tmeiſter dahier, ach verſtorbeng nian Kal Jungfrau Elis el, led. Tochtet. ders zu Jugen au, edel. Tochter geb. d. 24. Ju Anna Mari. geb. d. 19. Jil. geb. d. 17. Jul. geb. d. 29. Jul. den 5. Auguf, 8. d. 28. Jul zehn, Friedrich und Oekonomer Auguſt. August Mengl Ichach eheliche Mengel hint; u, alt 5 Jaßu, — r 37. g Intelligenzblatt für die * * rovinz Mberhessen im Allgemeinen, den Kreis Friedberg und die angrenzenden Bezirke im Beſonderen. Der Samstagabend. „Wenn man die Woche hindurch ſeine Pflichten getreulich erfüllt und ſeine Geſchäfte beendigt hat, dann kann man wohl auch am Samstag gegen Abend hin ſein Gänglein machen in der freien Natur. Sie iſt zwar immer ſchön und jugendlich, und gewährt dem, der Neigung zu ihr hat, manchfache lautere Genuͤſſe; aber demjenigen, der ſich bewußt iſt, daß et nicht ganz als unnützes Glied der menſchlichen Geſellſchaft ſeine Tage verlebt, ſondern wirkt, wo er zu wirken vermag, iſt ſie doch noch viel ſchöner. Wohin ſein Blick ſich richtet, findet er Neues und Einladendes, die Pflanzen in den Gärten, die Bäume, die Lieblinge deſſen, der ſie einſt ſetzte, die Blumen an den Rainen; und gelangt er zur Anhöhe, ſo ſieht er, ſo weit ſein Auge reicht, das Wogen der Früchte, die den Fleiß des Bebauers lohnen, und rechts und links iſt alles thätig und geſchäftig. Die Sonne hat endlich ihr Tagewerk auch beendigt und neigt ſich nach dem weſtlichen Gebirge hin. Sie ſtrahlt uns noch einmal entgegen, und taucht dann unter, um am frühen Morgen ihre Bahn von Neuem zu beginnen. Nun wird's ſtille um uns her; alles iſt in feierlicher Ruhe, als wenn's wartete auf das, was da kommen ſoll. Und es täuſcht nicht, denn von dem nahen Dörfchen her ertönt die Abendglocke, als wenn ſie uns zurufen wollte, die Hände zu fal⸗ ten und dankenden Herzens empor zu blicken zum großen Geber alles Guten.— Kaum hat hier das Glöckchen geendigt, ſo loͤſt ein anderes vom Nach⸗ bardorfe ab, und mit ihm beginnt das Abend⸗Feſt⸗ geläute von dem größeren Orte herüber, der auf Sonnabend, den 15. September 1833. der anderen Seite der Anhöhe liegt. Es iſt doch ein ſchönes Ding um dieſe Abendglocken, die in ihrem Dreiklange den Sonntag einweihen, hier ſteht man im großen Tempel, und unwillkührlich erhebt ſich auch der Arbeiter, der des Tages Laſt und Hitze genugſam getragen hat, und betet ſeinen Abendſegen. Morgen zieht er ſein Sonntags Gewand an, und ruht von ſeiner Arbeit, und beſucht dann den Gottes⸗ dienſt, um für die ganze Woche ſein Herz zu ſtär⸗ ken und fromme Vorſaͤtze zu faſſen. Wir wünſchen nicht, daß die ſchöne Sitte, am Sonnabend den Sonntag anzuläuten, eine Sitte, die wir von unſern Väten ererbt haben, je abkommen, möchte; im Gegentheil möchten wir ſie da eingefuͤhrt ſehen, wo ſie noch nicht iſt. So wird in unſerm Friedberg zwar jeder Abend angeläutet, und vor jedem Feſte kann man ſein ſchönes harmoniſches Ge⸗ laute weithin vernehmen. Warum aber hat es das Samstags ⸗Abendgeläute nicht? Wir ſind überzeugt, daß die Einführung deſſelben weder koſtſpielig noch mit großen Schwierigkeiten verbun⸗ den, wohl aber gar Manchem erwünſcht und ange⸗ nehm ſeyn wird. Es beſchließt doch die Wochen— arbeit gar würdig, und gewiß geht ſich's auch un⸗ ter oder nach demſelben viel ruhiger und herzlicher nach Hauſe. Vandalismus. Die Vandalen waren ein wildes Volk, das unter ſeinem König Gänſerich aus Afrika herüber nach Rom kam, Alles mit Feuer und Schwerdt ver⸗ wuͤſtete, und eine Menge der ſchönſten Kunſtwerke — 270— zerſtörte. Daher kommt es, daß man noch jetzt die rohe Wuth, die an der Zerſtörung deſſen, was ſchoͤn und kunſtreich iſt, ihre Freude findet, Vandalismus heißt. Wenn darum die wilde Jugend um die ſchöne Kirche zu Friedberg ihren Muthwillen ausläßt, an den kunſtreichen Steinen, die vor fünf⸗, ſechshundert Jahren von einem ſinnigen Steinmetzen ſorgſam ausgearbeitet wurden, nach ihnen ſo lange wirft, bis ſie unkenntlich geworden ſind; wenn ſie die Bild⸗ ſäulen verſtuͤmmelt, die Grabſteine vernichtet, die Fenſter mit dem letzten Reſt der Glasmalerkunſt einwirft, ſo iſt das nichts weiter als— Vanda⸗ lismus, und fordert jeden Gebildeten, Jeden, der Sinn für die Werke ſeiner Altvordern hat, auf, ſeinen Unwillen dagegen zu äußern. Es iſt aber auch ſchon Vandalismus, die kunſtreiche Kirche, welche Friedberg beſitzt, zu vernachläſſigen, zu dulden, daß der Zahn der Zeit früher ſie vernichtet, als er es würde, wenn man ſie in Ehren hielte. Iſt denn, ſo hört man wohl von Fremden fragen, in Fried⸗ berg gar Niemand, der dieſe Kunſt zu ſchätzen weiß? Wohl ſeufzt mancher Bewohner, der Sinn dafür hat, daß ſeit vierzig Jahren Vieles unrettbar verloren, durch Vernachläſſigung vernichtet wurde. Soll denn kein Einhalt geſchehen, bis auch der letzte Reſt ver⸗ nichtet iſt und die Kirche nur Trümmer zeugt von ſchöͤner Kunſt der alten Zeit? Die Eliſabethenkirche zu Marburg iſt wohl noch fünfzig Jahr älter als die Stadtkirche zu Friedberg, und man glaubt, ſie wäre erſt vor wenig Jahren erbaut worden. Wie man aber dort von Außen Alles ſorgfältig verbeſſert, was ſchadhaft geworden, ſo wird im Innern Alles, was Kunſt⸗ und Alterthumswerth hat, ſorgfältig gepflegt und bewahrt, und ſteht unter genauer Aufſicht. Warum iſt und war das in Friedberg nicht? Warum ließ man das ſchöne Tabernakel faſt ganz ver⸗ fallen, warum die Glasmalereien vernichten, warum die Grabſteine zu Grunde gehen?“) „) Was hier geſagt wird, iſt zwar etwas mit ſtarken Farben aufgetragen, trägt aber den Stempel der Wahrheit. Schon in Nro. 34 unſers Blattes von 1835 war eine ahnliche Rüge unter dem Artikel„Mein Haus iſt ein Bethaus;“ möchten doch die Stimmen, die aus wohl— meinendem Herzen kommen, nicht verhallen, und da Anklang finden, wo eine Abänderung geſchehen kann! Die Redaction. e Miscellen zur wetterauer Geſchichte. 1) Ilbenſtadt. In welchem Nothzuſtande ſich das Kloſter Ilben⸗ ſtadt zur Zeit des dreißigjährigen Krieges befunden haben müſſe, beweiſ't folgende Bemerkung des Abts Georg Lorenz(gebürdig aus Heldenbergen) über ſeinen Dienſtantritt ꝛc.„Ich wurde am 9. Okto⸗ ber 1635 von ſämmtlichen Mönchen einſtimmig als Abt gewählt. Dieſe beſtanden aber nur in 4 Per⸗ ſonen, nämlich den Patres Nußbaum, Zulauff und Schröpfner, und dem Frater Faber, Ich fand überall nur Ungemach, denn das Kloſter beſaß nur 25 Achtel Waizen, 6½ Ohm Wein und 32 Reichs⸗ thaler. Im Jahr 1638 ſtieg das Elend am Höch⸗ ſten, denn das Malter Waizen koſtete damals 14 Reichsthaler. Niemand konnte und wollte dem Kloſter auch nur 10 Reichsthaler leihen, weil das Kloſter ſchon zu viele Schulden hatte, die Gebäude ver⸗ fallen, die Aecker unbebaut waren, und nachdem der Feind auch das Zugvieh mitgenommen hatte, ſogar die Schaafe fielen. Das Kloſter ſah ſich daher veranlaßt, ſeinen Hof in Kleingronau bei Vilbel an Nicolaus Hermann, einen frankfurter Burger, um 1600 Reichs⸗ thaler zu verkaufen. Anch an anderen Orten herrſchte große Noth, ja der Gottesdienſt wurde verſaͤumt. Als ich am 16. März 1636 Kirche in Aſſenheim 1 hielt, waren nur zwei Zuhörer zugegen, und den darauf folgenden Sonntag(23. März) wurde zwar zur Kirche geläutet, allein es erſchien Niemand.“ (Wuerdtwein not. de abbat. Ilbenstadt pag. 134, 135.) 5 Kaſſe für taubſtumme Konfirmanden. Für die Predigt ꝛc. des Herrn Prof. Sell, von deren Ertrag eine Kaſſe für taubſtumme Konfirmanden gegründet werden ſoll, iſt ferner bis heute eingegangen: Von 12 8 J Exempl. fl. kr. Herrn Pfarrer Schäfer in Büdesheim 5 2 l Herrn Bürgermſtr. Schweitzer in Heldenbergen 5 30 „ Schulvikar Adam in Rommelhauſen 1 12 Von Staden 14 24 Frau Hofrath Müller aus Homburg v. d. H. 12 Der verwitweten Frau Gräfin Solms⸗Rödel⸗ heim, Erlaucht zu Rödelheim 11 11 Einem Ungenannten 16 12 Friedberg den 13. September 1838. C. Bindernagel. b Bekanntmachungen von Behoͤrden. E Mobilien ⸗Verſteigerung. (1040) Dienſtag den 25, d. M., von Morgens 9 Uhr und Nachmittags 2 Uhr an, ſoll in der Jakob Engels Behauſung in der Uſergaß, auf Antrag der Jakob Engels Kinder, deren Mobilien erbvertheilungshalber öffentlich meiſtbietend verſtei⸗ gert werden, dieſe beſtehen: in Gold, Kupfer, Meſ⸗ ſing, Zinn, Eiſen, zwei Schnappwaagen, Bettladen zꝛc., vollſtändige Betten, Betttücher, Vorhänge, Spie⸗ gel, ſonſtige Hauswobilien, zwei Keltern, eine Par⸗ tie Faßtauben, 7 gutgehaltene Stückfaß, 6 Zulaſt⸗, 7 zweioͤhmige Fäſſer, 5 anderthalböhmige Fäſſer, 20 Ohmfäſſer, 15 halboͤhmige Fäſſer, Brandwein⸗ und Sauerkrautfäſſer. f Friedberg den 14. Sept. 1838. In Auftrag großh. heſſ. Landgerichts: Der Buͤrgermeiſter D. Fritz. i Hofraithe-Verſteigerung. (1041) Nach der Verfügung großherzoglich heſ⸗ deßfa heldel bütter Mon aul de werde 91 eustadt pag. — i manden. ell, von deren indernagel. D——— ehoͤrden. ung. von Morgens „ ſoll in der Uſergaß, auf eren Mobilien ietend verſtei⸗ Kupfer, Meſ⸗ zen, Bettladen orhange, Spie; tern, eine Par⸗ faß, 6 Zulaſt, nige Fäſſer, 2 andwein⸗ und Landgerichte D. Fritz a herzoglich he * ſiſchen Landgerichts ſoll die den Jakob Engels Kin⸗ der zuſtehende Hofraithe, an Peter Boutemy und Joh. Eromm gelegen und beſtehend in Wohnhaus, großem Hinterbau und Stall, Montag den 24. d. M., Vormittags 11 Uhr, einer nochmaligen freiwilli⸗ gen öffentlichen Verſteigerung erbvertheilungshalber ausgeſetzt, und der Zuſchlag unwiderruflich ertheilt werden. Friedberg den 14. Sept. 1838. Der Bürgermeiſter D. Fritz. Gläubiger ⸗ Aufforderung. (989) Georg Andreas Eif von Butzbach beabſichtigt nach Brünn, im Kaiſerthum Oeſtreich, auszuwandern. Rechtsanſprüche an denſelben ſind binnen drei Monaten bei großh. Landgericht Fried— berg anzumelden, gegenfalls die Entlaſſungsurkunde ertheilt werden wird. Friedberg den 9. Auguſt 1838. Der großh. heſſ. Kreisrath des Kreiſes Friedberg. Küchler. Verſteigerung einer Branntweinbrennerei. (1009) Durch den Ankauf des Trombettaiſchen Gutes dahier iſt die Gemeinde Heldenbergen in den Beſitz einer erſt kurz vorher neu errichteten Branntwein⸗ brennerei gekommen. Da die Gemeinde ſelbſt hier⸗ von keinen Gebrauch machen kann, ſo ſollen die deßfallſigen Brennereigeräthſchaften, worunter die beiden Keſſel 4½ und 3½ Ohm— und die 3 Maiſch⸗ bütten 1002, 990 und 986 Maas halten, Montag d. 17. Sept. d. J., Vormittags 11 Uhr, auf dem hieſigen Gemeindehaus öffentlich verſteigert werden. Heldenbergen den 30. Auguſt 1838. Der großh. heſſ. Bürgermeiſter Schweitzer. Obſt⸗Verſteigerung. (1042) Dienſtag den 18. Sept. l. J., Mittags 12 Uhr, ſoll das diesjährige Gemeinde-Obſt an Ort und Stelle öffentlich an den Meiſtbietenden verſteigert werden, wozu die Steigluſtigen eingela⸗ den werden. Dorheim den 13. Sep:. 1838. Der Buͤrgermeiſter Zerb. Oeffentliche Ladung. (1043) Alle diejenigen, welche an den Nachlaß des am 11ten Juni d. J. zu Vilbel verſtorbenen Martin Kalb Forderungen zu haben vermeinen, werden aufgefordert, ſolche ſogewiß im Termin Mittwoch den 17. Oktober, Vorm. um 8 Uhr, dahier anzuzeigen, als ſonſt beim Inventarabſchluß darauf keine Rückſicht genommen wird. Großkarben den 11. Sept. 1838. Großh. Heſſ. Landgericht daſelbſt Muhl. Schmidt. Bekanntmachung. (1044) Bei der, Montag den 17. Sept. eintre⸗ tenden Entlaſſungsfeier in der Burgkirche konnen, des beſchränkten Raumes wegen, und weil dieſe Fei⸗ er überhaupt nur für ein kleineres Publikum berech⸗ net ſeyn kann, keine Kinder zugelaſſen werden, und man bittet um Vermeidung alles unziemlichen Ge— dränges. 5 8 Friedberg den 14. Sept. 1838. Dr. Crößmann. Arbeits ⸗Verſteigerung⸗ (1045) Mittwoch den 19. b. M., Vormittags 10 Uhr, ſoll die Planirarbeit des diesjährigen Vi⸗ cinalweg-Neubaus zu Ilbenſtadt loosweiſe in einer Geſammtlänge von 789 Klafter, von der Haupt- ſtraße von Friedberg nach Hanau gehend, zunächſt Ilbenſtadt anfangend, bis an die burggräfenroder Gränze, auf Ort und Stelle an den Wenigſtneh⸗ menden verſteigert werden. Die Herren Bürgermeiſter der Umgegend erſuche ich um gefällige ortsübliche Veröffentlichung an den betreffenden Orten. Ilbenſtadt den 12. Sept. 1838. a Der großh. heſſ. Bürgermeiſter Dickenberger. Arbeits-Verſteigerung.. (1046) Donnerstag den 20. d. M., Nachmittags 1 Uhr, ſoll die Planirarbeit von det ilbenſtädter Gränze anfangend bis an den hieſigen Ort, in einer Länge von 106 Klftr. an den Wenigſtnehmenden auf Ort und Stelle verſteigert werden. Die Herrn Buͤrgermeiſter der Umgegend erſuche ich dienſtergebenſt um die Bekanntmachung dieſes Verſteigerungstermins in den betreffenden Bürger⸗ meiſtereien. Burggräfenrod den 12. Sept. 1838. N Der großh. heſſ. Buͤrgermeiſter Moſcheroſch. Bekanntmachung. (1047) Alle diejenigen, welche Forderungen an die, im vorigen Jahre geſtorbene Katharina, Joh. Vincenz Wittwe und den vor Kurzem mit Tod abgegangenen Heinrich Schäfer ledig, beide zu Okarben, haben, werden aufgefordert, ſolche im Termin Mittwoch den 10. Oktober, Vormittags 8 Uhr, dahier anzuzeigen, widrigenfalls bei Regulirung beider Nachläſſe darauf keine Rückſicht genommen werden kann. Groskarben den 4. September 1838. Großh. heſſiſches Landgericht daſelbſt Muhl. Schmidt. Verſteigerungs- Anzeige. (1048) Das herrſchaftliche Haus zu Hauſen bei Butzbach, ein zweiſtöckiges Gebäude, ſammt allem innern Zugehör, ſoll Freitag den 21. September, — des Vormittags 10 Uhr, in dem Hauſe ſelbſt auf den Abbruch meiſtbietend verkauft werden. Die Herren Bürgermeiſter des Kreiſes Fried⸗ berg bitte ich um Publikation dieſer Bekanntmachung. Lich den 10. September 1838. Fürſtliche Rentei daſ. g Kratz. Arbeits ⸗Verſteigerung. (1049) Dienſtag den 18. Sept. d. J., Vormit⸗ tags 10 Uhr, ſoll in dahieſiger Bürgermeiſterei, die Weißbinderarbeit, im dahieſigen Schulhaus an den Wenigſtnehmenden veraccordirt werden. „Die großh. Herren Bürgermeiſter werden um gefällige Bekanntmachung dieſes erſucht. Ockſtadt den 13. September 1838. Der großh. heſſ. Bürgermeiſter Groͤninger. Aepfel ⸗Verſteigerung. (1050) Montag den 17. d. M., Vormittags 10 Uhr, ſollen zu Oberwöllſtadt die diesjährigen Ge⸗ meinde⸗Aepfel verſteigert werden, wozu Kauflieb⸗ haber einladet. Oberwöllſtadt den 12. Sept. 1838. Der großh. heſſ. Bürgermeiſter Feuerbach. Obſt⸗ Verkauf. (1051) Montag den 17. d. M., Vormittags 11 Uhr, ſoll das diesjährige Obſt der Gemeinde Oſſen⸗ heim an Ort und Stelle meiſtbietend verkauft werden. Oſſenheim den 11. Sept. 1838. Der großh. heſſ. Bürgermeiſter Keller. Obſt⸗-Verſteigerung. (1052) Montag den 17. d. M., Vormittags um 9 Uhr, ſoll das der Gemeinde Niederrosbach ge— hörige dießjährige Obſt, in Aepfeln, Birnen und Zwet⸗ ſchen beſtehend, auf Ort und Stelle unter den vor der Verſteigerung eröffnet werdenden Bedingungen öffentlich meiſtbietend verſteigert werden. Die Herren Bürgermeiſter der Umgegend wer— den um gefällige Bekanntmachung obiger Verſteige⸗ rung andurch erſucht. Niederrosbach den 10. September 1838. Der großh. heſſ. Bürgermeiſter F. Bullmann. Bekanntmachung. (1053) Für die Verköſtigung der Züchtlinge zu Marienſchloß wird der Bedarf pro 18%ũ„ nach⸗ ſtehender Speiſe⸗-Ingredienzen Montags den 1. Ok⸗ tober l. J., Vormittags 10 Uhr, dahier öffentlich an den Wenigſtnehmenden, unter den bei der Verſtei— gerung bekannt gemacht werdenden Bedingungen, verſteigert, als etwa: 2000 Stück Weiskraut, 2000„ Würſing, 1000„ Winterkohl, 800 Mltr. Kartoffeln à 240 Pfd. o Mltr. ——— 60 Ohm Sauerkraut, 6000 Pfd. gelbe Rüben, 8000„ untererdige gelbe oder weiſe Kohl⸗ raben, Sellerie, 1000„ Zwiebeln und 600„ Lauchzwiebeln, welches ich hierdurch zur öffentlichen Kenntniß mit der Bemerkung bringe, daß Derjenige, welcher bei der Verſteigerung mitbieten will, vorher nachweiſen muß, den Werth des dritten Theiles von dem ver— ſteigert werdenden Gegenſtande als Caution leiſten zu können. Marienſchloß den 11. Sept. 1838. Funk. 5 Bekanntmachung. 5 (1054) Wegen den geſtiegenen Arbeitslöhnen und erhöhten Materialankaufspreiſen ſollen auf Ver⸗ fügung gr. Oberbau⸗Direktion vom 17. d. M. an die Braunkohlenklötze auf dem Dorheimer⸗Bergwerk, wenn ſtie von den Reihen verladen werden, wie ſeither zu 12 kr., von den Haufen, zu 13 kr. und aus den Kohlenſchoppen zu 15 kr. per Centner verkauft werden, wovon die Käufer hierdurch in Kenntniß geſetzt werden. a Dorheimer⸗Bergwerk d. 8. Septbr. 1838. A. Storch. Obſt⸗Verſteigerung. (1055) Dienſtag den 18. d. M., Nachmittags 4 Uhr, werden an Ort und Stelle die diesjährigen Aepfel, Birnen und Zwetſchen an dem herrſchaftli⸗ chen Burgberg und in den Umgebungen des ehema⸗ ligen Burggrafiats dahier, öffentlich verſteigert. Der Anfang wird im hinteren Hirſchgraben gemacht. Friedberg den 11. Sept. 1838. Der großh. heſf. Rentamtmann Buß. 600„ Bekanntmachung. (1056) Es wird hierdurch zur allgemeinen Kennt⸗ niß gebracht, daß der ſeither dem Namen nach dahier Mittwoch nach Allerheiligen ſtattgehabte Markt mit hoher Genehmigung nicht mehr abgehalten wird; dahingegen wird die damit verbunden geweſene Kirchweihe Sonntag vor Michaeli dieſes Jahr ſo— wohl als auch die folgenden Jahre ſtattfinden. Okarben den 19. Auguſt 1838. Der großh. heſſ. Bürgermeiſter Vorbach. Bekanntmachung. (1057) Eingetretener Umſtände wegen, wurde auf dem gräflich Solms-Rödelheimiſchen Braun⸗ kohlenwerk zu Bauernheim— und zwar vom 17. des laufenden Monats anfangend— der Cent⸗ ner Braunkohlen auf 13 kr. feſtgeſetzt, welches hier⸗ mit zur öffentlichen Kenntniß gebracht wird. 5 Oſſenheim den 12. September 1838. Dier Rentmeiſten Weis. ollen nac legenheit geſchlagen Waldeigen an den M. Reuter z 5 3 52 De H. Aleuden Ger falt mit de 8 8 weise Rohl, Ne , durniß mi wel * elcher bei er na* den dweiſen N U Fon ver⸗ Laution I en leisten kr. und er durch in errſchaftli⸗ des ehema⸗ teigert. Der demo t Rentmeiſttr Weis 3 Arbeits ⸗Verſteigerung. (1058) Mittwoch den 19. Sept., Vormittags um 10 Uhr, ſollen auf dem Rathhaus dahier Glaſer⸗ und Schreiner⸗Reparatur⸗Arbeiten und zwar 1) Glaſerarbeit voranſchlagt zu 17 fl. 58 kr, 2 Schreinerarbeit 70 9. an den Wenigſtnehmenden unter den im Termine bekannt gemacht werdenden Bedingungen öffentlich verſteigert werden. Niederwöllſtadt den 10. Sept. 1838. Der großh. heſſ. Bürgermeiſter Bauſch. Aepfel⸗ und Gras- Verſteigerung. (1059) Dienſtag den 18. d. M., des Nachmit⸗ ſags 1 Uhr, ſollen zu Hochweiſel die Gemeindeäpfel, ſirca 20 Mltr., ſodann gegen 2 Uhr das Grummet, gras von den Gemeindewieſen in Abtheilungen auf Ort und Stelle meiſtbietend verſteigert werden. Die großh. Bürgermeiſter werden hierdurch er⸗ ſuchi, dieſe Verſteigerung in ihren Gemeinden be— lannt machen zu laſſen. Hochweiſel am 8. Sept. 1838. Der großh. heſſ. Bürgermeiſter Reuter. Holzverſteigerung in den Hochweiſeler Markwaldungen des Reviers Hochweiſel. (1060) Montag den 17. und Dienſtag den 18. . M. und erforderlichen Falls den folgenden Tag pollen nachverzeichnete Holzſortimente, welche bei Ge⸗ legenheit des Hochweiſeler Marktheilungsgeſchäfts eſchlagen, unter den gewoͤhnlichen für das fragliche Waldeigenthum angemerkten Bedingungen, öffentlich in den Meiſtbietenden durch den großh. Bürgermeiſter Reuter zu Hochweiſel verſteigert werden, und zwar: I. Im Schutzbezirke Münſter. 90 Stecken buchen Scheitholz, 7 77 erlen 77 i„ buchen Prügelholz, 40 12,042 Wellen buchen Reisholz, 2 50 20„ kiefern 5 60 20„ erlen 3 7 2 Klötze kiefern Stammholz— 25 CF., 80„ exlen 3 3 90 2 Stück eichen Stangenholz— 8„ II. Im Schutzbezirk Bodenrod. 15 224 Stecken buchen Scheitholz, 7„ Prügelholz, 30 8%„ ͤStockholz, 4) 6575 Wellen„ Reisholz, 50 720 kiefern 75 60 3 Klötze buchen Stammholz S 52 CF., 7 1.„ len 75 2 80 1 Stück eichen Stangenholz S 3 Cf., 90 369„ kiefern 12 o 100 4„ erlen 75— 29 1 Die Herren Bürgermeiſter der hierauf reflekti⸗ luden Gemeinden werden erſucht, vorſtehenden In⸗ helt mit dem Anfügen, daß die bezeichnete Verſtei⸗ gerung an dem beſagten Montage, früh 8 Uhr an dem Espaer Pfad in der Lamshart, ohnweit Mün⸗ ſter, ihren Anfang beginnt, und nach den verſchie⸗ denen Diſtricten fortgeſetzt werden wird, gefälligſt veröffentlichen zu laſſen. Hochweiſel den 13. Sept. 1838. Auf Anſuchen des Hochweiſeler Markvorſtands: Der großh. heſſ. Revierförſter Stillgebauer. Arbeits ⸗Verſteigerung. (1061) Künftigen Donnerſtag den 20. d. M., Vormittags 10 Uhr, ſollen zu Niederwöllſtadt auf daſigem Wieſengrund an Ort und Stelle 1500 Klaf⸗ ter Grabenarbeit an den Wenigſtnehmenden ver— ſteigert werden. 5 5 Ich erſuche die großh. Buͤrgermeiſter dieſes in ihren Gemeinden bekannt machen zu laſſen. Niederwöllſtadt den 13. Sept. 18388. Der großh. heſſ. Bürgermeiſter Bauſch. NN Privat⸗Bekanntmachungen. Mehllieferung. (1022) Bei dem überaus großen Bedarf an Brod für die Beſſerungs⸗Anſtalt zu Marienſchloß, monat⸗ lich etwa 100— 120 Mltr. Roggen⸗ und 25— 30 Mltr. Waizen⸗Mehl, iſt man geſonnen den 20. Sep⸗ tember d. J. die Lieferung des Mehlbedarfs pro Ates Quartal 1838 in loco Marienſchloß, Morgens um 10 Uhr an den Wenigſtnehmenden zu verſtei⸗ gern, welches man mit dem Bemerken bekannt macht, daß die Zahlung aus der Marienſchloſſer Kaſſe monatsweiſe bezogen wird. Die weiteren Bedin⸗ gungen werden vor der Verſteigerung bekannt gemacht. Butzbach den 4. September 1838. Za cob Heil II., Bäckermeiſter. Speiſe-Wirthſchaft. (1039) Meinen Freunden, Gönnern und verehr⸗ lichen Meßbeſuchern zeige ich hiermit ergebenſt an, daß ich in meiner Reſtauration ſtündlich ſehr gute Bouillon und Gerſtenſchleim in Taſſen, verſchiedene ſchmackhafte billige Speiſen nach der Karte, gutes bayeriſches Bier in Flaſchen, ſehr preiswürdige Weine verabreiche, und da ich in der Nähe, wo die Fried⸗ berger Familienwägen auf der Zeil am alten Eckhaus Lit. C. Nr. 218 ſich aufſtellen, mein Wirthſchafts⸗ local habe, ſo bin ich auch herzlich gern erbötig, meinen Bekannten und Beſuchern über Verſchiedenes im Handelsfache unentgeldlich Auskunft zu ertheilen, auch ihre Sachen, z. B. Päckchen, Kleidungsſtücke u. ſ. w. bis zur Abfahrt aufzubewahren. Um ge⸗ neigten Zuſpruch bittet Frankfurt im September 1838. Karl Friedrich Auguſt Leiſering. Eine treue, fleißige Magd (1062) wird auf dem Lande in eine ſtille Haus⸗ haltung geſucht. Ausgeber dieſes Blattes ſagt wo. Karl Wilhelm Kellermann, an der Catharinenpforte in Frankfurt a. M., (1063) empfiehlt ſich zur gegenwärtigen Meſſe in allen Sorten Tuch, Drap, Zephir für Damen⸗ mäntel, Bukskins, geſtreiftem Tuch, Double-Caſimir und anderen Stoffen zu Beinkleidern; Bieber und Caſtorin, wollenen und ſeidenen Weſtenzeugen, Manchester und Baumwollenſammt, Merinos und Thibet, ſowohl im Ganzen als im Ausſchnitt, unter Verſicherung der reellſten und billigſten Be⸗ dienung. 8 Oſſenheimer Waͤldchen. Sonntag den 16. und Montag den 17. als den Tagen der Oſſenheimer Kirch⸗ weihe, iſt im Oſſenheimer Wäldchen gut beſetzte Tanzmuſik anzutreffen. Da ſich mit dieſen Tagen die Sommerbeluſtigungen für dieſes Jahr leider wieder ſchließen, ſo ſehe ich einem recht zahlreichen Beſuche entgegen, und wünſche allen denjenigen, welche mich im Laufe dieſes Sommers mit ihrer Gegenwart beehrt haben, meinen innigſten Dank mündlich ausdrücken zu können. 0 Glück auf! Glück auf! ſich nicht beſchwert, Der Waizen kommt eilf Gulden in Werth. Zur Kirchweih kommt liebe Wetterauer. Vivat! es lebe hoch der Bauer! Jagdhaus Oſſenheim den 13. September 1838. Der zweite Stock (1065) in meinem neuerbauten Hauſe iſt zu ver⸗ miethen, derſelbe beſteht in einer Wohn⸗ und Neben⸗ ſtube, Kammer, Küche, Speicher und Keller und kann Anfangs November bezogen werden. 8 Leonhard Füller II. Kirchweihfeſt zu Dorheim. (1066) Sonntag den 16., Montag den 17. und den folgenden Sonntag den 23. d. M., an den Tagen des hieſigen Kirchweihfeſtes iſt bei mir Har⸗ monie⸗ und Tanzmuſik nebſt allen an dieſem Feſte gewöhnlichen Erforderniſſen anzutreffen. Ich lade hierdurch alle meine guten Freunde und Bekannten Friedbergs und der Umgegend höflichſt ein, bitte um zahlreichen Zuſpruch und werde durch gute Ord⸗ nung und reelle Bedienung das Vergnügen des Feſtes zu erhöhen bemüht ſeyn. 5 Dorheim den 13. September 1838. Wilhelm Bingel, Gaſtwirth. Ein großer gewölbter Keller (1067) iſt zu vermiethen. Die Expedition d. Bl. ſagt wo? (1064) September, Aehle. Ein Logis (1068) für eine einzelne Perſon hat zu vermie⸗ then F. Franck. 274 Die Herren Buͤrgermeiſter wollen mir gefaͤlligſt ihren Bedarf folgender Kalen⸗ der für 1839 baldigſt mittheilen: N Landkalender à 4 kr. F Derſelbe mit Papier durchſchoſſen A 6 kr. Heſſiſcher Hausfreund 8k. Derſelbe mit Papier durchſchoſſen à 10 kr: Kleiner Hauskalender à 3 kr. Schreib⸗ und Geſchäftskalender u 48 kr. Friedberg. Carl Bindernagel. Bei C. Binder nagel iſt vorräthig: Beumer, P. J., das betende Kind, oder Gebet⸗ büchlein für die liebe Jugend. Zum Gebrauch in Schul und Haus. Weſel. Bagel. Geh. 7 kr. — Waizen: 9 fl. 45 Fruchte⸗Preiſe zu Frankf Früchte⸗Preiſe hier in Friedberg: Hafer: 3 fl. 15 kr. ke. Korn: 7 fl.— kr. Gerſte: 4fl. 20 kr. Erbſen:— fl.— kr. urt, am 10. Sept.: — * 3 12 Waizen: 8 fl. 45 kr. Korn: 6 fl.— er.— Gerſte: 4fl. 30 kr. 1 0 Hafer: 3 fl. 30 kr. Erbſen:— fl.— kr. 1 8 Fruchte⸗Preiſe zu Mainz, am 7. Sept.: ö Waizen: 9 fl. 35 kr. Korn: 7 fl. 3 kr. Gerſte: 4 fl. 31 kr. Hafer; 3 f 18 kr. Lrbſen:— fl. Ar. 8 Polizei Taxe fuͤr die Staͤdte Friedberg und] Jon Butzbach vom 16. bis 22. Sept. 1838. 155 a1 5 5 das nach, pfd[ Brod Preiſe. 1 0 7 die Beſti kr. pf. kr. pf. al die O T Teo Roggenbrod ie f 2 7 7. 5 5 4 3 uelche N 4„* 7 10 1 14 9 3 0 5 Loth. Loth“. Milchbrod 11 4(1% — Waſſerweck 1 5½% 1—[Entlaſ Gemiſchtes(Tafel⸗) Brod 116 116 di Fleiſch⸗Preiſe. Die 1 Ochſenſleiſch 1 2 e n 7 120 0 8 3 5— porgeſchri „ indflei 2— 1 „ Kalbfleiſch ee ee 1 Henne ee 5— 8 80 ebenſo w 77 ammelfſlei— 2 „ Schaaffleiſch„ „Wurſt von blos Schweinen 14— 14 feierliche „ Gemiſchte Wurſt 10— 10— 0 „ Bratwurſt 150 ehrern „ Schwartenmagen 146 16 nur eine „Geräucherter Speck 22— 2241 ein; „ Schinken 14— 14— j auc „ Dörrfleiſch 181 beehrten „Schweinenſchmalz, ausgelaſſen 19— 18— ſtelt 1 dito unausgelaſſen 17— 16— 55 „ Nierenfett 18— 18— ferner u Hammelsfett 16( 15 l General; Der großh. heſſ. Kreisrath d. K. F. För 1 Küchler. 8 10 5 der Prot ben, Un Gedruckt und verlegt unter Verantwortlichkeit von Carl Binder nagel in Friedberg.