im Allgemeinen, den Kreis Friedberg und die angrenzenden Bezirke im Beſonderen. * 23 Sonnabend, den 9. Juni 1838 Wie ein geſcheidter Mann in dem Schuͤler ſeinen Meiſter fand. Eine uralte Geſchichte. Die Herren Juriſten, die ja immer gleich wiſſen, was Recht, wenigſtens was Rechtens iſt, mögen uns einmal über nachfolgenden Fall Auskunft geben, und ſagen, wie hierbei wohl zu ſchlichten ſeyn mag. Vor mehr als zwei und zwanzig hundert Jahren lebte, wie alte Schriften melden, in der weltbe⸗ rühmten Stadt Athen ein angeſehener Rechts⸗Lehrer, Namens Protagoras, der ſo geſchickt war, daß er aus Recht Unrecht und aus Unrecht Recht zu machen verſtand. Zu dem kommt einmal ein junger und reicher Menſch und verlangte Unterricht in dem, was damals ein guter Advokat nöthig hatte, nämlich nicht im Corpus Juris, ſondern in der Beredtſamkeit und im Führen der Prozeſſe. Der Lehrer forderte dafür eine gewiſſe Summe Geldes; der Schüler fand das ganz billig, und hielt ſich dabei nur aus, die Eine Hälfte derſelben ſogleich baar, die andere Hälfte aber an dem Tage zu entrichten, wo er den erſten Prozeß gewonnen hätte. Da der Lehrer dagegen nichts einzuwenden hatte, ſo begann der Unterricht, und unſer Protagoras hatte den aufmerkſamſten und fleißigſten Schuͤler von der Welt. Nachdem das eine geraume Zeit gedauert hatte, wurde der Unterricht beendigt,— das Geld blieb aber aus. Unter dieſen Umſtänden geſchah, was auch zuweilen bei uns noch geſchieht — es gab Klagen vor Gericht. Als nun beide vor den Richtern erſchienen waren, begann der Lehrer ungefähr auf folgende Art:„Junger Menſch, „ſagte er, ich werde dir jetzt zeigen, was deine „Pflicht iſt, nämlich daß du mich auf jeden Fall „wirſt bezahlen müſſen. Denn entweder gewinne „ich den Prozeß, oder ich gewinne ihn nicht. Ge— „winne ich ihn, ſo werden dich die Richter zur „Bezahlung zu zwingen wiſſen. Verliere ich aber, „ſo gewinnſt du, und in dieſem Falle wirſt du „durch den Vertrag gebunden, mich zu bezahlen.“ —„Mein weiſer und gelehrter Lehrer,“ verſetzte ihm der Schüler,„ich hoffe dir dagegen zu beweiſen, „daß du ganz im Irrthum ſchwebeſt und ich dich „auf keinen Fall zu bezahlen nöthig haben werde. „Denn entweder gewinne ich den Prozeß oder ich „verliere ihn. Gewinne ich ihn, ſo verſteht ſich's „von ſelbſt, daß ich nichts zu bezahlen brauche; „du fährſt alsdann mit deiner Klage ab und wirſt „noch obendrein in die Koſten verurtheilt. V. R. W.“(Was die drei Buchſtäbchen bedeuten, das wiſſen alle geneigte Leſer, welche ſchon in dem angenehmen Falle waren, einen Prozeß zu verlieren.)„Verliere „ich dagegen, dann ſpricht mich ja der Accord mit „klaren Worten von der Verbindlichkeit, dich zu „bezahlen, frei, indem er ſagt:„daß ich dich erſt alsdann zu bezahlen bräuchte, wenn ich den erſten Prozeß gewonnen hätte.“ Aber wer von beiden, der Kläger oder der Be— klagte, mag denn wohl dabei um ſein Geld gekommen ſeyn? Wir wollen den ſchlauen Leſern die Freude nicht verderben und ſie ſelbſt entſcheiden laſſen, was hier Rechtens war.(Denn von Recht iſt hier nicht die Rede. Was Recht iſt, wiſſen die Leute, die denken und fühlen können, ſelbſt; aber nur die Herren Juriſten müſſen wiſſen, was Rechtens iſt.) „ Ueber Saatfrucht. Es iſt keinem Zweifel unterworfen, daß ohne gute und reine Saatfrucht keine eigentlich gute Ernte zu erwarten iſt, und daß gute Saatfrucht eine der Hauptbedingungen derſelben iſt. Wie in— deſſen ſolche zu gewinnen ſeyn moͤchte, dieſe Frage iſt nicht leicht zu beantworten. Daß es aber gerade für unſere Wetterau beſonders noth thut, darauf aufmerkſam zu machen, erkennt Jeder, der nur einen Gang in unſere Fruchtfelder gethan hat. Wir ſehen faſt keinen Waizen, der nicht zum ſechsten, ja bisweilen zum vierten Theile mit Korn durch- wachſen iſt. Daſſelbe iſt der Fall bei Gerſte und Hafer u. ſ. w. und nimmt alljährlich zu. Und wieviel Unkraut wird nicht geſäet? Wie iſt aber dem Allem abzuhelfen? Wir erinnern uns in Nro. 40 der Zeitſchrift fur die landwirthſchaftlichen Vereine des Großher— zogthums Heſſen vom J. 1832 einen Vorſchlag ge⸗ leſen zu haben, der ſich aber hauptſächlich nur auf Reinigung vom Dort bezieht. Es wird gerathen, das Korn nach vorhergegangener gewöhnlicher Säu— berung in eine etwa halb mit Waſſer angefüllte Bütte zu ſchütten. Da der Dort auf dem Waſſer ſchwimmt, ſo kann er leicht abgeſchüttet oder mittelſt eines Seihlöffels abgeſtreift werden. Damit iſt aber Anderes noch lange nicht fortgeſchafft. Einſender kannte Landwirthe, welche den armen Kindern die Aehren abkauften, die ſie auf den Aeckern aufgeleſen hatten, und welche die daraus gewonnene Frucht zur Saatfrucht benutzten. Dieſe Weiſe iſt allerdings ſehr gut; ſchwerlich wird ſie aber allgemein empfohlen werden können, weil 1) große Landwirthe nicht leicht auf dieſem Wege ihren vollen Bedarf werden erhalten können, und 2) weil dieſe Art zu ſammeln leicht Veranlaſſung zu Mißbräuchen abgibt, indem Betrügereien darunter laufen und ſolche Kinder die Abweſenheit der Feldbeſitzer be— nutzen, um die erſten beßten Garben der Nachbar— ſchaft zu plündern. Eben darum fanden ſich auch an mehreren Orten die Behörden veranlaßt, alles Aehrenleſen zu verbieten, ſo ſehr es auf der andern Seite eine Erwerbsquelle für Arme und ein Mittel iſt, reine Saatfrucht zu gewinnen. Andere Landwirthe pflegen vorher die reinſten ihrer Fruchtäcker auszuwählen, und von dieſen die in der Mitte ſtehenden Früchte beſonders für die Saatfrucht zurückſtellen zu laſſen. Das mag wohl etwas nützen, aber im Ganzen doch nur wenig, namentlich in ſolchen Feldern, wo Korn und Waizen, Hafer und Gerſte allzu nahe neben einander und auf ſchmalen Aeckern gepflanzt werden. In ſolchen Fällen rathen wir, mit andern Land— wirthen zu tauſchen und lieber einen geringen Ver⸗ luſt nicht anzuſehen, als nach und nach die ganze Frucht ſich verunreinigen zu laſſen. Je mehr das in einer Gemarkung überhand nimmt, deſto weniger wird im Verhältniß zu andern Gemarkungen die Frucht von Käufern geſucht, und über kurz oder lang zeigt ſich der Schaden zehnfach. Eben deßhalb wünſchen wir, daß in ſolchen Dörfern, welche durch unreine Frucht ſich beſonders auszeichnen, mehrere verſtändige und begüterte Männer ſich vereinigten und auf gemeinſame Koſten an ſolchen Orten, wo reinere Frucht zu haben iſt, ihren Saatbedarf, wenn auch nur wenige Jahre hinter einander, ſich ankauften. Die darauf verwandten Koſten werden ſicher wieder auf anderem Wege erſetzt werden. In wiefern es überhaupt nützlich, ja nothwendig iſt, bei gewiſſen Erzeugniſſen, z. B. Kartoffeln, Lein, Hanf u. d. gl. auf Saat⸗Austauſch zu ſehen, darüber werden wir vielleicht bei einer andern Ge— legenheit unſere und Anderer Erfahrungen den Le— ſern mittheilen. Vor der Hand begnügen wir uns, auf dieſen Einen Punkt aufmerkſam gemacht zu haben, und wünſchen ſchließlich, daß erfahrene Land— wirthe ihre Anſichten darüber dem größeren Publi—⸗ kum durch dieſes Blatt mittheilen möchten. Der Sonnenhof. Oeffentliche Blätter ſprechen von einer ſeltenen Lufterſcheinung, welche man zu Pfullingen in Würtemberg am Himmelfahrtstage beobachtete; es war ein Hof, der die Sonne in einer Entfernung von wenigſtens 30 Sonnendurchmeſſern umgab und dem Auge alle Farben des Regenbogens darbot. Der Unterzeichnete hatte Gelegenheit eine ähnliche Erſcheinung an demſelben Morgen vor zehn Uhr mit ſeinen Schülern auf dem benachbarten Winter⸗ ſteine zu bemerken. Es ſchien indeſſen dieſer Hof weit mehr als 30 Sonnendurchmeſſer zu haben, zeigte ſich aber in einem blaſſen Scheine und hatte keineswegs die Farben des Regenbogens. Friedberg. Prof. Ph. Dieffenbach. . 0e Wetterau Parun holzerle terug die war be Sohlen, a Sͤhuhen ſ. ſondern Zuße trae den Mind unſers de in Frank bei gemi wollen ſſe —— Bekar (552) Nachlaß muth vor daher zur Güteverſu ö angeſetzt als unbe muth, u entweder tigte und theil der dem Rech heit der zu etſcheit zumelden Gegeben 1 wohl wenig N 97 Walzen, de der und n dard. en Ver. e ganze ehr das weniger igen die rz oder deßhalb he durch mehrere Nen und reinere un auch uauften. r wieder hwendig rtoffeln, u ſehen, dern Ge⸗ den ſe⸗ 1 unt, acht zu de Land⸗ n Publi⸗ ſeltenen gen in tete; es fernung zab und irbot. ahnliche hn Uhr Pinter⸗ eſer Hof haben, id hatte bach. — 173— Wetterauer Witze.) 1)„Mer ſagt nicht: ſägt: mer ſaͤgt: ſagt.“ 2)„Eſſen kann ich für zwei Mann; dafuͤr muß ich aber in der Zwiſchenzeit mein' Ruh' haben.“ 3)„Das Eſſen ſchmeckt ihm nicht ſchlecht, der Trunk ernährt ihn.“ 4)„Ich eſſ' Alles gern, bis auf's Sauerkraut und Schweinenfleiſch— das eſſ' ich auch gern.“ 5)„Und was ein rechter Schneider iſt, Muß wiege ſiebe Pund, Und wann er die net wiege thut, So is er net geſund.“ Aus einem alten Liede. )„Einige ſind aus der Eva ihrem Ausruf“ iſt auch ein Wetterauer Witz. Anmerk. des Setzers. Aft ge. Warum trägt man in unſerer Gegend keine hölzerne Schuhe, da ſie doch bei naſſer Wit— terung die Füße ſo ſehr trocken erhalten? Oder warum bedient man ſich nicht wenigſtens hölzerner Sohlen, auf welche man das Leder von alten Schuhen ſchlägt? Sie ſind nicht nur ſehr haltbar, ſondern laſſen ebenfalls bei feuchtem Wetter die Füße trocken, und das ſind große Vortheile für den Minderbegüterten. In gar manchen Gegenden unſers deutſchen Vaterlandes, in den Niederlanden, in Frankreich ſind dergleichen Holzſchuhe, namentlich bei gewiſſen Geſchäften, im Gebrauche; nur bei uns wollen ſie nicht heimiſch werden. Bekanntmachungen von Behoͤrden. N Edictalladung. (552) Bei Errichtung eines Inventars über den Nachlaß des verſtorbenen Forſtlaufers Conrad De— muth von hier, hat ſich eine Ueberſchuldung ergeben daher zur Liquidation der Forderungen und zum Güteverſuch Termin auf den 15. k. M., Vormittags 9 Uhr, angeſetzt worden iſt, worin alle, ſowohl bekannte als unbekannte, Gläubiger des Forſtlaufers De— muth, mit Vorlegung etwaiger Beweißurkunden entweder in Perſon oder durch zuläſſige Bevollmäch— tigte und zwar die unbekannten unterm Rechtsnach⸗ theil der Ausſchließung, die bekannten aber unter dem Rechtsnachtheil, als dem Beſchluſſe der Mehr— heit der Gläubiger beitretend, angeſehen zu werden, zu erſcheinen, und ihre Forderungen ſummariſch an— zumelden haben. Gegeben Windecken den 15. Mai 1838. Kurfuͤrſtl. heſſ. Juſtiz-Amt daſ. Neuhof. vt. Degen. Ediet alla dung. (582) In dem Hyypothekenbuche der Gemeinden Langenhain und Ziegenberg ſtehen noch folgende Einträge offen: 1) Auf den Namen von Paulus Rudolph 20 fl. den 18. Mai 1786, bei Gärtner Lang und 20 fl. am 13. Janr. 1777, bei wem iſt nicht angegeben, entliehen. 2) Von Johann Konrad Rudolph 120 fl. den 14. Novbr. 1803, bei Frau Rentmeiſter Chelius und 3) von Joh. Heinr. Müller 100 fl. den 10. Auguſt 1792, bei Schoff Ewald zu Friedberg aufgenommen obgleich dieſe Kapitalien nach Angabe der ſchuld⸗ neriſchen Erben laͤngſt getilgt ſeyn ſollen. Weil jedoch die Schuldurkunden sub. 1. 2. gar nicht mehr vorgelegt werden können und hinſichtlich der Sub. 3. nicht nachgewieſen iſt, ob die darüber vor— liegende, nicht von dem Darleihen ſelbſt herrührende Quittung von dem dazu Berechtigten ausgeſtellt iſt, ſo werden alle, welche aus den vorgedachten Ver— pfändungen und auf die darüber ertheilten Schuld— verbriefungen Anſprüche machen wollen, zu deren Anzeige und Begründung binnen 6 Wochen unter dem Rechtsnachtheile aufgefordert, daß ſonſt die ſämmtlichen oben erwähnten Hypotheken für erloſchen erachtet und die betreffenden. Einträge geſtrichen werden ſollen. Friedberg den 5. Mai 1838. Großh. heſſiſches Landgericht Hofmann. Gläubiger- Aufforderung. (583) Philipp Adam Bühlmeyer von Roͤ⸗ delheim beabſichtigt nach Höch ſt im Herzogthum Naſſau auszuwandern. Rechtsanſprüche an denſelben ſind binnen drei Monaten bei großh. Landgericht Rödelheim anzumelden, gegenfalls die Entlaffungs⸗ urkunde ertheilt werden wird. Friedberg den 25. April 1838. Der großherzoglich heſſiſche Kreisrath des Kreiſes Friedberg. Küchler. Mühlen-Verſteigerung. (605) Da das bei der heute ſtattgefundenen frei— willigen Mühlen⸗Verſteigerung des Müllermeiſters Jakob Kißler dahier geſchehene Letztgebot deſſen Erwarten nicht entſprochen hat, ſo läßt derſelbe ſeine Mühle nebſt etwa 3 Morgen Gaͤrten und 15 Morgen Ackerland Dienſtag den 12. Juni d. J., Vormittags 10 Uhr, auf dem hieſigen Gemeindehaus einer nochmaligen Verſteigerung ausſetzen. Die Mühle beſteht aus geräumigem Wohnhaus, drei Mühlgängen, Anbau mit Oelgang, Scheuer, Stallung für 7 Pferde, 15 Stück Rindvieh, 40 bis 50 Stück Schweine, neuerbautem Branntweinbrenn⸗ — 174— haus und iſt durch Chauſſee mit Hanau, Offenbach und Frankfurt verbunden. Heldenbergen den 29. Mai 1838. Der großh. heſſ. Bürgermeiſter Schweitzer. Gläubiger- Aufforderung. (606) Konrad Weißbrod, Georg Rade⸗ nacher, Jakob Jung II. und Joſeph Engeſ⸗ ſers Wittwe, ſämmtlich von Holzhauſen, beabſich⸗ tigen nach Nordamerika mit ihren Familien auszu⸗ wandern. Rechtsanſprüche an dieſelben ſind binnen drei Monaten bei großh. Landgericht zu Großkarben anzumelden, gegenfalls die Entlaſſungsurkunde er— theilt werden wird. Friedberg den 30. Mai 1838. Der großherzoglich heſſiſche Kreisrath des Kreiſes Friedberg. In Beurlaubung: Der gr. Kreisſekretär Dr. Cameſasca. Gläubiger- Aufforderung. (611) Franz Valentin von Friedberg be⸗ abſichtigt nach Frankfurt a. M. auszuwandern. Rechtsanſprüche an denſelben ſind binnen drei Mo⸗ naten bei gr. Landgerichte dahier anzumelden, ge— genfalls die Entlaſſungsurkunde ertheilt werden wird. Friedberg den 21. Mai 1838. Der großherzoglich heſſiſche Kreisrath des Kreiſes Friedberg. Küchler. Lieferungs- Verſteigerung. (612) Sanmſtag den 23. Juni d. J, Vormittags 9 Uhr, ſoll auf hieſigem Rathhaus die Lieferung von circa 4650 Fuß gußeiſerne Röhren von 27 Zoll Breite,/ Zoll Eiſenſtärke, mit Köpfen von 4 Zoll Länge und 3¾ Zoll Weite, in Stücken von 5 Fuß Länge, öffentlich an Wenigſtnehmende ver⸗ ſteigert werden. Das Maas iſt großh. heſſiſches. Butzbach den 30. Mai 1838. Der großh. heſſ. Bürgermeiſter Zahn. Mobiliar-Verſteigerung. (640) Die Erben des Johannes Hanſtein erſter Ehe wollen Donnerſtag den 14. l. M., von Morgens 9 Uhr an, nachfolgende Gegenſtände in ihrer Behauſung auf dem Haag meiſtbietend ver⸗ kaufen laſſen: 1) eine zweiſpännige Chaiſe, 2) einen weit- und einen mit Zugehör, 3) zwei Pflüge und zwei Eggen, 4) mehrere Chaiſen⸗ und Wagengeſchirre, Ketten und ſonſtige Gegenſtände, 5) Hausmobilien, als: Kupfer, Zinn, Eiſen und Holzwerk, worunter ein neuer Mehlkaſten, Flachsbrech und Buͤtten befindlich, ſodann ge— engſpurigen Wagen gen 11 Uhr Vormittags 2 gute Kühe. Mit den Fahr⸗ geräthſchaften ſoll der Anfang gemacht werden. Friedberg den 7. Juni 1838. In Auftrag: Der Bürgermeiſter D. Fritz. Straßenbauarbeiten u. Steinlieferungen. (641) Montag den 11. d. M., Vormittags um 11 Uhr, ſollen dahier folgende Arbeiten und Liefe⸗ rungen öffentlich an die Wenigſtfordernden veraccor— dirt werden 1) Das Brechen von circa 16 Cubikklafter Steine im Bruche Traifler dahier, 2) das Anfahren dieſer Steine, 3) die Lieferung von circa 8 Cubikklafter Pflaſter⸗ und Deckſteinen, 4) das Setzen dieſer Steine, 5) das Planiren und Chauſſiren von circa 100 laufenden Klaftern Straße, 6) das Pflaſtern von circa 24 Klaftern Rinnen, 7) die Lieferung von etwa 2 Cubikklaftern Sand. Heldenbergen den 7. Juni 1838. Der großh. heſſ. Bürgermeiſter Schweitzer. 5 Gläubiger ⸗ Aufforderung. (642) Johann Wilhelm Hieronimuß von Friedberg beabſichtigt nach Frankfurt am Main aus⸗ zuwandern. Rechts anſprüche an denſelben ſind bin⸗ nen drei Monaten bei großh. Landgericht dahier an⸗ zumelden, gegenfalls die Entlaſſungsurkunde ertheilt werden wird. Friedberg den 29. Mai 1838. Der großherzoglich heſſiſche Kreisrath des Kreiſes Friedberg. In Beurlaubung deſſelben: Dr. Cameſasca. Gras-Verkauf. (643) Mittwoch den 20. d. M., wird das dieß— jahrige Gras zu Heu und Grummet von circa 220 Morgen gräfl. Solms⸗Rödelheimiſchen Wieſen in der Gemarkung Niederwöllſtadt in einzelnen Abtheilungen meiſtbietend verkauft. Die Verſteigerung wird bei Wirth Arnoldt zu Niederwöllſtadt abgehalten, und nimmt Vormittags 10 Uhr ihren Anfang. Aſſenheim den 5. Juni 1838. Die gräfl. Solmſiſche Rentei daſ. Hoffmann. 5 Frucht⸗Verſteigerung. (644) Freitag den 15. Juni, Vormittags 10 Uhr, ſollen in der Burg zu Griedel: 25 Säcke Waizen, 300„ Korn und 200 Achtel Gerſte oͤffentlich verſteigt werden. Griedel den 2. Juni 1838. Der Rentmeiſter Friedrich. in Altfei perſtigett Fried 1 Ur Heu un 10% i Morgen der Och öffentlich Friel Holz- ſchaftl (648) Punkt ohnweit ſtehende öffentlict 1 88 9 84 3) 75 9 30 zu Die Augen. Ago um D iet Liefe, eraccor Steine Pflaſter⸗ ea 100 Rinnen, u Sand. germeiſter tuß von un aus⸗ ſind bin⸗ ahier an⸗ e ertheilt retstach das dieß⸗ Irca 220 n in der eilungen wird bei ten, und tei daſ. 10 Uhr, ntmeiſter dilch. . Gras-Verſteigerung. (645) Das diesjährige Heugras von der ungefähr 300 Morgen haltenden ſiscaliſchen ſ. g. Markwieſe bei Bauernheim wird Dienſtag den 19. Juni d. J., Vormittags 10 Uhr, auf der Wieſe ſelbſt, bei ungünſtigem Wetter aber zu Bauernheim bei Gaſtwirth Höͤres, und zwar nicht mehr nach der bisherigen, ſondern nach der neu gemachten Abtheilung, nämlich in Stücken von zwei und mehreren auch einzelnen Morgen, dann das Heugras von der ungefähr 70 Morgen halten⸗ den fiscaliſchen ſ. g. Burgwaldswieſe bei Okarben Freitag den 2. Juni d. J., Mittags 12 Uhr, in Abtheilungen von 1 und 2 Morgen meiſtbietend verſteigert. Friedberg den 29. Mai 1838. Der großh. Rentamtmann Buß. Hofraithe-Verſteigerung. (646) Dienſtag den 26. d. M. Vormittags 10 Uhr, ſoll in hieſigem Rathhaus die Hofraithe der Georg Schneiders Wittwe, an Martin Mondigler und Georg Steiz gelegen, beſtehend in Wohnhaus, Scheuer, Stallung, Waſchküche, Anbau und Gärt⸗ chen, ſammt Holzberechtigung im Burgwald einer wiederholten öffentlichen meiſtbietenden Verſteigerung ausgeſetzt und bei annehmbarem Gebot die land— gerichtliche Genehmigung alsbald erwirkt werden. Friedberg den 7. Juni 1838. Der Bürgermeiſter D. Fritz. Heu⸗ und Grummetgras-Verſteigerung. (647) Freitag den 22. d. M., Vormittags um 11 uhr, ſoll in hieſigem Rathhauſe das Gras zu Heu und Grummet von 6 Morgen in der Lach und 10¾ in der Sauerweide in Abtheilungen von 2 Morgen und der ſeittelweg, ſodann das Gras von der Ochſenwieſe, ungefähr 3½ Morgen haltend, öffentlich meiſtbietend verſteigert werden. Friedberg den 7. Juni 1838. Der Bürgermeiſter D. Fritz. Holz-Verſteigerung in den geſammtherr⸗ ſchaftlichen Waldungen des Reviers Al⸗ tenſtadt. (648) Freitag den 15. Juni 1838, Vormittags Punkt 8 Uhr, ſollen in dem Diſtrikt Rauhenwald, ohnweit Ilbenſtadt an der Chauſſee gelegen nach⸗ ſtehende Brand⸗, Bau⸗ und Werkhölzer meiſtbietend oͤffentlich verſteigert werden, als 10 88 ¼ Stecken buchen Stockholz, 2 84„ eichen 5 3) 75 Stück buchen Wellen, 4 30 Stämme Eichen, haltend 1149 Cubikfuß, zu Bau⸗ und Werkholz tauglich. Die Zuſammenkunft iſt zur beſtimmten Stunde am Holzſchlag ſelbſt und haben ſich die Steigluſtigen daſe lbſt einzufinden. Heldenbergen den 6. Juni 1838. Für den gr. Forſtfiscus und in Auftrag der Behörden der mitbetheiligten Herrſchaften. Der Revierförſter Hoffmann. Gras-Verſteigerung. (649) Freitag, als den 14. Juni, Vormittags 8 Uhr, ſoll das hieſige Heugras, beſtehend in 130 Morgen, auf den Gemeinde-Wieſen meiſtbietend verſteigert werden. Die Herren Bürgermeiſter in der Umgegend werden erſucht, dieſes in ihren Gemeinden zu veröffentlichen. Bönſtadt den 2. Juni 1838. Der großh. heſſ. Bürgermeiſter Geibel. Holz-Verſteigerung. (650) Montag den 11. d. M., Vormittags 8 Uhr, ſollen in dem Walddiſtrikt Butzbacher Hoſpitalſtrauch, Reviers Hochweiſel: Stecken verschiedenes Scheit- und Prü⸗ 15 45 gelholz, . 15 Stockholz, 4 771 3) 4043 Stück verſchiedene Wellen, 4) 51 kiefern und 5) 96 eichen Stangen an den Meiſtbietenden verſteigert werden. Butzbach den 7. Juni 1838. Der großh. heſſ. Bürgermeiſter Zahn. Aecker⸗ und Wieſen Verſteigerung. 651) Donuerſtag den 5. Juli l. J., Vormittags um 10 Uhr, ſoll in hieſigem Rathhaus auf Anſuchen des Herrn Gaſtgebers Martin Simon, deſſen ſaͤmmtliche Aecker und Wieſen in der hieſigen, Ock⸗ ſtädter und Fauerbacher Gemarkung, einer öffent— lichen freiwilligen Verſteigerung unter annehmbaren Bedingungen ausgeſetzt werden. Friedberg den 7. Juni 1838. Der Bürgermeiſter D. Fritz. NN Privat⸗ Bekanntmachungen. Hofraithe-Verſteigerung. (391) Montag den 25. Juni l. J., Vormittags um 10 Uhr, wollen die Johaun Eißeners Eheleute dahier in hieſigem Rathhaus ihre Hofraithe in der Burg an Herrn Friedrich Schweizer gelegen, be⸗ ſtehend in Wohnhaus, Ställchen von 15[IKlafter Raum und 19[[Klafter 11 Fuß Garten und auch der Garten, worauf früher eine Scheuer geſtanden, einer öffentlichen freiwilligen Verſteigerung ausſetzen und bei annehmbarem Gebot den Juſchlag ſogleich ertheilen. 5 ö Bemerkt wird noch, daß das Wohnhaus 6 hei 5 1 bare Zimmer und zwei Keller hat, wovon der eine gewölbt iſt. Friedberg den 17. Mai 1838. Johann Eißener. Mai⸗Wein⸗Eſſenz. (593) Da man nur kurze Zeit Gelegenheit findet, ſich die friſchen Kräuter zur Darſtellung des ange— nehmen Maitranks zu verſchaffen, ſo dürfte wohl obige Eſſenz, insbeſondere noch wegen des äußerſt billigen Preiſes, ein erwünſchtes Erſatzmittel abgeben. — Ein halber Theelöffel von beſagter Eſſenz reicht hin, um mit einer Flaſche Wein oder Apfel-Wein, nach einem beliebigen Zuſatze von Zucker, den be— liebten Mai-Wein darzuſtellen.— In Fläſchchen à 5 kr. und à 9 kr. findet man Mai-Wein⸗Eſſenz ſtets vorraäthig in der Mohren-Apotheke zu Friedberg. Wein ⸗Verſteigerung zu Büdingen. (625) Montag den 18. Juni d. J., Nachmittags 2 Uhr, ſollen die hier nachfolgenden reingehaltenen Weine öffentlich auf Erſuchen der Eigenthümer, in der Behauſung des Herrn Stadthauptmanns Sauwage dahier, verſteigert werden: 1901 Ohm 19 Maas 1819r. Markenbrunner, 29 7 r e eee, 30 7, 16 7 7 7 7. 49 4,„ Oſthofer, 50 1 7 27 7 77 Büdinger, 60 765 4 7. 7. 77 37 5. 77 1 89 4 7 5 77 1833 r. 7 90 0 2 2 77 2 10 37 7 5 77 18351. 7 110 1„ s„ in 5 Die Proben werden am Tage der Verſteigerung verabreicht. Büdingen den 23. Mai 1838. Frau Kammerrath Bremers Wittwe. Ein Stuhlwägelchen (627) ſteht dahier bei Hauptmann Hitzel zu verkaufen. Münzenberg den 30. Mai 1838. Wohnungs⸗- Veränderung und Waaren⸗ Empfehlung. (624) Daß ich meine bisherige Wohnung in der Uſergaſſe verlaſſen habe und wieder auf die breite Straße in das Haus des Hrn. Seilermeiſters Söllner zwiſchen die Hrn. Metzgermeiſter Walz und Kreuter gezogen bin, zeige ich einem geehrten Publikum hiermit ergebenſt an, und empfehle zugleich meine längſt bekannten ſchweren Waaren, wie auch eine Parthie ſehr billige Waaren, auch habe ich ſtets eine ſchöne Auswahl gemachter Kinderkleider, Kittel, Röcke, Hamannwämschen, gemachten Weſten, Batiſt⸗Hemden, ſchöne geſtrickte Strümpfe, gemachte Blumen, Bänder, fertige Puppen, ſchöne Hoſen— träger, Strumpfbänder, eine große Auswahl ſeidene, halbſeidene, wollene, kattunene und baumwollene Halstücher, auch ſchöne Taſchentücher, Zwirn, Seide, Schnüre, und mehrere Sorten große Hauben, alle Sorten Kinderhäubchen, Joppelchen und gemachte Ueberzuͤge über Betten, Tüllkrägen und Halstücher, alle Sorten Strick- und Einſchlaggarne. Auch habe ich ein Commiſſions-Lager billiger und guter Rauch⸗ und Schnupftabaken, Cichorien-Kaffee, und Schiefertafeln. Auch ſind beſtändig Pfeffernüſſe das Pfd. zu 32 kr., Zimmetwaffeln das Stück 1 kr., ſo wie Zitronenküchelchen das Stück 1 kr. zu haben. Es bittet um zahlreichen Zuſpruch Friedberg im Mai 1838. M. Maul. Holz-Verſteigerung. (652) Montag den 11. Juni d. J., Morgens 9 Uhr, ſollen in dem freiherrlich von Rothſchildiſchen Walddiſtrikt Altenberg bei Rodheim 2300 eichen Schälholzwellen meiſtbietend verſteigert werden. Okarben den 3. Juni 1838. Hilgenreiner. Zu verkaufen. (653) 1 Kochherd mit Einſatzlöcher mittlerer Größe, 1 Waſſerſtein, 2 kleine Kanonen-Oefen, 1 großer Urnen-Ofen, für Braunkohlen-, Torf⸗ und Steinkohlen-Heizung eingerichtet, kann auch als Kochofen verwendet werden, 50 Fuß geſtemmtes Wandgetäfel(Lambris), 3 Fenſter mit Spiegelſcheiben 4“ 10“ hoch und 3 breit, 5 Fenſter desgl. 6“ hoch und 3“ 8“ Zoll breit mit dazu gehörigen Laden, 1 Stiege mit Geländer von eichen Holz und 1 leichter Oeconomie-Wagen. Das Nähere iſt bei Hrn. J. C. Wagner an dem ehemaligen Anmeldungsbüreau in Vilbel zu er⸗ fragen. Guten Aepfelwein (654) verkaufen Ohmweis Gebrüder Grödel. Ein leichtes einſpänniges Chaischen (655) und ein braunes ſieben Jahr altes Wallach⸗ pferd nebſt engliſchem Kummetgeſchirr hat zu ver— kaufen Sattlermeiſter Schäfer. Em p fe he e ug. (656) Ich habe zwei Arten neuerfundene Seife in Kommiſſion erhalten, welche ſich vorzüglich zum Bauchen und Weißen des Tuches eignet, und ko— ſtet das Pfd. von der einen Sorte 12 kr. und von der andern 6¼ Pfd. 1 Rthlr. Hierbei bemerke ich meinen geneigten Abnehmern, daß meine ſelbſt fabrizirte Seife ihren fruheren Preis fortbehält. Friedberg. Anton Suhrada. 637 be Lim Maurergef fir die beiten in zu erdielt Eis 56) 1 10 kan 659) 9 fee 90 bacher Ka überninnt ö Vor in der B. Zaeegelei. penſe ist aus fei bei Herrn. 1 Wei C. Bi won der E wreußiſchen Pfunde bil Sr Bei C. Bin Shinani, L Converſatie gebildeten und Räthſe ſinnes und genehmen 1. Crhohlungef hung des Freude, In Geheftet in Litergtur. Poßler, zr. Gebetbuch Genehmigun Becker Mörres,, Manz. Gr Lermanni! capita trie Euthold,? und Nachfe Gebete, die ir den öff „Erbauung. eldenſtlöck Da framoſſſ age. Hebge's re de, und 18), och und U breit und ner an zu er⸗ odel. chen Ballach⸗ zu ver⸗ er. * Maurergeſellen werden geſucht. (657) Bei Höchſt an dem Bau der Brücken für die Taunus⸗Eiſenbahn können noch einige Hundert Maurergeſellen Arbeit finden, und iſt der Tagelohn für dieſelben auf 52 und 54 kr. erhöht. Bei Ar⸗ beiten im Akkord aber, moͤchte leicht das Doppelte zu verdienen ſeyn. Eine Wohnung gleicher Erde, (658) welche bis den 1. Auguſt d. J., bezogen werden kann, hat in der Burgvorſtadt zu vermiethen Wittwe Nauheimer. Kalk⸗ Verkauf. (659) Auf der Mainkur iſt wöchentlich und auf hieſiger Ziegelhütte täglich friſchgebrannter Offen— bacher Kalk billig abzugeben. Beſtellungen hierauf ſibernimmt in Friedberg Herr Fahnenträger Rick in der Vorſtadt. Ziegelei rothe Warthe bei Rum— penheim im Juni 1838. A. Strecker. 2% Morgen Klee a (660) bei der Kapelle an der Seewieſe gelegen, ſt aus freier Hand zu verpachten. Das Nähere lei Herrn Fahnenträger Rick. dei C. Bindernagel ſind ſo eben angekommen: Fuͤnf Sorten Obladen, bon der Größe eines Kreuzers bis zu der eines heußiſchen Drittels und koſtet das Loth 3 kr., im Funde billiger. Lei C. Bindernagel iſt vorräthig: Cima ni, L., Jugend-Salon des Frohſinns, oder: bunte Converſationen munterer Knaben und 9 dädchen aus den gebildeten Ständen mit Anecdoten, Geſellſchafts Spielen und Räthſeln, zur Erheiterung und Belebung des Scharf— ſinnes und Witzes. Ein empfehlendes Taſchenbuch zur an⸗ genehmen und nützlichen Beſchäftigung der Jugend in den rhohlungsſtunden an den Winterabenden und zur Crhö— zung des geſellſchaftlichen Vergnügens durch unſchuldige Freude. In ſechs Bändchen mit ſechs illumimirten Kupfern. Heheftet in Etui. Leipzig. Magazin für Induſtrie und Literatur.. 2 fl. 24 kr. Goßler, Fr. Henricus, die goldene Harfe. Vollſtändiges Jebetbuch für die Gläubigen der Kirche Gottes. Mit Zenehmigung der biſchöflichen Behörden. Weſel, 1837. Becker 1 fl. 12 kr. Görres, J., Athanaſius. 4te Ausgabe. Regensburg. 1838. Manz. Groß 8. Geheftet. ie Hermanni, C. F. Prof., bapita tria. Marburg. Quaestionum Oedipodearum 1887. Garthe. 4. Geheftet. 1 fl. 48 kr. Leuthold, W., Pfarrer in Lomnitz, Betſtunden zur Vor— und Nachfeier des Altarfeſtes, oder Betrachtungen und Gebete, die Beicht- und Abendmahlshandlung betreffend, ür den öffentlichen Gottesdienſt, wie für die häusliche Erbauung. Grimma, 1838. 1 fl. 30 kr. Stidenſtücker, FJ. H. P., Elementarbuch zur Erlernung 15 franzöſiſchen Sprache. Erſie Abtheilung. Neunte Auf⸗ ge. 24 kr. diedge's Urania. Originalausgabe. 36 kr. Fruͤchte-Preiſe hier in Friedberg: Waizen: 10 fl.— kr. Korn: 8 fl. 40 kr. Gerſte: 6 fl. 30 kr. Hafer: 4fl.— kr. Erbſen:— fl.— kr. Fruͤchte⸗Preiſe zu Frankfurt, am 5. Juni: Waizen: 9fl. 20 kr. Korn: 7 fl. 46 kr.— Gerſte:— fl.— kr. Hafer: 4 fl. 10 kr. Erbſen:— fl.— kr. Fruͤchte-Preiſe zu Mainz, am 1. Juni: Waizen: 9 fl. 38 kr. Korn: 8 fl. 9 kr. Gerſte: 6 fl.— kr. Hafer: 3 fl 57 kr. Erbſen:— fl.— kr. Polizei-Taxe fuͤr die Staͤdte Friedberg und Butzbach vom 11. bis 17. Juni 1838. pf Brod Preiſe. Friedberg Butzbach. kr. pf E pf. 1 JLeib-Roggenbrod 9391 3 1 2 7 9 6 1 6 1 4„ 7 1272 1272 8 Loth. Loth. —[Milchbrod 114 1 4% —[Waſſerweck 115 11— Gemiſchtes(Tafel-) Brod e Fleiſch-Preiſe. 1 pf. pf. 1 Ochſenfleiſch 14 11 A Kühfleiſch 8 2 8 2 „Rindfleiſch 82 8— „ Kalbfleiſch 5 3 8 „Schweinenfleiſch 12— 1 „Hammelfleiſch 8 989 „ Wurſt von blos Schweinen 144— 144— „Gemiſchte Wurſt 10— 104— „Bratwurſt 3 2 „Schwartenmagen 16— 16 „Geräucherter Speck. „Schinken 15— 15— „ Dörrfleiſch 16— 16— „Schweinenſchmalz, ausgelaſſen 20— 20— 1. dito unausgelaſſen 18— 18— „Nierenfett 17— 17— „Hammelsfett 15— 15— J. V. des gr. heſſ. Kreisrath d. K. F. Dr. Cameſasca. —— Folgende, größtentheils noch ſehr gut erhaltene Bücher ſind für den dabei bemerkten Preis bei mir zu erhalten. Friedberg. C. Binder nagel. Archenholz, J. W. von, Minerva. Ein Journal hiſtori— ſchen und politiſchen Inhalts. 1803, Januar bis Dezember, Februar⸗ und Oktoberheft fehlt. Hamburg, Hofmann. —— Daſſelbe. 1804, Januar bis Dezember, Oktoberheft fehlt. Ebendaſelbſt. —, Daſſelbe. 1805, Januar bis Dezember. Ebendaſelbſt. Daſſelbe. 1806, Januar bis Dezember. Maiheft Ebendaſelbſt. Daſſelbe. 1807, Januar bis Dezember. Ebendaſelbſt. —— Daſſelbe. 1808, Januar bis Dezember. Ebendaſelbſt. ——. Daſſelbe. 1809, Januar bis Dezember. Ebendaſelbſt. Dieſe 7 Jahrgänge zuſammen 2 fl. 28 kr fehlt. Crome, Dr., und 3 ö für Staats⸗Recht, Polit 1. bis 4. Bd. Gießen, 1808— —— Germanien und Europa. Ir 1812, Müller. 0. 5 Freſenius, Thomas Aniello. Trauerſpiel in fünf Aufzügen. Wall, Caroline oder: So wahr ich bin ein freyer Mann. Herausgegeben von Friedr. Baron de la Motte Fouque. 24 kr. Ein Luſtſpiel in fünf Akten. 15 kr. Krebs, lateiniſches Leſebuch für die. Anfänger. 20 kr. Winkopp, P. A., die Rheiniſche Konföderations⸗Akte, oder Ch. Th., Lehrbuch der Geſchichte für die obern der am 12. Julius 1806 zu paris abgeſchloſſene Vertrag. Roth, Klaſſen gelehrter Schulen. kr. Theil. Alte Geſchichte. Gieſſen. Heyer. 48 kr. 1 aup, Dr., Germanien, eine Zeitſchrift Mit unparteyiſcher Feder entworfen. 11 Bände. 8. Ge⸗ ik und Statiſtik von Deutſchland. bunden. Berlenburg. 17701780. Ickler. 4 fl. 24 kr. 1811, Heyer. 1 fl. 48 kr. Trapp, C. C., Auszüge aus den franzöſiſchen Claſſikern. Band 18 Heft, Gießen, Zur allgemeinen Schulencyclopädie gehörig. er Theil 12 kr Braunſchweig. Schulbuchhandlung. 24 kr. Franzöſiſch und deutſch mit diplomatiſcher Genauigkeit ab— gedruckt, nebſt allen denſelben erläuternden und das Staats⸗ recht des Rheiniſchen Bundes in ſeiner Geſammtheit be⸗ Ritzhaub, J. A., Clementarwerk zur leichten Erlernung 0 der lateniſchen Sprache. Zur lateiniſchen Schul-Encyelo⸗ ſtimmenden Urkunden und Actenſtücken auch allen noch gel⸗ pädie gehörig. 1. Band. Braunſchweig. Schulbuchhandlung. tenden Geſetzen. Herausgegeben und mit einigen Bemer⸗ de 12 kr. kungen begleitet. Frankfurt. 1808. Mohr. Geheftet. 20 kr. 8. Gebunden. —— Daſſelbe 1. 2. Band. Ebendaſ. 8. Gebunden. 24 kr. Zimmermann, deutſches Uebungsbuch zum Ueberſetzen ins? 20 kr. —— Daſſelbe 4. Band. Ebendaſ. 8. Gebunden. 15 kr. Lateiniſche für Anfänger. 1 Schulze, F. H. A., Encyclopädie der lateiniſchen Claſſiker. Ciceronis epistolae ex recensione Grävii aliorumque.* 1 Abtheilung. Römiſche Dichterſammlung. 1. Theil Aus⸗ 15 kr. 3 geſuchte Schauſpiele aus dem Plautus und Seneca. Braun⸗ Ovidii Nasonis tristium liberi V. 12 kr. 7 ſchweig. Schulbuchhandlung. 8. Gebunden. 24 kr. Waldeck institutiones juris civilis heineccianae emen- Teuthorn, G. F. ausführliche Geſchichte der Heſſen, von datae atque reformatae. 21 kr. ihrem erſten Urſprung an bis auf gegenwärtige Zeiten. Den 22. Herr Guſtav Adolph Höfeld, großh. Diſtriktseinnehmer zu Gedern, des weiland herz. naſſauiſchen 7 1 1 Im Mai 1838 wurden zu Friedberg 1) Getraut. 80 Pfarrers, Herr Ernſt Höfeld zu Dietenbergen, hinterbliebener ehel. led. Sohn, und Jungfrau ö Maria Margaretha Katharina Fritz, des hieſigen gr. Bürgermeiſters, Hrn. Johann Daniel Fritz Nachſteher ehel. led. Tochter. Fri 2 Getauft. 12. Ein unehelicher Sohn, Anton, geboren den 4. Mai. d 13. Dem 0. Bürger und Bäckermeiſter, Johannes Ulrich, ein Sohn, Johann Heinrich, geborel] ilandiſc den 3. Mai. 0 20. Dem großh. Corporal im ten Bataillon des Aten Infanterieregiments dahier, Johann Heinrih 1 Hahn, eine Tochter, Martina Katharina Eliſabetha Ehriſtina, geb. den 4. Mai. 1 ſch bilden 24. Dem hieſigen Bürger und Schuhmachermeiſter, Johann Philipp Klein eine Tochter, Mari Wollnarkt Eliſabetha, geb. den 11. Mai. 8 N galhele 24. Dem hieſigen Bürger, Peter Schnell, ein Sohn, Konrad Amand, geb. den 17. Mai. 6 W 3 Beer di gt. 1 0 2. Eduard Bückler, des weiland großh. Sergeanten, Franz Wilhelm Bückler, ehel. Söhnlein, all* 4 Jahre, 1 Monat und 25 Tage, den 1. Mai. 2 3. Eliſabetha Katharina Narz, ledig, alt 71 Jahre, 6 Monat 29 Tage, f den 1. Mai. 3 Die 3. Maria Katharina Berg, des hieſigen Bürgers Friedrich Karl Berg eheliches Töchterlein, al fit 1 Jahr, 7 Monat und 1 Tag, 1 ü den 1. Mai. 9 10. Elisabetha Sehrt, des weiland Joh. Philip Sehrt, Bürgers und Fabrikanten zu Grünben. hinterbliebene Wittwe, alt 69 Jahre und 3 Monate, t den 8. Mai. 5 11. Anna Dorothea Zerling, des hieſigen Bürgers und Schuhmachermeiſters, Chriſtian Zerlu 9. 30 Ehefrau, alt 61 Jahr und 8 Monat, 7 den 9. Mai. a 110 11. Michael Walz, hieſiger Bürger und Metzgermeiſter, alt 45 Jahr, 5 Monat und 22 Tage, 5) De den 9. Mai. 18. Maria Magdalena Hanſtein, des weiland hieſigen Bürgers Johannes Hanſtein, nachgelaſſaß 50 Wittwe, alt 69 Jahr, 3 Monat, 1 den 17. Mai.) Die 22. Ein unehelicher Sohn, Anton, alt 10 Tage, f den 20. Mai. 9 22. Peter Klein, Soldat im 1. Bataillon 4. Infauterieregiments, alt 26 Jahr 9 Monate, 1 d 9 6 19. Mai. 30. Anna Maria Wigmath, des hieſigen Bürgers und Bäckermeiſters Philipp Wißmath Ehefr alt 64 Jahr, 4 Monat 25 Tage, 7 den 29. Mai. Gedruckt und verlegt unter Verantwortlichkeit von Carl Bindernagel in Friedberg.