N F — D Intelligenzblatt für die D rovinz im Allgemeinen, den Kreis Friedberg und die angrenzenden Bezirke im Beſonderen. N 6. Sonnabend, den 10. Februar 1838. Amtlicher Theil. Der großherzoglich heſſiſche Kreisrath des Kreiſes Friedberg an ſaͤmmtliche großh— Buͤrgermeiſter des Kreiſes. Betreffend: Die Completirung der Feldtruppen im Jahr 1838. Gleichzeitig mit dieſem Ausſchreiben theile ich einem Jeden von Ihnen ein Exemplar der von großh. Provinzial-⸗Commiſſair zu Gießen in rubricirtem Betreff erlaſſenen Bekanntmachung unter der W 9 mit, dieſelbe alsbald in jeder Gemeinde Ihrer Bürgermeiſtere: anheften zu la offentlichen Kenntniß zu bringen. Aus dieſer Bekanntmachung iſt zu entnehmen, Friedberg diejenigen jungen Leute, haben, marſchpflichtig ſind, die Nr. 111 bis 120 aber noch nach dem 1. April l. J können. Sie haben alle diejenigen, welche hiernach eine Marſch Kenntniß zu ſetzen und zugleich anzuweiſen, auf an ſie gelangende Ordre zu dem Regim welchem ſie zugetheilt ſind, ſich unverzüglich zu begeben. Sollte einer oder der andere durch ein begrün detes Hinderniß hiervon abgehalten ſeyn, ſo iſt mir unter Anſchluß des erforderlichen Zeugniſſes über den Abhaltungsgrund ſogleich berichtliche Vorlage zu machen. — Friedberg den 7. Februar 1838. 22— e eee—.— 00 a Aetreffend: Die Muſterung und Konſcription für 1838. r Unter Verweiſung auf mein Ausſchreiben vom 25ten Januar 1834(Nr. 5 des fordere ich Sie auf, die Vorarbeiten für die Muſterung und Konſcription für das Ja lich vorzunehmen. Bei Beurtheilung der Frage, ob die Depotanſprechenden im Stande ſind, ſich einen Stellvertreter zu ſtellen, iſt nach Art. 36 des Geſetzes vom 19. März 1836, betreffend die Stellvertretung im Militär⸗ dienſte, derjenige als zur Stellung eines Stellvertreters unvermögend anzuſehen, welcher nicht die Aſſekuranz⸗ Summe von 90 fl. zu beſtreiten vermag. Bis längſtens 15ten März d. J. erwarte ich die ganz vollſtändig aufgeſtellten Ortsliſten, anſprüche ꝛc. eingeſendet, widrigenfalls an die Säumigen Warteboten abgehen. Schließlich mache ich Sie noch auf ſtrenge Beachtung des§. 18 der Verordnung vom 30. April 1831, die Vollziehung des Rekrutirungsgeſetzes betreffend, aufmerkſam, mit dem Anfuͤgen, daß dieſerhalb ſtets eine Beſcheinigung über die ſtrenge Beachtung deſſelben den Tarsliſten anliegen muß. Das Formularpapier wird Ihnen zugeſendet werden. N Friedberg am 7. Februar 1838. Intelligenzblattes) hr 1838 unverzuͤg⸗ Depot⸗ Küchler. Alte Sage und neue Lehe 1 1 beißen wollte, hielt ſie ſtill 191 . i 0 er kuͤßte die kalte und run elige Haut, daß es ihn Wenn man in den ſtillen Winterabenden an 25 überlief. Als er 15 1 5 Probe 1 7 den Spinnſtuben des Hinterlandes horcht, ſo hört den hatte, da klotzten aus einem finſteren Loche man zuweilen allerlei Sagen von Drachen, ver“ zwei feurige Augen hervor, und ganz träge bewegte wünſchten Jungfrauen, wilden Jägern und derglei⸗ ſich eine gewaltige Kröte zu ihm hin, deren Leib chen mehr, die gar anmuthig de vernehmen ſind, war dick aufgeblaht von Gift, und die Haut war manchmal auch eine gute Lehre enthalten, wie die, voller Giftbeulen. Wie die ſich ihm näherte, um welche ich jetzt erzählen will. b ſich auch kuͤſſen zu laſſen, vergaß er alles Geld, Im Hinterlande iſt ein Fluß, den man die Eder und es ergriff ihn ein ſolcher Schauder, daß er nennt; der hat ſchon ſeit uralten Zeiten Gold bei ſich plötzlich umdrehte und nach der Thuͤre lief. In ſich geführt, und die Ritter,, die dort haußten, ha- dieſem Augenblicke ſtand die bezauberte Jungfrau ben das wohl gewußt, wie's auch zel er Herr neben ihm, und gab ihm einen ſolchen Schlag, daß von Eſchwege weiß, der vor zwei oder drei Jahren er durch die Thüre ſtürzte, die hinter ihm zufiel eine große Gold⸗Compagnie ſtiftete und ſich zum und ihm die beiden Ferſen abſchlug. Als er ſpat Hauptmann machen ließ über all das viele Gold, Abends nach Hauſe kam, da ſah er ganz bleich das noch heraus kommen ſollte. Die Gegend aber und zerſtört aus und wankte nach ſeinem Bette hin, iſt luſtig, und ſollte man nicht glauben, daß es ſo das ihn aufnahm. Aber die ganze Nacht hindurch ſchön im Hinterlande wer. ergriff ihn Ein Fieberſchauer nach dem andern, Nicht weit von der Eder und der Stadt Bat und es kam ihm immer vor, als kröch die Kröte tenberg ſtand einſt auf einer Höhe ein prächtiges mit ihren Klotzaugen und ihren Giftbeulen nach Ritter⸗Schloß. Die Höhe iſt noch da von de ihm hin und wollte ihn küſſen. Als nach ſechs Schloſſe aber ſieht man nur noch die Mauern und Wochen ſeine Ferſen geheilt waren, da ſtand er Wände, e een ee bei Tag dort hin geht, wieder auf, fühlte aber, daß er lahm war, und hatte iſts ſchon unheimlich, bei Nackt aber überläuft's keine frohe Stunde mehr, denn er ärgerte ſich, daß Jeden, der nur in die Nähe kommt; denn die Eu- ihm das ſchöne Geld entgangen war, um deſſeu⸗ len und Käuzchen krächzen da, als wollten ſie Ach willen er doch wohl die häßliche Kröte noch hätte und Weh rufen. Die Leute warnen aber auch füſſen können. Jeden, der in die Gegend des Schloſſes geht, und Nach zwanzigjährigem Harren kam die Stunde ſagen, es wär uicht gau geheuer, und ſaß da in wieder, da die Jungfrau erlöſ't werden konnte, einem tiefen Gemache noch von den Ritterzeiten und ſie rief einem jungen Schafer zu, der in der her eine verwünſchte Jungfrau über dem Gelde, Nähe des Waldes ſeine Heerde weidete und oft das ihr Vater unrechtmaßg erworben hätte. Sie ſchon in früher Morgenſtunde ſein fröhliches Lied⸗ kommt alle zwang Jahre herauf und ſucht ſich eis lein geſungen und ſein Morgenbrod in ungeſtörtem nen schonen Jüngling aus, der ſia erloſe aus ihrem Glucke am Eichbaume ſitzend verzehrt hatte. Als Zuſtande, und dann wit ihr auch das Geld zu ſich der die Stimme der Jungfrau hörte, bemächtigte nehme, das ſie bei ſich hat. Die Liebe lockt wohl ſich ſeiner ein ſolcher Schrecken, daß er mit ſeinem Manchen, das Geld aber noch mehr, und fin⸗ Hunde auf und davon lief, und die Gegend nimmer det ſich zuweilen Einer, der es wagt, die Bedin⸗ wieder ſah. gungen einzugehen, die ihre Erlöſung herbei führen; So iſt die Jungfrau noch bis auf dieſe Stunde denn was thut der Menſch nicht um des Geldes nicht erlöſet, und 9 7 von unſern Jünglingen Luſt Willen, und wie Maucher hat in der Welt ſchon zu ihr und zu ihrem Gelde hat, der kann ſich nur Geld geheirathet e Teufel als Drinngabe in Zeiten aufmachen, und nach dem Schloſſe gehen, mit bekommen? Einſt fand ſich ein dend Bau⸗ denn die zwanzig Jahre ſind bald wieder um. ernburſche, der war bereit, die drei Prüfungen zu beſtehen, die dem auferlegt wurden, welcher die. 5 8 Jungfrau erlöſen wollte! Da kroch zuerſt ein ſta⸗ Bekanntmachungen von Behoͤrden. chelicher Igel aus dem Gebüſche hervor, den ſollte e er küſſen. So ſchwer das war und ſo blutig es Immobilien-Verſteigerung. 0 abging, ſo brachte er's doch endlich zu Stande. Als(69) Dienſtag den 13. Februar J. J., Vormit⸗ es aber geſchehen war, da bewegten ſich die Blät⸗ tags um 9 Uhr, ſollen auf freiwilliges Anſuchen ter, die auf der Erde lagen, und daher wand ſich der Georg Bollers Wittib, in hieſigem Rath⸗ eine gewaltige Schlange; die hoh ſich vor ihm hauſe deren ſaͤmmtliche Immobilien beſtehend in: in die Höhe und züngelte nach ihm hin, und blickte 1) ¼/ee Einer Hofraithe beſtehend in Wohnhaus dabei ſo hohläugig nach ſeinem Geſichte, daß ihm und ¼ Scheuer daran an Adam Rauſch ganz bange wurde. Doch faßte er ein Herz, ging und Karl Kitzel gelegen, und zwar das auf ſie zu, und wie er meinte, daß ſie mit ihrer Wohnhaus allein und die Scheuer allein. (70 um 9 Winde berger freiroi unter als: 11 Leih war um eld, er In frau daß zuftel „daß deſſeu⸗ hätte Stunde ounte, n der ud oft Ged⸗ ſtoͤrtem ö. Als ächtigte ſeinem nimmer Stunde en Luſt ſich nur gehen, m. rden. Vormit⸗ Anſuchen m Nath⸗ ud in: Zohnhaus n Rauſch war das luer allein. 1 An Ackerland: 2)% 188 Ruthen in dem großen Warthfeld, an Ludwig Langsdorf. 3)„% 85 Ruthen daſelbſt in der 6. Gewann, an Martin Simon. 4)% 138 Ruthen daſelbſt in der 7. Gewann, an Philipp Söllner jun. 5) 88% 119 Ruthen im Lachenfeld, an Heinrich Salzmann. b 6) 7 113 Ruthen in der 2. Gewann, im Straßheimer Grund, an Eliſabetha Catharina Franz, eine Wieſe. 7 ν⁹⁹⁰⁴e 206 Ruthen, ein Acker im großen Gal— genfeld an Henrich Kehr. öffentlich meiſtbietend verſteigern laſſen. Friedberg den 25. Januar 1838. In Auftrag: Der Bürgermeiſter D. Fritz. Gb aner Verkauf. (70) Montag den 12. Febr. l. J., Vormittags um 9 Uhr, wollen die Erben des verlebten Ludwig Windecker ihre ſämmtlichen Güterſtücke in der Fried⸗ berger und Fauerbacher Gemarkung einer öffentlichen freiwilligen Verſteigerung in hieſigem Rathhauſe, unter dreijährigen Zahlungsterminen ausſetzen laſſen, als: In der Gemarkung Friedberg Gärten: % 36 Ruthen. In der Stadt in der Acker⸗ gaß neben Ambros Conrad Müller zehntfrei. „ 0, An der Weedgaſſe neben Mar— tin Simon. ee In der 4. Gewann an Em- rich Windecker zehntfrei. e ne In der 7. Gewann an Con- rad Lang und Jacob Bechſtein. In der 10. Gewann an Chri— ſtoph Oberländer, zehntfrei. Im Großwartfeld neben Hein— rich Salzmann. 296% 17 73 162% 7 54 164„„ Daſelbſt an ſich ſelbſt und Heinrich Kipp. e e Daſelbſt an ſich ſelbſt und Adam Steinhauſer. Daſelbſt an Philipp Preuſſer J. Im Großgalgenfeld an Hein— Wecker. Im Lachenfeld, in der 3. Ge⸗ wann, an Heinrich Hanſtein. 95 Ruthen Daſelbſt an Johannes Waß muth. e 20 Ruthen an der Pfarrei Friedberg, giebt 5 kr. 2½ pf. Zins an die Kirche. Gemarkung Fauerbach II. ½ 1 Morg. 1 Vtl. 4 Ruth. Acker am Dien⸗ heimer Pfad an Rudolph Haas. 352, 5 430% Js 113„ 3 178 15 611% 4 5 / 3 Ptl. 17½ Rih. Acker am Irrgang an Johs. Wetzſtein. ½e 2 Vtl. 3 Rth. Acker, zieht durch den Stein— brücker Weg an Chriſtian Reus. 966% 2 Vrtl. 37 Rth. am Hollerbuſch an Collec— tor Müller. % 3 Vtl. 31½ Rth. am Städterweg an Adam Steinhäuſer. 70 1 Morg. 1 rtl. 4% Rth. Acker rechts dem Mainzerthorweg an Lud— wig Langsdorf. Friedberg den 25. Januar 1838. In Auftrag: Der Bürgermeiſter D. Fritz. Verſteigerung von Bauarbeiten. (74) Samſtag den 24. Februar, Vormittags 9 Uhr, ſollen auf der Gemeindeſtube zu Stockheim die zur Erbauung eines neuen Schulhauſes daſelbſt erforderlichen Arbeiten an die Wenigſtfordernden in Accord gegeben werden. Nach dem Voranſchlag beträgt: fl. kr. 1) Maurerarbeit ausſchließlich der Mate⸗ rialien 399 56 2) Steinhauerarbeit 3) Zimmerarbeit ausſchließlich der Mate— rialien 159 19 336 56 4) Dachdeckerarbeit 167 35 5) Schreinerarbeit 466 18 9) Schloſſerarbeit 309 52 7) Glaſerarbeit 179 40 8) Weisbinderarbeit 214 12 6) Spenglerarbeit 61 54 Indem man dieſes unter dem Anfügen zur all⸗ gemeinen Kenntniß bringt, daß die Voranſchläge, Bauriſſe und Bedingungen bis dahin auf der Buͤr—⸗ germeiſterei zu Stockheim eingeſehen werden können, wird zugleich bemerkt, daß nur ſolche Steigerer zum Gebote zugelaſſen werden, welche ſich vorher durch Atteſte von ihrer Bürgermeiſterei ausweiſen können, daß ſie Caution zu leiſten im Stande ſind. Die Herren Bürgermeiſter werden erſucht, die⸗ ſes in ihren Gemeinden gefälligſt bekannt machen laſſen zu wollen. Friedberg den 24. Januar 1838. Der großh. heſſ. Kreisbaumeiſter Rhumbler. Gläubiger-⸗Aufforderung. (78) Philipp Bertalott von Altenſtadt be⸗ abſichtigt nach Erda, Königreich Preußen, auszu⸗ wandern. Rechtsanſprüche an denſelben ſind binnen drei Monaten bei großh. Landgerichte Großkarben anzumelden, gegenfalls die Entlaſſungsurkunde er— theilt werden wird. Friedberg den 13. Januar 1838. Der großherzoglich heſſiſche Kreisrath des Kreiſes Friedberg. Küchler. — Gläubiger-Aufforderung. (79) Jakob Förſter von Ilbenſtadt beabſichtigt nach Lamprecht im Königreich Bab'ern auszuwandern. Rechtsanſprüche an denſelben ſind binnen drei Mo— naten bei großh. Landgericht Großkarben anzumelden, gegenfalls die Entlaſſungsurkunde ertheilt werden wird. Friedberg den 29. Dezember 1837. Der großherzoglich heſſiſche Kreisrath des Kreiſes Friedberg. Küchler. Arbeits-Verſteigerung. (96) Donnerſtag den 15. Februar, Vormittags 10 Uhr, ſollen auf dem Rathhauſe zu Heldenbergen die an dem dortigen Pfarrhauſe vorzunehmenden Bauarbeiten an die Wenigſtfordernden verſteigert werden. Nach dem Voranſchlag beträgt: 1) Maurerarbeit ee ee 2) Schreinerarbeit 217„ 54„ 3) Schloſſerarbeit 61„ 20„ 4) Glaſerarbeit 58„ 48„ 5) Weißbinderarbeit 48„„ 19„ Die Voranſchläge und Bedingungen liegen bis zu dem erwähnten Termine auf dem Büreau des Unterzeichneten zur Einſicht offen. Zugleich erſuche ich die Herren Bürgermeiſter Vorſtehendes in ihren Gemeinden gefälligſt bekannt machen laſſen zu wollen. Friedberg den 1. Februar 1838. Der groß. heſſ. Kreisbaumeiſter Rhumbler. Lieferungs-Verſteigerung. (97) Da bei der geſtrigen Verſteigerung des zu einem Rade für die hieſige neu erbaut werdende Waſſerkunſt erforderlichen Holzwerkes, als: einer Radwelle, 2 Anwellen, 8 eiſernen Radfelgen, 320 Fuß Eichenholz zu Radarmen dc, ſowie verſchiedene Quantitäten buchen Bohlen, keine annehmbaren Forderung abgegeben worden ſind, und der Zuſchlag dieſerhalb nicht ertheilt werden konnte, ſo ſoll nun die Lieferung jenes Materials im Ganzen oder auch im Einzelnen aus der Hand abgegeben werden, welches hierzu Luſttragenden bekannt gemacht wird. Friedberg den 1. Februar 1838. Der Bürgermeiſter D. Fritz. Nußbaumholz⸗Verſteigerung. (98) Montag den 12. Febr. l. J., Vormittags um 11 Uhr, ſoll in hieſigem Rathhauſe der im Stadt⸗ ſchreiberei-Graben ausgemachte Nußbaum ſammt ei⸗ nem Wurzelſtock öffentlich meiſtbietend verſteigert werden. Friedberg den 1. Februar 1838. Der Bürgermeiſter D. Fritz, Verpachtung. (100) Dienſtag den 13. Februar l. J., Vormit⸗ — tags um 11 Uhr, ſoll in hieſigem Rathhauſe auf Antrag des Herrn Curator Dauernheim, die dem Heinrich Mack zr. dahier zuſtehenden Güterſtücke in der burgfriedberger und ockſtädter Gemarkung, beſtehend in: 10 35 Ruthen Garten, am Sodenweg, an Herrn von Löw. 2 1 Viertel 21 Ruthen Garten, im Ried, in der 9. Gewann, iſt ge—⸗ theilt mit Karl Chr. Frick. 30— 13¼ Ruthen daſelbſt, an Lieute⸗ nant Henkels Erben. 40— 9¼ daſelbſt, an G. Joſt. 50— 19½ daſelbſt, an Joſeph Ströhlein in der ockſtädter Gemarkung, öffentlich meiſtbietend auf ſechs Jahren verpachtet werden. Friedberg den 1. Februar 1838. Der Bürgermeiſter D. Fritz. Lieferungsverſteigerung. (104) Donnerſtag den 22. d. M., Vormittags um 10 Uhr, ſoll in hieſigem Rathhauſe die Liefe⸗ rung von 1650 Fuß gußeiſernen Röhren von 4 C Zoll Weite, ½ Zoll Eiſenſtärke in Stücken von 5 dis 5½ Fuß Länge, mit Köpfen von 4 Zoll Länge und 5 Zoll 11 Linien Weite, ſodann 500 Fuß der⸗ gleichen Röhren von 4 Zoll Weite, in Stücken von 5 bis 5½ Fuß Länge und ¼ Zoll Eiſenſtärke mit Köpfen von 5 Zoll Länge und 6¼ Zoll Weite(das angegebene Maaß im Frankfurter Werkfuß verſtan⸗ den), öffentlich an Wenigſtnehmende verſteigert werden. Friedberg den 1. Februar 1838. Der Bürgermeiſter D. Fritz. Bekanntmachung. Holz⸗Verſteigerung im Revier Oberros— bach Forſts Friedberg betreffend. (116) Montag den 12. d. M., ſollen in dem großh. Domanialwald Kellerberg bei Oberrosbach: 2 Stecken buchen und 5% Stecken eichen Scheitholz, 6 ¼%„ buchen, 10 Stecken birken und eichen— und 26 Stecken as⸗ pen und weiden, Prügelholz, 34,75 Wellen buchen, 7,62½ Wellen birken u. eichen— und 32,25 Wellen aspen u. weiden Reiſerholz, 7 Stück in 333 Cubicfuß eiche und 1 „ in 9 Cubiefuß buchen, Stammholz, 1„ eichen, 1 Stuͤck buchen—, und 1 „ birken, Stangenholz, 4 buchen Nutzſtücke,— an die Meiſtbietenden öffentlich verſteigert werden.— Der Anfang hat präcis 9 Uhr 1 Oberrosbach den 7. Februar 18388.. Der großh. Revierfoͤrſter Bingmann. 3¹ borſteh filligt Obe (120 Uhr, len, 2 dem N geſetzt germei ſes in Nie Holz⸗ b 121 ritz. ittags Vefe⸗ 47 von 5 Lange 7 der⸗ u von te mit e( das erſtan⸗ erden. Fritz. rros⸗ d. in dem boͤbach: eichen en und den as⸗ bolz, irken u. Epen u. und 1 mmholz, „und 1 den.— lerforſtet Nn. Marktanzeige. (117) Da der diesjährige altenſtädter Frühjahrs— markt, nicht wie in dem Landeskalender angegeben iſt, auf den 22. Februar abgehalten werden ſoll, ſo bringt man dieſes mit dem Anfuͤgen zur öffent— lichen Kenntniß, daß derſelbe auf den 17. Mai il. J. verlegt worden iſt. Altenſtadt den 3. Februar 1838. Der großh. Bürgermeiſter Brack. Verſteigerung von Straßenarbeit. (118) Montag den 19. Februar, Vormittags 9 Uhr, ſoll auf dem Rathhauſe zu Aſſenheim die Lie— ferung der zu dem Bau der Provinzialſtraße von Aſſenheim gegen Dornaſſenheim erforderlichen Steine, unter den dabei bekannt gemacht werdenden Bedin— gungen, an die Wenigſtnehmenden öffentlich verge— ben werden. Die großh. Buͤrgermeiſter werden erſucht, dieſes in ihren Gemeinden hekannt machen zu laſſen. Friedberg am 6. Februar 1838. Der großh. heſſ. Kreisbaumeiſter Rhumbler. o; Verſtei gerung. (119) Donnerſtag den 15. d. M., Vormittags 9 Uhr, ſollen in dem oberrosbacher Gemeindewald, Diſtrikt Roſenkranzheck 1) 37% Stecken eichen Scheitholz, 2 1 5„ Prügelholz, 30 1425 Stuck„Wellen, 4) 34 Stämme— 1483 Cubicfuß eichen Bau⸗, Werk- und Nutzholz, 5) 3 Stecken eichen Werk- und Nutzholz an den Meiſtbietenden öffentlich verſteigert werden. Die Zuſammenkunft iſt in der Einſiedel-Wieſe. Zugleich erſuche ich die Herren Bürgermeiſter, vorſtehende Verſteigerung in ihren Gemeinden ge— fälligſt bekannt machen zu laſſen. Oberrosbach den 7. Februar 1838. Der großh. heſſ. Bürgermeiſter Lämmer. Frucht-Verſteigerung. (120) Donnerſtag den 15. d. M., Morgens 10 Uhr, ſollen auf dem Gemeindehauſe zu Niedermör— len, 20 Malter von dem 1837r. Gemeinde-Korn, dem Meiſtgebote, gegen gleich baare Zahlung, aus— geſetzt werden. Zugleich werden die großh. Bür— germeiſter der benachbarten Ortſchaften erſucht, die— ſes in ihren Gemeinden veröffentlichen zu laſſen. Niedermörlen den 7. Februar 1838. Der großh. heſſ. Bürgermeiſter daſelbſt Dey. Bekanntmachung. Holz-Verſteigerung im Revier Oberros— bach Forſts Friedberg betreffend. (121) Die Freitag den 16. d. M. im großh. 8 Frauenwald bei Niedermörlen ſtatthabende, prä— cis 9½ Uhr beginnende Verſteigerung, von: 2 Stecken birken Scheitholz, . obſtbaum und birken— und 3¼ 3 aspen und weiden Pruͤgelholz, 43,25 Wellen obſtbaum, eichen und birken—, und 24,25. Wellen aspen und weiden Rei— ſerholz, wird hierdurch zur öffentlichen Kenntniß gebracht. Oberrosbach den 7. Februar 1838. Der großh. Revierförſter Bingmann. Bekanntmachung. (122) Diejenigen, welche noch buchen Stockholz pr. Stecken zu 4 fl. 12 kr., ſo wie buchen Wellen das Hundert zu 9 fl. 12 kr. aus dem freiherrlich von frankenſtein'ſchen Walde bei Ockſtadt aus der Hand zu kaufen wünſchen, haben ſich dazu bis zum 25. d. M. bei Unterzeichnetem aufzeichnen zu laſſen, indem von dieſem Tage anfangend eine Preiserhö— hung eintreten wird. 1 Die Qualität der betreffenden Holzſortimente kann jederzeit in dem genannten Walddiſtrikte über der ſ. g. Quer-Schneiße eingeſehen werden und wird noch bemerkt, daß auf Verlangen Zahlungs— friſt bis zum 1. Mai d. J., gegen annehmbare Bürgſcheine bewilligt werden kann. Ockſtadt am 6. Februar 1838. Der freiherrl. von frankenſtein'ſche Oberfoͤrſter Harth. Mobilien-Verſteigerung. (123) Dienſtag den 13. Februar, Morgens ge— gen 8 Uhr, ſollen in der Behauſung des Johan⸗ nes Gröninger II. oder Wirth in Ockſtadt, nachſtehende Mobilien als: 1 Kelter mit Mahltrog, ein vollſtändiges Brandweingeſchirr, eine Quantität Kartoffeln, mehrere Fäſſer, als: eine Zulaſt, vier Stückfaß, fünf eine Ohm haltende ꝛc., mehreres ge— ſchnittenes Bauholz, ein Stecken Wagner- und fuͤnf Stecken gemiſchtes Holz, ein Wagen und Pflug mit Zugehör, eine eiſerne Egge, eine Parthie Zinn, meh— rere Tafeln und Bänke, eine tragbare Kuh ꝛc., ge— gen gleich baare Zahlung einer öffentlichen frei— willigen Verſteigerung ausgeſetzt werden. Ockſtadt den 6. Februar 1838. Der großh. heſſ. Burgermeiſter Gröninger. N Hafer-Verſteigerung. (124) Mittwoch den 21. Februar l. J., Vor⸗ mittags um 10 Uhr, ſoll die Lieferung von 900 Malter Hafer, in Parthien an die Wenigſtnehmen— den vergeben werden. Die Veraccordirung wird in landgräfl. Hofmarſchallamts-Kanzley abgehalten. Homburg den 30. Januar 1838. Landgräfl. heſſ. Hofökonomie-Verwaltung W. Lotz, Oeffentliche Aufforderung. (125) Die bis jetzt bei Gericht noch nicht auf⸗ getretenen Gläubiger des verſtorbenen Philipp Rach zu Vilbel und deſſen gleichfalls verſtorbenen, früher mit Johannes Schwind verehelicht ge⸗ weſenen Ehefrau, werden zur Anzeige ihrer Forde⸗ rungen auf Mittwoch den 21. Februar, Vormittags 9 Uhr, unter dem Rechtsnachtheil anher vorgeladen, daß, im Falle ihres Ausbleibens, auf ſie bei Er⸗ ledigung dieſer Verlaſſenſchafts-, reſp. Debitſache keine Rückſicht genommen werden kann. In dieſem Termin ſoll zugleich nochmals ein Arrangement ver⸗ ſucht werden und haben deßhalb auch alle übrigen Gläubiger mit zu erſcheinen. Großkarben den 22. Januar 1838. Großh. Heſſ. Landgericht daſelbſt Muhl. a Edictalladung. (126) Johannes Adam Reuter von Nieder⸗ weiſel wurde im Jahr 1824 zum Rechner der da⸗ ſigen Gemeinde beſtellt, und ſetzte zu dem Ende unterm 7. April gedachten Jahres gemeinſchaftlich mit ſeiner Ehefrau mehrere auf 2187 fl. gewürdigte Güͤterſtücke zur Caution ein. Das desfalls aus⸗ gefertigte Cautions-Juſtrument ſoll indeſſen ver⸗ loren gegangen ſeyn, und iſtſ deßhalb beantragt worden, daß an deſſen Stelle eine neue Cautions⸗ urkunde ausgefertigt werde. Sollte daher Jemand Anſprüche, ſey es aus dem Eintrag im Hypotheken⸗ buch oder aus der verloren gegangenen Urkunde ableiten zu wollen vermeinen, ſo ſind dieſe um ſo gewiſſer binnen 6 Wochen, von heute an, dahier zu begründen, als ſonſt die frühere Cautionsurkunde fur erloſchen erklart, und für die Gemeinde Nieder— weiſel nach dem mehrerwähnten Eintrag im Hypo— thekenbuche ein neues Concursinſtrument ausgefertigt werden wird. Friedberg den 1. Februar 1838. Großh. Heſſ. Fürſtl. Solmſ. Lichiſches Landgericht. Hofmann. Brumhard. Edictalladung (127) Da die von Joſeph Jeckel und Ehefrau zu Obermörlen dem Oppershofer Kirchenkaſten un⸗ term 17. Dezember 1819 conſtituirte Hypothek über 150 fl. längſt abgetragen, jedoch verloren gegangen ſeyn ſoll, ſo werden auf geſtellten Antrag alle, welche auf jene Obligation und insbeſondere auf die darin unter V. ¼ 31 Ruthen im Kirchfeld im Kriebs⸗ loch und%; 1 Viertel 6 Ruthen auf der Haide des Flurbuchs der Gemarkung Obermörlen vorkom⸗ mende Grundſtücke Anſprüche bilden zu können glau⸗ ben, zu deren Geltendmachung binnen 6 Wochen unter dem Rechtsnachtheile aufgefordert, daß ſonſt jene Obligation für mortificirt erklärt, der deßfall⸗ ſige Eintrag in den Hypothekenbüchern gelöſcht und dem Kaufbriefe über obgedachte beide Grundſtücke die gerichtliche Beſtätigung ertheilt werden wird. Friedberg den 3. Februar 1838. f Großh. heſſiſches Landgericht Hofmann. Die Verpachtung des Schwalheimer Sauerbrunnens betreffend. (128) Unter Bezugnahme auf die Bekannt⸗ machungen in den Nr. 41, 46, 50 und 1 dieſes Blattes, vom vorigen, und, bezugsweiſe, dieſem Jahre, bringeu wir, in höherem Auftrage, zur öffent⸗ lichen Kunde, daß zum anderweitigen Pachtausgebot des Schwalheimer Sauerbrunnens Tagfahrt auf Dienſtag den 13. d. M., Vormittags 11 Uhr, in hieſiger Rentereiſtube anberaumt worden iſt. Die Herren Pachtliebhaber werden auf die vor⸗ geſchriebene Vermögensbeſcheinigung nochmals auf⸗ merkſam gemacht. Dorheim den 6. Febr. 1838. J. M. L. Schüler, L. Weiß, Rentmeiſter daſ. Salinen⸗Inſpector zu Nauheim. Gebäude ⸗-Verſteigerung. (129) Montag den 12. d. M., Vormittags um 10 Uhr, läßt die Gemeinde Heldenbergen ihre mit dem Gute Neuburg erkauften Gebäulichkeiten mit ſehr geräumigen Bauplätzen einer nochmaligen Ver⸗ ſteigerung ausſetzen. Heldenbergen den 8. Februar 1838. Der großh. heſſ. Bürgermeiſter b Schweitzer. Arbeits-Verſteigerung. (130) Freitag den 16. d. M., Nachmittags um Wuyr, ſollen die zur Erbauung eines Badehauſes für die israelitiſche Gemeinde dahier erforderlichen Arbeiten öffentlich an die Wenigſtnehmenden, auf dem hieſigen Bürgermeiſterei-Büreau in Accord ge⸗ geben werden, als: fl. kr. Maurerarbeit, voranſchlagt zu 122 3 Steinhauerarbeit, 1 20 59 Zimmerarbeit,.„ 113 57 Dachdeckerarbeit, 1„ 26 31 Schloſſerarbeit,. 82 30 Schreinerarbeit, 2.„ 38 30 Glaſerarbeit,„„ 18 45 Weisbinderarbeit, 1 1 19— Summe 442 15 Riß und Koſtenüberſchlag liegen auf dem hie⸗ ſigen Bürgermeiſterei-Büreau zur Einſicht offen. Die Herren Bürgermeiſter der Umgegend wer⸗ den höflichſt gebeten, Vorſtehendes gefälligſt ver— offentlichen zu laſſen. Altenſtadt den 6. Februar 1838. Brack, Schmidt, großh. Bürgermeiſter. israelit. Gemeindevorſteher. 5) Ein kommen Hal Aach ſic 6 (1¹0 ten ver gung! Provin Nidde als Ag Nr. 3 Jahre e Dez. 18 Mobilie welche ö alle Er denſelbe U gan, dt, vevorſtehet. ee eee Privat⸗Bekanntmachungen. Rauchtabak. (92) Alle Sorten bremer Cigarren, Rauchtabake, als: Varinas, Varinas-Portorico, Ca- bannas, türkiſche Krull verkauft in beßter Qua⸗ lität Gießen im Januar 1838. J. G. Appel. Mobilien-Verſteigerung. (105) Die Unterzeichnete iſt erbabtheilungshalber geſonnen, Montag den 19. d. M. und die folgenden Tage auf dem zwiſchen Echzell und Nidda liegen— den Häuſerhof folgende Mobilien einer öffentli⸗ chen meiſtbietenden Verſteigerung, gegen gleich baare Zahlung, auszuſetzen, als: 1) Pferde, Kühe, Schweine, Schaafe, ein Sack-Eſel, Pferdegeſchirr ꝛc. 2) 4 Oekonomie-Wagen mit Zugehör, 5 Pflüge, 4 Eggen, 1 vollſtändige Chaiſe, Schlitten, Faͤſſer und ſonſtige Geräthſchaften. 3) Eine vollſtändige Brennerei nebſt Haus- und Küchengeräthſchaften, Tiſche, Stühle, Comode, Kupfer, Zinn, Blech, Eiſen ꝛc., ferner Früchte Futterſtroh, Heu, Grummet, Kartoffeln, Brand— wein ꝛc. 4) Bettung. 5) Eine vorzüglich gute Wanduhr mit 2 Weckern und eine kleinere desgleichen. 6) Ein noch gutes Klavier. 7) Etwas Gold und Silber. Bemerkt wird noch, daß die Verſteigerung an den oben erwähnten Tagen jedesmal Vormittags 8 Uhr beginnt und daß den 19. Februar blos die un— ter 1) verzeichneten Gegenſtände zur Verſteigerung kommen. Häuſerhof den 1. Februar 1838. Pachter Anton Gärths Wittwe. Aachener und Muͤnchener Feuerver— ſicherungs- Geſellſchaft fuͤr das Großherzogthum Heſſen. (111) Die Direction dieſer mit inländiſchen Rech⸗ ten verſehenen Geſellſchaft hat mich unter Beſtäti— gung des großh. heſſ. Provinzial-Commiſſärs der Provinz Oberheſſen, für die Kreiſe Friedberg, Nidda, Büdingen und Landrathsbezirk Hungen als Agent beſtellt. Unter Bezugnahme auf die in Nr. 3 des großh. heſſ. Regierungsblattes von dieſem Jahre erſchienene allerhöchſte Verordnung vom 21. Dez. 1837, nach welcher alle Verſicherungen von Mobilien in allen Feuerverſicherungs-Anſtalten, welche außer Deutſchland ihren Sitz haben, ſowie alle Erneuerungen, oder Prolongationen der mit denſelben bereits beſtehenden Verſicherungs-Verträge im ganzen Umfang unſers Großherzogthums unter⸗ ſagt ſind, erlaube ich mir, darauf mit dem Zuſatze aufmerkſam zu machen, daß es wohl ganz zwecklos ſeyn dürfte, die Vortheile, die dieſe Geſellſchaft ge— währt und der häufigen Mobiliar-Verſicherungen, die bis jetzt ſchon bei ihr ſtattgefunden, zu erwähnen. Sollte nun noch in der einen oder andern Bezie— hung nähere Auskunft gewünſcht werden, ſo bin ich ſolche ſtets zu ertheilen bereit. Friedberg den 1. Febr. 1838. Der Agent, G. F. Nau. Einen jährigen Eber (131) hat zu verkaufen Müller Weiſenſee in Oſſenheim. Ein Mantel von Damentuch (132) im Werth von 28 fl. iſt zu verkaufen. Die Expedition dieſes Blattes ſagt von wem? Verkauf von Fäſſer. (133) Der Unterzeichnete hat den Auftrag eine Parthie gutgehaltene Stückfäſſer, ſowie auch einige Zulaſtfäſſer, ſämmtlich in Eiſen gebunden, zu billigen Preiſen, ſowohl einzeln als auch im Ganzen aus der Hand zu verkaufen. f Der Eichmeiſter J. Koch. Mobilar⸗Verſtei gerung. (134) Donnerſtag den 15. Februar l. J., Vor⸗ mittags 9 Uhr, und den darauf folgenden Tag, laßt der Unterzeichnete in ſeiner Wohnung nachſte— hende Gegenſtände, gegen gleich baare Zahlung, einer öffentlichen Verſteigerung ausſetzen: 15 Fuder Kornſtroh, 30„ Waaitzenſtroh, 10„ Gerſtenſtroh, 12 Haferſtroh, 3„ Erbſenſtroh, Alle Arten Spreu von der 1837 r. Erndte, 150 Centner Heu, 20„ Grummet, 250 Malter Kartoffeln, 2 Wagen, 2 bölzerne Eggen, 1 Fegmühle, 2 Keltern, 3 Buͤtten, 12 Zulaſtfiſſer, 2 Stückfäſſer, 4 kleine Faſſer mit Eſſig, 2 trächtige Kühe, wobei ſich eine reine Schwy— zer befindet, 3„ Mutterſchweine und mehrere Hausgeräthſchaften. i Kaufliebhaber werden hierdurch höflichſt einge— aden. Niederwöllſtadt den 7. Februar 1838. Gerhard Fauerbach. Offene Stellen. (135) In einer großen Wirthſchaft auf dem — 44 Lande wird eine mit guten Zeugniſſen verſehene Haushälterin zu Oſtern, und ein Brandwein-Br en⸗ ner auf Petritag d. J. geſucht. Das Nähere zu erfragen bei Ausgeber dieſes Blattes. Guter Hafer, (136) welcher auch in/ und ½¼ Malter abge⸗ geben werden kann, hat zu verkaufen Friedberg den 7. Februar 1838. Fruchthändler J. L. Rappolt auf der breiten Straße Nr. 118. Ein Logis auf der breiten Straße, (137) welches im April bezogen werden kann, hat zu vermiethen Suſanna Vogt. Die Hildburghäuſer Andachts-Bibel (138) mit 24 meiſtens engliſchen Original Stahl⸗ ſtichen und einer Karte von Paläſtina, nebſt einer Prämie, 2 Thaler an Werth, wird billig abgelaſſen. Ausgeber dieſes Blattes ſagt von wem? Feuerverſicherungs-⸗Anſtalt. 6 (91) Die durch das Regierungsblatt Nr. 3. von dieſem Jahre entſtandenen haͤufigen An⸗ fragen, ob das Verbot,„in nicht inlaͤndi— ſchen Feuerverſicherungsgeſellſchaften nicht verſichern zu durfen“ ſich auch auf die Feuerverſicherungs⸗ Geſell—⸗ ſchaft in Elberfeld erſtrecke, veranlaſſen mich hiermit anzuzeigen, daß dieſe und uberhaupt deutſche Verſicherungs— geſellſchaften hiervon ausgeſchloſſen ſind, und daß ich fortfahre zu den billigſten Praͤmien, je nachdem es die Gebaͤulichkeiten oder die zu verſichernden Gegenſtände zulaſſen, Vertraͤge ab⸗ zuſchließen und auf portofreie Anfragen jede ge— wuͤnſcht werdende Auskunft mit Vergnuͤgen ertheile. Was die Garantie der fraglichen Geſellſchaft und ihre Soliditaͤt uberhaupt anbetrifft, ſo wurde es uͤberfluͤſſig ſeyn etwas hieruͤber zu ſagen, eben ſo wie der Gerichtszuſtand im preußiſchen Staate, als prompt Huͤlfe leiſtend allgemein anerkannt nicht weiter erwaͤhnt zu werden braucht. Gießen im Januar 1838. 5 J. G. Appel, Hauptagent der Feuerverſicherungs⸗ Geſellſchaft in Elberfeld. Ein Branntweinbrenner, (139) der als ſolcher mit guten Zeugniſſen ver⸗ ſehen, und einer einfachen Brennerei vorzuſtehen im Stande iſt, wird in Niedererlenbach auf Petritag u dingen geſucht; außer einem angemeſſenen Lohne darf derſelbe auf ſ. g Ohmgeld rechnen. Nähere Auskunft ertheilt Frau Wittib Still in Vilbel. — Bekanntmachung. (140) Es i, ein Schwan fluͤgellahm geſchoſſen worden, den der rechtmaͤßige Eigenthuͤmer ge— gen Zahlung der Fuͤtterungskoſten bei dem Unterzeichneten erhalten kann. 4 Friedberg den 9. Februar 1838. C. Altmannsperger. Bei dem Verleger dieſes Blattes iſt erſchienen: Der Erzbiſchof von Koͤln, Clemens August von Droſte zu Viſche ring, in ſeinem Verhältniß zur römiſchen Cürie und zum Cabinet von Berlin. Von Dr. Seitz. Geheftet 27 kr. Fruͤchte⸗Preiſe hier in Friedberg: Walzen: S fl. 45 kr. Korn: 7 fl. 25 kr. Gerſte: 6 fl.— kr. Hafer: 3 fl. 20 kr. Erbſen:— fl.— kr. Fruͤchte-Preiſe zu Frankfurt, am 5. Februar: Waizen: 8fl. 15 kr. Korn:— fl.— kr.— Gerſte: 5 fl. 30 kr. Hafer: 3 fl. 40 kr. Erbſen:— fl.— kr. N Fruͤchte⸗Preiſe zu Mainz, am 2. Februar: Waizen: 8 fl. 33 kr. Korn: 6fl. 59 kr. Gerſte: 5fl. 30 kr. Hafer: 3 fl 9 kr. Erbſen:— fl.— kr. Polizei-Taxe fuͤr die Staͤdte Friedberg und Butzbach vom 12. bis 18. Febr. 1838. f Brod reiſe. Friedberg Butzbach. 1 9 0 A bof kr. pf. 1 Leib-Roggenbrod 2 3 293 2 7 7 5 2 5 2 4„ 7 11 5 10 3 5 Loth Loth. — Milchbrod 1 8 1 — Waſſerweck 1 6 11— — Gemiſchtes(Tafel-) Brod 16% 11 6 ¼ Fleiſch-Preiſe. . pf. pf. 1 Ochſenfleiſch 112 1112 „Kühfleiſch 82 8— „ Rindfleiſch 8 81— „ Kalofleiſch 2 1 „ Schweinenfleiſch 12 12— „ Hammellleiſch 81 2 8 2 „ Wurſt von blos Schweinen 14— 144— „ Bratwurſt 15— 15— „ Schwartenmagen 16— 164— „ Geräucherter Speck 22 22 „ Schinken 14— 15— „ Dörrfleiſch 16 0 „ Schweinenſchmalz, ausgelaſſen 20— 214— „ dito unausgelaſſen 20— 20— „ Nierenfett 20— 20— „ Hammelsfett 16— 1644— Der gr. heſſ. Kreisrath d. K. F Küchler. Gedruckt und verlegt unter Verantwortlichkeit von Carl Bindernagel in Friedberg. augefah Jr edlen ſtrenge! 0 D Preis Am eine M eines! Preiſe luzerne 3) für Leſern Beilage wirth Auszug Preiſe, und de unſere werden auſport