— 5 — S 225 — 2— 2 r 8 2 2 1 0 Intelligenzblatt für die rovinz(Oberhessen im Allgemeinen, den Kreis Friedberg und die angrenzenden Bezirke im Beſonderen. 34. Sonnabend, den 25. Auguft 1038 Amtlicher Theil. Bekanntma ung. Betreffend: Die Markgegenſchreiberſtelle der rockenberger Mark. In Auftrag großherzoglicher Oberforſtdirection bringe ich 1 offentlichen Kenntniß, Kirchenrechner Weihl zu Oppershofen mit Verſehung der Stelle eines berger Mark proviſoriſch beauftragt worden iſt. Rodheim den 15. Auguſt 1838. daß der arkgegenſchreibers für die rocken⸗ Der großh. heſſ. Forſtinſpector des Forſtes Friedberg Rübſamen. Die Gruͤndungsfeier des friedberger Sing- Vereines. Es iſt eine ſehr erfreuliche Erſcheinung der eueren Zeit, daß ſich in ihr immer mehr Vereine lden zur Förderung der leiblichen ſowohl, als be— onders der geiſtigen Wohlfahrt. Auch der menſchen⸗ reundliche Sinn, welcher die Bewohner Fried⸗ ſergs beſeelt, rief Vereine für beide Bedürfniſſe us Leben, und wie wir noch mit Freuden an den choͤnen Tag zurückdenken, welcher der Feier der Fjährigen Gründung des hieſigen Hülfsvereins ge⸗ veiht war, ſo wurde auch der Abend des 19. dieſes Nonats durch das Gründungsfeſt des hier ſeit 3 Jah⸗ den beſtehenden Singvereines auf eine für alle An⸗ veſende erhebende Weiſe verherrlicht. Dieſer Verein leſteht aus Gliedern des hieſigen Bürgerſtandes, velche ſich durch einen unbeſcholtenen Lebenswandel cuszeichnen, und ſeine Tendenz iſt keine andere, als darch die reine und edle Beſchäftigung mit Geſang dis Herz von dem Gemeinen hinweg zu dem Höhe⸗ en zu ziehen, zugleich aber auch durch Einübung zen beſonders religibſen Geſängen und Liedern und Mitwirkung bei dem öffentlichen Gottes dienſte, den Kirchengeſang nach Kräften zu heben und die fromme Erbauung im Hauſe des Herrn zu wecken und zu fördern. Wie viel Böſes durch einen ſolchen Ver⸗ ein verhütet, wie viel Gutes durch ihn geſtiftet werde, bedarf wohl keiner Auseinanderſetzung. Auch die Feier entſprach ganz dem würdigen Geiſte, der ihn durchdringt und belebt. Sie fand in dem ziemlich geräumigen Saale des Gaſtwirths, Herrn Gerlach, bei einem feſtlichen Mahle ſtatt, und wurde durch die Anweſenheit der meiſten Herrn Geiſtlichen, des Herrn Bürgermeiſter Fritz, Herrn Director Roller u. ſ. w.,“) als außerordentlicher Mitglieder, noch ) Wie wir vernehmen, ſo ſind bis jetzt dem Vereine als außerordentliche Mitglieder beigetreten und waren faſt alle beim Feſte anweſend: Herr J. Bechſtein, Schul⸗ vorſtand, Herr Bender, Beigeordneter, Herr Binder⸗ nagel I., Geometer, Herr Crößmann, Director, Herr Dieffenbach, Profeſſor, Herr Fertſch, profeſſor, Herr Fritz, Bürgermeiſter, Herr Fritz, Gemeinderath, Herr Gerlach, Gaſtwirth, Herr Helmolt, Poſtmeiſter, Herr Küchler, Kreisrath, Herr Kümmich, Gemeinde⸗ rath und Kirchenvorſtand, Herr Reuß, Gemeinderath, Herr Ritzel, Thierarzt, Herr Roller, Director, Hert n verſchoͤnert. An dem unteren Ende des Saales ſtand in magiſchem Dunkel, ein mit Kunſtſinne von einem der Mitglieder gefertigtes Transparent, das Fenſter einer gothiſchen Kirche darſtellend. In demſelben waren, auf ſinnige Weiſe, die Sinnbilder des Kir⸗ chengeſanges, als Leyer, Kelch, Kreuz und Anker angebracht; in der Mitte ſtanden die Worte:„Kir⸗ chengeſang, Eintracht und Beharrlichkeit ſey unſer Symbol.“ Zu beiden Seiten des Transparentes hingen ſchöne Laubgewinde. Ehe man ſich zur Tafel niederließ, wurden von den Mitgliedern des Sing⸗ vereins einige recht paſſend gewählte Lieder geſungen; die Präciſion der Durchführung erregte allgemeine Bewunderung, und lieferte zugleich einen ſchönen Beweis von den großen Fortſchritten des Vereines, während der an ſich kurzen Zeit ſeines Beſtehens. Hierauf wendete ſich das Vorſtandsmitglied, Herr Bindernagel, mit einigen herzlichen Worten des Dankes an den würdigen Beförderer des Vereines, Herrn Rector Müller, und zu gleicher Zeit enthüllte ſich ein auf der Seite ſtehender Tiſch und ſtellte, als Zeichen der Erkenntlichkeit des Vereines für die Verdienſte des Herrn Müller, und als bedeutungs⸗ volle Symbole von Zeit und Ewigkeit, eine aus weißem Alabaſter ſehr ſchön ausgearbeitete Stand— uhr, nebſt einer Prachtbibel, würdig in Saffian gebunden, dar. In demſelben Augenblicke(ſo ging alles auf den Schlag) ſchlug auch die Uhr— wohl eine der glücklichſten Stunden für den von Rührung ſichtbar durchdrungenen Herrn Rector und alle hoch⸗ erfreute Anweſende. Hierauf ſetzte man ſich zur Tafel; laute Freude, von edeln Gefühlen geweckt und genährt, belebte alle Herzen; ſchöne Geſänge unterbrachen angenehm das Mahl. Toaſte wurden aus voller Seele ausgebracht auf das Wohlſeyn des Herrn Rector Müller, auf den Vorſtand und die übrigen Glieder des Vereins, auf den edlen Geiſt, der bisher ihn durchdrungen, auf das fernere Be⸗ ſtehen desſelben in Eintracht und Beharrlichkeit, und ſo endete heiter, wie es begann, dieſes ſchöne Feſt, und ein jeder verließ mit dem heißen Wunſche die frohe Verſammlung, daß der große Segen eines ſolchen Vereines immer mehr erkannt werden möge. Schenk, Wundarzt, Herr Schulze, Kirchenvorſtand, Herr Sell, Profeſſor, Herr Hartmann Waltz jun., Metzgermeiſter, Herr J. Wien, Kirchenvorſtand, Herr A. Windecker, Kirchenvorſtand, Herr A. Wohlfahrt, Schloſſermeiſter. Anmerk. der Redact. Das Kinderfeſt zu Selters. Am 22. v. M. wurde zu Selters im Kreiſe Nidda ein Feſt begangen, das ſeiner Seltenheit und ſeines ſchönen Zweckes wegen verdient, ver—⸗ oͤffentlicht und zur Nachahmung empfohlen zu wer⸗ den. Obgleich nun, dem Vernehmen nach, in der Kürze eine ausführliche Beſchreibung deſſelben, nebſt einer Abhandlung über den Zweck, die Nothwendig⸗ keit und Einrichtung von Jugendfeſten erſcheinen wird, ſo dürfte eine kurze Schilderung dieſer er⸗ freulichen Feier den geehrten Leſern d. Bl. vorläu⸗ fig wohl nicht unwillkommen und den Lehrern und Freunden der Erziehung und des Unterrichts hie⸗ ſiger Gegend es angenehm ſeyn, ſie darauf aufmerk⸗ ſam gemacht zu haben. Am genannten Tage verſammelten ſich zu Sel⸗ ters die Schullehrer aus den umliegenden Ort⸗ ſchaften: Ortenberg, Aulendiebach, Wippen⸗ bach ꝛc. mit ihren größern Schülern und Schüle⸗ rinnen, um ihnen durch Freuden edler Art einen frohen, heitern Tag zu bereiten. Der Verſammlungs⸗ ort war in dem Hauſe des Herrn Gaſtwirths Glas. Hier wurden die Kinder, vielleicht 5—600, nach der Größe, die kleinſten voran, unter ihren Fahnen, blau und weiß, roth und weiß, grün und weiß in Abtheilungen aufgeſtellt. Gegen 2 Uhr des Nachmittags ſetzte ſich der wohlgeordnete ſchoͤne Zug, dem ſich über 40 Lehrer und Freunde der Jugend anreihten, unter trefflicher Muſik, geführt von dem Feſtcomite und begleitet von einer großen Menge von Zuſchauern, in freudige Bewegung und gelangte nach etwa viertelſtündigen Gehens an den Ort des Feſtes. Ein geräumiger, umgrenzter Rund⸗ platz auf dem Gipfel einer prächtigen, von ehrwür⸗ digen Eichen und Buchen beſchatteten Anhöhe, der ſogenannten Hardt, nahm hier den fröhlichen Zug auf. Die Muſik war verklungen, die flatternden Fahnen mit den Inſchriften:„Freuden in Ehren kann Niemand wehrenz Eintracht ſey des Tages Zielz Veſcheidenheit iſt das ſchönſte Ehrenkleid“ an die im Rondel befindliche bekränzte Eiche befeſtigt— und es ertönte zum Willkommen der Kleinen ein vierſtimmiger kräftiger Männer⸗ geſang. Hierauf beſtieg Herr Pfarrer Münch aus Büdingen die mit Blumen⸗ und Eichenkraͤnzen ge⸗ ſchmückte Rednerbühne, auf deren Vorderſeite in goldnen Buchſtaben die Worte prangten:„Vivat⸗ den M/ und wie ud U dem M Aufhel friſchu diser 2 noſſen f und de dieſen Eo Lehter und st Beden tigen J bar d Enge! aber e welche ſeine und d bemüh ihter Fleiß, dieses 9 nicht einge bald Beßte script Der l Heil, melter zu wer in der en, nebſt dwendig⸗ teſcheinen dieſer er⸗ vorlau⸗ rern und Art einen umlungs⸗ s Glas. 500, nach u Fahnen, run und en 2 Uhr er ſchoͤn⸗ unde der , geführt ger großen egung und us an den ter Rund⸗ n ehrwüͤr⸗ nhoͤhe, det ichen Zug flatternden u Ehren t ſey des s ſchoͤnſte he bekranzte Dillkommen Männer, hünch aus kraͤnzen ge⸗ derſeite in 11 Viva e Ludwig II. Großherzog von Heſſen ꝛc, ſprach in einem herzlichen Gebete den innigen Wunſch aus, daß dieſes Feſt dazu beitragen moͤge, in den Kin— dern neuen Eifer und vermehrten Fleiß in Erfül— lung ihrer Pflichten zu erzeugen und ſie zu gewöh— nen, nur ſolche Freuden zu ſuchen, die keine Reue zurücklaſſen und keine Schande bereiten; forderte alle Anweſenden und namentlich die Kinder mit den Worten des Apoſtels Paulus auf, ſich in dem Herrn aller Wege zu freuen; wies nach, daß dieſe Auf— forderung für unſer Zeitalter keineswegs überflüſſig ſey, daß man vielmehr Urſache habe, Klage zu füh— ren über allzuhäufiges Trachten nach ſinnlichen Freu— den ꝛc., ſetzte auseinander, was ſich freuen heiße, und wie man ſich freuen und vergnügen müſſe ꝛc. ꝛc. und ſchloß damit, daß Vergnügen nicht Zweck, ſon⸗ dern Mittel zur Stärkung unſers Körpers, zur Aufheiterung unſers Gemüthes und zur Er— friſchung unſerer Seele ſeyn, und daß, ſollte dieſer Zweck nicht verfehlt werden, ſie mäßig ge— noſſen werden müßten ꝛc. Ein ergreifender Kinder⸗ und darauf ein erhebender Männergeſang folgte dieſen ſalbungsvollen Worten. Sodann beſtieg der Vorſteher des Feſtes, Herr Lehrer Schmitt aus Aulendiebach, die Bühne und ſprach ſeine Anſicht uͤber den Zweck und die Bedeutung von Volksfeſten überhaupt und des heu⸗ tigen Jugendfeſtes insbeſondere aus; erwähnte dank⸗ bar die thätige Unterſtützung und das beifällige Entgegenkommen der betreffenden Behörden, bedauerte aber auch zugleich, daß ſo Viele, ja ſogar ſolche, welche ſich Lehrer und Freunde der Jugend nennen, ſeine guten und lautern Abſichten zu verdächtigen und die Abhaltung des Feſtes zu verhindern ſich bemühten, machte die Kinder mit der Bedeutung ihrer Fahnen bekannt, und ermahnte ſie, ſich durch Fleiß, Gehorſam, Beſcheidenheit und Sittſamkeit dieſes ihnen bereiteten Feſttags würdig zu machen ꝛc. Wir bedauern, des beſchränkten Raumes wegen nicht mehr in das Einzelne dieſer gehaltvollen Rede eingehen zu können, und müſſen unſere Leſer auf die bald erſcheinende Brochüre verweiſen, welche zum Beßten des Kinderfeſtes gedruckt und um den Sub⸗ ſcriptionspreis von 12 kr. abgegeben werden ſoll. Der beliebte Nationalgeſang„Heil unſerm Fürſten, Heil,“ welcher von dem größten Theil der verſam⸗ melten Menge in herrlichem Einklange geſungen wurde, mehrere Geſaͤnge aus Rektor Müllers zweckmäßigen Sammlungen, von beiden Chören gut ausgeführt, ſchloſſen ſich dieſen Reden an. Alsdann ordnete der Vorſteher des Feſtes Spiele an, welche aus ſeinem Jugendfreunde“) entlehnt waren. Es gewährte dem Kinderfreunde unausſprechliche Wonne, wahrzunehmen, wie ſich Alle an denſelben ergötzten, wie Freude und Vergnügen aus aller Augen ſtrahlte. Schade, daß derſelben ſo wenige ausgeführt werden konnten. Bei dem Rufe„Raſt“ verbreitete ſich, all— gemeiner Jubel. Die ganze Schaar ließ ſich nun auf den Raſen nieder. Wecke und Kaffee wurden herbei gebracht und den Sitzenden durch die größe— ren Mädchen aufgewartet. Auch der größere Theil der Zuſchauer benutzte die Zwiſchenzeit, ſich ein wenig durch Speiſe und Trank zu erquicken. Die hierzu getroffenen Vorrichtungen waren ziemlich gut zu nennen. Gelabt erhoben ſich endlich die Kinder und bildeten nun verſchiedene Gruppenz die eine ſetzte ihre erheiternde Spiele fort, die andere ſtimmte von Neuem fröhliche Geſänge an; kleinere Häuflein unter— hielten ſich untereinander mit ihren anweſenden Eltern und Geſchwiſtern ꝛc.; kurz, es herrſchte allge— meine Heiterkeit und Frohſinn und Luſt. Mit heran— nähernder Abenddämmerung ſah man eine Schule nach der andern wohlgemuth ihren Rückweg wieder antreten, und es verlor ſich nach und nach die ganze zahlreiche Verſammlung, in der wir über eine Stunde lang die gräflichen Familien von Laubach, Orten⸗ berg und Büdingen erblickten und der vielen Honoratioren von Ortenberg und Büdingen, einige Geiſtliche aus der Umgegend ꝛc. vom Anfang bis zu Ende beiwohnten, und ſo endete ein Feſt, das den Kindern unvergeßlich und den theilnehmen— den Freunden, Eltern und Geſchwiſtern gewiß in angenehmer Erinnerung verbleiben wird. Wir können ſchließlich nicht umhin, bei dieſer Gelegenheit den innigſten Wunſch auszudrücken, daß Feſte ähnlicher Art recht oft gefeiert und daß, was damit noch zuſammenhängt, nützliche und zugleich Vergnügen gewährende Jugendſpiele veranſtaltet, und den für das phyſiſche, geiſtige und mora— liſche Wohl ſo heilſamen körperlichen Uebungen *) Eine Sammlung von 100 der auserleſenſten Spiele zur Kräftigung und Erheiterung des Körpers und des Geiſtes. Wiesbaden, 1837. Geb. 1 fl. 30 kr. Vor räthig bei C. Binder nagel. in unſern Erziehungs⸗ und Unterrichtsanſtalten, na⸗ mentlich in den ſtädtiſchen die ihnen gebührende Stelle eingeräumt werden möchte.“) Ein Kinderfreund. ) Wir ſtimmen in dieſen Wunſch ein, und hoffen, daß die Zeit nicht ferne iſt, da auch in Friedberg ſolche Kinderfeſte ſtatt haben werden! Die jungen Leute müſſen es bei uns abſehen, wie man ſie feiert, um einmal als Lehrer ähnliche in andern eee e . ie Red. Kaſſe für taubſtumme Konfirmanden. Für die Predigt ꝛc. des Herrn Prof. Sell, von deren Ertrag eine Kaſſe für taubſtumme Konfirmanden gegründet werden ſoll, iſt ferner bis heute eingegangen: Von Exempl. fl. kr. Herrn Bürgermſtr. Faatz in Niedereſchbach 3 36 „ Pfarrvikar Rahn daher 3— 48 „ Pfarrer Manchot in Nidda 6 1 30 17„ Bertram in Heldenbergen 25 1 45 Einem Ungenannten aus Ockſtadt 1— 12 Herrn Pfarrer Bößwald in Ilbenſtadt 3 1 5„ Käaiſer in Obermörlen 1 1 45 „ Rentamtmann Stödler in Seligenſtadt 1— 35 Von Friedberg, von einem Ungenannten 1 1 10 Sr. Excellenz Herrn Finanzminiſter Freiherrn von Hofmann 1 Friedberg den 23. Auguſt 1838. 3 C. Bindernagel. Bekanntmachungen von Behoͤrden. Zehnten ⸗ Verkauf. (786) Der den Erben des Regierungsrath Buff dahier zugehörige, in den Gemarkungen von Gam⸗ bach und Griedel belegene Zehnten ſoll Freitag den 31. Auguſt d. J., Morgens 10 Uhr, in Butz bach im Gaſthauſe des Herrn Joutz, öffentlich an den Meiſtbietenden unter den im Ter⸗ mine bekannt zu machenden Bedingungen durch den Unterzeichneten verkauft werden. Gießen den 25. Juni 1888. Jun Auftrag der Erben: Trapp I., „Hofgerichts-Advokat. Gläubiger Aufforderung. (914) Ludwig Schultheis von Wiſſelsheim beabſichtigt nach Bühlerthann im Königreich Würtemberg auszuwandern. Rechtsanſprüche an denſelben ſind binnen drei Monaten bei großherz. Landgericht Friedberg anzumelden, gegenfalls die Entlaſſungsurkunde ertheilt werden wird. Friedberg den 20. Juli 1838. Der großherzoglich heſſiſche Kreisrath des Kreiſes Friedberg. Küchler. Edictalla dung. (915) Der Gottfried Weſtphal von hier, geboren am 24. Dezember 1752, welcher vor 50 Jahren mit den kurheſſiſchen Truppen nach Amerika gegangen 252— und über deſſen Leben oder Aufenthalt ſeit 30 Jah⸗ ren jede Nachricht ausgeblieben iſt, oder deſſen et⸗ waige Leibes⸗, Teſtaments⸗ oder Vertragserben werden aufgefordert ſich binnen ö 3 Monaten zum Empfang des in liegenden Gütern beſtehenden Vermögens des Gottfried Weſtphal ſogewiß anzu⸗ melden und zu legitimiren, als ſonſt derſelbe fur todt erklärt und das Vermögen deſſen aufgetretenen Seitenverwandten ohne Caution eigenthümlich über⸗ wieſen werden ſoll. 5 a Windecken den 4. Auguſt 1838. Kurfuͤrſtl. heſſ. Juſtizj-Amt daſelbſt. Neuhof. vt. Degen. Gläubiger ⸗ Aufforderung. (916) Heinrich Paul Friedrich Zahn von Niederurſel beabſichtigt nach Eſchborn herzoglich naſſauiſchen Amts Höchſt auszuwandern. Rechts⸗ anſprüche an denſelben ſind binnen drei Monaten bei großh. Landgericht zu Rödelheim anzumelden, gegenfalls die Entlaſſungsurkunde ertheilt werden wird. Friedberg den 1. Auguſt 1838. 1 Der großherzoglich heſſiſche Kreisrath des Kreiſes Friedberg. Küchler. Hofraithe-Verſteigerung. (929) Montag den 3. September l. J., Vormit⸗ tags 10 Uhr, ſoll in hieſigem Rathhaus wegen Ver⸗ mögensauseinanderſetzung die den Chriſtian König⸗ ſchen Eheleuten zuſtehende und an der Straße nach Cronberg gelegene Hofraithe, in welcher bis⸗ her Wirthſchaft betrieben wurde, beſtehend in einem zweiſtöckigen Wohnhauſe nebſt Anbau, unter den bei der Verſteigerung bekannt gemacht werdenden Bedingungen, öffentlich meiſtbietend verſteigert wer⸗ den. Rödelheim den 13. Auguſt 1838. Der großh. heſſ. Bürgermeiſter W. Brill. i Ediecetalla dung. (930) Konrad Junghans aus Butzbach, welcher früher als Reiſender in den Dienſten des Kaufmann J. D. Haas in Dillenburg geſtanden hat, iſt im Mai dieſes Jahrs verſtorben, und ſeine Inteſtat⸗ erbin, die Ehefrau des Kaufmann Eckher in Uſingen, hat den Nachlaß unter der Rechtswohlthat des In⸗ ventars angetreten. Wer daher Forderungen oder ſonſtige Anſprüche an dieſe Verlaſſenſchaft zu machen hat, hat dieſelben um ſo gewiſſer binnen 6 Wochen von heute an, hier anzumelden und zu begründen, als ſonſt keine weitere Rückſicht darauf genommen wird. Friedberg am 6. Auguſt 1838. i Großh. heſſiſches Landgericht Hofmann. Brumhard. mehterer iuvigiliten, auhet abl Großk 2222 (939) 9 um 11 U bon unge IIWaſſerleit Ihehmende Friedl 9 938) Kteisralſ 1. g. Vormit, vegen Ver, au Kong, 7 Straße cher bis⸗ in einem mer den werdenden gert wer⸗ rgermeiſttt „ welcher Kaufmann u, iſt im Inteſtat⸗ u Uſingen, u des Ju ingen oder zu machen 6 Wochen begründen, genommen undgericht mhard — 3253— Bekanntmachung. (933) Mittwoch den 29. d. M., Vormittags um 10 Uhr, wird die Lieferung des erforderlichen Brodes für die Garniſon Friedberg pro 48. Quartal d. J. auf dem hieſigen Militair⸗ Verwaltungs-Büreau berſteigert.— Die Herrn Bürgermeiſter der Um— zegend Friedbergs werden erſucht, dieſes geeignet be⸗ fannt machen zu laſſen. Friedberg den 16. Auguſt 1838. In Auftrag: Golz, Oberquartiermeiſter. Hofraithe-Verſteigerung. (934) Auf Verfügung großh. heſſ. Landgerichts hahier ſoll Montag den 3. September l. J., Vor⸗ nittags um 11 Uhr, in hieſigem Rathhaus die Jacob Engels Hofraithe, beſtehend in Wohnhaus, zum Engel genannt, mit großem Hinterbau und Stallung, ein Hrn. Boutemy und Frau Kromm in der Uſer⸗ gaſſe gelegen, öffentlich meiſtbietend verſteigert werden. Friedberg den 16. Auguſt 1838. . Der Bürgermeiſter D. Fritz. Steckbrief. 935) Sämmtliche Juſtiz⸗ und Polizeibehörden perden erſucht, auf den hierunter ſignaliſirten, auf küchtigem Fuße befindlichen Mühlburſchen Johannes fort von Holzhauſen, welcher wegen aͤlſchung und nehrerer Diebſtähle dahier in 5 5 ſteht, üvigiliren, denſelben im Betretungsfall arretiren und inher abliefern zu laſſen. Großkarben den 6. Auguſt 1838. Großherzogl. heſſ. Landgeicht daſ. Muhl. Signalement: Alter: 19 Jahre, Größe: 7 Fuß 1 Zoll,(gr. heſſ. Maas.) Farbe der Haare: braun, „„ Augenbraunen: braun, „„ Augen: blau, Stirne: niedrig, Naſe: ſpitz, etwas gebogen, Mund: gewöhnlich, Kinn: rund, Bart: im Entſtehen, Geſichtsform: oval, „ farbe: geſund, Beſondere Zeichen: keine. Bekanntmachung. 939) Mittwoch den 29. Auguſt l. J., Vormittags m 11 Uhr, ſoll in hieſigem Rathhaus die Legung en ungeſähr 3000 Fuß gußeiſernen Röhren zur Baſſerleitung in der Stadt, öffentlich an Wenigſt⸗ ghmende verſteigert werden. Friedberg am 16. Auguſt 1838. Der Bürgermeiſter D. Fritz. Mobilien ⸗Verſteigerung. 938) Donnerſtag den 30ſten Auguſt l. J., von Morgens 9 Uhr an, ſollen auf freiwilliges An⸗ ſuchen des Herrn Philipp Wismath dahier in ſei⸗— nem Hauſe in der Uſergaſſe deſſen Mobilien, be⸗ ſtehend in Kupfer, Zinn, Meſſing, Eiſen, mehreren Kleiderſchränken, mehreren Komoden, Tiſchen, Stüh⸗ len, Bettladen, einer Wanduhr, Spiegel, Bettung, Weibs⸗ und Mannskleider, auch ſonſtiges Haus⸗ geräth, öffentlich an Meiſtbietende verſteigert werden. Friedberg den 16. Auguſt 1838. Der Bürgermeiſter D. Fritz. Bekanntmachung. (957) Montag den 27. d. M., Vormittags 10 Uhr, ſollen auf hieſiger Saline circa 20 Centner altes Gußeiſen, beſtehend in alten Oefen ꝛc., meiſt— bietend verkauft werden, welches hiermit zur Nach— richt dient. Nauheim den 17 Auguſt 1838. Kurfuͤrſtliches Salzamt, Meinhard. Wilhelmi. Weiß. Straßenbauarbeit von Niedermörlen nach Ziegenberg. (958) Freitag den 31. Auguſt, Vormittags 9 Uhr, wird ein Theil der Planirarbeit an der neu zu erbauenden Provinzialſtraße von Butzbach bis an die naſſauiſche Grenze in der Richtung nach Uſingen in einzelnen Abtheilungen an die Wenigſtnehmenden, unter den vorher bekannt gemacht werdenden Be⸗ dingungen, an Ort und Stelle öffentlich verſteigert. Der Anfang der Verſteigerung beginnt bei der Ka⸗ pelle zu Obermörlen. Die großh. Bürgermeiſter werden erſucht, Vor⸗ ſtehendes in ihren Gemeinden bekannt machen zu laſſen. Friedberg den 21. Auguſt 1838. Der großh. heſſ. Kreisbaumeiſter Rhumbler. Straßenbauarbeit. (959) Mittwoch den 5. September, Vormittags 9 Uhr, wird ein Theil der Planirarbeit an der neu zu erbauenden Provinzialſtraße von Friedberg über Oberrosbach bis an die Grenze in der Richtung von Homburg v. d. H. in einzelnen Looſen an die Wenigſtnehmenden, unter den dabei bekannt gemacht werdenden Bedingungen, an Ort und Stelle öffentlich vergeben. Die großh. Bürgermeiſter werden erſucht, Vor— ſtehendes in ihren Gemeinden bekannt machen zu laſſen. Friedberg den 21. Auguſt 1838. 8 Der großh. heſſ. Kreisbaumeiſter Rhumbler. Grasverſteigerung. i (960) Montag den 27. Auguſt d. J., Vormit⸗ tags 9 Uhr, ſoll auf hieſigem Gemeindehauſe das Grummetgras von circa 200 Morgen Wieſen unter den bei der Verſteigerung bekannt gemacht werdenden — Bedingungen öffentlich an den Meiſtbietenden verſtei⸗ gert werden. Florſtadt den 21. Auguſt 1888. 5 Der großh. heſſ. Bürgermeiſter Götz. Holz ⸗Verſteigerung. (961) Nächſten Dienſtag den 28. d. M., Nach⸗ mittags um 2 Uhr, werden aus denen diesherrſchaft⸗ lichen Waldungen auf dem Platz in dem Wald zu⸗ nächſt dem haſſelecker Pfad nachfolgendes Kiefern⸗ holz als: N. 1 40 Stück Rüſtſtangen, 2) 250„„ Baumſtützen, 3) 34 Stecken Holz und 4) 100 Stück Wellen zur Verſteigerung gebracht werden, welches zur Kennt⸗ niß der Kaufluſtigen anmit bringt. Ockſtadt den 23. Auguſt 1838. Die hochfreiherrl. v. franken⸗ ſtein'ſche Rentei daſelbſt. Brod-Lieferung zu Butzbach. Montag den 3. September d. J,, des Vor⸗ ſoll die Lieferung des Brod⸗ bedarfs für die II. Diviſion Garde⸗ Regiments Chevauxlegers auf das vierte Quartal d. J. an die Wenigſtnehmenden mittelſt Verſteigerung in Accord gegeben werden. Butzbach den 22. Auguſt 1838. In Auftrag: Cellarius, Unterquartiermeiſter. Arbeits ⸗Verſteigerung. (963) Dienſtag den 28. Auguſt l. J., Nachmit⸗ tags 1 Uhr, ſoll zu Niederurſel die Anfertigung einer Strecke Chauſſee von circa 80 laufenden Klftr. und die Maurerarbeit, die an zwei Durchläſſen nöthig iſt, excluſive der Materialien⸗Lieferung, an den Wenigſtnehmenden, unter den vor der Verſteigerung zu eröffnenden Bedingungen öffentlich vergeben werden. Die Zuſammenkunft iſt an dem Ruppelſchen Wirthshauſe dahier. Niederurſel den 15. Auguſt 1838. Der großh. heſſ. Bürgermeiſter Amſel. Grummetgras-Verſteigerung. (964) Freitag den 31. Auguſt, Nachmittags 1 Uhr, ſoll dahier das Gemeinde Grummetgras von ungefähr 30 Morgen meiſtbietend verſteigert werden. Die Herrn Bürgermeiſter werden erſucht, dieſes in ihren Gemeinden zu veröffentlichen. Aſſenheim den 20. Auguſt 1838. Der großh. heſſ. Bürgermeiſter Günther. 5 Grummetgras⸗Verſteigerung. (965) Montag den 27. d. M., Nachmittags um 1 Uhr, ſoll das diesjährige Grummetgras von ungefähr 90 ¼ Morgen freiherrl. von Oö w' ſchen Wieſen in hieſiger Gemarkung, in der Behauſung (962) mittags um 10 Uhr, 254 — des Gaſtwirths Alles dahier, meiſtbietend verſteiger werden. Florſtadt den 22. Auguſt 1838. Der freiherrl. von Löw' ſche Rentmeiſter Müller. Gras ⸗Verſteigerung. (966) Freitag den 31. d. M., Nachmittags 2 Uhr, wird das Gras zu Grummet dahier 1) Von 6% Morgen Gemeindewieſen, 27„„„ der zweiten Pfarrei und 30%„ der herrſchaſtlichen Schäferei gehörigen Wieſen einer öffentlichen Verſteigerung ausgeſetzt werden. Indem man dieſes zur offentlichen Kenntniß bringt, erſuche ich die Herrn Bürgermeiſter in der Umgegend, dieſe Verſteigerung gefälligſt veröffent⸗ lichen zu laſſen. 1 Oberrosbach am 23. Auguſt 1838. Der großh. heſſ. Bürgermeiſter 1 Lämmer. Bekanntmachung. (967) Montag den 10. September d. J., Vor⸗ mittags 10 Uhr, ſoll an hieſiger Saline eine Quan⸗ tität Brodfrucht für die hieſige Salinen⸗Knappſchaft dem Wenigſtnehmenden unter den im Termin bekannt gemacht werdenden Bedingungen in Lieferung über⸗ geben werden, welches den dazu Luſttragenden hier⸗ durch zur Nachricht dient. Nauheim den 22. Auguſt 1838. Kurfuͤrſtliches Salzamt. Meinhard. Wilhelmi. Weiß. N— Privat⸗Bekanntmachungen. Kapitalien zu 4% (968) können wieder in das Mathildenſtift dahier eingelegt werden. Ein Logis im zweiten Stock (943) hat zu vermiethen Heinrich Stamm in der Metzgergaſſe. Empfehlung. g (969) Eine ſehr ſchöne Sorte gepreßter ſaffiane⸗ ner Rücken und Ecken, die ſich zum Einbande der neueſten Ausgabe der Schiller'ſchen Werke eignen, empfehle ich, auch ihrer beſonderen Billigkeit wegen, beſtens. Auch beſitze ich einen Firniß für Aquarell⸗Bilder, Landkarten, Vorſchriften und Bleiſtiftzeichnungen ge⸗ eignet, der wegen ſeines herrlichen Glanzes, den er hervorbringt, ebenfalls beßtens empfohlen werden kann. H. Neuhof, Buchbinder. Ein vollſtändiges Logis (921) auf ebener Erde hat zu vermiethen in der Uſergaſſe Ph. Schmidt. Ein vollſtändiges Logis a (970) in meinem Hauſe kann mit Ende Novem⸗ ber bezogen werden. = SOS ee — = 9720 Uuguſt d. Felegenhei V dieſem ſuffen. Jo een Bemer Lanz in d Alten wirt 0 beßtens Huch entg 73) E Wetzſtein, Glaſermeiſter. Abſt Neber 12 ben kann, Ein u 975) M. auf ann durc ten. De en eine“ 76) u lens u. ceilen gi Dorhei alzamt. *. Weiß Jen. denſtift dahit eßter ſaffia Einbande! Werke eign ligkeit wen Ende Nun Flaſerm Für Auswanderer nach Amerika. 971) Wir unterzeichnete Mitglieder einer Ge⸗ ſillſchaft Auswanderer aus Rodheim und der Um⸗ Agend beſcheinigen hiermit gern, daß wir ſofort guch Ankunft in Bremen eingeſchifft wurden, um hit dem ſchönen dreimaſtigen Bremer Schiffe Eliſe, Capt. Joh. Koch nach Baltimore befoͤrdert zu nerden. Zugleich verfehlen wir nicht unſern Landsleuten A empfehlen, ſich bei ihrer Beförderung der Ver— mittlung des Herrn Chr. Hecht in Friedberg, Menten des Herrn Carl Traub in Bremen, zu bidienen, wenn ſie ſich einer reellen und prompten Befoͤrderung verſichert halten wollen. Bremen den 10. Auguſt 1838. Georg Wall Konrad Käſter Johs. Schreiner 905 Georg Eberhardt 5 Johs. Oley Rodheim Georg Reck Kreiſes Balthaſer Weifort] Friedberg. Heinrich Weber Johs. Schmolbach. Heinrich Diehl v. Rodheim K. Nidda. Peter Ros von Eſchbach Kreiſes 5 Friedberg. Ockſtaͤdter Kirchweihe. (72) Sonntag deu 26. und Montag den 27. Aguſt d. J. iſt Kirchweihe zu Ockſtadt. Bei dieſer Olegenheit iſt bei mir gute Tanzmuſik nebſt allen aß dieſem Feſte gewöhnlichen Erforderniſſen anzu⸗ treffen. Ich lade hierdurch dazu höflichſt ein, mit den Bemerken, daß bei ungünſtiger Witterung der Denz in dem Hauſe am Eingange des Gartens ge⸗ haten wird. Für Pünktlichkeit und Ordnung werde ic beßtens ſorgen, daher ich einem zahlreichen Zu— puch entgegen ſehe. Krug. Zum Vermiethen. 973) Es ſind 2 oder mehrere moblirte Zimmer ieſſt Nebenzimmer billig zu vermiethen bei Philipp Sieck. 1 Ein neuer Wagen, 974) welcher ein- und zweiſpännig gefahren wer⸗ den kann, iſt in Petterweil zu verkaufen bei Wilhelm Becker. Ein weißes ſeidenes Halstüchelchen 975) mit einer Roſenguirlande wurde den 22. „ M. auf dem Wege von dem Hauſe des Hrn. Salz— nin durch das Roſenthal bis nach Fauerbach ver— en. Der redliche Finder wird gebeten, ſolches chen eine Belohnung bei der Exped. d. Bl. abzugeben. Offene Stelle. 76) Unterzeichneter wünſcht einen Burſchen in Dinſt zu nehmen, der die gewöhnlichen Garten— ütbeiten gründlich verſteht. Dorheim. Dr. Jaup. Warnung. (977) Ich warne hiermit jedermann, etwas auf meinen oder meiner Kinder Namen zu borgen, indem ich alle meine Bedürfniſſe baar berichtige und fuͤr nichts Geborgtes hafte. Friedberg den 21. Auguſt 1838. Dr. Crößmann. Oſſenheimer Waͤldchen. 978) Sonntag den 26. d. M. iſt im oſſenheimer aͤldchen gut beſetzte Harmonie- und Tanzmuſik anzutreffen, wozu höflichſt einladet Aehle. Maurergeſellen werden geſucht. (979) Die Arbeiten an der Taunus⸗Eiſenbahn haben nunmehr eine ſolche Ausdehnung erhalten, daß noch eine große Anzahl Maurer Beſchäftigung finden können; der Tagelohn iſt 52 und 54 Kreu⸗ zer; es läßt ſich aber im Accord leicht das Doppelte verdienen. Man melde ſich in Höchſt(bei Frank⸗ furt) an einer der Brücken. Eine Strick- und Nähſchule (980) iſt Unterzeichnete Willens zu errichten, und bittet um geneigte Berückſichtigung. Sie wohnt bei Schloſſermeiſter Scheibel in der Wolfengaſſe. Michael Waltz, Wittwe. Mobilien ⸗Verſteigerung. (981) Mittwoch den 29. Auguſt l. J., Morgens 9 Uhr, ſollen in der Behauſung des Herrn Gaſt⸗ wirths Henſel zu Boͤnſtadt, die zum Nachlaſſe der verwittweten Förſter Afſmuß gehörigen Mobilien, beſtehend in Weißzeug, Bettung, Kleidungsſtücken, Kupfer, Meſſing, Zinn, Holzwerk u. dgl., öffentlich an den Meiſtbietenden verkauft werden. Bönſtadt den 23. Auguſt 1838. Die ſämmtlichen Erben der Verſtorbenen. Bekanntmachung. (982) Der Unterzeichnete iſt entſchloſſen Donners⸗ tag den 30. Aug. l. J., Vormittags 10 Uhr, mehrere Fäſſer, Einmaiſchbütten zur Brennerei, eine Aepfel⸗ weinpreſſe, welche 1 Ohm auspreßt, und mehrere Hausgeräthſchaften freiwillig an den Meiſtbietenden zu verkaufen. Ferner will er Donnerſtag den 27. Sept. l. J., Vormittags um 10 Uhr, ſeine Wohngebäude, nebſt 30 Morgen Güterſtücke, im Einzelnen oder auch im Ganzen, auf 4 Martini⸗Termine ebenfalls einer freiwilligen Verſteigeruug an den Meiſtbietenden ausſetzen. Die Wohngebäude beſtehen in 5 Zimmern nebſt Saal, 55 Fuß lang und 22 Fuß breit, Brennhaus, 2 Kellern, 2 Kühſtälle für 16 Stück, 1 Pferdeſtall für 2 Pferde, 2 Holzſchoppen und eine gut gebaute Scheuer, 1 bedeckte Kegelbahn, wo man in der Wirthsſtube kegeln kann. Holzhauſen den 19. Auguſt 1838. Georg Ohly. Selſerbrunnen bei Okarben. (983) Zur Feier des Namenstags unſeres allver⸗ ehrten Großherzogs iſt Sonntag den 26. Auguſt am hieſigen Mineralbrunnen von der friedberger Militärmuſik Tanz⸗ und Harmonie⸗Muſik anzutreffen. Wobei noch bemerkt wird, daß bei günſtiger Witterung ſich ein Singverein von Frankfurt einfindet, wozu mit der Verſicherung promteſter und billigſter Bedienung höfligſt einladet Havenecker. Ein liegender Flügel (984) iſt zu verkaufen. Das Nähere bei der Expedition d. Bl. Literariſche Anzeige. (985) In zweiter Auflage iſt ſo eben erſchienen und bei C. Bindernagel in Friedberg vorräthig: Die Kunſt a Holz zu erſparen 5 oder Anweiſung eine vollſtändige Befeuerung des Heerdes und der Oefen mit zwei Drittheilen, meiſt ſogar der Hälfte und weniger, des gewöhnlichen Bedarfs an Brennholz zu bewirken, für Jeder⸗ mann mit geringen Koſten ausführbar, durch Er⸗ fahrung erprobt, und mitgetheilt von einem Sachkundigen. Mit erläuternden Zeichnungen.(Gr. 8. Hanau. König.) Preis. 12 kr. (986) In der Rein' ſchen Buchhandlung in Leip⸗ zig erſchien ſo eben und iſt bei C. Bindernagel in Friedberg zu bekommen: N Der Sturm auf dem Rhein. Vier Unterhaltungen mit Schiffern über die Frage: Welche ſind die wahren Freunde und Feinde der katholiſchen Kirche? Geheftet 18. kr. Nachtrag zu den Bekanntmachungen von Behörden. Bekanntmachung. (987) Künftigen Mittwoch den 29. d. M., Vor⸗ mittags um 10 Uhr, werden zu Niederwöllſtadt auf daſigem Wieſengrund auf Ort und Stelle 700 Klftr. Graben⸗Arbeit an Wenigſtnehmende verſteigert. Ich erſuche die Herren Bürgermeiſter dieſes in ihren Gemeinden bekannt machen zu laſſen. Niederwöllſtadt den 23. Auguſt 1838. Der großh. Bürgermeiſter Bauſch. Arbeits- Verſteigerung. (9880 Dienſtag den 28. Auguſt, Vormittags 10 Uhr, ſollen die zur Erbauung einer großen von Hau⸗ ſteinen conſtruirten Brücke über die Nidder bei Kon⸗ radsdorf nöthigen Arbeiten und Materiallieferung bei Wirth Glas in Selters öffentlich an die We⸗ nigſtnehmenden unter den bei der Verſteigerung be⸗ kannt gemacht werdenden Bedingungen in Accord gegeben werden. * 286— Der Maurerarbeitslohn beträgt nach dem Vorau⸗ 1 ſchlag 1141 fl. 34 kr. Die Materialien zur Maurerarbeit 1055„ 10„ Die Steinhauerarbeit incluſive der Material⸗Lieferung 922„ 49„ Der Zimmerarbeitslohn fur einen Pfahlroſt 176„ 50„ Die Schloſſerarbeit 431„ 40„ Zuſammen 6718 fl. 3 kr. Plan, Voranſchlag und Steigbedingungen liegen bei dem Unterzeichneten zur Einſicht offen. Nidda den 23. Auguſt 1838. s Der großh. heſſ. Kreisbaumeiſter Süffert. Fruͤchte⸗Preiſe hier in Friedberg: Waizen: 8 fl.— kr. Korn: 6 fl. 30 kr. Gerſte: 4 fl.— kr. Hafer: 3 fl. 30 kr. Erbſen:— fl.— kr. Fruͤchte⸗Preiſe zu Frankfurt, am 20. Auguſt: Waizen: 8 fl. 40 kr. Korn: 6 fl. 15 kr.— Gerſte:— fl.— kr. Hafer: 4 fl. 12 kr. Erbſen:— fl.— kr. Fruͤchte⸗Preiſe zu Mainz, am 17. Auguſt: Waizen: 8 fl. 23 kr. Korn: 6 fl. 5 kr. Gerſte: 4 fl. 13 kr. Hafer: 4 fl 20 kr. Erbſen:— fl.— kr. Polizei-Taxe fuͤr die Städte Friedberg und Butzbach vom 26. Auguſt bis 2. Sept. 1838. K iedberg Butzbach. d Brod Preiſe. rie 1 2 0 kr. pf. kr. pf. 1 Leib ⸗Roggenbrod 2 2 2— 2 17 7. 5— 5— 4 7. 1 10 1 10 2 5 Loth. Loth. —[Milchbrod i n —[Waſſerweck„ e —(Gemiſchtes(Tafel⸗) Brod 11 6¼* Fleiſch⸗Preiſe. i f 5 pf. of. 1 Ochſenfleiſch 1112 111— „Kühfleiſch 8 3 81 2 „ Rindfleiſch 98 92 8— „Kalbfleiſch 7 2 7 „Schweinenfleiſch 1 1113 „Hanmmellleiſch 9— 9— 7 Schaaffleiſch 2 7 3— „ Wurſt von blos Schweinen 14— 14— „Gemiſchte Wurſt 10— 10— „Bratwurſt 5 15— 15— „ Schwartenmagen 16— 16— „Geräucherter Speck 222üůü „Schinken 5 15— 15— „ Dörrfleiſch 16— 16— „ Schweinenſchmalz, ausgelaſſen 18— 18— * dito unausgelaſſen 16— 16— „ Nierenfett 198— 18— Hammelsfett 15%— 15 Der großh. heſſ. Kreisrath d. K. F. Küchler. (Mit einer literariſchen Beilage.) Gedruckt und verlegt unter Perantwortlichkeit von Tar!l Bindernagel in Friedberg. f Da! uz Ml wi Cin wohl at Mittage hüube, errichtet Verehru Fuͤrſten einigt. Mahles meiner das We Landesv Muſik i. den aus Nac Verein; derſelbe Friedbe Wir das geſa mahle glächen Auch ie kebehoch