— Intelligenzblatt ars und Gen e d ſteundliß ö f e i. 2 rovinz berhes sen a im Allgemeinen, fedberg: den Kreis Friedberg und die angrenzenden Bezirke im Beſonderen. Nerße: 5.4—— a . kr. 10 34. Sonnabend, den 26. Auguſt 1837. 4. Auguſt z a g r Friedberg, den 20. Auguſt 1837. Mitgliedern das Wort und ſprach mit Wärme das F In dieſem Blatte iſt ſchon einige Mal des Sing⸗ gute Vorhaben Aller aus. Folgende Stelle dieſer c a zereins gedacht worden, welchen eine Anzahl hieſiger e Fürger und Bürgersſöhne gegründet haben. Es riedberg uvrurde dabei bemerkt, daß dieſer Verein die Veredlung luguſt 1837, bes Kirchengeſanges vorzüglich im Auge hat, zugleich e ber den Aufſchwung des religiöſen und ſittlichen Tublas ehens unter ſeinen Mitgliedern als eine gleich— wichtige Aufgabe verfolgt. Iſt ein ſolches Streben N m und für ſich ſchon der hoͤchſten Achtung würdig, 84 4 arf es um deßwillen bei allen Gutgeſinnten auf a ne freundliche Anerkennung zählen; ſo gereicht es len Bewohnern Friedbergs gewiß zu beſonderer Freude, wenn ihnen geſagt werden kann:„dieſer Zerein beſteht nunmehr bereits zwei volle Jahre in Hrer Mitte und iſt fortwährend im Wachsthume be⸗ „ riffen.“ Bei ſeiner Gründung zählte nämlich der 4 Singverein 27 Mitglieder, während gegenwärtig 46 5 Derſonen daran Theil nehmen. A. Am geſtrigen Tage feierte die Geſellſchaft den weiten Jahrestag ihrer Gründung. Gegenſeitiges 6 Zertrauen, innige Liebe hoben den fröhlichen Muth er ganzen Verſammlung, deren Feſt durch die An⸗ 10 weſenheit ihres verehrten Lehrers, des Herrn Rektor 1 Müller, beſonders verherrlicht wurde. Das Lokal var mit einem bedeutungsvollen Transparente ge⸗ cchmackvoll verziert und auch die Deutung der Feier wurde nicht vermißt. Um das Ziel des Singvereins von neuem lebhaft in's Auge zu faſſen und prüfend auf die durchlaufene — Bahn zurück zu blicken, ob und in wie fern man 9 dieſem Ziele näher gekommen, ergriff Eins von den — E Aenne 1 3 eisrath d. K e ſasta. Anrede möge zum Belege des Geſagten dienen. Nachdem auf die Schwierigkeiten hingedeutet wor⸗ den, um im Geſange Fortſchritte zu machen und nachdem die Güte und Nachſicht des Herrn Rektor Müller, welcher ſich dem Unterrichte im Geſange mit der größten Uneigennützigkeit unterzieht, gebüh⸗ rende Anerkennung gefunden, heißt es in der er⸗ wähnten Rede: „Beruͤckſichtigen wir dieſen ausgezeichneten Unter⸗ richt, beachten wir die trefflichen Männer, um welche unſre Vaterſtadt durch die neueren Verhält⸗ niſſe reicher geworden iſt, und die, im Vereine mit den ſchon früher hier von uns verehrten Männern, mit ſo viel Begeiſterung das religiöbſe Leben zu fördern und zu heben ſuchen, ſo muß es uns klar werden, daß es blos an uns liegt, wenn wir unſer Ziel nicht erreichen!— Dieſe Ueber⸗ zeugung und das Bewußtſeyn, einer Stadt anzu⸗ gehören, welche ſich ſo vieler Vorzüge vor den meiſten Städten unſeres Vaterlandes zu erfreuen hat, die ſo viele Muſteranſtalten in ſich ſchließt von welchen aus der Unterricht und die religiöſe Bildung unſerer Landsleute gefördert werden ſoll,— dieß Alles muß uns anfeuern, den Zweck unſeres Vereines feſt ins Auge zu faſſen und dahin zu wirken, daß unſere Vater⸗ ſtadt eine Muſtergemeinde werde, die den Beweiß liefert, daß da, wo Religioſität und Sittlich⸗ keit,—„wo das Chriſtenthum mit ſeiner hei⸗ ligenden Kraft das Leben durchdringt, die An⸗ gelegenheiten der Erde eine himmliſche Weihe em⸗ — 222 pfangen und alle menſchlichen Verhältniſſe einen hoͤ⸗ heren und beſeligenderen Geiſt athmen.““)) Glaubt nur daran, daß es möglich ſey, eine ſolche Muſter⸗ gemeinde zu bilden; bedenkt, daß es ſogar unſere Pflicht iſt darnach zu ſtreben:„denn wer da weiß Gutes zu thun und thuts nicht, dem iſt's Sünde.“ Wer aber den Weg nicht kennt, den wir zu gehen haben, oder wer an dem Erfolge zweifelt, der be— ſuche nur den Gottesdienſt fleißig: dort wird uns von den geachteten Männern, die ich vorhin erwähnte, der Weg angegeben, der dahin führt.“ „Was muß ſich nun nach dieſer Zuſammenſtellung uns anders aufdrängen, als der Vorſatz:„wir wol- len mit Sorgfalt den Unterricht unſers ver⸗ ehrten Lehrers benutzen, wir wollen flei— ßige Beſucher des Gottesdienſtes werden und was daſelbſt gelehrt wird in uns auf- nehmen und darnach thun.“— „Damit nun jeder Einzelne beweiſe, daß er dieſe Vorſätze gefaßt hat, ſo wollen wir gemeinſchaftlich laut und feſt ausrufen: wir wollen!“— Dieſes:„Wir wollen!“ erſcholl wie aus Einem Munde durch die Verſammlung und ſchlägt ſicher noch in dieſer Mittheilung entzückend an das Ohr aller Derjenigen, welche unerſchütterlich den Glauben bewahren, daß das Gute unter den Men⸗ ſchen überall einen freudigen Aufſchwung nimmt, wo man nur die rechte Würdigung deſſelben einmal her⸗ vor zu rufen vermag.— Welcher ſchönen Zukunft ſieht Friedberg entgegen, wenn ſeine Bürger ſo würdigen Beſtrebungen mit brüderlicher Herzlichkeit ſich weihen, und wenn die Beharrlichkeit im erkannten Guten, welche der Sing⸗ verein bewährt, zum allgemein anerkannten Merk⸗ male wird, woran man den ächten Friedberger er⸗ kennt! *) Worte des Herrn Prälaten Dr. Köhler aus deſſen Rede bei Eröffnung des hieſigen evangeliſchen Prediger⸗ Seminars. Das Brod. (Beſchluß.) Iſt nun, nach der Zugabe von Salz, der Teig durch kunſtgerechtes Kneten durch und durch gleich⸗ artig geworden, und ſind alle Theile durch Zerdrücken und Verarbeiten gehörig und feſt miteinander ver⸗ bunden, ſo daß er zähe iſt und nicht mehr an die Hände klebt, ſo muß er eine zeitlang in Ruhe ge⸗ laſſen werden, damit er allmählig in die Höhe geht, dann, abgetheilt, bis zu ſeinem völligen Aufgehen ſtehen bleiben und auf kunſtgerechte Art in den Back⸗ ofen gebracht werden, damit das Feuer oder vielmehr die Hitze die Verfeinerung des Teigs und ſeine gänz⸗ liche Verwandlung in Brod bewirke, wobei nun Alles auf den gehörigen Grad der Hitze und die Zeit, wie lange das Brod im Ofen bleibt, abhängig iſt. Bei uns wird nun das Brod gewöhnlich aus Roggen—⸗ und Gerſtenmehl bereitet, aber man kann es auch von Mais, Hafer, Hirſe, Waizen und Buchwaizen verfertigen, und in Zeiten der Noth werden Wicken, Bohnen, Eicheln, Kaſtanien, Buchekern, Kartoffeln, Graswurzel u. dergl. m. zum Brodbacken benutzt, welche Stoffe aber ein weit weniger nahrhaftes und geſundes Brod liefern als Roggen, Waizen, Gerſte ꝛc. In manchen Gegenden und bei großer Theuerung wird mit Kleien, Spelzen und den ſonſtigen Abgängen beim Mahlen Brod bereitet, welches aber ſchwer verdaulich und wenig nahrhaft iſt, ſowie in Lappland und andern nördlichen Gegenden die fein zerriebene, weiße, zu⸗ nächſt am Holze ſitzende Tannen⸗ oder Fichtenrinde zu Brod benutzt wird. Das ſ. g. Mergelbrod, welches aus einer eigenen Erdart bereitet wird, iſt ſehr nachthei⸗ lig für die Geſundheit und ganz zu meiden. Auf den Suͤdſeeinſeln wächſt der ſ. g. Brodbaum, deſſen Frucht den Bewohnern dieſer Gegend eine gute, nahr⸗ hafte unſer Brod erſetzende Koſt liefert. Das Mehl und ſomit auch das Brod wird durch betrügeriſche Menſchen nicht ſelten mit mancherlei für die Geſundheit nachtheiligen Subſtanzen ver⸗ miſcht, ſo z. B. mit Gyps, Kreide, gelöſchtem Kalk, Knochenmehl, Alaun, Bleiweiß, Wismuth u. ſ. w. Da aber alle dieſe Dinge der Geſundheit mehr oder weniger nachtheilig ſind und nicht ſelten lebens⸗ gefährliche Folgen verurſachen, ſo dürfen ſie nie und unter keiner Bedingung zugemiſcht werden und bei Verdacht iſt die Entdeckung nicht ſchwer; ſo zeigt ſich z. B. der Kalk durch Aufbrauſen bei dem Zu⸗ thun von Eſſig; der Gyps wird entdeckt, wenn man ein mildes Oel mit dem verdächtigen Mehl zwiſchen Daumen und Zeigefinger nimmt und ein mörtel⸗ artiger Ueberzug ſich anſetzt; Alaun loͤſet ſich im Waſſer auf und man kann ihn durch Verdunſten des Waſſers in feſten Maſſen erhalten; Blei zeigt ſich f ſurben, 5 noch amen luptobe L. Wei, 1 ung Noobbentübd ii part vagel in duem Ol ind Bleiweiß Gartens gehe geſtiegenen hatten es vel Etwas Alt ö Der Kön Stunden vol und war ger daneben die erſtlich ſtehen nicht gut nch ſchmeckt auch Mille fein ge That. Außerde beſten Gedan dachte, auf e. die Räder ſchi Herrn Nach Uſellten das R. mal das Klaf Monigs. Def Geld wie Lal Mühle nicht. hong wußte, Ven Müller zu zu ihm, daß v ffonnen. Eine für mein Sch. och haltet J König erwiede fiel Geld habt aufen könn Der Müller e duch Ir nicht Mahle abkaufe er Kung that n, 2 rirtel⸗ ſch im ien des zeigt ſich 88 nach Anwendung der in den Apotheken vorräthigen Weinprobe u. ſ. w. Wie man in jeder Hinſicht vorſichtig bei der Brodbereitung ſeyn ſoll, beweiſ't unter andern ein in Paris vorgekommener Fall, wo mehrere Perſonen ſtarben, nachdem ſie Brod gegeſſen hatten, welches in einem Ofen gebacken, der durch mit Gyps und Bleiweiß weiß angeſtrichenes Geplänke eines Gartens geheitzt worden war. Hier waren die auf geſtiegenen Bleidaͤmpfe in das Brod gedrungen und gatten es vergiftet.— Stwas Altes, für Manchen aber viel⸗ leicht dennoch neu. Der König Friedrich von Preußen hatte acht Stunden von Berlin freilich ein ſchönes Luſtſchloß, ind war gerne darin, wenn nur nicht ganz nahe daneben die unruhige Muͤhle geweſen wäre. Denn ſtlich ſtehen ein königliches Schloß und eine Mühle ncht gut neben einander, obgleich das Weißbrod ſchmeckt auch in dem Schloß nicht übel, wenn's die Mühle fein gemahlen und der Ofen wohl gebacken kit. Außerdem aber, wenn der König in ſeinen bſten Gedanken war, und nicht an den Nachbar kuchte, auf einmal ließ der Müller das Waſſer in de Räder ſchießen und dachte auch nicht an den lerrn Nachbar, und die Gedanken des Königs ſellten das Raͤderwerk der Mühle nicht, aber mauch⸗ gal das Klapperwerk der Räder die Gedanken des Konigs. Der geneigte Leſer ſagt:„Ein König hat eld wie Laub, warum kauft er dem Nachbar die Fühle nicht ab, und läßt ſie niederreißen?“ Der Aonig wußte, warum. Denn eines Tages ließ er den Müller zu ſich rufen.„Ihr begreift, ſagte er u ihm, daß wir zwei nicht neben einander beſtehen lernen. Einer muß weichen. Was gebt Ihr mir für mein Schlößlein?“— Der Müller ſagte:„Wie buch haltet Ihr es, königlicher Herr Nachbar.“ Der Knig erwiederte ihm:„Wunderlicher Menſch, ſo vl Geld habt Ihr nicht, daß Ihr mir mein Schloß alkaufen könnt. Wie hoch haltet ihr eure Mühle 2, Dir Müller erwiederte:„Gnädigſter Herr, ſo habt arch Ihr nicht ſo viel Geld, daß Ihr mir meine Mähle abkaufen könnt. Sie iſt mir nicht feil.“ Dir König that zwar ein Gebot, auch das zweit und dritte, aber der Nachbar blieb bei ſeiner Rede: „Sie iſt mir nicht feil.“„Wie ich darin geboren bin,“ ſagte er,„ſo will ich darin ſterben, und wie ſie mir von meinen Vatern erhalten worden iſt, ſo ſollen ſie meine Nachkommen von mir erhalten, und auf ihr den Segen ihrer Vorfahren ererben.“ Da nahm der König eine ernſthaftere Sprache an:„Wißt Ihr auch, guter Mann, daß ich gar nicht noͤthig habe, viel Worte zu machen? Ich laſſe Eure Mühle taxiren, und breche ſie ab. Nehmt alsdann das Geld, oder nehmt es nicht!“ Da lächelte der un⸗ erſchrockene Mann, der Muͤller, und erwiederte dem Koͤnig:„Gut geſagt, allergnädigſter Herr, wenn nur das Hofgericht in Berlin nicht wäre.“ Nemlich, daß er es wolle auf einen richterlichen Ausſpruch ankommen laſſen. Der König war ein gerechter Herr und konnte uͤberaus gnädig ſeyn, alſo daß ihm die Herzhaftigkeit und Freimüthigkeit einer Rede nicht mißfällig war, ſondern wohl geſiel. Denn er ließ von dieſer Zeit an den Müller unangefochten, und unterhielt fortwährend mit ihm eine friedliche Nach⸗ barſchaft. Der geneigte Leſer aber darf ſchon ein wenig Reſpect haben vor einem ſolchen Nachbar und noch mehr vor einem ſolchen Herrn Nachbar. (Rh. Hofrd.) Bekanntmachungen von Behoͤrden. N Arbeits ⸗Verſteigerung. (769) Mittwoch den 30. d. M., Nachmittags um zwei Uhr, ſollen mehrere erforderliche Baureparatur⸗ arbeiten an dem hieſigen Pfarrgebäude, als: 1 Maurerarbeit, veranſchlagt zu 5 2 5 10 2) Schreinerarbeit 77 1 30 Glaſerarbeit 5— unter den im Termin eröffnet werbenden Bedin⸗ gungen an die Wenigſtfordernden in Accord gegeben werden. Die Herren gr. Buͤrgermeiſter der umliegenden Orte werden um gefällige Bekanntmachung dieſes andurch dienſtergebenſt erſucht. Niederrosbach den 23. Auguſt 1837. Für den Kirchenvorſtand: Der großh. heſſ. Bürgermeiſter F. Bullmann. Grummetgras⸗Verſteigerung. (770) Das diesjährige Grummetgras von circa 90¼ Morgen freih. von löw'ſchen Wieſen in der hieſigen Gemarkung ſoll Montag den W. d. M. P — . ſogleich nach abgehaltener Verſteigerung des hieſigen Gemeinde ⸗Grummet⸗Graſes, meiſtbietend verkauft werden. a 8 Florſtadtl, den 21. Auguſt 1837. Der freih. von löw'ſche Rentmeiſter Muͤller. Gras⸗Verſteigerung. (771) Künftigen Montag den 28. d. M., Vor⸗ mittags präcis 8 Uhr, ſoll das Gemeinde⸗Gras von circa 200 Morgen Wieſen auf dem Gemeindehaus dahier verſteigert werden. 5 Florſtadt den 23. Auguſt 1837. Der großh. Bürgermeiſter Goͤtz. 5 Gras⸗Verſteigerung. f (772) Montag den 28. d. M., Vormittags um 8 Uhr, ſoll das hieſige Gemeinde-Grummet⸗Gras von 120 Morgen auf hieſigem Rathhauſe meiſt⸗ bietend verſteigert werden. ö Die Herren Bürgermeiſter werden erſucht, dieſes in ihren Gemeinden gehörig zu veröffentlichen. Bönſtadt den 22. Auguſt 1837. Der großherzgl. Bürgermeiſter Geibel. Gras-Verſteigerung. (773) Das diesjährige Grummetgras von nach⸗ bemerkten Wieſen wird in angemeſſenen Abtheikungen verſteigert werden: n i 1) von der ungefähr 300 Morgen haltenden fis⸗ caliſchen ſ. g. Markwieſe bei Bauernheim Dienſtag den 5. Sept. 1837, Mittags um 12 Uhr, in der Behauſung des Herrn Gaſthalters Höres zu Bauernheim; 2) von der ungefähr 70 Morgen großen fiscaliſchen ſ. g. Burgwaldwieſe bei Okarben Mittwoch den 6. Sept. 1837, Mittags um 12 Uhr, an dem Mineralbrunnen bei Okarben. Friedberg den 22. Auguſt 1837. 5 Der gr. heſſ. Rentamtmann Buß. Bekanntmachung. (774) Montag den 28. Auguſt d. J., Vormittags um 10 Uhr, werden im hieſigen Salzamtslocal 20 bis 25 Centner altes Pfannenblech an den Meiſt⸗ bietenden verkauft, welches den dazu Luſttragenden hierdurch zur Nachricht dient. Nauheim am 18. Auguſt 1837. i Kuruͤrſtliches Salzamt. Wille. Meinhard. Weiß. 300 Gulden (775) liegen in der dorheimer Knappſchaftskaſſe zum Ausleihen bereit. 5 Friedberg den 21. Auguſt 1837, Ries. Der großh. Bergreutmeiſter(781) Freitag den 8. Sept. d. J., Morgens um Hutter. — 234— Arbeits ⸗Verſteigerung. (776) Dienſtag den 29. Auguſt, Vormittags 11 Uhr, ſoll zu Steinbach die Planirarbeit einer Strecke Weges nach Niederhöckſtadt an den Wenigſtnehmen⸗ den unter den vor der Verſteigerung bekannt zu machenden Bedingungen öffentlich verſteigert werden, und iſt die Zuſammenkunft auf der Banſtelle, nächſt der Niederhoͤckſtädter Grenze. 1 Steinbach den 21. Auguſt 1887. Der großh. Buͤrgermeiſter a Bechtel. Schneiderlehrling. (777) Der von der Gemeinde Rockenberg unter⸗ ſtützt und verpflegt wordene 15 Jahr alte Andreas Guckelsberger wünſcht die Schneiderprofeſſion unter der Bedingung zu erlernen, daß er ſtatt des Lehr⸗ geldes 3—4 Jahre lernen wolle. 942 ö Luſttragende Meiſter, welche denſelben in die Lehre nehmen wollen, belieben ſich in frankirten Brie⸗ fen an mich zu wenden, worauf ihnen das Weitere mitgetheilt werden wird. 5 5 Rockenberg den 20. Auguſt 1837. ne en n er groß. Buͤrgermeiſter güte ai Die tz. g 2 1 Privat⸗ Bekanntmachungen. Fa mi(i een; Wi de n (778)— unterzeichneter macht einem geehrten Publikum hierdurch die Anzeige, daß er einſtweilen die Fahrt nach Gießen einſtellt und dafür jeden Tag, mit Ausnahme des Sonntags, nach Frank⸗ furt fährt. die Perſon. Paquete werden gegen. geringe Vergü⸗ tung beßtens beforgt. Beſtellungen nimmt auch der Hr. Gaſtwirth Schmidt neben der Landgerichts⸗ Wohnung gerne entgegen. 120124* 8 ä Friedberg im Auguſt 18317 i 9 98 Heinrich Waas. Ein vollſtändiges Logis, (779) hat zu vermiethen Wittwe Formhalz. Der Preis bleibt, wie früher, 30 kr. Ein 7820 woe 1 vermiethen 1783) die Ein- als auch at zu verfau 2 18500 Wund Taſchentuch,! Habe bei Ausg Be 786) Alle! ſittwe des 6 ſadt haben, er Hsbald zum leichen. Friedberg 10 Oekonomie⸗Geräthſchaften⸗BVerſteigerun g.(787) Circa! (780) Donnerſtag den 31. d. M., Morgens um 10 Uhr, ſollen in der Wohnung des Unterzeichneten folgende Gegenſtände aus dem Nachlaß des Georg Bickes von Niedereſchbach verſteigert werden: 1) ein vollſtändiger Kühkarren, 2 eine neue eiſerne Egge, 3) ein vollſtändiger Pflug und 155 4) mehrere Oekonomiegeräthſchaften. Niedereſchbach den 22. Auguſt 1837. M% i Heinrich Bickes. VPVerſteigerungs anzeige. 19 N 10 Uhr, ſollen in der hieſigen Brauerei: hein ſind im erkaufen. Ein weißer ss) da im Friedberg lren worden; ſche gegen ein ſoition dieſes witer 8. erg umter⸗ e Audreaz ſon unter des Lehr, u in die den Brie: Fe s Weitert cgerneiſter N I. . Newed einstweilen in jeden Frank⸗ „ 30 kr. * Vergü⸗ u auch der mdgerichtd — 235— Stuck zwei⸗ bis dreiöhmige groͤßtentheils noch ungebrauchte in Eiſen gebundene Fäſſer, ſodann 5 5 vierzehnoͤhmige wenig gebrauchte Buͤtten, ſtark in Eiſen gebunden; 30 1200 Stück dreiſchuhige Faßdauben nebſt dazu gehörigen Boͤden; 150 Sltuͤck vierſchuhige Faßdauben; 150 Stück fünfthalbſchuhige Faßdauben; 900— 1000 dreiſchuhige Bodenſtücke und 600 Stück drei- bis ſechsſchuhiges Glaſer⸗ werkholz, at den Meiſtbietenden gegen baare Zahlung ver- ſpigert werden. Wächtersbach den 21. Auguſt 1837. Der Brauereiverwalter Goebels. Ein vollſtändiges Logis, (782) welches ſogleich bezogen werden kann, iſt z vermiethen bei E. Botſch, Steindeckermeiſter. Eine Chai ſe, (783) die noch in gutem Zuſtande iſt und ſowohl eſn⸗ als auch zweiſpännig gefahren werden kann, hit zu verkaufen Philipp Ritzel, Schmiedmeiſter. Verloren 685) wurde letzten Sontag Abend ein weißes Tuſchentuch, E. S. 6. gezeichnet, um deſſen Zurück⸗ gibe bei Ausgeber dieſes gebeten wird. Bekanntmachung. 686) Alle diejenigen, welche Forderungen an die Nittwe des Georg Schneider in hieſiger Burgvor— ſdt haben, erſuche ich, ihre deßfallſigen Rechnungen alsbald zum Zwecke der Befriedigung bei mir ein⸗ zu eichen. Friedberg den 24. Auguſt 1837. V. Nau. 18341 Aepfelwein. 787) Circa 10 Ohm ſelbſtgezogener 1834r Aepfek⸗ wein ſind im Ganzen oder theilweiſe bei mir zu verkaufen. G. C. Morell. Ein weißer mit Palmen durwirkter Shawk (788) iſt am verfloſſenen Sonntag auf dem Wege von Friedberg nach dem oſſenheimer Jagdhaus ver⸗ loren worden; der redliche Finder wird gebeten, ſolche gegen eine angemeſſene Belohnung bei der Ex⸗ hezition dieſes Blattes abzugeben. Schwalheimer Mineralbrunnen. (789) Sonntag den 27ten Auguſt d. J. iſt am ſchwalheimer Mineralbrunnen gut beſetzte Harmonie⸗ un Tanzmuſik anzutreffen, wozu hiermit hoͤflichſt ein⸗ abet. Henkel. Nachrichten fuͤr Auswanderer von Bremen nach Nordamerika. (790) In Mitte September d. J. expedire ich eine Geſellſchaft von 150 Perſonen aus verſchiedenen Ge⸗ genden von Oberheſſen mit einem ſchoͤnen Schiffe nach Baltimore und Neu⸗Nork. Ende September oder anfangs October d. J. expedire ich eine Geſellſchaft von 100 Perſonen aus dem Vogelsgebirg und den angränzenden Gegenden mit dem bremer Schiffe Weſer, Capt. Geerken, nach New⸗ Orleans. g Wer nun in geſellſchaftlicher Berückſichtigung dieſe Gelegenheit zur Ueberfahrt dahin benutzen will, hat ſich in Zeiten an mich zu wenden. Friedberg im Auguſt 1837. Chr. Hecht. Ockſtaͤdter Kirchweihe. (791) Sonntag den 27. und Montag den 28. Auguſt d. J. iſt Kirchweihe zu Ockſtadt. Bei dieſer Gelegenheit iſt bei mir gute Tanzmuſik nebſt allen an dieſem Feſte gewöhnlichen Erforderniſſen anzu⸗ treffen. Ich lade hierdurch dazu höflichſt ein und werde für Pünktlichkeit und gute Ordnung fleißigſt ſorgen, daher ich einem zahlreichen Zuſpruch an den beiden Nachmittagen entgegen ſehe. Krug im Schloßgarten zu Ockſtadt Bei C. Bindernagel in Friedberg iſt zu haben: Das große Loos, oder unfehlbare, auf mehrfache Pruͤfungen gegründete Berechnung, wodurch diejenige Nummer zu erforſchen iſt, auf welche in einer oder der andern, einer ſolchen Berechnung zum Grunde gelegten Letterie, das große Loos fällt. Zum Beweis, daß in der Natur alle Ereigniſſe als Beſtimmung und nicht als bloßer Zufall anzuſehen ſind. 36 kr. Ride an die Studirenden in Glasgow von Sir Robert Peel. (Preis 9 kr.) Fünf bewährte und naturgemäße Generalmittel gegen die Hamorrhoidalleiden, die allzugroße Abmagerung, das allzugroße Dick⸗ und Fettwerden, die Harnbe⸗ ſchwerden und den üblen Geruch aus dem Munde u. f. w. u. ſ. w. 1 fl. 48 kr. Der Vetter aus Schwaben. Schwabenbräuch und Schwabenſtreich aus dem Leben gegriffen von Schultheißen Nefflen, Abgeordneten von Mar bach— (Preis 48 kr.) Spir i tus a u Feld⸗, Jagd- und andern Flaſchen. Eine Sammlung charakteriſtiſcher Anekdoten und Erzählungen aus dem Leben; nebſt einer Aus⸗ wahl von Aphorismen, Gedichten, Charaden und Räthſeln. Von einem in Ruheſtand verſetzten königl. ſächſ. Offizier. Erſte Deſtillation 54 kr. 54 kr. Zweite Deſtillation. Erinnerungen aus der ruſſiſchen Gefangenſchaft 1812 und 1813. Von einem koͤnigl. ſachſ. Offizier. (Geheftet fl. 1 12 kr.) Neueſtes Caffee⸗Surrogat An weiſun zur Bereitung einer auß erſt ſtanz, welche im Geſchmack vom Mokka⸗Caffee nicht zu unter⸗ ſcheiden iſt. f Zweite, unveränderte Auflage. 18 kr. D r. J. G. Leukfeld's Darſtellung höchſt wichtiger Krankheitsfaͤlle. Für Aerzte und Anatomen. Nach dem Engliſchen des Dr. Matth. Baillie. 1 fl. 21 kr. Fünf Pre dig t en als: Dr. C. G. L. Großmann's Predigt zur vierten Jahresfeier der Conſtitution, am 4. September 9 billigen Sub⸗ — 236 1835, und deſſelben Predigt zum Erntefeſte, am 6. September 18357 Dr. A. L. G. Krehl's Rede zur vierten Jahresfeier der Conſtitution, am 4. September 1835, und deſſelben Predigt am Jahresfeſte des Miſſions⸗Hilfs⸗ Vereines, am 24. Juni 1835; Dr. C. B. Meißner's erſte Predigt in der Kirche St. Thoma, 13. September 1835. 40 kr. Verbeſſerung. (792) Blattes muß es heißen: Baſtard⸗Bock⸗Lämmer. Fruchte⸗Preiſe hier in Friedberg: Waizen: 7 fl.— kr. Korn: 5 fl. 50 kr. Gerſte: 4 fl. 30 kr. Hafer: 3fl. 30 kr. Erbſen:— fl.— kr. Früchte⸗Preiſe zu Butzbach am 23. Auguſt. Waizen: 7 fl. 20-30 kr. Korn: 5 fl. 30—45 kr. Fruͤchte⸗Preiſe zu Mainz, am 18. Auguſt: Waizen: 7 fl. 14 kr. Korn: 4 fl. 52 kr. Gerſte: 3fl. 58 kr. Hafer: 3 fl. 56 kr. Erbſen:— fl.— kr. Früchte⸗Preiſe zu Frankfurt, am 21. Auguſt: Waizen: 7 fl.— kr. Korn: 5 fl. 45 kr. Gerſte: 5 fl.— kr. Hafer: 3 fl. 30 kr. Erbſen:— fl.— kr. Polizei⸗Taxe für die Staͤdte Friedberg und Butzbach vom 27. Aug. bis 3. Sept. 1837. pfd Brod-Preiſe. Friedberg Butzbach. kr. vf. 1 Leib⸗Roggenbrod 2 1 211 2 7 77 4 2 412 44„* 9— 9 5 Loth. Loth. — Milchbrod 15 5 —[Waſſerweck 1 6%%/ 1 — Gemiſchtes(Tafel-) Brod 1. Me Fleiſch⸗Preiſe. 5 F pf. 1[Ochſenfleiſch 11— 11 „ Kübfleiſch 8 2 81— 17 Rindfleiſch 8* 6— „Kalbfleiſch 7— 71— „ Schweinenfleiſch en „Hammellleiſch. 1 81— „ Wurſt von blos Schweinen 124— 12— Bratwurſt 14— 14— „Schwartenmagen 161— 164— „ Geraucherter Speck 20— 20— „Schinken 15— 141— „Dorrfleiſch 16— 16— „Schweinenſchmalz, ausgelaſſen 20— 20— „dito unausgelaſſen 18— 18— „ Nierenfett 20— 120— „ Hammelsfett 16— 16— Der gr. heſſ. Kreisrath d. K. F. J. V. Came ſasca. Gedruckt und verlegt unter Verantwortlichkeit von Carl Binder nagel in Friedberg. In der Anzeige(764) Nro. 33 dieſes ſtatt Boclard⸗Bock⸗Lämmer 3. 0 an Velte, — Unt ſowie die ein höchſt. mularien bis zum ä iich Ihne 3 ell