— 1—— 85828 SSO ie e * 15 ntelli 0 rovinz genzblatt für die 5 a im Allgemeinen, den Kreis Friedberg und die angrenzenden Bezirke im Beſonderen. —— Sonnabend, den 8. September 1833. Die Feier des Ludwigstages auf dem Glauberg. Geſang iſt eine himmliſche Gabe. Bei den man— nigfaltigen Schickſalen und Gemüthsſtimmungen ſin— gen wir, entweder, um unſere traurigen oder freu— digen Gefuͤhle auszudrücken, oder auch um unſere Herzen und unſere Gemüther in demſelben zu dem Herrn zu erheben, ihn zu loben, zu preiſen und ihm zu danken. Wenn Familienfeſte gefeiert werden, ſo pflegt dieſes auch durch Geſang zu geſchehen. Ein ſolches Familienfeſt war der für jeden bie— dern Heſſen denkwürdige Ludwigstag. Die Lehrer der Schulen zu Glauberg, Stockheim, Effolterbach, Rahnſtadt, Ober- und Niedermoxſtadt, Staden, Rodenbach, Heegheim und Lindheim verab— redeten ſich einige Wochen vor dem Ludwigstage, denſelben durch gemeinſchaftlichen Geſang mit der Schuljugend der genannten Schulen zu feiern. Sie wählten zu dieſem Zwecke 7 Lieder aus der von Herrn Rector Müller herausgegebenen Geſanglehre zum Einüben. Sonntags vor dem genannten Feſt⸗ tage fand Probe ſtatt, bei welcher Gelegenheit die Lehrer ſelbſt auch einige Männerchöre einübten. Auf den genannten Feſttag, Mittags gegen 1 Uhr, verſammelten ſich die Lehrer mit der feſtlich gekleideten Schuljugend in Glauberg in der Nähe der Kirche, und zogen dann geordnet unter dem Ge— läute der Glocken auf den Glauberg, welcher öſtlich dieſes Ortes liegt. Auf demſelben angekommen, wurden die Kinder ſtimmenweiſe geſtellt, und bald er— ——— tönte aus etwa 600 Kehlen unſerm theuerſten Groß herzog das Lied„Heil unſerm Fürſten Heil ꝛc. Der Nachmittag verſtrich unter Geſang und ge⸗ ſellſchaftlichen Unterhaltungen der Lehrer, zwiſchen welchen unſerm Allerdurchlauchtigſten Großherzoge mehrere Toaſte dargebracht wurden. Lautere Freude und Heiterkeit herrſchte unter Kindern und Lehrern, die gleichſam Eine Familie bildeten.— Auch hatten ſich aus den benachbarten Orten viele Zuhörer ein⸗ gefunden, die ſich mit den Fröhlichen freuten. Erſt ſpät bei herannahender Nacht verließ man den Berg, auf deſſen Höhe dem Herrn geweihte Lieder erſchollen und auf dem man ein Feſt gefeiert, das noch vielmals für unſern theuren Landesherrn wie⸗ derkehren möge. Die Lehrer hatten bei der Feier dieſes Feſtes den doppelten Zweck im Auge, der Ju⸗ gend Freude zu machen, und derſelben ſchon fruͤhe Liebe und Anhänglichkeit an den uns theuerſten Großherzog, den Beförderer des Guten, einzuflößen. Sie glauben ihren Zweck erreicht zu haben. R. Bſch. — Die Catacomben von Friedberg. Die gelehrten und weitgereisten Leſer des Intelli⸗ genzblattes wiſſen beſſer, als Schreiber dieſes, daß in manchen großen, namentlich alten Staͤdten ſich vieles Merkwürdige befindet, was unter der Erde iſt. In vielen morgenländiſchen Staͤdten, auch in Conſtantinopel, ſind grote unterirdiſche Gemä⸗ cher, welche urſprünglich zum Sammeln des Regen⸗ waſſers dienten, alſo Ciſternen waren, ſpäter auch . 20 wohl zu andern Zwecken benutzt wurden und noch benutzt werden. In Italien, beſonders in den Städten Rom und Neapel, ſind ebenfalls dergleichen unter⸗ irdiſche Gemächer, die man nach den unterirdiſchen Todtengewoͤlben in Egypten Catacomben nennt. Es ſind das dieſelben, in welchen die erſten Chriſten zur Zeit der Verfolgungen und Bedrückungen ihre gottesdienſtlichen Zuſammenkünfte zu halten pflegten. Daß ein großer Theil der großen Haupt- und Welt⸗ ſtadt Paris auf ähnliche Art unterminirt iſt, wiſſen die Bewohner und noch Andere recht gut. Die ge⸗ waltigen unterirdiſchen Gemächer daſelbſt ſollen ur⸗ ſprünglich nur Steinbrüche geweſen ſeyn, in welchen die Bewohner den nöthigen Bedarf von Steinen zum Bau ihrer Häuſer holten. Als ſie Gefahr zu dro⸗ hen ſchienen, fing man an, dieſe gewaltigen Räume, welchen man ebenfalls den Namen Catacomben gab, mit Pfeilern zu verſehen, wo's nöthig war, und im Jahr 1786 wurden auf Befehl der Regierung alle Gebeine von den verſchiedenen Kirchhöfen aus allen Jahrhunderten hier untergebracht, wahrſchein⸗ lich damit man bei der bevorſtehenden Revolution auf denſelben Platz genug zu neuen Gebeinen erhal⸗ ten könne; denn in dieſer Zeit kam es auf einige Dutzend Menſchenleben mehr oder weniger nicht an. Von dieſen Catacomben zu Paris kommen wir direkt auf die zu Friedberg. Sie ſind zwar nicht ſo groß, wie die zu Paris, wie denn die Stadt ſelbſt nicht ganz mit Paris ſich meſſen kann; ſie ſind aber groß genug, daß wir ihrer hier gedenken dür⸗ fen. Wir verſtehen darunter nicht die großen und alten Keller, welche ſich unter mehreren der bedeu⸗ tendſten älteren Häuſer, auch hier und da in Gär⸗ ten und Höfen befinden, ſondern die ſogenannten Lehmlöcher, welche mehrere unſerer Häuſer neben oder vielmehr unter ihren Kellern haben, und die ſich oft weit von denſelben und über die Straßen erſtrecken. Einige derſelben ſind wohl ſehr alt, und haben vielleicht zu Bergungsplätzen in Kriegszeiten gedient. Von andern dagegen wiſſen wir, daß ſie ganz neuen Urſprunges ſind und von den Eigenthuͤ⸗ mern theils angelegt wurden, um Lehm zu gewinnen, theils um eine gute Lagerungsſtätte für Bier zu er⸗ halten. Daß dies nicht ihre einzige Beſtimmung iſt, kann man ſich denken; mehrere mögen im Sommer zur Aufbewahrung des Fleiſches und anderer Dinge, welche die Wärme nicht gut vertragen können, be⸗ nutzt werden. Obgleich nicht alle dieſe Lehmlöcher oder friedberger Catacomben mit der gehörigen Kenntniß und Vorſicht angelegt worden ſeyn mögen, ſo hat man doch bisher noch von keinem Unglücke gehört, das durch ihren Einbruch entſtanden wäre. Das hindert indeſſen nicht, die Aufmerkſamkeit der Behöoͤr⸗ den auf dieſes Fridberga subterranea zu wenden, W ſchon geſchehen iſt. Sowie alljährlich in allen Theilen des Landes von Bau⸗Experten plar dieſes Schriftchens auszugeben. nachgeſehen werden muß, daß in den Wohnhäuſern nichts angelegt wird, was feuergefährlich iſt, ſo konnten recht gut einmal Männer, die's verſtehen, angewieſen werden, um nach ſämmtlichen Catacom⸗ ben in Friedberg zu ſehen, ob ſie gehörig gewölbt und feſt genug ſind, um nicht einmal nach bedeu⸗ tenden Regen, beſonders im Frühjahre, den Einſturz der über ihnen ſtehenden Häuſer zu bewirken. Ganz überflüſſig moͤchte das nicht ſeyn; im Gegentheil liegt der Gedanke jedem nah genug, der da weiß, daß vor wenigen Wochen in einem ganz neu gebau⸗ ten Hauſe die Küche in ein ſolches Lehmloch ſtürzte. Dieſer Sturz brachte weiter kein Unglück, als daß er den Haus⸗Eigenthümer in die Koſten von etlichen hundert Gulden ſetzt; wenn er aber zur Folge hat, daß er die Aufmerkſamkeit der Polizei auf einen Gegenſtand bringt, den nicht ſo iſt er noch recht nützlich geweſen. Hier hätten wir die ſchicklichſte Gelegenheit, von dem berühmten unterirdiſchen Gange in Friedberg zu reden, in welchem ſich die zwölf Apoſtel, ganz von Silber hunderten aufbewahrt befinden; wir wollen aber das auf eine andere Zeit verſparen, und wird am Beßten alsdann von ihnen geſprochen werden, wenn ſie ein⸗ mal zu Tage kommen.— Von dem berühmten Judenbade, auch einem unterirdiſchen Gemache, iſt anderwärts ſchon genug die Rede geweſen. Fuͤr Menſchenfreunde. In Nr. 26. unſeres Blattes geſchah der ſchoͤnen Feier Erwähnung, welche die Mitglieder des Hülfs⸗ Vereins zum Gedächtniß der 25jährigen Stiftung deſſelben begingen. Heute können wir den Leſern mittheilen, daß das dort erwähnte Schriftchen nun erſchienen iſt, und den Titel führt: Die fünfundzwanzig jährige Gedächt⸗ 1 des Huͤlfsvereins zu Fried⸗ erg. Dieſes Schriftchen enthält außer der Vorrede und Beſchreibung des Feſtes das für daſſelbe ver⸗ fertigte Gedicht des Direktors Dr. Crößmann, die dabei gehaltene Rede des Prof. Fert ſch und den Generalbericht des Prof. Dieffenbach. Wer Sinn für menſchenfreundliche Anſtalten der Art hat, den wird es nicht reuen, 12 Kreuzer für ein Exem⸗ Was mehr einkommt aus dem Erlöſe der Exemplare als Druck und Papier koſten, wird von dem Hülfsverein fur wohlthätige Zwecke verwandt.) — 4) Bei dem Unterzeichneten ſind Exemplare dieſes Schrift⸗ chens, im Auftrage des Hülfsvereins, für 12 kr. zu haben. Carl Bindernagel. gearbeitet und ſchön verguldet, ſeit Jahr⸗ 1 Jedes ſieht oder kennt, ö 3 0 g(101 01 008 10 Uhr Gennain Meiſtbie Die ſucht di machen Niel Verſte (1009 Gutes Beſſz e brenner von le deßfal beiden bütten Mon auf de werder Hel Uhr, deuten berühmten u Gemacht, weſen. der ſchoͤnen des Hülfs⸗ Nn Stiftung den Leſern hriftchen nun Gedacht, s zu Fried der Vorrede daſſelbe vet ö ßmann, tſch und den hach. Wer der Art hal, ur ein Exen⸗ Was mehr are als Druck ilſeverein fir kieſes Schrift 12 kr. zu haben. Ader nagel e Kaſſe für taubſtumme Konfirmanden. Für die Predigt c. des Herrn Prof. Sell, von deren Ertrag eine Kaſſe für taubſtumme Konfirmanden gegründet werden ſoll, iſt ferner bis heute eingegangen: Von 8 Exempl. fl. kr. Ihrer Koͤniglichen Hoheit der Erb⸗ großherzogin von Heſſen u. ſ. w. 1 10 Herrn pfarrer Blumhof in Groskarben 16 5— 4„ Gruber in Obereſchbach 4— 48 „ Poſtverwalter Jäger in Schlitz 5 1 Fräulein von Riedeſel in Lauterbach 1 n Herrn Bürgermſtr. Thaler in Stammheim 1— 12 Durch Wesp dahier 3— 36 Friedberg den 6. September 1838. C. Bindernagel. Bekanntmachungen von Behoͤrden. e Gläubiger- Aufforderung. (989) Georg Andreas Eif von Butzbach deabſichtigt nach Brünn, im Kaiſerthum Oeſtreich, auszuwandern. Rechtsanſprüche an denſelben ſind binnen drei Monaten bei großh. Landgericht Fried⸗ berg anzumelden, gegenfalls die Entlaſſungsurkunde artheilt werden wird. Friedberg den 9. Auguſt 1838. Der großh. heſſ. Kreisrath des Kreiſes Friedberg. g Küchler. Aepfel ⸗Verſteigerung. (1008) Donnerſtag den 13. d. M., Vormittags 10 Uhr, ſollen an Ort und Stelle die diesjährigen Gemeinde-Aepfel in mehreren Abtheilungen an den Meiſtbietenden verſteigert werden. Die großh. Bürgermeiſter werden hierdurch er⸗ ſucht dieſe Verſteigerung in ihren Gemeinden bekannt machen zu laſſen. Niederwöllſtadt den 3. September 1838. Der großh. heſſ. Bürgermeiſter Bauſch. Verſteigerung einer Branntweinbrennerei. (61009) Durch den Ankauf des Trombettaiſchen Gutes dahier iſt die Gemeinde Heldenbergen in den Beſitz einer erſt kurz vorher neu errichteten Branntwein⸗ breunerei gekommen. Da die Gemeinde ſelbſt hier⸗ von keinen Gebrauch machen kann, ſo ſollen die deßfalſigen Brennereigeräthſchaften, worunter die beiden Keſſel 4½ und 3½ Ohm— und die 3 Maiſch⸗ bütten 1002, 990 und 986 Maas halten, Montag d. 17. Sept. d. J., Vormittags 11 Uhr, auf dem hieſigen Gemeindehaus öffentlich verſteigert werden. 5 Heldenbergen den 30. Auguſt 1838. Der großh. heſſ. Bürgermeiſter Schweitzer. Aepfel⸗Verſteigerung. (1010) Dienſtag den 11. Sept., Vormittags 8 Uhr, ſoll auf dem Hof Graß bei Hungen eine be⸗ deutende Quantität Aepfel, mitunter vorzuͤgliches Tafelobſt, gegen gleich baare Zählung einer frei⸗ willigen Verſteigerung ausgeſetzt werden. Hof Graß den 1. Sept. 1838. a Verwalter Wagner. Bekanntmachung. (1011) Die der hieſigen Gemeinde zuſtehende Gebaͤulichkeiten beſtehend in, 1) einer 46“ langen und 30“ breiten Scheuer, 2) einem unmittelbar daran gelegenen 28“ langen und 14“ breiten, ſodann 3) einem etwas von gedachter Scheuer entferntem 18“ l. und 12“ br. Stalle, ſollen Mittwoch den 12 l. M., Vormittags 10 Uhr, in dem Geſchäftszimmer des unterzeichneten Bürger⸗ meiſters, oͤffentlich, meiſtbietend auf den Abbruch verſteigert werden. Die näheren Bedingungen wer⸗ den im Termin ſelbſt noch bekannt gemacht. Die großh. Bürgermeiſter der Umgegend wollen dieſes in ihren Gemeinden zur allgemeinen Kunde bringen laſſen. Niederweiſel den 3. Sept. 1838. Der großh. heſſ. Bürgermeiſter Schimpf. Obſt-Verſteigerung. (1012) Montag den 10. Sept., Morgens 10 Uhr, ſollen zu Rockenberg die Gemeinde-Aepfel an Ort und Stelle öffentlich an die Meiſtbietenden ver⸗ ſteigert werden, wozu man Kaufliebhaber einladet. Rockenberg den 3. September 1838. Der großh. heſſ. Bürgermeiſter Dietz. O bſt⸗Verſteigerung. (1013) Dienſtag den 11. d. M., Vormittags 9 Uhr, ſollen zu Ockſtadt die der Gemeinde daſelbſt zugehörigen Aepfel an Ort und Stelle verſteigert werden. Die Herrn Bürgermeiſter der Umgegend werden erſucht, diefes in ihren Gemeinden gefälligſt ver⸗ offentlichen zu laſſen. Ockſtadt den 6. September 1838. Der großh. heſſ. Bürgermeiſter. Gröninger. Obſt⸗Verſteigerung. (1014) Dienſtag den 11. September d. J., Vor⸗ mittags 10 Uhr, ſollen die der Gemeinde Ilbenſtadt gehörige Aepfel an Ort und Stelle meiſtbietend verſteigert werden. Die Herren Bürgermeiſter der Umgegend werden erſucht, dieſes in ihren Gemeinden gefalligſt bekannt machen zu laſſen. Ilbenſtadt am 6. September 1838. Der großh. heſſ. Bürgermeiſter Dickenberger. Hofraithe⸗Verſteigerung. (1015) Wegen geſchehenem Nachgebot ſoll Mon⸗ tag den 10ten d. M. auf Verfügung großh. Land⸗ gerichts die Hofraithe der Jacob Engels Erben * Vormittags 10 Uhr, einer nochmaligen öffentlichen meiſtbietenden Verſteigerung ausgeſetzt werden. Friedberg den 6. Sept. 1838. i Der Bürgermeiſter D. Fritz. Holz-Verſteigerung. (1016) Mittwoch den 12. d. M., Vormittags 8 Uhr, ſollen in dem oberrosbacher Gemeindewald 19) 21% Stecken buchen Scheitholz, *„ eichen 75 3) 3¾„ buchen Pruͤgelholz, 4) 1½%„ eichen und nadel 5) 4„ buchen Stockholz, 6) 4½„ eichen„, ö 7) 650 Wellen buchen Reiſer, 8) 200„ eichen und nadel, 9) 6 Klötze eichen Stammholz, 10) 3„ nadel 5 11) 7 77 buchen 77 125 1¼ Schicht eichen Werkſcheid und 13) 2 Stück nadel Stangen an den Meiſtbietenden öffentlich verſteigert werden. Die Herren Bürgermeiſter werden erſucht, dieſes in ihren Gemeinden bekannt machen zu laſſen. Oberrosbach den 6. Sept. 1838. Der großh. heſſ. Bürgermeiſter Lämmer. 8 Arbeits-Verſteigerung. (1017) Künftigen Montag den 10. September, Vormittags 11 Uhr, ſoll der Bau eines Kanals zu Langenhain an den Wenigſtnehmenden in Accord gegeben werden. Langenhain den 4. Sept. 1838. f Der großh. heſſ. Bürgermeiſter Huth. Arbeits ⸗Verſteigerung. (1018) Freitag den 14. d. M., Vormittags 11 Uhr, ſollen bei Herrn Gaſtwirth Stüber zu Woͤlfers⸗ heim die zur Herſtellung des Pfarrhauſes zu Södel erforderlichen Bauarbeiten, beſtehend: 19 in Maurerarbeit, voranſchlagt zu 14 fl. 1 kr. 2)„Weisbinderarbeit,„„ an den Wenigſtfordernden, unter den im Termin bekannt gemacht werdenden Bedingungen, öffentlich verſteigert werden. Schloß Ilbenſtadt den& Sept. 1838. Bernhardt, phräfl. v. Leiningen W. Rentmeiſter. Arbeits- Verſteigerung. (1019) Montag den 10. September, Nachmittags um 1 Uhr, ſoll auf dem Rathhauſe dahier die Fer⸗ tigung der auf beiden hieſigen Kirchen vorzuneh⸗ menden Steindecker⸗Arbeit, welche im Uoberſchlag 62 fl. 44 kr. beträgt, an den Wenigſtnehmenden. in Accord gegeben werden. Rodheim den 5. September 1838. Finck, Pfarrvikar. Holz ⸗Verſteigerung. (1020) Donnerſtag den 13. d. M., Morgens i 10 Uhr, ſollen aus denen diesherrſchaftlichen Wal⸗ dungen auf dem Platz in dem Wald, im Diſtrikt über der Querſchneiße, nachfolgendes Holz als: 1) 66 Stecken eichen 1 2) 24„ buchen 4 3) 2¾„ gemiſchte Prügel 4) 2½%%% klefern 5) 48½„ Stockholz dann 6) 400 Stück Wellen an den Meiſtbietenden verkauft werden, welches man mit dem Anhang, daß unter dem erſteren, dem eichen, ein großer Theil Nutzholz, für Küfer und Glaſer geeignet, befindlich iſt, andurch bekannt macht. Ockſtadt den 6. Sept. 1838. Die hochſreiherrlich von Francken⸗ ſtein'ſche Rentei hieſelbſten. Hofraithe-Verſteigerung. (1021) Montag den 10. d. M., Vormittags 11 a Uhr, ſoll in hieſigem Rathhaus, wegen geſchehenen Nachgebot, die zur Jerlaſſenſchaft der Regina Göring gehörende halbe Hofraithe, Nr. 255, beſtehend in halbem Wohnhaus, Schoppen, Hofraithe und Grund, einer nochmaligen öffentlichen Verſteigerung ausge— ſetzt werden. i Friedberg den 4. Sept. 1838. Der Bürgermeiſter D. Fritz. DNN Privat-Bekanntmachungen. Empfehlung. wozu ich (946) Unterzeichneter empfiehlt ſein vollſtändiges, einlade u Holzlager, beſtehend in einer großen Auswahl trock⸗ Faller. ner nußbaum, eichen, tannen, ꝛc. Diehlen und ver⸗ ſpricht die billigſten Preiſe. 5 Butzbach den 15. Auguſt 1838.(1028) Joh. Krauß. du Werk Ein vollſtändiges Logis ij zugel (970) in meinem Hauſe kann mit Ende Novem⸗ eile Meß ber bezogen werden. Wetzſtein, Glaſermeiſter. gehörigen Eine Parthie guten Aepfetwein Jeſäbch (1002) hat zu verkaufen H. Koch eißbtett auf dem Kinzigheimer Hof bei Hanau. Sei Aus Mehllieferung. O (4022) Bei dem überaus großen Bedarf an Brod(4029) für die Beſſerungs-Anſtalt zu Marienſchloß, monat- N ft. lich etwa 100— 120 Meltr. Roggen⸗ und 25— 30 Mltr. Waizen⸗Mehl, iſt man geſonnen den 20. Sep⸗(1030 tember d. J. die Lieferung des Mehlbedarfs pro ſergaſ Ates Quartal 1838 in loco Marienſchloß, Morgens um 10 Uhr an den Wenigſtnehmenden zu verſtei⸗ 031 gern, welches man mit dem Bemerken bekannt macht, das Ne daß die Zahlung aus der Marienſchloſſer Kaſſe monatsweiſe bezogen wird. Die weiteren Bedin⸗(1032 gungen werden vor der Verſteigerung bekanntgemacht. iu berka Butzbach den 4. September 1838. Jacob Heil II., Bäckermeiſter. Nauheimer ⸗Teichhaus. 0030 61023) Sonntag den 9. Sept. iſt auf dem Nau⸗ ein Grund, gerung ausge⸗ weln * f bei Hanau. darf an Brod kleß, monat⸗ bekannt nacht, ser Kaſſe en Bedin⸗ Hannt gemacht. ackermeiſter 18 auf dem Nau⸗ heimer Teichhauſe gut beſetzte Harmonie- und Tanz⸗ muſik anzutreffen wozu höflichſt einladet Henkel. Ein Logis (1024) im zweiten Stocke iſt auf der breiten Straße zu vermiethen. Daſſelbe beſteht in 1 Stube, Nebenſtube, Küche, Kammer, Speicher, Keller, Schweinſtall und Miſtplatz. Das Nähere bei der Expedition d. Bl. 100 fl. (1025) liegen in der Kirchenkaſſe zu Oſſenheim ge⸗ gen doppelt gerichtliche Sicherheit zu 5% zum Ausleihen bereit. Kirchweihfeſt zu Fauerbach. (1026) Die fauerbacher Kirchweihe wird auch ſieſes Jahr bei dem Unterzeichneten Sonntag den d. und Montag den 10. September durch Harmonie⸗ und Tanzmuſik an beiden Tagen gefeiert, wobei ein gehaltene Weine und gute Speiſen zu billigen Preiſen anzutreffen ſind. Ich lade hierdurch alle meine guten Freunde und Bekannte Friedbergs und der Umgegend höflichſt ein, bitte um zahlreichen Zu⸗ ſpruch und werde durch gute Ordnung und reelle Bedienung das Vergnügen des Feſtes zu erhoͤhen bemüht ſeyn. Fauerbach II. den 5. September 1838. J. Neiſel. Kirchweihfeſt zu Fauerbach. . Sonntag den 9. und Montag den 10. d. M. iſt gut beſetzte Tanzmuſik bei mir anzutreffen, wozu ich alle meine Freunde und Gönner höflichſt einlade und um recht zahlreichen Zuſpruch bitte. Fauerbach II den 6. Sept. 1838. W. Holler. 5 Anzeige für Geometer. (1028) Ein ſehr gut conditionirter Meßtiſch, aus der Werkſtätte des Herrn Rößler zu Darmſtadt, mit Zugehör, als Fernrohr, Libelle ꝛc. ꝛc., ſowie eine Meßkette von 8 Klafter Länge ſammt dazu gehörigen Kettenſtäben und Köcher mit 10 kleinen Zeigſtäbchen, und ferner eine Partie Abſteckſtäbe, Reißbretter ꝛc. ſind aus freier Hand zu verkaufen. Bei Ausgeber d. Bl. das Nähere. Offenbacher r und Sr Lichter (1029) ſind angekommen und iſt das Pfund zu 24 kr. zu haben bei E. Botſch. Ein vollſtändiges Logis (1030) auf ebener Erde hat zu vermiethen in der Uſergaſſe Ph. Schmidt. Ein Kronleuchter (1031) zu 6 auch 12 Lichtern iſt zu verkaufen. Das Nähere bei der Exp. d. Bl. Ein eiſernes Schild, (1032) auf welchem„Bäckerherberge“ ſteht, hat zu verkaufen David Hirſchhorn. Guten Eſſig, (1033) die Maaß zu 6 kr, bei Abnahme 267 — von 10 Maaß zu 5 kr. und in der Ohm ver⸗ haͤltnißmaͤßig billiger, hat ſtets vorraͤthig in Friedberg Friedrich Chr. Sieck, vor dem ehemaligen Mainzerthore. Bekanntmachung. (1034) Alle diejenigen, welche noch gefärbte Waa⸗ ren bei mir liegen haben, werden aufgefordert, ſolche binnen 6 Wochen abzuhohlen, indem ich nach dieſer Zeit für nichts mehr haften werde. Friedberg den 6. Sept. 1838. Martin Groß, Wittwe. Selſerbrunnen bei Okarben. (1035) Sonntag den 9. Sept. l. J. iſt gut beſetzte Harmonie⸗ und Tanz⸗Muſik auf dem okarber Mi⸗ neralbrunnen anzutreffen, wozu mit der Verſicherung billigſter und prompteſter Bedienung freundlichſt ein⸗ ladet Havenecker. Fruͤchte⸗Preiſe hier in Friedberg: Waizen: 9 fl.— kr. Korn: 6 fl. 40kr. Gerſte: 4 fl.— kr. Hafer: fl. 15 r. Erbſen:— fl.— kr. Früchte⸗Preiſe zu Frankfurt, am 3. Sept.: Waizen: 8 fl. 30 kr. Korn:— fl.— kr.— Gerſte: 4 fl. 40 kr. Hafer: 4 fl. 20 kr. Erbſen:— fl.— kr. Fruͤchte⸗Preiſe zu Mainz, am 31. Auguſt: Waizen: 9 fl.— kr. Korn: 6 fl. 29 kr. Gerſte: 4 fl. 20 kr. Hafer: 3 fl 19 kr. Erbſen:— fl.— kr. Polizei⸗Taxe fuͤr die Staͤdte Friedberg und Butzbach vom 9. bis 16. Sept. 1838. ; i Butzbach. d od⸗Preiſe. Friedberg 15 8 P 0 kr. pf. kr. pf. 1 Leib ⸗Roggenbrod 2 242 2 5. 7 5 N 4 3 44 07 10— 2 Loth. Loth. Milchbrod 115 13 —[Waſſerweck 11 6 114— —[Gemiſchtes(Tafel⸗) Brod 11188 Fleiſch⸗Preiſe. 5 pf. pf. 1(Ochſenfleiſch 11 2 114 2 „Kühfleiſch 8 3 81— „ Rindfleiſch 8 2 81— „ Kalbfleiſch 8— 8— „Schweinenfleiſch 1113 1113 „Hammellleiſch 9— 81 3 „ Schaaflleiſch a 75 12 5 „ Wurſt von blos Schweinen 14— 14— „Gemiſchte Wurſt 10— 104— „ Bratwurſt 151— 154— „Schwartenmagen 16— 16— „ Geräucherter Speck 22— 22— 17 Schinken 144— 14.— „ Doörrfleiſch 15— 115— „ Schweinenſchmalz, ausgelaſſen 19— 18— 7 dito unausgelaſſen 17— 164— „Nierenfett 18— 184— Hammelsfett 1 Der großh. heſſ. Kreisrath d. K. F. Küchler. . 1 Bekanntmachung. auf dem Oſſenheimer Jagdhaus gut beſetzte Harmonie (1036) Künftigen Montag den 10. d. M., ſollen und Tanzmuſik anzutreffen, wozu höflichſt einladet! die von dem verſtorbenen Steuer-Aufſeher Weber Aehle. zu Dorheim hinterlaſſenen Hausgeräthſchaften, Kirchweihe zu Niedermoͤrlen. 5 5 5 Bettzeuge und dergleichen in deſſen Woh⸗(1038) Die Unterzeichneten laden zu der näch⸗ nung öffentlich an die Meistbietenden, jedoch gegen 5 8 den 9. 15 Montag den 10. d. M. 7 gleich baare Zahlung, verkauft werden; wozu man ſtattfindenden Kirchweihe dahier mir der Verſicherung Kaufliebhaber einladet. Nc'eein, daß für alle Erforderniſſe beßtens geſorgt iſt.. Dorheim am 6. September 1838. An billiger und ſchneller Bedienung ſoll es nicht 55 111 1 9 10 ſehen ſie einem 565 zahlreichen Juſpruch Oſſenheimer Wäldchen. Niedermörlen den 3. Sept. 1888. de (1037) Sonntag den 9. September d. J. iſt H. Dietz. J. G. Möbs. A. Möbs⸗ 0 E me te blen n ö ine (1039) Meinen Freunden, Gönnern und verehrlichen Meßbeſuchern zeige ich hiermit ergebenſt an, daß,* 0 ich in meiner Reſtauration ſtündlich ſehr gute Bouillion und Gerſtenſchleim in Taſſen, verſchiedene ſchmack“ hafte billige Speiſen nach der Karte, gutes bairiſches Bier in⸗Flaſchen, ſehr preiswürdige Weine verabreiche, und da ich in der Nähe, wo die Friedberger Familienwägen auf der Zeil am alten Eckhaus Lit. C. Nr. 219 ſich aufſtellen, mein Wirthſchaftslocal habe, ſo bin ich auch herzlich gern erbötig, meinen Bekannten undd Beſuchern über Verſchiedenes im Handelsfache unentgeldlich Auskunft zu ertheilen, auch ihre Sachen, z. B.„Nenn Päckchen, Kleidungsſtücke u. ſ. w. bis zur Abfahrt aufzubewahren. Um geneigten Zuſpruch bittet 5 getreu Frankfurt im September 1838. Karl Friedrich Auguſt Leiſering.] dann kant . 5 ir sein Im Auguſt 1838 wurden zu Friedberg 0 1 1. Get ra u t: Den 5. Meiſter Georg Friedrich Schleuning, Bürger, Ellenwaarenhändler und Schneidermeiſter dahier,, bn, a ein Wittwer, und Jungfrau Chriſtiana Erneſtina Cellarius, des zu Maulbach bertebene Genüſſe; gr. Pfarrers, Herrn Georg Cellarius nachgel. ehel. led. Tochter. er nicht „ 19. Heinrich Martin Decher, des hieſigen Bürgers und Sattlermeiſters Johann Chriſtian Karl] Geſelſch Decher ehel. led. Sohn, neuangehender Bürger und Sattlermeiſter dahier, und Jungfrau Eliſt]„ w Mattheſius, des Ortsbürgers und Bäckermeiſters Kaspar Mattheſſus zu Hirzenhain ehel. led. Tochter, 17 „ 28. Jakob Maurer, gr. Caſernenwärter dahier, des weiland Jakob Maurer, Glaſermeiſters zu Jugen“ Wochen fe heim nachgel. ehel. Sohn, und ane 1 8 Franz, Schäfers zu Dorheim, ehel. Tochter. Einladen 2 e uf t: die Lieb Den 3. Dem hieſigen Bürger u. Bäckermſtr. Joh. Oberländer eine Tochter, Sophie Katharina, geb. d. 24. Juli. an den „ 5. Dem hieſigen Bürger und Schuhmachermeiſter Chriſtoph Bollonier eine Tochter, Anna Maria, geb. den 14. Juli. 5 5 1 ſo w „ 5. Dem hieſigen Bürger und Handelsmann Friedrich Hilbrecht ein Sohn, Heinrich, geb. d. 19. Juli. die den „ 8. Dem hieſigen Bürger u. Handels m. Heinrich Mack eine Tochter, Wilhelmine Charlotte, geb. d. 17. Juli. links i „ 10. Dem hieſigen Bürger und Drehermeiſter Philipp Stamm ein Sohn, Georg Ludwig, geb. d. 29. Juli. hat end „ 10. Dem hieſigen Bürger und Oekonomen Johannes Feiling ein Sohn, Adam, geb. den 5. Auguſt. 1 55 „ 19. Dem hieſigen Bürger und Schreinermeiſter Karl Häuſer ein Sohn, Nikolaus, geb. d. 28. Juli. a „ 31. Dem hieſigen Bürger und Schreinermeiſter Ludwig Karl Finkernagel ein Sohn, Friedrich Ws tet Auguſt Wilhelm, geb. den 21. Auguſt. a N um am „ e beginne Den 7. Maria Friedericke Philippina Feiling, geb. Buchecker, des hieſigen Bürgers und Oekonomen in feler Johannes Feiling Ehefrau, alt 27 Jahre, 5 Monat und 10 Tage, f den 6. Auguſt. „ 11. Anna Chriſtina Mengel, des hier geweſenen Bürgers und Schuhmachermeiſters Auguſt Mengel reken 75 led. bee, alt 19, Jahre weniger 13 Tage, 1 den 9 Auguſt. dem na „ 12. Suſanna Künzebach, des hieſigen Caſinogeſellſchaftsdieners Johann Joſt Künzeba li als wen 5 4 e 155 2 Monat 10 Tage, 7 den 10. Auguſt. 5 ä ten und 4. Franz Mengel, des weiland hieſigen Bürgers und Schuhmachermeiſters Arnold M i ben 5 5 920 55 Sohn, alt 54 Jahre, 1 den 22. Auguſt. ſt 0 engel hinter⸗ 5 26. Joh. Konrad Huber, des hieſigen gr. Sergeanten Friedri uber ehel. Söhnlein, alt 5 J 136 2 9 Monat und 5 Tage, 1 den 24. Auguſt.. 0 ale, alt 5 Jaht batdoſſe Gedruckt und verlegt unter Verantwortlichkeit von Carl Bindernagel in Friedberg. geläute!