— — — 2 III NSN 2 — — 1 1 1 Intelligenzblatt für die 4 errichtet war, zu einem feſtlichen Mahle. rovinz(Wberhes sen im Allgemeinen, den Kreis Friedberg und die angrenzenden Bezirke im Beſonderen. —— Sonnabend, den 1. —̃ September 1838 Der Ludwigstag. Der hohe Namenstag Seiner Königlichen Hoheit, unſers allverehrten Landesvaters, wurde auch dieſes Mal wieder zu Friedberg feierlich begangen. Eine große Anzahl von Männern der drei Stände, wohl an drittehalbhundert, verſammelte ſich des Mittags unter einem geräumigen zeltartigen Ge⸗ baͤude, welches auf dem ſogenannten Schützenraine So wie Verehrung des allgeliebten Herrſchers und der hohen Fuͤrſten⸗Familie die zahlreiche Geſellſchaft hier ver— einigt hatte, ſo herrſchte während des fröhlichen Mahles nur Ein Herz und Ein Sinn. Mit allge⸗ meiner Begeiſterung wurde der Trinkſpruch„auf das Wohl Sr. Königlichen Hoheit, des allverehrten Landesvaters“ gebracht und aufgenommen. Die Muſik intonirte, und Böller verkuͤndeten in die Ferne den ausgebrachten Toaſt.— Nach dem Gaſtmahle begann der hieſige Schuͤtzen⸗ Verein ein Scheiben⸗Schießen, und Abends beſchloß an derſelben Stätte ein Ball, an welchem viele Bewohner Friedbergs Theil nahmen, den feſtlichen Tag. Wir ermangeln nicht, beizufügen, daß, während das geſammte Offizier⸗Corps dem oberwähnten Gaſt⸗ mahle beiwohnte, das übrige Militär zu einem gleichen Feſtmahle in der Caſerne verſammelt war. Auch hier wurde dem verehrten Fürſten ein feuriges Lebehoch gebracht. Der Ehrentag des evangeliſchen Pfarrers, Herrn Brodreich zu Oſſenheim, am 24. Auguſt 1838. In der Freude meines Herzens kann ich den ſchönen Tag, an deſſen Feier ich heute Theil nahm, nicht beſchließen, ohne Ihnen, lieber D..., eine kleine Beſchreibung davon zu geben. Heute waren es nämlich zweiundfünfzig Jahre, daß der würdige Pfarrer Brodreich zu Oſſenheim, Kreiſes Friedberg, ſeine erſte Anſtel⸗ lung als Geiſtlicher erhielt. Still und beſcheiden, von ſeiner Gemeinde geſchätzt und einfach ſeinen Weg verfolgend, hatte er bisher in ſeinem Berufe gewirkt, und ſelbſt in ſeinem hohen Alter noch ſeine Pfarrei Cu welcher auch der Ort Bauernheim als Filial gehört) mit rüſtiger Kraft verſehen. Am Wenigſten dachte er daran, ein mit äußerer Feſtlich⸗ keit prangendes Jubiläum zu begehen, ſondern begnügte ſich damit, in ſeinem Herzen dem Allgütigen, der ihn bis hierher gnädig geführt hatte, frommen Dank zu weihen. Allein die nächſt⸗vorgeſetzte Behörde des Jubilars, das Conſiſtorium zu Aſſenheim, glaubte mit Recht, die Gelegenheit zur ehrenden Anerkennung einer vieljährigen Amtstreue dürfe nicht unbeachtet vorübergehen und traf geräuſchlos Anſtalten, um dem Greiſe eine einfache, ſeinem ganzen Sinn und Weſen angemeſſene Feier zu bereiten. Deßhalb wurde nicht blos Se. Erlaucht, der Herr Graf von Solms⸗Rödelheim, als Patron der Pfarrei Oſſenheim, von dem Vorhaben in Kenntniß, geſetzt, ſondern auch deßfallſiger Bericht an die vor „ geſetzte obere geiſtliche Behörde erſtattet. Die Herren Beamten zu Aſſenheim ſowohl, als auch ſämmt⸗ liche Geiſtliche des Dekanats, welchen ſich einige von den gleichfalls eingeladenen Geiſtlichen aus Fried⸗ berg anſchloſſen, wurden erſucht, ſich nebſt den Orts⸗, Kirchen- und Schulvorſtänden von Oſſenheim und Bauernheim in einem näher bezeichneten Locale heute um 11 Uhr einzufinden.— Nachdem wir verſam⸗ melt waren, begaben wir uns in geordnetem Zug in das Pfarrhaus, um den gar nichts ahnenden Jubelgreis zu beglückwünſchen. Hier, wo das ge⸗ räumige Zimmer die Menge kaum zu faſſen ver⸗ mochte, hielt Dekan Thud ichum eine eben ſo ein⸗ fache als überaus herzliche Anrede, in welcher er dem überraſchten Mann ſeine und der Anweſen⸗ den theilnehmende Gefühle ausdrückte, des bisherigen anſpruchloſen Wirkens deſſelben rührend gedachte, und damit endigte, daß er ihm, unter Eröffnung des Inhalts, ein allerhöchſtes Dekret überreichte, durch welches Se. Königl. Hoheit, der Großherzog, den treuen Diener der Kirche nach vollbrachter 52jähriger gewiſſenhaften Verwaltung ſei⸗ nes Amtes huldvoll zum„Kirchenrathe“ ernennt.— O! wie ſtand der Mann in ſeiner Demuth da, kaum wiſſend, wie ihm geſchehen war;— hinter ihm die würdige Gattin,— ſeit 48 Jahren ſeine treue Lebensgefährtin,— und die Töchter, alle in⸗ nigſt gerührt! In dieſem Augenblick floß manche Thräne, und auch ich konnte, von ſüßen Gefühlen übermannt, die meinigen nicht zurückhalten.— In⸗ dem wir noch ſo verſammelt waren, trat der eben von Aſſenheim angelangte Herr Graf v. Solms⸗ Rödelheim in unſere Mitte und vollendete die freudige Ruͤhrung des Jubelgreiſes, indem er dem⸗ ſelben mit den huldvollſten Worten ſeinen Gluͤck— wunſch zu deſſen Ehrentag zu erkennen gab. Von dem Herrn Grafen eingeladen, einen Platz in deſſen Wagen einzunehmen, fuhr Herr Pfarrer Brod—⸗ reich hierauf mit demſelben zu dem nahen Wäld⸗ chen, wo uns ein Feſtmahl erwartete. Wir übrigen legten den kurzen Weg zu Fuße zurück, und fanden uns bei Herrn Aehle wieder zuſammen. Während der im Freien zugerichteten Tafel, an welcher der Jubelgreis neben dem Herrn Grafen den Ehrenplatz einnahm und außerdem etliche und vierzig Perſonen ſaßen, herrſchte allgemeine Heiter⸗ keit, und weder der in den Wipfeln über uns to⸗ bende Sturm, noch der einigemal träufelnde Regen waren im Stande, dieſe frohe Stimmung zu ver⸗ ſcheuchen. Sie gab ſich unter Anderm auch in den paſſend gewählten Trinkſprüchen kund, und hielt bis zum ſpäten Abend aus.— Auch unſer Jubilar zeigte in ſeinem 77ſten Lebensjahre eine ungemeine Rüſtigkeit, um welche ihn wohl mancher Juͤngere hätte beneiden mögen, wenn anders ein ſolches Ge⸗ fühl neben einer ächten Herzensfreude aufkommen könnte. Uebrigens iſt Herr Pfarrer und jetziger Kirchenrath Brodreich im Jahr 1762 zu Reichelsheim, mithin im Naſſauiſchen, geboren; er war zuerſt ſeit 1786 Rector zu Ortenberg, kam von da als Pfarrer nach Einartshauſen, und befindet ſich ſeit dem Jahre 1809 auf ſeiner gegenwärtigen Stelle. Der Allgütige lege den Jahren des würdigen Greiſes noch mehrere zu, und erhalte ihm noch lange hinreichende Kraft, ſeines Amtes mit Freudigkeit zu warten! Mit dieſem innigen Wunſche ſchieden wir von ihm und kehrten ſehr befriedigt von den edeln Genuuͤſſen dieſes Tages nach Haus zurück.— Es muß ja nicht immer eine glanz⸗ und geräuſchvolle Laufbahn ſeyn, um auf ehrende Anerkennung ſich Anſprüche zu erwerben. Auch das ſtille, beſcheidene Wirken des Landgeiſtlichen iſt ein hoͤchſt achtbares und ſegensreiches, und wenn es als ſolches gewür⸗ digt wird, ſo gereicht eine ſolche Anerkennung eben ſowohl denen, von welchen ſie ausgeht, zur Ehre, als dem, welchem ſie zu Theil wird, zur wohlthuenden Ermunterung.) Noch ein Ehrentag. Eine ſolche Jubelfeier war auch dem Herrn Dekau Hauck zu Ockſtadt zugedacht. Aber allzugroße Be⸗ ſcheidenheit ließ den biederen Mann, der ſeit vielen Jahren ſeiner katholiſchen Gemeinde vorſteht und in dieſer Zeit vielen Segen ausſtreute, den Tag ſeiner Anſtellung verheimlichen; er war ohnehin koͤr⸗ perlich leidend. haben, wurde der Tag der Kirchweihe, der 27. Auguſt, zur Feier beſtimmt. Eine Deputation der Gemeinde, ) Nachdem Obiges bereits geſetzt war, kam uns noch eine andere Beſchreibung(d. d. Oſſenheim den 27. Auguſt 1838) zu, von der wir aber keinen Gebrauch mehr machen konnten. Die Redact. Um darum einen Haltpunkt zu ſteiger Fr geboren; tender 1 4 95 Jauſen, auf ſeiner würdigen loch lange digkeit zu eden wir den edeln K.— Es rauſchvolle nung ſich yſchedene achtdares ed gewüͤr⸗ mung eben ausgeht 1 Theil ern Dekau igroße Be; ſeit vielen orſteht und „den Tag bnehin kör 1 punkt zu — 259— der Buͤrgermeiſter an der Spitze, begab ſich zu ihrem treuen Seelſorger und wünſchte ihm Glück. Aus dem Kirchſprengel hatten ſich ſeine Amtsbrüder ein⸗ gefunden. Von Friedberg aus waren der Herr Kreis— rath Küchler, der Herr Landrichter Hofmann, Herr Direktor Cröͤßmann, ſo wie die Herren Pro— feſſoren Fertſch und Sell zur Beglückwünſchung gekommen. Herr Kreisrath Küchler überreichte dem Jubilar das allerhöchſten Orts ausgefertigte Dekret als„geiſtlicher Rath;“ von Seiten des Staates eine ſchöne Anerkennung der mannichfachen Verdienſte, welche der Jubilar ſich um ſeine Gemeinde erwor- ben.— Möge auch dieſer wackere Greis noch lange ſegensreich wirken! 3 Kaſſe für taubſtumme Konfirmanden. Für die Predigt ꝛc. des Herrn Prof. Sell, von deren Ertrag eine Kaſſe für taubſtumme Konfirmanden gegründet werden ſoll, iſt ferner bis heute eingegangen: Von Cxempl. fl. kr. Herrn Bürgermſtr. Huth in Langenhain 1— 85 5 Philippi in Maibach 1— 12 „ Inſpektor Steinberger in Butzbach 10 2 „ Candidat Buchhold dahier 2— 2 „ Bürgermſtr. Hinkel in Vilbel nochmals 235 5— Demiſelben, für Erlös einer Muſik von Herrn Giagoſa im Engel zu Vilbel erhoben 2— Herrn Pfarrer Eckrich in Obererlenbach 4 1 42 „ Rentmeiſter Ehehalt daſelbſt 1 1— „ Dekan Senfft in Uſingen 1 12 „ Bürgermſtr. Henſel in Södel 4— 48 „ Schullehrer Becker in Beyenheim 1— 18 „ Georg Muth daher 1— 18 Einer Ungenannten 1 1— Friedberg den 30. Auguſt 1838.. C. Bindernagel. Bekanntmachungen von Behoͤrden. NN NNNNN NN Verſteigerungs⸗ Anzeige. (867) Montag den 3. September l. J., Vormit⸗ tags um 10 Uhr, ſoll im hieſigen Rathhaus in Auf⸗ trag großh. Landgerichts, die zum Nachlaß der Re⸗ gine Göring gehörende gemeinſchaftliche/ Hof⸗ raithe Nro. 52%% f beſtehend in halbem Wohn⸗ haus mit Grund an Schreiner Frank und Heinrich Stemler gelegen und%; 38 Ruthen Ackerland auf dem Krämer in der Gemarkung Fauerbach II. an Nicolaus Windecker gelegen. Hierauf Nachmittags um 2 Uhr in dem Hauſe ſelbſt die gemeinſchaftlichen Mobilien beſtehend in drei vollſtändigen Betten, Bettladen, Vorhängen, Kleiderſchränken, Kiſten, Spiegeln, ſonſtiges Hausgeräth, Bütten, Zinn, Kupfer, Eiſen und Blech, öffentlich meiſtbietend ver⸗ ſteigert werden. Friedberg den 26. Juli 1838. Der Bürgermeiſter D. Fritz. Hofraithe-Verſteigerung. (929) Montag den 3. September l. J., Vormit⸗ tags 10 Uhr, ſoll in hieſigem Rathhaus wegen Ver⸗ moͤgensauseinanderſetzung die den Chriſtian König— ſchen Eheleuten zuſtehende und an der Straße nach Cronberg gelegene Hofraithe, in welcher bis⸗ her Wirthſchaft betrieben wurde, beſtehend in einem zweiſtöckigen Wohnhauſe nebſt Anbau, unter den bei der Verſteigerung bekannt gemacht werdenden Bedingungen, öffentlich meiſtbietend verſteigert wer⸗ den. Rödelheim den 13. Auguſt 1838. Der großh. heſſ. Bürgermeiſter W. Brill. Edicetal ladung. (930) Konrad Junghans aus Butzbach, welcher früher als Reiſender in den Dienſten des Kaufmann J. D. Haas in Dillenburg geſtanden hat, iſt im Mai dieſes Jahrs verſtorben, und ſeine Inteſtat⸗ erbin, die Ehefrau des Kaufmann Eckher in Uſingen, hat den Nachlaß unter der Rechtswohlthat des In⸗ ventars angetreten. Wer daher Forderungen oder ſonſtige Auſprüche an dieſe Verlaſſenſchaft zu machen hat, hat dieſelben um ſo gewiſſer binnen 6 Wochen von heute an, hier anzumelden und zu begründen, als ſonſt keine weitere Rückſicht darauf genommen wird. Friedberg am 6. Auguſt 1838. g Großh. heſſiſches Landgericht Hofmann. Brumhard. Hofraithe-Verſteigerung. (934) Auf Verfügung großh. heſſ. Landgerichts dahier ſoll Montag den 3. September l. J., Vor⸗ mittags um 11 Uhr, in hieſigem Rathhaus die Jacob Engels Hofraithe, beſtehend in Wohnhaus, zum Engel genannt, mit großem Hinterbau und Stallung, an Hru. Boutemy und Frau Kromm in der Uſer⸗ gaſſe gelegen, öffentlich meiſtbietend verſteigert werden. Friedberg den 16. Auguſt 1838.. Der Bürgermeiſter D. Fritz. Straßenbauarbeit. (959) Mittwoch den 5. September, Vormittags 9 Uhr, wird ein Theil der Planirarbeit an der neu zu erbauenden Provinzialſtraße von Friedberg über Oberrosbach bis an die Grenze in der Richtung von Homburg v. d. H. in einzelnen Looſen an die Wenigſtnehmenden, unter den dabei bekannt gemacht werdenden Bedingungen, an Ort und Stelle oͤffentlich vergeben. Die großh. Bürgermeiſter werden erſucht, Vor⸗ ſtehendes in ihren Gemeinden bekannt machen zu laſſen. Friedberg den 21. Auguſt 1838. 5 Der großh. heſſ. Kreisbaumeiſter Rhumbler. Brod⸗Lieferung zu Butzbach. (962) Montag den 3. September d. J, des Vor⸗ mittags um 10 Uhr, ſoll die Lieferung des Brod⸗ bedarfs für die II. Diviſion Garde⸗ Regiments Chevauxlegers auf das vierte Quartal d. J. an die Wenigſtnehmenden mittelſt Verſteigerung in Accord gegeben werden, a „Butzbach den 22. Auguſt 1838 In Auftrag: . Cellarius, f Unterquartiermeiſter. Gläubiger ⸗ Aufforderung. 64989) Georg Andreas Eif von Butzbach beabſichtigt nach Brünn, im Kaiſerthum Oeſtreich, auszuwandern. Rechtsanſprüche an denſelben ſind binnen drei Monaten bei großh. Landgericht Fried⸗ berg anzumelden, gegenfalls die Entlaſſungsurkunde ertheilt werden wird. f Friedberg den 9. Auguſt 1838. 57 Der großh. heſſ. Kreisrath des Kreiſes Friedberg. 12 a f Küchler. Bad Bekanntmachung. (990) Montag den 3. Sept. l. J., Vormittags 11 Uhr, ſoll in dahieſiger Bürgermeiſterei nachbe⸗ nannte Maurerreparatur⸗ Arbeiten, 10 eine Hauptreparatur an der f. g. Friedberger⸗ ſtraßbrücke 22 das Ausbeſſern, e wenigſtnehmend verſteigert werden. Die großh. Buürgermeiſter in den umliegenden Orten werden erſucht, dieſes in ihren Gemeinden gefälligſt bekannt machen zu laſſen. Rodheim den W. Auguſt 1838. our, Der großh. heſſ. Bürgermeiſter 118 nt Jacobi. Grummetgras⸗Verſteigerung. (991) Künftigen Dienſtag den 4. Sept., Vormit⸗ tags 10 Uhr, ſoll zu Wickſtadt das gegenwärtige Grummetgras von 45 Morgen Wieſen, in einzelnen Abtheilungen, meiſtbietend verkauft werden. „Aſſenheim den 28. Auguſt 1838. ee e Die gräfliche Rentei, 3 Bekanntmachung. (992) Dienſtag den 4. September, Vormittage 11, Uhr, ſoll dahier die für 20 fl. 14 kr. voran⸗ ſchlagte Weißbinderarbeit, in der hieſtgen Pfarr⸗ wohnung, nämlich zwei Vorplaͤtze auszubeſſern und zu weißen, auf der Bürgermeiſterei dahier an den Wenigſtnehmenden veraccordirt werden. Die Herrn gefällige Bekanntmachung und Ueberwerfen der Kirchhofs⸗ Bürgermeiſter werden um er ſucht. f Burggräfenrod am 29. Auguſt 1838. N Der großh. heſſ. Bürgermeiſter Moſcheroſch. 11 70. Bekanntmachung. 3 (993) Der Unterzeichnete findet ſich veranlaßt, alle diejenigen, welche Forderungen an das hieſige Schullehrer-Seminarium zu machen haben und in der Folge zu machen berechtigt ſind, zu erſuchen, ihre Rechnungen halbjährig zur Decretur einzureichen und demnach niemals mit denſelben über dle erſte oder zweite Hälfte des Jahres zurück zu bleiben. Friedberg den 27. Auguſt 1838. 8 N e eg, 1 g 5 Seeminardireckor⸗ Arbeits ⸗Verſteigerung. 8 (994) Montag den 3. Sept. d. J., Vormittags um 8 Uhr, ſollen die zur Herſtellung verſchiedener Stellen an Vicinalwegen der gemeinſchaftlichen(Nie⸗ der- und Oberrosbacher) Gemarkung ten und Lieferung, als: 1) Maurerarbeit voranſchlagt zu 40 fl. 57 kr. 20 Pflaſterarbeit 7 7 12„„ 77, 3) Planir⸗, Graben⸗ und Chauſſirarbeit, 77 F 4) Stein- u. Kieslieferung„ i 5) das Steinſetzen und f 12 Kiesmeſſen den in Accord gegeben werden. Niederrosbach den 28. Auguſt 1838. 5 Der großh. heſſ. Bürgermeiſter F. Bullmann. Zum Ausleihen (995) liegen in dem Kirchenkaſten zu Petterweil⸗ gegen gerichtliche, Verſicherung 250 fl. zu 5 pet. bereit. f 5 Petterweil den 28. Auguſt 1838. 1 Weygand, Kirchenrechner. Danka gung. (996) Allen denen, welche die ſchöne Feier des zweiundfünfzigjaͤhrigen Dienſt⸗Jubiläums unſeres wür⸗ digen Geiſtlichen, des nunmehrigen Herrn Kirchen⸗ raths Brodreich, am 24. d. M. verauſtaltet und ſie durch ihre Gegenwart erhöhet hatten, ſey hiermit. ünſer wärmſter Dank dargebracht.. Oſſenheim und Bauernheim ff... f„Die dortigen Gemeinde Kirchen- und Schulvorſtän de. Arbeits ⸗Verſteigerung. 5 (997) Dienſtag den 4. des nächſtkommenden Mo⸗ nats, Vormittags 10 Uhr, ſollen in der Gemeinde Oſſenheim nachfolgende Arbeiten, als: 1) Die Regulirung des Wetter fluſſes durch Abböſchen⸗ der Ufer in der Länge von 100 Klafter, 2) das Ausheben eines 52 Klafter langen Fluth⸗ grabeus, 5 3) die Herſtellung der Seitenpfäde von einer 60 Klaſter langen chauſſirten Straßenſtrecke nöthige Arbei 1 2 75 3 5 Ort und Stelle öffentlich an die Wenigſtfordern⸗ 75 65 ö Ih, ſole 0 den. 0 De He lichen zu 1 0 „ * erſucht, de Odberke f 1955 To Uhr, Salinen⸗ iner Nert uſttragend ſaß nut ſe pherden, choltenen werden im Nauhe⸗ Wille. Pr (970) ö Ver bezog 1 8 1001) Harmonie wöflichſt e 1003) hütte bei Wansporte kuch wir zermeiſter ner 00 8 oͤffentlich an den Wenigſtnehmenden verſteigert wer⸗ den. Die großh. Buͤrgermeiſter in der Nachbarſchaft werden erſucht, dieſes in ihren Gemeinden bekannt machen zu laſſen. Oſſenheim den 30. Auguſt. 1838. Der großh. Buͤrgermeiſter Keller. b Schaafpferche. (998) Mittwoch den 5. September, Vormittags 11 Uhr, ſollen in hieſigem Rathhaus 10 Pferche öffentlich meiſtbietend verſteigert werden. Friedberg den 30. Auguſt 1838. Der Bürgermeiſter D. Fritz. Obſt.⸗ Verſteigerung. (999) Freitag den 7, k. M., des Nachmittags 2 Uhr, ſollen zu Oberrosbach die der Gemeinde daſelbſt gehörigen Aepfel an Ort und Stelle verſteigert wer⸗ den. i Die Herrn Buͤrgermeiſter der Umgegend werden erſucht, dieſes in ihren Gemeinden gefälligſt veröffent⸗ lichen zu laſſen. Oberrosbach den 29. Auguſt 1838. Der großh. heſſ. Bürgermeiſter Lämmer. Bekanntmachung. 1 Montag den 10. Sept. d. J., Vormittags 0 Uhr, ſoll in hieſigem Salzamts⸗Lokal die hieſige Salinen ⸗Wirthſchaft mit Wohnung und Stallung ener Verpachtung ausgeſetzt werden, welches den duſttragenden mit dem Bemerken zur Nachricht dient, daß nur ſolche Individuen zum Mitgebot zugelaſſen verden, welche Caution leiſten können und unbe⸗ ſholtenen Rufes ſind. Die näheren Bedingungen nerden im Termin ſelbſt eröffnet werden. Nauheim den 28. Auguſt 1838. Kurfuͤrſtliches Salzamt. Meinhard. Wilhelmi. Weiß. rr Privat⸗Bekanntmachungen. Ein vollſtändiges Logis (970) in meinem Hauſe kann mit Ende Novem⸗ ber bezogen werden. Wetzſtein, Glaſermeiſter. Schwalheimer Mineralbrunnen. (1001) Sonntag den 2ten September d. J. iſt harmonie⸗ und Tanzmuſik dahier anzutreffen, wozu ſoflichſt einladet. Henkel. „Eine Parthie guten Aepfelwein (1002) hat zu verkaufen H. Koch auf dem Kinzigheimer Hof bei Hanau. Kalk⸗ und Backſteine⸗ Verkauf. (003) Gelöſchter Kalk iſt immer auf der Ziegel⸗ itte bei Friedberg billig zu haben, derſelbe iſt lansportabel und zu allen Bauarbeiten brauchbar. Aich wird Dienſtag den 4. September friſcher Wille. Kalk ausgehoben. Gute Backſteine ſind jetzt auch in gewohnlicher Form zu haben. Grünewald.“ Bekanntmachung. (1004) Da mein Eſſig von der Obermedicinal⸗ Behörde unterſucht, und derſelbe als keinerlei gif— tige, der Geſundheit nachtheilige Subſtanzen ent⸗ haltend, befunden worden iſt, ſo empfehle ich mich hiermit einem geehrten Publikum, und erlaſſe dem⸗ ſelben die Maaß zu 6 kr., bei Abnahme von 10 Maaß zu 5 kr. und in der Ohm verhältnißmäßig billiger. Friedberg den 29. Auguſt 1838. Friedrich Chr. Sieck, vor dem ehemaligen Mainzerthore. Preiskegelſchieben. (1005) Nächſten Montag den 3. September, Nachmittags, findet bei mir das Ausſtechen der Hauptpreiſe des von mir veranſtalteten zweiten Preiskegelſchiebens, welches für 145 fl. baare Ge⸗ winnſte enthält, ſtatt, wozu ich ergebenſt einlade. Hochmühle bei Windecken d. 30. Aug. 1838. Peter Menger. Anzeige fur Maurer zur Taunus⸗Eiſenbaßbn. (1006) An den Arbeiten der Taunus⸗Eiſenbahn zu Hoͤchſt(bei Frankfurt) koͤnnen Maurer Beſchaͤftigung finden; der Tagelohn der Maurer iſt 52 und 54 Kreuzer; es laͤßt ſich aber bei Arbeiten im Accord leicht das Doppelte verdienen, und ſtellt ſich die Lebensweiſe ſehr billig. Literariſche Anzeige. Das Reueſte uͤber Bienenzucht!! (1007) Seit dem 1. Juli d. F. erſcheint in der Joh. Palm“ ſchen Verlags buchhandlung in Landshut ein Monatsblatt e 7„ fuͤr die geſammte Bienenzucht, g herausgegeben a in Verbindung mit mehreren Bienenfreunden von Anton Vitzthum, Schullehrer in Moosburg in Oberbayern. 5 Von dieſem praktiſchen und unverkennbar nützlichen auf ein vortreffliches Syſtem gegründeten Blatte erſcheint jeden Monat eine Lieferung von 1— 1% Druckbogen, hie und da mit ſchön lithographirten Abbildungen.— Der ganze Jahr⸗ gang von 12 ſolchen Monatslieferungen koſtet nur 3 fl. 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Gedruckt und verlegt unter Verantwortlichkeit von Car! Binder nagel in Friedberg. „daß er denſelben mit hellblauem oder auch andernm Geſa nigfaltig gen wir, digen G Herzen Herrn ihm zu Wer dieſes au Ein dern Hi Die Efolterl Staden, redeten denſelbe Schulju wählten Herrn J zum Ei tage fa Lehrer Auf Uhr, v gelleidet der Kir Häute de dieses d wurden