Intelligenzblatt 1— SN 8 8 . die He für die rovinz(Deerhessen Kirn im Allgemeinen, den Kreis Friedberg und die angrenzenden Bezirke im Beſonderen. rg: 5 r: Tr:... are, MN 39. Sonnabend, den 30. September 1837. e Amtlicher Theil. 18, Sagt. . 1 Der großherzoglich heſſiſche Kreisrath des Kreiſes Friedberg 9 an ſämmtliche großh. Bürgermeiſter des Kreiſes. erg un. Oct. 1837 Betreffend: Die Beſtimmung der Inferenden⸗ und Einzugsgelder für Neueinziehende. — Bußbach. Das großh. heſſ. Miniſterium des Innern und der Juſtiz hat die ſeitherigen Beſtimmungen über die „„ Größe des einzubringenden Vermögens und den Betrag der an die Gemeinde zu zahlenden Einzugsgelder . dei ortsbürgerlichen Aufnahmen, nach Art. 46— 50 der Gemeindeordnung einer Reviſion unterworfen und, unter Aufhebung jener ſeitherigen Beſtimmungen, durch Ausſchreiben vom 30ſten Auguſt d. J. Folgendes % verfügt: ell. I. Das zur Aufnahme erforderliche eigenthüͤmliche ſchuldenfreie Vermögen(Inferendum) ſoll deſtehen: 575 A. für Inländer 5 1) in den Gemeinden bis zu 1500 Seelen in fl. 200; 2 77 77 77„ 3000 7.„ 400; 3 77 77 77 8 5000 77„ 6003 65 un n, e über 0„ 800; 1 5) in den Städten Darmſtadt mit Beſſungen, Gießen, Mainz, Offenbach und Worms in fl. 1000. B. für Ausländer a) verheirathete— das Doppelte, b) ledige— ein Halb mehr des unter A 1, 2, 3, 4 und 5 Beſtimmten. Dabei ſollen folgende weitere Beſtimmungen zur Anwendung kommen: a) den durch Verheirathung einziehenden Frauensperſonen liegt die Verbindlichkeit zur Vermögens⸗ einbringung nicht ob; b) das Vermoͤgen des Mannes und der Frau, reſp. des Bräutigams und der Braut, ſoll zum 141 Behuf der Herſtellung des Inferendums zuſammengerechnet werden durfen; c) bei dem Inferendum kommt nur dasjenige Vermögen in Anſchlag, was der um die Aufnahme 27 0e eigenthümlich und ſchuldenfrei wirklich beſitzt, nicht alſo dasjenige, was er etwa . zu hoffen hat; 1 d) von dem Mobilarvermögen kommen Hausgeräthe, Kleider und Leibweißzeug, bei Berechnung des Inferendums nicht in Anſchlag. 1 II. Die Gemeinden ſollen zur Erhebung eines Einzugsgeldes von Einziehenden, welche das Orts buͤrger⸗ d. K. 9. recht durch Aufnahme erhalten haben, nach folgenden Beſtimmungen berechtigt ſeyn: 1) dieſes Einzugsgeld ſoll beſtehen: „„ in In ,n den a) in den Gemeinden ſter Klaſſe(S. Nro. I.) in fl. 5, n — FEI Are . 8 262 4 b) in den Gemeinden 2ter Klaſſe(S. Nro. I.) in fl. 10, c) 70 77 Zter 77 7 d) 77 7 Ater„ 77 8 77 77 5ter„ 7 B. für Ausländer in dem Doppelten des unter A. Beſtimmten. 2) Frauensperſonen, welche durch Verheirathung an Ortsbürger einziehen, haben die Hälfte des 7 77 15, 7 71 20, 7 1 25, unter I. beſtimmten Einzugsgeldes zu entrichten. a 3) Kinder, welche mit ihren Eltern einziehen, haben keinerlei Einzugsgeld zu erlegen. III. Diejenigen Gemeinden, welche dem durch ortsbürgerliche Aufnahme Einziehenden Gemeinden⸗Nutzungen, entweder durch Ueberlaſſung des Nießbrauchs an ihrem nutzbaren Eigenthum(z. B. Gemeindeweiden, Allmendtheile ꝛc.) oder durch Austheilung deſſen Ertrags(3. B. Loosholz, Streulaub, Graslooſe ꝛc.) darbieten, ſollen auch noch, neben dem unter II. beſtimmten Einzugsgeld, zur Erhebung eines beſon⸗ deren Einzugsgeldes von ſolchen Einziehenden unter nachfolgenden Beſtimmungen berechtigt ſeyn: 19 Dieſes beſondere Einzugsgeld ſoll in dem dreifachen Werth der jahrlich einem Ortsbürger zu— kommenden Gemeinde⸗Nutzung, wenn der Einzieher in deren Genuß wirklich eintritt, nach Ab⸗ zug der etwa darauf ruhenden Laſten, beſtehen; i.. 2) da, wo die Gemeinde-Nutzungen unſtändig oder veränderlich ſind, iſt nach einem zehnjährigen Durchſchnitt die einem Ortsbürger jährlich zukommende a 3) der Einzieher kann ſich von der Entrichtung des beſonderen Einzugsgeldes befreien, Nutzung und deren Werth zu berechnen; wenn er drei Jahre hindurch auf den Genuß der Gemeinde-Nutzung zum Vortheil der Gemeindekaſſe verzichtet.— Sie werden dieſe Beſtimmungen in den Gemeinden gehoͤrig bekannt machen, und die Ortsvorſtände haben ſich in vorkommenden Fällen hiernach zu bemeſſen. Friedberg den 27. Sept. 1837. In Verhinderung des großh. heſſ. Kreisraths: Dr. Cameſasca. Etwas aus England. Stecknadelfabrik. In dem Thale von Rod⸗ borough, auf der Straße von Bath nach Cheltenham, in der Gegend von Stroud, kommt man bei den Mühlen von Light⸗Pool vorüber, einer großen Ma⸗ nufaktur von Stecknadeln, die aus einem Stück ge⸗ macht werden. Das Hauptgebäude hat ungefähr 100 Fuß Länge und enthält 5 Stockwerke, welche alle mit Maſchinen angefüllt ſind. Ein ſchönes le⸗ beudiges Waſſer, von 40 Pferdekraft, das ein großes Waſſerrad treibt, ſetzt das Ganze in Be⸗ wegung, und die Maſchinen verrichten fämmtliche Nadlerarbeiten mit wenigem Geräuſch oder An⸗ ſtrengung. Die ganze Nadel wird nämlich aus einem Stück Metall gemacht, und nicht oben der Kopf einzeln geſponnen und angeſetzt. Das dazu gebrauchte Metall iſt ſehr hart, und ſo ſind die Nadeln ſehr ſteif und elaſtiſch, fo wie die Spitzen ſehr ſcharf. Während durch eine Maſchine der Draht gezogen und in der gehörigen Länge abgeſchnitten wird, ſpitzt ein anderer Apparat, in derſelben Maſchine, die Nadel zu, ein dritter drückt den Kopf zuſammen, und giebt ihm die nöthige Form, und ein vierter bringt die Nadel ganz vollendet zum Vorſchein, worauf dieſe in den vorgerichteten Behälter fällt. Die Maſchine macht nicht weniger als 45 Nadeln in der Minute, und die ganze Manufaktur liefert die faſt unglaubliche Zahl von drei Millionen zwei⸗ mal hundert tauſend Nadeln täglich, oder mehr als 19 Mill. Nadeln in der Woche!— Vor Kurzem haben ſich die Beſitzer des Patents für dieſe Manufaktur(deren Maſchinen von Herrn Lemuel Wright erfunden worden ſind), die Herren Tayler und Comp., an den königl. geheimen Rath gewandt, um eine Verlängerung des Patents von demſelben zu erbitten. Bei dieſer Gelegenheit hat es ſich er⸗ geben, daß die Anlage der Fabrik eine ungeheure Summe gekoſtet, und daß viele Jahre vergangen ſind, ehe man das ganze Werk zu dem Zuſtande ſeiner gegenwärtigen Vollkommenheit gebracht hat. Die Lords des geheimen Raths, welche großes In— tereſſe an der Sache nahmen, hatten bei der Be⸗ rathung ein Modell der Maſchine vor ſich, das vor ihren Augen Nadeln verfertigte. Bei allem dem iſt das Patent nur auf anderweitige fünf Jahre ver⸗ längert worden.(EL. P. 3.) Bekanntmachungen von Behoͤrden. N Edictalladung. (865) Alle diejenigen, welche Forderungen an den Nachlaß des Peter Petri zu Vilbel zu machen haben, werden zum Zwecke der Richtigſtel— lung des Nachlaßbeſtandes aufgefordert, ſolche in dem Termin g den 14. November l. J., Vormittags 9 Uhr, ſogewiß dahier anzuzeigen und zu begründen, ſowie im Falle ſich ergebende Ueberſchuldung auf die als⸗ — 264 dann gemacht werdenden Vergleichs vorſchlaͤge ſich zu erklären, als ſonſt bei der Erledigung der Sache keine Rückſicht auf ihre Anſprüche genommen wer⸗ den wird. Großkarben den 11. September 1837. Gr. heſſ. Landgericht daſelbſt. Muhl. Holz ⸗Verſteigerung. (867) Montag den 2. Oct. ſoll in den freiherrl. von dlediſchen Waldungen dahier, das von den fruͤ⸗ heren Verſteigerungen ſtehen gebliebene Holz, ſowie ſen⸗ noch 3 Stecken Buchen⸗ und Eichen⸗Prügelholz, und circa 800 Backwellen friſchgemachtes Holz, öffentlich an den Meiſtbietenden verſteigert werden. Ziegenberg den 20. Sept. 1837. Kirchner. Edietalladung. (870) Der vormalige Stadtgerichtsadvokat Geck zu Wetzlar hat an Heinrich Geck zu Obermörlen ſchon vor mehreren Jahren folgende Grundſtücke: Gemarkung Obermörlen, Oberfeld: Flur. Ruthen. III.%,— 59 Auf der Speck, am Weingar⸗ — 3 tenweg an Georg Wagner. 8%a— 11, Auf dem Rod an Anton 8 Schweizer. 1%— 22,1 An den Holzwieſen, an Joh. Georg Scheibel v. Niedermörlen. 6% a— 23,6 Auf der Höhe, hinter der Höhe an Martin Schweizer. 8 8 Mittelfeld: 1 VI.%— 11. Stößt auf den rockenberger 4 Weg an Martin Schweizer. —— VII. /,— 22,5 Oberhalb dem Kieſel, an tach dat Anton Schweizer. — VIII. ½e— 15,5 Zwiſchen der Haimbach und 1 dem Haidenweg, an Martin dae 4 Schweitzer ſtoßend. 2 1am it 5%— 19,9 Am Ententrieb, an Anton — Schweizer. 1 Unterfeld: 4 X. ½— 28,9 In der großen Meerbach an 8 Johannes Sopp. orden. 2%— 13,1 Fängt am Riedweg an, an Caspar König, Vorſtadt. . 2%,— 18,2 In der langen Gewann an man m Martin Schweizer im Unterfeld. Jil zu XIII.%%— 8,8 Wieſe in den Klingelwieſen, zel⸗ a an Martin Schweizer. de iv%a— 6,5 Auf der Hochſtadt, an Georg Scheibel. kur 2%— 7 In den Steinwieſen an Franz Schlitz von Niedermörlen. %a— 10,6 In der Aitzenbach, an Mar⸗ tin Schweizer. III.%— 1 Oberfeld, im Ried, getheilt mit Louiſe König und Conſorten. v.%— 50,3 Daſelbſt auf der Haid am nieder⸗ mörler Trieb hinziehend, an i Louiſe König. XI.,— 16, Mittelhaid in der Both an Adam Stecher, XIII. /,— 9,3 Wieſe, zieht am aitzenbacher verkauft und will der in des Weg hin, an Johannes Sopp, erſteren Debit⸗Sache beſtellte Curator, Clemens Hepp zu Wetzlar, den er⸗ forderlichen Kaufbrief dermalen conſirmiren laſſen. Da derſelbe jedoch die erforderlichen Eigenthums⸗ urkunden nicht beizubringen vermag, ſo werden alle diejenigen, welche auf jene Immobilien Eigenthums⸗ rechte oder ſonſtige Anſprüche zu haben vermeinen, hierdurch aufgefordert, dieſelben ſo gewiß binnen 6 Wochen von heute an dahier geltend zu machen, als ſonſt die gerichtliche Beſtätigung des Kaufbriefs ertheilt wird. Friedberg den 9. Sept. 1837. 5 Großh. heſſ. Landgericht Hofmann. Brumhard. Aufforderung. (871) Forderungen an die verſtorbenen Wirth Philipp Lorey'ſchen Eheleute zu Steinbach ſind unter Vorlage der Originalſchuld oder ſonſtiger Be⸗ weisurkunden um ſo gewiſſer Dienſtag den 24. Oct., Vormittags um 9 Uhr, dahier anzuzeigen, als ſonſten bei der Vertheilung des Nachlaſſes der vorerwähnten Eheleute darauf keine Rückſicht genommen werden wird. Rödelheim den 14. Sept. 1837. Großh. heſſ. gräfl. ſolmſ. Landgericht Buff. Gläubiger ⸗ Aufforderung. (883) Nachdem die Kinder der im Jahre 1830 ver⸗ ſtorbenen Wilhelm Ohmeis Wittwe zu Ober⸗ erlen bach die Erklärung abgegeben, daß ſie die äl⸗ terliche Erbſchaft nur unter der Rechtswohlthat des In⸗ ventars antreten wollten, ſo werden alle diejenigen, welche Forderungen an den Nachlaß machen zu kön⸗ nen glauben, aufgefordert, ſolche um ſo gewiſſer Dienſtag den 31. October Vormittags 9 Uhr dahier anzuzeigen, als ſonſt auf ſie bei Abſchluß des In⸗ ventares und Erledigung dieſer Verlaſſenſchafts⸗ Sache keine Rückſicht genommen werden wird. Großkarben den 18. Sept. 1837. Großh. heſſiſches Landgericht daſelbſt. Muhl. Mobilien⸗Verſteigerung. (884) Dienſtag den 3. October d. J., von Mor⸗ gens 9 Uhr an, ſollen in der Behauſung der Hein⸗ rich Anton Buch Erben dahier, deſſen Mobilien in Betten, Weißzeug, Kleidungsſtücke und verſchie⸗ dene Holzgeräthe beſtehend, öſſentlich meiſtbietend 3 verſteigert werden, welches andurch zur offentlichen Kenntniß bringt 8 Niederrosbach den Y. Sept. 1837. N Deer großh. Bürgermeiſter „ Gläubiger Aufforderung. (885) ee e None rale deabſichtigt nach Berlin im Königreich Pre auszuwandern. Rechtsanſpruͤche an denſelben ſind binnen drei Monaten dahier bei großh. Landgericht Friedberg anzumelden, gegenfalls die Entlaſſungs⸗ uͤrkunde ertheilt werden wird. 12101 l Friedberg den 19. Auguſt 1837. 4 90 . 8 f größherzoglich heſſiche Kreisrath 1%% 1391 des Kreiſes Friedberg. In Verhinderung: Der großh. heſſ. Kreisſekretair A Dr. Ca meſasca. 5 Gläubiger⸗ Aufforderung. (886) Bette Strauß Wittwe von Oberer⸗ Jenbach beabſichtigt nach Homburg v. d. Höhe Landgrafſchaft Homburg auszuwandern. Rechtsan⸗ ſprüche an dieſelbe ſind binnen drei Monaten bei großh. heſſ. Landgericht zu Großkarben anzumel⸗ den, gegenfalls die Entlaſſungsurkunde ertheilt wer⸗ den wird. ae e a f Friedberg den 26. Auguſt 1837. Der großherzoglich heſſiſche Kreisrath des Keeiſes Friedberg. In Verhinderung. Der großh. heſſ. Kreisſekretair s Dr. Cameſasca. 13 Glänbiger⸗ Aufforderung. (887) Katharina Lenz von Steinbach beab⸗ ſichtigt nach Eckenheim im Kurfürſtenthum Heſſen auszuwandern. Rechtsanſprüche an dieſelbe ſind bei großh. Landgerichte Rödelheim binnen drei Monaten anzumelden, gegenfalls die Entlaſſungs⸗ urkunde ertheilt werden wird. Friedberg den 26. Auguſt 1837. Der großherzoglich heſſiſche Kreisrath des Kreiſes Friedberg In Verhinderung: Der großh. heſſ. Kreisſekretair f Dr. Cameſasca. Steinfuhren⸗, Planir⸗, Chauſſir⸗ und Pflaſter⸗Arbeits⸗Verſteigerung. (888) Montag den 2. October l. J., Vormit⸗ tags 10 Uhr, ſollen dahier und zwar an Ort und Stelle, folgerde Gemeinde⸗Arbeiten öffentlich an den Wenigſtnehmenden verſteigert werden, als: 10 Das Plauiren und Chauſſiren einer Ortsſtraße vn 69 Klafter. 2) 9½ Klafter Steine aus dem aſſenheimer Bruch in den hieſigen Ort zu fahren und aufzuſetzen. 3) 41 UKlafter Pflaſter⸗Arbeit zu fertigen und — 264 4) einen feuen Brunnen zu graben und aufzumauern Die Herren Bürgermeiſter werden erſucht, dieſes in ihren Gemeinden zur Kenntniß bringen zu laſſen. Niederwöllſtadt den 23. Sept 1837 Der großh. Bürgermeiſter e eee e e Bauſch. O bſt⸗-Verſteigerung. (889) Montag den 2. October l. J., des Mit⸗ tags 12 Uhr, ſoll das dies jährige Gemeinde- Obſt, beſtehend in Aepfeln und Birnen, an Ort und Stelle öffentlich an den Meiſtbietenden verſteigert werden. Dorheim am 27. Sept. 1837. 2 an ihne n 816 Der Bürgermeiſter 5 a% 1 261 Zerb. 1 Obligations⸗Verlooſung. 8 (890) Nachdem heute bei der Gemeinderaths⸗Ver⸗ ſammlung die laut dem Voranſchlag für 1837 zur Abzahlung beſtimmten 200 fl. Partial⸗Schuld⸗Ver⸗ ſchreibung durch das Loos gezogen und die Nr. 19 herausgekommen iſt, ſo wird ſolches mit dem Anfü⸗ gen bekannt gemacht, daß der Inhaber der vorge⸗ dachten Partial⸗Schuld⸗Verſchreibung den Betrag bis zum 1. Januar 1838, gegen Rückgabe derſelben, bei der hieſigen Gemeinde⸗Kaſſe in Empfang zu nehmen hat, indem von da an keine weitere Zinſen vergütet werden.. Büdesheim den 26. Sept. 1837. Der großh. heſſ. Bürgermeiſter 13471106 9975 ieſenbach. Pflaſter⸗Arbeit voranſchlagt zu 5 1 84 fl. 42 kr. (891) Montag den 2. October l. J., des Vor⸗ mittags 10 Uhr, ſoll zu Oſtheim auf dem Ge⸗ meinde⸗Hauſe 84,2[Klafter Pflaſter in der Kir⸗ chengaſſe zu fertigen, welches am 28. Juni d. J. Joh. Georg Klein von Nieder mörlen bei öffentlicher Verſteigerung in Accord genommen, ſich aber bis jetzt dahier nicht ſiſtirt hat, nach denſel⸗ ben in dem Termin zu eroͤffneten Bedingungen, auf deſſen Koſten, einer anderweitigen Verſteigerung ausgeſetzt werden. Oſtheim, den 26. Sept. 1837. Der großh. Bürgermeiſter a Ruppel. Mobilien-⸗Verſteigerung. (892) Freitag den 6. October d. J., von Mor⸗ gens 9 Uhr an, ſollen in der Behauſung der Ul⸗ rich Stengel J. Wittwe dahier, die zum Nach⸗ laß deſſen verlebten Ehemann(Ulrich Stengel J.) gehörige Mobilien in Bett, Weißzeug, etwas Klei⸗ dungsſtücken und Holzwerk nebſt einer Kuh beſtehend, unter den im Termin eröffnet merdenden Bedingun⸗ gen öffentlich meiſtbietend verſteigert werden. Niederrosbach den 27. Sept. 1837. a a Der großh. Bürgermeiſter F. Bullmann. 437 * 1 4 R (838) N hiermit an egen der 5 bitte un Zugleich Frankfurt w 5 4% 5 eiten hier,. Picunge n, ſſorgungen r ichtlichen heiten, All aller Art ſſiche Aufträs Frankfurt 0 894) E ber, wird heimer Kt berehrten Fr lude. Für Speisen, 6 eſetzte Mu Nauhei 2 Eine 895) n echt eine e Ne Expedi Ju 0 Procent r Fuſchlafr 07 f. npfang zu lere Zinſen 8 NN 9 . Vietualien-Ankauf in Butzbach. (893) Dienſtag den 10ten künftigen Monats, des Vormittags um 10 Uhr, ſoll auf dem Verwal⸗ ungs⸗ Bureau der II. Diviſion, Garderegiments Chevauxlegers, eine bedeutende Lieferung, beſte⸗— ſend in Kartoffeln, Bohnen, Erbſen und Linſen, in den Wenigſtverlangenden parthieweiſe verſteigert werden. Indem ich dieſes zur öffentlichen Kennt— niß bringe, erſuche ich zugleich die Herren Bürger— neiſter in den zunächſt gelegenen Kreiſen, dieſe Berſteigerung in den unterhabenden Gemeinden be— Annt machen zu laſſen. Butzbach den 27. Sept. 1837. In Auftrag: Der Quartiermeiſter von der II. Diviſion Cellarius. N Privat⸗ Bekanntmachungen. Reſtauration. (838) Meinen Freunden und Gönnern zeige ich hermit an, daß ich meine Wirthſchaft auf der Zeil gegen der Konſtablerwache über wieder eröffnet habe ind bitte um geneigten Zuſpruch. Zugleich mache ich meinen in der Umgegend von Fankfurt wohnenden Freunden die ergebene Anzeige, daß ich mit Vergnügen bereit bin, ihre Angelegen— hiten hier, z. B. in Einziehung von Erkun⸗ gungen, Kaufhändel, Vermiethungen, Be⸗ ſirgungen rechtlicher Anwaldſchaften in ge⸗ rchtlichen Geſchäften, Lotterie-Angelegen— heiten, Aufnahme von Geldern und Geſuche ler Art u. ſ. w. beſtens zu beſorgen. Schrift⸗ liche Aufträge erbitte ich mir frankirt. Frankfurt a. M. im September 1837. Friedrich Leiſering, Zeil, gegen der Konſtablerwache uber. Einladung, 94) Sonntag den 1. und Montag den 2. Oc⸗ toſer, wird auf dem hieſigen Teichhauſe das Nau— heimer Kirchweihfeſt gefeiert, wozu ich meine verehrten Freunde und Gönner hiermit höfſtichſt ein⸗ le. Für reingehaltene Weine, gut zubereitete Speiſen, beſonders vorzügliche Karpfen und gut beſetzte Muſik, werde ich beßtens beſorgt ſeyn. Nauheimer-Teichhaus am 26. Sept. 1837. Henkel. Eine Perfon von geſetztem Alter, 995) welche mit guten Zeugniſſen verſehen iſt, ucht eine Stelle als Haushälterin auf dem Lande. Die Expedition dieſes Blattes ſagt wer. In das Mathildenſtift (996) zu Friedberg können wieder Kapitalien zu 4 Procent verzinslich eingelegt werden. Einſchläfrige und zweiſchläfrige Bettladen 897) von Nußbaumen⸗Holz, ſind zu verkaufen ei Schreinermeiſter Häuſer. 2 N 2635— Waaren⸗ Empfehlung. (898) Unterzeichneter beehrt ſich hiermit an⸗ zuzeigen, daß ſein Lager mit einem vollſtaͤn— digen Aſſortiment niederlaͤnder und anderer Tuͤcher und Drap de Zephyr in den belieb— teſten Farben, ſo wie mit einer bedeutenden Auswahl feinem und ordinaͤrem Bieber zu Herrn⸗Oberroͤcken, Seidenzeuge in allen moͤgli⸗ chen Farben, ferner mit einer reichen Auswahl % breiten Tybets, modernen Winter-Weſten— zeuge ꝛc. ꝛc. verſehen iſt. Durch billige Ein— kaͤufe und große Auswahl iſt derſelbe im Stande allen Anſpruͤchen Genuͤge zu leiſten. Friedberg den 29. Septbr. 1837. Samuel Lindheimer jun. wohnhaft neben Herrn Bürgermeiſter Fritz. Auch habe ich weit unter den ſeitherigen Preiſen abzugeben: 7 breiten gewuͤrfelten Merino 26 kr. pr. Elle. % breiten ditto 13 kr. pr. Elle beßter Qualitaͤt. 2% breiter Mull 12 kr. pr. Elle. Samuel Lindheimer jun. Kalk⸗ und Backſteine-Verkauf. (899) Auf hieſiger Ziegelhütte wird künftigen Montag den 2. October Nachmittags karber Waſ— ſerkalk und alle andere Sorten gut ausgebrannten Kalk, ſowie gut ausgebrannte Backſteine, ausgehoben. E. Grünewald. Einweihung der Wilhelms⸗-Kirche zu Nauheim. (900) Sonntag den 1. October, als am jähr— lich wiederkehrenden Kirchweihfeſte, welches dieſes— mal durch die Einweihung der Wilhelmskirche eine beſondere Wichtigkeit erhält, iſt auf dem Rathhauſe und in meinem Hauſe gutbeſetzte Tanzmuſik, gute Speiſen und Getraͤnke anzutreffen. Ich lade alle Nauheimer, Dorheimer, Schwalheimer und Rödger dazu ein. Auch wer ſouſt noch mich mit ſeinem Beſuche beehren will, iſt willkommen und wird befriedigt mich verlaſſen. Nauheim den 28. Sept. 1837. Johannes Fritzel. Ein vollſtändiges Logis, (901) welches ſogleich bezogen werden kann, hat in der Burg zu vermiethen Brethauer, Schreinermeiſter. Ein 6jähriges Reitpferd, 1902) welches wegen ſeiner Größe auch zum Wa⸗ genpferd dienen kann, ſteht zu verkaufen. Ausgeber dieſes Blattes ſagt bei wem. Ein neu beſohlter Stiefel (903) iſt am 21. Sept. von Friedberg nach Frankfurt, von einem Reiſenden iu dem Fami⸗ — 266— Man wendet ſich deßhalb, ehe die Eirkulation lienwagen verloren worden. Der redliche Finder wird gebeten den Stiefel an einen der Familienwa⸗ gen abzugeben. Offenbacher (904) ſind zu haben bei Einen deulſchen Leſczirkel bin ich geſonnen von 1838 an ins Leben treten zu laſſen, und habe zu dieſem Zwecke unten angehängte Statuten entworfen. Wer nun geneigt ſeyn ſollte, Theil an dieſem Leſezirkel zu nehmen, den erſuche ich recht ſehr, mir ſolches ſo bald als möglich mitzutheilen, und zugleich dabei zu bemerken, ob er blos Bücher, oder blos Zeitſchriſten, oder Buͤcher und Zeitſchriften zu haben wünſcht, auch ob er nicht ein oder das andere Werk gerne in den Leſezirkel aufgenommen ſähe. Ich werde jedenfalls die ein— gehenden Wünſche ſo viel wie möglich berück— ſichtigen, und überhaupt dafür beſorgt ſeyn, daß keine ordinären Früchte der Literatur in den Leſe⸗ zirkel aufgenommen werden. Friedberg den 30. Sept. 1837. Carl Bindernagel. Statuten ⸗ Entwurf. 10 Man verpflichtet ſich fuͤr ein Jahr und kann im Laufe deſſelben das Abonnement nicht auf⸗ heben oder abgeben, auſſer bei einer unf re i⸗ willigen Aenderung des Wohnortes, in wel⸗ chem Falle der Austretende für das Semeſter bezahlt, in welchem der Austritt ſtattfindet. Es zahlt jeder Abonnent jahrlich fl. 5, näm⸗ lich 2 fl. 30 kr. Anfangs Januar und ebenſo⸗ viel Anfangs Juli. Die Bücher werden alle 14 Tage(Samſtags) durch einen Diener gebracht und geholt, weß⸗ halb die Abonnenten die Bücher für den Tag des Wechſels in Bereitſchaft zu halten, in Abweſenheitsfällen ſie im Hauſe zu laſſen haben, damit die Cirkulation nicht geſtort wird. Dies gilt fuͤr die Bewohner Friedbergs; für Auswärtige iſt nur noch zu bemerken, daß dieſelben bei mir die Bücher müſſen ab⸗ holen laſſen.— Die Abonnenten haben dem Diener für das Bringen der Bücher ein Neujahr von 12 kr. zu zahlen. Wer in die Bücher Bemerkungen ſchreibt, ſie befleckt oder verliert, bezahlt den Ladenpreis an den Unternehmer. Wenn die Cirkulation geendigt iſt, bleiben die Bücher ſechs Wochen weiter zur Verfügung der Abonnenten, auf daß jene, welche ein Werk noch einmal zu leſen wünſchen, es für dieſe Zeit zu ihrem Gebrauche nehmen mögen. Lichter Botſch. 29 30 4 5 60 7) Jener Abonnent, 8) Die Abonnenten erhalten ein Verzeichniß der 9) Auf jeder Mappe, worin Waizen: 8fl.- kr. Korn: 6 fl. 30 kr. Gerſte: Polizei-Taxe fuͤr die Staͤdte Friedberg und Butzbach vom 1. bis 8. October 1837. Fruͤchte⸗Preiſe zu Mainz, Walzen: zu Ende iſt, an den Unternehmer. nt, welcher ein Buch in üblen Zuſtande(zerriſſen, beſchmutzt u. dgl.) empfängt, zeigt dies ſogleich dem Diener an, und ſtellt damit er den Unternehmer dieſem das Buch zu, Wer dieſe Vorſicht davon in Kenntniß ſetzt. unterläßt, hat es nächſten Wechſel, wo das Buch bei ihm ge⸗ funden wird, Anſprüche an ihn geſchehen. Bücher, welche zirkuliren. a die Abonnenten die Bücher zugeſandt erhalten, wird ein Exemplar der Statuten befeſtigt, damit jeder ſeine Rechte und Verbindlichkeiten kennt. Früchte⸗Preiſe hier in Friedberg: 5 fl. 30 kr. Hafer: 3 fl.— kr. Erbſen:— fl.— kr. am 22. Sept.: 7 fl. 46 kr. Korn: 6 fl. 2 kr. Gerſte: 4fl. 57 kr. Hafer: 2 fl. 56 kr. Erbſen:— fl.— kr. : iedberg Butzbach. pfo Brod ⸗Preiſe. Need N 0 kr. pf. kr. pf. 2 Leib⸗Roggenbrod 5 3 5 45 4„„ 10 1 9112 171 0 Loth. Loth, Milchbrod IIA —[Waſſerweck 115% 1— Gemiſchtes(Tafel-) Brod 1 Fleiſch⸗Preiſe. 1 pf. pf. 1 Ochſenfleiſch 1112 1112 „ Küyfleiſch 9— 81— „ Rindfleiſch 1914— 81— 77 Kalbfleiſch 8 I 8— „ Schweinenlleiſch 124— 121— „ Hammellleiſch 814— 8— „ Wurſt von blos Schweinen 14— 13— „ Bratwurſt 15— 15— „ Schwartenmagen 16— 144— „Geräucherter Speck 22— 22— „Schinken 151— 144— „ Dorrfleiſch 16— 16— „ Schweinenſchmalz, ausgelaſſen 20— 20— * dito unausgelaſſen 20— 20— „Nierenfett 20 120— „ Hammelsfett 18— 16— J. V. des gr. heſſ. Kreisrath d. K. F. Dr. Came ſas ca. N (Mit einer literariſchen Beilage.) Gedruckt und verlegt unter Verantwortlichkeit von Carl Bindernagel in Friedberg. ſich zuzuſchreiben, wenn beim 2 del — N — Non rod, am Copallerde niß bring Fr. 2— Hei Der p Frau geri drei Tage die gewöh Kehle, II derung de Ire Nach Tagen vor Auf ihr ei