Intelligenzblatt 1076 für die 8 rovinz(Oberes en im Allgemeinen, den Kreis Friedberg und die angrenzenden Bezirke im Beſonderen. 33. Sonnabend, den 19. Auguſt 1837. Amtlicher Theil. —ñ ͤ— Der großherzoglich heſſiſche Kreisrath des Kreiſes Friedberg an die großherzoglichen Buͤrgermeiſter des Kreiſes. eiland Lud—— 5 17 Sale,. Betreffend: Die Preisvertheilungen zur Beförderung der Viehzucht in der Provinz Oberheſſen im Jahr 1837. neiſters 1 0 5 4. b a de Die nachſtehende Bekanntmachung der Preis vertheilung zur Beſörderung der Viehzucht in der Provinz en Bin. Oberheſſen im Jahr 1837 wollen Sie in den Gemeinden zur öffentlichen Kenntniß bringen. Rund gan Friedberg den 16. Auguſt 1837. In Verhinderung: 5 Dr. Cameſasca. Die bei Bekanntmachung des Budgets des landwirthſchaftlichen Vereins von Oberheſſen für 1837 (Beilage Nr. 4 zur Zeitſchrift der landwirthſchaftlichen Vereine) bereits angekündigten Preisvertheilungen nd für dieſes Jahr folgendermaßen beſtimmt: 1) zu Büdingen den 7. September, 2) zu Schotten den 9. September, 3) zu Grünberg den 11. September, 1 4 zu Gießen den 13. September, Brorg, gg 5) zu Battenfeld den 15. September, f 6) zu Kirtorf den 18. September und 421 30.3 7) zu Altenſchlirf den 20. September. heinrich, Die für jede Station ansgeſetzten Preiſe ſind: 1 a) für die in Gemeinden dienende Bullen ſieben Preiſeꝛ zu 17 fl. 30 kr., 14 fl., 10 fl. 30 kr., Auguſt, g 7 fl., 5 fl. 15 kr., 5 fl. 15 kr. und 3 fl. 30 krz b) für junge Bullen, welche wenigſtens 1¼ Jahr alt zur Fortpflanzung noch nicht gebraucht . ind, wohl aber zur Anſchaffung für Gemeinden vollkommen ſich eignen, drei Preiſe: von 10 fl. 30 kr., eb. e d fl. 45 kr. und 7 fl.— Auch mit ſolchen darf hier concurrirt werden, welche nicht von der Geburt e an vom jetzigen Eigenthümer aufgezogen ſind. c, debe c) für ſelbſtgezogene Kalbinen(Rinder) von zwei bis drei Jahren, welche ſichtlich trächtig * ſind oder kürzlich zum erſtenmal gekalbt haben ſieben Preiſe: von 8 fl. 45 kr., 7 fl., 7 fl., 5 fl. 15 kr., d.„. z fl. 15 kr., 3 fl. 30 kr. und 3 fl. 30 kr. Außerdem iſt eine Summe zu Nachpreiſen beſtimmt. 11 conrad l Sodann wird denjenigen Bewerbern um Preiſe, welche mit preiswuͤrdigem Viehe auf den Preisſtatio⸗ ten ſich einfinden, aber wegen ſtarker Concurrenz keinen Preis mehr erlangen, eine Wegentſchädigung von n 14. Ju 10 kr. p. Stunde Entfernung zugeſichert, vorausgeſetzt, daß letztere nicht unter 3 Stunden beträgt. b, geboren c 2 P 2 8 Weiter gelten die ſeitherigen Beſtimmungen, nämlich: ö 19 Die Preisbewerber haben das vorzuführende Vieh an dem feſtgeſetzten Tage Vormittags neun Uhr aufzuſtellen und ein vom Ortsvorſtande ausgeſtelltes und geſiegeltes Zeugniß beizubringen, worin nachgewieſen iſt, daß die älteren Bullen auch wirklich in der Gemeinde dienen, daß die jungen Bullen Eigenthum des Concurrenten, die Rinder aber von ihm ſelbſt erzogen ſind. 2) Die älteren Bullen müſſen gefeſſelt vorgeführt werden. a 3) Die Austheilung der Prämien erfolgt am nämlichen Tage um die Mittagsſtunde. Die verehrlichen Vereinsmitglieder und alle Beförderer und Freunde der Viehzucht ſind zur Theil⸗ n nahme an den Preisvertheilungen eingeladen. Hiermit wird zugleich die Aufforderung verbunden, daß die Bewerber um die für Hopfen⸗, Luzerne⸗ und Esparſette-Anlagen, neue Dungſtällen und Wieſenverbeſſerungen ausgeſetzten Prämien, welche noch keine Anmeldungen gemacht haben, dieſe baldigſt an den Unterzeichneten einſenden möchten. Gießen, den 31. Juli 1837. In Abweſenheit des Präſidenten des landwirthſchaftlichen Vereins von Oberheſſen: a Der Vicepräſident Schneider. Das Brod. Das Brod iſt dasjenige Nahrungsmittel, wel⸗ ches bei allen cultivirten Völkern, durch alle Stände am allgemeinſten verbreitet iſt, woraus folgt, daß die Geſundheit und das Wohlbefinden ganzer Völ⸗ ker und Länder zum großen Theile von ſeiner Zu⸗ bereitung abhängig iſt und daß deßhalb Sorge für gutes, geſundes und ſchmackhaftes Brod eine Hauptaufgabe der mediciniſchen Polizei, und Beleh⸗ rung über die Verunreinigung des Getraides und die Hauptpunkte bei der Bereitung des Brodes Aufgabe allgemein verſtändlicher mediciniſcher Schrif⸗ ten ſeyn muß, weßhalb ich in Folgendem das Wichtigſte hierüber kurz verhandeln will. i Das erſte Erforderniß zu einem guten, geſun⸗ den, nahrhaften und ſchmackhaften Brode iſt gutes Getraide und zu einem ſolchen gehört: 1) Daß es nicht zu friſch iſt. In ſolchem Zuſtande iſt es noch zu ſaftig und zu fett, giebt beim Mahlen viele Kleye oder viel grobes Mehl und iſt dann, wenn es noch nicht gehörig geſchwitzt hat und ausgetrocknet iſt, nachtheilig für die Ver⸗ dauungsorgane; beſonders nöthig iſt das gehörige Austrocknen des Roggens. 2) Daß es nicht zu alt und ausgetrocknet iſt, weil es nach allzu laugem Aufheben und Trocknen wenig Mehl giebt und überhaupt ſeine Kraft verliert. 3) Daß es geſund iſt und vor Allem frei von den ihm eigenthümlichen drei Hauptkrankheiten; dieſe ſind: N a) Der Roſt, ein klebriger Staub von der Farbe des Eiſenroſtes, welcher ſich an dem Halm oder Balg des Getraides anhängt und ſeinen Wachsthum verhindert, wodurch es unkräftig, aus⸗ getrocknet wird und wenig oder gar kein Mehl enthält. Obgleich nun dieſer Roſt an ſich ſchäd⸗ lich iſt, ſo iſt er doch der Geſundheit deßhalb nicht nachtheilig, weil er bei der Reifung der Körner von der Sonnenhitze zu Staub gemacht, vom Winde verweht und bei dem Ausdreſchen und Reinigen vollends verjagt wird. Er ſoll entſtehen, wenn die noch grünen Saftröhrchen des Getraides bei plötzlich auf einander folgendem Regen und Son⸗ nenſchein aufplatzen, die ausſpritzenden Säfte an der Luft erhärten und dann durch die Sonnenhitze zu Staub werden. N b) Der Brand, eine Fäulung des Getrai⸗ des, die ſowohl die Körner, als auch Blumen und Blätter ergreift. Es iſt ein ſchwarzer oder gelb⸗ bräunlicher, klebriger Staub, der allenthalben an⸗ hängt und alles verdirbt, was er berührt. Die Aehren ſind von Körnern faſt ganz leer und haben nichts als den Balg, der ins Weiße fällt und in deſſen Mitte ein faſeriges Waſſer enthalten iſt. Brod aus ſolchem brandigen Korne gährt und backt ſich ſtets auf eine ſchlechte Weiſe, iſt klebrig, ſchwer und denen, welche nicht daran gewöhnt ſind, ſehr zuwider und ekelhaft.— c) Das Mutterkorn kommt blos im Roggen vor und heißt auch Vogelſporn oder Kornzapfen ꝛc. Es beſteht aus ſchwärzlichen, bläulichen oder vio⸗ letten, gekrümmten, aus den Aehren hervorſtehenden Zapfen, welche auf dem Bruche dieſelbe nur hel⸗ chet am hau belüudt, vet Geſchteſchw Er übt ſein warme Spe Mehl genof c) Der und Roggen Meſl und B Cet uud WD Tie Und Hafer dern in na ſchwarz und e) Tas tem Boden ſchwatpybla lich ſchmec 5) Da ckelt, daß lich, in E It abei dere Weise Mutterkorr ders in n. traide, we gezogen wu belkrankhei cherlei Ki tes Gefüͤh ſamerzen, m. äußert ergtiff und 7. Theil⸗ „ U Rue⸗ welche wach derheſſen: — den Haln und ſeinen aſtig, aus⸗ kein Nl ſich ſchad⸗ alb nicht der Körner um Ninbe Aeinigen , Wed aides bei und Son⸗ Säfte an Sonlerhitze es Getrai⸗ Aumen und oder gelb⸗ alben an, thalten it. t und backt tig, ſchwer ind, ſer im Aahen Mert c. a vio⸗ tehenden nut bel⸗ — 227— lere Farbe haben, von beißendem Geſchmack und widrigem Geruch ſind. 4) Daß es mit, keinen ſchädlichen Sub⸗ ſtanzen vermiſcht iſt. Folgende Pflanzen ſind es vorzugsweiſe, welche, mit dem Getraide ver⸗ mahlen und verbacken, dem Brode mehr oder weniger ſchadliche Eigenſchaften mittheilen und deren Saamen teßhalb ſtets ſorgfältig entſernt werden müſſen: a) Der gelbblühende Hederich oder Acker⸗ rettig, welcher am häufigſten unter der Gerſte wächſt und durch ſeinen mitgebackenen Saamen mancherlei krampfhafte Erſcheinungen bewirkt. b) Der Windhafer, Schwindelhafer, wel⸗ cher am häufigſten unter dem Hafer vorkommt, betäubt, verurſacht Schwindel, Angſt, Mattigkeit, Geſichtsſchwaäche, Krämpfe und ſogar den Tod. Er übt ſeine Schädlichkeit am ſtärkſten aus, wenn warme Speiſen von einem, mit ihm vermiſchten Mehl genoſſen werden. c) Der Raden, iſt am meiſten unter Waizen und Roggen. Das mit ihm ſtark verunreinigte Mehl und Brod wird bläulich, ſchmeckt ſcharf und bitter und iſt ungeſund. d) Trespe oder Lolch, wächſt unter Gerſte und Hafer beſonders auf niedrigen, feuchten Fel⸗ dern in naſſen Jahren, macht das Brod etwas ſchwarz und ſchwer verdaulich. e) Taſchenkraut, Klapper, wächſt in feuch⸗ tem Boden, breitet ſich ſehr aus, macht das Brod ſchwarz⸗blau und ſchwer verdaulich, aber etwas ſuͤß⸗ lich ſchmeckend. 5) Daß es völlig reif, gehörig entwi⸗ ckelt, daß das Mehl nicht verdorben, ſchimm⸗ lich, in Gährung übergegangen iſt. Iſt aber nun das Mehl auf eine oder die an⸗ dere Weiſe verunreinigt, findet ſich namentlich viel Mutterkorn und Lolch in demſelben, wie dies beſon⸗ ders in naſſen Jahren der Fall iſt, und bei Ge⸗ traide, welches auf feuchtem, moraſtigem Boden gezogen wurde, ſo erzeugt ſich die ſogenannte Krie⸗ belkrankheit oder Raphanie, welche ſich durch man— cherlei Krämpfe, ein kriebelndes, fehr ſchmerzhaf⸗ tes Gefuͤhl in den Gliedmaßen, Erbrechen, Leib⸗ ſchmerzen, Durchfall oder auch Verſtopfung u. dgl. m. äußert und ſchon mehrmals ganze Länderſtriche ergriff und viele Menſchen töͤdtete, Durch Zuſatz von mehr die Gährung befördern⸗ den und die Verdauungskräfte hebenden Subſtanzen, wie Kümmel, Fenchel ic. oder etwas Geiſtigem, durch längeres Backen können zwar die nachthei⸗ ligen Wirkungen ſolchen verunreinigten Mehles etwas vermindert werden, worauf man ſich bei Mißwachs, Theuerung, Hungersnoth oft beſchrän⸗ ken muß, es ſollte aber ſtets für gänzliche Entfer⸗ nung der ſchädlichen Saamen durch oͤfteres Schau— feln oder noch beſſer durch die Fegmühlen geſorgt werden und alles Mögliche zur Tilgung der ſchäd⸗ lichen Pflanzen von den Aeckern geſchehen. In der Mühle wird oft das Mehl mit Sand⸗ ſtaub verunreinigt und da derſelbe, außer dem un⸗ angenehmen knirſchenden Gefühle zwiſchen den Zäh⸗ nen, Uebelkeit, Leibſchmerzen und durch Verſtopfung der zur Verdauung dienenden feinen Kanäle man⸗ cherlei langwierige Beſchwerden zu erregen im Stande iſt, ſo ſollten nicht blos zu Mühlſteinen feſte Maſſen genommen werden, ſondern die Mül⸗ ler ſollten auch nach dem Schärfen der Steine nicht ſogleich Getraide für die Menſchen auf ihnen mah⸗ len, wohl aber für das Vieh ſchroten, bis der Sand oder Staub abgerieben iſt. Zu gutem, geſundem Brode gehört nun weiter, daß das Mehl mit recht reinem, am beßten filtrir⸗ tem und weichem Waſſer angerührt wird und daß man weder zu viel noch zu wenig von demſelben nimmt, weil in beiden Fällen das Brod ſchwer verdaulich wird und daß man ſtets warmes Waſ⸗ ſer nimmt, weil kaltes einen klumperigen Teig macht. Der Sauerteig iſt weiter ein wichtiger Theil bei der Brodbereitung; denn geht zwar auch ein blos aus Mehl und Waſſer gekneteter Teig in Gährung über, beſonders wenn er dura die Hitze unterſtützt wird, ſo wird er doch leicht ſauer, faulig, geht nicht auf und giebt, wenn er geba⸗ cken wird, ein ſchweres und ſüßes Brod. Die durch den Sauerteig bewirkte Gährung aber ver— dünnt und verfeinert die Mehltheilchen, macht den Teig zarter und leichter und das Brod leich⸗ ter verdaulich, geſunder und nahrhafter, weß⸗ halb der Bäcker durch öfteres Anfriſchen des Sau⸗ erteiges ſtets fur ſeine gelinde, wenig ſauere, aber deſto geiſtigere Beſchaffenheit zu ſorgen hat. Die e — 228 ſonſt noch als Gährungsmittel gebrauchten Sub⸗ ſtanzen, z. B. Bierhefen, Weinhefen, Eier ꝛc. ſind zwar an und für ſich unſchädlich, da ſie aber dem Sauerteig an Kraft nicht gleich kommen, vermögen ſie das Brod nicht ſo gut zu machen und ſind deß⸗ halb zu meiden.— Das manchmal von Bäckern benutzte, ſeinen Beſtandtheilen nach nicht ganz genau bekannte, wahrſcheinlich aber aus Pottaſche und Zucker beſtehende, ſogenannte Zeug darf nicht zur Erzeugung der Gährung benutzt werden. Da aber die Hefen zum Weißbacken benutzt werden, ſo muß die medici⸗ niſche Polizei ſtets für gute Beſchaffenheit derſelben beſorgt ſeyn und zu dieſer iſt erforderlich, daß ſie friſch, rein, leicht, kräftig riechend, nicht ſauer und von gutem Geſchmack ſeyn müſſen und daß ſie, etliche Tropfen in ſiedendes Waſſer gegoſſen, oben auf ſchwimmen und wie Fett in kaltem Waſſer ge⸗ rinnen. (Beſchluß folgt.) Bekanntmachungen von Behoͤrden. rr Stall⸗Abbruch⸗Verſteigerung. (753) Küunftigen Mittwoch, den 22. d. M., wird ein im Schulhof zu Unterflorſtadt ſtehender zwei⸗ ſtöckiger, 18 Fuß langer und 12 Fuß breiter(frank⸗ furter Maß), von Eichenholz gebauter Stall öffent⸗ lich an den Meiſtbietenden gegen? gleich baare Be⸗ zahlung auf den Abbruch verſteigert. Florſtadt am 14. Auguſt 1837. Der großh. Bürgermeiſter Götz. Bekanntmachung. (754) Der wegen Entwendung von fl. 115 durch Steckbrief vom 28. Juni unter dem Namen Philipp Knecht verfolgte und verhaftete Burſche heißt Joh. König von Dornheim gr. heſſ. Kreis Gerau und hatte den Namen Knecht blos fälſchlich angenommen; es wird dieß hierdurch zur öffentlichen Kenntniß gebracht. Roͤdelheim den 8. Auguſt 1837. Großh. heſſ. graͤfl. ſolmſ. Landgericht Buff. Mobilien⸗ Verſteigerunng (755) Montag den 21ſten d. M., Vormittags 8 Uhr, werden aus dem Nachlaß des Joh. Mel⸗ chior Steitz dahier, folgende Gegenſtände als: Kupfer, Zinn, Eiſen, etwas Silber, eirca 60 Pfund Wolle, Kleidungsſtücke, Weißzeug, eine Parthie Fäſſer, Bütten und ſonſtiger Hausrath, tiner freiwilligen Verſteigerung ausgeſetzt. Butzbach den 15. Auguſt 1837. . N Der Bürgermeiſter Zahn. Oeffentliche Vorladung. ö (756) Magdalene Mundrian, aus Ober⸗ urſel, wird, da ihr dermaliger Aufenthaltsort dahier nicht bekannt, unter Zuſicherung der Weggebühren 0 als Zeugin in einer Unter⸗ feullich öffentlich aufgefordert: ſuchungsſache vor unterzeichnetem Gerichte unver⸗ züglich zur Vernehmung ſich zu ſtellen. Bockenheim den 9. Auguſt 1837. f Kürfürſtl. Juſtizamt Kerſting. Holz-⸗Verſteigerung f (757) Künftigen Dienſtag den 22. Auguſt, Vor⸗ mittags um 8 Uhr, ſollen in den hochfreih. von franken⸗ 0 wier Korn 0 Amenfond/— ag wet. feinen Parthien ſtein'ſchen Waldungen des Diſtrikts ober der Quer⸗ Schneiße unter den vor der Verſteigernug bekannt ge⸗ macht werdenden Bedingungen nachſtehende Brandholz⸗ Sortimente meiſtbietend verſteigert werden, nämlich: 1) 15 Stecken Buchen⸗Scheidholz, 29 2„„ Pruͤgelholz, 3) 150„„ Stockholz, 29100„„ Reiſerholz und 5) 2500 Stück„ Wellenholz. Es bringt dieſes mit dem Bemerken zur Kennt⸗ niß, daß der Zahlungstermin in den Bedingniſſen auf den 1. Dezember d. J. feſtgeſetzt wird und ladet Steigeliebhaber hierzu ein Ockſtadt am 16. Auguſt 1837. 8 Der hochfreih. 17 e Oberförſter ar th. i Verſteigerungsanzeige. (740) Montag den 21. Auguſt, Vormittags 11 Uhr, ſoll in hieſigem Rathhaus ein Stück von dem Hoſpitalgarten, nächſt den Gerbhäuſern wie ſolches abgepfählt iſtj, 75 im Mittel lang zu einem Bauplatz, bietend verſteigert werden. Friedberg den 10. Auguſt 1837. Der Bürgermeiſter D. Fritz. Garten ⸗Verſteigerung. (714) Montag den 11. September l. J., Vor⸗ mittags um 11 Uhr, ſoll in hieſigem Rathhauſe des Friedrich Gram's Garten von 45 Ruthen an Anton Surada und Heinrich Zimmermann jun. in der Zten Gewann gelegen, öffentlich meistbietend verſteigert werden. Friedberg den 3. Auguſt 1837. In Auftrag: Der Bürgermeiſter D. Fritz. Mobilien⸗Verſteigerung. (758) Künftigen Mittwoch den 23. Auguſt, Vor⸗ mittags um 9 Uhr, will der Unterzeichnete im Auf⸗ trag des Herrn Jean Foucar dahier, in der Spiritusfabrik, an der Uſa gelegen, verſchiedene Fuß breit und 178 Fuß öffentlich meiſt⸗ ud 69) Dlenſ, um 2 Uhr,! Friedberg Privat Be 50 Kapile igen bei mir z Wcence e Ouſtwirth Bre Här 61) Der ſentlichen Kei Montag ſe Verſteigern die Marienſchle untten, nebſt d Wohnung des! Im ſoll, bemerk e Verſteigeru ile Kaution vor nr tten jeden Ta Marienſch 2) 90. men zu borge Darmſtadt 400 f. 48) hat d ſhe Sicherheit Rödelheim l 2 to N dah Beggebuͤh Mer Un Mobilien, beſtehend in theils noch ganz neuen Bet⸗ ten, Weißgeräth, Kupfer, Zinn, Bettſtellen, Schränke, ie. Ftauenkleider, Küchengeräthſchaften ꝛc., ſodann un⸗ er gefahr 4—500 Pfund verſchiedene Sorten alten ab⸗ en gelagerten Rauchtabak in kleinen Parthien einer chte nne, offentlichen freiwilligen Verſteigerung gegen gleich baare Zahlung ausſetzen, welches hiermit zur all⸗ gemeinen Kenntniß gebracht wird. Friedberg den 16. Auguſt 1837. in unt 9 Ju Anftrag: d. A. 0 Der gr. Zolleinnehmer 0 Dauernheim. lurrg rucht⸗Verſteigerung. dust, er,(759) Dienſtag den 22. Auguſt l. J., Nachmit⸗ „ und 0 ur Kennt bing nifen und ladet Oberparg Oberforſter k. mittags 14 tück v Ratbhauſe Ruthen an n jun. in iſtbietend Fritz 1 4 Vor⸗ in Auf⸗ in der rſchiedene Friedberg den 16. Auguſt 1837. Der Bürgermeiſter D. Fritz. Privat- Bekanntmachungen. d N Bekanntmachung. (760) Kapitalien von 1000, 300, 200 u. 100 fl. ſiezen bei mir zum Ausleihen bereit.— Briefe und Bitellungen werden in meiner Wohnung bei Herrn Gſtwirth Breitwieſer angenommen. Johannes Joſt J. Hängematten⸗Lieferung. (761) Der Unterzeichnete bringt hierdurch zur öffentlichen Kenntniß, daß Montag, den 21. laufenden Monats, t die Verſteigerung an den Wenigſtnehmenden von für die Marienſchloſſer Anſtalt nöthigen 87 Stück Hänge⸗ t- ngtten, nebſt den dazu gehörigen Geſtellen ꝛc. in ſeiner Wohnung des Morgens um 9 Uhr vorgenommen wer⸗ den ſoll, bemerkt gleichzeitig, daß derjenige, welcher bei der Verſteigerung mitbieten will, nachzuweifen hat, tine Kaution von fl. 500 ſtellen zu können und die Probe⸗ natten jeden Tag zur Einſicht vorgezeigt werden ſollen. Marienſchloß am 13. Auguſt 1837. Funk. Warnung. f (762) Ich warne Jedermann, nicht auf meinen Namen zu borgen, indem ich für keine Zahlung ſtehe. Darmſtadt den 15. Auguſt 1837. Keim, Major. 400 fl. Vormundſchaftsgelder 713) hat der Unterzeichnete gegen hypotheka⸗ iſche Sicherheit auszuleihen. Rödelheim den 5. Auguſt 1837. J. Georg Bauer. 229 een ee (763) Heute kam die Geſellſchaft heſſiſcher und kurheſſſſcher Auswanderer, unter Führnng des H. G. Heß aus Louisville, hier durch, begleitet von Freunden und Verwandten, unter welchen ein voll⸗ ſtändiges Muſikcorps zur Erheiterung der Wanderer ihr freundliches Scherflein beitrug, und wenn auch durch die verweigerte Erlaubniß, einen frohen Ein⸗ zug in hieſiger Stadt in(caulicher Heiterkeit zu halten, eine momentane Hemmung des harmloſen Zuges ſtattfand, ſo ward doch dieſe Hemmung nur eine Beförderung mebr, den heitren Muth der deutſchen Auswanderer für ihre Reiſe jenſeits des Meeres zu erhöhen. i Friedberg den 4. Auguſt 1837. Die Begleiter der Geſellſchaft aus Okarben. Fuͤr Zucht⸗Schaͤfereien. (764) Unterzeichneter hat noch eine Parthie eng⸗ liſche Boclard⸗Bock⸗Lämmer, welche er gegen billige Preiſe abgiebt. Der Vater von Obigen gab dieſes Jahr 14½ Pfd., Jährlings⸗Baſtard⸗Hämmel 6 bis 7 Pfd. und obige Lämmer im Durchſchnitt 1 Pfd. 18 Loth reine Wolle.— Beſtellungen ſind ſpäteſtens in 8 Tagen an mich abzugeben. Neuhof den 16. Auguſt 1837. Der Verwalter Bermann. War u ul u g. (765) Ich erſuche meine werthen Handelsfreunde meinem bisherigen Fuhrmann, L. Keßler von hier, künftig weder Geld noch leere Faſſer für meine Rechnung anvertrauen zu wollen. Großenlinden am 16. Auguſt 1837. Jean Goßi. Oſſen heimer Jagdhaus. (766) Sonntag den 20. Auguſt iſt auf dem oſſen⸗ heimer Jagdhaus gut beſetzte Harmonie- und Tanzmuſik anzutreffen, wozu höflichſt 39 Aehle. Selſerbrunnen bei Okarben. (767) Sonntag den 20. Auguſt l. J. iſt gut be⸗ ſetzte Harmonie⸗ und Tanz⸗Muſik auf dem okarber Mineralbrunnen anzutreffen, wozu mit der Verſiche⸗ rung billigſter und prompteſter Bedienung freund⸗ lichſt einladet Ha venecker. Logis ⸗ Anzeige. (724) Bei Unterzeichnetem iſt ein vollſtandiges Logis, beſtehend in 4 heizbaren Zimmern, Küche, mehreren Kammern, Keller und Holzplatz zu ver⸗ miethen. Es kann dieſes auch in zwei Theilen ver— miethet werden. 5 5 J. Steinhäuſer bei der Poſt. ———— Ein geſitteter junger Menſch (768) kann ſogleich eine Stelle als Hausknecht er⸗ halten“ Die Expedition dieſes Blattes ſagt bei wem. Literariſche Anzeige. Der Herr Kirchenrath Petri hat durch ſein„gedräng⸗ tes Handbuch der Fremdwörter in deutſcher Schrift⸗ undumgangſprache“ einem allgemein gefühl⸗ ten Beduͤrfniſſe ſo abgeholfen, daß binnen 25 Jahren ſieben Auflagen davon erſcheinen konnten. Dieſes Werk iſt nun von dem Verfaſſer ſelbſt, und in Verbindung mit anderen anerkannten Sprachforſchern: Lindau, Müller, Fromm ac., immerwährend ſo ergänzt und verbeſſert worden, daß es, tro aller Nachahmungen und Plünderungen, nach dem Urtbeſt aller Sachkundigen, durchaus den erſten Platz in den vor⸗ geſteckten Gränzen einnimmt, und aus obigen Gründen auch ferner einnehmen wird. Jetzt erſcheint nun die achte, rechtmäßige, vielfältig, be⸗ ſonders auch für Aerzte und Arzneibereiter bereicherte und ſorgſam verbeſſerte Auflage, unter dem Titel: 5 Gedrängtes Handbuch der Fremdwoͤrter in deutſcher Schrift- und Umgangſprache, zum Verſtehen und Vermeiden jener, mehr oder weniger, entbehrlichen Einmiſchungen, herausgegeben von Dr. Friedrich Erdmann Petri, Kurheſſ. Kirchen⸗Rathe, Metropolitan und Schulen Inſpector zu Fulda, mehrer auswärtiger Gelehrten-Vereine Mitgliede. Um nun die allgemeinſte Verbreitung dieſes Werkes nach Kräften zu fordern, haben wir uns entſchloſſen, das Ganze in 8 Heften, jedes zu 9 Bogen in engem Druck und auf feinem Papiere, für 36 kr. herauszugeben, damit ſolches auch für Unbemittelte leicht käuflich werde, indem das Ganze nicht höher als auf fl. 4. 48 kr. zu ſtehen kommt. Jeden Monat erſcheint ein Heft, ſo daß mit Ende dieſes Jahres der Druck beendigt ſeyn wird. 5 Carl Bindernagel in Friedberg nimmt Unterzeich⸗ nungen darauf an. 8 5 5 Der künftige Ladenpreis wird nicht weniger als 7 fl. 12 kr. betragen. AN 5 Dresden und Leipzig den 31. Mai 1837. r Arnoldiſche Buchhandlung. Soeben iſt erſchienen und bei Carl Binder nagel in Friedberg à 8 kr. zu haben: Gutenbergs Monument zu Mainz mit der Erklärung der Inſchriften und Beſchreibung der Einweihungsfeierlichkeiten. Der Ertrag iſt zum Beſten des Monuments beſtimmt. Ferner iſt bei C. Binder nagel zu haben: Der Jugendfreund. — 9290— Eine Sammlung 100 der auserleſenſten Kräftigung und Erheiterung des Körpers und Geiſt im Freien wie im Zimmer; nebſt einer freundlich (Mit zwei lithographirten Tafeln; Preis: 1 fl. 30. kt.) 0 Spiele z ur Zugabe über Volks⸗ und Jugendfeſte ꝛc. von J. Schmitt. 0 0 14 11 0 Waizen: 7 fl. 30 kr. Korn: 6 fl. 10 kr. Gerſte: Hafer: 3 fl. 30 kr. Erbſen:— fl. Fruͤchte⸗Preiſe zu Butzbach am 16. Auguſt, Waizen: 8 fl. 2030 kr. Korn: 6 fl. W̃ Früchte⸗Preiſe z Waizen: 7 fl. 50 kr. Korn: 5 fl. 50 kr. Gerſte: 5 fl. Erbſen:— fl.— kr. Polizei⸗Taxe fuͤr die Staͤdte Friedberg un Butzbach vom 21. bis 28. Auguſt 1837. Früchte⸗Preiſe hier in Friedberg: 5 fl.— u NB. * 34 — Fruͤchte⸗Preiſe zu Mainz, am 4. Auguſt: alzen: 8 fl. 14 kr. Korn: Hafer: 3 fl. 45 kr. Hafer: 3 fl. 43 kr. doßs Purge und! 6 fl. 34 kr. Gerſte: 5fl. 2 fü. Erbſen:— fl.— kr. u Frankfurt, am 14. Auguſt, vereins gedacht 5 5 iedberg Butztach pfo[ Brod-Preiſe. Frie 9 0 kr. pf. kr. pf. 1 Leib ⸗Roggenbrod 7 1 2 2472 2 7 7 5 4 413 44„ 77 10 goth. 9 0 —[Milchbrod 11 0 — Waſſerweck 14 6 1 —[Gemiſchtes(Tafel-) Brod 14 7 177 Fleiſch⸗Preiſe. ö pf. 50 1 Ochſenfleiſch 111— 11 4 7 Kühfleiſch 8 2 8— „ Rindfleiſch 33 2 81— „ Kalbfleiſch 71— 71— „ Schweinenfleiſch 11 2 11— „ Hammelfleiſch 5 81— 8— „ Wurſt von blos Schweinen 12— 12— Bratwurſt d 14— 114 „ Schwartenmagen 161— 116 „ Geräucherter Speck 20— 20— „Schinken 15— 144 „ Doörrfleiſch. 116— 16 „ Schweinenſchmalz, ausgelaſſen 20— 20 . dito unausgelaſſen 18— 18 „Nierenfett 20— 120— „ Hammelsfett 16— 16— Der gr. heſſ. Kreisrath d. K. J. V. Came ſasca. Gedruckt und verlegt unter Verantwortlichkeit von Carl Binder nagel in Friedberg. In diesem 2 0 wurde dabei de des Kirchenge aber den Au Lebens unter wichtige Mug an und für darf es um eine freundlich allen Bewohn Freude, wen Verein beſteht ihrer Mitte griffen.“ Singverein? 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