Frich ſche landgerichtli, en Jntereſ⸗ ordern i Wan die ce innerhalb dateren: e Fuller. Gerſtter. — icker, des gr⸗ Suſanna delmolt nach⸗ Sohn: Cark ſabetha; ge tine Tochter:: der. tet: Hentiet⸗ Schuhmacher ⸗ 80. Jahre, 3 in Pflege bez Nals. neidermeiſters 4 Tagr; ge⸗ 49 Jahre, 11 n Nummern im Allgemeinen, den Kreis Friedberg und die angrenzenden Bezirke im Beſonderen. 2 1637. Des Intelligenzblatt für die Provinz Oberheſſen erſcheint auch im Jahr 1837, wie bisher, wöchentlich Einmal und zwar ſo, daß es den Freitag Mitlag von den Kreisboten abgeholt, den Sonnabend Vormittag aber hier ausgegeben und durch die hieſige wohllöbl. Poſtbebörde expedirt wird.— Alle Inſerate, welche bis den Donnerſtag Nachmitlag 3 Uhr bei mir eingelaufen ſind, finden in derſelben Woche eine ſichere Aufnahme. Einrückun gsgebühren betragen für die erſte Zeile 4 kr. für die zweite 3 kr., für die dritte und jede folgende 2 kr.— Der Abonnementspreis für 1 Jahr iſt: 1 fl. 12., für Jahr: 40 kr., für ½ Jahr 24 kr, welcher Betrag jedoch voraus bezahlt werden muß!— Diejenigen meiner verehrl. Abonnenten, welche geſonnen ſind, das Intelligenzblatt auch im Jahr 1837 zu halten, haben nicht nöthig ſolches bet mir beſonders anzuzeigen; diejenigen hingegen, welche auszutreten beabſichtigen, oder neu hinzutreten wollen, erſuche ich, 32. Sonnabend, den 14. Januar mich, oder die ihnen zunächſt liegende Poſtbehörde, gefäͤlligſt davon zu benachrichtigen.— Gemeinnützige Aufſätze werden ſtets mit Dank für mein Blatt angenommen, nach Umſtaͤnden au ch honorirt werden.. Friedberg. Carl Bindernagel. Amtlicher Theil. Bekanntmachung. Nachſtehende nunmehr geſetzlich genehmigten Beſchluſſe der General-Verſammlung des Mathil⸗ denſtifts vom 12ten November 1836, betreffend Abaͤnderung der Stiftsgeſetze, bringe ich hiermit zur oͤffentlichen Kenntniß. 1) zu§. 4. Der Bücherſchluß ſoll inskünftige den 30ten Juni, die Generalverſammlung aber Samſtag nach Martini jeden Jahres ſtatt finden. 2 zu F. 10. Die Bezirksausſchüſſe ſollen aus zwölf Mitglieder und einem Director beſtehen.. Der Bezirk Rödelheim ſoll dem Bezirke Friedberg zugetheilt und zur Beſorgung der beſon⸗ deren Geſchäfte daſelbſt ein Hülfsausſchuß von drei zu Rödelheim wohnenden Mitgliedern gewählt werden. 3) zu§. 11. Die Vereinigung des Hand⸗ und Kapitalienbuchs in ein Hauptbuch, nach der getroffenen Beſtimmung des Geſammtausſchuſſes, wird genehmigt. ) zu§ 14. 3. Statt„Geſammtausſchuß“„Bezirksausſchuß.“ 5) zu F 16. a zu 2. Die Worte„Mitglieder des Vereins“ ſind hier zu ſtreichen. 2. b) Sollen auch an Gemeinden des Kreiſes gegen von dem gr. Kreisrath genehmigte Schuld⸗ ſcheine denſelben Kapitalien und zwar von jeglicher Größe, alſo auch über 50 fl., abge⸗ geben werden dürfen. Zu Satz 4. Wenn fällige Ziele von dem Darlehen bis zu 50 fl. nicht im Laufe des Monats Januar be⸗ zahlt werden, dann ſollen die Zinſen von dieſen Zielzahlungen nicht vom ten Januar an, ſondern erſt vom ten Juli an abgeſchrieben werden. Erfolgen dieſelben nach dem kten Juli, dann werden ſie ſtets bis zum Schluſſe des laufenden Kalender⸗Jahres berechnet. —— r 6) zu F. 19. Es ſollen inskünftige Einlagen, 500 fl. erreichen oder überſteigen, nur zu 3½% verzinst werden. welche im Einzelnen oder Ganzen die Kapitalſumme vol Dem Geſammtausſchuß wird jedoch überlaſſen, je nach den Umſtänden von dieſer Beſchlußnahme abzuweichen. 7 n d 21. 8) zu F. 25. 9) zu H. 31. Von den Einlagen in die Kaſſe ſollen die Zinſen ebenfalls nur bis zu Ende des Jahres be— rechnet werden, aber erſt am erſten April des folgenden Jahres gefordert werden können. Im Monat Januar und Juli ſollen zwei Zabliage, Mittwoch und Samſtag, ſtatt finden. In allen Fällen der Berathung über die Auslechaug von Aktivkapitalien, ſoll fernerhin nur die Abſtimmung von drei Ausſchußmitglieder incl. des Directors erforderlich ſeyn. Der gr. Kreisrath, Praͤſident des Mathilden-Stifts. Friedberg den 11ten Januar 1837. Küchler. Ueber Luftreiſen im Allgemeinen. Die vor Kurzem von einigen kühnen Euglän— dern zur Unterſuchung der verſchiedenen Luftſchichten von London aus unternommene und bei Weilburg beendigte Luftfahrt gibt Veranlaſſung, Folgendes über Luftreiſen im Allgemeinen zu bemerken. Luftreiſen möglich zu machen, gehörte ſeit den älteſten Zeiten zu den Problemen und vielerlei Vor⸗ ſchlage und Verſuche wurden hierzu gemacht, welche ſich in 4 Klaſſen theilen laſſen: 10 Am natürlichſten war es, daß man zuerſt den Flug der Vögel nachzuahmen ſuchte und daß man zur Erreichung dieſes Zweckes als erſte Aufgabe die Erfin⸗ dung eines Mechanismus ſtellte, welcher die den Menſchen fehlenden, Fittiche der Vögel erſetzen ſollte. Von Ittakus, welcher ſammt ſeinem Sohne, mit— telſt Flügeln von Wachs in die Lüfte ſich erhob, bei dieſem Unternehmen aber verunglückte, bis zu dem Mechanismus Degen's, welcher mit ſeiner Flugma— ſchine von Wien nach Schönbrunn reiſte, ſind zahl— reiche derartige Verſuche gemacht worden, die theils mehr, theils weniger gelangen, meiſt aber gänzlich mißglückten. 2) Der Moͤnch Baca und nach ihm noch andere verſuchten hohle Kugeln dadurch zum Steigen zu bringen, daß ſie aus denſelben die Luft auszupum⸗ pen ſich beſtrebten; ihre Reſultate aber waren un⸗ vollſtändig und man ging von dieſem Wege gänz— lich ab, als, 3) Montgolfier zuerſt Ballons zum Steigen brach⸗ te, in welchen er die atmosphäriſche Luft verdünnte, von dem phyſiſchen Geſetze ausgehend, daß derjeni⸗ ge Koͤrper in die Höhe gehoben wird, welcher leich⸗ ter iſt, als die ihn umgebende und mit ihm gleichen Raum einnehmende atmesphäriſche Luft. Er bediente ſich zur Verdünnung der in dem Ballon enthaltenen Luft des Feuers und ſeine Verſuche hatten ein er⸗ wünſchtes Reſultat. Lange aber wagte kein Menſch, mittelſt eines ſolchen Ballons in die Höhe zu ſtei— gen, bis Pilatre de Rozier zuerſt es wagte, mit einer Montgolſiere(wie man dieſe mit verdünn⸗ ter Luft gefüllte Ballons nannte) die Luft zu be⸗— fahren.— Bald aber ſah man das Gefährliche dieſer Montgolſières ein, indem ſtets Feuer unter⸗ halten werden mußte, welches ſo leicht den Ballon ergreifen und ze rſtören konnte.— Deßhalb füllte man nun 4) Ballons mit Waſſerſtoffgas, welches 177 von Carendiſch entdeckt wurde und 15mal leichter iſt, als die atmosphäriſche Luft. Charles war der erſte, welcher 1783 einen Ballon mit dieſem Gaſe füllte und mit Robert die erſte Luftreiſe machte. Ueber die obere Hälfte des Ballons hing ein Netz, von welchem aus ſich Fäden an der Gondel verei— nigten und ſie ſo mit dem Ballon verbanden. Zum Ballon benutzten ſie Taffet, welcher mit Gummi elasticum, in Terpentinöl aufgelöſt, überzogen war. Sie ſtiegen am 1ten Dezbr. 1783 von Paris auf, erreichten ſchnell eine Hohe von 2000 Fuß und ließen ſich, etwa 30 Stunden von Paris entfecut, wohlbe⸗ Nach ihnen verſuchte der oben ſchon halten nieder. genannte Pilatre de Rozier über den Canal zwi⸗ ſchen Frankreich und England zu fahren, durch Un⸗ vorſichtigkeit gerieth aber der Ballon in Feuer und Rozier fand in den Wellen ſein Grab.— Blan⸗ chard, welcher von 1784 bis 1807 das Luftreiſen als Schauſteller betrieb, war glücklicher; er kam wohlbehalten über den Canal und machte überhaupt 66 Luftreiſen. Nach ſeinem Tode trieb ſeine Frau das Gewerbe fort, fand aber 1819 in Paris ihren Tod, indem ſie von einer großen Höhe in die Stra— 5 Aer a wetungen 1. geumter täglie welt wurde Der erſte nahm, war 5. velcher iu 1 2 umeßnen glatt Die erſt An ndern England und in inert wiüteſte und ge 1 Stunden lich und woflt an Gas und viel weiteren die Reiſe zu ke uuſchiedenen Luf ſch, nach Erreic Terrain herab. Zum Senke ihm angebrachte in die unten ha den konnen; str. Theil des Gaſe ſoll er wieder ganzen Maſchir Lallaſt(Sand 1 dgl. m.) zur luſtreiſenden w. tung im Stande Flaſchen bei br füllen und ſich und haben dem nung der Luftr. das Gelingen us Windes abt willährlichen k erſonnn und g gef 0 uch undellenm e M Atenen en ein ey e fein Menſch N ode zu ſteß wagte er, met Welches 77 1g ein Netz den Canal zwi⸗ en, durch Uln⸗ in Feuer und dab— Blan⸗ dat kuftreiſen licher; er kam achte überhaupt nb ſeine Frau hren: N 1 Haris pate u die Stra⸗ ßen herabſturzte, da ihr Ballon durch das von ihr abgebrannte Feuerwerk in Brand gerieth. Zu Meudon, unweit Paris, wurde zur Zeit der franzoͤſiſchen Republik ein eigenes aeroſtatiſches Inſtitut angelegt, wo für das bei der franzoͤſiſchen Armee angeſtellte Aeronauten-Corps die zu Recog— noscirungen benutzten Ballons verfertigt und im Sommer täglich Uebungen und phyſicaliſche Verſuche angeſtellt wurden. Der erſte Deutſche, welcher Luftreiſen unter— nahm, war der Profeſſor Jungius in Beclin, welcher in den Jahren 1805 und 1806 dieſes Un— ternehmen glücklich ausführte. Die erſt jüngſt von Profeſſor Green und zwei andern Engländern von London aus unternommene und in unſerer Gegend beendigte Luftreiſe iſt die weiteſte und gelungenſte unter allen, indem ſie in 17½ Stunden mehr als 100 deutſche Meilen glück— lich und wohlbehalten zurücklegten und ihr Vorrath an Gas und ſonſtigen Bedürfniſſen zu einer noch viel weiteren Reiſe hinreichte. Sie unternahmen die Reiſe zu keinem andern Zwecke, als um die verſchiedenen Luftſchichten zu unterſuchen und ließen ſich, nach Erreichung dieſes Zweckes, auf günſtigem Terrain herab. Zum Senken des Ballons dienen jetzt oben an ihm angebrachte Klappen, welche durch Stricke, die in die unten hängende Gondel reichen, geöffnet wer— den können; ſtrömt durch die Oeffnungen nun ein Theil des Gaſes aus, ſo muß der Ballon ſinken; ſoll er wieder ſteigen, ſo wird das Gewicht der ganzen Maſchine verringert, indem mitgenommener Ballaſt(Sandſäcke, mit Waſſer gefüllte Flaſchen u. dgl. m.) zur Erde geworfen werden. Die letzten Luftreiſenden waren durch eine ſinnreiche Vorrich— tung im Stande, die mitgenommenen und entleerten Flaſchen bei ihrem Fluge über Waſſer wieder zu füllen und ſich ſo neuen Ballaſt zu verſchaffen, und haben demnach nicht wenig zur Vervollkomm⸗ nung der Luftreiſen beigetragen.— So lange aber das Gelingen noch von der Richtung und Stärke des Windes abhängt und nicht eine Vorrichtung zur willkührlichen Lenkung und Richtung des Ballons erſonnen und ausgeführt iſt, bleibt das Luftſchiffen noch unvollkommen, unſicher und gefährlich. 11 Gedraͤngter Umriß der Geſchichte der Stadt Friedberg. Die Gründung Friedbergs verliert ſich in je⸗ nen grauen Zeiten, in welchen die kampfgeübten Legionen des mächtigen Rom's der deutſchen Frei⸗ heit den Untergang drohten.— Zscar iſt dieſe Annahme nirgends erwieſen, doch iſt dieſelbe mehr als wahrſcheinlich, wenn man bedenkt, daß ſich ein römiſches Caſtrum— bis zur Evidenz bewieſen— hier befand, und daß die ſichere, feſte und bequeme Lage den Anbau dauernder Wohnſitze begünſtigte, auf einem Punkt, der, mitten in der Befeſtigungs-⸗ Linie der Römer gelegen, jedenfalls einer mehr vor— angeſchrittenen Kultur ſich erfreute und ſich ſomit als Domicil empfahl.— In wie weit nun dieſe Vortheile von den damaligen Landesbewohnern in's Auge gefaßt wurden, ließ ſich bis jetzt noch nicht ermitteln und da ſich während der erſten 12 Jahr— hunderte chriſtlicher Zeitrechnung auch nicht eine ge⸗ ſchichtliche Spur von Friedberg auffinden läßt, ſo mögen die Vorfälle jener Zeiträume keine intereſſante Details liefern. Erſt in dem 12ten Jahrhundert erſcheint Fried⸗ berg zum erſtenmal in hiſtoriſchen Ueberlieferungen und zwar im Jahre 1211, wo es von Kaiſer Frie⸗ drich II. Privilegien und Freiheiten einer Reichs— ſtadt erhielt.— Dieſe nun wußten die Bürger auf eine glückliche Weiſe zu erhalten und zu vermehren, wozu vorzüglich der Umſtand beigetragen haben mag, daß die Nachkommen Friedrichs jene Stadt biswei— len zur temporären Reſidenz erwählten. Zuletzt er— wähnter Umſtand läßt uns auf einen bedeutenden Umfang der Ringmauern Friedbergs, in der dama⸗ ligen Zeit, ſchließen, wie auch auf die treue An— hänglichkeit der Bürger an ihr erwähltes Oberhaupt, — zwei Dinge, welche ſpäteren Generationen er⸗ lauben, mit Stolz auf ihre Ureltern zu blicken.— Worauf ſich der Name„Friedberg“ gründet, iſt ſchwer zu ermitteln, da die verſchiedenen hiſto⸗ riſchen Quellen drei verſchiedene Ableitungen über— liefern.— Einige leiten die Benennung von Frie— drich II. her, der die begünſtigte Stadt Friedrichs⸗ Berg genannt, was ſich ſpäter in Friedberg ver⸗ wandelt habe, andere von Mons pacis(Friedens⸗ berg), noch andere bringen dieſen Namen mit den alten Gaugerichten in Zuſammenhang.— We an 1 N 1 4 — * — es jedoch auch bei hiſtoriſchen Unterſuchungen erlaubt iſt, von Einem auf das Andere zu ſchließen und wenn man bedenkt, daß die Burg meiſtens unter der Be— nennung Castrum Friederici(Friedrich's⸗ Burg) erſcheint; ſo mögte man ſich mit allem Grund für die zuerſt angeführte Herleitung beſtimmt fühlen.— 8(Fortſetzung folgt.) Alter Spruch. Wer viel begehrt, Was ihm nicht gehört, Iſt leibeig'ner Mann, Gehört Andern an. Wer den Ruhm verſchmaͤht, Der wird erhöht; Wer nichts will, als Recht, Iſt Niemands Knecht, Der iſt Gottes Held, Dem gehört die Welt. Oeffentlicher Dank. Ein werther Unbekannter pflegt ſeit einiger Zeit ſeinen Vorrath von Braunkohlen-Aſche des Abends vor meine Hausthüre zu ſchütten. Da der beſcheidene Geber ſich entfernt, bevor ich ihm perſönlich danken kann, ſo bin ich genoͤthigt, den Weg der Oeffentlichkeit einzuſchlagen, um ihm nicht nur für ſeine Liebesgabe, ſondern beſonders auch für die zarte Weiſe, wie er mir dieſelbe zukommen läßt, meinen herzlichſten Dank auszuſprechen. Ich bin in der That ganz beſchämt darüber, da ich nicht weiß, womit ich dieſe Aufmerkſamkeit verdient habe. Friedberg. Prof. Ph. Dieffenbach. Bekanntmachungen von Behoͤrden. aN Edicetalla dung, Die Theilung der bingenheimer Mark betreffend. (1138) Es hat die höchſte Staatsbehörde die Theilung des den Gemeinden Bingenheim, Blofeld, Leidhecken, Heuchelheim und Dauernheim, Kreiſes Nidda, Beienheim, Kreiſes Friedberg, Weckesheim, Landrathsbezirks Hungen und Reichelsheim im Her— zogthum Naſſau, eigenthümlich zuſtehenden Mark⸗ waldes beſchloſſen, und der Unterzeichnete iſt beauf⸗ tragt worden, das Theilungsverfahren in Gemäß⸗ 1 des Geſetzes vom 7ͤten September 1814 einzu⸗ eiten. Demnach werden alle, welche bei der fragli⸗ 97 eee und 1 5 Auseinanderſetzung irgend eine Art intereſſirt ſind, hiermit. fordert, in dem auf e ee en Montag den 30ten Januar 1837 früh n 9 Uhr anberaumten Termin ihre Anſprüch oder Recht des Widerſpruchs gegen die angeordnete Auseinanderſe— tzung ſo gewiß auf dem Gemeindehaus zu Bingen⸗ heim geltend zu machen und zu begründen, als ſie ſonſt damit ausgeſchloſſen werden ſollen. In dem beſtimmten Termin wird nach Umſtän⸗ den auch über die Separation und Art derſelben verhandelt, die Beſtellung der Deputirten geſchehen, und werden diejenigen Intereſſenten, welche nicht ſelbſt erſcheinen, aufgefordert, ihre Bevollmächtigten mit gehörigen Vollmachten zu verſehen. Nidda am 12ten Dezember 1836. 5 Der Theilungskommiſſair, gr. Kreisrath Seitz. Gläubiger-Aufforderung. (1140) Johann Emmerich Ruhland von Fried⸗ berg beabſichtigt nach Frankfurk a. M. auszuwnn⸗ dern. Rechtsanſprüche an denſelben ſind Pinnen drei Monaten bei gr. Landgericht dahier anzumel⸗ den, gegenfalls die Entlaſſungsurkunde den wird. 17 g Friedberg den 14ten Dezember 1836. Der großherzoglich heſſiſche Kreisrath des Kreiſes Friedberg. Küchler. Sich e er Vea uf; (4) Auf den Antrag der Frau Amtmann S e⸗ baſtiani ſoll Montag den 16ten Jauuar, Vor⸗ mittags um 11 Uhr, in hieſigem Rathhaus deren Scheuer, an Schneidermeiſter Wesp und Daniel Fritz in der Auguſtinergaſſe gelegen, öffentlich meiſt⸗ bietend verſteigert werden. Friedberg den ö5ten Januar 1837. Der Bürgermeiſter D. Fritz. Edictalladung. (17) Auf den Antrag der Georg Eberhard'ſchen Eheleute zu Vilbel, deren geringes Vermögen, nach einem darüber aufgenommenen Status activorum et passivorum, bedeutend überſchuldet iſt, werden alle Gläubiger aufgefordert, in dem auf Mittwoch den 22ten Februar 1837, Vormittags 9 Uhr, anberaumten Liquidationstermin ihre Forderungen anzuzeigen, ſich auch des Verſuchs der Güte zu ge⸗ wärtigen. Die ausbleibenden bekannten Gläubiger werden, falls ein Arrangement zu Stande kommt, letzterem als beigetreten erachtet, und die unbekannt bleibenden haben es ſich ſelbſt beizumeſſen, wenn ſie bei Erledigung der Sache nicht berückſichtigt werden. Großkarben den 29. Dezmbr. 1836. Großh. heſſiſches Landgericht daſelbſt, Muhl. Arthellt wer⸗ * a0 a. ————— e eren —— imter gungen zu Kal Nie. S 19) 0 Uhr dahier: daun Zehutf Gaſtwi ſteigert Oh! Mobilien-Verſteigerung. (18) Dienſtag den 17. d. M., Vormittags 10 Uhr, ſollen in der Behauſung des verlebten Hein⸗ rich Anton Buch dahier nachfolgende Gegenſtände, als: 1) 2 Zugochſen, 2) 2 trächtige Kühe, 3) 1 Rind, 4) 11 Schaafe, 5) 1 fettes Schwein, 6) 1 trächtiges Schwein, 7) 3 kleine Zuchtſchweine, 8) 3 Gäͤnſe, 9) 9 Hühner und 1 Hahn, 10) 2 Bienenſtöcke, 1 1 1 1 1 — 11) 1 zweiſpänniger Wagen, 12) 1 Ackerpflug, 13) 1 eiſerne Egge, 14) 1 hölzerne Egge, 15) 1 Pferdekarrn-Geſtell, 16) eine Quantitat Heu, 17) eine Quantität Stroh und 18) circa 20 Malter Kartoffeln, unter den im Termin eröffnet werdenden Bedin⸗ gungen öffentlich meiſtbietend verſteigert werden, wo— zu Kaufliebhaber andurch einladet Niederrosbach den 11. Januar 1837. In Auftrag: Der großherzgl. Bürgermeiſter F. Bullmann. Stroh- und Spreu⸗Verſteigerung. (19) Freitag den 20ten d. M., Vormittags um 10 Uhr, ſollen aus der herrſchaftlichen Zehntſcheuer dahier: 54 Fuder Kornſtroh, 14' Waitzenſtroh, 11„ Ge'ſſtenſtroh, 10„ Haferſtroh, „„ Schotenſtroh und 6„ Werrſtroh. dann etwa 4 Malter Nachfrucht und die von den Zehntfruͤchten abgefallene Spreu und Keil bei dem Gaſtwirthe Georg Ohmeis dahier meiſtbietend ver— ſteigert werden. Obererlenbach den 9ten Januar 1837. Gräfl. von Ingelheim' ſche Reutei Ehehalt. N Privat⸗ Bekanntmachungen. Geſchäfts⸗ Empfehlung. (9) Ich habe die Ehre einem geehrten Publi⸗ kum die ſchuldige Anzeige zu machen, daß ich mein Logis in der Metzgergaſſe verlaſſen habe und gegen⸗ wärtig bei Herrn Schuhmachermeiſter Bollonier auf der breiten Straße wohne. Zugleich verbinde ich hiermit die Erinnerung, daß ich fortwährend mich beſtreben werde durch moderne Arbeiten nach der neueſten pariſer Mode, wovon das letzt erſchie— nene Journal zur Einſicht und Auswahl der Damen⸗ Anzüge jederzeit bei mir zu finden iſt, alle Aufträ⸗ ge, welche in mein Fach einſchlagen, zur größten Zufriedenheit zu beſorgen. Friedberg den Z3ten Januar 1837. iN C. P. Berg jun. Geſtrickte Jacken e (11) für Herren, Frauen und Kinder, ſo wic auch Kleidchen, hat in beſter Qualität friſch erhal— ten und giebt zu den billigſten Preiſen Michael Gredel. Ein Mädchen, (12) welches Kochen und Hausarbeiten thun kann, wird gegen guten Lohn auf Peterstag in Dienſt geſucht. Die Expedition ſagt wo. Empfehlung. (16) unterzeichneter macht hierdurch einem ge⸗ ehrten reiſenden Publikum die ergebene Anzeige, daß er, vom 10. Januar angefangen, täglich eine zweiſpännige Chaiſe von Bießen nach Friedberg und andern Tages wieder zurück gehen läßt. Die Abfahrt iſt in Gießen Nachmittags um 4 Uhr und in Friedberg Morgens um 6 Uhr vom Gaſthaus zu den 3 Schwertern.— Der Preis für die Perſon iſt 48 kr. Gießen den Eten Januar 1837. Wilhelm Schwan. Wohnungs-Vermiethung. (1149) Ein Logis, beſtehend in einer heizbaren Stube, zwei Nebenſtuben, Küche, verſchließbarem Stall und Keller hat zu vermiethen Carl Klein, Schneidermeiſter. Lehrling-Geſuch. (20) Bei einem hieſigen Schuhmachermeiſter kann ein junger Burſche unter annehmbaren Bedingungen in die Lehre treten. Bei der Exped. d. Bl. erfährt man das Nähere. Ein Kutſcher, (21) der auch in Haus- und Garten-Arbeit er⸗ fahren— und fünf Jahre hintereinander bei einem Herrn iſt, ſucht, um ſeinen Lohn zu verbeſſern, ei⸗ nen andern Dienſt. Deßfallfige Nachfragen beſorgt die Exped. d. Bl. Fahrgelegenheit nach Gießen. (22) Da das Unternehmen, täglich von Friedberg nach Gießen und zurück zu fahren, die Zufriedenheit des reiſenden Publikums bisher erhalten hat und ferner behalten wird, ſo wir, nach eingetretener Concurrenz, den Preis für die Perſon auf 48 kr. ſetzen, und indem wir ſolches hiermit ſchuldigſt be⸗ kannt machen, unſere geehrten Freunde hier und in * * — — * 1 — 8 —— e E N D der Umgegend um fortgeſetzten geneigten Zuſpruch bitten.— Die Abfahrt iſt des Morgens um 6 Uhr dahier vom Gaſthaus zum Steinernhaus und von dem zum Maulbeerbaum— und zu Gießen Nach⸗ mittags um 4 Uhr vom Gaſthaus zum Einhorn. Friedberg den 10ten Januar 1837. Joh. Hanſtein Wittwe. Ein Pferd in den beßten Jahren iſt Ausgeber dieſes Blattes Verlornes. (24) Verfloſſenen Mittwoch iſt von dem Hauck bis in die Metzgergaſſe ein goldner Ring, glatt und mit einem Blättchen verſehen, verloren worden. Der redliche Finder wird erſucht, ihn gegen eine ſehr gute Belohnung an die Exped. d. Bl. abzugeben. Literariſche Anzeige. (25) Im Verlage von C. Wächters häuſer in Offenbach iſt ſo eben erſchienen, wurde an alle Buchhandlungen verſandt und iſt bei C. Binder⸗ nagel in Friedberg zu haben: Deutſche Dichtungen die Jugend, 5 geſammelt von einem Vereine von Lehrern. Erſter Curſus.— Preis: 18 kr. Der von dem Herrn Dr. Curtman in der Allgemeinen Schulzeitung aufgeſtellte Grundſatz: daß eine gewiſſe Gat⸗ tung von Schulbüchern nur von Vereinen praktiſcher Schul⸗ männer und ohne Rückſicht auf perſönlichen Vortheil ausge⸗ arbeitet werden muͤßten, iſt in dieſen Dichtungen von ihm ſelbſt, im Verein mit ſeinen Herrn Mitlehrern an der of⸗ fenbacher Realſchule zur Ausführung gebracht. Die mit pä⸗ dagogiſcher Sicherheit gotroffene Auswahl und Anordnung der Dichtungen, die Neuheit, Kindlichkeit und Gediegenheit der meiſten, das nette Aeußere des Büchleins bei überaus billigem Preiſe, werden ihm ohne Zweifel den Eingang in Schulen und Familien öffnen. Zur gefaͤlligen Beachtung. Durch befondere Uebereinkunft bin ich in Stand geſetzt, von jetzt an unten verzeichnete Formularien zu den dabei bemerkten Preiſen gegen baar abge⸗ den zu können. aus freier Hand 23 9595 ſagt wo. zu verkaufen. pr. 1 Buch kr. 1) Anforderungszettel 8 4 85 18 2) Erſuchungsſchreiben 5 14 3) Mahnbefehl, Titel u. Einlagebogen. 18 4) Mahnzettel 8 5 8 5 14 5) Beſcheinigung über empfangene Mahnzettel 14 6) Pfändungsbefehl, Titel u. Einlagebogen 18 7) Verzeichniß über ertheilte Pfändungsbefehle 18 8) Hindernißprotokolle 8. 5 14 9) Bürgſchaftsurkunde f 0 10) Pfändungsprotokolle 4 5 14 14 — 14— 110 Verzeichniß über Pfaͤndungs⸗ und Ver⸗ ſteigerungskoſten. 5 5 120 Verkaufsprotokolle 1 7 2 13) Verzeichniß über abgelieferte Pfändungs-, Beſchlagnehmungs⸗ u. Verſteigerungs⸗ Protokolle. 5 5 4 14) Beſchlagnehmungsbefehl und Beſchlagneh⸗ mungsprotokoll 5 2 2 15) Verzeichniß über die Koſten durch Pfän⸗ dung, Beſchlagnehmungen und Ver⸗ ſteigerungen. 5. 4 16) Protokolle über Zahlungs unfähigkeit 17) Beſcheinigung über abgegebene Zahlungs⸗ unfähigkeitsprotokolle 2 4 (Fortſetzung folgt) 18 14 18 18 18 14 18 Die Grablegung des Herrn, nach Raphael's gefeiertem Gemälde in der Villa Borg heſe, in Kupfer geſtochen von dem berühmten Amsſer, Prof. der kön. bayeriſchen Kunſt⸗Akademie in München, Preis: 7 fl. 12 kr. So eben iſt erſchienen und bei C. Binder nagel zu haben!: — Fruchte⸗Preiſe hier in Friedberg: Waizen: 7fl. 25 kr. Korn: 5 fl.— kr. Hafer: 2fl. 50 kr. Erbſen:— fl.- kr. Fruchte⸗Preiſe zu Frankfurt, am 2. Janu Korn:— fl.— kr. Gerſte:— fl.— ke. Hafer: 3 fl. 30 kr. Kohlſaamen:— fl.-kr. Erbſen:— fl.— ki 8 8 r diſſem Falle Waizen: 7 fl.— kr. Magſaamen:— fl.— kr. Gerſte: 4fl. 30k. ar: Früchte⸗Preiſe zu Mainz, am 7. Januar: Waizen: 7 fl. 11 kr. Hafer: 3fl. 19 kr. Verkaufs⸗Preiſe vom 16. bis 23. Januar 1837. Korn: 4 fl. 58 kr. Gerſte: 4 fl. 25 f. i Pfd. Lth. Al. Für 1 kr. Milchbrod— 5— „ 1 kr. Gemiſchts⸗Brod— 7 „ 10 kr. Laden⸗Brod 4 17— „ 8 kr. dito 3 20.— „ 6 kr. dito 2 23— „ 4 kr. dito 1 26 2 „ 2 kr. dito 5 29— 8 Kr. Judengaſſe 1 Pfund Ochſenfleiſch 10— 1„ Rindfleiſch— 8 1 7 Kühfleiſch—.— 8 1„ Nierenfett 20 18 1„ Kalöfleiſch 6— 1„ Hammellleiſch 75— 1„ Schwennkenfleiſch 11— 1„ Leber⸗ und Blutwurſt 12— 1„ Bratwurſt 14— 1„ Schwartenmagen 16— 1„ Speck 20— 1„ Dörrfleiſch 16— 1» Schmalz 18— Für die Richtigkeit: Der Bürgermeiſter Fritz. 4 Gedruckt und verlegt unter Verantwortlichkeit von Carl Bindernagel in Friedberg. den K ä— Hetreff Wit be Sclez, beſo Friedt In Fol den Mitglied 0 9 Herrn 1 Y Herrn& 1 a 5„* 1 7 0 8„ 0* 1„ 0 1„ 1 120 U a W„5 Auſenrd dc gewählt