Intelligenzblatt daun zu * 10 für die 1 Mauman g N 8 Wrovinz WMberhes sen 5 fl. 24 2 0. 8. 1 Guachen 3 im Allgemeinen, — den Kreis Friedberg und die angrenzenden Bezirke im Beſonderen. berg:——— bil an. 18. Sonnabend, den 6. Mai 1837. 23.—————— 0 April: 1 4 nn. Amtlicher Theil. dbe—. g 5 g a e Der großherzoglich heſſiſche Kreisrath des Kreiſes Friedberg an die großherzoglichen Buͤrgermeiſter des Kreiſes resp. den Polizeicommiſſaͤr zu Wickſtadt. 1329 Betreffend: Die Muſterung für 1837.* N ö 2 In dem hieſigen Kreiſe wird die diesjährige Muſterung vom 27. Mai bis 1. Juni l. J. vor⸗ ( genommen, dergeſtalt, daß am 27., 29., 30. und 31. Mai gemuſtert und am 1. Juni l. J. das Loos E gezogen wird. f i f i * Am 27. Mai l. J. Morgens präcis 7 Uhr haben die großherzoglichen Bürgermeiſter mit den Conſcriptionspflichtigen aus den Bürgermeiſtereien: Altenſtadt Bodenrod Burggräfenrod Fauerbach I, 10— Aſſenheim, Boönſtadt, Butzbach, ö Fauerbach II, 42 Beyenheim, Bruchenbrücken, Büdesheim, Florſtadt 54. Am 29. Mai l. J., Morgens präcis 7 Uhr desgleichen 1— Friedberg, Hochweiſel, Ilbenſtadt, Langenhain, 4 Großkarben, Holzhauſen, Kaichen, Maibach, 1— Heldenbergen, Höchſt, Kleinkarben 5 5 Melbach, 6— Am 30. Mai l. J., Morgens präcis 7 Uhr desgleichen: 2— Niedereſchbach, Niederurſel, Oberau, Obermörlen, K 5 Niedermörlen N Niederweiſel, Obererlenbach, Oberrosbach 7 * Riederros bach, Niederwöllſtadt,—.— chbach, 8 * arben, adt, 1 Am 31. Mai l. J., Morgens präcis 7 Uhr desgleichen: * Oppershofen, Rendel, Rödelheim, Steinfurt, A, Oſſenheim, Rodenbach, Stammheim, Vilbel, Rm Oſtheim, Rockenberg, Södel, Wickſtadt. Petterweil, Rodheim, Steinbach, Am 1. Juni l. J. wird ſodann von den ſämmtlichen Conſeriptionspflichtigen das Loos gezogen und haben ſich die großherzoglichen Bürgermeiſter ꝛc. mit den Conſeriptionspflichtigen präcis 7 Uhr Mor⸗ gens dahier einzufinden. Im Uebrigen verweiſe ich Sie auf meine Ausſchreiben vom 18. März 1835 Nr. 21 des Intelli⸗ genzblattes und vom 21. Juni 1836 Nr. 27 des gedachten Blattes. Nach dieſen haben Sie die Militair⸗ pflichtigen zu bedeuten. Küchler. Friedberg den söten April 1837. * Dat%, an die großherzoglichen Buͤrgermeiſter des Kreiſes. Betreffend: Maaßregeln gegen Wegfangen der Inſecten verkilgenden Vögel und wegen Vertilgung der der Landwirth⸗ ſchaft ſchadlichen Vögel. Zur Vollziehung der Artikel 11 und 12 der Verordnungen vom 7ten April l. J. Nr. 23 des Regierungsblattes hat großh. heſſ. höchſtpreisliches Miniſterium d. J. und d. J. Folgendes verfügt, wo⸗ nach Sie ſich genau zu achten haben. a 4 Friedberg den 1ſten Mai 1837. f Küchler. I. Hinſichtlich der Lieferung der Sperlinge: 1) In jedem Orte iſt von der Localpolizeibehörde ein vollſtändiges Regiſter der Lieferungspflichti⸗ gen, d. h. der Eigenthümer oder nutznießlichen Beſitzer bewohnter Häuſer in der Gemarkung, unter wel⸗ chen letzteren auch die Dienſtwohnungen der geiſtlichen und weltlichen Diener begriffen ſind, zu fertigen und derjenigen Perſon, welche mit der Empfangnahme der Sperlinge, gegen eine Belohnung von hoch⸗ ſtens zwei Heller vom Stück, zu beauftragen iſt, zuzuſtellen. a 2) Die Sperlinge ſind an den Erheber ganz und friſch abzuliefern, bei der Ablieferung die Köpſe von den Leibern zu trennen, letztere den Liefernden zurückzugeben und die geſchehene Lieferung in dem Re- giſter zu notiren. 5 3) Nach Ablauf der Lieferungszeit,— welche für das Jahr 1837 bis in die Mitte Mai zu erſtrecken iſt— hat die Localpolizeibehörde das Regiſter einzuſehen, die Zahl der gelieferten Sun zu vergleichen und die Köpfe in ihrer Gegenwart verbrennen zu laſſen. 174 4) Ueber diejenigen, welche in der beſtimmten Zeit die vorgeſchriebene Zahl von Sperlingen abge⸗ liefert haben, hat die Localpolizeibehörde ein Verzeichniß zu fertigen, darin die Reluition, welcher je⸗ der Säumige zu entrichten hat, zu bemerken, und ſolches— unter Anſchluß des Hauptregiſters— dem Kreisrath(Landrath) vorzulegen, welcher daſſelbe, wenn er keinen Anſtand dabei findet, für vollziehbar zu erklären und dem Bürgermeiſter zuzuſtellen hat. 5) Der Bürgermeiſter theilt hierauf das vollziehbar erklärte Verzeichniß dem Controleur zur Wah⸗ 1 rung in der Controle und zur weiteren Beförderung an den Gemeindeeinnehmer zur Erhebung der Re⸗ luitionsgelder und deren einnahmlichen Verrechnung in Zr Klaſſe mit. 5 . 6) Inſoweit die nach dem Regiſter(J. 1.) erforderliche Zahl von Sperlingen nicht von den Pflich⸗ tigen geliefert wird, iſt deren Lieferung von der Localpolizeibehörde zu veraccordiren; ſey es, daß letztere mit Forſtdienern oder Jagdberechtigten über ein Schußgeld von 1 Kreuzer für einen Sperling überein⸗ kommt, oder einen gleichen Preis ſolchen Einwohnern, die ſich etwa mit dem Einfangen beſchäftigen wol⸗ len, zugeſteht. Das oben unter Nr. 2 und 3 Bemerkte findet auch hier Anwendung. Der Lieferungs⸗ preis iſt von dem Bürgermeiſter, nachdem er ſich von der richtigen Lieferung überzeugt hat, auf die Ge⸗ meinde⸗Caſſe(Zr Klaſſe, Rubrik: Gebühren ꝛc. ꝛc.) anzuweiſen. g 7) Die Belohnung des mit der Empfangnahme der Sperlinge Beauftragten wird von dem Bürger⸗ meiſter auf die Gemeinde⸗Caſſe(Zr Klaſſe, Rubrik: Gebühren) angewieſen. II. Die Vertilgung der Raben, Krähen und Dohlen betreffend: Sowohl die nach Art. 12 mit der Aushebung der Neſter zu beauftragenden Perſonen, als auch die Forſtdiener, Jagdpächter ꝛc. haben die von ihnen eingefangen und beziehungsweiſe geſchoſſen werden⸗ den Raben de. ſowie die ausgehobenen Eyer dieſer Vögel an die Ortspolizeibehoͤrde oder eine von dieſer (gegen eine Belohnung von zwei Heller von jedem Vogel oder Ey) zu beſtellende Perſon einzuliefern; (bei ausgewachſenen Raben ꝛc. genügt die Einlieferung der Köpfe und Fänge). Die geſchehene Lieferung iſt in einer dazu anzulegenden Liſte zu notiren. Die Kopfe und Fänge der gelieferten Raben c. ſind hierauf in Gegenwart der Ortspolizeibehörde zu verbrennen und die Eyer zu zerſchlagen. Die Belohnungen für die ausgehobenen Raben ꝛc. und Eyer, ſowie das Schußgekd für die ge⸗ ſchoſſenen Raben ꝛc. ſind von dem Bürgermeiſter zur Zahlung auf die Gemeinde-Caſſe(Zr Claſſe, Ge⸗ bühren) anzuweiſen.. b ö Die Anſtellung beſonderer verpflichteter Männer ſtatt der Forſtdiener ꝛc. zum Wegſchießen der Raben 1c. darf nur im äußerſten Nothfalle und namentlich erſt nach vergeblicher Aufforderung der Jagd⸗ eigenthümer und Pächter zum Wegſchießen und in dem Falle, daß wirklich Raben ic. in größerer Zahl in der Gemarkung vorhanden ſind, erfolgen. f. f du Thi! Prinz. S D. 8 e* L. W des f fg, wo⸗ r. Wepflichti⸗ Adder wel⸗ zu ſerti igen ven hoch, die Kopſe dem Re⸗ 8. N Sperlinge agen abge⸗ welcher je⸗ r— dem vollziehbar zur Puß⸗ der Re⸗ den Wäch⸗ daß letztere g überein⸗ ſtigen wol⸗ lirferungs⸗ f die Ge⸗ u Bürger⸗ als auch i werden⸗ von dieſer muliefern; Veſerung en dt. ſind für die ge⸗ laſſe, Ge⸗ hießen der der Jugd⸗ gur Zahl ur „ — 120— Die Wachtel. (Fur Manche nicht neu.) Zwei wohlgezogene und ehrbare Nachbaren leb⸗ ten ſonſt mit einander immer in Frieden und Freund⸗ ſchaft, jetzt zwar auch noch, aber einer von ihnen hatte eine Wachtel. Zu ihm kommt endlich der Nachbar und ſagt:„Freund, begreift Ihr nicht, daß mir Euer Lärmenmacher, Euer Tambour da, ſehr ungelegen ſeyn kann, wenn ich Morgens noch ein Stündlein ſchlafen möchte, und daß Ihr Euch unwerth macht bei der ganzen Nachbarſchaft?“— Ihm erwiderte der Nachbar:—„Ich begreife das Gegentheil. Iſt's nicht aller Ehren werth, daß meine Wachtel der ganzen Nachbarſchaft den Mor⸗ gen umſonſt anſagt und die Geſellen weckt, auch ſonſt Kurzweil macht, und ich trage die Atzungsko⸗ ſten allein?“ Als alle Vorſtellungen nichts verfan⸗ gen wollten und die Wachtel immer früher ſchlug, und immer heller, kommt endlich der Nachbar noch einmal und ſagt:„Freund, wär' Euch Eure Wach⸗ tel nicht feil?“— Der Nachbar ſagt:„Wollt Ihr ſie todt machen 2„das nicht— erwiderte der Andere.„Oder fliegen laſſen 2“—„Nein, auch nicht.)— Oder in eine ändere Gaſſe ſtiften 2 —„Auch das nicht, ſondern hier vor mein Fen⸗ ſter will ich ſie ſtellen, damit Ihr ſie auch noch hö⸗ ren könnt alle Morgen.“ Der Nachbar merkte nichts, denn er war nicht der Klügere vön beiden.„Ei,“ — dachte er,—„wenn ich ſie vor deinem Fenſter umſonſt hören kann, und bekomme noch Geld dazu, ſo iſt's beſſer.“—„Iſt ſie Euch ein Zweiguldenſtück werth?“— fragte er den Nachbar. Der Nachbar dachte zwar, es ſey viel Geld, doch ſoll's ihm nicht verloren ſeyn, und noch in der nämlichen Stunde wurde die Wachtel umquartirt. Am anderen Morgen, als ſie ihren vorigen Beſitzer aus dem Schlaf erweckte, und er eben den— ken wollte:„Ei meine gute Wachtel iſt auch ſchon munter,— halbwegs des Gedankens fällt's ihm ein:„Nein, es iſt meines Nachbars Wachtel,— „das undankbare Vieh“, ſagte er endlich am dritten Morgen,„ein Jahr lang har ſte bei mir gelebt und gute Tage gehabt, und jetzt hält ſie es mit einem andern, und lebt mir zum Schabernack.— Der Nachbar ſollte verſtändiger ſeyn und bedenken, daß er nicht allein in der Welt iſt, wenigſtens nicht al— lein in der Stadt.“ Nach mehreren Tagen, als er vor Verdruß es nimmer aushalten konnte, redete er hinwiederum den Nachbar an:„Freund,“— ſagte er,—„Euere Wachtel hat in der vergange⸗ nen Nacht wieder einen kurzen Schlaf gehabt.“— „Es iſt ein braver Vogel,— erwiderte der Nach⸗ bar,—„ich habe mich daran nicht verkauft.“— „Er iſt recht brav worden in Eurem Futter,“— fuhr jener fort.—„Was verlangt Ihr Aufgeld, daß er Euch wieder feil werde!“ Da lächelte der andere und ſagte:„Wollt Ihr ſie vielleicht todt ma⸗ chen? /- Nein,—„oder fliegen laſſen?„„das auch nicht,“—„oder in eine andere Gaſſe ver⸗ machen?/—„Auch das nicht. Aber an ihren alten Platz will ich ſie wieder ſtellen, wo Ihr ſie ja eben ſo gut hören könnt, wie an ihrem jetzigen.“— „Freund, erwiderte ihm hierauf der Nachbar,—„vor Euer Fenſter kömmt die Wachtel nimmermehr, aber gebt Ihr mir meine zwei Gulden wieder, ſo laß ich ſie fliegen.“ Der Nachbar dachte bei ſich: „Wohlfeiler kann ich ſie nicht los werden, als für ſein eigenes Geld.“ Alſo gab er ihm die zwei Gul⸗ den wieder und die Wachtel flog. Der geneigte Leſer wolle hieran gelegen— heitlich erkennen, wenn er es nöthig hat, was für ein großer Unterſchied es ſey, ob etwas vor dem eigenen Fenſter und in dem eigenen Haus geſchieht, oder in einem andern, ferner,— denn es bedarf keiner Wachtel dazu— ob einer in einer Geſell⸗ ſchaft ſelber pfeift und auf dem Tiſch trommelt, oder ob es ein anderer anhören muß, item: ob einer ſelber bis Nachts um 10 Uhr eine langweilige Geſchichte erzaͤhlt, und ob ein anderer dabei ſeyn, und von Zeit zu Zeit ſich verwundern und etwas dazu ſagen muß, gleich als ob er Acht gäbe. Bekanntmachungen von Behoͤrden. N Edictalladung. (315) In dem oſtheimer Ortshypothekenbuche ſtehen noch folgende Hypothekeinträge offen: 10 150 fl. am Sten Februar 1803 von Conrad Mohr und Ehefrau zu Oſtheim bei dem Kugel⸗ hausfonds zu Butzbach, ſodann 60 fl. von denſel⸗ ben am 20ſten Juni 1799 bei J. M. Kaiſer zu Butzbach entliehen, 2) 190 fl. den 18ten Juli 1772 bei Andreas Seipel zu Butzbach, als Mandatar des Fräuleins v. Grün,— 100 fl. den töten December 1774 bei Frau Amtmann Clotz modo dem Hoſpital Butzbach,— endlich 100 fl. den 25, Jan. 1790 — 130— bei dem Hoſpital Butzbach von Con rad Ludwig und Ehefrau zu Oſtheim aufgenommen,. 3) 60 fl. den 15ten December 1760 bei Con⸗ rad Heſſen Wittwe zu Butzbach von Paulus Winter und Ehefrau Catharina in Oſtheim, 49 100 fl. am 25ſten März 1809 von Paulus Winter und Frau Anna Margaretha zu Oſtheim bei Schultheiß Andreas Schneider da⸗ ſelbſt, endlich 5) 50 fl. am 10ten Auguſt 1764 bei einem un⸗ bekannten Gläubiger durch Paulus Winter und Frau Anna Katharina, ſodann Conrad Marx und Frau zu Oſtheim, entliehen. Da dieſe Kapitalien nach Angabe der Erben der Schuldner abgetragen ſeyn ſollen, die quittirten Schuldverſchreibungen aber zur Löſchung nicht vor⸗ gelegt werden können, ſo werden auf der Erſteren Antrag Alle, welche auf die erwähnten Obligatio⸗ nen und aus den in Rede ſtehenden Verpfändungen Anſprüche bilden zu können glauben, aufgefordert, ſolche ſo gewiß binnen ſechs Wochen hier geltend zu machen, als ſonſt die gedachten Schuldurkunden für mortificirt erklärt und die Einträge in den Hy⸗ pothekenbuchern gelöſcht werden ſollen. Friedberg den 18ten März 1837. Großherzogl. heſſ. Landgericht. Hofmann. Gläubiger- Aufforderung. (346) Heinrich Rahn Zr von Altenſtadt be⸗ abſichtigt mit Familie nach Amerika auszuwandern. Rechtsanſprüche an denſelben ſind binnen drei Mo⸗ naten bei großherzogl. Landgericht Großkarben an⸗ zumelden, gegenfalls die Entlaſſungsurkunde ertheilt werden wird. Friedberg den 10ten April 1837. Der großherzoglich heſſiſche Kreisrath des Kreiſes Friedberg Küchler. Publican dum. (47) Alle die, welche Anſprüche an den Nach⸗ laß des dahier verſtorbenen Ortsbürgers Philipp Marloff und deſſen gleichfalls verſtorbenen Ehe⸗ frau Chriſtine, geb. Faber, haben, haben ſolche zur Eintragung in das über dieſen aufzuſtellende Inventar, unter der Verwarnung, daß ſonſt dieſe bei der Feſtſtellung des Vermögens nicht berückſich⸗ tigt werden, den 24ſten Mai, Morgens 9 Uhr, dahier gehörig begründet anzuzeigen. f Dorheim am 25. April 1837. Kurfuͤrſtliches Juſtizamt Halberſtadt. Gläubiger ⸗ Aufforderung. (249) Peter Georg Wittich von Heldenber⸗ gen beabſichtigt nach Rothenburg auszuwandern. Rechtsanſprüche au denſelben ſind binnen drei Mo⸗ naten bei großherzogl. Landgericht Großkarben anzumelden, gegenfalls die Entlaſſungsurkunde er⸗ theilt werden wird. Friedberg den 26ſten März 1837. f Der großherzoglich heſſiſche Kreisrath des Kreiſes Friedberg. 1 Küchler. 2 196 Mehrere Capitalien (353) liegen in dem evang. Kirchen⸗ und Schul⸗ Fond zu Hol zhauſen, leihen bereit. Für den evang. Kirchen u. Schulvorſtand das. Zimmermann, Pfarrvicar zu Rodheim. Frucht⸗Verſteigerung (371) Nächſten Montag den 8. Mai, Vormit⸗ tags 10 Uhr, werden dahier im Gemeindehaus un⸗ gefahr 20 Malter Korn gegen gleich baare Zahlung verſteigert, wozu Kauf⸗ liebhaber einladet a f Niedermörlen den ten Mai 1837. 5 Der großh. heſſ. Bürgermeiſter Dey. Gläubiger⸗Aufforderung. (372) Heinrich Ochſenhirt von Rommelhau⸗ ſen beabſichtigt mit Familie nach Amerika auszuwan⸗ dern. Rechtsanſprüche an denſelben ſind binnen drei Kr. Friedberg„ zum Aus⸗ Monaten bei großh. Landgericht Großkarben anzu⸗ Entlaſſungsurkunde ertheilt melden, gegenfalls die werden wird. Friedberg den 25ſten April 1837. Der großherzoglich heſſiſche Kreisrath des Kreiſes Friedberg. 5 Küchler. Berechtigung Lumpen zu ſammeln. (373) Zur rechtigung des Lumpenſammelns im hieſigen Amte auf drei Jahre, vom 1. Juli 1837 bis 30. Juni 1840, iſt Tagfahrt auf Montag den 8. Me., Morgens 9 Uhr, dahier anberaumt worden. Dorheim den 23ſten April 1837. Namens kurf. heſſ. Polizeikommiſſion daſ. J. M. L. Schüler. Gläubiger-Aufforderung. (374) Johannes Will J. und Heinrich Will von Rodenbach beabſichtigen mit Familien nach Polen auszuwandern. Rechtsanſprüche an die⸗ ſelben ſind binnen drei Monaten bei großh. Land⸗ gericht Großkarben anzumelden, gegenfalls die Ent⸗ laſſungsurkunde ertheilt werden wird. Der großherzoglich heſſiſche Kreisrath des Kreiſes Friedberg Küchler. Verſteigerung. (375) Dienſtag den 16ten d. M., Vormittags Verpachtung der ausſchließlichen Be⸗ 10 Mf, wichtſtein nenden 2 d Belauntn acht. Holz l „(A7⁰ Uhr, del dem Wer den, we Wache 1 (377) Uhr, f 19. M den ver Stumpf, kaines,! ſtodtet (Etraßt Sauweil Ftie. oßtarbe n urkunde 15 Kriisrath . den an Schul⸗ un Aus⸗ vorſtand daſ. un, „ Normit⸗ dehaus un⸗ Woſu Kaufe — 45 dürgerneiſter Rommel hau⸗ t auszuwan⸗ binnen brei ben anzu⸗ nde erteilt e Kreisrath berg. ume ln. ießlichen Be⸗ hirſgen Amte 6 30. Juni 1 M., den. umiſſion daſ. vüler. 5 Heinrich mit Familien rüche an die⸗ großh. Land⸗ alls die Ent⸗ be Krtiöcath iedberg 8 Fernittags 8 10 Uhr, ſollen auf dem Rathhauſe dahier 66 Patrontaſchen von ſchwarzem 60 Säbelkoppel Zeugleder, 2 meſſingene Trommeln, f 1 Stangenwaage und mehrere alte Ge⸗ wichtſteine unter den vor dem Ausgebot zu eroͤff— nenden Bedingungen meiſtbietend verſteigert werden. Die Herren Bürgermeiſter werden um gefällige Bekanntmachung dieſes in ihren Gemeinden hiermit erſucht. Holzhauſen den Iſten Mai 1837. Der großh. Bürgermeiſter Ried. VDekanntma chung. (376) Montag den 22. d. M., Vormittags 10 Uhr, ſoll an hieſiger Saline eine Quantität Korn dem Wenigſtnehmenden in Lieferung überlaſſen wer— den, welches den dazu Luſttragenden hierdurch zur Nachricht dient. Nauheim den Lten Mai 1837. Kurfurſtliches Salzamt. Wille. Meinhard. Weiß. Rieß. Bekanntmachung. (377) Montag den 8. Mai, Morgens um 10 Uhr, ſollen in hieſigem Rathhauſe 10 Pferche, am 19. Mai anfangend, öffentlich an die Meiſtbieten⸗ den verpachtet werden; hierauf die Begraſung des Stumpfengrabens, des dicken Raines, des Tauben⸗ raines, der krummen Gaſſe, des Weges von der ock⸗ ſtädter Gränze bis an die Straßheimer Kirche (Straßbach macht die Gränze), des Triebs an der Sauweide. Friedberg den 2ten Mai 1837. Der Bürgermeiſter D. Fritz. N Privat Bekanntmachungen. Verſteigerung von Mobilien, Küchenge⸗ räthſchaften, Porcellain, Glas— waaren ꝛc. ꝛc. (359) Mittwoch den 10ten Mai d. J., Vor⸗ mittags um 10 Uhr, ſollen in dem Herrſchaftshauſe zu Engelthal, nachfolgende im beſten Stande ge⸗ haltene Meublen meiſtbietend gegen gleich baare Zahlung verſteigert werden, als: 2 Secretaire, 8 Commoden und Trümeau⸗ Schränke, 12 Kleider⸗ Geräth⸗ und andere Schränke, 24 Eß⸗ Spiel⸗ und Waſchtiſche, 2 Toiletten⸗Tiſche mit Marmor- platten und Spiegel, 10 Nachttiſche, 4 Canapés, 8 Fauteuils, 4 Taburets, 9 Dutzend gepolſterte und in Rohr geflochtene Stühle, ein Pianoforte, ein Muſikſchrank, 3 Fußſchemel, 1 Ofenſchirm 2 Bettſtellen, 18 vollſtändige Betten mit Matratzen ven Roßhaaren, 13 Spiegel mit goldnen und höl⸗ izernen Rahmen, verſchiedene Stallgeräthſchaften, 12 Miſtbeetfenſter nebſt Kaſten, Gartenſtühle, Bänke, Tiſche ꝛc. ꝛc.; ferner 131 Donnerstag den 11ten Mai allerhand Kü⸗ chengeſchirr von Kupfer und Eiſen, Blechwaaren, irdenes Geräth, eine Badewanne von Blech, voll— ſtßändige Service von Porcellain und Steingut, 3 Porphyrvaſen, Eryſtall⸗ und Glaswaaren, Thee⸗ bretter, Leuchter ꝛc. ꝛc. Geſchäfts⸗ Eröffnung. (366) Einem geehrten hieſigen und benachbarten Publikum mache ich hierdurch die ergebene Anzeige, daß ich mich als Spengler dahier etablirt habe und verſpreche alle, in dieſes mein Geſchäft einſchla⸗ gende Arbeiten gut und billig zu verfertigen. Meine Bitte iſt deshalb um geneigten Zuſpruch. Friedberg im April 1837. a Wilhelm Reuß, Spenglermeiſter, wohnhaft auf der breiten Straße in Nr. 63, der Landgerichts-Wohnung gegenüber. Ein vollſtändiges Logis, beſtehend in 4 heizbaren Zimmern, Ne⸗ benkabinet und Keller kann in meinem Hauſe An⸗ fangs Juli d. J. bezogen werden. Burg⸗Friedberg Joh. Eiſener. Ein Klavier (378) ſteht in Nr. 108 zum Verleihen oder Ver⸗ kaufen. SO Ctr. Heu (379) ſind aus freier Hand zu verkanfen bei Gaſt⸗ wirth Nicolai in Blofelden. 4 gut abgerichtete Schäferhunde (280) hat Fr. Knorr in Oberrosbach zu verkaufen. 200 fl. Vormundsgeld (381) liegen gegen gerichtliche Sicherung und 5 pr. Ct. Zinſen zum Ausleihen bereit bei Friedberg. Ph. Philippi. Ein vollſtändiges Logis, (382) welches mit dem Iſten Juni d. J bezogen werden kann, hat in ſeinem neu erbauten Hauſe zu vermiethen H. Hanſtein. Ein Ziegler, (383) welcher ſich über Tüchtigkeit und guten Ruf auszuweiſen vermag, kann eine dauernde An⸗ ſtellung erhalten. Nahere Auskunft ertheilt Verwal⸗ ter Hensler in Ranſtadt. Oeffentliche Nachricht. N (384) Die mir von höchſtpreislichem Miniſterium zu Darmſtadt gnädigſt ertheilte Erlaubniß, Vorſtel⸗ lungen in Gnaden⸗ und andern außergewönli⸗ chen Sachen fertigen zu dürfen, bringe ich hier⸗ mit zur öffentlichen Kenntniß. Petterweil den 29. April 1837. Weygand, Schullehrer und Gerichtsſchreiber. Für 105 Pfund Knochen (385) zahle ich von heute an 28 Kreuzer. Simon. (368) — 16 ᷣ— Verkauf von Bienenſtoͤcke n.(388) Ein jun zer Mann, welcher geſonnen iſt, ſich (386) Der Unterzeichnete iſt wegen ſeines Abzu- zum Bauaufſeher 1ſter Klaſſe vorzubereiten, kann— 1 ges vou hier geneigt, einen Theil ſeiner Bienenſtöcke verbunden mit einigem Verdienſte, wenn er die zu verkaufen. Er beſttzt 24 Stöcke. Der Käufer nöthigen Vorkenntniſſe beſitzt— Gelegenheit haben, hat die Wahl unter allen und wird den Preis bil⸗ im Straßenbaufach und vorzüglich in den Vorarbei⸗ lig finden. ten zum Neubau praktiſche Kenntniſſe zu erlangen. Burggräfenrode den 2. Mai 1837. Ausgeber dieſes giebt nähere Nachricht. Schuchard, Pfarrer. Literariſche Anzeige. 5 5 Empfe hlung. 5 5 Bei C. Binder nagel in Friedberg iſt zu haben:* (387) Mit allen Gattu den von Flor⸗Bändern, Bibliotheßz klaſſiſcher Schriftſteller Nord: ſowie mit verſchiedenen 5 Bändern. amerika's Zweiter Band. James Paulding's 1 auf's Beſte verſehen und im Stande, ſie zu ſehr amerikaui„ N e. Zweiter T 1 7 36 kr. billigen Preiſen zu verkaufen, weshalb ich um ge⸗ Aikanſer N Zwes 0 3 d neigten Zuſpruch bitte. a 5 8. 1 Friedberg am 4. Mai 1837. 0 Fruchte⸗Preiſe hier in Friedberg: 5 9 2 Nathan Hirſchhorn. Wien: e e Gerster f. 50 kr.* 0 88 5. N f 5—. ö 2 1—.— Mit der Eröffnung des evangeliſchen Prediger⸗ Früchte preise zu in 1 15 0 Seminars und der damit verbundenen Vereinigung Waizen 7 fl.47 kr. 8 55 8640 10 erſte: 4 fl. 57 kr. der bis jetzt getrennten Kirchengemeinden hieſiger 3 14085.. f Stadt und Burg tritt eine veränderte Ordnung in Polizei⸗Taxe fuͤr die Slaͤdte Friedberg und Da den geiſtlichen Verrichtungen hier ein, indem die Butzbach vom 7. bis 14. Mai 1837. Herren Geiſtlichen in ihren Funktionen von Woche zu Woche abwechſeln. Dieſes ſowohl, als auch das pßd 10 0 Brod Preiſe. 0. zeitweiſe Predigen des Herrn Direktors und der Zoͤg⸗ JJC FTT G linge des Seminars, ſowie die ſchon öfter tant ge? Leiw⸗Roggendrod 24 3 0 wordene Bemerkung, daß es für die Gemeinde von 5 8 1 5 4 4 6 4 größerer Erbauung ſeyn würde, wenn ſie bei ſtatt⸗— 5% Milchbrod 1 ic Ju findenden Chorgeſäͤngen den Text in Handen hätte,— 6% Waſſerweck 5 7 alsbald veranlaßt mich, vom 21. Mai d. J. an, als dem—] 7½¼ Gemiſchtes(Tafel-) Brod 1 5 1 een. Anſtalt, N Fleiſch⸗Preiſe. Der Kirchlicht Anztigen 2a 1 1— e 8— erſcheinen zu laſſen. Dieſe„Kirchliche Anzeigen“ wer⸗ 3 gabe 3— den jedesmal angeben, welcher der Herren Geiſtlichen„— Schweinenfleiſch r Betref in der beginnenden Woche die pfarramtlichen Funktio⸗ 1— Hammelſleiſch 5 938 nen ausübt und wer predigt, ſo wie ſie jedesmal den 1 S bios Schweinen 11 2 fel Text der Lieder enthalten werden, welche die Zög⸗ 1 Schwartenmagen 16 45 linge des Schullehrer⸗Seminars oder die Mitglieder 1— Geräucherter Speck 20— En 1 des Singvereines ſingen. 1 8 Dore 10 1255 wal Den Preis für ein halbes Jahr Vn Dorrſleiſch malz, ausgelaſſen 20— 12 kr. feſtgeſetzt, welche bei dem Erſcheinen der er⸗ 1— Sd e gange 18— Beh ſten Numer, die das Programm über die Er⸗„ 5 Nierenfett 20— chor öffnung des evangeliſchen Predigerſemi n Hammelsfett Aae i nariums enthalten wird, bezahlt werden. e 5 m 5 5 u n 9 10 45 ſcaudi 2: 4 ehr fach geäußertem Wun che gemäß iſt es geſtatte wor l Ich werde im Laufe der nächſten Woche darauf 70 auch 1pfündige Leibe Brod zu backen. 1 2 0 oder 0 ſubſcribiren laſſen, und freuen ſoll es mich, wenn 2 Dagegen ſoll auf das gemiſchte resp. Tafelbrod die Be⸗ entge die Zahl der Unterſchriften meine Vermuthung recht⸗ e 8 1⸗ 2⸗ an d ene Brod ge⸗ 8 900 ertigt, daß dieſe„ kirchli igen/ Vi i acken werden dürfen, keine nwendung finden. 5 0 f Mi 585 0; lichen Anzeigen Vielen mei⸗ 3) Bei dem Milchbrod, Waſſerweck und gemiſchtem Brod wird, ſowie d ner Mitbürger willkommen ſind. wenn daſſelbe ſcharf ausgebacken i 93 Loth gut gethan Friedberg den ten Mai 1837 n e ee irels auß d. K. 5 1 9 i 1837. Der gr. heſſ. Kreisrath d. K. F. ß it de C. Bindernagel. Küchler. 8 Hunter Gedruckt und verlegt unter Verantwortlichkeit von Cart Binder nagel in Friedberg 1 daun