Intelligenzblatt rovinz(Deerhes sen im Allgemeinen, den Kreis Friedberg und die angrenzenden Bezirke im Beſonderen. 27. Sonnabend, den 8. Juli 1837. Amtlicher Theil. Oeffentliche Nachricht. Betreffend: Aufforderung an ſaͤmmtliche Bewohner des Großherzogthums Heſſen zu Beitragen für die Errichtung einer Statue aus carariſchem Marmor, Ludwig I., Großherzogs von Heſſen und bei Rhein. 1 Die vorerwaͤhnte Aufforderung nebſt einer Anzahl Subſeriptionsliſten iſt mir durch den Praͤſidenten des betreff. Vereines zur Verbreitung im Kreiſe Friedberg zugekommen. Ich habe dieſelben heute an die Herren Buͤrgermeiſter zur Veranſtaltung der Subſcriptionen in den einzelnen Gemeinden uͤberſendet. Wenn es eine Wahrheit iſt, daß die Bewohner des Kreiſes Friedberg ſich in allen Zeiten durch eine treue Liebe zu ihrem erhabenen uͤrſtenhaus ausgezeichnet haben, und insbeſondere in der Verehrun und dankbaren Erinnerung an den hoͤchſtſeligen Großherzog Ludwig J, den Gruͤnder ſo vieler die Landes- wohlfahrt bezweckender wohlthaͤtiger Geſetze und Anſtalten, hinter keinem anderen Kreiſe zuruͤckſtehen ſo darf ich mit Zuverſicht annehmen, daß Alle mit Freuden einen Beitrag zu dem Monumente zollen werden welches der Nachwelt ein bleibendes Denkmal eben ſo Seiner Regentengroͤße als der dankbaren Anerken⸗ nung des heſſiſchen Volkes uͤberliefern ſoll. Die Herren Buͤrgermeiſter ſind erſucht, die vollzogenen Subſeriptionsliſten binnen 3 Wochen wie⸗ der an mich zuruͤckzuſenden. Friedberg den 3. Juli 1837. Der großherzoglich heſſiſche Kreisrath Küchler. Ueber den Seidenbau. (Von Dr. A. Seitz.) (Beſchluß.) Da der Maulbeerbaum bei der Seidenzucht eine Hauptrolle ſpielt, ſo iſt deſſen Anpflanzung und War⸗ tung auch mit die Hauptſache. In jedem Orte aber findet ſich gewiß eine Perſon, die ſich mit Baumzucht beſchaͤftigt und gerne zur Aufſicht erboͤtig ſeyn wird. Wiewohl nun zwar Deutſchland, namentlich das Groß⸗ herzogthum Heſſen, in Beziehung auf die zu erzielende Menge von Seide, nie mit dem ſuͤdl. Frankreich oder Italien wird concurriren koͤnnen, denn dort beſteht die ärmere Klaſſe entweder aus Weinbauern oder Hirten, die ſich ausſchließlich dieſem Geſchaͤfte wid⸗ men können, ſo duͤrfte die Seidenzucht doch einen namhaften Zuſchuß fuͤr die aͤrmere Volksklaſſe unſe⸗ res Landes bei gehörigem Eifer fuͤr die Sache wer— den und eine Unze Eier— nach ihrer Entwickelung ein Werth von 160 bis 180 Gulden— moͤgte wohl Jeder zu ziehen im Stande ſeyn. Beziehe ich mich nun auf einen kuͤrzlich in dieſem Blatte erſchienenen Aufſatz uͤber Verſchoͤnerung der Friedhoͤfe, ſo moͤgte die Bepflanzung derſelben mit Maulbeerbaͤumen als das Zweckmaͤßigſte erſcheinen. 188 N Zwar ſcheint dem Herrn Verfaſſer das Pflanzen der Baͤume auf denſelben der Sache nicht angemeſſen, allein Blumengarten— wie dort vorgeſchlagen— erwecken nur frohe Lebensluſt. Heitere Farben, belebende Wohl⸗ geruͤche ſind wohl vor Allem dazu geeignet, den Geiſt des Menſchen zur Sinnenwelt herabzuziehen. Und an welchem anderen Orte wird wohl mehr von dem Geiſt verlangt, ſich alles Irdiſchen zu entſchlagen, als grade bei dem Eingange zur Kirche. Nicht moͤgten dann jene prunkenden Erzeugniſſe einer üppigen Vegeta⸗ tion zur Erreichung dieſer Stimmung dienen.— Wie aber, wenn der Glaͤubige in den duͤſteren Gang einer ſchattenreichen Allee tritt, zu beiden Seiten empor⸗ ſtrebende Baͤume, gleich ſeinem Geiſte, der ſich jetzt auch dem Hoͤchſten nahen ſoll; weiterhin ſchweigendes undurchdringliches Dunkel, ein ſchwaches Bild des Unerforſchlichen, das er jetzt verehren will; unter ſeinen Fuͤßen die geweihte Erde, theuere Verſtorbenen in dunkelm Schooße bergend— wird ſich ihm nicht ein heiliger Schauer mittheilen, ſo ganz dazu geeig⸗ net, ihn in die noͤthige ernſte Stimmung zu verſe⸗ tzen?!— Nicht wird es ſcheinen, als verſtecke ſich das Allerheiligſte hinter dichtem Laubwerk, ſondern es birgt ſich in einen dunkeln Schleier, zu unbeding⸗ tem Glauben und zur Ehrfurcht ermahnend.— Auch dort wo die Huͤllen der juͤngſt Verblichenen ruhen, auf den neuen Friedhoͤfen, walte heilige Stille. Kein Bild des froͤhlichen Lebens entweihe die Ruhe der in Gott ſchlummernden und ermuntere die Sinnlichkeit der Lebenden. Dort birgt der duͤſtere Tod ſeine Beute, duͤſter ſey ſeine Staͤtte, duͤſter ſey die Stimmung des den Graͤbern Nahenden, um dort fromme Gebete fuͤr die Entſchlafenen zu dem Allmaͤchtigen zu ſenden. Werden ſich nun hiernach die Gemeindevorſteher, welchen das Wohl ihrer Mitbuͤrger am Herzen lie— gen muß, nicht geneigt fühlen, auf dieſe Art den Wohlſtand derſelben zu erhoͤhen?— Werden ſie ſich nicht geneigt fuͤhlen mit regem Eifer auf dem Wege des Guten und Nützlichen voran zu ſchreiten?!— Sie moͤgen bedenken, welchen Vorwuͤrfen ſich dieje⸗ nigen ausſetzen, die aus Traͤgheit oder durch den Geiſt des Wiederſpruchs verleitet dieſe Erwerbsquelle darnieder liegen laſſen und in anderen Orten Gluͤck und Wohlſtand aufbluͤhen ſehen! Sie moͤgen beden⸗ ken, welch ſchoͤner Lohn derer wartet, die, mit gutem Beiſpiel vorangehend, das Gluͤck mancher zuruͤckge⸗ kommenen Familie neu begruͤnden, den Wohlſtand ihrer Mitbürger erhöhen und in deren Dank und ihrem eigenen Bewußtſeyn die ſchoͤnſte Belohnung finden! Wuͤnſchten fuͤr die Sache ſich Intereſſirende naͤhere Auskunft, ſo bin ich ſtets gerne zu deren Ertheilung erböͤtig, ſo wie auch daruͤber, wie junge Maulbeer⸗ ſtaͤmmchen am Beßten zu erhalten ſind. Schließlich lege ich nochmals jedem gutgeſinnten und einflußrei⸗ chen Buͤrger dieſe wichtige Sache ans Herz und wuͤrde mich hoͤchſt gluͤcklich in der Ueberzeugung finden, kein Prediger in der Wuͤſte geweſen zu ſeyn. Die Brannteweinpeſt. Eine Trauergeſchichte zur Warnung und Lehre fuͤr Reich und Arm, Alt und Jung. Herausgegeben von Heinrich Zſchokke. gr. 8. Unter vorſtehendem Titel iſt bei H. R. Sauerländer in Aarau ein Büchelchen erſchienen, welches nur 84 Seiten, aber ſehr viel Gutes enthält, und welches wohl verdiente, von„Reich und Arm, Alt und Jung“ aufmerkſam geleſen und beherzigt zu werden; denn leider nimmt das Trinken des Brannteweins, dieſes„Tollwaſſers“, ſo ſehr überhand, daß es Pflicht jedes Einzelnen wird, mit aller ihm zu Gebot ſtehender Energie gegen dieſe um ſich greifende peſt zu arbeiten. Herr Zſchokke ſchildert mit wahren und kräftigen Zügen die Folgen dieſer Peſt, erwähnt nicht minder lebhaft der Urſachen des zum täglichen Getränke gewordenen Brannteweins und giebt Mittel an, wie dem Uebel zu ſteuern iſt. Das Ganze iſt in eine ergreifende Erzählung eingeklei⸗ det, welche ſicher ihren Zweck nicht verfehlen wird.— Wir wollen unſern Leſern hier einen kleinen Auszug mittheilen, damit ſte verſuchen können, wie die Koſt ſchmeckt, welche ihnen in dem Büchlein für 30 kr. geboten wird. Anm. der Red. —— Er richtete dieſe Worte an den alten Herrn, der vorher geredet hatte. Fridolin wandte ſich auch zu demſelben und bat ihn um Aufſchluß, woher es komme, daß der Branntewein ſeit etwa zwanzig Jahren ſo allgemein und leider, ein tägli⸗ ches Getränk geworden ſey?“ „„Wundert Euch keineswegs darüber,“ ſagte er:„„daran iſt nicht, wie man oft meint, die Re⸗ volution, nicht das fremde Kriegsvolk, das bei uns war, nicht die durch Krieg entſtandene Ungebun⸗ denheit des Volkes Urſach, wie man häufig ſagt. Die Menge der Wirthshäuſer und Schenken hats auch nicht allein gethan. Wenn man ſie heut alle abſchaffen könnte, würden darum der Branntewein⸗ trinker nicht weniger ſeyn und nicht weniger werden. im Spiel zum Gen Mannern Aumuth u Irrethaus Mebſcher und wo deten viele zu halten. fremden dem Ef Frülſti Fremdes Inu der ud an. Waſſer den ſind Daher f licher, f ſtändig verderbt 95 59 es nicht Brannt ben es ihren! Wäſcher Jilſen bilden! den Ar und Kr erſten und es darauf Mattig ſenheit bildeter tung n wei gle nige, naht ſa eilung le eer⸗ eßlich hrei⸗ Wwuͤrde den, bein rgeſchich in wandte Aufſchlüß, ſeit ewa das bei uns e Ungetun⸗ suf ſagt. r hats „ beut alle zuntewein⸗ get werdel. — 18d Aber viel hat beſonders dazu die Wohlfeilheit des hitzi⸗ gen Getränkes, im Verhältniß zum Wein, und die Leichtigkeit beigetragen, es zu fabriziren. Daher wird es in Fabriken und Privathäuſern in Menge gebrannt aus Träbern von Trauben und Obſt, Kartoffeln, Kirſchen, Zwetſchen, Enzian, Korn, Waizen, Ger⸗ ſten;— es läßt ſich faſt Alles zu dem Geſoff be⸗ nutzen, wodurch man die menſchliche Geſundheit, ohne es zu vermuthen, nach und nach, wie jener Herr ſagt, vergiftet.““ „„Unſer Herr Wirth hat aber mit Recht ge⸗ ſprochen, die Giftmiſcherbande beſteht nicht blos aus den Branntweinbrennern und zahlloſen Ver— käufern des Giftes. Es ſind andere Leute dabei im Spiel, die das unwiſſende Volk, reich und arm, zum Genuß verführen; welche die Geſundheit von Männern, Weibern und Kindern zerſtören; welche Armuth und Unzucht befördern; welche Gefängniſſe, Irrenhäuſer, Spitäler und Zuchthäuſer mit elenden Menſchen füllen helfen. Das ſind die vornehmen und wohlhabenden Leute, die ſogenannten gebil- deten Familien, Denn auch von ihnen gehören viele zu den Unwiſſenden, trotz ſie ſich für gebildet halten. Da werden außer hitzigen Weinen aus fremden Ländern, allerlei Liqueure vor und nach dem Eſſen, und zum ſchwarzen Kaffee, und zum Frühſtück und zum Schlaftrunk vorgeſetzt. Wer Fremdes zu ihnen kömmt, wird dazu ermuntert. In der Klaſſe der Reichen und der Handwerker ſind im Verhältniß eben ſo Viele, denen gebrannte Waſſer zum Bedürfniß, durch Gewohnheit, gewor⸗ den ſind, als unter Landleuten und Tagelöhnern. Daher findet man bei ihnen auch eine Menge kränk⸗ licher, ſchwächlicher Perſonen, die den Doktor be— ſtändig im Hauſe haben müſſen, und ſchon im Keim verderbte, ſchwächliche Kinder erzeugen!““ „„Aber dieſe vermeinten gebildeten Leute laſſen es nicht dabei bewenden. Sie verbreiten auch das Brannteweingift im Volk, als Alltagsgetränk. Sie ge— ben es ihren Arbeitern; ſie geben es in der Erndte ihren Dreſchern und Heuern; ſie geben es ihren Wäſcherinnen: ſie ſetzen es vor, wenn man ihnen Zinſen bringt und ſo bei allen Gelegenheiten. Sie bilden ſich wohl gar in ihrer Unverſtändigkeit ein, den Arbeitern und Tagelöhnern dadurch mehr Luſt und Kraft zur Arbeit zu geben. Ja freilich, in der erſten Stunde reizt der Fuſel die Lebensgeiſter auf, und es wird munter geſchafft; aber in den nächſten darauf folgenden Stunden ſtellt ſich ganz natürlich Mattigkeit, Schläfrigkeit der Glieder und Verdroſ— ſenheit ein. Das ſollten doch die unwiſſenden ge— bildeten Leute aus an ſich ſelbſt gemachter Erfah— rung wohl wiſſen! Es iſt Thatſache, daß von zwei gleich ſtarken Arbeitern oder Tagelöhnern, der⸗ jenige, welcher keinen Branntewein nimmt, im Tage mehr ſchafft und mit mehr Umſicht und Ueber⸗ legung zu Werke geht, als der Trinker. Dieſer gleicht einem Reiſenden, der anfangs ſchnell läuft, Andere anfangs zurückläßt, aber bald ermattet und hinter denen zurückbleiben muß, die ihren regelmä⸗ ßigen ruhigen Schritt gehen.““ Bekanntmachungen von Behoͤrden. N Verſteigerung der bei hieſigem Pfandhaus nicht eiugelösten Pfänder. (524) Montag den 10. Juli l. J., Vormittags 9 Uhr, ſollen in hieſigem Rathhauſe die bei der Verfallzeit in hieſigem Pfandhaus nicht eingelösten und auch nicht renovirten Pfänder, als Nr. 3573, 3833, 4057, 4071, 4149, 4325, 4327, 4472, 4473, 4477, 4616, 4623, 4682, 4687, 4768, 4783, 4786, 4801, 4900, 4914, 4914, 4055, 4963, 4973, 4987, 4990, 4992, 5000, 5011, 5014, 5020, 5021, 5026, 5033, 5038, 5067, 5143, 5171, 5172, 5179, 5191, 5228, 5279, 5286, 5301, 5309, 5354, 5361, 5370, 5374, 5383, 5386, 5388, 5414, 5426, 5468, 5482, 5521, 5532, 5538, 5591, 5642, 5654, 5678, 5685, 5722, 5728, 5751, 5755, 5791, 5796, 5807, 5809, 5812, 5850, 5858, 5867, 5869, 5886, 5895, 5898, 5926, 5927, 5930, 5934, 5936, 5947, 5959, 5991, 6008, 6040, 6042, 6060, 6079, 6084, 6101, 6118, 6136, 6168, 6169, 6174, 6177, 6181, 6208, 6214, 6244, 6288, 6295, 6306, 6316, 6326, 6336, 6348, 6358, 6359, 6360, 6361, 6364, 6383, 6385, 6391, 6399, 6404, 6414, 6419, 6445, 6446, 6461, 6466, 6475, 6478, 6500, 6501, 6515, 6520, 6529, 6550, 6554, 6509, 6576, 6587, 6596, 6610, 6622, 6641 6652, 6650, 6660, 6660, 6581, 6695, 6733, 6740, 6748, 67 62, 6774, 6805, 6814, 6842, 6862, 6863, öffentlich meiſtbietend verſteigert werden. Die nicht eingelöſ'tten und zum Verkauf kom⸗ menden Pfänder beſtehen in Silber, worunter einige Taſchenuhren, Kupfer, hierunter ein großer Waſch—⸗ keſſel, Zinn, eine Doppeltflinte, Weißzeug, Bett⸗ werk, Manns- und Weibskleider. Friedberg den 15. Juni 1837. Der Bürgermeiſter D. Fritz. Gläubiger- Aufforderung. (544) Peter Pauli und Andreas Scheuer von Heldenbergen beabſichtigen mit Familien nach Polen auszuwandern. Rechtsanſprüche an die— ſelben ſind binnen drei Monaten bei großh. Landge— richt Großkarben anzumelden, gegenfalls die Ent⸗ laſſungsurkunde ertheilt werden wird. Friedberg den 12ten Juni 1837. Der großherzoeglich heſſiſche Kreisrath des Kreiſes Friedberg. Küchler. Gläubiger- Aufforderung. (545) Heinrich Wetſenſee I. Wittwe von Niederrosbach beabſichtigt nach Seulberg aus⸗ zuwandern. Rechtsanſprüche an dieſelbe ſind binnen drei Monaten bei großherz. Landgericht dahier an⸗ zumelden, gegenfalls die Entlaſſungsurkunde ertheilt werden wird. Friedberg den 12. Juni 1837. i Der großherzoglich heſſiſche Kreisrath des Kreiſes Friedberg. Küchler. Gläubiger-Aufforderung. (553) Chriſtian Kaſimir Gerſtenmeyer von Friedberg, beabſichtigt nach Oldenburg auszu⸗ wandern. Rechts anſprüche an denſelben ſind binnen drei Monaten bei großh. Landgericht dahier anzu⸗ melden, gegenfalls die Entlaſſungsurkunde ertheilt werden wird. Friedberg den 14ten Juni 1837. Der großherzoglich heſſiſche Kreisrath des Kreiſes Friedberg. Kuͤchler. Gläubiger⸗ Aufforderung. (554) Adam Nern von Butzbach beabſichtigt nach Bornheim auszuwandern. Rechtsanſprüche an denſelben ſind binnen drei Monaten bei großh. Land⸗ gericht dahier anzumelden, gegenfalls die Entlaſſungs⸗ urkunde ertheilt werden wird. Friedberg den 17ten Juni 1837. Der großherzoglich heſſiſche Kreisrath des Kreiſes Friedberg. Küchler. Verſteigerungs anzeige. (593) Donnerstag den 13. Juli, von Vormittags 9 Uhr an, ſollen in dem Eichelhof folgende von der Arbeitsanſtalt herrührende Gegenſtände, als: Eiſen, Zinn, Blech, Holz, Weibskleidung, 14 Pfd. dop⸗ pelt wollenes Garn, 40 Pfd. einfach flächſenes Garn und ungefähr 80 Pfd. Wolle, ſodann ver⸗ ſchiedene Spiungeräthe, Haſpel, Wollräder, Schlump⸗ bänke, verſchiedene alte Ofenplatten öffentlich meiſt⸗ bietend verſteigert werden. Friedberg den 29. Juni 1837. In Auftrag der Armenkommiſſion. Der Bürgermeaiſter D. Fritz. Verſteiger ung. (594) Mittwoch den 12. Juli l. J., Vormittags um 10 Uhr, ſoll in hieſigem Rathhauſe der, der Stadt zuſtehende Alban⸗Zehnte in hieſiger Gemar⸗ kung für dieſes Jahr öffentlich meiſtbietend verſtei⸗ gert werden. Die Feldſchützen ſind angewieſen, den Steigliebhabern die Güterſtücke zu zeigen, von wel⸗ chen der Zehnte gegeben wird. Friedberg den 29. Juni 1837. Der Bürgermeiſter D. Fritz. Bauarbeit; Verſteigerung. (596) Freitag den 14ten Juli l. J., Morgens 1— um 9 Uhr, ſoll die für 1836 vorgeſehene Baure⸗ paratur in den Auguſtiner⸗Schulgebäuden beſte⸗ hend in 2 kr Maurerarbeit, veranſchlagt zu 41 56 Steinhauerarbeit 16— Zimmerarbeit 14 4 Schreinerarbeit 190 46 Schlofferarbeit 14 53 Spenglerarbeit f 6 54 Weisbinderarbeit 17 16 Dachdeckerarbeit. 26 56 Glaſerarbeit 1 36 in dem Lokale ſelbſt öffentlich an Wenigſtnehmende verſteigert werden. Die Ueberſchläge ſind auf mei⸗ nem Bureau täglich von 10 bis 12 Uhr Vormit⸗ tags einzuſehen. Friedberg den 29ſten Juni 1837. Der Bürgermeiſter D. Fritz. Bauarbeit⸗Verſteigerung. f (599) Die Reparatur⸗Arbeit am Pfarrhauſe in der Stadt, beſtehend in fl. Maurerarbeit veranſchlagt zu 60 Steinhauerarbeit 32 Schreinerarbeit 79 Schloſſerarbeit 26 Glaſerarbeit c 31 Weisbinderarbeit 29 Spenglerarbeit 27 ſoll Freitag den 14ten Juli, Vormittags halb 11 Uhr im Pfarrhauſe öffentlich an Wenigſtnehmende Die Ueberſchläge ſind des Vor⸗ mittags von 10 bis 12 Uhr bei mir täglich einzu⸗ verſteigert werden. ſehen. Friedberg den 29. Juni 1837. Der Bürgermeiſter D. Fritz. Straßen bau⸗ Arbeiten. (617) Da wegen einer kleinen Concurrenz die Verſteigerung der unten benannten Arbeiten am 28. Juni d. J. nicht begangen werden konnte, ſo wird eine nochmalige Verſteigerung auf Mittwoch den 12. Juli l. J., Vormittags 10 Uhr, auf hieſigem Rath⸗ hauſe anberaumt. Die Arbeiten beſtehen: 1) in Planirarbeit, ) Lieferung der nöthigen Steine von der holz⸗ häuſer Bach, 3) Chauſſirarbeiten, 4) Pftaſterarbeit, beſtehend in 72[IKlafter, und 5) die Lieferung des dazu erforderlichen Sandes, unter den alsdann bekannt gemacht werdenden Bedin⸗ gungen an den Wenigſtnehmenden verſteigert werden. Die Herrn Bürgermeiſter werden hierdurch dienſt⸗ ergebenſt erſucht, Obiges in ihren reſp. Gemeinden öffentlich bekannt machen zu laſſen. 5 Rodheim den 29ſten Juni 1837. Der großh. Burgermeiſter Ig cob y⸗ der aſſe (620) B. der, von de Damiaſobliga 1, 20 und 80 wordeg. Di Kapitaldette Stadtkaſſe; dieſenn Tage zur öffentlich Aſſenhe (621) 2 von Dozen ſich auch tal men bald ale Johannes Umgegend verdächtig in ganzen u Mir bit denſelben in das unterzei erherbeiſche len. Rödel, 0 Aer re duedwende d des Vor⸗ Aich einzu⸗ der alp lafter, um n Sande den Vebir⸗ ENO ert werben. urch denſt⸗ Seneinden germeiſter 9 — 11— f Faſſelochs⸗Verſteigerung. (618) Montag den 10. Juli l. J., Vormittags 0 Uhr, wird ein der Gemeinde zugehörender Faſſel⸗ ichs, welcher zum Schlachten geeignet und 5 bis 600 Pfd. Gewicht hat, auf dem Rathhaus zu Dorn⸗ iſſenheim meiſtbietend verſteigert. Dornaſſenheim den Zten Juli 1837. f Der Ortsvorſtand daſelbſt. Gläubiger- Aufforderung. (619) Wilhelm Ehrbar von Vilbel beabſichtigt ach Homburg a. d. Höhe, Johannes Weil von ja nach Frankfurt- a. M. und Eliſabetha Herzer on da nach Bornheim auszuwandern. Rechtsan⸗ prüche an dieſelben ſind binnen drei Monaten bei ſroßh. Landgericht Großkarben anzumelden, gegen— alls die Entlaſſungsurkunde ertheilt werden wird. Friedberg den 24ſten Juni 1837. Der großherzoglich heſſiſche Kreisrath des Kreiſes Friedberg. In Verhinderung: Der großh. Kteisſekretair. Cameſasca. Verlooſung f der aſſenheimer Partialobligationen. 620) Bei der heute ſtatt gefundenen Verlooſung er, von der hieſigen Stadtgemeinde ausgegebenen, Jartialobligationen ſind drei Nummern, und zwar: „ 29 und 89— jede 200 fl.— zur Ablage beſtimmt vorden. Dieſes wird mit dem Bemerken, daß dieſe Kapitalbeträge am 31. Dezember 1837 bei hieſiger Stadtkaſſe zu erheben ſind, und daß jedenfalls von vieſem Tage an deren Verzinſung aufhört, hierdurch. tur öffentlichen Kenntniß gebracht. Aſſenheim den Iten Juli 1837. Der großh. Buͤrgermeiſter Günther. Steckbrief. 621) Der unten ſignaliſirte Philipp Knecht von Dotzenbach gr. heſſ. Landgerichts Langen, der ich auch taubſtumm ſtellend unter verſchiedenen Na⸗ nen bald als Johannes Striem, Jacob Stein Johannes Steins Sohn von Seeheim in der Amgegend herumgetrieben haben ſoll, iſt dringend verdächtig am 20. Juni d. J. dahier gegen 115 fl. n ganzen und ¼ Kronenthaler entwendet zu haben. Wir bitten alle Gerichts- und Polizeybehörden denſelben im Betretungsfalle zu arretiren und an vas unterzeichnete Gericht abz liefern, auch zur Wie⸗ derherbeiſchaffung des geſtohlenen Geldes mitzuwir⸗ en. Rödelheim den 28ſten Juni 1837. Großh. heſſ. graͤfl. ſolmſ. Landgericht Buff. Signalement. Alter: ohngefähr 18 Jahre, Größe: 5 Fuß, Haare: dunkel, Augen: dunkel, Geſicht: mager und blaß mit Sommerflecken. Kleidung. Eine ſchwarze Kappe mit Schild, Ein Kamiſol von blauem Hausmacherzeug, Ein Paar grauliche Beinkleider von wollen und baumwollen Zeug, Eine rothgeſtreifte Weſte. Hofraithe⸗-Verſteigerung.. (622) Montag den 14ten Auguſt l. J., Vormit⸗ tags um 11 Uhr, ſoll in hieſigem Rathhaus die Jacob Finzel'ſche halbe Hofraithe mit Nr. 268. bezeichnet auf dem vorderen Haag, an Philipp Heinrich Weckerling und Chriſtoph Fiſcher gelegen, beſtehend in halbem Wohnhaus, halbem Ställchen, öffentlich meiſtbietend verſteigert werden. Friedberg den 3. Juli 1837. a In Auftrag gr. heſſ. Landgerichts Der Bürgermeiſter D. Fritz. Straßenbau⸗ Arbeiten. (623) Montag den 24. Juli d. J., Nachmittags 1 Uhr, ſoll die Erdarbeit der zu bauenden Provin⸗ zialſtraße auf der Strecke von der Nidda⸗Brücke bei Aſſenheim, bis an die Dornaſſenheimer-Gränze in der Länge von 1500 Klaftern in 4 Abtheilungen unter den vorher bekannt gemacht werdenden Bedin⸗ gungen an den Wenigſtſordernden zur Verſteigerung gebracht werden. 5 Der Sammelplatz iſt um die oben genannte Zeit auf der Bauſtelle nächſt der Dornaſſenheimer? Gränze. Die Herrn Bürgermeiſter des Kreiſes Friedberg werden erſucht, dieſes in ihren reſp. Gemeinden gehörig bekannt machen zu laſſen. Im Unterlaſſungs⸗ falle wird Anzeige an die reſp. Kreisbehörde geſchehen. Friedberg am Sten Juli 1837. a Der großh. heſſ. Kreisbaumeiſter Holzapfel. Gläubiger ⸗ Aufforderung. (624) Friedrich Launhard nebſt Familie und Mathäus Becker von Altenſtadt beabſichtigen nach Polen auszuwandern. Rechtsanſprüche an die⸗ ſelben ſind binnen drei Monaten bei großh. Landge⸗ richte Großkarben anzumelden, gegenfalls die Ent⸗ laſſungsurkunde ertheikt werden wird. Friedberg den 27ten Juni 1837. Der großherzoglich heſſiſche Kreisrath des Kreiſes Friedberg Küchler. Güter ⸗Verſteiger ung. (623) Montag den 14. Auguſt l. J., Vormittags um 9 Uhr, ſoll in hieſigem Rathhaufe, auf Verfü⸗ gung großherzoglichen Landgerichts, die Guͤterſtüͤcke der Georg Schneiders Wittwe, in der burg⸗ n 8— 192— friedberger und ockſtädter Gemarkung gelegen, oͤffent⸗ lich meiſtbietend verſteigert werden, als z In der Gemarkung Burgfriedberg. 1) 148 Ruthen Garten zwiſchen der ockſt. Gränze an Herrn von Loew, zehntfrei. 2 1622„ Aeke zwiſchen dem Wieſenweg und Riedgraben an Chriſtian Froh⸗ berg und Jacob Frick gelegen. 3) 205„ Acker im Ried, iſt getheilt mit Carl Fri 2 a W 1 791 40 1%„ Wieſen daſelbſt an Magdal. Wü⸗ ſtenfeld. In der Gemarkung Ockſtadt. 5) 20 Ruthen Garten im Ried an Joſeph Tilger⸗ 6) 23¾%„„ an der Burglehmkaur an Feldwebel Ockel. 7) 42%„ daſelbſt an Chriſtian Joſt. 8) 19%„„ im Ried an Daniel Wü⸗ 7 ſtenfeld. 9) 80 7„ daſelbſt an Joh. Leißner. 10) 19%„„ daſelbſt an Johann Heinr.“ Engel.. daſelbſt an Gotifr. Mäußer. im Egelſerfeld zwiſchen dem Riedweg und der mörler Gränze, an Georg Ewald in der Hintergaſſe. im Uſafeld, an der Ober⸗ pfarrei Friedberg. zwiſchen dem Riedweg, an ihr ſelbſt. daſelbſt und daneben. 110 85„ 7 12) 140„ 7 13) 177„ 5 16) 60„ 7 l Riedweg und der obermör⸗ ler Straße an Johannes Mäußer jun. 17) 53„„ zwiſchen dem Riedweg an Eleonore Klein ledig. Friedberg den 3. Juli 1837. Der Bürgermeiſter D. Fritz. Gläubiger⸗ Aufforderung. (626) Conrad Jung von Niederweiſel beabſich⸗ tigt nach Nauheim auszuwandern. Rechtsanſprüche an denſelben ſind binnen drei Monaten bei großh. Landgerichte dahier anzumelden, gegenfalls die Ent⸗ laſſungsurkunde ertheilt werden wird. Friedberg den 30. Juni 1837. Der großherzoglich heſſiſche Kreisrath des Kreiſes Friedberg. Küchler. Verſteigerung eines Waſchkeſſels. (627) Donnerstag den 13. d. M., Nachmittags 5 Uhr, wird in dem Rentamts⸗ Bureau dahier ein in dem Nebenbau des ehemaligen Burggrafiats hieſelbſt ſtehender etlich und 90 Pfd. wiegender im Egelſerfeld zwiſchen dem noch ganz brauchbarer großer kupferner Waſchkeſſel e öffentlich verſteigert. f 2 Friedberg den Zten Juli 1837 Der großh. Rentamtmann. b f Buß Arbeits Verſteigerun g. (628) Montag den 10ten Juli, Vormittags 10 Uhr, ſoll dahier die Maurerarbeit zur Erhöhung eines Stückes Mauer, an dem hieſigen Kirchhof, nach 4633 dem Ueberſchlag 38 Fuß lang, 5 Fuß hoch und 1% Fuß dick, ſodann ein Stück Mauer zu bewet⸗ 1 fen, auf der hieſigen Bürgermeiſterei an den We nigſtnehmenden veraccordirt werden!?! 1 Burggräfenrod am 4. Juli 1837. f Der großh. Bürgermeiſter i Moſcheroſch. Holz⸗Verſteigerunng. (629) Nächſt künftigen Montag den 10. d. M., des Vormittags um 10 Uhr, werden aus den herrſchftl. Waldungen, Diſtrikten Klapperfeld und Haide, 4 Ste; cken Kiefernholz und 900 dergleichen Wellen, auf dem Platze in dem Wald, an den Meiſtbietenden ver kaufet werden, welches andurch bekannt macht. Ockſtadt am Gten Juli 1837. 19 1 Die hochfreiherrlich von Franckenſtein'ſch 5 Rentei daſelbſt. f Holz ⸗Verſteigerung. 1a (630) Dienſtag den 14ten d. M., Vormittage 8 Uhr, ſoll im niedermörler Gemeindewald an de Straße nach Pfaffenwiesbach nachverzeichnetes Gr höͤlze als: 159 26 Stecken eichen Schälholz, 420 Stück desgl. Reiſerholzwellen und 25„ eichen Reiſerholzwellen verſteigert werden. Die Steigbedingungen werden vor der Verſtel gerung veröffentlicht. Die großh. Buͤrgermeiſter und reſp. Beigeordneten werden erſucht, vorſtehende Holz Verſteigerung in ihren Gemeinden bekannt machen zu laſſen. 8 Niedermörlen am Z3ten Juli 1837. Der großh. heſſ. Bürgermeiſte Dey. 200 fl. (631) liegen in der dorheimer Bergknappſchafts Kaſſe zum Ausleihen bereit. Friedberg den 4. Juli 1837. Der großh. Bergrentmeiſtet, C. Hutter. Haiden-Wellen⸗Verſteigerung im Revie! O berros bach. (632) Montag den 10. d. M., Morgens um 7 Uhr, werden in dem großh. Kellerberg bei Oberrosbach: 5 3575 Wellen Haiden inzuſehen. N dangenhai 5 991 634) Don neden 14 Ste N 1 27 7 113700 Stic 1230 ¼ Cl an den Mall Die Zuſam en degcen Die Hrn den dienſterge den gefällig uz bach Gl. 160635) Ale Nachlaß der ler zu mac f üunerhalb 14 ſonſt feine Ni Diejeniger gleich richtig Aung durch g (gewärtigen. Friedber * Priv Mar (6860 Der gute Marmor gebrannt und gliefet, f. r eee 8 Wasch anamtman ß. A g. ormittags ur Exp, Buͤrgermeiſt beroſch, 10. d. N den derrſchſt Haide, 4 S. zeuen, auf de M macht. tenſteineſt bit 1g. Na Vormittag cad M de Weichneted N And r der Veiſe tgermeiſter un ſtehende Hi dekannt mat 1 5 Bürgermeiſ pknappſchaf Bergtentmiſte zutte!. ig is evi „Nurgens! llerberg! (133) Montag den 10. in die Meiſtbietenden öffentlich verſteigert und ohne daß Nachgebote zuläſſig ſind, ſogleich definitiv zu⸗ zechlagen werden, wenn der Erlös dem Abſchä— zuigspreis gleich kommt. Oberrosbach den 6. Juli 1837. 3 Der großh. Revierfoͤrſter Bingmann. Arbeits- Verſteigerung. Juli d. J., Morgens 10 r, ſoll zu Langenhain im Pfarrhofe, wo die 8 Steuer zum Abbruch verkauft worden, ein Spalier d 1769[I Fuß Mauer aufgeführt werden, welches a den Wenigſtnehmenden verſteigert werden ſoll.— Uberſchläge ſind auf dem Bürgermeiſter-Bureau elizuſehen.- dangenhain den 5. Juli 1837. Der großh. Burgermeiſter Huth. Holzverſteigerung. (34) Donnerstag den 13. d. M. ſollen in dem E meindewald zu Butzbach, Diſtrikt Heuweg, 14 Stecken buchen, eichen und aspen Scheitholz, 42 75„ und aspen Prügelholz, 27%„ gemiſchtes Stockholz, 72 77 1700 Stück buchen, kiefern und gemiſchte Wellen, u. 230¼ Cubikfuß eichen Brennholz q den Meiſtbietenden verſteigert werden. Die Zuſammenkunft iſt des Morgens um 8 Uhr ar ſtädtiſchen Beluſtigungsplatze. Die Hrn. Bürgermeiſter in der Umgegend wer⸗ de dienſtergebenſt erſucht, dieſes in ihren Gemein⸗ da gefälligſt bekannt machen zu laſſen. Butzbach den 5. Juli 1837. f Der großh. heſſ. Burgermeiſter Zahn. Gläubiger⸗ Aufforderung. (635) Alle diejenigen, welche Forderungen an den Kuchlaß der dahier verſtorbenen Mariana Wag⸗ ner zu machen haben, werden aufgefordert, ſolche ümerhalb 14 Tagen ſo gewiß dahier anzuzeigen, als ſonſt keine Rückſicht darauf genommen werden wird. Diejenigen Gläubiger, deren Forderungen ſo glich richtig geſtellt ſind, können ſich ſofortiger Zah⸗ lung durch großherzogl. Rentamtmann Buß dahier gevärtigen. Friedberg den 1ſten Juli 1837. g Großh. heſſ. Landgericht Hofmann. cc νιν Privat- Bekanntmachungen. „ Marmorkalk zu Bodenrod. (536) Der ſchon in dieſen Blättern erwähnte ſehr gte Marmorkalk wird jetzt von 14 zu 14 Tagen gbrannt und koſtet das Malter, nach Friedberg liefert, 2 fl. 50 kr. Beſtellungen nimmt in Fried⸗ 193 berg Herr Hartmann Walz, und in Bodenrod der Unterzeichnete an. Schepp. Einladung. (637) Sonntag den gten Juli iſt auf dem nauheimer Teichhauſe gut beſetzte Harmonie ſund Tanzmuſik anzutreffen, wozu höflichſt einladet Henkel. Neuer Familienwagen. (638) Unterzeichneter macht einem geehrten Pu⸗ blikum wiederholt die ergebene Anzeige, daß er fortwährend mit einem wohl eingerichteten neuen breiten und leichten Familienwagen jeden Montag um 5 Uhr Morgens nach Frankfurt und jeden Dien⸗ ſtag um dieſelbe Zeit nach Gießen fährt. Der Ort der Abfuhre iſt hier in Friedberg auf der breiten Straße zwiſchen den drei Schwertern und dem Stei⸗ nernenhaus. Das Fahren von hier nach Gießen ko⸗ ſtet die Perſon 40 kr., nach Frankfurt 30 kr. Pa⸗ quete werden gegen geringe Vergütung beßtens be⸗ ſorgt. Beſtellungen nimmt auch der Hr. Gaſtwirth Schmidt, neben der Landgerichts-Wohnung, gerne entgegen. Heinrich Waas. Ein weißer, rothgefleckter Jagdhund, (639) weiblichen Geſchlechts, iſt mir vor einigen Tagen zugelaufen. Wer ſeine Anſprüche auf den⸗ ſelben geltend zu machen weiß, kann ihn bei mir, gegen Vergütung der Koſten, in Empfang nehmen. Fauerbach II, den ten Juni 1837. Anton Philippi. Gefundene Liebesepiſtel. (640) Unter einer an mich adreſſirten Couverte wurde dieſer Tage eine anonyme, dritte Perſonen berührende Liebesepiſtel, beginnend:„Mein herziger, lieber, guter Engel!“— und ſchließend mit dem zaͤrt⸗ lichen Wunſche:„Schlaf nun recht recht wohl Du lieber lieber Engel und träume Dich in die Arme, die Dich ſo gerne für ewig umfaſſen mögten. Gute Nacht!“— in meinem Hofraume gefunden. Nicht gewillet, fremdes Gut mir anzueignen, erkläre ich mich zur Aushändigung des fraglichen Briefes an denjenigen, welcher ſeine Anſprüche an denſelben glaubhaft darthut, bereit. Friedberg den 6. Juli 1837. Wilhelm Tra py Zr. Hofgerichts-Advokat. (641) Rangenpflanzen hat zu verkaufen Schull. Alles zu Fauerbach II. Ein vollſtändiges Logis (442) auf der breiten Straße(Nr. 92), welches in Mitte Septembers d. J. bezogen werden kann, ſteht zu vermiethen. Eine Hobelbank (643) nebſt vollſtändigem Schreinerwerkzeug iſt in der Nähe von Friedberg zu verkaufen. Näheres in der Expedition dieſes Blattes. — 104— Oſſenheimer Jagdhaus(646) Eine friſchm i l f 4 el 0 (644) Sonntag den 9. Juli iſt auf dem oſſen⸗ Kalbe, N 9005 1 1 für N n gut beſetzte Harmonie⸗ und Bürgermeiſter Jehner zu Rädgen“ it anzutreffen, wozu höflichſt einladet kei 1 ö ee e Aehle. e die Staͤdee Friedberg u 5 3 5 Selſerbrunnen bei Okarben. Db (645) Sonntag den 9. Juli I. J. iſt gut be⸗ l rei Friedberg Butzb ſetzte Harmonie- und Tanz⸗Muſik auf* arte 7 1 2. kr. 75 8 9 Mineralbrunnen anzutreffen, wozu mit der Verſiche⸗ 1 Leib⸗Roggenbrod r J rung billigſter und prompteſter Bedienung freund⸗ Ran“ 0 1 lichſt einladet Havenecker. 5 55 4 10— 10 Literariſche Anzeige. 55 e e 9 65 1 19 den Bei C. Bindernagel in Friedberg iſt zu haben: 2 ien 1 15571 17 Kurze Geſchichte der Religion und Kirche. Zum F 7 55 0 2 Gebrauche in Volksſchulen und anderen Lehran⸗ Fleiſch⸗Preiſe. 9 05 1 ſtalten von L. Sackreuter. Fuͤnfte verbeſſerte pf 5 3 Auflage. N 18 kr. 1 Ochſenfleiſch 10 2 10 Erzählung der Schickſale und Kriegsabenteuer des 8 Rinpfleſſe a 8%— 8 uche ehemaligen Weſtphäliſchen Artillerie Wachtmeiſters„ Kalbfleiſch N g 5 2 6 Jakob Meyer aus Dransfeld während der FeldF⸗ Schweinenfleiſch 1172 11 1 auc züge in Spanien und Nußland. 36 kr. Oammellleiſch 8— 8. Gemäldeſaal der Lebensbeſchreibungen großer„ Wud ven des Schweinen 4— 1 dee moslimiſcher Herrſcher der erſten ſieben Jahrhun⸗ 0 Sch ere 18— 10% wich derte der Hidſchred, von Hammer⸗Purgſtall. 11.„ Geräucherter Speck 20— 20 und an Band. I. Mohamed, II. Ebubekr, III. Omar,„ Schnen 14— 14 bitt su IV. Osman, V. All. Mit einer Titelvignette.„ Schweinen cal 6— 36 der ven 3 fl. einenſchmalz, ausgelaſſen 20— 20 nelle Man eee, eee 4 Früchte⸗Preiſe hier in Friedberg: eee 15— 15 fn Ge aizen: 8 fl.— kr. Korn: 6 fl. 15 kr.: 5 fl. kr. Hafer: Ifl. 4 kr. e 4. 2 60 Fruͤchte⸗Preiſe zu Frankfurt, am 3. Juli: Der gr. beſſ. Kreisrath d. K 8. Walzen: 7 fl.— kr. Korn: 6 fl.— kr. Gerſte: 5 fl. 10 kr. Küchler. e e Hafer: 4 fl. 14 kr.(Mit einer literariſchen Beilage.) Desto au E 1 i 0 erscheinen Im Juni 1837 wurden zu Friedberg keit und f 1 1. Getauft. höher ſte Den 4. 9585 e 1 und Schuhmachermeiſter Jakob Tönges eine Tochter: Regina Eliſabih Obſtbäun „ 12. Ein außerehelicher Sohn: Carl, geb. den 29. Mai. N 11 „ 18. Ein außerehelicher Sohn: Ludwig, geb. den 10. Juni. nehr üb „ 18. Eine außereheliche Tochter: Margaretha, geb. den 2. Juni. l und def „.— 95 bäalden Bürger und Kammmachermeiſter Joh. Ludwig Rahn ein Sohn: Jakob, geb. dieſe Gif „ Junt. 5 5 Mittel z q:; 5 z „5 7 705. 4 05 Poſtillon Joh. Conrad Leyerzapf ein Sohn: Johann Conrad Wilhelm, geb.] dieſed N „ 27. Dem hieſigen Bürger und Lohnkutſcher Johannes Mulch eine Tochter: Mari jahre d geb. den 16. Juni. 9 15 9 rare gelraupe . f 5 ter dei gte. it a 440 Baumſtä Den 1. Johann David Fortmann, des hier verſtorbenen Bü ermeiſters David Jorin 8 Herr Abilhel Fan n 6 055 155 4 Wenn 15 80. 8 1 5 Herr Wilhelm Keim, großh. heſſiſcher penſionirt j udwigsor itter 9 1 Gaße⸗ alt 62 30 9551 5 155 10 0 12 1 055„des großh. Ludwigsordens Ritter Mahts „ 22. Joh. Heinrich Bender, Buͤrger und Maurermeiſter, alt 51 J. 5 M. und 4 T.; t d. 20. 15 zu ( e gie Gedruckt und verlegt unter Verantwortlichkeit von Cat! Bindernagel in Friedberg.