mit den fz. Mauser fin ner zu; er in Ridge Iriedberg 5. Juli 1837 1 f n n 97 2 kr. 1 3 5 10 Let. 145 9 1 1 Ie UN 1„ 130 e 5— 6 1 2 11 1 8 4* Ne *— 2 47— 10 897 16 8 18 reisrath d. K üchler. Beilage.) ——- Regina Eliſal Jakob, gel Wilhelm, 90 Mariane b 18 Dand Fort ſiglerdens Nille im Allgemeinen, M23. Ueber eine Gefahr, welche unſere Obſtbaum⸗ zucht bedrohet, und deren Abwendung. Die Erziehung und Anpflanzung der Obſtbaume, welche in unſerer Wetterau ſo herrlich gedeihen und an manchen Orten reichen Gewinn bringen, breitet ſich immer mehr aus. Ueberall entſtehen neue Pflanzungen und die neu angelegten Kunſt⸗ ſtraßen prangen mit ſchönen Aepfelbüumen. Die alte Gleichgültigkeit gegen die Beſchaffenheit der Aepfel verſchwindet und neue, beſſere Gattungen wer⸗ den herbeigeſchafft und junge Bäume damit veredelt. Das Alles iſt löblich, und erfreulich zu bemerken. Deſto auffallender muß es aber dem Beobachter erſcheinen, wenn er fortdauernd eine Gleichgültig⸗ keit und Sorgloſigkeit bemerkt gegen eine immer höher ſteigende Gefahr, welche die Erziehung der Obſtbaume und deren Nutzen bedrohet. Mit dieſer Gefahr bedroht uns der immer mehr überhand nehmende Froſtſchmetterling und deſſen kleine, grünliche Raupe; auf dieſe Gefahr die Aufmerkſamkeit zu lenken und einige Mittel zu deren Abwendung anzugeben, iſt der Zweck dieſes Aufſatzes. Man ſucht im Herbſte und Früh⸗ jahre die Raupenneſter auf; man tödtet die Rin⸗ gelraupen, welche ſich in der Morgenkühle an den Baumſtämmen ſammeln; man befreiet die Bäume von der Beutelraupe, welche ſich oft zu tauſenden in einem ſackartigen Geſpinnſte befinden, um ſich darin des Nachts vor der Kälte, oder am Tage vor dem Regen zu ſchützen. Man glaubt hiermit alles Mög⸗ liche gethan zu haben und begreift nicht, woher nun den Kreis Friedberg und die angrenzenden Bezirke im Beſonderen. Sonnabend, den 15. Juli 1332 die kleinen grünen Raupen kommen, welche im Mai plotzlich in ſo großer Menge erſcheinen, daß ſie in einigen Wochen die Bäume einer ganzen Flur, ja ganzer Termineien und Gegenden, ſo gänzlich kahl freſſen, daß dieſe wie abgeſtorben erſcheinen. Man ſieht dieſe Zerſtörungen mit Erſtaunen an und hält ſich fuͤr unvermögend Etwas dagegen zu thun; und doch ſind wir auch gegen dieſes Uebel nicht rathlos, ſobald es uns nur um Rath zu thun iſt und der Wille nicht fehlt, ihn zu befolgen. Bevor jedoch die Mittel zur Vertilgung derſelben näher angege— ben werden, ſoll zuerſt Einiges über die Natur die⸗ ſer kleinen Verwüſter geſagt werden. Die kleine Raupe, welche auch jetzt wieder ganze Fluren verheert, kommt aus dem Ei des Froſtſchmetterlings, welcher ſeinen Namen daher hat, weil er unter allen Schmetterlingen am ſpä⸗ teſten, nämlich von der Mitte des Octobers bis zur Mitte Dezembers, erſcheint, ſelbſt bei einer Kälte von 2 bis 4 Grad des Abends umherfliegt und hauptſächlich die Aepfel⸗ und Zwetſchenbäume, unter den erſtern aber wieder vorzugsweiſe gewiſſe Gat— tungen, beſonders auswählt. Das Männchen iſt mit ausgeſpannten Flügeln kaum ½ Zoll lang, die Vorderflügel ſind bräunlichgrau, mit einem dunk⸗ lern Querſtreifen, die Hinterflügel weißgrau. Das Weibchen iſt von kurzem und dickem Leibe und ſieht oben weißgrau und unten braungrau aus. Anſtatt der Flügel hat es nur 4 kurze Stumpfen. Es kann alſo nicht fliegen, ſondern kriecht am Stamme hin⸗ auf und erwartet dort das zum Fliegen eingerichtete Männchen. Das Weibchen legt nun ſeine Eier in — 196— das Moos des Stammes und der Aeſte, oder an die Knospen ſelbſt, wo ſie jeder Witterung trotzen und nur dann in Gefahr ſind, wenn die Bäume ſtark mit Eiſe überzogen werden. Die Sonnenwärme brütet ſie aus und nun fallen die kleinen Räupchen über die zarten Knospen und halbentwickelten Blät⸗ ter her, nachdem ſie dieſe vorher mit ihrem Geſpinnſte überzogen haben, um die Blättchen geſchloſſen und zart zu erhalten und dazwiſchen ſichere Wohnung zu finden. Man hoffe nicht, daß die im Anfange des Mai noch raupenfreien Bäume verſchont bleiben werden. Denn wenn die Bäume, welche zuerſt an⸗ gefallen wurden, ganz kahl gefreſſen ſind, ſo weiß die kleine Raupe ſelbſt entfernt ſtehende Bäume zu erreichen, ohne dahin kriechen zu müſſen. Geht näm⸗ lich die Nahrung aus, ſo hängt ſie ſich an einen 5— 6 Fuß langen Faden auf und wartet auf einen Winzſtoß, der ſie mittelſt deſſelben zum näch⸗ ſten Baume führt, und ſo wird die kleine Luftſeg⸗ lerin durch Hülfe des leichten Fadens bei ſtärkerem Winde ſelbſt bis in andere Gemarkungen getragen und dem nächſten Baume zugeweht, auf welchem ſie ſogleich ihre Zerſtörung beginnt. Es verdient hier bemerkt zu werden, daß der Froſtſchmetterling(in den naturgeſchichtlichen Syſte⸗ men Phalaena geometra brumata genannt) vor vierzig Jahren und ſpäter in unſerer Wetterau ganz unbekannt war und Einſender dieſes, obgleich ſchon damals ein Freund der Natur und Naturge⸗ ſchichte, ſah zum erſtenmale die Verheerungen der Bäume durch dieſes Inſect und dieſes ſelbſt im Jahre 1791 in den Gärten um Gießen. Wie iſt nun, fragt man vielleicht, daſſelbe zu uns gekommen, da das Weibchen nicht fliegen, und auch nicht zu Fuße wandern kann? Dies erklärt ſich daraus, daß die kleine Raupe wie ſo eben geſagt wurde, mittelſt des leichten Fadens eine Lüftſeglerin iſt und durch einen ſtarken Wind, wenn auch nur vereinzelt, ſehr weit fortgetragen werden kann. Schreiber dieſes hat es im vorigen Jahre ſelbſt beobachtet, wie dieſe Raupe von einem Ende der Baumſtücke ſeines Wohnortes bis zum andern durch den anhaltenden Nordoſtwind verbreitet wurde, ſo, daß alle größere Bäume auf der nach Nordoſt gekehrten Seite bereits kahl gefreſſen waren, während die entgegengeſetzte Seite noch ganz friſch daſtand. Auch in größerer Ferne ganz abge⸗ ſondert ſtehende Bäume wurden auf der genannten Seite allmählig bevölkert, und ſelbſt ſolche Obſtgattun⸗ gen, welche in der Regel verſchont bleiben, wie Kir⸗ ſchen, Birnen und Aprikoſen, wurden dadurch verheert, 6 die el daß der Zufall die Luftſchiffer gerade an ſolche 19 f Bäume ſchleuderte, welche die Mutter zum Abſetzen m der Eier nicht wählt, und wo ſie der Hunger zu einer Nahrung nöthigte, welche ſie ſonſt nicht lieben. Daß dieſes gefährliche Thierchen ſich immer wei⸗ ter verbreitet und bei günſtiger Herbſtwitterung an Zahl ins Ungeheure vermehrt, läßt uns mit Recht die gänzliche Zerſtörung unſerer Obſtbäume befürch⸗ ten, weil jeder Baum, welcher im vollen Safte 9 ſaͤmmtlicher grüner Spitzen beraubt und dadurch gezwungen wird, durch die harte Rinde ſtärkerer Aeſte neue Triebe zu machen, ſtets in Gefahr iſt brandig zu werden oder im Safte zu erſticken, und, wofern dieſes auch nicht geſchähe, zum wenigſten auf mehrere Jahre unfruchtbar zu werden. Kommt eine ſolche Verheerung etliche Jahre hintereinander, ſo iſt der Untergang der Hälfte aller Obſtbäume unvermeidlich, und Schreiber dieſes könnte jetzt ſchon hierfür traurige Beweiſe liefern. Wie iſt abet dieſe gar nicht eingebildete Gefahr abzu⸗ wenden? Dieſe Frage ſoll nun beantwortet werden. Allerdings iſt die Natur ſelbſt am geeignetſten, Hülfe zu leiſten, indem durch einen recht naſſen und ſtürmiſchen Herbſt, von der Mitte Octobers bis in die Mitte Dezembers, dieſes ſchädliche Thier, wenn auch nicht von Grund aus vertilgt, doch bis zur Unſchädlichkeit vermindert werden würde. Auch haben die drei letzten trockenen Herbſte zur Vermeh⸗ rung dieſes Ungeziefers vorzüglich mitgewirkt, wäh⸗ rend wir in früheren Jahren, wo die Herbſtmonate in der Regel vorherrſchend naß geweſen ſind, daſſelbe nur einzeln bemerkt haben. Da indeſſen jene un⸗ günſtige Verhältniſſe der Herbſtwitterung auch fer⸗ nerhin fortdauern können, ſo ſollten wir wenigſtens thun, was wir vermögen, um der Zerſtörung unſe⸗ rer Obſtbäume vorzubeugen. Und hierzu vermögen wir ſehr viel, wenn wir uns entſchließen wollen, durchgreifende Maßregeln anzuwenden, deren einige hier vorgeſchlagen werden ſollen, welche ſich auf die Lebensweiſe des Thieres gründen. Das Weib⸗ chen des Froſtſchmetterlings kriecht mit dem Anfange der Dämmerung an den Baumſtämmen hinauf und wird an dieſen von dem Männchen aufgeſucht. Man findet ſie bis tief in die Nacht an dem Stamme a 7 dung der eite dc bis u N Monate g ritt, wel aber vor dung der den, weil bei gelind Schnee, i uten aber beſtzern Fu Werden. V 0 ö Sorgfalt die benad griffen, k der zuweht meinden, Herbſte ve ten im F pen heim Dent an den! Nachrich zu ſehn, Stadt⸗ ſchienene Prediger bei der der Sta ter dem Er war Archipres Grabhein Chots, U Schilde in Gefahr 0 ersten, und zum menigſten verden. Komm N huntertinmder, aer Olſbaume lonnte jetzt ſchon Vie iſt aber Je fahr a hzu⸗ % NN. an geeignetsten, len techt naſſen Mitte Octobers chädliche Thier, trtilgt, doch bis en würde. Auch bſte zur Vermeh⸗ ntgewirkt, wäh⸗ ie Herbſtmonate en ſind, daſſelbe deſſen jene un⸗ tung auch ſer⸗ wir werigſten Zuſtung unſe⸗ deerzu vermögen ließen wollen, en, deren einige welche ſich auf n. Das Miib⸗ it dem Aufange 11t binauf und Aetſucht. Man den Stamme 1 und den dicken Aeſten einzeln und paarweiſe ſitzen und kann ſie, mit einer Laterne in der Hand, tödten, bevor ſie ihre Eier gelegt haben, da ſie dieſe erſt einige Zeit nach der Paarung abſetzen. Noch ſicherer und weniger mühſam iſt es, wenn man einen 4 Finger breiten Streifen Papiers— im Nothfalle auch ein Strohſeil— mit einem Faden um den Stamm befeſtiget und dieſen mit Theer (Wagenſchmiere) beſtreicht, welcher am Feuer ein wenig abgedampft und dadurch verdichtet worden iſt. Dies Beſtreichen muß jedoch, beſonders bei öfterem Regen, alle drei bis vier Tage wiederholt, jeden Tag die daran hängen gebliebenen Weibchen getödtet und das ganze Verfahren ſo lange fortge— ſetzt werden, bis keine Weibchen mehr gefunden werden. Die Zeit, während welcher die Anwen- dung der beiden Mittel fortgeſetzt werden muß, erſtreckt ſich in der Regel von der Mitte Octobers bis zur Mitte Dezembers, wofern nicht im letzten Monate bereits harter und anhaltender Froſt ein⸗ tritt, welcher bis zu deſſen Mitte dauert. Iſt er aber vorübergehend, ſo muß ſogleich mit Anwen—⸗ dung der Vertilgungsmittel wieder begonnen wer⸗ den, weil die Thiere vom Froſte nicht ſterben und bei gelindem Wetter, ſelbſt bei 2 Graden Kälte mit Schnee, ihre Geſchäfte fortſetzen. Dieſe Maßregeln nützen aber nur dann, wenn ſie von allen Baum⸗ beſitzern zugleich ergriffen und genau ausgeführt werden. Auch eine einzelne Gemeinde würde bei aller Sorgfalt nicht ganz geſichert ſeyn, wenn nicht auch die benachbarten Gemeinden gleiche Maßregeln er— griffen, weil ihr der Wind die Raupen von außen der zuwehen könnte und wuͤrde. Selbſt ſolchen Ge— meinden, welche durch ihre tiefe und feuchte Lage im Herbſte vor dem Schmetterlinge geſichert ſind, koͤnn⸗ ten im Frühjahre durch den Wind mit deſſen Rau⸗ pen heimgeſucht werden. (Der Beſchluß folgt.) Ergaͤnzungs-Nachricht. Denjenigen meiner Mitbürger, welche Intereſſe an den die Stadt Friedberg betreffenden hiſtoriſchen Nachrichten haben, glaube ich die Anzeige ſchuldig zu ſeyn, daß in dem Verzeichniſſe der früheren Stadt⸗Geiſtlichen, welches ſich in dem von mir er⸗ ſchienenen Werkchen„das Feſt der Einweihung des Prediger-Seminars“ befindet, durch ein Verſehen bei der Abſchrift einer der bedeutendſten Geiſtlichen der Stadt ausgelaſſen wurde. Es iſt dies der un⸗ ter dem Namen Jacobus Jsfridi vorkommende. Er war von Herborn, wurde hier Pfarrer und Archipresbyter, und ſtarb im Jahre 1469. Sein Grabſtein iſt der vierte in der dritten Reihe des Chors, unmittelbar neben dem des Eckhard zum Schilde, und führt folgende Inſchrift: anno. dni. m. CCCCLX. NONO. OBIIT. HONORA- BILIS. DOMINVS. JACOBVS. YSFRIDl. cujus. ANIMA. REOVIESCAT. IN. SAX CTA. PACE. AMuEN.(Was mit kleiner Schrift be⸗ merkt iſt, iſt nicht mehr lesbar.) Sein Nachfolger iſt At. Urkunde in Würdt wein D. Mog. III, 30) der in dem Verzeichniſſe genannte Albrecht von Rosbach, der„noch dem dode herrn Jazz cobs seligen von lierborn, unseren vorfarn“ von dem Kloſter zu Ruprechtsburg zur Pfarrei präſentirt wurde. Friedberg im Juli 1837. Ph. Dieffenbach. Bekanntmachungen von Behoͤrden. e Gläubiger- Aufforderung. (544) Peter Pauli und Andreas Scheuer von Heldenbergen beabſichtigen mit Familien nach Polen auszuwandern. Rechtsanſprüche an die⸗ ſelben ſind binnen drei Monaten bei großh. Landge⸗ richt Großkarben anzumelden, gegenfalls die Ent laſſungsurkunde ertheilt werden wird. Friedberg den 12ten Juni 1837. 3 Der großherzoglich heſſiſche Kreisrath des Kreiſes Friedberg. Küchler. Steckbrief. (621) Der unten ſignaliſirte Philipp Knecht von Dietzenbach gr. heſſ. Landgerichts Langen, der ſich auch taubſtumm ſtellend unter verſchiedenen Na⸗ men bald als Johannes Striem, Jacob Stein Johannes Steins Sohn von Seeheim in der Umgegend herumgetrieben haben ſoll, iſt dringend verdächtig am 20. Juni d. J. dahier gegen 115 fl. in ganzen und ¼ Kronenthaler entwendet zu haben. Wir bitten alle Gerichts- und Polizeybehörden denſelben im Betretungsfalle zu arretiren und an das unterzeichnete Gericht abzuliefern, auch zur Wie⸗ derherbeiſchaffung des geſtohlenen Geldes mitzuwir⸗ ken. Rödelheim den 28ſten Juni 1837. Großh. heſſ. graͤfl. ſolmſ. Landgericht Buff. Signalement. Alter: ohngefähr 18 Jahre, Größe: 5 Fuß, Haare: dunkel, Augen: dunkel, Geſicht: mager und blaß mit Soumer flecken. Kleidung. Eine ſchwarze Kappe mit Schild, Ein Kamiſol von blauem Hausmacherzeug, Ein Paar grauliche Beinkleider von wollen und baumwollen Zeug, Eine rothgeſtreifte Weſte. — Gläubiger- Aufforderung. (619) Wilhelm Ehrbar von Vilbel beabſichtigt nach Homburg a. d. Höhe, Johannes Weil von da nach Frankfurt a. M. und Eliſabetha Herzer von da nach Bornheim auszuwandern. Rechtsan⸗ ſprüche an dieſelben ſind binnen drei Monaten bei großh. Landgericht Großkarben anzumelden, gegen⸗ falls die Entlaſſungsurkunde ertheilt werden wird. Friedberg den 24ſten Juni 1837. Der großherzoglich heſſiſche Kreisrath des Kreiſes Friedberg. In Verhinderung: Der großh. Kreisſekretair. Cameſasca. Straßenbau⸗ Arbeiten. (623) Montag den 24. Juli d. J., Nachmittags 1 Uhr, ſoll die Erdarbeit der zu bauenden Provin⸗ zialſtraße auf der Strecke von der Nidda Brücke bei Aſſenheim, bis an die Dornaſſenheimer-Gränze in der Länge von 1500 Klaftern in 4 Abtheilungen unter den vorher bekannt gemacht werdenden Bedin⸗ gungen an den Wenigſtfordernden zur Verſteigerung gebracht werden. Der Sammelplatz iſt um die oben genannte Zeit auf der Bauſtelle nächſt der Dornaſſenheimer⸗Gränze. Die Herrn Bürgermeiſter des Kreiſes Friedberg werden erſucht, dieſes in ihren reſp. Gemeinden gehörig bekannt machen zu laſſen. Im Unterlaffungs⸗ falle wird Anzeige an die reſp. Kreisbehörde geſchehen. Friedberg am öten Juli 1837. Der großh. heſſ. Kreisbaumeiſter Holzapfel. Gläubiger ⸗ Aufforderung. (624) Friedrich Launhard nebſt Familie uud Mathäus Becker von Altenſtadt beabſichtigen nach Polen auszuwandern. Rechts anſprüche an die⸗ ſelben ſind binnen drei Monaten bei großh. Landge⸗ richte Großkarben anzumelden, gegenfalls die Ent⸗ laſſungsurkunde ertheilt werden wird. Friedberg den 27ten Juni 1837. Der großherzoglich heſſiſche Kreisrath des Kreiſes Friedberg Küchler. Pflaſterarbeit⸗Verſteigerung. (647) Künftigen Mittwoch den 19. Juli l. J., Vormittags 10 Uhr, ſollen in der Marienſchloſſer Zuchthaus-Anſtalt ohngefähr 40 Quadrat⸗Klafter Pflaſterarbeit an die Wenigſtfordernden vergeben werden, wozu die Steigliebhaber hierdurch eingela⸗ den ſind. Gießen den 12. Juli 1837. Hofmann, großh. heſſ. Provinzial⸗Baumeiſter. Arbeits⸗Verſteigerung. (648) Donnerstag den 20. Juli d. J., Vormit⸗ tags um 9 Uhr, ſoll dahier in der Wohnung des 198.— Gaſtwirths Mörſchel eine 63 Klafter lange, 2 Fuß dicke und 6 Fuß hohe Mauer um den neuen Kirchhof zu machen und die Lieferung von 60 bis 70 Malter Kalk zu derſelben, ſodann ein Kanal, welcher 3 Klafter lang, 2 Fuß tief und 3 Fuß breit werden ſoll, an den Wenigſtnehmenden, unter den bei der Verſteigerung eröffnet werdenden Bedin⸗ gungen in Accord gegeben werden. Ilbenſtadt den 12. Juli 1837. Der großh. Bürgermeiſter Dickenberger. „ Planir arbeit. (649) Dienſtag den 18. Juli, Vormittags 10 Uhr, ſoll zu Niederurſel die Planirarbeit und Ver⸗ ſteinung einer Strecke Wegs nach Oberurſel hin, unter den vor der Verſteigerung bekannt zu machen⸗ den Bedingungen, öffentlich an den Wenigſtneh⸗ M. menden vergeben werden, und iſt die Zuſammen⸗ kunft am Judenkirchhofe. Die Herren Bürgermeiſter der Umgegend erſuche ich dies, sub oblig. recip. gefälligſt bekannt machen zu laſſen. i Niederurſel den 4. Juli 1837. Der großh. Bürgermeiſtet Amſel. Faſſelochs⸗ und Faſſelſchwein⸗ Verſteigerung. (650) Dienſtag den 18. Juli l. J., Vormittags um 11 Uhr, ſoll auf dem Rathhauſe zu Nauheim ein der Gemeinde zugehörender Faſſelochs und ein Faſſelſchwein öffentlich meiſtbietend verkauft werden. Nauheim am 13. Juli 1837. Der kurheſſ. Bürgermeiſter Hartmann. Arbeit⸗Verſteigerung. (651) Mittwoch den 19. d. M., Nachmittags 1 Uhr, ſollen dahier 75 Klafter Chauſſirarbeit, auf der Straße nach Höchſt zu, öffentlich an Ort und Stelle, in Accord gegeben werden. Ich erſuche die Herrn Bürgermeiſter der Umge⸗ gend, dieſes in ihren Gemeinden gefalligſt bekannt machen zu laſſen. Altenſtadt am 12. Juli 1837. Der groß. Bürgermeiſter daſ. Brack. f Arbeits⸗Verſteigerung. (652) Donnerstag den 20. Juli d. J., Vormit⸗ tags 10 Uhr, ſollen in Maibach nachſtehende Arbei⸗ ten an die Wenigſtnehmenden verſteigert werden: 10 am Kirchenthurm eine neue Helmſtange und ſonſtige Reparaturen, 2) am hieſigen Schäferhauſe eine Decke mit rau⸗ hem Bewurf und 3) ein neuer Tiſch, eine neue ſchwarze Tafel und die Lautirtafel für die Schule zu fertigen. Die großh. Herren Bürgermeiſter werden erſucht, 1 . 1 1 bi u ln el. zuti 45 650) kum 155 ud Obeterle (654) K Sun 31 Staden, g nner nebst erung u Beißult don Sand, aud Die Voraus groß. Bürg Es beträ Maurer Steinhe Schloſſ Weisbin Maſtern Gieten d Ar (65) Mi Uhr, sollen de Wenigſt 30 Klaft beit, Steinb ſauer⸗, Ma Die Bed bekannt gem Hoch we i 0 (656) N. 1819 enklieh zu Butzbach Vittwe, g en Kapital fändung ihn gurbuchs u lifedet ſich Wine des 9 ler, Anna 1 welche bchauf üer uuſporb. 5 faßfalſge Na us ien, unter uden Bedin, 1 Omgermef g 8 Aemeiſter derger. mnags 10 del und Ver; derurſel hin, zu machen⸗ Wenig tand R Nad e Joſammen⸗ gegend erſuche kannt machen Bürgermtiſtrt el ch wein⸗ 1 DNN N Naußein und ein rkauft werden. Buͤrgermeiſter nn. Nachmittags ſirarbeit, auf an Ort und er der Umge⸗ igſt bekannt germeiſter das. Deck mit rau⸗ Tae und die — 199 keſes in ihren Gemeinden gefälligſt bekannt machen zu laſſen. Maibach den 11. Juli 1837. Der großh. Bürgermeiſter Philippi. Zwei ſchöne Nußbaum⸗Abſchnitte, (653) zum Anfertigen von Meublen vorzüglich geeignet, ſind dahier zu verkaufen. Obererlenbach den 12. Juli 1837. Der Rentmeiſter Ehehalt. Arbeits⸗Verſteigerung. (654) Künftigen Donnerstag den 20. Juli, des Lormittags um 10 Uhr, ſollen in dem Wirthshauſe 1 Staden, die Arbeiten zu einer neuen Kirchhofs— rauer nebſt eiſernem Stacket und Thor, ſowie die §flaſterung um die Kirche, das Brechen und die Feifuhr von 1½ Klafter Steine und ebenſoviel Sand, an den Wenigſtfordernden vergeben werden. die Voranſchläge und Steigbedingungen liegen bei großh. Bürgermeiſter daſelbſt zur Einſicht offen. Es beträgt: fl. kr. Maurerarbeit, 84 25 Steinhauerarbeit, 65 55 Schloſſerarbeit, 140 33 Weisbinderarbeit, 5— Pflaſterarbeit, 71 12 Gießen den 12. Juli 1837. Hofmann, großh. heſſ. Provinzial⸗Baumeiſter. Arbeits⸗Verſteigerung, (655) Mittwoch den 19. d. M., Vormittags 10 Uhr, ſollen zu Hochweifel nachſtehende Arbeiten an ten Wenigſtnehmenden in Accord gegeben werden: 30 Klafter Ortsſtraße zu planiren, Pflaſterar⸗ bit, Steinbrechen und Steinfahren, ſowie Stein⸗ uer⸗, Maurer⸗ und Zimmer ⸗Arbeiten. Die Bedingungen werden bei der Veraccordirung b kannt gemacht werden. Hochweiſel den 11. Juli 1837. Der großh. Bürgermeiſter Reuter. b Edietalla dung. (856) Nach gerichtlicher Obligation vom 15. Juni 1819 entliehen Georg Feldmann und Ehefrau Butzbach bei Frau Barbara Degouteril „Dittwe, geborene Erbſin, zu Frankfurt a. M. en Kapital von fünfhundert Gulden, unter Ver⸗ a Fändung ihrer Hofraithe Nr. 101. pag. 49 S. 96 des FKurbuchs und gegen 5 pCt. Zinſen. Dermalen befindet ſich die erwähnte Obligation im Beſitze der Vittwe des Poſtſekretairs Joſeph Benedict Mül⸗ ler, Anna, geborne Degouteril zu Frankfurt, nelche behauptet, daß jene auf ſie als einzige Erbin ilxer verſtorbenen Mutter, übergegangen ſeye, eine dpfallſige Nachweiſung aber deßhalb nicht will lie⸗ fern können, weil ihr Geburtsort Weiſſenau, bei dem Bombardement von Mainz mit der daſigen Pfarrkirche niedergebrannt und dabei auch nament⸗ lich alle Pfarrbücher vernichtet worden. Unter dieſen Umſtänden werden auf Antrag der Poſtſekretair Müllers Wittwe alle, welche aus der fraglichen Verpfändung und auf das vorge⸗ dachte Kapital von 500 fl. Anſprüche geltend machen wollen, aufgefordert, ſolche ſo gewiß binnen drei Monaten hier anzuzeigen, als ſonſt das alleinige Eigenthumsrecht der Wittwe Müller an dieſem Kapitale durch Ueberſchreibung deſſelben auf ihren Namen anerkannt und ſie, als zu deſſen Einzie⸗ hung hinreichend legitimirt erachtet werden wird. Friedberg den 4. Juli 1837. i Großh. heſſiſches Landgericht Hofmann. Edictalla dung. (657) In dem Hypothekenbuche der Gemeinde Florſtadt ſtehen noch folgende Pfandeinträge offen, IL auf den Namen von Conrad Sängers Wittwe 20 fl. am 5. Januar 1758 bei J. H. Schaubach geliehen; II. auf den Namen von Conrad Sänger 30 fl. am 25. April 1787 bei der florſtädter Kirche aufgenommen, ſodann die Verpfändung von Viertel Wieſe im Niederried, fur eine Schuld des Johannes Treut von 470 fl. bei Joh. Dauernheim geliehen; III. auf den Namen von Johs. Treut a) 35 fl. den 3. März 1783 in Gemeinſchaft mit Ludw. Schleuchers Frau und Heinrich Treut, b) 270 fl. den 3. Februar 1785 von denſelben bei der florſtädter Kirche und) 70 fl. den 24. März 1786 von denſelben bei Moſes Iſaac aufgenommen. Dieſe Hypotheken ſollen längſt abgetragen ſeyn; weil aber die Original⸗Schuldurkunden nicht mehr vorgelegt werden können, ſo werden alle, welche auf dieſelben oder aus den erwähnten Verpfändun⸗ gen Anſprüche geltend machen ſollten, hiermit auf⸗ gefordert, ſolche ſo gewiß binnen 3 Monaten hier anzuzeigen und auszuführen, als ſonſt die gedachten Schuldurkunden für mortificirt erklärt und die Ein⸗ träge in den Hypothekenbüchern gelöſcht werden ſollen. Friedberg den 27. Juni 1837. Großherzogl. heſſiſches Landgericht. Hofmann. Aufforderung. (658) Die Kinder und Erben des Paul Weber von Steinbach, beabſichtigen die Immobilien ihres Vaters unter ſich zu vertheilen, können aber nicht über ſämmtliche Güterſtücke Eigenthumsurkunden vorlegen. Es werden deßhalb alle diejenigen, welche aus irgend einem Rechtsgrund Anſprüche an die fraglichen Güterſtücke des Paul Weber, von denen ein Verzeichniß in der Bürgermeiſterei zu Steinbach zur Einſicht offen liegt, machen, aufgefor⸗ dert, dieſe um ſo gewiſſer binnen 6 Wochen a dato beim unterzeichneten Gericht anzuzeigen, als ſonſt nach Ablauf dieſer Friſt keine Rückſicht dar⸗ auf genommen und die Theilung der Güͤterſtücke geſtattet und beſtätigt werden wird. Rödelheim den 30. Juni 1837. Großh. heſſ. graͤflich ſolms- roͤdelheimiſches Landgericht. Buff. Privat⸗ Bekanntmachungen. Auf dem ſchwalheimer Brunnen (659) iſt Sonntag den 16. Juli gut beſetzte Har⸗ monie⸗ und Tanzmuſik anzutreffen. Ein vollſtändiges Logis (660) auf der breiten Straße, welches ſogleich bezogen werden kann, ſteht zu vermiethen bei Adam Menges. Logis⸗ Anzeige. (661) Bei Unterzeichnetem iſt im zweiten Stock ein Logis zu vermiethen, beſtehend in zwei gleichen neu eingerichteten Zimmern, einer Küche, zwei Kam⸗ mern. Es kann daſſelbe auch an einzelne Perſonen, ohne Küche und Kammer, abgegeben werden. J. Steinhäuſer, Bäckermeiſter. Eine Caleſche (662) in ganz gutem Zuſtande ſteht zu verkau⸗ fen. Das Nähere bei Schmiedemeiſter Ritzel in Friedberg. 500 Stück 4⸗ und 6zähnige Hämmel (663) ſind auf dem gräflich ſolms⸗laubachiſchen Hofgut zu verkaufen. Frucht ⸗Verſteigerung. (664) Montag den 17, d. M., Vormittags um 9 Uhr, ſollen 154 Malter Frucht, beſtehend in Korn, Waitzen, Gerſte und Hafer, Parthieweiſe in der Wohnung des J. Eich iu Berſtadt, oͤffentlich an den Meiſtbietenden verſteigert werden. Kalk⸗ und Backſtein⸗Verkauf. (665) Nächſtkünftigen Montag den 17. d. M., werden auf hieſiger Ziegelhütte Backſteine und am folgenden Tage, Kärber⸗Waſſerkalk und weißer Kalk für Weisbinder, Seifenſieder ꝛc. ausgehoben und billig abgegeben. Beſtellungen auf Kalk wer⸗ den bald erbeten. Friedberg den 13. Juli 1837. Ernſt Grünewald. 18361 Aepfelwein, (666) gut und rein gehalten, iſt zu haben bei Gebrüder Grödel. n Bei Simon Lindheimer in Friedberg, (667) ſind in Stücken ſowohl, als Reſten von 6 bis 16 Ellen, helle und dunkle, groͤßtentheils in der vergangenen Meſſe eingekaufte moderne Cattune zu den herabgeſetzten und deshalb ſehr billigen Preiſen zu haben: (668) Sonntag den 16. Tanzmuſik, gute Speiſen ger und prompter Bedienung bei mir an auf der breiten Straße, breiten zu 10, 12, 14 u. 16 kr. 9 7. 7. 7 20, N n. 2A kr. 4 Sommerbeluſtigung zu Ockſtadt. und bitte deßhalb um gütigen Zuſpruch. Ock ſtadt. Krug⸗ Waizen: 8 fl. 20 kr. Korn: 6 fl. 30 kr. Gerſte: 5 fl.— kr. Fruͤchte⸗-Preiſe hier in Friedberg: Hafer: 3 fl. 40 kr. Erbſen:— fl.— kr. Fruͤchte⸗Preiſe zu Frankfurt, am 10. Juli: Waizen: 7 fl. 10 kr. Korn: 5 fl. 50 kr. Gerſte: 5 fl. 25 kt. Hafer: 4 fl.— kr. Polizei-Taxe fuͤr die Staͤdte Friedberg und Butzbach vom 16. bis 23. Juli 1837. Pfd Brod ⸗-Preiſe. Friedberg Butzbach. b pf. kr. pf 1 Leib ⸗Roggenbrod 2 2 2 77 77 5 5 4 7 7 Loth 10 8 18 oth. oth. Milchbrod 11 5 1 51 —[Waſſerweck 116 1— — Gemiſchtes(Tafel⸗) Brod 14 7 117 Fleiſch-Preiſe. 5 pf. ö 1 Ochſenfleiſch 10 2 „ Kühfleiſch 2 Sen „ Rindfleiſch 2 8(— „ Kalbfleiſch 5 1 2 6 1 5 „ Schweinenfleiſch 2 11— „Hammellleiſch— 81— „ Wurſt von blos Schweinen— 121— „Bratwurſt— 14— „Schwartenmagen 16— 16— „ Geraucherter Speck e „Schinken— 14— „ Doörrfleiſch— 16— „ Schweinenſchmalz, ausgelaſſen„ „. dito unausgelaſſen— 181— „Nierenfett— 2— „ Hammelsfett— 15— Der gr. heſſ. Kreisrath d. K. F. J. Verh.: Cameſasca. . Gedruckt und verlegt unter Verantwortlichkeit von Carl Bindernagel in Friedberg. Juli J. J. iſt gut beſetzte und Getränke nebſt billi⸗⸗ zutreffen det fü Altenſtabt Aſenſelm, Vaueruheim Beheben Bodenrod, Bonſtadt, Bruchenbr. Jüͤdesheim Furggräfe Butzbach, Fauerbach Fauerbach Friedberg Großkarbe Hauſen m Helbenberg Hochweiſel Höchſt wit Holzhausen Ilbenstadt Kaichen, Kleinkarbe Lloppenhe langenhai Maibach, Nelbach, Muſer, gahneſchh Nan un