Intelligenzblatt für die Wer Jugen e — — e dee t ers Jakob derſtorbenen ud Junger Autpp Frled⸗ — Hermann durgers und dena, geb. den Sehn, Wil⸗ ta Eliſabethg, Fehn, Johann Wa, Dernau r, geboren den vid Moderorw, liches Söhn⸗ rich Hanſtein drich Wilhelm iſters Heinrich Tage, t den 3 Uſener nach⸗ N „ —— udelrh Brück⸗ 0 rovinz Wberhessen im Allgemeinen, den Kreis Friedberg und die angrenzenden Bezirke im Beſonderen. —— 46. Sonnabend, den 17. November Die ſchoͤnſten Gegenden der Wetterau. (Fortſetzung.) Ortenberg. Von Lindheim führt eine neue und ſchöne Kunſt⸗ ſtraße dem Nidderthale aufwärts über Enzheim, Glauberg, am Fuße der Höhe, auf welcher einſt die Feſte Glauburg ſtand, Stockheim und Sel— ters. Hier mündet ſich eine andere Straße ein, welche von Büdingen kommt und über Bleichenbach führt. Links läßt man das uralte Kloſter Konrads⸗ dorf, eine Beſitzung des Hrn. Behrens von Frank⸗ furt. Noch ſteht dort die alte Kirche, ein Gebäude im ſ. g. byzantiniſchen Geſchmacke; ſie dient jetzt zu einem Kuhſtalle; an der Wandſeite des Chores ſieht man zwei alte Grabſteine ſtehend, die ehemals eine liegende Stellung gehabt haben müſſen, denn die Schrift daran läuft verkehrt. Auf der rechten Seite von Selters zieht ein lieb⸗ liches Thal nach Bergheim hin, das wir dem Freunde der Natur empfehlen zu können glauben. Noch viel reizender aber, und wir dürfen wohl ſagen, einzig iſt das Thal, in welchem Ortenberg liegt, das wir jetzt betreten, und von dem wir Einiges mittheilen wollen. Durchſchlangelt von der Nidder, an welcher ſich etliche Mühlen befinden, iſt daſſelbe kaum eine Viertelſtunde breit; die Höhen aber, welche es umgeben, haben nichts Einförmiges, ſondern in lieblichem Wechſel bald Feld, bald Wieſen, bald Gebüſche, dann wieder ein Dörflein, das ſich an ſie anlehnt. So erſcheint zuerſt Wippenbach, dann Eckartsborn, das auf der Höhe beginnt und unten im Thale endigt. Auf der entgegengeſetzten Höhe, dem ſ. g. Dörn⸗ ſtein, liegt die Rumpenburg, auch Breiten- haide genannt, ein Pachthof; auf der höchſten Spitze des Berges hat man eine weite Ausſicht. Mitten im Thale aber erhebt ſich eine mäßige Höhe von Baſalt; auf derſelben thront das Schloß, einſt das ganze Thal beherrſchend, und an dieſes ſchließt ſich tiefer das Städtchen an, das etwas über 1000 Einw. zählt. Es hatte, als Schreiber dieſes zum letzten Male i. J. 1832 dort war, drei wohl⸗ erhaltene Thore, nämlich das Ober-, das Unter⸗ und das Mühlenthor und außerdem noch einen alten runden Mauer⸗Thurm. Eine tüchtige Mauer gab ſonſt dem Städtlein Schutz gegen fremde An— fälle. Von den Thoren gefiel dem Beſchauer das Oberthor am meiſten; es ſcheint ein Werk des vierzehnten Jahrhunderts zu ſeyn.) Unweit dem Mühlenthore, und zwar von der Stadtmauer be⸗ ſonders eingeſchloſſen, befindet ſich ein herrlicher Brunnen. Er liefert eine ſolche Menge des klarſten Waſſers, daß er in 11 Minuten ſich wieder füllt und daß er trotz des beſtändigen Schöpfens faſt in Mannesdicke abfließt. Wir wandern weiter und beſuchen zuerſt die Kirche. Es iſt dieſes Gebäude aus drei verſchie— denen Zeiten. Der ſuͤdliche Eingang iſt vielleicht von einer älteren Kirche und aus den Zeiten der achten gothiſchen Baukunſt. Im Innern ſieht man *) So viel uns neuerdings bekannt wurde, ſollte dieſes Thor abgebrochen werden, verdankt aber der Verwen— dung des Herrn Grafen von Stolberg ſeine weitere Erhaltung. Die Red. N das Grabmal des im Jahr 1382 geſtorbenen Junkers Eberhard von Eppenſtein, eines„Walters Thylo Ziegeler u. ſ. w.; eben ſo finden ſich mehrere alte Chorſtuͤhle daſelbſt, aber von ziemlich grobem Schnitzwerke. Das Intereſſanteſte von Allem iſt das Altargemälde, ein Hauptblatt mit 2 Flügeln, die jetzt feſt genagelt ſind. In der Mitte iſt Maria mit einigen Frauen, deren Namen in ihren Heiligenſcheinen zu leſen iſt. Das Haupt⸗ gemälde hat 12 größere und 10 kleinere Figuren, alle mit wunderlieblichen Geſichtern. In dem Fluͤ⸗ gel rechter Hand iſt die Ankunft der heiligen drei Könige, im Vordergrunde der heil. Joſeph, welcher die Breipfanne über dem Feuer hält. Der Figuren hier ſind acht. Das Blatt linker Hand ſtellt die Geburt Chriſti dar, Maria, Joſeph und 6 Engel ſind hier abgebildet. Alle Figuren des Gemäldes haben Goldgewänder, mit Ausnahme von 2 Sclaven. Die Figuren des Hauptgemäldes ſind, wie gewöhn— lich, mit mehr Sorgfalt gearbeitet, als die der Seitengemälde; das Ganze aber iſt eins der herr⸗ lichſten altdeutſchen Bilder, die uns je vorgekommen ſind, und das die Zierde einer jeden Gallerie in dieſem Fache werden würde. Wenn wir die Kirche betrachtet und an dem prächtigen Bilde unſere Augen geweidet haben, ſo lohnt es der Mühe, das obere Schloß auch in Augen⸗ ſchein zu nehmen. Se. Erlaucht der Graf Auguſt von Stolberg, urſprünglich von einer Seitenlinie, aber durch den Tod des Grafen von Stolberg⸗ Rosla, Herr von Rosla und Ortenberg(ein Drittel der Stadt iſt domanial) hält ſich abwechſelnd bald hier, bald in Rosla auf. In der That mag's ſich's hier, bei einem beträglichen Einkommen und nothwendiger Zufriedenheit, recht angenehm wohnen. An dem Schloſſe iſt neben ein Stein eingemauert, welcher einen Mann, ſeinen Bart haltend, vorſtellt. Das ſoll der Kaiſer Friedrich der Rothbart ſeyn, und iſt ein ähnliches zu Gelnhauſen in der Burg befindlich. Es iſt aber nichts weiter als ein altet Tragſtein, wie man deren in älteren Gebäuden mehr findet, und der wahrſcheinlich von dem alten Schloſſe herrührt.— So ſehr in neuerer Zeit die⸗ ſes Gebäude Veränderungen erlitten hat und haben mag, ſo erkennt man doch an den Subſtructionen, daß hier ſchon vor uralten Zeiten ein Gebäude ſtand. Es finden ſich nämlich hier jene rohen Quader⸗ ſteine wieder, wie man ſie zu Büdingen, Mun⸗ zenberg, Gelnhauſen, auf dem Carlsmunt bei Wetzlar ꝛc. ſieht, und die auf ein hohes Alter ſchließen laſſen.— Ein alter Thurm iſt auch noch übrig und durch ein Dach gegen die Einwirkungen der Witterung geſchützt.— Ganz linker Hand am Schloſſe und zwar neben einem Keller befindet ſich das Archiv, wo die Herren Gelehrten alte Urkun— den in Menge finden konnen. Wer daran kein Ver⸗ 328 die Nachtigallen ſingen, einen Gang in von Epſtein,“ eines im Jahr 1581 geſtorbenen den; nämlich: gnügen findet, dem empfehlen wir im Fruͤhjahre, wenn 1 Garten zu thun, und die herrliche Ausſicht nach Lißberg zu genießen oder ſelbſt dorthin zu wandeln. Dieſes Lißberg, das in alten Zeiten Liebisberg hieß, liegt eine ſtarke halbe Stunde dem Nidderthale auf⸗ wärts und iſt noch ſteiler an ſein Schloß gebaut als Ortenberg. Leider iſt dieſes Schloß faſt ganz zertrümmert, und es iſt außer dem runden Thurme den man ſchon von Weitem erblickt, und der zur Verſchönerung der Gegend weſentlich beiträgt, wenig mehr übrig. Sonſt war noch mehr da, und Schrei⸗ ber dieſes erinnert ſich, außer den Gewölben und Mauern auch den Reſt eines Erkers geſehen zu haben, an welchem ſich ein altes Wappen(zwei Hirſchgeweihe vorſtellend) befanden. Wenige Jahre zuvor war noch ein ganz bewohnter Bau vorhanden, der zum Theil einſtürzte, zum Theil auf den Ab⸗ bruch verkauft wurde. Die Kirche iſt im Jahre 1618— alſo in dem Jahre, da der unſelige dreißig⸗ jährige Krieg begann, erbaut und hat nichts, was eben ausgezeichnet genannt werden kann. Deſto auffallender war mir ein— wohlbeleibter Schuh⸗ macher, der in dem Wirthshauſe, in welchem ich nähere Erkundigungen einziehen wollte, ſich mir näherte und über viele Dinge bereitwillig mir Auf⸗ ſchluß gab, die ich gerne wiſſen und nicht wiſſen wollte. Am Ende ſchloß er mit den Worten: „Ueber die alten Herren vom Liebisberg, welche hier ihren Stammſitz hatten, finden Sie nähere Nach⸗ richten bei den Geſchichtsſchreibern Wenck und Schmidt.“ Eine ſolche Gelehrſamkeit ging über das Bohnenlied und ſetzte mich in ſolchen Reſpect vor dem Manne, wie weiland der Schuhmacher Hans Sachs zu Nürnberg oder der Schmied Bartel Regenbogen zu Mainz durch ihre Ge⸗ dichte ſich erworben hatten. Von Lißberg geht es in engem ronmantiſchen Thale nach dem alten Hirzenhain, von dem wir unſern Leſern zu einer andern Zeit Mittheilung zu machen gedenken. Vor der Hand rathen wir ihnen, Ortenberg und Lißberg mit ihrer Gegenwart zu beehren; ſie liegen nicht aus der Welt, denn es führt, wie oben berührt, ein guter Weg dahin,— aber freuen werden ſie ſich der herrlichen Gegend, wie ſich Schreiber dieſes derſelben freute.— Bekanntmachungen von Behoͤrden. N Straßenbau⸗Reparatukarbeiten. (1222) Die Unterhaltungsärbeiten der Staats- und Provinzialſtraßen im Baubezirk Friedberg für das Jahr 1839, als Handarbeiten, Steinfuhrlohn, Steinſetzer- und Steinſchlagerlohn, ſollen für die einzelnen Straßenabtheilungen in den nachbenannten Terminen, unter den alsdann bekannt gemacht wer⸗ denden Bedingungen zur Verſteigerung gebracht wer⸗ Den Reſpect Schub macher der Schmied urch ihre Ge⸗ ronmantiſchen don dem wir lättheilung zu en wir ihnen, Gegenwart elt, denn es g dahin, hen Gegend, Ie.— beiten. der Staats⸗ Frictberg für deinfuhrlohn, en für die achbenannten gemacht wer⸗ ehracht wer⸗ 9 1) Für die Straße in der Gemarkung Vilbel und von der Dortelweiler Grenze bis Okarben; zu Kloppenheim Montag den 26. November d. J., Vormittags 10 Uhr. 2) Für die Straße von Okarben bis an die Nau⸗ heimer Grenze; zu Oberwöllſtadt Mittwoch den 28. November d. J., Nachmittags 1 Uhr. 3) Für die Straße von der Nauheimer Grenze bis Butzbach; zu Niedermörlen Donnerſtag den 29. Novembe, d. J., Vormittags 10 Uhr. 4 4) Für die Straße von Niederwöllſtadt nach Han⸗ au; zu Ilbenſtadt Montag den 3. December d. J., Vormittags 10 Uhr. 5) Für die Straße von Ilbenſtadt nach Lindheim; zu Altenſtadt Mittwoch den 5. December d. J., Vormittags 10 Uhr. b 6) Für die Straße von Lindheim nach Selters und Lindheim nach Büdingen; zu Lindheim Donnerſtag den 6. December d. J., Vormittags 10 Uhr. 7) Für die Straße von den Nonnenſtümpfen bis Ranſtadt; zu Niedermockſtadt Freitag den 7. December d. J., Vormittags 10 Uhr. 8) Für die Straße von Frankfurt nach Homburg, durch die Gemarkungen Ober- und Nieder⸗ eſchbach; zu Niedereſchbach Dienſtag den 11. December d. J., Vormittags 11 Uhr. Die großh. Bürgermeiſter der Kreiſe Friedberg, Buͤdingen und Nidda werden erſucht, dieſes in ihren Gemeinden bekannt machen zu laſſen. Friedberg den 5. Nov. 1838. Der gr. heſſ. Kreisbaumeiſter Rhumbler. Brückenbauarbeit. (1221) Donnerſtag den 22. November d. J., Nachmittags 1 Uhr, wird zu Lindheim die zur Er⸗ bauung einer ſteinernen Brücke über den Seemenbach auf der Provinzialſtraße von Lindheim über Hain⸗ chen nach Marköbel erforderlichen Arbeiten, als Zimmer⸗, Maurer- und Steinhauerarbeit, ſo wie die Lieferung des hierzu nöthigen Materials, an die Wenigſtnehmenden, unter den dabei bekannt gemacht werdenden Bedingungen, öffentlich vergeben. Die großh. Bürgermeiſter werden erſucht, dieſes in ihren Gemeinden bekannt machen zu laſſen. Friedberg den 5. November 1838. Der großh. heſſ. Kreisbaumeiſter Rhumbler. Schuh⸗ und Sohlen⸗ Lieferung. (1232) Freitag den 30. d. M., Vormittags um 10 Uhr, ſoll die Lieferung der in dem erſten Se⸗ meſter 1839 erforderlich werdenden neuen Schuhe, Sohlen und Flecke für das dahier garniſonirende Bataillon, auf deſſen Verwaltungsbuͤreau verſteigert werden. Friedberg den 15. November 1838. In Auftrag: Iz, Ober quartier meiſter. Oel⸗ Lieferung. (1233) Donnerſtag den 29. d. M., Vormittags un 9 Uhr, wird die Lieferung des Oels pro tes Semeſter 1839, für das 2. Bataillon 4. Infanterie⸗ Regiments, auf dem Verwaltungsbüreau bemerkten Bataillons, in Accord gegeben. Friedberg den 15. November 1838. In Auftrag: Goͤlz, Oberquartiermeiſter. Brod Lieferung. (1234) Die Lieferung des erforderlichen Brodes für die Garniſon Friedberg, auf das 1. Semeſter 1839, wird den 29. d. M., Vormittgas um 10 Uhr, auf dem Militär⸗Verwaltungsbüreau dahier verſtei— gert. Die Herrn Buͤrgermeiſter der Umgegend Fried— bergs werden erſucht, dieſe Verſteigerung geeignet bekannt machen zu laſſen. Friedberg den 15. November 1838. In Auftrag: Gölz, Oberquartiermeiſter. Public andum. (1235) Am 18. September l. J. wurde in der Nidda, zunächſt dem zwiſchen Ilbenſtadt und Okar⸗ ben befindlichen Durchſtich, eine bereits ſtark von Fäulniß ergriffene männliche Leiche gelandet, welche nur am oberen Theile des Körpers und zwar mit nachſtehenden Kleidungsſtücken bekleidet war: 19 einem flächſenen Hemd ohne Zeichen, 2) einer baumwollenen lila und gelb geſtreif⸗ ten Weſte, 3) einem grauen biebernen Wams mit zwei Reihen glatter weißer Metallknöpfchen, 4) einem ſchwarzen Halstuch und 5) einem um den Leib geſchnallten Hoſenträ⸗ ger von Gurten mit Kreuzriemen. Da die Identität der Perſon und die Veran⸗ laſſung des Todes des Verunglückten bis jetzt nicht ermittelt werden konnte, ſo ergeht hiermit öffentliche Aufforderung an alle Behörden und Private, welche in der einen oder anderen Beziehung Auskunft er— theilen können, der unterzeichneten Gerichtsbehörde baldige Mittheilung davon zu machen. Friedberg den 3. November 1838. Großh. heſſiſches Landgericht daſelbſt Hoffmann. Gilmer. Straßenbauarbeit. (1236) Freitag den 30. November, Vormittags 9 Uhr, ſollen die an der Provinzialſtraße von Butz⸗ bach nach Uſingen erforderlichen Planirarbeiten ins⸗ — 330— beſondere vom Obermörler Feld bis gegen Ziegen⸗ berg hin, in einzelnen Looſen an die Wenigſtneh⸗ menden in Accord gegeben werden. Die Herrn Bürgermeiſter werden erſucht, dieſe Verſteigerung in ihren Gemeinden durch die Schelle gefälligſt bekannt machen zu laſſen. Friedberg den 13. November 1838. Der großh. heſſ. Kreis baumeiſter Nhumbler. Lieferungs⸗ Verſteigerung von Bel euch⸗ tungs mitteln und Brod. (1237) In dem Büreau des hieſigen Lazareths wird Montag den 19. d. M. fuͤr das erſte Seme⸗ ſter 1839 die Lieferung: 1) der Talglichter, Vormittags um 10 Uhr, 2 des Rübbls, Vormittags um 11 Uhr und 3) des gemiſchten Brodes, Nachmittags um 2 Uhr, nach jedesmaliger Verleſung der betreffenden Be⸗ dingungen, verſteigerungsweiſe in Accord gegeben. Friedberg den 14. November 1838. In Auftrag: Fuhr, Pr.Lieut. Bekanntmachung. (1238) Montag den 3. Dezember dieſes Jahres, Vormittags 10 Uhr, ſoll an hieſiger Saline der Bedarf an Brodfrucht dem Wenigſtnehmenden in Lieferung übergeben werden, welches den dazu Luſt⸗ tragenden hierdurch zur Nachricht dient. Nauheim den 15. November 1838. Kurfuͤrſtliches Salzamt, Wille. Meinhard. Milhelmi. Weiß. Bekanntmachung. (1139) Felge Verfügung großh. Landgerichts dahier, ſoll Mittwoch den 21. l. M., Vormittags 10 Uhr, im hieſigen Rathhaus die Hofraithe des Karl Göring einer nochmaligen Verſteigerugg aus⸗ geſetzt werden, mit dem Bemerken, daß Nachgebote nicht angenommen werden. Friedberg den 12. November 1838. Der Beigeordnete Bender. Oeffentliche Ladung. (1240) Der Nachlaß des am 11. März d. J. zu Vilbel geſtorbenen Hauptzollamts⸗Aſſiſtenten, Karl Kramer, iſt von der Inteſtaterbin nur unter der Rechtswohlthat des Inventars angetreten worden, und es werden deßhalb alle diejenigen, welche An⸗ ſprüche an gedachten Nachlaß zu haben glauben, hier⸗ mit aufgefordert, ſolche ſo gewiß im Termin Mittwoch den 19. Dezember Vormittags, dahier anzuzeigen, als ſonſt ohne Rückſicht auf ſolche der Nachlaß der ausländiſchen Erbin ausgeantwor⸗ tet werden wird. Großkarben den 7. November 1838. Großherzogl. heſſ. Landgericht daf. 5 Muhl. Schmidt. Ein gefundenes Schaaf. Am 11. d. M., Abends gegen 7½% Uhr, Dortelweil und Kloppenheim ein leben⸗ (1241) iſt zwiſchen des Schaaf gefunden worden. Der Eigenthümer wird daher aufgefordert, daſſelbe, nachdem er ſich gehörig uͤber ſein Eigenthumsrecht ausgewieſen haben wird, gegen Erſatz aller Koſten bei Unterzeichnetem in Empfang zu nehmen. Niederwoͤllſtadt den 13. Nov. 1838. Der großh. heſſ. Bürgermeiſter Bauſch. Verſteigerungs⸗ Anzeige. (1242) Dienſtag den W. d. M., von Vormittags 9 Uhr bis Nachmittags 4 Uhr, und wo nöthig den folgenden Tung wird der Nachlaß der Adam Hinkels Mittwe dahier, beſtehend in Mobilien, Weißgeräth, Früchte, Heu, Stroh, einem zweiſpännigen kleinen Wagen, Pflug und Egge ꝛc. meiſtbietend gegen gleich baare Bezahlung verſteigert werden. Vilbel den 14. November 1838. Der großh. heſſ. Bürgermeiſter Hinkel. (1243) Dienſtag den 20. d. M. und die darauf folgenden Tage, werden erbvertheilungshalber aus dem Nachlaß i rich Kunz J. Gegenſtände gegen verſteigert: 1) 2 Pferde, 20 1 zweiſpänniger 3) 1 Pflug und 2 4) Pferdegeſchirr und ſchaften, 5) 1 Obſtkelter mit einer hoͤlzernen Schraube, 60 1 Fruchtfegemühle mit Zugehör, ſo wie meh⸗ rere Fruchtmaaße und Reiter, 7) Kleider- und Küchenſchränke, Commode, Tiſche, Stühle, Züber, Eimer, Fäſſer ꝛc., 8) Verſchiedene Hausgeräthſchaften von Eiſen und Kupfer, 9) Zinnerne Schuͤſſeln und Teller, 10) Mehrere vollſtandige Betten und Bettſtellen, 11) Frauenkleider und Weißzeug, und wird bemerkt, daß der Aufang jedesmal Vor⸗ mittags um 9 Uhr beginnt, und am erſten Tage A Pferden und Wagen der Anfang gemacht wir* Wagen mit Zugehör, Eggen, ſonſtige Oeconomiegeräth⸗ Die Herren Bürgermeiſter und reſp. Beigeord⸗ nete werden erſucht, Vorſtehendes in ihren Gemein⸗ den bekannt machen zu laſſen. 2 Oberrosbach den 14. November 1838. Der großh. Bürgermeiſter Lämmer. Strohlieferung. (1244) Mittwoch den 28. November d. J., Vor⸗ mittags um 10 Uhr, wird die Lieferung von 4 Fuder Waizenſtroh und 56 Fuder Roggenſtroh zum Bedarf hieſiger Hofoͤkonomie an die Wenigſtfordernden unter den im Termine bekannt gemacht werdenden Be⸗ dingungen vergeben. N 5 — — 5 — 2 2 — 5 . 1247) farben f Hofraith Scheune Scheuer wohnung bietenden Brud 1 Ve (1248 von halh halb 2 dahier e lerie⸗Ma Ihle Le Schuhe, Sattelböſ Aiemenmm taate 3a Butzh chin 775 au Diejenigen, welche dieſe Strohlieferung zu über⸗ ae jaehmengeſonnen ſind, werden eingeladen, ſich an obigem un Tage in dem hieſigen Rentkammergebäude einzufinden. Büdingen den 13. November 1838. 1 a Horſt, Kammerſekretär. ermeiſter Holz⸗Verſteigerung. 11245) Montag den 19. d. M., Morgens um 8 Uhr, ſollen in dem Gemeindewald zu Langenhain I. ag RNeviers Hochweiſel an der obermörler Grenze 775 en Stück gemiſchte Wellen und 1 Stecken aufgeleſenes 8 zemiſchtes Prügelholz, unter den bei der Verſteige⸗ Leräth jung bekannt gemacht werdenden Bedingungen, meiſt⸗ en leinen lietend verſteigert werden. den gleich Langenhain den 13. November 1838. a Der großh. heſſ. Bürgermeiſter f b Huth. cgermeiſter Mobilien ⸗Verſteigerung. 11246) Donnerſtag den 22. d. M., von Morgens . Uhr und Nachmittags 2 Uhr an, wollen die Er- die darf ten der dahier verſtorbenen Heinr. Martin Falck'⸗ Aber auh chen Eheleute, nachbemerkten Mobiliennachlaß einer eh Hein, feiwilligen öffentlichen Verſteigerung ausſetzen, als: g folgende tragbare Kühe, 2 Rinder, 2 fette Schweine, N eoffenlich ſammtliche Hausgeräthſchaften, worunter ſich nament⸗ lch 2 Kleiderſchränke, mehrere Commode, 1 Schreib- zult, 1 Mehlkaſten, 1 große Waſchbütte, 1 Frucht⸗ ber, ſegemuͤhle, mehrere große Leitern, Tiſche, Stühle J. ſ. w. befinden. tomiegtrüh⸗ Bemerkt wird, daß Nachmittags 2 Uhr der An⸗ f ang mit dem Vieh gemacht werden ſoll. Schraube, Friedberg den 15. November 1838. o wie mehr Der Beigeordnete Bender. Bekanntmachung. node, Uſche,(1247) In Auftrag großh. Landgerichts zu Groß— 9 erben ſoll Mittwoch den 12. Dezember d. J. die on Eiſen und Hofraithe des Philipp Schneider II. und Johannes Scheuners Kinder, beſtehend aus einem Wehnhaus, Scheuer und Stall nebſt Holzſchoppen, an der Pfarr— Bertſtellen, wohnung gelegen, erbvertheilungshalber an den Meiſt— tretenden verſteigert werden. 5 deimal Vor⸗ Bruchenbrücken den 15. November 1838. Der Bürgermeiſter Scheuner. Verkauf alter 2 (14248) Montag den 26. d. M., des Vormittags ron halb 9 bis 12 Uhr und des Nachmittags von halb 2 bis 4 Uhr, wird in der Cavallerie-Kaſerne erſten Tage lang gemacht * p. Beigeon⸗ ihren Gemeil 188. dahier eine bedeutende Quantität getragener Caval-⸗ Burgermtiſ: hrie⸗Mäntel, Collets, Spenzer, Reithoſen mit und Anet, izne Leder, Mützen, Zwilchhoſen, Stiefeln und Schuhe, ſodann ausrangirte Bett- und Pferdeteppiche, 4 b. J, Ver Gattelböcke, Zäume, Stangen, Trenſen und ſonſtiges Niemenwerk an den Meiſtbietenden brare Zahlung verſteigert. Butzbach den 15. November 1838. In Auftrag: Cellarius, Unterquartiermeiſter. n ven l fer gegen gleich ah zun Bedarf r yrdernden Un ratdenden de 331 — Oeffentliche Ladung. (1249) Der Nachlaß der zu Obereſchbach ver⸗ ſtorbenen Konrad Maurers Eheleute iſt von den Erben nur mit der Rechtswohlthat des Inventars angetreten worden. Um nun zu ermitteln, ob und welche Forderungen an gedachten Nachlaß beſtehen, werden alle diejenigen, welche Anſprüche irgend einer Art an den Nachlaß bilden wollen, aufgefor⸗ dert, ſolche ſogewiß im Termin Dienſtag den 18. December, Vormittags, dahier anzuzeigen und zu begründen, als fonſt bei der Vertheilung dieſes Nachlaſſes darauf keine Rück⸗ ſicht genommen wird. f Großkarben den 20. Oktober 1838. Großh. heſſ. Landgericht daſelbſt Muhl. Schmidt. Privat⸗ Bekanntmachungen. Ein Landgut (1250) von circa 100 bis 150 Morgen mit hin⸗ länglichen Gebäulichkeiten 4 bis 6 Stunden von Frankfurt, in einer guten Gegend der Wetterau, wird zu pachten geſucht.— Mit der genauen Angabe des Orts und der Lage und des äußerſten Preißes, beliebe man die Briefe franco mit der Adreſſe: I. R. M. Litr. K. Nr. 7. in Frankfurt a. M. ab⸗ gehen zu laſſen. 6 Malter Korn, (1251) zur Kirche dahier gehörig, wird nächſten Dienſtag, Vormittags 10 Uhr, auf hieſigem Rath⸗ haus meiſtbietend verſteigert. Kaichen den 13. November 1838. Der Kirchenvorſtand. Wohnungs veränderung und Empfehlung. (1252) Da ich gegenwärtig bei Herrn Glocken⸗ gießer wohne, ſo verfehle ich nicht, ſolches meinen Geſchäftsfreunden bekannt zu machen. Kapitalien von 2000 fl., 1000 fl., 600 fl., 500 fl., 300 fl., 200 fl. und 100 fl. liegen zum Ausleihen bereit und können ſogleich negocüürt werden. Friedberg den 14. November 1838. Johannes Joſt J. Obſtbaume. (1253) Unterzeichneter hat eine große Parthie vorzuͤglicher Obſtſtaͤmme bei Ph. Wilh. Sieck zur Auswahl niedergelegt, und zwar: Aepfel; Birn⸗, Aprikoſen⸗, Pfirſich⸗, Mirabellen⸗, ſowie auch ſonſtige veredelte Obſtſtaͤmme. Kauflieb⸗ haber wollen ſich gefaͤlligſt an denſelben wenden. Friedberg den 14. November 1838. Friedrich Heuſer von Seckbach. Bekanntmachung. (1254) Alle Diejenigen, welche an das Schloß zu Fauerbach Märkereiwaizen zu entrichten haben, wollen denſelben binnen acht Tagen abliefern, wi⸗ drigenfalls derſelbe in Natur nicht angenommen werden kann. Fauerbach den 12. November 1838. P. Schultheis. Zum Verkaufen. (1255) Bei Unterzeichnetem ſind folgende Gegen⸗ ſtände zu haben, circa 1100 Pfund brauchbares Schmiedeiſen, 1 Paar eiſerne Achſen, 12 noch brauch⸗ bare Chaiſenräder und noch mehrere gute Chaiſen⸗ federn, womit ſich beßtens empfiehlt Michael Heidelberg, Judengaſſe Nr. 43. Frucht⸗Verſteigerung. (1256) Nächſtkommenden Dienſtag den 20. d. M., Nachmittags um 2 Uhr, ſollen die den Hein⸗ rich Chriſtians Erben gehörige Pachtfrüchte als 2½ Malter Korn 5 8„ Waizen 6„ Gerſte und 6 7 Hafer g in der Behauſung des Gaſtwirths Sieck, vor dem ehemaligen Mainzerthor, öffentlich meiſtbietend ver⸗ ſteigert werden, wozu man Kaufliebhaber einladet. Friedberg den 15. November 1838. Die Curatoren: Fr. Chr. Sieck. L. Schäfer. Ein vollſtändiges Logis, (1257) beſtehend in 2 heizbaren Stuben, 2 Kam⸗ mern, Küche, Speicher, Keller und Holzplatz iſt auf der breiten Straße im Februar k. J. zu ver⸗ miethen. Das Nähere bei der Expedition d. B. Butzbacher Catharinen-Markt. Con⸗ cert mit Ball. (1258) In dem Saale des Unterzeichneten wird Montag den 26. d. M. durch das Muſik⸗Chor der Königl. preuß. Schützenabtheilung zu Wetzlar ein Concert mit Ball ſtattfinden, wozu höflichſt einladet Butzbach den 15. November 1838. A. Joutz, im heſſiſchen Hof. Geſtrickte Jacken (1259) für Herren, Frauen und Kinder, ſo wie Kleidchen ſind wieder von beſter Qualität und zu den billigſten Preiſen zu haben bei M. Grödel in Friedberg auf der breiten Straße Nro. 21. Literariſche Anzeige. Bei J. D. Sauerländer in Frankfurt iſt erſchienen und bei T. Bindernagel in Friedberg zu haben: Praktiſcher univerſal⸗Rathgeber für den Bürger und Land⸗ mann. Fünfte durchaus umgearbeitete, verbeſſerte und mit 300 neuen geprüften Recepten vermehrte Auflage. 2 Theile. 1 fl. 48 kr. Rückert's Nal und Damajanti 2 fl. 24 kr. Umriſſe zu Rückert's Nal und Damajanti gezeichnet von Jung 2 fl. 24 kr. 332 (1207)„Hier stehe ich, ich kann nicht anders; „Gott helfe mir! Amen.“ LUTHER. Nach dem Bilde Cranach's, im Stahlstich von Fr. Müller. 5 Gross Folio. Subsoriptionspreis: 3 Fl. 36 Kr. Herausgegeben vom BIBLTIOGRAPHTISCHEN INSTTTUx. Diess bewundernswürdige Blatt ist ausgestellt und Subscription wird angenommen in der Buchhandlung von Carl Bindernagel in Friedberg. f Früchte⸗Preiſe hier in Friedberg: Waizen: 10 fl. 30 kr. Korn: 7 fl. 30 kr. Gerſte: 5 fl. 20 kr. Hafer: 3fl.— kr. Erbſen:— fl.— kr. Fruͤchte⸗Preiſe zu Butzbach: Waizen: 10 fl. 30 kr.— Korn: 7 fl. 30 kr. Fruchte⸗Preiſe zu Frankfurt, am 12. Nov. Waizen: 10 fl. 15 kr. Korn:— fl.— kr.— Gerſte: 6 fl. 30 kr. Hafer: 3 fl. 15 kr. Erbſen:— fl.— kr„ Fruͤchte⸗Preiſe zu Mainz, am 9. Nov: Waizen: 11 fl. 1 kr. Korn: 8 fl. 24 kr. Gerſte: 6 fl. 5 kr. Hafer: 3 fl 23 kr. Erbſen:— fl.— kr. Polizei⸗Taxe fur die Staͤdte Friedberg um Butzbach vom 18. bis 25. November 1838 pfd Brod⸗ Preiſe. Friedberg Butzbach. 4 2 kr. pf, K f 1 Leib⸗Roggenbrod 3— 2 3 2 1 1 6— 5 2 1 N 11 3 1 f Loth. Loty — Milchbrod 1 4% 1 4% —[Waſſerweck 145% Gemiſchtes(Tafel⸗) Brod„„ Fleiſch-⸗Preiſe. ö 0 a pf. pf. 1 Ochſenfleiſch 112 11720 „Kübhfleiſch 83 811 „ Rindfleiſch 83 8— 7 Kalbfleiſch 8 5 8— „ Schweinenfleiſch 11 2 1 2 „Hammelfleiſch 8— 8— 7 Schaaffleiſch.. 7 5 25 47 „ Wurſt von blos Schweinen 122 12 5 „ Gemiſchte Wurſt 13140. 10— „ Bratwurſt 15 5 5 15 1 „ Schwartenmagen 164— 16— „ Geräucherter Speck 2— 220 „Schinken 15— 144— „ Dörrfleiſch 16— 15— „ Schweinenſchmalz, ausgelaſſen 20— 19— „ dito unausgelaſſen 19— 18— „Nierenfett 18— 18 1 Hammelsfett 15— 114— Der großh. heſſ. Kreisrath K. d. 9 Küchler. — Gedruckt und verlegt unter Verantwortlichkeit von Carl Bindernagel in Friedberg.