40 R woetiſchen f. N Leutſchlansz. Ricken, Den Klaſſtkern 3 — 1 derg: der 6 fl. 50 b. * 0 0 ll. Jun:: ſte.— f N. fl.— f. z. Gun; „ Jum: te: 5fl. 2E . dberg und m 1838. — Butzbach N kr. pf. r — d 98 — Intelligenzblatt für die Mi dem iſten Juli kann auf dieſes Intelligenzblatt für das zweite halbe Jahr mit 40 kr. trag jedoch voraus zu bezahlen iſt. abonnirt werden, welcher Be⸗ Carl Bindernagel. Ein Abend in dem Garten des Herrn Gaſt— halters Simon zu Vilbel oder der evange— liſche Singverein daſelbſt. Cook und andere Seefahrer umſegelten die Erde; wir durcheilen dann und wann mit dem Hute und Stocke in der Hand die Nähe. Das thaten wir auch geſtern. Der eingeſchlagene Weg führte uns durch das geſellige Vilbel. Es war gegen Abend; die Sonne ſandte ihre letzten Strahlen über den Taunus. Unſer Magen lag uns ziemlich quer. Um ihm die gehörige Richtung wieder zu ver⸗ ſchaffen, kehrten wir im Gaſthaus zum Engel ein. Ein frugales Abendbrod verzehrten wir in dem mit ſchönen Anlagen gezierten Garten des Hrn. Simon. Während wir dieſes thaten, ertönte auf ein Mal der Choral:„Chriſtus iſt mein Leben ꝛc.“ dreiſtim⸗ mig. Ein feierlicher Choralgeſang macht auf das Gemüth einen wunderbaren Eindruck; wir wurden wahrhaft erbaut an jenem und noch andern Chorälen. Dann folgten einige Lieder, von denen uns„die Lerche,“ von Herrn Rektor Müller componirt, durch das Liebliche der darin ſchwebend gehaltenen Sehnſucht und das aus der Erk'ſchen Sammlung bekannte:„die Sonn' erwacht“ durch ſeine Harmo— nie und Kraftfülle beſonders gefielen.— Daß wir uns nach der Bedeutung, dem Zwecke ꝛc. erkundig⸗ ten, liegt nahe. Führen wir Nachfolgendes von dem Erfahrnen an: Im Laufe dieſes Winters haben ſich in Vilbel zwei Singvereine gebildet. Der eine, ſeit Oſtern gegründet, bezweckt die Verbeſſerung des evangeliſchen, der andere, etwas früher gegründet, die des katho— liſchen Kirchengeſangs. Wir hörten den erſteren. Er beſteht aus 90 bis 100 Mitgliedern und wird von den Lehrern, Herrn Gruner und Perron geleitet. Am Anfange ſoll derſelbe viele Hinderniſſe von Außen zu überwinden gehabt haben; jetzt ſind dieſelben als aus dem Weg geräumt zu betrachten. Man glaubt, dieſe Hinderniſſe hätten die Anzahl der Mitglieder vergrößert; auch eifriger— ſagt man— ſeyen ſie geworden. Iſt dem ſo, ſo haben diejenigen, welche dieſe Schwierigkeiten veranlaßten, den aufrichtigſten Dank des Vereins rechtlich in Anſpruch zu nehmen. Das ſind die eingezogenen Bemerkungen, an die wir noch einige anſchließen wollen. Was die Fortſchritte betrifft, ſo muß ich beken⸗ nen, daß es alles Mögliche iſt, in ſo kurzer Zeit unter den obwaltenden Umſtänden ſo viel zu leiſten. Die Lehrer laſſen nach der Müller'ſchen Geſang— lehre nach Ziffern ſingen; das ſoll getadelt worden ſeyn. Ihre Leiſtungen unterdruͤcken den Tadel ſchla— gend. Das Zeichen der Darſtellung eines Ton's iſt Nebenſache; die ſichere Erreichung des Ziels— das iſt und bleibt die Hauptſache. Sowohl den Stiftern, als auch den Mitgliedern gebuͤhrt ver— dientes Lob. Unter den letztern befinden ſich die angeſehenſten Bürger, Bürgersſöhne und Bürgers— töchter. Selbſt der Bürgermeiſter, Herr Hinkel, 8 1 88 1 iſt eins von den eifrigſten Mitgliedern. Das macht dieſem Manne Ehre. Ein Bürgermeiſter, der die Vollſtreckung des Voranſchlags und das Nothwen— dige der polizeilichen Aufſicht beſorgt, den Vorſitz im Gemeinderath führt ꝛc., verdient allerdings be—⸗ achtet zu werden; aber ein Mann, der nicht nur den materiellen Intereſſen ſeiner Ortsgugehörigen Aufmerkſamkeit ſchenkt, ſondern auch den moraliſchen Werth derſelben zu ſteigern ſucht,— dem werde offentliche Anerkennung zu Theil. Mögen die Mitglieder und Leiter des Inſtituts in ihrem regen Eifer fortfahren! Der ſittliche Werth wird für Vilbels Bewohner größer ſeyn, als Manche glauben, glauben wollen und glauben laſſen wollen. Ueber das katholiſche Sängerchor und andere der Umgegend behalten wir uns vor, ſobald wir Gelegenheit haben, dieſelben kennen zu lernen, in dieſem Blatte nähere Mittheilung zu machen. Bekanntmachungen von Behoͤrden. NN Gläubiger- Aufforderung. (606) Konrad Weißbrod, Georg Ra de⸗ nacher, Jakob Jung II. und Joſeph Engeſ⸗ ſers Wittwe, ſämmtlich von Holzhauſen, beabſich⸗ tigen nach Nordamerika mit ihren Familien auszu⸗ wandern. Rechtsanſprüche an dieſelben ſind binnen drei Monaten bei großh. Landgericht zu Großkarben anzumelden, gegenfalls die Entlaſſungsurkunde er⸗ theilt werden wird. Friedberg den 30. Mai 2838. Der großherzoglich heſſiſche Kreisrath des Kreiſes Friedberg. In Beurlaubung deſſelben: Der gr. Kreisſekretär Dr. Cameſasca. Gläubiger- Aufforderung. (611) Franz Valentin von Friedberg be⸗ abſichtigt nach Frankfurt a. M. auszuwandern. Rechtsanſprüche an denſelben ſind binnen drei Mo— naten bei gr. Landgerichte dahier anzumelden, ge— genfalls die Entlaſſungsurkunde ertheilt werden wird, Friedberg den 21. Mai 1838. Der großherzoglich heſſiſche Kreisrath des Kreiſes Friedberg. Küchler. Hofraithe⸗-Verſteigerung. (646) Dienſtag den 26. d. M., Vormittags 10 Uhr, ſoll in hieſigem Rathhaus die Hofraithe der Georg Schneiders Wittwe, an Martin Mondigler und Georg Steiz gelegen, beſtehend in Wohnhaus, Scheuer, Stallung, Waſchküche, Anbau und Gärt⸗ chen, ſammt Holzberechtigung im Bur wald einer wiederholten öffentlichen meiſtbietenden Verſteigerung ausgeſetzt und bei annehmbarem Gebot die land— gerichtliche Genehmigung alsbald erwirkt werden. Friedberg den 7. Juni 1838. Der Buürgermeiſter D. Fritz. e Gläubiger ⸗ Aufforderung. (642) Johann Wilhelm Hieronimuß von Friedberg beabſichtigt nach Frankfurt am Main aus— zuwandern. Rechtsanſprüche an denſelben ſind bin⸗ nen drei Monaten bei großh. Landgericht dahier an⸗ zumelden, gegenfalls die Entlaſſungsurkunde ertheilt werden wird. Friedberg den 29. Mai 1838. 5 Der großherzoglich heſſiſche Kreisrath des Kreiſes Friedberg. In Beurlaubung deſſelben: Dr. Cameſas ca. Aecker⸗ und Wieſen Verſteigerung. (651) Donnerſtag den 5. Juli l. J., Vormittags um 10 Uhr, ſoll in hieſigem Rathhaus auf Anſuchen des Herrn Gaſtgebers Martin Simon, deſſen ſämmtliche Aecker und Wieſen in der hieſigen, Ock— ſtädter und Fauerbacher Gemarkung, einer öffent— lichen freiwilligen Verſteigerung unter annehmbaren Bedingungen ausgeſetzt werden. Friedberg den 7. Juni 1838. Der Bürgermeiſter D. Fritz. o (662) Der unten ſoweit thunlich ſignaliſirte Ch ri⸗ ſtoph Dambrowsky iſt der Wilddieberei und eines Diebſtahls verdächtig, hat ſich jedoch der deß⸗ halb gegen ihn eingeleiteten Unterſuchung durch die Flucht entzogen. Wir erſuchen daher alle reſp. Be⸗ hörden auf denſelben ein wachſames Auge zu haben und im Betretungsfalle gefänglich hierher abliefern zu laſſen. Signalement: Alter circa 30 Jahre, Haare ſchwarz, Augen dunkelbraun, Bart ſchwarz, Statur unterſetzt. Friedberg den 9. Juni 1838. Großh. heſſiſches Landgericht Hofmann. Brumhard. Oeffentliche Aufforderung. (672) Nach beigebrachtem Todes ſchein iſt Georg Kitz aus Rendel, welcher in ſeiner Jugend bei dem öſtreichiſchen Militair Dienſt nahm, als Gemei⸗ ner des Lichtenſtein Dragoner-Regiments Nr. 9, am 1. November 1800 zu Conegliano in Ita⸗ lien verſtorben. Da in dem Todesſchein bemerkt iſt, daß derſelbe verheirathet geweſen, und es möglich ſeyn könnte, daß er Kinder hinterlaſſen hat, ſo fordert man letztere ſowie überhaupt alle diejenigen, welche etwa Erb- oder ſonſtige Anſprüche, an das, ſeither dahier curatoriſch verwaltete nach der letzten Rech⸗ 01 nehme f Die bwohlthat haben, ergeben an gede len, hie Diel ier anz Schulden Rückſcch Termine Schulden Gläubige gleiche B daß ſie a den Glä Frie (707) zu Wick gen W̃ verkauft zu Wick ihren A Aſſe (708) tags un 5 201 rei und der deß⸗ urch die rec N deſp. Be⸗ daben 9 ug ſich auf 253 fl. 33 kr. belaufende Vermögen des gedachten Georg Kitz machen zu können glau— ben, hiermit auf ſich zu deſſen Empfangnahme um ſo gewiſſer binnen drei Monaten dahier zu legiti⸗ miren, als ſonſt ſolches den Brüdern des Verſtor— benen, welche um deſſen Ausantwortung gebeten, überlaſſen werden wird. Groskarben den 21. Mai 1838. Großherzogl. heſſ. Landgericht daſ. Muhl. Steindecker-Arbeit. (677) Montag den 2. Juli d. J., Vormittags 9 Uhr, ſoll auf hieſigem Rathhaus die Reparatur des Daches der evang. Kirche dahier, welche zu 169 fl. 18 kr. voranſchlagt iſt, an den Wenigſt⸗ nehmenden veraccordirt werden. Die Herrn Bürgermeiſter werden erſucht, dieſes den Steindeckern ihrer Gemeinden gefälligſt bekannt zu machen. Vilbel den 13. Juni 1838. Der Buͤrgermeiſter Hinkel. E beietal ladung. (706) Da die Erben des Küfers Georg Kautz zu Butzbach deſſen Nachlaß nur unter der Rechts- wohlthat des Inventars antreten zu wollen erklart haben, und ſich wahrſcheinlich eine Ueberſchuldung ergeben wird, ſo werden alle, welche Forderungen an gedachten Georg Kautz geltend machen wol⸗ len, hierdurch aufgefordert, ſolche ſogewiß, Dienſtag den 31. Juli, Vormittags 8 Uhr, hier anzuzeigen, als ſonſt bei Regulirung dieſer Schuldenſache und Vertheilung des Nachlaſſes keine Rückſicht auf ſie genommen werden wird. In jenem Termine ſoll auch eine gütliche Beſeitigung dieſes Schuldenweſens verſucht werden, weshalb diejenigen Gläubiger, die nicht perſönlich oder durch zum Ver⸗ gleiche Bevollmächtigte erſcheinen, zu erwarten haben, daß ſie als den Beſchlüſſen der Mehrheit der anweſen⸗ den Gläubiger beitretend behandelt werden. Friedberg den 11. Juni 1838. Großh. heſſiſches Landgericht. Hoffmann. Heugras-Verſteigerung. (707) Künftigen Montag, den 25. d. M., wird zu Wickſtadt das diesjährige Heugras von 18 Mor⸗ gen Wieſen, in einzelnen Abtheilungen, meiſtbietend verkauft. Die Verſteigerung wird bei Wirth Reul zu Wickſtadt abgehalten, und nimmt Morgens 9 Uhr ihren Anfang. a Aſſenheim den 19. Juni 1838. Die gräflich ſolmſiſche Rentei. Woll“⸗Lieferung. (708) Dienſtag den 3. Juli l. J., des Vormit⸗ tags um 9 Uhr, ſoll in meiner Wohuung dahier die Lieferung von 4000 Pfd. für die Marienſchloſ— ſer Anſtalt nöthigen Hammelwolle öffentlich an den Wenigſtuehmenden verſteigert werden. Indem ich dieſes hierdurch zur öffentlichen Kenntniß bringe, füge ich die Bemerkung hinzu, daß derjenige, welcher bei der Verſteigerung mitbieten will, vorher nachzu⸗ weiſen hat, eine Caution von 500 fl. ſtellen zu koͤn⸗ nen. Marienſchloß den 19. Juni 1838. Funk. Holz ⸗Verſteigerung. (709) Montag den 25. d., des Nachmittags um 2 Uhr, ſollen aus denen dahieſigen herrſchaftlichen Waldungen auf dem Platz in dem Wald abermals 4000 Stück buchen Stangen und 200„ kiefern Wellen an den Meiſtbietenden verkauft werden, welches mit dem Anhang, daß die Zuſammenkunft oben an dem haſſelecker Pfad iſt, andurch bekannt macht Ockſtadt am 20. Juni 1838. Die freiherrl. v. Franckenſtein'ſche Rent ei daſelbſt. Gras-Verſteigerung. (710) Montag den 25. l. M., des Nachmittags um 2 Uhr, ſoll das der hieſigen Gemeinde gehörige Gegräs zu Heu und Grummet, in ſchicklichen Ab⸗ theilungen an Ort und Stelle, meiſtbietend verſtei⸗ gert werden. Schwalheim am 21. Juni 1838. Der Bürgermeiſter Hoffmann. Gras-Verſteigerung. (711) Dienſtag den 26. Juni l. J., Vormittags 10 Uhr, ſoll das hieſige Heu- und Grummet⸗Gras von circa 14 Morgen, in verſchiedenen Abtheilun⸗ gen in dem Wirthshauſe des Adam Krug dahier, verſteigert werden. Die Herren Büͤrgermeiſter in der Umgegend werden erſucht, dieſes in ihren Gemeinden veröffent— lichen zu laſſen. Ockſtadt den 21. Juni 1838. Der großh. heſſ. Bürgermeiſter Gröninger. Holz-Verſteigerung. (712) Freitag den 29. Juni l. J., präcis 9 Uhr, wird im Ockſtadter Gemeindewald, Schlag er. X., an der Kühtränke, nachverzeichnete Holz— ſortimente als: 10 5 Stecken eichen Schälprügelholz, 2 6 ¼„ birken Prügelholz, e„ eichen Stockholz, 4) 2275 eichen Schälwellen, 5) 6050 birken gemiſchte Wellen und 6) 363 Haidenwellen offentlich meiſtbietend an Ort und Stelle verſtei— gert werden. Die Herren Bürgermeiſter in der Umgegend werden um gefällige Bekanntmachung erſucht. Ockſtadt den 21. Juni 1838. Der großh. heſſ. Bürgermeiſter Gröninger. Gras-Verſteigerung. (713) Dienſtag den 26. d. M., Vormittags 10 Uhr, ſoll das diesjährige Gras von etwa 80 Mor- gen zweiſchürigen Wieſen der hieſigen Gemeinde auf den Wieſen ſelbſt verſteigert werden. Heldenbergen den 21. Juni 1838. Der großh. heſſ. Bürgermeiſter Schweitzer. Arbeits-Verſteigerung. (714) Montag den 25. Juni, Vormittags 11 Uhr, ſollen in hieſigem Gemeinderathhaus folgende Arbeiten öffentlich an den Wenigſtnehmenden ver⸗ ſteigert werden. Die Arbeiten beſtehen in: Maurerarbeit an den Gemeindebrunnen, voranſchlagt zu 22 f en Zimmerarbeit an denſelben. Steindeckerarbeit an hieſigem Gemeinde-Rathhaus, voranſchlagt zu 13 fl. 29 kr. Die Herren Bürgermeiſter werden erſucht, Vor⸗ ſtehendes in ihren Gemeinden bekannt machen zu laſſen. Fauerbach J. den 19. Juni 1838. Der großh. heſſ. Bürgermeiſter Werner. Holz-Verſteigerung. (715) Künftigen Montag den 25. d. M., Mor⸗ gens 10 Uhr, ſollen in dem Gemeindewald Langen⸗ hain, Diſtrikt Woͤrnershecke, Revier Hochweiſel, 5000 Stück eichen Schälwellen und 20 Stecken eichen Prügel⸗Schalholz, unter den bei der Verſteigerung bekannt gemacht wer⸗ denden Bedingungen meiſtbietend verſteigert werden. Langenhain den 20. Juni 1838. Der großh. heſſ. Bürgermeiſter Huth. Gras-Verſteigerung. (716) Mittwoch den 27. d. M., des Nachmittags 1 Uhr, wird das diesjaͤhrige Heugras von den der Gemeinde Hochweiſel zuſtehenden Wieſen in der Be— hauſung des Gemeinderechners Schmitt daſelbſt meiſtbietend verſteigert. Die großh. Bürgermeiſter werden erſucht, ſolches in ihren Gemeinden veröffentlichen zu laſſen. Hochweiſel am 19. Juni 1838. Der großh. heſſ. Bürgermeiſter Reuter. Poſt⸗ Verbindung zwiſchen Nidda und Friedberg. (717) Vom 24. d. M. an wird die Perſonenpoſt⸗ Verbindung zwiſchen Nidda und Friedberg in der⸗ ſelben Weiſe, wie im vorigen Sommer, wieder her⸗ geſtellt. Die Abfahrt aus Nidda findet ſtatt am Sonntag, Montag, Mittwoch und Freitag um 5 ——— n— 190 Uhr Morgens und die Rückfahrt aus Friedberg die nämlichen Tage um 2 Uhr Nachmittags. Die Perſonentaxe bleibt wie früher 1 fl. 13 kr. Darmſtadt den 19. Juni 1838. Großherzoglich Heſſiſches QOber-Poſt⸗Amt Nebel. vt. Voigt. Güter ⸗ Verpachtung. (718) Nachgenannte fiscaliſche Guͤterſtuͤcke wer⸗ den in den bemerkten Terminen, und zwar in der Behauſung des Herrn Gaſthalters Hieronimus vor dem ehemaligen Mainzerthore, auf 6 Jahre, vom Anfange des künftigen Jahres an, öffentlich verpachtet: Dienſtag den 10. Juli 1838, Nachmittags von 2 Uhr an: 1) Der Zwinger hinter dem Freih. von Lo w'ſchen Hauſe in hieſiger Burg. 2) Ein Stück Grabland am hinteren Burgberg. 3) Zwei Gärten bei der Burgvorſtadt, ungefahr 2 Morgen. 4) Zwei Gärten in der Kohlgewann, ungefähr 1¼ Morgen. 5) Die ſogenannten Burggrafiatäcker hinter hieſiger Burg, in burgfriedberger, ockſtädter und nau⸗ heimer Gemarkung gelegen, ungefähr 15 Mor⸗ gen, in etlichen und vierzig Abtheilungen. Mittwoch den 11. Juli 1838, Nachmittags von 2 Uhr an: 10 Ein Garten auf dem ſ. g. Krämer von/ Mor⸗ gen in friedberger Gemarkung. 2) Das ehemalige Mainzer Domcapitiliſche Doc⸗ toreigut, in friedberger und fauerbacher Ge— markung, ungefahr 100 Morgen, in einzelnen Stücken und Abtheilungen. 3) Ein ehemaliges Deutſchordensgut, in friedberger und fauerbacher Gemarkung von ungefähr 16 Morgen. f 5 Friedberg den 20. Juni 1838. Der großh. Rentamtmann Buß. Brenn⸗Holzverſteigerung im Revier Ober— ros bach Forſts Friedberg betreffend. (719) Donnerſtag den 28. d. M. wird im Grhzlu. Frauenwald bei Niedermörlen, nach— verzeichnetes geſchältes eichen Holz an die Meiſt⸗ bietenden öffentlich verſteigert— und damit um 8. Uhr begonnen: 3. Stecken Scheid⸗ 265„ Prügel⸗ 40,81 ¼ Wellen Reiſer⸗ Oberrosbach 20. Juni 1838. f Der Gr. Revierförſter Bing mann. Gras ⸗-Verſteigerung. (720) Montag den 25. d. M., des Nachmittags um 1 Uhr, ſoll das dießjährige Heu- und Grummet⸗ gras Frucht (722) vorräthe maßen ver 1) Dienſt zu Buß herrſcha Korn, 2) Mitte Uhr, Herm, maligen Speiche 30 Mi ter Ge Fried 0 (723) mörlen der freien anſprüuche bei großh falbo die Friel (724) ſollen in an der 6 1 8⁵ Ir Itledh n 98. a 1 18 6 Vac wou ö Voigt, ice wer⸗ r in der Gnus „ Jahre, Afeutlich tags von wichen berg. gefahr 2 eſahr 15 4 r hieſiger und nau⸗ 15 Mor⸗ en. tags von 1 2 Mor⸗ be Doc⸗ her Ge⸗ unzelnen liedberger efahr 16 mtmann Ober⸗ fend. wird im u, nach⸗ e Meiſt⸗ t um 8 erforſter in. mittags rummet⸗ 10 Von circa 5 Morgen Gemeindewieſen und )„„ s bis 6 Morgen der hieſigen Pfar— rei gehörigen Wieſen auf hieſiger Rathſtube öffentlich meiſtbietend ver— ſteigert werden. Niederrosbach den 19. Juni 1838. Der großh. heſſ. Bürgermeiſter F. Bullmann. Gläubiger- Aufforderung. (721) Herr Dr. Jur. Car! Hofmann von Roͤdelheim beabſichtigt nach Frankfurt a. M. auszuwandern. Rechtsanſprüche an denſelben ſind binnen drei Monaten dahier anzumelden, gegenfalls die Entlaſſungsurkunde ertheilt werden wird. Friedberg den 5. Juni 1838. Der großherzoglich heſſiſche Kreisrath des Kreiſes Friedberg. In Beurlaubung deſſelben: Der großh. Kreisſekretair Dr. Cameſasca. Frucht ⸗Verſteigerung im Rentamte Friedberg. (722) Der Reſt der 1837r. fiscaliſchen Frucht— vorräthe des hieſigen Rentamts wird folgender⸗ maßen verſteigert: 1) Dienſtag den 3. Juli 1838, Vormittags 10 Uhr, zu Butzbach in dem Rathhauſe von dem daſigen herrſchaftlichen Speicher ungefähr 115 Malter Korn, 80 Malter Gerſte und 50 Malter Hafer. 2) Mittwoch den 4. Juli 1838, Vormittags 10 Uhr, hier zu Friedberg in der Behauſung des Herrn Gaſthalters Hieronimus vor dem ehe⸗ maligen Mainzerthore, von den herrſchaftlichen Speichern hier und zu Oberrosbach ungefähr 30 Malter Waizen, 240 Malter Korn, 40 Mal⸗ ter Gerſte und 70 Malter Hafer. Friedberg den 12. Juni 1838. Der großh. heſſ. Rentamtmann Buß. Gläubiger- Aufforderung. (723) Georg Philipp König von Ober⸗ mörlen beabſichtigt nach Oberrad im Gebiete der freien Stadt Frankfurt auszuwandern. Rechts⸗ anſprüche an denſelben ſind binnen drei Monaten bei großh. Landgerichte dahier anzumelden, gegen⸗ falls die Entlaſfungsurkunde ertheilt werden wird. Friedberg den 11. Juni 1838. Der großh. heſſ. Kreisrath des Kreiſes Friedberg. In Beurlaubung deſſelben: Der großh. heſſ. Kreisſekretair Dr. Cameſasca. a Holz-Verſteigerung. (724) Montag den 25. Juni, Vormittags 8 Uhr, ſollen in dem Revier Feldheim, ohnweit Inhaiden, an der Chauſſee gelegen: 10 85½ Stecken buchen Scheitholz, 191 — 2) 20½ Stecken buchen Prügelholz, 3) 55 5„ Stockholz, 4 74 5„ eiſerbolz an den Meiſtbietenden verſteigert werden. Inhaiden am 14. Juni 1838. In Auftrag: Henkel. DNN Privat- Bekanntmachungen. Waaren⸗ Empfehlung. (691) Mit vorzüglichem Einſchlaggarn in allen gangbaren Nummern und Farben, gebleicht und ungebleicht, wie auch in weiß und melirt, baum⸗ wollenes und wollenes Strickgarn, allen Gattungen Schnur, Lothband und Zwirn, Bettzeuch und Bar— chend von vorzüglicher Qualität, Hals- und Sack⸗ tücher, Saſſenets, Futter, Barchend und Leinen, Tüll und Moll, bin ich wieder aufs Beſte ſortirt und verſpreche die möglichſt billigſten Preiſe. Friedberg im Juni 1838. Nathan Hirſchhorn, wohnhaft in der Uſergaſſe Nro. 151. (623) In meiner Fabrik können wi einige er⸗ wachſene Kinder Beſchaftigung finden, Auch die noch ſchulpflichtigen ihren täglichen Unterricht erhalten. Friedberg. G. C. Morell. Empfehlung. (725) Ich habe dieſe Woche ganz fein geſchwun— genen Waizen⸗Gries erhalten per Pfund 6 kr. Die Preiſe des Vorſchuß-Mehls ſind dieſe Woche ſtehen geblieben. Das Roggenmehl, die Meſte 18 Pfd. wiegend, koſtet 1 fl. 2 kr. Auch habe ich vor⸗ züglich gute Linzen, das Geſcheid zu 10 kr., und Hafer per Malter 4 fl. Friedberg den 21. Juni 1838. N J. L. Rappolt, Frucht- und Mehlhändler— Ein junger, kräftiger Burſche, (726) von guter Erziehung und mit den nöthigen Zeugniſſen über ſeine Auffuͤhrung verſehen, wird in eine hieſige Handlung als Hausknecht geſucht. Aus— geber dieſes ſagt wo? ane hen 727) liegen bei dem Auguſtiner Schulfonds da⸗ hier 500 fl. bereit, welche gegen gerichtliche Verbrie— fung abgegeben werden Friedberg den 15. Juni 1888. Der Rechner Nau. Gras-Verkauf. (728) Ein Morgen Gras zu Heu und Grummet hat zu verkaufen Wittwe Stedter. Verkauf von Aepfelwein. (729) Eine Parthie reingehaltenen Aepfelwein iſt billig zu verkaufen, und das Nähere hierüber in der Expedition dieſes Blattes zu erfragen. Baier'ſches Lager-Bier. a (730). Einem verehrlichen Publikum mache ich hierdurch die ergebene Anzeige, daß ich wieder Baier'⸗ e ſches Lagerbier erhalten habe und die Flaſche zu 8 kr. verzapfe. Außer meinem Hauſe gebe ich nur dann von dieſem Biere ab, wenn für Flaſche und Stopfen zuvor 8 kr. unterlegt werden. Friedberg den 20. Juni 1838. G. Gerlach. Gras-Verſteigerung. (731) Montag den 25. d. M., Morgens um 10 Uhr, ſoll bei der ehemaligen Saline Wiſſelsheim 30 Morgen Gras zu Heu und Grummet öffentlich an den Meiſtbietenden verkauft werden. Wiſſelsheim den 21. Juni 1838. 5. Steinhauer, Foͤrſter. Zum Verkauf. (732) Ein vollſtändiges Brantweinbrenngeſchirr mit 2 Keſſeln zu 1½ und 1% Ohm großh. heſſ. Eiche, ſteht im Ganzen und auch theilweiſe billig zu verkaufen bei f b Joſeph Levi zu Windecken. Eine Parthie ſchönes Band (733) hat bedeutend unter dem verkaufen 8 M. Maul. Familiendagen von Gießen nach Frank⸗ . furt und zurück. (734) Von Montag den 25. d. M. an fährt der Unterzeichnete an folgenden Tagen regelmäßig nach Frankfurt und nimmt Perſonen à 1 fl. 24 kr. mit, nämlich: Montags, Mittwochs und Freitags. Von Frankfurt nach Gießen fahrt er, mit gleichem Preiſe: Dienſtags, Donnerſtags und Samſtags. In Butzbach hält er an bei Herrn Gaſtwirth Sauerbier und zwar von Gießen Morgens 9 Uhr, nach Gießen Nachmittags 3 Uhr. In Friedberg bei Herrn Gaſtwirth Simon von und nach Gießen Mittags 12 Uhr. In Vilbel bei Herrn Gaſtwirth Simon von Gießen Nachmittags 3 Uhr, nach Gießen Morgens 8 Uhr. 1 Abfahrt von Gießen und Frankfurt iſt Mor⸗ gens 6 Uhr. Gießen d. 20. Juni 1838. Ph. Wagner. Schwalheimer Mineralbrunnen. (735) Sonntag den 24. Juni d. J. iſt am hie⸗ ſigen Mineralbrunnen gut beſetzte Tanzmuſik an⸗ zutreffen, wozu höflichſt einladet Henkel. Warnung. (683) Unterzeichneter bittet, wenn kuͤnftighin in den Liebfrauengärten ein Dieb Hopfenſtangen ſteh⸗ len will, doch die Stöcke nicht zu beſchädigen. Er wird von jetzt an ein wachſameres Auge auf ſolche haben.— Friedberg. P. W. Sieck. Lehrlings-Geſuch. (736) Für einen jungen ſoliden Burſchen, welcher Fabrikpreis zu J Kufer und Bierbrauer werden will, iſt eine Stelle mit oder ohne Lehrgeld offen. Die Expedition d. Bl. ſagt wo?; Saamen⸗ Verkauf. (737) Friſcher ſelbſtgezogener weiße Rübenſaamen hat zu verkaufen Heinrich Preuſſer. Bei C. Bindernagel ſind angekommen: Fuͤnf Sorten Obladen, von der Größe eines Kreuzers bis zu der eines preußiſchen Drittels und koſtet das Loth 3 kr., im Pfunde billiger. Aechtes hollaͤndiſches Zeichnenpapier, 23 Zoll hoch 34 Zoll breit, pr. Bogen 15 1155 26 3 3 7 7 77„ 77 7. 9 Fruͤchte-Preiſe hier in Friedberg: Waizen: 10 fl.— kr. Korn: 8 fl. 20kr. Gerſte: 6 fl. 50 kr. Hafer: 4 fl.— kr. Erbſen:— fl.— kr. 5 Früchte⸗Preiſe zu Frankfurt, am 18. Juni: Waizen: 9fl. 30 kr. Korn: 7 fl. 25 kr.— Gerſte: 5 fl. 28 kr. Hafer 4 fl. ö kr. Erbſen:— fl.— cr. Fruͤchte⸗Preiſe zu Mainz, am 13. Juni: Watzen: 9 fl. 35 kr. Korn: 7 fl. 51 kr. Gerſte:— fl.— kr. 1181 Hafer: 4 fl— kr. Erbſen:— fl.— kr. Polizei⸗Taxe fuͤr die Staͤdte Friedberg und Butzbach vom 25. Juni bis 1. Juli 1838. pfd Brod 7 reiſe. Friedberg Butzbach. 4 f R 1 Leib⸗Roggenbrod 1 2 2 7„ 6 1 6 1 4 5 2 1212 12 2 g Loth. Loth. Milchbrod 1 Waſſerweck 11553 Gemiſchtes(Tafel-) Brod 1 18 Fleiſch-Preiſe. 5 pf. pf. 1 Ochſenfleiſch 112 112 „Kübhfleiſch 82 8 2 „Rindfleiſch 8 2 81— 7 Kalbfleiſch 5 6 N 6— „ Schweinenfleiſch 124— 12— „ Hammellleiſch 1 85 8 2 „Wurſt von blos Schweinen W „Gemiſchte Wurſt 10— 10— „Bratwurſt 15— 15— „Schwartenmagen 161— 16— „Geräucherter Speck 222 „Schinken 15— 15— „ Doörrfleiſch 164— 16— „Schweinenſchmalz, ausgelaſſen 20— 20— „ N dito unausgelaſſen 18— 18— „ Nierenfett 18 8 „ Hammelsfett 16— 15— Der großh. heſſ. Kreisrath d. K. F. Kuͤchler. Gedruckt und verlegt unter Verantwortlichkeit von Carl Bindernagel in Friedberg. Di machung hierunte 5 1 gen bore und Ge veraula 1 Stempel ſch, daß Benachtſ treibende wichtig ſtrafung, De J gleichar wohl da ſernt we machung Art an bei Nern Da