4 Intelligenzblatt e wegen 5 . für die ukel, Verdalter. 1 7 ä—— 8 K 1 0„ in haben rovinz S er essen 8 1 oe im Allgemeinen, n mcg den Kreis Friedberg und die angrenzenden Bezirke im Beſonderen. 5. Der 3 1 1 fl. 12 kt. n l, II. Sonnabend, den 18. Maͤrz 1837. Ein gen ei 5 Dürer nn, Bir. Amtlicher Theil. da kr. Der großherzoglich heſſiſche Kreisrath des Kreiſes Friedberg erg: 1 8 N a 1 4. 34. an die großh. Buͤrgermeiſter des Kreiſes. F. 5* 7* 2 0 5 7 E * Eintheilung der Bezirkswegwaͤrter- Bezirke. n 1. Bezirk:(Wohnſitz des Wegwärters dieſes Bezirks: Friedberg.) 1) Friedberg, W Ockſtadt, 3) Ober⸗ fer 4 f. 20 ft. rosbach, 4) Niederrosbach, 5) Oberwöllſtadt, 6) Fauerbach II, 7) Oſſenheim, 8) Bauernheim, 9) Beienheim, 10) Melbach, 11) Ober- und Nieder-Florſtadt, 12) Bruchenbrücken, 13) Aſſenheim. lärz 1837. II. Bezirk:(Wohnſitz des Wegwärters: Oſtheim oder Niederweiſel) 1) Niedermörlen, 2) Obermörlen, 3) Langenhain, 4) Fauerbach I, 5) Münſter, 6) Hochweiſel, 7) Oſtheim, 8) Butzbach, 9) Rocken⸗ berg, 10) Oppershofen, 11) Steinfurt, 12) Niederweiſel. III. Bezirk:(Wohnſiz des Wegwärters: Groskarben oder Kaichen.) 1) Groskarben, 2) Klein⸗ karben, 3) Kloppenheim, 4) Rendel, 5) Büdesheim, 6) Burggräfenrod, 7) Ilbenſtadt, 8) Helden— 3 bergen, 9) Kaichen, 10) Bönſtadt. r Fritz. IV. Bezirk:(Wohnſitz des Wegwärters: Obererlenbach.) 1) Obererlenbach, 2) Petterweil, 3) Rod—⸗ heim, 4) Holzhauſen, 5) Obereſchbach, 6) Niedereſchbach, 7) Niederurſel, 8) Vilbel, 9) Nieder— wöllſtadt, 10) Okarben. V. Bezirk:(ꝰWVohnſitz des Wegwaͤrters: Altenſtadt.) 1) Altenſtadt, 2) Höchſt, 3) Oherau, 4) Stamm⸗ ligenzklate heim, 5) Rodenbach. 0 i 3 An ſtel lungen. geweiſe, Bezirks⸗Wegwärter im J. Bezirk: Adam Thomas von Butzbach. ſchichtliche 7 7„ II.„ Conrad Schmidt von Florſtadt. zu hohen 77 5„ Ul.„ Philipp Wiſſemer von Kaichen. Alatt will 7 5 8 25 1 e von 45 ö 7 5„ V. eorg Kretz von Obereſchbach. näge len Sämmtlich auf Widerruf. 5 1 8 4 ingungen zu Ochſenfleiſch Polizei-Reglement. Betreffend: Die Vicinalweg-Polizei im Kreiſe Friedberg. Um die mit ſo großem Koſtenaufwand hergeſtellten chauſſirten Vicinal⸗Wege im Kreiſe Friedberg! vor muthwilliger oder boshafter Beſchädigung zu ſchützen, und zugleich eine gute Ordnung bei dem Ges chen. brauche derſelben vorzuzeichnen, werden nach Anhörung der Lokal⸗Polizei⸗Behörden ſolgende polizeilicher 1 Vorſchriften ertheilt: 1 . 44 1) Jede abſichtliche Beſchädigung von Kanälen, Brücken, Geländern, Abweiſern, Bäumen u. dgl. m. auf den Vicinal-Wegen ſoll mit einer Strafe von 3 bis 5 fl. beſtraft werden, unbeſchadet der vorbe⸗ haltenen Verpflichtung zum vollſtaäͤndigen Schadenserſatze. 5 i 2) Das Niederlegen von Holz, Steinen, Schutt, Dünger ꝛc. ꝛc. auf die Vicinal⸗Wege wird außer dem etwaigen Schadenserſatz und vorbehältlich der Verpflichtung die durch alsbaldige polizeiliche Wegſchaf⸗ fung dieſer Gegenſtände entſtehende Koſten zu erſetzen, mit einer Strafe von 1 bis 3 fl. belegt. 3) Desgleichen das Schleifen von Bauholz oder anderer dergleichen Gegenſtaͤnden, ohne den Gebrauch einer Schleife. 4) Auf den Fußwegen(Banquets) der chauſſirten Vicinal⸗Wege darf mit beſpanntem Vieh nicht ge⸗ fahren werden, es ſey denn, daß es blos des Ausweichens wegen geſchieht. Ebenſo iſt das Fahren durch die Chauſſeegraͤben, mit Ausnahme der po ackern derſelben unterſagt. lizeilich angewieſenen Gewannüberfahrten, und das 5) Bei den blos für die Fußgänger beſtimmten Fußwegen der chauſſirten Vicinalwege iſt ferner das Reiten, das Treiben von Weh und das Fahren mit Schubkarren darauf gänzlich verboten. Wo dieſe Fußwege für die Fußgänger nicht durch Anſchläge beſonders bezeichnet erſcheinen, ſind diejenigen Fuß⸗ wege als ſolche anzunehmen, an deren Seite die Unterhaltungshaufen ſich finden. 6 Jeder Fahrende muß dem Andern, welcher ihm entgegenkommt, rechts ausweichen. Beim Vorbeifah— ren nach einerlei Richtung muß der Zurückbleibende ſo weit links ausweichen, daß der Andere an ihm rechts vorbeifahren kann. 7) Jede Zuwiderhandlung gegen die Vorſchriften unter Satz 4 bis 6 ſollen mit 30, kr. bis 1 fl. Strafe belegt werden. 8) Das Weiden des Viehes in den Graben an den Dämmen der Vicinalwege wird mit einer Strafe von 15 kr. für jedes Stück große und von 6 kr. 9) Die Vicinalwege ſollen mit Baumpflanzungen begrenzt werden. für jedes Stück kleine Vieh bedroht. Dieſelben dürfen aber nicht mehr als 12 von der Kante des den Vicinalweg begrenzenden Grabens entfernt und an die von der Polizeibe⸗ hörde zu beſtimmenden Stätte dergeſtalt geſetzt werden, daß ſie in fortlaufender Linie längs der Straße auf 36“ Entfernung von einander zu ſtehen kommen. f f Die Zuwiderhandelnden trifft 30 kr. bis 1 fl. Strafe. ſtehenden Baumſtützen befeſtigt zu halten. Auch ſind dieſelben ſtets an ſtarken ſenkrecht 10) Die Bezirkswegwaͤrter, Geusdarmen, Feldſchützen und andere Poltzeioffieianten ſind angewieſen, ſtrenge auf die Befolgung dieſes Polizei-Reglements zu achten, und die Zuwiderhandelnden zur Beſtrafung anzuzeigen. Friedberg den Sten März 1837. Die Angeber erhalten von allen angeſetzten und wirklich eingehende g Strafen die Hälfte. Küchler. Ueber Errichtung einer Dampfmühle zu Friedberg. (Von Dr. A. Seitz.) Wenn ſich jetzt im Allgemeinen ein reges In— tereſſe für Herbeifuͤhrung und Verwirklichung aller Arten von Erfindungen, Verbeſſerungen ꝛc. in ſo manchen induſtriellen Zweigen kund giebt, und man ſich angenehm berührt findet, wenn Perſonen, denen die Prüfung des Beſten ganzer Gemeinden anver— traut iſt, ihren Standpunkt richtig ins Auge faſ— ſend, den erſten Impuls zu dergleichen Anzeichen einer höheren Civiliſation geben, wie dieſes kurz lich durch einen Aufruf des Herrn Bürgermeiſters Fritz in Friedberg— zur Errichtung einer Dampf⸗ mühle— der Fall war; ſo wird es wohl nicht am unrechten Orte ſeyn, einige Bemerkungen über die⸗ ſen Gegenſtand zu veröffentlichen. Ich werde mich zuerſt an die Frage halten: Iſt das beabſichtigte Unternehmen unſerer Gegend von dedeutendem Vortheil?— Es gilt für die Dampfmühlen in dieſer Bezie— hung das, was auf Maſchinerien überhaupt an⸗ wendbar iſt.— Man kann nicht läugnen, daß durch Einführung von Maſchinen viele Unterthanen, wenn auch vielleicht nicht gerade brodlos, doch einen bedeutenden Ausfall in ihrer Einnahme ſpuͤ— ren werden, und dieſes, und daß hierdurch manche dem Staate nützlich geweſener Bürger demſelbe. entzogen, vielleicht gar zur Laſt wird, hat bein großen Haufen und bei manchem beſſer Berathenen Vorurtheile erregt, die wohl im erſten Augenblick etwas für ſich haben, bei näherer Betrachtung aber völlig verſchwinden müſſen.— Allerdings wird von Seiten des Staats reſp. ſeiner Behörden wohl zu überlegen ſeyn, in wie fern raſches Betreiben oder ſucceſſives Einführen von Maſchinerien einer Ge⸗ 110 Etnalte ſeehel 1 Salle ein gie zen bo gechiet iet b Aber d die er drängt können Berit (bas wird st den ke gering Körpe wand Menſ braut an Produ ſtellen Doppe zwar müſſſen die, entgeg zu eit gen, wenig rührte 0 Friedb die f. dünge Unurr richtet wurf ſatz is gen; eintret währer len Un den, e . dgl. m der vorbe, ußer dem Ne Wegſchaf⸗ egt. Gebrauch nicht ge⸗ s Fahken und das Wo dieſe elizeibe⸗ der Straße ſenkrecht fe. n, ſtrenge Beſtrafung die Nahe. —— er Gegend ieſer Bezie⸗ rhaupt an⸗ znen, daß terthanen, dos, doch nahme ſpü⸗ U manche bemſelbel bat beim Berathenen Augenblick chung aber wird von n wohl zu gend zuſagen wird.— Denn wollte z. B. unſere Staatsregierung mit allem Eifer ein ſchnelles Ent— ſtehen von Wollſpinnereien in der Gegend von Schotten betreiben, ſo würde in dieſem Augenblick ein großer Theil nützlicher und thätiger Untertha— nen brodlos, während wenn dieſes nach und nach geſchieht, der Uebergang unmerklich und daher we— niger beläſtigend für die Allgemeinheit ſeyn wird. Aber wie ſehr werden alle dieſe Nachtheile durch die erwachſenden Vortheile in den Hintergrund ge— drängt.— Wenn Produkte mit weniger Arbeit können gewonnen werden; ſo verringert ſich das Betriebs⸗Kapital und da in dieſem Falle die Waare (das Produkt) weniger Zinſen abzuwerfen hat, wird ſie auch um ſo viel wohlfeiler angekauft wer— den können; wenn aber ſogar nicht nur die Arbeit geringer und ſchneller, ſondern auch durch lebloſe Körper vollkommner und mit weniger Koſtenauf— wand producirt werden kann, was ſonſt nur durch Menſchenhände und zwar weniger vollendet und brauchbar zur Erſcheinung kommen konnte, ſo wird man ſich leicht überzeugen, wie ſich der Preis der Produkte zum Vortheil der Allgemeinheit niedriger ſtellen muß und was man früher kaum für das Doppelte erhielt, jetzt füglich um die Hälfte und zwar vollkommner und beſſer angekauft werden kann. Dieſes Wenige glaubte ich vorausſchicken zu müſſen, um den Anſichten jener zuvor zu kommen, die, an dem Alten klebend, ſich allen Neuerungen entgegen ſtellen zu müſſen glauben, oder, die Sache zu einſeitig auffaſſend oder in Privatintereſſe befan— gen, ſich mit den zu erringenden Vortheilen zu wenig vertraut machen und kehre nun zu dem be⸗ rührten Gegenſtand ſelbſt zurück. Es kann bei Errichtung einer Dampfmühle zu Friedberg weniger davon die Rede ſeyn, ob dieſelbe die kleineren, ſogenannten Kunden-Müller, ver— drängen wird, vielmehr muß ſich die Abſicht der Unternehmer auf den zu erzielenden Mehlhandel richten, und es wird hierdurch ſchon mancher Ein— wurf beſeitigt ſeyn, indem es durchaus nicht Grund⸗ ſatz iſt, die kleineren Mühlen urplötzlich zu verdrän— gen; auch dann nur eine Concurrenz mit jenen eintreten wird, wenn der zu geringe Waſſerſtand während der Sommermonate den Muͤllern das Mah⸗ len unmöglich macht, weshalb ſich nur die größe— ren, ebenfalls für den Handel mahlenden Müller gravirt fühlen dürften, deren Nachtheil jedoch gegen den, der Geſammtheit erwachſenden Vortheil, nicht in Anſchlag gebracht werden darf.— Denn— auch abgeſehen davon, daß jede induſtrielle Anlage groͤ⸗ ßere Regungen, Handel und Wandel hervorruft; auch abgeſehen davon, daß der ſo häufigen Mehl— noth während eines großen Theils des Sommers ein Ende gemacht wird; auch abgeſehen davon, daß nun der Einzelne ſich weniger der Discretion der Müller wird überlaſſen— ſo wird 1) Der Conſument mehr und wohlfeileres Mehl erhalten, 2) Dem Ueberfluß an Getraide in der Wetterau ein ſicherer und ſich wohl rentirender Canal verſchafft und endlich 3) Für die Wetterau 8 bis 10,000 Malter tro— ckenes Futter(Kleie) gewonnen, da ein ſehr großer Theil der in hieſiger Gegend gezogenen Getraide-Früchte roh Cin Körnern) ins Aus⸗ land gefuhrt wird. Würde man, um bei dem letzten Punkte ſtehen zu bleiben, die Früchte mahlen und nur das Mehl ausführen, welche bedeutende Maſſe von Futter würde gewonnen werden; die jährliche Ausfuhr der ganzen Wetterau auch nur zu 40,000 Malter an⸗ geſchlagen, wirft oben bemerkte Summe Kleie ab, welche zu Futter verwendet, keinen geringen Einfluß auf immer weiteres Steigen der Landwirthſchaft hieſiger Gegend üben wird. Geht aber aus dem eben Geſagten unläugbar hervor, wie vortheilhaft und wichtig die Anlage für die ganze Wetterau ſich herausſtellt; iſt es fer⸗ ner ſehr begreiflich, wie Sägmühle, Tabacksmühle ꝛc. damit verbunden werden kann;— wie viel mehr müſſen ſich nun die Bewohner Friedbergs für dieſen Gegenſtand intereſſiren, wenn die beabſichtigte Waſ⸗ ſerverſorgung der Stadt damit wird verbunden wer— den. Ich halte es für ganz überfluͤſſig, dieſen Punkt auch nur mit einem Worte hervorzuheben; die dar— aus entſpringenden Vortheile ſind ſo klar und längſt ſo allgemein anerkannt, daß wohl kein In⸗ tereſſent darauf hingeleitet zu werden braucht. Wir haben nun den Nutzen einer Dampfmühle allgemein und ſpeciell fuͤr die Wetterau und Fried⸗ berg erwogen und gehen zur Beantwortung einen anderen Frage über: Wird ſich die beabſichtigte Errichtung gehörig verintereſſiren?!— Bleibt man bei dem Grundprincip aller Spe⸗ culation ſtehen, daß ein commerzielles Unternehmen, welches auf Oertlichkeit und Verhältniſſe richtig berechnet iſt, ſo lange mit überwiegendem Vortheil beſtehen wird, als ſich jene Verhältniſſe nicht än— dern, oder eine zu ausgedehnte Concurrenz eine an— gemeſſene Verwerthung der gewonnenen Produkte nicht zulaßt, ſo iſt wohl, hierauf geſtützt, auch dieſem Induſtrie-Zweig das Gedeihen nicht abzuſprechen; denn daß Oertlichkeit und Verhältniſſe paſſend ſind, wurde ſchon oben angeführt und allzuſtarke Concur⸗ renz iſt in vorliegendem Falle nicht denkbar.— Und warum ſollte ein Unternehmen nicht Anklang finden, deſſen Vortheile ſo klar vor Augen liegen; — warum ſollte eine Sache in einer der fruchtbar⸗ ſten und glücklichſten Gegenden ſich nicht mit Ge—⸗ winn ausführen laſſen,(während dieſes doch an andern Orten unter weit ungünſtigeren Verhältniſ⸗ ſen der Fall iſt?!— Zieht man nun endlich in Ueberlegung, wie ſchon ein bedeutender Theil der Koſten durch jene Bürger Friedbergs wird gedeckt werden, denen das Waſſer zum Betrieb ihres Geſchäfts unentbehrlich und die gewiß gerne namhafte Summen beitragen werden, würde Ihnen das Waſſer ohne weitere Bemühllng von Ihrer Seite bis in die Wohnung oder das Betriebs⸗Lokal geliefert, ſo mag ein glück— liches Reſultat außer allem Zweifel liegen.— Es konnte nicht Abſicht dieſer Zeilen ſeyn, eine umfaſſende Darſtellung aller Punkte des berührten Gegenſtandes zu liefern, ſondern ſie werden ſchon dann ihren Zweck erreicht haben, wenn man hin und wieder ſich zur näheren Prüfung deſſelben an— geregt fühlen wird. Die Erdfloͤhe betreffend. Gelegentlich des Anſtreichens einer Gartenbank mit weißer Oelfarbe, bemerkte ich, daß ſchon nach einer halben Stunde dieſelbe mit ſogenannten Erd⸗ flöhen, die gerade nicht in übergroßer Menge in meinem Garten vorhanden ſind, bedeckt war. Dieſe Inſekten wurden unſtreitig vom Geruche des Lein⸗ oͤls angezogen, und ich ſtellte deßwegen die Bank zum zweiten und dritten Anſtriche im Hofe auf; allein auch hier fanden ſie ſich in ſolcher Menge 76 ein, daß Tauſende in der friſchen Leinölfarbe ihren Tod fanden. Es ſcheint nun keinem Zweifel zu unterliegen, daß der Vogelleim, welcher aus eingekochtem Leinöl beſteht, ein unfehlbares Mittel zur Vertilgung die⸗ ſer ſchädlichen Inſekten abgeben möchte. Wenn man in die Pflanzenbeete Stöcke mit Vogelleim beſtrichen aufſteckt, ſo werden in kurzer Zeit alle Erdflöhe an dieſelben anfliegen, und ſo zu Grunde gehen. Amerikaniſche Sitte, den Erdfloh von Kohl⸗ und Rübſaaten abzuhalten. Man ſchüttet zu 3 Pfund Kohl und Rübenſaat in einen glaſirten Topf 1 Unze(2 Loth) Schwefelblumen, deckt den Topf dicht zu, nachdem man den Samen und die Schwefelblumen fleißig durch einander ge⸗ rührt hat. Nach 24 Stunden thut man eine zweite Unze Schwefelblumen hinzu, und rührt es tüchtiglaber⸗ mals durch einander und wieder nach 24 Stunden die dritte Unze bei gleichem Verfahren. Damit beſäet man ſeinen Acker. Die erſten Blaͤtter der Saat ha⸗ ben einen ſcharfen Geſchmack, der Erdfloh verſchmäht ſie daher, und beim dritten und vierten Blatte iſt die Pflanze ſchon ſo kräftig, daß der Erdfloh ihr Gedeihen nicht mehr ſtoͤren kann; auch pflegt mau wohl die aufgegangenen Pflanzen mit klein zermalm⸗ tem Ruß und Aſche zu beſtreuen. Bekanntmachungen von Behoͤrden. ANN Hofraithe⸗Verſteige rung. (175) Montag den 17ten April, Vormittags um 10 Uör, ſoll in hieſigem Rathhaus das durch Tauſch an die Stadt übergegangene Pfarrhaus in der Kirch⸗ gaſſe gelegen, beſtehend in Wohnhaus, Stall, Hof⸗ raum und 1 VPrtl. 4 Rthn. Hausgarten offentlich meiſtbietend verſteigert werden. Friedberg den Iten März 1837. Der Bürgermeiſter D. Fritz. Güter ⸗Verſteigerung. (185) Auf Verfügung des großherzoglichen Land⸗ gerichts ſollen Montag den 20ten d. M., Vormit⸗ tags um 11 Uhr, in hieſigem Nathbaus die dem Caspar Stoppelkamm zu Ockſtadt gehörenden Guͤ⸗ terſtücke in hieſiger Gemarkung, beſtehend in: P. 337 N. 23. 160 Ruth. Ackerland im großen Wart⸗ feld, iſt getheilt mit H. Salzmann, „ 449„23. 107 Ruth. im großen Galgenfeld, an Heinrich Kehr, „ 450„ 26. 105 Ruth. daſelbſt, an Johann Philipp Gerths Wittwe, (193 tigt u. an de gerichl lain Fli⸗ 100 eit be bern. 9 Monate. den, ge. den wir Frie (496) Wilhe lenfalſie ſprüche verwalt unter 9 chen, a wandten überlaſſ Frie urbe bre erliegen, em beinelf ung die⸗ Denn man f deſtrichen Neflöhe an Wen. teh ven en. Man N in einen felbl umen, en Samen dandet ges cue zweite dens ber; 1 Stunden Damit beſdet 1 Saat ha⸗ verſchmãht Blatte iſt rdfloh ihr peuagt won in zermalm⸗ — gorden. einer nochmaligen öffentlichen meiſtbietenden Verſtei— gerung ausgeſetzt werden. Friedberg den 8ten März 1837. f Der Bürgermeiſter D. Fritz. Schaafpferche-Verſteigerung. (188) Die Schaafpferche fur den Monat April ſollen Montag den 20ten d. M., Morgens um 9 Uhr, in hieſigem Rathhaus öffentlich meiſtbietend verſteigert werden. Friedberg den 9ten März 1837. 8 Der Bürgermeiſter D. Fritz. Gläubiger-Aufforderung. (492) Wilhelm Pauli von Niedereſchbach beab— ſichtigt nach Nordamerika auszuwandern. Rechts anſprüche an denſelben ſind binnen drei Monaten bei gr. Landgericht Großkarben anzumelden, gegen— falls die Eutlaſſungsurkunde ertheilt werden wird. Friedberg den 14ten Februar 1837. Der großherzoglich heſſiſche Kreisrath des Kreiſes Friedberg. Küchler. Gläubiger⸗ Aufforderung. (193) Johannes Werner von Altenſtadt beabſich— tigt nach Erbſtadt auszuwandern. Rechtsanſprüche an denſelben ſind binuen drei Monaten bei gr. Land— gerichte Großkarben anzumelden, gegenfaͤlls die Ent— laſſuugsurkunde ertheilt werden wird. Friedberg den öten Februar 1837. Der großherzoglich heſſiſche Kreisrath des Kreiſes Friedberg Küchler. Gläubiger⸗Aufforderung. 1194) Georg Wilhelm Wieſenbach von Büͤdes— heim beabſichtigt nach Niederdorfelden auszuwan— dern. Rechtsanſprüche an denſelben ſind binnen drei Monaten bei gr. Landgerichte Großkarben anzumel— den, gegenfalls die Entlaſſungsurkunde ertheilt wer— den wird. Friedberg den 24ten Februar 1837. Der großherzoglich heſſiſche Kreisrath des Kreiſes Friedberg Küchler. Edictalla dung. (196) Der ſchon ſeit vielen Jahren abweſende Wilhelm Emmel von Butzbach oder deſſen al— lenfallſige Leibeserben werden aufgefordert, ihre An— ſprüche an das jenem zuſtehende ſeither curatoriſch verwaltete Vermögen ſogewiß binnen 3 Monaten, unter gehöriger Legitimation, hier geltend zu ma— chen, als ſonſt daſſelbe den nächſten bekannten Ver— wandten des Abweſenden gegen Cautionsleiſtung überlaſſen werden wird. Friedberg den 25ten Februar 1837. Großh. heſſ. Landgericht daſ. Brumhard. Holz ⸗Verſteigerung. (211) Mittwoch, den 29ſten d. M., Vormittags 9 Uhr, ſollen in dem Rodheimer Gemeindewald Diſtrikt Grauenberg 44 Stecken buchen Scheidholz 4„ 15 Prügelholz, 507,„ Stockholz 2040 Stück Buchen- und Weiden⸗Wellen⸗Reisholz öffentlich an die Meiſtbietenden an Ort und Stelle verſteigert werden. „Die Zuſammenkunft iſt zu Köppern um halb neun Uhr Vormittags. a Die Herren Buͤrgermeiſter der Umgegend wer— den um gefällige Bekanntmachung obiger Verſteige— rung andurch erſucht. Rodheim den 13ten März 1837. Der großh. Bürgermeiſter Jacobi. Gebäude-Verſteigerung auf den Abbruch. (212) Mittwoch den 22ſten März 1837, Vor- mittags 10 Uhr, ſoll das 39½ Fuß lange, 23½ Fuß breite zweiſtoͤckige von Eichenholz erbaute und mit einem Ziegeldach verſehene hieſige alte Ge— meinde-Schulhaus, nebſt einem kleinen Ställchen, unter den im Termin bekannt gemacht werdenden Bedingungen auf hieſiger Rathſtube öffentlich meiſt— bietend auf den Abbruch verſteigert werden, wozu andurch Kaufliebhaber einladet und die grzh. Herrn Bürgermeiſter um gefällige Bekanntmachung dieſes dienſtergebenſt erſucht werden. Niederrosbach, den 14ten Maͤrz 1837. Der grßgl. Bürgermeiſter F. Bullmann. Verſteigerung eines Baumſtücks. (213) Erbvertheilungsbalber ſoll Dienſtag, den 28 ſten März l. J., Morgens 10 Uhr, das den Erben des Heinrich Schleuning gehörige im Fauerbacher Vorderfeld neben Frau Poſtmeiſter Helmolt und Heinrich Salzmann gelegene mit ſechzehn tragbaren Aepfelbaumen bepflanzte eine Morgen zwei Viertel vier Ruthen haltende Baum— ſtück unter den im Termin bekannt gemacht wer— denden Bedingungen auf hieſigem Nathhauſe an den Meiſtbietenden öffentlich verkauft werden. Friedberg, den 16ten März 1837. In Auftrag: Der Bürgermeiſter D. Fritz. Holz-Verſteigerung in der Hochweifler Mark, Revier Hochweiſel. (214) Dienſtag, den 21ſten März l. J., des Vor- mittags um 9 Uhr, ſoll in dem Diſtrikte Filz- hart, nächſt Ziegenberg, nachbenanntes Gehölz öffentlich dem Meiſtgebot, unter den gewohnlichen Bedingungen ausgeſetzt werden, Brandholz: 662 Stecken altes Stockholz 41 Cubikfuß Kuͤfern⸗Stammholz 63 Stück Küfern⸗Wellen. Die grßhzgl. Bürgermeiſter der für dieſe Holz— verſteigerung intereſſirten Gemeinden werden erſucht, dieſelbe gefälligſt zur öffentlichen Kenntniß bringen zu laſſen, mit dem Anfügen, daß wenn die Ver— ſteigerung den 21ſten nicht beendigt werden ſollte, ſolche den 22ſten d. M., Vormittags 9 Uhr, daſelbſt forgeſetzt werden. 5 Fauerbach J am 15ten März 1837. Der großh. Bürgermeiſter Werner. Arbeit-Verſteigerung. (215) Donnerstag, den 23. März, ſollen die zum Wiederaufbauen der Schulſcheune an der zweiten Schule zu Altenſtadt erforderlichen Arbeiten an den Wenigſtnehmenden öffentlich veraccordirt wer— den, als: Zimmerarbeit veranſchlagt zu 120 fl. Maurerarbeit 5„5 Summa 196 fl. Ueber Bedingungen u. ſ. w. können bei dem Un⸗ terzeichneten Erkundigungen eingezogen werden. Die Herren Bürgermeiſter der Umgegend werden erſucht, Vorſtehendes in ihren Gemeinden bekannt machen zu laſſen. Altenſtadt, den 14ten März 1837. Der großh. heſſ. Bürgermeiſter Brack. 5 Bau ⸗Arbeit-Verſteigerung. (216) Mittwoch den 22. März d. J., Vormit⸗ tags 10 Uhr, ſollen auf dem Rathhauſe zu Butz bach die an der dortigen Hospitalskirche nöthigen Baureparaturarbeiten an die Wenigſtnehmenden ver— ſteigert werden: Nach dem Voranſchlag beträgt: fl. kr. die Maurerarbeit 97 18 die Zimmerarbeit 100 37 die Dachdeckerarbeit 1 die Schreinerarbeit 165 38 die Schloſſerarbeit 23 20 die Glaſerarbeit 12 40 die Weisbinderarbeit 353 47 Voranſchläge und Bedingungen können bis dahin auf dem Büreau des Unterzeichneten eingeſehen werden. Friedberg den 16ten März 1837. Der großh. heſſ. Kreisbaumeiſter Holzapfel. Schäfer wird geſucht. (217) Die Schäfereibeſtänder zu Nie dermörlen haben den daſigen Schäfer Jakob Hofmann we⸗ gen Formwidrigkeiten von der Schaafheerde als Hirt entbunden, und da zu dieſem Behufe ein an⸗ derer Hirt nöthig iſt, ſo wird zur öffentlichen Kennt⸗ 78 — niß gebracht, daß ſich die zu dieſem Dienſt Luſttra⸗ genden bei Unterzeichnetem zu melden haben. Niedermörlen am 13ten März 1837. Der grhzgl. Bürgermeiſter Dey.) Privat- Bekanntmachungen. u m Ve x ka uf. (153) Chriſtian Racken des Zten Wittwe zu Dorheim beabſichtiget die in ihrer Hofraithe ſte— hende Scheuer aus der Hand auf den Abbruch zu verkaufen. Dieſe Scheuer iſt von großer Länge, Breite und Höhe, erbaut aus ſehr ſtarkem Eichen⸗ holz, und befindet ſich in dem beßten Zuſtande. Pfänder- Renovation. (207) Alle in dem hieſigen Pfandhaus ſtehenden Pfänder, welche die Verfallzeit erreicht haben, müſ— ſen in Zeit vier Wochen, von heute an, eingelöſt oder renovirt ſeyn, anſonſten ſie zum Verkauf aus⸗ geſetzt werden; bemerkt wird, daß die Einlöſung ſo wie die Renovation nur an den von der Armen⸗ commiſſion beſtimmten Tagen: Montag, Mittwoch und Samſtag geſchehen kann. Friedberg am toten März 1837. Namens der Pfandhausverwaltung Faatz. D. Pendling. S ä merei verkauf. (218) Alle Sorten Gartenſaamen, für deſſen Aechtheit und Güte man bürgt, ſind billig zu haben bei Carl Decher in der Uſergaſſe. A bſchied. (219) Meinen hieſigen und auswärtigen Freunden und Bekannten, von welchen ich durch die Drin⸗ gendheit meiner Abreiſe nicht perſoͤnlich Abſchied nehmen konnte, rufe ich hierdurch noch ein herzli⸗ ches Lebewohl zu und bitte um ferneres geneigtes Wohlwollen. Friedberg am 17ten März 1837. Flemming. Main kur. (220) Unterzeichneter bringt ſein Bauholz, Die⸗ len- und Gypslager ſeinen Freunden in geneigte Erinnerung. F. Petermann. Empfehlung. (221) Indem ich hierdurch meine, aus Seife und Lichter ꝛc. beſtehenden Fabrikate beſtens empfehle, mache ich zugleich meinen werthen Geſchäftsfreun⸗ den die Anzeige, daß ich mit beſonders guter Qua⸗ lität grüner Wagenſchmier verfehen bin, und hoffe auch, den Wunſch derſelben ſowohl in Hinſicht der Güte, wie auch des billigen Preiſes, beſonders bei den jetzt erhöhten Fett-Preiſen, zu entſprechen Fauerbach II im März 1837. Gottſchalk Simon, Seifen⸗ und Lichter Fabrikant. „(22Z0 9 0 00 90 5 un Tang eile Kl ſte geg un Sta 229 bern wiede merei ſpruch jule läglich 22 benſtt gema werde behan B. (22 Wie Küche April 226 zogene hat zu 8 ſtehenden den, müſ⸗ deimngeloſt kauf aus⸗ lesung ſo der Armen⸗ Mittwoch verwaltung din g. füt deſſen g zu hpapen r Uſergaſſe. freunden die Drin⸗ 9 Abſchied ein herzli⸗ s geneigtes ning. holz, Die⸗ in geneigte ermann. Steife un empfehle, häftsfttun⸗ zuter Qua⸗ 1 1 bix, und in Hinſicht besonders * on, brikant. euſprechen Mobilien-Verſteigerung. (222) Mittwoch den 29. d. M., Vormittags um 9 Uhr, ſollen zu Staden im freiherrlich von Löwi— ſchen Haus, aus der Verlaſſenſchaft der verſtorbe— nen Frau Pfennig, gegen gleich baare Bezah— lung, oͤffentlich verſteigert werden: Gold, Silber, eine Kommode mit Schreibpult, Kleiderſchrank, Ti— ſche, Kleider, große und kleine Schawls ꝛc., Weis— zeug und allerhand Hausrath u. ſ. w. Staden am 15. März 1837. Saamen- Verkauf. (223) Meinen geehrten Abnehmern mache ich hiermit die Anzeige, daß ich, wie voriges Jahr, wieder mit allen Sorten friſchen und ächten Sä— mereien verſehen bin, weshalb ich um gütigen Zu— ſpruch bitte und zugleich bemerke, daß ich auch junge Nußbäume zum Pflanzen verkaufe, welche täglich bei mir ausgewählt werden konnen. E. Botſch, . Saamenhändler. Empfehlung. (224) Unterzeichneter macht hierdurch die erge— benſte Anzeige, daß bei ihm alle Arten von Uhren gemacht und durch ſeinen Geſchaftsführer verkauft werden können, und daß jeder dabei aufs Beſte behandelt werden wird. Butzbach den 6ten März 1837. Georg Brück. 3 m Neri the n. (225) Nr. 89. im mittleren Stock ein vollſtändiges Logis beſtehend in 4 heitzbaren Zimmern, Kammer, Küche, Keller und Holzplatz; ſelbiges kann im April bezogen werden. Kuh zu» ſe re auf en. (226) Eine im Nutzen vorzüglich gute, ſelbſt er— zogene Kuh mit dem achten Kalb(ein Mutterkalb) hat zu verkaufen Weis. Oſſenheim. Lehrlings⸗Stelle. (227) Ein hieſiger Baͤckermeiſter ſucht einen Lehr⸗ ling. Näheres in der Expedition d. Bl. Bei C. Binder nagel in Friedberg iſt zu haben: J. C. Becker. Ueber Tilgungsrenten verzinslicher Kapitalſchulden nebſt den Hülfsmitteln, ſolche, ſo wie die Reſultate für jedes Jahr der Til— gungs⸗Periode oder die im Laufe derſelben etwa vorkommenden moglichen Fälle, wodurch dieſelbe in ihrer Dauer und die Reuten in ihren Grö— ßen Veränderungen erleiden oder Vorauszahlun⸗ gen ſtatt haben, das Nöthige, dieſen verſchiede— nen Fällen Entſprechende in einfacher gewöhnlicher Weiſe zu berechnen, vorzüglich mit Rückſicht für den Zweck der Grundrenten-Ablöſung im Groß⸗ herzogthum Heſſen nach den Beſtimmungen des Geſetzes vom 28. Juni 1836 geordnet. 12 kr. 8 Frauen-Verein. Durch den lebhaften Wunſch bewogen, noch mehre von ihren Mitbürgerinnen an dem ſegensrei— chen Wirken des Friedberger Frauen-Vereins An— theil nehmen zu ſehen, erlauben ſich die gegenwär— tigen Vorſteherinnen, diejenigen Frauen und Jung⸗ frauen hier und in der Umgegend, welche demſel⸗ ben noch nicht beigetreten ſind, zur Theilnahme einzuladen; in der Ueberzeugung, daß es gewiß bei den meiſten nur einer Anregung bedarf, um ſie für das Gute und Nützliche zu gewinnen, was ſich der Verein rühmen darf, ſeit einer Reihe von Jah— ren in ſeinem Wirkungskreiſe erzielt zu haben. Die Unterzeichneten hoffen, daß dieſe freundliche Auffor— derung dem Verein eine recht große Anzahl neuer Mitglieder zuführen werde und bitten daher die zum Beitritt geneigten Frauen und Jungfrauen ſich bei einer von ihnen baldigſt zu melden. Friedberg den 11ten Marz 1837. C. Kiehm. K. Renner. L. Ensling. L. Trapp. C. Keim. Fruͤchte-Preiſe hier in Friedberg: Walzen: 7fl. 14 kr. Korn: 5 fl. 7kr. Gerſte: 4 fl. 31 kr. Hafer: 2fl. 45 kr. Erbſen:— fl.— kr. Fruͤchte-Preiſe zu Mainz, am 11. Maͤrz: Waizen: 7 fl. 13 r. Korn: 5 fl. 9 r. Gerſte: 4 fl. 16 kr. Hafer: 3 fl. 23 kr. Verkaufs-Preiſe vom 20. bis 27. caͤrz 1837. 5 pfd Lth. Qt. Für 1 kr. Milchbrod— 5— „ 1 kr. Gemiſchts-Brod— 7— „ 10 kr. Laden-Brod 4 17— „ 8 kr. dito 3 20 5 kr. dito 2 23— „ 4 kr. dito 1 26— W Zr. dito— 29— 8 5 Kr. Judengaſſe 1 Pfund Ochſenfleiſch 10 9 1„ Rindfleiſch— 8 1„ Kühfleiſch— 8 1„ Nierenfett 20 18 1 7 Kalbfleiſch 6— 1„ Hammellleiſch 8— 1„ Schweinenfleiſch 11— 1„ Leber- und Blutwurſt 12— 1„ Bratwurſt 14— 1„ Schwartenmagen 16—— Sperre? 24— 1„ Döͤrrfleiſch 16— 1„ Schmalz 20— Fuͤr die Richtigkeit: Der Bürgermeiſter Fritz. 2 Mit einer literariſchen Beilage,„Ge— ſchichte des Großherzogthums Heſſen“ be⸗ treffend. Zu gefälligen Aufträgen auf dieſes billige und intereſſante Werk empfiehlt ſich C. Bindernagel. Im Februar 1837 wurden zu Friedberg 1% Gee nt ka unt. 0 N 5 Den 5. Meiſter Johann Heinrich Waas II, Bürger und Schuhmachermeiſter, des hieſigen Burgers und Fuhrmanns Johannes Waas ehelicher Sohn, und Jungfer Johanna Juliana Louiſe Sellin, des hieſigen Bürgers und Hutmachermeiſters Friedrich Ludwig Sellin eheliche Tochter. 2. Getauft. „Dem hieſigen Bürger, Küfer und Bierbrauermeiſter Georg Gröninger ein Sohn: Friedrich, ge⸗ boren den 28. Januar. „Dem hieſigen Bürger und Bäckermeiſter Johannes Ullrich eine Techter: Auna Margaretha, ge⸗ 1 2 boren den 18. Januar. ö 1 „ 6. Dem hieſigen Burger und Stadtrechner Herrn Philipp Preuſſer ein Sohn: Carl Friedrich, ge⸗ 7 9 71 boren den 12. Januar. 5 „ 7. Dem hieſigen Buͤrger und Wagenmeiſter Wilhelm Hanſtein eine Tochter: Anna Margaretha, ge— boren den 25. Januar. 1 „ 14. Dem hieſigen Bürger und Gaſtwirth Herrn Johann Adam Kehr ein Sohn: Heinrich Carl, ge— boren den 4. d. M. „ 16. Dem hieſigen Bürger und Taglöhner Johann Jakob Großhardt ein Sohn: Carl, geb. den 7. d. M. „ 19. Dem hieſigen Bürger und Handelsmann Herrn Friedrich Hilbrecht ein Sohn: Friedrich Ludwig, geboren den 30. Januar. 3. Beerdigt. a. In der Stadt: „ 11. Conrad Strauß, hieſiger Bürger und Schreinermeiſter, alt ungefähr 60 Jahre, geſt. den 8. d. M. „ 13. Hartmann Steter, Buͤrger und Fuhrmann, alt 64 Jahre weniger 3 Tage, geſt. den 11. d. M. „ 14. Johann Heinrich Metzger, hieſiger Bürger und Strumpſwebermeiſter, alt 70 Jahre und 11 Monate, geſtorben den 12. d. WM, „ 20. Ein todtgebornes Kind weiblichen Geſchlechts.. „ 24. Catharina Margaretha Dienſtbach, des weiland hieſigen Burgers und Zimmermeiſters Friedrich Ja⸗ kob Dienſtbach nachgelaſſene Wittwe, geb. Seidelmeyer, alt 77 Jahre u. 2 Mon., geſt. d. 22. d. M. „ 25. Georg Boller, hieſiger Bürger und Oekonom, alt 64 Jahre, geſtorben den 24. d. M. b. In der Burg: „ 9. Der hieſige Bürger und Wollenwebermeiſter Friedrich Hofmann, alt 47 Jahre, geſt. d. 6. d. M. Vorlaͤufige Anzeige. Von hochpreißlichem Staatsminiſterium iſt mir geſtattet worden, neben meinem Intelligenzblatte ein Unterhaltungsblatt herauszugeben. Daſſelbe wird, dem Wunſche einiger meiner Freunde gemäß, vorzugsweiſe Gegenſtände des religibſen und ſittlichen Lebens behandeln und zugleich Schilderungen guter Menſchen oder einzelne herzerhebende Züge aus dem Leben derſelben mittheilen. Ich ſage vorzugsweiſe, da gemeinnützige Vorſchläge, Auszüge aus Werken guter Schriftſteller, welche intereſſante geſchichtliche Mittheilungen, ſchöne und erhabene Schilderungen, Gedichte ꝛc. ꝛc. enthalten und oft wegen zu hohen Preiſes nicht allgemein bekannt werden, dem Blatte nicht ganz fremd bleiben ſollen. Das Blatt will unterhalten und zum Guten ermuntern. Diejenigen Männer, welche mich in dieſem Streben unterſtützen und literariſche Beiträge liefern wollen, bitte ich, mir gefäalligſt bald ſolches mitzutheilen, um mich mit ihnen wegen der Bedingungen zu verſtändigen. Das Blatt wird den Titel fuhren: Wellerauer Unkerhalkungsblalker. Ueber den Preis, das Beginnen und Erſcheinen des Blattes werde ich ſpäter Mittheilung machen. Friedberg. Carl Bindernagel. Gedruckt und verlegt unter Verantwortlichkeit von Carl Bindernagel in Friedberg. l— Wegen des Charfreitags können nur ſolche Inſerate in der nächſten Nummer dieſes Blattes eine 1 i finden, die bis zum 22 ſten d. M., Nachmittags 3 Uhr, bei der Expedition einge⸗ gangen ſind. i