fe em de q vol 7 r kung 8 1 Kreuzer m W. Mai: erſte: 4 fl. 35 kr. f fr. ledberg ur A 855 IN 7. —— kr E. * 8 ban 52 c v2 — — — S2, 5 Seen — . 0— .—— n * Intelli genzblatt für die Provinz N N Yherhes sen * im Allgemeinen, den Kreis Friedberg und die angrenzenden Bezirke im Beſonderen. —— 22. — Sonnabend, den 3. Juni 1837. Doctor Fauſts Zauberring oder der heirathluſtige Hageſtolz. (Beſchluß.) Willibald ſchwang ſich auf ſein Pferd, und jagte mit verhängten Zügeln davon.— Unterwegs 1 ihm Soldaten, welche auf dem Marſche egriffen waren— er zeigte dem Offiziere die Raäͤuberherberge an und ſpreugte weiter. Als en fh gut Sefähr wüß ſchrug einen langſameren Schritt ein und erreichte ein Dorf, wo er ausruhte. Schenke war hier keine vorhanden, die Bauersleute ſelbſt waren arm, und er konnte ſich nur nothdürftig erquicken— erfuhr aber, daß in der Nähe ein Herrenſchloß liege, wo jeder Fremde willkommen ſey. Der Gutsherr war ſchon ein bejahrter Mann mit eisgrauem Kopfe, der erſt vor einem halben Jahre ein junges Mäd⸗ chen geheirathet hatte.— Seitdem wechſelte nun eine Luſtbarkeit mit der andern, und der alte Gatte fuͤhlte ſich ſeelenvergnügt über die Zärtlichkeit, mit welcher ihn ſein Weibchen liebkoſte. Willibald ſandte einen Bauer mit der Bitte hin, ob er nicht als ein Reiſender dort Aufnahme finden könne, und ſogleich kam ein Schloßbedienter, ihn im Namen der Herr⸗ ſchaft einzuladen.— In dem Burgherrn fand Wil⸗ libald einen àußerſt liebenswürdigen Mann, der ihn herzlich bewillkommte und ſogleich Befehl zur Veranſtaltung aller möglichen Bequemlichkeit gab.— Die Gattin aber konnte eine ausgezeichnete Schön⸗ heit genannt werden. Das Herz ſchlug Willibalden vor Freude, wenn er ſah, mit welcher ungeheuchel— ten Zärtlichkeit ſie ihren Gatten liebkoſ'te;— er bedauerte nur, daß ihm noch kein ſolches Liebesglück beſchieden war. Auch ein junges Fräulein von des Schloßherrn erſter Ehe war gegenwärtig, eine ſchmach⸗ tende Schönheit, welcher geheimer Kummer unver⸗ kennbar aus den Augen blickte, und die ſich auch nicht lange bei'm Mahle aufhielt;— der Tag ver— ſtrich in unterhaltenden Geſprächen und dem Ge— nuſſe guten Weins, denn dazumalen waren den Weinbeſitzern noch nicht in ſo hohem Grade die che— miſchen Künſte unſerer jetzigen Wirthe und Keller— meiſter bekannt, auch wußte man, da nur das Wür⸗ felſpiel beliebt war, noch nicht die Zeit mit Karten zu verderben, oder die müſſigen Stunden mit Ta⸗ bakrauchen zu verdampfen, daß die Gemächer mit einer Ansdünſtung wie bei den vontiniſchen Süm⸗ Willibald der Ruhe bedurfte, zeitig zum Abſchiede an, und er begab ſich in ſein angewieſenes Gemach. Der Schlaf ſchien ihn zu fliehen— er wälzte ſich nachdenkend auf dem Lager herum— da lüſterte ihn, doch etwas Näheres von der Familie zu er⸗ fahren— er drehte den Ring am Finger, und auf ſeinen Befehl huſchte der dienſtfertige Geiſt davon. Nach langer Weile kam er erſt zurück.— „In der Taſche der Burgfrau,“ ſprach er, „habe ich nichts bemerkt, als mehrere goldene Ringe, welche mir aufſielen; ich legte mich auf die Lauer und erfuhr in einem Geſpräche mit ihrer vertrauten Zofe, daß dies Geſchenke von ihren Liebhabern ſind, welche unter der Maske der Freundſchaft den alten Herrn wechſelweiſe beſuchen. Von da begab ich mich in das Zimmer des Fräuleins— ihr Selbſt⸗ geſpräch ſagte mir, daß ſie mit äußerſter Strenge behandelt werde, und daß ſie heimlich entfliehen wolle, weil ſie von ihrer Peinigerin, der Stiefmut⸗ ter, an einen Mann verehlicht werden ſoll, den ſie nicht lieben koͤnne.“ Dieſe Verichterſtattung war Willibalden ſehr unlieb— der alte Herr und das Mädchen dauerten ihn, er nahm ſich vor ihn zu warnen, ſchrieb einen Brief an ihn, und befahl dem Kleinen, dieſen in ſeinen Schreibtiſch zu legen— er ſelbſt aber ließ in der Früh ſein Pferd ſatteln, ſchützte ein äußerſt dringendes Geſchäft vor, ließ nochmal fuͤr die treff⸗ „ liche Aenne ee„ und e uͤber ie mitgetheilte Warnung von dannen. 97 michi Haß gegen das ganze weibliche Helen erfüllt, beſchloß er alle Heirathsgedanken auftuee, ben und ſich noch einige Zeit auf, Reiſen aaa ſtreuen, dann um irgend eine ſtabile Bedienſ vas umzuſehen, und lieber als Junggeſelle 1 1 5 Grab zu beſteigen, als ſich ſo hintergehen zu n Bei dieſem Entſchluſſe hatte das ela chen nun Zeit genug, ſich auszuruhen. illi 5 gelangte nach Ulm, wo er ſich trefflich zugute that, und mit ruhigem Herzen verſchiedenen auſtändigen Vergnügungen beiwohnte. Die ſchöne Jahreszeit lockte ihn in die romantiſchen Gegenden der Donau zu mehreren Spaziergängen.— Er verweilte ſich einſt bis ſchon die Abenddämmerung hereinbrach— er mußte nun ſeine Schritte verdoppeln, um noch vor der Nacht nach der Stadt zu gelangen.— Plötzlich blieb er ſtehen, denn eine ungemein melo⸗ diſche weibliche Stimme ſchlug an ſein Ohr; noch nie dünkte ihn einen ſolchen angenehmen Geſang gehört zu haben. Er blickte auf, und ſah ſich 0 einem abſeits gelegenen ſehr netten Häuschen ſtehen, vor dem hinter Staketten recht niedlich georv nete Blumen blühten.— Willibald konnte ſeiner Neu⸗ gierde nicht länger widerſtehen, er ſchritt langſam am Fenſter vorüber und erblickte ein herrliches Mid chengeſicht, ſein Schatten blendete, ſie blickte 125 e veruntt.“ Ole Beſcheidenheit hieß ihn weiter gehen und er kam ganz verwirrt nach Hauſe, denn noch nie hatte er ein ſolches weibliches Ideal ſeiner Wünſche erblickt.— Die heftigſte Neugierde quaͤlte ihn, und er hatte ja auch ein Mittel in den Hän⸗ den, dieſelbe zu befriedigen.— Sogleich wurde das Männchen ſeiner Gewahr⸗ ſam entlaſſen und ihm der Auftrag eriheilt, ſich eines Nähern zu erkundigen.— Erſt gegen Mitter⸗ nacht kam dieſer zurück.—„Ich habe,“ ſprach er, „eines der ſeltſamſten Mädchen gefunden— ſie iſt die Tugend and Sittſamkeit ſelbſt.— Ihr Vater war Rottenmeiſter und blieb in einem Treffen, der Bruder iſt als Arzt abweſend, und ſie lebt nun bei ihrer Mutter, einer gutmüthigen Frau, wo ſich beide vom Nähen ernähren.— Sie ſind arm, aber im Hauſe herrſcht die Reinlichkeit ſelbſt, ich fand auch nirgend etwas, das mir den geringſten Ver⸗ dacht hätte erregen können., Wie ſehr war Willi⸗ bald mit dieſem Berichte zufrieden, denn in ſeinem Herzen regte ſich nun zum erſten Male die wahre reine Liebe.— Noch ein paar Tage mußte das Männchen ſpioniren, und immer wurde gleich gün⸗ ſtige Relation abgeſtattet. Endlich wagte er es ſelbſt, dort einen Beſuch abzuſtatten, unter dem Vorwande, daß er auf Anempfehlung Arbeit beſtel⸗ len wolle.— Er wurde mit gutmüͤthiger Freund⸗ lichkeit aufgenommen, ſchon ſein Aeußeres war Zu⸗ eine neue Wirthſchaft ein. trauen erregend— kurz, es entſpann ſich allmählig ein Liebesverſtändniß zwiſchen ihm und der ſchönen Metta— Willibald ging offen zu Werke, er machte ſeinen Heirathsantrag, und man kann ſich denken, daß er von Mutter und Tochter mit Freuden das Jawort erhielt.— Nun wurden alle Anſtalten ge⸗ troffen— er veräußerte ſein Haus in Augsburg, zog alle Gelder an ſich und richtete ſich in Ulm Schou war der Tag zur Verlobung beſtimmt, aber ſeit einer Zeit kam ihm Metta ganz verändert vor— wenn die Mut⸗ ter nicht zugegen war, zitterte eine ſtille Thrane in ihrem Auge— ihre Küße waren nicht mehr ſo leb⸗ haft wie ehemal, und tiefe Seufzer drängten ſich aus ihrer Bruſt. Wergebens drang Willibald in ſie— ſie be⸗ obachtete hartnäckiges Schweigen— Verdacht keimte in ſeiner Seele auf.— Einſt trat er in die Stube, als die Mutter mit Arbeit abweſend war.— Metta war eingeſchlummert— er verhielt ſich mäuschen⸗ ſtille,— ſie ſeufzte laut im Schlafe.„Er muß alſo ſterben der Geliebte?— Und morgen ſchon ſoll der entſcheidende Tag ſeyn? Ach er iſt nicht mehr zu retten— ich muß dem Verhängniſſe wei⸗ chen.— Willibald bebte im Innerſten.— Schwarze Gedanken ſtiegen in ſeiner Seele empor— es dul⸗ dete ihn nicht länger mehr in der h 55 ſch in ud ilk mach pete ee 9 Gegen Abend lehnte er ſich an's Fenſter; mit einem Tuche über den Kopf ſchlich ein Mädchen vorüber— das mußte Metta ſeyn.— Raſch wurde ihr der Schwarze nachgeſendet.— Er kam bald wieder zu⸗ rück.„Du haſt dich nicht geirrt, ſprach er, es war Metta, ich habe auch eine Entdeckung gemacht, in ihrem Sacke trägt ſie zwei ſchneidende Inſtrumente und ein Fläſchchen mit Gift.“—„Gift!“ ſchrie Willibald, und ſtürzte bewußtlos zu Boden. Er raffte ſich wieder auf— Angſt, Verzweiflung tobte in ſeinem Innern— raſch nahm er mit, was er an Werth zu Hauſe hatte, warf ſich auf fein Pferd und jagte fort. Wohin der Weg ihn trug, war ihm gleich⸗ gültig.— Viele Tage ritt er in der Irre umher, jedes Menſchen Anblick ſcheuend. Höllenqual bebte in ſeinem Innern. Oft war er im Begriffe, ſich in die Fluthen zu ſtürzen, aber immer noch hielt ihn ſein guter Genius zurück von der ſchrecklichen That— Jetzt erinnerte er ſich an ſeinen unſichtba⸗ ren Gefährten— er bedurfte ſeiner nicht mehr, denn er wollte ſich von allen Verbindungen abſon⸗ dern. Er rief ihn hervor und kuͤndete ihm ſeine Freiheit an.. „Habe Dank, ſprach der Schwarze, ich habe dir redlicher gedient, als es mir zukömmt, und es iſt nicht meine Schuld, daß durch deinen raſchen Sinn Böſes entſtanden iſt.— Der von Iſauren 1604 61 augene! Geliebten eine Bedi — die K. fog— gen, bie ind seine verehächen Ein Bruſt gen Nerluſt fe er erkranft welcher ih hatten ſich ſeinen Hen ſehnte ſich ſelle Geſchie kief der Nez ſtet.— Ich es zu entdel Tod war a Im die beſt war Gift, d Gottlob, daß bie Operati anderen Me hat aber ſe ſtunde meh ſchildern, e bald umſchl Der J nur beſen 6 ſchwach, a0 großen Uebe über verbo, Willibaldes ungene Un genen Kraf genug iſt, Bekann Gl 422) He iſt nicht niſſe wei⸗ Schwarze -es dul⸗ er warf n Nuhr Cegen u uche Wer— e Ur der Reder zu⸗ „es war lacht, in trumente ſchrie den. Er ung tobte „was er n Pferd u gleich⸗ umder, lal debte fe, ſich noch hielt cecklichen imſichtba⸗ ht mehr, n abſen⸗ zm feilt ich habe und es raſchen Jauren — 155— heimlich Geliebte ward durch die Entziehung deiner Hülfe zum Bettler und ſchmachtet im Elende, Iſaura ſelbſt kränkelt aus Kummer.— Die Räuber, welche du anzeigteſt, wurden zwar der gerechten Strafe zugeführt, aber der Wirth hinterließ zwei unmün⸗ dige Kinder, welche nun ſchuldlos in Armuth dar⸗ ben.— Der Schloßherr aber, welchen du durch deinen Brief warnteſt, verſtieß ſeine Gattin, und wankt aus Kränkung dem Grabe zu.“— Da er⸗ grimmte Willibald auf's Heftigſte, er zerſchlug mit dem Hammer den Ring, und das ſchwarze Männ⸗ chen war auf immer verſchwunden. Nun war es ſeine größte Mühe, das Be— gangene wieder gut zu machen. Er nahm Iſauken's Geliebten wieder zu ſich, ſorgte in der Folge für eine Bedienſtung für ihn und verſöhnte die Eltern — die Kinder des Wirths brachte er in eine Ver⸗ ſorgung— und der alte Schloßherr ließ ſich bewe⸗ gen, die reuige Gattin wieder zu ſich zu nehmen und ſeine Tochter nach ihrem Herzenswunſche zu verehlichen. Eine Centnerlaſt war dadurch von Willibald's Bruſt gewichen, aber ſein Herz fand ſeit Metta's Verluſt keine Ruhe mehr.— Ein Jahr verſtrich und er erkrankte. Man empfahl ihm einen jungen Arzt, welcher ihn auch bald wieder herſtellte.— Beide hatten ſich lieb gewonnen. Der Arzt drang in ihn, ſeinen Herzenskummer zu eröffnen.— Willibald ſehnte ſich ſelbſt nach Mittheilung, und erzählte ſeine Geſchichte mit Metta.—„Heiliger Gott, rief der Arzt,„das war meine unſchuldige Schwe⸗ ſter.— Ich lag krank und verbot ihr, der Mutter es zu entdecken.— Eine Operation auf Leben und Tod war an mir nothwendig, ich ſchickte ſie ſelbſt um die beſten Inſtrumente— in den Fläſchchen war Gift, da der Chemiker ſich vergriffen hatte.— Gottlob, daß ich nichts davon nahm. Ich üͤberſtand die Operation glücklich— und kann nun wieder anderen Menſchen dienen. Meine arme Schweſter hat aber ſeit deinem Verluſte keine ruhige Lebens⸗ ſtunde mehr.“ Willibalds Gefühle laſſen ſich nicht ſchildern, er eilte mit dem Freunde zu Metta, und bald umſchlang ein unauflösliches Band ihre Herzen. Der Menſch ſoll ſelbſt das meiden, was auch nur böſen Schein an ſich trägt, denn er iſt zu ſchwach, alle Folgen voraus zu ſehen— und zu großen Uebeln würde allen es gereichen, wenn wir über verborgene Dinge den Schleier lüften könnten. Willibald's edler Charakter machte zwar das be⸗ gangene Unrecht wieder gut, aber man traue ſeiner eigenen Kraft nie zu viel, welche oft nicht mächtig genug iſt, uns vor Abgründen zu ſchützen. Bekanntmachungen von Behoͤrden. N νπ. Gläubiger⸗- Aufforderung. Heinrich Süß von Beienheim be⸗ 422) abſichtigt mit Familie nach Polen auszuwandern. Rechtsanſprüche an denſelben ſind binnen drei Mo— naten bei großherzogl. Landgericht dahier anzumel⸗ den, gegenfalls die Entlaſſungsurkunde ertheilt wer⸗ den wird. Friedberg den gten Mai 1837. Der großherzoglich heſſiſche Kreisrath des Kreiſes Friedberg. Küchler. Gläubiger-Aufforderung. (434) Peter Fiſcher von Okarben beab— ſichtigt mit Familie nach Nordamerika auszuwan⸗ dern. Rechtsanſprüche an denſelben ſind binnen drei Monaten bei großh. Landgericht Großkarben anzu⸗ melden, gegenfalls die Entlaſſungsurkunde ertheilt werden wird. Friedberg den öten Mai 1837. Der großherzeglich heſſiſche Kreisrath des Kreiſes Friedberg. Küchler. Arbeit⸗Verſteigerung. (455) Donnerstag den Sten Junk d. J., Vormit⸗ tags 11 Uhr, ſoll die nöthige Reparatur am Kirch⸗ thurme dahier, ſowie die Pflaſterung von 150 Klafter der Ortsſtraſe in Ziegenberg an den We⸗ nigſtnehmenden verſteigert werden. Ueberſchlage ſind —— 2 2— Herren Bürgermelſter werden es gefälligſt bekannt machen laſſen. Langenhain den 30ſten Mai 1837. Der großh. Bürgermeiſter Huth. Bekanntmachung. (456) Donnerstag den 8. Juni d. J., Vormit⸗ tags 10 Uhr, ſoll im hieſigen Salzamts ⸗Lokal ein anderweiter Termin wegen Ankauf von Brodfrucht abgehalten werden, welches den Liebhabern dazu hierdurch zur Nachricht dient. Nauheim den 29. Mai 1837. Kurfürſtliches Salzamt. Wille. Meinhard. Weiß. Rieß. Ankauf eines Faſſelochſen. (457) Es wird ein 2 bis Z3jähriger Faſſelochs von einerlei Farbe zum Ankauf geſucht. Diejenigen, welche ſich zu dieſer Lieferung entſchließen wollen, haben ſich durch frankirte Briefe an den Unterzeich⸗ neten zu wenden. Oberwöllſtadt den 25. Mai 1837. 12 Der großh. heſſ. Buͤrgermeiſter Feuerbach. Holzlieferung. (438) Mittwoch den 14. Juni laufenden Jahres, des Vormittags um 9 Uhr, ſoll in meiner Woh⸗ nung dahier die Lieferung von 400 Stecken Buchen Scheidholz, welche für die Marienſchloſſer Anſtalt — 156— nöthig ſind, offentlich, an den Wenigſtnehmenden verſteigert werden, welches ich mit der Bemerkung be⸗ kannt mache, daß derjenige, welcher bei der Verſtei⸗ gerung mitbieten will, vorher nachweiſen muß, eine Caution von 500 fl. ſtellen zu können. 18 Marienſchloß am 30. Mai 1837. Funk. Veraccordirung. (459) Mittwoch den 7. Juni, Vormittags 8 Uhr, ſoll dahier nachſtehende Arbeit in Accord gegeben werden, als: 1 Weißbinder⸗Arbeit, nämlich: das Rathhaus ringsum zu überwerfen, ſodang ein gehöriger An⸗ ſtrich, wozu die Farbe noch nicht beſtimmt iſt. 2) Maurer⸗Arbeit an der Kirche und deren Um⸗ gebung,(die Kirchhofmauer etwas abzunehmen und mit Platten zu belegen, ſodann ein kleines Gewölbe vor dem Kirchhofthor gehörig auszubeſſern.) 3) Zwei alte gewoͤlbte Brücken an den Vicinal⸗ Wegen, welche zu kurz ſind und daher länger zu machen und gehörig auszubeſſern ſind. 4) Sollen ungefähr 30 Cubik⸗Klafter Steine aus dem Oſſenheimer Bruch, zum Chauſſiren des Eſſelswegs, zu fahren, wenigſtnehmend veraccordirt werden. Ueberſchläge den. Die Herren Bürgermeiſter der Umgegend zu laſſen. b ü 1 Bönſtadt den 29. Mai 1837. i f Der großh. Bürgermeiſter Geibel. Holzverſteigerung in der Hochweiſeler Mark, Revier Hochweiſel. f (460) Montag den 5. Juni l. J, des Vormit⸗ tags 10 Uhr, wald Reitzenheck, können jeden Tag eingeſehen wer⸗ wer⸗ —— 97— Diſtrikt mittelſten Köppel, 33 Stecken Buchen Scheidholz, J.„ Eichen dito. 14 1 Buchen Prügelholz, 1 17 Eichen dito, 44 1 Buchen Stockholz, friſches, 110 5 dito dito, altes, 1100 Stück dito Aſtwellen, 25„ Eichen dito, 7 1 Klötze Bau⸗, Werk⸗ u. Nutzholz, 1 5 Nutzſtücke Pflugsreh öffentlich meiſtbietend an Ort und Stelle verſteigert werden. Oſtheim den 29. Mai 1837. Der grhzgl. Bürgermeiſter Ruppel. Bauarbeit⸗Verſteigerung. (461) Mittwoch den ⁊ten Juni, Vormittags 10 Uhr, ſollen die in der Burgkirche dahier vorzuneh⸗ ſollen in dem Oſtheimer Communal⸗ menden Bauveränderungen auf hieſigem Rathhauſe Vet an die Wenigſtnehmenden verſteigert werden. steht Nach dem Voranſchlag beträgt fl. Ar. 1) Die Maurerarbeit 226 57 4600 N 2)„„ Schreinerarbeit 40 30 Venter 3)„ Schloſſerarbeit 47 40 0 Gehl 4 Weisbinderarbeit 44. 3 10 4 Die Voranſchläge und Bedingungen liegen auf dem fenen Büreau des Unterzeichneten zur Einſicht offe. eſeiß der Friedberg den Lten Juni 1837. ch liadur Der großh. Kreisbaumeiſter dal Meiſt f Holzapfel. etage! Holzverſteigerung in den Hochweiſeler 1 Markwaldungen des Reviers N 15 80 Hochweiſel. f„ fam f (462) Dienſtag den ten und Mittwoch den ten Niede Juni d. J. ſollen folgende Holzſortimenten in den nachſtehend angeführten Diſtrikten und unter den. gewohnlich für die Hochweiſeler Markwaldungen Verſteig zum Grunde gelegten Bedingungen, welche indeſſen(400) vor der Verſteigerung noch näher mitgetheilt werden 40 Uhr, ſollen, öffentlich verſteigert werden, als: diesjährit I. Im Thierberge. bes Orts 51 Stecken Buchen Scheidholz, e 5 1„ Eichen dito ee 156„ Buchen Prügelholz, 1 5 e Stohl, friſches, ea 5 250 Stück Buchen Aſtwellen. leb erm 25„ Eichen dito, 4750„ Buchen Vorwuchswellen und 92 Klötze Buchen Bau⸗, Werk- und Nutz holz von 7— 18 Zoll mittl. Durchmeſſer und 100465) N bis 35 Fuß Länge, ganz beſonders zu Wagen ꝛc. tags 10! brauchbar. f i Air die Gar II. Im Maibacher Wald. altunge⸗B 9 Stecken Buchen Scheidholz, Friedbe 45„ dito Prügelholz und 3 dito Stockholz, friſches. 125 Se 5 en e Stů irken⸗, Aspen⸗ ꝛc. Aſtwellen N 1000„ dito Fachgerten von 1¼ 05 4660 2 2½ Zoll mittl. Durchmeſſer und 10 bis 15 er Braun Länge. 0 is 15 Fußgß wieder Die Zuſammenkunft für die Steigliebhaber iſt. 0 gare desmal des Vormittags präcis 8 Uhr, und zwar am iſten Tage am Eingange des Thierbergs und Dorſein Zten Tage in der Mitte des Weges, der von Mai⸗ bach nach Bodenrod führt.— Die Herren Bürger⸗ meiſter und reſp. Beigeordneten werden ſchließlich rucht⸗ um zeitige Veröffentlichung dieſer Verſteigerung dienſt⸗ 7) 5 lich erſucht., falt Fauerbach 1 den 30. Mai 1837. o achter Der großh. heſſ. Bürgermeiſten ſasheim e Werner. ungen an — Nuahhaſ erden.*„*** f. Verſteigerung von Eichenrinden in dem 220 Hohenmarkwalde. A 0 (463) Nachdem mir von Hochlöbl. Landamt die * Verſteigerung der dieſes Jahr erfallenden, circa 41 80 1500 Gebund Eichenrinden(Glanzrinden), das Ge⸗ liegen adh bund 4 Schuh lang und 4 Schuh im Umfang, im icht offen denn gemeinſchaftlichen Wald der vier frankfurtiſchen Orte 1 jeuſeits der Nied übertragen worden iſt, ſo mache 8 ich hierdurch bekannt, daß deren Verſteigerung an . den Meiſtbietenden Donnerſtag den 8. Juni, Vor⸗ 4 At littwoch den menten in den 11 Marbwaldungen welche woeen Augetheilt werden le . Ae N duchswellen und och* dchweiß Ker ze. des Orts, beſtehend in Planir⸗ del ten unter den alsdann bekannt lz, frisches, mittags 11 Uhr ſtatt haben werde, und haben ſich die Steigliebhaber in beſagtem Walde an der ſoge⸗ nannten Gaulshohle, welche von Oberurſel eine halbe Stunde und von Homburg Eine Stunde ent— fernt liegt, einzufinden. Niedererlenbach den 27. Mai 1837. Der Schultheis P. Möſſer. Verſteigerung von Straßenbauarbeiten. (464) Donnerſtag den 8. Juni d. J., Vormittags 10 Uhr, ſollen auf dem hieſigen Gemeindehaus die diesjährigen Straßenbauarbeiten in- und außerhalb und Chauſſirarbei⸗ gemacht werdenden gebracht werden. ders Ttet id unter den Bedingungen zur Verſteigerung g* Die Herrn Bürgermeiſter des Kreiſes Friedberg * werden erſucht, dieſes in ihren bekannt machen zu laſſen. Niederwöllſtadt den 1. Juni 1837. Der großh. Bürgermeiſter Bauſch. Oel Anlieferung. Gemeinden gefälligſt U. zerk⸗ und Nutz rmeſſer und 10465) Nächſten Dienſtag den öten d. M., Vor⸗ e zu Wagen unittags 10 Uhr, wird die Lieferung des Oelbedarfs * Friedberg den 1ten Juni 1837. fir die Garniſon Friedberg auf dem Militär⸗Ver⸗ paltungs⸗Büreau dahier verſteigert. In Auftrag ö Lz, Oberquartiermeiſter. Braun kohlen. c. Acmelen und 66) Die Braunkohlen-Abnehmer vom Dorhei⸗ un ven 14% ſicher Braunkohlen⸗Bergwerk werden benachrichtigt, 10 bis 15 Biß wieder trockene Kloͤtze, 14 Stück zu einem Cent⸗ a ic ic, angenommen, pr. Centner zu 12 kr., gegen teigliebhaber iſt la ich baare Zahlung zu haben ſind. „ e, und wa Dorheimer Bergwerk am 30. Mai 1837. gie gs und— n Der grohß. heſſ. Bergverwalter E Bürger a S b Or ch. 5 werden ſaließlighrucht⸗Verſteigerung zu Wölfersheim. zerüegenutg dieb 7) Dienſtag den 27ſten Juni d. J., Morgens 8. uhr, ſollen 200 Achtel Korn, 200 Achtel Gerſte, „30 Achtel Waitzen auf den fuͤrſtlichen Böden zu 1887. iſtellfersheim verſteigert werden. def Sue ungen am 29ſten Mai 1337. eint. Der Rentmeiſter Kießling. — 17— Arbeits ⸗ Verſteiger ung. (468) Mittwoch den 7. Juni d. J., Vormittags 10 Uhr, ſollen auf hieſigem Rathhaus ungefähr 300 Klafter Gräben auszuwerfen und 12 Klafter Steine aus dem hieſigen Steinbruch, welcher in der Gemarkung von Eſchersheim liegt, anzufahren an den Wenigſtnehmenden, unter den vor der Ver⸗ ſteigerung bekannt gemacht werdenden Bedingun⸗ gen verſteigert werden. Die Herrn Bürgermeiſter werden erſucht, die— ſes in ihren Gemeinden gefälligſt bekannt machen zu laſſen. Niederurſel den 1ſten Juni 1837. b Der großh. Bürgermeiſter Amſel. N Privat-Bekanntmachungen. Nachrichten fuͤr Auswanderer von Bremen nach Nordamerika. (453) In Mitte Juni d. J. expedire ich eine Ge⸗ ſellſchaft von 40 Perſonen aus hieſiger Gegend mit einem ſchönen Schiffe nach Baltimore. Ende Juli d. J. erpedire ich eine Geſellſchaft von 150 Perſonen aus hieſiger Gegend, und zwar unter der Leitung, als Führer, des Herrn Georg Heß aus Louis⸗Ville, Kentuke-⸗Stagat in Nord- amerika, mit einem ſchönen, ausgezeichneten, geku⸗ pferten Dreimaſter nach New-Nork oder Bal— timore. Wer nun in geſellſchaftlicher Berückſichtigung dieſe Gelegenheiten zur Ueberfahrt nach dorten be— nutzen will, hat ſich in Zeiten an mich oder an den Führer letzterer Geſellſchaft zu wen den, wornach ihnen die Ueberfahrtsbedingungen bekannt gemacht werden. Gleichzeitig habe ich die Effecten der letzteren Ge— ſellſchaft von hier nach Bremen in Fracht zu vergeben. Liebhaber zu deren Uebernahme wollen mir in Zei⸗ ten ihre desfallſige Forderungen einreichen. Friedberg, den 25ſten Mai 1837. Chr. Hecht. Bainhardsforſthaus. (469) Auf den 4. Juni nehmen die Sommerbe- luſtigungen in der Anlage nächſt dem Bainhards⸗ forſthaus ihren Anfang, und werden, wie voriges Jahr von 14 zu 14 Tagen fortgeſetzt werden. Für prompte Bedienung und gute Muſik iſt beſtens ge⸗ ſorgt.— Mit dem Bemerken, daß abwechſelnd ge⸗ ſchenkt wird: 1) den 4. Juni Wein, 9 den 18. Juni Aepfelwein, ſowie auf Verlangen auch gu⸗ ten Wein u. ſ. w., wozu Freunde und Verehrer höflichſt einladet Bainhardsforſthaus den 1. Juni 185 o tz. 7 500 fl. (470) liegen gegen gerichtliche Hypotheken zum Ausleihen bei dem Vormund Johannes Jacobi J. zu Rodheim über die Vormundſchaft des Bürger⸗ meiſter Koſter's Erben bereit. Rodheim den 30. Mai 1837. Der Vormund Johannes Jacobi J. Ein Bäckergeſelle und Lehrling wird geſucht. (471) Ein Bäcker, der mit guten Zeugniſſen ver⸗ ſehen iſt, kann bei einem hieſigen Bäckermeiſter in Arbeit treten. Zugleich kann auch ein junger Menſch, der eine gute Erziehung genoſſen hat, bei demſelben in die Lehre treten. Näheres in der Expedition die⸗ ſes Blattes. Eine Caleſſch e (472) in ganz gutem Zuſtande wird für 200 fl. abgegeben. Das Nähere bei Schmiedemeiſter Ri⸗ tzel in Friedberg. Frühpflanzen (473) verkauft Wittwe Windecker. Kalk und Ziegeln (474) ſind jede Woche zu Oſſenheim bei Chri⸗ ſtian Höres K Weimann zu haben. Das Mal⸗ ter Kalk koſtet 1 fl. 31 kr. und 1000 Stück Zie⸗ geln koſten 9 fl. 10 kr. Ge ſu ch. (475) Es wird ein Mann, der die gewöhlichen Gartenarbeiten und Baumzucht verſteht, auf's Land in der Nähe von Friedberg in ſtändige Arbeit geſucht. Ausgeber dieſes ſagt, wo. Ein junger Mann, (476) welcher vom Gemeinde⸗ Rechnungsweſen Kenntniſſe hat und eine ſchöne Hand ſchreibt, kann Beſchäftigung erhalten. Wo? ſagt Ausgeber d. Bl. Schwalheimer Mineralbrunnen. (477) Sonntag den Aten Juni l. J. iſt am hie⸗ ſigen Mineralbrunnen durch die Kaicher Muſici gut beſetzte Tanzmuſik anzutreffen, wozu höflichſt einladet Henkel. Sommerbeluſtigung zu Ockſtadt. (478) Sonntag den 4. Juni l. J. iſt gut beſetzte Tanzmuſik, gute Speiſen und Getränke nebſt billi⸗ ger und prompter Bedienung bei mir anzutreffen und bitte deßhalb um gütigen Zuſpruch. Ockſtadt. Krug. (479) Bei dem Unterzeichneten iſt zu haben: Rede zur Eröffnung und Inſtallation des großh. heſſiſch. evangeliſchen Prediger⸗Seminariums zu Friedberg, 1 am 21. Mai 1837 vom Herrn Prälaten r. Köhler. P. Preußer. Ein vollſtändiges Logis (480) hat zu vermiethen Wittwe Dienſtba Vorlaͤufige Anzeige. Ich erlaube mir dem ſich dafuͤr intereſſiren den Publikum hierdurch mitzutheilen, daß il hoffe, in der naͤchſten Numer dieſes Blattes ei Naͤheres uͤber die in meinem Verlage erſche nende Beſchreibung des hier am 21. Mai d. ſtattgefundenen Feſtes der Eroͤffnung des eva geliſchen Prediger-Seminariums und der Taul ſtummenanſtalt und die ſammtlichen dab gehaltenen Reden mittheilen zu koͤnnen. Il Voraus kann ich verſichern, daß der Prei moͤglichſt billig geſtellt wird. 1 Friedberg. C. Bindernagel. Fruͤchte⸗Preiſe hier in Friedberg: 9 Waizen: 9 fl.— kr. Korn: 6 fl. 30kr. Gerſte: 5 fl. kr Hafer: 3fl. 30 kr. Erbſen:— fl.— kr. Fruͤchte⸗Preiſe zu Mainz, am 26. Mai: Waizen: 8 fl. 49 kr. Korn: 7 fl. 24 kr. Gerſte: 5 fl. 25 kr. Hafer: 4 fl. 2 kr. Erbſen:— fl.— kr. Butzbach vom 4. bis 11. Juni 1837. den Kr . 23 Ueber die Es verdi der neueſten 3 lands, durch außerhalb ber von ber Geſellſ⸗ der verdoeſenden Polizei⸗Taxe fuͤr die Staͤdte Friedberg 9 die schädlichen Pfd. Lot. Brod Preiſe. kr. Ein Leib⸗Roggenbrod 2 Zwei— 7 7 5 1 1„ 11 1 — 5% Milchbrod 1— 6% Waſſerweck 14— — 7 Gemiſchtes(Tafel⸗) Brod 14— Fleiſch⸗Preiſe. Ein Ochſenfleiſch 10 2 .— Kühfleiſch 8 4— „— Rindfleiſch 8 1— „[—] Kalbfleiſch 5 2 „— Schweinenfleiſch 11 2 5— Hammelfleiſch 8 1— .— Wurſt von blos Schweinen n „— Bratwurſt 14 „— Schwartenmagen 16 r— Geräucherter Speck 20 0 5 Schinken? 14 0— Dörrfleiſch 16 *—[ Schpeinenſchmalz, ausgelaſſen 20 „ 3 dito unausgelaſſen 18 1— Nierenfett 20 „— Hammelsfett 18 Der gr. heſſ. Kreisrath d. K Küchler. Gedruckt und verlegt unter Verantwortlichkeit von Carl Bindernagel in Friedberg. tender ſind, als ſicher geſtellt h 4 lachten Ungeb 2 nan die Todten mit Modergern man iſt nicht v den Todten od Die eigentliche chen und zum en Vorplatzen Wie weit m roch entfernt ſer gräbnißrlätze u Grabhügel da, — dinlliches Durc 2 dg ſeh hn alt Z jezt vergiblich warte; oder, al D. inn für On fir Anſtand in bäudes vertilgt — gduwegen durch die Kirche und