* Billeng chu. berg 5 r. 0. 9. Oktober: de: 3 fl. 35 f. en:— fl.— ft. 6. Ollobn; 1 S0 e 0 zum 19. Ofbr. Q. 3 5 Fase E reiunſtd Bechſten — 7 gel Intelligenzblatt für die rovinz im Allgemeinen, den Kreis Friedberg und die angrenzenden Bezirke im Beſonderen. 44. Die Wetterau im Oktober. Das uralte Spruchwort, dem man den frommen Sinn unſerer Väter ſo recht an der Stirne anſieht, l»der Menſch denkts, Gott leikts⸗ hat ſich in dieſem Jahre bei uns wieder ganz be⸗ währt. Denn als im Sommer der Regen zu lange ausblieb, da wollte gar Mancher ſchon verzweifeln, und wir hatten Noth, nur an das Sprüchlein, daß die Sonne noch keinen Bauer zum Lande hinaus geſchienen habe, zu erinnern. Indeſſen hatten unſere Landleute ihre Winterfrüchte eingethan, und mehr und beſſere erhalten, als ſie erwarten konnten. Es gab auch, wenn ſchon nicht überall viel, nachher Gerſte und Hafer. Als wir aber in Nro. 33 unſers Blattes die Hoffnung ausſprachen, wir würden Kar⸗ toffeln bekommen, da zuckten Viele zweifelnd die Achſeln. a Indeſſen brachte uns der 25. Auguſt, ſein Vor⸗ gänger und Nachfolger, einen wahrhaft gedeihlichen Regen. Nun wurden die Wieſen und Raine wieder grün, und es gab an vielen Orten noch Grummet, wo man ſchon alle Hoffnung dazu aufgegeben hatte. Was aber das Vorzüglichſte für uns war, unſere Kartoffern bekamen friſchen Muth zum Wachſen und auch Kraft und Saft dazu. Das ſahen wir jetzt, als es an das Einſammeln ging. Die meiſten Landleute erndten eine weit großere Quantität, als ſie erwarten konnten, und ſie haben nicht Hände genug, um den Segen einzuleſen, und i Manchem reicht ſein Keller nicht hin, um alles unter und er muß die übrigen in Gruben Das thut aber gar nichts; ſie bleiben im zu bringen, bergen. Sonnabend, den 31. Oktober 1835. Gegentheil den Winter hindurch, wenn man die Grube nicht an einen verkehrten Ort gemacht hat, friſcher als in den Kellern. Nur im Frühjahre möchte zu rathen ſeyn, ſie an trockene Orte zu brin⸗ gen, wenn man ſie den Sommer hindurch noch gebrauchen will. So wären wir denn abermals zu unſrer Be— ſchämung gegen eine Hungersnoth reichlich geſchützt, und diejenigen von uns Wetterauern, welche from— men Sinn haben, werden nicht vergeſſen, dem lieben Gott für ſeinen Segen zu danken. Sie werden aber auch dabei ihrer Brüder nicht vergeſſen, welche nichts einzuſammeln haben. Insbeſondere empfehlen wir ihnen die unglücklichen Bewohner von Ulrich⸗ ſtein, welche durch eine in der Nacht vom 7ten auf den Sten Oktober entſtandene Feuersbrunſt faſt um alle Habe gekommen ſin d.) a Der Schuhmachergeſelle. Es findet ſich manchmal unter dem Kittel oder dem abgeſchabten Wams eine ſo hochherzige Seele, daß man geneigt wird, den Kittel- oder Wammes⸗ träger zu umarmen, und wenn man Kronen zu ver⸗ geben hätte, dem, der in ihm ſteckt, wenigſtens die Bürgerkrone auf das Haupt zu drücken. So einer war jener Schuhknecht, von welchem uns öffentliche Blätter Folgendes berichten: ) Profeſſor Dieffenbach zu Friedberg iſt bereit, Gaben für ſie in Empfang zu nehmen, und durch ſſchere Hand den Unglücklichen zukommen zu laſſen. „Der Schumachergeſelle Joſ. Bihler, Sohn eines Amtsdieners aus Offingen in bayr. Landge⸗ richte Günzburg, trat vor zwei Jahren zu Lahr im Badiſchen in Arbeit bei einem kranken Meiſter, den er mit Frau und fünf Kindern dreiviertel Jahr ernahrte und pflegte., Als dieſer ſtarb, pflegte er die gleichfalls erkrankte Wittwe bis zu ihrem Tode; dann brachte er die fünf Waiſen bei braven Bür⸗ gern unter, und verwendete dazu noch die letzten fünf Gulden ſeiner Baarſchaft. Erſt als er fortge⸗ gangen war, wurde ſeine That bekannt; die Stadt⸗ behörde ſammelte dreiundſiebzig Gulden, die fur ihn verzinslich angelegt wurden, und machte im Amts⸗ blatte ſeinen Edelmuth öffentlich, ſo wie durch ein beſonderes Schreiben in deſſen Geburtsort bekannt.“ Warnung vor dem Branntwein. Die Mäßigkeitsvereine in Nordamerika, welche nicht nur gegen den übermäßigen, ſondern gegen jeden Genuß des Branntweins, als Getränk, gerich— tet ſind, beweiſen, daß man die nöͤthigen Folgen dieſes Gifttrankes kennen gelernt und eingeſehen hat, und die erfreulichen, raſchen Fortſchritte dieſer Ver⸗ eine beweiſen, daß man dies täglich mehr einſieht. Möchten unſere Landsleute aus fremden Schaden klug werden, und zeitig durch freiwillige Entſagung den übeln Folgen vorbeugen, welche der Genuß dieſes Getränkes nach ſich zieht, und von denen ich Einige zur Warnung anführe, um darzuthun, welchen verheerenden Einfluß auf Sittlichkeit und Lebensglück die Liebe zu dieſem Getränke hat, wenn ſie einmal Leidenſchaft geworden iſt, was ſie ſo leicht wird. Die hier gegebenen Nachrichten betreffen Eng⸗ land und ſind aus einem Artikel einer deutſchen Zeitſchrift genommen. ö „Die Armenſteuer fuͤr England und Wales allein beträgt jährlich 56,000,000 Thlr., zwei Drittheile davon, alſo 37,000,000 Thlr. werden durch die Trunkenheit nöthig!). Ferner hat man berechnet, daß vier Fünftel aller Verbrechen in England unter dem Einfluſſe des Brannt⸗ ) Eine Note ſagt: das heißt wohl ohne Zweifel: Zwei Drittheile verarmen durch den Trunk, und würden ſich außerdem ordentlich nähren, ohne den Armenkaſſen zur Laſt zu fallen. * 290 5 weins seng n Hälfte der Wahnſinnigen in England ſind Trunkenbolde geweſen; von 495 Verrückten, die binnen vier Jahren in das Irrenhaus zu Liverpool aufgenommen wurden, hatten 257 erweislich ihre Vernunft durch dieſes Laſter verloren. Die fürch⸗ 0 terlichen Verwüſtungen des Kopfes und Herzene, welche die Trinkſucht hervorbringt, verdienen 2, wohl auch bei uns ernſter ieee zu werden.“— P Firchens a zu u Rodheim. Rodheim hat bekanntlich zwei Kirchen„von denen die eine, die ehemals lutheriſche, im Jahre 1732 von Graf Reinhard von Hanau erbaut wurde, die andere dagegen, die früher reformirte, nunmeh⸗ rige Hauptkirche, Leuch) als uralt baeich net wird. Daß diefes nicht der Fall itt mögen die Leser aus nachſtehenden Auszügen aus den Gemeinderech⸗ nungen von 1585 und 1586 erſehen, welche zugleich in Bezug auf die Größe des Handwerkslohns und den Peeis der Materialien zur damaligen J ae eſſant ſeyn dürften. 1 1585. 1 Für 6900 Ziggelen uff den New E 1 20 fl. 45 5 8. + 1580. Für Dill zum Newen Kirchbaw Kelle zu Stuffen als man erſtmahls geklaubt 1 fl. Dem Fenſtermacher Von Friedberg Vonn Fen⸗ 3 fl. 1 f 6 d. 1 ſter in New Kirchenbaw 1 e 1 0 2) Wir werden auf die in unſerer Wetterau leider ſehr 1 häufig gewordene Trunkſucht und die ſchrecklichen Folge welche der übermäßige Genuß des Branntweins nach ſi zieht, ſeiner Zeit zurückkommen, und wollen hier nur de Gelegenheit benutzen, unſere Landsleute vor jenem Laſt und dieſem Gifte zu warnen.(D. Red.) * Hanauiſches Magazin Bd. 4. S. 247. 260 r) Unſern Leſern wollen wir dabei bemerken, daß um dieſ⸗ Zeit der Reichsgulden zu 14 Loth 16 Grän fein ge⸗ prägt 6 85 und, da deren 9¼% Stück auf die Mark gingen 2 fl. 22 kr. unſers jetzigen Geldes werth war. Da 24 Schilling 1 Gulden und 9 Denar 1 Schilling machen ſo wird es unſern Rechenmeiſtern ein Leichtes ſeyn, die Angaben nach unſerm Gelde zu berechnen. n 11 1 1 en. Wehr als die ö einen Stelle übiigen da in „vonn thüren Be 1 7 r. land sin rie u Liwerpo aälich ihn Die fürch d Herzens, dienen ez, werden. eim. irchen, vol 1 im Jahn baut wurde, te, nunmeh, alt, beztich K u die Leſe emeinderech ſche jugleig elohns un) Zeit inten Kirchenbau 10 f. ö 8 J ebtaucht,* 1 fl. Vonn Jen + 161 g u ln sd ide zen 50s nach ſe i bier nur dh, n men kiſie thüren eng tzue machen verrechnet werden. * N Meiſter Philipſſen Von denn Fenſterrahmen 8 ß. Vonn der Cantzell 1 fl. 6 f. Von 3 Thuren in bemelden Baw 1 fl. Dem Schloſſer von Friedberg für Schloß Vnnd gehenk ſampt all Zugehör am New Kirchbaw 112 d. Von den Säulen ahm Chor inzumachen 12 ß. Für ein thuͤr ahnuß Chor oben durchſichtig f 18 fl. Für das pultbret ahnn die Cantzel 3 f. Die Aur geſatzt und die Klein glock gehangen ahnn zehrung uffgangen 2 fl. 20 f. 8 d. C. Ech. Der Mineralbrunnen zu Rodheim. Beiläufig wird von früheren Geſchichtſchreibern auch angeführt, daß Rodheim im Beſitze eines Mi⸗ neralbrunnens geweſen, auch giebt es daſelbſt noch einen Sauerbornspfad, ohne daß man jedoch die Stelle dieſes Brunnens kennt. Es muß derſelbe übrigens noch im 17. Jahrhundert beſtanden haben, da in der Gemeinderechnung von 1589 2 ß.(albus) „vonn einer ſchienen ahm Churbrunnen vnnd die C. Ech. Bekanntmachungen von Behoͤrden. NN Jahrmarkt zu Oberrosbach. (689) Der für 1835 zu Oberrosbach ſtatt fin⸗ dende Jahrmarkt wird Donnerſtag den öten Novem- ber gehalten, welches man zur allgemeinen Kennt⸗ niß des handelnden Publikums bringt. Oberrosbach am 14ten Oktober 1835. Der großh. Bürgermeiſter daſelbſt Lämmer. f Gläubiger- Aufforderung. (703) Ludwig Bauer von Büdesheim beab⸗ ſichtigt nach Karlsruhe im Großherzogthum Baden auszuwandern. Rechtsanſprüche an denſelben ſind binnen drei Monaten bei gr. Landgerichte Großkar⸗ ben anzumelden, gegenfalls die Entlaſſungsurkunde ertheilt werden wird. Friedberg am 13ten Oktober 1835. 5 Der großherzoglich heſſiſche Kreisrath 1 des Kreiſes Friedberg. 0 Küchler. f Hofraithe-Verſteigerung. (706) Montag den gten Novbr. d. J., Vormit⸗ tags 10 Uhr, ſoll wegen einem geſchehenen Nach⸗ gebote die der Wilhelm Netz'ſchen Kinder erſter Ehe gehörige Hofraithe Nro. 68(ohne Scheuer) auf hieſigem Rathhauſe, unter den bei der Verſtei⸗ gerung bekannt gemacht werdenden Bedingungen an den Meiſtbietenden nochmals verkauft werden, wel⸗ ches den Kaufluſtigen bekannt macht Friedberg den 19. Oktober 1835. Der Beigeordnete Chr. Hecht. Bekanntmachung. (704) Der für die Kommunal⸗Waldungen des Kreiſes Friedberg pro 1836 erforderliche Holzſaa⸗ men beſtehend in 28 Pfund Ulmen⸗, 11„ Ahorn⸗, 31„ Eſchen⸗, 2,185„ Birken⸗, 18„ Erlen⸗, 211„ Lerchen⸗, 1,069„ Fichten⸗, 2486„ Kiefern⸗Saamen ſoll Mittwoch den 18. November l. J., Vormit⸗ tags 10 Uhr, auf dem Bureau des Unterzeichneten an den Wenigſtnehmenden öffentlich verſteigert werden, wozu Steigliebhaber hierdurch eingeladen werden. Friedberg den 19ten Oktober 1835. a Der großherzoglich heſſiſche Kreisrath des Kreiſes Friedberg. Küchler. Gläubiger-Aufforderung. (715) Georg Hartherz von Bönſtadt beabſich⸗ tigt nach Bornheim, im Gebiete der freien Stadt Frankfurt, auszuwandern. Rechtsanſprüche an den⸗ ſelben ſind binnen drei Monaten bei gr. Landgerichte Großkarben anzumelden, gegenfalls die Entlaſſungs⸗ urkunde ertheilt werden wird. f Friedberg den 10. Oktober 1835. 7 Der großherzoglich heſſiſche Kreisrath des Kreiſes Friedberg. Küchler. Schaafpferche-Verſteigerung. (716) Montag den 2ten November, Vormittags um 11 Uhr, ſollen auf hieſigem Rathhauſe die Schaaf⸗ pferche vom Monat November an den Meiſtbieten⸗ den zur Verſteigerung ausgeſetzt werden, wozu die Steigliebhaber einladet. Friedberg den 28. Oktober 1835. f Der Beigeordnete Jakob Bechſtein. Holz-Verſteigerung. (717) In der hochweiſeler Mark, Revier Hoch⸗ weiſel, ſollen Donnerſtag den 5. und Freitag den 6. November l. J., Vormittags 9 Uhr, in dem Diſtrikte Sauhecke 333 ¾ Stecken Buchen⸗Stockholz, unter den bei der Verſteigerung bekannt gemacht werdenden Bedingungen, öffentlich meiſtbietend ver— ſteigert werden, wozu die Steigliebhaber einladet Oſtheim den 28. Oktober 1335. Der großh. Bürgermeiſter daſelbſt Ruppel. 4 5 a en han Mobilien ⸗Verſteigerung. Feuerſpritze⸗Verſteigerung- n Jufeng (718) Mittwoch den 4. und Sanger 7d den(721) In Auftrag des gr. heſſ. Kreisraths des in wid, 5. November 1835 werden die Mobilien des ver⸗ Kreiſes Friedberg ſoll der Unterzeichnete die den ſtorbenen Jakob Hofmann zu Niedermörlen Gemeinden Ober⸗ und Niederrosbach gemeinſchaftlich einer öffentlichen Verſteigerung im Sterbhauſe aus⸗ gehörige Feuerſpritze auf dem Rathhauſe zu Ober⸗ p. 8. Au geſetzt, nämlich: 8 rosbach öffentlich an den Meiſtbietenden, verſteigern. Güte 10 Zwei junge Zug⸗Kühe, Es wird hierzu Termin auf Montag als den loose 2 20 Stück Mutter⸗Schaafe, von guter Race, gten November l. J., Nachmittags 2 Uhr, beſtimmt. f 3) 5„ Faſſel⸗Hämmel, Die gr. Bürgermeiſter und Beigeordneten wer⸗ 700) 4 16„ Lämmer, N 5 E A ihren Gemeinden öffentlich wieder in änſe, 12 Hühner und 1 Hahn, ekannt machen zu laſſen. l 9 65 12 9 9 Friedberg den 29. Oktober 1835. hufspreiſ 7) 3 Schäfer⸗Hunde, N. Küſter. 8) Ein guter Karren mit Zubehör,. 9) Ein guter Pflug mit Eggen ſammt Zubehör. u 110 10) 1½ Ohm Aepfelwein, a 5 0 5 110 circa 12 Ctur. Heu und 5 Ctnur. Grummet, Privat⸗ Bekanntmachungen. u Darm 125 30 Malter Kartoffeln und eine Quan⸗ f 5 Zehung tität Gelberüben, Intereſſante Anzeige. Jan de 13) Korn, circa 4 Malter Gerſte, 5 Malter Hafer, 3 40000 und 2 Malter Waizen,(633) Mit höchſter Bewilligung der herzoglich 10 3 Fuder Roggen⸗Stroh, 1½ Fuder Gerſten⸗ naſſauiſchen Landesregierung, unter Aufſicht und 1000 fl. Stroh und 1 Fuder Hafer⸗Stroh, Leitung der herzoglichen Behörden, werden in zwei mpfehle 15) Bettung und allerhand Hausgeräthe. 5 Klaſſen ausgeſpielt: 5 de Origi Den 4. November wird die Verſteigerung mit Die zu Wiesbaden gelegenen, dem Herrn D. hulbe a dem Viehe, den Früchten und der Fütterung ihren Düringer gehörenden Kurgebäuden, ſammt 1 Anfang nehmen. Die Bedingungen werden vor der Gärten und ſonſtigen Zubehörungen, im Werthe 5 Verſteigerung bekannt gemacht. von fl. 124,000, mit 3999 andern Gewinnen Die gr. Bürgermeiſter und resp. Beigeordneten von fl. 12,000, 8,000, 2 und 4000, 1250, p. werden erſucht, vorſtehende Bekanntmachung in ihren 1200 u. ſ. w. im Geſammtbetrage von fl. 200,000 d. betreffenden Gemeinden bekannt machen zu laſſen. e 1 8 f 5 erbeten. e den 27. Oktober 1835. 5 ö e. 0 90% 15 In Auftrag großh. Landgerichts, garantirt. 4 22) Der großh. ee daſelbſt Dem Rücktritt iſt bereits entſagt, und ge 0 5 ö* 2 t 12 2 Wozu td Fetter Faſſelochs zu 4 dene e geſchieh den 29ten De⸗ gn 90 U fel auf bielgem Nachbau 115 e Die Einlage iſt fl. 7 oder Rthlr. 4 pr. cour.— 4 meinde zugehöriger fetter Faſſelochs öffentlich meiſt⸗ pr. Loos. Dieſe Ausſpielung hat folgende Vorzüge: land mit bietend verſteigert werden. Ich erſuche die Herren a) daß dem Rücktritt ſogleich entſagt worden, bis ſechs Bürgermeister des Kreiſes dieſes in ihren Gemeinden b) daß ſie die ſonſt nirgends vorkommende kleine beten Zu gefälligſt bekannt machen zu laſſen. Zahl von nur 35000 verkäufliche Looſe enthält, ſhgſt, do Melbach den 28. Oktober 1835. c) daß ihr Haupttreffer mit zu den ſchönſten und Bemert Der großh. Bürgermeiſter daſelbſt werthvollſten Immobilien in Deutſchland gehört. gaben tr Ph. Stier II. Die Düringerſchen Kurgebäude ſind zu Wiesbaden, nen wer Holzverſteigerung dieſem berühmten Kurplatz mitten in Deutſchland,deſene g (720) In dem ockſtädter Communalwalde, im auf das vortheilhafteſte gelegen, und bilden daſelbſt denden Dachskopf, ſollen Freitag den 6. November, Mor⸗ den beliebten Verſammlungs⸗Ort des Kur⸗Publi⸗ u wude gens 10 Uhr, an Ort und Stelle, kums. Sie beſtehen aus zwei großen und pracht⸗ kigenthin 2500 Stück Heiden⸗ und Ginſter⸗ und vollen Haupthotels, und mehr als zwanzig Neben⸗ 300„ gemiſchte Schneißeholz⸗Wellen Gebäuden, alle ſolid erbaut, aus weitläufigen Luſt⸗, 0723) meiſtbietend einer Verſteigerung ausgeſetzt werden. Wein, Obſt⸗ und Gemüſe⸗Gärten; N Ertrag kuſen⸗ A, Die Zusammenkunft findet praͤcis 9 Uhr, im der Neſtauration allein berechnet ſich jährlich auf den ihn Wirthshauſe zum Hirſch in Ockſtadt, ſtatt. 6 bis 8000 Gulden. Ausführliche Spielpläne, ſo aui Der großh. Bürgermeiſter daſelbſt unentgeldlicher Aufgabe eines ſechsten bei Zu⸗ Ockſtadt den 29. Oktober 1835. wie Looſe à fl. 7 oder Rthlr. 4 preuſ. cour. unter Sparf N. Gröninger. ſammennahme von funf Stück, find bei unterzeich⸗ 8 beſtimmt. deten wer⸗ offentlich tet. n. benoglich ſſicht und u in zwei dem d. , ſammt m Werthe Gewinnen „1250, 200000 iſt eine ſetzt und agt, und 9ten De⸗ pr. cour. e Vorzüge: orden, de kleine oſt enthalt, zuſten und nd gehör. Viesbuben, ſchland, a ur- ubli⸗ 9 25 i Neben igen Luſt⸗/ er Ertrag rlich uf lane, 0 pur. unter bei 3% nleryic⸗ a— 203 netem Handlungs Hauſe, welches auch ſeiner Zeit den Intereſſenten die Ziehungsliſten prompteſt zuſen⸗ den wird, zu haben. J. N. Trier et Comp. in Frankfurt a/M. P. S. Auch von allen anderen ſoliden Güterlotterien ſind die Original⸗ looſe bei uns zu haben. Sandplatten (700) in Quadrat- und anderen Formen ſind wieder in Vorrath und werden zu den hanauer Ver- kaufspreiſen abgegeben in Friedberg bei Gebrüder Grödel. Promeſſen (710) zu der am 2. und 3. Januar 1836 in Darmſtadt vorgenommen werdende zehnte Ziehung der großherzoglich heſſiſchen 30 fl. Partial⸗Looſe, worin die bedeutenden Preiſe von 50,000 fl., 10,000 fl., 3000 fl., 6 mal à 1000 fl. u. ſ. w. gewonnen werden muͤſſen, empfehle ich mich mit Promeſſen,(wovon ich die Original⸗Looſe beſitze) ganze à 4 fl. und halbe à 2 fl. Münzenberg im Oktober 1835. Hirſch Mayer. P. S. Briefe und Gelder werden franco erbeten. Hofraithe zu vermiethen. (722) Das mitten in Okarben an der Landſtraße gelegne Gaſthaus zum goldenen Engel, Nro. 77, wozu Stallung für 50 Pferde, drei Schweinſtälle, zwei große Fruchtſcheuern, wofür jährlich 70 fl. Miethe bezogen werden, und ein großer Gemüsgar⸗ ten gehören, außerdem noch 6 bis 7 Morgen Acker⸗ land mit abgegeben werden können, iſt auf drei bis ſechs Jahren zu vermiethen. Die Hofraithe iſt im beßten Zuſtande und eignet ſich nicht allein zu Wirth⸗ ſchaft, ſondern auch für einen Metzger oder Bäcker. Bemerkt wird noch, daß der Eigenthümer alle Ab— gaben trägt, und daß das Ganze ſogleich übernom⸗ men werden kann; daß aber der Miether eine ange— meſſene Kaution zu leiſten hat. Die darauf Reflek⸗ tirenden belieben ſich an den Verleger dieſes Blattes zu wenden, welcher denſelben die Adreſſe des Haus⸗ eigenthümers mittheilen wird. Hülfsgeſellſchaft. 123 Nachdem die hülfsgeſellſchaftliche Spar⸗ aſſen⸗Anſtalt 14 Jahren hindurch mit Erfolg beſtan⸗ den, ihren Endzweck aber durch das Mathildenſtift erreicht hat; ſo werden ſämmtliche Beſitzer von Sparkaſſenſcheinen hiermit erſucht, dieſelben vor Ende d. Jahres bei den Unterzeichneten einzulöſen, weil alsdann die Rechnung mit der Hülfsgeſellſchaft abgeſchloſſen und was zurückbleibt, auf den Namen der rest. Theilbaber bei dem Mathildenſtift ange— legt wird. Friedberg den 28. Oktober 1835. Roth. Morell sen. f Mehl ⸗ Verkauf. (724) Der Unterzeichnete beehrt ſich, hiermit die ergebenſte Anzeige zu machen, daß er fortwährend mit allen Sorten ganz vorzüglichem Mehl verſehen iſt, welches er zu folgenden Preiſen verkauft: 1) ganz feiner Blumenvorſchuß, die Meſte zu 1 fl. 10 kr. 2 zweiter Vorſchuß 54„ 3) dritte Sorte 46 4) Roggenmehl 36„ 5) Gerſtenſchrot 26„ Friedberg den 29. Oktober 1835. Wilhelm Breitwieſer. Empfehlung. (7253) Mein Geſchäfft bringt es mit ſich, den meiſten gefärbten Tüchern einen gehörigen Glanz zugeben; aber diejenigen von Wolle ſo herzurichten, daß ſie auch, in der Näſſe als Kleider getragen, dennoch ihren Glanz behalten, dazu fehlte mir bis— her die nöthige Vorrichtung. Dieſem Mangel habe ich nun dadurch abgehol— fen, daß ich mir eine geräumige Dekatirmaſchine errichtete und jetzt im Stande bin, nicht nur die mir zur Farbe gebrachten Waaren ſelbſt zu dekati— ren, ſondern auch jederzeit dem Zutrauen derer, welche mir wollene Tücher zum Dekatiren anver— trauen wollen, aufs Beßte zu entſprechen. Philipp Vitriarius, Schönfärber. Ein Schweizer und ein Burſche wird geſucht. (726) Auf ein in dem Kreiſe Friedberg gele⸗ genes Gut, werden Nachfolgende in Dienſt geſucht: Erſtens, ein Schweizer, welcher ſein Fach voll⸗ kommen verſteht. Dann, ein junger Burſche von fünfzehn bis achtzehn Jahren, der zum Milchfuhrwerk nach einer benachbarten Stadt gebraucht wird. Beide müſſen evangeliſcher Religion ſeyn, und über ihren Fleiß und gute Aufführung genügende Atteſtate beibringen. Ein Näheres iſt bei der Expedition ds. Blts. in Friedberg zu erfahren. Ein Logis, (727) beſtehend in 2 heizbaren Zimmern, 1 großen Kammer, Küche, Keller, Holzkammer, einem Theil des Speichers, iſt im December d. J. zu beziehen bei Sattlermeiſter Schäfer. . i Flachs und Hanf⸗Verkauf. (728) Auf dem Hofe zu Graß, iſt eine Parthie feiner Flachs und Hanf zu verkaufen, auch iſt da⸗ ſelbſt guter Eſſig zu billigem Preiſe zu haben. Nachtrag zu den Bekanntmachungen von Behörden. Brodlieferung. (729) Freitag den 6. November d. J., Vormit⸗ tags 10 Uhr, wird in dem Lokale des Verwaltungs⸗ raths dahier, die Lieferung des für die 3. Diviſion des Garderegiments Chevauxleger auf das 1. Seme⸗ ſter 1836 erforderlichen Brodes an die Wenigſtver⸗ langenden öffentlich verſteigert, wozu die Liebhaber hiermit eingeladen werden. 5 Butzbach den 28. Oktober 1835. In Auftrag: Kuzano, Oberquartiermeiſter. Brennholzlieferung. (730) Die Lieferung des Brennholzbedarfs hieſi⸗ ger Garniſon pro 1836, in 34 Stecken Buchen⸗ und 180 Stecken Eichen⸗Scheidholz beſtehend, ſoll Samſtag den 7. November d. J., Morgens um 10 Uhr, in dem Bureau des Verwaltungsraths der 3. Diviſion Garderegiments Chevauxleger mittelſt öffent⸗ licher Verſteigerung an die Wenigſtnehmenden in Accord gegeben werden. 5 Bemerkt wird hierbei, daß derjenige, welcher dieſe Lieferung übernimmt, eine angemeſſene Caution. zu ſtellen hat. Butzbach den 28. Oktober 1835. N In Auftrag: Kuzano, Oberquartiermeiſter. Bei C. Bindernagel in Friedberg iſt zu haben: ö Thariag, oder Inbegriff Moſaiſchen Vorſchriften na 5 talmudiſcher Interpretation von Dr. M. Creizenach. Geheftet 1 fl. 21 kr. Victor Hugo's ſämmtliche Werke. Sechſter Band. enthält: Lucretia Borgia— Maria Tudor. Geheftet 36 kr. M 0 *„ 17 0 f l 1 chriſt lichen Kirche 5 ür 15 ö Volksſchulen. 1 Drei Bändchen. 1 Geſchichte der Mit Genehmigung der biſchöflichen Cenſur. Geheftet 1 fl. 21 kr. 3 Heſſiſche Der 9 aus freund für das Jahr 1836. 8 kr. 8 Auch dieſes Jahr iſt er wieder mit zahlreichen und intereſſanten Erzählungen verſehen. 12 Fruͤchte⸗Preiſe hier in Friedbernz ⁵ Waizen: 5fl. 40 kr. Korn: 4 fl. 35 kr. Gerſte: Zfl. 40 kr. Der Hafer: 3fl.— kr. Erbſen:— fl. kr. Fruͤchte⸗Preiſe zu Frankfurt, am 26. Oktober⸗ Waizen: 5 fl. 30 kr. Korn: 4 fl. 15 kr. Gerſte: 4 fl.— kr. Hafer: 3 fl. 19 kr. Kohlſaamen:— fl.— kr. Erbſen: 5 fl. 20 kr, Die Früchte⸗Preiſe zu Mainz, am 23. Oktober: 5* Waizen: 5 fl. 57 kr. Korn: 4 fl. 29 kr. Gerſte: 3 fl. 37 kr. Wo Hafer: 3 fl. 15 kr. 49 Pfich Verkaufs Pre ie, 6 werden der Bäcker und Metzger vom 12. Oktbr. bis zum 19. Oktbr. 2 1 42 i Pfd. Lth. Ot. 1 Für 1 kr. Milchbrod„ 3 1 „1 kr. Gemiſchts⸗Brod— 1 von de „10 kr. Laden⸗Brod 4„ Nachri „ 8 kr. dito 3 8 Da „ 6 kr. dito 2 29— it d „ 4 kr. dito 1.,„ de „ 2 kr. dito— 1— f lerdurch * g Kr. Fudengaſſe. Euſchult 1 pfund Ochſenfleiſch 11 d nehm 1„ Rindfleiſch— 8 anz 1„ Kühfleiſch 5 5 8 1 nl 1„ Nierenſett 2% Gebote 1„ Kalbfleiſch 8 6ͤ /I nungen 0 1„ Hammelfleiſch N 1 5 1„ Schweinenfleiſch ee, n 1„ Leber⸗ und Blutwurſt 423— 1„ Bratwurſt 14 5 5 1„ Schwartenmagen 16 1 09 1„ peck a 20—% 1„ Doörrfleiſch 14—— 1„ Schmalz ö 18— Un 8 9 Walz und A. Vogt liefern das Schweinenſtelg chen⸗ Unt „. f s con Für die Richtigkeit: Der Beigeordnete Bech 242 un ch hatten, N Gedruckt und verlegt unter Verantwortlichkeit von Carl Bindernagel in Friedberg. r