0 3. Juli: te: 4 fl. 30k W. Ausz. Juli: fl. 4k kt derg un zuſt 1838 — Butzbach Intelligenzblatt für die Jrovinz(Ddberhes sen im Allgemeinen, den Kreis Friedberg und die angrenzenden Bezirke im Beſonderen. * 31. Sonnabend, den 4. Auguſt 1838 * Amtlicher Theil. Der großherzoglich heſſiſche Kreisrath des Kreiſes Friedberg an die Herren Geiſtlichen und Buͤrgermeiſter, ſowie die Local⸗Armenfonds⸗Rechner und Gemeinde⸗ Einnehmer im Kreiſe Friedberg. Betreffend: Die Unterſtützung der Armen und Abſtellung des Bettelns. Da die Schwierigkeiten nicht beſeitigt werden konnten, welche der allgemeinen organiſchen Ausfüh⸗ rung des Inſtitutes der Lokal⸗Armen⸗Commiſſionen in den Weg getreten ſind, ſo werden ausdrücklicher höch⸗ ſter Vorſchrift zufolge dieſelbe mit Ausnahme derjenigen der Städte Friedberg und Butzbach hiermit auf⸗ gehoben und außer Wirkſamkeit geſetzt. Indem ich Ihnen dies zur Nachachtung eröffne, zolle ich den Mitgliedern der Armencommiſſionen für ihre bisherigen verdienſtlichen und erfolgreichen Bemühungen die gebührende Anerkennung. Rückſichtlich der Verwilligung und Decretur der Armenunterſtützungen ſind in der Folge die höchſten Ortes vorgeſchriebenen Normen zu beobachten, welche in meinem Ausſchreiben vom 25. Juli 1837(Nro. 30 des Intelligenzblattes) sub. I. 2 erörtert worden ſind, und bleiben die Beſtimmungen dieſes Ausſchreibens überhanpt, in ſo weit ſie ſich nicht auf die Wirkſamkeit der Armencommiſſionen beziehen, in Kraft. Friedberg den 2. Anguſt 1838. Küchler. Neueſte wetterauer Chronik. Die Bäder. Seit es zur Mode der ſchönen Welt gehört, all⸗ jährlich die Bäder zu beſuchen, das heißt, ſeit unſere von Jahr zu Jahr ſchwächlicher werdende Genera⸗ tion einer tüchtigen Stärkung immer mehr bedarf, werden auch unſere Bäder mehr beſucht, und ent⸗ ſtehen neue, wo man ſonſt nicht an ſie dachte. Wir zählen derſelben in unſerm kleinen Gebiete gegen⸗ wärtig nicht mehr als drei, und gönnen jedem der⸗ ſelben, daß es zum Heile ſeiner Curgäſte und zum Vortheile der Ortsbewohner immer mehr ſich heben und endlich eine„Saiſon/ erhalten möge, wie ſich Wiesbaden, Ems, Baden ⸗ Baden und an⸗ dere ihrer großen Bad- Schweſtern oder Schweſter⸗ Bäder ſchon längſt rühmten. 1) Homburg. Wir wollen mit dem freundlichen Homburg den Anfang machen, weil es die beßte Gelegenheit hat, ſich von dem wohlbevölkerten Frankfurt aus zu rekrutiren. Es war ſchon lange Sitte, daß von dort her manche Familien, welche das ganze Jahr hin⸗ durch den Handelsſtaub einathmen und mit Geld⸗ zählen die Hände verunreinigen mußten, einige Wo⸗ chen des Sommers in Homburg zubrachten, um da ſich etwas abzuwaſchen, friſche Luft einzuathmen und die Augen am jungen Grün ein wenig zu ſtärken. Es laſſen ſich alsdann die Kronthaler viel leichter wieder unterſcheiden und in die Truhe tragen. Seit eini⸗ gen Jahren iſt aber Homburg ein förmlicher Bade⸗ Ort geworden, und damit der Fremde ſich da zurecht finde, der entfernte Arzt wiſſe, für welche Uebel da Heilung zu finden ſey, ſo gab unſer wackerer Landsmann, Herr Medicinal ⸗Rath Dr. Trapp, im vergangenen Jahre eine beſondere Schrift zu die⸗ ſem Behufe heraus. Es iſt wahr, Homburgs Um⸗ gebungen haben viel Annehmliches für den Freund der Natur, und wenn auch ſeine Heilquellen das 4 nicht ſind, was die naſſauiſchen, badiſchen, böhmi⸗ ſchen u. ſ. w. ſo werden ſie doch gar Manchem, der hier ſich zu erholen wünſcht, Geiſt und Körper ſtär⸗ ken. Ein wenig ſtille iſts auf den Straßen des freund⸗ lichen Städtchens; für Viele iſt das indeſſen gerade erwünſcht. Wer aber ein regeres Treiben vorzieht, der fahre wöchentlich ein oder zweimal nach Frank⸗ furt. Hier ſieht er, beſonders zur Meſſezeit, Men⸗ ſchen genug auf den Straßen, oft ſogar mehr, als ihm lieb iſt, und in den großen Gaſthäuſern kann er haben, was er will— nämlich fürs Geld, und iſt dort überhaupt ein theures Pflaſter. Dagegen kann er zu Homburg den Friedrich mit dem ſilbernen Bein umſonſt ſehen, und die Nachti⸗ gallen im Schloßgarten umſonſt hören. Und wenn er die andern ſchoͤnen Gärten und Wald-Anlagen bis zum Eliſabethenſtein zu Fuß beſucht, ſo koſtet ihn der ſchönſte Gang im Walde keinen Hel⸗ ler; er müßte denn der Frau ein Trinkgeld geben, welche ihm die Dammhirſche zeigt, die auf ihren Ruf herbei eilen. 2) Nauheim. Im kurheſſiſchen Flecken Nauheim ſind ſeit einigen Jahren Soolbäder eingerichtet worden, die in den letzten Sommern ſchon recht fleißig beſucht wurden. Die Natur hat hier viel gethan; der herr⸗ lichſte Waſſerſtrahl ſtrömt eine Menge Salzwaſſers aus, das eine Wärme von 24 bis 25 Grad(Reau⸗ mur) hat. Neben dem Orte erhebt ſich der freund⸗ liche Johannis- Berg, auf welchem der alter⸗ thümliche Thurm der ehemaligen Johanniskirche weit⸗ hin ſichtbar iſt. Dazu kommt das trauliche Nau⸗ heim ſelbſt mit ſeinem Walde in der Nähe, das ſogenannte Teichhaus, die Saline mit ihren gewal⸗ tigen Gradir-Gebäuden, etwas weiter das Dörfchen Schwalheim mit ſeinem ausgezeichneten Sauer⸗ brunnen, die Nachbarſchaft des Städtchens Fried⸗ berg, das gewiß jeden Fremden anzieht, und dgl. mehr. Alles das könnte nicht günſtiger ſprechen für eine Bade-Anſtalt. Es war darum ein glücklicher Gedanke, daß die kurheſſiſche Regierung im Herbſte 1834 ein Badehaus anlegen ließ. Schon im Som⸗ mer 1835 konnte dasſelbe benutzt werden, und wurde auch von dieſer Zeit an jeden Sommer beſucht. Schade nur, daß die Lokalität zu beſchränkt iſt. Der unterſte Stock des Hauſes war nur für neun Bäder eingerichtet; im oberen befinden ſich eben ſo viele Wohn⸗Zimmer und außer denſelben ein Geſell⸗ ſchaftsſaal.— Zu eben der Zeit, wo das Badehaus errichtet wurde, fand die Erbauung eines neuen Gebäudes an dem Sauerbrunnen zu Schwalheim ſtatt, wo die alten Gemächer für die Sommerbelu⸗ ſtigungen nicht mehr ausreichten. Allein auch dieſe neuen Räume entſprechen nicht ganz den Erwar⸗ tungen des Publikums. Hier wie in Nauheim hätten mehrere tauſend Thaler nicht geſpart werden dürfen; denn wer den Zweck will, darf mit den 230 — Mitteln nicht allzu karg ſeyn, und die günſtige Zeit ſchwindet leicht dahin, wenn ſie nicht benutzt wird. 3) Salzhauſen. Weder die Quellen noch die Umgebungen von Salzhauſen können ſich mit den zu Nauheim meſſen. Deſto mehr aber iſt von Seiten der Behöoͤr⸗ den gethan worden, um Salzhauſen zu einem förmlichen Bade⸗Orte einzurichten. Mit der gröͤß⸗ ten Bereitwilligkeit wurden die nöthigen Summen bewilligt; mit allem Eifer und aller Sorgfalt han⸗ delten die Lokalbehörden; und was man ſo betreibt, das pflegt auch zu gelingen. Salzhauſen hat alljähr⸗ lich an Ruf gewonnen, wurde jedes Jahr mehr beſucht. Allmählig erhoben ſich auch mehr Gebäude,“) ſchwan⸗ den die kahlen Höhen und machten freundlichen Anlagen Platz. Die Umſicht und Thätigkeit der dortigen Aerzte, zuerſt des Herrn Dr. Graff, nach ſeinem Abgange des Herrn Dr. Möller, trugen 0 nicht wenig dazu bei, dem Bade den Ruf zu erwer⸗ ben, welchen es in einer Gegend erlangt hat, wo ſich doch ſo viele Bäder befinden. In der That kann ſich Salzhauſen auch rühmen, daß es ver⸗ hältunißmäßig die meiſten Curgäſte, welche dort die Wiederherſtellung ihrer Geſundheit ſuchten, geheilt und geſund entließ. So etwas iſt allerdings für ein Bad die beßte Empfehlung, die man ihm mit⸗ geben kann. f„. Durch die neu errichteten Straßen iſt zugleich einem großen Bedürfniſſe abgeholfen. Zuerſt wurden die Orte Nidda und Salzhauſen durch eine Chauſſee mit der von Alsfeld nach Friedberg führenden bei Berſtadt in Verbindung geſetzt. Sodann wurde die neue Straße von Nidda nach Schotten vollendet. An dieſe beide knüpfen ſich wieder andere Neubauten, und es wird in wenigen Jahren nach allen Richtungen hin der Curgaſt bequem hin und herfahren können.(Ueber den Straßenbau in der Wetterau halten wir uns vor, ein anderes Mal ein Mehreres zu berichten.) ſind bereits 80 Lokale für die Kurgäſte eingerichtet. Außerdem ſtehen noch einige Privathaͤuſer zu ihrer Aufnahme offen. Der Beſuch iſt aber auch in dieſem Jahre wieder ſo ſtark, daß viele Fremde bis Mitte Juli noch nicht unterkommen konnten. *) Im Badehaus Die kaiſerlichen Freiwerber in Friedberg. Zu den mancherlei Rechten eines deutſchen Kai⸗ ſers gehörte auch namentlich die Befugniß, während ſeines Aufenthaltes in den vier Reichsſtädten Frank⸗ furt, Friedberg, Wetzlar und Gelnhauſen eine der daſigen Bürgerstöchter mit einem ſeines Gefolges zu verloben. Es durfte dieſes jedoch nur auf fol⸗ gende Weiſe geſchehen: 2 i Sobald der Liebhaber dem Kaiſer ſein Anliegen mitgetheilt hatte, mußte dieſer ſeinen Marſchall vor der erwählten Bürgerstochter Haus ſenden, und der Marſchall folgenden Vers laut herſagen: —— beqpeiſen. die alten walbrſchaft, Fremde dagt Sprüchwörte kaufe des 9 und„o es Sollten ir asel, ſer wit en Brautwerb 5 1 Mir L FHleſſt w keine fre und ebe 1252 U Iteiheit vileglen den We an geht? de Jeit K wird. gen von dein ö Behör⸗ einem 1 größ⸗ ummen lt han⸗ dereibt, alhahr⸗ deſucht. ſchwan⸗ dlichen keit der „ nach trugen . erwer⸗ hat, Wo r That es ver⸗ dort die geheilt ings für gm mit⸗ zugleich Wurden ich kine ebberg geſetzt. a nach den ſech Wengen t beguen penbau anderes Kurgaſte vathauſer r auch in bis Mitte berg. hen Kai⸗ während J Frank⸗ eine der Jefolges auf fol⸗ Auliegen hall vor und der 8 Hört zu ihr Herrn überall, Was gebeut der Kaiſer und Marſchall, Was er gebeut, das muß ſeyn. Hier ruf ich aus N. mit N. Heut zum Lehen, Morgen zur Ehen, Ueber ein Jahr Zu einem Paar. Von dieſem Rechte mußten die Kaiſer zu oft und auf eine Weiſe Gebrauch gemacht haben, die weder den Bürgerstoͤchtern, noch deren Eltern zuſagte. Denn ſchon 1232 erwirkten die vier freien Reichs— ſtädte von Heinrich VII.(Sohn Friedrichs II.) dem damaligen roͤmiſchen König, das Privilegium, daß das fragliche Recht nie mehr ſolle ausgeübt werden. (Lersner frankf. Chron. S. 59.) Uebrigens mögen ſolche Heirathen auch ſchon deßhalb den wetterauer Reichsſtädtern mißfallen ha— ben, weil die Bräutigame Fremde waren. Denn die alten Deutſchen heiratheten gerne in die Ver— wandtſchaft, um das Gut bei einander zu erhalten. Fremde dagegen mochten ſie nicht ehelichen, wie ihre Sprüchwörter:„wer nicht will betrogen ſeyn, der kaufe des Nachbars Rind und freie deſſen Kind,“ und„wo es Gänſe gibt, da gibt es auch Weide,“ beweiſen. Sollten wohl jetzo noch die Friedberger ſich auf ihr kaiſerliches Privilegium berufen, wenn der Kai⸗ ſer mit einem anſehnlichen Gefolge käme, und den Brautwerber machen wollte?). Ech. »Wir müſſen uns hier folgende Bemerkungen ſerlauben. Zuerſt waren die 4 genannten Städte im J. 1232 noch keine„freie Reichsſtädte,“ ſondern kaiſerliche Städte, und eben jene Urkunde Kaiſer Heinrichs VII. von 1232 liefert den größten Beweis davon, wie wenig Freiheit damals dieſe Städte hatten. Durch ſolche Pri⸗ vilegien bahnten ſich indeſſen nach und nach dieſelben den Weg zu der Stellung, die ſie ſpäter einnahmen.— Sodann will es uns bedünken, als wenn die von Lers— ner mitgetheilten Verſe viel neueren Urſprungs wären. Man ſieht ihnen wenigſtens ein ſo hohes Alter gar nicht an. Die Redaction. An die Redaktion des friedberger Intelligenzblattes. In Nr. 10 des Intelligenzblattes iſt den Eltern und Schulkindern zu Friedberg die Hoffnung gemacht worden, daß die neuen Schulen mit Pfingſten ins Leben treten würden. Dieſe Pfingſten ſind längſt vorüber; wie kommt es, daß die Sache nicht vor⸗ an geht?) Ein Familienvater. ) Wir können zu unſerm Bedauern über die urſachen der Verzögerung dieſer für Friedberg hochwichtigen Angelegen⸗ beit nichts Näheres mittheilen, hoffen aber von unſern ſonſt ſo thätigen und für das Gute empfänglichen Behörden, daß ſie Alles, was ſich der Realiſirung des allgemeinen Wunſches hemmend entgegenſetzt, beſiegen werden. Jede Zögerung iſt freilich von unendlichem Nachtheile. Die Red. Kaſſe für taubſtumme Konfirmanden. Für die Predigt ꝛc. des Herrn Prof. Sell, von deren Ertrag eine Kaſſe für taubſtumme Konfirmanden race werden ſoll, iſt ferner bis heute eingegangen: on 8 Exempl. fl. kr. Sr. Königlichen Hoheit dem aller— durchlauchtigſten Großherzoge von Heſſen und bei Rhein u. ſ. w. 1110— Sr. Hoheit dem durchlauchtigſten Erbgroßherzoge von Heſſen und bei Rhein u. ſ. w. 1 11— Herrn Dekan Gebhardt in Rodheim„ „ Pfarrer Bornagius in Aſſenheim 8 2 7 „ Foörſter Launhard in Ziegenberg 1— 24 „ Bürgermeiſter Gröninger in Ockſtadt 2— 24 „ Dekan Stamm in Lauterbach 10 23— „ Birgermeiſter Petri in Steinfurth 4— 48 1 1 Hinkel in Vilbel,. 77 15 Jacoby in Rodheim 8 1 5 „ Pfarrer Drauttk in Langenhain 6 3 „ Lehrer Kitz daher 4— 48 „ Bürgermeiſter Weiffert in Melbach 4 10 „ Pfarrer Fabricius in Niederweiſel 5 1— „ Burgermſtr. Bullmann in Niederrosbach 4— 48 „ Günther in Aſſenheim 8 1 36 Ferner von Bewohnern Friedbergs(das Verzeichniß iſt jedoch noch nicht ge⸗ ſchloſſen, und kann bei dem Unterzeich⸗ neten jederzeit eingeſehen werden.) 29 Friedberg den 2. Auguſt 1838.. C. Bindernagel. Bekanntmachungen von Behoͤrden. N πππ¾ 0 ν Publican dum. (842) Es entlieh Eliſabetha, die Wittwe des Am⸗ broſius Joſt von Niederweiſel von den Philipp Gott⸗ fried Kuhlen Erben zu Butzbach am 2ten Februar 1801 die Summe von 110 fl. und verpfändete dafür unter andern: 19 40 Ruthen Land an der Reiſſerbach, neben Jo⸗ hann Fett, zehntfrei, 4 20 40 Ruthen ditto im Engelsberg, neben Johann Haub sen. Nach beigebrachter Beſcheinigung ſoll dieſe Schuld abgetragen worden ſeyn, da ſolche jedoch im Gerichts- hypothekenbuche noch offen ſteht, ſo werden alle die— jenigen, welche aus dieſer Forderung Rechtsanſprüche bilden zu können glauben, zur Geltendmachung der— ſelben binnen 6 Wochen hiermit aufgefordert, wi— drigenfalls ſolche für erloſchen erachtet und der Ein— trag der beiden Stücke im Hypothekenbuche geloſcht werden ſoll. Friedberg den 6. Juli 1838. Großh. heſſiſches Landgericht daſelbſt Hofmann. Gilmer. Edictallad ung. (846) Nachdem großherz. Hofgericht der Provinz Oberheſſen über das Vermögen des Conrad Haub VI. zu Niederweiſel den förmlichen Concursproceß er— kannt hat, ſo werden alle diejenigen, welche Forde⸗ rungen an jenen bilden zu konnen glauben, auf⸗ gefordert, ſolche ſogewiß Donnerſtag den 30. Auguſt l. J., Vormittags 8 Uhr, dahier in Selbſtperſon oder durch gehoͤrig Bevollmächtigte zu liquidiren, als ſie ſonſt von der Maſſe ausgeſchloſſen werden. Auch ha⸗ ben ſich die Gläubiger alsdann über die Wahl eines Maſſecurators, ſowie ein zu verſuchendes Arrange⸗ ment zu erklären, worauf deßhalb etwaige Vollmach⸗ ten ebenfalls zu richten ſind, widrigenfalls ange⸗ nommen wird, daß ſie der Mehrzahl beigetreten. Friedberg den 6. Juli 1838. Großherzogl. heſſ. Landgeicht daſ. Hofmann. Edictalla dung. (870) Johannes Chriſtoph Oberacker von hier, geboren am 9. Auguſt 1767, welcher ſchon über 50 Jahre abweſend iſt, ohne über ſein Leben und Anfenthalt Nachricht zu geben, oder deſſen etwaige Leibes, Teſtaments- oder Vertragserben werden aufgefordert, ſich ſo gewiß binnen 3 Monaten 136 b fang des unter Verwaltung ſtehenden ge⸗ ringen Vermoͤgens dahier zu melden und zu legiti⸗ miren, als ſonſt gedachter Johann Chriſtoph Ober⸗ acker für todt erklärt und deſſen Vermögen ſeinen aufgetretenen nächſten Seitenverwandten eigenthümlich überwieſen werden wird. Windecken den 16. Juli 1838. Kurfürſtl. heſſ. Juſtiz⸗Amt daſ. Neuhof. vt. Degen. Hofraithe⸗Verſteigerung. (872) Die Adminiſtration der Verlaſſenſchafts⸗ Maſſe der Frau Schöff von Rieſe zu Frankfurt a. M. iſt geſonnen, deren, von Georg Heinrich Menger herrührende Hofraithe zu Trais⸗Mün⸗ zenberg welche aus Haus, Stall und einem Gärtchen beſteht, aus der Hand zu verkaufen. Kaufliebhaber belieben ſich daher wegen Ver⸗ nehmung der näheren Bedingungen an mich zu wenden. Friedberg den 24. Juli 1838. 0 Aus Auftrag: Dietzſch, Amtmann. Verſteigerungs Anzeige. (873) Auf Antrag der Erbintereſſenten ſollen Montag d. 13. Auguſt l. J., um Uhr Morgens, in hieſigem Rathhaus die dem abgelebten Adam Wecker⸗ ling zugeſtandene Hofraithe, Nro. 244, beſtehend in Wohnhaus nebſt Stall, an der Koͤhlergaſſe an Daniel Valentin und Auguſt Groner, ſodann Nro. 239 ein halbes Wohnhaus, eine halbe Scheuer und Grund an Heinrich Windecker und Philipp Schimpf gelegen, hierauf die der verlebten Wilhelm Wecker⸗ lings Wwe. zugeſtandenen Gärten und Aecker in der Gemarkung Friedberg, als: 2% 23 ½ Ruthen Garten in der 18. an Wilhelm Schmidt. zum Emp Gewann 3 * 71 5½ 86 Ruthen im kleinen 61% 91½ Ruthen im 0% 3 Vril. 28 ½ Ruthen in der 218 70 öffentlich meiſtbietend verſteiger barem Gebote der (888) hieſigen zuſammen von Ruthen Acker im großen Warthfeld an Martin Groß. Galgenfeld neben Georg Steinhäuser. Lachenfeld an der Lachen⸗ eilt mit Chriſtoph Weckerling. Gemarkung Fauer⸗ bach II. an dem Hirſchrainberg an Heinrich Salzmann. 1 1 Vril. 9 Ruthen rechter Hand am Mainzer⸗ thor⸗Weg an Heinrich Philippi, war Mainzer und iſt abgekauft. t und bei annehm⸗ Zuſchlag ſogleich ertheilt werden. Friedberg den 28. Juli 1838. Der Bürgermeiſter D. Fritz. Arbeits-Verſteigerung. Die Chauſſirungsarbeiten in den beiden Ortsſtraßen Römerberg und Neugaſſe— 142 Quadratklafter, ſollen Dienſtag den 7. Auguſt d. J., Morgens 9 Uhr, wieſe geth auf dem hieſigen Rathhauſe unter den bei der Ver⸗ ſteigerung bekannt gema cht werdenden Bedingungen an den Wenigſtfordernden vergeben werden, wozu man die Steigliebhaber hiermit einladet. Reichelsheim den 31. Juli 1838. Herzogl. naſſ. Amt Vietor, v. C. Arbeits-Verſteigerung. (889) Freitag den 10. Auguſt 1838 Reparatur⸗Arbeiten 1) an den Schul⸗ und meinde Oſſenheim, Maurer⸗Arbeit, Vormittags 10 Uhr in dahieſiger Rathsſtube, an den Gebäuden der Gemeinde Bauernheim, beſtehend in Weisbinder⸗, Maurer⸗ und Zimmer⸗ Arbeiten, Nachmittags 2 Uhr in der Behaufung des dortigen Beigeordneten Walther, 3) die Herſtellung der Durchfahrt durch den Wetter⸗ fluß bei Bauernheim Nachmittags 3 Uhr an Ort und Stelle, unter den alsdann bekannt zu machenden Bedin⸗ gungen öffentlich wenigſtnehmend veraccordirt werden. ſollen die ſonſtigen Gebäuden der Ge⸗ Die großh. Bürgermeiſter im Bezirke Friedberg ihren reſp. Gemeinden werden erſucht, dieſes in bekannt machen zu laſſen. Oſſenheim den 1. Auguſt 1838. Der W ell er. — beſtehend in Weisbinder- und Bürgermeiſter 1 4 94 M. 802) Die 4 15 Uhr bemerkte ger end berſteig 0 1 Konmot Veillade, 19 kſſel, 1 Noc 1 Bibel, ein ßriedbe 1 (893) M. m II Ah, sammt Garte Haus, Neben aum und 894) Di zum 11 Uhr, ferche, mit dan den Mei mt len die 2 Ge⸗ t⸗ und dabe, ernbeim, Zimmer⸗ dortigen Wetter- lle, 1 Bedin⸗ t werden. Friedberg zemeinden germeiſtet ichmittags u Erbau dem alten Aushebel und Alf arbeit auf — dieſem Raume, Weißbinderarbeit, Glaſer⸗, Schrei⸗ ner- und Spenglerarbeit öffentlich an Wenigſtneh⸗ mende verſteigert werden. Friedberg den 1. Auguſt 1838. Der Bürgermeiſter D. Fritz. Holz ⸗Verſteigerung. 0 (891) Donnerſtag den 9. d. M., Vormittags um 8 Uhr, ſollen in dem freiherrlich von Diediſchen Kirchwalde dahier 1) 120 Stecken buchen und eichen Stockholz, 29) 4000 buchen Aſtwellen und 3) das in dem Schlag hinter den Tannen am Teich von der erſten Verſteigerung ſtehen gebliebene Holz öffentlich an Ort und Stelle an den Meiſtbietenden verſteigert werden. Ziegenberg den 3. Auguſt 1838. Kirchner. Mobilien ⸗Verſteigerung. (892) Dienſtag den 14. Auguſt l. J, von Mor⸗ gens 9 Uhr an, ſollen in hieſigem Rathhaus nach⸗ bemerkte gepfändete Gegenſtände öffentlich meiſtbie⸗ tend verſteigert werden, als: 1 Kommod, 1 vollſtaͤndiges Bett, 1 nußbaumen Bettlade, 1 großer Seſſelſtuhl, 1 Tiſchchen, 1 Waſch⸗ keſſel, 1 Nachtſtuhl, 3 Fenſtervorhänge, 1 Wanduhr, 1 Bibel, ein Bild mit Rahmen. Friedberg am 2. Auguſt 1838. In Auftrag großh. heſſ. Landgerichts: Der Bürgermeiſter D. Fritz. Hofraithe-Verſteigerung. (893) Montag den 20. Auguſt l. J., Vormittags um 11 Uhr, ſoll in hieſigem Rathhaus die Hofraithe ſammt Garten des Carl Göring, beſtehend in Wohn— haus, Nebenhaus, zwei Schweinſtällen ſammt Hof⸗ aum und Garten hinter der Hofraithe an Heinrich Weckerling Ar gelegen, einer nochmaligen öffentlichen Verſteigerung ausgeſetzt werden. Friedberg den 2. Auguſt 1838. In Auftrag großh. heſſ. Landgerichts: Der Bürgermeiſter D. Fritz. Schaafpferch⸗Verſteigerung. (894) Dienſtag den 7. Auguſt l. J., Vormittags im 11 Uhr, ſollen in hieſigem Rathhauſe 10 Schaaf⸗ ferche, mit dem 13ten d. M. anfangend, oͤffentlich en den Meiſtbietenden verpachtet werden. Friedberg den 1. Auguſt 1838. Der Bürgermeiſter D. Fritz. Bekanntmachung. (895) Dienſtag den 7. Auguſt l. J., Vormittags um halb 10 Uhr, ſoll im hieſigen Rathhauſe die keferung der zum neuen Waſſerrad nöthigen eiſer⸗ zen Gegenſtände öffentlich an Wenigſtnehmende ver⸗ ſeigert werden; dieſe beſtehen: 1) in 16 Stück gußeiſernen Platinen auf die Stöße, 2“ lang und 1“ breit und /“ dick. 2 in 64 Stück 7“ langen Schrauben, 3) in 8 Stück 37 langen durch das Rad gehen⸗ den Schrauben und 60 Stück zur Befeſtigung 233 der Laſchen, Arme, Streben ꝛc. ꝛc. von 10“ Länge. 4) in 6 Stück Wellringen. Friedberg den 1. Auguſt 1838. Der Bürgermeiſter D. Fritz. Hofraithe-Verſteigerung. (896) Da auf die Hofraithe des Georg Bopp beſtehend in Wohnhaus daran Stall mit einem gro⸗ ßen und kleinen gewölbten Keller, ein Nachgebot erfolgt iſt, ſo ſoll dieſe Dienſtag den 7. Auguſt d. J., Vormittags um halb 11 Uhr, einer nochmaligen offentlichen Verſteigerung im hieſigen Rathhaus aus- geſetzt werden. Friedberg den 1. Auguſt 1838. In Auftrag großh. heſſ. Landgerichts: Der Bürgermeiſter D. Fritz. Gläubiger- Aufforderung. (897) Paul Forey von Steinbach beab⸗ ſichtigt nach Soden auszuwandern. Rechtsanſprüche an denſelben ſind binnen drei Monaten bei großh. Landgerichte Rödelheim anzumelden, gegenfalls die Entlaſſungsurkunde ertheilt werden wird. Friedberg den 24. Juli 1838. 5 5 Der großh. heſſ. Kreisrath des Kreiſes Friedberg. Küchler. MN Privat- Bekanntmachungen. Die großh. heſſ. Verordnungen (880) vom Jahre 1807 bis 1818 werden zu kaufen geſucht. Ausgeber d. Blattes ſagt von wem. N Ein wohlerzogener Junge (S898) kann bei einem Buchbinder, mit oder ohne Lehrgeld, ſogleich in die Lehre treten. Das Nähere bei der Redaction dieſes Blattes. Ein Franenzimmer von 29 Jahren, (899) welches mit allen feinen weiblichen Hand⸗ arbeiten bekannt iſt, früher als Kammermäͤdchen mehrere Jahre conditionirte, wünſcht in gleicher Eigenſchaft eine Unterkunft zu finden. Dieſelbe ſieht mehr auf eine gute Behandlung als auf großen Lohn. Das Nähere bei der Redaction dieſes Blattes. Veilornes. (900) Am 31. Juli wurden auf der Straße von Friedberg bis an das Dortelweiler Chauſſee-Haus zwei wollene Pferdedecken verloren. Die eine war roth, die andere weiß. Der redliche Finder wird erſucht ſie gegen eine Belohnung bei Herrn Trapp in Friedberg abzugeben. Selſerbrunnen bei Okarben. (901) Sonntag den 5. Auguſt l. J. iſt gut beſetzte Harmonie⸗ und Tanz- Muſik auf dem okarber Mi⸗ neralbrunnen anzutreffen, wozu mit der Verſicherung billigſter und prompteſter Bedienung freundlichſt ein⸗ ladet Havenecker. Schwalheimer Mineralbrunnen. 902) Sonntag den 5. Auguſt d. J., iſt am Schwalheimer Mineralbrunnen gut beſetzte Harmonie⸗ und Tanzmuſik anzutreffen, wozu höflichſt einladet ö Henkel. Zum Vermiethen. (903) Zwei gut eingerichtete Logis hat einzeln oder zuſammen zu vermiethen ö Friedrich Schleuning. Empfehlung.. (904) Da ich durch das Ableben meines Mannes, des„Saamenhändlers Johannes Dreher,“ das Saamenhandelsgeſchäft forthin betreibe, ſo bitte ich mir das frühere Zutrauen zu ſchenken, indem ich ſtets für guten Saamen und reelle Bedienung bereit ſeyn werde. f Gönningen im Königreiche Würtemberg. Magdalena Dreher. Ein großer Kochheerd (905) mit 3 Einſatztöpfen, kupfernem Keſſel und Bratofeneinrichtung, alles in beßtem Zuſtande er⸗ halten, iſt billig zu verkaufen. Ebenſo werden zwei neue Waſſerſteine abgegeben. Das Nähere bei Friedberg. Maurermeiſter Schütz in der Vorſtadt. Ein vollſtändiges Logis, (906) gleicher Erde, iſt auf der breiten Straße zu vermiethen. Wo ſagt die Expedition d. Bl.? Zum Verkaufe. (907) Bei der unterzeichneten Wittwe ſtehen aus freier Hand zu verkaufen: 1) Ein 1½ Ohm haltender noch neuer Brand⸗ weinkeſſel mit zugehörigem vollſtändigem Brenn⸗ apparate mit Bütten und Mühle ꝛc. 20 Ein noch neuer, vollſtändiger, zweiſpänniger Pferde⸗Wagen. 3) Eine 1½ Ohm ausdrückende noch neue Kelter mit eiſernen Schraubenſchlüſſeln und Mahltrog. 4) Mehrere Fäſſer von verſchiedener Größe, zuſammen 60 Ohm haltend. Steinfurth den 28. Juli 1838. Johannes Huber II. Wittwe. Stelle für eine Haushälterin. (908) Ein Familienvater, Wittwer, welcher 4 Kinder hat, wovon das jüngſte 6 und das älteſte 12 Jahre alt iſt, ucht ein gebildetes Frauenzimmer von ge⸗ ſetztem Alter, welche ſeiner Haushaltung vorſtehen und ſich auch der Erziehung der Kinder annehmen kann. Gegen Ende Auguſt d. J. kann ſchon die Stelle angetreten werden. Die Expedition dieſes Blattes giebt nähere Auskunft. 700 Gul d e n (909) liegen beim Auguſtiner⸗Schulfonds dahier gegen gerichtlichen Einſatz zum Ausleihen bereit. Friedberg den 31. Juli 1838. Der Rechner G. F. Nau. Warnung. (910) Lit. B. Nro. 64, eine Stadt Niddaer 234 3½%, Obligation von 300 fl., mit Coupons vom 1. Juli 1838 bis 1. Januar 1848, iſt abhanden gekommen, vor deren Ankauf gewarnt wird; auch ſind bereits die nöthigen Vorkehrungen getroffen, daß dieſe Obligation nur dem rechtmäßigen Be⸗ ſitzer dienen kann. Mau bittet denjenigen, welcher darüber Auskunft geben kann,— gegen eine gute Belohnung— ſich an das Handlungshaus Herrn Simon Lindheimer zu Friedberg zu wenden. Bei C. Bindernagel iſt vorräthig: f Shakſpeare's, W., ſämmtliche dramatiſche Werke. In neuen Ueberſetzungen. Ausgabe in Einem Bande. Dieſelben erſcheinen in 4 Lieferungen, wovon die 1. bei mir einzu⸗ ſehen iſt. Pränumerationspreis 3 fl. 36 kr. Nach Michaeli 1838 tritt der erhöhete Ladenpreis von 4 fl. 48 kr. ein. Fruͤchte⸗Preiſe hier in Friedberg: Waizen: 9 fl. 30 kr. Korn: 9 fl.— kr. Gerſte: 4 fl.— kr. Hafer: 3 fl. 30 kr. Erbſen:— fl.— kr. Fruͤchte⸗Preiſe zu Frankfurt, am 30. Juli: Waizen: 8 fl. 30 kr. Korn: 6 fl. 15 kr.— Gerſte: 4 fl. 20 kr. Hafer: 3 fl. 55 kr. Erbſen: fl. kr. Fruͤchte⸗Preiſe zu Mainz, am 27. Juli: Walzen: 8 fl. 29 kr. Korn: 7 fl. 17 kr. Gerſte: 4 fl. 11 kr. Hafer: 3 fl 53 kr. Erbſen:— fl. kr i Polizei⸗Taxe fur die Staͤdte Friedberg und Butzbach vom 4. bis 11. Auguſt 1838. : iedberg Butzbach d. Brod ⸗Preiſe. rie 5 75 f kr. pf. kr. pf. 1 Leib⸗Roggenbrod 31— 3— 2 77 7 6— 6—5— 4 4„ 7 1113 A 13 Loth. Loth. —[Milchbrod. 1„„ —[Waſſerweck 16 145% 1 —(Gemiſchtes(Tafel⸗) Brod 116 11 6 Fleiſch⸗Preiſe. 1 Ochſenſleiſch ö 11 17 11 10 enflei— „ Rindfleiſch N 84 2 8— 77 Kalbfleiſch 5. 66— 6 2 „ Schweinenfleiſch 1113 41 „ Hammellleiſch 8 8 3 77 Schaaffleiſch 5 7 8 5— „ Wurſt von blos Schweinen 14— 14— „ Gemiſchte Wurſt 10— 10— „ Bratwurſt 15— 15— „ Schwartenmagen 16— 164— „ Geräucherter Speck 2— 2— „Schinken 1 15— 15— „ Dörrfleiſch 16— 16— „ Schweinenſchmalz, ausgelaſſen 19.— 18— 5 dito unausgelaſſen 17— 16— „Nierenfett is Hammelsfett 15— 4 1 Der großh. heſſ. Kreisrath d. K. F. 8 Küchler. (Mit einer literariſchen Beilage.) Gedruckt und verlegt unter Verantwortlichkeit von Carl Bindernagel in Friedberg. largte fer: ſtch aber nu geſpannt oa ö Herr Graf 0 bange A haurt ellich Die Leute a Perſon hin ſie waren als wenn ſi Reiches ſeh vieler Mill Etwas unbermuthe von Heſſen Eliſabeth ſich aber ü erſt recht wieder we ihre Freud Vieklebte er beſuchte in Friedberg.