t v. Guſt: 1. 8 atis N cmatiſchen) Intelligenzblatt für die Yberhes sen im Allgemeinen, den Kreis Friedberg und die angrenzenden Bezirke im Beſonderen. M 50. Sonnabend, den 16. Dezember 183 7. — Die freiwillige Zollſperre. (Entnommen aus:„Der Heſſenbote.“) Häuftg hört man die Beſorgniß ausſprechen, daß das Maſchinenweſen durch die Erſparung zahlloſer Menſchenhände, durch die Vervollkommnung der Waaren und durch das Herabdrücken der Preiſe auf ganze Gegenden gewerbfleißiger Bürger höchſt nachtheilig einwirken müſſe, indem die einzelnen Handwerker keine Concurrenz mit den Fabriken aus⸗ halten könnten. Aehnliche Klagen ſpricht der Land— mann, ſpricht faſt Jeder aus, der nicht im Stande war, ſein Betriebskapital und die Kenntniß ſeines Geſchäfts nach den Forderungen der neuern Zeit zu erhoͤhen. Von den Regierungen geſchieht deshalb viel, um durch Verbreitung nützlicher Kenntniſſe und Unterſtützungen dem Einzelnen und dem ganzen Lande die Concurrenz mit den Gewerbsgenoſſen und mit dem Auslande zu erleichtern. Aber eins der nachtheiligſten Hinderniſſe, insbeſondere in den we— niger günſtig liegenden Orten, iſt für die Gewerb— treibenden die Vorliebe für das Fremde. Wie ſollen z. B. die Handwerker insbeſondere in Deiner Stadt ſich vervollkommnen, wenn der Anzug der Wohlhabendern in derſelben, von Kopf bis zu Fuß, aus der Fremde kommen muß? Und wie ungerecht iſt jene Vorliebe? Es mag ſeyn, daß Du den Hut, das Tuch, den Stoff vielleicht aus der Fremde etwas wohlfeiler und ſcheinlicher erhälſt, obgleich auch dies ſehr haufig nur ein Vorurtheil iſt, das aus der Unkenſtniß der inländiſchen Induſtrie entſteht. Aber der Capitaliſt, der Beamte, der Arzt, der Kaufmann, Fabrikbeſitzer c.— von wem erwar⸗ ten ſie Zinſen, Beſoldungen, Honorar, Kundſchaft? — Gewöhnlich von den Gewerbtreibenden in ihrer Nähe. Wenn aber dieſe nicht von den Wohlhaben— den durch Arbeitslohn einen Theil ihres Geldes zurückerhalten, wie ſollen ſie die Steuern geben, aus denen die Beſoldungen fließen? wie die Zinſen zahlen, die einen, für den Kaufmann nöthigen Auf— wand für nothwendige oder nur angenehme Dinge beſtreiten? Wer es daher mit ſeinem Wohnorte, mit ſeinem Vaterlande wohl meint, der möge nach dem Grundſatze handeln: ſo viel als möglich ſeine Bedürfniſſe von der Arbeit derer zu beſtreiten, welche als Bürger deſſelben Ortes und deſſelben Vaterlandes mit ihm verbunden ſind. Daß etwa dadurch eine allge⸗ meine Stockung im Handel entſtehe, iſt, wenn auch alle Vernünftigen jenen Grundſatz ſich aneigneten, heute und morgen noch nicht zu fürchten. Beleuchtung des Artikels in Nr. 48 des Intelli genzblattes„uͤber Theegeſellſchaften neueſter Zeit“ von dem Verfaſſer jenes Aufſatzes in Nr. 46 dieſes Blattes.) Der Herr Einſender des angeführten Artikels im Intelligenzblatte Nro. 48, hat aus dem Ent— wurf„über Theegeſellſchaften ꝛc.“ herausfinden ) Da wir fürchten, der Thee iſt ſchon zu viel„über— brüht“ worden, ſo iſt dies die letzte Portion, welche wir für unſer Blatt annehmen konnen. Die Redaktion. „7——....ͤ—T—2—2—2...— ———— —— 9 — 9 ä——— ä 888 wollen, daß jener Verfaſſer eine harte Zuſammen⸗ ſtellung des übermäßigen Theetrinkens mit dem unmäßigen Brandweintrinken, ſich hätte zu Schul— den kommen laſſen, und will ſogar, etwas weiter unten in demſelben Blatte, eine Aehnlichſtellung einer Brandweinſchenke mit einem ſogenannten Geſell— ſchaftshauſe darin wahrgenommen haben. Wie der Herr Verfaſſer des Artikels in Nr. 48 zu einer ſolchen grellen Beurtheilung und ſchroffen Auffaſſung des Artikels in Nro. 46 gekommen ſeyn mag, iſt nach des Verfaſſers Meinung jenes Aufſatzes ein Räthſel. Der Verfaſſer jenes Aufſatzes in Nro. 46 kann auf das Theuerſte verſichern, daß ihm jener harte Gedanke, welcher in ſeinem Einleitungsworte lie— gen ſoll, niemals in den Sinn gekommen, noch vielweniger habe er die Abſicht gehabt, Jemand auf eine unſanfte Weiſe zu berühren. Es thut ihm daher unendlich leid, daß er von dem Herrn Ver— faſſer des Artikels in Nro 48. entweder unrecht verſtanden, oder daß der Herr Verfaſſer, vielleicht ſelbſt durch zu große Aufregung ſeines Gemüthes oder geſteigerter Einbildungskraft über den ſprach— lichen Gegenſtand, zu einer harten Idee der Art gekommen iſt, die nun jenem Vefaſſer des Artikels in Nro. 46 aufgebürdet werden ſoll. Der Verfaſſer jenes Aufſatzes in Nro. 46 muß ſich deßhalb noth— gedrungen gegen ſolche Anſchuldigung verwahren, er muß dieſelbe ablehnen und ſie an den Herrn Verfaſſer des Artikels in Nro. 48 des mehrgedachten Blattes für immer zurückweiſen. Wenn nun der Herr Verfaſſer des Artikels in Nro. 48 ferner behaupten will, daß die in jenem Aufſatze niedergelegten Anſichten über die Nach⸗ theile des uͤbermäßigen Theetrinkens einſeitig ſeyen, ſo muß demſelben entgegnet werden, daß jener Ver⸗ faſſer von einem Laien, der hier als Sachverſtän— diger auftreten will, ſich nicht widerlegt findet, und ſich erſt dann vielleicht beſcheiden könnte, wenn ein erfahrener Mediciner ſein Urtheil abgegeben haben würde. Hätte der Herr Verfaſſer des Art. in Nro. 48 die nachtheiligen Wirkungen des über— mäßigen Theetrinkens verneinen wollen, ſo mußten trifftigere Gründe, als derſelbe anführte, zur Wider⸗ legung dargebracht werden; es wäre dann vielleicht nach genauer Erwägung des Fuͤr und, Gegen die Wahrheit(an der der Herr Verfaſſer am bekannten Orte ſo oft zweifelt) herausgefunden worden ſeyn. Ueberhaupt gebraucht der Herr Verfaſſer nur immer die Worte„ich bin nicht derſelben Meinung, ich kann nicht beipflichten,“ ohne daß derſelbe ſeine Meinungsweiſe erläutert und mit Gründen zu bele— gen ſucht. Auch hat der Herr Verfaſſer des Art. in Nro. 48 vermißt, daß das Wörtchen„übermä— ßig“ nicht wiederholt im Art. in Nro. 46 vorkam, worauf demſelben erwidert werden dürfte, daß jener Verfaſſer des Art. in Nro. 46 in ſeiner natürlichen, mehr populären Schreibart genugſam verſtanden werden konnte, und was ferner der Herr Vefaſſer (Art. in Nro. 48) von Inconſequenz redet, möchte derſelbe auf ſeine eigene Arbeit verwieſen werden müſſen. Es hat der Herr Verfaſſer des Art. in Nro. 48 eingeſtanden, daß ihm die Erfahrung über die üblen Folgen des uͤbermäßigen Theetrinkens man⸗ gelten und ſcheint ſich derſelbe hier dennoch als Richter aufwerfen zu wollen; dieß hätte er meines Erachtens nicht früher thun ſollen, als bis er von den Nachtheilen, welche das übermäßige Theetrin— ken in England und Holland, ſowie bei uns herbei⸗ führt, etwas beſſer unterrichtet und überzeugt gewe⸗ ſen wäre. Wenn der Herr Verfaſſer des Art in Nro. 48 weiter erklären will, daß ſtets eine heitere Stimmung in den Theegeſellſchaften herrſche und dieß durch Ausſagen einzelner Individuen bekräfti⸗ gen möchte, ſo dürfte ihm wohl hier Einſeitigkeit vorgehalten werden können. Meines Dafürhaltens iſt es nicht der ſogenannte bloſe Thee, was die Aufheiterung in gewiſſen Fällen bewirkt, ſondern die Zumiſchung von Zimmt, Vanille und Wein oder anderer Reize, die ſich im geſelligen Verkehr entſpinnen, welche die Geſellſchaft zur Aufheiterung ſtimmen können. Wenn ferner der Herr Verfaſſer in Nro. 48 nur immer das Viel- oder Wenigtrin— ken des Thee's bei ſeiner Beurtheilung im Auge hatte und niche einmal die wohlmeinende Winke für Eltern und die Nachtheile, welche durch das Ueber— handnehmen der ſogenannten Theegeſellſchaften in der Folge bei manchen Familien haben müſſen, berückſichtigen oder verſtehen wollte, ſo dürfte demſel— ben mit vollem Rechte der Verwurf zu Theil wer⸗ den, daß er die gute Seite jenes Aufſatzes in Nro. 46 nicht erkannte oder abſichtlich nicht erkennen wollte. deſſen ed oft d bendi ie nge Belo 8 (10 e 35 11 Uhr Lieferun öffen als: tlic waage ten Un bietend Fri (106 ſoll 10 N U Nr. 1 erbau Stall meiſt Gebo ten find f en t Wenigm ng im — 343— Zieht man nun am Schluſſe das Ganze in Er⸗ wägung, ſo dürſte wohl daraus zu folgern ſeyn, daß dem Herrn Verfaſſer des Art. in Nro. 48 vor⸗ geworfen werden muß, daß er mit vorgefaßter Mei⸗ nung ſeine Arbeit verfolgte, daß er die Nebenſachen mit ziemlicher Gründlichkeit behandelte, während er die Hauptſachen mit Gleichgültigkeit von ſich ent⸗ fernt hielt oder mit Fleiß uüͤberging; ſodann den Verfaſſer des Artikels in Nro. 46 des vielerwähn⸗ ten Blattes mit unverdienten Angriffen behelligte, deſſen edle Abſichten zu ſchmälern ſuchte und ſogar oft die Sache ſelbſt ganzlich verlaſſen hat, um Ne⸗ bendinge bekritiſiren zu konnen. 7 Bekanntmachungen von Behoͤrden. N W ie ist ee i g e r nen ge n. (1035) Montag den 18. Dez., Vormittags halb 11 Uhr, ſollen in hieſigem Rathhauſe nachſtehende Lieferungen und Leiſtungen für das Jahr 1838 118 an Wenigſtnehmende verſteigert werden, als: 10 Die Lieferung von ohngefähr 330 Maß Brenn⸗ öl, 20 Pfund Lichter zum Straßenbeleuchten, Nachtwachen und zur Waſſerleitung. 2) Das Reinigen der Straßen und öffentlichen Plätzen. 3) Die Armenfuhren. Friedberg den 30. November 1837. Der Bürgermeiſter D. Fritz. B e it pianſch ent n n 8“ n. (1057) Montag den 18. Dez., Vorm. um 10 Uhr, ſoll in hieſigem Rathhaus das Einkommen der Stadt⸗ waage, das Standgeld von Wochen⸗ und Jahrmärk⸗ ten und der Butterwaage für 1838 öffentlich meiſt⸗ bietend verpachtet werden. Friedberg den 30. November 1837. Der Bürgermeiſter D. Fritz. Haus Verſteig er tung. (1062) Auf den Antrag der Frau Wilhelm Dietz ſoll Mittwoch den 20. Dezember 1837, Vormittags 10 Uhr, in hieſigem Rathhauſe deren Hofraithe, Nr. 174, in der Uſergaſſe gelegen, beſtehend in neu⸗ erbautem Wohnhaus, zwei Hinterbäuen, 1 Scheune, Stallung und 20 Ruthen Hausgarten, öffentlich meiſtbietend verſteigert, und bei annehmbarem Gebot der Zuſchlag ſogleich ertheilt werden. Soll⸗ ten ſich keine Liebhaber zu der ganzen Hofraithe finden, dann ſoll ſie in zwei Theilen der Verſteige⸗ rung ausgeſetzt werden. Auch iſt die Beſitzerin geneigt, die Hofraithe ganz oder getheilt bis zum Verſteigerungstag aus der Hand zu verkaufen, was hiermit zur allgemei⸗ nen Kenntniß gebracht wird. Friedberg den 29. November 1837. Der Bürgermeiſter D. Fritz. Gläubiger Aufforderung. (1064) Thomas Schütz und Philipp Kuhn von Oberwöllſtadt beabſichtigen mit ihren Familien nach Nordamerika auszuwandern. Rechtsanſprüche an dieſelben ſind binnen 3 Monaten bei großh. heſſ. Landgerichte Friedberg anzumelden, gegenfalls die Entlaſſungsurkunde ertheilt werden wird. Friedberg den 21. November 1837. Der großherzoglich heſſiſche Kreisrath des Kreiſes Friedberg. Küchler. Bekanntmachung. (1069) In Auftrag gr. heſſ. Oberbaudirektion zu Darmſtadt, wird hiermit zur allgemeinen Kennt⸗ niß gebracht, daß der Reiterpfad an dem ſogenann⸗ ten vilbeler Berg ins Künftige als Sommerbahn zum Fahren benutzt werden darf. Friedberg den 28. November 1837. Der großh. heſſ. Kreisbaumeiſter Rhumbler. Fuhren ⸗Verſteigerung. (1087) Montag den 18. d. M., Vormittags um 10 Uhr, ſollen die Schubfuhren im Kreiſe Fried⸗ berg von Station zu Station für das Jahr 1838, in hieſigem Rathhauſe öffentlich an den Wenigſt⸗ nehmenden verſteigert werden. Friedberg den 6. Dezember 1837. In Auftrag großh. heſſ. Kreisraths: Der Bürgermeiſter D. Fritz. Hofraithe- und Färberei-Verkauf. (1102) Auf Verlangen der Frau Martin Groß Wittwe, ſoll Donnerſtag den 1. März 1838, deren in hieſiger Stadt an der breiten Straße gelegene, mit Nro. 5 bezeichnete Hofraithe, worin ſeit langen Jahren mit dem beßten Erfolge Färberei und Druk⸗ kerei betrieben wurde und auch noch bis zum Tage der Uebergabe fortbetrieben wird, auf hieſigem Rath⸗ hauſe einer offentlichen freiwilligen Verſteigerung, un⸗ ter den im Termine eröffnet werdenden annehmbaren Bedingungen, ausgeſetzt werden. Die Hofraithe be⸗ ſteht in zweiſtöckigem Wohnhaus mit 6 heizbaren Zim⸗ mern, 5 Kammern, 3 großen gedielten Böden, wovon der unterſte vollſtäͤndig zum Trocknen einge⸗ richtet iſt, 2 Kellern, Küche u. ſ. w., ſodann ſehr geräumigen Färberei, heizbaren Druckſtube, Mang⸗ bau, Scheune, Pferde⸗, Küh⸗ und Schweinſtälle, Holzſchoppen,/ Morgen zum Trocknen einge⸗ richteten dicht hinter der Färberei befindlichen Gar⸗ ten u. ſ. w. Bemerkt wird noch, daß ſich die Hofraithe in — 344— der gangbarſten Straße befindet und ſich leicht zu einem anderen größeren Geſchäfte einrichten läßt. Wenn es gewünſcht wird, ſo werden ſämmtliche Färberei⸗Geräthſchaften mit verſteigert und ſind dieſelben ſo wie die Hofraithe jederzeit einzuſehen. Friedberg am 14. Dez. 1837. In Auftrag: Der Bürgermeiſter D. Fritz. af Fit he, Det ig een (1103) Donnerſtag den 1. Februar 1838, Vor⸗ mittags um 11 Uhr, ſoll in hieſigem Rathhauſe die zur Verlaſſenſchaft des verlebten Adam Groß gehörende Hofraithe Nro. 78, in der beßten Lage der Stadt auf der Hauptſtraße gelegen, beſtehend in Wohnhaus, Brauhaus, 2 Scheunen, 1 Farbhaus und Ställen nebſt großem Hofraum, worin Färbe⸗ rei betrieben wird, Erbabtheilungshalber öffentlich meiſtbietend verſteigert werden. Friedberg den 14. Dezember 1837. Der Bürgermeiſter D. Fritz. Bekanntmachung. (1104) Es wird von Unterzeichnetem zur Kennt— uiß gebracht, daß das unterm 5. d. M. für Rech⸗ nung des Herrn Kammerdirektor Klenze verſtei— gerte Holz, in dem freiherrlich von frankenſteini⸗ ſchen Walddiſtrikt ober der Querſchneiße, ſeine Ge— nehmigung erhalten hat. Ockſtadt den 14. Dezember 1837. Der freih. v. frankenſteiniſche Oberförſter Harth. Frucht ⸗Verſteigerung. (1105) Montag den 18. d. M., Nachmittags um 2 Uhr, ſoll in hieſigem Rathhauſe von den diesjährigen Fruchtvorräthen des vereinigten Armen— fonds, 50 Malter Korn und 2 Malter Gerſte, öffentlich meiſtbietend verſteigert werden. Friedberg den 13. Dez. 1837. In Auftrag: Der Bürgermeiſter D. Fritz. Ack eren Verte ger in g. (1106) In Auftrag großherzoglichen Landgerichts, ſoll Donnerſtag den 1. Febr. 1838, Vorm. um 10 Uhr, in hieſigem Rathhauſe, die der Georg Schnei— ders Wittwe dahier zuſtehenden Ackerſtücke als: 148 Ruthen Garten, zwiſchen der ockſtädter Grenze, an Herrn von Löw, zehntfrei. 142„ Aaekerland, zwiſchen dem Mühlenweg und Riedgrabeu, an Chriſtian Froh⸗ berg, zehntfrei. 205„ Ackerland, im Ried, an Carl Frick und Conſorten und 12%„ Wieſen im Ried, an Magdalena Wü⸗ ſtenfeld, zehntfrei. In der Gemar⸗ kung Burg Friedberg gelegen, öffentlich meiſtbietend verſteigert werden. Friedberg den 14. Dezember 1837. Der Bürgermeiſter D. Fritz. Genf un ndden es. (1107) Der Poſtillion Heinrich Götz hat an⸗ gezeigt, er habe zwiſchen Niedermörlen und Nieder⸗ weiſel 1 Hackmeſſer, 2 Schlachtmeſſer, 2 meſſingene Hörnchen und 1 Stahl gefunden. Der ſich hierzu legitimirende Eigenthümer, kann dieſe Gegenſtände gegen Bezahlung der Inſeratgebühren zurück em⸗ pfangen. Friedberg den 14. Dezember 1837. Der Bürgermeiſter D. Fritz. Eddie tal mad ung (1108) Nach den Einträgen im Oſtheimer Hy⸗ pothekenbuche vom 2ten November 1805 und 26ten Januar 1807 entliehen Forſtmeiſter Karl von Wel⸗ ling und Ehefrau bei dem Kugelhau⸗Fonds zu Butz⸗ bach zwei Kapitalien von 200 und reſp. 50 fl., unter Verpfändung ihrer in Oſtheim belegenen Hof— raithe. Obgleich dieſe Kapitalien beſcheinigtermaßen wieder abgetragen worden, ſo können doch die Ori⸗ ginal-Schuldurkunden zur Löſchung nicht vorgelegt werden, daher, auf Antrag der Erben des Schuld⸗ ners alle, welche auf die vorgedachten Obligationen Anſprüche machen und aus der erwähnten Verpfän⸗ dung Rechte herleiten wollen, zu deren Geltend— machung binnen 6 Wochen unter dem Rechtsnach⸗ theile aufgefordert werden, daß nach Ablauf jener Friſt die vorberührten Schuldurkunden für mortifieirt erklart und die deßfallſigen Einträge in den Hypo⸗ thekenbüchern gelöſcht werden ſollen. Friedberg den 2. Dezember 1837. Großh. heſſ. Landgericht Hofmann. Verpachtung des Mineralbrunnens zu Schwalheim. (1109) Zur anderweiten Verpachtung des zum Staats-Vermögen gehörigen Mineralbrunnens zu Schwalheim, Rentereibezirks Dorheim, deſſen Waſſer nicht nur wegen ſeines lieblichen, erfriſchenden Ge⸗ ſchmacks, ſondern auch wegen ſeiner vorzüglichen Heilkraft hinreichend bekannt iſt, und ſowohl auf dem Feſtlande, als auch über See weithin verführt wird, auf neun, zwölf oder achtzehn Jahren vom 1. Januar 1838 an, ſoll ein dritter öffentlicher Steigerungs-Termin Montag den 18. Dez. d. J., Vormittags um 10 Uhr, in dem Geſchäftslocal der Renterei zu Dorheim abgehalten werden. Dieſe, in einer ſehr angenehmen Gegend der Wetterau, in der Nähe von Frankfurt, Mainz, Hanau, Friedberg ꝛc. liegende Brunnen-Anſtalt, iſt mit den erforderlichen, zum Theil ganz neuen Wohn⸗, Wirthſchafts- und Oeconomie- Gebäuden verſehen, und bietet dem Pachter mehrfache Gelegen⸗ heit zu einem anſtändigen Verdienſt dar, indem, außer dem Sauerbrunnen, noch zwei andere Mine— ralquellen daſelbſt vorhanden ſind, wovon das Waſſer der einen, des ſogenannten Perlbrunnens, in ſeinen Handen 1 gubuhen, gl dem obener! in dem 0 Beſiß! Uebernahm obrigkeitlic Mitgebot! nach vorga, welche aul Geſchaftele der Renter ihre Gebot Caſſel U Wir bi niß, hinzuf mit einem beiläuffg 6e dem died pachtungsf ö Dorhe J. M. L. Rentmeiſt (1110) Klägers mird letzt gefordert/ Reſtforde Auslagen zerſtoͤrlicht ren, als genommen reden fen Zugleich weiter er Gerichts Frie Ga 1111) fried G Familien anſprüche 3 egen tan zurück 2 en Geltend⸗ Rechtsnach⸗ Ablauf jener T Norman den Hyve⸗ Jahren von — 31— GEgenſchaften von dem des Sauerbrunnens ganz ab⸗ wichend, ſich wegen ſeiner in vielen Krankheits⸗ filen erprobten vorzüglichen Wirkung, ebenfalls zim Verkaufe eignet. Auch ſoll dem Beſtänder er⸗ lubt werden, auf dieſem Etabliſſement eine förm⸗ lche Badeanſtalt, wozu hinreichendes Mineralwaſſer vrhanden iſt, einzurichten, und alle erlaubten Ver⸗ gügungen, wie z. B. Tanzparthien ꝛc. zu veran⸗ ſualten. Pachtliebhaber werden daher eingeladen, ſich an dun obenerwähnten Tage und zur beſtimmten Stunde 1 dem Rentereilocal zu Dorheim einzufinden, über din Beſitz des zur Cautionsleiſtung und Inventarien⸗ lebernahme erforderlichen Vermögens vollſtändige wrigkeitliche Zeugniſſe, ohne welche niemand zum Mitgebot zugelaſſen wird, vorzulegen und ſodann inch vorgängiger Vernehmung der Pachtbedingungen, nelche auch ſchon vor dem Termine, ſowohl in dem beſchäftslocal der unterzeichneten Behörde, als bei her Renterei zu Dorheim eingeſehen werden können, üre Gebote zu Protocoll zu geben. Caſſel am 5. Dez. 1837. Kurfürſtl. heſſ. Ober⸗Finanzkammer Unterz.: Meiſterlin. Wir bringen Vorſtehendes zur öffentlichen Kennt⸗ ſiß, hinzufügend, daß die Herrn Pachtliebhaber ſich nit einem obrigkeitlichen Vermögens-Zeugniß(von eiläufig 6000 fl.) zu verſehen haben, welches von em dies maligen Meiſten Letztbieter dem Ver⸗ nachtungsprotocoll beigelegt werden wird. Dorheim den 13. Dez. 1837. F. M. L. Schüler, C. Weiß, Rentmeiſter allhier. Salineninſpector zu Nauheim. Ediktalladung. 1110) In Sachen des Georg Fay zu Muͤnſter, Klägers gegen Peter Hofmann von da, Beklagten, nird letzterer, deſſen Aufenthalt unbekannt iſt, auf⸗ zefordert, ſich anf die von-erſterem wegen einer Reſtforderung von 491 fl. 51/ kr. für gemachte Auslagen erhobene Klage, ſo gewiß binnen einer erſtörlichen Friſt von vier Monaten hier zu erkla⸗ zen, als ſonſt deren Inhalt für eingeſtanden an⸗ Zenommen und mit Ausſchluß aller etwaigen Ein⸗ eden ferner was Rechtens verfügt werden wird. Zugleich wird bemerkt, daß alle in dieſer Klagſache weiter erfolgenden Verfügungen durch Anſchlag am Berichtslocale bekannt gemacht werden ſollen. Friedberg den 7. Dez. 1837. Großh. heſſiſches Landgericht Hofmann. Gläubiger ⸗ Aufforderung. 11111) Johannes Gröninger II. und Gott⸗ fried Gröninger von Ockſtadt beabſichtigen nebſt Familien nach Nordamerika auszuwandern. Rechts⸗ anſprüche an dieſelben ſind binnen 3 Monaten bei gr. Landgericht Friedberg anzumelden, widrigenfalls die Entlaſſungsurkunde ertheilt werden wird. Friedberg den 30. Nov. 1837. Der großherzoglich heſſiſche Kreisrath des Kreiſes Friedberg. Küchler. Edietall a dung. (1112) In dem Steinfurther Amkshypotheken⸗ buche ſtehen annoch folgende Einträge offen: 1) auf den Namen von Joh. Paul Lottig zu Steinfurth 60 fl. am 6. Februar 1769 bei der Kirche zu Steinfurth geliehen. 2) Auf den Namen von Georg Kaspar Ro⸗ ſenbecker und Ehefrau Anna Catharina zu Steinfurth. a) 60 fl. am 5. Mai 1794 bei Kunſtmeiſter Diehl auf der Saline bei Büdingen. b) 40 fl. den 4. Febr. 1802 bei Hermann Petri zu Steinfurth. c) 100 fl. den 1. Juni 1789 bei Philipp Daſch zu Wiſſelsheim aufgenommen. 3) Auf den Namen von Heinrich Alban und Ehefrau Maria Eliſabetha zu Steinfurth. a) 200 fl. den 17. April 1782 bei der Fa⸗ milie von Löw. p) 180 fl. im Jahr 1782 bei Caspar Rein⸗ hold zu Marburg als Eurator der Catha⸗ rina Margaretha Caningen daſelbſt. c) 80 fl. den 26. Mai 1787 bei der Kirche zu Steinfurth. d) 60 fl. den 6. April 1788 bei derſelben. e) 37 fl. den 28. Juni 1792 bei derſelben. 1) 30 fl. den 9. März 1804 bei derſelben. g) 300 fl. den 1. Mai 1789 bei Salzſchreiber Urban zu Wiſſelsheim. h) 100 fl. den 23. Febr. 1799 bei Ludwig Petri zu Friedberg. i) 100 fl. den 27. Febr. 1800 bei der Wiſſels⸗ heimer Kirche aufgenommen, ſodann k) eine der Familie von Löw am 8. Februar 1794 geleiſtete Caution von 100 fl. 4) Auf den Namen von Peter Ziegler zu Steinfurt drei Cautionen, die der Familie von Low am 8. Febr. 1794 über 50 fl., am 3. Jau. 1803 über 130 fl. und am 26. Nov. 1812 über 140 fl. geleiſtet worden. Alle dieſe Schulden ſollen nach Angabe der Er— ben der Schuldner bezahlt, reſp. die Cautionen durch Aufhören des Pachtverhältniſſes erloſchen, die deß⸗ fallſigen Urkunden aber verloren gegangen ſeyn, weßhalb auf Antrag der Intereſſenten alle, welche auf die vorgedachten Kapitalien und die als Cau⸗ tion eingeſetzten Immobilien Rechtsanſprüche bilden, oder den Fortbeſtand der deßfalls conſtituieten Pfand⸗ rechte behaupten wollen, aufgefordert werden, ſolches — 346— ſo gewiß binnen 6 Wochen hier anzuzeigen, als ſonſt die Schuld- und Cautionsurkund über die oberwähn— ten Beträge für erloſchen erachtet, ſofort die hier— auf bezüglichen Einträge in den Hypothekenbüchern geſtrichen werden ſollen. Da ſodann die Joh. Kon r. Otto's Eheleute zu Wiſſelsheim folgende Grundſtücke: % des Flurbuchs, 44 Ruthen neben Ch. Roſen⸗ becker, „ 5 121% R. neben G. O. Roſen⸗ becker, 1 7 155 R. jenſeits des Sees neben f Casp. Balzer, beſitzen und verkauft haben, hinſichtlich deren ſie ihr Eigenthumsrecht genügend nicht nachweiſen können, ſo werden diejenigen, die Anſprüche auf jene Grund— ſtücke zu haben vermeinen, zu deren Geltendmachung binnen 6 Wochen unter dem Präjudize aufgefordert, daß ſonſt ohne Ruͤckſicht darauf, den Kaufbriefen über die obgedachten Stücke die richterliche Beſtaͤti— gung ertheilt werden wird. Friedberg den 28. Nov. 1837. Großh. heſſiſches Landgericht Hofmann. Brand⸗, Bau-, Werk⸗ und Nutzholz⸗Ver⸗ ſteigerung in den Hochweiſeler Markwal— dungen des Reviers Hochweiſel. (1113) Dienſtag den 19. d. M., ſollen in der Lamshart, ſehr nahe bei Münſter, folgende Holz— ſortimente unter den gewöhnlichen Steigerungsbe— dingungen öffentlich meiſtbietend verſteigert werden — und zwar: 10 ½ Stecken eichen Prügelholz, 2 331„ buchen, eichen ꝛc. Stockholz, 3) 4125 Stück dergleichen Reisholzwellen und 40 1 Klotz Eichenholz— 25 ECubik Fuß ent⸗ haltend— und vorzugsweiſe zu Werk— holz geeignet. Die Herren Bürgermeiſter werden erſucht, dieſe Verſteigerung mit dem Anfügen, daß die Zuſam⸗ menkunft Vormittags Schlag halb 9 Uhr in dem erwähnten Diſtrikte ſelbſt ſtatt findet, wo alsdann die Steigerungsbedingungen von dem großh. Bür— germeiſter Ruppel von Oſtheim, welcher die Ver— ſteigerung abhält, noch beſonders eröffnet werden ſollen, zeitig durch die Schelle bekannt machen zu laſſen. Hochweiſel den 14. Dez. 1837. Der großh. Revierfoͤrſter Stillgebauer. Korn ⸗Verſteige zung. (1114) Nächſtkommenden Montag, den 18. d. M., des Vormittags 10 Uhr, ſoll auf dem Gemein⸗ dehauſe zu Niedermörlen 20 Malter Gemeinde- korn einer öffentlichen Verſteigerung gegen gleich baare Zahlung ausgeſetzt werden. Ich erſuche daher die großh. Herren Bürgermeiſter der benachbarten Orthſchaften, vorſtehende Verſteigerung in ihren Gemeinden gefälligſt bekannt machen zu laſſen. Niedermörlen den 12. Dezember 1837. Der großh. Bürgermeiſter Dey. Holz⸗Verſteigerung. (1115) Künftigen Donnerſtag den 21. d. M., Vormittags um 10 Uhr, wird eine große Quanti⸗ tät ganz trockenes Eichen- und Tannen⸗Brennholz — ſteckenweiſe— auf dem hochgräflich ſolms'ſchen Bergwerk bei Bauernheim meiſtbietend verkauft; wozu Kaufliebhaber hiermit einladet Oſſenheim den 14. Dezember 1837. Weis, Rentmeiſter. Mobilien ⸗Verſteigerung. (1116) Auf Anſuchen der Frau Martin Groß dahier ſollen Mittwoch den 3. Januar 1838, von Vormittags 9 Uhr an bis Nachmittags 2 Uhr und die folgenden Tage, deren ſämmtliche zur Oecono⸗ mie gehörige Gegenſtaͤnde beſtehend: in 1 Pferd, 2 Kühen, 1 Rind, 1 vollſtändigen einſpännigen Wagen, 1 vollſtändigen Pflug, 1 neuen und 1 alten Egge, 1 Karren mit Faß, 1 Fegmühle, 1 Stumpf⸗ trog mit Eiſen, vollſtändigem Pferdegeſchirr, 1 Hand⸗ wägelchen, 1 neuen Schiebkarren, Leitern, Ketten, Pfuhlfaß u. ſ. w., ohngefähr 18 Fuder Streu⸗ und Futterſtroh, 30 Ctr. Kleeheu, 30 Mltr. Kartoffeln, eine Parthie Miſt, eine große Parthie Rangen in einzelnen Abtheilungen, Spreu u. ſ. w., ſodann mehreren faſt neuen Bütten und Bierfäſſer, Schränken, Tiſchen, Stühlen, Commoden, Bettladen, ferner meh⸗ reren Parthien eichenem Bauholz, neuen eichenen Boh⸗ len, tannenen Brettern u. ſ. w. in ihrer Wohnung öffentlich meiſtbietend verſteigert werden. Die Ver- ſteigerung des Viehes geſchieht am Mittwoch Vor⸗ mittag 11 Uhr. Friedberg den 14. Dez. 1837. In Auftrag: Der Bürgermeiſter D. Fritz. FTrucht⸗Verſteigerung. (1117) Mittwoch den 27. Dez. d. M. ſollen die Kirchen-Früchte zu Florſtadt, beſtehend in 1) 7 Mltr. 2 Sim. 3 Kpf. Korn, 2) 21 Mltr. 2 Sim. Gerſte und 3) 8 Mltr. 3 Sim. 2 Kpf. Hafer unter den bei der Verſteigerung bekannt gemacht werdenden Bedingungen öffentlich meiſtbietend ver⸗ ſteigert werden. Die Zuſammenkunft iſt bei dem Wirth Alles. Florſtadt deu 9. Dez. 1837. Der großh. Buͤrgermeiſt or Götz. Bekanntmachung. (1118) Bei jetzigem trockenem Wetter, wo wie⸗ ſorgung 5 Auff Ge, ſeage 2 erde ceſſ 3) Abfaſ füͤhrun werde Herren Dauer Nie t gemacht tend ber, bei dem meſſt U wo wee * der an die Haufen gefahren werden kann, ſollen wöchent⸗ lich, v. 18. d. M. an, nur einmal, Mittwochs, Kohlen- Klötze aus den Schoppen verladen werden, und an den übrigen Tagen wird von den Haufen geladen. Dorheimer Bergwerk den 13. Dez. 1837. A. Storch. Holz!⸗Verſteigerung. (1119) Künftigen Mittwoch den 20. d. M. wer⸗ den im hieſigen Unterwald 30 Stück eichen Bau⸗ ſtämme, nebſt dem davon abfallenden Oberholz, meiſt⸗ bietend verſteigert. Die Verſteigerung nimmt Vor⸗ mittags 10 Uhr ihren Anfang. Bainhards Forſthaus den 13. Dez. 1837. Bbötz. N Privat⸗Bekanntmachungen. Allgemeines Geſchaͤfts-Bureau 5 U Nieder woͤllſtadt. (1078) Der Unterzeichnete empfiehlt ſich hier⸗ durch bei den betreffenden hochloͤblichen Behoͤr— den, ſo wie dem geehrten Publikum zur Be— ſorgung folgender Geſchaͤfte: 1) Aufſtellung von Gemeinde-Voranſchlaͤgen, Gemeinde-, Kirchen-, Curatel- und ſon— ſtigen Verwaltungsrechnungen. 2) Fertigung von Inventarien, Theilungs-Re— ceſſen, Looszetteln ꝛc. 3) Abfaſſung aller im buͤrgerlichen Leben vor⸗ kommenden Schriftſaͤtze, als: Contrakten, Reverſe, Schuldurkunden, Teſtamente, Vollmachten, Vorſtellungen ꝛc. J) Uebernahme von Kaufſchillingsgeldern, Erhe⸗ bung derſelben gegen erforderliche Caution, Ein- und Ausklagen von Schuldforderungen, Annahme und Verkauf von Commiſſions-Gu⸗ tern, Abſchließung commerzieller Geſchaͤfte ꝛc. 5) Einrichtung großh. Buͤrgermeiſterei-Regiſtra⸗ turen, nach dem hoͤchſten Orts entworfe⸗ nen Regiſtraturplan, ſo wie Fertigung der Repertorien oder Akten Verzeichniſſe. Durch gründliche, puͤnktliche und billige Aus⸗ fuͤhrung der mir uͤbertragen werdenden Geſchaͤfte, werde ich mir das Vertrauen meiner reſp. Herren Committenten zu erwerben und fuͤr die Dauer zu erhalten ſuchen. Nieder woͤllſtadt den 28. Nov. 1837. G. Emmerich, vormals Landgerichtsactuar, Conſiſtorial⸗ Sekretair und Regiſtrator. Mobilien-Verſteigerung. (1094) Die Unterzeichnete will Dienſtag den 2. Januar 1838, Morgens um 9 Uhr, in ihrer Woh⸗ nung in der Kirchgaſſe eine freiwillige Verſteige— rung ihrer Mobilien abhalten laſſen; als: a 1) Holzwerk, worunter mehrere Schränke, Tiſche und ein Schreibpult befindlich ſind. 2) Bettzeuch. N 3) Kupfer, Meſſing, Zinn und Eiſen. 4) Mannskleidung und ſonſtige Gegenſtände, wozu einladet Friedberg den 6. Dezember 1837. i Adam Schuſter's Wittwe. Nro. 24, 27 und 48 des Intelligenzblattes (1199) von dieſem Jahre wird zu kaufen geſucht. Lackir⸗Geſchaͤft. (1120) Wir bringen einem geehrten hieſigen und benachbarten Publikum hierdurch zur Kenntniß, daß das vor einiger Zeit hier von W. Dietz und H. Siet⸗ ler etablirte Lackirgeſchäft an uns, die Unterzeich⸗ neten, übergegangen iſt, und empfehlen uns zu ge— neigten Aufträgen. Unſere Wohnung iſt in der großen Köhlergaſſe, Nro. 242. N 2 Wir übernehmen alle Gegenſtände von Holz, Blech und Eiſen ꝛc. zum Lackiren, zugleich bemer⸗ keu wir, daß auch bei uns alle Sorten Wachstuch, lackirtes Packtuch, Packpapier, Kappenſchilden, Filz⸗ oder Patentſohlen und ſonſt in dieſes Geſchäft ein⸗ ſchlagende Artikel gefertigt und billig verkauft werden. Friedberg im Dezember 1837. M. Jung, Waaren⸗Empfehlung v. Louis Mann in Friedberg. (1121) So eben ſind bei demſelben angekommen: Seiden⸗, Wollen⸗ und Baumwollenſhwälchen, Schlaf⸗ röcke für Herren und noch ſonſtige ſchon bekannte Artikel, welche ſich zu Weihnachtsgeſchenken ganz beſonders eignen und zu möglichſt billigen Preiſen abgegeben werden. Ein braunes Wallach-Pferd, (1122) iſt bei dem Uuterzeichneten aus der Hand zu verkaufen. G. Kettinger. Verkauf eines Pferdes. (1123) Bei der Konrad Hubers Wittwe zu Steinfurt ſteht ein 3jähriges Reitpferd, ein Hengſt von dunkelbrauner Farbe und ſchön gebaut aus freier Hand zu verkaufen. Das Pferd iſt nicht al⸗ lein ſehr fromm und gut zugeritten, ſondern auch als Wagen⸗ und Ackerpferd gelernt und als ſolches gut zu gebrauchen. Steinfurt den 13. Dez. 18377 Judith Konrad Hubers Wittwe. H. Fietler. —————p————ßĩ—ů— ———ů—ů—— — 348.— Erziehungsanſt alt. (1124) In das unter meiner Leitung und der Mitwirkung einer Franzöſin, ſo wie mehrerer Lehrer dahier beſtehende Mädcheninſtitut werden Zöglinge gegen billige Vergütung aufgenommen, und ſind deßhalb Plane bei mir zu haben. Wetzlar im Dez. 1837. Caroline Joſt. Feiner Braunſchweiger Flachs (1125) und Werg hat zum billigſten Preiſe zu verkaufen Friedrich Hilbrecht. E m pf h n (1126) Bei Unterzeichnetem ſind alle Conditorei— Waaren, ſo wie gute Lebkuchen zu haben. Friedberg. J. Steinhäußer. Wein⸗ und Fäſſer⸗Verſteigerung. (4127) Mittwoch den 27. Dezember l. J., will Unterzeichneter in ſeiner Wohnung nachſtehende git und rein gehaltene Pfalzer-Weine, ſowie auch mehrere ganz ächte weingrüne Stück-, Zulaſt-, 1, ½ und ½ Ohmfäſſer meiſtbietend gegen gleich baare Zahlung öffentlich verſteigern; als: 1) 7% Ohm 1828r. 2) 4„ 1834r. 30717„88 r. „% Die Proben werden bei der Verſteigerung ver— abfolgt. Vilbel den 9. Dezember 1837. C. Schuchard zum Lamm. mm hf ehe u en g. (1128) Ich bringe hiermit meine Fleckenwaſcherei, ſo wie das Waſchen von Seide und Wolle wieder— holt in Erinnerung. Zugleich bemerke ich, daß ich das Kleidermachen erlernt habe, und nun nach den neueſten Muſtern billig und gut arbeite, weßhalb ich geneigten Aufträgen entgegen ſehe. Friedberg. Suſanna Bruͤl, wohnhaft bei Schuhmachermeiſter Weith in der Uſergaſſe. Eine vierſitzige Chaiſe, (1129) in ſehr gutem Stande, hat zu verkaufen Sattlermeiſter Falk. Literariſche Anzeige. Bei C. Bindernagel iſt vorräthig: Reinhard, L., Kindertheater, beſtehend in 18 klei— nen dramatiſchen Beluſtigungen zur leichten Auf— führung in Familienkreiſen. Zweite vermehrte und verbeſſerte Auflage. Mit 12 neu inventirten illuminirten Kupfern mit den Koſtüms. Weimar, Voigt. Gebunden. 1 fl. 48 kr. Schoppe, A., Erzählungen aus der Gegenwart und Vergangenheit. Ein nützliches und unterhalten— des Leſebuch für die Jugend. Mit ſchwarzen Kupfern. Geheftet. Leipzig, Focke. 1 fl. 12 kr. Daſſelbe mit illuminirten Kupfern. 2 fl. 6 kr. Weingart, J. F., die Mühle am Genfer-See oder die Freunde aus Thüringen. Ein Erzählungsbuch für Kindheit und Jugend. Mit 8 illum. Kpfrn. Gotha, Carl Neumann. Geb. 1 fl. 48 kr. Zur gefaͤlligen Auswahl bringe ich meinen Vorrath von Weihnachtsſchriften in geneigte Erinnerung. f Auch habe ich a katholiſche Gebetbuͤcher von Biggel, Goßler, Hungari und Nickel vorräthig. Friedberg. C. Bindernagel. Fruͤchte-Preiſe hier in Friedberg: Waizen: 8 fl. 20 kr. Korn: 7 fl.— kr. Gerſte: 6 fl.— kr. Hafer: 3fl. 10er. Erbſen:— fl.— kr. Fruͤchte-Preiſe zu Frankfurt, am 11. Dez.: Waizen: 7 fl. 40 kr. Korn: 6 fl. 30 kr.— Gerſte: 1 45 kr. Hafer: 3 fl. 15 kr. Eroſen:— fl.— kr. Fruchte⸗Preiſe zu Mainz, am 8. Dez.: Waizen: 8'fl. 7 kr. Korn: 6 fl. 47 kr. Gerſte: 4fl. 52 kr. Hafer: 3 fl 8 kr. Erbſen:— fl.— kr. Polizei-Taxe fuͤr die Staͤdte Friedberg und Butzbach vom 17. bis 24. Dez. 1837. pfd Brod P reiſe. Friedberg Butzbach. kr. pf kr. pf. 1 Leib⸗Roggenbrod 2 2 2 7 77 5 2 5 1 4„ 7. 10 3 10 3 i Loth Loth. — Milchbrod 113 1459 — Waſſerweck 116 11— —[Gemiſchtes(Tafel-) Brod 169, 1 6 82 7 Fleiſch-Preiſe. 1 pf. pf 1 Ochſenfleiſch 12— 124— „Küyfleiſch 8 62 81— „ Rindfleiſch 81— 81— 77 Kalbfleiſch 7— 77 5 „ Schweinenfleiſch 12— 11/3 „ Hammelfleiſch 81— 84— „Wurſt von blos Schweinen 14— 144— „Bratwurſt 15— 15— Schwartenmagen 16— 16— „ Geräucherter Speck 22 22 „Schinken 15— 15— 5 Dörrfleiſch 16— 16— „ Schweinenſchmalz, ausgelaſſen 22— 22— dito unausgelaſſen 21— 20— „Nierenfett 211— 20— „Hammelsfett 17— 16— Der gr. heſſ. Kreisrath d. K. F. Küchler. Gedruckt und verlegt unter Verantwortlichkeit von Carl Binderna gel in Friedberg. —— Das 3 Int. ſo, daß es die hieſige w ſind, finden die zweite ½ Jah: 0 berehrl. M mir beſond mich, oder werden ſtel — Vor gemeinde behörden Das G. Auf damit v jahre S blattes Confeſſi liche D ſelben in ihret Re ben ſovi erwarten