februar: * Y kr. — fl.— kr. bruar: 4 fl. 2A kr. e wengaſſe 8 — * Nr 1 * — — 2 0 * + Intelligenzblatt für die Mberhe⸗ en im Allgemeinen, den Kreis Friedberg und die angrenzenden Bezirke im Beſonderen. — M10. Sonnabend, den 11. Marz 1837. Amtlicher Theil. Der großherzoglich heſſiſche Kreisrath des Kreiſes Friedberg an die großh. Buͤrgermeiſter des Kreiſes. Betreffend: Die Vicinalwege, insbeſondere Anſtellung von Bezirkswegwärtern. Um die ſo nöthige Unterhaltung der Vicinalwege beſſer wie bisher und zugleich auf eine minder koſtſpielige Weiſe zu ſichern, iſt, wie Ihnen bekannt, die Anſtellung beſonderer Bezirkswegwärter für noth— wendig erkannt worden. Dieſe Einrichtung ſoll mit dem Anfange des nächſten Kalender-Quartals in's Leben treten. Indem ich mir vorbehalte die Bezirks⸗Eintheilung und die Perſonal-Anſtellungen Ihnen im näch⸗ ſten Blatte zu eröffnen, bringe ich einſtweilen die für die Bezirkswegwärter entworfene Inſtruction hier— unter zu Ihrer und zur öffentlichen Kenntniß. Friedberg den Sten März 1837. Küchler. Inſtruction für die Bezirkswegwaͤrter im Kreiſe Friedberg. §. 1. Die Bezirkswegwärter haben ſich ſowohl bei Dienſtverrichtungen als in ihrem Privatleben eines geſitteten, nüchternen und untadelhaften Betragens zu befleißigen. Im Dienſte dürfen ſie Niemanden grob begegnen. Selbſt da, wo ſie mit Ernſt einzuſchreiten genöthigt ſind, darf dies niemals auf unanſtändige oder rohe Weiſe geſchehen. §. 2. Den Bezirkswegwärtern liegt im Allgemeinen die Sorge für den guten Zuſtand der Vicinalwege in ihrem Bezirke ob, und ſie ſind dafür verantwortlich, daß ein ſolcher guter Zuſtand, wo er fehlen ſollte, herbeigeführt, wo er aber vorhanden iſt, gehörig erhalten werde. §. 3. Dieſelben dürfen kein Nebengeſchäft betreiben, ſondern müſſen ſich ausſchließlich dem Wegwärter⸗ Dienſte widmen. Sie ſollen mit Ausnahme der Zeit, wo beſonders üble Witterung ihr Zuhauſebleiben genügend rechtfertigt, täglich auf den Straßen ihres Bezirks anweſend ſeyn, und zwar vom ten April bis iten October mindeſtens Morgens von 6 bis 11 Uhr, Nachmittags von 1 bis 6 Uhr, vom Iten October bis ten April dagegen von Sonnenaufgang bis 11 und von 1 Uhr bis Sonnen-Untergang. Eine Ausnahme hiervon machen nur die Sonntage und geſetzlichen Feiertage, wenn nicht Nothfälle ein— treten, welchenfalls ſie auch an dieſen Tagen Beihülfe leiſten müſſen, ferner die Fälle in welchen unab⸗ wendbare Hinderniſſe z. B. Krankheit eingetreten ſind. In ſolchen Fällen iſt indeſſen unverzüglich Anzeige hierher zu machen. 5 i §. 4. Die chauſſirten Vicinalwegſtrecken ihrer Bezirke haben die Wegwärter wenigſtens zweimal wö⸗ chentlich, alle anderen Vicinalwege aber mindeſtens einmal wöchentlich zu begehen. 2 ſeyn, Werkzeuge, welche Dieſelben müſſen dabei ſtets mit einer Wurfſchippe und Kreuzhacke verſehen ſie auf ihre Koſten anzuſchaffen und zu unterhalten haben. — 66— So oft ein Wegwärter einen Weg in einer Gemarkung begeht, hat er ſich bei dem betr. Bürger⸗ meiſter anzumelden, um bei dieſem zu erfahren, wo etwa ſeine Thätigkeit vorzugsweiſe in Anſpruch ge⸗ nommen wird. 6. 5. Die Bezirks-Wegwärter haben ferner die Obliegenheit, den Verſteigerungen, welche im Betreff der Vicinal-Wegbauten oder deren Unterhaltung abgehalten werden, beizuwohnen, und darauf zu ſehen, daß die veraccordirten Wegbau- oder Wegunterhaltungsarbeiten und Lieferungen pünktlich nud zur be⸗ dungenen Zeit ausgeführt werden. f 5 Bei Taglohnarbeiten ſind desfalls auf Erfordern der gr. Bürgermeiſter Liſten von ihnen zu fuhren, in welche die Namen der Taglöhner, ihre Arbeitszeit und ihr Taglohn einzutragen iſt. Gelieferte Chauſſeeſteine muͤſſen ferner nach deren Aufklafterung von ihnen nachgemeſſen werden; eben ſo Kies, Sand u. dgl. m. Die unter ihrer Aufſicht ſtattgehabten Arbeiten und Lieferungen haben ſie zu prüfen und die deß⸗ fallſigen Rechnungen pflichtmäßig zu beſcheinigen. g §. 6. Zur regelmäßigen Unterhaltung der kunſtgerecht gebauten(d. i. der chauſſirten) Vieinalwege iſt jährlich wenigſtens einmal und zwar im Spatherbſt bei anhaltend naſſer Witterung das Abziehen des Schlammes und die Ausbeſſerung mit klein geſchlagenen Steinen erforderlich; bei noch unverſteinten Vi⸗ cinal⸗Wegen aber die Auswerfung der Gräben und die Ausfüllung der Löcher nöthig. Die Bezirks-Wegwärter ſind verpflichtet, jedes Jahr die Koſtenüberſchläge über die desfallſigen Haupt- Unterhaltungsarbeiten des kommenden Jahres zu fertigen resp. fertigen zu laſſen, und den betr. Bürgermeiſtern längſtens bis Ende April zuzuſtellen, damit die hierzu erforderlichen Mittel im Gemeinde— voranſchlage für das folgende Jahr vorgeſehen werden können. Zugleich haben dieſelben dieſe Hauptunterhaltung nicht nur zu beaufſichtigen und zu überwachen, ſondern auch ſelbſtthätig dabei mitzuwirken. §. 7. Alle anderen im Laufe des Jahres erforderlichen kleinen Unterhaltungsarbeiten, welche ſich zur beſonderen Veraccordirung nicht eignen, haben die Bezirkswegwärter ſelbſt zu verrichten. Dahin gehört u. a. namentlich: das Zuziehen der Gleiſen und Ausfuͤllung von Lücken mit den klein geſchlagenen Stei— nen der vorräthigen Unterhaltungshaufen, für deren Vorhandenſeyn ſtets Sorge getragen werden muß, ferner die Ableitung des Regen- und Schneewaſſers aus den Gleiſen und von den Banquets durch kleine Schlitzgräben; die Ausbeſſerung der Banquets und Gräten; die Reinigung der Straße von den darauf liegenden Steinen, Reiſern ꝛc.; die Offenerhaltung der Brücken, Dohlen, Mulden und Oeffnung der Grä— ben, wenn ſie ſich wie z. B. bei ſtarken Regengüſſen hier und da verſtopft haben ſollten, u. dgl. m. Wer⸗ den durch beſondere Ereigniſſe größere Reparaturen erforderlich, zu deren Beſorgung die Einzelnkräfte nicht hinreichen, z. B. bei Aufhäufung großer Schneemaſſen in den Wegen, ſo haben die Wegwärter- un⸗ verzüglich den betr. Bürgermeiſtern davon Anzeige zu machen, welche ihnen alsdann unverweilt die nö⸗ thigen Hülfsarbeiter beigeben werden. i §. 8. Polizeyliche Aufſicht. Ein beſonderes Augenmerk haben die Bezirkswegwärter auf eine ſtren⸗ ge Handhabung der Wegpolizey zu richten. Die desfallſigen polizeylichen Vorſchriften befinden ſich in dem darüber erlaſſenen beſonderen Polizeyreglement vom heutigen.) Jede Uebertretung deſſelben haben die Wegwärter unverzüglich zur Beſtrafung anzuzeigen. Ein Formular darüber, wie dergleichen Anzeigen einzurichten ſind, wird im Druck angelegt und denſelben zugeſtellt werden. Sind die Zuwiderhandelnden Ausländer oder Unbekannte, ſo ſind dieſelben ſogleich an das einſchlägige Landgericht zu bringen, inſofern ſie nicht vorziehen ſollten, die beſtimmte Strafe bei dem Bürgermeiſter der Ortsgemarkung niederzulegen. Letzternfalls ſind dieſelben nicht weiter aufzuhalten, jedoch iſt die Anzeige bei dem gr. Landgerichte zu ma⸗ chen, damit dieſes über die Zuwiderhandlung resp. die deponirte Summe rechtlich verfüge.— Den Weg⸗— wärtern ſelbſt iſt auf das ſtrengſte unterſagt, dergleichen Strafen ſelbſt in Empfang zu nehmen, oder ſich mit den Thätern auf irgend eine Art abzufinden. F. 9. Die Bezirks-Wegwärter haben ein Tagebuch zu führen, worin ſie ihre täglichen hauptſächlichen Geſchäftsverrichtungen verzeichnen müſſen. Daſſelbe iſt, ſo oft ſie die Wege einer Gemarkung begehen, oder ſonſtige die Wege betreffende Arbeiten darin vornehmen, den einſchlägigen Bürgermeiſtern, deren Aufſicht und Controle die Wegewärter überhaupt unterworfen ſind, zur Beſcheinigung der jeweiligen Ge⸗ ſchäftsverrichtungen vorzulegen. Dieſes Tagebuch muß jeden letzten Dienſtag in jedem Kalender-Quartal von den Wegwärtern dem gr. Kreisrath zur Durchſicht überbracht werden. Bei dieſer Gelegenheit wird denſelben zugleich ſpecielle Anweiſung und Belehrung, in ſo weit erforderlich, zu Theil werden. *) Wird in dein nächſten Intelligenzblatte bekannt gemacht werden. 95 10. Ihe wt — lebe 90 4 theil, pflan flache fell zeln kee ken fon ch vo Wide Wider me, Fuß! ches( pflanz ſehr f Erſpa 1 gen, erzo ſächli mehr nehme leicht wach ten! ringe zu ſe Jahre der 9 und gege aus Bode griffe ausge Wer Uenbet Bu ger⸗ oruch ge⸗ Betreff zu ſehen, zur be⸗ . führen, werden; lwege iſt ehen des Men Ni⸗ fallſigen den detr. Pemeinde⸗ erwachen, ſich zur in gehort nen Stei⸗ en muß, ch Fei ec deime n darauf Wer⸗ räfte ter · un⸗ die nö⸗ ne ſtren⸗ Anzeigen inſofern achlichen begehen, , deren igen Ge⸗ tern dem ſpecielle §. 10. Zum Zeichen ihrer offentlichen Dienſteigenſchaft erhalten die Wegwärter Schilde, und ſind ver— pflichtet, dieſelben bei ihrer Anweſenheit auf den Vicinalwegen beſtändig zu tragen. Friedberg den Sten März 1837. Der großherzoglich heſſiſche Kreisrath des Kreiſes Friedberg Küchler. Ueber Pflanzung und Behandlung der Obſtbaͤume. (Beſchluß.) 3) Ferner herrſcht häufig das Vorur⸗ theil, man dürfe den Apfelbaum nicht tief pflanzen, ſo daß die Wurzeln nahe an der Ober⸗ flache bleiben. Wenn man aber bemerkt, daß der Apfelbaum in fettem Boden ſehr unbedeutende Wur— zeln treibt, die ihn nicht vor dem Umfallen bewah— ren können, wie die Erfahrung lehrt; ſo ergibt es ſich von ſelbſt, daß er in tieferem Grunde dem Winde ſowohl, als der Laſt des Obſtes beſſeren Widerſtand leiſtet. Die Erfahrung lehrt, daß Bäu— me, welche lange nach ihrer Verpflanzung mehrere Fuß tief mit Erde überſchüttet wurden, ein herrli— ches Gedeihen behielten, während oberflaͤchlich ge— pflanzte in dürren Sommern vertrockneten, oder in ſehr kalten Wintern erfroren. 4) Man verpflanzt nicht ſelten zu ſchwache Bäumchen mit niedrigem Stam⸗ me, und meint Etwas zu erſparen. Bedenkt man aber, daß ein kleines Bäumchen leichter ver— dirbt, viele Jahre länger ſtehen muß, bis es Früchte bringt, beſonders wenn man in den erſten zehen Jahren noch durch Abſchneiden der unteren Aeſte den Stamm erhöhen will, ſo wird klar, daß dieſe Erſparniß zu einem großen Verluſte führt. 5) Man kauft oft Bäume, ohne zu fra⸗ gen, ob ſie in mager em oder fettem Boden erzogen ſind. Hierauf ſollte man aber haupt⸗ ſächlich merken. Im mageren Boden treibt der junge Baum mehr und viel ſtärkere Wurzeln, welche bei'm Aus- nehmen, Transportiren und Verpflanzen nicht ſo leicht vertrocknen. Der Baum aus fettem Boden wächſt langſam, ſelbſt wenn er in einen gleich gu⸗ ten Boden gepflanzt wird. Kommt er in einen ge⸗ ringeren Boden,— der darum noch gar nicht ſchlecht zu ſeyn braucht,— ſo trauert er, und nach vielen Jahren, wenn er ja noch lebt, iſt er ein Krüppel, der bei der beſten Pflege niemals ein Baum wird und ſeine Pflanzung nicht mit Früchten lohnt. Da⸗ gegen gedeihen junge Bäume aus magerem Boden, aus Kies, Lehm und Sand, in unſerm wetterauer Boden herrlich, ſelbſt wenn dieſer nach unſerm Be— griffe ſchlecht zu nennen iſt,(ganz rothe Eiſenerde ausgenommen, welche jedem Baume feindſelig iſt). Wer junge Bäume aus den Baumſchulen von Kro— nenbetg kauft, wird dieſe Bemerkungen beſtätigt fin⸗ den. An unſern neuen Chauſſee-Anlagen ſtehen meiſt ſolche und erregen Bewunderung durch ihren gewal— tigen Trieb. 6) Man wartet zu lange mit der Vere⸗ delung junger Bäume. Es iſt bekannt, daß die zum Verkauf gebrach— ten Bäume faſt durchgehends unveredelt, oder— wenn ſie auch die Spuren der Veredlung an ſich tragen, doch mit einer ſchlechten, aber ſtark in das Holz treibenden Gattung gepfropft ſind: denn edlere Gattungen wachſen nicht ſo ſchnell. Nun wartet man aber mit der Veredlung, bis der Baum eine bedeutende Stärke erlangt hat, und durch Abwerfen ſeiner ſtarken Aeſte bedeutend zu— rückgeſetzt werden, oder der Eigenthümer, wenn er nicht ſelbſt pfropfen kann oder will, für die vielen Köpfe eine bedeutende Summe ausgeben muß. Je ſtärker aber der Baum iſt, wenn er dieſe Operation erleidet, deſto mehr iſt er in Lebensgefahr, wenn er nicht mehrere Jahre mit Vorſicht ausgeputzt wird, und manche Bäume, wenn ſie auch nicht an der Operation ſterben, bleiben zeitlebens kränklich und gelangen zu keiner beträchtlichen Größe und Frucht⸗ barkeit. Es iſt daher am ſicherſten und vortheilhafteſten, die jungen Bäume gleich in den erſten Jahren nach der Verpflanzung zu veredeln, wofern ſie gut ein— gewachſen und ſonſt kräftig ſind: ſie überſtehen denn leichter die Operation, tragen früher gute Früchte und die Veredlung koſtet weniger Mühe und Geld. 7) Wer eine Baumſchule anlegen will, ſammelt gewöhnlich Kerne von allen Sor⸗- ten von Aepfeln unter einander, und kann nun nicht begreifen, warum ein Theil der Bäumchen ſchon im erſten Jahre mehrere Fuß hoch wachſen, während andere kleiner, und noch andere völlige Krüppel bleiben. Der Kern iſt ein Product des Baumes und muß die Natur des Baumes anneh— men, ſo wie von verkrüppelten Thieren meiſt eine verkrüppelte Nachkommenſchaft abſtammt. Man neh— me alſo Kerne von geſunden Bäumen von kräftigem Wuchſe. Von gewiſſen Obſtgattungen gedeihen die Säm— linge beſſer, weil in ihnen die Anlage zu einem ho— hen Wuchſe, und daher zu einer ſchnelleren Entwi⸗ ckelung liegt. Von Borsdorfer, Reinetten und an— dern, nicht groß werdenden, Gattungen nehme m daher keine Kerne, ſondern von ſolchen, welche ſich durch einen ſtarken Wuchs auszeichnen. Nur ganz — wilde, ſogenannte Holzapfel, machen einr Ausnah⸗ me; man verſchlechtert durch ſie jede Obſtart, wel⸗ che man darauf pfropft. Man pfropfe endlich keinen jungen Stamm an der Wurzel, weil er ſonſt entweder unter— oder über der Pfropfſtelle dicker wird, indem das untere, oder das obere Holz von Natur zu ſtärkerem Wuchſe geneigt iſt. Man veredle ſie nicht durch Pfropfen, ſondern durch Kopuliren. Dieß geht unvergleichbar ſchneller von Statten und laßt gar keine Spur zu⸗ rück, und kann— ja es ſollte— geſchehen, wenn das Stämmchen die Dicke eines ſtarken Strohhalms erlangt hat. Vorſicht beim Kartoffelbau. Man nehme zum Legen(Stecken) keine Kartoffeln, welche ſchon etwas getrieben haben, da die darüber angeſtellten Verſuche lehren, daß der Ertrag oft um ein Drittheil(je nachdem die Kartoffel ſchon getrieben hat) geringer und ſelbſt die Qualität ſchlechter iſt, als bei nicht getriebenen Kartoffeln. Bekanntmachungen von Behoͤrden. K Gläubiger- Aufforderung. (108) Charlotte Molzahn von Roͤdelheim beab— ſichtigt nach Birſtein auszuwandern. Rechtsanſprü— che an dieſelbe ſind binnen drei Monaten bei gr. Landgerichte Rödelheim anzumelden, gegenfalls die Entlaſſungsurkunde ertheilt werden wird. Friedberg den sten Februar 1837. Der großherzoglich heſſiſche Kreisrath des Kreiſes Friedberg. Küchler. Bekanntmachung (134) Auf Antrag der Wittwe und Kinder des verſtorbenen Wirths Balthaſar Kärber von hier ſoll Erbvertheilungshalber die dahier an der nach Koͤ⸗ nigſtein führenden Hauptſtraße gelegene Kärberiſche Hofraithe, beſtehend aus einem dreiſtöckigen Wohn⸗ haus, geräumigen Hofraum und Garten, ſo wie vollſtändigen Oeconomiegebäuden Freitag den 17ten März d. J., Vormittags 10 Uhr, im Gemeindehaus dahier an den Meiſtbietenden ver⸗ ſteigert werden. Rödelheim den 17ten Februar 1837. Großh. heſſ. graͤfl. ſolmſiſches Landgericht. Buff. Scheuer⸗- und Garten⸗Verſteigerung. (148) Montag den 20ſten März l. J., Vormit⸗ tags um 10 Uhr, ſollen in hieſigem Rathhaus die Scheuern und der Garten hinter dem Landgerichts⸗ Gebäude, an Gustav Gerlach und der Färbergaß gelegen, beſtehend in zwei Scheuern unter einem Dach in Stein erbaut mit einem ſchönen gewölbten 68 — — Keller, zwei Schweinſtällen und Hofraum mit Mauer umgeben, und 1 Viertel 8 Ruthen Garten, worin ſich ein gewölbter Keller befindet, öffentlich meiſt— bietend verſteigert werden. Friedberg den 23ſten Februar 1837. 5 Der Bürgermeiſter D. Fritz. Verpachtung. (163) Ein halber Morgen Garten in der Lang⸗ gaß, neben Maurer Weckerling und Hutmacher Schmidt gelegen, dem Phil. C. Joſt gehoͤrig, ſoll Dienſtag den 14ten März d. J., Morgens 9 Uhr, in hieſigem Rathhaus auf ſechs nacheinander fol—⸗ gende Jahre anderweit verpachtet werden. Friedberg den 1ten März 1837. In Auftrag: 5 Der Bürgermeiſter D. Fritz. Verpachtung. (166) Da auf die am ten d. M. zur Verpach⸗ tung ausgeſetzten Auguſtiner-Schulgüter kein an⸗ nehmbares Gebot geſchehen iſt, ſo ſollen dieſe Dien— ſtag den 14ten März, Vormittags um 11 Uhr, in hieſigem Rathhaus einer nochmaligen öffentlichen meiſtbietenden Verpachtung auf 12 Jahre ausgeſetzt werden. Die Güter beſtehen in 50 Morg. 3 Vrtl. Aecker und Wieſen in der rockenberger und oppers⸗ hofer Gemarkung, wobei ſich 10 Pferdetheile Holz befinden, und in 26 Morgen Aecker in der nieder⸗ rosbacher Gemarkung. Friedberg den 2ten März 1837. Namens der Stiftungs-Deputation: Der Bürgermeiſter D. Fritz. Verpachtung. (170) Dienſtag den lAten d. M., Vormittags um halb 11 Uhr, ſoll in hieſigem Rathhaus die Koppelweide, am Wehr der Hockenmühle, in 5 Ab⸗ theilungen öffentlich meiſtbietend auf 6 Jahre ver— pachtet werden, hierauf ein Stück am Haingraben, was ſeither Leopold Muth Wittwe im Pacht hatte. Friedberg den Iten Maͤrz 1837. Der Bürgermeiſter D. Fritz. Verpachtung (171) Da auf die Hoſpital⸗Güter in der nau— heimer Gemarkung von 14 Morgen 17 Ruthen ein Nachgebot geſchehen und auf den zehntfreien Sieg⸗ hofacker von 3 Morgen, 3 Viertel, 14 Nthn. aber kein annehmbares Gebot geſchehen iſt, ſo ſollen dieſe Dienſtag den 14ten d. M., Vormittags um 10 Uhr, einer nochmaligen öffentlichen meiſtbietenden Ver⸗ pachtung auf 12 und 6 Jahre in hieſigem Rath⸗ haus ausgeſetzt werden. Friedberg den ten März 1837. 8 Der Bürgermeiſter D. Fritz. Fuhren⸗Verſteigerung. (172) Dienſtag den 14ten März, Nachmittags um halb 3 Uhr, ſoll in hieſigem Rathhaus die Bei⸗ und Abfuhr der Steine, des Kieſes, Sandes und „ Schult 0 ſeullih 1 Fedde 9 799 7 0 7 12 aun gef mabalb al gehe Fried 174) 9 2 1 voll Alge Iflaſterba nehmeide Fuſed 9 175 90 Uhr, an die e gaſſe ge raum 1. lleiſtbiete Fried 2 (180) Uhr, ſo Großkar und Spi Wenigſti 1) M Y St 3) Zu J) Dat 0) Sch 60) Sd 7) Gl 8) MW 9) Pf t Mauer worin h meiſt⸗ Fritz. r Lang macher 9, ſoll oppers⸗ ile Holz Neder⸗ mittags aus die n 5 Ab⸗ re ver⸗ graben, gt hatte. r Ig. 5 er nau⸗ then ein nu Sieg⸗ u. aber 1 dieſe 10 Uhr, u Ver⸗ Rath⸗ Fritz. mittags die Bei⸗ es und * 99 Schuttes, ſowohl in- als auſſerhalb der Stadt, öf⸗ fentlich an Wenigſtnehmenden verſteigert werden. Friedberg den ten März 1837. Der Bürgermeiſter D. Fritz. Pflaſter-Arbeit⸗Verſteigerung. (473) Dienſtag den 14ten d. M., Nachmittags um 2 Uhr, ſoll in hieſigem Rathhaus das Umlegen von ungefahr 200 l] Klafter Pflaſter, ſowohl in⸗ nerhalb als auſſerhalb der Stadt, offentlich an We⸗ nigſtnehmenden verſteigert werden. Friedberg den Aten März 1837. Der Bürgermeiſter D. Fritz. Steinen- Anlieferung. (174) Dienſtag den 14ten d. M., Nachmittags um 2 Uhr, ſoll in hieſigem Rathhaus die Lieferung von ungefähr 9 Kubik⸗Klafter Baſaltſteinen zum Pflaſterbau in hieſiger Stadt öffentlich an Wenigſt⸗ nehmenden ausgeboten werden. Friedberg den 2ten März 1837. Der Bürgermeiſter D. Fritz. Hofraithe⸗Verſteige rung. (175) Montag den 17ten April, Vormittags um 10 Uhr, ſoll in hieſigem Rathhaus das durch Tauſch an die Stadt übergegangene Pfarrhaus in der Kirch⸗ gaſſe gelegen, beſtehend in Wohnhaus, Stall, Hof⸗ raum und 1 Vrtl. 4 Rthn. Hausgarten öffentlich meiſtbietend verſteigert werden. Friedberg den 1ten März 1837. Der Bürgermeiſter D. Fritz. Verſteigerung von Bauarbeiten. (183) Montag den 20ten März, Morgens um 9 Uhr, ſoll auf dem Büreau des Bürgermeiſters zu Großkarben die zur Erbauung eines neuen Wacht⸗ und Spritzen-Hauſes erforderlichen Arbeiten an den Wenigſtnehmenden in Accord gegeben 1 kr. 1) Maurerarbeit voranſchlagt 557 10 2 Steinhauerarbeit 7 3) Zimmerarbeit„ 380 52 4) Dachdeckerarbeit 17 5 5) Schreinerarbeit 2 112 9 6) Schloſſerarbeit 1 282 7) Glaſerarbeit 1 29 24 8) Weißbinderarbeit 411.38 9) Pflaſterarbeit 1 28 Summa 1586 51 Voranſchläge und Bedingungen liegen bis da⸗ hin auf dem Büreau des Unterzeichneten zur Ein⸗ ſicht offen. Die großh. Herrn Bürgermeiſter werden gebe⸗ ten, dieſes in ihren Gemeinden gehörig bekannt ma⸗ chen zu laſſen. Großkarben den 2ten März 1837. f Der großh. Bürgermeiſter Werner. Bekanntmachung. (184) Da der Kirchen- und Auguſtiner⸗Schul⸗ pfleger verſtorben iſt, ſo ſoll an deſſen Stelle ein anderer Rechner angenommen werden; die hierzu Luſttragenden wollen ſich binnen 8 Tagen bei mir melden. 8 Friedberg den Sten März 1837. Der Bürgermeiſter D. Fritz. Güter ⸗Verſteigerung. Auf Verfügung des großherzoglichen Land— ſollen Montag den 20ten d. M., Vormit⸗ tags um 11 Uhr, in hieſigem Rathhaus die dem Caspar Stoppelkamm zu Ockſtadt gehörenden Gü— terſtücke in hieſiger Gemarkung, beſtehend in: P. 337 N. 23. 160 Nuth. Ackerland im großen Wart⸗ feld, iſt getheilt mit H. Salzmann, „ 449„ 23. 107 Ruth. im großen Galgenfeld, an Heinrich Kehr, „450„ 26. 105 Ruth. daſelbſt, an Johann Philipp Gerths Wittwe, einer nochmaligen offentlichen meiſtbietenden Verſtei⸗ gerung ausgeſetzt werden. Friedberg den Sten März 1837. Der Bürgermeiſter D. Fritz. Die Verpachtung des Exercierplatzes zu Friedberg (186) wird Montag den 13ten d. M., Vormit⸗ tags um 10 Uhr, auf dem Militär-Verwaltungs⸗ Bureau dahier in der Art verſteigert: daß derjenige Theil, worauf exercirt wird, als Schaafweide auf ein Jahr, und der bei dem Exerciren nicht benutzt werdende Theil als Grasſtück, und zwar auf drei Jahre in Accord gegeben werden. Friedberg den 9ten März 1837. In Auftrag Golz, Oberquartiermeiſter. Stroh lieferung. (187) Donnerstag den 16ten d. M., Vormittags um 10 Uhr, wird die Lieferung von circa 10 Fu⸗ der Kornſtroh auf dem Verwaltungs-Büreau des 2ten Bataillons, Aten Infanterie-Regiments ver— ſteigert. Die Herrn Bürgermeiſter hieſiger Umgegend werden erſucht, dieſe Verſteigerung bekannt machen zu laſſen. Friedberg den 9ten März 1837. In Auftrag Golz, ö Oberquartirmeiſter. Schaafpferche⸗Verſteigerung. (188) Die Schaafpferche für den Monat April ſollen Montag den 20ten d. M., Morgens um 9 Uhr, in hieſigem Rathhaus öffentlich meiſtbietend verſteigert werden. Friedberg den gten März 1837. Der Bürgermeiſter D. Fritz. (185) gerichts Arbeit⸗Verſteigerung. (189) Mittwoch den fünfzehnten März, Morgens neun Uhr, ſoll auf der Pfarrhofraithe zu Steinfurth die Fertigung eines neuen Lattenzaunes, unter den alsdann dekannt gemacht werdenden Bedingungen— voranſchlagt zu 66 fl. 5 kr.— öffentlich an den Wenigſtfordernden in Accord gegeben werden. Steinfurth den 7ten März 1837. Der großh. Büͤrgermeiſter Petri. Hofraithe⸗ Verſteigerung. (190) Auf Antrag des Gaſtwirths Daniel Dre⸗ ſcher dahier werden die demſelben gehörigen Ge⸗ bäulichkeiten: N P. et N. d. Flurb. II Klftr. 3 6G u. 7 45 Eine Hofraithe in Haus, Scheuer, Stall und Grund beſtehend, in der Wetzlarer⸗ 3 gaß neben Wilh. Saulburger 8½ Stall mit Miſtſtätte hinter obiger Hofraithe, Montag den 20ten d. M., des Nachmittags um 2 Uhr, auf dem hieſigen Rathhaus, unter den als— dann eröffnet werdenden Bedingungen, der Verſtei⸗ gerung an den Meiſtbietenden ausgeſetzt. Butzbach den(ten Marz 1837. Der großh. heſſ. Bürgermeiſter B. Küchel. Ver Pacht n u g. (191) Dienſtag den 14. Marz, Vormittags um 9 Uhr, ſollen in hieſigem Rathhaus nachbemerkte Gärten und Ackergärten, auf 4 Jahre verpachtet werden: 10 2 Ackergärten am Judenbegräbniß und vor'm Fauerbacherthor gelegen, jeder 3 Viertel 27 Ruthen haltend, 2 2 Vrtl. Garten am Schützenrain neben Herrn Rentamtmann Buß, 3) 2 Prtl. 16 Rth. Garten auf den Grabengärten neben Herrn Bechſtein gelegen, 4) 30 Rth. Garten auf dem Krämer neben Herrn Renneberg gelegen. Friedberg den 7ten März 1837. In Auftrag Der Bürgermeiſter D. Fritz. Gläubiger-Aufforderung. N (192) Wilhelm Pauli von Niedereſchbach beab— ſichtigt nach Nordamerika auszuwandern.„Rechts⸗ anſprüche an denſelben ſind binnen drei Monaten bei gr. Landgericht Großkarben anzumelden, gegen⸗ falls die Entlaſſungsurkunde ertheilt werden wird. Friedberg den 14ten Februar 1837. Der großherzoglich heſſiſche Kreisrath des Kreiſes Friedberg. Küchler. dem Karl Graf gehörig, 6 Gläubiger⸗Aufforderung. (193) Johannes Werner von Altenſtadt beabſich⸗ tigt nach Erbſtadt auszuwandern. Rechtsanſpruͤche an denſelben ſind binnen drei Monaten bei gr. Land— gerichte Großkarben anzumelden, gegenfalls die Ent⸗ laſſungsürkunde ertheilt werden wird. Friedberg den ten Februar 1837. 5 Der großherzoglich heſſiſche Kreisrath des Kreiſes Friedberg Küchler. Gläubiger⸗Aufforderung.. (194) Georg Wilhelm Wieſenbach von Buͤdes⸗ heim beabſichtigt nach Niederdorfelden auszuwan⸗ dern. Rechtsanſprüche an denſelben ſind binnen drei Monaten bet gr. Landgerichte Großkarben anzumel⸗ den, gegenfalls die Entlaſſungsurkunde ertheilt wer⸗ den wird. Friedberg den 24ten Februar 1837. Der großherzoglich heſſiſche Kreisrath des Kreiſes Friedberg Küchler. 1 Bekanntmachung. (195) Montag den 13ten d. M., Vormittags 10 Uhr, ſoll an hieſiger Saline die Wirthſchaft fuͤr die Soolbade-Anſtalt an den Meiſtbietenden, unter den im Termine bekannt gemacht werdenden Bedingun⸗ gen, für dieſes Jahr verpachtet werden, wozu Luſt⸗ tragende, die ſich wegen Führung einer Wirthſchaft legitimiren müſſen, eingeladen werden. Nauheim den Zten März 1837. Kurfuͤrſtliches Salzamt. Wille. Meinhard. Weiß. Ed ert a kf on; (196) Der ſchon ſeit vielen Jahren abweſende Wilhelm Emmel von Butzbach oder deſſen al⸗ fallſige Leibeserben werden aufgefordert, ihre An⸗ ſprüche an das jenem zuſtehende ſeither curatoriſch verwaltete Vermögen ſogewiß binnen 3 Monaten, unter gehöriger Legitimation, hier geltend zu ma⸗ chen, als ſonſt daſſelbe den nächſten bekannten Ver⸗ wandten des Abweſenden gegen Cautionsleiſtung überlaſſen werden wird. Friedberg den 25ten Februar 1837. Großh. heſſ. Landgericht daſ. Brumhard. Holz ⸗Verſteigerung. (197) Mittwoch den 15. März l. J. ſollen in dem freiherrl. von Löwiſchen Wald zu Steinfurth, Diſtrikt Södlerwegstannen, 9 Stecken gemiſchtes Pruͤgelholz, 8 Stecken kiefern Stockholz, 1700 Stück gemiſchte Wellen und 84 Kiefern- und Fichten⸗Stämme, öffentlich an den Meiſtbietenden verſteigert werden. fi N I 1 d aus ein dhe ganz 8730 5 Stinfü 2 87D 0 10 ppeiſahrig i Reicht 100) 105 5 4 den Diſtrit Haheſchlag 120 Sie N 2 407 Ha heiſtbiete Morgens ter dem Die Obiges in Butzb a Brent Ober (2000 ſolen in! Muſteiger J Ste 1 Ste 23,00 d Der Zuſamme dem For Soll ge nicht b Tags nac bezeichnete heſondere Ober 200) 10 Ur, f bergen,. . ot beabſſch, i gr. Land⸗ e die Ent, Krrisrath berg . 'on Büdes⸗ auszuwan⸗ dinnen drei a anmmel⸗ theilt wer⸗ Kreisrat berg mittags 10 aft für die Anfer den Bedingun⸗ Woſu Luſt⸗ Wirch schalt amt. Veiß. abweſende deſſen al⸗ „ihre An⸗ curatoriſch Monaten, d zu ma⸗ unten Ver⸗ onsleiſtung icht daſ. — ſollen in Steinfurth, t werden. — Die Zuſammenkunft iſt in oben genanntem Di⸗ 8 ſtrikt des Morgens um 9 Uhr. Lanſprüche ſtrikt 9 0 Steinfurth den 8. März 1837.* Der freih. v. Löwiſche Revierförſter f Weigand. Bekauntmachung. (198) Dienſtag den 14ten März d. J., Morgens um 10 Uhr, ſoll zu Reichelsheim auf dem Rath-⸗ haus ein der Gemeinde gehöriger Faſſelochſe, wel— cher ganz fett und zum Schlachten geeignet— und zweijahrig iſt, meiſtbietend verſteigert werden. Reichelsheim den 10ten Marz 1837. Der Ortsvorſtand daſelbſt. Holz ⸗Verſteigerung. 1119 (199) Donnerſtag den 16ten und Freitag den 17ten d. M. werden in dem hieſigen Stadtwald in den Diſtrikten Daxbein, Heuweg, kleine Strudt und Holsſchlag: 5 126 Stecken buchen, eichen und aspen Scheidholz, 280„ 5 und aspen Prügelholz, 220 7 und eichen Stockholz und 497 Haufen„ eichen und gemiſchte Wellen, meiſtbietend verſteigt. Die Zuſammenkunft iſt des Morgens um 8 Uhr an der Cleberger Straße hin— ter dem Exercierplatz. Die gr. Herrn Bürgermeiſter werden erſucht, Obiges in ihren Gemeinden bekannt machen zu laſſen. Butzbach den Sten März 1837. Der großh. Buͤrgermeiſter B. Küchel. Brennholz-Verſteigerung im Revier Oberrosbach, Forſts Friedberg betr. (200) Nächſten Donnerſtag den 16ten d. M. ſollen in dem großh. Burgwald einer öffentlichen Verſteigerung an die Meiſtbietenden ausgeſetzt werden: ½ Stecken buchen— 15% birken— 3¼ nadel⸗ Scheidholz, 1 Stecken buchen— 43 birken— 2 nadel— 20 aspen Prügelholz, 25,00 Wellen buchen— 66,88 ½ birken und ei⸗ chen 62,87% aspen Reiſerholz. Der Anfang hat Morgens um 8 Uhr—, die Zuſammenkunft aber eine halbe Stunde früher, in dem Forſthauſe Winterſtein, ſtatt. a Sollte die Verſteigerung an dem genannten Ta—⸗ ge nicht beendigt werden können, ſo wird der Reſt Tags nachher— Freitag den 17ten, um die oben bezeichnete Stunde verſteigert, ohne daß deßhalb eine beſondere Bekanntmachung erfolgt. Oberrosbach den gten Marz 1837. Der großh. Revierförſter Bingmann. Holz⸗-Verſteigerung. (201) Montag den 13ten d. M., Vormittags 10 Uhr, ſollen in dem Gemeindewald zu Helden bergen, Diſtrikt Eichwald: 71 42 Stecken eichen Scheidholz, 65 1„ Prügelholz, 49 1„Stockholz, 200 Stück„ Reisholzwellen und 88 Stämme, enthaltend 11900 Cubikfuß, Bau-, F 55 Werk⸗ und Nutzholz, worunter 1 Well— baum, an den Meiſtbietenden öffentlich ver— ſteigert werden. Die Zuſammenkunft iſt bei Gaſtwirth Reh dahier. Heldenbergen den 7ten März 1837. Der großh. Bürgermeiſter Schweitzer. NN Privat- Bekanntmachungen. Benachrichtigung. (202) Die Chocolade-Fabrik von Gebruͤder Baſchwitz zu Rödelheim bringt hiermit zur Kenntniß, daß das Firma P. Baſchwitz und Comp. nicht mehr exiſtirt, zugleich aber auch jedermann warnt an unſern frühern Comp. keine Beſtellung noch Zahlung zu geben, indem ſolcher nicht mehr in unſern Dienſten iſt. Gebrüder Baſchwitz. Ju! Ma chr icht. (203) Einem verehrten Publikum wird andurch die ergebenſte Anzeige, daß ich ſo eben Kapitalien jeder Größe in Auftrag habe, die theils zu 4 zu 4 % und zu 5 Prozente gegen annehmbare Unterpfän⸗ der und gerichtliche Obligationen abgegeben werden. Bemerkt wird, daß für Gemeinden etliche Kapita⸗ lien beſonders zu empfehlen ſind. Friedberg den 6ten März 1837. J. Philipp Jung in der Kirchgaß. Aae he (204) Einige hundert Gulden Vormundſchafts— gelder liegen— gegen doppelt gerichtliche Sicher— heit— zum Ausleihen bereit. Ausgeber dieſes ſagt, wo? Ber i tigung. (205) Zu der in Nr. 8. u. 9. des Intelligenz⸗ blattes vom 25ten Februar und Aten März ange⸗ kündigten Verſteigerung meines Fuhrwerks bemerke ich, daß ſolche nicht wie angekündigt am 15ten Marz, ſondern Montag den 13ten März d. J. Mor- gens 9 Uhr in meiner Behauſung ſtatt findet. Offenbach. L. Pohl, Lohnkutſcher. Waaren⸗ Empfehlung. (206) Baumwollen Garn zum Einſchlagen, in gebleichter, ungebleichter, blauer und türkiſchrother Farbe, habe ich in vorzüglicher Qualität erhalten, und werde dieſes, wie auch ſehr ſchöne breite Bett— zeuge, zu den möͤglichſt billigſten Preiſen verkaufen. Friedberg den Sten März 1837. Nathan Hirſchhorn. Pfänder- Renovation. (207) Alle in dem hieſigen Pfandhaus ſtehenden Pfänder, welche die Verfallzeit erreicht haben, müſ— ſen in Zeit vier Wochen, von heute an, eingelöſt oder renovirt ſeyn, anſonſten ſie zum Verkauf aus⸗ geſetzt werden; bemerkt wird, daß die Einlöſung ſo wie die Renovation nur an den von der Armen⸗ commiſſion beſtimmten Tagen: Montag, Mittwoch und Samſtag geſchehen kann. Friedberg am 10ten März 1837. Namens der Pfandhausverwaltung Faatz. D. Pendling. A u 8 z u lei he n (208) Bei der Graff'ſchen Vormundſchaft dahier liegen einige hundert Gulden zum Ausleihen bereit. Ph. Preuſſer. Geſchäfts-Fortführung. (209) Einem geehrten Publikum mache ich die ergebenſte Anzeige, daß ich das Geſchäft meines kuͤrz— lich verſtorbenen Mannes fortführe. Indem ich bil— lige und reelle Bedienung verſpreche, empfehle ich zugleich meinen Vorrath von engliſchen Feilen und Büffelhorn zur geneigten Abnahme. Friedberg den Sten Marz 1837. Meſſerſchmied Joh. Schäfer's Wittwe. Verſteigerung von Baumaterialien. (210) Donnerstag den 16. März l. J., Vormit⸗ tags 9 Uhr, ſoll an hieſigem Mineralbrunnen eine große Quantität noch brauchbarer Baumaterialien beſtehend in Firſt- und Dachziegeln, Schieferſteinen, Latten, Dielen, Fußbodentafeln, Eichen- und Tan⸗ nen⸗Bauholz, Fenſter, Thüren, Läden, Treppen, Dachkandeln mit Rohr und Trichter, Guß- und Schmiedeeiſen, ſandſteinerne Treppen, Platten ꝛc., 72 unter den im Termin bekannt gemacht werdenden Bedingungen, öffentlich meiſtbietend verſteigert werden. Schwalheimer Mineralbrunnen, am 6ten März 1837. Henkel, 0 8 Brunnen ⸗ Verwalter. Bei C. Binder nagel in Friedberg iſt zu haben: Stückrad, G., Stimmen der Minorität. 1. Die Wage der Glückſeligkeit. 2. Zahme Laſter und geſchminkte Tugenden. thie. Adel. 1 fl. 12 kr Emmerich, G., Der ſichere Rathgeber in Rechts⸗ ſachen und Prozeßangelegenheiten. Ein gemein⸗ faßliches Hand- und Hülfsbuch fuͤr Bürgermei—⸗ ſter, Schultheiſſen, Vorſtände, Scribenten, Bür⸗ ger und Landleute. 54 kr. Fruͤchte⸗Preiſe hier in Friedberg: Waizen: 7fl. 14 kr. Korn: 5 fl. 7 kr. Gerſte: 4 fl. 31 kr. Hafer: 2fl. 45 kr. Erbſen:— fl.— kr. Fruͤchte⸗Preiſe zu Mainz, am 3. Maͤrz: Waizen: 7 fl. 29 kr. Korn: 5 fl. 15 kr. Gerſte: 4 fl. 24 kr. Hafer: 3 fl. 12 kr. Verkaufs-Preiſe vom 13. bis 20. Maͤrz 1837. Fleiſch⸗ und Brodpreiſe ſind unverändert geblieben, außer daß in der Judengaſſe das Pfund Ochſenfleiſch 9 kr. koſtet. Für die Richtigkeit: Der Bürgermeiſter Fritz. 3. Moraliſche Homöopa⸗ 4. Geldariſtokratie und Judenthum. 5. Der Vorlaͤufige Anzeige. Von hochpreißlichem Staatsminiſterium iſt mir geſtattet worden, neben meinem Intelligenzblatte ein Unterhaltungsblatt herauszugeben. Daſſelbe wird, dem Wunſche einiger meiner Freunde gemäß, vorzugsweiſe Gegenſtände des religioͤſen und ſittlichen Lebens behandeln und zugleich Schilderungen guter Menſchen oder einzelne herzerhebende Züge aus dem Leben derſelben mittheilen. Ich ſage vorzugsweiſe, da gemeinnützige Vorſchläge, Auszüge aus Werken guter Schriftſteller, welche intereſſante geſchichtliche Mittheilungen, ſchöne und erhabene Schilderungen, Gedichte ꝛc. ꝛc. enthalten und oft wegen zu hohen Preiſes nicht allgemein bekannt werden, dem Blatte nicht ganz fremd bleiben ſollen. Das Blatt will unterhalten und zum Guten ermuntern. Diejenigen Männer, welche mich in dieſem Streben unterſtützen und literariſche Beiträge liefern wollen, bitte ich, mir gefälligſt bald ſolches mitzutheilen, um mich mit ihnen wegen der Bedingungen zu verſtändigen. Das Blatt wird den Titel fuͤhren: Welkerauer Unkerbalkungsblälter. Ueber den Preis, das Beginnen und Erſcheinen des Blattes werde ich ſpäter Mittheilung machen. Friedberg. Carl Bindernagel. Gedruckt und verlegt unter Verantwortlichkeit von Carl Bindernagel in Friedberg. I brauche a Laſchriſt