reit und leich eint wo. achen itt 0 it Atteſta⸗ Auskunft 2 ee 4 — 0 1 Intelli 3 Provinz(Deerhes sen im Allgemeinen, den Kreis Friedberg und die angrenzenden Bezirke im Beſonderen. 1 ———————— 5 Sonnabend, den 31, Januar 1835. Amtlicher Theil. Oeffentliche Nachricht. Für die Wetterbeſchädigten der Bezirke Grünberg und Lauterbach ſind weiter eingekommen: Aus der Gemeinde Niedermörlen Steinbach 71 75 9 Auſſerdem ſind in der Gemeinde Beyenheim noch Früchte Friedberg den 28. Januar 1835. — 4 fl. 41 kr. 23 7 38 7. fur dieſelben geſammelt worden. Der großherzoglich heſſiſche Kreisrath des Kreiſes Friedberg Küchler. Oie Einweihung des Schulhauſes zu Langenhain. Was man auch von unſern Zeiten zu ſagen, was man an denſelben auszuſetzen haben mag, das bleibt auf jeden Fall eine erfreuliche Erſcheinung, daß man an ſehr vielen Orten die Behörden in Sorge für Verbeſſerung des Schulweſens mit ein⸗ ander wetteifern ſieht. Es gibt uns dies den beß⸗ ten Beweis, daß man wohl erkannt hat, wo eigent⸗ lich der faule Fleck iſt, wo man, wenn's beſſer werden ſoll, anfangen ſoll, beſſer zu machen— wir meinen an ſich ſelbſt und an den Schulen. Noch wohlthuender iſt es dem Gemüthe, wenn ganz arme Landgemeinden dieſem Gegenſtande nicht allein die größte Aufmerkſamkeit widmen, ſondern auch in ihren Ausgaben den erſten und vorzüglichſten Poſten auweiſen, nichts ſparen, was hierzu gehört, ſondern D. Fri gern und willig opfern, was nur iu ihren Kraften — ſteht. Dieſes wohlthuende Gefühl haben wir bei der Einrichtung des Schulhauſes zu Langenhain gehabt, woruͤber Einſender den Leſern des Intel. Blattes, denen, wie er wohl weiß, das Schulweſen nicht gleichgültig iſt, hier Einiges mitzutheilen furt Pflicht hält. Die Gemeinde zu Langenhain hat das Gluck (und man kann es mit Necht fur eine Gemeinde ein Glück nennen), einen wackern Mann zum Schul⸗ lehrer zu haben, der es ſich zur Aufgabe ſeines Lebens ſcheint gemacht zu haben, die Kinder der ihm anvertrauten Gemeinde zu frommen und braven Menſchen zu bilden. Da es indeſſen dieſer Gemeinde an einem ſchicklichen Schullokal und an einer paſſen⸗ den Wohnung für den Lehrer gebrach, ſo hätte der⸗ ſelbe nicht mit der Freudigkeit wirken konnen, wie man zu wirken im Staude iſt, wenn man ein hei⸗ teres, freundliches und geräumiges Schulzimmer beſitzt. Das erkannte man aber wohl; denn Behoͤr⸗ den und Gemeinde waren bald darüber eins, ein ganz neues Schulhaus zu errichten, und nun wurde ſo raſch Hand an's Werk gelegt, daß in dem ſelben Jahre 1834, worin der Bau au; er auch beendigt werden konnte.* Zur Einweihung wünſchte man einen Sonntag, auf daß eine kirchliche Feier damit verbunden werden könnte, und ſo wurde denn der 11. Januar des neuen Jahres dazu beſtimmt. Bald nach der An⸗ kunft des großherzoglichen Kreisraihes von Fried— berg, dem ſich der Profeſſor Dieffenbach als Freund des Unterrichtsweſens beigeſellt hatte, ver⸗ ſammelte der Lehrer ſämmtliche Schulkinder in dem bisherigen Schullokale. Als während des Geläutes die Gemeinde ſich in der Kirche verſammelt, ging er mit denſelben um 11 Uhr dahin. Hinter ihnen kam der Geiſtliche des Ortes nebſt dem groß⸗ herzoglichen Kreisrathe, hierauf der Bürgermeiſter mit den beiden Schulvorſtehern. Sobald der Geſang beendigt war, betrat der Geiſtliche die Kanzel, und indem er mit Benutzung des Evangeliums von der Heiligkeit und Wichtigkeit der Erziehung und des Unterrichtes ſprach, knüpfte er an das 0 das Beſondere in herzlicher Rede. Nach Beendigung des Gottesdienſtes begab ſich der Zug in derſelben Ordnung nach dem neuen Schulhauſe, deſſen grün geſchmückter Eingang die Feier verkündete. Das Schulzimmer ſelbſt war mit Guirlanden geziert und in der Mitte gewahrte man auf einer Tafel mit vernehmlicher Schrift die Worte: Wie heilig iſt dieſe Stätte! Nachdem die Schuljugend Platz genommen und den Choral„Lobet den Herrn⸗ zweiſtimmig recht ſchoͤn begonnen und durchgeführt, die Gemeinde im Chor ihn beendigt hatte, ſprach zuerſt der Geiſtliche einige erhebende Worte in Beziehung auf den ange⸗ ſchriebenen Spruch, und ertheilte dann feierlich den Segen. Hierauf hielt der Kreisrath einen kurzen und kräftigen Vortrag, worin er beſonders die Kinder zur Dankbarkeit an ihre Wohlthäter, zur Frömmigkeit und Tugend ermunterte. Damit aber der Entſchluß, den ſie in feierlicher Stunde gefaßt, ſich an etwas knüpfe, mußte jedes derſelben her⸗ vortreten und dem Kreisrathe, dem Pfarrer und Lehrer die Hand reichen. Dieſe einfache Hand⸗ lung that eine ſolche Wirkung, daß aller Anweſen⸗ den Augen ſich mit Thränen füllten. Als Zeichen der Erkenntlichkeit für den Lehrer und zur freudigen Erinnerung für die Kinder er— hielt zum Beſchluſſe der Lehrer eine große Bretzel, — 20— Fremde ſchon zu viel. des der Schulkinder eine ue 10 15 uu wir 5 nach Ser nahmen.* 1 0 daß Nachdem die Kinder ſich Tce e be⸗ f ſo herzlich Theil genommen hatten an der Feier, und denen dieſer Tag gewiß unvergeßlich ſeyn wird, 1 erſt recht Zeit, ſich in dem neuen Hauſe umzuſehen,, der in dem Schulzimmer beſonders die bequeme Ein⸗ N richtung der neuverfertigten Subſellien ſo wie des fen Catheders ꝛc. zu betrachten, da ihnen 195 Sachen bir zum Theil fremd waren. i Nach der Feier war der Geiſtliche ſo gefollig, Vue die Herren von Friedberg, den Lehrer, ſo wie den[ men kamen die meiſten Glieder der Gemeinde, die alle 0 fin Burgermeiſter und die Mitglieder des Orts⸗Schul⸗“ daß vorſtandes zu einem Mittagsmahle einzuladen. Gerne Jud hätte auch die Gemeinde den Tag mit einem Tänz⸗ Lern chen gefeterkz da ſie aber erſt einige Tage zuvor 1 daß einen Tanz gehalten, ſo ſchien's angemeſſener, ihn geſc in der Stille zu beſchließen. 0 Het Genug für jetzt hiervon, vielleicht wär's fur Hob Unſern Leſern aber, welche daß den richtigen Maasſtab hierzu in dem Inneren ha- 50 ben, wird's— ſo hoffen wir— nicht zuviel ſeyn. 5 Möchten dieſer armen Gemeinde recht bald wohl⸗* ken, habendere Gemeinden folgen und ſich ein bleibendes[ her Denkmal ihres Sinnes für das Höhere und Beſſe ere fire gründen! N 2 1 5 5 Zeiten des dreißigjaͤhrigen Krieges. 4 da Fünfte Gabe. 1 ene Grunelius, Bürger zu Friedberg, Soln Eu des Pfarrer Grunelius zu Oſſenheim, hinterließ ſeiner 4 Familie ein Regiſter, worin er Mancherlei aus ſeinem 4 G0 Leben mittheilt. Hier geben wir aus demſelben die Erzäb⸗ 1 der lung der Kriegsſcenen zu Friedberg in dem Jahr 1640, in 1 Ve welchem die Stadt ganz beſonders heimgeſucht wurde.. Di Den 3. January ao. 1640 kamen die Roſſaiſche! S0 Völcker in die Statt mit Accort, Verſprachen zwar aua anfangs, ſie Woldten die Statt nicht mit Volck be⸗ 1 gen legen, nuhr Ein man oder 16 oder 20 Woldten ſte] lu Vnß alß Salvequarten alhie laſſen„ging aber Nach⸗ 1 0 gehendß Vil anderſt her, dan denſelbigen abendt u alß den 3 Januarj. Muſt Vnſer Hauptman noch in G1 der Nacht, alß ſchon die thor Verſchloſſen Wahren, lau Vndt die Bürger die Wacht hiltten, mit ſeiner m Compagnj auß Burg, Vudt Statt, Vors Mäntzer bei thor, in die Vor Statt den 4 Januarj. Connfoirt⸗ ren ten ſie die Roſſaiſche Völcker Nach franckfurt. alß ten, deyn wird, umzuſehen, eme Ein, ſo wie des eſe Sachen , ſo wie den ns ⸗Schul⸗ 0 den. Gerne nem Tän, age zer ſener, ihn wär's fuͤr er, welche meren ha⸗ apiel ſeyn. ald wohl⸗ bleibendes d Beſſere ieged. berg, Sohn ließ ſeiner aus ſemem die Era 1640, in t wurde. Noſſaiſche chen zwar Lolck be⸗ oldten fer bet Nach⸗ u abend n noch in Wahren, mit ſeiner Nantzen gonmfoir⸗ ut. al ten, Von der Statt abzuziegen. 5 0„ 27 4 wir nuhn hofften, bey dem Verſprechen zu bleiben, daß Vuß keine Völcker ſollen Eingelegdt werden, Erfuhren Wir daß Wiederſpil. Dan Es wardt Ein Hauptman ihns Schloß gelegdt, Vndt tragon⸗ ner, Vudt fußvolck ihn die Statt, daß Es Allen⸗ thalben kribelt, Vndt Wibeltt. Nach diſſem kam der Herr Obriſtgeuttenumpt Baltzer auch mit ſeinen Volckern anhero, da muſt man freſſen Vndt ſauf⸗ fen Ohne Zil Hergeben, daß mancher gebrauw bier geſoffen Wardt, der in kein faß kam, ſondern Vom kühlſchiff Indt auß den Brauwbütten Warm, Vnvergohren, muſt mans mit Zübern, Vndt Aejm— mern Zutragen, daß wahrdt Ein feine Sallvequart, daß wehret alßo diſſen Sommer hindurch, mit ab Vudt Zuziegen; Ja Es wahrdt deß thunß Vndt Lermmens ſo Vil, Vudt die beſchwehrung ſo groß, daß Einer ſolches Vor betrübnüß nicht alleß auff geſchrieben. alß Nuhn die keiſſerliche Völcker gegen Herbſtzeit ins Landt kammen, haben ſie ſich ihm gvbr. Vmb die Statt Herumb geleget, Ja da ging daß Elendt Erſt Recht an, da Muſten Wir Vuß Von ihnen Keiſſers dieb Vndt ſchelmen Titulliren Laſſen, gleich alß od Wir dem Volck gebitten könd— alß nuhn der Herr Obriſt Gelen ſeine Stück Hinder der Barben⸗ kirchen gepflantzt Hatte, ging Es den 156. gobr. Morgens mit dem tage an Ein ſchiſſen Wieder die Stattmauwer, daß wehret biß Vmb Ein Vhr hin, da gabß Ein groß Loch, daß daß fußvolck Herein kondt ſteygen. Wiewohl die Völcker auß der Statt Ein Zimliche gegenwehr thatten, auß muſchquetten, Holffs doch nichts, Jehne ſtiegen Herein; Wer blieb, der blieb alß Nuhn die Hirin ſagen, daß die Statt Verſpildt Wardt, begaben ſie ſich ihn die Burg. Die keiſſerliche Lieffen zuerſt auff die kirchen zu, Schlugen Mit gewaldt an den thüren, Hetten ſie auch an ſtücker geſchlagen, wan ihn nicht wehre auff gemacht worden. alß nuhn die thür auff wahr, da Plundert ſichs ihn der kirchen, an menſchen, Vudt Laden, ſonderlich waß Vnden in der kirchen wahr, daß wehret faſt Ein ſtundt. Da kam Rittmeiſter Goll mit Einem bloſſen degen ihn die kirchen ge— lauffen, Vndt fing an, die Plunderer Herauß zu treiben, Vndt hiltten Wacht Vor den kirchenthüren. weil aber die kirchenthüren nicht Verſchloſſen wah— ren, Vndt die Wacht auß Vndt Ein kommen kond⸗ ten, Nahmen ſie ſelbſt waß ſie kondten bekommen, — Vndt Liſſen kein menſchen auß der kirchen. Vuder⸗ deſſen wardt alleß in den Häuſſern auß geplundert, waß drinnen wahr, da kam ich Vmb Vier gedecktte beth, mit ihrem Zugehöͤr. dan mein forirer, den Ich damahls beneben noch andern Vier Soldaten ihm Hauß hatte, woldte mich daß Hauß nicht Laſſen Räummen, da ichs noch hette thun können, Ehe die Völcker herein kommen kondten, Ja daß küchen⸗ geſchir, keſſel, groppen, ſchüſſeln, theller, kann, krüg, geltten(hölzernes Waſſergefaß), Vndt waß ihn dem Hauß täglich bey ihnen gebrauchen muſt, blieb alleß drinen. Ein kuhe, welche Ich ihn die Judengaſſen ihn Abrahamß Hauß geflöhet hatte, ihn Meinung, die Judten würden nicht geplundert werden, bene⸗ ben Eim groſſen keſſel, welchen ich ihm Vol Waſſer, die kuh darmit zu träncken, hinein gethan, gingen zugleich auch fordt, meine Haußfrauw ging den Abendt Vorher mit den zwey kindern, dem Johan— neſſen, Vudt der Anna Margrethen, ihn die Burg, weil man ſich beſorgen muſt, die Statt wurdte ſel— bige Nacht beſtiegen werden, ich aber muſt ihm Hauß bleiben Vndt meinen Soldaten Eſſen Vudt trincken Verſchaffen, nach ihrem begehren, biß daß die Stück ſo gar gewalttig auff die Stattmauern gingen, Vndt Jederman auß den Haäuſſern zur kir⸗ chen, Eilet, deht ich der gleichen auch. Vudt ließ den Schuknecht Indt die Magdt ihm Hauß bey den Solttaten, da ſie dan offt begehrt zu wiſſen wo ich wehr, daß geſindt aber geſagdt, daß wüſten ſie nicht, ob ich Villeicht auch an der Preſſe(Breſche) Müſte helffen Schantzen, aber ich danckt Gott, daß ich in der kirchen wardt, woltte nicht wieder bey ſie ſein gegangen, wen ich ſchon hette ſollen wiſſen, daß ſie daß Hauß Vnderſt deß obriſt ſoltten kehren, kam auch ihn 14 tagen nicht wieder in mein Hauß, wehre auch noch nicht drein gegangen, wan ichs nicht Bf befehl deß Obriſten thun Müſſen, da Es doch ſo Ein grimmige kältte wahr, daß man nicht Ein trunck Waſſer in der kirchen Erhaltten kondt, daß nicht gefroren wehr, welches auch noch Ein ſon— derliche Straff Gottes wardt. (Beſchluß folgt.) „ Ein dauerhafter Holzanſtrich⸗ (Aus einem engl. Journal.) In holzarmen Gegenden, wo man darauf be— dacht ſeyn muß, auf alle mögliche Art dieſes noth⸗ wendige und unentbehrliche Brennmaterial zu ſcho⸗ nen, und daher die Thüren der Häuſer, Scheunen, Staͤlle, die Planken, Stakete, die Einfahrtsthore, Gartengeländer u. ſ. w. mit einem Anſtriche zu überziehen, welcher den Einwirkungen der Näſſe und Feuchtigkeit widerſteht, iſt folgender Anſtrich zu empfehlen: Man zerlaſſe 24 Loth Colofonium in einem eiſernen Tiegel, und thue 12 Maaß Thran nebſt 3— 4 Rollen Schwefel dazu. Wenn das Colo⸗ fonium und der Schwefel geſchmolzen und ganz flüͤſſig ſind, ſo thue man von braunem, rothem oder gelbem Oker, oder von jeder andern beliebigen Farbe (Meneig, Kreide), nachdem dieſelbe mit Oel fein abgerieben worden iſt, ſo viel dazu, als man ſie dunkel oder hell haben will. Hierauf ſtreiche man mit dieſer heißen Miſchung die Thuren, Thore, Geländer ꝛc. zum erſtenmal ſo dünn als möglich an, laſſe ſie ein Paar Tage trocknen, und lege ſo⸗ dann den zweiten Anſtrich auf. Selbſt Mauerſteine, Kalkbewurf, Sandſteine ic. werden dadurch vor dem Verwittern geſichert, und auf lange Zeit in. ihrer Dauer und Feſtigkeit erhalten. Bekanntmachungen von Behoͤrden. AN Repoſitorgeſtelle. (51) Da die heute verſteigerten Repoſitorgeſtelle viel unter dem Taxationspreiſe geblieben ſind, ſo kann die Genehmigung nicht ertheilt werden. Es wird vielmehr zur anderweiten Verſteigerung derſel⸗ ben an den Meiſtbietenden Termin auf Mittwoch den 4. k. M., Vormittags 10 Uhr, anberaumt, was hierdurch zur öffentlichen Kenntniß gebracht. wird. Friedberg den 27. Januar 1835. Der groß herzoglich heſſiſche Kreisrath des Kreiſes Friedberg. Küchler. Verſteigerung von Arbeiten. (32) Freitag den 6. Februar l. J., Vormittags um halb 10 Uhr, ſoll in hieſigem Rathhauſe die Steinhauerarbeit in dem Thurm, beſtehend in Aus⸗ hauen von 36 Treppentritten und Wiedereinſetzen derſelben, ſo wie die Lieferung der hierzu nöthigen Sandſteintritte; ſodann die Reparatur des Daches über der Hall neben dem Thurm, beſtehend in Zimmermannsarbeit, einer nochmaligen öffentlichen — 28— 1* Verſteigerung ausgeſetzt werden. er neu gefertigte Voranſchlag der Zimmermannsarbeit liegt bei dem Unterzeichneten zur Ein ht offen.. A Hierauf ſoll die Maurerarbeit in dem Keller der Kreisrathswohnung 3 beſtehend in der Unter⸗ fangung der Widerlage von 18 Fuß lang und 4 Fuß hoch, und beſſern verſchiedener Stellen, voranſchlagt zu 4 fl. 30 kr., ebenfalls an Wenigſt⸗ nehmende ausgeboten werden. 5 Friedberg den 29. Januar 1835. g Der Bürgermeiſter D. Fritz. Garten- und Wieſen⸗Verſteigerung. (53) Da in der am 26. Januar l. J. abgehal⸗ tenen Verſteigerung der Johannes und Engelhard Rollhaus'ſchen Güterſtücke kein annehmbares Ge⸗ bot geſchah, ſo ſoll Freitag den 13. Februar l. J., Vormittags um 11 Uhr, eine anderweitige Verſtei⸗ gerung an den Meiſtbietenden in hieſigem Rathhauſe ſtatt finden. Die zu verkaufenden Güterſtücke be⸗ ſtehen in 1 19 Ruthen Garten an der Hockenmühle, in der b Aten Gewann an Friedrich Söllner,* 51 Ruthen Garten an der Langgaß, in der zten Gewann an Auguſt Schulze, N 51 Ruthen daſelbſt neben demſelben, N 3% Ruthen Wieſen im Ried, in der Aten Ab⸗ theilung gelegen. 5 1 Friedberg den 29. Januar 1835. Der Bürgermeiſter D. Fritz. Verſteigerung verſchiedener Gegenſtände. (54) Montag den 16. Februar d. J., Vormittags 9 Uhr, ſollen zu Niedereſchbach die zu dem Nach⸗ laſſe der Ehefran des Johannes Koch, Mariane geb. Zelier, gehörigen Mobilien, beſtehend in Gold, Silber, Kleidung, Weißzeug, Bettwerk, und Haus⸗ geräthe verſchiedener Art, öffentlich gegen gleich baare Zahlung verkauft werden, und ladet man Kaufliebhaber hierzu ein. 16 4 Groskarben am 19. Januar 1835. Großh. heſſiſches Landgericht daſelbſt. f 3 Winheim. 2 Holzverſteigerung zu Aſſenheim. (55) Montag den 9, künftigen Monats, Vormit⸗ tags, wird im Beinhards⸗Wald eine Parthie Eichen Bau⸗ und Brennholz meiſtbietend verkauft. i Aſſenheim den W. Januar 1835. 5 Hoffmann. Holz-Verſteigerung zu Rodheim. (56) Dienſtag den 3. Februar l. J., Bormittags 9 Uhr, ſollen in dem rodheimer Gemeindewald, Diſtrikt Grauerberg, Abtheilung 2 und 6 folgende Sorten Holz, als:. 10 189 Stecken Buchen⸗Scheit⸗ und Prügelholz, 29 160„ Buchen⸗Erdſtücke, l —— — 1 2 8 — und 1 verſtei⸗ 18 ſed in laſſen. 8 1 (6589 9 Uh Chauf Planir unter werde werde kannt 14 3— u Keller Anter⸗ und 4 Seelen, Aerigſt⸗ „ Fritz. ing. abgehal⸗ ugelhard des Ge⸗ ar l. J, Verſei⸗ zathhauſe ſtücke be⸗ „ in der der Iten Aen Ab⸗ Fritz. ſtande. ormittags m Nach⸗ Mariane in Gold, id Haus⸗ en gleich et man daſelbſt. 3) 1000 Cubikfuß Buchen Bau⸗, Werk- u. Nutzholz, ) 856 Buchenwellen-Reiſerholz öffentlich meiſtbietend verſteigert werden. Die Zuſammenkunft iſt zu Köppern beim Gaſt⸗ 9 4 wirth Viktor Schneider. Die großh. Bürgermeiſter werden hierdurch er— ſucht, dieſe Verſteigerung in ihren Gemeinden durch die Schelle gefälligſt bekannt machen zu laſſen. Rodheim am 26. Januar 1835. Der Burgermeiſtervicar daſelbſt Will. Holz-⸗Verſteigerung zu Bönſtadt. (57) Montag den 2. Februar l. J., Vormittags 10 Uhr, ſollen in dem hieſigen Gemeindewald un— 4 gefähr 100 Stecken allerlei Gehölz, einige Hundert Wellen, ungefähr 10 Stück ſchwere Bauſtämme und mehrere Buchenſtämme⸗Werkholz meiſtbietend verſteigert werden. 5 Die Herren Bürgermeiſter werden erſucht, die— ſes in ihren resp. Gemeinden bekannt machen zu laſſen. Bönſtadt den 22. Januar 1835. Der Bürgermeiſter daſelbſt Geibel. Chauſſir⸗ Arbeiten. (58) Mittwoch den 4. Februar l. J., Vormittags 9 Uhr, ſollen dahier auf dem Rathhauſe mehrere Chauſſir⸗Arbeiten, als: altes Pflaſter Aufbrechen, Planiren und Chauſſiren, ſo wie auch Steinfahren, unter den bei der Verſteigerung bekannt gemacht werdenden Bedingungen wenigſtnehmend verakkordirt werden; mit dem Wunſche, daß ſolches gehörig be— kannt gemacht werde. Bönſtadt den 22. Januar 1835. Der Bürgermeiſter daſelbſt Geibel. Märkte zu Altenſtadt. (59) Der hieſige Frühjahrs-Markt fällt nicht, wie der großh. Landkalender augiebt, in dieſem Jahr auf den Aten, ſondern auf den 26. Februar, und der Herbſt⸗Markt nicht auf den 23ten, ſondern auf den 22. Oktober. Man erſucht die großh. Bürgermeiſter um die gefällige öffentliche Bekanntmachung. Altenſtadt den 20. Januar 1835. * f Der Bürgermeiſter daſelbſt Bertalott. 13 Edietal ladung. (60) Alle diejenigen, welche an dem Nachlaß des zu Schwalheim verſtorbenen Johannes Gei— ſel Forderungen haben, haben dieſe in dem zu deren rechtlichen Begründung anbeſtimmten Termin den 4. Merz l. J., Morgens 9 Uhr, dahier anzu⸗ zeigen. 0 Dorheim am 21. Januar 1835. Kurfürſtliches Juſtizamt. Halberſtadt. 29 Holz⸗Verſteigerung zu Obereſchbach. (61) Dienſtag den 3. Februar l. J., Vormittags 9 Uhr, ſoll nachverzeichnetes Holz in dem obereſch⸗ bacher gemeindſchaftlichen Haardwalde bei Homburg v. d. Höhe, Diſtrikt kleiner Nackt, an die Meiſt⸗ bietenden öffentlich verſteigert werden. f 19 52 Stecken Buchen- Scheitholz, 29 33 15„ PPruͤgelholz, 3) 1„ Birken⸗ 1 49 1„ Eichen⸗ 5 5 48 Buchen ⸗Stockholz, 6) 1 77 7 7(dürres), 7) 3311 Wellen Buchen⸗Reiſerholz, 8) 194 Cubikfuß Bau-, Werk- und Nutzholz (beſtehend in 15 Stück buchenen Achſen⸗ Die näheren Bedingungen werden den Steig⸗ liebhabern vor der Verſteigerung bekannt gemacht. Die Zuſammenkunft iſt im Diſtrikt kleiner Nackt. Die großh. Herren Bürgermeiſter werden er⸗ ſucht, dieſe Verſteigerung in ihren resp. Gemeinden vorſchriftsmäßig bekannt machen zu laſſen. Obereſchbach am 23. Januar 1835. Der großh. Bürgermeiſter daſelbſt Himmelreich. Holzverſteigerung zu Niederwöllſtadt. (62) Donnerſtag den 5. Februar 1835, Vormit— tags 9 Uhr, ſollen in dem Gemeinde-Schoͤneichwald zu Niederwöllſtadt, und zwar an Ort und Stelle, folgende Holzſorten, als: 1) 28 Stecken Eichen⸗Scheitholz, e„ Prügelholz, 1„ Stockholz, 40 105 Eichen⸗Bau⸗ und Werkholzſtämme von vorzüglicher Güte, 5) 80 Haufen Eichen-Reiſer, oͤffentlich an die Meiſtbietenden verſteigert werden. Käufer, welche ſich mit vorſchriftsmäßigem Bürg⸗ ſcheine verſehen, erhalten Kredit bis zum Martini⸗ tag dieſes Jahres. Die großherz. Buͤrgermeiſter werden hierdurch erſucht, die Verſteigerung in ihren Gemeinden durch die Schelle gefalligſt bekannt machen zu laſſen. Niederwöllſtadt den 29. Januar 1825. Der großh. Bürgermeiſter daſelbſt Bauſch. Frucht-Verſteigerung. (63) Dienſtag den 3. k. M., des Vormittags 11 Uhr, ſollen von dem hieſigen Kugelhaus⸗ und Armenſpeicher 120 Malter Korn und 60„ Gerſte auf dem Buͤrgermeiſterei-Büreau im Rathhauſe da⸗ hier meiſtbietend verſteigert werden. Die Herren Buͤrgermeiſter der nahe gelegenen Orte werden erſucht, dieſes in ihren. Gemeinden bekannt machen zu laſſen. Butzbach den 28. Januar 1835. Der Buͤrgermeiſter daſelbſt B. Küchel. . Bekanntmachungen von Privaten. f Chaiſen- oder Reitpferd. 5 (48) Ein ſchönes Chaiſen- oder Reitpferd, Fuchs von Farbe, fehlerfrei, wofür garantirt wird, iſt zu verkaufen. Ausgeber dieſes ſagt wo. Capitalien auszuleihen. (64) 330 fl. Vormundsgeld liegen gegen doppelte gerichtliche Verſicherung zum Ausleihen bereit. Friedberg d. 28. Jan. 1835. Zadig Grödel. (65) Bei einem Manne in Holzhauſen liegen 1000 fl. zu 5 pr. Ct., aber in zwei Theilen à 500 fl., gegen gerichtliche Hypothek auszuleihen bereit. Das Nähere iſt zu erfragen bei Gemeinderechner Jacob Ried in Holzhauſen. (66) 150— 200 fl. Vormundsgelder liegen gegen gerichtliche Sicherung zum ausleihen bereit bei den Vormündern der Buͤrgermeiſter Kipp'ſchen Kinder in Ockſtadt. Eſſig-⸗Verkauf. (67) Unterzeichneter empfiehlt ſich mit ganz gu⸗ tem reinem Obſteſſig und iſt im Stande die Ohm zu 5 fl. 30 kr. abzugeben; auch verkauft er in ſeiner Behauſung die Maas zu 6 kr., welches denjenigen, die davon Gebrauch machen konnen, zur Kenntniß dient. Friedberg. W. Hechler. Waaren⸗Empfehlung. (68) Gebleichtes, ungebleichtes, kürkiſch⸗rothes und blaues Einſchlaggarn, beſonders zum Leinentuch, wie auch Strickgarn in den gangbarſten Nummern und Farben, Tüll, Jaconette, Mull und alle in dieſes Fach einſchlagende Artikel habe ich wieder vollkommen vorräthig und verkaufe es zu den mög⸗ lichſt billigſten Preiſen. 5 Friedberg den 28. Januar 1835. Nathan Hirſchhorn. Lehrling wird geſucht. (69) Ein junger ſtarker Menſch von guter Erzie⸗ hung, welcher die Küfer- und Bierbrauer-Profeſſion lernen will, kann ſogleich gegen annehmbare Be— dingungen in die Lehre treten. Die Expedition die— ſes Blattes ſagt bei wem. N . Eine Treppe, (70) noch ſehr brauchbar und für ein Stockwerk gehörig, verkauft um einen billigen Preis Friedberg. g Chr. Hecht. Stroh-Verſteigerung zu Heldenbergen. (71) Mittwoch den 11. Februar l. J., Vormittags 9 Uhr, werden meiſtbietend verſteigert: 8 38 Fuder Waizenſtroh, 12„ Kornſtroh, 30„ Gerſten⸗, Hafer⸗ u. Erbſenſtroh, 6„ Wirrſtroh, b bei A. Pauli sen. im Schwanen in Heldenbergen. — 30—* e a Hofraithe-Verſteigerung.* (72) Freitag den 6. Februar, Vormittags 9 Uhr, ſoll die von dem verſtorbenen großh. Revierförſter Rumpf hinterlaſſene Hofraithe, die ſ. g. Clauſe, und die auf derſelben ruhenden Gerechtſame unter den bei der Verſteigerung bekannt gemacht werden⸗ den Bedingungen, in der Behauſung des Hrn. Büͤr⸗ germeiſters Reuter zu Hochweiſel, öffentlich an den Meiſtbietenden verſteigert werden. N 1 Butzbach am 27. Januar 1835. 1 C. Rumpf, Forſtkandidat. 1 0 Ein Mutterſchwein mit Ferkeln 14 (73) iſt zu verkaufen. Ausgeber dieſes ſagt wo. 1 Literariſche Anzeige. 1 (74) Soeben iſt bei Carl Dingeldey in Darmstadt erſchienen und in allen inländiſchen Buchhandlungen(in Friedberg bei Carl Bindernagel) zu erhalten: l Vaterlaͤndiſche Bericht für 1 f 1 das Großherzogthum Heſſen und die ubrigen Staaten des deutſchen Handelsvereins N* herausgegeben von 1 01 5 G. W. Freiherrn v. Wedekind. Erſtes Heft. Januar 1835.* Inhalt: Die Verhältniſſe der Bevölkerung im Groß⸗ N ö herzogthum Heſſen von Schmidt.— Ueberſicht des Gew erb; fleißes im Großherzogthum Heſſen.— Notizen über den Handel im Großherzogth. Heſſen.— Ueber Badens Beitritt zum Zollverein von V.— Die Gewerbvereine Deutſchlands. — Verzeichniß der alten Baudenkmäler im Großherzogthum Heſſen.— Bericht über das Großherzogl. Hoftheater zu 1 Darmſtadt. N 50 Gratisbeilage. 1. Literariſche Berichte: Der Staat und die Induſtrie von Bülau.— Ueber das Zurückkommen des Gewerbſtands.— Die Transportwiſſenſchaft.— Ueber die Eiſenbahn von Mannheim nach Baſel.— II. Anzeigen. 4 Bogen gr. 8. nebſt 1 Bogen Gratisbeilage. Preis 24 kr. Fruͤchte⸗Preiſe hier in Friedberg: Waizen: 6 fl. 15 kr. Korn: 4 fl. 40 kr. Gerſte: 3 fl. 40 kr. Hafer: 3fl.— kr. Erbſen:— fl.— kr. Fruͤchte⸗Preiſe zu Frankfurt, am 26. Januar: l Waizen: 6 fl. 10 kr. Korn:— fl.— kr. Gerſte: 4 fl.— ke. Hafer: 3 fl. 22kr. Kohlſaamen: 16 fl. 15 kr. 4 Fruͤchte⸗Preiſe zu Mainz, am 23. Januar: 1 55 Waizen: 6 fl. 42 kr. Korn: 4 fl. 59 kr. Gerſte: 3 fl. 54 kr. Hafer: 3 fl. S kr. 5 0 Verkaufs Preiſe den der Bäcker und Metzger ſind unverändert geblieben N a Für die Richtigkeit: Der Bürgermeiſter D. Fritz. Gedruckt und verlegt unter Verantwortlichkeit von Carl Bindernggel ein Friedberg.