ſich eine Perſon erleſen, die feinen Augen gefalle, wenn er ihm erlauben wolle, dieſelbe zur Ehe zu nehmen. Der Vater verlangt zu wiſſen, wer ſie ſey, und wie ſie heiße. Er erzählt ihm, es ſey eine Salzburgerinn, und wo er ihm dieſe nicht geben werde, wolle er nie⸗ mals heirathen. Hierüber erſchrickt der Vater und bemühet ſich, ihm ſolches auszureden. Er läßt derowegen auch einige von ſeinen Freunden und einen Prediger rufen. Alle wenden allen Fleiß an, den Sohn auf andere Gedanken zu bringen. Aber alles war vergeblich. Daher der Prieſter endlich meinet, es könne Gott ſeine ſonderbare Fü⸗ gung haben, daß es ſowohl dem Sohne als der Emigrantin zum Beßten gereiche. Hierauf gaben alle ihre Einwilligung dazu, und ſtellen es dem Sohne in ſeinen Gefallen. Dieſer gehet ſogleich zu ſeiner Salzburgerin, und fragt ſie, wie es ihr hier im Lande gefalle? Sie antwortet: Herr, ganz wohl. Er verſetzet weiter: ob ſie wohl bei ſeinem Vater dienen wolle? Sie ſaget: gar gerne, wenn er ſie annehmen wolle, gedenke ſie ihm treu und fleißig zu dienen. Hierauf erzählet ſie ihm alle ihre Künſte, daß ſie Vieh füttern, die Kühe melken, das Feld beſtellen, Heu machen, und andere Haus⸗ arbeit verrichten könne. Er nimmt ſie alſo mit ſich und ſtellet ſie vor ſeinen Vater. Dieſer fragt untet den dingungen Ich er ſes Friedb bekannt na Nieden! f 588) N ſollen in! Grauenber, 24 Stec A eich öffentlich n Die 31 auf der N Die gr in ihren 6 Rodhe re Famil lichten ihn, ware, um der Rel geſchiedet gehet er nunmeh Der Vate ſie heißt inn, un due er m Vater un Er laß unden un alen Fe zu bringe er Prieſte derbare g ne als n rauf gal len es du ſogleich * 1 das Mädchen, ob ihr denn ſein Sohn gefalle, und ſe ihn heirathen wolle? Weil ſie nun nichts von ler Sache wußte, ſo meinte ſie, man pflegte ſie zu leriren. Drum ſagte ſie: Ei man ſolle ſie nur ſicht foppen. Der Sohn hatte vor ſeinen Vater ine Magd verlanget, und wenn er ſie haben wolle, perde ſie hin treu dienen, und ihr Brod wohl er⸗ perben. Doch der Vater beharret darauf, und der Sohn zeiget auch nach ihr ſein eruſtliches Verlan— gen. Hierauf erklart ſie ſich alſo: Wenn es denn Ernſt ſeyn ſoll, ſo bin ich es gar wohl zufrieden, und will ihn halten wie mein Auge im Kopfe. Der Sohn reichet ihr darauf ein Ehepfand, damit je ſein ernſtliches Bezeigen daraus erſehen möge. Sie aber ſagte zu ihm; ſie muſſe ihm doch wohl zuch einen Mahlſchatz geben. Unterdeſſen greift ſie u den Buſen, und überreicht ihm ein Beutelchen, u welchem ſich 200 Stück Dukaten befanden.“ Bekanntmachungen von Behoͤrden. ANN NDR N Straßenbauarbeiten. 587) Freitag den 1. Juni, Nachmittags 1 Uhr, ollen auf dem hieſigen Gemeindehaus die dies— ährigen Vicinal- und Ortsſtraßenbauarbeiten in der hieſigen Gemarkung, beſtehend in Planirarbeit, Steinfuhrlohn, Steinſetzerlohn und Chauſſirarbeit inter den vorher bekannt gemacht werdenden Be⸗ dingungen zur Verſteigerung gebracht werden. Ich erſuche die Herren Buͤrgermeiſter des Krei⸗ es Friedberg, dieſes in ihren Gemeinden gefälligſt dekannt machen zu laſſen. Niederwöllſtadt den 23. Mai 1838. Der Bürgermeiſter Bauſch. Holz⸗-Verſteigerung. 588) Mittwoch den 30. d. M., Vormittags 8 Uhr, ollen in dem Rodheimer Gemeindewald, Diſtrikt Frauenberg, nachverzeichnete Holzſortimente, als: 24 Stecken buchen Scheitholz, 1„ eichen 75 1 7„ Prügelholz, 293„ buchen Stockholz, 509 Stuͤck„ Reisholz, 100 77 eichen 7 1825„ weiches Laubholz, 10 buchen Klötze Werk⸗ und Nutzholz, in 225 C. F. 2 eichen„ 1 2—„ 105„ öffentlich meiſtbietend an Ort u. Stelle verkauft werden. Die Zuſammenkunft iſt in vorgenanntem Termin auf der Waldbahn, an den ſ. g. Dreieichen. Die großh. Bürgermeiſter werden erſucht, dieſes in ihren Gemeinden bekannt machen zu laſſen. Rodheim den 22. Mai 1838. Der großh. Bürgermeiſter Jacoby. Holz-Verſteigerung. 5 (589) Dienſtag den 29. d. M., Nachmittags um 2 Uhr, ſollen aus denen hieſigen herrſchaftlichen Waldungen, dann denen Oberſtrasheimer Hägen auf dem Platze in dem Wald nachfolgende Holz⸗ ſortimente, als: 10 4 Stecken Buchen, 9 heft, 30 2„ Stockholz, 4) 438 Stück eichen Wellen, 5 3800„ gemiſchte Wellen, 6) 300„ Hopfenſtangen, unter denen vor der Verſteigerung bekannt gemacht werdenden Bedingniſſen an den Meiſtbietenden vek⸗ kauft werden, welches mit dem Anhange, daß die Zuſammenkunft in denen Oberſtrasheimer Hecken iſt, andurch bekannt macht. Ockſtadt am 23. Mai 1838. Die hochfreiherrlich von francken⸗ ſteiniſche Rentei daſelbſt. En (456) Ausweislich des Hypothekenbuches der Ge— meinde Niedermölen entliehen Peter Eckmeier und Ehefrau daſelbſt unter Verpfändung ihrer Hofraithe und eines Ackers, ein Kapital von 400 fl. bei Ja⸗ cob Rübſamen, ledig zu Butzbach. Es wird behauptet und iſt wahrſcheinlich, daß dieſe Hypothek ſchon läͤngſt abgetragen worden; da ſie aber zur Loͤſchung nicht mehr beigebracht werden kann, ſo werden alle, welche darauf und aus jener Verpfändung Auſprüche bilden wollen, andurch aufgefordert, ſolche ſogewiß binnen 6 Wochen hier anzuzeigen, als ſonſt die ge⸗ dachte Schuldurkunde für mortifleirt erklart und der Eintrag in den Hypothekenbüchern geſoͤſcht wer⸗ den wird. Friedberg den 11. April 1838. Großh, heſſiſches Landgericht Hofmann. Gläubiger- Aufforderung. (521) Georg Eberhardt II. nebſt Familie von Rodheim und ſein Stiefſohn Jakob Will, ledig von da, beabſichtigen nach Nordamerika auszuwan⸗ dern. Rechtsanſprüche an dieſelben ſind binnen drei Monaten bei großh. Landgericht zu Groskarben an⸗ zumelden, gegenfalls die Eutlaſſungsurkunde ertheilt werden wird. Friedberg den 4. Mai 1838. Der großherzoglich heſſiſche Kreisrath des Kreiſes Friedberg. Küchler. Apotheken- Verkauf. (524) Die von dem verſtorbenen Apotheker Joh. Theodor Trapp dahier herrührende, ſogenannte Mohren-Apotheke, ſoll Montag den 18. Juni l. J, Vormittags 10 Uhr, auf hieſigem Rathhauſe unter annehmlichen Bedin⸗ 5 gungen einem öffentlichen freiwilligen Verkaufe aus— gusſetzen. Dieſelbe beſteht aus einem dreiſtöckigen Wohn⸗ hauſe mit Nebengebäuden, iſt vor mehreren Jahren neu und zweck äßig eingerichtet worden, liegt an dem ſchönſten Theile der darch einen ungewöhnlich ſtarken Verkehr, eine Garniſon und verſchiedene öffentliche Anſtalten ſehr belebten Stadt in der durch Wohlſtand ausgezeichneten Wetterau, an der Straße nach dem nur 6 Stunden entfernten Frankfurt a. M. und hat ſich von jeher einer ſehr ſtarken Frequenz zu erfreuen. Kaufliebhaber werden eingeladen, die Bedingungen bei mir einzuſehen und der Verſteige⸗ rung an dem bemerkten Tage beizuwohnen. Bemerkt wird noch, daß Herr Apotheker Münch zu Langen als früherer Verwalter des Geſchäfts über deſſen Stand etwa gewünſcht werdende Auskunft zu er⸗ theilen bereit iſt. Friedberg im Großherzogthum Heſſen den 10. Mai 1838. In Auftrag: Der Bürgermeiſter, D. Fritz. Arbeits-Verſteigerung. (549) Freitag den 8. k. M. Juni, Vormittags um 9 Uhr, ſollen auf dem Rathhauſe zu Friedberg die mit der Aufführung eines Neubaus in der Burg— Caſerne daſelbſt verbundenen Maurer-, Stein- hauer⸗, Zimmer-, Dachdecker-, Schreiner-, Schloſſer⸗, Glaſer-, Spengler-, Weis bin⸗ der⸗ und Pflaſter⸗ Arbeiten an die Wenigſt⸗ fordernden öffentlich verſteigert werden. Indem ich dies hiermit bekannt mache, bemerke ich zugleich, daß die Riſſe und Ueberſchläge den 6. und 7. Juni in demſelben Locale eingeſehen werden können. Darmſtadt den 17. Mai 1838. In höchſtem Auftrag: Eberhart, Rechnungs⸗Probator Mühlen ⸗Verſteigerung. (350) Der Müllermeiſter Jakob Kißler dahier will wegen beabſichtigten Ueberzugs ſeine dahier an der Nidder gelegene Mühle nebſt circa 3 Morgen Gärten und 15 Morgen Ackerland Dienſtag den 29. Mai l. J., Vormittags um 11 Uhr, auf dem hieſigen Gemeindehaus freiwillig einer öffentlichen Verſteigerung ausſetzen. Die Mühle beſteht aus geräumigem Wohnhaus, drei Mahlgängen, Anbau mit Oelgang, Scheuer, Stallung für 7 Pferde, 15 Stück Rindvieh, 40 bis 50 Stück Schweine, neuerbautem Branntwein⸗ brennhaus und iſt durch Chauſſee mit Hanau, Offen⸗ bach und Frankfurt verbunden. Der Eigenthümer iſt auch geneigt, dieſelbe bei annehmbarem Gebote inzwiſchen aus freier Hand zu verkaufen. Heldenbergen den 15. Mai 1838. Der großh. heſſ. Buͤrgermeiſter Schweitzer. Lieferung von Victualien und Beleuch— tungs mitteln. (590) Die Lieferungen nachgenannter Victualien und Beleuchtungsmittel für das Lazareth zu Fried— berg, werden für das 2. Semeſter 1838 auf dem Verwaltungsbüreau des Lazareths verſteigerungsweiſe in Accord gegeben, und zwar: Die Lieferung des gemiſchten Brodes, Montag den 28. Mai, Nachmittags um 2 Uhr. Des Ochſenfleiſches, Dienſtag den 29. Mai, Nach⸗ mittags um 2 Uhr. Des Brennöls und der Talglichter, Mittwoch den 30. Mai, Vormittags um ½11 Uhr. Jeder Verſteigerungsgct beginnt mit Bekannt⸗ machung der mit betreffenden Lieferung verbundenen Bedingungen. Friedberg den 24. Mai 1838. In Auftrag: Fuhr, Pr. Lt. Oeffentliche Aufforderung. (553) Nachdem von Seiten der praſumtiven Inteſtat⸗Erben des am 15. März 1768 gebornen Simon Kricks, Sohn des verſtorbenen Simon Peter Kricks zu Kloppenheim, welcher in ſeiner Jugend als Bäckergeſelle in die Fremde ging und ſeither keine Nachricht von ſich gegeben, um Auslieferung deſſen, unter vormundſchaftlicher Verwaltung be⸗ findlichen, ſich nach der letzten Rechnung auf 2659 fl. 55% kr. belaufenden Vermögens gebeten worden, ſo fordert man gedachten Simon Kricks, deſſen etwaige Leibes- oder Teſtamentserben, ſowie alle diejenigen, welche Anſprüche an jenes Vermögen machen zu können glauben, hiermit auf, ſich zu deſſen Empfangnahme um ſo gewiſſer binnen 6 Monaten à dato dahier gehörig zu legitimiren, als ſonſt dem Antrage der aufgetretenen Seitenver— wandten ſtattgegeben werden wird. Groskarben den 22. April 1838. Großherzogl. heſſ. Landgericht daſ. Muhl. Arbeits-Verſteigerung. (559) Donnerſtag den 31. Mai, Vormittags 10 Uhr, ſollen auf dem Rathhauſe zu Oberau die zur Herſtellung des Schulhauſes daſelbſt nöthigen Bau⸗ arbeiten an die Wenigſtverlangenden in Accord ge⸗ geben werden Nach dem Voranſchlag beträgt: fl. kr. 1) Maurerarbeit 60 57 2) Zimmerarbeit 56 49 3) Schreinerarbeit 114 27 Ghpenaurſe auf deſſen Butzba (564 ſoll Mont 2 Uhr an Commod weiße Ho im beßten werk, ein Bettlade, Ganzen freiwillig Frie! (577) plan ent Herrn K meter, ve ſen, und laſſen we ö 8 e Hand weiſter euch ctualien f Fried, uf dem eweiſt ag den Nach⸗ doch den dckannt, undenen rag: . t. umtiven ebornen n Peter Jugend ſeither rrulng ug be⸗ 850 fl worden, deſſen die alle mogen ſich zu en 6 en, als tenver⸗ t daſ. 98 10 die zur Bau⸗ rd ge⸗ fl. kr. 60 57 56 40 1427 — 4) Schloſſerarbeit 38 5) Glaſerarbeit 14— 6) Weisbinderarbeit 109 14 Die Voranſchlaͤge und Bedingungen liegen auf dem Büreau des Unterzeichneten und auf der Bür⸗ germeiſterei zu Oberau zur Einſicht offen. Zugleich wird bemerkt, daß nur ſolche Bau⸗ handwerker zum Gebote zugelaſſen werden, welche bereits die verſchriebene Prüfung beſtanden, oder vor Erlaß der Verordnung vom 31. Januar 1828 Meiſter geworden waren. Friedberg den 16. Mai 1838. Der großh. Kreisbaumeiſter Rhumbler. Brod lieferung. (558) Mittwoch den 30. d. M., Vormittags um 10 Uhr, wird die Lieferung des erforderlichen Brodes pro Ates Semeſter 1838, für die Garniſon Fried⸗ berg auf dem hieſigen Militär⸗Verwaltungs-Büreau verſteigert. Die Herren Bürgermeiſter der Umgegend Fried⸗ bergs werden um geeignete Bekanntmachung dieſer Verſteigerung erſucht. Friedberg den 17. Mai 1838. In Auftrag: Golz, Oberquartiermeiſter. Brodlieferung zu Butzbach. (561) Dienſtag den 29ſten dieſes Monats, Vor⸗ mittags um 10 Uhr, wird die Lieferung des Brod⸗ bedarfs für die II. Diviſion Garde-Regiments Chevaurlegers auf das zweite Semeſter d. Jahres auf deſſen Verwaltungsbuͤreau verſteigert. Butzbach den 15. Mai 1888. In Auftrag: Cellarius, Unterquartiermeiſter. Verſteigerungs- Anzeige. (564) Auf Antrag des Herrn Johannes Wagner ſoll Montag den 28. Mai l. J, von Nachmittags 2 Uhr an, in deſſen Behauſung ein nußbaumenes Commod mit Schreibtiſch, 5 Mannshemden, 2 Paar weiße Hoſen, 1 Lehnſeſſelſtuhl, 1 Waſchkeſſel, eine im beßten Zuſtande befindliche Wanduhr mit Spiel⸗ werk, ein vollſtändiges Bett nebſt einer nußbaumenen Bettlade, ungefähr 4 bis 6 Ohm Obſtwein, im Ganzen oder getheilt, öffentlich meiſtbietend und freiwillig verſteigert werden. Friedberg den 11. Mai 1838. Der Bürgermeiſter D. Fritz. Aufforderung. (577) Es ſoll für die hieſige Stadt ein Bau⸗ plan entworfen, und nach der Verfügung großh. Herrn Kreisrathes ein Abkommen mit einem Geo⸗ meter, vorbehaltlich ſeiner Genehmigung, abgeſchloſ⸗ ſen, und eine deßfallſige öffentliche Aufforderung er⸗ laſſen werden. Diejenigen großherzogl. Geometer, ſo 159 geneigt ſeyn ſollten, dieſen Bauplan zu entwerfen, werden erſucht, mir die Anzeige zu machen. Friedberg den 23. Mai 1838. i Der Bürgermeiſter D. Fritz. „Verſteigerung. Montag den 28. d. M., Vormittags 9 Uhr, werden im Gemeindewald folgende Holzſortimente unter den bei der Verſteigerung bekannt gemacht werdenden Bedingungen verſteigert werden, a 8: (578) 1) 33 Stecken buchen Scheitholz, Y 10%„ eichen Scheitholz, ie buchen Prügelholz, 4) 5„ eichen Prügelholz, 59 91„„ aſpen Prügelholz, 60 9%„!kiefern Prügelholz. Die Herren Bürgermeiſter der Umgegend wer⸗ den erſucht, dieſes in ihren Gemeinden gefälligſt be⸗ kannt machen zu laſſen. Florſtadt den 22. Mai 1838. a Der großh. heſſ⸗ Bürgermeiſter Goͤtz. Sell Lie feit ünig⸗ (579) Die Oellieferung pro 2. Semeſter d. J., für das 2. Bataillon 4. Infanterie-Regiments, wird Dienſtag den 29. d. M., Vormittags um 9 Uhr, auf dem Verwaltungsbureau erwähnten Bataillons verſteigert. Friedberg de. 23. Mai 1838. In Auftrag: öl z, Oberquartiermeiſter. Schuh⸗ und Sohlen-Lieferung. (380) Die Lieferung der erforderlichen Schuhe, Sohlen und Flecken für die Garniſon Friedberg, pro 2. Semeſter d. J., wird Dienſtag den 29. d. M., Vormittags um 10 Uhr, auf dem hieſigen Militär⸗Verwaltung⸗Büreau verſteigert. Friedberg d. 233. Mai 1838. In Auftrag: b 5 Oberguartiermeiſter. Holz-Verſteigerung⸗ a 31. d. M., Vormittags (581) Donnerſtag den um ½ 8 Uhr, ſollen in dem niederrosbacher Ge⸗ meindewald, Diſtrikt Hochwald, 43 Stecken eichen Scheitholz, . 7 Prügelholz, 134„ 51 Stockholz, 1925 Stück eichen Wellen und 88„ eichen Bauſtämme von 5891 C. F., wobei ſich mehrere von vorzüglicher Qua⸗ lität befinden, welche ſich zu Werk⸗ und Schiffbau eignen, f unter den im Termin eröffnet werdenden Bedingun⸗ gen auf Ort und Stelle öffentlich meiſtbietend ver⸗ ſteigert werden. Bemerkt wird noch, daß gegen Bürgſcheine Zah⸗ lungsfriſt bis zum 1. Okt. d. J. geſtattet werde. Die Zuſammenkunft iſt im eichen Hochwaldsam . 161 . g. Hühnerpfad punkt 7 Uhr. Die Herren Bür⸗ germeiſter reſp. Ortsbehöͤrden der Umgegend werden dienſtergebenſt erſucht, dieſe angekündigte Verſteige— rung in ihren Amtsdiſtrikten gefälligſt zur öffent— lichen Kenntniß bringen zu laſſen. Nieder rosbach am 22. Mai 1838. Der großh. heſſ. Bürgermeiſter F. Bullmann. Edictalladung. (582) In dem Hypothekenbuche der Gemeinden Langenhain und Ziegenberg ſtehen noch folgende Einträge offen: 1) Auf den Namen von Paulus Rudolph 20 fl. den 18. Mai 1786, bei Gärtner Lang und 20 fl. am 13. Janr. 1777, bei wem iſt nicht angegeben, entliehen. 2) Von Johann Konrad Rudolph 120 fl. den 14. Novbr. 1803, bei Frau Rentmeiſter Chelius und 3) von Joh. Heinr. Müller 100 fl. den 10. Auguſt 1792, bei Schöff Ewald zu Friedberg aufgenommen, obgleich dieſe Kapitalien nach Angabe der ſchuld— neriſchen Erben längſt getilgt ſeyn ſollen. Weil jedoch die Schuldurkunden sub. 1. 2. gar nicht mehr vorgelegt werden konnen und hinſichtlich der Sub. 3. nicht nachgewieſen iſt, ob die darüber vor⸗ liegende, nicht von dem Darleihen ſelbſt herrührende Quittung von dem dazu Berechtigten ausgeſtellt iſt, ſo werden alle, welche aus den vorgedachten Ver— pfändungen und auf die darüber ertheilten Schuld— verbriefungen Anſprüche machen wollen, zu deren Anzeige und Begründung binnen 6 Wochen unter dem Rechtsnachtheile aufgefordert, daß ſonſt die ſaͤmmtlichen oben erwähnten Hypotheken für erloſchen erachtet und die betreffenden Einträge geſtrichen werden ſollen. Friedberg den 5. Mai 1838. Großh. heſſiſches Landgericht Hofmann. Gläubiger⸗ Aufforderung. (583) Philipp Adam Bühlmeyer von Roͤ⸗ delheim beabſichtigt nach Höch ſt im Herzogthum Naſſau auszuwandern. Rechtsanſprüche an denſelben ſind binnen drei Monaten bei großh. Landgericht Rödelheim anzumelden, gegenfalls die Entlaſſungs⸗ urkunde ertheilt werden wird. Friedberg den 25. April 1838. Der großherzoglich heſſiſche Kreisrath des Kreiſes Friedberg. Küchler. Frucht ⸗ Verſteigerung im Rentamte Friedberg. (584) Von den 1837r. fiscaliſchen Fruchtvorräthen des hieſigen Rentamts kommen zur Verſteigerung: 1) Mittwoch den 6. Juni 1838, Vormittags 10 Uhr, in dem Rathhauſe zu Butzbach von dem daſigen herrſchaftlichen Speicher 30 Malter Wai⸗ zen, 115 Malter Korn, 50 Malter Gerſte und 50 Malter Hafer. g a 2) Freitag den 8. Juni 1838, Vormittags 10 Uhr, dahier zu Friedberg, in der Behauſung des Herrn Gaſtwirths Hieronimus vor dem ehemaligen Mainzerthore, von den herrſchaftlichen Speichern zu Friedberg, Obermörlen, Niedermörlen und Ober ros bach 245 Mltr. Korn, 75 Mltr. Gerſte und 70 Malter Hafer. Friedberg den 12. Mai 1838. Der großh. Nentamtmann Bu ß. Arbeits ⸗V erſteigerung. (585) Zur Einfriedigung des neuen Friedhofs zu Oberwöllſtadt ſoll die Fertigung eines eiſernen Thores Donnerſtag den 31. d. M., des Vormittags 10 Uhr, in der Behauſung des Unterzeichneten an den Wenigſtnehmenden in Accord gegeben werden. Oberwöllſtadt den 20. Mai 1838. Der großh. Bürgermeiſter f Feuerbach. Arbeits-Verſteigerung. (5869 Dienſtag den 29. d. M., Vormittags 9 Uhr, ſollen theils auf hieſigem Gemeindehauſe, theils an Ort und Stelle folgende Arbeiten öffentlich an den Wenigſtnehmenden in Accord gegeben wer⸗ den, als: 1) Die zur Reparatur des hieſ. Rathhauſes er⸗ forderlichen Arbeiten, beſtehend in: fl. kr. a) Weisbinderarbeit voranſchlagt zuuu 100— b) Schreinerarbeit 5 15 47 36 C) Zimmer- und Maurerarbeit N Summa 147 36 2) Deßgleichen zur Reparatur des kleinen Hirten⸗ häuschens: fl. kr. a) Zimmerarbeit, voranſchlagt zu 20— b) Maurerarbeit, 17 75 22 0) Schreinerarbeit 7 10 5.— Summa 47— 3) Eine Strecke Vicinalwegs, die Straße nach Oberau zu, von 156 l. Klafter zu Planiren nud eine von 56 l. Klafter zu Chauſſiren. Voranſchläge und Bedingungen über dieſe Ar— beiten können auf hieſigem Bürgermeiſtereibüreau eingeſehen werden. Die Herren Bürgermeiſter der Umgegend ſind erſucht, Vorſtehendes in ihren Gemeinden gefälligſt veröffentlichen zu laſſen. Altenſtadt am 19. Mai 1838. Der großh. heſſ. Bürgermeiſter Brack. N Privat-Bekanntmachungen. Fahrgelegenheit. 332) Da man mehrfach die Meinung zu ver⸗ dahier Burg ſtehen Raum der E einer und l ekthei te und 10 Uhr ug des maligen eicher en und 8 Gerſe ntmann nedhofs eiſernen mittag ten an erden. meiſter N ſind ligſt iſter er⸗ breiten geſucht hat, als ob unſere Fahrgelegeuheit nach Frankfurt mit Ende der Meſſe aufhoͤre, ſo ſe— hen wir uns veranlaßt zu erklären, daß wir auch ferner täglich nach Frankfurt fahren und zwar die Perſon zu 30 kr. Heinrich und Johannes Waas. Güter ⸗Verſendungen. (572) Einem hochverehrlichen Publikum mache ich hierdurch die ergebenſte Anzeige, daß meine Fracht⸗ führe jeden Mittwoch dahier eintrifft und Freitags Morgens wieder abgeht. Mit dieſer Führe nehme ich alle Güter in Ladung und auch in Spedition, die nach Offenbach, Frankfurt, Darmſtadt, Worms, nach ganz Rhein- baiern, Heidelberg, Karlsruhe und in die dortige Gegend gehen, und bitte hierbei das mir ſeither ge— ſchenkte Zutrauen auch fernerhin zu Theil werden zu laſſen. Meine Einkehr iſt im Gaſthaus zum Ochſen bei Herrn A. Vogt. Friedberg im Mai 1838. Georg Philipp Borger eu. Comp. Waaren Empfehlung. (573) Ich habe wieder eine Auswahl ſchoͤner ſeidene und baumwollene Regen- und Sonnenſchirme erhalten. Auch beſitze ich ſehr ſchöne Haar- und Seidenlocken und Scheitel, welche ich zu ſehr billigen Preiſen ablaſſen kann. Friedberg im Mai 1838. Mentle Garde in der Judengaſſe. Sommerbeluſtigungen. (575) Sonntag den 27. Mai d. J. ſollen die Som⸗ merbeluſtigungnn auf dem Beinhards, in der Anlage uächſt dem Beinhardsforſthaus, mit 14tägiger Fort⸗ ſetzung ihren Anfang nehmen. Für gute Muſik ꝛc. iſt und wird beßtens geſorgt. Ich erlaube mir daher meine früheren Bekannten und Freunde, ſowie theilnehmende Verehrer hierzu höflichſt einzuladen. Bainhardsforſthaus d. 17. Mai 1838. Bo tz. Ein vollſtändiges Logis (536) hat in ſeinem(dem früher Valentin'ſchen) Hauſe zu vermiethen Jacob Pfeffer, Schreinermeiſter. Hofraithe⸗ Verſteigerung. (591) Montag den 25. Juni l. J., Vormittags um 10 Uhr, wollen die Johann Eißeners Eheleute dahier in hieſigem Rathhaus ihre Hofraithe in der Burg an Herrn Friedrich Schweizer gelegen, be⸗ ſtehend in Wohnhaus, Ställchen von 15[IKlafter Raum und 19(Klafter 11 Fuß Garten und auch der Garten, worauf früher eine Scheuer geſtanden, einer öffentlichen freiwilligen Verſteigerung aus etzen und bei annehmbarem Gebot den Zuſchlag ſogleich ertheilen. 161 Bemerkt wird noch, daß das Wohnhaus 6 heiz⸗ bare Zimmer und zwei Keller hat, wovon der eine gewölbt iſt. Friedberg den 17. Mai 1838. Johann Eißener. Güter-Verſteigerung. (592) Vertheilungshalber ſoll mein zu Dau⸗ ernheim gelegenes Wohnhaus, zwei Scheuern, Stallungen und Breunlokal mit 196[IKlafter Hof⸗ raitheplatz, ſodann 27,472[ Klafter Ackerland und 3407 Uxlafter Wieſen der beſten Lage, wovon 70 zehntfrei ſind, den 10. Jali l. J. öffeutlich verſtei⸗ gert werden.— Wer dieſe Gegenſtaͤnde und die Verkaufsbedingungen einzuſehen wünſcht, wende ſich an meinen Sohn Dietrich Werd dahier. Dauernheim den 21. Mai 1838. i Pachter Georg Weid. Mai ⸗Wein⸗Eſſenz. (593) Da man nur kurze Zeit Gelegenheit findet, ſich die friſchen Kräuter zur Darſtellung des ange⸗ nehmen Maitranks zu verſchaffen, ſo dürfte wohl obige Eſſenz, insbeſondere noch wegen des außerſt billigen Preiſes, ein erwünſchtes Erſatzmittel abgeben. — Eu halber Theeloͤffel von beſagter Eſſenz reicht hin, um mit einer Flaſche Wein oder Apfel-Wein, nach einem beliebigen Zuſatze von Zucker, den be⸗ liebten Mai-Wein darzuſtellen.— In Fläschchen a 5 kr. und à 9 kr. findet man Mai⸗Wein⸗Eſſenz ſtets vorraͤthig in der Mohren⸗ Apotheke zu Friedberg. Klee ⸗Verſteigerung. (594) Montag den 28. d. M., Vormittags 10 Uhr, will der Unterzeichnete die erſte und zweite Schur des diesjährigen Klees in einzelnen kleinen Abtheilungen von 1 bis 2 Vrtl. von folgenden Aeckern und zwar: Morg. 2 Vrtl. 24¼ Rth. gegen d. rothen Thurm über am Haingraben. 1 5 16%„ daſ. an Graf Schönborn. . 24%„ édaſ. an Graf Schönborn. oͤffentlich meiſtbietend an Ort und Stelle verſteigern. Fauer bach II. den 22. Mai 1838. Heinrich Sang J. Holz ⸗Verſteigerung. (595) Künftigen Mittwoch den 30. d. M., Vor⸗ mittags, werden im hieſige n Unterwalde circa 100 Stecken lohgeſchälte eichen Prügel- nebſt dem davon abgefallenen Reiſerholz, ſo wie verſchiedenes eichen Werk⸗ und Nutzholz meiſt bietend verkauft. Beinhards Forſthaus den 22. Mai 1838. Bötz. Wohnungs⸗ Veränderung. (596) Meinen Freunden und Bekannten dient hiermit zur ſchuldigen Anzeige, daß ich meine ſeit⸗ herige Wohnung verlaſſen habe, und nun in meinem, dem ehemaligen Schuſter'ſchen Hauſe in der Kirch⸗ Da ich auch mit allen Sorten Mehl, aſſe wohne. Waizen, Grütze, geſchälter Gerſte u. ſ. w. aufs Beßte verſehen bin, ſo bitte ich um zahlreichen Zuſpruch. f Friedberg den 23. Mai 1838. 1 Martin Philippi. Fuͤr Freunde des Geſanges und des guten Geſchmackes. (597) Sicherem Vernehmen nach werden die Singvereine von Friedberg und Uſingen nächſten Sonntag den 27. d. M. hier in Ziegenberg zuſammen kommen und den Freunden des Geſanges einen hier noch nie erlebten Genuß bereiten, bei welcher Ge⸗ legenheit der Unterzeichnete dann auch nicht ver⸗ fehlen wird, den Freunden des guten Geſchmacks mit Wein, Aepfelwein, Bier, Schinken, Braten u. ſe. w. aüfzuwarten und zwar gegen dußerſt billige Vergütung. Diejenigen verehrten Gäſte, welche ihn am verfloſſenen Sonntag mit ihrem Beſuche beehrten, ſind höflichſt eingeladen, nächſten Sonntag wieder zu kommen und wo möglich noch mehr Gaͤſte mit⸗ zubringen, welche Freunde des Geſanges und guten Geſchmackes ſind, da der Unterzeichnete verſichern kann, daß dieſelben, wenn es den Samſtag oder Sonntag nicht regnet, in ihren Erwartungen nicht getäuſcht werden. Ziegenberg den 23. Mai 1838. f Wick. Familienwagen. (598) Ich mache einem geehrten Publikum die ergebene Anzeige, daß ich einen faſt ganz neuen und aufs Eleganteſte eingerichteten Familienwagen habe, womit ich mich, außer den Tagen wo ich nach Frankfurt fahre, meinen geehrten Freunden und Gönnern zu andern beliebigen Fahrten empfehle, und verſpreche Pünktlichkeit und billige Behandlung. Friedberg. Johannes Waas. Bekanntmachung. (599) Es dient hiermit zur Nachricht, daß die unterzeichnete Verwaltung für die Folge und zwar vom 30. Mai l. J. an den Verkauf von Schwal⸗ heimer Mineralwaſſer in Butzbach und der Umgegend durch Johs. Herling, wohnhaft in der Korngaſſe zu Butzbach, beſorgen läßt. Das Waſſer iſt, da täg⸗ lich im Sommer eine Fuhre gehen wird, in friſche⸗ ſter Füllung, in gut verpropften und verpichten Krügen bei dem Genannten zu beziehen, und koſtet ohne das Gefäß 3 kr. und mit Gefäß 7 kr. Die Krüge werden, in ſofern ſie rein und unbeſchädigt ſind, um den Preis von 4 kr. pr. Stück von Seiten des Verkäufers und der Verwaltung zurückgenommen. * Bemerkt wird noch, daß der Verkäufer auf Ver⸗ langen geneigten Abnehmern das gewünſchte Quan⸗ tum koſtenfrei ins Haus zu liefern verbunden iſt. Schwalheimer Mineralbrunnen im Mai 1838. Die Verwaltung daſelbſt Henkel. Bei G. F. Heyer, Vater, in Gießen iſt er⸗ ſchienen und bei C. Bindernagel in Friedberg vorraͤthig: Crößmann, Dr. P. P., Denkſchrift des evan⸗ geliſchen Prediger-Seminariums zu Friedberg für das Jahr 1838. Groß 8. Geheftet. 1 fl. 21 kr. Fruͤchte-Preiſe hier in Friedberg: Waizen: 10 fl. 30 kr. Korn: 8 fl. 40kr. Gerſte: 7 fl.— kr. Hafer: 4fl.— kr. Erbſen:— fl.— kr. Fruͤchte-Preiſe zu Frankfurt, am 21. Mai: Waizen: 9fl. 20 kr. Korn: 7 fl. 30 kr.— Gerſte: 6 fl. 30 kr. Hafer: 4 fl. 5 kr. Erbſen:— fl.— kr. Fruͤchte-Preiſe zu Mainz, am 18. Mai: Waizen: 9 fl. 35 kr. Korn: 8 fl. 8 kr. Gerſte: 6 fl. 2 kr. Hafer: 3 fl 57 kr. Erbſen:— fl.— kr. Polizei⸗Taxe fuͤr die Slaͤdte Friedberg und Butzbach vom 28. Mai bis 3. Juni 1838. pfe Brod 95 rei ſe. Friedberg Butzbach. kr. pf. kr. pf. 1 Leib⸗Roggenbrod 1 3 2 7 97 6 11 6 1 N 12 3 12 b Loth. Loth. —[Milchbrod 14 4 11274 — Waſſerweck 1157 1 —[Gemiſchtes(Tafel-) Brod 14 5% 16 Fleiſch-Preiſe. 3 pf. 0 1 Ochſenfleiſch e 1 „Kuyfleiſch 8 3 81 2 „Rindfleiſch 82 8— 77 Kalbfleiſch 5 5 3 2 2 „ Schweinenfleiſch 12— 12— „ Hammellleiſch 9 3 812 „Wurſt von blos Schweinen 14— 14— „Gemiſchte Wurſt 10— 10— „Bratwurſt. 15— 15— „Schwartenmagen 18 16 „Geräucherter Speck 6kß;. 77 Schinken 15— 15— „Dörrfleiſch 16— 16— „Schweinenſchmalz, ausgelaſſen 21— 20— „ 5 dito unausgelaſſen 19— 18— „ Nierenfett 181— 184— „ Hammelsfett 16— 16— Der gr. heſſ. Kreisrath d. K. F. Küchler. Gedruckt und verlegt unter Veranfworklichkelt von Tarſ Pindernageſi in Friedberg. 2 Bl. Nro. Gemeind ſternen, ten 1 ung 9 111 verantth geſchtieb 3238 Wie bi Im Als ob Mi Zwar! Dat Und fü In