Intelligenzblatt für die im Allgemeinen, den Kreis Friedberg und die angrenzenden Bezirke im Beſonderen. ——— 29. Sonnabend, den 21. Juli e Der großherzoglich heſſiſche Kreisrath des Kreiſes Friedberg an ſaͤmmtliche großh. Buͤrgermeiſter des Kreiſes. Betreffend: Die Anlegung von Brennmaterialien⸗Magazinen in den Gemeinden des Kreiſes Friedberg. Die Strenge des verfloſſenen Winters gibt eine ernſte Mahnung an das Bedürfniß der Anlegung von Brennmaterial⸗Magazinen. Der ärmeren Claſſe der Ortseinwohner gebricht es an Mitteln, ſich Vorräthe von Brennmaterial anzuſchaffen. Sie ſind daher der Noth oder dem Wucher preisgegeben, oder müſſen ſich dem ſittenverderblichen Holzdiebſtahle ergeben, wenn ihnen nicht Gelegenheit geboten wird, jederzeit ihr Beduͤrfniß in kleinen ihren jeweiligen Mitteln entſprechenden Quantitäten anzukaufen.— Hierzu, ſowie zur unendgeldlichen Abgabe dieſes nothwendigen Lebensbedürfniſſes an ganz Arme und an arme Kranke ſollen die obigen Magazine dienen. In einzelnen Gemeinden beſtehen dieſelben ſchon ſeit mehreren Jahren und haben ſich als nützlich und wohlthätig bewährt. Ich hoffe, daß es nur einer Anſprache an den Geiſt der Wohlthätigkeit, der auch in den andern Gemeinden herrſcht, bedürfen wird, um ſie nun allgemein zu verbreiten. Sie werden zu dem Ende gelegentlich der Aufſtellung des 1830. Gemeinde ⸗Boranſchlags mit dem Gemeinderathe berathen und die erforderliche Vorſehung in dem fraglichen Gemeinde⸗Voranſchlag machen. — Die üblichen Brennſtoffe im Kreiſe Friedberg ſind Holz und Braunkohlen. Aus dem einen oder dem andern weden daher die fraglichen Magazine beſtehen müſſen, über deren Anlage und Verwaltung ich zugleich die nachſtehenden Andeutungen beifuͤge: i 1) Die fraglichen Magazine werden als localpolizeiliche Anſtalten auf Rechnung der betreffenden Gemein⸗ den errichtet und unterhalten. 2) Dieſelben ſind in der Regel auf den nöthigſten Bedarf der unbemittelten Einwohner zu beſchränken. Die Menge des anzuſchaffenden Brennmaterials iſt hiernach jahrlich mit dem Gemeinderath muthmaßlich zu überſchlagen und feſtzuſetzen. da i 3) Wo die Befriedigung unvorhergeſehener Bedürfniſſe an geringem Werk⸗, Nutz⸗ und Geſchirrholz nicht leicht auf dem Wege des Privatverkehrs zu erreichen iſt, da iſt es zuläſſig und zu empfehlen, daß auch dergleichen Sortimente in das Gemeinde⸗Magazin aufgenommen werden. 4) Ein großer Raum für dergleichen Magazine iſt nicht erforderlich. Wo ſich derſelbe in den Rath⸗ häuſern oder andern öffentlichen Gebäuden, reſp. Höfen nicht findet, da kann er mit geringen Koſten miethweiſe erſtanden werden, denn ſchon ein umfriedigter Schoppen erſcheint dafür ausreichend. 5) Der Preis, wonach die Brennmaterialien aus dem Magazin abgegeben werden ſollen, iſt jährlich im Gemeindevoranſchlag feſtzuſetzen und, dem Zwecke entſprechend, ſo mäßig als möglich zu berechnen. 6) Die Abgabe geſchieht in der Regel beim Brennholze nur ſcheiter⸗ oder gebundweiſe, bei Braunkohlen in einzelnen Klötzen. Mehr als in ¼ Stecken oder 25 Wellen Holz oder 2 Centner Braunkohlen durfen auf einmal nicht abgegeben werden. Auch iſt es rathſam ein Maximum deſſen, was an einen und denſelben Einwohner während eines Jahres nach und nach abgegeben werden darf, zu beſtimmen, z. B. nicht mehr als 1½ bis 2 Stecken des Jahres. 2 i 7) Die Abgabe findet in der Regel nur gegen Beſcheinigung über geleiſtete Zahlung an den Gemeinde⸗ Einnehmer oder geſtattete Zahlungsfriſt ſtatt. Ausnahmen hiervon treten nur bei ganz Armen ein, welchen auf Anweiſung der Lokalbehörden unentgeldliche Verabfolgung geſchehen ſoll. — Magazins hat eine Ortsvorſtandsperſon vorzuſtehen. feſtzuſetzen. ö welche geſammelt und in ein Verzeichniß zuſammen 8) Der Verwaltung des Materials ſind beſtimmte Tage und Stunden erforderlichen Beſcheinigungen, müſſen, in Vergleichun in die Gemeinderechnung aufzunehmen. mit dem jährlich vorzunehmenden Magazinsſturze. — Für das Ausgeben des Als Controle dienen die nach Satz 7. geſtellt werden Das Ergebniß beider iſt Die großh. Forſtbehörden werden meinem Erſuchen gemäß Ihnen bei Ausfuhrung dieſer Beſtimmungen gerne Vorſchub leiſten. Küchler. Die Vorſtellung Inſtallation) des katholiſchen Pfarrers zu Holzhauſen. Es iſt uns von der am 24. Juni ſtattgehabten Vorſtellung des katholiſchen Pfarrers zu Holzhauſen eine Beſchreibung zugekommen, woraus wir unſern Leſern Folgendes mittheilen, da der Raum nicht geſtattet, ihnen das Ganze zu geben. Den Sonntag Morgen ſtrömte ſchon in aller Frühe ſchaarenweiſe Jung und Alt, aus Nähe und Ferne, zu Wagen, zu Pferd und zu Fuß hierher, um Zeuge zu ſeyn der religiöſen Handlung, die heute begangen werden ſollte. Nachdem ſich um 9 Uhr ſowohl viele Herrn Geiſtlichen aus der Umgegend, als auch der hieſige kath. Kirchen⸗ und Schulvorſtand, ſowie der hieſige Gemeinderath mit ſeinem vorſitzenden Mitgliede, dem Herrn Bürgermeiſter, in hieſigem Pfarrhauſe ver⸗ ſammelt hatten, ſo ſetzte ſich ein Zug von Schul⸗ kindern, ſowohl von Obererlenbach als auch von hier, unter Begleitung ihrer Lehrer, und unter Ab⸗ ſingung des Liedes„Komm reiner Geiſt,“ in Be⸗ wegung, um ihren neuen Herrn Pfarrer Berthes in die Kirche abzuholen. Dort angekommen, trat Herr Pfarrer und Schulinſpektor Eckrich von Obererlenbach, welchem die Inſtallation unſeres Herrn Pfarrers übertragen war, auf, und hielt eine nicht nur der Feier und Würde dieſer Hand⸗ lung angemeſſene, ſondern auch das Innere des Menſchen tiefergreifende Rede, in welcher er be⸗ ſonders die Pflichten eines treuen Seelſorgers und die einer von Chriſto Geiſt beſeelten Gemeinde, in den klarſten und kürzeſten Worten ausſprach. Nachdem nun Herr Pfarrer Eckrich dem neuen Herrn Pfarrer die Schlüſſel zu der Kirche und deren Schränken übergeben hatte, fing dieſer, nebſt Herrn Pfarrer Sieglitz zu Oberwöllſtadt und Herrn Pfarrer Maaß zu Vilbel an, das feierliche Hochamt zu halten. Während dieſem hielt er eine tiefgedachte und dem Zwecke dieſer Handlung an⸗ gemeſſene Rede, welche auf alle Herzen einen ſicht⸗ baren Eindruck machte. Um die Feier dieſes Feſtes noch mehr zu ver⸗ herrlichen, kam ſchon Morgens der vilbeler kath. Singverein unter Anführung ihres Pfarrers, Herrn Maaß, und ihres Lehrers, Herrn Ried. Was die Leiſtungen dieſes Singvereins betrifft, ſo bemerken wir, daß ſie das Amt„Wir werfen uns darnieder“ mit einer ſolchen Würde vortrugen, daß es jedem eine wahre Freude ſeyn mußte, Zuhörer zu ſeyn. Ja, es wurde mit einer ſolchen Harmonie, und mit einer ſolchen Kraftfülle vorgetragen, daß man ſtaunen muß in ſo kurzer Zeit, ſeit der Entſtehung, ſoviel zu leiſten. ö N So wurde dieſer Tag zu einem Tag der Freude und der Wonne, der in den Gemüthern aller An⸗ weſenden noch lange fortleben wird. Die roͤdelheimer Sparanſtalt fuͤr woͤchentliche Einlagen. Wir freuen uns, den Leſern von der Errichtung einer neuen wohlthätigen Anſtalt Nachricht geben zu können. Es iſt uns darüber Folgendes mitgetheilt worden. e Sie wurde den 1. Juli 1835 eröffnet. Ein Kaſ⸗ ſirer, ein Buchführer und Controleur bilden den verantwortlichen Vorſtand der Anſtalt. Unter 12 kr. werden keine Einlagen bei derſelben angenommen. Dieſe werden an einem beſtimmten Wochentage von einem beſtimmten Erheber bei den Einlegern einge⸗ ſammelt und gedruckte Quittungskarten à 12 kr. und 1 fl. dafür abgegeben. Doch können auch täg⸗ lich und ſtuͤndlich ſolche Karten bei dem Erheber eingelöſ't und ſtärkere Summen unmittelbar bei der Kaſſe eingelegt werden. Dieſe Quittungskarten haben die Einleger am Schluſſe jeden Quartals an den Kaſſirer und Buch⸗ lichke r qu der⸗ tler kath. 5e, Herrn Was dit demerken darnieder es jeden ſeyn. Ja, mit einer n ſtaumen ag, ſoviel der Freude aller An, dchenlliche Errichtung t geben zu mitgetheilt Ein Kaſ⸗ bilden den nter 12 fr. genommen. gentage von gern einge⸗ 1 1 12 f. u auch taͤg⸗ m Erheber bar bei der inleger am und Buch⸗ — 7 fuͤhrer einzuliefern, welche beide den Geſammtbetrag ſeiner Karten jedem Einleger in ein gedrucktes Ein⸗ lagebüchelchen gut ſchreiben. Rückzahlungen, welche unter den bei dem Ma⸗ thildenſtifte angenommenen Beſtimmungen jeder Zeit ſtatt haben können, müſſen ebenfalls in dieſe Ein— lagebüchelchen eingetragen werden. Die nicht zurückgezahllen Einlagen werden ſämmt⸗ lich bei dem Mathildenſtift auf den Namen der roͤdelheimer Sparanſtalt für wöchentliche Einlagen angelegt und nur gegen Unterſchrift von mindeſtens zweien der drei Vorſtandsmitglieder Rückzahlungen von der Mathildenſtiftskaſſe geleiſtet. Die vom Mathildenſtift ausgefertigten Einlagebücher hat der Controleur in Gewahrſam. Zinſen giebt die Anſtalt während des Erhebungs⸗ jahrs den Einlegern nicht; was dieſelben jedoch den 31. Dez. jeden Jahres gut haben, wird ihnen nach den Beſtimmungen des Mathildenſtifts zu 3¼ pCt. baar verzinß't. Der wohlthätige Erfolg dieſer für die Einleger wie für die Verwaltung gleichgemächlichen Anſtalt geht aus nachſtehender Ueberſicht der, nach 14tägiger Auflage der Einlegerliſte auf der Bürgermeiſterei, vom hieſigen Landgericht abgehörten Rechnung bis zum 31. Dezember 1837 hervor. Es zahlten ein 174 Einleger: be vom 1. Juli 1835 bis Ende 4835 469 36 im Jahre 1836 1790 21 im Jahre 1837 3787 10 6047 7 Zurückbezahlt wurde in Allem fl. 2874 46. Beim Mathildenſtift angelegt 2807 18. Blieben wegen angekündigter Rückzahlungen in Kaſſe 365 3. 917 7 Kommt ſomit die Summe der Rückzahlungen der Summe der Erſparniſſe zwar faſt gleich und uͤber⸗ ſteigt dieſelbe gar noch, ſo erſcheint die Anſtalt darum nicht minder wohlthatig: daß ſie auch Hausmüttern Gelegenheit bietet, ſich kleinere und größere Sum⸗ men für Anſchaffungen, Hausvätern für Holz und andere Bedürfniſſe, Kapitalzinſen, Hausmiethe und ſelbſt Kapitalabtragungen aufzuſammeln. Schon wird es Hypothekſchuldnern von zweideutiger Pünkt⸗ lichkeit im Zinſenzahlen— von den Darleihern zur Bedingung gemacht, ihre Miethsleute verpflichten zu laſſen, den Hauszins an die Sparkaſſe zu be⸗ zahlen, aus welcher ſie alsdann ihre Hypothekzinſen regelmäßig beziehen können. Die Errichtung und Verwaltung ſolcher An⸗ ſtalten iſt mit ſo geringen Schwierigkeiten verbunden und ſo gemächlich für die Einleger, daß dieſelbe gewiß an allen vom Sitze der Mathildenſtiftskaſſe entfernten Orten bereitwillige Theilnahme finden dürfte— wie es ſich ſchon zu Ilbenſtadt gezeigt hat. Die ſegensreiche Wirkſamkeit des Mathildenſtifts würde dadurch erſt ganz allgemein— daſſelbe allen Kreis⸗ bewohnern gleichnahe gebracht und für jede kleinſte Sparſumme zugänglich werden. Weibliche Groͤße. (Fortſetzung.) Eine der ſchönſten Epiſoden in dem Leben des ehrwürdigen Oberlin bilden die Nachrichten über das Wirken der edeln Louiſe Scheppler. Wir wollen unſern Frauen und Jungfrauen Einiges mit⸗ theilen, was ſie uns näher kennen lehren und ver⸗ ehrungswerth machen wird. Eine junge Bäuerinn aus dem Steinthale wurde in einem Alter von kaum fünfzehn Jahren ſo ergriffen von den Tugenden des gottesfürchtigen Mannes, daß ſie, obgleich im Beſitze eines kleinen Vermögens, ihn bat, in ſeine Dienſte treten und an den Werken der Liebe Theil nehmen zu dürfen. Von jetzt an verließ ſie ihn nicht mehr. Mit dem Ruhme des Mannes verbreitete ſich nach und nach auch der Ruhm der ſtillen Tugenden dieſes ſeltenen Frauen⸗ zimmers. Louiſe Scheppler iſt ihr Name. Ohne Lohn dienend wurde ſie ſein Beiſtand, ſein Bote, ſein Engel in den Hütten der Armen. Dahin brachte ſie jegliche Art von Troſt. Man denke ſich eine einfache Bäuerinn in ihrem Aeußeren, mit einem fein gebil⸗ deten Verſtande, mit einem Herzen voll des ächten, thätigen Chriſtenthums,— und man hat ſie vor ſich. — Da ſie ſich überzeugt hatte, wie ſchwer es fur die armen Landbewohner ſeyn müſſe, zu gleicher Zeit ihren harten Geſchäften nachzugehen und für das Wohl ihrer unmündigen Kinder Sorge zu tragen, ſo ſuchte ſie in den Dörfern geräumige Lokale zu erhalten, in welchen die Kinder vom zärteſten Alter ſich verſammelten in der Zeit, da die Eltern — 88—— ihren Geſchäften oblagen, wies einſichtsvolle Pfle⸗ gerinnen an, ſie zu bewachen, mit ihnen zu ſpielen, ihnen lehrreiche Geſchichtchen zu erzählen und un⸗ vermerkt zur Arbeitſamkeit anzuhalten. Man ahmte ſpäter anderwärts dieſe Weiſe nach, und daraus entſtanden an verſchiedenen Orten verſchiedener Län⸗ der jene vortrefflichen, unter dem Namen„Klein⸗ kinder ⸗ Schulen“ bekannten Anſtalten. Louiſe Scheppler, die arme Bäuerinn aus Bellefoſſe, iſt die erſte Gründerinn derſelben. Wo ſie ſonſt Gelegenheit fand, da lehrte ſie die kleinen Kinder beten, geiſtliche Lieder ſingen und arbeiten. Um von einem Dorfe zum andern zu gehen, ſcheute ſie auch die ſchlechteſten Wege nicht, nicht Schnee, Hagel und Kälte. Kam ſie des Abends von Kälte halb erſtarrt oder vom Regen durchnäßt nach Hauſe, ſo beſorgte ſie das Hausweſen. Wo ein Kran⸗ kes war, da pflegte ſie dasſelbe; wo ſonſt Hülfe noͤ⸗ thig war, da half ſie, und wo ein Dürftiges der Kleigung, der Nahrung bedurfte, da theilte ſie mit was ſie hatte. 1 Als endlich nach vierzigjährigem Dienſte für die Menſchheit der Ruf ihrer Thaten bis nach Paris gelangte, ſprach ihr die Akademie den großen von Monthyon feſtgeſetzten Preis von 5000 Franks zu. Was that ſie? Sie verwandte dieſe Summe zu neuen Werken der Liebe. Und als die Zeitungen die Idee der Gründung von Kleinkinderſchulen ihr zuſchrieben, erwiderte ſie:„Das Beiſpiel und die Ermahnungen der Frau Pfarrer Oberlin, welche auf mich ihr Augenmerk richtete, mich in ihre Dienſte nahm, mir Sinn für das Gute und Schöne, Liebe zur Tugend und zur chriſtlichen Aufopferung ein⸗ hauchte, und unſer ehrwürdiger Seelſorger und Vater, dieſe haben zuerſt den Wunſch in ihrem Herzen ge⸗ habt, Pflegerinnen für die kleinen verlaſſenen Ge⸗ ſchöpfe zu erziehen. Alſo Ehre und Ruhm Gott dem Herrn, dem Urheber und Quell aller Tugenden, Dank unſerm verehrten Seelſorger und Vater und deſſen tugendhafter Gattinn! Mir aber Beſchämung!“ Das iſt erſt die rechte Größe, die ſo beſcheiden iſt, und doch dabei ſo unermüdlich im Guten. Druckfehler. Nro. 28 d. Bl., Spalte 1, Seite 212, Zeile 7 von oben lies: Reno va tur, ſtatt: Renevatur. 218 Bekanntmachungen von Behörden. NN ν⏑ Gläubiger ⸗ Aufforderung. (745) Thereſia Mörſchel von Ilbenſtadt be⸗ abſichtigt nach Dornaſſenheim im Herzogthum Naſſau auszuwandern. Rechtsanſprüche an dieſelbe ſind binnen drei Monaten bei großh. Landgericht Gros⸗ karben anzumelden, gegenfalls die Entlaſſungsurkunde ertheilt werden wird. 25 Friedberg den 28. Mai 1838. 45 Der großherzoglich heſſiſche Kreisrath des Kreiſes Friedberg. Küchler. Aufforderung. (750) Der unbekannte Beſitzer der Conrad Weſtphal II. und deſſen Ehefrau, tharina geb. Dahl dahier dem verſtorbenen Bau⸗ rath Heerwagen zu Hanau am 25. April 1823 über 600 fl. und eben demſelben am 16. Mai 1823 über 1000 fl. errichteten, nachher dem verſtorbenen Ober⸗ gerichtsvergantungsſchreiber Nickel zu Hanau, als Teichmannſchen Curator, cedirten, nach vorgelegter von Georg Beſcheinigung uͤber abgetragene Pfandverſchreibungen e. hierdurch aufgefordert, ſeine etwaigen Anſprüͤche innen g Vierteljähriger Friſt, ſogewiß dahier geltend zu machen, als ſonſt die Lö⸗ ſchung jener Pfandverſchreibungen im Hypotheken⸗ buch verfügt werden ſoll.. Windecken den 23. Juni 1838. Kurfuͤrſtl. heſſ. Juſtiz⸗Amt daſ. Neuhof. vt. Degen. Zehnten ⸗ Verkauf. (786) Der den Erben des Regierungsrath Buff dahier zugehörige, in den Gemarkungen von Gam⸗ bach und Griedel belegene Zehnten ſoll Freitag den 31. Auguſt d. J., Morgens 10 Uhr, in Butzbach im Gaſthauſe des Herrn Joutz, oͤffentlich an den Meiſtbietenden unter den im Ter⸗ mine bekannt zu machenden Bedingungen durch den Unterzeichneten verkauft werden. Gießen den 25. Juni 1838. In Auftrag der Erben: C. Trapp I., Hofgerichts⸗ Advokat. Edietalladung. (791) Anton Kratz und rosbäch entliehen im März 1830 bei H. Zulauf daſelbſt ein Kapital von 250 fl., welches dermalen abgetragen werden ſoll. Nach Angabe des Gläu⸗ bigers iſt demſelben jedoch die Obligation abhanden gekommen, weshalb auf ſeinen Antrag alle, welche auf dieſelbe und an das vorgedachte Kapital An⸗ ſprüche machen wollen, hierdurch aufgefordert wer⸗ den, ſolche ſo gewiß binnen 60 Tagen hier anzu⸗ Ca⸗ Ehefrau zu Ober⸗ auszuw binnen berg ay ertheilt Fri (819 um 10 Stadt in der verſtei Steigl der 30 Fri (821 ſoll in der de Umfa ſch o auf de M lichen Zahlut Fr. 822 rden. iſtadt be⸗ i Raſſau lbe ſind N Gros⸗ Lurkunde Weribtnh . n Georg rau, Ca⸗ tnen Bau⸗ wril 1823 188 über nen Ober⸗ nau, als vorgelegter hreibungen Anſprüche onſt die Lö⸗ Hypotheken Amt daſ. Degen. ö rath Buff von Gam⸗ ſoll 10 Uhr, en Joutz, en im Ter⸗ durch den der Erden: pp I., Meskat. n Obet⸗ F. Zulauf 1 dermalen des Glau⸗ n abhanden alle, welche Tapital An⸗ fordert wer⸗ hier anzu⸗ e zeigen, als ſonſt die erwähnte Schuldurkunde für mortificirt erklärt, der Eintrag im Hypothekenbuche geloͤſcht und der Schuldner zur Rückzahlung an den Darleiher angewieſen wird. Friedberg den 29. Juni 1838. Großh. heſſiſches Landgericht Hofmann. Edictalladung. (804) Der ſeit vielen Jahren abweſende Ludwig Rumpf aus Butzbach oder deſſen etwaige Leibes— erben werden andurch aufgefordert, wegen Ausant⸗ wortung des Vermögens des erſteren, das ſeither curatoriſch verwaltet worden, und in beiläufig 800 fl. beſteht, ſogewiß binnen 6 Monaten geeignete Anträge hier zu ſtellen, als ſonſt daſſelbe den nächſten Seiten⸗ verwandten des Abweſenden gegen Caution zur Be⸗ nutzung überlaſſen werden wird. Friedberg den 3. Juli 1838. Großh. Heſſ. Landgericht daſelbſt Hofmann. Gläubiger ⸗ Aufforderung. (816) Johannes Diehl von Oberwöllſtadt beabſichtigt nach Oelsberg im Herzogthum Naſſau auszuwandern. Rechtsanſprüche an denſelben ſind binnen drei Monaten bei großh. Landgerichte Fried⸗ berg anzumelden, gegenfalls die Entlaſſungsurkunde ertheilt werden wird. Friedberg den 29. Juni 1838. Der großh. heſſ. Kreisrath des Kreiſes Friedberg. Küchler. Zehnten ⸗Verſteigerung. (819) Montag den 23. Juli l. J., Vormittags um 10 Uhr, ſoll in hieſigem Rathhauſe der, der Stadt zuſtehende Alban, auch Herrn⸗Zehnte genannt, in der hieſigen Gemarkung öffentlich meiſtbietend verſteigert werden. Die Feldſchützen ſind angewieſen Steigliebhabern die Diſtricte zu zeigen, worinnen der Zehnte gegeben werden muß. Friedberg den 10. Juli 1838. Der Bürgermeiſter D. Fritz. Verſteigerungs- Anzeige. (821) Mittwoch den 25. Juli, Vormittags 10 Uhr, ſoll in dem vormaligen Zollgebäude zu Heldenbergen, der daſelbſt befindliche noch ganz neue mit hölzernen Umfangswänden erbaute Reviſionsſchoppen, welcher ſich ohne Umänderung als Scheuer aufſtellen läßt, auf den Abbruch meiſtbietend verſteigert werden. Man bringt dieſes unter dem Anfügen zur öffent⸗ licheu Kenntniß, daß ſich jeder Steigerer über ſeine Zahlungsfähigkeit vorher auszuweiſen hat. Friedberg den 11. Juli 1838. Der großh. heſſ. Kreisbaumeiſter Rhumbler. 5 Ve x ſte ige rung. (822) Mittwoch den 25. Juli, Nachmittags 2 Uhr, werden in dem Pfarrhauſe zu Heldenbergen mehrere noch brauchbare Stubenthüren mit dem Be⸗ ſchläg und einige Parthien alter Bretter an die Meiſt⸗ bietenden öffentlich verſteigert. Friedberg den 11. Juli 1838. Der großh. heſſ. Kreisbaumeiſter Rhumbler. Arbeits-Verſteigerung. (838) Donnerſtag den 26. d. M., Morgens 10 Uhr, ſoll auf dem Gemeinde-Hauſe zu Niedermöͤrlen ein Kentel mit Rohr von 36 Fuß Länge an das Schulhaus zu Niedermörlen an den Wenigſtneh⸗ menden in Accord gegeben werden. Die Beding⸗ niſſe werden vor der Verſteigerung eröffnet werden. Der Koſtenüberſchlag iſt 40 fl. 28 kr. Die großh. Bürgermeiſter der Nachbarſchaft wer⸗ den erſucht, dieſe Verſteigerung veröffentlichen zu laſſen. Niedermörlen den 16. Juli 1838. 5 Der großh. heſſ. Buͤrgermeiſter Dey. Arbeits-Verſteigerung. (839) Donnerſtag den 26. d. M., Morgens 10 Uhr, ſoll auf dem Gemeinde-Hauſe zu Niedermörlen das Fertigen einer neuen Kirchhofsmauer von unge⸗ fahr 10 Klafter, und das Ausbeſſern einer alten Maurer ⸗ Arbeit in Accord gegeben werdza. Der Ueberſchlag iſt 104 fl. 7 kr. Die Weſteigerungs⸗ Bedingniſſe werden vor der Verſteigerung eröffnet, welches zur öffentlichen Kenntniß bringt Niedermörlen den 16. Juli 1838. f Der großh. heſſ. Bürgermeiſter Dey. 350 fl. (840) können aus der Dorheimer Knappſchafts⸗ kaſſe gegen 4½ Prozent Zinſen in das Landgericht Friedberg verliehen werden. Friedberg den 18. Juli 1838. s Der großh. Bergrentmeiſter Hutter. Frucht ⸗Verſteigerung. (841) Dienſtag den 24. d. M., des Morgens um 10 Uhr, ſollen in dem dahieſigen Wirthshauſe am Eingang des herrſchaftlichen Gartens von dem dahie⸗ ſigen herrſchaftlichen Speicher 50 Malter Waizen 180 Malter Korn 100 Malter Gerſte und 100 Malter Hafer i an den Meiſtbietenden verkauft werden, welches an⸗ durch bekannt macht 5 Ockſtadt den 19. Juli 1838. Die hochfreiherrlich von Franken⸗ ſteiniſche Rentei daſelbſt. Publi e an du m. (842) Es entlieh Eliſabetha, die Wittwe des Am⸗ broſius Joſt von Niederweiſel von den Philipp Gott⸗ 190 Kuhlen Erben zu Butzbach am 2ten Februar 1801 die Summe von 110 fl. und verpfändete dafür ter andern: 3 40 Ruthen Land an der Reiſſerbach, hann Fett, zehutfrei, 2) 40 Ruthen ditto im Engelsberg, Haub sen. 5 i Nach beigebrachter Beſcheinigung ſoll dieſe Schuld abgetragen worden ſeyn, da ſolche jedoch im Gerichts⸗ hypothekenbuche noch offen ſteht, ſo werden alle die⸗ jenigen, welche aus dieſer Forderung Rechtsanſprüche bilden zu können glauben, zur Geltendmachung der⸗ ſelben binnen 6 Wochen hiermit aufgefordert, wi⸗ drigenfalls ſolche für erloſchen erachtet und der Ein⸗ trag der beiden Stücke im Hypothekenbuche gelöſcht werden ſoll. N f Friedberg den 6. Juli 1838. g a Großh. heſſiſches Landgericht daſelbſt Hofmann. Gilmer. Brückenbau- und Erdarbeit⸗Verſteigerung. (843) Freitags den 27. Juli l. J., Vormittags 10 Uhr, ſoll die Maurerarbeit einer Brücke über die Hinterbach im ſogenannten Hieſigwald von 14 Fuß lichte Weite, deßgleichen die Erdarbeit des damit verbundenen Durchſtichs, im Ganzen zu 260 Gulden voranſchlagt, an Ort und Stelle verſteigert werden. Es werden die Herrn Bürgermeiſter dienſterge⸗ neben Jo⸗ neben Johann benſt erſuchſt, dieſes in ihren Gemeinden bekannt machen laſſen zu wollen. Kleinkarben den 12. Juli 1838. e Der großh. heſſ. Bürgermeiſter Schmidt. Bekanntmachung. (844) Montag den 30. Juli d. J., Vormittags 10 Uhr, ſoll an hieſiger Saline eine Quantität Brod⸗ frucht dem Wenigſtnehmenden in Lieferung übergeben werden, welches den dazu Luſttragenden hierdurch zur Nachricht dient. Nauheim den 16. Juli 1838. Kurfuͤrſtliches Salzamt, Meinhard. Wilhelmi. Frucht ⸗Verſteigerung. (845) Donnerſtag den 26. d. M., Morgens 8 Uhr, ſoll auf dem Gemeinde-Hauſe zu Niedermörlen der noch Reſt von ungefähr 5 Malter Gemeindes⸗ Korn gegen gleich baare Zahlung verſteigert werden, welches man zur öffentlichen Kenntniß bringt. Niedermörlen den 16. Juli 1838. Der großh. heſſ. Bürgermeiſter Dey. Wille. Weiß. Edictal ladung. 5 (846) Nachdem großherz. Hofgericht der Provinz Oberheſſen über das Vermögen des Conrad Haub VI. zu Niederweiſel den förmlichen Concursproceß er⸗ kannt hat, ſo werden alle diejenigen, welche Forde⸗ 220 rungen an jenen bilden zu können glauben, auf⸗ gefordert, ſolche ſogewiß Donnerſtag den 30. Auguſt l. J., Vormittags 8 Uhr, dahier in Selbſtperſon oder durch gehörig Bevollmächtigte zu liquidiren, als ſie ſonſt von der Maſſe ausgeſchloſſen werden. Auch ha⸗ ben ſich die Gläubiger alsdann uberdie Wahl eines Maſſecurators, ſowie ein zu verſuchendes Arrange⸗ ment zu erklaren, worauf deßhalb etwaige Vollmach⸗ ten ebenfalls zu richten ſind, widrigenfalls ange⸗ nommen wird, daß ſie der Mehrzahl beigetreten. Friedberg den 6. Juli 1838. Großherzogl. heſſ. Hofmann. Frucht ⸗Verſteigerung. (847) Mittwoch den 25. d. M., Nachmittags um 2 Uhr, ſollen in hieſigem Rathhauſe von den Frucht⸗ vorräthen des Auguſtiner Schulſpeichers 16 Malter Korn, 8 Malter, 3 Sim. 3 Kpf. Gerſte öffentlich meiſtbietend verſteigert werden. Friedberg den 19. Juli 1838. 5 s Der Bürgermeiſter D. Fritz. Hofraithe-Verſteigerung. (848) Montag den 23. d., Vormittags um 11 Uhr, wollen die Chriſtoph Bolloniers Eheleute ihre Hofraithe, beſtehend in Wohnhaus mit Einfahrt, einem Anbau, Stallung, Holzſchoppen und Gärtchen auf der Hauptſtraße neben Herrn Faatz und Form⸗ hals Wittib gelegen einer nochmaligen öffentlichen freiwilligen Verſteigerung im hieſigen Rathhauſe aus⸗ ſetzen laſſen und den Zuſchlag bei annehmbarem Gebot ſogleich ertheilen. 8 Friedberg den 16. Juli 1838. Der Bürgermeiſter D. Fritz. Hofraithe⸗Verſteigerung. (849) Da die Conrad Jungs Wittwe die Ge⸗ nehmigung zu dem Verkauf des Hauſes am 16. Juli nicht ertheilt hat, ſo ſoll dieſes Mittwoch den 25. Juli, Nachmittags um 3 Uhr, einer nochmaligen Verſteigerung im hieſigen Rathhauſe ausgeſetzt wer⸗ den. Die Hofraithe beſteht in Wohnhaus und Garten an Jacob Groß und Heinrich Klein. Friedberg den 19. Juli 1838. Der Bürgermeiſter D. Fritz. Fiſcherei⸗ Verpachtung. (850) Die Fiſcherei in der Wetter von der Wiſſelsheimer Grenze bis zu dem Salinen⸗Kunſtrad bei Schwalheim ſoll nächſttemmenden Dienſtag den 24. Juli l. J., Nachmittags um 4 Uhr, auf hieſigem Rathhauſe meiſtbietend verpachtet werden. Friedberg den 19. Juli 1838. Der Bürgermeiſter D. Fritz. N Privat⸗ Bekanntmachungen. Verloren. (851) Vergangenen Sonntag wurde auf dem Fahr⸗ Landgeicht daß. Andrea (855) an der Ki (856) 4 Friedberg Hemden, 5 miſetten ur worden. angemeſſen in Friedber geben. f (857) f Friedb 0 (858) n dieſes ſagt E (859)„ wird in ei in Dienſt Sch! (80) Mineralbre ſalhutreffen, (561) w geber dieſt aui tags un n Frucht 0 Malſer offentlic N— — kit. 8 um 11 Eheleute Einfahtt, Gartchen w Form⸗ ſſentlichen hauſe aus ehmbarem „ Fritz die Ge⸗ 16. Juli den 25. chmaligen eſetzt wer⸗ aus und ein. . d. Fritz. von der : Kunſtrad enſtag den Af hieſigem 5 Fritz. N. dem Fahr, u kvermiethen — deg von Oberrosbach nach Oſſenheim ein braunſeid— ner Regenſchirm mit grünem Ueberzug verloren, um deſſen Zurückgabe man den redlichen Finder bittet. Ein braver Burſch e, 852) welcher Pferde und Rindvieh zu füttern und zu behandlen— auch ſonſtige Hausarbeiten zu verrichten im Stande iſt, wird in ein Haus hieſiger Stadt als Knecht geſucht, und kann alsbald eintre⸗ en. Das Nähere bei Polizeidiener Wenzel zu erfragen. Een vollſtändiges Logis, (853) welches ſogleich bezogen werden kann, hat Wilhelm Reuß am Fauerbacher Thore. Verſteigerungs⸗ Anzeige. 854) Mittwoch den 25. Juli, Vormittags 10 hr, ſoll dem Konrad Schneider ſeine Scheuer zuf den Abbruch an den Meiſtbietenden verſteigert derden. Die Länge iſt 30 Fuß, die Breite iſt 26 Fuß, welche ſich noch im ſehr guten Zuſtand be- det. Die Bedingungen werden bei der Verſtei⸗ erung bekannt gemacht.— Die Herren Bürger⸗ meiſter werden erſucht, dieſes gefälligſt bekannt zu machen. Bruchenbrücken den 19. Juli 1838. Die Curatoren: Andreas Schneider. G. Friedr. Bickert. Eskarol⸗ Pflanzen 855) hat zu verkaufen Wittwe Windecker in der Kirche. Verlornes. (856) Montag den 16. Juli Abends iſt zwiſchen kriedberg und Butzbach ein Kiſtchen, welches 8 hemden, 5 Taſchentücher, 3 Paar Strümpfe, 2 Che⸗ niſetten und einige Päckchen Tabak enthielt, verloren orden. Der Finder wird gebeten, ſolches gegen eine ungemeſſene Belohnung bei Herrn Gebruͤder Trapp ir Friedberg oder bei Herrn Joutz in Butzbach abzu⸗ geben. Kalk und Backſtein e (S57) ſind in meiner hieſigen Zügelhüͤtte zu haben. Friedberg. Grünewald. Eine bra ve Mag d (858) wird dahier in Dienſt geſucht. Ausgeber deſes ſagt von wem? Ein braver Bur ſch e, (859) welcher mit guten Zeugniſſen verſehen iſt, vird in ein hieſiges Handlungshaus als Hausknecht ir Dienſt geſucht. Schwalheimer Mineralbrunnen. (860) Sonntag den 22. Juli d. J., iſt am Nineralbrunnen Kaicher Harmonie⸗ und Tanzmuſik rizutreffen, wozu höflichſt einladet Henkel. Eine Scheuer (861) wird in Friedberg zu miethen geſucht. Aus⸗ ber dieſes ſagt von wem? 221 Ein ſchwarzer Schleier (862) wurde am 16. Juli auf dem Wege von Ockſtadt nach Friedberg verloren. Der rebdliche Finder wird gebeten denſelben an die Expedition dieſes Blattes abzugeben. Guter Eſſig, die Ohm zu 6 fl., (863) iſt vorräthig in Aſſenheim bei Balthaſer Bauer. Hoͤchſt wichtiges Werk fuͤr Jedermann! Im Verlag des Unterzeichneten iſt ſo eben er⸗ ſchienen und bei C. Bindernagel in Friedberg vorräthig: (863) Die in unſerer Sprache gebräuchlichen Fremd worker, mit Angabe ihrer Ausſprache, ihrer Verdeut⸗ ſchung und Erklärung, in alphabetiſcher Ord⸗ nung, ſowohl zum Hausgebrauch als auch für Schulen, von at Dritte ſehr vermehrte und verbeſſerte Auflage. Erſte Lieferung, 11 Bogen gr. 8. geh. 8 gGr. oder 36 kr. Die raſch auf einander folgenden neuen Auflagen dieſes Fremdwörterbuches, geben wohl den beßten Beweiß ſeiner Brauchbarkeit ab. Was es namentlich den Sprachunkundigen vor anderen ähnlichen Werken werthvoll macht, iſt die jedes⸗ malige möglichſt genaue und deutliche Angabe der Ausſprache jedes Fremdwortes. Dabei iſt die Anſchaffung durch un⸗ gemein billigen Preis erleichtert. 5 l Dieſe dritte Auflage iſt wieder durch viele neu auf⸗ genommenen Wörter, wie auch durch ein Regiſter zum Aufſuchen der Wörter ihrer Ausſprache nach, vermehrt, wo⸗ durch ſie abermals an Brauchbarkeit ſehr gewinnt. Die Ausgabe geſchiehet in 4 Heften in gr. 8., mit gutem Druck auf ſchönem Druckvelinpapier. Jedes Heft von 10—11 Bogen koſtet im Subſcriptions⸗ Preis 8 9 Gr. oder 36 kr. Subſcribenten⸗Sammler erhalten auf 10 Exempl. 1, auf 25 3 Freiexemplare. Darmſtadt den 7. Juli 1838. L. Pabſt. Nachtrag zu den Bekanntmachungen von Behörden. Gras ⸗Verſteigerung. (864) Mittwoch den 25. Juli, Vormittags 10 Uhr, ſoll zu Niederwöllſtadt auf daſigem Rathhauſe von ungefähr 60 Morgen Gemeinde-Wieſen das Gras zu Heu in mehreren Abtheilungen an den Meiſtbietenden verſteigert werden. Denjenigen Steigerer, welche es verlangen, wird gegen einen von ihrem Ortsvorſtande ausge⸗ ſtellten Bürgſchein bis Martini dieſes Jahres Kre⸗ dit gegeben. Die großh. Bürgermeiſter werden hierdurch er⸗ ſucht, dieſe Verſteigerung in ihren Gemeinden be⸗ kannt machen zu laſſen. Niederwöllſtadt den 18. Juli 1838.. Der großh. Bürgermeiſter Bauſch. 222 Bei C. Bindernagel iſt vorräthig: Praktiſche Guitarr- Schule oder gemeinfaßliche Anleitung in kurzer Zeit ſelbſt ohne alle Noten⸗ kenntniß bekannte Lieder auf der Guitarre begleiten zu lernen. Nebſt 365 Liedern mit Angabe der Begleitung nach dieſer Methode. Exſtes Heft. Enthaltend 65 Lieder. Zuſammengeſtellt von F. Samans. Weſel. 1838. Bagel. Das Ganze erſcheint in 4 Lieferungen, wovon jede 36 kr. koſtet. Tiedge, C. A., Urania. Neue wohlfeile Original⸗ ausgabe. Leipzig. Renger. 36 kr. Roͤtel, Dr., das Ganze der Waſſerheilkunde. Eine auf mehrjährige Exfahrung gegründete Anlei⸗ tung, wie das kalte Waſſer von Geſunden und Kranken vernünftig zu gebrauchen; nebſt einem Anhang, über die ſchnellſte und ſicherſte Art, Schein⸗ todte und Verunglückte id das Leben zürückzurufen. Leipzig. 1838. Fiſcher. 1 fl. 21 kr. Hungari, A., heilige Opfer des Herzens. Andachts⸗ buch für katholiſche Frauen und Jungfrauen. Mit biſchöflicher Gutheiſung. Mainz. Wirth. 8. Geheftet. f 1 fl. 21 kr. Predigt, Gebete und Anreden, bei der Confirmation taubſtummer Kinder, evangeliſcher Confeſſion, gehalten in der Burgkirche zu Friedberg am Feſte der Himmelfahrt 1838 von Fr. Chr. W. K. Sell, Profeſſor der Theologie und Stadtpfarrer in Friedberg. — Zum Beßten armer taubſtummer Confirmanden. Preis 12 kr. (Vorbehaltlich dankenswerther Ueberſchreitung.) Druck und Papier von Carl Bindernagel. Der Unterzeichnete hat ſich mit Vergnügen dem Debit die⸗ ſer Predigt u. unterzogen und wird Exemplare hier in Friedberg von Haus zu Haus tragen resp. anbieten laſſen; auch hat er bei allen Geiſtlichen und Bürgermeiſtern unſers Kreiſes eine Anzahl Exemplare niedergelegt und wird ſo viel wie möglich ſuchen, Exemplare im ganzen Großherzogthum zu verbreiten, um ſo jedem mildthätigen Herzen auf möglichſt bequeme Weiſe Gelegenheit zu geben, zu einem ſo ſchönen Zwecke ſein Schärflein beitragen zu können. Und wer möchte nicht gerne ein kleines Opfer bringen, wem klar vor die Seele tritt, was Herr Profeſſor Sell unter Andern in der Vor⸗ rede ſagt:„Leider! geſellt ſich bei der Mehrzahl dieſer Un⸗ glücklichen Armuth, oft bittere Armuth, zu dem traurigen Looſe, das ſie betroffen hat; und ihre Gemeinden übernehmen in der Regel die Verbindlichkeit, zur Erlernung eines Handwerks,— natürlich mit möglichſt geringen Opfern,— ihnen Vorſchub zu leiſten.— Nun denke man ſich in die Lage eines taub⸗ — ſtummen Juͤnglings hinein, welcher tief genug niedergedrückt durch angebornes Elend, nun noch die ſchwere Selbſuen⸗ leugnung erringen ſoll, einem Berufe ſich lebenslaug hinzu⸗ geben, der ſeiner Neigung auf das Entſchiedenſte widerſtreht — blos deßhalb, weil ſeine nächſten Mitbürger, welche wohl Vieles für ihn gethan haben mögen und Mehr zu thun nicht vermögen,— ihre Hand von ihm abziehen!— Mie ſchön darum, wenn ſich fur den Zweck, vermögeneliſe namentlich talentvolle Taubſtumme, die ihre Bildungsanſilt verlaſſen haben, zum Behufe einer günſtigen Berufswahl hu unterſtützen und ſie vor Rückſchritten im Guten zu ſichemm, nach und nach ein Fond freiwilliger milder Beiträge bildete!“ Alle eingehenden Beiträge werden, nach der Reihefofge 3 eingehen, in meinem Intelligenzblatte veröffentlicht werden. a Friedberg. C. Bindernagel, Fruͤchte⸗-Preiſe hier in Friedberg: Waizen: 9 fl. 20 kr. Korn: 8 fl.— kr. Gerſte: 5 fl. 20 kt. Hafer: 3fl. 30 kr. Erbſen:— fl.—kr. 4 Fruͤchte-Preiſe zu Frankfurt, am 16. Juli: Waizen: 9 fl.— kr. Korn: 7 fl.— kr.— Gerſte: 5 fl. 30 fu. N Hafer: 3 fl. 55 kr. Erbſen:— fl. kr. a Fruͤchte⸗Preiſe zu Mainz, am 13. Jul Waizen: 8 fl. 20 kr. Korn: 7 fl. 4 kr. Gerſte: 4 fl. 9 kl. Hafer: 4 fl 4 kr. Erbſen:— fl.— kr 11 Polizei⸗Taxe fuͤr die Staͤdte Friedberg und Butzbach vom 21. bis 28. Juli 1838. Küchler. 5; iedberg Butzbach pfo“ Brod Preiſe. Fried 6 Ng 1 0 kr. pf. 1 Leib⸗Roggenbrod 5 3 12 2 6 71. 6 6 4 77 5 2* 12 805 12— 4 5 8 Loth. Loth, — Milchbrod 11 44 11% —[Waſſerweck 5 157% 1 —[Gemiſchtes(Tafel-) Brod 1 6 1945 Fleiſch-Preiſe. i „ i pf. 0 1 Ochſenfleiſch 1151 11 1 „Kühfleiſch 138 1 S DNN „Rindfleiſch 8— 8— „Kalbfleiſch 1 67 8 „ Schweinenfleiſch 1 „Hammelfleiſch 5 8 3 8 2 7 Schaaffleiſch a 5 I— „ Wurſt von blos Schweinen 44.— 144[ „Gemiſchte Wurſt 10— 10— „Bratwurſt 15— 15— „Schwartenmagen 16— 16— „ Geräucherter Speck 22 3 22. „Schinken 135— 15„ „Doörrfleiſch 16— 16— „ Schweinenſchmalz, ausgelaſſen 19— 18— did unausgelaſſen 17— 16— „Nierenfett 18— 118— Hammelsfett 16— 15— Der großh. heſſ. Kreisrath d. K. 50 Gedruckt und verlegt unter Verantwortlichkeit von Carl Bind ernagel in Friedberg. .