onſtadt An⸗ und 0 ange⸗ n, ſodann olzwagen . Hirzel, eiſter. — n, Kreiſes e Tochter „ weiland Tochter. eboren den u Friedrich ana Anto⸗ im Friedrich irths Herrn im Allgemeinen, 82 den Kreis Friedberg und die angrenzenden Bezirke im Beſonderen. —— M 3. Fremder Beſuch in der Wetterau. Bei ſtarker Kälte pflegt ſonſt Jedes zu Hauſe zu bleiben, wer nicht nothwendig außerhalb zu thun hat. Uns Wetterauern aber brachte eben dieſe Kälte einen Beſuch, den wir ohne ſie ſchwerlich erhalten haben würden; es war der ſ. g. Singſchwan(eignus musicus nach Bechſteinz c. melanorhynchus, ſchwarzſchnabeliger Schwan, nach Meyer). Dieſes Thier lebt ſonſt in den nördlichſten Ländern von Eu⸗ ropa, Aſien und Amerika, und iſt namentlich auf der Inſel Island ſehr häufig. Im Mai baut es ſich ſein breites Neſt im Waſſer von Binſen und dergleichen; das Weibchen legt in daſſelbe etwa 5 Eier, und brütet ſie aus, während das Männchen ihm treulich Ge— ſellſchaft leiſtet und faſt das Neſt nicht verläßt. Bis zum Oktober ſind die Jungen beinahe erwachſen, haben aber eine graue Farbe. Im zweiten Jahre kommen einzelne weiße Federn, und erſt ſpäter er— hält der Vogel ſeine weiße Farbe. Der Schnabel iſt wie die Beine ſchwarz, hat aber eine gelbe Wurzel. Hierin unterſcheidet er ſich weſentlich von dem gemeinen oder ſtummen Schwane, deſſen Schnabel roth iſt und einen Fleiſchhöcker hat. Außer⸗ dem iſt— nicht, wie man ſonſt glaubte, beim Männchen allein, ſondern bei beiden Geſchlechtern der Bau der Luftröhre beſonderer Art und faſt trom— petenförmig gebildet. Wenn dieſe Vögel in kleineren Schaaren hoch in der Luft ſich befinden, ſo ſollen ſie angenehm melancholiſche Töne von ſich geben. Auch erzählten ſchon die Alten, wenn ſie verwundet wären und ſich dem Tode nahe fühlten, ſo drückten ſie im lieb⸗ lichſten Geſange und in den rührendſten Tönen dieſes Vorgefühl des nahen Todes aus. Daher kommt bei uns noch jetzt der Ausdruck Schwanen⸗ geſang; eben daher erhielt auch dieſe Art Schwäne den Namen Singſchwan. Manche neuere Natur- forſcher, und unter dieſen beſonders unſer Lands— Sonnabend, den 24. Februar 13338. mann Meyer, wollen nichts davon wiſſen. In— deſſen erklärt es doch einer der ausgezeichnetſten Naturforſcher unſerer Zeit, der bekannte Profeſſor Oken in Zürich, für„nicht ungegründet.“ Schrei— ber dieſes, der ſelbſt noch keinen ſolchen Schwanen— geſang gehört, legt auf das Zeugniß dieſes Mannes hier einen um ſo größeren Werth, als man über— haupt nicht gern das für Fabel erklärt, was man in ſeiner Jugend mit herzlicher Theilnahme ſich hat vorerzählen laſſen, wie eben dieſe Nachricht von dem ſterbenden Schwane, der vor ſeinem Ende erſt noch ſein ganzes Gefühl in einem Geſange hingibt. Der Singſchwäne ſoll kürzlich eine große An⸗ zahl über Butzbach hingeflogen ſeyn. In der Um— gegend von Friedberg ließ ſich eine aus den bei— den Eltern und 4 Jungen beſtehende Familie nieder. Das Weibchen wurde flügellahm geſchoſſen und wird noch hier aufbewahrt. Die übrigen halten ſich ſchon eine Zeitlang in der Nahe des Usbaches auf; denn dieſer gefriert nicht leicht, wegen der Menge des Salzwaſſers, welches ihm bei Nauheim zukommt. Merkwuͤrdiger Maͤus fraß. Wo Mauſe ſind, da gibt es auch Mäusfraß. Das wiſſen wir in unſerer Wetterau ſchon lange; denn dieſes Ungeziefer ſtellt ſich manchmal bei uns in ſolcher Menge ein, als ſuchte es den böſen Erzbiſchof Hatto von Mainz auf, der zuletzt, um ſich ihrer zu erwehren, einen großen Thurm mitten im Rhein erbaut haben ſoll, auf welchem er ſich aufhielt. Der Thurm ſteht noch da, nicht weit von Bingen, und heißt der Mäuſethurm. Manchmal gibts auch Mäusfraß ohne Mäuſe, wenn ein trü— geriſcher Verwalter nicht anders weiß, wie er ſei— nen Trug bemaͤnteln ſoll. Es kommt aber am Ende doch heraus, und nur„Ehrlich währt am Längſten.“ Den allerärgſten Mäusfraß hat der Graf Colon na in Schleſien gehabt, und war nur gut, daß er ge— rade dieſen Mann traf, denn es war des Königs von Preußen reichſter Unterthan, der nach ſeinem Tode einem lachenden Erben mehr als 10 Millio— nen Gulden hinterließ. Als dieſer reiche Graf Co— lonna einmal ſeine Eiſenhämmer beſuchte, und ſich, bei der Gelegenheit auch die Rechnungen von den Hämmer⸗Verwaltern vorlegen ließ, fand er, daß bei Einem vierhundert Centner Eiſen fehlten ohne daß ein Beleg dabei war, der angeben kohllke, wo ſie denn eigentlich hingekommen wären„Einen Namen muß doch die Sache haben,“ ſagte der Graf; „ſchreiben Sie's unter die Rubrik Mäusfraß. Da— mit aber eine ſolche Rubrik hier nicht noch einmal vorkommt, ſo will ich Ihnen einen andern Poſten geben, denn zum Rechner taugen Sie, ſcheints, nicht.“ Das iſt der ärgſte Mäusfraß, der je in der Welt vorgekommen iſt, ſo lange Kaſſen verwaltet werden. Unſern Kaſſenverwaltern rathen wir, die Hände rein zu halten; denn heut zu Tage gibt es keine Colonna's mehr, die vierhundert Centner Eiſen unter der Rubrik Mäusfraß paſſiren laſſen. Bekanntmachungen von Behoͤrden. N Hofraithe-Verſteigerung. (14) Auf Anſuchen der Frau Adam Schuſters Wittwe, ſoll Montag den 26. Februar l. J., Vor⸗ mittags um 10 Uhr, im hieſigen Rathhauſe deren Hofraithe in der Kirchgaſſe an Herrn Profeſſor Fertſch gelegen, mit Nr. 261 bezeichnet, beſtehend in Wohnhaus, Stall und Gärtchen, einer öffent— lichen freiwilligen Verſteigerung ausgeſetzt' werden. Friedberg den 11. Januar 1838. In Auftrag: Der Bürgermeiſter D. Fritz. Edictalladung. (127) Da die von Joſeph Jeckel und Ehefrau zu Obermörlen dem Oppershofer Kirchenkaſten un⸗ term 17. Dezember 1819 conſtituirte Hypothek uber 150 fl. längſt abgetragen, jedoch verloren gegangen ſeyn ſoll, ſo werden auf geſtellten Antrag alle, welche auf jene Obligation und insbeſondere auf die darin unter V. 2¼ 31 Ruthen im Kirchfeld im Kriebs⸗ loch und 6%, 1 Viertel 6 Ruthen auf der Haide des Flurbuchs der Gemarkung Obermörlen vorkom— mende Grundſtücke Anſprüche bilden zu können glau— ben, zu deren Geltendmachung binnen 6 Wochen unter dem Rechtsnachtheile aufgefordert, daß ſonſt jene Obligation für mortificirt erklärt, der deßfall— ſige Eintrag in den Hypothekenbüchern gelöſcht und dem Kaufbriefe über obgedachte beide Grundſtücke die gerichtliche Beſtätigung ertheilt werden wird. Friedberg den 3. Februar 1838. Großh. heſſiſches Landgericht Hofmann. Edictalladung. 126) Johannes Adam Reuter von Nieder- Güterſtücke zur Caution ein. gefertigte Cautions-Inſtrument ſoll indeſſen ver— weiſel wurde im Jahr 1824 zum Rechner der da— ſigen Gemeinde beſtellt, und ſetzte zu dem Ende unterm 7. April gedachten Jahres gemeinſchaftlich mit ſeiner Ehefrau mehrere auf 2187 fl. gewürdigte Das desfalls aus— loren gegangen ſeyn, und iſt deßhalb beantragt worden, daß an deſſen Stelle eine neue Cautions— urkunde ausgefertigt werde. Anſprüche, ſey es aus dem Eintrag im Hypotheken— buch oder aus der verloren gegangenen Urkunde ableiten zu wollen vermeinen, ſo ſind dieſe um ſo gewiſſer binnen 6 Wochen, von heute an, dahier zu begründen, als ſonſt die frühere Cautionsurkunde für erloſchen erklaͤrt, und für die Gemeinde Nieder— weiſel nach dem mehrerwähnten Eintrag im Hypo— thekenbuche ein neues Concursinſtrument ausgefertigt werden wird. Friedberg den 1. Februar 1838. Großh. Heſſ. Fuͤrſtl. Solmſ. Lichiſches Landgericht. Hofmann. Brumhard. Offentliche Aufforderung. (146) Balthaſer Eckhard in Büdes heim und deſſen Ehefrau Margaretha, geborne Wild, entliehen 10 unterm 11. Novbr. 1808 bei der Kirche zu Bü⸗ desheim ein Capital von 250 fl., 2) unterm 17. Sept. 1808 bei Schullehrer Fried— rich daſelbſt ein Capital von 50 fl. Wenn nun gleich nach den vorgezeigten Beſchei— nigungen angenommen werden kann, daß beide Ca— pitalien längſt abgetragen ſind, ſo konnen doch die betreffenden Schuldurkunden nicht vorgezeigt werden, um die noch offenſtehenden Einträge in den Hypo⸗ thekenbuͤcher zu loͤſchen, und deßhalb fordert man alle Diejenigen, welche etwa Anſpruͤche an jene Schuldurkunden machen zu können glauben, hiermit auf, ſolche um ſogewiſſer binnen 4 Wochen dahier geltend zu machen, als ſonſt letztere für mortifieirt erkannt und die Einträge getilgt werden ſollen. Großkarben den 19. Januar 1838. Großh. heſſiſches Landgericht daſelbſt u Edi k tea bla du n g. (147) Nach dem Steinfurter Hypothekenbuche ent⸗ liehen Joh. Adam Alban und Ehefrau Anna Maria von Steinfurt, a) am 4. September 1776 bei der Familie von Löw 50 fl., b) am 14. Dezember 1779 bei derſelben 30 fl. und weiter 200 fl., c) am 3. Januar 1786 bei der Steinfur⸗ ter Kirche 70 fl., d) am 3. Mai 1792 bei der Wiſſelsheimer Kirche 25 fl., welche Hypotheken ſämmtlich abgetragen ſeyn ſollen, jedoch bei Gericht nicht vorgelegt werden können. Es werden daher alle, welche etwa noch Anſprüche auf jene Schuld Sollte daher Jemand (157 ſollen Uhr, beſtehe land, offentſ vierj Nachg De gender friedb. Fr. (158 um 1 Ehele. Heinr Waſc er da⸗ Ende aftlich ürdigte aus- N ver⸗ bn 2 Tütragt ttong; emand runde ſeieder⸗ Hyro⸗ eſertigt eſchei⸗ e Ca⸗ ch die erden, Hypo⸗ t man jene germit dahier tiſteirt n. aſelbſt he ent⸗ Anna lember m 14. weiter infur⸗ ei der theken zericht daher chuld — * verſchreibungen machen wollen, aufgefodert, ſolche ſogewiß binnen 6 Wochen hier anzumelden, als ſonſt jene für mortificirt erklart, und die betreffen⸗ den Einträge in den Hypothekenbüchern gelöſcht werden ſollen. 5 Friedberg den 6. Februar 1838. Großh. heſſiſches Landgericht Hofmann. Frucht ⸗Verſteigerung. (150) Montag den 5. März l. J., des Vormit⸗ tags 10% Uhr, werden 48 Malter Waizen, 116 Korn, ö alten friedberger 76„ Gerſte und 0 Maaßes. 60„ Hafer, in einzelnen Abtheilungen und unter den bekannten Bedingungen auf dem hieſigen Rathhaus meiſtbie— tend verſteigert. Reichelsheim am 10. Februar 1838. Herzoglich naſſauiſche Receptur Hehner. Gläubiger- Aufforderung. (153) Anna Katharina Eliſabetha, Wittwe des Heinrich Greif von Niederurſel, beabſichtigt nach Niederurſel im Gebiete der freien Stadt Frank— furt auszuwandern. Rechtsanſprüche an dieſelbe ſind binnen 3 Monaten dahier anzumelden, gegen— falls die Entlaſſungsurkunde ertheilt werden wird. Friedberg den 13. Febr. 1838. Der großherzoglich heſſiſche Kreisrath des Kreiſes Friedberg. Küchler. Güter⸗Verſteigerung. (157) Auf Antrag der Frau Martin Groß ſollen Dienſtag den 27. d. M., Vormittags um 9 Uhr, auf dem hieſigen Rathhaus deren Güterſtücke, beſtehend in 38 Morgen Garten⸗, Wieſen- und Acker⸗ land, wovon ein großer Theil beſamt iſt, öffentlich meiſtbietend verſteigert werden, und dabei vierjährige Zahlungs-Termine anberaumt, Nachgebote aber nicht angenommen werden. Der Feldſchütz Briel iſt angewieſen, den Luſttra— genden die Güterverzeichniſſe und Aecker ſowohl im friedberger als auch im fauerbacher Feld zu zeigen. Friedberg den 15. Februar 1838. Der Bürgermeiſter D. Fritz. Hofraithe-Verſteigerung. (158) Montag den 5. März l. J., Vormittags um 10 Uhr, wollen die Wilhelm Valentins Eheleute ihre Hofraithe, mit Nr. 231 bezeichnet, an Heinrich Dienſtbach gelegen, beſtehend in Wohnhaus, Waſchkuͤche, Holzſchoppen und Gärtchen, öffentlich und freiwillig verſteigern, und bei annehmbarem Gebot ſogleich zuſchlagen laſſen, was hiermit zur allgemeinen Kenntniß gebracht wird. Friedberg den 15. Februar 1838. Der Bürgermeiſter D. Fritz. Mühlen verſteigerung zu Kleinkarb eln. (179) Mittwoch den 21. März 1838, Vormittags 10 Uhr, wird in Kleinkarben in der Behauſung des Wirths Geibel, die zwiſchen dem großh. heſſ. Fis⸗ cus und den gräfl. Häuſern Solms⸗Rödelheim und Eltz gemeinſchaftliche— an dem Niddafluß bei Kleinkarben gelegene— Mahl- und Oelmühle mit allen dazu gehörigen Gebäulichkeiten und 3 Morg. 69 Klafter Gelände, einer nochmaligen öffentlichen Verſteigerung als freies unbeſchränktes Eigenthum ausgeſetzt, und den Meiſtbietenden unwiderruflich zugeſchlagen. Friedberg den 16. Februar 18388. Für den großh. heſſ. Fiscus und in Auftrag der Behörden der mitbetheiligten Herrſchaften. Der großh. heſſ. Rentamtmann f Buß. Gläubiger Aufforderung. (180) Klara Ries ledig von Obereſchbach be⸗ abſichtigt nach Hochſtadt auszuwandern. Rechts⸗ auſprüche an dieſelbe ſind binnen drei Monaten bei großh. Landgerichte Großkarben anzumelden, gegen⸗ falls die Entlaſſungsurkunde ertheilt werden wird. Friedberg den 15. Febr. 1838. Der großh. heſſ. Kreisrath des Kreiſes Friedberg. . Küchler. Holz Bete ige run g. (181) Donnerſtag den 1. März d. J. ſoll nach⸗ ſtehendes Gehölz im hieſigen Stadtwald,, als: 19 31 Stecken eichen Scheitholz, 2 46 77„ Prügelholz, , fiefern 5 49 35„ ebichen Stockholz, 5) 11,550 Stück buchen Durchforſtungswellen, 6) 5000„ eichen 5 7) 300„ kiefern Wellen 80 6„ Eichſtämme von 100 bis 200 C. F. einer öffentlichen Verſteigerung an den Meiſtbieten⸗ den gegen gleich baare Zahlung ausgeſetzt werden. Die Zuſammenkunft iſt in dem Diſtrikt Zippen an der Feldgrenze. Butzbach den 19. Febr. 1838. Der großh. heſſ. Bürgermeiſter Zahn. Bekanntmachung. 5 (182) Montag den 5. März d. J., Vormittags 10 Uhr, ſoll an hieſiger Saline der Bedarf von Korn und Gerſte dem Wenigſtnehmenden, unter den im Termine bekannt gemacht werdenden Bedingungen, in Lieferung übergeben werden, welches den Luſt⸗ tragenden hierdurch zur Nachricht dient. Nauheim den 19. Februar 1838. Kurfuͤrſtliches Salzamt, Wille. Meinhard. Wilhelmi. Arbeits⸗Verſteigerung. (183) Samſtag den 3. März, Nachmittags um Weiß. 1 Uhr, ſoll das Behauen der Weiden an verſchiede⸗ nen Stellen öffentlich an Wenigſtnehmende verſtei⸗ gert und der Anfang damit an der Uſa gemacht werden. Friedberg den 28. Februar 1838. Der Bürgermeiſter D. Fritz. . Bekanntmachung. (184) Diejenigen, ſo die Abſicht haben, Schafe zu halten und in hieſige Weide zu treiben, haben dieß bei mir binnen acht Tagen, von heute an ge— rechnet, anzuzeigen, und die Bedingungen zu ver⸗ nehmen. Friedberg den 22. Febr. 1838. Der Bürgermeiſter D. Fritz. 355 150 (185) Montag den 5. März l. J., Vormittags um 11 Uhr, will die Sergeant Biklers Wittwe ihre Hofraithe, Nro. 235, beſtehend in Wohnhaus, Ställ⸗ chen und Gärtchen, an Joh. Zimmermann und Wilh. Valentin gelegen, einer öffentlichen freiwilligen Verſteigerung in hieſigem Rathhaus ausſetzen laſſen. Friedberg den 22. Februar 1838. Der Bürgermeiſter D. Fritz. Stroh- Lieferung. (186) Donnerſtag den 8. k. M., Vormittags um 10 Uhr, wird die Lieferung von 19 Fuder Korn⸗ ſtroh auf dem Verwaltungs rathsbuͤreau des 2. Bat. 4. Inf. Regmts. dahier verſteigert. Friedberg den 22. Febr. 1838. In Auftrag: Golz, Oberquatiermeiſter. Acker land⸗Verſteigerung. (187) Freitag den 2. März l. J., Vormittags um 11 Uhr, will die Hartmann Steters Wittib %% 2 Pil. 33 Ruthen Acker in dem Lachenfeld an Georg Boller in der 7. Gewann gelegen öffent— lich meiſtbietend im hieſigen Rathhaus verſteigern laſſen. Friedberg den 22. Febr. 1838. Der Bürgermeiſter D. Fritz. Verkauf der Oberpforte zu Aſſenheim auf den Abbruch. (188) Künftigen Montag den 26. d. M., Vor⸗ mittags 11 Uhr, ſoll in des unterzeichneten Woh⸗ nung die Oberpforte dahier, der Holz- und Stein⸗ bau zuſammen und getrennt, auf den Abbruch an den Meiſtbietenden verkauft werden, welches man andurch zur öffentlichen Kenntniß bringt. Aſſenheim am 20. Febr. 1838. Weber. Arbeits-Verſteigerung. (189) Dienſtag den 6. März l. J., Morgens 10 Uhr, ſoll die Anfertigung von Subſellien und das Belegen des Speichers mit ordinären Schreinerdielen für das neue Schulhaus zu Rodheim in dem Ge⸗ meindehauſe daſelbſt öffentlich an den Wenigſtfor⸗ b 2 dernden verſteigert werden. Zeichnungen, Ueberſchläge und Bedingungen liegen auf dem Büreau des Unter— zeichneten zur Einſicht offen. a Die erforderlichen Arbeiten betragen nach dem Voranſchlag 145 fl. 55 kr. Nidda am 16. Februar 1838. Der großh. heſſ. Kreisbaumeiſter Süffert. Frucht⸗Verſteigerung. (190) Donnerſtag den 1. März, Vormittags 10 Uhr, ſollen in der Burg zu Griedel 30 Säcke Waizen, 300„ Korn, 130 Achtel Gerſte und Spreu von 80 Fuder Frucht der öffentlichen Verſteigerung ausgeſetzt werden. Griedel den 17. Febr. 1838. Der Rentmeiſter Friedrich. Spiritus-Apparat⸗ und Haus⸗Verkauf. (191) Die Spiritus⸗Fabrik des Jean Foucar da⸗ hier an der Landſtraße in der Uſa⸗Vorſtadt gelegen, beſtehend in einem neuen zweiſtöckigen Wohnhaus mit geräumigen Magazinen, Remiſe, großen Speichern und Stallung, ſowie einem großen zweiſtöckigen Fabrikbau, ſammt darin ſtehenden Diſtilir-Appa⸗ rat wird auf Auſtehen des Eigenthümers Montag den 2. April d. J., Vormittags 10 Uhr, auf dem hieſigen Rathhauſe einer freiwilligen Verſteigerung ausgeſetzt, und zugleich bemerkt, daß gedachter Ap⸗ parat und die Localitäten, je nachdem ſich Steig⸗ liebhaber einfinden, auch getrennt verkauft werden können. Der Dampfkeſſel und Apparat ſind in beßtem Zuſtande und können mit letzterem täglich 3 Ohm reinſten Spiritus von 35 bis 40 Graden nach Car— tier abgezogen werden. Da in der Nähe Friedbergs bedeutende Braun— kohlenwerke beſtehen und viele große Branntwein⸗ brennereien dieſen Platz umgeben, beſitzt dieſe Fabrik ſowohl wegen des Einkaufs von Brennmaterial als auch des erforderlichen Branntweins, die vortheil⸗ hafteſte Lage. Auch würden ſich dieſe Gebäulich⸗ keiten wegen ihrer günſtigen Lage am Uſa⸗Fluſſe zu einer Gerberei oder irgend einer großen Gewerbs— anlage eignen. Friedberg den 22. Febr. 1838. In Auftrag: Der Bürgermeiſter D. Fritz. Färberei⸗ und Hofraithe-Verſteigerung. (192) Die Verſteigerung der Färberei und Hof⸗ raithe der Frau Martin Groß Wittwe findet Donnerſtag den 1. März, Vormittags 10 Uhr, auf hieſigem Rathhaus ſtatt und wird dies hiermit noch⸗ mals in Erinnerung gebracht. Friedberg den 2. Febr. 1838. Der Bürgermeiſter D. Fritz. (0 ͥ 1 benannte! ſteigerung 0 öffentlich d. 1 50 E 2.32 372525 4 29 9.218 Bemerk ſondetet G geeigutt iſ, ſcheine bis Die Zu in oben be Steigliebſ, Münſt. He (195) Uhr, ſollen Hohle 20 Elec 13 70 9. 800 Stück öffentlich ar Die He dieſes gefall Altenſta Pri Ein Lo (137) we hat zu verm 6163) 90 Publifun 10 age ter⸗ dem iſter 10 findet „ auf noch⸗ Fritz. Hofraithe-Verſteigerung. (493) Freitag den 2. Marz, Vormittags um 10 Uhr, ſoll wegen geſchehenem Nachgebot die Hof— raithe der Georg Bollers Wittwe beſtehend in Wohn— haus und Scheuer einer nochmaligen freiwilligen Verſteigerung auf Meiſtgebot im hieſigen Rathhauſe ausgeſetzt und der Zuſchlag unwiderruflich ertheilt werden. Friedberg den 22. Febr. 1838. In Auftrag: Der Buͤrgermeiſter D. Fritz. Holzverſteigerung im Münſterer Gemeinde— wald, Körlenfeld genannt, Reviers Hoch— weiſel. (194) Montag den 26. Febr. d. J. ſollen nach— benannte Holzquantitäten unter den bei der Ver— ſteigerung bekannt gemacht werdenden Bedingungen oͤffentlich verſteigert werden, als: 1) 50 Stecken kiefern Prügelholz, „, 5 Stockholz, 3) 2525 Stück„ Normalwellen, 4) 219 Cubikfuß Stammholz, 5) 2318 7 Stangenholz. Bemerkt wird, daß das Holz, welches von be— ſonderer Güte und zu mannigfaltigem Gebrauche geeignet iſt, gegen Einlage vorſchriftsmäßiger Bürg⸗ ſcheine bis zum 1. September d. J. verborgt wird. Die Zuſammenkunft iſt des Morgens präeis 9 Uhr in oben bemerktem Diſtriete, wohin man alſo die Steigliebhaber höflichſt einladet. Münſter den 20. Februar 1838. Der großh. Bürgermeiſter Theis. Holz-Verſteigerung. (195) Donnerſtag den 1. März, Vormittags 10 Uhr, ſollen in dem hieſigen Gemeindewald, Diſtrikt Hohle 20 Stecken buchen Scheitholz, 13 77 7 Pruͤgelholz, 9 2„ Stockholz und 850 Stück„ Wellen öffentlich an den Meiſtbietenden verſteigert werden. Die Herren Bürgermeiſter der Umgegend wollen dieſes gefälligſt veröffentlichen laſſeu. Altenſtadt den 20. Febr. 1838. 5 Der großh. heſſ. Bürgermeiſter Brack. NN αιι¹ Privat-Bekanntmachungen. Ein Logis auf der breiten Straße, (137) welches im April bezogen werden kann, hat zu vermiethen Suſanna Vogt. Fracht wagen. (163) Ich mache einem hieſigen und auswärtigen Publikun andurch die ergebenſte Anzeige, daß ich mit einem Frachtwagen jede Woche den Mittwoch Abend nach Frankfurt fahre und den Donnerſtag Abend zurückkehre. Ich übernehme für billige Ver— gütung alle kleine und große Pakets, und hoffe durch ſchnelle und pünktliche Beſorgung mir bald jedermans Zutrauen zu erwerben. Mein Logis in Frankfurt iſt in der Reichskrone auf der Friedberger Gaſſe; hier in Friedberg kön— nen Beſtellungen für mich bei Herrn Sattlermeiſter Schäffer auf der breiten Straße abgegeben werden. Friedberg im Februar 1838. Sebaſtian Geck, wohnhaft in der Burgvorſtadt. Offene Lehrlingsſtelle. (164) In einem Spezereywaarengeſchäft in einer Provinzialſtadt in Oberheſſen iſt für einen geſitet— ten mit den nöthigen Vorkenntniſſen verſehenen jungen Menſchen eine Lehrlingsſtelle offen. Näheres auf frankirte Anfragen bei J. G. Appel in Gießen. Nachrichten für Auswanderer nach Nord— amerika. (196) Von der deutſchen Anſiedelungs-Geſellſchaft in Philadelphia iſt mir eine Zuſchrift zugekommen, wornach ich den Auswanderern, welche ſich im Staate Miſſouri niederlaſſen wollen, die beßte und ſicherſte Auskunft geben kann, als: über Ankauf von Ländereien am großen Miſſouriſtrome gelegen (circa 16 deutſche Meilen oberhalb St. Louis) fruchtbar, reich an Quellen, Holz und Weide, ſanft hügelig und eignet ſich gleich gut zu Ackerbau, Viehzucht, als auch zu Obſt- und Weinbau. Die Preiſe des Landes ſtehen 3 Dollars pr. Acker I. Klaſſe, und 2 Dollars pr. Acker II. Klaſſe. Der Bau der an einem Landungsplatze des Miſſonri zu gründenden Stadt„Herrmann“ bietet den Handwerkern, Künſtlern und Arbeitern und des deutſchen Bebauers vielfältigen Gewinn dar. Schiffsexrpedition von Bremen nach Nordamerika. Ende März und Mai d. J. expedire ich zwei Geſellſchaften, erſtere nach Neuorleans und letztere von 130 Perſonen mit einem ausgezeichneten gro⸗ ßen Dreimaſterſchiffe nach Baltimore. Wer nun in geſellſchaftlicher Berückſichtigung dieſe Gelegenheit zur Ueberfahrt benutzen will, hat ſich in Zeiten an mich zu wenden. Friedberg den 20. Febr. 1838. Chr. Hecht, Agent der Seeſchiffahrt von Bremen nach Nordamerika. Verkauf einer Schmiede zu Kaichen. (197) Unterzeichneter beabſichtigt ſeine in Kaichen gelegene Schmiede nebſt Hofraithe, beſtehend in 1 2ſtöckigen Wohnhauſe, Scheuer und Stallung einer offentlichen freiwilligen Nerſteigerung auszuſetzen. Die Schmiede hat eine große Kundſchaft und — er verkäuft ſie nur deßhalb, weil er geſonnen iſt nach Amerika auszuwandern. Es werden deßhalb Kaufliebhaber mit dem Bemerken eingeladen, daß die Verſteigerung Dienſtag den 6. Marz ſtattfindet. Kaichen den 21. Februar 1838. 5 Heinrich Becker. Empfehlung. (198) Johann Kraft Brühl, Steindruk— kereibeſitzer in den Neuenbäu Lit. B. Nr. 62 in Gießen empfiehlt ſeine Stein druckerei in allen Manieren des Steindrucks, ſowohl in Schrif— ten als Zeichnungen in jeden nur gewünſcht werden⸗ den Farben und Schriften, und verſpricht unter Zuſicherung ſchöner und geſchmackvoller Arbeit, promp⸗ ter und reeller Bedienung, die äußerſt billigſte Preiſe. Auch kann in derſelben Steindruckerei ein jun— ger ſolider Meuſch als Druckerlehrling, unter ſehr annehmbaren Bedingungen placirt werden. Gießen den 19. Februar 1838. Einen 2jährigen Farren, (199) reiner ſchwyzer Race, hat zu verkaufen Johannes Bauſch in Niederwöllſtadt. Bekanntmachung. (200) Da ich an verſchiedenen Stellen wahrge⸗ nommen habe, daß Saamen in meinem Namen verkauft worden iſt, und dieſer Betrug mehrentheils von herumziehenden Saamenhändlern geſchieht, ſo mache ich meinen geehrten Abnehmern die ſchuldige Anzeige, daß nur der Saame ächt und von mir iſt, worauf mein Siegel beigedruckt iſt. Friedberg im Febr. 1838. E. Botſch. Geſchäfts-Eröffnung. f (201) Einem hieſigen und auswärtigen Publi⸗ kum, ſo wie allen meinen Goͤnnern und Freunden mache ich hiermit die ergebene Anzeige, daß ich neben meinem ſeitherigen Geſchäfte die Schuhma— cherei noch ein Geſchäft in meinem Hauſe errichtet habe, beſtehend in Bett- und Futterbarchend, grauer und ungebleichter Leinwand, Saſſenets, Kannefaß, Halstücher, allen Sorten Einſchlaggarn, wollen und baumwollen Strickgarn, Nähſeide, Zwirn, Band, Schnur, Knoͤpfe, Nadeln und allen in dieſes Fach einſchlagenden Artikeln. Gute Waaren und rechtliche Bedienung laſſen mich einem zahlreichen Zuſpruch entgegen ſehen. Friedberg am 22. Februar 1838. Ph. Wilhelm Tönges, wohnhaft neben Herrn Nikolaus Söllner und Herrn Kaufmann Langsdorf. Eröffnung einer Strickſchule. (202) Unterzeichnete beabſichtigt eine Strickſchule zu eröffnen, und hat die Lehrſtunden von Morgens 8 bis 11 Uhr und Nachmittags von 1 bis 6 Uhr feſt geſetzt. Denjenigen Eltern, welche mir ihre 38 Kinder anvertrauen wollen, verſpreche ich, den Un— terricht in allen dahin einſchlagend eArbeiten zu erthei— len. und berechne ich wöchentlich pr. Kind 6 Kr. Friedberg den 21. Februar 1838. Helena Groshart, wohnhaft bei Heinrich Mühling. Eine fleißige Magd, (203) welche mit Vieh und der Haushaltung um⸗ zugehen verſteht, wird geſucht. Dieſelbe kann ſogleich in Dienſt treten bei G. Kettinger. Fruͤchte-Preiſe hier in Friedberg: Waizen: 9 fl. 10 kr. Korn: 7fl. 40 kr. Gerſte: 6 fl. 30 ke. Hafer: 3fl. 40 kr. Erbſen:— fl.— kr. Fruͤchte-Preiſe zu Frankfurt, am 19. Februar: Waizen: 8fl. 15 kr. Korn:— fl.— kr.— Gerſte: 6 fl.— kr. Hafer: 4 fl.— kr. Erbſen:— fl.— kr. Fruͤchte⸗Preiſe zu Mainz, am 16. Februar: Waizen: 9 fl. 3kr. Korn: 7 fl. 13 kr. Gerſte: 5 fl. 57 kr. Hafer: 3 fl 21 kr. Erbſen:— fl.— kr. Polizei-Taxe fuͤr die Staͤdte Friedberg und Butzbach vom 26. Febr. bis 4. Maͤrz 1838. pfd Brod P reiſe. Friedberg Butzbach. kr⸗ pf kr. pf. 1 Leib⸗Roggenbrod 31— 34— 2 77 7 5 3 9 3 4 57 7 11 2 11 2 g Loth. Loth. Milchbrod 11 — Waſſerweck 1 11— —(Gemiſchtes(Tafel⸗) Brod 16% 6 Fleiſch-Preiſe. 5 pf. pf. 1(Ochſenfleiſch 1112 11 2 „Kühfleiſch 8 1 81— „ Rindfleiſch 8 81— „ Kalbfleiſch 6 1 653 „ Schweinenfleiſch 12— 124— „ Hammellleiſch 82 8 2 „ Wurſt von blos Schweinen 14— 14— „Bratwurſt 16— 15— „Schwartenmagen 16— 16— „ Geräucherter Speck 22— 22— „Schinken 16— 15— „ Dörrfleiſch 161— 164— „ Schweinenſchmaſz, ausgelaſſen 20— 21— * dito unausgelaſſen 20— 20 „ Nierenfett 20— 20— „ Hammelsfett 16 16 Der gr. heſſ. Kreisrath d. K. F. Küchler. Gedruckt und verlegt unter Verantwortlichkeit von Carl Bindernagel in Friedberg. — Be 0 Geſch an ge anzun ſtattet nieder durch 0 beſon keine