Intelligenzblatt für die a Außerſt Oberhes ben zuſpruch. 1 im Allgemeinen, hn. den Kreis Friedberg und die angrenzenden Bezirke im Beſonderen. April: 5 6 11 M17. Sonnabend, den 29. April 1837. April: Wegen des Chriſti⸗Himmelfahrts-Feſtes koͤnnen nur ſolche Inſerate in der naͤchſten Num— . 55 kt. mer d. Bl. eine ſichere Aufnahme finden, welche bis zum Zten Mai, Nachmittags 3 Uhr, in 2 meinen Haͤnden ſind. C. Bindernagel. erg und . Amtlicher Theil. Der großherzoglich heſſiſche Kreisrath des Kreiſes Friedberg 42 an die großherzoglichen Bürgermeiſter des Kreiſes. 2 Betreffend: Die mögliche Benachtheiligung der Geſundheit bei der Fabrikation des Eſſigs. Nachſtehende vom großherzogl. Medizinal⸗Colleg zu Darmſtadt entworfene Belehrung hinſicht— 10 lich des obigen Gegenſtandes werden Sie möglichſt in Ihren Gemeinden zu verbreiten ſuchen und nach Maaßgabe derſelben ſtrenge Aufſicht halten und in eintretenden Fällen verfahren. Verfälſchte ſchädliche Eſſige ſind ſogleich in Beſchlag zu nehmen, und wenn fremde Hauſirer oder Händler ſolche feil bieten dieſelben zu verhaften und hierher einzuliefern. In allen Fällen iſt ſofortige Anzeige bei mir zu machen. Friedberg am 26. April 1837. Küchler. „In vielen Oeconomien und Haushaltungen werden häufig ſauer gewordene oder abgeſtandene Weine und Biere, das abgefallene vorreife Obſt, das Läuterwaſſer bei der Brandweinbrennerei und an— dere hierher gehörende Stoffe zur Eſſigbereitung benutzt, ohne daß die Perſonen, die ſich damit beſchäf⸗ tigen, die zu dieſem Geſchäft nöthigen Kenntniſſe beſitzen. „Es geſchieht ferner, daß fremde Hauſirer unbefugterweiſe ſogenannte Eſſigrecepte, oder wohl gar Eſſigeſſenzen feil bieten, womit man ſich für wenige Kreuzer einen ſehr ſauer ſchmeckendeu Eſſig berei⸗ ten konne; endlich ſuchen betrügeriſche Fabrikanten ſchlechtem nnd ſchwachem Eſſig durch der Geſundheit 18 ſchädliche Zuſätze eine gewiſſe Haltbarkeit und Schärfe und ſomit ſcheinbar einen höheren Werth zu geben. „In den beiden erſten Fällen kann bei der beſten Abſicht keicht aus Unverſtand ein Fabricat er⸗ ſtattet wer⸗ zielt werden, welches bei dem täglichen Genuß der Geſundheit höchſt nachtheilig werden kann; in letzte⸗ 1 rem Falle wird der Conſument um Geld und Geſundheit gebracht. „ Brtb ge,„ Hogleich nun der oͤffentliche Betrieb der Eſſigfabrikation in neuerer Zeit ſich vervollkommnet hat, 5 ſo iſt noch bei den angeordneten außerordentlichen Viſitationen des vorigen Jahrs die Confiscation eines d Eſſiglagers wegen erwieſener Verunreinigung durch Kupfer(als Grünſpan) und Fälſchung durch ſchäd⸗ liche Pflanzenſtoffe nothwendig geworden. d. K. F-„Man findet ſich deshalb, in der Sorge fur das öffentliche Geſundheitswohl, veranlaßt, das Pu⸗ blicum nicht nur bei der Selbſtbereitung des Eſſigs, ſondern auch bei dem Einkauf auf Folgendes — gagaufmerkſam zu machen. 1 2 3 5 „Zur Erzielung eines guten Eſſigs iſt nur das Vorhandenſeyn einer Flüſſigkeit, welche die wei⸗ nige Gährung beſtanden hat und das Ausſetzen derſelben einer gewiſſen Wärme, unter Zutritt der Luft, mit Zuſatz von Eſſighefe, nöthig und wird die Stärke des gewonnenen Eſſigs durch die in einer ſolchen Flüſſigkeit enthaltene Menge von Weingeiſt oder Zuckerſtoff bedingt. „Jeder weitere fremdartige Zuſatz, um dem Efſſig mehr Säure und Schärfe zu geben, iſt unnöthig und beſteht in der Regel aus Subſtanzen, welche der Geſundheit nicht zuträglich ſind. „Die eigentliche Eſſiggahrung, oder das Sauerwerden der weinartigen, zu Eſſig beſtimmten Flüſ⸗ ſigkeit, geſchieht in größern Fabriken entweder im Sommer im Freien an der Sonne ausgeſetzten Orten, oder in beſonders gewärmten Räumen, den ſ. g. Eſſigſtuben. „Kleinere Fabrikanten und Oeconomen benutzen dagegen hierzu die Wärme der Küchen und ſelbſt der Wohnſtuben, welches letztere, wegen der bei der Gͤhrung entweichenden Kohlenſäure, einer, bei zu großer Anhäufung in geſchloſſenen Räumen, der Geſundheit, ja ſelbſt dem Leben, höchſt ſchädlichen Luft⸗ art, möglichſt vermieden werden ſollte. Da auf die letztere Art die zur ununterbrochenen Gährung noth⸗ wendige gleichförmige Temperatur nicht immer erreicht wird, ſo iſt man in der Regel genöthigt, um der zu Eſſig beſtimmten, vor Beendigung der Gährung erkalteten Flüſſigkeit, die dazu nöthige Wärme zu geben, einen Theil davon zu erhitzen, und dann der Geſammtmaſſe zuzumiſchen. „Dies geſchieht häufig entweder in leicht gebranntem Töpfergeſchirr, oder in einem ku⸗ pfernen Keſſel. Geſchieht erſteres, ſo wird der Eſſig das Blei der Glaſur auflöſen und ein höchſt ge⸗ fährliches Gift, den Bleizucker, bilden. Das Erhitzen des Eſſigs in kupfernen Gefäßen iſt nur dann ge⸗ fahrlos, wenn dieſelben rein und blank ſind, und der Eſſig vor dem Erkalten wieder herausge⸗ nommen wird, indem, wenn das Eine oder das Andere nicht Statt hat, Kupfer aufgeloößt und Grün⸗ ſpan gebildet wird. Daſſelbe geſchieht, wenn die Eſſigfäſſer mit meſſingenen Krahnen verſehen ſind, oder wenn das zu Eſſig verwendete Läuterwaſſer zu lange in der kupfernen Blaſe ſtehen geblieben iſt. „Ein blei- oder kupferhaltiger Eſſig hinterläßt im Munde einen eigenen, metalliſchen, andauernd zuſammenziehenden Geſchmack, und iſt zum Speiſegebrauch gänzlich zu verwerfen. „Ein guter reiner Eſſſg muß bei mehr oder weniger Färbung vollkommen klar und ohne allen Bodenſatz ſeyn, einen angenehm weinartig ſauren Geruch und Geſchmack beſitzen und nach dem Genuß weder ein Brennen an den Lippen und dem Gaumen zurücklaſſen, noch die Zähne merklich ſtumpf machen. „In erſterem Falle enthält er ſcharfe ſchädliche Stoffe, in dem andern einen Zuſatz von Mineralſäuren. „In beiden Fällen iſt es am rathſamſten, den verdächtigen Eſſig dem Apotheker zur genaueren Prüfung zu übergeben und nach Befund die Anzeige „Die auf dieſe Art verfälſchten Eſſige werde weshalb ſehr wohlfeile und dabei ſehr ſcharf und ſa Darmſtadt am 24. Februar 1837. benutzen iſt.“ der betreffenden Polizeibehörde zu machen. u in der Regel zu ſehr mäßigen Preiſen verkauft, uer ſchmeckende Waare mit beſonderer Vorſicht zu Großh. heſſiſches Medicinal-Colleg. Einiges über Bierbereitung. Das Bier iſt das geſündeſte und nahrhafteſte, beſonders dem Landmanne nicht genug zu empfeh⸗ lende, in neueren Zeiten aber leider durch Apfel⸗ wein und Brandwein beinahe verdrängte Getränk. Es wird bei uns bekanntlich in der Regel aus Gerſte bereitet; es giebt aber auch Waizen⸗„ Rog⸗ gen⸗, Mais, Tannen⸗ und Quecken⸗Bier. Am beſten nimmt man zum Malz junges und friſches Getraide, ſowie ſolches, welches auf magerem, leichtem oder kieſtigtem, nicht ftiſch gedüngtem Bo⸗ den gezogen wurde. f Das Trocknen des Malzes geſchieht entweder in freier Luft oder in einem Ofen, letzteres, um es mehrere Jahre aufheben zu konnen; das Luft⸗ malz giebt dem Bier mehr Güte, als das Darr⸗ malz und iſt deshalb vorzuziehen; zu ſehr gedürrtes Darrmalz giebt ein ungeſundes Bier. Das zum Malz“⸗Einmeiſchen nöthige Waſſer muß ein reines, leichtes, mit wenig erdigten oder ſalzigten Theilen vermiſchtes ſeyn und nie darf, wie es früher geſchah und noch jetzt von manchen Brauern geſchieht, ein ſchmutziges, dickes, beinahe ſchlammiges und faules Waſſer genommen werden, in⸗ dem dieſes ſehr nachtheilig für die Geſundheit wirkt; ſchwaches Eiſenwaſſer verbeſſert das Bier, und kann man ſolches haben, ſo ſollte man es allem anderen vorziehen. Ohne Hopfen würde das Bier ekelhaft ſuß werden, leicht verderben, verſauern und ſehr ſchwer verdaulich ſeyn; deshalb iſt er ein Hauptingredienz nülhelt/ vahmend guete d lung gelt lochen la Bei des Te ten Gr in albu ge unt Kraft u. die Hoe rung v truͤbes, zen vel D theils, oder e ober I für den Solbeh, derbeet dieſe e ſtänden genann Gewütz der Ge bereitet 6 iſt der berauſch ich ſie Biers lich; a Velbeſſe ſſt nich Gippe kngetrg bag 1 dne allen m Genuß 74 cen. verkauft orſicht zu eg. a N as Darr⸗ gedurrtes VPaſſer ten oder nie darf, manchen „ beinaſe erden, ll⸗ heit wirt; und fann n anderen elbaft ſüß er ſchwer 0 ngredienz ** 1 bei der Bierbereitung, und man muß ſtets darauf ſehen, daß nicht blos die flüchtigen, aromatiſchen Theile des Hopfens, ſondern auch zugleich etwas von ſeinem fixen, bitteren Weſen ſich dem Biere mittheilt, indem es ſonſt zu ſtark, den Kopf ein— nehmend und wenig dauerhaft wird. Zu dieſem Zwecke muß man den Hopfenſatz einige Minuten lang gelind ſieden, aber nicht mit völligem Wallen kochen laſſen. Bei'm Zuſetzen der Hefe, die zur Gährung des Trankes nöthig iſt, kommt Alles auf den rech— ten Grad der Wärme an; denn kommt die Hefe in allzu warme Würze, ſo geräth dieſe in zu hef— tige und ſchnelle Gährung, wodurch das Bier ſeine Kraft und ſeinen Geiſt verliert; kommt hingegen die Hefe in allzu kalte Wuͤrze, ſo daß die Gäh— rung nicht gehörig von Statten geht, ſo entſteht ein trübes, ekelhaft ſüßliches, Blähungen und Leibſchmer— zen verurſachendes, demnach ungeſundes Getränk. Das Bier wird auf vielfache Weiſe verfälſcht; theils, um es vor dem Sauerwerden zu bewahren, oder es berauſchender und brauſender zu machen, oder ihm ſeine trübe Beſchaffenheit zu nehmen; ſo für den erſten Zweck Zuſatz von Cardobenedicten, Salbey, Meliſſe, Enzian, Lorbeerblättern, Wachhol— derbeeren, Nelken, Muskatnuß u. ſ. w., allein alle dieſe Stoffe ſind oft, bei zuſammentreffenden Um⸗ ſtänden, nachtheilig und deshalb zu meiden. So— genanntes Krugbier, das in voller Gährung mit Gewürzen gemiſcht und in Krüge gefüllt wird, iſt der Geſundheit nachtheilig und ſollte deshalb nicht bereitet werden.— Strafwürdig und deshalb gänzlich zu meiden iſt der Zuſatz von Stoffen, die das Bier ſtark und berauſchend machen ſollen, und es iſt beſſer, wenn ich ſie hier gar nicht nenne. Aufklärung trüben Biers mit Eyweiß oder Hauſenblaſe iſt nicht ſchäd— lich; allein es wird ſchwach und weniger nahrhaft. Verbeſſerung ſaurer Biere durch Pottaſche u. dal. iſt nicht zu rathen, beſſer iſt es, neue Gährung hervorzubringen und das Bier dann auf neue Fäſ⸗ ſer zu füllen.— Wer's kann, der rechne es aus. Ein Pariſer Blatt hat ausgerechnet, daß die Grippe den Pariſer Aerzten 4½ Million—— eingetragen hat. Wieviel hat ſie mohl den Fried⸗ berger Aerzten eingetragen? Bekanntmachungen von Behörden. N Hofraithe⸗Verſteigerung. (298) Der hieſige Burger und Gaſtwirch, Herr Guſtav Gerlach und deſſen Ehefrau ſind Willens ihr nahe an der Kirche gelegenes Wohnhaus nebſt der dazu gehörigen Scheune, Hofraum und Stals lung, welche von dem Wohnhauſe durch die ſchmale ſogenannte Schnurgaſſe getrennt iſt, einer freiwilli⸗ gen Verſteigerung auf hieſigem Rathhaus auszuſe⸗ tzen, und wird Termin auf den 3ten Mai l. J. hierzu anberaumt, wobei bemerkt wird, daß bis zu dieſem Zeitpunkt auch ein Verkauf aus freier Hand mit den Eigenthümern abgeſchloſſen werden kann. Beſchreibung der Gebäude, wobei nur auf die bedeutendſten Theile Rückſicht genom— men worden. Das Haus hat in der Fronte 52 Fuß, in der Länge 118 Fuß; unter demſelben befinden ſich 3 gewölbte Keller, im Erdgeſchoß 4 heizbare Zimmer, Küche mit Spaarheerd und Bratofen, eine Kegel⸗ bahn von 90 Fuß Länge. Im zweiten Stock befin⸗ det ſich ein Saal von 58 Fuß Länge, 32 ½ Fuß Breite, ſowie zwei daran ſtoßende Zimmer in einer Linie und 2 ebenfalls mit letzteren verbundene Zim— mer, ſämmtlich heizbar, nebſt Küche. Die Eingangs erwähnte Scheuer, ꝛc. enthalten einen Flächenraum von Sämmtliche Gebäude befinden ſich in gutem Zu— ſtande. Bemerkt wird hierbei noch, daß das Caſ— ſino in dem erwähnten Lokale ſich befindet, daß in Friedberg kein größerer Saal vorhanden iſt, und daß das Ganze zu einer großen ausgedehnten Wirth⸗ ſchaft ſich vorzüglich eignet. Friedberg den 13ten April 1837. Der Bürgermeiſter D. Fritz. und Oekonomie-Gebäude-Ver⸗ ſteiger ung. (300) Montag den iſten Mai l. J., Vormittags 10 Uhr, wollen die Erben des dahier verſtorbenen Wirths, Philipp Lorey 11. ihr an der Haupt⸗ ſtraße von Homburg nach Höchſt am Main gelege⸗ nes zweiſtöckiges Wohn- und Wirthshaus nebſt Scheuer und Stallung, freiwillig auf dem Gemein— dehauſe an den Meiſtbietenden verſteigern laſſen. Darauf Reflektirende kamen die Gebäulichlei⸗ ten 5 Tag in Augenſchein nehmen. ö Indem man dieſes zur allgemein R ˖ bringt, erſucht man die 1 Burgen ue Verſteigerung gefälligſt bekannt werden zu laſſen Steinbach am 10. April 1837. g In Auftrag der Erben. Der großh. Bürgermeiſter Bechtel. Frucht ⸗ Verſteigerung (313) Auf den fürſtlichen Böden zu Wölfers⸗ Stallung 1896 U) Fuß. Haus ⸗ „ heim ſollen, Dienſtag den ten Mai, Vormittags 10 Uhr, 50 Achtel Waitzen, 200 Achtel Korn und 200 Achtel Gerſte, öffentlich verſteigert werden. Hungen am 13. April 1837. Der Rentmeiſter Kießling. Edertal la d u n g. (315) In dem oſtheimer Ortshypothekenbuche ſtehen noch folgende Hypothekeinträge offen: 10 150 fl. am Sten Februar 1803 von Conrad Mohr und Ehefrau zu Oſtheim bei dem Kugel— hausfonds zu Butzbach, ſodann 60 fl. von denſel⸗ ben am 20ſten Juni 1799 bei J. M. Kaiſer zu Butzbach entliehen, 2) 190 fl. den 18ten Juli 1772 bei Andreas Seipel zu Butzbach, als Mandatar des Fräuleins v. Grün,— 100 fl. den 15ten December 1774 bei Frau Amtmann Clotz modo dem Hoſpital Butzbach,— endlich 100 fl. den 25. Jan. 1790 bei dem Hoſpital Butzbach von Conrad Ludwig und Ehefrau zu Oſtheim aufgenommen, 3) 60 fl. den 15ten December 1760 bei Con⸗ rad Heſſen Wittwe zu Butzbach von Paulus Winter und Ehefrau Catharina in Oſtheim, 4) 100 fl. am 25ſten März 1809 von Paulus Winter und Frau Anna Margaretha zu Oſtheim bei Schultheiß Andreas Schneider da⸗ ſelbſt, endlich 5) 50 fl. am 10ten Auguſt 1764 bei einem un⸗ bekannten Gläubiger durch Paulus Winter und Frau Anna Katharina, ſodann Conrad Marx und Frau zu Oſtheim, entliehen. Da dieſe Kapitalien nach Angabe der Erben der Schuldner abgetragen ſeyn ſollen, die quittirten Schuldverſchreibungen aber zur Löſchung nicht vor—⸗ gelegt werden können, ſo werden auf der Erſteren Antrag Alle, welche auf die erwähnten Obligatio— nen und aus den in Rede ſtehenden Verpfändungen Anſprüche bilden zu können glauben, aufgefordert, ſolche ſo gewiß binnen ſechs Wochen hier geltend zu machen, als ſonſt die gedachten Schuldurkunden für mortificirt erklärt und die Einträge in den Hy— pothekenbüchern gelöſcht werden ſollen. Friedberg den 18ten März 1837. Großherzogl. heſſ. Landgericht. Hofmann. K*„ 1 3 Verſreug ee 1 1g (325) Montag den 1ſten Mai, Morgens 9 Uhr, ſollen in den freiherrlich von Diediſchen Waldun⸗ gen dahier 5 19 circa 100 Stecken Scheidholz verſchiedener 2)„ 20,000 Wellen Qualität öffentlich an die Meiſtbietenden verkauft werden. Ziegenberg den 17ten April 1837. Kirchner. Bekanntmachung.. (318) Da der ledige Daniel Michel dahier wegen Verſchwendung unter Curatel des Johan⸗ nes Herold junjor hieſelbſt geſtellt worden iſt, ſo wird dies unter dem Anhang bekannt gemacht, daß gedachter Michel guͤltige Rechtsgeſchäfte ohne Einwilligung ſeines Curators nicht abſchließen kann, namentlich jeder, der ihm etwas borgen ſollte, ſich ſelbſt den Verluſt ſeiner Forderung zuzuſchreiben haben wurde. Friedberg den 13ten April 1837. Großh. heſſiſches Landgericht daſelbſt. Hofmann. Hofraithe⸗Verſteigerung. (321) Mittwoch den 3. Mai l. J., Vormittags um 11 Uhr, wollen die Erben des verlebten Co n⸗ rad Strauß im hieſigen Rathhauſe ihre Hof⸗ raithe auf der breiten Straße an Hrn. Chriſtoph Oberländer gelegen, und 1 Viertel 5 Ruthen Gar⸗ ten in den Grabengärten an Heinrich Weckers Wwe. gelegen, öffentlich meiſtbietend Erbtheilungshalber verſteigern laſſen. Friedberg den 19ten April 1837. In Auftrag: Der Bürgermeiſter D. Fritz. Frucht-Verſteigerung. (342) Mittwoch den 24ſten Mai d. J, Morgens 10 Uhr, werden 16 Malter Waizen 101 Korn 90„ Gerſte, und 74„ Hafer aus 1836 r Erndte unter den bekannten Bedingun⸗ gen auf dem hieſigen Rathhaus meiſtbietend ver⸗ ſteigert. Reichelsheim am 24ſten April 1837. Herzogl. naſſauiſche Receptur Hehner. Bekanntmachung. (343) Die Dorheimer Braunkohlen- Abnehmer werden benachrichtigt, daß wegen der erhöhten Ma⸗ terialien-Ankaufspreiſen der Preis der Braunkoh- len⸗Klötze für nächſten Sommer bis auf weitere Beſtimmung zu 12 kr. pro Centner fortbeſtehen ſoll. Sobald wieder trockene Klötze da ſeyn werden, wird alsbald weitere Veröffentlichung erfolgen. Dorbeitger-Bergwerk den 14ten April 1837. i Der grohß. heſſ. Bergverwalter Storch. Edi ceta kla dun g. (344). i f Hypothekenbuch eutlieh die Anna Maria Mi⸗ chel von Steinbach unter'm 22. September 1814 von Ludwig Merle zu Homburg gegen Verunter⸗ pfändung mehrerer Güterſtücke ein Kapital von 40 fl. Dieſe Hypothek ſoll längſt abgetragen, die Schuldurkunde aber verloren gegangen ſeyn. Nach einem Eintrag im landgerichtlichen⸗ 6 (345 10 Uhr 600 Kl. nach O del.— erſucht/ machen! Nied (346) abſichti. Rechte naten! zunelbe werden Frie (347) laß des Marle frau C zur Ei Inpent lei ber ligt wer dabier g Dor (348) um 91 ſung san bietend der Sta der Char bunweg, lungen, ben in 8 ermittagz en Con⸗ hre Hof, Ghriſtoph Neceptur Abnehmer ten Ma⸗ raunkoh⸗ weitere ehen ſoll. werden, gen. 837. erwaltir richllichen Ri⸗ ber 1814 Berunter⸗ tal von igen, die f. r Auf Antrag der Erben der inzwiſchen verſtor— benen A. M. Michel werden alle diejenigen, welche aus irgend einem Grunde Rechtsanſprüche aus dieſer Hypothek ableiten, aufgefordert, ſolche um ſo gewiſſer binnen 4 Wochen dahier anzuzeigen, als ſonſten nach Ablauf dieſer Friſt die Hypothek amor— tiſirt und im Hypothekenbuch gelöſcht werden wird. Rödelheim den 19ten April 1837. Großh. heſſ. graͤfl. ſolmſ. Landgericht Buff. Gräbenarbeit-Verſteigerung. (345) Dienſtag den 2ten Mai l. J., Vormittags 10 Uhr, ſollen auf dem Rathhauſe dahier ungefähr 600 Klafter lange Weggräben an dem Nicinalwege nach Obererlenbach wenigſtnehmend verſteigert wer⸗ den.— Die Herren Bürgermeiſter werden gefälligſt erſucht, dieſes in ihren Gemeinden gehörig bekannt machen zu laſſen. Niedereſchbach am 21ſten April 1837. Der großh. heſſ. Bürgermeiſter. Fahz. Gläubiger- Aufforderung. (346) Heinrich Rahn Zr von Altenſtadt be⸗ abſichtigt mit Familie nach Amerika auszuwandern. Rechtsanſprüche an denſelben ſind binnen drei Mo— naten bei großherzogl. Landgericht Großkarben an— zumelden, gegenfalls die Entlaffungsurkunde ertheilt werden wird. Friedberg den 10ten April 1837. Der großherzoglich heſſiſche Kreisrath des Kreiſes Friedberg Küchler. Public an dum. (347) Alle die, welche Anſprüche an den Nach⸗ laß des dahier verſtorbenen Ortsbürgers Philipp Marloff und deſſen gleichfalls verſtorbenen Ehe— frau Chriſtine, geb. Faber, haben, haben ſolche zur Eintragung in das über dieſen aufzuſtellende Inventar, unter der Verwarnung, daß ſonſt dieſe bei der Feſtſtellung des Vermögens nicht berückſich— tigt werden, den 24ſten Mai, Morgens 9 Uhr, dahier gehörig begründet anzuzeigen. Dorheim am 25. April 1837. Kurfuͤrſtliches Juſtizamt Halberſtadt. Verpachtung. (348) Montag den 1ſten Mai l. J., Morgens um 9 Uhr, ſollen in hieſigem Rathhauſe die Begra— ſung ſämmtlicher ſtädtiſcher Allmeyen öffentlich meiſt— bietend auf dieſes Jahr verpachtet werden, als: der Stadthof, das Judenbegrabniß, der Raum an der Chauſſee vor der Warth bis gegen den Schrei⸗ berweg, der Stadtſchreibereigraben in 7 Abthei⸗ lungen, der ungemeſſene Mühlgraben, der Seegra— ben in 8 Abtheilungen, der große und kleine Wild⸗ kautsgraben, der Weg vom Holzpförtchen mit allen Nebengäßchen, der Ringgraben, der Weg von der Barbaragaſſe bis an's Faubacher Thor, der Aller— weg mit dem kleinen Schützenrain in 3 Abtheilun— gen, die alte und neue Bleiche, der Weg an der Barbaragaſſe mit 3 Nebengäßchen und dem Mühl— graben, die Langgaß mit den Nebengäßchen, 1 Stück am Wehr der Hockenmühle, 37 Ruthen an der Uſa neben H. Salzmann und der Uſa, ein Stück zwi⸗ ſchen den Uſabrücken, die Begraſung des Schützen— wegs, des ſtumpfen Grabens, des dicken Rains, des Lachenwegs und ſonſtige Feldwege, ein Stück von Frik's bis an Lochmann's Garten, ein Stück daneben bis an den Fahrweg, der Bleichberg am viereckigen Weiher, der Weg an den Ellern bis an die Gärten, die Schanze an der Burg. Friedberg am 21ſten April 1837. Der Bürgermeiſter D. Fritz. Gläubiger-Aufforderung. (349) Peter Georg Wittich von Heldenber⸗ gen beabſichtigt nach Rothenburg auszuwandern. Rechtsanſprüche an denſelben ſind binnen drei Mo— naten bei großherzogl. Landgericht Großkarben anzumelden, gegenfalls die Entlaſſungsurkunde er— theilt werden wird. Friedberg den 26ſten März 1837. Der großherzoglich heſſiſche Kreisrath des Kreiſes Friedberg. Küchler. Frucht ⸗Verſteigerung. (350) Montag den iſten Mai, des Morgens um 10 Uhr, werden in dem hieſigen freiherrlichen Garten-Haus von dem hieſigen freiherrlichen Spei— cher abermals nachſtehende Früchte, als: 20 Malter Waizen 150„ Korn 100 Gerſte und 100„ Hafer von der 1836 r Erndte unter denen bei der Verſtei— gerung bekannt gemacht werdenden Bedingungen an den Meiſtbietenden verkauft werden, welches andurch bekannt macht. Ockſtadt am 28ſten April 1837. Die hochfreiherrlich von Franckenſteiniſche Rentei hieſelbſten. Be kran nt machung. (351) Forderungen an den nur in circa 37 fl. beſtehenden Nachlaß des Chriſtian Zahn zu Butzbach ſind binnen 4 Wochen hier geltend zu machen, gegenfalls jener Nachlaß den Erben, die die Erbſchaft ausgeſchlagen, gegen Beſtreituug dere Beerdigungskoſten überlafſen werden wird.. Friedberg, den 24ſten April 1837. Gr. heſſ. Landgericht daſelbſt. Hofmann. 4 Hafer⸗Verſteigerung. (352) Mittwoch den Zten Mai, Vormittags 10 Uhr, ſollen in der Behauſung des Gaſtwirths Stein dahier 80 bis 90 Malter Hafer an den Meiſtbie⸗ tenden verſteigert werden. Beienheim den 21ſten April 1837. Der großh. heſſ. Bürgermeiſter Fink. Mehrere Capitalien (353) liegen in dem evang. Kirchen⸗ und Schul⸗ Fond zu Holzhauſen, Kr. Friedberg, zum Aus⸗ leihen bereit. Für den evang. Kirchen- u. Schulvorſtand daſ. Zimmermann, Pfarrvicar zu Rodheim. Korn ſt rah gie fer u n g. (354) Die Lieferung von 4½ Fuder Kornſtroh wird den ten Mai d. J., Vormittags um 10 Uhr, auf dem Verwaltungs- Bureau des 2ten Bataill. Aten Infanterie-Regiments in Accord gegeben. Friedberg den 26. April 1837. In Auftrag: Gölz, Oberquartirmeiſter. Ein eiſerner Hemmſchuh (355) iſt bei Dorheim gefunden worden. Der Eigenthümer kann ſich bei mir melden. Dorheim den 27. April 1837. 5 Der Bürgermeiſter Zerb. Arbeits ⸗Verſteigerung. (356) Dienſtag den 16ten Mai l. J, Nachmit⸗ tags 2 Uhr, ſollen zu Oberros bach mehrere un⸗ ten genannte Arbeiten an die Wenigſtnehmenden verſteigert werden. 1. Mau rerar beit. a) Die Fertigung eines neuen Canals zu der Waſ⸗ ſerleitung, veranſchlagt zu 56 fl. 16 kr. 2. Pfla fete rate it. a) Planiren einer Ortsſtraße, era zu 7 fl. 30 kr. p) Die Pflaſterung derſelben 122„ 27„ 6) Das Liefern der Steine 80 57„ d) Das Liefern des Kieſes 40„ 32„ 3. Kiefer ar bie ik. a) Eine neue Braubütte zu fertigen voranſchlagt zu 50 fl. 4E Seil Lrarbeit. a) Ein neues Glockenſeil zu fertigen, veranſchlagt zu 7 fl 30 kr. Die Herren Bürgermeiſter wergen erſucht, die— ſes in ihren Gemeinden gefaͤlligſt bekannt machen zu laſſen. Oberrosbach am N. April 1837. Der grhzgl. Buͤrgermeiſter Lämmer. Bauarbeit⸗Verſteigerung. (357) Dienſtag den 2ten Mai, Vormittags 10% Uhr, ſollen die an den Pfarrgebäuden zu Münſter nöthigen Reparatur-Arbeiten auf dem Rathhauſe zu Fauerbach Jan die Wenigſtnehmenden in Accord gegeben werden. 10 Die Maurerarbeit iſt veranſchlagt zu fl 18kr. 2) Zimmerarbeit ee e, 3) Schreinerarbeit 123% 4„ 4) Schloſſerarbeit 22 18„ 5) Glaſerarbeit 37„ 20„ 6) Weisbinderarbeit 42% 49„ Friedberg den 27. April 1837. Der großh. Kreisbaumeiſter Holzapfel. Verſteigerung von Schreinerarbeit. (358) Dienſtag den Aten Mai, Vormitags 10 Uhr, ſoll die Anfertigung der nöthigen Subſellien n dem Schulſaale zu Fauerbach I, veranſchlagt zu 70 fl. 30 kr., auf dem dortigen Nathhauſe an die Wenigſtnehmenden verſteigert werden. Friedberg den 27. April 1837. 5 Der großh. Kreisbaumriſtee Holzapfel. Privat-⸗Bekanntmachungen. Verſteigerung einer Hofraithe. (259) Freitag den 19ten Mai d. J., des Nach⸗ mittags 2 Uhr, ſoll dahier die erſt vor 10 Jahren von meinem verſtorbenen Gatten, dem großh. Re⸗ vierförſter Groß, ganz neu erbaute Wohnung mit Nebengebäuden, Hofraum und Gärten, öffentlich und meiſtbietend, unter den alsdann bekannt gemacht werdenden annehmlichen Bedingungen in meinem Hauſe verſteigert werden. Das Wohnhaus, ſehr freundlich an der Chauſſee zwiſchen Frankfurt und Kaſſel, in der Nähe der gewerbfleißigen Stadt Butzbach und unweit Gießen und Wetzlar gelegen, iſt 55 Fuß lang, 40 Fuß breit, 2ſtöckig, jeder Stock 11 Fuß hoch; es ent⸗ hält einen unter dem ganzen Haus hinziehenden Keller; im unteren Stock zwei große Wohn⸗ und ein Nebenzimmer, eine Küche mit Speiſekammer;? im Aten Stock ebenfalls 2 große Stuben mit 2 Nebenzimmern, ſodann eine kleinere Stube und Kammer; endlich einen doppelten Speicher. Au⸗ ßerdem iſt ein Pferdeſtall für 3 Pferde mit Heu⸗ boden, ein Stall für zwei Stück Rindvieh, eine Chaiſen⸗ und Holz-Remiſe, zwei Schweinſtälle u. ſ. w., ſo wie ein neu gegrabener Brunnen dabei befindlich. Der Hofraum und die daran ſtoßenden Gärten enthalten ohngefähr 300 Klafter Darmſtaͤd⸗ ter Maaßes. f Pohlgöns bei Butzbach, den 28. März 1837. Caroline Groß. Mobilien-Verſteigerung. (336) Montag den 1. Mai d. J., Vormittags 8 Uhr, ſollen in der Behauſung des Johannes Müh⸗ bin, n Thibele, Jacolets Jule ö haltene Zahlun; Commol Geräth⸗ und Wa platten! z Faute und in ein Mu Bellſtel von Rol zernen 12 Miſtt chengeſc irdenes ſtändige Porphyn bretter, an die daumriſtee ung mit ed ut gemacht meinem Chauſſee Nähe der it Gießen 40 Fuß ; ts ent⸗ nziehenden ohn⸗ und ormittags nes Müh⸗ e ling dahier verſchiedene Mobiliargegenſtände, na— mentlich Schränke, Kiſten, Bettladen, Faſſer, Wa⸗ gen⸗, Karren- und Steigleitern, eine Stroh- und Schnitz⸗Bank, ein Kartoffel-Pflug, ein Schiebkarren, Pfeedegeſchirr, Ketten, ein Hemmſchuh von Eiſen u. ſ. w., ſowie eine Quantität Kertoffeln, gegen gleich baare Zahlung einer Verſteigerung ausgeſetzt werden. Friedberg den 18ten April 1837. Vermöge Auftrags: Nau. Louis Mann in Friedberg. (302) Allen meinen geehrten Freunden und Gön⸗ nern mache ich die ſchuldige Anzeige, daß ich in den ſchon bekannten Artikeln auf's Beſte verſehen bin, nämlich mit engl. Hoſen⸗ und Weſtenzeugen, Thibets, Merinos,/ und J, breiten Kattunen, Jaconets, gedruckten Zeugen, Bettbarchent und Zwilge, baumwollenen Bett- und Kleiderzeugen, ſeidenen, halbſeidenen, wollenen und baumwollenen Shwälchen, alle in den neueſten Muſtern und äch⸗ ten Farben, ſowie mit noch vielen anderen hier ein— ſchlagenden Gegenſtände, und bitte deshalb um ge— neigten Zuſpruch. Verſteigerung von Mobilien, Küchenge— räthſchaften, Porcellain, Glas- waaren c. ꝛc. (359) Mittwoch den 10ten Mai d. J., Vor⸗ mittags um 10 Uhr, ſollen in dem Herrſchaftshauſe zu Engelthal, nachfolgende im beſten Stande ge— haltene Meublen meiſtbietend gegen gleich baare Zahlung verſteigert werden, als: 2 Secretaire, 8 Commoden und Trümeau-Schränke, 12 Kleider-, Geräth⸗ und andere Schränke, 24 Eß⸗, Spiel⸗ und Waſchtiſche, 2 Toiletten-Tiſche mit Marmor- platten und Spiegel, 10 Nachttiſche, 4 Canapés, 8 Fauteuils, 4 Taburets, 9 Dutzend gepolſterte und in Rohr geflochtene Stühle, ein Pianoforte, ein Muſikſchrank, 3 Fußſchemel, 1 Ofeuſchirm, 20 Bettſtellen, 18 vollſtändige Betten mit Matratzen von Roßhaaren, 13 Spiegel mit goldnen und höl— zernen Rahmen, verſchiedene Stallgeräthſchaften, 12 Miſtbeetfenſter nebſt Kaſten, Gartenſtühle, Bänke, Tiſche ꝛc. ꝛc.; ferner Donnerstag den 1iten Mai allerhand Kü⸗ chengeſchirr von Kupfer und Eiſen, Blechwaaren, irdenes Geräth, eine Badewanne von Blech, voll— ſtändige Service von Porcellain und Steingut, 3 Porphyrvaſen, Cryſtall- und Glaswaaren, Thee— bretter, Leuchter ꝛc. ꝛc. Regelmaͤßige Fahrt zwiſchen Darm— ſtadt und Frankfurt a. M. 360) Das„ſilberne Roß“ faͤhrt jeden Tag von Darmſtadt nach Frankfurt und wie⸗ der zuruͤck. Die Abfahrt iſt in Darmſtadt bei Herrn Kaufmann Jordis, praͤcis 6 Uhr Vor⸗ mittags und die Ankunft in Frankfurt gegen 9 Uhr. In Frankfurt iſt die Abfahrt im Gaſt⸗ hof zum Landsberg praͤcis 5% Uhr Abends und die Ankunft in Darmſtadt gegen 9 Uhr. Billets fuͤr 48 kr. à Perſon(wobei 30 Pfd. Gepaͤck frei gegeben ſind, das Uebergewicht wird mit einem halben Kreuzer pro Pfd. bezahlt) ſind in Darmſtadt bei Herrn Kaufmann Jo r— dis und in Frankfurt im Gaſthof zum Landsberg zu haben. Darmſtadt den 24ſten April 1837. Eine rothe Shwal (361) mit Palmen durchwirkt wird vermißt; wer darüber Auskunft geben kann, erhält eine ange— meſſene Belohnung. Ausgeber dieſes ſagt von wem. Einladung. (362) Sonntag den 30ſten April iſt auf dem Nauheimer Teichhauſe gutbeſetzte Tanz⸗ Musik anzutreffen, wozu ſeine verehrten Gönner ergebenſt einladet Henkel. Lehrling wird geſucht. (363) Ein hieſiger Bäckermeiſter ſucht einen jnn⸗ gen, wohlerzogenen Menſchen in die Lehre. Bei der Expedition dieſes Blattes das Nähere. Geſchäfts⸗ Fortführung. (364) An alle Freunde und Gönner meines kürz⸗ lich ſo ſchnell verſtorbenen Mannes, des Schuhma⸗ chermeiſters Georg Göring, ſtelle ich die ergebene Bitte, das demſelben geſchenkte Wohlwollen mir und meinen vier unerzogenen Kindern nicht zu entziehen. Da ich das Geſchaͤft meines ſeligen Mannes fort⸗ betreiben und beſorgt ſeyn werde, ſtets tüchtige Geſellen in meiner Werkſtatte zu haben, ſo hege ich die Hoffnung, keinen der Kunden meines ſeligen Mannes zu verlieren. Friedberg den 22ſten April 1837. G. Göring's Wittwe. Oeffentliche Nachricht. (363) Der früher für den Kreis Friedberg und in letzter Zeit für den Kreis Vöhl patentiſirt ge— weſene großherzogl. Kreisgeometer Koch bringt hie— mit zur öffentlichen Kenntniß, daß er unter'm 20. d. M. ſein früheres Patent als Geometer für den Kreis Friedberg von höchſter Staatsbehörde wieder erhalten hat. Friedberg den 25ſten April 1837. Geſchäfts⸗ Eröffnung. (366) Einem geehrten hieſigen und benachbarter Publikum mache ich hierdurch die ergebene Anzeige,, „„ daß ich mich als Spengler dahier etablirt habe und verſpreche alle, in dieſes mein Geſchäft einſchla—⸗ gende Arbeiten gut und billig zu verfertigen. Meine Bitte iſt deshalb um geneigten Zuſpruch. Friedberg im April 1837. Wilhelm Reuß, Spenglermeiſter, wohnhaft auf der breiten Straße in Nr. 63, der Landgerichts-Wohnung gegenüber. (367) Den Jahrgang 1834 vom Pfennigma⸗ gazin wünſcht Jemand zu kaufen. Ein vollſtändiges Logis, 7 1555 beſtehend in 4 heizbaren Zimmern, Ne⸗ enkabinet und Keller kann in meinem Hauſe An— fangs Juli d. J. bezogen werden. a Burg⸗Friedberg Joh. Eiſener. Oeffentliche Nachricht. (369) Nach Uebergang der hülfsgeſellſchaftlichen Sparkaſſe an das Mathildenſtift haben noch nach⸗ ſtehende Schein-Inhaber ihre Sparkaſſen-Büchlein bei mir in Empfang zu nehmen, widrigenfalls ſolche gerichtlich deponirt werden ſollen. Friedberg den 20ſten April 1837. G. C. Morell. Nr. 250. Schieri'ſche Curatel zu Friedberg. 253. Maria Dey zu Gießen. „254. Eliſabeth Achenbach zu Gießen. „255. Karl Valentin zu Friedberg. „ 246. Gertrude Hochwald zu Niedermoͤrlen. Ein lediger Schäfer (370) kann eine Stelle in der Nähe von Fried⸗ berg bekommen. Ausgeber dieſes ſagt wo. Erziehung und Unterricht. (285) In der Privatlehranſtalt des Unterzeich— neten koͤnnen vom 1. Juni d. J. an noch 3—4 Zoͤglinge aufgenommen werden. Beienheim den 5. April 1837. F. Hoffmann, Pfr. Literariſche Anzeige. Bei C. Binder nagel in Friedberg iſt zu haben: Der heſſiſche Rechtsfreund. Ein gemeinnützi⸗ ges Handbuch zur Kunde des Rechts und der Ver— waltung im Großherzogthum Heſſen. Herausge— geben von Philipp Bopp. Gebunden 4 fl. 48 kr. Bibliothek klaſſiſcher Schriftſteller Nord— amerika's. Erſter Band. James Paulding's amerikauiſche Romane. Erſter Theil. 36 kr. Karte der weſtlichen Hälfte des römiſchen Reichs. Mit beigefügten Namen der neuen Geographie 2 von Lautenſchläger. 36 kr. —— der öſtlichen Hälfte 36 kr. Homburg und ſeine Heilquellen. Von Dr. E. C. Trapp. Mit einer Anſicht v. Homburg, einer Karte d. Umgegend u. dem Plane d. Saline. 1 fl. 30 kr. Ueberſicht aller gemeinnützigen Kenntniſſe, als all⸗ gemein brauchbarer Elementar-Leitfaden zum gu— ten Lehren, leichten Lernen und lebenslangen Be— halten derſelben. Von Dr. Läncher. 24 kr. Handbuch der Botanik nach den natürlichen Pflanzenſtufen, Pflanzenkreiſen und Familien mit einer einleitenden Aufzählung ſämmtlicher Ge— ſchlechter nach Linné's Syſtem von J. B. Wil⸗ brand, Profeſſor ꝛc. ꝛc. 5 fl. 24 kr. Ueber Geiſtlichen-Vereine. von J. B. Spieß. Fruͤchte⸗Preiſe hier in Friedberg: Walzen: 7fl. 50 kr. Korn: 5 fl.45 kr. Gerſte: 4fl. 40 kr. Hafer: 3 fl.— kr. Erbſen:— fl.— kr. Fruͤchte⸗Preiſe zu Mainz, am 21. April: Waizen:7 fl. 47 kr. Korn: 6 fl. 2 kr. Gerſte: 4 fl. 57 kr. Hafer: 3 fl. 40 kr. a 42 kr. Polizei⸗Taxe fur die Staͤdte Friedberg und Butzbach vom 30. April bis 7. Mai 1837. pfd Loth. Brod-Preiſe.. Ein— Leib⸗Roggenbrod 2 1 Zwei!— 2 1 4 2 Vier—„ 7 9— — 5 Milchbrod 1— — 67 WMWaſſerweck 1 — 7½ Gemiſchtes(Tafel-) Brod 1— Fleiſch-Preiſe. Ein—[ Ochſenfleiſch 9 „— Kühfleiſch 8— „— Rindfleiſch 8— 77 88 Kalbfleiſch 5 5 5 „ 8 Schweinenfleiſch 11 1— Hammelfleiſch. 8— „— Wurſt von blos Schweinen 12— 7— Bratwurſt 11 7— Schwartenmagen 16— „— Geräucherter Speck 20— 6— Schinken 14— 15— Dörrfleiſch 16— 0— Schweinenſchmalz, ausgelaſſen 20— 2— dito unausgelaſſen 18— 1— Nierenfett 20— 1— Hammelsfett 18— Bemerkungen. 1) Mehrfach geäußertem Wunſche gemäß iſt es geſtattet wor⸗ den, auch Ipfündige Leibe Brod zu backen. 0 2) Dagegen ſoll auf das gemiſchte resp. Tafelbrod die Be⸗ ſtimmung, daß nur 1, 2⸗ und Zpfündige Leibe Brod ge⸗ backen werden dürfen, keine Anwendung finden.. 3) Bei dem Milchbrod, Waſſerweck und gemiſchtem Brod wird, wenn daſſelbe ſcharf ausgebacken iſt,/ Loth gut gethan. Der gr. heſſ. Kreisrath d. K. F. Küchler. Gedruckt und verlegt unter Verantwortlichkeit von Carl Binder nagel in Friedberg. Ein Gutachten an die 9. genommel, gepgen wit A. den Conde dn ind haber uns dahi 0 ſulatte chtigen 6 5 1