es hieſigen Herrn Dr. 5, geboren „ geb. den n, geb. den Natgaretha, d. 31. Okt. nachgelaſſene 1 11. Nov. ch Chriſtian Monate und — 6 1 0 im Allgemeinen, den Kreis Friedberg und die e Bezirke im Beſonderen. —— M 50. Vereine für b erde Sträflinge. Zu Bremen hat ſich im Jahr 1837 ein Ver⸗ ein für entlaſſene Gefangene gebildet, und ſoll ſeit der Zeit mit Segen wirken. Das erinnert den Einſender dieſer Zeilen daran, daß vor etwa neun oder zehn Jahren zu einem ähnlichen Vereine in Friedberg aufgefordert wurde, und wenn er auch nicht zur Ausfuhrung kam, ſo war doch Man⸗ ches dazu vorgearbeitet. Die Sache iſt zu wichtig, als daß ſie nicht auch bei einem größeren Publikum ſollte zur Sprache gebracht werden. Wir wollen darum unſern Leſern kürzlich mittheilen, wie wir hauptſächlich die Sache betrachten. Wir ſehen in unſern Gefängniſſen, Zucht⸗ und Arbeitshäuſern eine Menge von Menſchen, die ent⸗ weder durch böſes Beiſpiel oder durch verkehrte Er⸗ ziehung, oder durch Rohheit und Wildheit, oder durch die Macht der Leidenſchaften immer tiefer ſanken, endlich durch Verbrechen die menſchliche Ge⸗ ſellſchaft ſo gefährdeten und beleidigten, daß der Staat zu ihrer Züchtigung ſo wie zur Beruhigung der Staatsbürger ihnen die Freiheit nehmen mußte. Die Gefängniſſe waren aber früher der Art einge⸗ 1 8 daß leichte und ſchwere Verbrecher, jüngere ältere Perſonen, Familien⸗Väter und Unver⸗ heirathete, verſtockte Sünder und reuige Menſchen ſich beiſammen fanden. Eine natürliche Folge davon war, daß der Jüngere oft während ſeiner Büßung Verbrechen kennen lernte, von denen er vorher nichts gewußt, Andere, in denen noch ein Funke des Beſ⸗ ſeren war, den Reſt der Ehre, der Schaam in Sonnabend, den 1 15. Dezember ————— 1838. r ſchlechter Geſellſchaft verloren. Kamen ſie endlich aus ihrer Haft, ſo wurden ſie, was ſie vorher nicht waren, vollendete Böſewichter. Kurz, die Gefäng⸗ niſſe erreichten größtentheils ihren Hauptzweck, Beſ⸗ ſerung, nicht nur nicht, ſondern trugen zur Ver⸗ ſchlechterung weſentlich bei. Dank den Bemühungen derer, welchen derartige Anſtalten anvertraut ſind; es hat ſich in neueren Zeiten Manches hierin zum Beſſeren geſtaltet, und was noch nicht ganz geändert iſt, wird nach und nach geändert werden. Aber Eins geht uns noch ab; es iſt eine Zwangs ⸗ Arbeits- Anſtalt, in welcher der Vagabund, der unverbeſſerliche Trage mit Gewalt zur Ordnung, zum Fleiße angehalten wird. Damit möchte aber auch eine andere Anſtalt zu verbinden ſeyn, in welcher derjenige, welcher aus den Gefäng⸗ niſſen getreten iſt, Gelegenheit findet, ſich und die Seinigen redlich zu naͤhren, bis er außerhalb bei der menſchlichen Geſellſchaft wieder ſo viel Ver⸗ trauen erworben hat, daß er ein nützlicher Staats⸗ bürger wird. Wenn wir nicht ganz uns täuſchen, ſo iſt auch die Errichtung Eines oder mehrerer ſolcher Zwangs ⸗Arbeits⸗Anſtalten in dem Großherzogthum Heſſen nicht mehr ferne, und wir werden die Stunde ſegnen, da ſie zu Stande kommen. So weit iſt es Sache des Staates. Dem fuͤh⸗ lenden Menſcheufreunde bleibt aber noch Manches zu wünſchen übrig, was außerhalb der Gränzen jenes liegt. Der Menſchenfreund erkennt in dem Menſchen auch dann noch ſeinen Bruder, wenn er „ 8 ſich durch Verbrechen an der menſchlichen Geſellſchaft verſündigt hat. Und wenn dieſer auch noch ſo tief geſunken iſt, ſo darf jener ſeine Hand nicht ganz zu⸗ rückziehen, die Hoffnung zu ſeiner Rettung nicht aufge⸗ ben. Es iſt im Gegentheil ihm heilige Pflicht, des phyſiſchen nicht nur ſondern auch des moraliſchen Wohles des Unglücklichen ſich zu erbarmen. Des phyſiſchen; denn der in den Gefängniſſen ſich Befin⸗ dende kann Familien⸗Vater, kann Ernährer ſeiner Eltern oder Geſchwiſter ſeyn, und ſo lange er der Freiheit beraubt iſt, müſſen dieſe darben. Er kommt endlich aus dem Gefändniſſe zuruͤck; er möchte gerne wieder arbeiten, aber er hat das Vertrauen verlo⸗ renz die Umſtände haben ſich geändert, und er hat keine Gelegenheit mehr, ſich und die Seinigen zu nähren, und er ſieht ſich nun in einem verzweiflungs⸗ vollen Zuſtande. In dieſen Verhältniſſen gibt es ein weites Feld der Wirkſamkeit für den thätigen Menſchenfreund. Das moraliſche Wohl ſeines ge⸗ fallenen Mitbruders liegt ihm noch mehr am Herzen, als das phyſiſche. Er möchte auch gerne wiſſen, ob der in gefänglicher Haft Lebende Gelegenheit hat, auf ſeine Vergehungen aufmerkſam gemacht, auf die Bahn der Tugend zurückgeführt, vor allen Dingen von ſchlechter Geſellſchaft entfernt und endlich mit den Tröſtungen der Religion bekannt gemacht zu werden. Er wünſcht, daß jenem beim Austritte aus dem Gefängniſſe recht liebevoll zu Gewiſſen geredet, das Verſprechen abgenommen werde, in Wort und That ſich als frommer, biederer, redli⸗ cher Menſch zu zeigen, daß er einen Mann in ſei⸗ ner Nähe habe, der ihn ſcharf beobachtet, ermuntert zum Guten, warnt, wo er etwa ſtrauchelt— bis er wieder feſter ſteht. Das alles kann nicht der Einzelne, vermag nur ein Verein kräftiger, für das Wohl der Menſchheit begeiſterter Menſchen. Ein ſolcher Ver⸗ ein bedarf einiger pecuniärer Mittel; ſie ſind aber nicht gerade Hauptſache. Er bedarf aber zunächſt der Beſtätigung von Seiten der höchſten Staatsbe⸗ hörde. Er muß in Verbindung mit den Vorſtehern und Geiſtlichen der verſchiedenen Strafanſtalten tre⸗ ten; oder noch beſſer wäre es, wenn dieſe ſelbſt Mitglieder des Vereins würden. Schon dort, in den Anſtalten muß der Verein die Menſchen kennen lernen und über ihre kuͤnftigen Verhältniſſe ſich berathen. Vor allen Dingen muß er Sorge tragen, davon in Kenntniß geſetzt wird, damit er in dieſer Hinſicht ſich beruhigt. Der Verein muß ſich in Verbindung ſetzen mit den Geiſtlichen, Bürgermei⸗ ſtern oder andern zuverläſſigen Männern des Ortes, wohin der Züchtling nach der Strafzeit ſich begibt. Es muß Sorge getragen werden, daß derſelbe nicht nur mit einer kleinen Unterſtützung verſehen wird, ſondern auch Gelegenheit erhält, wieder zu Ver⸗ dienſten zu kommen, daß er ſich das Vertrauen ſei⸗ ner Mitbürger wieder erwirbt und deſſelben wür⸗ dig ſich beträgt. 6— So ungefähr hat der Verein, welcher in Bre⸗ men entſtanden iſt, ſich ſeine Aufgabe geſtellt. Ein ähnlicher Verein unter dem Namen„Rheiniſch⸗ weſtphäliſche Gefüngniß⸗Geſellſchlaft“ wurde ſchon vor zwölf Jahren zu Düſſeldorf gegrün⸗ det,(wenn wir nicht irren durch die Bemühungen des thätigen Pfarrer Fliedner zu Kaiſerswerth,) und erhielt in kurzer Zeit eine ſo bedeutende Menge von rüſtigen Mitgliedern, daß er ſehr viel Gutes zu leiſten im Stande war. Schreiber dieſes hat die Grundgeſetze deſſelben, ſowie mehrere ſeiner Jahresberichte in Händen, und iſt bereit, ſie Demje⸗ nigen zukommen zu laſſen, der ſich dafür beſonders intereſſirt. Er wünſcht aber, daß ſich ein ſolcher Verein in dem Großherzogthume Heſſen auch bilden möchte. An Männern fehlts uns ja nicht, welchen das Wohl und Weh ihrer Brüder am Herzen liegt, wel⸗ chen die Sache der Menſchheit heilige Sache iſt. Wir glauben darum nicht umſonſt geſprochen zu haben, ſondern hoffen, daß es nur dieſer anregenden Worte bedurfte, um ſolche Männer zu einem Vereine zu vermögen. Es bedarf nur eines Anfanges von Seiten derjenigen, welche ſo recht warm für dieſe Sache ſind, eines Aufrufes, eines erſten Zuſammen⸗ tretens, um eine Commiſſion zu ernennen, welche die Geſetze zu entwerfen hat, die der Geſellſchaft zur Prüfung vorgelegt werden müſſen. Der Verein muß dann vor allen Dingen ſuchen, die allerhöchſte Beſtätigung zu erhalten Der oben erwähnte rhei⸗ niſch⸗ weſthpäliſche erhielt nicht nur dieſe, ſondern auch Porto⸗Freiheit u. dgl. mehr ohne Schwierig⸗ keit, weil man ſich von den wohlthätigen Folgen 1 deſſelben leicht bald uͤberzeugt haben mochte. 1 2 5 1 999 8 ö de die Hinterbliebenen nicht untergehen, ſondern* Theilnahme finden, daß der Züchtling aber auch 1 ſo wähten Aufſch e Unterricht Taubſtumt ſer Zeit d gell, Al Behardlur So w das befol Etziehung ſten Kind Taubſtum ter in Ki lich dazu ihrem Aus Da d chen sech! gezeigt ha ) Dat von Frau zogin deſſen Carl Städ furt, Homt Nidda hause, 1. fe alein 195 fler, Venüßungen dierswerth) uerde Menge r viel Gutes er dieſes hat chrere ſeiner , ſie Demje⸗ ar Heſonders olcher erein dilden möchte. welchen das en liegt, wel⸗ ze Sache iſt. gesprochen zu er anregenden einem Vereine Anfanges von arm für dieſe en Zuſammen⸗ nnen, welche t Geſellſchaft Der Verein die allerhöchſte erwähnte rhei⸗ dieſe, ſondern ne Schwierig⸗ tigen Folgen nochte. 5 Die ins Leben getretene Unterſtuͤtzungskaſſe für ſchon konfirmirte Taubſtumme betreffend. Das Reſultat der bis jetzt eingegangenen Bei⸗ träge zur Begründung einer Unterſtützungskaſſe für die bürgerliche Ausbildung armer ſchon konfirmirter Taubſtummen durch die Veröffentlichung der von Herrn Profeſſor und Stadtpfarrer Sell bei der Konfirmation dreier Taubſtummen gehaltenen Predigt iſt ſehr erfreulich; denn vierhundert ein und ſechzig Gulden liegen bereits in unſerm Mathildenſtifte auf Intereſſen. Dieſe edle Theilnahme an jenen un⸗ glücklichen Landeskindern, dieſes liebevolle Beiſteu⸗ ern zu einem ſo wohlthätigen Zwecke wurde beſon⸗ ders auch dadurch erhöht, daß dazu Seine Königliche Hoheit der Großherzog unſer gnädigſter Herr aus Höchſtihrer Kabinetskaſſe 110 fl. gnädigſt zu bewilli⸗ gen geruhten.“) Gottes Lohn und Segen Ihm, dem allverehrte⸗ ſten Landesvater und allen Denen, die zur Grund⸗ legung eines Fonds zu einer ſo ſegensreichen Unter⸗ ſtützung ihr Scherflein in dieſen Gotteskaſten legten! Wenn der Taubſtumme ſo weit durch Unterricht herangebildet iſt, daß er eine Profeſſion lernen kann, ſo hat Unterzeichneter noch beſonders den lebhaften Wunſch, daß er dieſelbe in Friedberg erlerne, und ſo während der Lehrzeit unter ſeiner Leitung und Aufſicht bleibe, und täglich noch eine Stunde den Unterricht beſuche, auch bei der Sonntagsſchule der Taubſtummen gegenwärtig ſey; da gerade in die⸗ ſer Zeit die meiſten Verführungen einzutreten pfle⸗ gen, und die Meiſter ſelbſt zu unbekannt in der Behandlungsart ſolcher Lehrlinge ſind. So wäre denn, wenn von Seiten der Eltern das befolgt wird, was ihnen zur zweckmäßigen Erziehung ihrer taubſtummen Kinder von ihrer zarte⸗ ſten Kindheit an bis zu ihrem Eintritte in das Taubſtummen⸗Inſtitut geſagt wurde, und die Leh⸗ ter in Kirchen und Schulen auch das Ihrige red⸗ lich dazu beitragen, für unſere Taubſtummen bis zu ihrem Austritt in die Fremde deßtens geſorgt.“ Da die edle Theilnahme an dieſen Unglückli⸗ chen ſich bis jetzt ſchon ſo thätig in unſerm Staate gezeigt hat, ſo wird und kann es nicht fehlen, daß ) Das Unternehmen hatte ſich noch Beiträge zu erfreuen von Sr. Hoheit dem Erbgroßherzoge und höchſtdeſſen Frau Gemahlin Ihrer königl. Hoheit der Erbgroßher⸗ zogin(21 fl.), Sr. Hoheit dem Prinzen Carl und höchſt⸗ deſſen Frau Gemahlin Ihrer königl. Hoheit der Prinzeſſin Carl(14 fl.).— Außerdem trugen Uuter andern bei die Städte Alsfeld, Alzey, Battenberg, Büdingen, Frank⸗ furt, Gießen(32 fl. 44 kr.), Großgerau, Grünberg, Homburg(17 fl.), Lauterbach, Mainz(is fl. 54 kr.), Nidda, Offenbach(10 fl.), Ortenberg, Romrod, Salz⸗ hauſen, Schlitz, Seligenſtadt, Worms(5. fl. 33 kr.) u. ſ. w. u. ſ. w.— Aus dem Kreiſe Friedberg ſind allein 210 fl. eingegangen, wozu Butzbach 12 fl. 36 kr. 11 63 fl. 24 kr. und Vilbel 12 fl. 45 kr. bei⸗ uerte. f 4 dieſelbe fortdaure, und auch künftig noch bei frohen amilien⸗Ereigniſſen, bei Taufen, Hochzeiten und fiohlichen Zuſammenkünften, oder durch andere Veran⸗ ſtaltungen, als: Concerte und fromme Stiftungen dieſer Unterſtützungskaſſe in chriſtlicher Liebe thätig gedacht werde. Jede kleine Gabe wird von dem Unterzeichneten mit Dank angenommen werden. „Was ihr gethan habt dem geringſten meiner Brüder,— der Taubſtumme iſt dieß gewiß— das habt ihr mir gethan!“ Friedberg den 19. November 1838. Roller, großh. Direktor des Taubſtummen⸗Inſtituts⸗ Bekanntmachungen von Behörden. NN Gläubiger ⸗ Aufforderung. (1312) Johann Georg Jung von Nieder⸗ weiſel beabſichtigt nach Niederkleen Kreiſes Wetzlar üͤberzuziehen. Rechtsanſprüche an denſelben ſind bin⸗ nen drei Monaten bei großh. Landgerichte dahier anzumelden, gegenfalls die Entlaſſungsurkunde er⸗ theilt werden wird. Friedberg den 15. November 1838. 5 Der großherzoglich heſſiſche Kreisrath des Kreiſes Friedberg. In Verhinderung: Dr. Cameſasca. Bekanntmachung. (1313) Freitag den 28. l. M., Morgens 10 Uhr, ſollen in Wen Rathhauſe die Immobilien der Schuhmacher eorg Bopp'ſchen Eheleute, beſtehend in einer Hofraithe, daran ein Stall und Grund an Konrad Schlechtweg gelegen, nebſt 13 Ruthen Garten in der 18. Gewann auf dem Hauck an Guſtav Gerlach, einer öffentlichen meiſtbieten⸗ den Verſteigerung, mit dem Bemerken, daß auf Antrag des Gläubigers der Zuſchlag unwiederruflich erfolgen wird, ausgeſetzt werden. f Friedberg den 6. December 1838. In Auftrag großh. heſſ. Landgerichts? Der Beigeordnete Bender. Verſteiger un g. 1327) Zum öffentlichen Verkaufe der zur Joh Muth'ſchen Concursmaſſe gehörigen Hausgeräth⸗ ſchaften, beſtehend in Stühlen, Bänken, Schränken, Tiſchen, Bettſtellen, einem Ladentiſch mit den zu einer Laden⸗Einrichtung erforderlichen Kaſten, einem noch ganz brauchbaren Oelkaſten von Blech mit den dazu gehörigen Gefäßen, einigen Waagen von Meſ⸗ ſing, ferner einem Heerde von Gußeiſen, einem Com⸗ paß u. dgl. m, iſt Termin auf Dienſtag den 18. l. M., Vormittags 10 Uhr, nach Nauheim anbeſtimmt worden. Dorheim den 6. Dezember 1838. * Kurfuͤrſtl. Juſtizamt, Halberſtadt. —. ⏑—⏑—˖⏑—˙ÜEʃe ———K—K—P—K—K—rr— — 360— Februar k. J., Morgens 9 Uhr, anbeſtimmt worden Bekanntmachung. (1328) Donnerſtag den 27. d. M., Vormittags um 10 Uhr, ſoll in hieſigem Rathhaus nachſtehende Lieferung und Leiſtungen für das Jahr 1839 öffent⸗ lich wenigſtnehmend verſteigert werden, als: 1) die Lieferung von ohngefähr 330 Maas Oel und 18 Pf. Lichtern zur Straßenbeleuchtung, 20 das Reinigen der Straßen, 3) die Armenfuhren, 4) die Fuhren in der Stadt. Friedberg den 10. December 1838. Der Bürgermeiſter D. Fritz. Immobilien- Verſteigerung. (1329) Folge Verfügung großh. Landgerichts ſollen Montag den 17. d. M., Morgens 10 Uhr, in hieſigem Rathhauſe die zum Nachlaß der Regina Göring gehörende Immobilien beſtehend in P. Nr. 50%, ein halbes Wohnhaus mit Grund und Schop⸗ pen, woran ein Schweinſtall iſt, an Philipp Niko⸗ lai und Heinrich Stemmler gelegen, ſodann 38 Ruthen Ackerland in Fauerbacher Gemarkung auf dem Krämer an Nikolaus Windecker gelegen, zehnt⸗ frei, nochmals öffentlich meiſtbietend verſteigert werden. Friedberg den 10. December 1838. N Der Beigeordnete Bender. Güter ⸗Verſteigerung. (1330) Auf freiwilligen Antrag der Frau Wil⸗ delm Hermanns Wittwe ſollen Freitag den 28. l. M., Vormittags 10% Uhr, in hieſigem Rathhauſe die derſelben gehörende, in den Gemarkungen Fried⸗ berg, Fauerbach und Ockſtadt liegende Grundſtücke einer offentlichen meiſtbietenden Verſteigerung aus⸗ geſetzt werden. Gemarkung Friedberg. 1) 113 Ruthen, am alten Mainzerthor, in der 17. Gewann, an Ludwig Hieronimus, 2) 199 Ruth. im Großwartfeld an Johannes Klein in Ockſtadt, 7 30 555 Ruth. im Großgalgenfeld an Kollektor Gerts rben, ae 0 216 Ruth. im Kleingalgenfeld an Fried. Reuß. Gemarkung Ockſtadt. 0 5) 82 Ruth. im Leimenkautfeld, befurgt gegen die friedberger Warte und das friedberger Feld an Margaretha Allediſt und Rudolph Dienſt 2tr. Gemarkung Fauerbach. 6) 39½¼ Nuth. auf dem Krämer an Caspar Bauer in Friedberg, 7) 41 Ruth. daſelbſt an Engelh. Bechſtein dahier. Friedberg den 13. December 1838. Der Beigeordnete Bender. Edietal ladung. (1331) Nachdem über das Vermögen des Schnei⸗ ders, Wirths und Krämers Johannes Muth zu Nauheim der förmliche Concurs erkannt und Ter⸗ min zur Hauptliquidation ſämmtlicher Forderungen, ſowohl der bekannten als unbekannten, auf den 6. iſt, ſo haben alsdann die Gläubiger des Muth ihre Anſprüche, unter Vorlegung der deßfallſigen Beweis⸗ urkunden, bei Strafe der Ausſchließung von der Maſſe, anzugeben und zu begründen. 8 Dorheim den 6. December 1838. 5 5 Kurfuͤrſtl. Juſtizamt Halberſtadt. Bekanntmachung. 5 (1332) Samſtag den 29. December d. J., Vor⸗ mittags 10 Uhr, ſoll der für die Kommunalwal⸗ dungen des Kreiſes Friedberg für 1839 erforderlich Holzſaamen als 5 Pfund Ahorn, 5 7 Eſchen* 1375„ Birken, 97„ Lerchen, 420„ Fichtenſaamen und 4934„ Kiefernſaamen auf dem Büreau des Unterzeichneten öffentlich an den Wenigſtnehmenden vergeben werden. Steiglieb⸗ haber werden eingeladen. Friedberg den 1. December 1838. g Der großh. heſſ. Kreisrath des Kreiſes Feiedberg Küchler. Korn ⸗Verſteigerung. (1333) Montag den 17. d. M., Morgens um 9 Uhr, ſollen in hieſigem Rathhaus fünfzig Achtel Korn aus der dießjährigen Aernte an die Meiſtbie⸗ tenden öffentlich verſteigert werden. 5 Friedberg den 13. December 1838. N In Auftrag der Armenkomiſſion: Der Beigeordnete Bender. Schubfuhren⸗Verſteigerung. (1334) Montag den 17. d. M., Morgens 10% Uhr, ſollen in hieſigem Rathhaus die Schubfuhren im Kreiſe Friedberg von Station zu Station für das Jahr 1839 öffentlich an den Wenigſtnehmenden verſteigert werden. i Friedberg den 10. December 1838. In Auftrag großh. heſf. Kreisraths: Der Beigeordnete Bender. Bekanntmachung. (1335) Donnerſtag den 27. d. M., Vormittags um 9 Uhr, ſollen in hieſigem Rathhaus die Ein⸗ künfte von der Staadtwage und die Einkünfte des Standgeldes von Wochen⸗ und Jahrmärkten öffent⸗ lich meiſtbietend verſteigert werden. Friedberg den 10. December 1838. Der Bürgermeiſter D. Fritz. Bekanntmachung. (1336) Freitag den 28. d. M., Vormittags 10 Uhr, ſollen in hieſigem Gemeindewald, Diſtrikt Bau⸗ wald, 72 Stück gefällte Eichbäume, welche circa 4700 C. F. halten und zu Schiffbau und andern Bau⸗ und Werkholz ſich eignen, öffentlich meiſtbietend, unter den vor der Verſteigerung bekannt gemacht (1337) kannten mit ein he in der Fe bewahren, Lebe gede Friedb (4338) Erde auf! gleich zu! (.439) Fia.ſeer, ſoy f räthig und 1 Friedb 1340) und fann Friedb 11 Einen ne (4340) feutlich an Steiglieb⸗ Kreisrath wedberg er. ngen un ufig Achtel ie Meiſtbie⸗ emission: Bender. ig. Agens 10¼ Schubfuhren Smution für ſtuchmenden Kreisraths: endet. Vormittags ius die Ein⸗ Finkünfte des ürkten öfen 3 D. Fritz. 9 ermittags 10 Dißtlt Bau- welche cite andern Vau⸗ meiſtbietend, unt gemacht — 361— werdenden Bedingungen verkauft werden, wozu man Kaufliebhaber einladet. Nauheim den 12. December 1838. Der kurheſſiſche Bürgermeiſter Hartmann. Privat- Bekanntmachungen. Dienſtgeſuch. (1296) Eine brave Magd, welche bürgerlich kochen und Hausarbeit thun kann, wird auf Petri⸗ tag in Dienſt geſucht. Verſtei gerung. (1321) Dienſtag den 18. Dez. l. J., Morgens 9 Uhr, will Fried. Hörle in Aſſenheim wegen Aufhebung ſeines Oeconomie-Geſchäfts nachfolgende Gegenſtände gegen gleich baare Zahlung verſteigern laſſen: 10 3 Pferde, 2 braune, welche im Frühjahr 8 Jahr alt werden, und 1 Fuchs, der im Frühjahr 6 Jahr alt wird. 2) 1 Faſſelochs, Schwytzer-Race, 1 Jahr alt. 3) 5 Kühe, 2 davon Schwytzer-Race. 4) 2 Kalbinnen, Schwytzer-Race. 5) 3 trächtige Mutterſchweine. 6) 13 Springer. 7) 2 vollſtändige Wagen, wovon einer mit eiſernen Achſen und noch ganz neu iſt. 8) 2 Kartoffelkaſten, 1 kleiner und 1 großer. 9) 1 vollſtändiges Brandweingeſchirr, welches gut im Stande iſt, der eine Keſſel hält 2 Ohm 8 Maaß, der kleine 1 Ohm 10 Maaß. g Lebe wohl! (1337) Allen meinen guten Freunden und Be⸗ kannten Friedbergs und der Gegend ſage ich hier— mit ein herzliches Lebewohl, mit der Bitte, mir auch in der Ferne ihre mir ſo theuere Freundſchaft zu bewahren, ſowie ich ihrer ſtets mit der wärmſten Liebe gedenken werde. Friedberg. Markel, Cantor. Ein möblirtes Zimmer, (1238) auf Verlangen mit Nebenzimmer gleicher Erde auf der breiten Straße, iſt zu vermiethen und gleich zu beziehen. Ausgeber d. Bl. ſagt bei wem. Eine Parthi e (1339) neue löhmige, //, ½ und„öhmige Faäſſer, ſowie mehrere neue eichene Bütten ſind vor⸗ räthig und werden zu billigen Preiſen abgegeben bei Friedberg. Friedrich Chr. Sieck vor dem ehemaligen Mainzerthor. Zu vermiethen (1340) iſt der zweite Stock in meinem Hauſe und kann Anfangs März bezogen werden. Friedberg den 12. Dezember 1838. Wilhelm Baumann. Einen neuen vollſtändigen einſpännigen (1341) Wagen hat zu verkaufen in Petterweil Wilh. Becker. Bekanntmachung. (1342) Montag den 10. Dezember l. J. wurde auf dem Weg von Frankfurt nach Okarben, zwi⸗ ſchen dem dortelweiler Chauſſeehaus und Kloppen⸗ heim, ein Jährlingshammel gefunden. Der Eigen— thümer kann denſelben gegen die Inſeratgebühren in Empfang nehmen. Okarben den 12. Dezember 1838. Wilhelm Philipp. Zur Erinnerung. (1343) Der Unterzeichnete bringt hiermit zur Erinne— rung und öffentlichen Kenntniß, daß der in dem Inſe⸗ rate Nr. 41 Ziffer(1145) dieſes Blattes angezeigte geo⸗ metriſche Unterricht, welcher bisher, theils wegen eig⸗ nen noch vorwinterlich zu beſorgenden Geſchäften, theils aus andern Urſachen verſchoben worden war, Mittwoch den 2. Jan. 1839 ſeinen Anfang nehmen und bis gegen Oſtern fortgeſetzt werden wird.— Diejenigen jungen Leute, welche daher an dieſem Unterricht Theil zu neh⸗ men wünſchen, wollen mich daher bis dahin hiervon in Kenntniß ſetzen, damit mit allen gleiche Fortſchritte gemacht werden können.— Auch bin ich bereit, ſolche junge Leute, denen der öfters wiederholte Weg hierher nach Friedberg zu weit und beſchwer— lich iſt, ſtändig in Unterricht zu nehmen, und hoffe dieſelben, wenn nicht gerade ganz grobe Hinderniſſe im Wege ſeyn ſollten,— hoͤchſtens in zwei Mona⸗ ten— ſo weit zu bringen, daß ſie das Examen eines Geometers III. Klaſſe zu beſtehen im Stande ſeyn werden. Da die mathematiſchen Wiſſenſchaften und ihre vielſeitigen und nützlichen Anwendungen für das bürgerliche und praktiſche Leben heut zu Tage zur Modewiſſenſchaft geworden ſind, und nicht leicht jemand einem Geſchäfte gehörig vorzuſtehen oder ſich in die bürgerlichen und gewerblichen Verhält— niſſe leicht zu finden wiſſen wird, der nicht wenig⸗ ſtens einige mathematiſche Kenntniſſe beſitze— und ſollte es auch nur zur leichteren Beurtheilung, Be⸗ rechnung und Schätzung der von Bauprofeſſioniſten gelieferten Arbeiten ſeyn, ſo glaube ich auch, außer denjenigen, welche ſich etwa auf das Examen eines Geometers vorbereiten wollen, von ſolchen jungen Leuten Zuſpruch zu erhalten, welche aus dieſem Unterricht bloß auf ihr Privat- und Geſchäftsleben Bezug habenden Nutzen ziehen wollen. Namentlich möchte es für junge Oekonomen ſehr nuͤtzlich ſeyn. Um übrigens denjenigen Eltern und jungen Leuten, welche mich nicht näher kennen, einige Zuverſicht zu geben, daß ich auch denen in dieſem und frü— heren Inſeraten gemachten Anerbietungen zu ent—⸗ ſprechen vermögend ſeyn möchte, ſo erlaube ich mir außer dem in dem eben angeführten Inſerate ge— gedruckten Zeugniß der vorjährigen Eleven noch ein Zeugniß meines früheren Lehrers des Hrn. Dr. Briel hier beizuſetzen: — 362— „Heinrich Koch, 8 tbach benen gr. Conrektors Koch, welcher ſeit einiger Zeit Unterricht in den mathematiſchen Wiſſenſchaften von dem Unterzeichneten erhielt, hat nicht nur ein vor⸗ zügliches Talent beurkundet, welches bei ſorgfältiger Ausbildung zu nicht gewöhnlichen Hoffnungen be⸗ rechtigt, ſondern ſich auch als einen geſitteten jungen Mann bezeigt, der hinſichtlich ſeines Fleißes und raſtloſen Strebens die beßte Empfehlung verdient. Friedberg den 29. Auguſt 1828. Dr. Briel, Lehrer der Mathematik und Phyſik am Schullehrer⸗Seminar zu Friedberg. Ich glaube daher wohl nicht befürchten zu dürfen, daß irgend einer der jungen Leute das geringe Honorar umſonſt a oder in ſeinen Erwar⸗ och. Nach dem Wunſche des Herrn Kreisgeometers Koch nehme ich keinen Anſtand, auf den Grund der durch das Staatsexamen bewährten theoretiſchen Kenntniſſe deſſelben, das vorerwähnte Unternehmen zu empfehlen. Friedberg den 6. Dezember 1838. f Der großherzoglich heſſiſche Kreisrath des Kreiſes Friedberg. Küchler. Verloren. (1323) Am 11. d. M. wurde von dem Hauck bis auf die breite Straße auf den Markt eine Rolle mit 10 fl. verloren. Der redliche Finder wird ge⸗ beten ſolche gegen eine angemeſſene Belohnung an die Red. d. Bl. abzugeben. Ein zweiſpänniger Wagen, (1324) in gutem Zuſtande, iſt aus freier Hand zu verkaufen in Dordeim bei Georg Eißner. Sr———— Meinen Vorrath von Gebetbüuchern, Prachtbibeln, Taſchenbüchern, Kinderſchriften, mit und ohne Kupfer, Stahlſtiche u. ſ. w., f welche ſich alle beſonders zu Weihnachts- und Neujahrsgeſch enken eignen, bringe ich in ge⸗ neigte Erinnerung und ſehe gefaͤlligen Auftraͤgen entgegen. Friedberg. C. Binder nagel. Sohn des zu Butzbach verſtor⸗ (1207)„Hier stehe ich, ich kann nicht anders; „Gott helfe mir! Amen.“ Nach dem Bilde Cra nacb's, im Stahlstich von Fr. Müller. Gross Folio. Subseriptionspreis: 3 Fl. 36 Kr. Herausgegeben vom Diess bewundernswürdige Blatt ist ausgestellt und Subscription wird angenommen in der Buchhandlung von Carl Bindernagel in Friedberg.. f Fruchte⸗Preiſe hier in Friedberg: Waizen: 12 fl. kr. Korn: 7 fl. 45 kr: Gerſte: 5 fl. 30 kr. Hafer: fl. kr. Erbſen:— fl.— kr. Früchte⸗Preiſe zu Butzbach: Waizen: 10 fl. 30 kr.— Korn: 7 fl 30 kr Fruͤchte⸗Preiſe zu Frankfurt, am 10. Dez.: Waizen: 12 fl.— kr. Korn: 7 fl. 50 kr.— Gerſte: 6 fl.— kr. Hafer: 3 fl. 10 kr. Erbſen:— fl. kx. Fruͤchte⸗Preiſe zu Mainz, am 7. Deze: Waizen: 13 fl. 25 kr. Korn: 8 fl. 34 kr. Gerſte: Hafer: 3 fl 14 kr. Erbſen:— fl.— kr. Polizei⸗Taxe fuͤr die Staͤdte Friedberg und Butzbach vom 16. bis 23. Dez. 1838. Friedberg Butzbach. kr. pf kr. pf. pf Brod Preiſe. Leib⸗Roggenbrod 7 1 71 Milchbrod Waſſerweck. Gemiſchtes(Tafel⸗) Brod Fleiſch⸗Preiſe. Ochſenfleiſch Kühfleiſch Rindfleiſch Kalbfleiſch Schweinenfleiſch Hammellleiſch Schaaffleiſch 5 Wurſt von blos Schweinen Gemiſchte Wurſt Bratwurſt Schwartenmagen Geräucherter Speck Schinken Dörrſleiſch f Schweinenſchmalz, ausgelaſſen 20 dito unausgelaſſen 19 Nierenfett 18 Hammelsfett 151— Der großh. heſſ. Kreisrath d. Küchl er. — 2 7 SS 2289 —— r TTT ö 7 0 Gedruckt und verlegt unter Verantwortlichkeit von Carl Bindernagel in Friedberg BI nLTIOGnAPDHISchEN IxSTIur. 4