Err — — EIA Ferre 3 20 S Intelligenzblatt f für die im Allgemeinen, den Kreis Friedberg und die angrenzenden Bezirke im Beſonderen. 22 ͤ ͤœꝶ ꝛç—........ Amtlicher Theil. Der großherzoglich heſſiſche Kreisrath des Kreiſes Friedberg an ſaͤmmtliche großh. Buͤrgermeiſter des Kreiſes. Betreffend: Die älteren preußiſchen Kaſſenſcheine; insbeſondere das Aufhören der Gültigkeit derſelben. Da mit dem 1. Juni d. J. die Gültigkeit der älteren preußiſchen Kaſſenſcheinen verordnungsmäßig aufhört, ſo fordere ich Sie auf, dies in Ihren Gemeinden möglichſt zu veröffentlichen, damit nicht Ein— wohner des Kreiſes in dieſer Beziehung in Nachtheile gerathen. Friedberg den 28. Mai 1838. Küchler. —mͥ D 6222— Derſelbe an Dieſelben. Betreffend: Regulativ, die Bedeckung und Verwahrung der Brunnen und Ciſternen. Indem ich Ihnen die ſtrenge polizeiliche Ueberwachung des Regulativs vom 6. Jan. d. J.(Reg. Bl. Nro. 3 von d. J.) aufgebe, weiſe ich Sie zugleich an, in meinem Auftrag alsbald oͤffentlich in Ihren Gemeinden bekannt machen zu laſſen, daß die Eigenthümer der damalen vorhandenen Brunnen und Ci⸗ ſternen, in ſoweit dieſelben nicht bereits nach dem im§. 1 des gedachten Regulativs gegebenen Vorſchrif— ten eingerichtet ſind, binnen 6 Wochen entweder mit einer geſchloſſenen mindeſtens 4 Fuß hohen Einfriedi ung oder einer Bedeckung verſehen müͤſſen, welche ſo viel Feſtigkeit hat, daß ſie dem Drucke eines ſtarken menſchlichen Körpers Widerſtand zu leiſten vermag. Für den Vollzug, oder die Nichtbefolgung ſind Sie verantwortlich. Eben ſo für die vorſchriftsmaßige Einrichtung der Gemeindebrunnen binnen der vor— geſchriebenen Friſt. Friedberg den 28. Mai 1838. Küchler. N 22. Sonnabend, den 2. Juni 1838. Fromme Freude. (Am Pfingſtmorgen.) Wie bin ich doch ſo ſtill und froh Ach, iſt's doch auch nicht auf die Welt, Im dankenden Gemüthe, Daß dieſer Blick ſich richtet; Als ob ein Himmelsgarten ſo Hinan, hinan zum Himmelszelt Mir in dem Herzen blühte! Strebt er, in Gluth gelichtet. Zwar wüßt' ich mir kein äuß'res Glück, Von dort aus ſanken in die Bruſt Das mich erhüb', zu nennen, Die Blüthen, die ich meine; Und fühle doch den freien Blick Von dort aus kam die ſanfte Luſt In hoher Bruſt entbrennen! Mit ihrem milden Scheine. O fromme Freude in der Bruſt Mögſt nimmer mich verlaſſen! Theodor Hell (K. G. Th. Winkler.) 10% Feier am Himmelfahrtstage. Am Himmelfahrtstage ſand zu Friedberg eine ſchöne Feier ſtatt. An dieſem Tage wurden nämlich in der ſ. g. Burgkirche drei taubſtumme Kinder confirmirt. Es war eine rührende und ergreifende Scene, wie dieſelben ihr Glaubensbekenntniß öffent⸗ lich und recht vernehmlich ablegten und dann das Abendmahl empfingen. Saͤngerfeſt zu Ziegenberg. Schon längſt wünſchten die beiden Singvereine zu Friedberg und Uſingen in unſerm freund— lichen Ziegenberg zu einem gemeinſamen Sänger— feſte zuſammen zu kommen. Der 27ſte Mai ſchien endlich der geeignetſte Tag. Schon Vormittags zog eine fröhliche, an hundert Mann ſtarke Schaar, beſtehend aus dem Friedberger Singverein und den meiſten Zoͤglingen des Schul— lehrer-Seminars daſelbſt, Herrn Rector Müller an der Spitze, unſerem romantiſchen Thälchen her— auf, und kam hier gegen 9½ Uhr mit dem Geſange: „Guten Morgen, guten Morgen, ihr Fluren voll Segen“ ꝛc. vor dem Hauſe des Herrn Wick an. Unterdeſſen kamen auch einige Wagen mit Gä— ſten angefahrenz die Sänger ſetzten ſich in Bewegung und zogen auf die Terraſſe vor dem Schloß, wo ſie mit dem Choral begannen:„Nun danket alle Gott“ ꝛc. und ein„Hoſianna“ mit einem Doppelt⸗ Chor folgen ließen. Beides, beſonders aber das erſtere, nahm ſich herrlich aus. Der Wind kam dem Thale herauf, weßhalb die Zuhörer oben am Teich die Wirkung dieſes impoſanten Chorals am meiſten empfanden und zu würdigen wußten. Nur die Sänger ſelbſt zweifelten am Effekt, da ſie, ge— wohnt in geſchloſſenem Raume zu ſingen, keine Luft— erſchütterung um ſich empfanden, ſondern merkten, daß die Töne, kaum dem Munde entquollen, durch die Luftwellen weiter getragen wurden; ſie zogen deßhalb in den Wald zum ſ. g. Sophienplatz, wo— ſelbſt mehrere Lieder aus der Geſanglehre des Herrn Rektor Müller mit vieler Präziſion vorgetragen wurden. Gegen 12 Uhr kehrte der ganze Zug zurück nach Ziegenberg, wo unterdeſſen noch viele Gäſte zu Wa⸗ gen, zu Pferd und zu Fuß angekommen waren und immer noch ankamen. Während des Mahles herrſchte heiteres ungezwungenes Leben: überall die unſchul— digſte Fröhlichkeit. Man hatte gehofft, der Uſinger Singverein würde kommen und ſich anſchließen; allein gegen 1 Uhr kam die Nachricht, daß er wegen des bei Prüfung der Confirmanden ſtatthabenden Gottes dienſtes ab— gehalten würde. Gegen 3 Uhr Nachmittags ſammelten ſich alle Sänger dem Schloſſe gegenüber an einem etwas erhabenen halbrunden Platze um eine Eiche. Die Zu— hörer, worunter viele Landleute mit ihrer eigenthüm— lichen Tracht aus den umliegenden Orten, bildeten einen großen Halbkreis und eine höchſt maleriſche Gruppe. Der Geſang begann, und zwar, wie es uns ſchien, viel reiner und kräftiger als am Vormittag. Wahrlich, es geht doch nichts über einen ſchönen Männergeſang und iſt nichts erhebender als ein Choral, beſonders im Freien, wo Lieder, welche ſehr raſch geſungen werden und worin Solo's vorkommen, ſehr an ihrer Schönheit verlieren. Aber es hat auch Alles ſeine Zeit. Gegen 5 Uhr wurde an demſelben Rondel noch einmal geſungen; allein man merkte, die Keh—⸗ len waren ſchon zu ſehr in Anſpruch genommen worden, und fingen daher an etwas rauh zu werden. — Zu guter Letzt zog noch der Friedberger Sing— verein mit dem Liede:„Wen grüßt der traute Sängerbund“ ꝛc. und„Jäger leben immer froh“ ꝛc. den Schloßberg hinauf, die meiſten Anweſenden ſchloſ— ſen ſich ihnen an, was allgemeine Heiterkeit verbreitete. — Ueberhaupt war es für Sänger und Hörer ein ge— nußreicher Tag. Es herrſchte die ungetrübteſte Fröh— lichkeit, welche das ſchoͤne Wetter ſehr begünſtigte. Dem Herrn Rektor Muller aber gebührt das Ver— dienſt, durch ſeine Leitung den Geſang zu dem ge— macht zu haben, was er war. Möchten nur recht oft ſolche Sängerfeſte in allen Orten unſerer lieben Wetterau begangen werden; vielleicht hätten wir dann einmal das Glück ein Wetterauer Sängerfeſt zu feiern, das jährlich wiederkehrt.“) ) So eben erhalten wir noch eine Beſchreibung dieſes Sängerfeſtes; wir bedauern aber, daß uns der Raum nicht erlaubt, dieſelbe in unſerm Blatte aufzunehmen. Die Red. ——— Bekanntmachungen von Behoͤrden. K Arbeits-Verſteigerung. 5 (549) Freitag den 8. k. M. Juni, Vormittags um 9 Uhr, ſollen auf dem Rathhauſe zu Friedberg daher l Güteverſug geſetzt! 5 ubefe muth, entweder! ſigle und theil der dem Recht beit der zu erſchei zumelden Gegebt — (553) Juteſtat⸗ Simon K Klicks zu als Bäck keine Nac deſſen, u fidlichen, 95 ½ kt. ſo fordert etwaige diejenigen machen deſſen E Monaten ſonſt den wandten Gros! (562) Uhr, ſoll Auſchu Ul würd duͤrde V. 6 Uhr hrüfu Aung les ab, ich alle etwas de Zu⸗ uthüm⸗ en einen Nruppe. en, viel ahrlich, Tgeſang ſonders eſungen in ihrer es ſeine Rondel le Keh⸗ lommen werden. Sirg⸗ traute . ſchloß⸗ dreitete. ein ge⸗ e Fröh⸗ inſtigte. is Ver⸗ em ge; in allen erden; ück ein jahrlich mittags ionhera iedberg 1 die mit der Aufführung eines Neubaus in der Burg- Caſerne daſelbſt verbundenen Maurer-, Stein- hauer⸗, Zimmer-, Dachdecker⸗, Schreiner⸗, Schloſſer-, Glaſer-, Spengler-, Weis bin- der⸗ und Pflaſter- Arbeiten an die Wenigſt⸗ fordernden öffentlich verſteigert werden. Indem ich dies hiermit bekannt mache, bemerke ich zugleich, daß die Riſſe und Ueberſchläge den 6. und 7. Juni in demſelben Locale eingeſehen werden können. Darmſtadt den 17. Mai 1838. In höchſtem Auftrag: Eberhart, Rechnungs-⸗Probator. Edictalladung. (552) Bei Errichtung eines Inventars über den Nachlaß des verſtorbenen Forſtlaufers Conrad De— muth von hier, hat ſich eine Ueberſchuldung ergeben daher zur Liquidation der Forderungen und zum Güteverſuch Termin auf den 15. k. M., Vormittags 9 Uhr, angeſetzt worden iſt, worin alle, ſowohl bekannte als unbekannte, Gläubiger des Forſtlaufers De— muth, mit Vorlegung etwaiger Beweißurkunden entweder in Perſon oder durch zuläſſige Bevollmäch⸗ tigte und zwar die unbekannten unterm Rechtsnach— theil der Ausſchließung, die bekannten aber unter dem Rechtsnachtheil, als dem Beſchluſſe der Mehr— heit der Gläubiger beitretend, angeſehen zu werden, zu erſcheinen, und ihre Forderungen ſummariſch an— zumelden haben. Gegeben Windecken den 15. Mai 1838. Kurfuͤrſtl. heſſ. Juſtiz-Amt daſ. Neuhof. vt. Degen. Oeffentliche Aufforderung. (553) Nachdem von Seiten der präſumtiven Inteſtat⸗Erben des am 15. März 1768 gebornen Simon Kricks, Sohn des verſtorbenen Simon Peter Kricks zu Kloppenheim, welcher in ſeiner Jugend als Bäckergeſelle in die Fremde ging und ſeither keine Nachricht von ſich gegeben, um Auslieferung deſſen, unter vormundſchaftlicher Verwaltung be— findlichen, ſich nach der letzten Rechnung auf 2659 fl. 55½ kr. belaufenden Vermögens gebeten worden, ſo fordert man gedachten Simon Kricks, deſſen etwaige Leibes- oder Teſtamentserben, ſowie alle diejenigen, welche Anſprüche an jenes Vermögen machen zu können glauben, hiermit auf, ſich zu deſſen Empfangnahme um ſo gewiſſer binnen 6 Monaten à dato dahier gehörig zu legitimiren, als ſonſt dem Antrage der aufgetretenen Seitenver— wandten ſtattgegeben werden wird. Groskarben den 22. April 1838. Großherzogl. heſſ. Landgericht daſ. Muhl. 8 Güter ⸗Verſteigerung. (562) Montag den 25. Juni, Vormittags um 9 Uhr, ſoll in hieſigem Rathhaus die zur Verlaſſen⸗ ſchaft der Georg Langs Ehefrau gehörende Aecker, als: 84 Ruthen im Kleinwarthfeld, 2 Viertel 37 Ruthen Merkereiacker im Fauerbacher Feld, öffent⸗ lich meiſtbietend verſteigert werden. Friedberg den 15. Mai 1838. In Auftrag großh. Landgerichts: Der Bürgermeiſter D. Fritz. pie t abladen g. (582) In dem Hypothekenbuche der Gemeinden Langenhain und Ziegenberg ſtehen noch folgende Einträge offen: 1) Auf den Namen von Paulus Rudolph 20 fl. den 18. Mai 1786, bei Gärtner Lang und 20 fl. am 13. Janr. 1777, bei wem iſt nicht angegeben, entliehen. 2) Von Johann Konrad Rudolph 120 fl. den 14. Novbr. 1803, bei Frau Rentmeiſter Chelius und 3) von Joh. Heinr. Müller 100 fl. den 10. Auguſt 1792, bei Schöff Ewald zu Friedberg aufgenommen, obgleich dieſe Kapitalien nach Angabe der ſchuld⸗ neriſchen Erben längſt getilgt ſeyn ſollen. Weil jedoch die Schuldurkunden sub. 1. 2. gar nicht mehr vorgelegt werden können und hinſichtlich der sub. 3. nicht nachgewieſen iſt, ob die daruber vor— liegende, nicht von dem Darleihen ſelbſt herrührende Quittung von dem dazu Berechtigten ausgeſtellt iſt, ſo werden alle, welche aus den vorgedachten Ver— pfändungen und auf die darüber ertheilten Schuld— verbriefungen Auſprüche machen wollen, zu deren Anzeige und Begründung binnen 6 Wochen unter dem Rechtsnachtheile aufgefordert, daß ſonſt die ſämmtlichen oben erwähnten Hypotheken für erloſchen erachtet und die betreffenden Einträge geſtrichen werden ſollen. Friedberg den 5. Mai 1838. Großh. heſſiſches Landgericht Hofmann. Gläubiger⸗ Aufforderung. (583) Philipp Adam Bühlmeyer von Roͤ⸗ delheim beabſichtigt nach Höch ſt im Herzogthum kaſſau auszuwandern. Rechtsanſprüche an denſelben ſind binnen drei Monaten bei großh. Landgericht Rödelheim anzumelden, gegenfalls die Entlaſſungs⸗ urkunde ertheilt werden wird. Friedberg den 25. April 1838. Der großherzoglich heſſiſche Kreisrath des Kreiſes Friedberg. Küchler. Uhrſeilen⸗Lieferung. (600) Dienſtag den 5. Juni l. J., Vormittags um halb 10 Uhr, ſollen in hieſigem Rathhaus zwei Uhrſeile, jedes 96 Fuß lang, öffentlich an Wenigſt— nehmende verſteigert werden. Friedberg den 29. Mai 1838. Der Bürgermeiſter D. Fritz Arbeits-Verſteigerung. (601) Dienſtag den 5. Juni, Vormittags 10 Uhr, — 166— ſoll in hieſigem Rathhaus die Maurerarbeit, be⸗ ſtehend in Legung von Sandplatten, in der Küche des Polizeidieners Wenzel Wohnung oͤffentlich an den Wenigſtnehmenden verſteigert werden. Friedberg den 28. Mai 1838. Der Bürgermeiſter D. Fritz. Bekanntmachung. (602) Montag den 11. Juni d. J., Vormittags 10 Uhr, ſoll an hieſiger Saline die Lieferung einer Quantität Korn und Gerſte dem Wenigſtnehmenden unter den im Termine bekannt gemacht werdenden Bedingungen übergeben werden. Nauheim den 25. Mai 1838. Kurfurſtliches Salzamt, Meinhard. Wilhelmi. Arbeits-Verſteigerung. (603) Dienſtag den 5. Juni, des Vormittags 10 Uhr, ſollen auf hieſigem Rathhauſe folgende Arbeiten an den Wenigſtnehmenden in Accord ge- geben werden: Wille. Weiß. à) Schreinerarbeit: 1) Reparaturarbeiten an den hieſigen Schulgeräth⸗ ſchaften. Voranſchlagt zu 11 fl. 10 kr. 2) Ein neuer Uhrkaſten um die Kirchenuhr, nebſt einem Arm an die Glocke. 14 fl. 54 kr. 5) Maurerarbeit: Die Reparatur des hieſigen der Gemeinde gehörigen ſ. g. Mühlbrunnens. Voranſchlagt zu 10 fl. Fauerbach II. am 26. Mai 1838. Der großh. Bürgermeiſter Sang. Arbeits-Werſteigerung. (604) Dienſtag den 5. Juni d. J., Vormittags 10 Uhr, ſollen auf hieſigem Rathhauſe nachſtehende Reparatur ⸗Arbeiten in den Schulgebäuden dahier offentlich an den Wenigſtnehmenden in Accord ge— geben werden: Die Arbeiten ſind voranſchlagt zu fl. kr. Maurerarbeit 84 26 Schreinerarbeit 100 4 Zimmerarbeit 50 50 Zuſammen 235 20 Die Bedingungen und Voranſchläge liegen bis zu dem Verſteigerungstermine auf hieſigem Bürger— meiſtereibüreau zur Einſicht offen. Die Herren Bürgermeiſter der Umgegend wollen Vorſtehendes in ihren Gemeinden gefälligſt veröffent- lichen laſſen. Niedereſchbach den 25. Mai 1838. Der großh. heſſ. Bürgermeiſter Fahtz. Mühlen-Verſteigerung. (605) Da das bei der heute ſtattgefundenen frei— willigen Mühlen⸗Verſteigernng des Müllermeiſters Jakob Kißler dahier geſchehene Letztgebot deſſen Erwarten nicht entſprochen hat, ſo läßt derſelbe n ſeine Mühle nebſt etwa 3 Morgen Gaͤrten und 15 Morgen Ackerland Dienſtag den 12. Juni d. J., Vormittags 10 Uhr, auf dem hieſigen Gemeindehaus einer nochmaligen Verſteigerung ausſetzen. Die Mühle beſteht aus geräumigem Wohnhaus, drei Mühlgängen, Anbau mit Oelgang, Scheuer, Stallung für 7 Pferde, 15 Stück Rindvieh, 40 bis 50 Stück Schweine, neuerbautem Branntweinbrenn— haus und iſt durch Chaaſſee mit Hanau, Offenbach und Frankfurt verbunden. Heldenbergen den 29. Mai 1838. Der großh. heſſ. Buͤrgermeiſter Schweitzer. Gläubiger⸗ Aufforderung. (606) Konrad Weißbrod, Georg Rade⸗ nacher, Jakob Jung II. und Joſeph Engeſ— ſers Wittwe, ſämmtlich von Holzhauſen, beabſich⸗ tigen nach Nordamerika mit ihren Familien auszu⸗ wandern. Rechtsanſprüche an dieſelben ſind binnen drei Monaten bei großh. Landgericht zu Großkarben anzumelden, gegenfalls die Entlaſſungsurkunde er⸗ theilt werden wird. Friedberg den 30. Mai 1838. Der großherzoglich heſſiſche Kreisrath des Kreiſes Friedberg. In Beurlaubung: Der gr. Kreisſekretär Dr. Cameſasca. Arbeits-Verſteigerung. (607) Mittwoch den 6. Juni l. J., Vormittags 10 Uhr, ſoll das Aufbrechen und Planiren einer Strecke Pflaſters von circa 160 Klaftern, ſo wie die Wiederherſtellung des neuen Pflaſters von gleicher Größe wenigſtnehmend in Accord gegeben werden. Indem ich dieſes zur offentlichen Kenntniß bringe, erſuche ich die großh. Bürgermeiſter um ortsübliche Bekanntmachung. Petterweil den 28. Mai 1838. Der großh. heſſ. Buͤrgermeiſter G. Holtzmann. Arbeits-Verſteigerung. (608) Dienſtag den 5. Juni, Vormittags 11 Uhr, foll in hieſigem Rathhauſe das Setzen eines Thores vor die Miſtgaſſe öffentlich an Wenigſtnehmende verſteigert werden. Die Arbeit beſteht: In Maurerarbeit, voranſchlagt zu 14 fl. 54 kr. „ Zimmerarbeit—„ 48„ „ Schreinerarbeit 15—„ „ Schloſſerarbeit 2 7 12775 Zuſammen 18 fl. 54 kr. Die Voranſchläge liegen zur Einſicht auf meinem Bureau. Friedberg den 27. Mai 1838. Der Bürgermeiſter D. Fritz. Schaaf ⸗-Pferche. (609) Dienſtag den 5. Juni, Vormittags 11 Uhr, 612) 0 lahr e von eircg Zell Breit Jol Laue 9% Fuß ſtelgert Bube (613) ſollen auf Meinalwe 1) Circa Arbei 2 Affal 3) Fertig unter de Bedingun dem hieſſ⸗ Die f ſucht, dis zu laſſen. Ro dh. meiſter N ade⸗ ug beabſch⸗ 0 auszu⸗ d binnen oßkarben unde er⸗ freisrath ormittage ei einer wie die gleicher werden. Kenntniß ter um ermeiſtet n. 11 Uhr, 5 Thores nehmende fl. 54 fl. „ 48„ 71 2 fl. 54 kr. F meinem Fritz 1 lh, — 167— ſollen in hieſigem Rathhaus 10 Schaafpferche vom Monat Juni bis zur Hälfte Juli öffentlich meiſt— bietend verſteigert werden. Friedberg den 29. Mai 1838. ö Der Bürgermeiſter D. Fritz. olz-Verſteigerung. (610) Nächſtkünftigen Donnerſtag den 7 Jin des Nachmittags um 2 Uhr, werden aus denen dahieſigen herrſchaftl. Waldungen 1) 4000 Stück Bohnenſtangen und 2) 200„ Kiefernwellen an den Meiſtbietenden auf dem Platze in dem Wald verkaufet werden, welches mit dem Anhange, daß die Zuſammenkunft bei denen Kiefern am Galgen⸗ kopf iſt, andurch bekannt macht. Ockſtadt am 30. Mai 1838. Die hochfreiherrlich von francken⸗ ſteiniſche Rentei daſelbſt. Gläubiger- Aufforderung. (611) Franz Valentin von Friedberg be— abſichtigt nach Frankfurt a. M. auszuwandern. Rechtsanſprüche an denſelben ſind binnen drei Mo—⸗ naten bei gr. Landgerichte dahier anzumelden, ge— genfalls die Entlaſſungsurkunde ertheilt werden wird. Friedberg den 21. Mai 1838. Der großherzoglich heſſiſche Kreisrath des Kreiſes Friedberg. Küchler. Lieferungs-Verſteigerung. (612) Samſtag den 23. Juni d. J., Vormittags 9 Uhr, ſoll auf hieſigem Rathhaus die Lieferung von circa 4650 Fuß gußeiſerne Röhren von 960 Zoll Breite, Zoll Eiſenſtärke, mit Köpfen von 4 Zoll Länge und 3/ Zoll Weite, in Stücken von 5% Fuß Länge, öffentlich an Wenigſtnehmende ver⸗ ſteigert werden. Das Maas iſt großh. heſſiſches. Butzbach den 30. Mai 1838. Der großh. heſſ. Bürgermeiſter Zahn. Straßenbauarbeiten. (613) Freitag den 8. Juni, Nachmittags 2 Uhr, ſollen auf dem nach Niederwöllſtadt zu führenden Vicinalweg nachbenannte Arbeiten, beſtehend in: 10 Circa 150 lauf. Klafter Planir- und Chauſſir⸗ Arbeit. 20 Anfahren u. Setzen der dazu erforderlichen Steine. 3) Fertigung einer ſteinernen Brücke. unter den im Termin bekannt gemacht werdenden Bedingungen öffentlich an die Wenigſtbietenden auf dem hieſigen Rathhauſe verſteigert werden. Die großh. Bürgermeiſter werden andurch er⸗ ſucht, dieſes in ihren Gemeinden bekannt machen zu laſſen. Rodheim den 29. Mai 1838. Der großh. heſſ. Bürgermeiſter Jacoby. Mobilien-Verſteigerung. (614) Mittwoch den 6. Juni l. J., Morgens 8 Uhr, und an den darauf folgenden Tagen, werden erbvertheilungshalber aus dem Nachlaſſe des ver— ſtorbenen großh. Revierförſters Röschen dahier, in deſſen bisheriger Wohnung, folgende Gegenſtände gegen gleich baare Zahlung verſteigert: 1) Haus- und Kleiderſchräͤnke, Commode, Tiſche, ein Sopha, Stühle, Züber, Eimer, Faͤſſer ꝛc. 2) Verſchiedene Hausgeräthe von Eiſen, Kupfer, Meſſing ꝛc., Wanduhr, Schießgewehr u. Reitſattel. 3) Zinnene Schüſſeln und Teller, ſo wie andere zinnerne und blecherne Hausgeräthe. 4) Verſchiedene Porzellan- und Glaswaaren. 5) Mehrere vollſtändige Betten und Bettſtellen. 6) Bettzeug, Weisgeräthſchaften und Herrnkleider. Die gr. Bürgermeiſter und reſp. Beigeordneten werden erſucht, Vorſtehendes in ihren Gemeinden gefälligſt bekannt machen zu laſſen. Oberrosbach am 31. Mai 1838. Der großh. heſſ. Bürgermeiſter Lämmer. Holz-Verſteigerung. (615) Mittwoch den 6. Juni l. J., des Vor⸗ mittags präcis 9 Uhr, ſollen in dem Obermörler Gemeindewald, Diſtrikt Betenberg: 1) 3275 Stück eichen Lohwellen und 2 3¾ Eichen Prügelſtecken unter den vor der Verſteigerung eröffneten Bedin⸗ gungen an Ort und Stelle oͤffentlich meiſtbietend verſteigert werden. Obermörlen am 31. Mai 1838. ö Der großh. heſſ. Bürgermeiſter Nicolai. Arbeits-Verſteigerung. (616) Samſtag den 9. Juni, Nachmittags 1 Uhr, ſoll auf hieſigem Rathhauſe der in dieſem Jahre in hieſiger Gemarkung vorzunehmende Vicinalwegbau beſtehend in: 1) Ungefähr 120 Klafter Länge zu Planiren und Chauſſiren. 2) Lieferung der Steine aus hieſigem Steinbruch, unter den bei der Verſteigerung bekannt gemacht werdenden Bedingungen an den Wenigſtnehmenden verſteigert werden. Die Herren Bürgermeiſter werden erſucht, Vor⸗ ſtehendes in ihren Gemeinden gefälligſt bekannt machen zu laſſen. Aſſenheim den 30. Mai 1838. Der großh. heſſ. Burgermeiſter Günther. Gerſtenſchroth-, Waizenkleie- und Lein⸗ kuchen⸗Lieferung. (617) Dienſtag den 5. künftigen Monats, des Vormittags um 10 Uhr, ſoll der Bedarf an Gerſten⸗ ſchroth, Waizenkleie und Leinkuchen im II. Semeſter d. J. für die Pferde der II. Diviſion Garde-Re⸗ giments Chevauxlegers an den Wenigſtverlangenden in Accord gegeben werden. Den Steigluſtigen dies zur Nachricht. Butzbach den 23. Mai 1838. In höherem Auftrag: Cellarius, Unterquartiermeiſter. Oel⸗ und Lichter ⸗ Lieferung. (618) Dienſtag den 5. kuͤnftigen Monats, des Vormittags um 11 Uhr, ſoll das im II. Seme⸗ ſter d. J. erforderliche Oel und Lichter für die II. Diviſion Garde- Regiments Chevauxlegers an den Wenigſtnehmenden in Accord gegeben werden, wo— von man die Steigluſtigen in Kenntniß ſetzt. Butzbach den 23. Mai 1838. In höherem Auftrag: Cellarius, Unterquartiermeiſter. Arbeits⸗Verſteigerung. (619) Dienſtag den 5. Juni, Vormittags 11 Uhr, ſoll in hieſigem Rathhauſe die Reparatur des Pferdeſtalles bei der Kreisrathswohnung, beſtehend in Bewerfung dieſes Stalles und Austünchung mehrerer Stellen im Stalle, öffentlich an Wenigſt⸗ nehmende verſteigert werden. Friedberg den 28. Mai 1838. Der Bürgermeiſter D. Fritz. Arbeits-Verſteigerung. (620) Dienſtag den 5. Juni l. J., Vormittags um 10 Uhr, ſoll in hieſigem Rathhauſe das An⸗ fertigen nöthiger Subſellien in das neue Schulhaus dahier, beſtehend in: fl. kr Schreinerarbeit voranſchlagt zu 389 30 Glaſerarbeit 75 70 11 44 Weisbinderarbeit 75 75 5 12 Spenglerarbeit 5 50 26 24 Sodann die Verſehung einer Lattenblanke, be⸗ ſtehend in: 1 Maurerarbeit voranſchlagt zu 36 48 Zimmerarbeit 105 5 1 20 Schreinerarbeit 75 1 19 16 Schloſſerarbeit 95 75— 36 öffentlich an Wenigſtnehmende verſteigert werden. Die Voranſchläge ſind täglich von 1 bis 2 Uhr auf meinem Büreau bis zum Verſteigerungstage einzuſehen. Friedberg den 27. Mai 1838. Der Bürgermeiſter D. Fritz. Holz-Verſteigerung. (621) Mittwoch den 6. Juni l. J., Vormittags 9 Uhr, werden in dem Niedereſchbacher Gemeinde— wald, Hohemark, folgende Holzſortimente als: 15 44 Stecken buchen Prüͤgelholz, 2) 2538 Stück„ Reisholz-Wellen 3) 650„ eichen„ 5 41125„ birken„ 75 und 55„ Nadelholz-Wellen öffentlich unter den vor der Verſteigerung bekannt ge⸗ macht werdenden Bedingungen verſteigert. 168 Die Herren Buͤrgermeiſter in den umliegenden Ortſchaften werden erſucht, dieſes in ihren Gemein⸗ den gefälligſt bekannt machen laſſen zu wollen. Niedereſchbach den 28. Mai 1838. Der großh. heſſ. Bürgermeiſter Fahz. Hofraithe-Verſteigerung. (622) In Auftrag großh. heſſ. Landgerichts, ſoll Montag den 9. Juli l. J, Vormittags um 10 Uhr, in hieſigem Rathhauſe die Hofraithe und Garten des Carl Goͤring, beſtehend in Wohnhaus, Schoppen, jetzt Nebenhaus, zwei Schweinſtällen ſammt Hof— raithe, ſodann 43 Ruthen Garten in der 18. Gewann in der Stadt an Heinrich Damm und Heinrich Weckerling gelegen, öffentlich meiſtbietend verſteigert werden. Friedberg den 25. Mai 1838. Der Bürgermeiſter D. Fritz. NN Privat- Bekanntmachungen. Ein vollſtändiges Logis (536) hat in ſeinem(dem früher Valentin'ſchen) Hauſe zu vermiethen Jacob Pfeffer, Schreinermeiſter. Güter ⸗Verſendungen. (572) Einem hochverehrlichen Publikum mache ich hierdurch die ergebenſte Anzeige, daß meine Fracht- fuhre jeden Mittwoch dahier eintrifft und Freitags Morgens wieder abgeht. f Mit dieſer Fuhre nehme ich alle Güter in Ladung und auch in Spedition, die nach Offenbach, Frankfurt, Darmſtadt, Worms, nach ganz Rhein⸗ baiern, Heidelberg, Karlsruhe und in die dortige Gegend gehen, und bitte hierbei das mir ſeither ge— ſchenkte Zutrauen auch fernerhin zu Theil werden zu laſſen. Meine Einkehr iſt im Gaſthaus zum Ochſen bei Herrn A. Vogt. Friedberg im Mai 1838. Georg Philipp Borger u. Comp. (623) In meiner Fabrik können wieder einige er⸗ wachſene Kinder Beſchäftigung finden, auch die noch ſchulpflichtigen ihren täglichen Unterricht erhalten. Friedberg. G. C. Morell. Mai⸗Wein⸗Eſſenz. (593) Da man nur kurze Zeit Gelegenheit findet, ſich die friſchen Kräuter zur Darſtellung des ange— nehmen Maitranks zu verſchaffen, ſo dürfte wohl obige Eſſenz, insbeſondere noch wegen des aäͤußerſt billigen Preiſes, ein erwünſchtes Erſatzmittel abgeben. — Ein halber Theelöffel von beſagter Eſſenz reicht hin, um mit einer Flaſche Wein oder Apfel-Wein, nach einem beliebigen Zuſatze von Zucker, den be⸗ liebten Mai-Wein darzuſtellen.— In Fläſchchen à 5 kr. und àn9 kr. findet man Mai⸗Wein⸗Eſſenz ſtets vorräthig in der Mohren-Apotheke zu Friedberg. 0 bſeidelle/ lier b Schnüre, il Soten Kin fleberge i ale Eulen labe ich eil guch⸗ und Schiefer fd, zu 32 ſo pie Zittn Es bitte Friedb Wein: (625) J 2 Uhr, soll Mule Affi, in der Beh Sauwage 594 verabreicht. Büding 0 Ei (6626) we Feiſpännig Wand zu ver (dr) fe erkaufen. Münzenk cchoppen amt Hof der 18. am und eiſtbletend N Fritz n. tin ſchen) meiſter. mache ich e Fracht Freitägz Güter in Nenhoch J Rhein⸗ e dortige either ge⸗ il werden aus zun u. Comp. einige er, die noch rhalten. orell. 3 eit findet, des ange⸗ rſte wohl s dußerſt bgeben. reicht fel⸗Wein, den be⸗ ſchchen à in⸗Eſſenz heke zu e Wohnungs-Veränderung und Waaren— Empfehlung. (624) Daß ich meine bisherige Wohnung in der Uſergaſſe verlaſſen habe und wieder auf die zreite Straße in das Haus des Hrn. Seilermeiſters Soͤllners zwiſchen die Hrn. Metzgermeiſter Walz und Kreuter gezogen bin, zeige ich einem geehrten Dublikum hiermit ergebenſt an, und empfehle zugleich neine laͤngſt bekannten ſchweren Waaren, wie auch ine Parthie ſehr billige Waaren, auch habe ich kets eine ſchöne Auswahl gemachter Kinderkleider, Nittel, Röcke, Hamannwämschen, gemachten Weſten, Zatiſt⸗Hemden, ſchöne geſtrickte Strümpfe, gemachte Zlumen, Bänder, fertige Puppen, ſchöne Hoſen— ſräger, Strumpfbänder, eine große Auswahl ſeidene, galbſeidene, wollene, kattunene und baumwollene Jalstücher, auch ſchöne Taſchentücher, Zwirn, Seide, Schnüre, und mehrere Sorten große Hauben, alle Sorten Kinderhäubchen, Joppelchen und gemachte leberzuͤge über Betten, Tüllkrägen und Halstücher, alle Sorten Strick- und Einſchlaggarne. Auch abe ich ein Commiſſions⸗Lager billiger und guter kauch⸗ und Schnupftabaken, Cichorien-Kaffee, und Schiefertafeln. Auch ſind beſtändig Pfeffernüſſe das Ifd. zu 32 kr., Zimmetwaffeln das Stück 1 kr., o wie Zitronenküchelchen das Stück 1 kr. zu haben. Es bittet um zahlreichen Zuſpruch Friedberg im Mai 1838. M. Maul. Wein⸗Verſteigerung zu Büdingen. (625) Montag den 18. Juni d. J., Nachmittags Uhr, ſollen die hier nachfolgenden reingehaltenen Deine öffentlich auf Erſuchen der Eigenthümer, u der Behauſung des Herrn Stadthauptmanns Sauwage dahier, verſteigert werden: 101 Ohm 19 Maas 1819 r. Markenbrunner, 2„ 20„ 1834r. Büdinger, 30 7„ 16 77 7 77 4 4 5 77 Oſthofer, 5 1 N„„ Büdinger, 60* 8 77 77 77 7 5 7 37 77 7. 77 8) 4 77 7 7 1833r. 7 9 17 N 77 77 7 10 3%„, 18351. 7 110 1„ 1887„ Die Proben werden am Tage der Verſteigerung erabreicht. Büdingen den 23. Mai 1838. Frau Kammerrath Bremers Wittwe. Eine einſpännige Chaiſe, (626) welche in gutem Zuſtande iſt und auch weiſpännig gefahren werden kann, hat aus freier band zu verkaufen Sattlermeiſter Schäfer. Ein Stuhlwägelchen N (627) ſteht dahier bei Hauptmann Hitzel zu hirkaufen. Münzenberg den 30. Mai 1838. — Nachtlichter. (628) Der unterzeichnete bringt zur öffentlichen Kenntniß, daß er eine Niederlage von anerkannten vorzüglichen Nacht- lichtern für den Kreis Friedberg übernommen hat. Dieſe Nachtlichter ſind beſonders wegen ihrer Sparſamkeit zu em— pfehlen; doch liegt die Eigenthümlichkeit derſelben nicht in der Fagon, ſondern in der Compoſition der Kerzchen, welche bisher noch von keinem andern Fabrikanten außer dieſem entdeckt worden iſt. Ein Kerzchen brennt 8 Nächte und der am Geſtell angebrachte Docht dient dazu, daſſelbe jeden Abend um den Sten Theil in die Höhe zu richten ohne die Hände zu beſchmutzen. Die Zeugniſſe von vielen Orten und eigene Erfahrungen beſtätigen, daß dieſe Nachtlichter den Vorzug vor allen bis jetzt bekannten verdienen. Da dieſelben nicht allein vortrefflich, ſondern auch ſehr hell brennen und nie ſelbſt erlöſchen, ſo ſind ſoſche beſonders fuͤr Kirchen, Gaſt⸗ wirthe und Familien, wo Kinder oder kränkliche Perſonen ſind, zu empfehlen. Die kleine Maſchine nebſt einem Vor— rath Kerzchen für ein ganzes Jahr wird zu 1 fl. verkauft. Auch bemerkt er noch, daß er innerhalb 8 Tagen eine Nieder⸗ lage von den berühmten Wollraths⸗Tafel-Lichtern und Kerzen für Kirchen bekommt, welche er beſonders deßhalb empfiehlt, weil ſolche haltbarer und heller brennen, als Wachslichter. C. C. Nagel J. in der Metzgergaſſe. Lehrerfeſt zu Butzbach. (629) Zu dem auf den 7. Juni d. J. in Butz⸗ bach bei Herrn Joutz beſtimmten Lehrerfeſte werden hierdurch die Herrn Schullehrer der hieſigen Ge— gend eingeladen. Friedberg den 30. Mai 1838. Markel. Kaufgeſuch. a (630) Das großh. heſſ. Regierungsblatt de 1824 wird zu kaufen geſucht. Deßfallſiges Anerbieten iſt bei der Redaction gegenwärtigen Blattes zu machen. Verlorener Schäferhund. (631) Den 23. Mai habe ich einen Zjährigen Hund in Aſſenheim gekauft, welcher mir den 24. Mai wieder entlaufen iſt. Derſelbe iſt ſchwarz mit krauſen Haaren, die vier Beine und die Bruſt bis auf die Backen ſind rothgelb, über den Augen hat er 2 gelbe Flecken, der Schwanz iſt ſtumpf und die langen Zaͤhne ſind ein wenig abgeſtumpft. Den Hund habe ich von Georg Leiſt, gebürtig aus Weckels⸗ heim, gekauft. Der Ueberbringer dieſes Hundes be— kommt ein gutes Trinkgeld von Adam Hildebrand, Schäfer in Nauheim. Zum Vermiethen. (632) In dem ehemals Bolleriſchen Hauſe iſt ein großer Keller, 54 Fuß lang und 27 breit, und eine Scheuer mit Stallung und Fruchtboden zu ver— miethen. Heinrich Hanſtein. Frucht- Verſteigerung. (633) Donnerſtag den 7. Juni d. J., Vormittags zehn Uhr, ſollen vom hochgräfl. Solms⸗Laubachiſchen Speicher: 63 Malter Hafer und 18„ Gerſte auf dem Stadthaus dahier der Verſteigerung aus geſetzt werden. Münzenberg den 30. Mai 1838. Hitzel, Keller e Nauheimer Teichhaus. (634) Den 2ten Pfingſtfeiertag iſt auf dem Nauheimer Teichhauſe gutbeſetzte Tanzmuſik auzu⸗ treffen, wozu höflichſt einladet Henkel. Selſerbrunnen bei Okarben. (635) Montag den Aten Juni, als am zweiten Pfingſtfeiertag, iſt gut beſetzte Tanzmuſik am Mine⸗ ralbrunnen bei Okarben anzutreffen, wozu höflichſt einladet Havenecker. Einladung. (636) Dienſtag den 3. Juni, als am dritten Pfingſt⸗ feiertag, iſt gut beſetzte Tanzmuſik bei mir anzutref⸗ fen, wozu ich alle meine Freunde und Gönner höf⸗ ligſt einlade, und um zahlreichen Zuſpruch bitte. Fauerbach II. den 31. Mai 1838. 5 a W. Holler. Oſſenheimer Waͤldchen. (637) Auf den 2. und 3. Pfingſtfeiertag nehmen die Sommerbeluſtigungen in dem Oſſenheimer Wäld⸗ chen wieder ihren Anfang, und werden wie früher von 14 zu 14 Tagen ſich wiederholen. Friſch auf zu Wagen, zu Fuß, zu Pferd, Ins Freie, ins Grüne gezogen. Kommt, Gäſte, ihr ſeyd mir lieb und werth. Bleibt immer dem Wäldchen gewogen. Seyd fröhlich in des Waldeshain Ganz höflich ladet Aeh le ein. Oſſenheimer Jagdhaus d. 28. Mai 1838. Aehle. Sommerbeluſtigung zu Ockſtadt. (638) Montag den 4. und Dienſtag den 5. d. M., als am zweiten und dritten Pfingſtfeiertag, iſt in meinem Garten gut beſetzte Harmonie- und Tanz⸗ muſik anzutreffen. Geht nicht dort oben in den Wald Da zieht's, iſt's froſtig,— manchmal kalt; Wer fröhlich ſeyn will und hübſch klug Der geh' an Pfingſten zu dem Krug Nach Ockſtadt in den Garten. Er will mit Speiſen, Tanz und Wein,— Vom ſelbſtgezognen und vom Rhein,— Den Gäſten gut aufwarten. Ockſtadt den 1. Juni 1838. i 5 Krug. Schwalheimer Mineralbrunnen. (639) Sommerbeluſtigung mit Kaicher Muſik am 2. und 3. Pfingſtfeiertage auf dem Schwalheimer Mineralbrunnen. Nein, liebe werthe Freunde, nein, Kehrt nicht bei Krug, bei Aehle ein; Dort müßt Ihr ja das Waſſer kaufen, Was Ihr hier aus der Quelle trinkt; Und koͤmmt ein Regen, müßt ihr lanfen Bis Euch ein kleines Obdach winkt. D'rum kommt hierher, Großväter, Vater, Enkel, Beglückt mit Eurer Gegenwart den Henkel. Schwalheimer Brunnen den 1. Juni 1838. Henkel. Einladung zur Praͤnumeration auf W. Shakspeare's ſämmtliche bdramakiſche Werke deutſche Ausgabe in einem Bande für 3 fl. 356 kr. Dieſelbe wird in 4 Lieferungen ausgegeben, wovon die erſte im Juni und die letzte Ende Dezember 1838 erſcheinen werden. Zu gefaͤlligen Aufträgen empfiehlt ſich Carl Bindernagel in Friedberg. — Früchte-Preiſe hier in Friedberg: Waizen: 10 fl. 30 kr. Korn: 8 fl. 40 kr. Gerſte: 7 fl.— kr. Hafer: 4fl.— kr. Erbſen:— fl.— kr. Früchte⸗Preiſe zu Frankfurt, am 28. Mai: Waizen: 9fl. 10 kr. Korn: 7 fl. 45 kr.— Gerſte: 6 fl. 20 kr. Hafer: 4 fl. 10 kr. Erbſen:— fl.— kr. Fruchte⸗Preiſe zu Mainz, am 25. Mai: Waizen: 9 fl. 37 kr. Korn: 8 fl. 11 kr. Gerſte: 6fl. 2 kr. Hafer: 4 fl à kr. Erbſen:— fl.— kr. Polizei-Taxe für die Staͤdte Friedberg und Butzbach vom 4. bis 10. Juni 1838. pfd Brod Preiſe. Friedberg J Butzbach. Er b kr. pf. 1 Leib⸗Roggenbrod.. 3 1 N 1 g 6 1 6 1 4. 7 22 122 i Loth. Loth, — Milchbrod 114 11 4% —[Waſſerweck 1475 14— —(Gemiſchtes(Tafel⸗) Brod 145% li Fleiſch-Preiſe. e N pf. pf 1 Ochſenfleiſch 11 1 1111 „ Kühfleiſch 2 812 „ Rindfleiſch 82 84— „ Kalbfleiſch 5 3 5 „ Schbweinenfleiſch 124— 124— „Hammellleiſch 8 3 8% „ Wurſt von blos Schweinen 14— 14 „ Gemiſchte Wurſt 10— 10— „ Bratwurſt 15— 15 „Schwartenmagen 16 18 „ Geräucherter Speck 22— 224— „Schinken 15— 15— „ Dörrfleiſch„e „ Schweinenſchmalz, ausgelaſſen 20— 20— „ a dito unausgelaſſen 18— 18— „ Nierenfett 17 177170 „ Hammelsfett 15— 15— J. V. des gr. heſſ. Kreisrath d. K. F Dr. Cameſasca. Fedrückf und verlegt unter Verantwortlichkeit von Car! Bindernagel in Friedberg. Die was Ne uns ein und ſag Vor lebte rühmt Name 6% Alle machen und te dem, nämlie Beredt Lehrer der S dabei baar, entrich Da di ſo beg hatte von