— — 281— — 2*— T Intelligenzblatt für die rovinz(Dberhes sen im Allgemeinen, den Kreis Friedberg und die angrenzenden Bezirke im Beſonderen. —: 51. Sonnabend, den 22. Dezember 1838. . Intelligenzblatt für die Provinz Oberheſſen erſcheint auch im Jahr 1839, wie bisher, wöchentlich Einmal und zwar ſo, daß es den Freitag Mittag von den Kreisboten abgeholt, den Sonnabend Vormittag aber hier ausgegeben und durch die hieſige wollöbl. Poſtbehörde expedirt wird.— Alle Inſerate, welche bis den Donnerſtag Nachmittag 3 Uhr bei mir eingelaufen ſind, finden in derſelben Woche eine ſichere Aufnahme. Einrückungsgebühren betragen für die erſte Zeile 4 kr., für die zweite 3 kr., für die dritte und jede folgende 2 kr.— Der Abonnementspreis für 1. Jahr iſt: 1 fl. 12 kr., für % Jahr: 40 kr., für ½ Jahr 24 kr., welcher Betrag jedoch voraus bezahlt werden muß.— Diejenigen meiner verehrl. Abonnenten, welche geſonnen ſind, das Intelligenzblatt auch im Jahr 1839 zu halten, haben nicht nöthig, ſolches bei mir beſonders anzuzeigen; diejenigen hingegen, welche auszutreten beabſichtigen, oder neu hinzutreten wollen, erſuche ich, mich, oder die ihnen zunächſt liegende Poſtbehörde, gefälligſt davon zu benachrichtigen.— Gemeinnützige Aufſätze werden ſtets mit Dank für mein Blatt angenommen werden. N Friedberg. Carl Bindernagel. Amtlicher Theil. Polizeiliche Bekanntmachung. Da das Bedürfniß der Einführung der in den Städten Friedberg und Butzbach bereits beſtehenden Polizey⸗Taxen auch fuͤr die übrigen Gemeinden des Kreiſes rege geworden iſt, ſo wird nach Anhörung der Lecalpolizeybehörden und eingeholter höchſter Eutſchließung das Folgende hiermit verfügt: 1) Die wöchentlich feſtgeſetzten und im friedberger Intelligenzblatt veröffentlichten Victualienpreiſe(Po⸗ lizei⸗Taxen) der Städte Friedberg und Butzbach gelten in Zukunft auch für die übrigen Gemeinden des Kreiſes in der Art, daß insbeſondere a) die Taxen von Friedberg Anwendung finden auf die Gemeinden: Altenſtadt, Aſſenheim, Bönſtadt, Bruchenbrücken, Büdesheim, Burggräfenrod, Engelthal, Fauerbach II., Groskarben, Heldenbergen, Hoͤchſt, Rommelhauſen, Holzhauſen, Ilbenſtadt, Kaichen, Kleinkarben, Niedereſchbach, Florſtadt, Niedermörlen, Niederrosbach, Niederwoͤllſtadt, Oberau, Obererlenbach, Obe reſchbach, Obermörlen, Oberrosbach, Oberwöllſtadt, Okarben, Kloppenheim, Ockſtadt, Oſſenheim, Baueraheim, Rendel, Rodenbach, Rodheim, Södel, Stammheim, Steinbach, Steinfurt, Wiſſelsheim, Vilbel, Petterweil. b) die Taxen von Butzbach aber Anwendung finden auf die Gemeinden: Butzbach, Bodenrod, Fauerbach I., Niederweiſel, Hochweiſel, Langenhain mit Ziegenberg, Maibach, Melbach, Münſter, Oppershofen, Oſtheim und Rockenberg. 2) Sollte etwa einmal dieſe Bekanntmachung für eine Woche unterblieben ſeyn, ſo bleibt die Taxe von der vorhergehenden Woche in Kraft. 3) Die Bäcker und die Metzger haben ſich ſtrenge nach der beſtimmten Taxe zu richten und überdies vor ihrem Laden oder ihrer Verkaufsſtube nach der Straße zu ein Täfelchen aufzuhängen, worauf „ die Preiſe in Uebereinſtimmung mit der vorgeſchriebenen Taxe deutlich angeſchrieben ſind. Jede desfallſige Unterlaſſung ſoll mit einer Polizeiſtrafe von 1 fl. 30 kr. belegt werden. 40 Um ſtets die Richtigkeit des Brodgewichts auf eine untrügliche Weiſe pruͤfen zu können, wird ferner verordnet, daß in Zukunft in der Regel nur 1, 2, und Apfündige Leibe Brod gebacken werden dürfen. Eine Ausnahme hiervon ſoll nur in Anſehung des gemiſchten ſ. g. Tafelbrodes und des auf beſondere Beſtellung anderen Gewichts gebackenen Brodes ſtattfinden. Dieſes letztere darf aber alsdann weder auf dem Laden ausgeſtellt, noch in der Stube, wo das übrige Verkaufsbrod ſich befindet, aufbewahrt werden. 5) In dem Falle der Uebertretung der vorſtehenden Vorſchriften ſoll der Bäcker in eine Polizei⸗Strafe von 3 bis 5 fl. verfallen, und überdies das bei ihm vorgefundene Brod von leichterm als das tax⸗ mäßige Gewicht von Polizeiwegen zerſchnitten und zum Verkaufe unbrauchbar gemacht werden. Gewichtsunterſchiede: a) bei friſchem Brode, d. i. ſolchem, welches nicht über einen Tag alt iſt, von /¼ Loth pr. Pfd.— b) bei älterem Brode von 1 Loth pr. Pfd. und() bei Milchbrod, Wecken und gemiſchtem Brod von ¼ Loth dürfen jedoch nicht beruͤckſichtigt werden, und ſind ſtraffrei. 6) Brod, welches nicht wohl ausgebacken, unreif, überreif oder ſonſt verdorben iſt, darf weder verkauft, noch in den Lokalen, wo die übrigen Bäckerwaaren ſich befinden, aufbewahrt werden. Gegenfalls ſoll polizeiliche Beſchlagnahme und Verurtheilung zu einer Polizeiſtrafe von 3 bis 5 fl. eintreten. 7) Metzger, bei welchen faules oder von an ſchädlichen Krankheiten gefallenem Vieh herrührendes Fleiſch betroffen wird, ſollen neben polizeilicher Wegnahme des fraglichen Fleiſches mit einer Polizeiſtrafe von 3 bis 5 fl. beſtraft werden. 8) Die Zugaben bei'm Fleiſchverkauf dürfen nur in Fleiſch von derſelben Gattung beſtehen, und das Verhältniß/ Pfd. Zugabe zu 5 Pfd. Fleiſch nicht überſteigen. Köpfe, Füße, Geraub, wie auch alle blutigen nicht genießbaren Stücke des Halſes ſind von der Zugabe ganz ausgeſchloſſen. Die Zuwiderhandelnden trifft eine Strafe von 1 fl. bis 1 fl. 30 kr. Dieſe Polizey⸗Verfügung tritt vom 1. Januar 1839 an in den darin benannten Gemeinden in Wirk⸗ ſamkeit. Auch wird die im Satz 5 gegebene Vorſchrift über die Gewichtsunterſchiede auf die Städte Friedberg und Butzbach ausgedehnt. i Friedberg den 18. Dec. 1838. Der großh. heſſ. Kreisrath des Kreiſes Friedberg. Küchler. eee Der großherzoglich heſſiſche Kreisrath des Kreiſes Friedberg an ſaͤmmtliche großh. Buͤrgermeiſter des Kreiſes. Betreffend: Die Polizeitaxe. Sie werden angewieſen, die genaue Befolgung der polizeilichen Bekanntmachung in obigem Betreff polizeilich zu überwachen, und zu dem Ende öftere Viſſtationen bei den einzelnen Gewerbtreibenden ein⸗ treten zu laſſen. Zum Nachweiß, daß Sie dieſer Obliegenheit gehörig nachgekommen ſind, haben Sie fortlaufende Protocolle darüber in tabellakiſcher Form, worin Ordn. Nr. des Eintrags, Datum der Vi⸗ ſitatſon, Namen des Viſitirten, Namen des Viſitirenden und Befund in beſonderen Spalten aufgezeichnet ſind, zu führen. Bei Gelegenheit der Rundreiſe werde ich mir dieſe Tabellen ſtets vorlegen laſſen. Friedberg den 19. Dezember 1838. Küchler. Am Feste der Geburt Zesus. Empor zu Gott mein Lobgeſang! Einſt führet er zur Himmelsbahn Er, dem das Lied der Engel klang, Uns, ſeine Brüder, auch hinan! Der hohe Freudentag iſt da! Und wandelt unſer Pilgerkleid Lobſinget ihm, Hallelujah! In Sternenglanz und Herrlichkeit. Vom Himmel kam in dunkler Nacht Empor zu Gott, mein Lobgeſang! Der uns das Lebenslicht gebracht! Er, dem der Engel Lied erklang, Nun leuchtet uns ein milder Strahl, Der hohe Freudentag iſt da! Wie Morgenroth, im dunkeln Thal. Ihr Chriſten ſingt: Hallelujah! N Krummacher. —— e ꝙÄn—ͤ— Ä— Die Da m n das 5 1 das eint was a n ſchul ee 1 It del itd er e aba, 0 Von dieſe genheit Llebung zi Eine natl und das, abſichtigt, wird. die Conto 1. dergl⸗ erlangt a unentbehrk mit viele weder gar ſöchſt dül zweijifferi von die! Schulbeſt oder in doch ſobit wenn de werden, fen, ſoll der buͤrg Da Cultur a aufhaltſa man an Vater ſte geht, zur! man uns den Vorn nachzuſtel nach ſolch lichſten K lernen kö 0 Wir und lich 45 U den Sach Aufſa 0) Von i Daß gerte f in Wirk⸗ le Städte Friedberg. u Betreff den ein⸗ ben Sie der Vi⸗ gezeichnet ſen — — 365— Die Sonntagsſchule zu Friedberg.) Da mancher Familienvater und Lehrherr, wel— chem das Wohl ſeines Sohnes oder Lehrlings am Herzen liegt und der zur Beförderung desſelben gern das Seine beiträgt, noch nicht recht wiſſen dürfte, was man denn eigentlich mit einer Sonn- tags ſchule willz ſo iſt es wohl nicht ganz über⸗ flüſſig, dieß hier kurz anzudeuten und darauf auf⸗ merkſam zu machen. f Iſt der Knabe aus der Volksſchule entlaſſen, ſo wird er entweder zu einem Handwerker in die Lehre gebracht, oder muß ſonſtige Handarbeiten verrichten*) Von dieſer Zeit an fehlt ihm nicht nur jede Gele⸗ genheit, das Erlernte im Andenken und in der Uebung zu erhalten, ſondern auch ſich fortzubilden. Eine natürliche Folge iſt, daß das Meiſte vergeſſen und das, was die Schule für das ganze Leben be— abſichtigt, entweder gar nicht, oder nur halb erreicht wird. Wer ſich hiervon überzeugen will, der prüfo die Contobücher, Rechnungen, Briefe, Quittungen u. dergl. vieler Handwerker. Mancher Jüngling erlangt aber auch in der Volksſchule die im Leben unentbehrlichſten Elementar⸗Kenntniſſe nicht; es ſind mir viele Fälle vorgekommen, daß ſolche Leute ent⸗ weder gar nicht, oder kaum ihren Namen ſchreiben, höchſt dürftig oder gar nicht leſen und nicht eine zweizifferige Zahl ſchreiben konnten. Was auch hier⸗ von die Urſache ſey, ob Krankheit, unregelmäßiger Schulbeſuch, die Beſchaffeuheit der Schule ſelbſt, oder in der Jugend ſchlummernde Anlagen; ſo iſt doch ſoviel gewiß, daß letztere verkuͤmmern müſſen, wenn ſie ſpäter nicht geweckt, genährt und geſtärkt werden, und daß ſolche Leute der Nachhülfe bedür⸗ fen, ſollen ſie anders als brauchbare Mitglieder der buͤrgerlichen Geſellſchaft daſtehen. Da ferner das Leben nie ſtille ſteht, und die Cultur aller Zweige des Könnens und Wiſſens un— aufhaltſam fortſchreitet, ſo iſt es begreiflich, daß man an den Sohn höhere Forderungen, als an den Vater ſtellt, und daß der, welcher nicht mit fort— geht, zuruͤckbleibt: Stillſtand iſt Nückgang. Macht man unſern Bauhandwerkern im Allgemeinen nicht den Vorwurf, denen in Starkenburg und Rheinheſſen nachzuſtehen??*) Woher kommt das? Es werden dem⸗ nach ſolche Jünglinge, welche die zum Leben unentbehr— lichſten Kenntniſſe ſich erworben haben, immerhin mehr lernen können und müſſen, wollen ſie hinter der Ge⸗ ) Wir haben zwar über Sonntagsſchulen im Allgemeinen und die zu Friedberg insbeſondere ſchon früher, nament⸗ lich in Nr. 7 und 27 d. Bl. v. 1834, ſo wie in Nr. 45 und 46 v. 1835 geſprochen; wir glauben aber doch den Leſern einen Gefallen zu erweiſen, wenn wir die Sache hier wieder zur Sprache bringen. Gegenwärtiger Aufſatz rührt von einem Manne, der hierin competent iſt. Die Red. ) Von den hoheren Ständen iſt hier nicht die Rede. A) Daß einzelne wenige hiervon eine Ausnahme machen, verſteht ſich von ſelbſt. genwart und s ˖ nahen Zukunft nicht zurückbleiben. Wer dieß Fortſchreiten dennoch für eine Chimäre halten wollte, den verweiſen wir auf andere Länder: Sachſen, Preußen, u. ſ. w. namentlich auf das Bergiſche und Siegeniſche, wo es gar keine Seltenheit iſt, ſelbſt Männer: Schmiede, Kohler und Wieſenbauern Abends nach vollbrachtem ſchwe⸗ ren Tagewerk oder an Sonnta g⸗Nachmittagen ſich zum Abſingen vierſtimmiger Choräle verſammeln, oder mit Schiefertafel und Griffel in der Hand geometriſche, arithmetiſche und algebraiſche Aufgaben loſen zu ſehen. Der gereiſ'te Handwerker weiß dieß. ohnehin. Wo trifft man ſonſt noch unter Köhlern, Wieſenbauern und Schmieden Luſt und Liebe zur Kenntniß der Geometrie und Arithmetik? Wo Land⸗ leute, die mit Meßtiſch, Compaß und Aſtrolabium verſehen ſind und ſie zum Markſcheiden, zur Felder— und Wäldervertheilung zu gebrauchen verſtehen? Aus dieſen Andeutungen wird die Nothwendig— keit einer Unterrichtsanſtalt einleuchten, wo theils das Verſäumte nachgeholt, theils das Erlernte. geübt und exweitert werden kann. In dem vierzehnten Jahre iſt aber auch die Erziehung noch keineswegs vollendet. Gerade in dieſer Periode beginnt erſt die eigentliche Bildung des Characters zur Selbſtſtändigkeit. Wird das Gute, was die Schule gepflanzt hat, durch fortge— ſetzte Aufſicht und verſtändige Leitung nicht gepflegt und genährt; ſo nimmt der Geiſt leicht eine falſche Richtung, die nützlichen Lehren werden vergeſſen und die guten Sitten gehen in einem rohen Leben unter. Wer dies bezweifelt, beobachte das Treiben und Thun der der Schule entlaſſenen Jugend und Lehrlinge in Dörfern und Städten, und er wird ein— ſehen, wie gerade ſie es iſt, welche in Dörfern den meiſten Unfug treibt, in Städten auf mancherlei Un⸗ ſitte verfällt. So lange alſo dieſe Jugend ſich ſo über⸗ laſſen bleibt, darf es nicht Wunder nehmen, wenn Unſittlichkeit, Verwilderung und frühzeitige Leiden ſchaften ſelbſt bei ſolchen ſichtbar werden, welche in dem väterlichen Hauſe und in der Schule einer guten Erziehung ſich erfreuten, und wo mau in frü⸗ her Jugend keine Spur von dieſen Uebeln bemerkte. „Würde bei der Dorf- und Stadtjugend dagegen eine Leitung fortdauern, welche ſich an die Schule anſchlöſſe, dann erſt würde die Jugend und das Volk diejenige Bildung erhalten, welche die Ver— beſſerung des Schulweſens bezweckt“, ſagt Schwarz, einer unſerer gefeiertſten Pädagogen, und wer wird ihm nicht beiſtimmen? (Fortſetzung folgt.) Bekanntmachungen von Behoͤrden. Beka unt machung. (1313) Freitag den 28. l. M., Morgens 10 Uhr, ſollen in hieſigem Rathhauſe die Immobilien der Schuhmacher Georg Bopp'ſchen Eheleute, — beſtehend in einer Hofraithe, daran ein Stall und Grund an Konrad Schlechtweg gelegen, nebſt 13 Ruthen Garten in der 18. Gewann auf dem Hauck an Guſtav Gerlach, einer öffentlichen meiſtbieten⸗ den Verſteigerung, mit dem Bemerken, daß auf Antrag des Gläubigers der Zuſchlag unwiederruflich erfolgen wird, ausgeſetzt werden. Friedberg den 6. December 1838. In Auftrag großh. heſſ. Landgerichts: Der Beigeordnete Bender. Bekanntmachung. (1328) Donnerſtag den 27. d. M., Vormittags um 10 Uhr, ſoll in hieſigem Rathhaus nachſtehende Lieferung und Leiſtungen für das Jahr 1839 öffent⸗ lich wenigſtnehmend verſteigert werden, als: 1) die Lieferung von ohngefähr 330 Maas Oel und 18 Pf. Lichtern zur Straßenbeleuchtung, 2) das Reinigen der Straßen, 3) die Armenfuhren, 4) die Fuhren in der Stadt. Friedberg den 10. December 1838. Der Bürgermeiſter D. Fritz. Güter ⸗Verſteigerung. (1330) Auf freiwilligen Antrag der Frau Wil⸗ helm Hermanns Wittwe ſollen Freitag den 28. l. M., Vormittags 10% Uhr, in hieſigem Rathhauſe die derſelben gehörende, in den Gemarkungen Fried⸗ berg, Fauerbach und Ockſtadt liegende Grundſtücke einer öffentlichen meiſtbietenden Verſteigerung aus⸗ geſetzt werden. Gemarkung Friedberg. 1) 113 Ruthen, am alten Mainzerthor, in der 17. Gewann, an Ludwig Hieronimus, 2) 199 Ruth. im Großwartfeld an Johannes Klein in Ockſtadt, 3 be im Großgalgenfeld an Kollektor Gerts rben, J) 216 Ruth. im Kleingalgenfeld an Fried. Reuß. Gemarkung Ockſtadt. 5) 82 Ruth. im Leimenkautfeld, befurgt gegen die friedberger Warte und das friedberger Feld an Margaretha Allediſt und Rudolph Dienſt Atr. Gemarkung Fauerbach. 6) 39¼ Ruth. auf dem Krämer an Caspar Bauer in Friedberg, 7) 41 Ruth. daſelbſt an Engelh. Bechſtein dahier. Friedberg den 13. December 1838. Der Beigeordnete Bender. i Bekanntmachung. (1222) Samſtag den 29. December d. I,, Vor⸗ mittags 10 Uhr, ſoll der für die Kommunalwal⸗ dungen des Kreiſes Friedberg für 1839 erforderliche Holzſaamen als 3 Pfund Ahorn, 7 Eſchen U 137%„ Birken, 97„ Lerchen, 420„ Fichtenſaamen und 4934„ Kiefernſaamen 366 auf dem Büreau des Unterzeichneten öffentlich an den Wenigſtnehmenden vergeben werden. Steiglieb⸗ haber werden eingeladen. 8 f Friedberg den 1. December 1838. 5 Der großh. heſſ. Kreisrat des Kreiſes Friedberg Küchler. Bekanntmachung. (1335) Donnerſtag den 27. d. M., Vormittags um 9 Uhr, ſollen in hieſigem Rathhaus die Ein⸗ künfte von der Stagadtwage und die Einkünfte des Standgeldes von Wochen- und Jahrmärkten öffent⸗ lich meiſtbietend verſteigert werden. Friedberg den 10. December 1838. Der Bürgermeiſter D. Fritz. Bekanntmachung (1336) Freitag den 28. d. M., Vormittags 10 Uhr, ſollen in hieſigem Gemeindewald, Diſtrikt Bau⸗ wald, 72 Stück gefäallte Eichbäume, welche eirca 4700 C. F. halten und zu Schiffbau und andern Bau⸗ und Werkholz ſich eignen, öffentlich meiſtbietend, unter den vor der Verſteigerung bekannt gemacht werdenden Bedingungen verkauft werden, wozu man Kaufliebhaber einladet. Nauheim den 12. December 1838. 80 Der kurheſſiſche Bürgermeiſter Hartmann. Bekanntmachung. (1346) Montag den 24. d. M., des Morgens 9 Ubr, ſoll auf dem Büreau des großh. Buͤrger⸗ meiſters Dey zu Niedermörlen ein Bierbrauereige⸗ ſchirr, welches in einem Gußen⸗Keſſel und meh⸗ reren Bütten beſteht, wegen rückſtändiger Zinſen⸗ zahlung an das Mathildenſtift in Friedberg, öffent⸗ lich verſteigert werden, welches man zur öffentlichen Kenntniß bringt.. f Niedermörlen den 18. Dezember 1838. Der großh. heſſ. Buͤrgermeiſter 5 Dey. Holz ⸗Verſteigerung. (1347) Freitag den 28. d. M., Morgens 10 Uhr, ſoll in dem Niedermörler. Gemeindewald, nahe am Hofe Haſſeleck, als: 10 9 Stecken kiefern Scheidholz 955„ Prügelholz; 3) 193% Stück birken Wellen und 9 2312½%, kiefer Wellen und 3 ¼ Laſt. Die Verſteigerungs- Bedingungen werden vor der Verſteigerung vorgeleſen. Die großh. heſſ. Bür⸗ germeiſter der Umgegend werden erſucht, vorſtehende Verſteigerung in ihren Gemeinden bekannt machen zu laſſen. Niedermörlen den 18. Dezember 1838. Der großh. heſſ. Bürgermeiſter Dey. das durch Eisbruch beſchädigte Holz. — (43490) Ur, 15 Spenglera 1 dem S Die gi ſtehendes Nieder (1350) Uhr, will übergezoge ſeine dahie lichen Verf ausſetzen l Die He J) aus ein N eiger E 3) Stallut Schwein Y) einem! Das J enthält 3 ſtändiger welches a außerdem einen mit der Küche Sollten einſehen w Hammel d Schlüſſl v. Altenſt ags 10 t Bau⸗ e eirea n Bau⸗ bietend, gemacht u man rmeiſter Norgens Vuͤrger⸗ auereige⸗ ud meh⸗ Zinſen⸗ „ Röffent⸗ ſentlichen 8 jermeiſter 10 Uhr, nahe am gte Holz at. erden vor heſſ. Büͤr⸗ untehende it machen * cgetmeiſter ——U———— ḱäüĩ6ä 367 Frucht⸗Verkaͤufe bei dem großh. Rentamte Nidda. (1348) Die dieſſeitigen herrſchaftlichen Fruchtvorräthe, beſtehend in Walzen, Korn, Gerſte und Hafer, kommen im Jahr 1839 folgendermaßen zur öffentlichen Verſteigerung: I. Von den Speichern zu Nidda und Lißberg. Zu Nidda, auf dem daſigen Rathhaus des Morgens um 10 Uhr anfangend: Donnerſtag den 10. Januar. Donnerſtag den 7. Februar. Donnerſtag den 7. März. Montag den 8. April. Dienſtag den 7. Mai. Montag den 10. Juni Dienſtag den 9. Juli. Zur jedesmaligen Verſteigerung kommen circa II. Von dem Speicher zu Bingen heim. Zu Bingenheim, in der Wirth Müller'ſchen Behauſung Morgens um 9 Uhr anfangend: Freitag den 11. Januar. Freitag den 8. Februar, Freitag den 8. März. Dienſtag den 9. April. Mittwoch den 8. Mai. Dienſtag den 11. Juni. Mittwoch den 10. Juli. a) Von den Speichern zu Nidda und Lißberg: 70 Malter Waizen, 102 Malter Korn, 21 Malter Gerſte und 111 Malter Hafer. b) Von dem Speicher zu Bingenheim: 77 Malter Waizen, 188 Malter Korn, 129 Malter Gerſte und 167 Malter Hafer. Bingenheim den 15. Dezember 1838. Arbeits ⸗Verſteigerung. (1349) Montag den 24. d. M., Morgens 11 Uhr, ſoll auf dem Büreau des Unterzeichneten Spenglerarbeit, beſtehend in Fertigung eines Kennels an dem Schulhaus in Accord gegeben werden. Die großh. Bürgermeiſter werden erſucht, Vor⸗ ſtehendes bekannt machen zu laſſen. Niedermörleu den 18. Dezember 1838. Der großh. heſſ. Bürgermeiſter Dey. Hofraithe-Verkauf. (1350) Freitag den 28. d. M., Vormittags 11 Uhr, will der nach Otterbach, im Kreiſe Alsfeld, übergezogene, ehemalige Bürgermeiſter Bertalott, ſeine dahier gelegene Hofraithe freiwillig einer öffent— lichen Verſteigerung auf dem hieſigen Gemeindehaus ausſetzen laſſen. Die Hofraithe beſteht: 1 aus einem zweiſtockigen Wohnhaus, 2) einer Scheune, 3) Stallung für circa 10 Stuͤck Rindvieh und 12 Schweine und 4) einem Holzſchober. Das Wobnhaus befindet ſich an der Hauptſtraße, enthält 3 heizbare Zimmer, Kammern, nebſt voll⸗ ſtändiger Einrichtung zu einem Spezereigeſchäfte, welches auch ſeither darin betrieben worden iſt; außerdem hat daſſelbe einen geräumigen Speicher, einen mit büdinger Steinen belegten Keller und in der Küche eine Waſſerpumpe. Sollten Kaufliebhaber inzwiſchen die Hofraithe einſehen wollen, ſo belieben ſich ſelbige an Herrn Hammel dahier zu wenden, indem demſelben die Schlüſſel von dem Eigenthümer übergeben worden ſind. Altenſtadt am 17. Dezember 1838. Der großh. heſſ. Bürgermeiſter i Brack, Großh, heſſ. Rentamt daſelbſt Amend. Fruchtverſteigerung im Rentamte Friedberg. (1351) Von den 1838Kr. fiscaliſchen Früchtenvor⸗ räthen des hieſigen Rentamts kommen unter den gewöhnlichen Bedingungen zur Verſteigerung: 1) Mittwoch den 2. Januar 1839, Vormittags 10 Uhr, in dem Rathhauſe zu Butzbach, von dem daſigen herrſchaftlichen Speicher: 100 Malter Korn und 50 Mltr. Gerſte; 2) Freitag den 4. Januar 1839, Vormittags 10 Uhr, hier zu Friedberg in der Behauſung des Herrn Gaſthalters Hieronimus vor dem ehemali⸗ gen Mainzerthore, a) von dem herrſchaftl. Speicher zu Vilbel, unge⸗ fahr 100 Mltr. Korn, b) von dem herrſchaftl. Speicher zu Friedberg, un⸗ gefähr 40 Mltr. Waizen, 200 Mltr. Korn, 70 Mltr. Gerſte und 140 Mltr. Hafer, ſodann c) zu Niedereſchbach lagernd, ungefähr 60 Mltr. Hafer. Friedberg den 11. Dezember 1838. Der großh. heſſ. Rentamtmann Buß. Bekanntmachung. (1352) Auf Antrag der Kuratoren der Wagner Adam Ruppel'ſchen Kinder, als Philipp Ritzel und Adam Menges, ſoll Freitag den 28. d. M., Mor⸗ gens 11 Uhr, im hieſigen Rathhaus das den Kin— dern gehörende Wohnhaus in der Schirngaſſe, gezeich— net mit Nr. 252, neben Adam Rauſch und Fried— rich Adam Rodaug, auf weitere drei Jahre öffentlich an den Meiſtbietenden verpachtet werden. Friedberg den 20. Dezember 1838. „Der Beigeordnete Bender . — — — 368— Privat⸗ Bekanntmachungen. Gaſtwirthſchaft in Friedberg an der breiten Straße. (1353) Philipp Wilhelm Sieck empfiehlt ſeinen Freunden und Gönnern und den reſp. Reiſen⸗ den ſeine Gaſtwirthſchaft.— Für alle Sorten Ge⸗ tränke beßter Qualität, ſo wie für pünktliche und prompte Bedienung und alles dahin Einſchlagende wird er ſtets beſorgt ſeyn. Zugleich bemerkt er, daß er Stallung für 20 Pferde beſitzt.— Auch iſt gutes Bier ohmweiſe und alle Gattungen Fäſſer fortwäh⸗ rend bei ihm zu haben. n Friedberg im Dezember 1838. Einladung. (1354) Sollte wider Erwarten der Einladungs⸗ zettel zu einem Weihnachtsballe nicht bei jedem der verehrten Bürger zirkulirt haben, ſo mache ich die ſchuldige Anzeige, daß derſelbe in meinem Hauſe bis den zweiten Feiertag Abend offen liegt und daß bis dahin von einem jeden meiner geehrten Freunde noch unterſchrieben werden kann. Friedberg den 19. Dezember 1838. G. Geklach. 150 Stecken buchen Scheitholz, (1355) pr. Stecken 9 fl., hat zu verkaufen in Wiſfelsheim Pachter Thaler. Einladung. (1356) Zur Feier des Geburtstags Sr. Königl. Hoheit unſeres allverehrten Großherzogs wird der hieſige Singverein, unter Mitwirkung des Singver⸗ eins Orpheus in Frankfurt a. M., den 2. Chriſtag Nachmittags 5 Uhr, in dem Ludwigsſaal des Rath⸗ hauſes dahier ein Concert geben, deſſen Ertrag zum Beßten der Mozartſtiftung verwendet werden ſoll. Man beehrt ſich die Geſangfreunde der hieſigen Gegend zu dieſem Feſte hoͤflichſt einzuladen und be⸗ merkt, daß zur Verherrlichung deſſelben Abends im Gaſthaus zum Löwen ein Ball gehalten wird. Butzbach den 19. Dezember 1838. Der Vorſtand des Singvereins. Holzverkauf im Ockſtädter Wald. (1357) Wer geneigt iſt, Scheitholz, Prügelholz, Stockholz und Wellen im Ockſtädter Wald, Diſtrikt über der Querſchneiſe, zu feſtgeſetzten Preiſen zu kaufen, beliebe ſich an Unterzeichneten zu wenden. Ockſtadt den 19. Dezember 1838. Forſtrechner Eret. 100 fl. (1258) liegen in dem Kirchenkaſten zu Burg⸗ gräfenrod zum Ausleihen bereit. Der Kirchenrechner Vetter. Ein 5jähriges Pferd (1359) zum Fahren und Reiten brauchbar, ein vollſtändiges Pferdegeſchirr, ein noch wenig gebrauch— tes Oekonomiewägelchen, zu welchem auch ein in zwei Federn hängender Kaſten, nebſt Sitzen gegeben zu verkaufen. Nähere Auskunft ertheilt Schneider⸗ meiſter Raab in Beienheim. Meinen Vorrath von Gebetbuͤchern, Prachtbibeln, Taſchenbuͤchern, 0 Kinderſchriften, mit und ohne Kupfer, Stahlſtiche u. ſ. w., welche ſich alle beſonders zu Weihnachts⸗ und Neujahrsgeſchenken eignen, bringe ich in ge⸗ neigte Erinnerung und ſehe gefaͤlligen Auftraͤgen g 5 entgegen. 1 ä Friedberg. C. Bindernagel. Fruͤchte-Preiſe hier in Friedberg: Waizen: 12 fl. kr. Korn: 7 fl. 50 kr Gerſte: 5 fl. 30 kr. Hafer: 3fl.— kr. Erbſen:— fl.— kr. Fruͤchte⸗Preiſe zu Butzbach: Waizen: 10 fl. 30 kr.— Korn: 7 fl 30 kr Früchte⸗Preiſe zu Frankfurt, am 17. Dez.: Waizen: 11 fl. 30 kr. Korn:— fl.— kr.— Gerſte: 6 fl. 10 kr. Hafer: 3 fl. 10 kr. Erbſen:— fl.— kr. Fruͤchte⸗Preiſe zu Mainz, am 14. Dez.: Waizen: 12 fl. 19 kr. Korn: 8 fl. 32 kr. Gerſte: 5 fl. 53 kr. Hafer: 3 fl 22 kr. Erbſen:— fl.— kr. Polizei-Taxe fuͤr die Städte Friedberg und Butzbach vom 23. bis 30. Dez. 1838. pfo[“ Brod ⸗Preiſe. Friedberg Butzbach. kr. pf. Ex pf. 1 Leib⸗Roggenbrod 3— 5 2 17 7 6. 6— 4 5„ 12— 1 i both. Loth. Milchbrod 5 114 1 4¼%¼ —[Waſſerweck 5 1 11— —(Gemiſchtes(Tafel-) Brod 5 Fleiſch-Preiſe. a pf. pf. 1 Ochſenfleiſch 11 2 112 „ Kühfleiſch 81 3 81— „ Rindfleiſch 8 1 81— „ Kalolleiſch 8— 8— „ Schweinenfleiſch 111 1 11— „Hammellleiſch 7 3 7 2 1 Schaaffleiſch 5 5—— „ Wurſt von blos Schweinen 12.4 2 124— „Gemiſchte Wurſt 10— 10— „Bratwurſt 15— 15— „ Schwartenmagen 16— 16— „ Geräucherter Speck 22— 2— „Schinken 15— 144— „Dörrfleiſch F „ Schweinenſchmalz, ausgelaſſen 20—. 9 „ dito unausgelaſſen 19— 19— „ Nierenfett 18—„ Hammelsfett 151— 144— Der großh. heſſ. Kreisrath d. K. F. Küchler. werden kann, ein Pflug und eine Egge ſtehen billig — 2 unter Nerantmortlichkeit non Car! Bindernggel in Friedberg. — „ 7 5— 1 der von A. Armen, des Bel. B. Brandk der Anſt Bauhandwer als Mei Buchhandel, Brandverſich Brunnen. 9 Brunne C Chauſſe Heſſen, D. Denkma Hoheit, wig I., E. Einzugs neu ein 5. Feldtrur Fleischbeschau I beuerbiſtatio Kreiſes;