dien anſtalten en den: Iuld verſchie⸗ 1 dopologie N Aetheilun⸗ I. D en, li. Us ens, F. das 0 fl. in Deutſch⸗ 48 kr. 30 fr. 8 kr. — erg: t AA. 3 Ai. Le. Februar: 4 fl. 40 kr. fl.— kr. Marz: fl. 181. nr 2 Judengaſſe. 9 nnn . — — — — 13. Sonnabend, den 1. April Intelligenzblatt für die )Yberhessen im Allgemeinen, den Kreis Friedberg und die angrenzenden Bezirke im Beſonderen. 1337. —— Amtlicher Theil. Der großherzoglich heſſiſche Kreisrath des Kreiſes Friedberg an die Herrn Geiſtlichen und Buͤrgermeiſter des Kreiſes. Betreffend: Die Stellvertretung im Militärdienſte, insbeſondere die Anmeldung und Prüfung der Einſteher. Unter Bezugnahme auf die Verordnung vom 23. März 1836 C. 20. 21. 2730 und mein Aus⸗ ſchreiben vom 5. April 1836 Nr. 15 des Intelligenzblattes empfehle ich Ihnen Ihrerſeits für die möglichſte Beförderung des im§. 29 der erwähnten Verordnung vorgeſchriebenen Geſchäftsganges Sorge zu tragen, und namentlich alsbald nach Empfang der Anmeldungs⸗-Protokolle die verlangten Aeußerungen darauf zu bemerken und ſofort die Protokolle ohne Aufſchub weiter zu befördern. Die Ortsvorſtände insbeſondere werden angewieſen, die auf den Anmeldungsprotokollen befindlichen ſieben Fragen, wenn nichts Beſonderes dabei zu bemerken iſt, blos mit Ja und Nein zu beantworten. Was jedoch die fünfte Frage betrifft, ſo muß, wenn der Mann in wilder Ehe oder einem ähnlichen Verhältniſſe lebt oder gelebt hat, ſtets beſtimmt angegeben werden, ob ein förmliches Zuſammenwohnen ſtattfindet, ſo wie ob und wie viel Kinder am Leben ſind. Sodann muß zur ſechsten Frage, im Falle ſolche nicht unbedingt zu bejahen iſt, genau angegeben werden, was der Ortsvorſtand an dem Betragen des Mannes auszuſetzen hat, und eben ſo muß zur ſiebten Frage, im Falle ſolche nicht zu verneinen iſt, das dem Ortsvorſtande bekannte Leiden, Gebrechen ꝛc. genau angegeben werden. Haben die Ortsvonſtände ſelbſt keine genaue Kenntniß von der Aufführung oder der ſonſtigen Verhältniſſen der Leute, ſo ſind die⸗ ſelben verpflichtet, deshalb genaue Erkundigungen einzuziehen. Endlich wird den großh. Bürgermeiſtern bemerkt, daß Leute, welche ſich als Einſteher gemeldet haben, bevor dieſelben ihrer hierdurch übernommenen Verbindlichkeiten durch das Kriegsminiſterium entbunden worden ſind, nicht heirathen durfen, daher Ihnen hiermit unterſagt wird, ſolchen Leuten einen Heirathsbericht auszufertigen. a Friedberg den 28ten März 1837. Küchler. N D Derſelbe an die großh. Bürgermeiſter des Kreiſes. Betreffend: Die Muſterung und Conſcription für 1837. . Sie werden unverzüglich auf ortsübliche Weiſe in Ihren Gemeinden zur öffentlichen Kenntniß bringen, daß ein Exemplar der Hauptbezirksliſte der Militärpflichtigen im Kreiſe Friedberg auf dem Kreisbüreau dahier und ein zweites Exemplar auf dem Büreau des großh. Burgermeiſters zu Großkarben vom 31. d. M. an binnen 14 Tagen zu Jedermanns Einſicht offen liegt. Küchler. Friedberg den Z30ſten März 1837. —6 050— 99 Derſelbe an dieſelben. 1 Betreffend: Die Geſuche um Straferlaß. Nachſtehende in Nro. 10 des diesjährigen Regierungsblatts enthaltene Miniſterial-Bekannt⸗ machung haben Sie dem verſammelten Gemeinderathe ihrem ganzen Inhalte nach zu eröffnen, und mit dieſem dahin zu wirken, daß dieſelbe möglichſt zur allgemeinen Kenntniß in Ihren Gemeinden gelange. Friedberg den 30 ſten März 1837. „Es haben ſich in neuerer Zeit die bei uns einkommenden, Küchler. meiſt unbegründeten, Straferlaßge⸗ ſuche ſo ſehr vermehrt; es wird hierdurch ſowohl uns, als den Behörden, welche die Strafen erkannt haben, eine ſo zweckloſe Arbeitslaſt, den Supplic ſtenaufwand erzeugt, daß wir nicht umhin konnen, brauchs eintreten zu laſſen.“ anten ſelbſt aber ein ſo unnöthiger und unnützer Ko⸗ die geeigneten Maaßregeln zur Abſtellung dieſes Miß⸗ „Ein großer Theil dieſer Geſuche entſteht durch den vielverbreiteten, aber durchaus irrigen Glauben, man müſſe eine Bitte, währung erhalten; ein Geſuch ein Mal abgeſchlagen worden iſt, werth ſind, ohne weitere Entſchließung lediglich zu „Die Behörden aber, ſich durch die Behauptung oder auch dieſe Beſcheinigung ausgeſtellt ſeyn, halten zu laſſen.“ Darmſtadt am 1. Februar 1837. die bereits abgeſchlagen, nicht ſelten aber wird auch der Gnadenweg lediglich in der unlautern Abſicht einge⸗ ſchlagen und wiederholt, um dadurch die Vollſtreckun „Wir bringen daher zur Kenntniß derer, welche es betrifft, Grunden eine Milderung der erkannten Strafen im Wege der Gnade g der wohlverdienten nur wiederholen und werde alsdann doch Ge— Strafe zu verzögern.“ daß überhaupt nur aus beſonderen zu erwarten iſt, daß jedoch, wenn ſolche Wiederholungen, welche keiner Berückſichtigung den Acten genommen werden ſollen.“ b 1 welchen die Vollſtreckung der Strafen zuſteht, werden hiermit angewieſen, Beſcheinigung, eines eingereichten weiteren Straferlaßgeſuchs, möge von wem ſie wolle, in Vollſtreckung der Strafe durchaus nicht auf⸗ Großherzogl. Heſſ. Miniſterium des Innern und der Juſtiz. du Thil. Prinz. Noch einige Worte uͤber lebendig Begrabenwerden. (Aus dem allg. Anzeiger d. Deutſchen.) Den Tod des Verbrechers öffentlich auf dem Richtplatze leiden, iſt Kleinigkeit, iſt Labſal gegen das Erwachen und Erſticken im Grabe! Hier wird man von den Armen des Todes im düſteren Grabe ergriffen, ohne Vorbereitung, mit dem heißeſten Verlangen nach Leben, ohne Schuld, ohne alle Mitwiſſenſchaft, und ohne jenes beruhigende Be⸗ wußtſeyn, durch ſeinen Tod irgend einem Geſchöpf nützlich zu ſeyn! Und nun die körperlichen Martern dieſes Todes! die toͤdtliche Beängſtigung; die er⸗ ſtickende Zuſammenſchnürung der Bruſt; das Strö⸗ men des Blutes nach dem Kopfe; das convulſivi⸗ ſche Zittern des ganzen Korpers; die vergebliche Anſtrengung der Muskeln, um die drückende Laſt abzuwälzen; der Geruch der benachbarten Leichen! Laßt ſich etwas Schauderhafteres denken?! Folgt ihm nach in jenes dumpfe Grab, das erſt geſtern ſeinen betäubten, nicht todten Bewohner empfing. Eben jetzt verläßt ihn ſeine Betäubung, ſeine verſchlafenen Lebenskräfte ermuntern ſich, das Herz bekommt ſeinen Schlag, die Seele ihr Be⸗ wußtſeyn wieder: er öffnet ſeine Augen; um ihn iſt alles finſter und öde: er will nach Erfriſchungen greifen, vergebens, er fühlt ſich zwiſchen Brettern eingeengt, die das Ausſtrecken ſeiner Arme verhin⸗ dern. Er ächzt, weint, ruft, fleht, will Alles um eine einzige Labung hingeben, umſonſt, er ſchmach⸗ tet unerhört. Nun fängt er an, ſein Elend zu ahnen, nun werden ſeine Ahnungen ihm zur Ge⸗ wißheit: daß er, für todt gehalten, hier im Grabe den Tod empfangen ſoll. Nun durchſtreichen alle Bilder der Vergangenheit ſeine Seele: ſein Weib, ſeine Kinder, ſeine ſonſtige Umgebungen. wird die Luft ihm zu enge, ſeine Kräfte verdoppeln ſich unter ſeiner Arbeit; ſeine Bruſt regt ſich rö— chelnd: ſein Geſicht glüht, das Blut entſtürzt ihm aus allen Oeffnungen, die Angſt überwältigt ihn; er reißt die Haare aus; zerfetzt ſeinen Leib; er wälzt ſich in Blut und Unrath. Und nun ſtrengt er ſeine letzte Kraft an, ſeine Hände gegen den allein gütigen Schöpfer zuſammenzufalten und um baldige Erlöſung zu flehen. Nun erſt entfährt ihm ſein Nun 40 trifft hieniede vor die — Beke 235 u Me ten Te beſtimn legt, Herſtel Gegen gen g. gebach ezoget 5 d einer! zu M ſollten geom miſes ſofort ſich in trag, — au Hofra Zirke tarirt, kegt h. Fand elan, und mit nge. r. la 59 e erkannt er Ko⸗ och Ge⸗ einge⸗ uderen „wenn htigung wieſen, 1 loge ht auf⸗ — r Be⸗ ihn iſt ungen ettern erhin⸗ td um bmach⸗ d zu Ge⸗ Hrabe u alle Weib, Nun ppeln ch ro⸗ t ihm t ihn; b; er trengt den d um m ſein A letztes Roͤcheln, und er iſt erlöͤſ't.— Dies iſt die Lage, meine menſchlichen Brüder, in die wir un- ſern Freund, unſeren Geliebten, und einſt uns ſelbſt ſetzen können! Und doch, weſſen Seele unter uns iſt ſo hartſchalig, daß er nicht den Zuſtand dieſes Unglücklichen dem Zuſtande deſſen vorziehen möchte, dem ſein Gewiſſen laut zuruft: Du biſt Schuld an dieſem Elende!“ Und wer iſt dieſer Schuldige? Alle Ihr Leſer dieſes Aufſatzes, die Ihr durch Euer Vermögen, Eure amtliche Stellung, je— denfalls durch Euer Wort, wenn Ihr nur überall und immer Eure Stimme erhebt, es dahin bringen könntet, daß in Eurer Stadt oder auf Eurem Dorfe ein Leichenhaus errichtet werde. Ernſtem Willen iſt nichts unmöglich. Bleibt Ihr aber träge und ſtumpfſinnig in dieſer Sache, wie bisher, ſo ſteht Ihr in Gefahr, daß gerade unter Euch Dieſen oder Jenen jenes ſchreckliche Loos trifft! Denn es giebt eine Nemeſis, die oft ſchon hienieden jeden Schuldigen ereilt. Seyd hiermit vor dieſem und jenem gräßlichen Looſe gewarnt!!! Bekanntmachungen von Behoͤrden. aA. Edictalla dung. (233) Nach dem von dem Verwalter Leopard zu Melbach am 17ten September 1799 errichte⸗ ten Teſtamente wurde deſſen Vermögen auf eine beſtimmte Zeit hinaus mit einem Fideicommiſſe be⸗ legt, welches dermalen noch fortbeſteht und deſſen Herſtellung und Sicherung in neuerer Zeit deshalb Gegenſtand weitläufiger gerichtlicher Verhandlun⸗ en geworden iſt, weil die Erben mehrere zu dem gedachten Vermögen gehörende Kapitalien an ſich gezogen und veräußert hatten. Die Acten ergeben, daß dieſe Deffecte theilweiſe durch Verpfändung einer der Georg Caspar Leopard's Wittwe zu Mel bach zuſtehenden Hofraithe gedeckt werden ſollten, daß aber dieſe Art der Reſtitution nicht an⸗ genommen und die Redintegration des Fideicom⸗ miſſes durch Einlage von Kapitalbriefen verfügt, ſofort vollzogen worden iſt.— Dennoch befindet ſich in dem Melbacher Ortshypothekenbuche ein Ein⸗ trag, wonach Georg Caspar Leopard's Wittwe, — aus welchem Grunde iſt nicht angegeben— ihre Hofraithe Nro. 7 des Brandkataſters, neben M. Zirkel und G. Dö ringer gelegen und zu 5500 fl. taxirt, dem Leopardiſchen Fideicommiſſe einge— legt hat. Eine gerichtliche Beſtätigung jenex Ver⸗ pfändung ſcheint nicht Statt gefunden zu haben und — die dermaligen Eigenthuͤmer der erwähnten Hof⸗ raithe behaupten, daß erſtere überhaupt gar nicht zum Vollzuge gekommen, vielmehr der Eintrag nur in der Vorausſetzung, daß dieſe Sicherheitsleiſtung genügen werde, geſchehen ſeyn. Da jedoch eine actenmäßige Gewißheit hierüber nicht vorliegt, ſo werden auf Antrag der Eigenthümer alle, welche aus der erwähnten Verpfändung Anſprüche bilden und die wirkliche Gultigkeit und Fortdauer des fraglichen Hypothekeintrages behaupten wollen, auf⸗ gefordert, ſogewiß binnen 60 Tagen das Nöthige bei der unterzeichneten Gerichtsſtelle geltend zu ma⸗ chen, als ſonſt die vorgedachte Verpfändung für erloſchen erklärt und der Eintrag im Hypotheken⸗ buche geſtrichen werden wird. Friedberg den 8ten März 1837. Großh. heſſiſches Landgericht daſelbſt. Hofmann. Eichenlohrinden-Verſteigerung. (234) Mittwoch, den Sten April 1837, Vor⸗ mittags 10 Uhr, ſoll auf dem Rathhaus zu Ober⸗ erlenbach das Ergebniß an Eichenlohrinden aus dem Schlag II. des obererlenbacher Gemeindewaldes, abgeſchäͤtzt zu 100 Centnern, verſteigert werden. Steigliebhaber, welche den Schlag einſehen wollen, belieben ſich an den Forſtſchützen Nier⸗ bauer dahier zu wenden. Die großh. Bürgermei⸗ ſter wollen dieſes gefälligſt veröffentlichen. Obererlenbach den 12ten März 1837. Der großh. Bürgermeiſter Rupp. Gläubiger- Aufforderung. (235) Georg Gebhard von Bruchenbrücken beabſichtigt nach Polen auszuwandern. Rechtsan⸗ ſprüche an denſelben ſind binnen drei Monaten bei großh. Landgericht Großkarben anzumelden, gegen⸗ falls die Entlaſſungsurkunde ertheilt werden wird. Friedberg den 18ten Februar 1837. Der großherzoglich heſſiſche Kreisrath des Kreiſes Friedberg. Küchler. Gläubiger⸗ Aufforderung. (236) Peter Jekel mit Familie von Flor⸗ ſtadt beabſichtigt nach Polen auszuwandern. Rechts⸗ anſprüche an denſelben ſind binnen drei Monaten bei großh. Landgericht dahier anzumelden, gegen⸗ falls die Entlaſſungsurkunde ertheilt werden wird. Friedberg den 28 ſten Febr. 1837. Der großherzoglich heſſiſche Kreisrath des Kreiſes Friedberg. Küchler. Gläubiger⸗ Aufforderung. (237) Johannes Schmidt, Lorenz Jakobi II, Konrad Wolf und Joh. Georg Müller von Oppers⸗ hofen beabſichtigen mit Familien nach Polen aus⸗ zuwandern. Rechtsanſprüche an dieſelben ſind bin⸗ nen drei Monaten bei großh. Landgericht dahier an⸗ zumelden, gegenfalls die Entlaſſungsurkunde ertheilt werden wird. Friedberg den 6ten März 1837. Der großherzoglich heſſiſche Kreisrath des Kreiſes Friedberg. Küchler. Gläubiger⸗ Aufforderung. (238) Wilhelm Simon von Vilbel beabſich⸗ tigt nach Schweinfurth auszuwandern. Rechtsan⸗ ſprüche an denſelben ſind binnen drei Monaten bei großh. Landgericht Großkarben anzumelden, gegen⸗ falls die Entlaſſungsurkunde ertheilt werden wird. Friedberg den 17ten März 1837. Der großherzoglich heſſiſche Kreisrath des Kreiſes Friedberg. Küchler. Gläubiger⸗ Aufforderung. (239) Heinrich Mahler und Johannes Le ierzepf von Butzbach beabſichtigen mit Familien nach Nordamerika auszuwandern. Rechtsanſprüche an dieſelben ſind binnen drei Monaten bei großh. Landgericht dahier anzumelden, gegenfalls die Ent⸗ laſſungsurkunde ertheilt werden wird. Friedberg den 17ten März 1837. Der großherzoglich heſſiſche Kreisrath des Kreiſes Friedberg. Küchler. Bau ⸗ Arbeit-Verſteigerung. (250) Montag den 17ten April d. J., Vormit⸗ tags 10 Uhr, ſoll in hieſigem Rathhauſe die zur Erbauung des hieſigen Schulhauſes nöthigen Bau⸗ arbeiten, beſtehend in e Maurerarbeit 3042 9 Steinhauerarbeit 707 32 Zimmerarbeit 1572 33 Dachdeckerarbeit 343 33 Schreinerarbeit 867 33 4 Schloſſerarbeit 495 8 Glaſerarbeit 343 30 Weisbinderarbeit 686— Spenglerarbeit 110 24 zuſammen zu 8168 42 voranſchlagt, öffentlich an Wenigſtnehmende, unter den bei der Verſteigerung bekannt gemacht werden⸗ den Bedingungen, verſteigert werden, wobei bemerkt wird, daß nur Steigerer zugelaſſen werden, die ſich über ihre Tüchtigkeit, ſo wie uͤber die gefordert werdende Caution genügend ausweiſen können. „Riſſe und Ueberſchläge ſind auf dem Büreau des großh. Kreis⸗Baumeiſters Herrn Holzapfel dahier einzusehen. — 92 Die großh. Herren Bürgermeiſter werden er⸗ ſucht, dies in ihren Gemeinden bekannt machen zu laſſen. Friedberg den 30 ſten März 1837. 95 Der Bürgermeiſter D. Fritz Gläubiger⸗Aufforderung. (251) Johaunes Rühl von Friedberg beab⸗ ſichtigt nach Schierſtein auszuwandern. Rechts⸗ anſprüche an denſelben ſind binnen drei Monaten bei großh. Landgericht dahier anzumelden, gegen⸗ falls die Entlaſſungsurkunde ertheilt werden wird. Friedberg den 22 ſten März 1837. 1 Der großherzoglich heſſiſche Kreisrath des Kreiſes Friedberg. Küchler. g Holz ⸗ e N (252) Montag, den 3. April d. J., V mittags 9 Uhr, ſollen in dem florſtädter Gemeindewald 1334 Cubikfuß Bau⸗ und Werkholz, 57 ½ Stecken Eichen⸗Scheitholz, 2½%„ Buchen-Prügelholz, 13% 1 Stockholz, 2250 Stück Buchen⸗Wellen, i öffentlich unter den vor der Verſteigerung bekannt gemacht werdenden Bedingungen meiſtbietend ver⸗ ſteigert werden. Die Zuſammenkunft iſt an der Kohlplatte. Die Herrn Bürgermeiſter der Umgegend wer⸗ den um gefällige Bekanntmachung obiger Verſteige⸗ rung erſucht. a Florſtadt den 25ſten März 1837. Der großh. Bürgermeiſter Götz. s 8 Holz ⸗Verſteigerung. (253) Nächſten Dienſtag den Aten April 1837, Morgens 9 Uhr, ſoll im Gemeindewald Nieder— mörlen nachverzeichnetes Gehölz öffentlich dem Meiſtgebot unter gewöhnlichen Bedingungen ausge⸗ ſetzt werden, als: 1. Stecken Buchen⸗Scheid⸗Holz, 174 Birken b 1265 Prügel 19„ Aspe⸗Erlen„ 1„ Eichen⸗Stockholz, 437½ Buchen⸗Normal-Reiſer-Holzwellen, 5200 Birken 15 2587% Aspe⸗Erlen 55 2437½ Dorn⸗- oder Backbolz wellen, und 3 Eichen⸗Bau⸗Stämme von 37 Kubik⸗Fuß. Die großherzogl. Bürgermeiſter und reſp. Beige ordneten der benachbarten Orten werden erſucht, vorſtehende Verſteigerung in ihren Gemeinden ver— öffentlichen zu laſſen. Niedermörlen am 28 ſten März 1837. Der großh. Bürgermeiſter daſelbſt. Dey. 1 7 71 0 200— 005 2 el Friedbs Der 256) J 5 10 U anderweile Soolbade werden,„ bekannt ge Nauhe „Geband (256 tags 2 U der hieſt nebſt eine bekannt g ger Rath den Abbr. liebhaber meſſer un egebenſt e Niede * (257) Fangen! ſechs Ja neten B menden Ich germeiſte Gemeind Ober dahier ſt 16 Schu Eichenho hause zu kauf. Nied ig bekannt gend ver⸗ latte. 6 er⸗ Derſteige⸗ germeiſter til 1837, Rieder⸗ lich dem e1 ausge. *+ 1 Mathildenſtift. (254) Es können dermalen im hieſigen Ma⸗ thilden⸗Stifte einige Tauſend Gulden zu 4 PCt. verzinnslich angenommen werden. Friedberg den 29 ſten März 1837. Der Director des 1. B. A. des Mathildenſtiftes Hofmann. Verpachtung. (255) Montag den Z3ten April d. J., Vormit⸗ tags 10 Uhr, ſoll im hieſigen Salzamts-Lokal ein anderweiter Termin wegen Verpachtung der hieſigen Soolbade-Wirthſchaft für dieſes Jahr abgehalten werden, welches den dazu Luſttragenden hierdurch bekannt gemacht wird. Nauheim den 28 ſten Maͤrz 1837. Kurfuürſtliches Salzamt. Wille. Meinhard. Weiß. Gebäude⸗Verſteigerung auf den Abbruch. (256) Mittwoch den öten April d. J., Nachmit⸗ tags 2 Uhr, ſoll geſchehenen Nachgebots halber das der hieſigen Gemeinde gehörige alte Schulhaus nebſt einem kleinen Ställchen, unter den im Termin bekannt gemacht werdenden Bedingungen auf hieſi— ger Rathſtube, nochmals öffentlich meiſtbietend auf den Abbruch verſteigert werden, wozu andurch Kauf— liebhaber eingeladen und die großherzogl. Bürger— meiſter um gefällige Bekanntmachung dieſes dienſt— ergebenſt erſucht werden. Niederrosbach am 20 ſten März 1837. Der großherzgl. Bürgermeiſter F. Bullma nu. feiert ung. (257) Samſtag den Sten April d. J., ſoll das Fangen der Maulwürſe in hieſiger Gemarkung auf ſechs Jahre unter den vor der Verſteigerung eroͤff— neten Bedingungen öffentlich an den Wenigſtneh— menden verſteigert werden.— Ich erſuche daher ſämmtliche großherzogl. Buͤr⸗ germeiſter des Kreiſes Friedberg dieſes in ihren Gemeinden gefälligſt bekannt machen zu laſſen. Obermörlen am 24 ſten März 1837. Der großh. Bürgermeiſter Nicolai. A Privat- Bekanntmachungen. Stall⸗Abbruch-Verſteicherung. (258) In meiner von Herrn Hofgerichts-Präſi⸗ denten von Weller zu Darmſtadt erkauften Hofraithe dahier ſtehet ein zweiſtöckiger, 40 Schuh langer und 16 Schuh breiter Stall, welcher durchgängig von Eichenholz gebaut und recht gut zu einem Wohn⸗ hauſe zu gebrauchen iſt, auf den Abbruch zum Ver⸗ kauf. Niederwöllſtadt den 29. März 1837. Konrad Bauſch Zr. 93 — Empfehlung. (245) In Nr. 10 dieſes Blattes habe ich zwar einem verehrungswürdigen Publikum die Anzeige ge⸗ macht, daß ich mein Geſchäft als Meſſerſchmied in meines Mannes Namen fortbetreibe, füge aber dem— ſelben noch hinzu, daß auch ſtets chirurgiſche In— ſtrumenten aller Art bei mir verfertigt werden; auch werde ich nicht ermangeln, den Wünſchen meiner geneigten Gönner aufs pünktlichſte zu entſprechen. Friedberg den 22ſten Marz 1837. Meſſerſchmied Schäfer's Wittwe. Verſteigerung einer Hofraithe. (259) Freitag den 19ten Mai d. J., des Nach⸗ mittags 2 Uhr, ſoll dahier die erſt vor 10 Jahren von meinem verſtorbenen Gatten, dem großh. Re- vierförſter Groß, ganz neu erbaute Wohnung mit Nebengebäuden, Hofraum und Gärten, öffentlich und meiſtbietend, unter den alsdann bekannt gemacht werdenden annehmlichen Bedingungen in meinem Hauſe verſteigert werden. Das Wohnhaus, ſehr freundlich an der Chauſſee zwiſchen Frankfurt und Kaſſel, in der Nähe der gewerbfleißigen Stadt Butzbach und unweit Gießen und Wetzlar gelegen, iſt 55 Fuß lang, 40 Fuß breit, 2ſtöckig, jeder Stock 11 Fuß hoch; es ent⸗ hält einen unter dem ganzen Haus hinziehenden Keller; im unteren Stock zwei große Wohn- und ein Nebenzimmer, eine Küche mit Speiſekammer; im Aten Stock ebenfalls 2 große Stuben mit 2 Nebenzimmern, ſodann eine kleinere Stube und Kammer; endlich einen doppelten Speicher. Au⸗ ßerdem iſt ein Pferdeſtall fur 3 Pferde mit Heu⸗ boden, ein Stall für zwei Stück Rindvieh, eine Chaiſen- und Holz-Remiſe, zwei Schweinſtälle u. ſ. w., ſo wie ein neu gegrabener Brunnen dabei befindlich. Der Hofraum und die daran ſtoßenden Gärten enthalten ohngefähr 300 Klafter Darmſtäd⸗ ter Maaßes. Pohlgöns bei Butzbach, den 28. März 1837. Caroline Groß. Empfehlung. (260) Betten und Bettfedern, Tuch und andere Waaren ſind bei mir angekommen und um billige Preiſe zu haben. Die Betten ſind auch zu verleihen. Friedberg. Z. Garde. Empfehlung. (261) Meinen Freunden und Gönnern mache ich hiermit die ergebene Anzeige, daß ich durch den Tod der verſtorbenen Wittwe Hartfus dahier, wieder in den Beſitz der früher von mir gefährten Specerei- und Ellenwaaren-Handlung gekommen biu und das fragliche Ct wie ſer betreibe und um die billigſten Preiſe verkaufen werde; ich bitte daher um geneigten und zahlreichen Zuſpruch. Friedberg im März 1837. 1 Adam Menges. — 94— Capitalien. 262) 2400, 2000, 1800, 1200, 1000 000 fl. werden zu 4½ wie auch zu 5 PCt. ge⸗ gen doppelte gerichtliche Taxation zu leihen geſucht. Aufſätze können bei mir eingeſehen werden. Joh. Joſt. (263) J. Fuͤrth in Friedberg, Metzgergaſſe Nro. 195. empfiehlt ſich mit ſeinem auf's Neue aſſortirten Mode⸗ und Putz-Waaren⸗Geſchaͤft, beſtehend in Schwälcheln, Gürteln, Strohhüten, Blumen⸗Bouquets und Bändern nach den neueſten Facons, Hoſenträgern, Cravatten, Handſchuhen, Taſchen und Stramin-⸗Stickereien ꝛc. ꝛc. zu äußerſt billigen Preiſen, und bittet um geneigten Zuſpruch. Zwei vollſtändige Logis (264) ſind in meinem Hauſe auf der breiten Straße zu vermiethen. Adam Menges. Beka untmachung. (265) Freitag den 7ten April d. Jahrs, des Nachmittags um 2 Uhr, ſollen in der Behauſung des Johannes Mühling in Friedberg folgende Gegenſtände: 1) fünf Stück Rindvieh, nämlich 2 Kühe, 1 trag⸗ bares Rind und 2 Anbindlinge, 2) drei Wallach⸗Pferde, gut gehalten, g 3) ſechs Schweine, worunter eine tragbare Mucke iſt, 4) eine Ziege, 5) ein Hahn und zehn Huͤhner, 6) zwei Gänſe, 8 7) zwei Wägen, der eine zwei-, der andere ein⸗ ſpännig, welcher Letzterer ganz neu und mit eiſernen Axen verſehen iſt, 8) ein Karren mit Waſſerfaß, 9) zwei Eggen von Eiſen, 10) zwei Pflüge, 11) eine Fruchtfegmuͤhle, 12 einige Pferdegeſchirre, 29 13) mehrere hundert Bohnenſtangen, mit noch ver⸗ ſchiedenen anderen Oekonomie-Geräthſchaften meiſt⸗ bietend gegen gleich baare Zahlung verſteigert werden. Friedberg den 30 ſten März 1837. In Auftrag: Ludwig Hieronimus. Auszuleihen. (266) 75 fl. liegen in hieſiger Kirchen⸗Kaſſe 5 75 gerichtliche Verſicherung zu 5 pCt. zum Aus⸗ eihen. Niedermörlen am 29 ſten März 1837. Der Kirchenrechner Joh. Schlitz Ar. Kornſtroh. (267) Künftigen Montag, den Zten April, Vor⸗ mittags 10 Uhr, werden in der Pfarrſcheuer zu Fauerbach II zwei Fuder Kornſtroh, in Par⸗ thien von 15 Gebund, meiſtbietend verkauft. Zugelaufener Metz ger⸗Hund. (268) Es iſt mir ein ſchwarzer Metzger-Hund, männlicher Race, mit braunem Kopf und vier braunen Füßen zugelaufen. Der Eigenthümer kann ihn bei mir, gegen Erſtattung der Koſten, in Em⸗ pfang nehmen. N Schwalheim am 30 ſten März 1837. Jehner, Gemeinde-Rechner. (269) Bauchredner. Luftballon. f Sonntag den 2. April, Abends ſieben Uhr, wird Unterzeichneter die Ehre haben im Gaſthauſe des Herrn Joutz zu Butzbach ſeine Kunſt als Bauch⸗ S redner zu produziren. Derſelbe wird auch an genanntem 8 Tage Nachmittags 4 Uhr einen Luft⸗ ballon unfern des erwähnten Gaſthauſes ſteigen laſſen. Der Luftballon iſt 24 Fuß hoch und 18 Fuß breit. Staudt aus Oſtfriesland. Ankauf von Knochen. (270) Unterzeichneter macht hiermit bekannt, daß er nur Mittwochs und Samſtags Knochenlieferungen, jedoch nicht unter einem Centner, annimmt, und daß er für 105 Pfund 24 kr. zahlt. J. M. Simon. Literariſche Anzeigen. Bei C. Binder nagel in Friedberg iſt zu haben: Geſchichte der Waſſerheilkundt, von Moſes bis auf unſere Zeiten, zum Beweiſe, daß das friſche Waſſer ein Allheilmittel iſt. Vom Profeſſor Oertel in Ansbach. Mit dem Bildniſſe des Verfaſſers. Geh. 2 fl. 24 kr. Fruͤchte⸗Preiſe hier in Friedberg: Waizen: 7 fl. 40 kr. Korn: 5 fl.— kr. Gerſte: 4 fl. 30 kr. Hafer: 2fl. 50 er. Erbſen:— fl.— kr. Fruͤchte⸗Preiſe zu Mainz, am 21. Maͤrz: Waizen: 7 fl. 21 kr. Korn: 5 fl. 16 kr. Gerſte: 4 fl. 14 kr. Hafer: 3 fl. 30 kr. die Polizeitaxe erſcheint in der naͤchſten Nummer. Gedruckt und verlegt unter Verantwortlichkeit von Carl Bindernagel in Friedberg. die Juſtr ſchläge fi Ende Apt Fr. * f das ſich zugetheilt chen Beſ Kenntnis als ſelthe f Um die Glau finden w. ten qu er I. Co Auftrag Gegenſtä jecte au gung zu der groß leſert an