f 0 Bedie⸗ W jenigen der grüß. 38. Y oller — N 1 vorräthig: en: der Sprüche d gen N de Neſzer an dome, „irn. . dauun b 2 0 R. — der vorathig: 41. bier. .— Intelligenzblatt für die im Allgemeinen, den Kreis Friedberg und die angrenzenden Bezirke im Beſonderen. ——... Sonnabend, den 13. Oktober 1333. — 8 die Klauenſeuche und Mundfaͤule des Rindviehes. Da die Klauenſeuche und Mundfäule auch in unſerer Wetterau ſich weit verbreitet hat, ſo halten t. vir es für Pflicht, denjenigen unſerer Landwirthe, * des hier welchen andere Blätter nicht zu Gebote ſtehen, das 155 du, und Nothigſte aus denſelben darüber mitzutheilen. Fol⸗ Johanne endes hat die 279te Nummer der großherzoglich leſſiſchen Zeitung aus dem ſchwäbiſchen Merkur mtlehnt. D. Red. „Die Maul⸗ und Klauenſeuche zeigt ſich gegenwärtig unter dem Hornvieh in ſehr vielen Ge⸗ genden des Landes. Nachſtehende Anweiſung über „ein Sohn, das Eigenthümliche dieſer Krankheit und die erfor⸗ lerliche Behandlung derſelben durfte daher den Vieh⸗ igenthümern nicht unangenehm ſeyn. Die erkrank⸗ tn Thiere erſcheinen matt und hängen den Kopf; tine Tochte, man fühlt mehr oder weniger vermehrte Wärme an der Haut derſelben, beſonders aber am Kopfe und mine, geboren in der Mundhöhle, aus welch letzterer heißer Athem und viel Speichel ausgeht, und deren Inneres, wie Veh auch das Weiße der Augen röther als gewöhnlich 9 dusſieht. Puls und Herzſchlag fühlt man ſchneller, be, 4 Monat eſteren voller und härter; Freßluſt und Milchabſon⸗ derung ſind vermindert. Am 2., 3. und 4. Tage dauſer Ehefrau, hierauf bemerkt man weiße Blätterchen im Maule, f die ſich nach und nach vermehren, größer werden und bei den meiſten Stücken wie ſtrotzende Hirſen— bebe alt körner, beſonders zwiſchen der Oberlippe und dem 8 Oberkiefer erſcheinen. Dieſe enthalten Anfangs kleb⸗ nicht wäſſerichte, in der Folge eiterartige Feuchtig⸗ dwig, geboren d. B. Auguſt. 1 Wecgntetha, eine Tochter, er Ehegattin, —— keit; nach 5— 7 Tagen ſchuppen ſich dieſe Blaͤt⸗ terchen, von ihrem Ausbruche an gerechnet, wie⸗ derum ab, und das ergriffene Thier geneſt ſomit. Zuweilen, beſonders auch bei vernachläſſigter oder zweckwidriger Behandlung, kommen obige Zufälle in bedeutenderem Grade vor, die erſteren Fieberzu⸗ falle ſind heftiger, die Bläschen werden größer und verwandeln ſich in Geſchwure; zuweilen wird die ganze Mundhöhle ſchwurig, wobei die Kranken kaum etwas Nahrung zu ſich zu nehmen vermögen: bei einigen löſ't ſich die Oberhaut in der ganzen Mund⸗ höhle an dem Schlunde ab. Nicht ſelten endigt ſich dieſe Krankheit mit der Fußkrümme, die auch ohne vorhergegangene Veränderungen in der Mundhöhle erſcheint; in beiden Fällen bekommen die Thiere am unterſten Theile eines oder des anderen Fußes, beſonders aber der hinteren, auffallende Hitze; ſie fangen darauf zu hinken an, und 3 oder 4 Tage nachher bemerkt man nicht ſelten an der Krone, beſonders nach hinten zu an den Ballen, ſo wie zwiſchen beiden Klauen, in Eiterung uͤbergegangene Geſchwülſte; bei Vernachläſſigung derſelben löſen ſich zuweilen die Hornwände ab, ſo daß die Bildung einer neuen Klauenwand zu gänzlicher Wiedergene⸗ ſung erforderlich iſt. Dieſe Krankheit ergreift ge⸗ wöhnlich nur Rindvieh und von ſolchem in einigen Gegenden zuweilen nur Ochſen, in anderen aber Ochſen und Kühe, doch gewöhnlich verhaltnißmä ßig mehr erſtere als letztere; in manchen Orten und Ställen ergreift ſie zuweilen in einem Tage das ſämmtliche Rindvieh; in den meiſten aber nur nach und nach. Auch unter anderen Hausthieren, wie — 294— Pferden, Schaafen und Schweinen will man bei frü⸗ heren Ausbrüchen dieſer Seuche zu gleicher Zeit ähnliche Erſcheinungen bemerkt haben. Die Krank⸗ heit ſelbſt endigt ſich nicht mit dem Tode; nur dann, wenn bei vernachlaſſigter Hülfe dem Er⸗ krankten alle Nahrung abgeht, ſterben ſie am Hungertode. Das Uebel bildet ſich von Zeit zu Zeit in Deutſchland und gleichzeitig in verſchie⸗ denen Diſtricten; beſonders war dies der Fall in den Jahren 1764, 1786, 1797 und 1798; es erſcheint gewöhnlich nach und nach bei ſchnell wechſelnder, ſehr verſchiedener Witterungsbeſchaffenheit. In Ge⸗ genden, woſelbſt man ſich von dem Daſeyn dieſer Krankheit überzeugt hat, iſt es erforderlich, genauere Aufſicht, als- gewöhnlich, auf ſein Rindvieh zu hal⸗ ten und ſobald man oben angeführte Fieberzufälle, nämlich die heiße Haut, heißes Maul, ſchnellen vollen Puls ꝛc. ꝛc. bemerkt, ſogleich nach Verſchie⸗ denheit der Große des Thiers J, /½, J Pfund Friedrichsſalz, womöglich trocken oder in wenigem Waſſer aufgelöſt, beizubringen, und wenn die Hitze ſehr groß, der Puls ſehr ſchnell und voll, das Athem⸗ holen beſchwerlich, 2, 3— 4 Pfund Blut aus einer Halsader zu laſſen. Sobald ſich Veränderungen in der Mundhöhle zeigen, iſt dieſelbe öfters, des Tags wenigſtens 5— Gmal, mit einer Miſchung aus 2. Loth Kochſalz,% Schoppen guten Weineſſigs und eben ſo viel Waſſers, in Ermangelung guten Wein⸗ eſſigs aber mit Hinweglaſſung ſo viel Waſſers und Zuſatz, ſo viel Bier oder geringhaltigen andern Eſſigs, als zu gleicher Hervorbringung obigen ſau⸗ rer Miſchung erforderlich iſt, mittelſt eines an einem Stab befeſtigten Schwammes oder leinenen Lappens an allen Stellen wohl zu reinigen und zu reiben; wenn die Bläschen aufgebrochen, ſind ſolche mit Butter oder einem andern reinen Fett täglich 3— Amal zu beſtreichen. Verſagen die Erkrankten wegen Wundſeyns des Mauls das gewöhnliche Futter, ſo reiche man ihnen öfters Mehl- oder Kleientränke, Brodſuppen, gekochte Kohl- oder Rübenblaͤtter ꝛc., und bringe ſolche Nahrungsmittel nöthigen Falls mit Zwang bei. Reizend erhitzende innerliche Mit—⸗ tel, wie Pfeffer, Ingwer, Schwefel, Balſam ꝛc. ver⸗ meide man ſorgfältig. Zeigt ſich die Hitze in den Füßen oder Klauen, oder hinken die ergriffenen ſo— gar, ſo iſt erforderlich, ſolche mehrmalen des Tages in kaltes fließendes Waſſer zu führen oder einen Anſtrich von Leimen mit Eſſig und Waſſer oder Bleiwaſſer an die Klauen zu bringen und ſo— bald er trocken geworden iſt, wiederum mit Eſſig und Waſſer oder Bleiwaſſer anzufeuchten, auch ſo lange damit fortzufahren, als ſich noch vermehrte Wärme an den Klauen fühlen läßt. Bildet ſich ein Geſchwür daſelbſt, ſo iſt ſolches gehörig zu oͤffnen und hierauf mit einer Salbe aus 8 Theilen dicken Terpentins und 1 Theil ſchwarzen Steinöls zu be⸗ ſtreichen, auch bei großem Umfang und Tiefe mit Wergpolſtern zu bedecken und hierauf mit leinenen Lappen zu befeſtigen. Bei bedeutenden und drohen⸗ den Abweichungen von den beſchriebenen Krankheits⸗ formen hat man ſich der Hülfe ſachkundiger Aerzte zu bedienen. Kochſalzes, beſonders in Gegenden, woſelbſt die Mundfaäule zum Vorſchein gekommen iſt, wird ange⸗ rathen. Nicht ſelten ſollen ſolche von der Krank⸗ heit verſchont geblieben ſeyn, welche das Kochſalz nach Belieben zu ſich nehmen konnten, ob ſie gleich denſelben äußeren Umſtänden, wie die Erkrankten, ausgeſetzt waren. Daß die Ergriffenen unter vor⸗ gelegten Umſtänden im Stall behalten werden müſſen, verſteht ſich von ſelbſt; geſunde, mit denſelben in Verbindung geſtandene, werden wie gewöhnlich be⸗ nutzt, und mit Einſchluß oben angegebener Vorſichts⸗ maßregeln wie gewöhnlich beſorgt. Nur in Ver⸗ bindung mit dem Milzbrande, der in den heißen Sommermonaten vorzukommen pflegt, wird dieſe Krankheit bedenklich. Zu gleicher Zeit mit der Maul⸗ und Klauenſeuche des Rindviehes zeigt ſich zuweilen auch unter den Schaafen die Klauenſeuche, deren Verlauf übrigens ebenfalls gutartig und deren . Behandlung weſentlich dieſelbe iſt, wie bei dem Rindvieh. Die Vieheigenthümer ſind hierbei beſon⸗ ders zu erinnern, die Thiere während der heißen Tageszeit ſo viel möglich in kühlen, luftigen Stal⸗ lungen zu halten, ſie nur in der Frühe und des Abends in das Freie, vorzüglich auf Grasplätze, auch, wo ſich Gelegenheit hierzu findet, in das flie⸗ Den erkrankten Thieren ßende Waſſer zu treiben. iſt ein kühler Aufenthaltsort zu geben, indem hier⸗ von, neben dem vorſchriftmäßigen Gebrauche des Friedrichſalzes und dem fleißigen Auswaſchen des Maules mit Eſſig, Salz und Waſſer, vorzugsweiſe der gelinde Verlauf der Krankheit abhängt.“ Oefteres Reichen des gewöhnlichen 0 0 der Kroll es entſtehe die Thiett * 5* mit Apel Ende eine Die N Neinlicht muß mit und ſtund 5 angefeuch i 4 muß mar Weile in eu 0 darum me damit er das nicht, bon Eſſig Leinwand Umſchläge Lehm und Sind die werden, werden, Eſſg reit aufgebroc ſtreiche d aufgebroc genau ale „ f — 295— Unſer Auch unſere„landwirthſchaftliche Zeitſchrift!“ mann, wenn die Klauenſeuche unter ſeinem Viehſtande 2 ud ſo, enthält in Nro. 39 einen Aufſatz über die Klauen⸗ ausgebrochen ſeyn ſollte, dieſelbe wieder heilen; es 0 wit Eſſg, ſeuche und Mundfaͤule, welche wir hier mittheilen. verſteht ſich jedoch von ſelbſt, daß er wohl thun 5 ſo„Dieſe Krankheit entſteht gewöhnlich in heißen, wird, einen geſchickten Thierarzt hierbei zu Rathe zu „ mehrte trocknen Jahren, wenn das Vieh zugleich auf harten, ziehen. Jenes iſt nur, was er bei einem gutartigen Jeet ſch trocknen Wegen anhaltend oder öfters getrieben wird, Charakter der Krankheit gleich Anfangs ſelbſt thun z oͤfnen; wenn es ihm an friſchem Waſſer gebricht, oder wenn kann. len dicken es in unreinen Ställen in tiefem Kothe ſtehen muß. cle zn be⸗ Deßwegen muß man die Viehheerde, wenn ſich Best mit Gelegenheit darbietet, alle Tage einmal im Sommer A leinegen durch ein reines Waſſer oder durch einen Fluß zu.;: and drohen, treiben ſuchen, auch dieſelben wohl eine Weile darin 5 ee Verbindung Krankheit, ſtehen laſſen. Die Kennzeichen ſind hier ſehr einfach. 5 1e ih de Das Vieh geht Anfangs ſteif und wird bald völlig„Als Urſache diefer Krantheit giebt man ver⸗ gewohnlichen lahm; die Klauen ſind widernatürlich heiß und es ſchlemmtes oder hartes Futter an, hauptſachlich ſind woſclhſt die verräth Schmerzen, wenn man die Klauen oben an große Dürre, anhaltende Hitze, Mangel an Gras ird ange, der Krone drückt; das Fleiſch darüber ſchwillt auf, und an i Waſſer als die Urſache angeklagt der Krank. es entſtehen zwiſchen den Klauen Geſchwüre, und worden. Die Kennzeichen dieſer Krankheit ſind: daß as Kochſalz aus dieſen fließt eine wäſſerige, übelriechende Materie; 1 ig Nin 5285 1 verliert, daß b ſie gleich das Horn fängt an, ſich von der Hornhaut zu trennen; die 1 ch e. 8 ihm 7 Schleim und Erkrankten, die Thiere bekommen Fieber, ſie freſſen nicht mehr Speigel aus dem Maule läuft. eimmt das Uebel unter vor, mit Appetit, und ihre feurigen Augen haben am zu, ſo entſtehen an dem Zahnfleiſch und an den den niſſen, Ende einen ſtarren Blick. Lippen weiße Blattern, N e an dem Gau⸗ denſelden in„Die Heilmittel beſtehen vor Allem zuerſt in der men. ſich, 170 ſe 3 ie Zunge wird ganz wohnlich e. Reinlichkeit und Ruhe der Thiere; der leidende Fuß wund; 3 5 en 10 e 3 Rachen, er Vorſchts⸗ muß mit kaltem, friſchem Waſſer ſauber abgewaſchen 1 5 1555 werden elend, weil ſie nicht ordent⸗ Ar in Ver- und ſtündlich die Wunde aus einem Gemiſch von ich freſſen 3 den beißen Eſſig, Waſſer und Salz, von jedem gleichviel,„Die Verhütungs⸗ und Vorbeugungsmaßregeln wid die angefeuchtet werden. Kann man es zwingen, ſo gegen dieſe Krankheit ſind: daß man während der zeit mit der muß man den leidenden Fuß alle Tage eine gute großen Dürre eines Sommers das Rindvieh nie s zeigt ſch Weile in kaltes Waſſer halten, oder Leinwandbinden Mangel an friſchem Waſſer leiden laßt; iſt die Ge⸗ Kaauenſeuche darum machen und recht oft und ſtark 8 begießen, legenheit vorhanden, ſo laſſe man es öfters, mögligſt und deren damit er immer naß und kühl bleibt. Kann man taglich zweimal, durch fließendes Waſſer treiben. g das nicht, ſo muß man den Fuß mit einem Gemiſch Iſt die Krankheit in einem Orte oder in einer Ge⸗ von Eſſig und Waſſer, gleichfalls mit Hülfe der gend ausgebrochen, ſo ſetze man ſich von dem Cha⸗ Leinwandbinde, anfeuchten und naß erhalten. Auch racter derſelben genau in Kenntniß und gebrauche Umſchläge von Kuhmiſt, Sauerteig und Eſſig oder dem gemäß Vorkehrungen. Man gibt dem Vieh „Die Maulſeuche, Mund- oder Maulfäule des Rindviehes iſt eine anſteckende Krankheit, die ſich, wenn ſie ausbricht, gewöhnlich in der ganzen Heerde wie bei den derdei beſon⸗ ö d der heißen ſtigen Stal, rehm und Eſſig, kann man um den Fuß machen. vorzugsweiſe Schrot- und Mehlſaufen, waſcht ihm ide und des Sind die Geſchwüre reif, ſo müſſen ſie geöffnet das Maul mit Eſſig aus, worin Kochſalz und ein Swepſtee werden, um dem Eiter Abfluß zu verſchaffen; ſie wenig Honig aufgelöſet iſt. Um die Auswaſchung g dus fir werden, wenn dieß geſchehen iſt, mit Alaun und beſſer zu bewerkſtelligen, bindet man einen leinenen 5 Thru Eſſig rein ausgewaſchen. Sind die Geſchwuͤre ſchon Lappen an einen Stock, taucht dieſen in die Auf— idem Hur aufgebrochen, ſo nehme man Flachs oder Werg, löſung, und reibt alle Tage zwei- oder dreimal brauche de ſtreiche dicken Terpentin darauf, lege dieſes auf die das Maul des Thieres damit aus. Auch kann waschen ds aufgebrochenen Stellen und verbinde den Fuß ſo man eine Handvoll Salbei in ein Maas Eſſig vorzugsweit a genau als möglich damit. kochen, die Brühe abſeihen und das Maul des Thie— üg.“„Auf dieſe hier angegebene Art kann der Land- res damit auswaſchen. Dann iſt auch die Tren— —— — 296— nung der geſunden von den kranken Thieren be⸗ ſonders zu empfehlen. „Uebrigens gilt in Bezug auf thierärztliche Hülfe auch hier, was im vorſtehenden Aufſatze über die Klauenſeuche geſagt iſt.“ Darmſtadt. Curtmann. Wieder etwas Neues vom Monde. Wir haben in unſerm Blatte gelegentlich ſchon allerlei Merkwürdigkeiten, die man auf dem Monde wollte geſehen haben, mitgetheilt, auch von dem Einfluſſe geſprochen, den er verſchiedentlich auf unſere Erde ausübt. Heute wollen wir unſere Leſer mit noch einer neuen Entdeckung unterhalten, die ſich in einer ſchottiſchen Zeitſchrift befindet und aus dieſer in ein deutſches Blatt“) übergegangen iſt. „Ein ſehr verſtändiger Mann, Namens Ed⸗ monſtone, der ſich faſt zwanzig Jahre lang mit Holzhandel in Demarary(im Lande Guyana in Süd⸗Amerika) beſchäftigte und während dieſer Zeit eine Menge Beobachtungen über Bäume anſtell te, macht die Bemerkung, daß der Einfluß des Mondes auf Bäume ſehr groß ſey. So auffallend iſt dies, daß, wenn ein Baum im Vollmond gefällt wird, er augenblicklich ſich ſpaltet, als wäre er durch die, Einwirkung einer äußeren Kraft von einander ge⸗ riſſen. Dieſe Loslöſung der Theile, ſagt Herr Ed⸗ monſtone, hat, wie ich vermuthe, ihren Grund in der ungeheuern Menge Saft, welche der Baum um dieſe Zeit enthält. Darum haben Bäume, die im Vollmond gefällt werden, vergleichungsweiſe wenig Werth, und werden kurze Zeit danach von Motten und Würmern angefreſſen, ähnlich denen, die man manchmal im amerikaniſchen Mehl findet. Auch leiden ſie viel früher durch die Fäulniß, als wenn man ſie bis zu einer andern Periode des Mondes ſtehen läßt. Bäume, die man zu Bauten verwenden will, welche Dauer haben ſollen, werden deßhalb im erſten und letzten Viertel des Mondes geſchlagen; denn der Saft ſteigt im Vollmond bis in den Gipfel des Baumes, und fällt im Verhältniß zur Abnahme des Mondes. Dieſer Einfluß, bemerkt Herr Edmonſtone, iſt allen Baumarten gemein, ) Das Ausland. Nro. 327. Jahrgang 1837. Eine der intereſſanteſten Zeitſchriften! womit ich bekannt wurde, und ich hatte Gelegenheit/ die Sache dreißig Jahre lang unter den verſchiedenen Holzarten zu betrachten, an denen die Colonieen in Südamerika ſo reich ſind.“ Wir glauben Vorſlehendes unſern Forſtmännern zur Prüfung vorlegen zu muͤſſen. Angenehm würde uns ſeyn, wenn ſie uns ihre Erfahrungen darüber mittheilen wollten. Die Redaction. Die tarfreien Apoſtel. * Ein Bauer, der unlängſt mit ſeiner Klage ab⸗ gewieſen und in die Koſten verurtheilt worden war, ſprach unaufhörlich vom Appelliren gegen dieſen 4 Beſcheid und deſſen Unrichtigkeit. Der Beamte, der endlich unwillig ward, bedeutete dem Bauer noch⸗ mals, daß, falls er ſeinen Beſcheid anfechten wolle, er auf eine paſſende Weiſe die Appellation anzeigen müſſe, und fügte die Bemerkung bei, daß er unge⸗ ziemende Worte von Unrichtigkeit des Beſcheids u. ſ. w. mit Strafe belegen werde. Nichts deſto wenigen fuhr der Bauer fort, den Beſcheid unrichtig zu nennen, und erklärte nochmals, die Appellation zu ergreifen. Der Beamte fragte daher den Bauer, ob er auch die Apoſtel(d. h. eine Beſcheinigung, daß die Ap⸗ 1 pellation eingelegt ſey) haben wolle; allein noch ehe er Antwort erhielt, war der Bauer eiligſt davon?ß gelaufen. Hierüber bei ſeinem nächſten Erſcheinen 4 Au vor Gericht von dem Beamten befragt, gab er üben den Grund ſeiner ſchnellen Entfernung folgende r⸗ klärung: Er ſey bekanntlich von dem Hrn. Beamten unlängſt einmal eingeſteckt und ihm hierbei bemerkt worden, daß er Moſes und die Propheten erkennen lernen ſolle. mindeſtens Prügel erhalten. C. Hbr. Kaſſe fuͤr taubſtumme Konfirmanden. 1 Für die Predigt c. des Herrn Prof. Sell, von deren Ertrag eine Kaſſe für taubſtumme Konfirmanden 1 gegründet werden ſoll, iſt ferner bis heute eingegangen: Durch. ö Exempl. fl. kr. Herrn Pfarrer Müller in Bruchenbrücken 4— „ Poſtmeiſter Rauſch in Lauterbach 2 1 „ Conſiſtorialrath Zimmer in Frankfurt 12 2 24 „ Pfarrer Sell in Niederurſel von einer Ungenannten 5 Friedberg den 11. Oktober 1838. C. Bindernagel. * 8 2 Da nun die Apoſtel, die ihm der Hr. Beamte angeboten, größere Leute als die Pro- pheten geweſen ſeyen; ſo habe er geglaubt, er ſolle 4 abgebro bietend Frie Morget des Ko borne Kupfer, Schran vollſtan und W Wohnu ſteigert Frie (111. gens 9 bilien, tannene Eiſen, lederne Garn, lich mei Frie. on anzeigen aß er unge⸗ Beſcheids u. eſto weniger g zu nennen, u ergreifen, ob er auch daß die Ap⸗ allein noch ligſt davon⸗ u Erſcheinen gab er über folgende Er; ru. Beamten erbei bemerkt ten erkennen die ihm der als die Pro, bt, er ſolle C. Hbi. t manden. ell, von deren Bekanntmachungen von Behoͤrden. . Edietalladung. (1094) Nachdem eine vorläufige Vermoͤgens⸗Unter⸗ ſuchung des Ortsbürgers Martin Meier und deſſen Ehefrau, Katharina geb. Hächenberger in Schwalheim, ſo wie die eigne Erklärung dieſer ergeben, daß deren Schulden ihr dermaliges Aectiv⸗ Vermögen weit überſteigen, ſo iſt zuvor Termin zur ſummariſchen Liquidation ſämmtlicher Forderungen, ſo wie zum Güte⸗Verſuch, ſowohl zwiſchen den Gläu⸗ bigern und Gemeinſchuldnern, als jener unter ſich, auf den 31. Oktober l. J., Morgens 9 Uhr, unter dem Rechtsnachtheil, daß die zurückbleibenden be— kannten Gläubiger, als dem Beſchluſſe der Mehr— zahl der erſcheinenden beitretend erachtet, die un⸗ bekannten aber ausgeſchloſſen werden, anbeſtimmt worden, indem ſich auch zugleich wegen des einſt— weilen beſtellten Maſſepflegers zu erklären iſt. Dorheim den 25. September 1838. Kurfuͤrſtl. heſſ. Juſtiz-Amt daſ. Halberſtadt. Verſteigerung. (1111) Dienſtag den 16. Oktober, Nachmittags um 2 Uhr, ſollen in dem Hof des Herrn Profeſſors Dieffenbach eine Parthie Latten, mehreres ſehr gutes Bauholz, Dielen und einige Thüren, von einem abgebrochenen Stall herrührend, öffentlich meiſt⸗ bietend verſteigert werden. Friedberg den 4. Oktober 1838. Der Buürgermeiſter D. Fritz. t ej gerung. „(1112) Montag den 15. Oktober l. J., von Morgens 9 Uhr an, ſollen die zur Verlaſſenſchaft des Konrad Gerſter erſter Ehefrau Katharina, ge⸗ borne Groß, gehörende Mobilien, beſtehend in Kupfer, Zinn, Blech, Eiſen, Porcellain und Glas, Schränke, Tiſche, Stühle, Commode, Bettladen, 1 vollſtändiges Bett, Weißgeräth, Hemden, Strümpfen und Weibskleidung, öffentlich meiſtbietend in der Wohnung des Konrad Gerſter in der Vorſtadt ver⸗ ſteigert werden. Friedberg den 4. Oktober 1838. Der Bürgermeiſter D. Fritz. Mobilien ⸗Verſteigerung. (1114) Dienſtag den 16. Oktober l. J., Mor⸗ gens 9 Uhr, ſollen in hieſigem Rathhaus alte Mo⸗ bilien, als 13 mit Leder beſchlagene Stühle, Bänke, tannene Tiſche, alte Fenſter, verſchiedenes altes Eiſen, mehrere Seiler, 16 alte Torniſter, 1 Paar lederne Hoſen, ein Mantelſack, Rock, Kappe, rothes Garn, 6 Vorhänge und ſonſtige Gegenſtände öffent— lich meiſtbietend verſteigert werden. 5 Friedberg den 4. Okt. 1838. Der Bürgermeiſter D. Fritz. 297 Straßenbauarbeit. a (1113) Dienſtag den 16. Oktober, Vormittags 10 Uhr, wird der noch übrige Theil der Planirar⸗ beit an der neu zu erbauenden Provinzialſtraße von Friedberg uber Oberrosbach bis an die Grenze in der Richtung von Homburg v. d. H., in einzelnen Looſen an die Wenigſtnehmenden, unter den dabei bekannt gemacht werdenden Bedingungen, an Ort und Stelle öffentlich vergeben. Die großh. Bürgermeiſter werden erſucht, Vor⸗ ſtehendes in ihren Gemeinden bekannt machen zu laſſen. Friedberg den 4. Oktober 1838. Der großh. heſſ. Kreisbaumeiſter Rhumbler. Straßenbau⸗ Arbeit. (1117) Montag den 22. Okt., Vormittags 9 Uhr, wird das Verſteinen der Fahrbahn an der neuen Provinzialſtraße von Aſſenheim nach Dornaſſenheim hin, in einzelnen Ahtheilungen unter den bekannt gemacht werdenden Bedingungen auf Ort und Stelle an die Wenigſtnehmenden öffentlich vergeben. Die großh. Bürgermeiſter werden erſucht, Vor⸗ ſtehendes in ihren Gemeinden bekannt machen zu laſſen. Friedberg den 4. Oktober 1838. Der gr. heſſ. Kreisbaumeiſter Rhumbler. Marktverlegungs-Anzeige. (1119) Man bringt hierdurch zur Kenntniß des Publikums, daß der dießjährige altenſtädter Herbſt⸗ mark Donnerſtag den 25. d. M.— nicht auf den 18., wie in dem Landeskalender angegeben iſt— abgehalten werden ſoll, und daß auf den Mittwoch vorher, als den 24. d. M., der ſeit mehreren Jahren außer Brauch geweſene Viehmarkt wieder ins Leben tritt. Die Herren Bürgermeiſter werden noch beſonders erſucht, zur Veröffentlichung dieſer Anzeige gefaͤlligſt beitragen zu wollen. Altenſtadt am 1. Oktober 1838. Der großh. heſſ. Bürgermeiſter Brack. Arbeits ⸗Verſteigerung. (1121) Donnerſtag den 18. Oktober, Vormittags 10 Uhr, wird an der neu zu erbauenden Provin⸗ zialſtraße von Lindheim bis an die kurheſſiſche Grenze bei Marköbel, die noch uͤbrige Planirarbeit von der haincher Gemarkung bis an die Landesgrenze bei Langenhbergheim in einzelnen Looſen an die Wenigſt⸗ nehmenden auf Ort und Stelle unter den bekannt gemacht werdenden Bedingungen, öffentlich vergeben. Die großh. Bürgermeiſter werden erſucht, Vor⸗ ſtehendes in ihren Gemeinden bekannt machen zu laſſen. 2 Friedberg in 4. Oktober 1838. Der gr. heſſ. Kreisbaumeiſter Rhumbler. R Victualien Ankauf. (1131) Montag den 22. d. M., des Vormittags um 10 Uhr, ſoll auf dem Verwaltungsbureau der 2. Diviſion, Garderegiments Chevauxlegers, eine bedeutende Lieferung, beſtehend in Kartoffeln, Bohnen, Erbſen und Sauerkraut an den Wenigſtverlangenden Parthienweiſe verſteigert werden. Indem ich dieſes zur öffentlichen Kenntniß bringe, erſuche ich zugleich die Herrn Bürgermeiſter in den zunächſt gelegenen Kreiſen dieſe Verſteigerung den unterhabenden Ge⸗ meinden bekannt machen zu laſſen. 1 Butzbach den 10. Oktober 1838. In Auftrag: f Cellarius, ö Unterquartiermeiſter. Obligations ⸗Verlooſung. (1132) Nachdem heute bei der Gemeinderaths⸗ verſammlung die laut dem Voranſchlag für 1838 zur Abzahlung beſtimmten 200 fl. Partial⸗Schuld⸗ Verſchreibung durch das Loos gezogen und die Nr. 37 herausgekommen iſt, ſo wird ſolches mit dem Anfügen bekannt gemacht, daß der Inhaber der vorgedachten Paͤrtial⸗Schuld⸗Verſchreibung den Be⸗ trag bis zum 1. Januar 1839, gegen Rückgabe 1 derſelben, bei der hieſigen Gemeinde-Kaſſe in Em⸗ pfang zu nehmen hat, indem von da an keine wei⸗ teren Zinſen vergütet werden. b Büdesheim den 30. September 1838. Der großh. heſſ. Bürgermeiſter Wieſen bach. b Obligations-Verlooſung. (1133) Bei der heutigen Gemeinderathsſitzung wurden die laut dem Voranſchlag für 1838 zur Abzahlung beſtimmten 200 fl. Partial⸗Schuld⸗Ver⸗ ſchreibungen durch das Loos gezogen und es kamen die Nr. 43 und 70 zu 100 fl. heraus. Dieſes wird unter dem Anfügen zur öffentlichen Kentniß gebracht, daß die Inhaber der vorgedachten Partial⸗Schuld⸗ Verſchreibungen den Betrag bis zum 1. Januar 1839, gegen Rückgabe derſelben, bei der hieſigen Gemeindekaſſe in Empfang zu nehmen haben, indem von da an keine weiteren Zinſen von denſelben vergütet werden. Fauerbach II. den 1. Oktober 1838. Der großh. heſſ. Bürgermeiſter Sang. Oellieferung. (1134) Da Dienſtag den 30. d. M., Vormittags 10 Uhr, die Lieferung des Oelbedarfs für die 2. Diviſion, Garderegiments Chevauxlegers, in Accord gegeben werden ſoll, ſo ſetzt man die Steigluſtigen hiervon in Kenntniß. b Butzbach den 10ten Oktober 1838. In Auftrag: Cellarius, Unkerquartiermeiſter. Obligations ⸗Verlooſung. (1135) In der am 2. Oktober 1838 hier ſtatt⸗ gehabten Verlooſung, der dieſes Jahr zum Abtrag beſtimmten Gemeinde-Obligationen, wurden folgende Nummern gezogen: Nr. 15, 42, 50, 47, 13, 37 und 17, was mit dem Anfügen hiermit zur öffent⸗ lichen Kenutniß gebracht wird, daß vom 1. Januar 1839 an, keine weiteren Zinſen für dieſe Nummern vergütet werden. i 0 Rödelheim am 3. Oktober 1838. : Der großh. heſſ. Bürgermeiſter g W. Brill. 5 Bekanntmachung. (1136) Dienſtag den 16. d. M., Vormittags 9 Uhr, ſoll zu Niederwöllſtadt auf dem Bureau des Bürgermeiſters das bei der Regiſtratur für unbrauch⸗ bar erkannte Papier von circa 1¼ Centner in meh⸗ reren Abtheilungen meiſtbietend verkauft werden. Niederwöllſtadt den 8. Oktober 1838. Der ne Arbeits= Verſteigerung. (1137) Samstag den 20. d. M., Vormittags 11 Uhr, ſoll die Planirarbeit an der neuen Weg⸗ ſtrecke von Oſſenheim bis zur Grenze gegen Flor⸗ ſtadt Abtheilungsweiſe an den Wenigſtnehmenden unter den in dem Termin bekannt gemacht werdenden Bedingungen an Ort und Stelle verſteigert werden. Die ganze Wegſtrecke hat eine Länge von 600 Klafter. Die großh. Bürgermeiſter der Umgegend erſuche ich um die gefällige Veröffentlichung dieſer Verſtei⸗ gerung in ihren Gemeinden. Oſſenheim den 11. Oktober 1838. Der großh. heſſ. Bürgermeiſter a eller. Privat- Bekanntmachungen. Kirchweihe zu Burggraͤfenrod. (1138) Sonntag den 14. und Montag den 15. Oktober iſt Kirchweihe zu Burggräfenrod. Bei dieſer Gelegenheit iſt bei mir gute Tanzmuſik, reingehal⸗ tener Rheinwein nebſt allen an dieſen Feſten ge⸗ wöhnlichen Erforderniſſen anzutreffen. Ich lade hierdurch meine Freunde und Gönner mit dem Be— merken höflichſt dazu ein, daß bei günſtiger Wit⸗ terung der am 26. Auguſt d. J. am Selſerbrunnen bei Okarben geweſene Frankfurter Singverein Sonn- tag Nachmittag in meinem geſammtherrſchaftlichen Garten ſich einfinden wird. Mit der Verſicherung prompteſter und billigſter Bedienung ſieht einem zahlreichen Zuſpruch entgegen Burggräfenrod den 10. Oktober 1838. Trabant. Zum Ausleihen. (1139) Ohngefähr 4000 fl. Vormundſchaſtsgelder (1144 0 Morgen ung ein an die! Koſtenül 1) für! 2„ 3)„ 9 77 57 90 7 7 8)„ 00„ Inde bemerkt, ſteigerun Hofe da hunt ge dem Bl Hoffman mittags 9 Areau des unbrauch⸗ in meh⸗ erden. 8. germeiſter ermittagg len Weg⸗ gen Flor⸗ ehmenden der denden rden. Die Klafter. id erſuche T Verſtei⸗ Netmeiſter l. rod. den 15. ei dieſer teingehal⸗ ſeſten ge⸗ Ich lade dem Be⸗ ger Wit⸗ erbrunnen in Sonn⸗ — 9998 werden von dem Unterzeichneten gegen hinreichende Sicherheit, jedoch nur, in die Landgerichtsbezirke Friedberg und Großkarben verliehen. Unter 500 fl. wird kein Darlehen abgegeben und wer ſich eines Geldmaklers bedient, erhalt kein Kapital von mir. Friedberg den 5. Oktober 1838. f Bittſcher, Hofgerichtsadvokat. Eine große Anzah ere Oelfäßer, (1140) zu Krauteinmachen dienlich, ſind billig abzugeben von Georg Groß. Zum Vermiethen. (1141) In dem ehemaligen W. Dietz'ſchen Hauſe in der Uſergaſſe iſt der zweite Stock zu vermiethen und kann ſogleich bezogen werden. Derſelbe beſteht aus 4 in einander gehenden heitzbaren Zimmern, Küche, Keller, Dachſtube, Holzbehälter und einer gemeinſchaftlichen Waſckküche.— Im dritten Stock iſt ferner ein heitzbares Zimmer mit einem Alkoven ohne Möbel an einen ledigen Herrn zu vermiethen. Die näheren Bedingungen ertheilt der Unter⸗ zeichnete. Friedberg im Oktober 1838. Peter Roth, Gaſtwirth. Ein Stuhlwägelchen mit Federn, (1142) noch ganz neu und elegant gebaut, iſt zu verkaufen. Das Nähere bei der Exp. d. Bl. Zum Ausleihen (1143) gegen gerichtliche Verſicherung liegen in 155 Kirchenkaſſe zu Obermörlen 300 fl. zu 5 pCt. ereit. Friedberg am 10. Oktober 1838. Der Kirchenrechner d Faa tz. Erbauung eines neuen Hauſes. (1144) Donnerſtag den 18. Oktober d. J., des Morgens um 9 Uhr, ſollen die Arbeiten zur Erbau— ung eines neuen Hauſes vor dem Selſerthor dahier, an die Wenigſtnehmenden verſteigert werden. Die Koſtenüberſchlage betragen: fl. kr. 1) für die Maurerarbeit 6444 40 )„ Steinhauerarbeit 450 56 3)„„ Zimmerarbeit 3471 44 4)„„Dachdeckerarbeit 783 32 5)„„KSchreinerarbeit 2696 14 6)„„ Schlloſſerarbeit 1907 36 7)„„KGlaſerarbeit 666 58 8)„„K Weisbinderarbeit 1123 43 9)„„KSpenglerarbeit 161 42 Summa 17716 10 Indem man Steigluſtige hierzu einladet, wird bemerkt, daß die näheren Bedingungen bei der Ver⸗ ſteigerung, welche in dem Gaſthauſe zum heſſiſchen Hofe dahier vorgenommen werden ſoll, werden be— kannt gemacht werden, ſolche auch ſchon vorher auf dem Bureau des Herrn Provinzial- Baumeiſters Hoffmann eingeſehen werden können und die Ver⸗ ſteigerung zuerſt nach den einzelnen Gewerken, dann aber auch im Ganzen geſchehen wird. Gießen den 26. Sept. 1838. Etwas für den Winter. Betreffend; Die Bildung der Geometer III. Klaſſe von dem großh. heſſ. Kreisgeometer Koch. (1145) In Bezug auf die Inſerate(55) und (170) in den Nr. 3 und 7 dieſes Blattes, bringe ich zur öffentlichen Kenntniß, daß ich fur den künf⸗ tigen Winter den geometriſchen Unterricht mit dem 1. November d. J. anfangen und bis gegen Oſtern fortſetzen werde.— Diejenigen, welche nun etwa künftiges Frühjahr das Examen eines Geometers III. Klaſſe beſtehen, oder diejenigen Feldgeſchwornen, Oekonomen, Bauhandwerker und ſonſtige Geſchäfts⸗ leute, welche aus bloßen Privat- und Liebhaberei⸗ Gründen an dieſem Unterrichte Theil nehmen wollen, wollen mich baldigſt entweder mündlich oder ſchriftlich hiervon in Kenntniß ſetzen. Ich werde den Unterricht in Friedberg mit Donnerſtag den 1. November beginnen, und ſo allemal jeden Don⸗ nerſtag und Montag jeder Woche bis ungefähr ge⸗ gen Oſtern fortſetzen, bis wohin jeder der verehr— lichen Intereſſenten hoffentlich ſo viel Kenntniſſe erlangt haben wird, als zu ſeinem Zwecke, zum Beſtehen des Examens eines Geometers III. Klaſſe oder zur Vervollſtändigung ſeiner ſonſtigen techniſchen Kenntniſſen, nothwendig iſt. Diejenigen, welche daher für den kuͤnftigen Winter an dieſem Unter⸗ richte Theil zu nehmen geſonnen ſind, wollen ſich daher entweder mündlich oder ſchriftlich mit dem Unterzeichneten vor dem 1. November deßfalls be— nehmen.— Sollten ſich zureichende Intereſſenten finden, ſo bin ich zur Bequemlichkeit und Erſparung der Zeitverſaumniſſe derſelben auch bereit, dieſen Unterricht in Butzbach und Okarben wöchentlich zweimal zu ertheilen.— Weshalb allenfalls diejenigen Intereſſenten, welche um dieſe Orte herum wohnen, und welchen der Weg nach Friedberg zu weit iſt, mir ihre deßfallſigen Wünſche baldmöglichſt ſchriftlich oder mündlich zu erkennen geben wollen. Daß übrigens der vorjährige, obwohl ſehr kurze geometriſche Unterricht, während der Monate Fe⸗ bruar und März, nicht ohne Früchte geweſen iſt, und daß keiner der verehrlichen Herren Intereſſenten zu fürchten braucht, daß er ſein Geld und Zeit für denſelben umſonſt verſchwende, möchte das beige⸗ druckte Bekenntniß der vorjährigen Eleven zur Ge⸗ nüge beurkunden: „Daß der Herr Kreisgeometer Koch zu Fried⸗ berg uns Unterzeichnete in vorigem Winter, wo wir nur wöchentlich zweimal, allemal nur einen halben Tag geometriſchen Unterricht bei demſelben genoſſen, uns in der kurzen Zeit von zwei Monaten ſoweit gebracht hatte, daß wir im Stande waren, jede kleine viel⸗ * ſeitige Figur aufzunehmen, zu berechnen und auf⸗ haft kochen zu lernen. Ein unentbehrliches Handbuch für b ahrheit gemä igen⸗ Hausfrauen und Köchinnen. Fünfte Auflage. Mit einem kündige e heit gemäß durch eigen and e 10 i e 19 12 Servir⸗ 4 und Tranchirtabelle. Nebſt einem Titelkupſer. Hana. Ockſtadt den 24. Auguſt 1838. Edler. Gebunden. 51 5 r. Gottfried Mörler v. Ockſtadt. Conſtanzer Kochbuch. Vierte Auflage. Geb. 1 fl. 45 kr. Johannes Will von Rodheim. Die vollkommene Köchin oder neues ſchwäbiſches Kochbuch, F. Storch v. Dorheimer Werk.“ 876910 9 105 als 1 0 e Hausfrauen 10 5 N j 505 8 0 ecepte. Zweite germehr. 8 Um ſo mehr glaube ich die verehrlichen Herren e 2 50 ke. Intereſſenten für den künftigen Winter mit ihren Erwartungen befriedigen zu können, als ich dem 5 5 N geometriſchen Unterricht nicht allein die Vermeſſung Landeskalender a 4 ö 4 kr. kleiner vielſeitiger Figuren ꝛc. ꝛc. und dem dieſem Heſſiſche Hausfreund 2 5 8 kr. nothwendig vorausgehenden Unterricht in der theo⸗ ſind vorraͤthig bei C. Bindernagel. retiſchen Mathematik, ſondern auch die Lehre von 5 5 i dem Nivellement kleiner Strecken, der Rechnung Fruͤchte⸗Preiſe hier in Friedbern: mit Decimalbrüchen, der Ausziehung der Quadrat⸗ Waizen: 10 fl. 30 kr. Korn: 7 fl. 20kr. Gerſte: 5 fl.— kr. und Cubikwurzeln, einverleiben werde. Hafer: 3fl.— kr. Erbſen:— fl.— kr. Friedberg den 11. Oktober 1838. Fruͤchte⸗Preiſe zu Frankfurt, am 8. Okt. Der großh. Kreisgeometer Waizen: s fl. 45 kr. Korn:— fl.— kr.— Gerſte: 5 fl. 30 kk. Koch. Hafer: 3 fl. 20 kr. Erbſen:— fl.— kr. g (1146) Im Verlage von G. Jonghaus(J. W. Fruͤchte⸗Preiſe zu Mainz, am 5. Okt.: Heyer's Hofbuchhandlung) in Darmſtadt iſt ſo eben Waizen: 10 fl. 19 kr. Korn: 7 fl. 43 kr. Gerſte: 5 fl.3 kr. erſchienen, und durch die Herrn Buchbinder zu er⸗. 3 fl 17 kr. Erbſen:— fl.— kr. halten Polizei⸗Taxe fuͤr die Staͤdte Friedberg und Darmſtaͤdter Reſidenz⸗Kalender Butzbach vom 14. bis 20. Oktober 1838. für das Jahr 1839 5 a Preis 8 Kreuzer. N f pfo[ Brod Preiſe. Friedberg Butzbach. Dieſer Kalender zeichnet ſich durch ſeinen reichen kr. pf. kr. pf. Inhalt aus. In gedrängter jedoch klarer Ueberſicht 1 Leib⸗Roggenbrod 73 24 3 erhält man für wenige Kreuzer eine Maſſe No⸗ 4 5 7. 4 40 1 tizen, welche für jeden von höchſter Intreſſe 2 5 Loth 9 5 ſind.— Milchbrod 11 4% v1 4% 5 5—[Waſſerweck„ Bei C. Bindernagel in Friedberg iſt vorräthig:— Gemiſchtes(Tafel-) Brod 11. elena Taſchenbuch auf 1839. Inhalt: Liebeswerben. 5 5 O pelle von L. Tieck.— Sonnenflug, Novelle von B Fleiſch⸗Preiſe. v. Guſeck.— Der arme Oſchem, biſtoriſche Novelle von pf. pf. L. Schefer.— Niobe von San⸗Bonifazio, corſiſches Sit⸗ 1 Ochſenfleiſch 111 2 1112 tenbild von L. Storch. 4 fl. 12 kr.„ Kübhfleiſch 83 8 Brumhard, A., Verſuch zur Beantwortung der Frage: ob„ Rindfleiſch. 8 2 811 der Staat die Holz verbrauchende Induſtrie durch Holz⸗„ Kalbfleiſch 8— 81— abgaben zu ermäßigten Taxen unterſtützen ſoll? und über„ Schweinenfleiſch 11 die adminiſtrativen Maßregeln zur Befriedigung der Brenn⸗ 1 Hammellleiſch 9— 8 2 holzbedürfniſſe überhaupt. Darmſtadt Pabſt. 36 kr.„ Schaaflleiſch 772 1 Ruſt, Predigten und Caſualreden. Erſte Lieferung. Speyer.„ Wurſt von blos Schweinen 14— 14— Neidhard. In vier Lieferungen 4 2„Gemiſchte Wurſt 1 10.— Allgemeine Blumenſprache nach der neueſten Deutung. Eben⸗„ Bratwurſt 15— 15— daſelbſt. a 18 kr.„ Schwartenmagen 16— 6 Blaul, geiſtliche Lieder. Ebend. 145 18 kr.„ Geräucherter Speck 22—5 Karow, Leitfaden zum praktiſch⸗ methodiſchen Unterricht im„Schinken 144— 14— Geſange vornehmlich in Volksſchulen. Bunzlau. Appun.„ Dörrfleiſch 15 15 5 5* i Schweinenſchmalz, ausgelaſſen 20— 18— Fritſch, Dr., Kritik der bisherigen Grammatik und der 1 dito unausgelaſſen 18— 46— philologiſchen Kritik. Erſter Theil. Frankfurt. Sauerlän⸗„ Nierenfett 18— 48—— Klarin, G., die wohlunterrichtete und ic feli hende Bam e a„E., di errichtete U 2 ehrende 1 5 Köchin, oder die Kunſt, in der kürzeſten Zeit, ohne alle Der großh. heſſ. Kreisrath d. K. F. Vorkenntniſſe, auf die vortheilhafteſte Art billig und ſchmack⸗ Küchler. Gedruckt und verlegt unter Verantwortlichkeit von Carl Bin dernagel in Friedberg. 4 — Am fliſſen üb — Ne Wer! M Nauhei hat, um bed Wise