treffenden eimmung — erngez. J. von Mit; er 9 Stüc rau Sieck de hierzu Nit ſich je, tagen kann. el Jung. rem Beſuch Joh. Heyl. eiten Stock, hat zu ver⸗ er Ilſergaſſe. befindlichen Keſſelloch n, Caſſe⸗ 1 und zwei⸗ hat um bil⸗ loſſermeiſtet. Intelligenzblatt für die 5„ Provinz Mberhes sen im Allgemeinen, den Kreis Friedberg und die angrenzenden Bezirke im Beſonderen. M 5. Sonnabend, den 4. Februar 1837. Johannes Schweizer von Niedermörlen. Chriſtian Schaͤfer von Nauheim. Die Urſache, warum dieſe beiden Männer hier erwähnt werden, liegt in dem lobenswerthen Sinn, der dieſelben beſeelt. Leider iſt die Veranlaſſung ſehr betrübend, welche den Genannten dargeboten wurde, von ihrer thätigen Menſchenliebe Zeugniß zu geben. Am Aten Januar d. J. befanden ſich mehrere Knaben auf der an den meiſten Stellen zugefrornen Weed in dem freiherrlich von Franckenſteiniſchen Hofe zu Ockſtadt und beluſtigten ſich mit Schleifen. Plötzlich bricht die Eisdecke an einer Stelle ein und ein Knabe ſinkt unter. Angſtgeſchrei und Hülfe— ruf der Umſtehenden begleitet das Unglück. Kaum hatte der Zimmergeſelle Johannes Schweizer von Niedermörlen, der in der Nähe mit Holzſchneiden beſchäftigt war, dieß vernommen, als er zur Ret— tung ſchritt. Er ſetzte alle Rückſicht auf ſeine eigene Perſon aus den Augen, ſprang dem Knaben nach, fand und faßte ihn glücklich und entriß ihn dem nahen Tode. Allein ihm ſelbſt war es wegen des Eiſes unmöglich, ohne fremde Hülfe aus dem Waſ— ſer zu kommen, das ihm bis an den Mund reichte. Man mußte eine Leiter herbeiholen, auf welcher der Retter des Knaben aus dem Waſſer ſtieg. Nach⸗ dem derſelbe ſich getrocknet und mit anderer Kleidung verſehen hatte, fuhr er in ſeiner Arbeit fort. Seine Geſundheit hat nicht im mindeſten dadurch gelitten. In jeder Beziehung von ganz anderem Erfolge begleitet waren die Bemühungen des Chriſtian Schä— fer von Nauheim, welcher die Rettung des zwölf— jährigen Franz Euler von hier verſuchte. Dieſer Knabe hatte in Geſellſchaft zweier andern die Un— vorſichtigkeit begangen, am vorigen Sonntage auf dem nur leicht zugefrornen„langen Weiher„, vor dem Seerthore dahier, Schlittſchuhe zu laufen. Sie trieben's eine Weile, da brach Euler ein. Er brei— tete im Sinken unwillkührlich ſeine Arme aus, er— hielt ſich dadurch in der Oeffnung ſchwebend und ſchrie um Hülfe. Chriſtian Schäfer kam gerade vorüber, ſprach dem Knaben Muth ein und ſtieg auf das Eis, um denſelben aus ſeiner lebensgefährlichen Lage zu befreien. Schon hatte Schäfer den Knaben ge— faßt, als die Stelle, worauf er ſelbſt ſtand, zuſam— menbrach. Nun ſtürzten Beide auf den ſchlammigen Boden des tiefen Waſſers hinunter. Seiner Kraft vertrauend, riß Schäfer den Knaben mit ſich aus der Tiefe herauf. Er ſchwamm mit demſelben auf der offenen Stelle des Weihers hin und her, konnte aber wegen des Eiſes auf keiner Seite das Ufer gewinnen. Seine Kräfte ſchwanden; Beide ver— ſanken zum zweitenmal. Nur mit größter Anſtren⸗ gung vermochte Schäfer ſich wieder empor zu ar— beiten und ſeinen Kopf über der Oberfläche des Waſſers zu erhalten.— Die Bewohner der Vorſtadt eilten ihm ſchnell zu Hülfe, allein es hielt ſehr ſchwer, ihn zu retten. Von dem untergeſunke⸗ nen Knaben zeigte ſich aber keine Spur mehr. Aller angewandten Sorgfalt und Mühe unerachtet, ge⸗ lang es erſt nach Verlauf einer halben Stunde, die Leiche deſſelben aufzufinden. Die Verſuche, ihn in's Leben zurück zu rufen, waren erfolglos. Auch Schä⸗ fer iſt, ſo viel wir wiſſen, von der Gefahr noch nicht befreit, in der ſein Leben ſchwebte. Er hatte, als er ganz erſtarrt aus dem Waſſer gekommen war, in der Familie des Schuhmachers Joſt dahier freund— ſchaftliche Aufnahme und Pflege gefunden, blieb da— ſelbſt bis zum folgenden Tage, mußte aber auch da noch zu den Seinigen nach Haus gefahren werden. — Der unglückliche Ausgang benimmt dem wahren Verdienſte nichts an ſeinem Werthe. Das gute Vorhaben gereicht dem Menſchen zum Lobe, Glück und Unglück ſteht nicht in Menſchenhand. Oeffent⸗ licher, herzlicher Dank ſey darum den beiden Eh— renmängern hiermit dargebracht! eee eg er. Der 22te Januar war der Tag einer ergrei— fenden Feierlichkeit fur Oberrosbach. Ein edler Jüngling, der kaum erſt in der Gemeinde heimiſch geworden war, fand an ihm ein frühes Grab. Die letztverfloſſenen Oſtern hatte er das Schullehrer— Seminar zu Friedberg verlaſſen, die Liebe ſeiner Lehrer und ihre ſchönen Hoffnungen für ſeine Zu— kunft mit ſich nehmend, und hatte auch bald in der Nähe ſeiner Heimath(Zwingenberg) einen Wirkungs— kreis(zu Lampertheim) gefunden, in dem er ſich die Zufriedenheit ſeiner Vorgeſetzten erwarb. Demzu— folge ward ihm vor einem Vierteljahre das Vicariat der erſten Schulſtelle zu Oberrosbach übertragen. Mit raſtloſer Thätigkeit umfaßte er das ſchwierige Geſchäft, nicht achtend auf die Warnung der um ſeine Geſundheit beſorgten Freunde. Aber nur zu bald erlag ſein Körper den Anforderungen des unermüdlichen Geiſtes; ein heftiger Blutſturz endete ſchnell ſein Leben. An ſeinem Sarge weinten betagte Eltern und liebende Geſchwiſter, in namen— loſem Schmerze ſtarrend auf die nun regungsloſe Hulle einer reichen Seele, die ſie mit Stolz die Ihrige nennen durften; zwei geachtete Geiſtliche be— gleiteten ihn zur Ruheſtätte und ſegneten ſeine Aſche; von dem nahen Friedberg waren ſeine Freunde aus dem Seminar gekommen und ſprachen in frommem Geſange ihre Klage aus und ihre Hoffnung der Un— ſterblichkeit; die ganze Gemeinde und viele Fremde aus der Umgegend ſtanden naſſen Blickes um das offene Grab— aber Eines zeigte unabweislich jedem Herzen die Gerechtigkeit der allgemeinen Trauer: es war wahrhaft erſchütternd, als der Sarg ver— ſank und die erſten Schollen auf ihn fielen, den lauten Jammer der unſchuldigen Kleinen, das faſt verzweifelnde Schluchzen der zahlreichen Jugend an— zuhören, die nur ſo kurze Zeit ſich ſeiner liebenden Wirkſamkeit erfreute und in ihrem Innerſten ſich umgewendet fühlte, und diefe Thränen rannen un⸗ aufhaltſam während der ganzen darauf folgenden Troſtrede des Geiſtlichen, ſelbſt bei dem flüchtigen Knaben, dem ſo leicht ein Eindruck den andern ver— drängt. Wahrlich, jedem Fühlenden, der dieſe Stun⸗ de theilte, wird ſie unvergeßlich und das Gedächt—⸗ niß des Redlichen wird im Segen bleiben. Was Liebe wirket iſt ewig; denn die ewige Liebe läſſet es nicht untergehen. In einem der Redaction zugekommenen Schrei⸗ ben dankt der Schulvicar Biedenkapp von Nieder⸗ rosbach, in Auftrag der gebeugten Eltern, allen denen, welche den Vollendeten durch ihre Trauer ehrten, für ihre Liebe, und, in Auftrag ſeines abge— ſchiedenen Freundes ſelber, allen, welche während ſeiner Leidenstage ihm ſo warmen Antheil zeigten. Gedraͤngter Umriß der Geſchichte der Stadt Friedberg. (Beſchluß.) Aber wie ſo ganz verändert war nun das Bild jenes Friedbergs, das die deutſchen Kaiſer Monden lang beherbergt, das Privilegien und Freiheiten ſich rühmte, wie nicht leicht eine andere Stadt, das mit Frankfurt concurrirte und mit der mächtigen Burgritterſchaft in die Schranken treten konnte— es beſtand nur noch aus einer einzigen mäßigen Straße, öd' und verlaſſen, erlegen ſo hartem Druck! Hier ſagt ein alter Chronik- Schreiber: „umb welche Zeit wiederumb viel ſchöner Häuſer „allhier abgebrochen und daß weiland ſchöne und „beliebte Friedberg wüſt und wie eine Wittwen „worden, das zuvor voll Volk's war.“ N Schnell aber machte die rührige Buͤrgerſchaft ihr herbes Geſchick vergeſſen; Haus um Haus erhob ſich aus dem Schutte, Gewerbe und Handel regte ſich von Neuem und ſchon 56 Jahre ſpäter, 1706, konnte die Stadt der Burg die Pfandſchaft aufkün⸗ digen und erbot ſich den Pfandſchilling, den Karl IV. erhalten, abzutragen.— Allein die Burgrit⸗ terſchaft verweigerte die Auslieferung und erklärte die Pfandſchaft für unablößlich.— Von Kaiſer und Reich wegen dieſes Anſinnens in Strafe gezo⸗ ung! f. 1 deut kiedbetg ſſet Rei Holel„ lege E 0 Die Bu Jahre 5 langte. D floß in Hälfle gehende poiſchen dun Le — den F; nur a U nien e. ſchem und sec — daß den let dauernd werden (7) Eheleu einem el pas alle Gl anberd anzuze wartig werden letzterer bleiben bei Er Gr. 27) ligt na auſprüc der * gen, wollte ſie ſich 1713 mit dem Landgrafen Ernſt Ludwig von Heſſen verbinden, was ihr jedoch miß⸗ glückte.— Als aber die weſtlichen Stürme auch die deutſche Reichsverfaſſung zertrümmerten, kam Friedberg, die auf der rheiniſchen Bank die 13te freie Reichsſtadt war, 1802 unter großerzogl. heſſiſche Hoheit, unter deren ſegensreicher Regierung der rege E fer und die induſtrielle Thätigkeit der Bür⸗ ger mit dem gluͤcklichſten Erfolge gekrönt wird.— Die Burg behauptete ihre Selbſtſtändigkeit bis zum Jahre 1806, wo auch ſie unter heſſiſche Hoheit ge⸗ langte.— Der größte Theil des 18ten Jahrhunderts ver— floß in Ruhe und die Kriegsbegebenheiten der Aten Hälfte jenes Säculums verurſachten nur vorüber— gehende Eindrücke, z. B. die Gefechte von 1762— zwiſchen den franzöſiſchen und alliirten Truppen, zum Vortheil der Erſteren ſich endigend— und 1796 — zwiſchen den ſich zurückziehenden Oeſtreichern und den Franzoſen— die in der Nähe vorfielen und nur als hiſtoriſche Notiz hier erwähnt we den. Ueber die weiteren Vorfälle der letzten Decen— nien eile ich hinweg, denn ſie ſind noch in zu fri— ſchem Andenken, um einer Anregung zu bedürfen und ſchließe dieſe wenigen Zeilen mit dem Wunſche — daß Friedbergs thätige Bürgerſchaft,— wie in den letzten Jahren— auch in Zukunft, durch fort⸗ dauernde Blüthe der Stadt, nach Verdienſt belohnt werden moge. Ockſtadt im December 1836. Dr. A. Seitz. Bekanntmachungen von Behoͤrden. . l la dung (17) Auf den Antrag der Georg Eberhard'ſchen Eheleute zu Vilbel, deren geringes Vermögen, nach einem darüber aufgenommenen Status activorum et passivorum, bedeutend überſchuldet iſt, werden alle Gläubiger aufgefordert, in dem auf Mittwoch den 22ten Februar 1837, Vormittags 9 Uhr, anberaumten Liquidationstermin ihre Forderungen anzuzeigen, ſich auch des Verſuchs der Güte zu ge— wärtigen. Die ausbleibenden bekannten Gläubiger werden, falls ein Arrangement zu Stande kommt, letzterem als beigetreten erachtet, und die unbekannt bleibenden haben es ſich ſelbſt beizumeſſen, wenn ſie bei Erledigung der Sache nicht berückſichtigt werden. Großkarben den 29. Dezmbr. 1836. Großh. heſſiſches Landgericht daſelbſt. Muhl Gläubiger⸗ Aufforderung. (27) Kaspar Morſchel von Obermörlen beabſich⸗ tigt nach Lütteringhauſen auszuwandern. Rechts- anſprüche an denſelben ſind binnen drei Monaten bei gr. Landgericht dahier anzumelden, gegenfalls die Entlaſſungsurkunde ertheilt werden wird. Friedberg den 24. Dezbr. 1836. Der großherzoglich heſſiſche Kreisrath des Kreiſes Friedberg. Küchler. Edictalla dung. (32) Nach dem Hypothekenbuche der Burg Fried⸗ berg entliehe Wendel Füller dahier von Metzger Martin Engel hierſelbſt am 20ten Februar 1806 ein Kapital von 800 fl., unter Verpfändung ſeiner beiden Wohnhäuſer mit Nebenhäuſern in der Burg— Vorſtadt. Nach Verſicherung der Erben des Gläu— bigers ſoll jenes Kapital längſt wieder abgetragen ſeyn; da aber die Original-Obligation nicht vorge— legt werden kaun, ſo werden auf Antrag der Erben des Schuldners alle, welche auf jene und aus der fraglichen Verpfändung Anſprüche begründen wollen, aufgefordert, ſolche ſogewiß binnen 60 Tagen hier geltend zu machen, als ſonſt die Hypothek für mor—⸗ tificirt erklärt, ſofort der desfallſige Eintrag im Hy⸗ pothekenbuche gelöſcht werden wird. Friedberg den 10ten Januar 1837. Großh. heſſiſches Landgericht daſelbſt. Hofmann. Publican dum. (55) Die wegen Zten Diebſtahls dahier in Un⸗ terſuchung und Haft befindliche Fanny Goldſchmidt von Niederwöllſtadt iſt der Entwendung nachſtehen⸗ der Gegenſtände dringend verdächtig und ſteht zu vermuthen, daß ſie dieſelben auf dem Wege von Mainz nach Niederwöllſtadt veräußert hat: 1) eine braune kattunene Frauenjacke, 2) eine klein karirte rothe baumwollene Schuͤrze, 3) eine baumwollene roth und weiß geſtreifte Kindsdecke, 4) eine lilablaue kattunene Kinderſchürze mit ro⸗ then Blümchen, 5) ein Chemiſettchen, 6) zwei roth karrirte Jakonetstücher mit rothem Grund, 7) ein weiß batiſtenes Halstuch mit rothen Blüm— chen und Franzen, 8) ein rothes baumwollenes Sacktuch, 9) zwei Schlafhauben, 10) ein zinnerner Gemüsteller und 11) ein Reibeiſen. Man fordert alle diejenigen, welche dieſe Ge— genſtände erkauft haben oder ſonſt Auskunft über dieſelben zu geben vermögen, hierdurch auf, baldigſt bei der unterzeichneten Gerichtsſtelle Anzeige davon zu machen. Friedberg den 11ten Januar 1837. Großherzogl. heſſ. Landgericht. Hofmann. Dr. Gilmer. — 32 1 Holzverſteigerung in der hochweiſeler Mark, Revier Hochweiſel. (61) Dienſtag den 7ten Februar l. J. ſollen in dem Diſtrikt Mainzerboden, nahe an Bodenrod ge⸗ legen, ſodann in dem Diſtrikt Filzhart, nächſt Zie⸗ genberg, nachſtehende Holzſortimente unter den ge⸗ wöhnlichen Verſteigerungs-Bedingungen, welche vor dem Beginne der Verſteigerung näher bekannt ge⸗ macht werden ſollen, meiſtbietend verſteigert werden: Im Diſtrikt Mainzerboden, A) Brandholz, 1) 532 Stecken buchen Scheidholz, 419 n 77 Prügelholz, 5 77 Stockholz, friſches, 4) 1575 Stück„ Aſtreis⸗Wellen, 5„ 7 Vorwuchs-Wellen; I) Bau⸗, Werk⸗ und Nutzholz, 1 2 Buchen⸗Stämme, 52 Kub. F. enthaltend, 20 2 Stück buchene Achſen; Im Diſtrikt Filzhart, A) Brandholz, 1) 297 Stecken buchen Stockholz, altes. Die Herrn Bürgermeiſter und resp. Beigeord⸗ neten werden erſucht, vorſtehenden Inhalt in ihren Gemeinden bekannt machen zu laſſen, mit dem An⸗ fuͤgen, daß die Verſteigerung des Morgens punkt neun Uhr in dem Diſtrikt Mainzerboden ihren An⸗ fang nimmt und an demſelbigen Tage des Nach⸗ mittags ein Uhr in dem Diſtrikt Filzhart fortge⸗ ſetzt wird, mit dem ferneren Anfügen, daß, wenn die Verſteigerung den 7ten nicht beendigt werden ſollte, ſolche den Sten d. M., Morgens punkt 9 Uhr, daſelbſt fortgeſetzt werden ſoll. Bodenrod den 1ten Februar 1837. Der großh. Bürgermeiſter Hoffmann. a Leinwand-Lieferung. (62) Mittwoch den 15ten Februar laufenden Jah⸗ res, des Vormittags um 9 Uhr, ſoll in meiner Wohnung dahier die Lieferung von 1000 Ellen ro⸗ hem und 200 Ellen gebleichtem flächſenem Tuche öffentlich an den Wenigſtnehmenden verſteigert wer den; welches hierdurch bekannt gemacht wird. Marienſchloß den 26. Januar 1837. Funk. Märkte zu Butz bach⸗ f (63) Der hieſigen Stadt iſt höchſten Orks geſtat⸗ tet worden, in Verbindung folgender Krämermärkte: Donnerſtag nach dem 1. Quatember d. J. d. 16. Febr. Mittwoch vor Oſtern ee Donnerſtag vor Pfingſten e a Mittwoch nach Jakobi„ e ili Donnerſtag nach dem Zten Quatember dieſes Jahr den 21ten September alljährlich 5 Viehmärkte abzuhalten. Der Unterzeichnete bringt dieſes zur allgemei⸗ nen Kenntniß und ladet das handelnde Publikum zum Beſuch der Märkte ein, die während ihrer Pro⸗ bezeit ein günſtiges Reſultat lieferten. Die großhrzgl. Herrn Bürgermeiſter werden er⸗ ſucht, Obiges in ihren Gemeinden bekannt machen zu laſſen. 8 Butzbach drn 28ten Januar 1837. 5 Der großh. heſſ. Bürgermeiſter B. Küchel. N Frucht ⸗Verſteigerung. (64) Montag den 20ten Februar, Vormittvgs 10 Uhr, ſollen in der Burg zu Griedel 30 Säcke Waitzen, 300„ Korn, 50 Achtel Hafer, 4„ Hülſenfrüchte, 24 Fuder langes und 4 ½ Fuder kurzes Stroh, Spreu von 90 Fuder Frucht, öffentlich verſteigt werden. Griedel den 29ten Januar 1837.. Der Rentmeiſter Friedrich. Holz ⸗Verſteigerung. (65) Künftigen Montag den öten l. M., Vor⸗ mittags um 10 Uhr, werden auf dem gräflich Solms⸗ Rödelheimiſchen Bergwerk bei Bauernheim über 40 Stecken durchaus trockenes Eichen- und Tannen⸗ Brennholz meiſtbietend verkauft. Ferner ſoll ſo⸗ gleich nach dem Holzverkauf eine große Quantität Band ⸗ oder Korbweiden, grün auf dem Stand, meiſtbietend verſteigert werden; wozu man Kauf⸗ liebhaber hiermit einladet. 1 Oſſenheim den ften Februar 1837. a Der Rentmeiſter Weis. Bekanntmachung. 13 (66) Donnerſtag den gten d. M., des Morgens um 9 Uhr, wird auf dem Nathhauſe zu Nieder⸗ wöllſtadt ein 6jähriger ſchwerer Faſſelochs von ſchwei⸗ zer Race öffentlich an den Meiſtbietenden verſtei⸗ gert, wozu man die Kaufluſtigen hiermit einladet. Niederwöllſtadtsden 1. Febr. 1837. f i Der großherzgl. Bürgermeiſter b 80 Ba u ſch.. Holz ⸗Verſteigerung. 0(67) Donnexſtag den 9ten d. M., Vormittags um 10 Uhr, follen in dem niederrosbacher Gemeinds⸗ wald, Diſtrikt Burg,(eichen Hochwald): JJ, Stecken buchen Scheidholz, r e een Prügelholz, 111 5 eichen u. buchen Stockholz, 2075 Wellen, eichen u. buchen Aſtreiſig, 8 Stämme eichen Bau⸗, Werk- u. Nutz⸗ holz, circa 1000 Kubikfuß, und 5 eichen Pflugs⸗Rehe und Wetter, an den Meiſtbietenden öffentlich verſteigert werden. 68) M. 05 10 U tät haet im Term en, gelal den ier Nauhel 12 105 in Parthie gang Fi macht wei tend verſte Steigluſig Schloß Gra Pr ö 45) we uch zweiß Rufen likum Pro, N er- achen leiſter N10 furzes dich. Vor⸗ dolms⸗ der 40 uunen⸗ oll ſo⸗ autität Stand, Kauf⸗ seis. orgens dieder⸗ ſchwei⸗ verſtei⸗ ladet. cweiſter as um neinde⸗ — Der Zuſammenkunftsort iſt am Hühnerpfad punkt 10 Uhr. Die Herrn Bürgermeiſter und resp. Beigeord— neten werden um gefällige Bekanntmachung obiger Verſteigerung andurch erſucht. Niederrosbach den 1. Febr. 1837. Der großh. heſſ. Bürgermeiſter F. Bullmann. Bekanntmachung. (68) Montag den 13ten Februar d. J., Vormit⸗ tags 10 Uhr, ſoll an hieſiger Saline eine Quanti— tät Hafer von dem Wenigſtnehmenden, unter den im Termin bekannt gemacht werdenden Bedingun— gen, gekauft werden, welches den dazu Luſttragen⸗ den hiermit zur Nachricht dient. Nauheim den Iten Februar 1837. Kurfuͤrſtliches Salzamt. Wille. Meinhard. Wilhelmi. Weiß. Frucht⸗Verſteigerung. (69) Freitag den 17ten d. Mts., Vormittags 11 Uhr, ſollen zu Wölfersheim bei Wirth Stüber, aus der 1836er Erndte: 1) 36 Malter 5 Meſten Korn, B. U.* Sn Waitzen, 3 n 4 Gerſte, 4) 52— 7 Hafer, Sn 11. Tennfrucht, 6) 13 Fuder 36 Gebund Kornſtroh, n„ Waitzenſtroh, 8)—„ 48„ Gerſtenſtroh, 9 2 1 2 2 Haferſtroh, 10 11— 39„ Werrſtroh, 1 11„ Erbſen-, Linſen- und Wickenſtroh und 1 105 Körbe Spreu, in Parthien von 1 bis 5 Malter und halben und ganzen Fuder ꝛc., unter den alsdann bekannt ge⸗ macht werdenden Bedingungen, öffentlich meiſtbie— tend verſteigert werden, und ladet man hierzu die Steigluſtigen ein. Schloß Ilbenſtadt den 1. Febr. 1837. Gräflich von Leiningen⸗Weſterburg'ſche Rentei daſelbſt. Bernhardt. Privat- Bekanntmachungen. Eine einſpännige Chaiſe, (45) welche noch in gutem Stand gehalten iſt und auch zweiſpännig gefahren werden kann, hat zu ver⸗ kaufen Sattlermeiſter L. Schäfer. Ga ſt wirthſchaf t zum goldnen Löwen in Butzbach. 58) Ich habe die durch den Tod meines Vaters ſeit einigen Jahren unterbrochen geweſene Gaſtwirth— ſchaft ſeit kurzem wieder eröffnet. Indem ich dies hiermit öffentlich anzeige, em⸗ 8* pfehle ich mein auf dem Marktplatz in der Mitte der Stadt gelegenes geräumiges Gaſthaus zu ge⸗ neigtem Zuſpruch, verſpreche gute Bedienung und hoffe darüber von Allen, die mich mit ihrem Beſuch beehren, Zufriedenheit zu ernten. Butzbach im Januar 1837. Joh. Heyl. Bekanntmachung. (70) Donnerſtag den ten Februar, von Mor— gens 9 Uhr an, will die Unterzeichnete, wegen Ver⸗ theilung und Abtretung ihres Vermögens, folgende Gegenſtände, als: ein Pferd, eine Kuh, ein träch⸗ tiges Schwein, einen Karrn, Pflug, Egge, ein Pferdegeſchirr, eine Fruchtfegemühle, mehrere Fäſ— ſer und noch andere Gegenſtände meiſtbietend ver— ſteigern laſſen, welches hierdurch zur öffentlichen Kenntniß gebracht wird. i Weckesheim den 30ten Januar 1837. Konrad Lindt Wittwe. Kia pita lien (71) von 2000 fl., 1500 fl., 1000 fl., 800 fl. werden zu 4 Prozent zu leihen geſucht. Die gericht— lichen Aufſätze ſind bei mir einzuſehen. Joh. Joſt. Friedberg. 3 ame Verkauf. (72) Eine Parthie gelbe und weiße Borden, ge⸗ eignet zu Masken-Bällen, hat Unterzeichneter und verkauft dieſelben um einen billigen Preis. Friedberg. Nathan Hirſchhorn. Holz⸗Verſteigerung. (73) Mittwoch den Sten Februar, Morgens 10 Uhr, ſollen auf dem Hof Haſeleck, aus den daſi⸗ gen freiherrlich von Ritter'ſchen Waldungen: 3925 Stück birkene Wellen und 6 Stecken birken Prügelholz, unter den alsdann bekannt gemacht werdenden Be— dingungen, öffentlich an Meiſtbietende verſteigert werden. Steinfurth den 29ten Januar 1837. In Auftrag Löffler. Auszuleihendes Kapital. (74) 100 fl. Vormunds⸗Geld liegen zum Aus⸗ leihen bereit bei den Curatoren H. Hofmann. F. Hilbrecht. Wohnungs⸗Vermiethung. (75) Bei Unterzeichnetem in ſeinem neu erbauten Wohnhauſe iſt der zweite Stock ganz zu vermiethen. Dieſe Wohnung beſteht in 3 heizbaren Zimmern, wovon 2 Zimmer ein großer Kochofen heizt, 2 Ne⸗ benkabinetten, einer Küche mit Kochheerd, auch 2 Dachkammern, Keller u. ſ. w. Friedberg den Iten Februar 1837. Wilhelm Baumann. Der Partialſchuldſchein Nr. 61 (76) von 200 fl. auf die Gemeinde Obererlenbach iſt— laut hochlöblichem Landgericht Friedberg vor⸗ — gezeigten Empfangs⸗ Schein— bei mir abgeholt worden. ö Niederwöllſtadt den 31. Jan. 1837. Bernges. Sehenswuͤrdigkeiten. (77) Künftigen Sonnabend, den 11ten Februar d. J., wird C. Paukert die Ehre haben in dem unteren Saale des Herrn Gerlach ſehen zu laſſen: Eine Sammlung Diorama, oder: die ange⸗ nehme Reiſe im Zimmer, nach der Natur und in Lebensgroͤße, Original-Anſichten, wel⸗ che das Merkwürdigſte der Erde, denkwuͤrdige Schlachten und ſonſtige, im Gebiete der Ge⸗ ſchichte und Natur beruͤhmte Gegenden vorſtellen. Das Nähere beſagt der Anſchlagzettel. Zugleich macht C. Paukert einem hochgeehr⸗ ten Publikum ergebenſt bekannt, daß ſeine Frau in der italieniſchen Blumen-Kunſtmalerei und anderen Gegenſtänden Unterricht zu ertheilen erbötig iſt.— Dieſe Kunſt kann man in Zeit von 8 Stunden er⸗ lernen, ohne daß man die mindeſte Kenntniß vom Zeichnen hat. Selbſt Kinder von 12 Jahren wer⸗ den es ſehr gut begreifen und ſich gern damit be⸗ ſchäftigen. Wohnungs veränderung. (78) Meinen geehrten Gönnern und Freunden mache ich hiermit die ergebene Anzeige, daß ich ge⸗ genwärtig bei dem Drehermeiſter Herrn Neiſel auf der breiten Straße wohne und daß gute, faconirli⸗ che und dauerhafte Arbeit, verbunden mit prompter Aufwartung mich auch da einen fortgeſetzt zahlrei— chen Zuspruch hoffen laſſen, um welchen ich hiermit höflichſt bitte. Friedberg den ten Februar 1837. Heinrich Waas, 8 Schuhmachermeiſter. Ausfpielung. (79) Eingetretener Verhinderung wegen konnte die im vorigen Blatte angezeigte Ausſpielung der Waſchbütten nicht vorgenommen werden; und wird dieſe nun Mittwoch den Sten d. M., von Mittags 1 Uhr an, vorgenommen. Ich lade nochmals alle Inhaber der Looſe zur Beiwohnung höflichſt ein. Friedberg den 2. Febr. 1837. M. Jung. 34 Auszuleihendes Kapital. (80) 2000 fl. liegen in hieſiger Kirchenkaſſe ge⸗ gen gerichtlich doppelte Sicherheit zu 5 Prozent zum Ausleihen bereit. f Niedereſchbach den 31. Januar 1837. Der Kirchenrechner Aß mann. Benachrichtigung. (81) In Bezug auf meine Bekanntmachung vom Iten Dezember v. J. halte ich es für Schuldigkeit, meinen Geſchäftsfreunden hiermit zu erklären, daß ich, durch meine in der Zwiſchenzeit erfolgte ander⸗ weitige Anſtellung dazu bewogen, alle meine bis⸗ herigen Geſchäfte aufgegeben habe. Ich bin deß⸗ halb auch mit Aufſtellung meiner verſchiedenen Schluß⸗ rechnungen dermalen bereits beſchäftigt und werde hiernächſt auch noch weiter übernommene Aufträge, ſo weit mir noch Zeit dazu vergönnt bleibt, erledi⸗ gen, auf keinen Fall aber neue Geſchäfte überneh⸗ men. Da ich ſehr wünſche, keinen erheblichen Rück⸗ ſtand, am wenigſten in meinen Verwaltungsangele⸗ genheiten, nach Büdingen— meinem neuen Beſtim⸗ mungsorte— mitzunehmen, ſo wird mir jede deß⸗ fallſige Erinnerung ſtets angenehm ſeyn. Indem ich danke für das Zutrauen, das ich in der hieſigen Gegend in geſchäftlicher Hinſicht ſo viele Jahre hin⸗ durch genoß, bemerke ich noch, daß ich wahrſchein⸗ lich erſt Ausgangs dieſes Monats von hier abzie⸗ hen werde. Niederwöllſtadt am 1. Febr. 1837. Bernges. Früchte⸗Preiſe hier in Friedberg: Waizen: 7fl. 40 kr. Korn: 5 fl.— kr. Gerſte: 4 fl. 30kr Hafer: 2fl. 45 kr. Erbſen:— fl. kr. Fruͤchte⸗Preiſe zu Mainz, am 28. Januar: Waizen: 7 fl. 20 kr. Korn: 5 fl. 4kr. Gerſte: 4 fl. 20 kr. Hafer: 3 fl. 12 kr. Verkaufs⸗Preiſe vom 6. bis 13. Febr. 1837. Fleiſch⸗ und Brodpreiſe ſind unverändert geblieben, außer daß das Pfund Kalbfleiſch 5 kr. koſtet. Für die Richtigkeit: Der Bürgermeiſter Fritz. 3 ſtian Schäfer von Nauheim zugekommen. mit ſeiner Hände Arbeit zu ernähren hat, einer für den Genannten zu ſammeln. wie aus der Umgegend bereit. Unter der Chiffre C. D. ſind der Expedition dieſes Blattes 24 kr. zur Unterſtützung des Chri⸗ Da dieſer Mann, Unterſtützung ohne Zweifel höchſt würdig und in ſolge ſeiner menſchenfreundlichen Handlung bedürftig geworden it; alm n mac Vielleicht übernehmen die Herrn Gaſtwirthe die Mühe, Die Exped. d. Bl. Sie wird dieſelben in dieſem Blatte anzeigen und ſeiner Zeit über die welcher eine Frau und einige Kinder ſo ahmen gewiß Viele obigem Beiſpiele nach. künftigen Sonntag bei ihren Gaſten milde Gaben iſt zum Empfang von Beiträgen aus hieſiger Stadt, richtige Abgabe ſich ausweiſen. Gedruckt und verlegt unter Verantwortlichkeit von Carl Bindernagel in Friedberg. nochmals und zwar recht lebhaft ö Provit nit, L öffentl. Friedbe haben, können Kennt welche deles Wbhalt 9 0 1 fordere lich U zu fel litaird muthm 5 ſprich ö 1531, eine 0