Na 5 8 0 Kr, Veſchmat 4 1 * enmuſte!! 5 5 0 nde Nu, Ei genzblatt für die 0 rovinz berhes sen und eig im Allgemeinen, „an b den Kreis Friedberg und die angrenzenden Bezirke im Beſonderen. ba en N 16. 1837. aeg rühmt et un 1 f. 10 50(was uber die Theegeſellſchaften neueſter Zeit. — Es haben ſich in der früheren und jüngſten Zeit — Sonnabend, den 18. November 1 Züge des Geſichts werden herabhängend, verzogen, und erſcheinen gleichſam welk und alt. Sieht man nehrere einſichtsvolle Männer mit unerdenklicher Mühe beeifert, dem zu häufigen Brandweintrinken, in Allgemeinen, entgegen zu wirken, indem ſie die e un üblen Folgen dieſes Getränkes, mit den grellſten farben gemalt, vor Augen ſtellten; ſollte es nicht duch ein Wort zu ſeiner Zeit ſeyn, wenn man ſich nit eben ſo viel Wärme und Eifer dem übermäßigen Theetrinken(das in ſeiner Art eben ſo nachtheilig wirkt wie jenes) in den ſogenannten Damengeſell⸗ ſchaften annähme und deſſen Nachtheile ebenfalls in Betrachtung zoͤge?— Ich bin meinestheils vollkommen überzeugt, daß wenn unſere lieben Damen die Nachtheile dieſes Getränkes kennen gelernt haben, dieſelben ſich gewiß nicht mehr mit ſolcher Leichtigkeit, wie es bisher ge⸗ ſchehen, von ihren gewöhnlichen Berufsgeſchäften entfernen und täglich dem unfreundlichen Getränk entgegen eilen werden. Meine Damen, ich werde hier nur wohlmeinend und beſorgend für deren zukünftiges Glück, welche meine Stimme nicht verkennen wollen, reden, und lege deßhalb als Freund die Nachtheile des über⸗ mäßigen Theetrinkens zur Beurtheilung vor. Der Thee iſt ein Getränk, welches, warm oder kalt genoſſen, die Verdauung ſchwächt, die Haut ſpröde macht und derſelben einen gelblich matten Schimmer giebt, der die jugendliche Friſche des Antlitzes benimmt; er entzieht den Augen ihren natür⸗ lichen Glanz und den anmuthigen Ausdruck; die Wangen verlieren ihre bezaubernde Röthe und die — weiter, daß zu dem den Körper in allen Beziehungen ſchwächenden Getränke ſich noch der Genuß der verzuckerten, erſchlaffenden Gebäcke, wie z. B. Ku⸗ chen u. ſ. w. geſellen, ſo darf man ſich nicht mehr wundern, wenn man unter unſerem dermaligen ſchö⸗ nen Geſchlechte nur wenige Damen mit blühender Geſichtsfarbe und wahrer Fülle der Geſundheit wahr⸗ nimmt. Ich rathe daher, beſonders den jüngern Damen, denen es gewiß um die Erhaltung der Geſundheit und eine längere Blüthenzeit zu thun iſt, ſich im Genuſſe des Thees zu mäßigen und ſtatt dieſem Getränke bei dem Beſuchen einer Freundin, lieber mit einem Glas Waſſer, Butterbrod oder et— was Obſt zu begnügen, als daß ſie ſich ſchon nach der erſten Begrüßung die Theekanne vorſetzen laſſen. Erwägt man das eben Geſagte, ſo läßt ſich daraus ziemlich deutlich entnehmen, daß die Thee⸗ geſellſchaften in der Regel auch nicht heiter ſeyn können, weil unter den nachtheiligen Einflüſſen des Theetrinkens der Geiſt abgeſtumpft und die gute Laune dadurch unterdrückt wird. Dieß, meine Da⸗ men, ſind die nächſten Nachtheile des Thee's, im Allgemeinen, nun folgen die entfernteren, welche beſonders aber von den verheiratheten Damen be⸗ beherzigt werden durften. Für ältere Damen ergeben ſich öfters Folgen aus dem Theetrinken und den überhandnehmenden Theegeſellſchaften, welche ſogar manchmal den Haus⸗ frieden ſtören können, dann auch größere Ausgaben verurſachen, als nöͤthig ſind, und andere Dinge, die zuletzt nicht ſelten auch auf die Kinder nachtheilig zu wirken pflegen. In den meiſten Haushaltungen, wo dieſe Art Geſellſchaften ſtattfinden ſollen, pflegt ſchon mehrere Tage vorher eine gewiſſe Regſamkeit und ein Durch⸗ einander voranzugehen, von dem nicht ſelten jetzt ſchon die Kinder vergeſſen werden oder ganz in den Hintergrund treten müſſen; rückt nun gar der Tag des Feſtes heran, ſo iſt nur der Sinn für Thee und Kuchen, an den Mann und die Kinder wird nicht mehr gedacht. Die Tiſche und Stühle(manch⸗ mal geliehen) werden geſtellt und verſtellt, das Mit⸗ tagseſſen wird ſparſam eingerichtet(gewärmt), man legt ſich des Abends mit ſeinen Kindern beinahe ganz hungrig zu Bette, weil ja, durch das Bereiten eines gewöhnlichen Nachteſſens, dem Gebäckſel für den morgenden Thee ein Unfall begegnen könnte. An dem Tage, wo die Geſellſchaft ſelbſt vor ſich gehen ſoll, bedarf Niemand weder zu eſſen noch zu trinken, Alle koͤnnen und müſſen auf die traurigen Ueberbleibſelchen faſten. Trifft es ſich nun, daß die Geſellſchaft in einem andern Hauſe gegeben wird, ſo werden die armen unſchuldigen Geſchöpfe, mit der Weiſung ja recht geſchickt zu ſeyn, an die Magd übergeben, und trö⸗ ſtet noch die Früchte des Herzens, ihnen ein Stück⸗ chen Kuchen zur Belohnung ihres Artigſeyns mit zubringen. Kaum hat der Herr und die Frau das Haus verlaſſen, ſo übernimmt das Dienſtperſonal die Kleinen in Sorge und Pflege, droht mit dem Niclas und dem Schornſteinfeger, ja ſperrt nicht ſelten die Unglucklichen in eine ungewaͤrmte Stube ein, um nur recht gemächlich ihrem eigenen Geſchäfte nachgehen zu können. Die Armen ſind nun vor Angſt ruhig(wem fällt hier nicht das Gedicht von Langbein ein), erfrieren ſich aus Furcht, wahrend. Vater und Mutter im Vergnügen ſitzen. Kommen nun ſpäter die Eltern, der Vater vom Kartentiſche, die Mutter vom Thee, ſo finden ſie Alles in der gewünſchten Ordnung; die Kinder ſchlafen und wa⸗ ren recht geſchickt. Oft ſchon in der Mitternacht erwachen die Kleinen, über Hunger klagend, man hört ſie aber nicht, oder wenn man ſie hört, will man ſie nicht verſtehen, und redet oft noch harte Worte zu ihnen, welche ſie beruhigen ſollen, ohne an ein Schlimmes zu denken, und doch hat ſich etwas zugetragen, was ſpaͤter beweint zu wer⸗ 314— den verdient, indem die Frau Nachbarin des andern Morgens erzählt, daß zwar die Kinder recht geſchickt geweſen ſeyen, nur habe ſich das eine Kind ein wenig am Licht verbrannt und wäre, wenn es Gott nicht in den Schutz genommen hätte, beinahe zum Fenſter hinaus gefallen; auch geſteht die Magd, daß ſie vergeſſen habe, den Kindern ihr Nachteſſen zu geben.—— Unter ſolchen Umſtänden wetteifert man, noch täglich die Geſellſchaften zu vermehren, man über⸗ bietet ſich in Glanz und Ptacht und denkt kaum an das Ungküäck, welches ſo nahe war. Ja man geht ſogar noch weiter, indem man eine Familie, welche mit Sorgfalt für ihre Kinder lebt und aus anderen Verhältniſſen ſich den ſogenannten Theegeſell⸗ chaften und Kartenſpielen nicht anſchließt, mit einer gewiſſen Art von Geringſchätzung anſieht, während es doch bei dieſen auch Leute giebt, deren Bildung mit jenen öfteren Geſellſchaftsgebern auf gleicher Stufe ſtehen. Würde man überhaupt in den Geſell⸗ chaften mehr auf wahre Bildung ſehen, und in Allem mehr Einfachheit und Genügſamkeit hervorleuchten laſſen; ſo dürften wohl öfters mehr Freunde wie Feinde in Berührung kommen. Ich ſchließe hiermit und bitte den Leſer, dieſen Auffatz, dem Inhalte deſſelben nach, als Warnung eines erfahrenen Mannes anzuſehen. — *** Hiſtoriſche Miszellen. FCgriedberg betreffend.) 1304. Bruder Reinhardt, Guardian der Minner⸗ brüder zu Friedberg erklart, daß er von der Stadt die Erlaubniß erhalten habe, ein Pörtlein durch die Stadtmauer in dem Kloſter-Garten, den ihm König Adolph gegeben, zu brechen, unter der Bedingung, daß es, wenn Krieg entſtehe, zugemauert werden könne. Er beruft ſich dabei auf ein vom König Rudolph gegebenes, Privileg. Fortſetzung folgt.) Bekanntmachungen von Behoͤrden. Güter⸗ Verpachtung. (995) Auf Anſuchen des Herrn Martin Simon dahier ſollen Donnerſtag den 23. Nov., Morgens um 9 Uhr, in hieſigem Ratbhauſe von deſſen Güter⸗ ſtücken ohngefähr 45.48 Morgen Ackerland in der hieſigen, fauerbacher und ockſtädter Gemarkung ge⸗ legen in einzelnen Theilen öffentlich meiſtbietend auf 9 Jahre verpachtet werden. Die Feldſchützen, denen 0 976) ba tiſchen a den ſind richte G Eutlaſſu terer T ſtraße v an den Veerſteig des Mo tags 2 Nidt 1 (sor) Ido uhr, und 140 Friedber taillons Frie 0 998) für das neter 1 tags tungerat ments ve — 814— die Verzeichniſſe der Stücke eingehändigt worden, ſind angewieſen, Pachtliebhabern die Aecker zu zeigen. Friedberg den 9. Nov. 1837. Der Bürgermeiſter D. Fritz. Gläubiger⸗ Aufforderung. (975) Franz Schlitz von Niedermörlen beabſichtigt nach dem Königreich Preußen auszu⸗ wandern. Rechtsanſprüche an denſelben ſind binnen drei Monaten bei großh. Landgerichte Friedberg anzumelden, gegenfalls die Entlaſſungsurkunde er⸗ theilt werden wird. 0 Friedberg den 20. Oktober 1837. Der großherzoglich heſſiſche Kreisrath des Kreiſes Friedberg. In Verhinderung: Der großh. heſſ. Kreisſekretair Dr. Cameſasca. Gläubiger⸗ Aufforderung. (976) Michael Filz von Obererlenbach beabſichtigt nach Niedererlenbach im Frankfur⸗ tiſchen auszuwandern. Rechtsanſprüche an denſel⸗ ben ſind binnen drei Monaten bei großh. Landge⸗ richte Großkarben anzumelden, gegenfalls die Entlaſſungsurkunde ertheilt werden wird. Friedberg den 26. Oktober 1837. Der groß herzoglich heſſiſche Kreisrath des Kreiſes Friedberg. Küchler. Arbeits verſtei gerung. (994) Mittwoch den 22. November ſoll ein wei⸗ terer Theil der Planirarbeit auf der Provinzial⸗ ſtraße von dem Schwalheimer Hofe nach Staaden an den Wenigſtnehmenden verſteigert werden. Die Verſteigerung geſchieht an Ort und Stelle und zwar des Morgens 11 Uhr oberhalb Echzell und Nachmit⸗ tags 2 Uhr zwiſchen Leidhecken und Staaden. Nidda den 7. Nov. 1837. Der großh. Kreis baumeiſter . Ritter. lier (997) Mittwoch den 29. d. M., Vormittags um 10 Uhr, wird die Lieferung von 220 Stecken buchen und 140 Stecken eichen Scheitholz fuͤr die Garniſon Friedberg, auf dem Verwaltungscüreau des 2. Ba⸗ taillons 4. Infanterie⸗Regiments, in Accord gegeben. Friedberg den 9. Nov. 1837. In Auftrag: Golz, Oberquartiermeiſter. Brod lieferung. (998) Die Lieferung des erforderlichen Brods für das dahier garniſonirende Militär pro 1. Se⸗ meſter 1838, wird Donnerſtag den 30. d. M., Vor⸗ mittags um 10 Uhr, auf dem Büreau des Verwal⸗ tungsrathes des 2. Bataillons 4. Infanterie⸗Regi⸗ ments verſteigert. Die Herren Bürgermeiſter hieſiger Gegend wer⸗ den um geeignete Bekanntmachung dieſer Verſteige⸗ rung erſucht. Friedberg den 9. Nov. 1837. In Auftrag: Gölz, Oberquartiermeiſter. Lieferung von Vietualien und Beleuch⸗ tungs mitteln. 5 8 (1010) Die Lieferungen nachgenannter Victualien und Servicegegenſtände für das Lazareth zu Fried⸗ berg, werden für das 1. Semeſter 1838 auf dem Verwaltungsbüreau des Lazareths verſteigerungs⸗ weiſe in Accord gegeben, und zwar: 5 Die Lieferung des gemiſchten Brodes: Mittwoch den 21. November, Nachmittags um 2 Uhr, Des Ochſenfleiſches: Donnerſtag den 22. Novem⸗ ber, Nachmittags um 2 Uhr, Des Brennöls und der Talglichter: Freitag den 23. November, Nachmittags um 2 Uhr. Jeder Verſteigerungsact beginnt mit Bekannt⸗ machung der mit der Lieferung verbundenen Bedin⸗ gungen. Friedberg den 16. November 1837. In Auftrag: Fuhr, Pr. Lt. Arbeits ⸗Verſteigerung. (1011) Dienſtag den 21. d. M., Vormittags 11 Uhr, ſoll auf hieſigem Rathhauſe das Kleinklopfen von 9½ Kubikklafter Steine an den Wenigſtneh⸗ menden verſteigert werden. Ich erſuche daher die Herren Bürgermeiſter des Kreiſes Friedberg, dieſes in ihren Gemeinden ge⸗ fälligſt bekannt machen zu laſſen. Niederurſel den 15. November 1837. ö Der großh. Bürgermeiſter Amſel. Vieh ⸗Verſteigerung. (1012) Montag den 20. d. M., Mittags um 12 Uhr, ſoll das zum Nachlaß des großh. Pfar⸗ rers Danz dahier gehörige Vieh, beſtehend in 3 Kühen und 2 Schweinen, d unter den vor der Verſteigerung. eröffneten Bedin⸗ gungen öffentlich und an den Meiſtbietenden, in hieſigem Pfarrhauſe verſteigert werden. Obermörlen den 16. November 1837. In Auftrag gr. heſſ. Landgerichts Friedberg: Der Bürgermeiſter Nicolai. a Erledigte Wärterſtellen im Hoſpital Hofheim. (1013) Zu vier Warterſtellen in der hieſigen Anſtalt werden drei ledige und kraftige Mamer und eine ledige Weibsperſon geſucht. Diejenigen, welche eine ſolche Stelle zu erhalten wünſchen, haber ſich beim Unterzeichneten zu melden und die nöthi⸗ gen Zeugniſſe über ihren früheren Lebenswandel, fowie ihren Tauf⸗ und Heimathsſchein vorzulegen. Hoſpital Hofheim den 30. Oktober 1837. f Dr. Amelang, Großh. Medieinalrath. ie feu ng. (1014) Montag den 27. d. M., Vormittags um 10 Uhr, wird die Lieferung des erforderlichen Brennöls für die hieſige Garniſon pro 1. Semeſter 1838, auf dem Verwaltungsbüreau des 2. Bats. 4. Inf. Regts. verſteigert. g Friedberg den 15. November 1837. In Auftrag: Gölz, Oberquartiermeiſter. g Brod⸗Lieferung zu Butzbach, (1015) Donnerſtag den 23. November d. 5 Vormittags um 10 Uhr, ſoll die Lieferung des Brodbedarfs für die II. Diviſton Garde⸗Regiments Chevauxlegers auf das I. Semeſter künftigen Jah⸗ res an die Wenigſtnehmenden mittelſt Verſteige⸗ rung in Accord gegeben werden. Butzbach den 15. November 1837. In Auftrag: Cellarius, Unterquartiermeiſter. Bekanntmachung wegen anderweiten Verpachtung des Mineralbrunnens zu Schwalheim. 41016) Behußs anderweiter Verpachtung, des zum Staatseigenthum gehörigen Mineralbrunnens zu Schwalheim, Rentereibezirks Dorheim, deſſen Waſſer nicht nur wegen ſeines lieblichen, erfriſchenden Geſchmacks, ſondern auch wegen ſeiner vorzüglichen Heilkraft hinreichend bekannt iſt, und ſowohl auf dem Feſtlande, als auch über See weithin verführt wird, auf neun, zwölf oder achtzehn Jahre, vom 1. Januar 1838 an gerechnet, ſoll ein nochmaliger öffentlicher Steigerungstermin Moutag den 27. November d. J., Vormittags um 10 Uhr, in dem Geſchaftslokal der Renterei Dorheim ahgehalten werden. Dieſe, in einer ſehr angenehmen Gegend der Wetterau, in der Nähe von Frankfurt, Mainz, Hanau, Friedberg ꝛc. gelegene Brunnenanſtalt iſt mit den erforderlichen, zum Theil ganz neuen Wohn⸗, Wirthſchafts⸗und Oeconomie- Gebäuden verſehen, und bietet dem Pachter mehrfache Gelegenheit zu einem anſtändigen Verdienſt dar, indem, außer dem Sauerbrunnen, noch zwei andere Mineralquel⸗ len daſelbſt vorhanden ſind, wovon das Waſſer der einen, des ſogenannten Perlbrunnens, in ſei⸗ nen Eigenſchaften von dem des Sauerbrunnens ganz abweichend, ſich wegen ſeiner in vielen Krankheits⸗ fällen erprobten vorzüglichen Wirkung ebenfalls zum Verkaufe eignet. Auch ſoll dem Beſtänder erlaubt — 316— werden, auf dieſem Etabliſſement eine förmlich Badeanſtalt, wozu hinreichendes Mineralwaſſer vor, handen iſt, einzurichten, und alle erlaubten Ver, alan, wie z. B. Tanzparthieen ꝛc., zu veran⸗ ſtalten. 16 N une Pachtliebhaber werden daher eingeladen, ſich an dem obenerwähnten Tage und zur beſtimmten Stunde in dem Rentereilokal zu Dorheim einzu⸗ finden, über den Beſitz des zur Cautionsleiſtung und Inventarjen⸗Uebernahme erforderlichen Vermö⸗ gens vollſtändige obrigkeitliche Zeugniſſe, ohne welche Niemand zum Mitbieten zugelaſſen wird, vorzule⸗ gen und ſodann nach vorgängiger Vernehmung der Pachtbedingungen, welche auch ſchon vor dem Ter⸗ min ſowohl in dem Geſchäftslokal der unterzeichne⸗ ten Behörde, als bei der Renterei zu Dorheim eingeſehen werden können, ihre Gebote zu Proto⸗ koll zu geben. 7 G01 mittags ſität Be feng agel tr 905 0 Wi Rei (4020) wird Mon lr, auf verſteigert. gend werd bekannt m. Fried! Kaſſel den 31. Oktober 187. Kurfürſtliche Ober⸗ Finanzkammet ee e ee Indem wir vorſtehende Bekanntmachung kurfürſt⸗ lich heſſiſcher Ober⸗Finanzkammer in Kaſſel zur öffentlichen Kenntuiß bringen, machen wir die Her⸗ ren Biethliebhaber nochmals darauf aufmerkſam, ſich mit den obrigkeitlichen Vermögenszeugniſſen zu verſehen. 9299 Dorheim den 11. November 1887. J.“ M. L. Schüler, C Weß, Rentmeiſter daſelbſt. Sallneninſpekto r zu Nauheim. Hofraithe-Verſteigerung. 15 5 (1017). Dienſtag den 28. d. M., Vormittags um 11 Uhr, ſoll in hieſigem Rathhauſe, auf frei⸗ williges Anſuchen des Prediger-Seminar-⸗Dieners Dambmann, deſſen Hofraithe, beſtehend in Wohn⸗ haus, Stall und Gärtchen neben Herrin Johannes Füller und Frau Wagner gelegen, öffentlich meiſtbietend verſteigert und bei annehmbarem Geboth der Zuſchlag unwiederruflich ertheilt werden. Friedberg den 13. November 1837. N Der Bürgermeiſter D. Fritz. Holz. ⸗Vſe rx ſt e i ger un g. (1018) Mittwoch den 22. d. M, Vormittags 10 Uhr, werden in dem hieſigen Gemeindewald, Diſtrikt Ortsguldenwald meiſtbietend verſteigert: 1) 12 Stück Eichenſtämme von 1412 Cubicfuß N Gehalt, zu Bau⸗ und Stockholz dienlich, 2) 1¾ Stecken buchen Prügelholz und 3) 250 Wellen eichen Aſtreiſer. 7 Die Herren Bürgermeiſter des Kreiſes Friedberg wollen Vorſtehendes in ihren Gemeinden gefälligſt' bekannt machen laſſen. f* Burggräfenrod den 14. November 1837. Der großh. Bürgermeiſter Moſcheroſch. O e (40210 Katharl entliehen g „Foutar liches Ka Woß nau Weihmat gen, die 8 gekommen Wall we Anſprüche machen zu ſolche ſoge tend zu 1 erachtet w imortiftcirt, Großk. Set 1022) 10 Uhr, ſo Zehntſcheuen Vahier weis 1) Korn Y Wait 3) Gerſt J Eubſe 5) ſamm Sprel orſtal l. ü) 5 en mee erlaubte 1 0 V.. 3 Au veraß, chung lurſürſ ae u wir die Het aufmerfum, ragneſen zu Veſß, winſpektor dubeim 1 9 „Wem nn 317. rucht⸗ Lieferung. 1019) Montag den 27. November d. J., Vor⸗ nittags 10 Uhr, ſoll an hieſiger Saline eine Quan⸗ tät Brodfrucht an den Wenigſtnehmenden in Lie⸗ erung überlaſſen werden, welches den dazu Luſt⸗ wagenden hierdurch zur Nachricht dient. Nauheim den 16. November 1837. Kurfuͤrſtliches Salzamt. Wille. Meinhard. Wilhelmi. Weiß. Rei r been fe ü n g. (1020) Die Lieferung von 300 Stück Reiſerbeſen, b»ird Montag den 27. d. M., Vormittags um 11 Ihr, auf dem Militair-Verwaltungsbüreau dahier de ſerſteigert. Die Herren Bürgermeiſter hieſiger Ge— end werden erſucht, dieſe Verſteigerung geeignet kannt machen zu laſſen. s Friedberg den 15. November 1837. In Auftrag: Golz, Oberquartiermeiſter. Oeffentliche Ladung. 1021) Hartmann Wall und deſſen Ehefrau katharina, geborne Jung von Holzhauſen, mntliehen am 5. Januar 1802 bei Fabrikant Daniel ſoucar zu Friedrichs dorf ein zu 5% verzins⸗ liches Kapital, à 135 fl., gegen Verpfändung eines Bohnhauſes in der Strackengaſſe neben Heinrich Zeihmanu. Dieſes Kapital ſoll längſt abgetra⸗ en, die Originalſchuldverſchreibung aber abhanden ſekommen ſeyn. Auf Anſtehen des Hartmann alt werden daher alle diejenigen, welche irgend imſprüche an die erwähnte Schuldverſchreibung pachen zu konnen glauben, hiermit aufgefordert, ſilche ſogewiß in z. F. von 4 Wochen dahier gel⸗ und zu machen, als ſonſt dieſelbe für erloſchen tachtet werden, und die Schuldverſchreibung für Wabn, bortificirt erklart wird. cr D. Fritz un 9 Vormittags Frmrindemald, ſteigert: 412 Cubicfuß z dienlich, und ies Fruberg der gräligſt r 1887. Großkarben den 9. November 1837. Gr. heſſ. Landgericht daſelbſt. Muhl. Schmidt. Set x oh Verſtei gerung, (1022) Montag den 20. d. M., Vormittags um 10 Uhr, ſollen aus der hieſigen frh. v. Löw'ſchen zehntſcheuer in der Wohnung des Gaſtwirths Alles dahier meiſtbietend verſteigert werden, und zwar: 1) Kornſtroh 12 Fuder. 29 Waitzenſtroh 15 7˙99 3) Gerſten⸗ und Haferſtroh 3 4 Erbſen, Linſen- und Wickenſtroh 3„ 5) ſämmtliche von den Zehntfrüchten abfallende Spreu und Keil. Florſtadt den 6. November 1837. Freiherrl. von Lö w' ſche Rentei daſelbſt * Müller. Gläubiger⸗ Aufforderung. 023) Johannes. Neuling. von Aſſenheim. Sürgetmeiſtet ttoſch. beabſichtigt nach Frankfurt a. M. auszuwandern. Rechtsanſprüche an denſelben ſind binnen drei Mo— naten bei großh. Landgerichte Friedberg anzu⸗ melden, gegenfalls die Entlaſſungsurkunde ertheilt werden wird. Friedberg den 5. November 1837.. Der großherzoglich heſſiſche Kreisrath des Kreiſes Friedberg. Küchler. c Privat-Bekanntmachungen. In Dienſt ge ſu chet. (969) Ein Madchen von geſetzten Jahren, evan⸗ geliſcher Religion, das gut nähen, waſchen un d bügeln kam, wird als Garderobe⸗Mädchen, gegen guten Lohn, fogleich in Dienſt geſucht. Wo? ſagt die Expedition dieſes Blattes. Wirthſchafts⸗Eröffnung. (986) Ich btinge einem geehrten hieſigen und benachbarten Publikum zur offentlichen Kenntniß, daß ich am Sten dieſes Monats in meinem Hauſe neben Herrn Dauernheim eine Wirth⸗ ſchaft mit Wein,— die Maß 24 kr.—. Aepfelwein, Bier und Braͤndwein eroͤffnet habe. Ich werde es mir angelegen ſeyn laſſen, ſtets reines und gutes Getränk zu führen und bitte um recht zahlreichen Beſuch. Friedberg den 1. November 1837. Friedrich Rodaug. Gaſthaus⸗ Verpachtung. (999) Ein zwei Stunden von Frankfurt an der Hauptſtraße nach Friedberg ſehr ſchön gelegenes und frequentes Gaſthaus mit Stallungen und zwei Gär— ten iſt unter annehmbaren Bedingungen auf ſechs Jahre zu verpachten. Das nähere iſt bei der Ex⸗ pedition dieſes Blattes zu erfragen. Bekanntmachung. (1005) Unterzeichneter macht hiermit bekannt, daß er nunmehr ſein eigenes Haus, in der Ufergaſſe neben Herrn D. Grödel und Herrn Lorenz bezogen hat.— Zugleich empfiehlt er ſein wohl aſſortirtes Lager von Bettzeugen, Tüll, Moll, Jaconett, Batiſt— mouſſelin, Wollengarn, Einſchlagegarn, blau, türkiſch⸗ roth, weiß, leinen und baumwolken Zwirn, Lothband und allen in dieſes Fach einſchlagenden Artikeln. Friedberg im November 1837. Nathan Hͤrſchhoru. ec ea (1024) Wir Unterzeichnete haben dahier ein Lackir⸗Geſchäft etablirt und übernehmen Aufträge in Chaiſen, Holz, Blech und mehreren Artikeln, weiche in dieſes Fach einſchlagen mit der größten Sorg⸗ falt, unter der Verſicherung reeller und prompter Bedienung au. Auch beſitzen wir eine Auswahl — 318— 5 otrſchiedener Größe von Kappenſchilde und Geſund⸗ heitsſohlen, und empfehlen uns einem hochgeehrten Publikum beſtens. Friedberg den 18. November 1837. W. E. Dietz. H. Fiedler. Ei en Seit oi ck (1025) ſpaniſches Rohr mit Silber beſchlagen, wurde den 15. d. M., Vormittags, vom Steiner— nenhaus bis zum Mainzerthore verloren. Der red— liche Finder wolle denſelben an Herrn Bäckermei⸗ ſter Steinhäuſer dahier gegen angemeſſene Beloh— nung abgeben. e N Z n n Ne anch er i ch t. (1026) Diejenigen, welche Rechnungen in der Edictalladung bei großh. Landgericht im Mai v. J. an Wilh. Netz hier eingereicht und noch nicht bezahlt erhalten haben, werden erſucht, wenn ihre Forderung für richtig erkannt iſt, deſſen Betrag bei mir in Empfang zu nehmen. Friedberg den 15. November 1837. 8 Michael Jung. Fee nnen (1027) Montag den 20. d. M. ſollen 6 Malter Kirchenkorn dahier meiſtbietend verſteigert werden. Kaichen den 14. Nov. 1837. Der Kirchen vorſtand daſ. In ma mes eien (1028) liegen in der freiherrlich von Günderodi⸗ ſchen milden Stiftung zu Höchſt an der Nidder 200 fl. gegen gerichtliche Verſicherung zu 5 vom Hundert bereit. Höchſt an der Nidder den 9. Nov. 1837. F. C. Zöll. Stiftsverwalter. Mobilien⸗Verſteigerung. (1029) Der unterzeichnete iſt geſonnen, Montag den 20. Nov., Morgens 9 Uhr, Folgendes meiſt— bietend zu verkaufen: 125 10 4, 2, 1½ und ¼ Ohmfäſſer, ) ein Mahltrog ſammt Stein, 3) Eine Fegemuhle, 4) einen Linden- und Nußbaum, 4 Stuck Fä ber oder Krippen-⸗Reife und verſchiedene andere Gegenſtände. 8 Holzhauſen den 12. Nov. 1837. 8 Georg Ohly. Waaren⸗ Empfehlung. (1030) Vorzüglich feine damaſtzirte Mantelzeuge A la Donna Maria, hat in den neueſten Muſtern und beliebteſten Farben friſch erhalten. Mayer J. Hirſch. Er ſu ch enn. (1031) Sollte Jemand hier oder in der Umgegend ſeyn, welcher die Friedberger Wochenblätter geſammelt hat, und ſolche gegen angemeſſene Be⸗ zahlung zu verkaufen geſonnen iſt, ſo wird derſelhe erſucht, ſie bei der Expedition d. Bl. abzugeben. 4 Frucht Verſteiger ü n g, (1032) Dienſtag den 21. I. M, Vormittags Uhr, ſollen auf dem Gemeindehaus dahier ungef in 7 Malter Kirchen-Korn meiſtbietend gegen glech baare Zahlung öffentlich verſteigert werden. 7 Niedereſchbach am 13. Nov. 1837. Der Kirchenrechner, Aßmann. Literariſche Anzeige. 8 Martin Luther's Werke. Ausgewählt und anging, net von G. Pfizer. Pracht⸗Ausgabe in Einen Bande. Mit Luthers Büſte in Stahlſtich. In 1 Lieferungen zu 20 Bogen à 1 fl. 12 kr. a Anzeigen, ſowie die 1. u. 2. Lieferung ſind bei ß zur Einſicht vorräthig.. 2 Friedberg. Früchte⸗Preiſe hier in Friedberg: Wizen: S fl. 20 kr. Korn: 7 fl. 10 kr. Gerſte: 6 fl.— kt Hafer: 3 fl. 10 kr. Erbſen:— fl.— kr. 1 Fruͤchte⸗Preiſe zu Mainz, am 10. Nov.: Waizen: 7 fl. 54 kr. Korn: 6 fl. 20 kr. Gerſte: 5fl. 19 f, Hafer: 3 fl 9 kr. Erbſen:— fl.— kr. 47 Polizei⸗Taxe fuͤr die Staͤdte Friedberg un C. Bindernagel Butzbach vom 21. bis 27. November 1837. pfo.[ Brod Preiſe. Srievberg f Butze 2 kr. pf kr. pf. 1 Leib ⸗Roggenbrod 9 2 5 2„ 7 5 2 5 12 4 5 2 11 2 11— 5 f Loth. Lot. Milchbrod 1 1 115 —[Waſſerweck a 8 11— Gemiſchtes(Tafel⸗) Brod 1. 11 Fleiſch⸗Preiſe. pf. pf. 1 Ochſenfleiſch 12— 12— „ Kühfleiſch 1 9— 8— „ Rindfleiſch 91— 8— 7 Kalbfleiſch 8 8 5 9— „ Schweinenfleiſch 13— 13— „ Hammellleiſch a 84— 8— „ Wurſt von blos Schweinen 14— 144— „Bratwurſt 160 16— „ Schwartenmagen 16— 16— „ Geräucherter Speck 24— 22— „Schinken 15— 15—5 „ Doörrfleiſch 16— 164— „ Schweinenſchmalz, ausgelaſſen 22— 22— . dito Unausgelaſſen 20— 20— „Nierenfett 21— 120— „ Hammelsfett 18— 16— Der gr. heſſ. Kreisrath d. K. 9 i Küchler. el ˖ Gedruckt und verlegt unter Verantwortlichkeit von Carl Bindernagel in Friedberg. Zur 2 Es Jugen Wahrhe reiche recht lel Scckele Milter! theilt, Weihna⸗ Troſt d Eltern beachtet „Die wenn ſie Freude daß ſie nd. E beſchenkt ſich wen daſſelbe ſachen n fallen, f „es mit den Geſundh den Me Geſchenk nun aber ſo verfäl