ferung N Oktay A f. 30 fr. 9 + 1 28288 2 FF 16 — S Intelligenzblatt für die — 3 — 7 D drovinz 80 err 1 2 1 0 S Sen S rovinz Wberhes⸗ 0 im Allgemeinen, den Kreis Friedberg und die angrenzenden Bezirke im Beſonderen. ——᷑ͥ * * 11. Sonnabend, den 17. Marz 2 1838 — Oeffentliche Nachricht. Betreffend: Die Rindvieh-Verſicherungs-Anſtalt für den Kreis Friedberg. Indem ich dem§. 27. der Statuten gemäß das Ergebniß der Jahresrechnungen von 1836 und 1837 nachſtehend zur öffentlichen Kenntniß bringe, bemerke ich Folgendes: Der ungünſtige Stand der obigen Kaſſe iſt nach einer vorgenommenen Prüfung lediglich dadurch verurſacht worden, daß mehrere große Pachthöfe in die Anſtalt aufgenommen worden, deren Viehſtand, ob aus Verſchulden der Pächter oder durch beſonders ungünſtige Verhältniſſe iſt ungewiß, nachhaltig durch äußerſt zahlreiche Sterbfälle heimgeſucht wurde. So z. B. mußten allein nach Wickſtadt 597 fl. 11 kr. mehr Schadenvergütungen bezahlt werden, als Beiträge zur Kaſſe von dorther geleiſtet wurden. Dieſe leidige Erfahrung, ſo wie die Erkenntniß, daß überhaupt die Verſicherungsanſtalt bei der Verſicherung eines großen Viehſtandes ein unverhältnißmäßiges größeres Riſico hat, als wie bei der eines kleineren Viehſtandes, haben die heutige Verſammlung der betheiligten Ortsvorſtände zu folgenden Be— ſchluͤſſeu veranlaßt: 1) Die Pachthöfe zu Wickſtadt und der Nonnenhof bei Ilbenſtadt ſollen vom 1. April l. J. an für das Jahr 1838 von der Kreis-Viehverſicherungsanſtalt ausgeſchloſſen ſeyn. 2) Derjenige Verſſcherer, welcher an Vieh ein Kapital von mehr als 800 fl. verſichert, ſoll in Schadens— vergütungsfällen anſtatt/ nur ½ der betreffenden Verſicherungsſumme erhalten. 3) Soll die Schätzung des Rindviehes, welches vom 1. April l. J. an fortverſichert bleiben ſoll, durch eine auf Koſten der Verſicherungskaſſe durch die Schätzer vorzunehmende Nachreviſion feſtgeſtellt werden. Ueberzeugt, daß dieſe Beſtimmungen geeignet ſind, die Verſicherungskaſſe forthin nicht nur aufrecht zu erhalten, ſondern auch zum Vortheile der Betheiligten wieder in einen guten Zuſtand zu bringen, empfehle ich den betreffenden großh. Bürgermeiſter deren pünktliche Ausführung. Friedberg den 7. März 1838. Der großh. heſſ. Kreisrath des Kreiſes Friedberg Küchler. Rechnungs⸗Auszug der Kreis-Vieh-Verſicherungs-Anſtalt fuͤr die Zeit vom 1. April 1836 bis Ende 1836 und vam 1. Januar bis Ende Dezember 1837. Rechnungs-Jahr pro . n me. g 17 10 An erhobenen Quartal⸗Beiträgen à 3% der Verſicherungskapitalien 2412 55 2648 5 2) An Kaſſa⸗Vorrath aus voriger eg. 9 5 3) An Ausſtände 414 19— ) An aufgenommenen Kapitalien— 600— Summe der Einnahme 2979 14 328 5 — — 0 N 1 — Rechnungs-Jahr pro 1836 1837 II. Ausgabe. fl. kr. 1 1) An Schaden-Vergütungen fur gefallenes Vieh 2184 22½ 2651 15 2 Rückvergütung auf Anmeldeſcheine 277 40 248 16 3) An abgetragenen Kapitalien 600— 600— 4) An KapitalZinſen 38 36 5) An Druckkoſten.„ 6) Hebgebühren der Haupt- und der Gemeinderechner à 3 und 2% 141 21 132 24 7) An Diäten und für Gänge 13 12 18 10 Summe der Ausgabe 3240 35% 3691 5 A b ſchellu ß. Die Geſammtſumme der Einnahme iſt 2979 14 3248 5 Die Geſammtſumme der Ausgabe iſt 3240 35% 3691 5 Verglichen iſt Ueberzahlung 1 443 Hierzu kommt noch der Liquidations-Ausſtand mit 65 30. Hauptſumme der ganzen Ueberzahlung 326 51/½ 443— Die Ueberzahlung nach der Rechnung pro 1836 mit 261 fl. 21 ½ kr. iſt auf die bezahlten Schadens⸗ Vergütungen von 2184 fl. 22½ kr., und die Ueberzahlung nach der Rechnung pro 1837 mit 443 fl. auf die Schadens-Vergütungen von 2651 fl. 15 kr. auszuſchlagen und zurück zu erheben. Der Ausſchlag wird ſonach auf einen Gulden Schadens-Vergütung vom Jahr 1836 circa 7¼ kr. und vom Jahr 1837 circa 10 ¼ kr. betragen. Friedberg am 13. März 1838. Der Hauptrechner Kopp. Friedberg am 13. März 1838. Geſtern Morgen wurden die Bewohner Fried⸗ bergs durch die unvermuthete Ankunft unſeres durchlauchtigſten Erbgroßherzogs freudig überraſcht. Seine Hoheit ſtiegen nach zehn Uhr in der Burg ab, wo Höchſtdieſelben von dem Offizier-Corps, ſo wie von dem Kreisrathe des Kreiſes Friedberg empfangen wurden, beſichtigten ſofort als General— Inſpector mit dem Obriſten des vierten Infanterie— Regiments die hieſigen Militär-Anſtalten, beſuchten ſodann das ſogenannte Burggrafiat, und geruhten zuletzt ſämmtliche Staatsdiener anzunehmen, mit welchen Höchſtdieſelben Sich ſehr leutſelig unterhielten. — Wir bedauern nur, daß S. Hoheit uns ſchon nach einem Aufenthalte von wenigen Stunden wie— der verließen. Man huͤte ſich vor Schaden! Diejenigen unſerer Leſer, welchen vielleicht Nr. 70 der großherzogl. heſſiſchen Zeitung nicht zu Ge— ſicht gekommen iſt, glauben wir darauf aufmerkſam machen zu müſſen, daß nach einer Bekanntmachung der königl. preußiſchen Hauptverwaltung der Schul⸗ den, dd. Berlin den 12ten November 1837 alle Kaſſenanweiſungen, welche vom Jahre 1824 herrühren, bis zum 30ten Juni 1838 um⸗ getauſcht ſeyn müſſen. Wer nun im Beſitze ſolcher Kaſſenanweiſungen von 1824 iſt, der melde ſich bei Zeiten zum Umtauſche; denn vom 1. Juli 1838 an ſind alle Anſprüche unwiderruflich verloren. ! ͤ ͤK. ͤ... Einige Notizen uͤber fehlerhafte Behandlung des Weinſtocks. (Von einem Rheinländer) Dir, wetterauer Leſer, der Du die Fenſter Dei⸗ nes Hauſes, oder die Wände Deiner Gartenmauern gerne mit lieblichem Traubengehänge und kühlender Laube gekleidet, oder auch ſonſt ein Plätzchen Deines Gebietes nützlich geziert ſiehſt, ſind dieſe Zeilen zu— nächſt gewidmet; und auch Du, Freund von Bacchus Blut und Leben, kannſt ſie leſen, wenn Du Luſt haſt; aber Du, der Du die Lehrlingsjahre in der Kunſt des Winzers zurückgelegt oder kein Intereſſe für die⸗ ſelbe haſt, magſt ſie ungeleſen bei Seite legen.— Was ſie enthalten?— Ei nun, ich habe Dir in den Sommermonden der letzten Jahre manchmal zugeſehen, wie Du mit Sorgfalt und Liebe dem Sohne meiner Heimath, dem Weinſtocke, Deine Aufwartung machſt, und dabei ſo dies und jenes beobachtet, was Du zu Deinem Vortheile anders machen könnteſt. Nicht ſelten ſchätzeſt Du die Brauchbarkeit der Reben falſch ab und zieheſt die ſchlechtere der beſ— ſeren vox; eilen achteſt Du den Werth des Hol— zes zu läßt zuſammen und durcheinander wachſen, a wachſen will, und erhältſt ſo eine Hecke, wehe einem Dornenſtrauch von gleicher Größe nicht viel vorzuziehen ſeyn möchte. Und ſo thuſt und unterläßt Du noch ſo manches Andere, was der Rheinländen Dir als Fehler anrechnen dürfte, wenn er nicht zu berückſichtigen hätte, daß Dein Wohnort beſſer geeignet iſt, tuͤchtige Korn- und Du det! ſich ein. den tiche — e am Me w G zu erzelt nd zu ſeinem 9 werk die alſo an undaukt oder das oder laß Holz ſtel ſchwer g Natur ſo ihren K Mindern unſern 3 übernom zur Fol mehr He Du ſieh Jugendk. alter, it Eine ver lumützge gage D hal dlung er Dei⸗ mauern ahlender Deines eilen zu⸗ Bacchus uſt haſt; r Kunſt fuͤr die⸗ 6 abe Dir anchmal ebe dem „Deine id jenes Ad anders keit der der beſ⸗ des Hol⸗ einander ſo eine er Große ſo thuſt ere, was dürfte, 0 Dein n= und Weizengärtner, als geſchickte Weingartner zu er⸗ ziehen.— Aber wenn auch er Dich entſchuldigt, ſo mußt Du doch immerhin die nachtheiligen Folgen Deiner falſchen Wahl, Deines unzeitigen und un⸗ lokalen Schnittes, kurz Deiner ganzen fehlerhaften Behandlungsweiſe in ihren Wirkungen erfahren. Dies und die Liebe zu meinem Landsmann iſt es, was mich bewegt— Dir hier Einiges in Deiner gewohnten Pflegeweiſe auszuſtreichen. Ich will Dich nämlich nur darauf aufmerkſam machen— wie Du Deinen Pflegling nicht behandeln darfſt. Das Behandeln ſelbſt, das zweckmäßigere, als Dein bisheriges geweſen— denke ich, ſollteſt Du dann bei einigem Nachdenken und der nöthigen Aufmerk— ſamkeit im weiteren Umgange mit ihm von ſelbſt lernen. So höre denn!“— 1) Du meinſt zu Deinem Setzlinge eine Nebe nehmen zu müſſen, welche ſchon Wurzeln geſchlagen hat, und ziehſt gewöhnlich ſolchen Wild- und Schmächt⸗ ling jeder andern Rebe vor. Da irrſt Du in der Wahl. Der Weinſtock iſt wie eine Quecke, und darf in der Eigenſchaft des Wurzelſchlagens der Weide an die Seite geſetzt werden, von der Du weißt, daß ein abgeſchnittener Aſt, in den Boden geſenkt, recht gut ſich ausbildet zu einem Weidenbaume.— Was Du der mütterlichen Erde anvertrauſt, iſt gewöhn— lich ein faſeriger Wurzelſchoſſe, ein Sproͤßling aus den tiefern, unterirdiſchen Stellen des alten Stockes — eine ſogenannte wilde Rebe— mager und elend am Mark des Lebens und nicht vermögend, weder was Gutes zu werden, noch etwas Erſpriesliches zu erzeugen.— Geſetzt iſt das Ding nur, um wur⸗ zelnd zu wuchern und wuchernd zu verderben. In ſeinem ganzen Leben ſind Laub und wildes Holz⸗ werk die reichſten und ſchöͤnſten Gaben. Du beſitzeſt alſo an ihm weiter nichts, als einen kränklichen, undankbaren, nie zu entwildernden Sohn.— 2) Diſu vergißt zuweilen das Zuſchneiden oder vielmehr das Ausſchneiden der unnützen Rebenhölzer oder das Ausbrechen der unberufenen Sommerladen oder läßt wenigſtens, wenn dies nicht iſt, zu viel Holz ſtehen.— Das iſt ein großer Fehler, welcher ſchwer geahndet wird. Denn die gütige Mutter Natur ſorgt immer bis zum Ueberfluß, und überläßt ihren Kindern, vorzüglich dem Menſchen— das Mindern.— Für die zahmen Pflanzen, welche zu unſern Zwecken abgeändert ſind, haben wir die Pflicht übernommen. Eiue Vernachläſſigung derſelben hat zur Folge, daß die Pflanze entweder verwildert und mehr Holz als Frucht treibt, oder kränkelt und ſtirbt. Du ſiehſt bei dem Weinſtocke in der Fülle ſeiner Jugendkraft gewöhnlich das erſte, in ſeinem Mannes— alter, in dem Du Trauben leſen willſt, das letzte. Eine vernünftige Sonderung des nöthigen und des unnützigen Holzes iſt an jedem Frühling und den ganzen Vorſommer hindurch unerläßlich noͤthig. Das halte ich Dir aber nicht für gut, daß Du die * Zahl der Neben nicht minderſt, ſondern alle nur verkürzeſt. Du ſollteſt lieber die ſchlechteren, ganz glatt am Schenkel(Stocke) weg, abſchneiden und die beſſern nur um einige Augen verkürzen. Du be— kommſt ſicher mehr Frucht, verhinderſt die zu große Vertheilung des Saftes, und bildeſt Dir, daß Du denſelben nur in einzelne Theile hinleiteſt, ſtärkere Reben und vollkommnere Traubeu. Alſo wenige Hölzer ſey Deine Regel, aber ſtarkes Holz Dein Ziel, und Du wirſt jene, lebens- länglich unnütze, müßige Freſſer, welche dem Mutter— ſtamme mit der Milch auch zugleich das Mark aus— ſaugen, nicht erziehen.— 3) Du leiteſt die Reben an Aepfel-, Birn- oder Zwetſchenbäumen hinan, oder bindeſt ſie an Pfählen oder Spalieren kreuz und quer übereinander. Das taugt nicht. Der Weinſtock muß Luft und Licht haben, ſonſt gedeiht er nicht.— Du meinſt es frei⸗ lich gut mit ihm und gibſt dem Lahmen den Geſun— den zur Stütze. Bedenke aber dabei, daß der Wein— ſtock ein Kind der wärmeren Zone iſt und nicht begehrt, ſich abzukühlen unter dem Fittige eines ſei— ner noͤrdlichen Brüder. Schau' hin und erwaͤg den Werth ihrer Geſelligkeit! Der Eine grämt ſich zu Tode, daß er zu dem niedrigen Dienſte eines Laſt— trägers verurtheilt iſt— der Andere, Dein Reben— ſtock, begehrt ſehnſüchtig nach der Königin ſeines Odems, ſtreckt das magere Hälschen, das blaſſe Geſichtchen, die ſchwachen Aermlein aus den engen Fenſtern ſeines dumpfen Kerkers ihr entgegen und ſchnappt nach Licht und Leben.— Darum vergeſſe bei deinem Leiten und Binden nimmer, daß unmittelbare Einwirkung der Sonnen— ſtrahlen auf die einzelnen Theile eine der folgenreich— ſten Hauptſachen iſt. Die vierte Sünde mit ihren Schweſtern, welche Du noch an meinem Liebling begehſt, ſollſt Du, wenn Du Wißbegierde dafür haſt, erfahren, ſobald der Holde aus ſeinem ſanften Winterſchlafe, den er eben ſchlummert, erwacht iſt.) Nimm einſtweilen vorlieb mit dieſem, und mache es wie ich, der ſich nach der beſonnenen Prüfung das Beßte ins Gedaͤchtniß ſchreibt, um es gehörigen Orts anwenden zu können.— Ss. *) Möge uns der Herr Verf. recht bald damit beſchenken. D. Red. Aufforderung. Der Perfaſſer des in das Schluͤſſelloch meiner Hausthüre geſteckten Artikelchens wolle mir erſt ſei— nen Namen nennen, bevor ich es„vor die Bekannt— machungen, wo es unentgeldlich geſchieht“ einrücke. Carl Bindernagel. Bekanntmachungen von Behoͤrden. Spiritus⸗Apparat⸗ und Haus⸗Verkauf. (191) Die Spiritus⸗Fabrik des Jean Foucar da⸗ hier an der Landſtraße in der Uſa-Vorſtadt gelegen, beſtehend in einem neuen zweiſtöckigen Wohnhaus mit geräumigen Magazinen, Remiſe, großen Speichern und Stallung, ſowie einem großen zweiſtöckigen Fabrikbau, ſammt darin ſtehenden Diſtilir-Appa- rat wird auf Anſtehen des Eigenthümers Montag den 2. April d. J., Vormittags 10 Uhr, auf dem hieſigen Rathhauſe einer freiwilligen Verſteigerung ausgeſetzt, bei aunehmbarem Gebote ſogleich zuge— ſchlagen, und zugleich bemerkt, daß gedachter Ap— parat und die Localitäten, je nachdem ſich Steig— liebhaber einfinden, auch getrennt verkauft werden konnen. Der Dampfkeſſel und Apparat ſind in beßtem Zuſtande und konnen mit letzterem täglich 3 Ohm reinſten Spiritus von 35 bis 40 Graden nach Car— tier abgezogen werden. Da in der Nähe Friedbergs bedeutende Braun— kohlenwerke beſtehen und viele große Branntwein— brennereien dieſen Platz umgeben, beſitzt dieſe Fabrik ſowohl wegen des Einkaufs von Brennmaterial als auch des erforderlichen Branntweins, die vortheil— hafteſte Lage. Auch würden ſich dieſe Gebäulich— keiten wegen ihrer günſtigen Lage am Uſa-Fluſſe zu einer Gerberei oder irgend einer großen Gewerbs— anlage eignen. Friedberg den 22. Febr. 1838. In Auftrag: Der Bürgermeiſter D. Fritz. Mühlen- Verpachtung. (238) Mittwoch den 4. April, Vormittags 9 Uhr, ſollen die herrſchaftlichen Mühlen, namentlich die Mahlmühle dahier und die Mahl-, Oel- und Walk⸗ mühlen auf dem eine Viertel Stunde von Büdingen entfernt liegenden, ſ. g. Hammer, nebſt den dazu gehörigen Güterſtücken auf 9 bis 18 Jahre auf dem Wege öffentlicher Verſteigerung verpachtet werden. Pachtliebhaber, welche ſich durch glaubhafte Zeugniſſe über den Beſitz eines zum Mühlenbetriebe hinreichenden Vermögens ausweiſen konnen, wollen ſich zur beſtimmten Zeit auf dem hieſigen Rent— kammer⸗Local einfinden. Wer vorher über die betreffenden Verhältuiſſe Auskunft haben will, kann ſolche von dem gräfl. Kammerſekretariat erhalten. 8 Büdingen den 1. März 1838. Gräfl. Yſenburgiſche Rentkammer daſ. Melior. Vt. Rabenau. Verſteigerungs- Anzeige. (240) Mittwoch den 21. d. M., Vormittags 10 Uhr, ſoll das neben der Burgkaferne gelegene, vor— mals von Didiſche(von Loͤwiſche) Wohngebäude in der Burg Friedberg nebſt dem dazu geſchlagenen geräumigen Hofraum und Garten meiſtbietend auf hieſigem Rathhaus verſteigert werden. Außer dem unter dem Wohnhaus ſelbſt befindlichen großen ge— wölbten Keller iſt noch ein zweiter gewölbter Keller dabei gelegen. Die Beſitzung eignet ſich vermöge 78 ihrer Lage und Räumlichkeit zu jedwedem Gewerbs— betrieb, der Hofraum und Garten, welcher dazu gegeben wird, iſt abgeſteckt, und können die Wohn— gebäude täglich in Augenſchein genommen werden. Friedberg den 8. März 1838. Der Bürgermeiſter D. Fritz. Arbeits- und Lieferungs-Verſteigerung. (242) Mittwoch den 21. d. M, Vormittags um 11 Uhr, ſoll in hieſigem Rathhaus die Reparatur des Daches auf der Hauptkirche, beſtehend in Dach— deckerarbeit, voranſchlagt zu 48 fl. 15 kr., ſo wie auch die Lieferung des Materials, beſtehend in 11 Reuß Schiefer, 58 OF. Kendelblei, 88 Dachdiehlen, 18 Schalterbaͤume öffentlich an Wenigſtnehmende verſteigert werden. Die Voranſchläge ſind jeden Mittwoch und Samſtag von 11 bis 12 Uhr bei mir einzuſehen. Friedberg den 8. März 1838. Der Bürgermeiſter D. Fritz Backhaus-Verſteigerung. (243) Montag den 2. April, Vormittags 10 Uhr, ſoll das Gemeinde-Backhaus, beſtehend in einem ein⸗ ſtöckigen Wohnhaus, Stallung und Hofraum nach den bei der Verſteigerung bekannt gemacht werden— den Bedingungen auf dem Gemeinderathhaus öffent— lich an den Meiſtbietenden verſteigert werden. Niederurſel den 1. März 1838. Der großh. heſſ. Bürgermeiſter Amſel. 5 Gläubiger⸗ Aufforderung. (244) Großherzogliches Hofgericht der Provinz Oberheſſen hat über das Vermögen des Chriſtoph Steitz und deſſen Ehefrau zu Butzbach den for— mellen Concurs erkannt. Es werden daher alle, welche Forderungen oder Anſprüche irgend einer Art an die Concursmaſſe haben, aufgefordert, ſolche im Liquidationstermine, Dienſtag den 1. Mai d. J., Morgens 9 Uhr, bei dem unterzeichneten, mit der Leitung des Con⸗ cursverfahrens beauftragten Gerichte ſogewiß anzu— zeigen und richtig zu ſtellen, als ſie ſonſt ohne ein beſonderes Präcluſivdecret von der Maſſe gänzlich werden ausgeſchloſſen werden. Zugleich ſell in dieſem Texmine die gütliche Beilegung des Concursverfahrens verſucht, im Ent— ſtehungsfalle aber über die Wahl eines Curators und die Verwaltung der Maſſe ſofort verhandelt werden, daher alle, welche nicht in Selbſtperſon erſcheinen, ihre Stellvertreter mit Specialvollmach— ten zu verſehen haben, widrigenfalls ſie als dem Beſchluſſe der Mehrheit der Gläubiger beigetreten werden angeſehen werden. Friedberg den 15. Februar 1838. Großh. heſſiſches Landgericht Hofmann. Arbeits⸗Verſteigerung. Mittwoch den 21. d. M., Vormittags um — (274) Unter dei gungen verſteigel Die etſucht, machen Obet 278) u Bure Es r fannte g meiſter rovinz ſtoph N for⸗ alle, einer ſolche hr, Con⸗ anzu⸗ ne ein anzlich ütliche Ent⸗ rators andelt perſon Imach⸗ s dem etreten gericht 8 um — 72 10 Uhr ſoll in hieſigem Rathhaus die Maurer-, Stein⸗ hauer“, Schreiner-, Schloſſer- und Weißbinderarbeit an der Umfangsmauer am auguſtiner Schul-Garten offeutlich an Wenigſtnehmende verſteigert werden. Die Voranſchläge ſind jeden Tag von 11 bis 12 Uhr bei mir einzuſehen. Friedberg am 15. Marz 1838. Der Bürgermeiſter D. Fritz. Holzverſteigerung im Revier Oberrosbach Forſts Friedberg betreffend. (275) Mittwoch den 21. d. M., ſollen in den großh. Domanialwalddiſtrikten Mainzerhecken und Kellerberg: 36 Stecken birken Prügelholz, 9½ Stecken eichen Stockholz und 66,56 Wellen birken Reiſerholz, einer öffentlichen Verſteigerung an die Meiſtbietenden, ausgeſetzt— und damit präcis 8½% Uhr in dem erſtgenannten Diſtrikt begonnen werden. Oberrosbach den 15. März 1838. Der großh. Revierförſter Bingmann. Verſteigerungsanzeige. (276) Da auf die zur, Verlaſſenſchaft des Con- rad Schneider gehörende Hofraithe, beſtehend in Wohnhaus, Stall und Gärtchen, ſammt Holz berechtigung und auf die 121 Ruthen Garten an der Lehmenkaut, an Herrn Kirchenrath Pilger ge⸗ legen, kein annehmbares Gebot erfolgt iſt, ſo ſoll dieſe Montag den 28. d. M., Vormittags um 10 Uhr, einer nochmaligen öffentlichen Verſteigerung ausgeſetzt und bei annehmbarem Gebot der Zuſchlag ſogleich ertheilt werden. Friedberg den 15. März 1838. Der Bürgermeiſter D. Fritz. Holz. Verſteigerun.g (277) Montag den 19. März d. J., des Vor⸗ mittags um 10 Uhr, ſollen in hieſigem Gemeinde⸗ wald, Diſtrikt Ameiſenberg, folgende Gehölze, als: 10 1 Stecken erlen Scheitholz, 2 5„„ Prügelholz, 3) 1275 erlen und aspen Normalwellen, 4) 1013 Dornwellen und 5) 266 Schneißenwellen, unter den vor der Verſteigerung eröffneten Bedin⸗ gungen an Ort und Stelle oͤffentlich meiſtbietend verſteigert werdeu. Die Herren Buͤrgermeiſter der Umgegend werden erſucht, dieſes in ihren Gemeinden gefälligſt bekannt machen zu laſſen. Obermörlen am 14. März 1838. Der großh. heſſ. Bürgermeiſter Nicolai. Edictal ladung. (278) Der Weißbindermeiſter Konrad Schüßler zu Burggräfenrode hat ſeine Inſolvenz angezeigt. Es werden daher deſſen ſämmtliche, ſowohl be— kannte als unbekannte Gläubiger zur Anzeige und Richtigſtellung ihrer Forderungen ſo wie zum Ver— ſuche der Güte auf Dienſtag den 24. April l. J., Vormittags 9 Uhr, hierher unter dem Rechtsnachtheile vorgeladen, daß bei einem etwa zu Stande kommenden Arrangement die bekannten Gläubiger als der Stimmenmehrheit beigetreten augeſehen, die unbekannten aber bei Erledigung der Sache unberückſichtigt bleiben werden. Groskarben am 5. März 1838. Großh. heſſiſches Landgericht daſ. Muhl. Fruchtverſteigerung zu Woͤlfersheim. (279) Freitag den 23. d. M., Morgens 10 Uhr, ſollen in loco Wölfersheim 30 Achtel Waizen, 200 Achtel Korn und 60 Achtel Gerſte verſteigert werden. Hungen am 9. März 1838. Kießling, Rentmeiſter. 5 Arbeits-Verſteigerung. (280) Mittwoch den 21. d. M., Nachmittags 1 Uhr, ſollen zu Oberrosbach nachbenannte Arbeiten öffentlich an den Wenigſtnehmenden verſteigert wer— den, als: 1) mehrere Ausbeſſerungen am Dach und Gefach in der erſten Pfarrhofraithe, 2) die Pflaſterung einiger Stallungen daſelbſt. 3) die Fertigung eines neuen Stückes Mauer an dem Kirchhof, voranſchlagt zu 27 fl. 35 kr. 4) an dem Vicinalweg zwiſchen Ober- und Nie⸗ derrosbach 3 Canäle und 1 Fuß zu heben, voranſchlagt zu 27 fl. 17 kr. 5) 6 Kies zur Ausbeſſerung des Wegs zu liefern, 6) das Decken des Weges, 7) das Reinigen der Fahrbahn, 8) die Herſtellung der Gräben und Banquets, wozu Steigliebhaber hiermit eingeladen werden. Oberrosbach den 14. März 1838. Der großh. heſſ. Bürgermeiſter Lämmer. N NNNNNNN NN Privat⸗Bekanntmachungen. Ein Kapital von 2800 fl., (225) ungetrennt oder bis zu 600 fl. getrennt, zu 4% verzinslich, liegt binnen 3 Monaten zum Ausleihen gegen gerichtliche Hypothek bereit. Nähere Auskunft ertheilt Ausgeber dieſes. FPühtlüng s t nne (232) Ein Küfer, welcher zugleich Bierbrauer iſt, ſucht eiren geſitteten jungen Menſchen in die Lehre. Ausgeber dieſes Blattes ſagt wo? Wirthſchafts-Eröffnung. (233) Dem verehrlichen Publikum und den reſp. Herren Räſenden mache ich hiermit die ergebene Anzeige, daß ich die ſeit langen Jahren dahier be⸗ ſtandene, nur für kurze Zeit unterbrochen geweſene 121 fl. 22 kr. Gaſtwirthſchaft des Herrn G. Fauerbach— zu den zwei Linden— von heute an pachtweiſe über— nommen habe.— Indem ich nun hier öffentlich die Verſicherung gebe, daß es mein höchſtes Beſtreben ſeyn wird, mir in jeder Hinſicht die vollkommenſte Zufrieden heit aller deren zu erwerben, welche mich mit ihrem Zuſpruch beehren werden, bitte ich nur noch, das Vertrauen, welches mein Vorgänger in dieſem Ge— ſchäfte genoſſen hat, auf mich gütigſt zu übertragen; ich werde mir daſſelbe alsdann für die Dauer zu erhalten wiſſen. Niederwöllſtadt den 22. Februax 1838. Jacob Haas, Gaſtwirth. Bekanntmachung. (265) Da ich meine Färberei nicht mehr fortfüuͤhre, ſo fordere ich Alle, welche noch Waaren zum Faͤͤr⸗ ben bei mir haben, hiermit auf, dieſelben binnen 6 Wochen abzuholen, indem ich nicht länger dafür haften werde. Friedberg den 8. März 1838. Martin Groß Wittwe. 67 Eichſtämme, (281) in dem Nauheimer Hochwald liegend, ver kaufen die Unterzeichneten aus freier Hand. Nauheim. Fr. Böttner. Joh. Pauly. Familien⸗Wagen. (282) Ich berufe mich auf meine Annonce in Nro. 10 dieſes Blattes, und bemerke, daß wie ich dort angekündigt habe, nunmehr mein Familien wagen um die beſtimmte Zeit täglich von hier nach Frankfurt fährt und empfehle mich einem geehrten Publikum beſtens.— Karten werden taglich bei mir abgegeben. Friedberg den 14. März 1838. Heinrich Waas auf dem Hauck. An das reiſende Publikum. (383) Die Unterzeichneten haben ihre Anſtalt zur bequemen und wohlfeilen Fahrt der Reiſenden ver— mittelſt der Familienwagen zwiſchen Fried- berg und Frankfurt ſchon vor beinahe ſieben Jahren und zwiſchen Friedberg und Gießen vor zwei Jahren errichtet. So koſtſpielig es auch war, die erſten Einrichtungen zu treffen, und ſo viele Schwierigkeiten ſich einer täglichen und regelmäßigen Fahrt entgegenſetzten, ſo haben wir dadurch, daß wir nichts ſparten, und beharrlich alle Schwierig— keiten beſiegten, dem Publikum den Vortheil einer regelmäßigen und wohlfeilen Communication durch die Wetterau verſchafft. Es war uns nicht darum zu thun, vorher viel Worte zu machen, und hinten⸗ nach wenig zu leiſten, wir wollten vielmehr durch die That beweiſen, daß ſich das Publikum auf unſere Anſtalt verlaſſen könne. Vir glau⸗ ben auch hierdurch und durch gefalliges und zuvor⸗ kommendes Betragen gegen die Reiſenden die Ach⸗ tung und das Vertrauen deſſelben uns erworben zu haben. Hierauf geſtützt werden wir ferner alles thun, was in unſern Kräften ſteht, um unſere An— ſtalt zu erhalten und wo möglich immer mehr zu vervollkommnen. Regelmäßig werden dieſen Sommer wieder jeden Morgen um 5 Uhr zwei Familienwagen von hier nach Frankfurt, ein anderer um dieſelbe Zeit nach Gießen abgehen. Eben dieſe Wagen treten an dem—⸗ ſelben Tage von den wohlbekannten Gaſthäuſern Nachmittags 4 Uhr den Rückweg an. Indem wir hierauf das Publikum aufmerkſam machen, hoffen wir, daß es keinen Reiſenden gereuen wird, ſich der durch uns dargebotenen Gelegenheit zu bedienen. Das Publikum kann auf eine regelmäßige Fahrt und der Reiſende auf billige und gefällige Behand- lung von unſerer Seite ſicher rechnen. Friedberg. Becker. Heinrich Hanſtein Joh. Hanſteins Wwe. Horn. Mulch, Ulrich. (284) Daß dich das Maͤuschen beiß'. Guter Michel, nicht ſo böſe; Hab's auch nicht böſ' mit Dir gemeint. Was willſt Du doch mit dem Getöſe, Biſt doch und bleibſt mein beßter Freund. Du guter lieber Saamenkenner, a Haſt nicht zur Poeſie den Geiſt, Hansnimmermehr und Saam'liednenner, O geh, daß Dich das Mäuschen beißt. Ich ſchrieb,„ich hab' in dieſem Jahre, „Ganz auserleſen gut und fein, „Noch viele andre gute Waare.“ Sollte das wohl Saamen ſeyn? Du ſagſt, Freund Michel, Hans lernt nimmer, Was das Hänschen hat verſaumt. Ja, mancher Hans wird freilich dümmer; Bei Dir das Gegentheil ſich reimt. Als Hänschen konnt'ſt Du ſchuſteriren, Als Hans da ſchröpfſt Du aber ſchon; Als ältrer Hans kannſt Du lackiren Und ſtreichſt auch an, um guten Lohn. Drum iſt Dein Sprichwort aus der Mode Und wirkt nicht mehr auf unſern Geiſt. Jetzt ſingt man blos nach der Methode, Daß Dich das kleine Mäuschen beißt. Ich wünſch', daß man in dieſem Jahre Sich über deinen Saamen reißt, Den beßten Abgang Deiner Waare, Und auch, daß Dich ein Mäuschen beißt! Friedberg. E. Botſch. Zu vermiethen (285) iſt der oberſte Stock, mit oder ohne Mö⸗ ſteigerung abhehalte im Ganz Fries 2010 (202) 9 293 50 bis Rücken 40 kl. u. Friel (294) d. M., willigen in ſeiner Nied (295) leihen be Wick 296) icgebenſtt Falten mer, . Mo⸗ — bel, in Nr. 108 auf der breiten Straße und kann ſogleich bezogen werden. Eichene Waſchbütten (286) von jeder beliebigen Größe ſind zu ver⸗ kaufen bei Fr. Chr. Sieck, Küfermeiſter, Friedberg. vor dem ehemaligen Mainzerthore. Ein Logis im zweiten Stock (287) iſt zu vermiethen bei Ludwig Finzel auf dem Hauck. Geſchäfts-Anzeige. (288) Unterzeichneter macht die ergebenſte Anzeige, daß er ſein Geſchäft als Schuhmacher-Meiſter an⸗ gefangen. Allen meinen Gönnern; welche mir in be⸗ vorſtehendem Geſchäfte ihr Zutrauen ſchenken, werde ich bemüht ſryn auf das Pünktlichſte zu bedienen. Friedberg den 13. März 1838. J. P. Wolf, Schuhmachermeiſter, wohnhaft bei Herrn Bender in der Kirchgaſſe. Aechten hanauer Gelberübſaamen (289) hat zu verkaufen in der Burvorſtadt Frohberg. Bekanntmachung. (290) Eingetretener Verhinderungen wegen, wird die auf Donnerſtag den 22. l. M. anberaumte Ver⸗ ſteigerung meiner Farb⸗Geräthſchaften u. ſ. w. nicht abgehalten; jedoch werden ſämmtliche Gegenſtände im Ganzen oder getrennt aus der Hand verkauft. Friedberg den 14. März 1838. Martin Groß Wittwe. Früh ⸗Leinſaamen (291) verkauft Friedrich Müller in Friedberg. Ziegenfelle (292) werden gekauft von Zacharias Garde, breiten Straße. B. Goldbeck's Wittwe, Judengaſſe. Lieferung von Geſangbüchern. (293) Unterzeichneter liefert, in Parthien von 50 bis 100 Exemplare des Landesgeſangbuches, Rücken und Ecken mit Leder, das Exemplar zu 45 kr. und bittet um gütige Beſtellungen. Friedberg. Neuhof, Buchbinder. 600 Centner Heu (294) läßt Unterzeichneter Donnerſtag den 22. d. M., Vormittags 9 Uhr, einer öffentlichen frei⸗ willigen Verſteigerung, gegen gleich baare Zahlung, in ſeiner Wohnung ausſetzen. Niederwöllſtadt den 15. März 1838. Philipp Speck. 500 Gulden (295) liegen im hieſigen Kirchenkaſten zum Aus⸗ leihen bereit. Wickſtadt den 15. März 1838. Veith, Kirchenrechner. Saamen⸗ Empfehlung. (296) Auch dieſes Jahr verfehle ich nicht die ergebenſte Anzeige zu machen, daß ich mit allen Sorten Gartenſaamen verſehen bin, dieſelben nach dem frankfurter Lothpreisverzeichniß nach hieſigem Schwer⸗Gewicht verkaufe und einem jeden meiner werthen Abnehmer mit ächtem und friſchem Saa⸗ men verſichern kann. Friedberg, Carl Decher. 2 Morgen Ackerland, (297) bei meiner Ziegelhütte gelegen, bin ich geſonnen Montag den 17. d. M., Nachmittags 3 Uhr, an Ort und Stelle in kleinen Abtheilungen zu verpachten. Grünewald. Bei C Bindernagel iſt zu haben: Seidenſtücker, J. H. P., Elementarbuch zur Er⸗ lernung der franzoͤſiſchen Sprache. 1. Abtheilung. 9. Auflage. Hamm. Schulz. 1 Homan, Julius, das Streben nach Wiedererlangung des hierarchiſchen Abſolutismus in Verbindung mit den Handlungen des Erzbiſchofs von Köln. 8. Geheftet. Hanau. König. 18 kr. Früchte⸗Preiſe hier in Friedberg: Waizen: 9 fl. 20 kr. Korn: 8 fl.— kr. Gerſte: 6 fl. 40 kr. Hafer: 4 fl.— kr. Erbſen:— fl.— kr. Fruüchte⸗Preiſe zu Frankfurt, am 12. Maͤrz: Waizen: S fl. 30 kr. Korn: 6 fl. 56 kr.— Gerſte: 6 fl. 30 kr. Hafer: 3 fl. 15 kr. Erbſen:— fl.— kr. Fruchte⸗Preiſe zu Mainz, am 9. Marz: Walzen: 9 fl. Akr. Korn: 7 fl. 19 kr. Gerſte: 5 fl. 52 kr. Hafer: 3 fl 22 kr. Erbſen:— fl.— kr. Polizei-Taxe fuͤr die Staͤdte Friedberg und Butzbach vom 19. bis 25. März 1838. pfd Brod Preiſe. Friedberg Butzbach. kr. pf. kr of 1 Leib⸗Roggenbrod 34— 3— 2 77 17 6. 6— 4 7„ 12— 12— Loth. Loth. — Milchbrod 144% 14% —[Waſſerweck„ —[Gemiſchtes(Tafel-) Brod 6 116 Fleiſch-Preiſe. 2 14 pf. pf. 1 Ochſenfleiſch 5417/2 119 2 „Kühfleiſch 0 9 n 82 „ Rindfleiſch 882 81— „ Kalbfleiſch 573 2 „ Schweinenfleiſch 11 3 1193 „Hammellleiſch en 2 „ Wurſt von blos Schweinen 14— 144— „Bratwurſt 15— 15— „Schwartenmagen 16. 4 „Geräucherter Speck 22— 22— „Schinken 15— 15— „ Dörrfleiſch 160— 164— „ Schweinenſchmalz, ausgelaſſen 20— 214— 5 dito unausgelaſſen 20— 29 „Nierenfett 20— 20— „ Hammelsfett 1 16 Der gr. heſſ. Kreisrath d. K. F. Küchler. Den — 17 75 A 77 e 13. 13. 18. 20. 25. — 82— Im Februar 1838 wurden zu Friedberg FF Karl Ludwig Quandt, des weiland Schreinermeiſters Jakob Quandt zu Marienwerder ehelicher, Sohn, Bürger, Schreiner und Inſtrumentenmacher dahier, und Anna Katharina Beſt, des heſtgen Bürgers Simon Beſt eheliche Tochter. Friedrich Euler, Bürger und Schneidermeiſter dahier, des weiland Friedrich Euler, Bedienten zu Braunfels nachgelaſſener ehelich lediger Sohn, und Anng Katharina Ferch, des weiland hieſigen Bürgers Heinrich Dorotheus Ferch nachgelaſſene eheliche ledige Tochter. Herr Chriſtian Ludwig Karl Freſenjus, großh. heſſ. Hauptmann im 4. Jufanterieregiment dahier, ein Wittwer, und Fraͤul. Antoinette Johannette Marianne Henriette, des weiland königl. preußiſchen Majors, Herrn Georg Otto Alexander von Biſtram nachgel. eheliche ledige Tochter. Heinrich Heß, Bürger und Gärtner dahier, des hieſigen Bürgers und Gärtners Konrad Heß ehelicher lediger Sohn, und Marie Dorothea, des weiland hieſigen Bürgers und Fuhrmanns Joh. Georg Schad ehel. led. Tochter. Ludwig Finkernagel, Bürger und Schreiner dahier, des weiland Rentkammer⸗K Kameliſen Jakob Karl Finkernagel hierſelbſt nachgel. ehel. led. Sohn, und Maria Regina, des weiland hieſigen Bürgers und Zimmermeiſters Emmerich Füller nachgel. ehel. led. Tochter. Chriſtian Lind, Bürger und Schreinermeiſter zu Wiesbaden, des weiland dortigen Zimmer- meiſters Philipp Lind nachgel. ehel. led. Sohn, und Anna Katharina, des hieſigen Vir gers, Gaſtwirths und Weißbindermeiſters Ludwig Hieronimus ehel, led. Tochter. Herr Karl Chriſtian v. Runkel, großh. heſſ. Premierlieutenant im 4. Infanterieregiment daher des weiland hieſigen Rathes und Procurators Herrn Johann Georg von Runkel nachgel. ehel. led. Sohn, und Jungfrau Erneſtine Henriette Karoline Louiſe Chriſtophine Friedericke, des weiland Landgerichtsaſſeſſors zu Gießen, Hrn. Aug. Wilh. Gravelius nachgelaſſene ehel- led. Tochter. 2. Get ah f t. „Ein uneheliger Sohn, Friedrich Edmund, geb. den 30. Jannar. Dem hieſigen großh. Kreisrathe Herrn Friedrich Auguſt Küchler eine Tochter, Auguſte Caroline, geb, den 12. Januar. Dem hieſigen Bürger und Schuhmachermeiſter Johann Hartmann dude Lang eine Tochter, Juliane, geb. den 25. Januar. Dem hieſigen Bürger und Schneidermeiſter Karl Friedrich Schleuning einen Sohn, Friedrich geb. den 3. Februar. Dem dahier wohnenden Johann Göbel, Bürger zu Aſſenheim, eine Tochter, Chriſtine Eliſabethe, Dem hieſtgen großh. Kreisſekretariatsgehülfen Herrn Heinrich Fink eine Tochter, Marie Juſtine, geb. den 2. ieh Ein unehel. Sohn, Johann Peter, geb. den 8. Februar. Dem hieſigen Bürger und Schornſteinfeger Johann Ferdinand Frick eine Tochter, Johannette Margaretha Philippine, geb. den 6. Februar. Dem hieſigen Bürger und Schreinermeiſter Paul Jeſeph Falck einen Sohn, Friedrich Karl, geb. den 9. Februar. Dem hieſigen Kreisboten Philipp Rudolph einen Sohn, Gerhard, geb. den 5. Februar, 5. Dem hieſigen Bürger und Wagenmeiſter Johann Heinrich Hanſtein eine Tochter, Margarethe Suſanne Regine, geb den 13. Februar. Aan e e r dig. Johannes 7 des weiland hieſigen Feldſchützen Auguſt Mengel hinterbliebener ehel. led. Sohn, alt 20 J., 8 M., 20 T. Heinrich eim des hieſigen Bürgers und Leinwebermeiſters Martin Grimm ehel. Söhnchen, alt 10 Wochen, 2 Tage. Herr Georg Fockelmann, ledig, alt 91 J., 8 M. Ein uneheliger Sohn, alt 18 Tage. Anna Maria Wagner, des weiland hiesigen Burgſoldaten Johannes Wagner nachgel. ehel. Tochter, alt 68 J., 4 M., 28 Herr Golifries Valentin Cunz, Handelsmann aus Hungen, alt ungefähr 56 Jahre. Im Monat Januar wurde ee mit aufzufuͤhren: Beerdigt. Der hieſige Bürger und Kürſchnermeiſter Dominicus Pendling, alt 69 Jahr, 1 Monat und 6 Tage, 5 den 10. Januar. Gedruckt und verlegt unter Verantwortlichkeit von Carl Bindernagel in Friedberg. 1 1 * N 1 1 9 75 J e Hammel! ech Stu * Mridaden ob, wel 94 des zu st 1 uerſchri J. In al. 1) Went 932 Hur vo II. In ei 1) Wen habe,! N zweimg 5 geſtellt un ſathei len.