1 45 Intelligenzblatt für die Oberhessen im Allgemeinen, den Kreis Friedberg und die angrenzenden Bezirke im Beſonderen. 0 kt.—— — * 9. Sonnabend, den 3. Maͤrz 18338. 3 Amtlicher Theil. Der großherzoglich heſſiſche Kreisrath des Kreiſes Friedberg und an ſaͤmmtliche großh. Buͤrgermeiſter des Kreiſes. 5. d Betreffend: Die Reviſion der Gemeinderechnungen. N Das in obigem Betreffe erlaſſene höchſte Ausſchreiben folgt zu Ihrem und der Gemeindeeinnehmer 55 Bemeſſen hierbei im Abdruck. 5 — Friedberg am 26. Februar 1838. 8 Küchler. 5 Das großh. heſſ. Miniſterium des Innern und der Juſtiz an die großh. Provinzial-Commiſſariate ad 5 dahier und zu Gießen und ſaͤmmtliche großh. Kreisraͤthe. 5 Seine königl. Hoheit, der Großherzog, haben durch allerhöchſte Entſchließung vom 23. Januar d. J. 05 zu verordnen geruht, daß die durch Art. 6 der Verordnung vom 6. Juni 1832, die Reviſion der Gemeinde— Rechnungen betreffend vorgeſchriebene Vollziehbar-Erklärung der von der großh. Rechnungskammer formirten Abſchlüſſe der Gemeinde-Nechnungen von Seiten der großh. Kreisräthe und beziehungsweiſe Landräthe 5 mittelſt ihrer Unterſchrift künftig nicht mehr ſtattfinden ſolle. Sie haben ſich hiernach zu bemeſſen und auch die Gemeinde-Einnehmer von dieſer allerhöchſten Ent— ſchließung in Kenntniß zu ſetzen. Darmſtadt am 31. Januar 1838. du Thil Prinz. p e e2—— Derſelbe an Dieſelben. Betreffend: Die Prüfung der Bauhandwerker vor ihrer Aufnahme als Meiſter durch die großh. Kreisbaumeiſter. Es iſt hoͤchſten Orts verfügt worden, daß die Wittwen der Maurer und Zimmerleute, welche das Geſchäft ihres verſtorbenen Mannes fortführen wollen, binnen Jahresfriſt von dem Tode des Mannes an gerechnet, einen nach der beſtehenden Vorſchrift examinirten Obergeſellen zur Leitung ihres Geſchäfts anzunehmen haben, und daß daher diejenigen Wittwen, welche dieſem Erforderniſſe in dem ihnen ver— fſtatteten Zeitraum nicht entſprechen, ſo angeſehen und behandelt werden ſollen, als hätten ſie das Gewerbe a niedergelegt und namentlich keine Gewerbspatente weiter erhalten. Die Prüfungen ſolcher Obergeſellen werden inskünftige am 1. Mai und 1. November jeden Jahres 12 durch die großh. Kreisbaumeiſter vorgenommen werden, wonach ſich die Betheiligten einrichten müſſen. Sie werden die genaue Vollziehung der vorerwähnten höchſten Vorſchriften überwachen, und ins— beſondere denjenigen Wittwen, welche derſelben binnen der feſtgeſetzten Friſt nicht nachkommen, durchaus keine Gewerbspatente mehr ausfertigen. Friedberg den 26. Februar 1838. Küchler. Eee Etwas aus Friedberg. 1 Ende Februar. In dem Locale unſeres Caſino fand vor mehreren Tagen eine Verlooſung von Gegenſtänden ſtatt, welche unſere jungen Damen ſelbſt verfertigt oder aus ihren Mitteln angeſchafft und zu dieſem Zwecke bereitwillig dargebracht hatten. Aus dem Erloöſe wurden mehrere hundert Centner Braunkohlen angekauft, welche in voriger Woche unter unſere ärmſten Bewohner ver— theilt wurden. Der Reſt des Erlöſes iſt zu einer Brodvertheilung beſtimmt. Unſere Leſer werden einen ſolchen wohlthätigen Sinn zu würdigen wiſſen, ohne daß wir nöthig haben, weiter etwas beizufügen. Noch etwas aus Friedberg. Am Sonntag hatte unſer hieſiger Singverein im Locale des Herrn Gerlach einen zahlreich be— ſuchten Ball. Wir würden dies nicht erwähnen, da ein Ball in einer Stadt etwas gar Gewöhnliches iſt, wenn nicht beſondere Umſtände es der Aufzeichnung werth machten. Der Ball wurde nämlich mit einem für die Gäſte beſonders erfreulichen Liede„Der Sänger Willkommen“(aus Müllers Geſanglehre) eröffnet, und die große Pauſe zu mehreren ſchönen Geſängen benutzt, welche unſere jungen Bürger recht wacker vortrugen. Eine ſolche Verbindung von Geſang und Tanz war uns neu, hatte aber für uns etwas ſehr Angenehmes und verdient Nachahmung. Wie wir hören, hat dieſer Verein, um den Sinn für Geſang und für Muſik überhaupt in Friedberg mehr zu beleben, ſich zur Annahme von außerordent— lichen Mitgliedern— ſie müſſen über 30 Jahre alt ſeyn— bereit erkläret. Aus dem Ueberſchuſſe der Einnahme ſollen künftig unbemittelte junge Leute Unterricht auf irgend einem muſikaliſchen Inſtrumente erhalten. In früheren Zeiten hatten wir hier mau— chen guten Muſiker; vielleicht erhalten wir dadurch künftig deren wieder ſo viele, um, wie ſonſt der Fall war, Concertchen zu Stande zu bringen. Wir freuen uns deſſen im Voraus. Denn Muſik gewährt nicht nur eine angenehme Unterhaltung, ſie gibt auch dem Gefühle edle Nahrung. Dazu trägt ſie zur Bildung des Menſchen gar viel bei und be— wahrt junge Leute vor manchem Schlechten. Vorſchlag zur weitern Benutzung der Braunkohlen.) Bei der fortwährenden Zunahme der Theuerung des Brennmaterials dürfte das in Nr. 44 des dies— jährigen„allgemeinen Anzeigers der Deutſchen“ empfohlene Heizen der Backofen mit Braunkohlen oder Torf in unſerer mit dieſen unſchätzbaren Natur— gaben verſehenen Wetterau eine beſondere Beachtung verdienen. Nach der in jenem Aufſatz vorausgeſchickten Be— merkung, daß das Backwerk von dieſem Brenn- material keinen übeln Geruch annehme, wird das Verfahren ſelbſt folgendermaßen angegeben: Wenn das Brod vom letzten Backen aus dem Ofen ge— nommen iſt, und darin keine glühenden Kohlen mehr vorhanden ſind, bringt man ſo viele Braunkohlen oder Torf hinein, als man für die Heizung zu dem folgenden Backen für nöthig hält, und verbreitet ſie auf dem Herde. Das Brennmaterial dörrt auf dieſe Weiſe dermaßen aus, daß es, zu dieſem Behufe zuſammengezogen, mit etwas Stroh oder Reiſig vor dem nächſten Backen entzündet und in Gluth ge— bracht wird. Hat der Ofen ſeine gehörige Hitze gewonnen, ſo werden die glühenden Kohlen ent— fernt, und zu einem andern Verbrauche, z. B. in der Küche, verwendet. Der Ofen wird alsdann reingekehrt, und das Gebäck eingeſchoben. Die Bäcker in Halle, welche ſeit dem franzöſiſchen Kriege, wo ihnen das Holz weggenommen und für das Heer verwendet wurde, bei'm Braunkohlenfeuer backen, haben eigenthümliche Oefen, welche am Herde mit einer wohl einklappenden Fallthüre verſehen ſind, die geöffnet wird, um die benutzten Braunkohlen hineinzuſtreichen. Dieſe fallen in einen dazu ein— gerichteten Raum, glühen hier fort, und unterhalten in dem Ofen die Hitze, ſo daß man ohne weiter zu heizen das Backen fortſetzen kann. *) Wir haben in Nr. 47 unſeres Blattes vom Jahr 1836 einen von einem Sachverſtändigen erhaltenen Aufſatz uber Braunkohlen in der Wetterau und deren beſſere Benutzung den Leſern mitgetheilt. Hier erhalten dieſel— ben einen anderweitigen Vorſchlag, der uns von acht— barer Hand zugekommen iſt. Wir wünſchen, daß we— der dieſe noch jene Stimme verhallen, ſondern beherzigt werden möchte. Die Red. Bekanntmachungen von Behoͤrden. Eichen-Lohrinde-Verſteigerung im Revier Oberrosbach Forſts Friedberg betreffend. (102) Das diesjährige Ergebniß an eichen Loh— ſchen Unten mik se Güter gefert loren worde Urkunt Anſpr buch ableit gewiſ begri für e weiſe theker werde Fr N der berung dies, ſchen“ kohlen datur⸗ chtung * 11 rinde in den nachbemerkten, vom Raumholze rein geſtellten Niederwaldſchlägen, wird dahier Mittwoch den 7. Marz d. J., Vormittags um 10 Uhr, an die Meiſtbietenden öffentlich verſteigert, nämlich: 0 In den großh. Domanialwaldungen: 1) Frauenwald, 20jähriger Beſtand, ungefähr 550 Gebund in 220 Ctr. 2) Kellerberg, 26jähriger Beſtand, ungefähr 700 Gebund in 266 Ctr. Summe 1250 Gebund in 486 Etr, ) In den Communalwaldungen der Gemeinden: 1) Obermörlen, 13jahriger Beſtand, ungefähr 658 Gebund in 250 Ctr. 2) Niedermörlen, 17jähr. Beſt., ungefähr 500 Gebund in 190 Ctr. 3) Ockſtadt, 18jähr. Beſt., ungefähr 900 Gebund in 306 Cir. Summe 2058 Gebund in 746 Ctr. Hauptſumme 3358 Gebund in 1212 Ctr. Nachgebote können nicht angenommen werden, vielmehr wird der definitive Zuſchlag ſogleich er— folgen, wenn die Letzt- und Meiſtgebote dem Ab— ſchaͤtzungspreis gleichkommen. Die näheren Bedin— gungen werden vor'm Ausgebot eröffnet. Die großh. Forſtſchuͤtzen zu Niedermoͤrlen, Obermoͤrlen, Winter— ſtein, Ockſtadt und Oberrosbach, ſind angewieſen, den Kaufliebhabern, welche ſich deßfalls bei ihnen einfinden, die Lohſchläge vorzuzeigen Oberrosbach den 1. Februar 1838. Der großh. Revierförſter Bingmann. Edicetalladung. (126) Johannes Adam Reuter von Nieder— weiſel wurde im Jahr 1824 zum Rechner der da— ſigen Gemeinde beſtellt, und ſetzte zu dem Ende unterm 7. April gedachten Jahres gemeinſchaftlich mit ſeiner Ehefrau mehrere auf 2187 fl. gewürdigte Güterſtücke zur Caution ein. Das desfalls aus— gefertigte Cautions-Inſtrument ſoll indeſſen ver⸗ loren gegangen ſeyn, und iſt deßhalb beantragt worden, daß an deſſen Stelle eine neue Cautions— urkunde ausgefertigt werde. Sollte daher Jemand Anſprüche, ſey es aus dem Eintrag im Hypotheken— buch oder aus der verloren gegangenen Urkunde ableiten zu wollen vermeinen, ſo ſind dieſe um ſo gewiſſer binnen 6 Wochen, von heute an, dahier zu begründen, als ſonſt die frühere Cautionsurkunde für erloſchen erklaͤrt, und für die Gemeinde Nieder— weiſel nach dem mehrerwähnten Eintrag im Hypo— thekenbuche ein neues Concursinſtrument ausgefertigt werden wird. Friedberg den 1. Februar 1838. Großh. Heſſ. Fuͤrſtl. Solmſ. Lichiſches Landgericht. Hofmann. Brumhard. Eid irktal ladung, (147) Nach dem Steinfurter Hyppthekenbuche ent— liehen Joh. Adam Alban und Ehefrau Anna Maria von Steinfurt, a) am 4. September 1776 bei der Familie von Löw 50 fl., b) am 14. Dezember 1779 bei derſelben 30 fl. und weiter 200 fl., c) am 3. Januar 1786 bei der Steinfur— ter Kirche 70 fl., d) am 3. Mai 1792 bei der Wiſſelsheimer Kirche 25 fl., welche Hypotheken ſämmtlich abgetragen ſeyn ſollen, jedoch bei Gericht nicht vorgelegt werden können. Es werden daher alle, welche etwa noch Anſprüche auf jene Schuld— verſchreibungen machen wollen, aufgefodert, ſolche ſogewiß binnen 6 Wochen hier anzumelden, als ſonſt jene für mortificirt erklärt, und die betreffen— den Einträge in den Hypothelenbüchern gelöſcht werden ſollen. Friedberg den 6. Februar 1838. Großh. heſſiſches Landgericht Hofmann. Gläubiger- Aufforderung. (149) Philipp Wagner und Familie und Heinrich Beker Wittwer von Kaichen beab— ſichtigen nach Nordamerika auszuwandern. Rechts— anſprüche an dieſelben ſind binnen drei Monaten bei großh. Landgerichte Groskarben anzumelden, gegenfalls die Entlaſſungsurkunde ertheilt werden wird. Friedberg den 9. Februar 1838. Der großherzoglich heſſiſche Kreisrath des Kreiſes Friedberg. Küchler. Frucht-Verſteigerung. (150) Montag den 5. März l. J., des Vormit⸗ tags 10% Uhr, werden 48 Malter Waizen, ö alten friedberger 116„ Korn, 0 76„ Gerſte und Maaßes. 60„Hafer, in einzelnen Abtheilungen und unter den bekannten Bedingungen auf dem hieſigen Rathhaus meiſtbie— tend verſteigert. Reichelsheim am 10. Februar 1838. Herzoglich naſſauiſche Receptur Hehner. Gläubiger-Aufforderung. (153) Anna Katharina Eliſabetha, Wittwe des Heinrich Greif von Niederurſel, beabſichtigt nach Niederurſel im Gebiete der freien Stadt Frank— furt auszuwandern. Rechtsanſprüche an dieſelbe ſind binnen 3 Monaten dahier anzumelden, gegen— falls die Entlaſſungsurkunde ertheilt werden wird. Friedberg den 13. Febr. 1838. Der großherzoglich heſſiſche Kreisrath des Kreiſes Friedberg. Küchler. Hofraithe-Verſteigerung. (158) Montag den 5. Marz l. J., Vormittags um 10 Uhr, wollen die Wilhelm Valentins Eheleute ihre Hofraithe, mit Nr. 231 bezeichnet, an Heinrich Dienſtbach gelegen, beſtehend in Wohnhaus, Waſchkuͤche, Holzſchoppen und Gärtchen, öffentlich und freiwillig verſteigern, und bei annehmbarem Gebot ſogleich zuſchlagen laſſen, was hiermit zur allgemeinen Kenntniß gebracht wird. Friedberg den 15. Februar 1838. Der Bürgermeiſter D. Fritz. Mühlenverſteigerung zu Kleinkarben. (179) Mittwoch den 21. März 1838, Vormittags 10 Uhr, wird in Kleinkarben in der Behauſung des Wirths Geibel, die zwiſchen dem großh. heſſ. Fis— cus und den gräfl. Häuſern Solms-Rödelheim und Eltz gemeinſchaftliche— an dem Niddafluß bei Kleinkarben gelegene— Mahl- und Oelmühle mit allen dazu gehörigen Gebäulichkeiten und 3 Morg. 69 Klafter Gelände, einer nochmaligen öffentlichen Verſteigerung als freies unbeſchränktes Eigenthum ausgeſetzt, und den Meiſtbietenden unwiderruflich zugeſchlagen. Friedberg den 16. Februar 1838. Für den großh. heſſ. Fiscus und in Auftrag der Behörden der mitbetheiligten Herrſchaften. Der großh. heſſ. Rentamtmann Buß. Haus-Verſteigerung. (185) Montag den 5. März l. J., Vormittags um 11 Uhr, will die Sergeant Biklers Wittwe ihre Hofraithe, Nro. 235, beſtehend in Wohnhaus, Ställ⸗ chen und Gärtchen, an Joh. Zimmermann und Wilh. Valentin gelegen, einer öffentlichen freiwilligen Verſteigerung in hieſigem Rathhaus ausſetzen laſſen. Friedberg den 22. Februar 1838. Der Bürgermeiſter D. Fritz. Stroh- Lieferung. (186) Donnerſtag den 8. k. M., Vormittags um 10 Uhr, wird die Lieferung von 19 Fuder Korn⸗ ſtroh auf dem Verwaltungsrathsbuͤreau des 2. Bat. 4. Inf. Regmts. dahier verſteigert. Friedberg den 22. Febr. 1838. In Auftrag: Golz, Oberquatiermeiſter. Obſtwein⸗Verſteigerung. (204) Freitag den 9. d. M, Vormittags um 10 Uhr, ſollen in hieſigem Rathhauſe ungefähr 6 Ohm vorzüglich guter Obſtwein ohmweis oder auch im Ganzen, nachdem ſich Liebhaber finden, öffentlich meiſtbietend verſteigert werden. Friedberg den 1. März 1838. In Auftrag großh. Landgerichts: Der Bürgermeiſter D. Fritz. eee Verſteigerungs-Anzeige. (205) Montag den 12. März, Vormittags um halb 10 Uhr, ſoll in hieſigem Rathhauſe die Hof— raithe der Frau Adam Schuſter Wittib, beſtehend in Wohnhaus, Stall und Gärtchen in der Kirchgaß neben Herrn Profeſſor Fertſch gelegen, einer noch— maligen öffentlichen freiwilligen Verſteigerung aus⸗ geſetzt, und bei annehmbarem Gebot der Zuſchlag unwiderruflich ertheilt werden. Friedberg den 1. März 1838. Der Bürgermeiſter D. Fritz. Mobilien-Verſteigerung. (206) Dienſtag den 5. März l. J., von Morgens 9 Uhr an, ſollen die zur Verlaſſenſchaft der Conrad Schneiders Wittwe gehörigen Mobilien, beſtehend in Zinn, Kupfer, Eiſen, Schränke, Comode, Tiſche, Stuͤhlen, Bettung und Bettzeug, Weißgeräth, Manns⸗ und Weibskleider in der Wohnung hinter der Burg öffentlich meiſtbietend verſteigert werden. Friedberg den 1. März 1838.. Der Bürgermeiſter D. Fritz. Bekanntmachung. (207) Freitag den 9. d. M., Vormittags 11 Uhr, ſollen bei Herrn Wirth Stüber zu Wölfersheim nachverzeichnete Früchte und Geſtröhe unter den bei der Verſteigerung bekannt gemacht werdenden Be— dingungen öffentlich an den Meiſtbietenden verſtei— gert werden, als: 1) 24 Malter Korn, 212 Gerſte, , Hafer, 4) 10 Fuder 12 Gebund Kornſtroh, e e,.„ Waitzenſtroh, 60 3„ 8„ Haferſtroh, 7 1 7 51 7 Wirrſtroh, 8„„ Erbſenſtroh, ſowie 9) 110 Körbe voll Spreu. Schloß Ilbenſtadt am 1. März 1838. Der gräfl. v. Leiningen W. Rentmeiſter Bernhardt. Edietalladung. (208) In den hieſigen ritterſchaftlichen Hypo⸗ thekenbüchern ſtehen noch die Einträge wegen fol— genden Pfandverſchreibungen: a)— 300 fl. von dem Freiherrn Ernſt Johann Philipp Rau von und zu Holzhauſen, im März 1777 bei Johannes Fingerlins Wittwe zu Frank— furt a. M. b)— 340 fl. von demſelben im Jahre 1778 bei Bar⸗ tholomäus Ludwig Grimmeiſen zu Frankfurt a. M. c)— 1300 fl. von den Gebrüdern Ernſt Johauu Philipp, Otto Wilhelm Alexander und Friedrich Adolph Freiherrn Rau von und zu Holzhauſen, bei dem Geheimrath von Siegel. d)— 200 fl. von Eugen Friedrich Sigismund Freiherrn Rau von und zu Holzhauſen und deſſen Zugle vorſtehen fälligſt b Ober (210) 9 Uhr, der Stad des Schn wohl it bed Kieſe ſter — Gattin Maria, geb. v. Wegner, bei der ritter— ſchaftlichen Bibliotheks-Kaſſe dahier, entliehen, offen. Da dieſe Kapitalien, wie auch die Acten theilweiſe ergeben, zwar abgetragen ſeyn ſollen, die Schuldurkunden aber zur Löſchung nicht vorgelegt werden konnen, ſo werden alle, welche auf dieſe und aus den ſtattgehabten Verpfändungen annoch Anſprüche geltend machen wollen, aufgefor— dert, ſolche ſo gewiß binnen 6 Wochen hier anzu— zeigen, als ſonſt die vorgedachten Schuldverbrie— fungen für mortificirt erklärt— und die deßfallſi— gen Eintrage in den Hypothekenbüchern gelöſcht werden ſollen. Friedberg den 17. Februar 1838. Großh. heſſiſches Landgericht Hofmann. lis Verſteigerung. (209) Dienſtag den 6. März l. J., Morgens 9 Uhr, ſollen die Kleidungsſtücke, ein Bettkiſſen und eine Bettſtelle des dahier ledig verſtorbenen Chri— ſtoph Vogler, in dem Sterbehauſe öffentlich an den Meiſtbietenden gegen gleich baare Zahlung ver— ſteigert werden. Dorheim den 26. Februar 1838. In Auftrag kurfürſtl. Juſtizamts: Der Bürgermeiſter Zerb. 9 z Verſtei gerung. (210) Dienſtag den 5. k. M., Vormittags 9 Uhr, ſollen in dem oberrosbacher Gemeindewald, Diſtrikt Altenhegwald und Sang: 15 17% Stecken eichen Scheitholz, 2 1 2„ buchen Prügelholz, 3 2„ eichen 3 4) 18„ Nadelholz, 5. 20„ eichen Stockholz, 6) 155 Stück eichen Reisholz-Wellen, 7778„ Nadelholz-Wellen, 8) 1388 Stangen fichten Nadel-Werkholz, in 990 Cubic-Fuß, 9) 9 ¼ ũ Stecken eichen Werk- und Nutzholz an die Meiſtbietenden öffentlich verſteigert werden. Der Zuſammenkunftsort iſt zu Oberros bach. Zugleich erſuche ich die Herren Bürgermeiſter, vorſtehende Verſteigerung in ihren Gemeinden ge— fälligſt bekannt machen zu laſſen. Oberrosbach den 28. Februar 1838. Der großh. heſſ. Bürgermeiſter Lämmer. Fuhren-Verſteigerung. (211) Dienſtag den 13. d. M., Vormittags um 9 Uhr, ſoll in hieſigem Rathhauſe des Fuhrwerk der Stadt, beſtehend in Anfahren und Wegfahren des Schuttes und der Steine aus dem Pflaſter, ſowohl in als außerhalb der Stadt, Beifahren des des Kieſes und Sandes aus der ſtädtiſchen Sand— 63 grube und an der Uſa, dem Anfahren der zum Pflaſtern nöthigen Steine aus dem Steinbruch und Lieferung des Kieſes zum Pflaſtern, ſowie auch die zum Pflaſterbau nöthigen Blöcke öffentlich an Wenigſt— nehmende verſteigert werden. 0 Friedberg den 1. März 1838. i Der Bürgermeiſter D. Fritz. Bekanntmachung. (212) Montag den 5. Marz d. J., Vormittags 10 Uhr, ſoll eine Quantität Hafer dem Wenigſt— nehmenden, unter den im Termin bekannt gemacht werdenden Bedingungen, in Lieferung überlaſſen werden. Nauheim den 23. Februar 1838. Kurfuͤrſtliches Salzamt, Wille. Meinhard. Wilhelmi. Weiß. Arbeits-Verſteigerung. (213) Montag den 5. Maͤrz 1838, Vormittags um 10 Uhr, ſoll die der Gemeinde Petterweil ge— hörige Oberpforte zum Abbruch, wenigſtnehmend in Accord gegeben werden, welches Luſttragenden hiermit zur Kenntniß gebracht wird. Petterweil den 26. Februar 1838. G. Holtzmann, großh. Bürgermeiſter daſ. t (214) Donnerſtag den 8. März d. J., Vormit⸗ tags um 9 Uhr, ſollen im hieſigen Gemeindewald nachſtehende Holzſortimente, als: 26 Stecken eichen Scheitholz, 13 05„ Stockholz, 1200 Stück„ Reisholz-Wellen, 3„ Bauſtämme= 3409 C. F., 77„ Pflugsrehe, und „„ Pflugsmetten öffentlich meiſtbietend verſteigert werden. Die Zuſammenkunft iſt am ſ. g. Hühnerpfad punkt 9 Uhr. diederrosbach am 27. Februar 1838. Der großh. heſſ. Bürgermeiſter F. Bullmann. Verſteigerungs⸗ Anzeige. (215) Mittwoch den 7. März d. J., Vormittags 9 Uhr, ſollen zu Oberwöllſtadt in der Behauſung des Thomas Schuͤtz nachbenannte Gegenſtände einer freiwilligen Verſteigerung ausgeſetzt werden: 19 1 weißes Wallach-Pferd, 2) 2 trächtige Kühe, 3) 6 Hühner, 4) 1 Pferdekarren mit Zugehöoͤr, 5) 1 Pflug, eiſerne Egge und 1 gute Fegmühle, 6) ungefähr 25 Malter Kartoffeln und 7) Tiſche, Bänke und allerlei ſonſtige Hausge— räthſchaften. Oberwöllſtadt den 23. Februar 1838. Der Bürgermeiſter Feuerbach. . 64— Arbeits-Verſteigerung. (216) Donnerſtag den 13. d. M., Vormittags um 11 Uhr, ſoll in hieſigem Rathhaus das Umle— gen von ungefaͤhr 300[IKlafter Pflaſter, öffentlich an Wehnigſtnehmende verſteigert werden. Friedberg den 1. März 1838. Der Bürgermeiſter D. Fritz. Arbeits⸗Verſteigerung. (217) Das Chauſſiren von ungefähr 280 Klaf— ter Länge, vom Fauerbacherthor bis an die Bar— baragaſſe, das Planiren einer Strecke von 308 Klafter Länge, ſowie auch 45 Klafter lang einen Theil am Stadtſchreibereigraben zu planiren, ſoll Dienſtag den 13. d. M., Nachmittags um 2 Uhr, in hieſigem Rathhauſe öffentlich an den Wenigſt— nehmenden verſteigert werden. Friedberg den 1. Maͤrz 1838. Der Bürgermeiſter D. Fritz. Bekanntmachung. (218) Dienſtag den 13. d. M., Nachmittags um 2 Uhr, ſoll in hieſigem Rathhaus die Lieferung von 24 Stück mit Weiden geflochtenen Stühle und 3 fuͤnf Fuß langen Tiſche öffentlich an Wenigſtneh— mende verſteigert werden. Friedberg den 1. März 1838. Der Bürgermeiſter D. Fritz. Hofraithe-Verſteigerung. (219) Montag den 12. d. M., Vormittags um 11 Uhr, ſoll in hieſigem Rathhauſe die Hofraithe des Conrad Schneider, beſtehend in Wohnhaus, Stall und Gärtchen ſammt Holzberechtigung im Burgwald, mit Nr. 53 bezeichnet, an Georg Joſt und Hans Kuh in hieſiger Vorſtadt gelegen, ſo— dann 121 Ruthen Garten mit Obſtbäume bepflanzt und an der Lehmkaut liegend, öffentlich meiſtbietend erbabtheilungshalber verſteigert werden. Friedberg den 1. März 1838. Der Bürgermeiſter D. Fritz. Bekanntmachung. (220) Die nach höchſter Verordnung von jedem Hausbeſitzer oder Nutznießer zu liefernden 6 Sper— linge ſind im Laufe dieſes Monats an den Herrn Gemeinderath Supp, jeden Dienſtag und Frei— tag jeder Woche von Nachmittags 2 bis 5 Uhr abzuliefern. Die Unterlaſſung der Lieferung bis zu dieſem Zeitpunkte, wird mit 6 kr. für jeden nicht gelieferten Sperling beſtraft. Bei Abliefe— rung der Sperlinge iſt jedesmal die Haus-Nro. anzugeben. Friedberg den 1. März 1838. Der Bürgermeiſter D. Fritz. Mobilien-Verſteigerung. (221) Freitag den 9. März, Vormittags 8 Uhr, ſollen in der Behauſung des Johannes Gröninger II. zu Ockſtadt mehrere Gegenſtände als: 1) ein vollſtändiges Brandweingeſchirr, 2) mehrere Tiſche, Bänke und Stühle, 3) 5 Bettladen, einen Kleiderſchrank, 4) 1 Schreibpult, eine Wanduhr mit Kaſten, 5) 2 große Küchenſchränke, 2 Schüſſelbänke, 6) eine Parthie Fäſſer, 7) 10 Malter Kartoffeln, eine Parthie Heu, 2 Fuder Roggenſtroh, eine Parthie Spreu und ſonſtige Hausgeräthſchaften oͤffentlich meiſtbietend freiwillig verſteigert werden. Ockſtadt den 1. März 1838. Der großh. heſſ. Bürgermeiſter Gröninger. Garten⸗Verſteigerung. (222) Auf freiwilliges Anſtehen des Herrn Can— tor Markel, ſoll Montag den 12. d. M., Vormittags um halb 11 Uhr, deſſen 1 Morgen haltender Garten mit vielen tragbaren Obſtbäumen angepflanzt an Heinrich Philipp Weckerling und Heinrich Weckerling am Judenberg oben gelegen, in zwei Theilen und dann im Ganzen öffentlich meiſtbietend verſteigert, und bei annehmbarem Gebot der Zuſchlag ſogleich ertheilt werden. 5 Friedberg den 1. März 1838. Der Bürgermeiſter D. Fritz. Lieferungs-Verſteigerung. (223) Da bis jetzt für das zu liefernde Holz— material zu einem neuen Kunſtrade für die hieſige Waſſerkunſt, beſtehend in einer Radwelle von 14 bis 15 Fuß Länge und 2¼ Fuß Dicke, in zwei Anwellen jede 8 Fuß lang und 2 Fuß dick, und 8 Radfelgen von Eichenholz und 165 laufende Fuß buchene Bohlen von 14 Zoll Breite und 1 Zoll Dicke, 65 Fuß dergleichen Bohlen von 7 Zoll Breite, 1% Zoll Dicke und 7 oder 11 Fuß Länge, ſo wie für 320 laufende Fuß Eichenholz 8 Zoll ſtark, keine annehmbare Forderung erfolgte, ſo ſoll Samſtag den 10. d. M., Nachmittags um 3 Uhr, die Liefe⸗ rung nochmals an den Wenigſtnehmenden ausgeboten werden, wobei bemerkt wird, daß die Ablieferung des Holzmaterials in hieſiger Stadt geſchehe. Friedberg den 1. März 1838. Der Buͤrgermeiſter D. Fritz. A Privat- Bekanntmachungen. Geſchäfts-Eröffnung. N (201) Einem hieſigen und auswärtigen Publi— kum, ſo wie allen meinen Gönnern und Freunden mache ich hiermit die ergebene Anzeige, daß ich neben meinem ſeitherigen Geſchäfte die Schuhma— cherei noch ein Geſchäft in meinem Hauſe errichtet habe, beſtehend in Bett- und Futterbarchend, grauer und ungebleichter Leinwand, Saſſenets, Kannefaß, Halstücher, allen Sorten Einſchlaggarn, wollen und baumwollen Strickgarn, Nähſeide, Zwirn, Band, Schnur, Knoͤpfe, Nadeln und allen in dieſes Fach einſchlagenden Artikeln. Gute Waaren und rechtliche gedien A 0 el 5 0 ggegel, % end wohn U Gemuf 220 Levkojen, Violen, lupinen, Reſeden, Und noc Fürs 6 Dies Der bi. Luzerne, Futtettt Hanf Hab' du Ich! Und ſor Zur Let Ließ alle Auch Bi Und Er. Bekomm Und noc Ganz ai Bei Bo (200) ommen belkauft w von herun mache ich Mpeige, de worauf mei Friedb! E 25) 1 4% vei eu, 2 eu und erden. meiſter u Can⸗ mittags Garten ut an kerling en und ſteigert, sogleich geboten eferung Fritz. Publi⸗ reunden daß ich huhma⸗ errichtet grauer nnefaß, wollen „Band, 8 Fach chtliche Bedienung laſſen mich einem zahlreichen Zuſpruch entgegen ſehen. Friedberg am 22. Februar 1838. Ph. Wilhelm Tönges, wohnhaft neben Herrn Nikolaus Söllner und Herrn Kaufmann Langsdorf. Gemuͤſe-, Blumen-, Feld- und 22²⁴) Waloſaamen. Gemuͤſe-Saamen. Im Frühjahr fängt man an zu graben, Bekümmert ſich um Pflanzen-Saamen, Um Kohl und Rüben, um Salat, Um Erbſen, Zwiebeln und Spinat, Um Rettig, ulmer Glas-Kohlraben; Ja Alles dieſes kann man haben, Und was nun auch noch mehr gefällt Bekommt man für das liebe Geld. Blumen ⸗Saamen. Ich habe auch für Herrn und Damen Den allerbeßten Blumen-Saamen: Levkojen, Nelken, Georginen, Violen, Aſtern, Balſaminen, Lupinen, Fuchsſchwanz, Gartenmohn, Reſeden, Malva, Kaiſerkron, Und noch viel andre Sorten mehr; Für's Geld ged' ich ſie alle her. Feld⸗Saamen. Dies Jahr iſt auch nicht ausgeblieben Der deutſche Klee und Runkelrüben, Luzerne, Steinklee, Esparſette, Futtertreſpe, ja ich wette, Hanf⸗Saamen von der beßten Art Hab' zum Verkauf ich aufbewahrt. Wald ⸗Saamen. Ich dachte nicht bloß an die Felder, Und ſorgte nun auch für die Wälder, Für Lerchen, Kiefern, Fichten, Buchen; Ließ alles in den Wäldern ſuchen. Auch Birken, Eſchen, wie's gefällt, Und Erlen, wenn man ſie beſtellt, Bekommt man ächt in dieſem Jahre, Und noch ſehr viele andere Waare Ganz auserleſen gut und fein Bei Botſch in Friedberg ganz allein. (200) Da ich an verſchiedenen Stellen wahrge— nommen habe, daß Saamen in meinem Namen verkauft worden iſt, und dieſer Betrug mehrentheils von herumziehenden Saamenhändlern geſchieht, ſo mache ich meinen geehrten Abnehmern die ſchuldige Anzeige, daß nur der Saame ächt und von mir iſt, worauf mein Siegel beigedruckt iſt. Friedberg im Febr. 1838. E. Botſch. Ein Kapital von 2800 fl., (225) ungetrennt oder bis zu 600 fl. getrennt, zu 4% verzinslich, liegt binnen 3 Monaten zum Ausleihen gegen gerichtliche Hypothek bereit. Naͤhere Auskunft ertheilt Ausgeber dieſes. Bekanntmachung. (226) Bei dem Unterzeichneten ſind Kiefern— Stämme vou 7 bis 14 Zoll Durchmeſſer, zu Pum— pen⸗ und Brunnenröhren brauchbar, in der nächſten Woche zu bekommen, welches er den Luſttragenden hierdurch zur Kenntniß bringt, bevor er ſie zu an— dern Zwecken verwendet haben würde und ſieht zahlreichen Beſtellungen entgegen. Oberrosbach den 1. März 1838. Georg Rahn. Strich ch u le. (227) Unterzeichnete iſt geſonnen eine Strickſchule zu errichten und bittet deßhalb Eltern, welche für ihre Kinder davon Gebrauch machen wollen, ſie ge— fälligſt davon in Kenntniß zu ſetzen. Bielers Wittwe, wohnhaft in der Schuhmachergaſſe. Schande dem Verläumder! (228) Es iſt mir der in der Erklärung in Nr. 7 Ziffer 169 d. Bl. erwähnte Brief eines Friedberger Freundes an meine nunmehrige Verwandte, Frau Goͤlitzer zu Frankfurt, zu Geſichte gekommen; aber der ehrloſe Verfaſſer deſſelben bleibt, nach Schurken Art, immer noch hinter dem Buſche.— Würde es die verſuchte Befleckung meiner Ehre und der meiner Gattin allein gelten, ſo würde ich ſchwei— gen, da aber der ruchloſe Verläumder ſich erfrecht, einen mir vorgeſetzt geweſenen verdienſtvollen kur— heſſiſchen Staabsofficier, deſſen Bekanntſchaft ich nicht, auf ähnliche Weiſe wie wohl der Verläumder mit ſeines Gleichen, beim Schnapps und Aepfelwein, ſondern im Dienſte fürs Vaterland, auf dem Felde der Ehre zu machen Gelegenheit hatte, zu einem Vergehen herabzuziehen, deſſen nur ehrloſe Menſchen fähig ſind; ſo gebe auch ich hiermit die Erklärung ab, daß der Verfaſſer jenes Briefes nichts als ein gewinnſüchtiger niederträchtiger Heirathshändler und ein verabſcheuungswürdiger Wicht iſt, dem es frei— ſtehen ſoll, vor Gericht oder auf andere Weiſe ſeine moraliſche Brandmarkung abzuwaſchen. Nauheim den 28. Febr. 1838. Pfeffer, Salzverwalter. Oeffentliche Dankſagung! (229) Im vorigen Jahr wurde dem Amte Dor— heim in der Perſon des Herrn Dr. Bode ein Arzt zu Theil. Gleich nach ſeiner Ankunft zu Nauheim, ſeinem Domicil, ließ es ſich dieſer würdige Mann angelegen ſeyn, in ſämmtlichen Orten des Amtes alle Leidende aufzuſuchen und ihnen ſeine ärztliche Hülfe angedeihen zu laſſen. Auch mich traf bald das Loos, ſeiner gebrauchen zu müſſen. Mir wurde nämlich ein Kind mit Klumpfüßen geboren; der Geſchicklichkeit und Mühe des Herrn Dr. Bode iſt es jedoch bis jetzt gelungen, dieſes Kind in ſoweit herzuſtellen, daß die Füße nicht nur gerade gerichtet ſind, ſondern das Kind auch ſchon darauf ſtehen kann. Dafür drucke ich dieſem treflichen Arzte hier⸗ durch oͤffentlich meinen herzlichen Dank aus, empfehle ihn allen Leidenden in hieſiger Gegend beßtens, und wünſche, daß alle ſeine ferneren Bemühungen mit demſelben Erfolg gekrönt werden mögen. Schwalheim im Febr. 1838. Martin Weiß. Dh dee ain zei ge (230) Heute ſtarb nach jahrelangem Leiden meine gute Frau Chriſtina, geb. Hörle, im Z1ſten Lebensjahre. Zwei unmündige Kinder haben mit mir dieſen ſchmerzlichen Verluſt zu beklagen; ich habe eine treuliebende Frau und meine Kinder haben eine zaͤrtliche ſorgſame Mutter an ihr verloren, mit ihr werde ich einen ſchönen Theil meines Le⸗ bensglückes begraben. Nur 4 Jahre haben wir in der Ehe verbunden gelebt, aber es war eine glückliche Ehe, denn in unſeren Prüfungen hat ſich unſere wechſelſeitige Liebe und Treue bewährt und verklärt. Alle meine Freunden und Bekannten werden mir bei meinem Leid die Erfüllung der Bitte um eine Thräne ſtiller Theilnahme nicht verſagen. Aſſenheim am 23. Februar 1838. Heinrich Hock. 20 bis 24 Zentner Heu (231) hat zu verkaufen Markel, Cantor. Liehr ki nig er (232) Ein Küfer, welcher zugleich Bierbrauer iſt, ſucht einen geſitteten jungen Menſchen in die Lehre. Ausgeber dieſes Blattes ſagt wo? Wirthſchafts-Eröffnung. (233) Dem verehrlichen Publikum und den reſp. Herren Reiſenden mache ich hiermit die ergebene Anzeige, daß ich die ſeit langen Jahren dahier be⸗ ſtandene, nur für kurze Zeit unterbrochen geweſene Gaſtwirthſchaft des Herrn G. Fanerbach— zu den zwei Linden— von heute an pachtweiſe über—⸗ nommen habe.— Indem ich nun hier öffentlich die Verſicherung gebe, daß es mein höchſtes Beſtreben ſeyn wird, mir in jeder Hinſicht die vollkommenſte Zufrieden— heit aller deren zu erwerben, welche mich mit ihrem Zuſpruch beehren werden, bitte ich nur noch, das Vertrauen, welches mein Vorgänger in dieſem Ge— ſchäfte genoſſen hat, auf mich gütigſt zu übertragen; ich werde mir daſſelbe alsdann für die Dauer zu erhalten wiſſen. Niederwöllſtadt den 22. Februar 1838. Jacob Haas, Gaſtwirth. Fünf zig Gul den (234) liegen von der hieſigen Leichenkaſſe zum Ausleihen bereit. Friedberg. Engelhard Bechſtein. Carl Bindernagel in Friedberg nimmt Subſcription an ſowohl auf folgende, als auch auf alle in öffeutlichen Blättern angezeigten Werke: Schillers ſaͤmmtliche Werke in 12 Baͤnden zu 5 fl. 24 kr. Dieſe Ausgabe erſcheint in 4 Lieferungen à 3 Bde. 1 fl. 21 kr., welcher Betrag bei Einhändigung der jedesmaligen Lieferung zu entrichten iſt. Nach Erſcheinen der letzten Lieferung tritt ein erhoͤheter Ladenpreis ein. Bei demſelben iſt vorräthig: Gagern, H. C. Freiherr von, Anſprache an die deutſchen Nation über den Vorgang zu Köln. Zur Beſänftigung und Verſtändigung. 30 kr. Früchte⸗Preiſe hier in Friedberg: Waizen: 9fl. 30 kr. Korn: 7 fl. 50 kr. Gerſte: 6 fl. 30 kr. . Hafer: 3 fl. 40 kr. Erbſen:— fl.— kr. Fruͤchte-Preiſe zu Frankfurt, am 26. Februar: Waizen: 8fl. 30 kr. Korn: fl.— kr.— Gerſte: 6 fl. 35 kr. 5 Hafer: 3 fl 30 kr. Erbſen:— fl.— kr. Fruͤchte-Preiſe zu Mainz, am 23. Februar: Waizen: 9 fl. 17 kr. Korn: 7 fl. 21 kr. Gerſte: 5fl. 48 kr. Hafer: 3 fl 16 kr. Erbſen:— fl.— kr. Polizei-Taxe fuͤr die Staͤdte Friedberg und Butzbach vom 5. bis 11. Maͤrz 1838. pfd Brod 5 rei ſe. Friedberg Butzbach. kr. pf. kr. pf. 1 Leib-⸗Roggenbrod 34— 5 2 77 7 5 3 5 3 3 1 i Loth Loth. — Milchbrod 11 — Waſſerweck„„ —[Gemiſchtes(Tafel-) Brod 116 e, Fleiſch-Preiſe. pf. 1( Ochſenfleiſch 11 13 „Kühfleiſch 9 8 7 Rindfleiſch 8 8 „ Kalbfleiſch 5 5 „ Schweinenfleiſch 12 „ Hammellleiſch 8 „ Wurſt von blos Schweinen 14 FP — 0 FF „ Bratwurſt 15 15 „ Schwartenmagen 16 16 „ Geräucherter Speck 22 22 „ Schinken 15 15 „ Dörrfleiſch 16 16 „ Schweinenſchmalz, ausgelaſſen 20 21 „ Dito unausgelaſſen 20 20 „ Nierenfett 20 20 „ Hammelsfett 16 16 Der gr. heſſ. Kreisrath d. K. F. Küchler. Gedruckt und verlegt unter Verantwortlichkeit von Carl Bindernagel in Friedberg. nt bil Elte Fri — Die u volenha uns zugt haben, Pfrgſe zeugt, d wohl ale de gero wiß Ni der S lichen geuehm Theilna Wir ſel als das und Ki men we